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LOK Report – News von Montag, 20.03.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Richard Lutz soll Bahnchef werden
Absatzlinie
ERTMS in Dänemark verzögert
Absatzlinie
6 Mio. Macron-Reisende 2016

Absatzlinie

Citybanan in Stockholm wird
am 9. Juli eröffnet

Absatzlinie
Afrika plant ein Hochgeschwindig-
keitsnetz bis 2040

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sebastian Bollmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI: Richard Lutz soll neuer Bahnchef werden
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am Samstag (18.ß3.17) dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn den bisherigen Finanzvorstand Richard Lutz offiziell als neuen Vorstandsvorsitzenden vorgeschlagen. Dies teilte das Ministerium am Samstagnachmittag in Berlin mit.
Richard Lutz soll am kommenden Mittwoch gewählt werden. Einen tag später findet die Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bahn statt.
Allerdings herrscht nach Angaben der Stuttgarter Zeitung unter den 20 Mitgliedern des Aufsichtsrats Verärgerung, dass eine kleine Runde von Spitzenpolitikern der Regierungskoalition um Kanzleramtschef Peter Altmaier einseitig die Marschrichtung im Unternehmen vorgeben will und der Aufsichtsrat die Vorgaben nur noch abnicken soll. So hätten die meisten DB-Kontrolleure aus dem Medien erfahren, dass sie Richard Lutz zum neuen Bahnchef küren sollen (20.03.17).

RechteckBundestag: Öffentliche Sitzung zum Schienenlärmschutzgesetz
Die Öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Verbot des Betriebs lauter Güterwagen (Schienenlärmschutzgesetz – SchlärmschG) BT-Drucksache 18/11287 findet am Mittwoch, 22. März 2017, um 15:30 Uhr im Paul-Löbe-Haus statt.
Die Sachverständigen:
• Dr. Andreas Geißler, Allianz pro Schiene
• Prof. Dr.-Ing. Markus Hecht, Technische Universität Berlin
• Dr. Martin Henke, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)
• Jürgen Tuscher, Verband der Güterwagenhalter in Deutschland e.V. (VPI)
• Peter Westenberger, Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V. (NEE) (Pressemeldung Bundestag, 20.03.17).

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: Digitalisierung zum Anfassen auf der CeBIT
Die Deutsche Bahn präsentiert auf der CeBIT2017, die am Montag in Hannover beginnt, in der SCALE11-Halle acht digitale Technologielösungen, die das Unternehmen gemeinsam mit Start-ups für seine Kunden entwickelt hat. "Auf die derzeit drängende, die gesamte deutsche Wirtschaft bewegende Frage, wie große, traditionsreiche Industrieunternehmen und kleine Gründerteams gemeinsam Innovationen hervorbringen können, liefern unsere Exponate und ihre Erfinder auf der CeBIT konkrete Antworten", so Manuel Gerres, Leiter Neue digitale Geschäftsmodelle.
Messebesucher erleben das Audiosystem von HOLOPLOT, das Schallwellen gezielt auf beliebige Punkte im Raum fokussiert und damit Bahnsteigansagen in Bahnhöfen verständlicher macht. Das Potsdamer Start-up wurde erst vor zwei Tagen bei der weltgrößten Digital-Konferenz South by Southwest in Austin, Texas mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Außerdem bietet die neue DB Information 4.0, die Reisende ab Herbst 2017 in großen Bahnhöfen erwartet, CeBIT-Gästen am DB-Stand alle Services rund ums Bahnfahren. Eine Oase zum Durchatmen bildet der City Tree des Start-ups Green City Solutions.
Für saubere, umweltfreundliche Mobilität steht auch ein autonom fahrender Bus, den die Deutsche Bahn zusammen mit dem Hersteller-Start-up Easymile präsentiert. Das elektrisch betriebene Fahrzeug war bereits auf dem Gelände eines DB-Logistikzentrums in Leipzig als Shuttle erfolgreich im Einsatz und wird noch in diesem Jahr erstmals im öffentlichen Straßenraum erprobt.
An jedem Messetag lädt die Deutsche Bahn zu Produktpräsentationen ein. Besucher treffen dabei sowohl auf Experten der DB als auch auf die Start-ups, mit denen der Konzern gemeinsam die Angebote entwickelt. Mehr Informationen zu allen Produkten und Programmpunkten am DB-Stand sind unter www.deutschebahn.com/cebit zu finden. Am Montag, den 20. März, stehen ab 14.45 Uhr bei einer Standeröffnung alle Aussteller für Interviews zur Verfügung.
Die Deutsche Bahn investiert bis 2018 unternehmensweit rund eine Milliarde Euro allein in Digitalisierungsprojekte. Über die im November 2016 gegründete DB Digital Ventures wird zugleich die Start-up-Förderung ab diesem Jahr intensiviert. Dafür stehen bis 2019 zusätzlich 100 Millionen Euro bereit (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.03.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Bremsmanöver bringt Brautpaar in der S-Bahn zusammen

Am 17. März 2011 ist Carina Brecht ihrem heutigen Ehemann Marcel Sanwald in die Arme gefallen. Buchstäblich, denn der damals 19-Jährige Auszubildende fing die seinerzeit 17-Jährige in der S3 an der Station Feuersee auf, als diese beim Bremsvorgang aus dem Gleichgewicht kam. Die "Liebe auf den ersten Blick" ist heute auf den Tag genau sechs Jahre später in Oppenweiler mit dem Bund der Ehe besiegelt worden. "Wir freuen uns sehr für die beiden, zeigt es doch einmal mehr, dass die S-Bahn die Menschen in der Region tatsächlich zueinander bringt", sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart.
Carina und Marcel waren 2011 morgens mit der S3 zur Arbeit beziehungsweise zur Berufsschule am Feuersee unterwegs, als der Bremsvorgang in der Station Feuersee Carina in die Arme von Marcel trieb. Nach kurzer Anlaufphase wurden die beiden wenige Tage später ein Paar. Carina Brecht absolvierte zu der Zeit eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, Marcel Sanwald lernte Kaufmann für Versicherungen und Finanzen.
Neben dem Bahnfahren haben die beiden noch viele Gemeinsamkeiten. Sie verbindet das Tanzen und die Lust auf Städtetouren in ganz Europa. "Da nutzen wir natürlich auch gerne die Bahn als Reisemittel", sagt der frischgebackene Ehemann. Auch heute noch sind beide viel mit der S-Bahn Stuttgart unterwegs, nicht nur auf dem Weg zur Arbeit.
Für die S-Bahn Stuttgart gratulierte Siegmund Freitag, Leiter der Produktionsplanung, dem Brautpaar nach der Trauung mit einem großen Blumenstrauß und einem Erlebnis-Gutschein für die Zeit zu zweit. Den Start in die Flitterwochen wollen beide aber noch um ein Jahr verschieben. "Im nächsten Jahr heiraten wir kirchlich, danach planen wir unsere Hochzeitsreise nach Australien", verrät Carina Brecht (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.03.17).

RechteckBerlin/Brandenburg: Landesverband von Pro bahn wieder in Betrieb

PRO BAHN ist der führende bundesweit tätige Fahrgastverband, organisiert in Landesverbänden und dem Bundesverband. In der Hauptstadtregion ist PRO BAHN zwar mit einem Landesverband präsent, war aber jahrelang dort wenig aktiv.
Mit der Wahl eines neuen Vorstands im Landesverband am 11.02.17 wurden die Weichen gestellt, um in Berlin und Brandenburg wieder deutlich mehr Präsenz bei der Vertretung der Interessen der Kunden des öffentlichen Verkehrs, vor allem der Nutzer des Schienenverkehrs, zu zeigen. Im ersten Schritt musste vieles Liegengebliebene aufgearbeitet werden, "doch nun werden die Bremsen gelöst und wir nehmen Fahrt auf", so der neue Vorsitzende Peter Cornelius.
Auf der Website und mit Wortmeldungen zu allen für die Bahnkunden wichtigen Themen ist mit PRO BAHN in Berlin und Brandenburg wieder zu rechnen. "Dabei sehen wir uns nicht als Konkurrenz zu anderen Umwelt- und Fahrgastverbänden, sondern als wichtige Stimme der Nutzer des Schienenverkehrs in der Hauptstadtregion", so der Vorsitzende.
Der neue Vorstand des Landesverbandes PRO BAHN stellt sich hiermit vor:
• Peter Cornelius (Vorsitzender, im Foto 2. von rechts)
• Julian Krischan (stv. Vorsitzender, Mitte)
• Dr. Florian Bruns (Schatzmeister, links)
• Andreas Schaack (Vorstandsmitglied, 2. von links)
• Hans Leister (Presse, rechts) (Pressemeldung Pro Bahn, 20.03.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBonn Beuel

Auf den Kleinbahngleisen direkt am RSE-Verwaltungsgebäude findet sich diese Lok V40-5 der Hafenverwaltung Regensburg mit einem Güterwagen. Diese Bulliparade ist ebenfalls dort zu sehen. Ein ortsansäßiger Händler verkauft importierte VW als limitierte Edition aus Brasilien (Martin Wehmeyer, 20.03.17).

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LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckBrenner

Die Bilder zeigen ETR 170 020 mit REX 1828 Merano - Innsbruck und LM 189 918 abgestellt am Brenner am 07.03.17 (Torsten Liermann, 20.03.17).

RechteckNationalpark Harz am Zug


Mitive vom Nationalpark Harz zeigt der 648 763 (Ferdinand Jacksch, 20.03.17).

RechteckKralovice u Rakovníka



Am 15. März fuhr ich mit dem Zug aus Prag nach Rakovník und Kralovice über Lužná. Ich bereitete eine Ausstellung zur Strecke Rakovník - Kralovice - Mladotice in der ehemaligen Zisterzienser-Probstei Mariánká Týnice bei Kralovice vor.
Zwischen Čisté und Kralovice fährt am Werktag nur ein Alibi-Zugpaar, am Sa und So drei. Ich mußte mit dem Regionalbus der Firma Anexia zurück nach Čistá fahren und in den Zug nach Rakovník umsteigen. Im Zentrum Čistá am Rathaus besuchte ich zwischendurch den Gasthof, dort trankt ich das Bier Bakalář.
Die Fotos zeigenden ehemaligen Bhf Kožlany (Geburtsort des tschchoslowakischen Präsidenten Dr. Edward Beneš), den Bhf Kralovice mit Holzeinladung per LkW, den Gasthof und das Rathaus Čistá, den leeren Bhf Čistá und den Bhf Rakovník mit Schnellzug nach Prag-Masarykovo (Prag Hibernia Bhf). Die Bahnhofgastätte in Rakovník ist noch in Betrieb mit Bier der Brauerei Bakalář (Martin Kubík, 20.03.17).

RechteckOberjößnitz/V

V330.5 (92 80 1250 008-0 D-HVLE) fuhr am 16.03.17 mit einem Düngerzug von Piesteritz nach Bamberg. Hier ist der Zug zu sehen in Oberjößnitz/V. (Alexander Hertel, 20.03.17).

RechteckSchellerten

Frühlingshaft zeigte sich der Nachmittag am 16. März 2017, als nach 185 580 von Captrain die erwartete 232 416 der LEG aus Blumenburg den Fotografen bei Schellerten an der Strecke Braunschweig-Hildesheim passierten (Sebastian Bollmann, 20.03.17).

RechteckSchwertransport



Die italienische FS-Tochter Mercitalia Rail hat am letzten Februar-Wochenende einen Hochdruck-Reaktor zur Prouktion von Harnstoff nach dem Haber-Bosch-Verfahren von Desio durch die Lombardei, Venetien und Friaul-Julisch Venetien über Tarvisio nach Trnovec nad Váhom in der Slowakei transportiert.
Angesichts der Größe des Reaktors - Länge 20,3 m, Höhe 4,2 m, Breite 4 m, Gewicht 147 Tonnen - benötigte der Transport die Freigabe von Sondergenehmigungen für die zu befahrenen primär und sekundär klassifizieten Strecken. Die Geschwindigkeit betrug 30 km/h mit Spitzen von 50 km/h. Der Behälter ruhte über Ankersysteme auf zwei Fahrgestellen Uaai 812 mit je 5-Achsen. Das Gesamtsystem hatte eine Länge von 29 m, war 4,6 m hoch, 4 Meter breit und hatte 188 Tonnen Gewicht (WKZ, Quelle Mercitalia Rail. 20.03.17).

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Europa

RechteckDänemark: Neue ERTMS-Technik erst zwei Jahre später betriebsbereit

Eine elektrische Siemens-Lokomotive des Typs Vectron wurde von den dänischen und schwedischen Infrastrukturbehörden erfolgreich für grenzüberschreitenden ERTMS-Einsatz getestet. Foto Siemens.

Wenige Tage nachdem Banedanmark den Beginn des Testbetriebs einer Strecke mit dem europaweit einheitlichen Signalsystem ERTMS in Nordjütland ankündigt, berichtet die Zeitung Ingeniøren über eine zweijährige Verspätung bei der Einführung der neuen Technik, an die bisher große Hoffnungen geknüpft werden. Die Zeitschrift berichtet, dass die neue Signaltechnik, in die das staatliche Bahn-Infrastrukturunternehmen Banedanmark fast 20 Milliarden Kronen investiert, noch nicht ausgereift sei. Absehbare technische Nachbesserungen würden zu Zusatzkosten führen.
In Dänemark ist die Verspätung bei der Installation und Inbetriebnahme der neuen Technik, die u. a. eine engere Zugfolge und hohe Geschwindigkeiten sichert, ein Probleme bei der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ringsted und Kopenhagen. Möglicherweise könne die für die Beseitigung der Schienenengpässe vor Kopenhagen so wichtige neue Strecke nur im Dezember 2018 in Betrieb gehen, wenn sie mit alter Signaltechnik ausgerüstet wird. Laut Banedanmark sei aber nur mit einer Verspätung von drei Monaten bei der Inbetriebnahme der Neubaustrecke zu rechnen, bei der im Februar die Verlegung der Gleise abgeschlossen worden ist. Dort läuft jetzt die Installation der elektrischen Oberleitungen und der ERTMS-Signaltechnik an.
Bei Banedanmark gibt man sich in Verbindung mit dem Beginn des ERTMS-Testbetriebs zwischen Frederikshavn, Lindholm und Hobro optimistisch, dem zweijährige Vorbereitungen voraus gegangen sind.
Für die Reisenden sind die Testfahrten mit Sperrungen des Verkehrs verbunden. Projektchef Brian Nielsen berichtet, dass man nach Vorbereitungen im Labor jetzt sehe könne, wie die neue Technik in der Praxis funktioniert.
Hinter dem Kürzel ERTMS verbirgt sich der Name des European Rail Traffic Management System, das nach und nach die nationalen Signal- und Sicherheitssysteme ersetzen soll, die bis heute den grenzüberschreitenden Betrieb des umweltfreundlichen Verkehrssystems Bahn behindern.
Die digitale Technik ermöglicht u. a. eine viel dichtere Zugfolge. Der Zugverkehr wird nicht länger über stationäre Signale, sondern drahtlos über Funkverkehr gesteuert. Es soll langfristig mit großen Einspaungen verbunden sein.
Dass es nicht nur Probleme mit ERTMS gibt, haben Testfahrten des Unternehmens Siemens in Zusammenarbeit mit Banedanmark und den schwedischen Behörden im Dezember gezeigt. Eine Siemens-Lokomotive des Typs Vectron absolvierte in Westschweden problemlos Fahrten mit bis zu Tempo 200 mit dänischer und schwedischer "Fernsteuerung" (Pressemeldung SEV, 20.03.17).

RechteckFrankreich: 6 Mio. Macron-Reisende im Jahr 2016

Versorgungsgrad der Fernbusanbieter an den einzelnen Linien im Busfernverkehr. Grafik Arafer.

Im letzten Quartal 2016 (Q4 vom 01.10.17 bis 31.12.17) sind 1,56 Mio. Passagiere mit "Macron-Bussen" in Frankreich unterwegs gewesen, was einem Rückgang von 22% gegenüber der Sommersaison (Q3 mit 2 Mio. Passagieren) entspricht. Dieser Rückgang spiegelt einen saisonalen Effekt wider, der auch bei Fahrgasttransporten (Bahn, Flugzeug, PKW) beobachtet wird. Über das ganze Jahr ist jedoch ein starker Anstieg gegenüber dem gleichen Quartal des Jahres 2015 (640 000 Passagiere) zu beobachten.
Im Gesamtjahr 2016 reisten 6,2 Millionen Menschen mit dem Bus und fast 7 Mio. seit der Markt im August 2015 geöffnet wurde.
Im letzten Quartal 2016 haben die Busunternehmen ihre Angebote angepasst und diverse Sommerziele durch Skiorte ersetzt. Insgesamt wurden am 31.12.16 180 Städte bedient (5 weniger als im vorangegangenen Sommer-Quartal) und 985 Verbindungen angeboten (-3% gegenüber dem Vorquartal).
Der Wettbewerb zwischen den Betreibern besteht weiterhin auf 300 Verbindungen mit mindestens zwei Anbietern, das sind 30% aller Verbindungen mit 88% aller Reisenden. Trotz des Rückgangs an Reisenden im Winterquartal gegenüber dem Sommer (-22%), sank die Anzahl der Sitzkilometer moderater (-8%), was zu einem stärkeren Rückgang der Auslastung führte: 36,1% gegenüber 46,6% im 3. Quartal 2016. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Jahres 2015 (32,4% in Q4 2015) konnte die Auslastung allerdings erhöht werden.
Der durchschnittliche Umsatz pro Passagier auf 100 km stieg vom 3. zum 4. Quartal von 4,0 auf 4,7 Euro (+18%). Dieser Anstieg der Ticketpreise kompensierte zum Teil den Rückgang der Reisenden. Der Umsatz der Busunternehmen belief sich auf 24,3 Mio. Euro im 4. Quartal 2016 (-12% gegenüber Q3). Im Vergleich zum gleichen Quartal 2015 (7,6 Mio. Euro) hat sich der Umsatz mehr als verdreifacht. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2016 belief sich auf 83,2 Mio. Euro. Der Sektor beschäftigte 2082 Personen im 4. Quartal 2016 (+ 1,6% gegenüber Q3).
Am Ende 2016 wurden 56 neue Busverbindungen von weniger als 100 km angeboten (5% des Angebots), davon 21 im vierten Quartal. Unter ihnen befinden sich zwei Shuttle-Busse zwischen einem Flughafen und einem Bahnhof: Nancy - Lorraine TGV und Roissy CDG - Beauvais.
Rund 7500 Passagiere nutzten Verbindungen von weniger als 100 km, das sind 2% der Mitfahrer von Fernverbindungen, die diese Routen angeboten hatten. Dies entspricht weniger als einem Passagier pro Bus im Durchschnitt und stellt nur ein sehr begrenztes Risiko des Wettbewerbs mit vertraglich vereinbarten Transportdienstleistungen einschließlich der TER-Verbindungen dar (WKZ, Quelle Arafer, 20.03.17).

RechteckÖsterreich/Ungarn: Strabag wirft EU-Anti-Betrugsbehörde OLAF "nachweislich fehlerhafte" Informationen vor
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wirft die Strabag dem EU-Anti-Betrugsamt OLAF "nachweislich fehlerhafte" Informationen vor. Es geht um einen Bericht, in dem sich die OLAF-Ermittler mit angeblichen Unregelmäßigkeiten beim Bau der U-Bahn-Linie 4 (M4) in Budapest zwischen 2004 und 2014 befassen. Am Projekt beteiligt waren auch die österreichischen Baukonzerne Strabag, Porr und Swietelsky.
"Der OLAF-Bericht ist, soweit er die Strabag betrifft, teilweise nicht nachvollziehbar und nachweislich fehlerhaft", so die Unternehmenssprecherin Diana Neumüller-Klein gegenüber "profil". Beispielsweise würden Baufirmen verwechselt. Die Vorwürfe präzisieren will die Strabag nicht: "Wir sehen es nicht als unsere Aufgabe an, die Qualität der Ermittlungsergebnisse im Detail öffentlich zu diskutieren." Das OLAF-Büro in Brüssel will sich derzeit nicht zur Causa äußern.
Im OLAF-Bericht wird vorgeschlagen, hohe Summen EU-Fördergeld für die M4 von Ungarn zurückzufordern. Bei zahlreichen Verträgen orten die Ermittler Unregelmäßigkeiten. Im Zusammenhang mit Strabag, Porr und Swietelsky spricht OLAF etwa von "irregulären Verträgen" oder "Interessenskonflikten". Im Fall von Swietelsky ist auch von "möglicher Korruption" die Rede. Die Unternehmen weisen auf "profil"-Anfrage alle Vorwürfe von sich. Etwaige Unregelmäßigkeiten würden allein daraus resultieren, dass Budapest das Vergabeverfahren falsch durchgeführt hätte. In Ungarn sprechen Regierungsvertreter vom "größten Korruptionsfall seit dem EU-Beitritt" (Pressemeldung Profil Redaktion GmbH, 20.03.17).

RechteckSchweden: Citybanan in Stockholm wird am 9. Juli eröffnet
Nach mehr als acht Jahren Bauzeit wird die Citybanan - die Tunnelstrecke unter dem Zentrum von Stockholm mit den beiden neuen S-Bahn-Stationen Stockholm City und Stockholm Odenplan - am 09.07.17 eröffnet. Trafikverket hat die Citybanan zusammen mit der Stadt Stockholm, der Bezirksverwaltung der Region Stockholm und Storstockholms Lokaltrafik SL gebaut. Der zweigleisige neue S-Bahn-Tunnel bedeutet eine große Verbesserung und Kapazitätserhöhung sowohl für die Region als für die Zugverbindungen nach und von Stockholm.
Die große Eröffnung des Sommers findet am 9. Juli im Bahnhof Stockholm Odenplan statt. Das Programm beinhaltet eine Fahrt mit dem Zug zwischen den neuen Stationen sowie eine Kunstausstellung und Unterhaltung. Der reguläre Betrieb wird am darauf folgenden 10. Juli audgenommen.
Bisher lief sämtlicher Bahnverkehr durch Stockholm auf zwei Gleisen. Wenn der sechs Kilometer lange Tunnel zwischen Tomteboda und Stockholm södra in Betrieb geht, fährt der S-Bahn-Verkehr (Pendeltågen) auf eigenen Gleisen. Die vorhandenen oberirdischen Gleisen dienen dann nur noch dem Fern- Regional- und Güterverkehr. Die beiden neuen Stationen Stockholm City und Stockholm Odenplan haben Anbindung zur S- und U-Bahn, so dass der Umsteigeverkehr erleichtert wird. (Pressemeldung SEV, 20.03.17).

RechteckSchweiz: Die geringe Busse gegen Flixbus ist lächerlich
Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) begrüsst die Busse, welche das Bundesamt für Verkehr (BAV) wegen Kabotage gegen Flixbus verhängt hat. Doch für den SEV ist eine Busse von lediglich 3000 Franken lächerlich; er verurteilt den unlauteren Wettbewerb, den Flixbus betreibt, nämlich schon lange.
«Das BAV hat zwar erkannt, dass Flixbus das Kabotageverbot verletzt hat», kommentiert Barbara Spalinger, Vizepräsidentin des SEV, «aber eine Busse von nur 3000 Franken ist lächerlich und rein symbolisch». Seit langem fordert der SEV vom Bundesamt für Verkehr, bei Unternehmen wie Flixbus durchzugreifen, denn sie wollen die Bahn konkurrenzieren, ohne die Gesetze zu beachten. «Das BAV muss mehr Kontrollen durchführen und Unternehmen, die das Kabotageverbot missachten, härter bestrafen», fordert Barbara Spalinger.
Am 8. Dezember des vergangenen Jahres führte der SEV eine Aktion gegen Flixbus durch. Dabei wurde das Unternehmen angeprangert, weil es einerseits das Kabotageverbot nicht einhält und eine Politik von Tiefstpreisen verfolgt, die nur aufgrund von Sozial- und Lohndumping funktionieren kann, und andererseits wegen dem völlig lächerlichen Beitrag, den das Unternehmen an die Infrastrukturkosten leistet (Pressemeldung SEV, 20.03.17).

Übersee

RechteckAfrika: Afrika plant ein Hochgeschwindigkeitsnetz bis 2040
Der Spezialisierte Technikausschuss (CTS) für Verkehr, Energie, Infrastruktur und Tourismus der Afrikanischen Union (AU) hat sich auf einem Treffen vom 13. bis 17.03.17 in Lomé (Togo) unter dem Thema "Finanzierung der Infrastruktur in Afrika" innerhalb seiner Agenda 2063 für ein Hochgeschwindigkeitsschienennetz in Afrika bis 2040 und den Ausbau des Tourismus ausgesprochen. Diese nachhaltige Infrastrukturinvestitionen sollten über öffentlich-private Partnerschaften finanziert werden.
Nach Jésus Niazaire, Bahnberater und Vertreter der Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC), sind der Zustand der bestehenden Bahnen und deren Verbindungen untereinander überaltert und unsicher, aber die Planung von Hochgeschwindigkeitsverkehren ​​sei ein "Traum, der Realität werden muss". Im Vorfeld müssten die afrikanischen Staaten ernsthaft die Sanierung des bestehenden Eisenbahnnetzes angehen und auf eine angemessene Geschwindigkeit von 120 km ausbauen.
Vor vier Jahren hat die Regierung in Togo ein umfangreiches Programm gestartet, um die Bahn innerhalb einer "Togo Invest Corporation " zu modernisieren. Aber das Projekt nahm kaum Gestalt an. Der Berater der UIC glaubt trotzdem, dass jeder Staat in der Lage sein sollte, eine Politik zu finden, um das Interesse am Bahnausbau voran zu treiben (WKZ, Quelle Le Top de l'information Togolaise, TVT, 20.03.17).

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