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LOK Report – News von Montag, 20.02.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Marktanteil der Güterbahnen
weiter gesunken

Absatzlinie
Trinationalen S-Bahn Basel in der
Trägerschaft Agglo Basel vereint

Absatzlinie
Freigabe der Planungsmittel
für Wiesbadener City-Bahn

Absatzlinie
Zugentgleisung Louvain

Absatzlinie

New Translohr erneut
in Schwierigkeiten

Absatzlinie
Adif und Renfe beteiligen sich
an HS-Ausschreibung Kalifornien

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Hanno Fabian

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckStatistisches Bundesamt: Neuer Höchststand beim Transportaufkommen
In Deutschland wurden 2016 mehr Güter transportiert als je zuvor. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das Transportaufkommen gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % auf 4,6 Milliarden Tonnen. Zu diesem Wachstum trugen die Verkehrszweige Lastkraftwagen, Seeschiffe, Rohrleitungen und Flugzeuge bei. Beim Eisenbahnverkehr und bei der Binnenschifffahrt gab es dagegen Rückgänge. Insgesamt wuchs der Güterverkehr in Deutschland im vierten Jahr in Folge. 
Auf Straßen wurden – nach einer externen Schätzung der im Auftrag des Bundes-ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erstellten Mittelfristprognose – im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Tonnen und damit 1,5 % mehr Güter befördert als im Jahr 2015.
Im Eisenbahnverkehr ging die Beförderungsmenge im Vorjahresvergleich dagegen um 1,6 % auf 361 Millionen Tonnen zurück. Auch Binnenschiffe beförderten mit 220 Millionen Tonnen weniger Güter als im Vorjahr (– 0,8%). Niedrigwasser führte hier im letzten Quartal 2016 zu starken Rückgängen des Transportaufkommens. Somit gewannen Lastkraftwagen Anteile am Güterverkehr hinzu, während Eisenbahnen und Binnenschiffe Anteile verloren. 
Im Seeverkehr stieg die Beförderungsmenge mit einem Plus von 0,3 % moderat auf 293 Millionen Tonnen. Der Transport von Rohöl in Rohrleitungen nahm um 2,0 % auf 92 Millionen Tonnen zu. Das stärkste Wachstum aller Verkehrszweige wies die Luftfracht mit einem Plus von 3,3 % auf, allerdings werden in Flugzeugen mit insgesamt 4,5 Millionen Tonnen nur 0,1% des gesamten Transportvolumens befördert. 
Die Angaben beruhen auf vorliegenden Monatsdaten, ergänzt um Schätzungen. Endgültige Ergebnisse für die einzelnen Verkehrszweige veröffentlicht Destatis in den nächsten Wochen im Rahmen von Pressemitteilungen (Pressemeldung Statistisches Bundesamt, 20.02.17).

RechteckAllianz pro Schiene: Marktanteil der Güterbahnen sinkt
Die Transportmengen in Deutschland steigen auch im Jahr 2016 weiter an. Wie das Statistische Bundesamt am heutigen Freitag mitteilte, wuchs das Transportaufkommen auf 4,6 Miliarden Tonnen.
Von dieser Entwicklung profitierte vor allem der Lkw-Verkehr, die Beförderungsmenge stieg um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rückläufig ist dagegen der Schienengüterverkehr, die Beförderungsmenge sank um 1,6 Prozent auf rund 361,3 Millionen Tonnen. Auf Basis dieser Zahlen hat die Allianz pro Schiene errechnet, dass der Marktanteil des Schienen-güterverkehrs für 2016 von 18 auf 17,6 Prozent gesunken ist.
"Der Schienengüterverkehr entwickelt sich immer mehr zum Sorgenkind der Politik", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Freitag in Berlin. "Die Bundesregierung bekommt von der amtlichen Statistik heute eine schmerzhafte Quittung für ihre Lkw-freundliche Politik vorgelegt." Flege rechnete vor, dass die Güterbahnen in der Schweiz inzwischen bereits einen Marktanteil von 42 Prozent und in Österreich von 30 Prozent erreichen. "Deutschlands Verlagerungspolitik geht in die falsche Richtung: von der Schiene auf die Straße. So werden wir bei unseren Umwelt- und Klimazielen mit Vollgas vor die Wand fahren."
Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer warnte den Bund davor, sich mit Schuldzu-weisungen an das Management der Güterbahnen wohlfeil aus der politischen Verantwortung zu stehlen. "Die Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr in Deutschland sind verheerend: Sinkende Lkw-Maut, steigende Trassenpreise auf der Schiene, hohe Stromsteuern und eine steigende EEG-Umlage für die Güterbahnen haben das Preisgefüge im Güterverkehr zu Lasten der Schiene völlig verzerrt", sagte Flege. Weiterhin subventioniere die Politik den Dieseltreibstoff, der seit Jahren auf Preistalfahrt ist. "Ausgerechnet die umwelt- und klimafreundlichen Güterbahnen kämpfen mit einer immer schwieriger werdenden Marktlage, obwohl sie dringend Freiräume bräuchten, um zukunftsträchtige Innovationen auf den Weg zu bringen."
Flege verwies auf eine Vielzahl von Studien, die dem deutschen Schienengüterverkehr ein großes Potenzial bescheinigen. "Experten vom Umweltbundesamt bis hin zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sehen für die Güterbahnen in Deutschland bis 2030 einen deutlich höheren Marktanteil. Das ist kein Zauberwerk, wie uns die Schweizer und Österreicher Jahr für Jahr beweisen", sagte Flege. Eine Halbierung der Trassenpreise für die Güterbahnen sei hier ein erster wichtiger Schritt, um den deutschen Schienengüterverkehr wieder aufs richtige Gleis zu bringen (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 20.02.17).

RechteckNEE: Zuviel Rückenwind für den LKW
Weniger Güterverkehr auf der Schiene (minus 0,5 Prozent) bei gleichzeitig starkem Wachstum des Straßengüterverkehrs (plus 2,7 Prozent) im ver­gangenen Jahr ist für das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen die "Quittung für Wegschauen" in der Politik. Zum ersten Mal seit der Krise 2008/2009 sei die Güterverkehrsleistung auf der Schiene rückläufig. Obwohl die Wettbewerbs­bahnen ein Wachstum verzeichnen konnten, ist der Markt aufgrund des starken Rückgangs bei DB Cargo, insgesamt ins Kip­pen geraten.
NEE-Geschäftsführer Peter Westenberger: "Halb Deutschland fragt sich, warum die Autobahnen voll mit Lkw sind und immer voller werden. Die Antwort ist simpel: der Straßentransport ist konkurrenzlos preiswert und wird noch günstiger. Und das ist von der Bundes­regierung so gewollt."
Die Vertreter der Wettbewerbsbahnen beobachten immer häufiger, dass der Preis bei den Verladern zum ausschlaggebenden Faktor wird. Westenberger: "Unsere Unternehmen berichten davon, dass sie im vergangenen Jahr unrentabel gewordene Ver­kehre aufgeben mussten und dass neue Zugverbindungen, beispielsweise im kombinierten Verkehr, an 40, 50, 60 Euro Kosten­unterschied pro Container oder Lkw-Trailer scheitern."
Vor allem bei den Kosten für die Infra­struktur­nut­zung und beim Preisverhältnis von Bahnstrom und Lkw-Diesel habe Berlin für die Straße immer bessere und für die Schiene immer schlechtere Rahmenbedingungen gesetzt. Die Bahnen hätten seit Jah­ren auf die Brisanz der Entwicklung hingewiesen und deutlich gemacht, dass Effizienzsteigerungen in den Unternehmen dies nicht kompensieren könnten. Baubedingte Beschränkungen im Schienennetz und ein unterschiedliches Sicherheits- und Kon­trollniveau zwischen Straße und Schiene täten Ihr Übriges.
Für die Wettbewerbsbahnen steht im Wahljahr die Frage im Fokus, ob mehr Verkehr auf der Schiene nur ein Lippenbekenntnis ist oder Realität werden soll. Westenberger: "Die Bahnen wollen wachsen. Die Deutschen wollen, dass die Bahnen wachsen. Dafür benötigen die Bahnen kurzfristig faire wirtschaftliche Bedingungen sowie mittelfristig mehr Kapazität im Schienennetz und eine technologische Modernisierung, die vom Staat gefördert und begleitet werden muss." (Pressemeldung NEE, 20.02.17).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMUB: Förderung der Umstellung auf klimafreundliche Transportketten
Wirtschaftliche Vorteile durch ökologischere Transportplanung – ein neues Mobilitätsprojekt im Güterverkehr soll Unternehmen bei der Umstellung auf den kombinierten Verkehr unterstützen. Dabei setzen die Experten des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) sowie der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr (SGKV) auf die Praxisanalyse, Erfahrungsaustausch und Umsetzung der errechneten Potenziale.
"ERFA-KV" heißt das vom Bundesumweltministerium geförderte Verbundprojekt, das einen weiteren Baustein zur Senkung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor darstellt.
Die Projektpartner bauen in den Regionen Dortmund, Frankfurt und Regensburg gemeinsam mit den örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK) sogenannte Erfahrungsaustausch-Gruppen mit Unternehmen auf. Hier werden zunächst die vorhandenen Transportmengen, -güter und Verlagerungspotentiale identifiziert. Gleichzeitig werden die ökologischen Auswirkungen einer Transportverlagerung regional diskutiert und bewertet.
Im Ergebnis der Gesamtanalysen lernen die beteiligten Unternehmen ihre Potenziale für die Transportverlagerung in ihren Lieferketten kennen, die sie unternehmensintern umsetzen können. Beispiele für Projektmaßnahmen sind etwa Bündelungen und Rückladungen.
Zum Abschluss des Projektes wird ein Praxisleitfaden erstellt, der weiteren Unternehmen über die die Möglichkeiten und notwendigen Umsetzungsstufen bei einer Transportverlagerung zum Kombinierten Verkehr (KV) informiert.
Das zweieinhalbjährige Projekt "ERFA-KV – Klimaschutz durch Transportverlagerungen auf den Kombinierten Verkehr – Förderung von Erfahrungsaustausch im KV" wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit rund 500.000 Euro gefördert. Weitere aktuelle Förderprojekte des Bundesumweltministeriums im Bereich Logistik sind die Feldversuche zu Oberleitungs-LKWs in Hessen und Schleswig-Holstein sowie die Klima-Fortbildung "SYSLOG+" für Logistiker und Spediteure (Pressemeldung BMUB, 20.02.17).

RechteckBMVI: IHATEC-Förderbescheid über 9,5 Mio. Euro für EUROGATE und BIBA
Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat heute einen weiteren großen Förderbescheid des IHATEC-Programms für innovative Hafentechnologien übergeben. Der Terminalbetreiber EUROGATE und BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik erhalten BMVI-Mittel in Höhe von 9,5 Millionen Euro für das gemeinsame Forschungsprojekt ACUSCar.
Im Rahmen des Projektes soll ein automatisiertes und vernetztes Portalhubwagensystem (Automatic Straddle Carrier, Auto-SC) als Pilotanlage in einem bestehenden Mega-Hafenterminal integriert und unter norddeutschen Klimabedingungen erforscht werden. Ziel ist, die Umschlagleistung von Terminals zu steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren.
Ferlemann: Wir wollen ein Maximum an Innovation im Bereich Hafentechnologien - und Pioniere, die Neuland erforschen. Das Projekt von EUROGATE und BIBA ist ein herausragendes Beispiel für die Innovationskraft der deutschen Hafenwirtschaft. Mit solchen Projekten können wir die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Häfen langfristig auf hohem Niveau sicher.
Auch andere Häfen sollen von den Erkenntnissen des Projektes ACUSCar profitieren. Dafür sollen Terminal- und Herstellerübergreifende Lösungen im Sinne eines Baukastensystems entwickelt werden. Dadurch wird die Einführung von ASC-Systemen für unterschiedliche Terminalbetriebssysteme möglich, ohne dass umfangreiche Anpassungen oder Neuentwicklungen erstellt werden müssen.
Das Förderprogramm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC) startete am 8. Juli 2016 und läuft bis 2020. Insgesamt werden 64 Millionen Euro bereitgestellt. Gefördert wird die Entwicklung innovativer Technologien, die den Häfen helfen, das stark anwachsende Umschlagaufkommen zu bewältigen und Logistikketten zu verbessern. Die Projekte reichen von der IT-optimierten Prozesssteuerung über den Einsatz automatisierter Systeme für den Güterumschlag bis hin zu Maßnahmen zur Bekämpfung von Cyber-Angriffen (Pressemeldung BMVI, 20.02.17).

RechteckEVG: Warnstreikwelle bei der WLE angelaufen

Am Abend hat ein weiterer Warnstreik der EVG bei der WLE stattgefunden. Nachdem der Arbeitgeber sich trotz der hohen Beteiligung beim ersten Warnstreik geweigert hatte, mit sinnvollen Angeboten auf die berechtigten Forderungen der EVG zu reagieren, haben wir eine weitere Welle von Warnstreiks angekündigt.
Der Auftakt war am Abend am Güterbahnhof in München-Riem. Hier hat die EVG einen Güterzug der WLE bestreikt. Der Warnstreik lief in der Zeit von 19:00 Uhr  bis 02.30 Uhr.
"Die Rückmeldungen der Kollegen in Lippstadt - egal ob Werkstattmitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter oder Lokführer - waren überwältigend", kommentierte der EVG-Geschäftsstelleleiter Christian Drelmann den Ausstand.
Die streikenden Kollegen hätten vor allem über die sozialen Medien Solidarität erfahren, betonte er. "Darauf können wir stolz sein und dies wird jedem Kollegen für die Aktionen Kraft geben!"
Ziel sei es, die Arbeitgeberseite mit punktuellen Streiks unter Druck setzen. "Und zwar solange, bis er bereit ist, unsere Forderungen zu verhandeln", ergänzte EVG-Gewerkschaftssekretär Sebastian Bitterwolf (Pressemeldung EVG, 20.02.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Breitere Trägerschaft für den Verein Agglo Basel
Mit Eintreten des Landes Baden-Württemberg, der Région Grand Est und des Kantons Jura sind ab Anfang 2018 alle sieben Bestellbehörden der trinationalen S-Bahn Basel in der Trägerschaft Agglo Basel vereint. 
Die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn sowie das Land Baden-Württemberg, die Région Grand Est und der Kanton Jura arbeiten als Bestellbehörden der trinationalen S-Bahn Basel eng zusammen. Am 2. Trinationalen Bahnkongress im April 2016 hatten die sieben Verkehrsminister / Präsidenten daher ein «Memorandum of Understanding» unterzeichnet, in dem festgehalten wurde, dass dem Verein Agglo Basel als Koordinationsplattform für die trinationale S-Bahn Basel ab dem 01. Januar 2018 alle sieben Körperschaften angehören sollten. Der Verein hat nun seine Statuten angepasst. Mit den Beitrittserklärungen des Landes Baden-Württemberg, der Région Grand Est sowie des Kantons Jura kann somit, unter Vorbehalt der Ratifizierung, das «Memorandum of Understandig» in die Tat umgesetzt werden. Damit wird die Ausarbeitung des Agglomerationsprogramms mit der Planung der trinationalen S-Bahn Basel auch organisatorisch vereint. 
Am politischen Spitzentreffen, welches heute im Badischen Bahnhof Basel stattgefunden hat, bekräftigten die sieben S-Bahnbesteller Christine Guillemy, Vizepräsidentin der Région Grand Est, Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg, die Regierungsräte Dr. Hans-Peter Wessels (Kanton Basel-Stadt), Dr. Sabine Pegoraro (Kanton Basel-Landschaft) und Roland Fürst (Kanton Solothurn) sowie die Vertreter der Kantone Aargau und Jura nochmals mit Nachdruck, dass sie das Ziel verfolgen, die trinationale S-Bahn Basel gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Region ist sich über die Grenzen hinaus einig: Der prosperierende und dynamische trinationale Wirtschaftsraum braucht eine zeitgemässe S-Bahn mit Durchmesserlinien für schnelle und direkte Verbindungen quer durch die Agglomeration. Dazu braucht es einen gezielten Ausbau der Zulaufstrecken sowie, im Zentrum, eine neue Verbindung zwischen den Basler Bahnhöfen – das Herzstück. Eine leistungsstarke trinationale S-Bahn entlastet die Straßen, bietet eine umweltgerechte Alternative für Pendler und Gelegenheitsfahrer und erhöht so die Attraktivität der Region als Lebens- und Arbeitsraum. 
Das Spitzentreffen bot darüber hinaus Gelegenheit zu einem Austausch über die verschiedenen Planungs- und Finanzierungsprogramme der Eisenbahninfrastruktur. Dazu gehören der Ausbauschritt 2030/35 des Strategischen Entwicklungsprogrammes auf Eidgenössischer Ebene (FABI/STEP) sowie entsprechende Finanzierungsmechanismen in Deutschland und Frankreich. Die politischen Vorsteher der Bestellbehörden haben in diesem Zusammenhang an den Fortschritt einzelner großer Ausbauprojekte erinnert – insbesondere an den Bahnanschluss des EuroAirports in Frankreich, die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke in Deutschland und die Planung des «Bahnknotens» im Herzen von Basel, zu der auch das Herzstück gehört, die unterirdische Verbindung zwischen dem Bahnhof Basel SBB und dem Badischen Bahnhof (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 20.02.17).

RechteckHessen: Freigabe der Planungsmittel für Wiesbadener City-Bahn
Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir begrüßt die Freigabe der Planungsmittel für die Wiesbadener City-Bahn. "Die City-Bahn ist ein Schlüsselprojekt für einen leistungsfähigen und umweltschonenden Personennahverkehr in der Landeshauptstadt", sagte der Minister am Freitag. Am Vorabend hatte die Stadtverordnetenversammlung den Beginn der Vorplanungen genehmigt. Das Hessische Wirtschaftsministerium beteiligt sich daran mit 465.000 Euro. 
Auf Al-Wazirs Bitte hin hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vor wenigen Wochen seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, das Vorhaben konstruktiv zu begleiten und anteilig zu fördern. Die Aufnahme in das entsprechende Förderprogramm für Öffentlichen Personenverkehr (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, GVFG) setzt eine Kosten-Nutzen-Analyse mit positivem Ergebnis voraus. "Wenn die City-Bahn in das Programm aufgenommen wird, wird auch das Land Hessen seinen Beitrag leisten", sagte Al-Wazir (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 20.02.17).

RechteckNRW: Gesetzesänderung zum ÖPNV - Mehr Geld für Bürgerbusse
Von der vom Landtag Ende 2016 beschlossenen Änderung des ÖPNV-Gesetzes sollen auch die Bürgerbusse profitieren. In den überarbeiteten Verwaltungsvorschriften, die jetzt in die Verbändeanhörung gegeben werden, sind deutlich erhöhte Fördersätze vorgesehen. "Mit diesen Fördersätzen wollen wir die mit großem ehrenamtlichen Einsatz tätigen Bürgerbusvereine stärken und dafür sorgen, dass dieses Erfolgskonzept noch weiter wachsen kann", sagte Verkehrsminister Michael Groschek. "Die Bürgerbusse sind eine tragende Säule des Öffentlichen Nahverkehrs gerade im ländlichen Raum." 
So soll die Organisationspauschale pro Verein von 5.000 Euro auf mindestens 6.000 Euro aufgestockt werden. Im Bereich der Förderung von Fahrzeugen ist vorgesehen, dass Bürgerbusfahrzeuge mit spezieller Vorrichtung für die Aufnahme von Rollstühlen mit mindestens 50.000 Euro gefördert werden. Bei Fahrzeugen mit zusätzlichem Niederflurbereich ist eine Mindestförderung von 60.000 Euro je Fahrzeug vorgesehen. Zudem soll eine Erhöhung dieser Fördersätze von jeweils zusätzlich mindestens 6.000 Euro erfolgen, wenn es sich um ein Erstfahrzeug handelt oder das Fahrzeug mit einem alternativen Antrieb ausgestattet ist. Darüber hinaus sollen sämtliche Fördersätze als Anreiz aufgestockt werden, wenn in dem Bürgerbus der jeweilige Verbundtarif und der NRW-Tarif angewendet oder anerkannt werden.
Hintergrund: Das System Bürgerbus – Bürger fahren für Bürger – ist ein normaler Linienverkehr auf einer konzessionierten Strecke mit Fahrplan, Haltestellen und einem geregelten Tarif. Zum Einsatz kommen ausschließlich Kleinbusse mit acht Fahrgastplätzen, da die ehrenamtlichen Fahrer keinen Busführerschein besitzen müssen. Die Aufgabe der Bürgerbusse ist es, ein ergänzendes Mobilitätsangebot bereitzustellen: Im ländlichen Raum, der durch den ÖPNV wenig erschlossen ist, aber auch in Großstädten ergänzen die Bürgerbusse den städtischen Nahverkehrsbetrieb. Die Bürgerbusse können auf eine mehr als dreißigjährige Erfolgsgeschichte in Nordrhein-Westfalen zurückblicken, die ganz wesentlich auf ehrenamtliches Engagement zurückzuführen ist. Der Bürgerbus ist damit ein Paradebeispiel gelebter Hilfe und gesellschaftlichen Miteinanders in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung bietet mit der Förderung einer Organisationspauschale sowie von Festbeiträgen für das Bürgerbusfahrzeug die seit vielen Jahren bewährten Rahmenbedingungen, die eine Kontinuität der Bürgerbusidee ermöglichen (Pressemeldung Ministerium, Bauen, Wohnen, Verkehr, Stadtentwicklung, 20.02.17).

RechteckSaarland: Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV nimmt Fahrt auf
Die Arbeit am Verkehrsentwicklungsplan für den Öffentlichen Personennahverkehr im Saarland (VEP ÖPNV) sieht Ministerin Anke Rehlinger "auf einem guten Weg". Es beginne jetzt die heiße Phase, nachdem der Projektbeirat, in dem alle für den ÖPNV im Saarland wichtigen Akteure und Interessenverbände vertreten sind, die Ausgangslage im saarländischen ÖPNV und Rückmeldungen aus der Bevölkerung bewertet habe.
Anfang Februar hatten rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger die öffentliche Auftaktveranstaltung zum VEP ÖPNV besucht. Verkehrsministerin Anke Rehlinger hatte sie dazu aufgerufen, ihre Anregungen und Ideen zur Verbesserung des saarländischen ÖPNV einzubringen. Bei der Veranstaltung kamen viele konstruktive Vorschläge zusammen, die der Projektbeirat nun in die weitere Planung mit aufnehmen wird. 
Rehlinger: "Mit dem neuen Verkehrsentwicklungsplan haben wir die Chance, den ÖPNV im Saarland moderner, effizienter, umweltfreundlicher und vor allem bürgernah zu gestalten. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich mit seinen Ideen einzubringen, damit wir gemeinsam zu guten Lösungen kommen." 
Für die Interessen der ÖPNV-Nutzer setzt sich im Projektbeirat auch der Fahrgastbeirat der Saarbahn ein. Beiratsmitglied Martin Dick findet es gut, dass viele Akteure an einem Tisch zusammenkommen, um über Fahrpreise, Taktung, Wabenstruktur und Mobilität im ÖPNV zu sprechen. "Meiner Meinung nach ist beim Ticket-Angebot noch Luft nach oben. Warum nicht ein Ticket für alle, das saarlandweit gilt? Außerdem müssen wir an der Taktung arbeiten und die Wabenstruktur verständlicher gestalten", so Dick.
Weiterhin befasste sich der Projektbeirat mit den ersten Ergebnissen der Analyse des ÖPNV, die das vom Ministerium Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr beauftragte Ingenieurbüro Planersocietät vorgestellt hat. Sie zeigen, dass es im Bereich des ÖPNV in den letzten Jahren zwar erhebliche Fortschritte im Angebot gegeben hat, aber in vielen Bereichen auch noch hoher Handlungsbedarf besteht, etwa bei der Vernetzung der Linien und der verschiedenen Verkehrssysteme, dem Tarif, der Information und dem Komfort.
"Der Schienenpersonennahverkehr ist das Rückgrat des saarländischen ÖPNV. Er bietet gute Qualität, ausreichende Bedienungszeiten, hohe Bedienungshäufigkeit und Pünktlichkeit. Im Beirat wollen wir gemeinsam daran arbeiten, dieses Angebot noch besser mit anderen Verkehren zu vertakten", so Hans Ames. Er sitzt für die DB Regio AG Region Südwest im Projektbeirat ÖPNV.
Auch die Ausstattung und Qualität der Stationen des regionalen ÖPNV (Schienenstrecken und Regionalbusse) stand auf der Agenda der Beiratssitzung. Ihr Zustand wurde systematisch erhoben und bewertet und dient als Ausgangslage für die weitere Entwicklungsplanung. Ziel ist es,  insbesondere die Verkehrssysteme (Angebote für Park and Ride und Bike and Ride) besser zu verknüpfen, aber auch bei der Qualität der Stationen selbst soll nachgebessert werden. Dazu zählen beispielsweise Sauberkeit, Sicherheit und Barrierefreiheit. 
Im Anschluss an die Analyse werden nun im weiteren Prozess mögliche Ziele und Strategien erörtert und abgestimmt, danach werden dann konkrete Maßnahmen entwickelt und bewertet. Hierbei sind weiterhin alle saarländischen Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Anregungen über die Beteiligungsplattform einzubringen (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, 20.02.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Alma fährt bis 2034
Die elf km lange Nebenbahn Stendal - Tangermünde wird voraussichtlich bis 2034 fahren. Das hat die Magdeburger Volksstimme erfahren. Die gut ausgebaute Nebenstrecke fast ohne Kurven und Brücken hat einen guten Oberbau und gilt als nach wie vor gesetzt im Nahverkehrsplan des Landes Brandenburg. Sie weist Taktverkehr auf und hat Chancen, wenn es nicht einen sehr nennenswerten Einbruch der Reisendenzahlen geben sollte.
In erster Linie für Berufspendler und Schüler wichtig wird sie auch gerade in der wärmeren Jahreszeit von Touristen genutzt, die in der romantischen Altstadt von Tangermünde flanieren und in den Lokalen ihre finanziellen Spuren hinterlassen. Das ist bei mancher anderen Bahn die solche Aspekte nicht aufweist nicht der Fall. Und deshalb ist das Land am lanfristigen Fortbestand interessiert. Eingesetzt werden klimatisierte Nahverkehrstriebwagen der üblichen Art (WR, 20.02.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Nachträgliche Beauftragung RB 48 Bernburg – Magdeburg
Das and Sachsen-Anhalt, vertreten durch das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, vertreten durch die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, hat im Amtsblatt der Europäischen Union die freiwillige ex-ante-Transparenzbekanntmachung zur Erbringung von Schienenpersonennahverkehrsleistungen (SPNV) auf der Linie RB 48 Bernburg – Calbe (Saale) – Magdeburg gegeben (2017/S 035-063766).
Die Beauftragung soll als Änderung des bestehenden Verkehrsvertrags Dieselnetz Sachsen-Anhalt vom 25.12.2015 auf Grundlage von § 132 Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 GWB erfolgen. Es handelt sich um die nachträgliche Beauftragung einer zunächst nicht ausgeübten Option in einem durchgeführten Wettbewerbsverfahren. Die Leistungserbringung wird damit Bestandteil des Verkehrsvertrags Dieselnetz Sachsen-Anhalt mit dem Auftragnehmer Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH. Das Gesamtvolumen des Auftrags wird dadurch um ca. 3,6 % erhöht (Quelle EU-Amtsblatt, 20.02.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckHauptversammlung der Bückebergbahn Rinteln - Stadthagen
Zufriedene Mienen bei der Hauptversammlung der Bückebergbahn Rinteln - Stadthagen im alten Bahnhofsbüro: Die Geschäftsführer Carsten Reinhardt und Thomas Stübke, wie alle übrigen Mitstreiter ehrenamtlich tätig, legten überzeugende Zahlen vor.
Im Touristibereich der DEW mit ihrem Dampfzug und des Fördervereins Eisenbahn Rinteln-Stadthagen hat es bei Plan- und Sonderfahrten Steigerungen gegeben. Die Zahl der abgestellten Güterwagen für die Hamelner Waggonbaufabrik Kaminski hielt sich mit rund 10 konstant. Und erstmals hat es nach langen Jahren in Obernkirchen wieder Holzverladung nach Stendel in die Papierfabrik gegeben.
Das Asphaltmischwerk in Stadthagen am Georgschacht erhielt teilweise mehrmals die Woche Kieszüge, die auf dem freien Gleiks am ehemaligen Haltepunkt Georgschacht entladen wurden, was in der Regel in zwei Abteilungen bei rund 2000 t geschah, die eine Hälfte blieb in Stadthagen West stehen.
In diesem Jahr wird es zwar nicht den sehr beliebten Bahntag zu Pfingsten in Obernkirchen geben. Dafür fährt die DEW zu den Freunden der Museumsbahn Minden, die ihrerseits im Vorjahr in Obernkirchen zu Gast war.
Die Bahn hat nach wie vor gute Chancen im Zug der Reaktivierungspläne der Landesregierung mit dabei zu sein, eventuell sogar unter Fahrdraht und im Stundentakt. Es ist möglich, dass bei Halten in Buchhoiz, Steinbergen, Rinteln, Obernkirchen und Nienstädt ein Fahrzeug im Umlauf genügt, sonst wären Kreuzungen in Obernkirchen notwendig.
Die DEW denkt daran, in diesem Jahr auf der wieder belebten Vorwohle-Emmerthaler Bahn zum Lichterfest im August in die Münchhausenstadt zu fahren. Nicht unproblematisch ist es, dass die 20,4 km lange Strecke sehr viele Blinklichtanlagen hat, die unterhalten werden müssen. Einziges Manko des Abends: Von den Gesellschaftern waren nur sehr wenige in der Sitzung. Die übrigen hatten sich entchuldigen lassen (WR, 20.02.17).

RechteckOberland 2


Im bayerischen Oberland auf den Strecken von Holzkirchen nach Lenggries, Tegernsee und Bayerischzell beherrscht seit gut 20 Jahren die "bayerische Oberlandbahn" mit ihren "Integral -Triebwagen" die Szenerie. Aber auch die benachbarte Strecke der ehemaligen Tegernseebahn, deren Infrastruktur heute dem Landkreis Miesbach gehört und die ebenfalls von der BOB befahren wird, bietet manch reizvolles Motiv. Hier kann man - so wie am letzten Wochenende, manchmal die Züge des Bayerischen -Lokalbahnvereins bespannt mit 70.083 erleben, die nicht nur bei Sonnenschein reizvolle Bilder ermöglichen (Alexander Bauer, 20.02.17).

RechteckÖchsle: Winterarbeiten in der Werkstatt



Auch während der Wintermonate bleiben die Öchsle-Aktiven nicht untätig: In den Werkstätten Warthausen und Ochsenhausen sind eine Menge von Arbeiten zu erledigen um am 1. Mai wieder gut gerüstet in die Saison 2017 starten zu können. Während sich die Arbeitsgruppe in Warthausen hauptsächlich um die Loks kümmert, beschäftigt sich die Ochsenhauser Mannschaft mit den Wagen.
In diesem Winter erhält der Haubendachwagen 3724 im Ochsenhauser Lokschuppen eine Frischzellenkur, sprich: die alten, welligen Pressspanplatten werden durch verzinkte Bleche ersetzt. Außerdem werden auch noch andere Schönheitsreparaturen an dem Wagen vorgenommen, wie das Streichen der Fenster und des Daches. Hier werden gerade die neuen Bleche angepasst. Auch die Webasto-Heizung bedarf einer gründlichen Überholung.
Die VI k 99 651 soll bis zum Sommer wieder rollfähig gemacht werden, was sich nach fast 50 Jahren Standzeit als gar nicht so einfach herausstellt. Außerdem wird zur Zeit der Oberbau bei Äpfingen durch eine Gleisbaufirma erneuert. An allen Baustellen wird mit Hochdruck gearbeitet, so dass einem reibungslosen Saisonbeginn eigentlich nichts im Wege stehen dürfte (Gerhard Baum, Öchsle-Schmalspurbahn e.V., 20.02.17).

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LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckDortmund/Bochum


Ersatzverkehr der S1 zwischen Dortmund und Essen-Steele-Ost: 420 418-6 + 420 479-8 sowie 143 853-0 in Bochum Hbf, 420 479 + 420 418 in Dortmund Hbf, dort zu sehen auch TGV 43 320 nach Paris neben 111 016 vor RE 4 nach Aachen. Fotos vom 18.02.2017 (Dr. Jochen Christoph, 20.02.17).

RechteckGroßsachsen-Heddesheim

145 084-0 RheinCargo ist als Tfzf zwischen Darmstadt und Mannheim-Friedrichsfeld bei Großsachsen-Heddesheim unterwegs (2017-02-17) (Wolfgang Mauser, www.flickr.com, 20.02.17).

RechteckNossen

Am 18.02.2017 pausierten in Nossen die DB 232 668-4, zusammen mit den dahinterstehenden Loks 232 654-4 und 217 012-4. Im Bw Nossen zeigte sich die WFL 2 (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 20.02.17).

RechteckPlauen

Am 16.02.17 holte 118 770-7 einen Schrottzug in Plauen/V. bei einem Schrotthändler ab. Hier ist der Zug in Plauen/V. unterer Bahnhof zu sehen. 218 498-4 überführte den Triebwagen 628 569 von Chemnitz nach Mühldorf. Hier ist die Fuhre in Plauen/V. zu sehen (Alexander Hertel, 20.02.17).

RechteckReiseführer

Beim Durchblättern eines des Reisefühers in Oxford wurde für die Seite ÖPNV ein Bild abgedruckt, das einen S-Bahnzug in Deutschland zeigt (Hans Stein, 20.02.17).

RechteckSechtem


Während ein paar Minuten sonnigen Wetters am Nachmittag des 16.02.2017 konnte ich in weniger als 30 Minuten wieder die neue Kamera in der Eisenbahnphotographie testen: Die im Auftrag der SBB Cargo fahrende 189 284 hat eben den Bahnhof Sechtem passiert. Das vermutlich nächste Etappenziel in Form der Rangierbahnhos Köln-Eifeltor ist nicht mehr weit. Der Vectron 193 266 von TXL kam dann praktisch im Blockabstand nach dem Zug der SBB.
Pech gehabt? 101 141 mit Ihrem EC aus der Schweiz kam als letzte und wurde dann auch in Form des nächsten, vorübergehend noch auf rot stehenden Hauptsignals von der privaten Güterzug-Konkurrenz ausgebremst. Sechtem wird von DB Regio nicht mehr bedient. Vor National Express, das hier nun auch schon seit über einem Jahr tätig ist, fährt die Mittelrheinbahn, ein Subunternehmen des franz. TransDev-Konzerns mit Siemens-Tribzügen: Hier fährt vor den beiden Güterzügen der 460 015 nach dem Halt in Richtung Brühl weiter (Hanno Fabian, 20.02.17).

RechteckVerona

Freitagabend (17.02.2017) gegen 18.30 h brachen in der Schalterhalle des Bahnhofs Verona Porta Nuova ungefähr 15 Quadratmeter Deckenpaneele vom Plafond. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Reisebüroschalter der Deutschen bahn AG. Der Schreck war bei Mitarbeitern und Eisenbahnkunden groß, glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Die Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft laufen. Nach den Fotos der Veroneser Tageszeitung "L'Arena" befindet sich die Abbruchstelle beim Zugang zur westlichen Bahnsteigunterführung (von gesamt zwei Unterführungen) (GK, 20.02.17).

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Farrail Tours

Europa

RechteckBelgien: Zugunglück bei Louvain
Gegen 13.13 Uhr ist am Samstag (18.02.17) der aus drei Wagen bestehende Triebzug 3636 auf der Strecke Louvain - La Panne in einem Weichenfeld etwa 500 m hinter der Ausfahrt aus Louvain entgleist. Der erste Wagen ist umgekippt und blieb am Bahnhang liegen. Die anderen Wagen blieben auf dem Gleis. Ein 21-jähriger Fahrgast wurde getötet, drei schwer und 24 leicht verletzt. Insgesamt waren 84 Menschen an Bord des Zuges.
Der Triebfahrzeugführer soll belgischen Medien zufolge auf den Gleisen eine Person gesehen haben. Der zu Tode gekommende Fahrgast wurde unter dem Zug geborgen, wie er dorthin gelangte, konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht erklären.
Die Entgleisung ereignete sich im Bereich eines Spurwechsels. Über die Geschwindigkeit wollte ein Infrabel-Sprecher keine Aussage machen. Es heisst, der Zug habe beschleunigt. An der Stelle existiert eine Beschränkung der Geschwindigkeit.
Der Bundesminister für Mobilität, François Bellot, kündigte die Einsetzung von mehreren Untersuchungen zur Unfallursache an: einer internen von SNCB und Infrabel, einer staatlichen von SPF Mobilité und einer staatsanwaltschaftlichen aufgrund der um das Leben gekommenden Person. Die Beschädigung der Gleisanlagen ist schwer, die Bergung der Wagen und Reparaturarbeiten insbesondere an den Signalleitungen werden ein paar Tage in Anspruch nehmen. Der gesamte Bahnverkehr zwischen Bruxelles-Nord und Liège (L36 und L36N) und in Louvain bleibt unterbrochen, mit Ausnahme der Züge ​​Ottignies - Louvain (L139) (WKZ, Quelle RTBF, 20.02.17).

RechteckFrankreich: New Translohr erneut in Schwierigkeiten
Alstom und der Staatssekretär für Industrie, Christophe Sirugue, wollen am 17.02.17 zusammen kommen, um über die Zukunft der Produktionsanlagen von Alstom in Frankreich zu sprechen, berichtet das Fachblatt Mobilicités. Dazu gehört auch NTL (New Translohr), die gemeinsame Tochtergesellschaft von Alstom und - über die Investitionsbank BPiFrance - dem Staat. Spezialisiert auf die Straßenbahn auf Reifen und mit 200 Mitarbeitern im Elsass, ist das Unternehmen derzeit in ernsthaften Schwierigkeiten. Diskutiert wird ein Rettungsplan, der die Entwicklung für einen Elektrobus umfasst.
NTL hat im Geschäftsjahr 2015/16 einen Verlust von 6,46 Mio. Euro eingefahren, der Umsatz ist von mehr als 70 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 26,3 Mio. Euro gesunken. Trotz Aussichten für Aufträge im Ausland - in Bamako, Südamerika oder Iran, befindet sich das Unternehmen in einem kommerziellen Sackgasse. Es konnte seit 2012 keine neuen Märkte gewinnen, als es von der Lohr-Gruppe an Alstom und den Staat überging. Die derzeit letzten Züge für die RATP werden im ersten Halbjahr 2018 geliefert werden, dann herrscht Stillstand.
NTL brachte daraufhin die Entwicklung eines Elektrobusses in die Überlegung. In der Tat wird bei NTL für die Alstom-Gruppe ein Elektrobus-Prototyp von 12 m Länge entwickelt, der Anfang März von Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge der Presse vorgestellt werden soll. Das Problem ist, dass die Entwicklung des Prototyps einen Teil der liquiden Mittel auffrist und NTL in große Schwierigkeiten geraten kann. "Die Situation ist in der Tat besorgniserregend", verlautet es aus dem Kabinett von Christophe Sirugue, dem Staatssekretär für Industrie. Es wird sich zeigen, ob der Staat, die Region Elsass, die BPiFrance, die Caisse des dépôts oder die RATP Wege zu neuen Aufträgen finden, zum Beispiel im Rahmen des Investitionsprogramms der Zukunft (PAI) (WKZ, Franz A Roski, Quelle Mobilicités, 20.02.17).

RechteckÖsterreich: Bahnwärterhäuser in leistbaren Wohnraum umfunktionieren
Der von der Fraktion "Liste Fritz" im Herbst 2016 eingebrachte Antrag zur Wohnraumschaffung in leerstehenden ÖBB-Bahnwärtergebäuden wurde vom Tiroler Landtag am 1. Februar 2017 abgelehnt. Auszug aus der an den zuständigen Landesrat Johannes Tratter (ÖVP) per Mail übermittelten Stellungnahme der ÖBB Immobilienmanagement GmbH vom 30. November 2016:
"Die überwiegend im Zuge der Ersterrichtung der Bahnstrecken im 19. Jahrhundert errichteten Bahnwärterhäuschen haben durch Rationalisierungen des Bahnbetriebes bereits seit langem ihre bahnbetriebliche Funktion als Dienstwohnungen der Bahnwärter verloren und wurden in der Folge als Personalwohnungen verwendet (max. 2 Wohnungen pro Fläuschen, die Bestandgabe der Wohnungen war an ein Dienstverhältnis zu den ÖBB geknüpft mit Bleiberecht für Witwen und unversorgte Kinder).
Da die Nachfrage nach den Personalwohnungen in den meist isoliert gelegenen ehemaligen Bahnwärterhäuschen infolge weiterer Rationalisierungen und Personalreduktionen stark rückläufig war und auch Investitionen zur Wiedervermietung freigewordener Objekte wirtschaftlich nicht darstellbar waren, wurden ab den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts bei gegebener bahnbetrieblicher Entbehrlichkeit (kein absehbarer Bedarf an der Liegenschaft für infrastrukturelle Zwecke) freiwerdende Bahnwärterhäuschen veräußert oder - falls ein Verkauf aus gegebenen Gründen (strategisch, Gleisnähe, mangelnde Erschließung o. ä.) nicht möglich w a r - abgetragen.
Aktuell besteht das von uns verwaltete Teilportfolio Bahnwärterhäuschen - Nordtirol nur noch aus 27 Objekten, wovon aktuell nur 5 leerstehend sind, der Rest wird nach wie vor als Personalwohnung genützt. Von den leerstehenden Objekten sind 3 zum Abbruch vorgesehen (mangelnde Abstände zu den Infrastrukturanlagen, Extremlage oder Abtrag für Infrastrukturprojekt) und 2 Objekte befinden sich aktuell im Verkauf. Die verbleibenden 22 Objekte werden auf Grund der Umstände (Lage, Erschließung etc.) nach deren Freiwerden überwiegend abgetragen werden müssen. Bei den weiteren im zugrunde liegenden Antrag angesprochenen Objekten handelt es sich fast ausschließlich um betriebsnotwendige Gebäude (z. B. Bahnhofsgebäude), die bahnbetriebliche Anlagen beherbergen bzw. im Zusammenhang m it der Entwicklung der Verkehrsstationen einer externen Verwertung entzogen sind.
Wir dürfen darauf hinweisen, dass wir im Falle des Verkaufes geeigneter Liegenschaften im Rahmen der öffentlichen Interessentensuche die bekannten gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften direkt anschreiben und zur Angebotslegung auffordern. Wir sehen daher in Tirol leider kein Potential im Sinne des vorliegenden Antrages." (GK, 20.02.17).

RechteckÖsterreich: Bundesrat debattiert Berichte zu Schienen- und Straßenverkehr
Mehrere Berichten aus dem Verkehrsbereich standen am 16.02.17 im Bundesrat auf der Tagesordnung. Der Gemeinwirtschaftliche Leistungsbericht 2014 (III-257 d.B. und III-586-BR/2016) und der Jahresbericht der Schienen-Control 2015 (III-289 d.B. und III-593-BR/2016) gaben den BundesrätInnen Gelegenheit, über aktuelle Entwicklungen im österreichischen Schienenverkehr zu debattieren. Über Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr gibt der Bericht der Bundesanstalt für Verkehr über technische Unterwegskontrollen im Jahr 2015 Auskunft (III-270 d.B. und III-590-BR/2016). Der Verkehrstelematikbericht 2016 (III-291 d.B. und III-595-BR/2016) befasst sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Zukunft der Mobilität und mit der Entwicklung von Intelligenten Verkehrssystemen. Die Berichte wurden einstimmig zur Kenntnis genommen.
Mit ihren Leistungsbestellungen bei den österreichischen Schienenverkehrsunternehmen sorgt die öffentliche Hand für ein sicheres Grundangebot im Personen- und Güterverkehr, hält der Gemeinwirtschaftliche Leistungsbericht 2014 fest. Auf ein ereignisreiches Jahr 2015 blickt die Schienen Control GmbH in ihrem Bericht zurück. So erfolgte im Dezember die Vollinbetriebnahme des Hauptbahnhofs Wien. Auf europäischer Ebene war das Jahr 2015 von intensiven Verhandlungen über das 4. Eisenbahnpaket gekennzeichnet. Die Entwicklung des Verkehrsaufkommens war durchaus uneinheitlich. So ging der Schienengüterverkehr gegenüber 2014 aufgrund einer schwachen Konjunktur etwas zurück, bei einem Zuwachs der Marktanteile von Privatbahnen. Der Personenverkehr zeigte hingegen einen leichten Zuwachs gegenüber 2014.
Mehr als 83% aller gemeinwirtschaftlichen Verkehrsdienste in Österreich werden über Förderungen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie bereitgestellt, erläuterte Armin Forstner (V/St). Damit wurde für ein konstantes, umweltfreundliches und leistbares Mobilitätsangebot gesorgt. Bestellungen gab es nicht nur bei der ÖBB Personenverkehr AG, sondern auch bei Privatbahnen.
Gerd Krusche (F/St) richtete den Blick auf die Zukunft des Schienenverkehrs. Mit dem Streckenausbau und den großen Tunnelprojekten, vor allem an der Brenner- und Südbahnstrecke, werde mit einer Intensität in die Eisenbahninfrastruktur investiert, wie es seit den Tagen der Monarchie nicht mehr der Fall war. Einige Projekte seien aber noch ausständig, es sei daher wichtig, dass das Verkehrsministerium die Planungen rasch in Angriff nimmt, damit nicht wichtige Industriestandorte ins Abseits geraten. Auch im Nahverkehr und im Mikroverkehr gebe es noch sehr viel zu tun, wolle man Abwanderung aus entlegenen Regionen verhindern.
Wie Krusche kritisierte Nicole Schreyer (G/T) die späte Behandlung des Gemeinwirtschaftlichen Leistungsberichts im Bundesrat. Wie der Bericht der Schienen-Control sei es ein informativer Bericht, den ihre Fraktion gern zur Kenntnis nehme. Österreich liege zwar sehr gut im Schienenverkehr, doch gebe es noch "Luft nach oben". So gelte es, für günstige Tickets in Verkehrsverbünden zu sorgen. Auch gebe es noch einige Lücken im Streckennetz zu schließen, weitere Nebenstrecken sollten nicht mehr eingestellt werden, damit Regionen, die ohnehin schon von Abwanderung betroffen sind, nicht noch unattraktiver gemacht werden. Zumindest sollten stillgelegte Trassen erhalten bleiben, um eine eventuelle spätere Reaktivierung zuzulassen, forderte Schreyer.
Österreich sei ein Bahnfahrland und stehe beim Personenverkehr an der Spitze in Europa, stellte Rene Pfister (S/N) fest. Im Güterverkehr zeigte sich aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein Rückgang. Im Fernverkehr habe sich die Pünktlichkeit stark verbessert, damit steige die Attraktivität der Bahn und ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Sie hoffe, dass Österreich nicht nur beim Personenverkehr, sondern auch im Güterverkehr an die Spitze rücken und mit der Schweiz gleichziehen könne, sagte Anneliese Junker (V/T). Die Investitionen in die Bahninfrastruktur hätten Wirkung gezeigt, besonders auf Fernstrecken sei ein deutlicher Zuwachs an Fahrgästen festzustellen. Ein Faktor sei zweifellos die hohe Pünktlichkeit. Beim Güterverkehr müsse man aber noch neue Konzepte entwickeln, um ihn attraktiv und wettbewerbsfähig zu machen.
Die Entwicklung der Schiene sei gut, könnte aber noch besser sein, stimmte Verkehrsminister Jörg Leichtfried Bundesrätin Junker zu. Die Schweiz sei ein großes Vorbild, sie habe gezeigt, was mit einem massiven Ausbau der Schieneninfrastruktur bewirkt werden könne. Die Schweiz habe Erfolg mit einem integrierten Bahnkonzept, bei dem ein Hauptträger mit kleineren Bahngesellschaften und anderen Verkehrsträgern ein gutes Angebot bereitstellen könne. Mit den Milliarden, die in den Bahnausbau fließen sollen, tätige die Bundesregierung Investitionen nicht nur auf wenige Jahre, sondern für die nächsten hundert Jahre, unterstrich Leichtfried.
Der Verkehrsminister wies auch auf die aktuellen Neuverhandlungen der Verkehrsdiensteverträge mit den Ländern hin. Hier wolle man vom bisherigen Konzept abgehen, wonach der Bund für ein Grundangebot sorgt und die Länder zusätzliche Leistungen bestellen können. In Zukunft gehe es darum, dass der Bund und das jeweilige Bundesland gemeinsam überlegen, was sie zu einem Gesamtverkehrskonzept beitragen können. Er sei als Verkehrsminister auch bereit, mehr Leistungen des Bundes bereitzustellen, wenn damit mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr bewegt werden können, sagte Leichtfried. Er bekannte sich zum Beitrag der öffentlichen Hand, um die Sicherheit der Fahrgäste in den Zügen sicherzustellen. Österreich besitze eine der besten Bahnindustrien weltweit und stehe an fünfter Stelle bei Exporten von Bahnprodukten. Dahinter stecken hohe Innovationskraft und qualifizierte Fachkräfte, auf die Österreich stolz sein dürfe, sagte der Verkehrsminister (Pressemeldung Parlamentsdirektion, 20.02.17).

RechteckÖsterreich: Grüne fordern mehr Franz-Hosefs-Bahn

Die Franz Josefs Bahn gilt mit der Streckenführung Wien-Gmünd als wichtige Hauptachse im Schienennetz der Ostregion. Darüber hinaus mit Potenzial zum Ausbau der Fortführung bis Prag. Die Grünen Niederösterreich, vertreten durch Klubobfrau Helga Krismer und Verkehrssprecherin Amrita Enzinger präsentieren in Eggenburg gemeinsam mit GemeindevertreterInnen ein Ausbaupaket für die Franz-Josefs-Bahn:
"Lange genug wurde nun herumgeredet und die Menschen vertröstet! Der Ausbau der Franz-Josefs-Bahn soll im Zeichen des Klimaschutzes und der Mobilität in Zusammenarbeit mit der ÖBB so rasch wie möglich vorangetrieben werden."
Mangels Schnellstraße und Autobahn ist die Franz-Josefs-Bahn konkurrenzlos schnell und trotz hohen Fahrkartenpreise günstiger als der PKW. Leider entspricht die kaiserliche Bahn nicht mehr der Zeit. Rasch braucht es einen zweigleisigen Streckenausbau zwischen Absdorf und Gmünd, eine Begradigung der Strecke um höhere Fahrgeschwindigkeiten zu erreichen sowie eine Anbindung des Regionalzentrums Horn und die wichtige Vertaktung der Bahn mit dem Waldviertler Busangebot.
"Diese Forderung ist ein BürgerInnenantrag, über den gerade im Voting abgestimmt werden kann. Mit entsprechender Unterstützung durch die anderen Parteien wird der Antrag im Landtag am 23.2. aufgegriffen. "Die ÖVP Niederösterreich kann dann zeigen, ob sie zu ihren Plänen für die Franz Josef Bahn steht.", so Helga Krismer und Amrita Enzinger abschließend (Pressemeldung Die Grünen NOE, 20.02.17).

RechteckÖsterreich: Machbarkeitsstudie neue Eisenbahnlinie Außerfern - Ötztal Bahnhof
Der Landtag Tirol wurde von der SPÖ aufgefordert, die im Rahmen der Fernpass-Strategie angedachte Bahntrassierung zwischen dem Ehrwalder Becken und Ötztal-Bahnhof in einer Machbarkeitsstudie zu prüfen:
"Die Idee einer neuen Bahntrasse vom Außerfern ins Inntal wurde im Rahmen der Fernpass- Strategie angeregt. Dadurch sollten die Fahrtzeiten verkürzt werden. Konkret wurde eine Neutrassierung zwischen dem Ehrwalder Becken und Ötztal-Bahnhof mit einer Länge von rund 23 Kilometer vorgeschlagen.
Die mögliche Reisezeit mit dieser neuen "Fernbahn" könnte zwischen Innsbruck und Reutte auf unter 90 Minuten reduziert werden - und damit jener des PKW-Verkehrs und des vorgeschlagenen Schnellbussystems entsprechen. Mit dieser neuen Bahntrasse könnte nicht nur die Relation Reutte-Innsbruck, sondern auch die Bahnverbindung des Oberlandes nach München verbessert werden.
Um die Ernsthaftigkeit der Fernpass-Strategie einmal mehr zu unterstreichen, sollte nun rasch eine Machbarkeitsstudie zur genannten Bahntrassierung in Auftrag gegeben werden" (GK, 20.02.17).

Übersee

RechteckVereinigte Staaten: Adif und Renfe beteiligen sich an HS-Ausschreibung Kalifornien
Der spanische Bahnbetreiber Renfe wird sich zusammen mit der Infrastrukturgesellschaft Adif an der Ausschreibung zu frühzeitigen Bahnbetreiberleistungen (early train operator services) auf der 192 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Kalifornien (USA) zwischen dem Silicon Valley und dem Central Valley beteiligen, deren Bau voraussichtlich im Jahr 2024 abgeschlossen sein wird und deren Dienst ab 2025 aufgenommen werden soll.
Im Dezember 2016 hat die für die Planung, Konstruktion, Bau und Betrieb verantwortliche California High-Speed Rail Authority (CHSRA) die erste Phase der Ausschreibung eröffnet, um im Frühjahr 2017 die vorqualifizierten Bewerber für die zweite Phase ernennen zu können.
Das frühzeitige Engagement eines Zugbetreibers soll das Programm über Planung, Design und Konstruktion bis zur Aufnahme der kommerzielle Betriebsphase begleiten. "Das frühzeitige Engagement eines Zugbetreibers zu diesem Zeitpunkt wird uns helfen, unsere Beschaffungen zu definieren und wichtige Leitlinien zu geben, wie wir Fortschritte auf der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke der Nation erzielen", sagte Jeff Morales, CEO der CHSRA.
Renfe will sich als Konsortiumsleiter zusammen mit Adif und einem noch zu wählenden dritten Partner beteiligen, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Der maximale Wert der Konsultationsphase (Marktstudien, Layout, Stadtanbindung) ist mit 30 Mio. USD veranschlagt. Die Einbindung eines Betreibers schon in der Entwicklungsphase soll die Planung der Hoch- und Tiefbauten, der Infrastruktur und des Fahrzeugparks erleichtern. Die Renfe hat auch schon eine Vorauswahl an Personal getroffen, die in den Vereinigten Staaten arbeiten wollen. 
Weitere spanische Firmen sind schon am in mehreren Konstruktionspaketen erfolgenden Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke beteiligt. Die Grupo ACS übernimmt über die Tochtergesellschaften Hochtief und Dragados USA den Bau eines Abschnitts für ​​1,087 Mrd. Euro. Ferrovial S.A. hat im März 2016 mit der CHSRA den Vertrag zum Bau eines 22 Meilen (35 km) langen Abschnitts im kalifornischen Central Valley für 442 Mio. USD (407 Mio. Euro) unterzeichnet, der 2018 fertiggestellt sein soll.
Ab dem Jahr 2029 soll dann die 832 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke San Francisco mit Los Angeles in weniger als drei Stunden bei einer Geschwindigkeit von 320 km/h verbinden. Das Netz soll anschließend über fast 1.300 km mit 24 Stationen nach Sacramento und San Diego erweitert werden (WKZ, Quelle El Economista, CHSRA, 20.02.17).

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