LOK Report – News von Montag, 13.05.13
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik des Bundes
Bundesnetzagentur: Jahresbericht 2012 präsentiert
Ihren Jahresbericht 2012 hat die Bundesnetzagentur am 06.05.13 in Bonn der Öffentlichkeit präsentiert. "Der Bericht enthält umfangreiche Informationen über ein in allen regulierten Sektoren ereignisreiches und erfolgreiches Jahr", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, bei der Vorstellung der aktuellen Marktdaten und Zahlen.
Auch im vergangenen Jahr entwickelten sich Schienenpersonennahverkehr (SPNV), Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) und Schienengüterverkehr (SGV) in einem insgesamt positiven Marktumfeld sehr unterschiedlich. Im SPNV konnte – wie bereits in den Jahren zuvor –erneut eine Höchstmarke beim Umsatz erreicht werden. Der SPFV profitierte ebenfalls von der gestiegenen Nachfrage. Trotz eines stagnierenden Umsatzes im SGV wurde damit ein Gesamtumsatz von 18,5 Mrd. Euro erreicht. Auch dies war ein neuer Höchstwert.
Im SPNV konnten die Wettbewerber ihre Marktanteile erneut ausbauen. Der Anteil ist im vergangenen Jahr um einen Prozentpunkt auf 15 Prozent gestiegen. Trotz des Einstiegs eines neuen Wettbewerbers blieb der Wettbewerberanteil im SPFV weiter bei unter einem Prozent. Ungeachtet einer allgemein rückläufigen Verkehrsleistung im SGV konnten die Wettbewerber ihren Marktanteil auf 27 Prozent steigern (2011: 26 Prozent). Vom Rückgang der Verkehrsleistung waren insbesondere die Güterverkehrsunternehmen des DB-Konzerns betroffen (Pressemeldung Bundesnetzagentur, 13.05.13).
Deutsche Bahn: DB stellt rund 380 Schulabgänger ein
Die Deutsche Bahn geht neue Wege, um die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern zu fördern und Nachwuchs zu gewinnen. „Unser Ziel ist es, Top-Arbeitgeber zu werden. In der Konzernstrategie DB2020 ist die Personalarbeit daher zentral verankert. Beispielsweise müssen Unternehmen bei einer längeren Lebensarbeitszeit noch mehr darauf setzen, Mitarbeiter zu binden und die Beschäftigungsfähigkeit zu stärken. Dies wollen wir durch flexiblere Arbeitszeiten erleichtern und Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, z. B. durch Auszeiten oder eine abgesenkte Arbeitszeit in späten Berufsphasen Entlastung zu finden,“ so Personalvorstand Ulrich Weber.
Ein wesentlicher Baustein für die Flexibilisierung und Individualisierung von Arbeitszeit ist dabei der im April in Kraft getretene Demografietarifvertrag, der mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vereinbart wurde. Darin setzt die DB auch auf den Ausbau der betrieblichen Gesundheitsförderung. So wird das Pilotprojekt Clara („Clever und aktiv in Richtung Alter“) zur Förderung des Lebenslangen Lernens auf Berlin ausgeweitet. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg durchgeführt. Dabei erfahren Mitarbeiter in Qualifizierungs- und Gesundheitsschichten, dass die Lernfähigkeit in höherem Alter nicht abnimmt und wie sie ihre geistige und körperliche Fitness erhöhen können. Rund 180 DB-Mitarbeiter können teilnehmen.
Als einer der größten Ausbilder in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern plant die DB 2013 rund 380 Schulabgänger für eine Berufsausbildung oder ein Duales Studium einzustellen (Berlin: 250, Brandenburg: 70, Mecklenburg-Vorpommern: 60). Freie Plätze gibt es noch für gewerblich-technische Berufe wie Elektroniker für Betriebstechnik oder Mechatroniker und für Serviceberufe wie Gebäudereiniger. Informationen sind unter www.deutschebahn/karriere zu finden. Die DB beschäftigt aktuell in Berlin insgesamt rund 18.000, in Brandenburg rund 7.500 und in Mecklenburg-Vorpommern über 3.860 Mitarbeiter.
Auch mit eigens entwickelten Dualen Studiengängen will die DB dem Nachwuchs frühzeitig die beruflichen Möglichkeiten nahebringen. So startet im Oktober 2013 mit 30 Plätzen ein bahnspezifischer Studiengang Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Leit- und Sicherungstechnik. Die Praxisphasen finden bei der DB Projektbau und bei DB International statt, die Theoriephasen an der bbw Hochschule in Berlin (Pressemeldung Deutsche Bahn, 13.05.13).
GDL: Außerordentliche Generalversammlung
„Gemeinsam ZugKunft bewegen“. Das ist Motto der GDL und zugleich Anspruch, die Interessen des gesamten Zugpersonals kompetent und schlagkräftig zu vertreten. Dies ist kein Selbstläufer, sondern eine Aufgabe, die großes Engagement und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von der Basis bis zur Spitze erfordert.
In der jüngsten Vergangenheit war das der GDL leider nicht vergönnt. Auseinandersetzungen in der Führungsspitze und eine wochenlange Selbstbefassung sind ihr nicht erspart geblieben. Die GDL ist aber keine Gewerkschaft, die Fehler vertuscht. Fehler müssen aufgedeckt und bereinigt werden. Und genau das hat der Hauptvorstand verantwortungsbewusst getan.
Der GDL-Hauptvorstand hat die beiden stellvertretenden Bundesvorsitzenden Thorsten Weske und Sven Grünwoldt des Amtes enthoben. Die GDL wird weder eine Verknüpfung privater Angelegenheiten mit der Funktion eines stellvertretenden Bundesvorsitzenden zulassen, noch unsichere Kredite vergeben/befürworten und somit Mitgliedsbeiträge gefährden. Ein solche Selbstverständlichkeit wollten jedoch einige Amtsinhaber nicht akzeptieren, was zu erheblichen Auseinandersetzungen führte. Die Amtsenthebung von Thorsten Weske ist der Unterstützung dieser Machenschaften geschuldet, trotz Kenntnis aller Sachverhalte.
„Wer sich mit seinem Amt in der GDL private finanzielle Vorteile verschaffen will oder dieses unterstützt, schadet uns nicht nur finanziell, sondern untergräbt auch unseren guten Ruf“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky und weiter: „Wir können aber nur dann stark, unbestechlich und erfolgreich die Interessen unserer Mitglieder vertreten, wenn wir selbst vollkommen integer sind. Deshalb war der harte personelle Schnitt des GDL-Hauptvorstands unumgänglich.“
Auf verschiedenen Ebenen sind zahlreiche Unterlagen in die Organisation und die Medien lanciert worden. Manche beruhen lediglich auf Unwissenheit, andere wiederum verschweigen absichtlich belastende Tatsachen. Die meisten hatten jedoch das Ziel, der GDL bewusst zu schaden. Gerade von Menschen, die lange Zeit für die GDL gestanden haben, ist eine solche Schlammschlacht eine herbe Enttäuschung. Die GDL lässt sich jedoch von derlei Beschimpfungen nicht von ihrer Politik für die Mitglieder abbringen.
Sie hat schon mehrfach bewiesen, dass sie standhaft Probleme bewältigt, die Herausforderungen jeglicher Art annimmt und die daraus erwachsenden Chancen zum Wohle ihrer Mitglieder nutzt. „In genau diesem Sinne werden wir diese außerordentliche Generalversammlung gemeinsam meistern“, so der GDL-Bundesvorsitzende.
Schließlich stehen noch große Aufgaben bevor. So ist der DB-Zukunftstarifvertrag (ZukunftTV) noch völlig ungelöst. Weselsky: „Derzeit erleben wir eine unglaubliche Arroganz auf der Arbeitgeberseite. Unsere Lokomotivführer haben keine Sicherung mehr beim Verlust der Fahrtauglichkeit und die DB will uns das Personalabbau-System aus der Sanierungsphase aufdrücken.“ Begründet wird dies mit dem Abschluss des EVG-DemographieTVs. Die Regio-Ergänzungstarifverträge aus dem Jahr 2002, bei denen das Fahrpersonal bis zu 18 Schichten unbezahlte Mehrarbeit leisten sollte, lassen grüßen. „Schon damals sollten wir unterschreiben, was die anderen für unsere Mitglieder für gut befanden“, so der Bundesvorsitzende. Deshalb wird sich die Generalversammlung auch eingehend mit dieser Thematik auseinandersetzen und die Leitlinien für die Tarifverhandlungen zum ZukunftTV festlegen.
Mitte 2014 läuft der DB-Grundlagentarifvertrag aus. Das heißt, die GDL hat nicht nur die Chance, sondern auch die Pflicht für all ihre Mitglieder des gesamten Zugpersonals, somit auch für die Zugbegleiter Tarifverträge zu vereinbaren. „Das Rad muss sich weiterdrehen“, so Weselsky.
Der Hauptvorstand hat deshalb unmittelbar nach der Amtsenthebung zwei neue stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende gewählt. Der bisherige Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord Lutz Schreiber erhielt 98 Prozent der Stimmen. Für den bisherigen Geschäftsführer des FairnessPlans Norbert Quitter und bereits stellvertretenden GDL-Bundesvorsitzenden von 2008 bis 2012 votierten 95 Prozent der Hauptvorstandsmitglieder. Obwohl es nach der Satzung nicht vorgesehen ist, werden sich beide in der außerordentlichen Generalversammlung vom 14. bis 15. Mai 2013 in Berlin dem Votum der gut 250 Delegierten stellen. Weselsky: „Wer eine solch kompetente und schlagkräftige Politik macht wie wir, kann das nicht ohne breite Unterstützung der Basis. Wir werden deshalb gemeinsam die Verfehlungen aufarbeiten und anschließend im Sinne unserer Mitglieder durchstarten, weil wir alle in einem Boot sitzen und ein klares Ziel vor Augen haben. Nur in der Gemeinsamkeit können wir bei den Arbeitgebern im Eisenbahnverkehrsmarkt unsere Ziele erreichen. Genau in diesem Sinne werden wir diese außerordentliche Generalversammlung zum Wohle unserer Mitglieder meistern. (Pressemeldung GDL, 13.05.13).
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Aus den Ländern
Baden-Württemberg: Vier nagelneue S-Bahn-Fahrzeuge zum Nulltarif
Die gute Nachricht kam Ende April: die neuen S-Bahn-Fahrzeuge des Typs ET 430 feierten im Netz der S-Bahn Stuttgart Deutschlandpremiere. Und selbst der weniger guten Nachricht, dass die S-Bahn-Fahrzeuge länger als gedacht auf sich warten ließen, hat der Verkehrsausschuss heute viel Positives abgewonnen: Als Entschädigung für die verzögerte Lieferung erhält der Verband Region Stuttgart vier zusätzliche S-Bahn-Fahrzeuge im Wert von rund 23,2 Millionen Euro zum Nulltarif.
Weil diese vier zusätzlichen S-Bahn-Fahrzeuge aber ebenfalls deutlich später kommen werden, erhält die Region oben drauf nochmals rund 1 Millionen Euro. Die vier neuen Fahrzeuge werden nämlich erst dann ausgeliefert, wenn das letzte der 83 neuen Fahrzeuge im Plochinger S-Bahn-Betriebswerk steht. Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler kündigte an, dass die vier Fahrzeuge ab dem nächsten Jahr vor allem auf stark nachgefragten Strecken und in Stoßzeiten für mehr Platz in den S-Bahnen sorgen.
Der Kauf von 83 neuen S-Bahn-Fahrzeugen ist im Vertrag über den Betrieb der S-Bahn geregelt, den der Verband Region Stuttgart und die DB Regio AG im April 2009 unterzeichneten. Der Zuschlag an die DB Regio AG war nach einem europaweiten Wettbewerbsverfahren erteilt worden. Der Vertrag läuft von 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2028. In dem gut 600 Seiten umfassenden Vertragswerk verständigten sich die Partner unter anderem auch auf Strafzahlungen bei möglichen Lieferverzögerungen der S-Bahn-Fahrzeuge (Pressemeldung VRS, 13.05.13).
Baden-Württemberg: VRS-Projekte für den Bundesverkehrswegeplan
Welche Straßen, Schienenwege oder Wasserstraßen des Bundes aus- oder neu gebaut werden sollen, legt der Bundesverkehrswegeplan fest. Der Verkehrsausschuss hat heute beschlossen, einige Projekte aus der Region Stuttgart beim Bundes- bzw. Landesverkehrsministerium einzureichen. Idealerweise werden diese in der Neuauflage des Bundesverkehrswegeplans berücksichtigt, die bis 2015/2016 vorliegen soll. Eine Finanzierungszusage wäre damit allerdings noch nicht verbunden.
Im Schienenverkehr sprachen sich alle Regionalpolitiker für zwei Projekte aus: Der abschnittsweise Bau eines dritten Gleises auf der Remstalstrecke zwischen Waiblingen und Schorndorf soll einerseits die Fahrzeit von Stuttgart nach Nürnberg so verkürzen, dass in Nürnberg gute Anschlüsse an die ICE in Richtung Berlin gegeben sind. Andererseits sollen die Kapazitätserweiterungen auf diesem durch S-Bahnen, Regional- und Fernzüge stark befahrenen Abschnitt für mehr zeitliche Puffer im Fahrplan sorgen. Ein drittes Gleis zwischen Stuttgart-Rohr – Böblingen und Herrenberg fordert der Verband Region Stuttgart, um ebenfalls Engpässe bei der Gleisbelegung zu beseitigen. Es müsse gewährleistet werden, den Fernverkehr zu verbessern, ohne das S-Bahnangebot zu verschlechtern. Denn die Pläne der Deutschen Bahn AG und des Landes, einen Stundentakt nach Zürich einzurichten, führen derzeit zu Konflikten mit der S1.
Die Modernisierung und Verlängerung der Neckarschleusen solle von Mannheim bis Plochingen erfolgen, so die Position des Verbands Region Stuttgart. Die Bundeswasserstraße Neckar zähle zu einer der wichtigsten Verkehrsinfrastrukturen der Region.
„Es ist unter keinen Umständen akzeptabel, dass durch die Pläne des Landes auf der Gäubahn voll besetzte Züge der S1 in Mitleidenschaft gezogen werden“, sagte Rainer Ganske (CDU). Er kritisierte, das Land habe die L 1115 Backnang – Mundelsheim zur Bundesstraße hochgestuft, um deren Ausbau zu verhindern. Es gehe um ein „realistisches und finanzierbares Gesamtkonzept“, schickte Thomas Leipnitz (SPD) voraus. Seine Fraktion lehne den Nord-Ost-Ring nach wie vor ab. „Wir lehnen es ab, wenn Straßen ohne jegliche Realisierungschance vom Land auf den Bund abgeschoben werden“, sagte Bernhard Maier (Freie Wähler). Seine Fraktion halte an dem gültigen Regionalplan fest, darunter am Nord-Ost-Ring. Mark Breitenbücher (Grüne) wunderte sich über die Projektanmeldungen, die er als zu straßenlastig empfand. Filderauffahrt und Nord-Ost-Ring seien für seine Fraktion kein Thema. Kai Buschmann (FDP) unterstrich, dass der Ausbau der Gäubahn nicht zu Lasten der S-Bahn gehen dürfe. Der Nord-Ost-Ring sei dringend notwendig. „Die Verkehrsinfrastruktur auf der Straße ist völlig ausreichend“, sagte Christoph Ozasek (Linke). Der einzig richtige Weg liege in der Verkehrsvermeidung (Pressemeldung VRS, 13.05.13).
Bayern: BEG bringt den Bayern-Fahrplan aufs Handy
Den Bayern-Fahrplan gibt es jetzt auch als App. Sowohl in Google Play als auch im iTunes-Store steht die neue Smartphone-Anwendung für Android-Geräte bzw. iPhones ab sofort zur Verfügung. Das kostenlose Angebot der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) ist ein praktischer Reisebegleiter für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Ob Fahrpläne und Streckenverbindungen, Echtzeitdaten, ein Kartendienst auch mit Luftbildern oder eine bayernweite Streckennetzkarte für den Eisenbahnverkehr: In puncto Leistungs- und Datenumfang überzeugt die Bayern-Fahrplan-App der BEG. Dank zunehmend minutenaktueller Datenbasis können sich Nutzer aktuell und betreiberneutral über Ankunfts- und Abfahrtszeiten vieler Bahn- und Busunternehmen informieren, nicht zuletzt ist der Bayern-Fahrplan die offizielle Fahrplanauskunft für den ganzen Freistaat.
"Die Bayern-Fahrplan-App ist unser kostenloser - und dennoch werbefreier - Service, mit dem wir Bus- und Bahnfahren im Freistaat noch komfortabler gestalten", sagt BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka. "Wer eine Nah- oder Fernverbindung sucht, sich über Abweichungen vom Fahrplan informieren will oder die Umsteigezeit von Bahn auf Bus benötigt, ist mit unserer neuen Anwendung bestens ausgerüstet."
Die Fahrplan-Apps von Verkehrsbetrieben listen oftmals nicht die Verbindungen aller Betreiber auf, sondern schließen andere Anbieter bei der Abfrage aus bzw. beauskunften diese zweitrangig. Die Bayern-Fahrplan-App hingegen ist betreiberneutral und enthält dem Nutzer keine Informationen vor.
Die Bayern-Fahrplan-App überzeugt mit den Echtzeitdaten vieler Verkehrsunternehmen. Mit Echtzeitdaten erfasst sind nicht nur DB Regio und DB Fernverkehr, sondern auch die Länderbahn (alex, Oberpfalzbahn, Regentalbahn, Vogtlandbahn und Waldbahn), DB Regio Bus (ohne Ostbayernbus), Stadtwerke Augsburg, Omnipart in Bayerisch-Schwaben und der Stadtverkehr Rosenheim. Nach und nach sollen alle Verkehrsunternehmen in Bayern im Bus- und Zugverkehr Live-Daten zuliefern. Die nächsten Daten, die in Echtzeitqualität online gehen sollen, kommen vsl. von der Länderbahn (Berchtesgadener Land Bahn), vom Stadtverkehr Bayreuth und von DB Regio Bus (Ostbayernbus).
Die Luftbilder, die für die Anwendung genutzt werden, basieren im Gegensatz zu anderen Apps auf den amtlichen Daten des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation und sind damit wesentlich aktueller und präziser. Ein weiterer Service: Ein Klick auf die Station in der Kartendarstellung und schon kann die Haltestelle als Ausgangspunkt oder Zielbahnhof für die Streckennavigation gewählt werden. Auch der adressscharfe Streckenverlauf von A nach B lässt sich anzeigen. Ein praktisches Tool, gerade auch für Pendler, ist der Abfahrtsmonitor: Mit Klick auf eine Haltestelle werden alle aktuellen Abfahrten an dieser Haltestelle minutengenau angezeigt.
"Es gibt keine App, die bayernweit eine vergleichbare qualitativ hochwertige Auskunft auf Basis von Echtzeitdaten bereitstellt", so Czeschka. "Gerade Fahrgäste außerhalb der großen Verkehrsverbünde profitieren von unserer neuen Anwendung. Denn die App bietet eine komfortable Fahrplanauskunft auch über die Ballungsräume hinaus."
Übrigens: Auch wer über die Grenze nach Tirol fährt, ist mit der App gut beraten. Der komplette Nahverkehrsfahrplan (Soll-Daten) des österreichischen Bundeslandes kann über die Bayern-Fahrplan-App abgerufen werden. Weitere österreichische Verkehre sollen folgen.
Zu den Grundfunktionen der App gehören die Anzeige von Ankünften und Abfahrten an Haltestellen und Adressen, aber auch Verbindungsinformationen über mehrere Verkehrsmittel hinweg. Für die Reiseauskunft steht der Anwendung ein umfassender Datenpool zur Verfügung: Vom Regional- und Fernverkehr über S- und U-Bahnen und Busse bis hin zur Seenschifffahrt und zum Anrufsammeltaxi. Zudem lässt sich die App individualisieren, indem die Nutzer z. B. angeben können, ob bestimmte Verkehrsmittel ausgeschlossen werden sollen oder wie oft sie maximal umsteigen wollen (Pressemeldung BEG, 13.05.13).
Bayern: Mischkonzept für den Franken-Sachsen-Express


Zwischen den Aufgabenträgern Bayern und Sachsen und DB Regio Bayern und Regio Südost wurde eine gemeinsame Lösung für die Weiterführung umsteigefreier Regionalverkehre auf der Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Nürnberg und Dresden im Fahrplanjahr 2014 erarbeitet. Das Konzept sieht eine zweistündliche durchgehende Regionalexpressverbindung von Nürnberg über Marktredwitz, Hof und Chemnitz nach Dresden mit Zugteil nach Bayreuth vor. Die Fahrzeit zwischen Nürnberg und Dresden beträgt in der umsteigefreien Verbindung knapp über 4 Stunden.
In der anderen Stunde wird es eine Verbindung von Nürnberg über Bayreuth mit einem Umstieg in Hof nach Dresden geben. Zwischen Hof und Dresden verkehrt ein elektrischer Zug mit modernen Doppelstockwagen mit 306 Sitzplätzen. Die Doppelstockwagen verfügen über eine hohe Laufruhe, Klimaanlage, breite Wageneingänge, Stellplätze für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder, Behinderten-WC sowie ein elektronisches Fahrgastinformationssystem. Bei Bedarf kann die Platzkapazität auf vier Wagen erweitert werden, da die Bahnsteiglänge der Haltebahnhöfe diese Verstärkung zulässt. Die Fahrzeit auf dem Gesamtlaufweg wird ca. 4:20 Stunden betragen. Fotos Kai Michael Neuhold.
Bayern sichert auch für 2014 zusammen mit Sachsen und der Deutschen Bahn (DB) einen attraktiven Fahrplan des Franken-Sachsen-Express (FSX) Nürnberg – Hof – Dresden. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wird es alle zwei Stunden weiterhin eine umsteigefreie Direktverbindung mit Neigetechnik-Zügen geben. In den Zwischenstunden müssen die Fahrgäste in Hof zwar umsteigen, allerdings am selben Bahnsteig. Ab 2015 ist Bayern bereit, den bis dahin von der DB als Fernverkehr betriebenen Interregio-Express (IRE) von Nürnberg über Bayreuth nach Hof als Nahverkehr zu bestellen. „Damit bleiben Bayreuth, Hof, Marktredwitz und Münchberg in den überregionalen Express-Verkehr eingebunden. Zwischen Nürnberg und Dresden kombinieren wir die Vorteile von Neigetechnik in Bayern und Elektrozügen in Sachsen. So erreichen die Fahrgäste stündlich die wichtigsten Anschlüsse und profitieren von attraktiven Reisezeiten“, hebt Bayerns Verkehrsstaatssekretärin Katja Hessel auf dem heutigen Eisenbahn-Symposium in Bayreuth hervor.
Nach einem nicht immer einfachen Ringen zwischen allen Beteiligten steht damit ein weiterhin sehr überzeugendes Fahrplan-Konzept: Obwohl zweistündlich auf eine elektrische Traktion nordöstlich von Hof umgestellt wird, bleiben die wichtigen Anschlussknoten in den Bahnhöfen des bayerisch-sächsischen Städtenetzes erhalten. Die Reisezeit von Nürnberg nach Dresden liegt beim Zwei-Stunden-Takt mit durchgehender Neigetechnik bei 4:05 Stunden. Der alternierende Zwei-Stunden-Takt mit elektrischer Traktion nordöstlich von Hof kommt auf eine Gesamtfahrzeit von 4:20 Stunden. Die künftig etwa zehn Minuten längere Fahrzeit der elektrischen Züge zwischen Hof und Dresden liegt darin begründet, dass die Strecke für konventionelle Fahrzeuge eine Geschwindigkeit von nur 120 km/h erlaubt, für Neigetechnik-Züge dagegen 160 km/h. „Bayern ist sehr interessiert daran, auch langfristig die Neigetechnik auf der Franken-Sachsen-Magistrale einzusetzen. Wir fordern daher schon lange vom Bund eine Elektrifizierung zwischen Hof und Nürnberg. Dies würde uns ermöglichen, die Reisezeit zwischen Nürnberg und Dresden auf deutlich unter vier Stunden zu drücken“, betont Hessel.
An Sachsen appelliert Hessel, die dort geplante Ausschreibung der Expressverkehre Hof – Dresden so auszugestalten, dass die Fahrgastpotenziale auf der Schiene erhalten und ausgebaut werden können. „Das für 2014 Erreichte muss die Basis für zukünftige Konzepte sein. Überlange Umsteigezeiten in Hof oder Bummel-Fahrzeiten mit vielen kleinen Zwischenhalten werden der Franken-Sachsen-Magistrale nicht gerecht. Bayern ist deshalb bereit, auch für die Folgejahre durch den teilweisen Einsatz der Neigetechnik die Grundlage für schnelle Verbindungen über Hof hinaus Richtung Sachsen zu legen“, erklärt die Verkehrsstaatssekretärin (Pressemeldung Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 13.05.13).
Berlin: S-Bahn-Ausschreibung ohne Festlegung auf Zuzahlen ab 2017
Die Antwort auf die Kleine Anfrage "Heilbar? Zu den Auswirkungen der neuen S-Bahn-Ausschreibung" beinhaltet einige neue und durchaus interessante Erkenntnisse. Bekannt geworden war bereits, dass der Senat entgegen den ersten Äußerungen keine Heilung vorgenommen hat, sondern neu ausgeschrieben wurde. Durch die zunächst behauptete, angebliche Heilung wurde lediglich Gesichtswahrung betrieben.
Der Senat teilt dazu nun mit, dass die neue Bewerbungsfrist am 10. Juni 2013 endet. Das Verfahren hat sich so insgesamt um ein halbes Jahr verzögert. Des Weiteren scheint im März ein Beraterwechsel vorgenommen worden zu sein, statt Müller-Wrede berät nunmehr die Kanzlei BBG.
Schließlich will sich der Senat gar nicht mehr auf Zugzahlen für die Jahre ab 2017 festlegen. Das kann man dann wohl nur noch als Offenbarungseid interpretieren (Pressemeldung Stefan Gelbhaar, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen Berlin, 13.05.13).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
Bahnwelttage 2013 in Darmstadt








Am verlängerten Wochenende fanden im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein die Bahnwelttage statt. Von Kranichstein aus wurde mit historischen Fahrzeugen der Dampf-, Diesel- und Elektrotraktion nach Darmstadt Hbf, Dieburg und Gross-Gerau gependelt. Auch eine historische Strassenbahn beförderte Besucher zwischen Kranichstein und DA Hbf (Harald Becker, Jürgen Reichert, 13.05.13).
Ehemaliger SBE-Triebwagen fährt auf Rinteln - Stadthagen


Der zuvor von der Sächsich-Böhmischen Eisenbahn eingesetzte ehemalige DB-Akkturiebwagen der BR 686 (ein artgleicher Wagen steht noch in Zittau) ist jetzt im Besitz des hannoverschen Unternehmens Schienenflieger. Das Fahrzeug hat in der Vorwoche eine kurze Visite im Bw Seelze gemacht, da es in absehbarer Zeit auf die Unterflurdrehbank muss.
Am Sonnabend fand dann eine erste Testfahrt zwischen Stadthagen West und Rinteln Nord auf der Bückebergbahn Rinteln-Stadthagen statt. Denn dort soll der zum Umbau in ein Hybridfahrzeug geplante Wagen künftig verkehren.
Am Pfingstsonntag wird der noch in den alten Farben der Mandaubahn, Zittau – Eibau, laufende Wagen bei einem Bahnhofsfest in Obernkirchen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Er wid viermal von Stadthagen nach Obernkirchen pendeln und nimmt fahrgäste mit. Abfahrtzeiten ab Stadthagen sind um 11, 12.30, 15,20 und 18.05, die Rückfahrten ab Obernkirchen um 12, 14.30 17.35 und 18.40.
Auf dem Abschnitt Rineln Nord – Obernkirchen wird der dort seit einiger Zeit im Sommer fahrende Schienenbus der Interessengemeinschaft Schienenbus Seelze eingesetzt. Im und um den Bahnhof gibt es örtliche Aktivititäten wie Handhebel-Draisinefahrten, Modellbahnvorführung und Stadtführungen.
Die Bilder zeigen den Aufenthalt des Wagens am Sonnabend bei der Testfahrt durch frühlingshafte Landschaften des Schaumburger Landes (WR, 13.05.13).
Vorarbeiten zur Reparatur des Triebwerks an Sächsischer I K Nr. 54 begonnen
Nachdem die Sächsische I K Nr. 54, der 2009 in Betrieb genommene Nachbau der ersten sächsischen Schmalspurdampflokomotive, am Osterwochenende einen Triebwerksscha-den erlitten hat, ist die Wiederherstellung in Vorbereitung. Zu Pfingsten ist die Lok bei der Preßnitztalbahn öffentlich zugänglich, allerdings noch nicht wieder einsatzfähig.
Bei ihrem letzten Einsatz auf der Döllnitzbahn war, aus Erkenntnissen der späteren Un-tersuchungen ersichtlich, Materialermüdung am Treibzapfen ursächlich für den Schaden gewesen, bei dem aber keine Passagiere, Personal, andere Fahrzeuge oder Gleisanlagen in Mittleidenschaft gezogen wurden.
Die durch den Bauprojektleiter der I K Nr. 54, Jörg Müller, einberufene Untersuchungs-gruppe konnte die Ursachen zweifelsfrei identifizieren und Maßnahmen festlegen, wie eine Wiederholung des Schadens ausgeschlossen werden kann.
In den vergangenen Wochen wurde intensiv mit mehreren Firmen in Sachsen über die Neuanfertigung der beschädigten Teile und die Abfolge der notwendigen Arbeiten gespro-chen, die notwendigen Aufträge wurden zwischenzeitlich ausgeführt. Zum weiteren Ablauf der Reparatur erläutert Jörg Müller: „Zunächst muss der betroffene dritte Radsatz des Triebwerkes ausgebaut und die aufgepressten Kurbeln von der Achse abgezogen werden. Dann können die neu angefertigten Treibzapfen maßgenau angefertigt und mit einer zusätzlichen Verdrehsicherung eingepresst werden“.
Die Arbeiten am Triebwerk sollen ab Juni im Dampflokwerk Meiningen ausgeführt werden, da dort die notwendige Technik und die für Triebwerksarbeiten erforderlichen Fachkräfte zur Verfügung stehen, die Preßnitztalbahn als Betreiber der Lok hat bereits entsprechende Vorabsprachen mit der Spezialwerkstatt für Dampflokomotiven abge-stimmt.
Zur Finanzierung der Aufwendungen der Reparatur, die sich trotz finanziellem Entgegen-kommen der beteiligten Firmen auf rund 25.000 Euro belaufen werden, hat der Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V. die Freunde der I K Nr. 54 zu Spenden aufgerufen. Dr. Andreas Winkler, Vorsitzender des VSSB e.V., bewertet die bisherige Hilfe der Eisenbahnfreunde und Unterstützer als positiv: „Bereits 6.400 Euro sind ein gutes Signal durch die Freunde der Lok. Es ist allerdings notwendig, die Anstrengungen zu ver-stärken.“
Die nächste Gelegenheit, die Lok zu sehen besteht zum großen Bahnhofsfest der Preßnitztalbahn in Jöhstadt. Eigentlich war die I K Nr. 54 hier als sechste Dampflok im Einsatz geplant. In der Ausstellungshalle der Preßnitztalbahn, die über die Pfingstfeiertage eine Modelleisenbahnausstellung beherbergt, kann die Lok einmal ohne Triebwerksstan-gen besichtigt werden.
An allen drei Pfingstfeiertagen wird bei der Preßnitztalbahn traditionell beim Dampfbetrieb „aus dem Vollen“ geschöpft. Von 9 Uhr bis nachts 2 Uhr sind bis zu drei Züge gleichzeitig auf der Strecke, Kulturprogramme und die Modelleisenbahnausstellung runden dieses Programm ab.
Für die Preßnitztalbahn wie auch für den VSSB steht nach den momentanen Planungen fest, dass die I K Nr. 54 Ende Juli wieder fahren kann und damit rechtzeitig für den spek-takulären Einsatz zum Dampfschiffest am Dresdener Terrassenufer vom 16. bis 18. August wieder genesen ist. (Pressemeldung Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V., 13.05.13).
Wandern mit dem Ringzug


Foto links: Martina Ott (Zweckverband Ringzug); Stefan Bär (Landrat Landkreis Tuttlingen); Fritz W. Lang (Schwäbischer Albverein); Herbert Schäfer (Schwarzwaldverein); Andrea Frank (Zweckverband Ringzug). Foto rechts: Hansgeorg Schuhmacher (Bürgermeister); Stefan Bär (Landrat Landkreis Tuttlingen); Fritz W. Lang (Schwäbischer Albverein); Herbert Schäfer (Schwarzwaldverein). Foto Stadt Spaichingen, H. Hürst.
Der Zweckverband Ringzug hat am Mittwoch in Spaichingen den dritten Band seiner Heftreihe vorgestellt. Die handliche Broschüre empfiehlt elf neue Wege und Ausflüge, die jeweils an Haltestellen des Ringzugs beginnen und enden. Damit ist das Repertoire der Ringzug-Wanderungen auf insgesamt 42 angewachsen. Band I enthält 17 und Band II weitere 14 Wanderungen zwischen Rottweil und Blumberg, Bräunlingen und Fridingen. Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen und Vorsitzender des Zweckverbands Ringzug, berichtete bei der Vorstellung des Wanderhefts: „Damit geht ein Wunsch vieler Wanderfreunde aus der Region in Erfüllung. Jetzt findet man an jedem Streckenabschnitt des Ringzugs interessante Angebote, seien es bequeme Spaziergänge oder sportliche Tageswanderungen, Rund- oder Streckenwanderungen.“
Landrat Stefan Bär wies besonders auf die Unterstützung durch die Ortsgruppen vom Schwarzwaldverein und Schwäbischen Albverein hin. „Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Wandervereinen und dem Ringzug ist vorbildlich und gewinnbringend“, so Stefan Bär. Die ehrenamtlichen Wanderexperten der Vereine hätten mit Sachverstand, Ortskenntnis und ihrem reichen Erfahrungsschatz dazu beigetragen, lauter eindrucksvolle und abwechslungsreiche Touren zusammenzustellen. Besonders hob er das Engagement des früheren Gauobmanns des Schwäbischen Albverein, Fritz W. Lang, hervor. Ebenso hätten Herbert Schäfer und Steffen W. Esslinger vom Schwarzwaldverein Schwenningen herausragende Arbeit geleistet. Steffen W. Esslinger habe sich mit seinem Betrieb, der Druckerei Esslinger, besonders in die grafische Gestaltung der Wanderführer hineingekniet. So seien die Ringzug-Wanderungen „gebrauchsfertig“ beschrieben und illustriert. Stefan Bär: „Man muss nur noch auswählen, im Ringzug Platz nehmen und schon beginnt das mobile Wandererlebnis in der Heimat.“
Wegen seiner sprichwörtlichen Pünktlichkeit sei der Ringzug ein verlässlicher Freizeitpartner. „Man weiß immer, wie man nach der Rund- oder Streckenwanderung wieder nach Hause kommt“, so Landrat Stefan Bär. Mit dem Ringzug könne man „nach Fahrplan“ wandern.
Der Landrat erinnerte an die geführten Ringzug-Wanderungen, die immer am zweiten Mittwoch eines Monats kostenlos angeboten werden. „Die Wanderführer des Schwarzwaldvereins und des Schwäbischen Albvereins erwarten die Teilnehmer jeweils an einer Ringzug-Haltestelle, bieten einen spannenden Spaziergang mit Einkehrschwung an und sorgen dafür, dass man mit dem Ringzug wieder pünktlich nach Hause fahren kann“, erläuterte Stefan Bär. Dieses Ringzug-Angebot ziehe inzwischen hunderte von Menschen aus der gesamten Region in seinen Bann. „Wandern mit dem Ringzug ist offenbar ein Volkssport geworden“, stellte Stefan Bär fest.
„Am Anfang ging es vor allem darum, Hemmschwellen zu überwinden“, berichtete Fritz W. Lang von den Anfängen der Ringzug-Wanderungen im Jahr 2004. Die Wanderfreunde hätten sich aber im Laufe der Jahre gut daran gewöhnt, dass man schon „vor der Haustür“ das Wandern mit dem öffentlichen Nahverkehr und insbesondere mit dem Ringzug kombinieren kann. Vor allem sei es für Wandergruppen sehr preiswert, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen. Den Kostenvorteil bestätigte Herbert Schäfer vom Schwarzwaldverein Schwenningen. Beide berichteten, dass die Wandervereine kollegial und reibungslos zusammenarbeiteten, um Jahr für Jahr die geführten Ringzug-Wanderungen zusammenzustellen und den Zweckverband bei der Entwicklung der Wanderbroschüren zu unterstützen (Pressemeldung Zweckverband Ringzug, 13.05.13).
Wolfhard Bätz verstorben


W.Bätz (links) 1997 beim Festzug 100 Jahre Eisenbahner-Kameradschaft Breitengüßbach mit dem 1. Vors. Dieter Stüllein. W. Bätz 1979 auf der 95 036. Fotos Eisenbahner-Kameradschaft-1897 e..V.
Am Morgen des 8.Mai verstarb der bei Eisenbahnfreunden in ganz Deutschland bekannte ehemalige Sonneberger Lokführer Wolfhard Bätz in Alter von 82 Jahren. Am 1. April 1945 begann er seine Lehre als Lokschlosser beim Bw Coburg, konnte aber bereits nach einer Woche nicht mehr dorthin, weil die Grenze bei Sonneberg dicht gemacht wurde. Er musste dann seine Lehre beim Bw Meiningen vollenden.
Nach einiger Zeit bei der Bahnmeisterei Sonneberg kam er dann zur Bw-Ast, wo er zunächst als Lokheizer und nach Ablegung der Prüfung Lokführer wurde. Dampfloks der Baureihen 93 und später 95, sowie seit 1980 die Dieselloks 119 waren sein Arbeitsplatz. Bekannt wurde er mit seiner Stammlok, der 95 028, die heute noch in Bochum-Dahlhausen zu bewundern ist.
Als Anfang der 80er-Jahre die Baureihe 95 abgestellt und die 95 027 Traditionslok der DR wurde, war er bis zum Beginn seines Ruhestandes Ende 1991 deren Stammlokführer. In dieser Zeit rückte er ins Blickfeld vieler Eisenbahnfreunde durch seine offene, freundliche und immer zu kleinen Späßen aufgelegte Persönlichkeit.
Für ihn als überzeugten Eisenbahner war der Beruf kein Job sondern Berufung, den er voll auslebte. Seine größte Freude war, die Wiedereröffnung seiner alten Strecke von Sonneberg nach Neustadt(bCoburg) im September 1991 mitzuerleben und dabei sogar noch mit seiner Dampflok 95 027 den zweiten offiziellen Zug zu bespannen.
Daneben war er auch ein aktiver Modellbahner, wobei er in den 70er- und 80er-Jahren durch selbstgebaute Lokmodelle viel Anerkennung auf Ausstellungen bekam. Außerdem war er nach der Wende aktives Mitglied bei der Eisenbahner-Kameradschaft Breitengüßbach, wo er mit Sonderzügen noch viele Länder in Europa bereisen konnte (Dieter Stüllein, 13.05.13).
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Mit der Kamera notiert
Berlin

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Am Samstag fuhr der Sonderzug DPE 32819 von Cottbus über Berlin, Pasewalk und Stralsund zum Bahnhofsfest nach Binz. Veranstalter waren die PRESS und der Lausitzer Dampflokclub. Ab Berlin-Lichtenberg war die 01 0509 vor dem Zug und am Zugschluss lief die 145 023 "Fleischmann" mit.
Nachdem 01 0509 auf der Rückfahrt in Berlin Lichtenberg vom Zug ging, fuhr die 145 023 im attraktiven Fleischmann-Werbekleid allein mit dem Sonderzug nach Cottbus weiter (Gerd Böhmer, www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de, Sebastian Schrader, 13.05.13).
Fränkische Höllentalbahn


Im ehemaligen Bahnhof Lichtenberg an der längst zurückgebauten Eisenbahnverbindung Marxgrün - Blankenstein befindet sich das Informationszentrum Blechschmidtenhammer des Naturparks Frankenwald. Dort gibt es auch heute noch eine Eisenbahn: "Die fränkische Höllentalbahn im Modell".
Als fränkische Höllentalbahn bezeichnet man den Streckenabschnitt der landschaftlich äußerst reizvollen Nebenbahn von Blankenstein nach Marxgrün. Die 6,3 km lange Eisenbahn vom thüringischen Blankenstein ins bayerische Marxgrün wurde von der Preußischen Staatsbahn als letzter Teilabschnitt der bis zum 3. Juli 1945 bestehenden rund 68 km langen Verbindung Triptis - Marxgrün (- Hof) im Jahr 1901 fertiggestellt.
In 2012 wurde das Informationszentrum - nach einer langen Instandsetzungsphase - feierlich eröffnet. Das Infozentrum Blechschmidtenhammer ist zur Zeit täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die fränkische Höllentalbahn im Modell fährt während der Öffnungszeiten des Infozentrums Blechschmidtenhammer ohne Pause! Der Eintritt ist frei. / (Volker Seidel, www.mec01.muenchberg.de, 13.05.13).
Liegengebliebener ODEG-Zug

Am Donnerstag kam es im Bereich Berlin Ostkreuz zu einer betrieblichen Störung. Ein KISS-Zug der ODEG (RE 37360 mit 445.105 als RE 2 nach Cottbus unterwegs) kam im Bereich der Schutzstrecke im stromlosen Abschnitt vor dem Bahnhof Ostkreuz zum Stehen. Zuerst wurde versucht, mit dem RE 37361 (ODEG 445.106) den Zug abzuschieben, was aber auf Grund einiger Probleme mit diesen beiden Fahrzeugen nicht gelang. Mit Hilfe eines GTW 2/6 der ODEG wurde der Zug dann mit einigen Mühen aus dem stromlosen Abschnitt Richtung Rummelsburg gezogen. Da Reisende vorzeitig den Zug verließen, gab es zudem im S-Bahn- und Fernbahnverkehr Zugausfälle und Verspätungen. Das Bild zeigt die ungewöhnliche Zugkomposition (Volker Emersleben, Ergänzung Gerd Böhmer, 13.05.13).
Lokalbahn Marienbad - Karlsbad (CZ)


1898 wurde - nicht zuletzt auf Initiative des Klosters Tepl - die 51,4 km lange Lokalbahn Marienbad (Marianske Lazne) - Karlsbad (Karlovy Vary) eröffnet - den Betrieb führte die k.k. Staatsbahn. 1918 ging die Betriebsführung auf die CSD über, 1925 erfolgte die Verstaatlichung.
Von 1938 bis 1945 gehörte diese wichtige Verbindung zwischen zwei großen Kurstädten im böhmischen Bäderdreieck zur Deutschen Reichsbahn, ab 1945 wieder gefolgt von der CSD (CD).
Heute wird die landschaftlich eindrucksvolle, normalspurige Lokalbahn im Personenverkehr von GW Train Regio (2011 ex Viamont) befahren. Der Fahrplan bietet - auch für touristische Zwecke - ein gutes Angebot, Besuche im Kloster Tepl (Tepla) und auf Schloß Petschau (Becov nad Tepla) sind per Zug gut machbar (Gunter Mackinger, 13.05.13).
Vectron in Dortmund

Am 11.05.2013 fuhr die SVG mit der von BoxXpress angemieteten 193 803-4 von Stuttgart aus als DPE 84129 nach Gelsenkirchen und weiter als Lr nach Dortmund Bbf. In Dortmund Bbf wurde der Zug gereinigt, bevor es dann wieder als 84130 Richtung Stuttgart ging (Michél G., 13.05.13).
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Europa
Dänemark: Ausbau Vamdrup - Woyens
Die nordschleswigsche Folketingsabgeordnete Ellen Trane Nørby (Venstre) nimmt die Vergabe des Planungsauftrags an die Unternehmen Atkins und Grontmij zur Vorbereitung des Ausbaus der Strecke Woyens-Vamdrup mit einem zweiten Gleis zum Anlass, um an das Ziel zu erinnern, auch den ebenfalls noch eingleisigen Abschnitt zwischen Tingleff und Pattburg zweigleisig auszubauen. Die 20 Kilometer lange Strecke zwischen Vamdrup und Woyens wird auch für eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit von 120 auf 160 Stundenkilometer vorbereitet. Bis 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden, die sowohl dem Personen- als auch den Güterverkehr zugute kommen. Das Vorhaben wird rund 760 Millionen Kronen kosten. Das zweite Gleis wird wie das vorhandene auch mit elektrischer Oberleitung ausgerüstet. Es müssen mehrere Brücken neu gebaut oder erweitert werden. Da die Strecke teilweise durch morriges Gebiet führt, muss an einigen Abschnitten der Bahndamm durch Bodenaustausch stabilisiert werden. Auch neue Signaltechnik wird verlegt.
Während der Baumaßnahmen soll die Strecke möglichst weiter befahrbar sein. Es werden aber auch Möglichkeiten untersucht, eine Umleitung über Bramming-Tondern-Niebüll anzubieten, um den Transitverkehr Deutschland-Schweden sicherzustellen. Die Querverbindung Tondern-Tingleff als potenzielle Umleitungsroute ist derzeit nicht befahrbar (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 13.05.13).
Österreich: Abschied von der alten Mariazellerbahn




Wer die alte Mariazellerbahn noch erleben möchte, sollte sich langsam beeilen: Ab Dezember 2013 wird die NÖVOG, die im Dez.2010 den Betrieb und Strecke von den ÖBB übernommen hat, unter dem neuen Markennamen "Himmelstreppe" fast ausschließlich moderne klimatisierte Triebwagen von Stadler einsetzen.
Erhalten bleiben soll - nach derzeitigen Planungen - nur die braune "Ötscherbär"-Museumsgarnitur.
Einher geht derzeit eine gewaltige Modernisierung der Infrastruktur, die bereits den Rückbau und Umbau fast aller Bahnhöfe auf Rückfallweichen und den Abzug aller Fahrdienstleiter zur Folge hatte. In Laubenbachbachmühle entsteht derzeit ein neues Betriebszentrum mit Werkstatt und (völlig überdimensionierten) neuen Personenverkehrsanlagen. Außerdem ist ein elektronisches Zugsicherungssystem für die Gesamtstecke im Bau.
Bleibt zu hoffen, dass die Altfahrzeuge nicht - wie nach Stillegung der Ybbstalbahn geschehen - hauptsächlich an meistbietende Schrotthändler versteigert werden. Das Traditionsbewusstsein der NÖVOG ist hier leider nicht sonderlich ausgeprägt, was umso bedauerlicher ist, da viele der derzeit auf der Mariazellerbahn eingesetzten Fahrzeuge, die teilweise von den anderen, von den ÖBB übernommenen und danach eingestellten Schmalspurbahnen stammen, von den damaligen ÖBB-Personalen noch in Eigeninitiative in einen Musealen Zustand versetzt worden waren (Alexander Bauer, 13.05.13).








