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LOK Report – News von Mittwoch, 31.08.16

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Willkommen beim LOK Report

Güterbahnchefs fordern Ausbau
für längere Güterzüge

Absatzlinie

DB Cargo und BMW schließen
neuen Mehrjahresvertrag

Absatzlinie
Bauarbeiten Kiel – Schönberger
Strand starten

Absatzlinie
Odgers Berndtson soll
Nachfolger für Jo Cornu finden

Absatzlinie
Reisebericht Finnland
Absatzlinie
Wirtschaftsminister Emmanuel
Macron erklärt Rücktritt

Absatzlinie
Zwei shortgelistete Bieter für
das West Midlands franchise

Absatzlinie
Deutlich mehr Personen
und Güter in der Schweiz

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Martin Wehmeyer

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Güterbahnchefs fordern Ausbau für längere Güterzüge
Die Schwergewichte im deutschen Schienengüterverkehr sprechen sich dafür aus, das hiesige Schienennetz flächendeckend für den Einsatz normallanger Güterzüge von 740 Metern Länge zu ertüchtigen. Auf Nachfrage des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene rechnen die Chefs von DB Cargo, SBB Cargo, der Havelländischen Eisenbahn und der Hamburger Hafenbahn für den Fall eines zügigen Ausbaus mit hohen Verlagerungspotenzialen und Effizienzgewinnen für den Schienengüterverkehr. Mit dem gezielten Aufbohren einiger Flaschenhälse im deutschen Netz sei - bei überschaubarem Aufwand - ein großer volkswirtschaftlicher Nutzen zu erzielen. Einig waren sich die Güterbahnchefs auch in der Einschätzung, dass die deutschen Netzengpässe inzwischen ein Hindernis für den europäischen Schienengüterverkehr darstellen. Nach Angaben der Deutschen Bahn wird die heutige europäische Standard-Zuglänge von 740 Metern auf vielen Strecken in Deutschland nicht erreicht. Oft wegen geringfügiger Netzbeschränkungen verkehren nur 11 Prozent der Züge hierzulande in normaler Länge.
Hamburger Hafen: Harald Kreft, Leiter der Hamburger Hafenbahn, betont, dass der Hamburger Hafen für die längeren Güterzüge bereits gerüstet ist. "Sowohl die Infrastruktur der Hamburger Hafenbahn als auch alle großen Terminals im Hamburger Hafen können die Ganzzuglänge von 740 Metern abfertigen. Wir würden also gerne längere Züge bekommen, tun es aber nicht." Netzengpässe im Hinterland - besonders in den Relationen nach Prag/Tschechien und Leipzig - führen dazu, dass viele kürzere Züge um die knappen Trassen konkurrieren. "Wenn wir mit der Standardlänge von 740 Metern fahren können, dann transportieren wir dieselbe Menge an Gütern mit weniger Zügen und verbrauchen dabei weniger Trassen". Ein durchgängig auf 740 Meter ausgebautes Netz würde für die bereits gut ausgelasteten Züge vom Hamburger Hafen ins Hinterland aus dem Stand einen Effizienzgewinn im zweistelligen Bereich bringen. Im Durchschnitt könnten zwischen acht und zwölf Container mehr transportiert werden, rechnet der Leiter der Hafenbahn vor. "Dieser Produktivitätsschub kommt allen zu Gute: den Güterbahnen, den Verladern, der Wirtschaft und – nicht zuletzt – der Umwelt", sagt Kreft. "Wenn der Bund die neuralgischen Punkte im Schienennetz gezielt anpackt, verbessert er damit automatisch die unfairen Wettbewerbsbedingungen zwischen der umweltschonenden Güterbahn und dem Lkw."
Havelländische Eisenbahn: Ludolf Kerkeling, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Havelländischen Eisenbahn (HVLE), verspricht sich von längeren Güterzügen besonders im Osten Deutschlands Effizienzgewinne von bis zu 25 Prozent. "Das 740-Meter-Netz wäre für uns ein Quantensprung. Zur Zeit müssen wir unsere Züge auf 600 Meter kürzen, manchmal weil einfach nur ein Signal an der falschen Stelle steht", sagte Kerkeling. Die Gütermengen an Schüttgut und Getreide, die mit längeren Zügen von der HVLE zusätzlich transportiert werden könnten, beziffert Kerkeling auf die Größenordnung von rund 2400 Lkw pro Monat. "Im harten Wettbewerb zwischen Schiene und Straße entscheidet ganz allein der Preis. Dabei ist der Netzausbau für die Standardlänge von 740 Metern für vergleichsweise kleines Geld zu haben." Im europäischen Vergleich hat Deutschland beim Netzausbau bereits den Anschluss verloren, meint der HVLE-Chef. "Natürlich haben auch die Nachbarn Engpässe, aber sie sind rege. Etwa die Niederländer bei der Betuwe Linie oder die Schweiz mit dem Gotthard. Leider ist durch den Investitionsrückstau das Bild, das Deutschland abgibt, sehr dürftig." Wenn die Politik jetzt schnell handele, "dauert es zwei bis drei Jahre, um die Hauptkorridore hinzukriegen und fünf bis zehn Jahre, damit die Fläche für die 740-Meter ertüchtigt wird. Die Güterbahnen würden für ein vernünftiges Netz auch die Zähne zusammenbeißen und mit den Baustellen leben", sagte Kerkeling.
SBB Cargo International: Michail Stahlhut, Vorstand von SBB Cargo International, geht davon aus, dass auf der Nord-Südachse durch den neuen Gotthard-Basis-Tunnel die Güterverkehrsmenge der Schiene aus dem Stand um ein Drittel gesteigert werden kann. Das würde die aktuelle Straßenmenge um rund zehn Prozent reduzieren. "Weil die Züge durch den neuen Gotthard-Tunnel 740 Meter lang werden können, holen wir schon bei gleicher Zugzahl rund 30 Prozent Mehrmenge auf die Schiene", rechnet Stahlhut vor. "Der Gotthard ist eine Mega Chance für den europäischen Schienengüterverkehr." Deshalb sollten die Anrainerstaaten ihr Schienennetz jetzt ebenfalls für längere Güterzüge ausbauen. "Italien macht sein 740 Meter-Netz bereits fit. Im deutschen Bundesverkehrswegeplan liegt diese Maßnahme überraschenderweise noch auf Eis", kritisiert Stahlhut. "Mit wenig Geld lässt sich ein großer Effizienzschub erreichen, wenn die Zuglänge auf 740 Meter wächst", sagt der SBB Cargo International-Vorstand. "Diese Chance sollte Deutschland unbedingt nutzen."
Lokomotion: Auch Armin Riedl, Geschäftsführer der in München ansässigen Lokomotion Rail beklagt Engpässe im grenzüberschreitenden Güterverkehr auf der Schiene. "Lokomotion befördert im Schwerpunkt Züge von und nach Italien. Hier können wir zur Zeit nur mit maximal 550 Meter langen Zügen fahren, was an den Begrenzungen des Netzes in Italien liegt. Für 2018 sind Verbesserungen auf der italienischen Seite in Aussicht gestellt worden", sagte Riedl. Für das deutsche Netz wünscht sich der Lokomotion Chef eine schnelle Ertüchtigung der Hauptmagistralen für längere Güterzüge. Riedl appellierte an die Planer vom Bund, hier mit Blick auf die Kapazitäten der Nachbarn auf Zuwachs zu bauen. "Mit längeren Zügen holen wir mehr Güter runter von der Straße. Auf ausgewählten Verbindungen wäre es sehr vorteilhaft, schon für 1000 Meter lange Züge auszubauen", sagte Riedel und nannte als Beispiel die Strecke Emmerich – Oberhausen, auf der heute 690 Meter möglich sind: "Hier baut der Bund zur Zeit komplett neu. Aber anstatt die Chance auf 1000 Meter zu nutzen, wird nur auf 740 Meter ausgebaut, während die niederländische Seite heute schon mit 1000 Metern fahren kann. Also auf Jahrzehnte kein Fortschritt", bemängelte der Güterbahnchef und nannte weitere Strecken, die sich für 1000 Meter lange Megatrains eignen: Rhein/Ruhr – Polen, Hamburg – München, Emmerich – Basel.
DB Cargo: Auch für den Vorstandsvorsitzenden von DB Cargo, Jürgen Wilder, bringt der Netzausbau für längere Güterzüge einen Effizienzsprung. "Die Zuglänge ist einer der wirksamsten Hebel zur Senkung der Stückkosten im Schienengüterverkehr. Das hat unser Pilot für verlängerte Züge auf der Strecke Maschen – Padborg gezeigt", sagte Wilder. Der DB Cargo-Chef favorisierte den zügigen Ausbau der Hauptkorridore, auch damit die Güterbahn im Wettbewerb mit dem Lkw wieder Boden gewinne. "Wir brauchen das 740-Meter-Netz, das eine entsprechende Standardzuglänge durchgehend auf den Hauptkorridoren erlaubt. So kann der Schienengüterverkehr gegenüber der Straße wettbewerbsfähiger werden, sowohl was Preise als auch was Qualität angeht", sagte Wilder.
Spediteure: "Als Spediteur habe ich die freie Wahl, wie ich die Güter transportieren will", sagte Axel Kröger, geschäftsführender Gesellschafter von Konrad Zippel. "Im direkten Vergleich Schiene und Straße transportiert Konrad Zippel 70 Prozent der Ladung mit der Güterbahn." Allerdings seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Schienengüterverkehrs zur Zeit denkbar ungünstig. "Sinkende Lkw-Maut und niedrige Dieselpreise verschaffen dem Straßengüterverkehr Oberwasser", sagte Kröger. "Gerade weil die Politik aus Klimaschutzgründen auf die Güterbahnen setzen muss, wären längere Güterzüge eine extrem smarte Maßnahme." Kröger rechnete vor, dass der Ausbau des Schienennetzes auf den europäischen Standard sofort spürbar den Lkw-Verkehr reduzieren könnte. "Jeder einzelne Zug, der mit 740 Metern unterwegs ist, holt die Ladung von acht Lkw zusätzlich von der Straße."
Allianz pro Schiene: Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, forderte die Politik auf, beim 740-Meter-Netz für längere Güterzüge Tempo zu machen. "Die Aufgaben sind klar verteilt: Das Bundesverkehrs-ministerium sollte die endlich begonnene Bewertung für das 740-Meter-Netz jetzt zügig abschließen, damit der Bundestag im Oktober die Ausbaugesetze beraten kann." Die Kosten für die 66 von der DB Netz angemeldeten Ausbaumaßnahmen schätzte Flege auf nur 200 bis 300 Millionen Euro. "Die Maßnahmen bringen volkswirtschaftlich und klimapolitisch einen hohen Nutzen und sind zugleich wenig aufwendig. Es handelt sich oft nur um das Versetzen von Signalen und das Verlängern von Überholgleisen", sagte Flege und mahnte zur Eile. "In den EU-Nachbarländern sind längere Züge bereits im Einsatz. In Dänemark verkehren Züge von 835 Metern Länge, Frankreich plant ab 2018 bereits mit 1000 Meter langen Güterzügen", sagte Flege. Laut EU Kommission sollen spätestens im Jahr 2030 alle Strecken des europäischen Kernnetzes für mindestens 740 Meter lange Züge geeignet sein (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 31.08.16).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Grüne unterstützen die Forderung für 740-Meter-Netz
Die Vorstandsvorsitzenden der größten Schienengüterverkehrsunternehmen in Deutschland, der DB Cargo AG, der SBB Cargo AG, der Havelländischen Eisenbahn und der Hamburger Hafenbahn, fordern die flächendeckende Ertüchtigung des deutschen Schienennetzes für 740 Meter lange Güterzüge. Mit diesem 740-Meter-Netz könnten in Deutschland deutlich längere Güterzüge gebildet und damit der Schienengüterverkehr preisgünstiger gestaltet werden. Somit würde ein erheblicher Wettbewerbsnachteil der Schiene gegenüber dem Straßengüterverkehr vermindert werden.
Im kürzlich beschlossenen Bundesverkehrswegeplan 2030 der Bundesregierung rangiert das 740-Meter-Netz für lange Güterzüge lediglich im "Potenziellen Bedarf". Für eine zeitnahe Umsetzung des Projekts ist jedoch eine Hochstufung zum "Vordringlichen Bedarf" im Bundesschienenwegeausbaugesetz notwendig, welches im Herbst in die parlamentarische Beratung im Bundestag geht.
Die Grünen-Bundestagsfraktion forderte bereits vor der Beschlussfassung des Bundesverkehrsministeriums die längst überfällige Bewertung und Hochstufung des 740-Meter-Netzes im Bundesverkehrswegeplan.
Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, erklärt zur Initiative der Unternehmensvorsitzenden und der Allianz pro Schiene: "Das 740-Meter-Netz muss endlich in den Vordringlichen Bedarf aufrücken. Nur so können deutlich mehr Güter auf die Schiene verlagert und die immer voller werdenden Autobahnen entlastet werden. Wenn die Bundesregierung die Klimaschutzziele im Paris-Abkommen ernst nehmen würde, müsste sie sich viel energischer für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die klimafreundliche Schiene einsetzen. Mit dem 740-Meter-Netz würde der Schienengüterverkehr in Deutschland endlich eine langfristige Perspektive bekommen. Es richtig und wichtig, dass die Schienengüterverkehrslogistiker nochmal auf die Dringlichkeit des 740-Meter-Netzes hinweisen und die Bundesregierung endlich zu Taten auffordern." (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 31.08.16).

RechteckDeutsche Bahn: Änderungen auf den IC-Linien Dresden - Köln und Köln - Norddeich
Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember gibt es Veränderungen auf zwei Intercity-Linien:
Dresden–Hannover–Köln: Die Reisenden profitieren vom neuen, doppelstöckigen Intercity 2. Die Zahl der Sitzplätze erhöht sich in der 2. Klasse von 317 auf 392 um mehr als 20 Prozent. Zum verbesserten Komfort zählen Steckdosen an jedem Sitzplatz, großzügige Einstiege, ein schön gestalteter Kleinkindbereich sowie leistungsfähige Mobilfunk-Repeater. Das Zugpaar IC 2442/2445 wird bereits ab dem 4. September mit den neuen Wagen fahren – die restlichen Züge ab dem 11. Dezember 2016. Der IC-Halt Bad Oeynhausen wird auf dieser Linie ab dem 11. Dezember entfallen. Dies ist nötig, um auf der stark ausgelasteten Strecke trotz zunehmender Baustellen zuverlässig den Fahrplan einzuhalten und die Anschlussverbindungen nach Berlin, Hamburg und Süddeutschland im wichtigen Knotenbahnhof Hannover zu gewährleisten. Es ist der am wenigsten genutzte Halt auf dieser IC-Linie. Der Korridor zwischen Hannover und Nordrhein-Westfalen ist im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans bereits als Engpass eingestuft und soll langfristig ausgebaut werden. Als Alternative zu den wegfallenden IC-Verbindungen gibt es für die Kunden in Bad Oeynhausen 10 bis 20 Minuten längere Umsteigeverbindungen über Herford oder Minden/Westf. Das touristische Zugpaar IC 2012/2013 von und nach Oberstdorf wird weiterhin in der Kurstadt halten. Hinzu kommen unverändert die Halte der IC-Linie Amsterdam–Hannover–Berlin. Mit insgesamt 13 Fernverkehrshalten behält Bad Oeynhausen damit mehr als die Hälfte der bisherigen IC-Anschlüsse.
Norddeich–Münster–Köln: Seit März wird ein Teil der Leistungen auf dieser Strecke mit dem Intercity 2 gefahren. Zum Fahrplanwechsel im Dezember muss diese Linie vorübergehend wieder auf herkömmliche Intercity-Züge umgestellt werden. Der anhaltende Mangel an neuen Fahrzeugen macht diese Entscheidung notwendig. Der vorübergehende Einsatz von IC-Zügen der ersten Generation ist für ein bis zwei Jahre geplant. Die Zahl der Zugfahrten und die Reisezeiten bleiben unverändert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 31.08.16).

RechteckNEE: Schreiben zur Betriebsqualität
Das Netzwerk Europäischer Bahnen hat letzten Freitag einen Brief zur Betriebsqualität an den Vorstandsvorsitzenden der DB Netz AG, Herrn Frank Sennhenn, geschickt:
Sehr geehrter Herr Sennhenn, mit der aktuellen Qualitätsoffensive verbindet die DB Netz AG ambitionierte Ziele: "Mehr Verkehr auf die Schiene, Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Netzes": Ausgesprochenes Ziel ist es, die Schiene zur "ersten Wahl" zu machen. Dies ist auch unser Ziel!
Die unterzeichnenden EVU und der Verband stehen im Kern für zwei Fünftel der Güterverkehrsleistung auf Ihrem Netz. Wir sind in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen und wollen die¬sen Erfolgskurs weiter fortsetzen und das Potenzial der Schiene weiter ausschöpfen.
Klimaschutz, Verkehrssicherheit und Entlastung überfüllter Autobahnen, so lauten Argumente pro Schiene, die Politik und Kunden überzeugen. Weiter versprechen wir der verladenden Wirtschaft eine Alternative zum immer häufiger unter Qualitätsproblemen leidenden Straßentransport. Leider verliert an dieser Stelle die Schiene zunehmend an Glaubwürdigkeit – durch massive Qualitätsthemen Ihrerseits.
Ihr Haus hat die mitunter negative Entwicklung einschlägiger Kennzahlen im "Infrastrukturzu-stands- und -entwicklungsbericht 2015" dokumentiert. Jüngst stellen die Einschränkungen durch Baumaßnahmen die EVU an der Schnittstelle zum Kunden vor massive Probleme. Wir sind aktuell nur unzureichend in der Lage, Planungssicherheit zu bieten. Die wachsende Zahl an Verspätungen und Zugausfällen steht unserem Qualitätsversprechen entgegen. Dort, wo unsere Kunden eine stabile Angebotsplanung, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit erwarten, verlieren wir zunehmend Vertrauen. Gleichzeitig werden unsere Geschäfte durch Betriebserschwerniskosten und Umsatzausfälle massiv geschädigt. Wir haben in den letzten Monaten einen Einbruch in der Betriebsdurchführungsqualität erlebt, der unserer Analyse nach vorrangig durch zwei wesentliche Faktoren verursacht wurde: Sowohl im Baustellen- als auch im Störungsmanagement erkennen wir strukturelle Defizite, die aus unserer Sicht zu vermeidbaren Problemen führen.
Daher möchten wir heute mit diesem Schreiben dringenden Handlungsbedarf aufzeigen. Den beschriebenen Entwicklungen muss massiv gegengesteuert werden. Wir wollen nicht etwa dem Verzicht oder der langfristigen Verschiebung der Bautätigkeit das Wort reden. Schließlich ist sie die Basis für das angestrebte Wachstum. Aber: Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Schiene ist eben auch und insbesondere das Vertrauen unserer Kunden – und unsere Glaubwürdigkeit als EVU.
Um die Qualität in den Verkehren kurzfristig zu verbessern, sehen wir heute folgende Stellschrauben:
Verbessertes Baustellenmanagement
Verändertes Kapazitätsmanagement bei Großbaustellen/Engpässen
Netzweite Koordination und internationale Abstimmung der Bautätigkeit
Verbesserung der Baustellenlogistik bzw. der zugehörigen Folgenabschätzung
In diesem Kontext müssen Bedürfnisse neu austariert werden – sowohl für Regelverkehre als auch für Programm- und Gelegenheitsverkehre, die durch ein verändertes Verlader-Verhalten stark an Bedeutung gewonnen haben. Dabei stellen wir nicht die Priorisierung des Regelverkehrs in Frage, die bislang allerdings praktizierte Ausblendung des Gelegenheitsverkehrs – und damit von ca. 40 Prozent des Güterverkehrs – bei der Kapazitätsbetrachtung führt aber unweigerlich zu Trassierungs- und Qualitätsproblemen.
Nicht zuletzt nehmen wir erhebliche Defizite im "Störungsmanagement" Ihres Hauses wahr. Man¬gelnde Erreichbarkeit der BZ, fehlende Notbesetzungen am Wochenende und die Tendenz zu unkonkreten Antworten im Beschwerdefall führen auf unserer Seite zwangsläufig zu unangemes¬se¬nen Reaktionszeiten und mangelhaftem Informationsverhalten unseren Kunden gegenüber.
Mit diesem Schreiben möchten wir ein offenes und sachbezogenes Gespräch anregen. Beispielsweise am Rande der Innotrans würde sich die Gelegenheit bieten, mit einer überschaubaren Anzahl von Geschäftsführern auf unserer Seite und Ihren Experten zusammen zu kommen, um die beschriebenen Themen zu diskutieren.
Bei dieser Gelegenheit würden wir Ihnen gerne auch erste Ideen vorstellen, die aus unserer Sicht die aktuelle Situation erheblich entspannen könnten:
Einführung von Bereitschaftsdiensten
Bessere Kapazitätsberechnungen bei der Baustellen- und Engpassplanung
Frühzeitiger, echter Dialog zwischen Ihrem Haus und den EVU zur Ermittlung des tatsächlichen
Bedarfs bei kapazitätsbeschränkenden Maßnahmen
Wiederinbetriebnahme oder Verlängerung von Abstellgleisen und Weichenverbindungen
Wir wünschen uns konstruktive Ansätze, um in den Qualitätsthemen für alle Seiten akzeptable Lösungen zu finden. Es ist unsere feste Überzeugung: Wenn alle Akteure – Sie als Infrastrukturbetreiber und wir als EVU – geschlossen hinter den definierten Zielen stehen, können wir weiteres Potenzial auf die Spur bringen und langfristig die Schiene zur "ersten Wahl" machen (Pressemeldung NEE, 31.08.16).

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Tanago

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: DB Cargo und BMW schließen neuen Mehrjahresvertrag
Die BMW Group hat DB Cargo erneut mit der Beförderung von Fahrzeugteilen aus den Werken Leipzig und Regensburg über die Transsibirische Route bis zum Standort von BMW Brilliance Automotive in Shenyang in Nordchina beauftragt. Der neue Mehrjahresvertrag beinhaltet zwei Züge pro Woche und ein Volumen von rund 2.500 Containern pro Jahr.
"Wir freuen uns, mit dem neuen Vertrag an die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit BMW bei den Chinaverkehren anzuknüpfen", sagt Andreas Busemann, Vorstand Vertrieb von DB Cargo. "Wir haben unser Konzept beständig weiterentwickelt und etwa die Transportzeit auf der Schiene von ehemals 23 auf weniger als 17 Tage verkürzt. So sind mittlerweile auch Tür-zu-Tür-Zeiten von unter 20 Tagen möglich." Das ist fast doppelt so schnell wie per Seefracht.
Bereits mehr als 15.000 Container hat DB Cargo seit 2010 für BMW nach China befördert. Dabei bietet DB Cargo als Lead-Logistics-Provider Leistungen entlang der gesamten Transportkette: So sind beispielsweise Abfahrts- und Ankunftszeiten der Container jederzeit über eine IT-Plattform abrufbar.
Die Autoteile und Komponenten werden in Shenyang für die Fertigung von Fahrzeugen für den chinesischen Automobilmarkt benötigt. Die Transsibirische Route führt auf 11.000 Kilometern durch Polen, Weißrussland und Russland nach China. Neben BMW nutzen weitere Kunden aus dem Automotive-Bereich diese Zugverbindung, die auch Ziele in Nordost- und Ostchina wie Changchun, Peking und Shanghai bedient (Pressemeldung Deutsche Bahn, 31.08.16).

RechteckDeutsche Bahn: Instandhaltungswerke im Fernverkehr stellen um auf Tablets
Bisher sind die Arbeitsabläufe zum Teil papierlastig und dadurch umständlich. Arbeitsaufträge werden erteilt, abgezeichnet und archiviert. Jedes Mal werden dabei nicht nur mehrere Seiten Papier verbraucht, die Mitarbeiter müssen die Dokumente auch von A nach B bringen und dabei lange Wege zurücklegen. Damit soll ab Mitte 2017 in den Instandhaltungswerken von DB Fernverkehr Schluss sein. Ab dann sollen moderne Tablets die alten Papierformulare ersetzen. So entfällt auch das nachträgliche Digitalisieren und Archivieren der Aufträge. Das neue Vorgehen vereinfacht die Arbeitsabläufe, spart Kosten und schont die Umwelt. Dass es funktioniert und auch bei den Mitarbeitern gut ankommt, haben Pilotprojekte in der Praxis gezeigt.
Mit einer konzernweiten Digitalisierungsoffensive will die Deutsche Bahn ihre Prozesse und Angebote mit Blick auf die Kunden nachhaltig verbessern. Insgesamt arbeitet die DB an mehr als 150 Projekten, vom Personen- über den Güterverkehr und die Logistik bis hin zur Infrastruktur, der Produktion und der IT (Pressemeldung Deutsche Bahn, 31.08.16).

RechteckGo-Ahead: Bus & Bahn in den sozialen Medien
Nach dem Go-Live des neuen Webauftritts www.go-ahead-bahn.de ist der deutsche Nahverkehrsanbieter Go-Ahead Bus & Bahn nun nicht nur mit einem eigenen Twitter-Kanal, sondern auch bei Xing, Kununu und Facebook für Kunden, Kandidaten und Interessierte erreichbar.
"Ab sofort werden wir verstärkt die digitalen Plattformen nutzen, um über unsere Arbeit zu informieren. Mit aktuelle Meldungen, Themen und Veranstaltungen mit und über Go-Ahead Bus & Bahn halten wir Sie auf allen Kanälen auf dem Laufenden. Die digitalen Kanäle sind auch deshalb für uns so wichtig, weil Kommunikation für uns keine Einbahnstraße ist. Wir möchten wissen, was Sie in Sachen Nahverkehr bewegt, was Sie sich wünschen und wo wir immer besser werden können", sagt Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go Ahead Bus & Bahn (Pressemeldung Go-Ahead, 31.08.16).

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Aus den Ländern

RechteckNiedersachsen: Bahnsteig barrierefrei - Bahhnofstüren unbrauchbar
Da ist wohl etwas gründlich schief gelaufen in Bad Bentheim: Der Bahnsteig wurde erhöht, um Rollstuhlfahrern den Zugeinstieg zu erleichtern. Dafür sind nun die Bahnhofstüren nicht mehr zu nutzen (Helmke v. Witzendorff, 31.08.16).

RechteckNiedersachsen: Staatssekretärin weiht sanierten Südkai im Emder Hafen ein

Von links: Bernd Bornemann (OB Emden), Johann Saathoff (MdB), Hans-Dieter Haase (MdL), Holger Banik (GF Niedersachsen Ports), Daniela Behrens (Sts'in) , Kranführer Berend Voss, Volker Weiß (NPorts), Carsten Didi (NPorts).

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens hat am 29.08.16 gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen den sanierten Südkai im Emder Hafen eingeweiht. Das Land hat über die Hafengesellschaft N-Ports 6,2 Millionen Euro in die Kaianlage investiert. Damit wurde der fast 1.000 Meter lange Kai von einem reinen Massengutkai zu einem Mehrzweckterminal entwickelt, insbesondere geeignet für die Schwergutlogistik. Derzeit werden am Südkai in erster Linie Betonturmelemente für Onshore-Windkraftanlagen umgeschlagen.
Behrens erklärte heute: "Unsere Häfen sind ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir setzen alles daran, die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Häfen zu sichern, auszubauen und zu stärken. Dafür investieren wir in die Hafeninfrastrukturen vor Ort. Gleichzeitig legen wir ein besonderes Augenmerk auf die verkehrliche Anbindung der Seehäfen. In Emden hat sich das Land jetzt mit mehr als sechs Millionen Euro engagiert, um die Zukunftsfähigkeit des Emder Hafens zu sichern, dessen Bedeutung gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. So konnte in Emden 2015 ein neuer Spitzenwert beim Umschlag von Neufahrzeugen erzielt werden: rd. 1,4 Mio. Fahrzeuge in 2015 bedeuten im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 7 Prozent. Auch bei Windkraftanlagen, die für den jetzt ertüchtigten Südkai besonders wichtig sind, rechnen wir mit Zuwächsen." (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 31.08.16).

RechteckSchleswig-Holstein: Bauarbeiten Kiel – Schönberger Strand starten
Die Bauarbeiten für die Bahnstrecke Kiel – Schönberger Strand starten. Heute (30. August) hat Verkehrsminister Reinhard Meyer mit einem ersten Spatenstich für den neuen Bahnhof Kiel-Ellerbek offiziell das Startsignal für den Ausbau gegeben. Bereits zu Beginn des Jahres hatte Meyer öffentlich mitgeteilt, dass die Landesregierung zu dem Projekt steht. Durch die Einigung bei den Regionalisierungsmitteln des Bundes im Juli stehen die Signale nun endgültig auf Grün. Inzwischen liegen auch die Planfeststellungsbeschlüsse für den Bau der beiden Bahnstationen Kiel-Ellerbek und Oppendorf vor.
Verkehrsminister Meyer: "Es ist gut, dass es nun endlich los gehen kann! Zwischen Kiel und Schönberger Strand wieder regelmäßigen Bahnverkehr zu ermöglichen, ist eines der wichtigsten Nahverkehrsprojekte der Landesregierung. Die Bahn ist gut für die Region – und natürlich auch für den Tourismus."
Wann die ersten Züge bis Oppendorf fahren können, ist noch offen. Meyer: "Wir hoffen, schon rund um den Jahreswechsel das Teilstück vom Kieler Hauptbahnhof bis Oppendorf in Betrieb nehmen zu können. Darüber wird aber momentan noch mit der Deutschen Bahn und möglichen anderen Verkehrsunternehmen verhandelt."
Für den Plöner Abschnitt sollen im kommenden Jahr die Planunterlagen fertig werden und zur Planfeststellung eingereicht werden. Die letzten offenen Punkte – die Frage der Haltepunkte und das in der Endabstimmung befindliche Bus-Bahn-Konzept – werden mit allen Beteiligten kurzfristig abgestimmt. "Wenn alle gemeinsam daran mitarbeiten, erwarte ich eine gute Lösung für die Region", sagte Meyer.
Die Bahnstrecke Kiel – Schönberger Strand ist 26 Kilometer lang. Das Land erwartet auf der Strecke im Schnitt 2.200 Fahrgäste am Tag (bis Kiel-Oppendorf; auf dem Abschnitt bis Schönberg über 1.100). Der Ausbau der Gesamtstrecke soll gemäß der Vorplanung rund 30 Millionen Euro kosten, die Betriebskosten sollen jährlich bei 1,7 Millionen Euro liegen.
Der Bau der Bahnstation Kiel-Ellerbek kostet rund 300.000 Euro. Die Kosten trägt das Land. Für die Station Oppendorf sind 320.000 Euro veranschlagt, die Kosten trägt ebenfalls das Land. Beide Stationen werden barrierefrei ausgestaltet. Die Bauarbeiten sollen im Dezember abgeschlossen sein. Bauherrin ist die AKN Eisenbahn AG im Auftrag des Landes (Pressemeldung NAH.SH GmbH, 31.08.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 9/16

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck44 1593 wieder betriebsfähig

Die ehemalige DR-Dampflok 44 1593 der Niederländischen Museumsbahn VSM ist wieder betriebsfähig. In der VSM-eigenen Werkstatt in Apeldoorn erhielt sie im vergangenen Winter eine Kesseluntersuchung, wobei alle Heiz- und Rauchröhre erneuert wurde. Ausserdem erhielt die Lok einen vollständigen Neuanstrich.
Am Samstag den 27. August hat die Lok erfolgreich ihre Probefahrt absolviert. Beim Dampflokfest "Terug naar Toen" am 3. und 4. September soll die Lok wieder unter Dampf zu bewundern sein. Ausserdem werden an diesem Wochenende die VSM-Dampfloks 23 071, 23 076, 50 0073, 50 307, 50 3654, 52 3879, 52 8053, 52 8139 und 64 415 eingesetzt werden. Als Gastlok wird wieder die 65 018 der SSN aus Rotterdam erwartet.
Alle Loks werden abwechselnd vor den Reise- und Güterzügen auf der VSM-Strecke Apeldoorn – Beekbergen – Loenen – Dieren eingesetzt. Weitere Infos auf www.stoomtrein.org. (Hans Ouwerkerk, VSM 31.08.16).

RechteckFränkische Museums-Eisenbahn e.V. Nürnberg

Seit Sonntag befindet sich der Wagen der Bauart Aüe 307 mit der Betriebsnummer 11 032 in unserem Eigentum. Er stammt von den Ulmer Eisenbahnfreunden e.V. Diese Wagen waren damals für die Hapag-Lloyd-Sonderzüge zu den Seehäfen Cuxhaven und Bremerhaven bestimmt.
Von den nur in acht Exemplaren gebauten Wagen befinden sich jetzt zwei im Eigentum der FME. Damit haben wir einen weiteren Wagen der 1. Klasse und können so noch besseren Komfort auf unseren Dampfsonderzugfahrten anbieten.
Das Bild zeigt ihn während der Überführung Nürnberg Hbf nach Nürnberg-Nordost ( Der Wagen in der Mitte ist der Neuzugang) (Fränkische Museums-Eisenbahn e.V. Nürnberg, 31.08.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckBahntour nach Templin




Am 27.08.2016 ergab sich eine Bahn-/Bustour in Richtung Templin/Joachimsthal. Dabei entstanden die Bilder vom ehemaligen BW in Templin. Es ist schon ein Trauerspiel, wie sich die Region um Templin bahntechnisch, seit 2006, abhängen lies und Lokalpolitiker sich nicht dagegen wehrten.
Es sollte der Versuch unternommen werden, die seit 2006 abbestellte Bahnstrecke, zwischen Joachimsthal und Templin, wenigstens mal in einem Saisonbetrieb zu befahren im 2 Stunden/Takt. Ob der Dauer SEV zwischen Templin und Joachimstal so attraktiv ist, ist anzuzweifeln, wenn nur ein Kleinbus eingesetzt wird, der aber auch scheinbar oft leer fährt, besonders an Wochenenden (JKHalle Verkehrsfotografie Ralf Kuke", 31.08.16).

RechteckInnsbruck



Gelegentlich lässt sich bei den DB-ÖBB-Eurocitys nach Italien ein fliegender Lokwechsel in Innsbruck Hbf beobachten. Dabei wartet die neue Lokomotive bereits im Weichenvorfeld, die abgekuppelte Maschine hält kurz am Gleis daneben, die beiden Lokführer tauschen Plätze, aufdrücken, kuppeln, schnelle Bremsprobe, die Fahrt kann weitergehen.
Die Fotos zeigen den Wechsel von 1216.013 auf 1216.007 am 27. August 2016 beim DB-EC 87 München-Venedig.
Nicht nur ausländische Parteivorsitzende werden fotografiert, während sie ihre Reise stehend absolvieren müssen, teilweise in den Waggonübergängen. Merkwürdigerweise schaffen es diese tagtäglichen Reisenden nicht auf die Titelseiten nationaler Medien, noch verlangen Oppositionsparteien die Aberkennung von Ehrentiteln oder anderen Vergünstigungen für die Verantwortlichen (GK, 31.08.16).

RechteckKlanxbüll


Eine außergewöhnliche Signalanordnung zwischen einem großen und gekürzten Formsignal findet sich in Klanxbüll. Wie lange es diese Situation dort noch gibt, ist nicht bekannt. Die ersten Lichtsignale für das neue ESTW in Niebüll sind auf Sylt eingetroffen und am Bf Morsum gelagert. Allzulange dürfte die Formsignalherrlichkeit auf der Insel nicht mehr vorhanden sein. Auch in Keitum stehen bereits Container. Auch Kabelkanäle sind schon angelegt worden (Martin Whmeyer, 31.08.16).

RechteckRamhorst

Mit dem AKE-Rheingold war die E10 1309 am 28. August 2016 von Köln über Magdeburg nach Leipzig unterwegs und konnte dabei zwischen Lehrte und Hämelerwald nahe Ramhorst aufgenommen werden (Sebastian Bollmann, 31.08.16).

RechteckSchkeuditz

In Schkeuditz West wurden am 24.08.16 SETG 193 821 mit 95246 Hamburg - Hof und MEG 217 & 213 mit dem Pendel Buna - Profen fotografiert (Torsten Liermann, 31.08.16).

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Bahnberufe

Europa

RechteckBelgien: Odgers Berndtson soll Nachfolger für Jo Cornu finden
Die Personalberatung Odgers Berndtson wurde am Montag ernannt, um die Suche nach einem neuen CEO der Staatsbahn SNCB durchzuführen, wie der belgische Mobilitätsminister François Bellot (MR) am Montag (29.08.16) bekannt gab. Der derzeitige CEO Jo Cornu wird im November 72 Jahre alt und hatte im vergangenen April angekündigt, vor dem Ablauf seines Mandats, das bis zum Jahr 2019 läuft, zurücktreten zu wollen. Als Termin wurde der 31.08.16 genannt.
Nach einer öffentlichen Ausschreibung wählten die zuständigen Minister unter Beratung der Rechtsanwaltskanzlei CMS das Büro Odgers Berndtson zum Rekrutierungsbüro. Das Büro hat jetzt vier Wochen Zeit, dem Mobilitätsminister eine Liste von Kandidaten zu präsentieren, die das gewünschte Profil erfüllen.
Jo Cornu hat bestätigt, dass er während dieser Zeit sein Amt als CEO der SNCB fortführen wird (WKZ, Quelle RTBF, 31.08.16).

RechteckFinnland: Reisebericht


Die finnische Bahn fährt wie in Russland auf Breitspur. Dadurch sind die Personenzüge breiter als in Deutschland und recht komfortabel. Durch die geringe Bevölkerungsdichte im Norden und Osten des Landes fahren dort die Züge selten, so der einzelne Triebwagen auf der Brücke bei Joensuu, der zweimal am Tag nach Nurmes und wieder zurück fährt. Oder die Triebwagenkombination, aufgenommen in Joensuu, die einmal am Tag nach Pieksämäki (mit Anschluss nach Turku) und wieder zurück fährt.
Der Verkehr zwischen größeren Städten wird mit IC durchgeführt, die meist aus Doppelstockwagen bestehen und bis zu 200 km/h schnell fahren. Die oft mitgeführten Speisewagen sind gut besucht. Für den hochwertigen Langstreckenverkehr gibt es Pendolinos, die nach Fahrplan nicht schneller sind als ICs.
Es gibt durchgehende Züge von Helsinki nach Moskau und St. Petersburg. Bei rechtzeitiger Buchung sind die Tickets der VR recht preiswert (Jan Lübbers, 31.08.16).

RechteckFrankreich: Sicherheitszertifikat B für RENFE Viajeros
Am 19.08.2016 hat die französische Sicherheitsbehörde EPSF der Firma RENFE Viajeros das Sicherheitszertifikat Teil B erteilt. Es ermöglicht Personenverkehr auf der Schiene, einschließlich der Hochgeschwindigkeitsstrecken auf den Abschnitten zwischen der spanischen Grenze und den Stationen von Hendaye, Cerbère, La Tour de Carol-Enveigt und Perpignan (über den französisch Teil Perpignan - Figueras). Das Zertifikat ist bis zum 01.04.2021 gültig.
RENFE Viajeros übernimmt wieder selbst die Personenverkehrsleistungen von Renfe Operadora, aufgeteilt in zwei getrennte Einheiten: RENFE Viajeros für den Personenverkehr und RENFE Mercancias für den Güterverkehr (WKZ, Quelle EPSF, 31.08.16).

RechteckFrankreich: Wirtschaftsminister Emmanuel Macron erklärt Rücktritt
Nach Monaten der Gerüchte, hat der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron am Dienstagabend (30.08.16) gegenüber François Hollande seinen Rücktritt bekannt geben, einen halben Monat nach der ersten Sitzung der neuen politischen Bewegung "En Marche!", an deren Spitze ihm Ambitionen auf eine Teilnahme an den nächsten Präsidentschafts-wahlen nachgesagt werden. Nachfolger von Macron wird Michel Sapin, der jetzige Finanzminister, der jetzt beide Ressorts übernehmen wird. Ebenfalls zurückgetreten aus persönlichen Gründen ist George Pau-Langevin, die Ministerin für die Überseegebiete. Sie wird durch Ericka Bareigts ersetzt.
Aus der Feder von Emmanuel Macron stammt das Gesetz für Wachstum, wirtschaftliche Aktivität und Chancengleichheit ("Loi Macron"), das unter anderem den Busfernverkehr liberalisiert und die Regeln zur Sonntagsarbeit ("FNAC-Gesetz") gelockert hat. Er galt als liberal, hatte in Verbindung mit der Übernahme des Energiegeschäfts von Alstom durch General Electric aber auch an die "ethischen Prinzipien" erinnert, die große Unternehmen für sich selbst entwickeln müssen.
Macron hatte Ende 2015 eine Annäherung zwischen Alstom und dem kanadischen Rivalen Bombardier vorgeschlagen, während Siemens-Chef Joe Kaeser eine Zusammenlegung des französischen TGV mit dem deutschen ICE für wünschenswert hielt, um gegen die asiatischen Riesen auf dem Bahnsektor Stellung zu beziehen (WKZ, Quelle Le Monde, 31.08.16).

RechteckGroßbritannien: Zwei shortgelistete Bieter für das West Midlands franchise
Der britische Staatssekretär für Eisenbahn, Paul Maynard, hat am 30.08.16 die shortgelisteten Bieter für das West Midlands franchise bekannt gegeben:
• London and West Midlands Railway Limited, eine Tochter von Govia Limited, dem Joint Venture von Keolis und Go-Ahead Group
• West Midlands Trains Limited, derzeit eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Abellio Transport Group Limited mit East Japan Railway Company und Mitsui & Co Limited als Minderheitspartner
Das aktuelle Franchise wird von London Midland betrieben und umfasst eine Kombination von Nah- und Fernverkehr in den Midlands, dem Südosten und Nordwesten Englands sowie Dienstleistungen nach London Euston und Liverpool Lime Street. West Midlands Bahn Ltd (WMR), die von 14 Metropolitan-, Shire- und Unitary-Behörden eingerichtet wurde, erarbeitete gemeinsam mit dem Verkehrsministerium (DfT) den Entwurf für das neue Franchise.
Das neue Franchise umfasst im Wesentlichen 20.000 zusätzliche Sitzlätze in Spitzenzeiten in London und Birmingham und eine breite Palette neuer Dienste. Die Bieter für die West Midlands Franchise haben bis zum 29.11.2016 Zeit, ihre Angebote zu unterbreiten, damit der neue Betreiber im Oktober 2017 beginnen kann (WKZ, Quelle DfT, 31.08.16).

RechteckSchweiz: Deutlich mehr Personen und Güter auf Schiene und Strasse
Die Schweizerischen Verkehrsperspektiven 2040 des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zeigen ein anhaltendes Verkehrswachstum auf Schiene und Strasse. Um es bewältigen zu können, sind weitere Ausbauten nötig.
Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat zusammen mit anderen Bundesstellen – darunter die Bundesämter für Verkehr (BAV), Strassen (ASTRA), Energie (BFE) und Umwelt (BAFU) – die verkehrlichen Entwicklungen bis 2040 in Form von Szenarien errechnet. Diese dienen als Planungsgrundlage für Infrastrukturprogramme von Strasse und Schiene sowie für verkehrspolitische und raumplanerische Entscheide. Zudem fliessen die Ergebnisse in die Energieperspektiven und in Berechnungen von Lärm- und Schadstoffemissionen ein. Die Szenarien sind überdies mit den Prognosen für den Luftverkehr des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) abgestimmt.
Gemäss Referenzszenario, das grundlegende Entwicklungen aus der Vergangenheit fortschreibt, aber auch Tendenzen wie die alternde Gesellschaft oder neue Arbeitsformen aufnimmt, steigt die jährliche Verkehrsleistung des Personenverkehrs von 2010 bis 2040 um 25 Prozent auf 145 Milliarden Personenkilometer. Im Güterverkehr steigt die Leistung der transportierten Tonnen über den gleichen Zeithorizont um 37 Prozent auf 37 Milliarden Tonnenkilometer. Treibende Faktoren dafür sind vor allem die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung. Dabei geht der Bund davon aus, dass der Anteil der Erwerbsbevölkerung zwar leicht zurückgeht, der Anteil an älteren, mobilen Menschen aber zunimmt. Die Wirtschaftsentwicklung basiert auf der Annahme, dass die Branchen des Dienstleistungssektors überdurchschnittlich wachsen und die Umsetzung der Energiestrategie 2050 zu einer Reduktion der importierten Energieträger wie Heizöl und fossile Treibstoffe führt. Bei der Raumstruktur wird von einer weitergehenden Urbanisierung ausgegangen.
Im Personenverkehr nehmen die Personenkilometer im öffentlichen Verkehr (ÖV) um 51 Prozent überdurchschnittlich zu. Entsprechend steigt der ÖV-Anteil am Modal Split gegenüber dem motorisierten Individualverkehr und dem Velo- und Fussverkehr von 19 auf 23 Prozent. Der Güterverkehr auf der Schiene wächst mit einem Plus von 45 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich. Damit zeigt sich, dass die Verlagerungspolitik des Bundes greift. Die Strasse bleibt aber sowohl im Personen- wie auch im Güterverkehr weiterhin der Hauptverkehrsträger und die Auslastung auf dem Nationalstrassennetz steigt weiter an. Geplante Ausbauprojekte führen zwar punktuell zu Entlastungen, Engpässe bleiben aber weiterhin bestehen.
Neben dem Referenzszenario wurden Sensitivitäten und alternative Szenarien zur Verkehrsentwicklung berechnet, die auf variierenden Bevölkerungs- und Wirtschaftsperspektiven, modernen Technologien wie selbstfahrende Fahrzeuge sowie neuen gesellschaftlichen Trends wie das Teilen von Fahrzeugen beruhen oder von unterschiedlichen Annahmen zu Raumstruktur und Verkehrspolitik ausgehen. Auch gemäss diesen Szenarien wird der Verkehr weiter stark wachsen.
Die neuen Zahlen bestätigen die Bestrebungen des Bundes in der Verkehrspolitik: Für den Strassen- und den öffentlichen Verkehr sind weitere Ausbauten nötig. Das ASTRA und das BAV sind daran, diese Ausbauten zu planen. Dank dem Bahninfrastrukturfonds (BIF) und dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF), der sich in der parlamentarischen Beratung befindet, können diese Ausbauten finanziell gesichert werden. Bei der Bahn werden dafür im Rahmen des Ausbauschritts 2025 6,4 Milliarden Franken aufgewendet, für die Nationalstrassen- und Agglomerationsprojekte sind im Rahmen des ersten Realisierungsschritts bis 2030 Investitionen von rund 6,5 Milliarden Franken geplant. Da Ausbauten in dicht besiedelten Gebieten naturgemäss an Grenzen stossen, viel Zeit benötigen und teuer sind, ist der Bund bestrebt, die bestehende Infrastruktur besser zu nutzen. Dies realisiert er zum Beispiel durch die Umnutzung von Pannenstreifen oder mit der Ermöglichung von Mobility Pricing-Pilotversuchen in Zusammenarbeit mit interessierten Kantonen und Gemeinden. Weiter werden die Siedlungs- und die Verkehrspolitik enger aufeinander abgestimmt und die Koordination zwischen den Verkehrsträgern Strasse und Schiene sowie der Luftfahrt wird zusätzlich verbessert (Pressemeldung BAV, ASTRA, 31.08.16).

RechteckSchweiz: Ein Jahr SwissPass
Ein Jahr nach der Einführung des SwissPasses kann dieser wichtige Schritt im Schweizer öV-System als Erfolg bezeichnet werden. Aktuell sind bereits 1,9 Millionen Kunden (GA und Halbtaxabo) mit dem SwissPass unterwegs. Ab Anfang 2017 können mit "unireso" und "mobilis" die ersten Tarifverbünde auf den SwissPass geladen werden. Ab dem nächsten Jahr werden schrittweise weitere Verbünde integriert und Angebote aus dem Freizeitbereich dazukommen. Die Kinderkrankheiten wie der zu lange Kontrollvorgang oder die mangelhafte Aktualisierung der Daten wurden behoben. Zudem wurden die Auflagen des Datenschutz-beauftragten, der Verzicht der Speicherung von Kontrolldaten, erfüllt.
Der am 1. August 2015 lancierte SwissPass ist der erste Schritt der öV-Branche in die elektronische Welt. Mit der Einführung des SwissPasses verfügen alle rund 240 konzessionierten Transportunternehmen über einen einheitlichen Kontrollstandard. Der SwissPass ist rund ein Jahr nach der Einführung Anfang August 2015 insgesamt gut unterwegs. Die Bilanz fällt sowohl bei den Kunden als auch bei den beteiligten Branchenunternehmen und den Mitarbeitenden insgesamt positiv aus.
1,9 Millionen Kunden mit dem SwissPass unterwegsAktuell sind rund 1,9 Millionen Kunden in der Schweiz mit dem SwissPass unterwegs – rund 418'000 Generalabonnemente und rund 1,5 Millionen Halbtax-Abo; pro Woche kommen rund 50'000 Kunden dazu, die von der "blauen" zur "roten" Welt des SwissPass wechseln. Damit ist der SwissPass auf Kurs – bis Ende des laufenden Jahres werden über 2 Millionen Kunden mit dem SwissPass unterwegs sein. Nach den GA und den Halbtax-Abos wurden in den letzten Monaten schrittweise weitere Dienstleistungen SwissPass-kompatibel gemacht. Derzeit können sowohl Mobility-Angebote als auch Publibikes, Hotelcard, Europcar, Skipässe von mittlerweile 23 Skigebieten und Snow'n'Rail- oder Skitickets über Ticketcorner auf den SwissPass geladen werden. Das Angebot und damit der Mehrwert für die Kunden wird in den nächsten Monaten und Jahren schrittweise ausgebaut.
Voraussichtlich Anfang 2017 werden mit den Westschweizer Tarifverbünden "unireso" (Kanton Genf) und "mobilis" (Kanton Waadt) die ersten Abonnemente der Verbünde auf dem SwissPass erhältlich sein. Als nächste Schritte folgen das Modul-Abo (Die Modul-Abos richten sich an Pendlerinnen und Pendler, die über Verbundgrenzen hinweg reisen) und die Integration von weiteren Tarifverbünden. Im Laufe des nächsten Jahres kann der SwissPass auch auf Smartphone-Geräte oder Tablets geladen werden, wodurch eine zusätzliche physische Karte überflüssig wird. Einzig für Zusatzleistungen wie Skitickets oder Mobility wird die Karte weiterhin erforderlich sein. In der Anfangsphase mussten auch einige Startschwierigkeiten bewältigt werden. Danach hat sich die Akzeptanz laufenden verbessert. Die Kritik richtete sich primär an den zu lange dauernden Kontrollgang im Zug, mangelhafte Akkus bei den Kontrollgeräten oder die lückenhafte Aktualisierung der Daten. Diese Mängel konnten schrittweise behoben werden. Dies hat dazu beigetragen, dass sich die Anzahl der negativen Kundenreaktion zum SwissPass mittlerweile auf sehr tiefem Niveau stabilisiert hat. In einem Bericht des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) zum SwissPass hat dieser die Branche aufgefordert, auf die Speicherung von Kontrolldaten zu verzichten. Die Branche ist dieser Aufforderung nachgekommen und verzichtet seit März 2016 auf die Speicherung von Kontrolldaten.
Die von diversen Organisationen geäusserten Bedenken in Bezug auf die automatische Verlängerung haben sich nicht bestätigt. Im Gegenteil: Der Trend der ersten Erneuerungswelle zeigt klar, dass über 70 Prozent der Kunden ihr Abonnement nahtlos erneuern. Die Kunden werden 60 Tage vor Ablauf des Abonnements schriftlich informiert und können zu diesem Zeitpunkt das Abonnement kündigen. Die öV-Branche ist klar der Ansicht, dass der SwissPass nicht nur als Karte für klassische Mobilitätsdienstleistungen eingesetzt, sondern als integrales Konzept mit Angeboten aus den Bereichen Mobilität, Freizeitaktivitäten wie Sportveranstaltungen oder kulturelle Anlässe angeboten werden soll. Im Vordergrund steht deshalb der Ausbau von Angeboten und Dienstleistungen von Partnerunternehmen. 
Um die Zusammenarbeit zwischen dem Direkten Verkehr und den Tarifverbünden zu stärken, sollen die Organisationsstrukturen näher zusammengeführt werden. In einem ersten Schritt wurde die Geschäftsstelle des direkten Verkehrs, ch-direct, verselbständigt. Dadurch kann diese die verschiedenen strategischen und operativen Aufgaben in Zukunft besser wahrnehmen. Dazu zählen beispielsweise die Verteilung der Einnahmen aus GA und Halbtax-Abo, die Vereinheitlichung der Kundeninformation oder die Kommunikation (Pressemeldung SBB, 31.08.16).

Übersee

RechteckChina: Verlangsamung im Rückgang des Schienengüterverkehrs
Chinas Schienengüterverkehr ist in den ersten sieben Monaten des Jahres 2016 weiter zurückgegangen, aber in einem langsameren Tempo. Das Volumen in den ersten sieben Monaten sank um -7,3% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, verglichen mit Abnahmen um -7,5% in der ersten Hälfte und -7,7% in den ersten fünf Monaten 2016, gab die nationale Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) am 29.08.16 bekannt.
Insgesamt wurden im Juli 263 Mio. t Güter mit der Eisenbahnen transportiert, eine Abnahme um -5,8% im Vergleich zum Vorjahr, so die Kommission.
Ein am 13.08.16 neu eröffneter Güterzug-Service zwischen der ostchinesischen Provinz Zhejiang und dem russischen Chelyabinsk soll die alte Seidenstraße nach Europa neu beleben. Der wöchentliche Zug wird 7.200 km in acht Tagen durchqueren, bevor er Chelyabinsk erreicht, eine logistische und Transit-Drehscheibe für Russland in der Ural-Region. Die Schiffahrtsroute zwischen Yiwu und Chelyabinsk benötigt hingegen 35 Tage, während die Flugzeugverbindung die fünfachen Kosten verursacht. Langfristig soll die Verbindung bis Moskau ausgeweitet werden.
CRRC Corp. Ltd, Chinas größter Schienenfahrzeugprodizent, konnte seine überseeischen Aufträge in der ersten Hälfte (H1) 2016 trotz der schwachen Weltwirtschaft mehr als verdoppeln. Neu unterzeichnete Aufträge aus Übersee beliefen sich auf 14,88 Mrd. Yuan (2,24 Mrd. USD) im 1. Halbjahr, was einem Anstieg von 126 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Neben Fahrzeiglieferungen nach Indien (76 Metrowagen für Delhi), Kenia (56 Diesellokomotiven) und Thailand (96 Metrowagen) erhielt CRRC im März einen Vertrag über 846 U-Bahnwagen für Chicago. Der Übersee-Markt brachte Einnahmen von 4,8 Mrd. Yuan (+2,04 %). Der Umsatz des Unternehmens stieg auf 94,21 Mrd. Yuan (+1,04%) (WKZ, Quelle Xinhuanet.com, 31.08.16).

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