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LOK Report – News von Mittwoch, 26.11.14

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Foto Kai Michael Neuhold

TOP-Themen
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Veolia schickt Offenen Brief
an Alexander Dobrindt

Absatzlinie

Deutsche Bahn nimmt ESTW
Hosena in Rekordzeit in Betrieb

Absatzlinie

Nordhäuser Modell verlängert

Absatzlinie
Neue Diesellokomotiven
von CZ Loko für Fennia Oy

Absatzlinie
Zwischenfall in Strömtorp
Absatzlinie
SBB verkauft Hauptsitz
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Foto links: Kai Michael Neuhold

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Dobrindt muss unfairen Wettbewerb beenden
Angesichts des bevorstehenden Aus für den Fernverkehrszug InterConnex der Veolia Verkehr GmbH zum Fahrplanwechsel im Dezember appelliert die Allianz pro Schiene an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), die unfairen Wettbewerbsbedingungen zwischen Bahn und Fernbus zu beenden.
"Mit dem InterConnex verlässt einer der wenigen DB-Konkurrenten die Bühne. Solange Fernbusse von der Politik künstlich billig gehalten und von der Mautpflicht befreit bleiben, wird auch kein neuer Anbieter auf der Schiene diesen ruinösen Preiskampf aufnehmen können", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Dienstag in Berlin.
Zugleich begrüßte die Allianz pro Schiene, dass der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Ausweitung der Lkw-Maut auf weitere Bundesstraßen und Lkw ab 7,5 Tonnen ausdrücklich einen Passus enthalte, dass die Einführung einer Fernbus-Maut noch in dieser Legislatur zu prüfen sei. "Diese Prüfung sollte jetzt möglichst schnell kommen, damit die Busmaut bald eingeführt werden kann", sagte Flege.
Die Entscheidung, den InterConnex einzustellen, sei mit "großem Bedauern" gefallen, erklärte Veolia Verkehr in einem offenen Brief an Bundesverkehrsminister Dobrindt. Als Grund nannte Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung, sinkende Fahrgastzahlen und einen wachsenden Preisdruck durch parallel verkehrende Fernbuslinien, deren Kampfpreise der InterConnex wegen steigender Schienenmaut nicht unterbieten könne. Nach Berechnungen von Veolia Verkehr zahlt jeder Zug auf der Relation Rostock – Leipzig pro Fahrgast umgerechnet elf Euro an Trassengebühren, während ein Fernbusticket auf derselben Relation bereits für sieben bis neun Euro zu haben ist.
Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer rechnete vor, dass eine Maut pro Bus von rund 10 Cent für jeden Kilometer sehr moderat wäre. "Umso unverständlicher ist es, dass die Politik den Fernbus bisher von jeder Mautpflicht freigehalten hat", sagte Flege (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 26.11.14).

RechteckVeolia Verkehr: Offener Brief für faire Wettbewerbsbedingungen
In einem offenen Brief an Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, fordert Deutschlands größter privater Bus- und Bahnbetreiber Veolia Verkehr faire Wettbewerbsbedingungen für den Bahnverkehr in Deutschland. Auf Grund falscher politischer Vorgaben und fehlender Investitionen werde der Schienenverkehr gezielt benachteiligt. Dies stelle vor allem den Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) ernsthaft in Frage. Wegen sehr hoher Infrastrukturkosten könne die Schiene mit dem boomenden Fernbusmarkt auf Dauer nicht konkurrieren.
Anlass für das Schreiben von Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Veolia Verkehr GmbH, ist die durch falsche Weichenstellungen in der Verkehrspolitik erzwungene Einstellung des eigenwirtschaftlichen Fernzuges InterConnex zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2014. "Der erdrückenden Konkurrenz durch parallel verkehrende Fernbuslinien, welche keine Maut bezahlen müssen und zugleich einen ruinösen Wettbewerb führen, können wir auf Dauer im Schienenverkehr nichts entgegensetzen", schreibt Schreyer. Grund dafür sei, dass für die Schieneninfrastruktur der Grundsatz der Nutzerfinanzierung gelte, den es so für den Straßenverkehr nicht gebe. Dies führe zu stetig steigenden Gebühren für die Nutzung von Gleisen und Bahnhöfen. Die zusätzliche Belastung der Bahnen durch die EEG-Umlage schade der Schiene zusätzlich.
Veolia Verkehr fordert daher faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Schiene und Straße. "Der Fernbus kann in vielerlei Hinsicht eine Ergänzung zum Schienenverkehr darstellen. Dass die Öffnung des Fernbusmarktes aber nach so kurzer Zeit bereits dazu führt, dass eigenwirtschaftliche SPFV-Angebote nicht mehr rentabel zu erbringen sind, war von der Politik so sicherlich nicht beabsichtigt", so Schreyer weiter.
Die Politik müsse entscheiden: Soll es auch künftig die Möglichkeit für Wettbewerb im SPFV geben? Sollen auch weiterhin Ober- und Mittelzentren an den SPFV angebunden bleiben? Soll es auch künftig preislich attraktive Angebote für Fahrgäste des umweltfreundlichen Schienenverkehrs geben? Dann müssten sich die Rahmenbedingungen zur Erbringung von eigenwirtschaftlichen SPFV-Leistungen in Deutschland wesentlich ändern, so Christian Schreyer.
Veolia Verkehr war das einzige privatwirtschaftliche Unternehmen, das zwölf Jahre lang mit dem InterConnex eine Alternative zur DB angeboten hat. Der eigenwirtschaftliche Fernverkehrszug verkehrt noch bis zum 13. Dezember 2014 täglich zwischen Leipzig, Berlin und Rostock/Warnemünde. Danach muss Veolia Verkehr den Betrieb zum eigenen Bedauern und zum Bedauern sehr vieler Fahrgäste und Mandatsträger in den Regionen leider einstellen
(Pressemeldung Veolia Verkehr, 26.11.14).

Industrie

RechteckHKX: Mobile Website am Start
Heute geht die neue mobile Website der Hamburg-Köln-Express GmbH (HKX) an den Start. Damit können Reisende ihre Fahrt mit dem HKX direkt mit jedem Smartphone oder Tablet buchen, ohne dass dafür zuvor eine App auf dem Gerät installiert werden muss. Beim Bezahlen setzt HKX auf Klarna, da Klarna das Einkaufen über mobile Endgeräte besonders sicher macht.
Dank modernster Webtechnologie erkennt die HKX-Website nun, mit welchem Gerät auf sie zugegriffen wird und baut sich entsprechend auf. Erfolgt der Zugriff mit einem Smartphone oder Tablet wird sofort die Buchungsmaske angezeigt. Zudem können auf Wunsch über ein Menü weitere hilfreiche Informationen beispielsweise zu Störungen und Verspätungen aufgerufen oder der Kontakt zum HKX-ServiceCenter hergestellt werden.
Auch die Bezahlmethode ist durch Klarna besonders kundenfreundlich und sicher: Denn "Klarna Checkout" ermöglicht den Kauf der HKX-Tickets per Rechnung, Kreditkarte (Mastercard und Visa), Sofortüberweisung, EC-Karte oder sogar Ratenzahlung, wobei die tatsächliche Zahlung immer erst nach dem Erhalt der HKX-Tickets erfolgt.
Zudem ist mit der neuen mobilen Website ein echter One-Klick-Einkauf möglich. Denn ab dem zweiten Einkauf erkennt das System, dass vom selben Smartphone oder Tablet bereits ein HKX-Ticket gebucht wurde. Auch muss der Kunde sich zum Bezahlen kein Passwort merken muss. Um sich bei Klarna anzumelden, reichen E-Mail-Adresse und Postleitzahl.
Nach der Buchung erhält der Fahrgast sein HKX-Ticket direkt per E-Mail. Bei der Ticket-Kontrolle im Zug genügen die Buchungsnummer sowie ein gültiger Lichtbildausweis. Ein Ausdrucken des HKX-Tickets ist bei einer Buchung per Smartphone oder Tablet nicht mehr notwendig.
"Der direkte Zugang zur Buchung und das Bezahlen über Klarna vereinfachen den Ticketkauf per Smartphone oder Tablet enorm", sagt der Geschäftsführer von HKX, Carsten Carstensen. "Mit den neuen Buchungs- und Bezahlmöglichkeiten für Smartphone und Tablet ist unsere Website jetzt auf dem modernsten Stand der Technik. Und wir bieten eine Zahlungsmethode, die als die sicherste für mobile Endgeräte gilt (Pressemeldung HKX, 26.11.14).

RechteckVDV: Gemeinsames Vorgehen zur NFC-Standardisierung mit Japan vereinbart

Vertreter der East Japan Railway Company und des VDV eTicket Service; v.l. Sjef Janssen, Tasuku Takahama, Hidehiko Kojo, Shinobu Noguchi, Nobuo Nishioka, Nils Zeino-Mahmalat, Cord Bartels
Vertreter der East Japan Railway Company und des VDV eTicket Service vereinbaren ein gemeinsames Vorgehen bei der Standardisierung der NFC-Technologie für den öffentlichen Personenverkehr. Eine Einigung auf einen internationalen Standard gilt als Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von NFC-Medien im elektronischen Fahrgeldmanagement.
Vergangene Woche besuchten hochrangige Vertreter der East Japan Railway Company (JR East) den VDV eTicket Service in Köln, um sich ein aktuelles Bild zu den Entwicklungen des (((eTicket Deutschland zu machen. Im Fokus stand die Entwicklung der VDV-Smartphone-Strategie und IPSI als Schnittstellenservice für den gegenseitigen Fahrkartenvertrieb via Smartphone über Verbundgrenzen hinaus.
Shinobu Noguchi, der Hauptgeschäftsführer für IT und die Suica Card der JR East und seine Delegation, stehen in Japan vor ähnlichen Herausforderungen wie der ÖPV in Deutschland. Die rasante technologische Entwicklung bei mobilen Endgeräten und der NFC-Technologie ermöglichen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten und wecken neue Kundenerwartungen an das zukünftige elektronische Ticket.
Die Verschmelzung von Smartphone und Chipkarte, von denen JR East in Form der Suica Card über 42 Mio. Stück im Einsatz hat, gilt weltweit als nächste Entwicklungsstufe im elektronischen Fahrgeldmanagement.
"Um zukünftig einen fehlerfreien Einsatz von NFC-Smartphone-Tickets zu gewährleisten, sind wir auf internationalen Standards und deren ständige Weiterentwicklung angewiesen, der sich in allen mobilen Endgeräten wiederfinden muss." erklärt Sjef Janssen, technischer Geschäftsführer des VDV eTicket Service.
Um diesen internationalen Standard für NFC weiter voran zu bringen, verständigten sich beide Seiten auf eine gemeinsame Haltung und stimmten das weitere Vorgehen in den internationalen Standardisierungsgremien ab. Die East Japan Railway Company, als eine der weltweit größten Bahngesellschaften für Personenverkehr und der VDV eTicket Service, als Plattformbetreiber für das (((eTicket Deutschland, arbeiten beide unter anderem bei der International Organization for Standardization (ISO) aktiv an Standardisierungsprozessen mit (Pressemeldung VDV, 26.11.14).

RechteckZementindustrie: Neue Betonsorten am Gotthardbasistunnel

Fotos: Alptransit Gottgard.
"Veränderungen von Anforderungen erfolgen immer rasanter und immer öfter direkt auf der Baustelle", skizziert DI Dr. Johannes Steigenberger, Leiter Forschungsinstitut der Österreichischen Zementindustrie (VÖZfi), die Entwicklung am Bau. Mit 57 Kilometern ist der Schweizer Gotthard Basistunnel ein europäisches Rekordprojekt. Nach seiner Fertigstellung (geplant Sommer 2016) wird dieser der längste Eisenbahntunnel der Welt und eines der größten Umweltprojekte Europas sein. "Neue technische Fragestellungen führten dazu, dass vorgegebene Betonmischungen nicht eingesetzt werden konnten und während des Baus laufend neue Betonrezepturen entwickelt werden mussten", berichtete Keynotespeaker DI Peter Wellauer, Geschäftsführung Holcim Schweiz, über die Herausforderungen. Die Erforschung einer Sicherheitstechnologie, die Beton als "Knautschzone" fungieren lässt, und die einer neuen Betonsorte, die höchste chemische Angriffe abwehrt, waren weitere Highlights des Kolloquiums.
Infrastruktur und Beständigkeit des Baustoffs sowie angewandte Forschung am Beispiel gelungener Prototypen standen im Fokus des Kolloquiums Zement und Beton am 5. November. Wissenschaftler und Experten präsentierten neueste Erkenntnisse aus Theorie und Praxis vor rund 300 Führungskräften der Bauindustrie.
Am 57 km langen Gotthard Basistunnel (entspricht etwa Strecke Wien-St. Pölten) sind unterschiedliche petrografische Verhältnisse anzutreffen. Da erprobte, zugelassene Betonsysteme allein nicht zu den gewünschten Ergebnissen führten, starteten Holcim Schweiz und Sika eine neue Entwicklungsoffensive "on Demand". Um die richtigen Betone und Spritzbetone herstellen zu können, wurden sowohl im Labor als auf der Baustelle neue Fließmittel und Mischungen erprobt und ausgewertet. "Für den Bau des Gotthard Tunnels müssen die Betone eine weiche Konsistenz, lange Verarbeitungszeit und eine schnelle Festigkeitsentwicklung vorweisen", präzisierte Peter Wellauer.
Im feucht-warmen Klima im Berg mussten Transportdistanzen bis 30 Kilometer überwunden werden. Damit waren mehr als sechs Stunden zwischen Mischvorgang und Verarbeitung einzuplanen. Wiederverwendbarkeit des Ausbruchmaterials, gute Verarbeitbarkeit trotz überaus langer Offenzeit und hohe Umgebungstemperaturen bis zu 45 Grad Celsius stellten die Rahmenbedingungen für Betonproduktion und Logistik dar. Weiters die rasche Zunahme der Frühfestigkeit nach dem Betoneinbau, Resistenz gegen Sulfatangriff und eine 100-jährige Lebensdauer. "Im Gotthard Tunnel entsteht die erste Flachbahn der Alpen", erklärte Wellauer. Die gesamte Bahnstrecke ist eben und für Hochgeschwindigkeitszüge geeignet, da keine signifikanten Höhenunterschiede und engen Kurvenradien zu überwinden sein werden.
Strengste Prüfverfahren und Aufbereitungsversuche filterten aus den anfallenden 28 Mio. Tonnen Ausbruchmaterial neun Mio. Tonnen für die Herstellung von Beton und Spritzbeton. "Die gesamte Tunnelstrecke wurde in fünf Teilabschnitte unterteilt, in jedem Abschnitt wurden die Spritzbeton- und Betonrezepturen den Gesteinskörnungen und den örtlichen Gegebenheiten angepasst", berichtete Wellauer vom Baugeschehen im Tunnel. Um an den bis zu sieben Untertage-Baustellen gleichzeitig arbeiten zu können, wurden zwei fixe Betonfabriken mit insgesamt 12 Zement- und 12 Kiessilos an den Tunnelportalen Bodio und Faido errichtet. Ein Betoneinbauzug wurde entlang der Baustrecke mitgezogen, welcher durch gleistransportierte Fahrmischer bedient wurde. Die gesamte Planungs- und Bauzeit des Gotthard Tunnels beträgt mehr als 25 Jahre, verbaut werden rund vier Mio. Kubikmeter Beton.
Im Falle einer Kollision verformen sich die Teile eines Fahrzeuges und absorbieren dadurch Energie. Der Begriff "Knautschzone" wurde zuerst in der Automobiltechnik bekannt, später bei Schienenfahrzeugen oder beim Flugzeugbau. Seit 2011 forscht die Cooperative Leichtbeton mit der Porr AG und weiteren Partnern der Bauindustrie und Wissenschaft an einer "Knautschzone aus Beton, dem Absorptionsbeton". "Damit weniger passiert, wenn etwas passiert", erklärte DI Thomas Schönbichler, Cooperative Leichtbeton. Im Crashfall nimmt der Beton beim Anprall die kinetische Energie (Bewegungsenergie) auf und verformt sich. Um die Verformungsfähigkeit zu erhöhen, wurden spezielle Leichtbeton-zusammensetzungen entwickelt. Eine Prüfvorrichtung ermittelte mit Anpralltests die dynamischen Parameter, um mit einem Simulationsprogramm die absorbierenden Wirkungen berechnen zu können. So werden maßgeschneiderte Produktentwicklungen möglich, zum Einsatz als Aufprallschutz bei Tunnelportalen, Leiteinrichtungen oder Pfeilern bei Brücken sowie Steinschlag- und Lawinengalerien. "Wir sind erst am Beginn der Entwicklung dieser völlig neuen Sicherheitstechnologie, es liegt noch viel Arbeit vor uns, bis Standards zur Umsetzung verfügbar sind, aber die Vorteile dieser Innovation liegen schon jetzt auf der Hand", so Schönbichler.
Bis zu 40 Mal im Jahr muss ein Zug gewaschen werden. In einer Eisenbahn-Waschanlage, vergleichbar mit einer herkömmlichen PKW-Waschanlage - nur in größerer Dimension. Eine der modernsten Zugreinigungsanlagen Europas ging kürzlich in Graz in Betrieb, die nächste folgt 2015 in Wien/Matzleinsdorf. Unterbau und Fundamente sind aus Beton. Die Reinigungsmittel haben darauf enorme Auswirkungen. Im Winter wird weniger oft gewaschen, es kommen saure Mittel zur Grundwäsche zum Einsatz. Von Mai bis Oktober werden die Züge mind. einmal pro Woche gewaschen, mit neutralen oder basisch/alkalischen Mitteln. DI Dr. Helmut Steiner, ÖBB Infrastruktur: "Um der chemischen Beanspruchung gerecht zu werden, wurde für die Gleistragplatten eine neue, spezielle Zusammensetzung des Betons und der Oberflächenbeschichtung entwickelt." "Mit der gewählten Betonsorte können überdurchschnittlich hohe chemische Angriffe abgedeckt werden. Die bisherigen Versuche lassen eine sehr lange Haltbarkeit erwarten. Damit könnte künftig eventuell auf eine Oberflächenbeschichtung verzichtet, und Kosten könnten reduziert werden", resümierte DI Alfred Hüngsberg, ÖBB Infrastruktur (Pressemeldung Österreichische Zementindustrie, 26.11.14).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBrandenburg: Deutsche Bahn nimmt ESTW Hosena in Rekordzeit in Betrieb
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Enthüllung einer Gedenktafel zu Ehren des tödlich verunglückten Fahrdienstleiters. Diese soll demnächst an das ESTW-Gebäude angebracht werden. DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube hat gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sowie Andreas Fredrich, Bürgermeister der Stadt Senftenberg, und Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin, das in Rekordbauzeit von nur einem Jahr errichtete Elektronische Stellwerk (ESTW) Hosena symbolisch in Betrieb genommen. DB-Vorstand Dr. Rüdiger Grube im Gespräch mit der Witwe des tödlich verunglückten Fahrdienstleiters. DB-Konzernbevollmächtigter Brandenburgs - Ingulf Leuschel. Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de.
DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube hat heute gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sowie Andreas Fredrich, Bürgermeister der Stadt Senftenberg, und Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin, das in Rekordbauzeit von nur einem Jahr errichtete Elektronische Stellwerk (ESTW) Hosena symbolisch in Betrieb genommen. Die Redner würdigten dabei die Leistungen und das Engagement aller Beteiligten, die an der Beseitigung der seinerzeitigen Unfallschäden und an der Planung sowie am Bau des ESTW Hosena beteiligt waren.
"In einer Rekordzeit von nur zwei Jahren ist es gelungen, mit dem Elektronischen Stellwerk in Hosena modernste Schieneninfrastruktur aufzubauen. Allen, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben, gilt mein herzlicher Dank. Das war eine Meisterleitung. Die Betriebsqualität für unsere Kunden verbessert sich deutlich. Der in dieser Region so wichtige Güterverkehr profitiert ebenfalls von unserer Schnelligkeit und unseren Investitionen", sagte Dr. Rüdiger Grube bei der Inbetriebnahme.
Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: "Wir eröffnen heute ein hochmodernes Stellwerk. Mit seiner Ausstattung und Funktionsweise ist es ein Sicherheitsgewinn für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus bekommt die Region eine leistungsstarke Bahnanlage, die dem Schienen-Güter- und -Personenverkehr zu Gute kommt." Woidke erinnerte an den schweren Eisenbahnunfall, der sich am 26. Juli 2012 in Hosena ereignete: "Unsere Gedanken sind ganz bei der Familie des tödlich verletzten Bahnmitarbeiters und bei denen, die bei diesem Unglück schwere körperliche und seelische Verletzungen davon getragen haben. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Kraft."
"Der Bahnhof Hosena ist ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Dresden, Leipzig und Berlin. Aber auch für die Bürgerinnen und Bürger von Hosena selbst und die erfolgreiche Arbeit der regionalen Wirtschaft ist er von großer Bedeutung. Ich freue mich über die schnelle Realisierung des Projektes und die gute Zusammenarbeit, denn bei der Erneuerung der Bahnübergänge waren wir als Stadt finanziell mit im Boot", erklärte Bürgermeister Andreas Fredrich.
Mitte November 2013 begannen in Hosena die Bauarbeiten für den Ersatzneubau des bei einem Zugunglück im Juli 2012 zerstörten Stellwerks. Nicht nur musste möglichst rasch ein neues, modernes Stellwerk errichtet werden, sondern es waren auch umfangreiche Arbeiten an der Signal-, Leit- und Sicherungstechnik und an den Oberleitungen nötig. Auch an den Bahnübergängen in der Ortslage Hosena, beziehungsweise auf der Kreisstraße 6602 zwischen Peickwitz und Hosena, mussten technische Anlagen erneuert werden. Dazu kamen der Bau neuer Weichenheizstationen und einer modernen Gleisbeleuchtung. Die Planungen dafür begannen schon im Jahr 2012. Die Gesamtkosten für die Errichtung des ESTW, für die Beseitigung der Unfallschäden und die Erneuerung von drei Bahnübergängen betrugen über 30 Millionen Euro.
Das ESTW steht auf der Fläche des früheren Wirtschaftsgebäudes am Bahnhof Hosena und steuert nunmehr 48 Signale und 36 Weichen im Bereich des Bahnhofs Hosena sowie die Bahnübergänge von Hoyerswerda aus.
Bei dem schweren Zugunglück am 26. Juli 2012 kam der diensthabende Fahrdienstleiter ums Leben. Viele Helfer von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Technischem Hilfswerk und viele Mitarbeiter der DB Netz AG waren mit schwerer Technik im Einsatz, um zuerst den Fahrdienstleiter zu bergen, danach die Unfallstelle zu beräumen und die Gleisanlagen schnell wieder provisorisch befahrbar zu machen.
Dr. Grube nahm die Veranstaltung zum Anlass, allen Helfern seinen besonderen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz auszusprechen. Zum Gedenken an den verunglückten Kollegen wurde eine Gedenktafel enthüllt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.11.14).

RechteckThüringen: Nordhäuser Modell wird verlängert

Inge Klaan, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr sowie Matthias Wagener, Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH, präsentieren den neuen Vertrag. Foto HSB/Dirk Bahnsen.
"Das Nordhäuser Modell ist ein Vorzeigeprojekt für das Bahnland Thüringen. In den vergangenen zehn Jahren ist hier gemeinsam mit den Aufgabenträgern vor Ort eine Erfolgsgeschichte gelungen. Durch die Vernetzung der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) mit dem Nordhäuser Straßenbahnnetz sichern wir durchgehende umsteigefreie und barrierefreie Verbindungen aus dem ländlichen Raum im Harz in das Stadtgebiet von Nordhausen. Durch die Vertragsverlängerung mit der HSB wird die Region auch zukünftig von diesem Gemeinschaftsprojekt verkehrlich, wirtschaftlich und touristisch profitieren. Denn so sieht moderne Mobilität und zukunftsweisender Nahverkehr aus", sagte am 24.11.14 die Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr.
Gemeinsam mit HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener unterzeichnete sie in Nordhausen die Verlängerung des Verkehrsvertrages. "Mit dem neuen Vertrag ist der Betrieb der HSB in Thüringen auch künftig gesichert. Das ist ein guter Tag für Thüringen und die Harzer Schmalspurbahnen. Auch die bisherige Zusammenarbeit der HSB mit dem Dampflokwerk Meiningen kann nun in allen Bereichen erfolgreich weiterentwickelt werden", so Klaan weiter.
HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener ergänzte: "Ich freue mich über den neuen Vertrag. Er ist die Grundlage für einen attraktiven ÖPNV im Landkreis Nordhausen. Darüber hinaus sind für Bahnliebhaber die Dampflokomotiven und Schmalspurwaggons der HSB ein besonderer Magnet für die Region."
Hintergrund: Seit dem 30. April 2004 wird das Nordhäuser Modell als Gemeinschaftsprojekt des Freistaats Thüringen, der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) und der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH (VBN) mit dem durchgängigen Linienbetrieb zwischen Nordhausen, Südharz-Klinikum und Ilfeld, Neanderklinik erfolgreich durchgeführt. Staatssekretärin Klaan war in 2004 als Nordhäuser Baudezernentin maßgeblich an dem Projekt zur Vernetzung der Harzer Schmalspurbahnen mit dem Nordhäuser Straßenbahnverkehr beteiligt. Der Freistaat Thüringen als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hat die HSB mit der Erbringung von Leistungen im SPNV zwischen Nordhausen und Ilfeld beauftragt. Die HSB als Linieninhaberin hat die VBN als Betreiber des Straßenbahnbetriebes in Nordhausen beauftragt, in kooperativer Zusammenarbeit der Unternehmen den ganzjährigen und durchgängigen Linienbetrieb in der Region sicherzustellen. Zum Einsatz kommen auf der Strecke neben Fahrzeugen der HSB auch Zwei-System-Stadtbahnfahrzeuge vom Typ Combino-Duo, die die Eisenbahnstrecke ohne Oberleitung befahren können.
Auf der zwölf Kilometer langen Strecke von Nordhausen nach Ilfeld wurden nun jährlich 174.000 Fahrplankilometer Schienenpersonennahverkehr bestellt. Bislang nutzten rund 250.000 Fahrgäste pro Jahr dieses Angebot. Insgesamt verfügt die HSB mit 140 Kilometern über das längste zusammenhängende Schmalspurstreckennetz (Spurweite 1.000 mm) in Deutschland. Davon liegen 22 Kilometer in Thüringen. Die touristischen Dampfzugfahrten beispielsweise hinauf zum Brocken – dem höchsten Berg im Harz – bilden den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der HSB. Gesellschafter des Eisenbahnunternehmens sind die Landkreise Harz und Nordhausen und die am Streckennetz liegenden Kommunen – in Thüringen sind dies die Stadt Nordhausen und die Gemeinde Harztor. (Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, 26.11.14).

RechteckHamburg: Pläne für U-Bahn-Ausbau vorgestellt

Der Senat hat zur Anbindung von Bramfeld und Steilshoop an das bestehende U-Bahn-Netz einen weiteren Schritt getan. Bürgermeister Olaf Scholz, Senator Frank Horch und Hochbahn-Chef Günter Elste stellten heute die konkretisierten Pläne für den Ausbau des Hamburger Schienennetzes und die nächsten Planungsschritte vor. Kern der Ausbaupläne ist die neue U-Bahn-Linie 5, die von Bramfeld durch die Innenstadt zum Osdorfer Born verläuft. Zuvor hatte der Senat die Bürgerschaft unterrichtet über den Auftrag an die HOCHBAHN und die Finanzierung von Machbarkeitsuntersuchungen.
Bürgermeister Olaf Scholz: "Moderne Städte müssen komfortable, zuverlässige und umweltfreundliche Mobilität gewährleisten. Der Ausbau des schienengebundenen öffentlichen Nahverkehrs spielt dabei eine besondere Rolle. Über die bereits auf den Weg gebrachten Vorhaben zum Ausbau von U- und S-Bahn hinaus wird die künftige U-Bahnlinie 5 einen entscheidenden Beitrag zu einem attraktiven Mobilitätsangebot in Hamburg leisten. Die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern - das gehört zu den wichtigsten Dingen, die man tun kann, um den Ansprüchen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden."
Wesentliche Abschnitte der neuen U5 sind hinsichtlich des Streckenverlaufs konkretisiert worden. In einigen Abschnitten werden noch Alternativen untersucht. Mit der neuen U-Bahn-Linie U5 in den jeweiligen Varianten können die Stadtteile Bramfeld, Steilshoop, City Nord bzw. Barmbek, Winterhude, Uhlenhorst, Grindelviertel / Universität, Hoheluft, Lokstedt, Lurup und Osdorfer Born erstmalig bzw. deutlich verbessert durch eine Schnellbahn erschlossen und leistungsfähig an die Innenstadt angebunden werden. Im Fall einer Nordvariante westlich der Alster werden diese durch die Potenzialgebiete Stellingen / Volkspark Arenen ergänzt.
Im Fall der mittleren Variante kämen Eimsbüttel, der Bereich des neuen Fernbahnhofs Altona am Diebsteich sowie Bahrenfeld Nord und Trabrennbahn dazu. Die ursprüngliche südliche Variante wurde in der Konzeptstudie verworfen, um mögliche "Kannibalisierungseffekte" mit der S-Bahn zu vermeiden.
Senator Frank Horch: "Mit beiden Varianten können viele tausend Hamburger erstmalig einen direkten, bequem zu Fuß erreichbaren Schnellbahnanschluss erhalten. Insbesondere in den Stadtteilen Steilshoop und Osdorfer Born kann die Schnellbahn die Attraktivität der Stadtteile stärken und durch eine direkte und schnelle Anbindung an die Hamburger Innenstadt aufwerten."
Günter Elste: "Mit dem Ausbau des U-Bahn-Netzes sichern wir in Hamburg die Mobilität für die künftigen Generationen. Die U-Bahn ist ein leistungsfähiges Verkehrssystem, das oberflächenschonend und mit überschaubaren Eingriffen während der Bauzeit zu realisieren ist. "
Auch die bereits bestehenden U-Bahn-Linien sollen weiter ausgebaut werden. Die U1 soll eine zusätzliche Haltestelle erhalten: Zwischen Farmsen und Berne ist in Oldenfelde eine Haltestelle geplant, die noch in diesem Jahrzehnt realisiert werden könnte.
Neben der bereits in Bau befindlichen südlichen Erweiterung der U4 bis zur Haltestelle Elbbrücken soll im Fall einer erfolgreichen Olympiabewerbung Hamburgs zeitgerecht ein zusätzlicher Streckenabschnitt bis auf den Kleinen Grasbrook entstehen, um die geplanten städtebaulichen Nachnutzungen im Bereich des olympischen Dorfes optimal erschließen zu können. Eine Weiterführung bis in den Bereich Wilhelmsburg / Kirchdorf Süd ist zu einem späteren Zeitpunkt möglich, sofern sich durch zukünftigen Wohnungsneubau entsprechende Nachfragepotentiale ergeben.
Darüber hinaus ist eine Erweiterung der U4 in östlicher Richtung ab der Haltestelle Horner Rennbahn um zwei zusätzliche Haltestellen an der Stoltenstraße und auf der Horner Geest / Dannerallee geplant. Eine Inbetriebnahme dieser Strecke ist bis zum Jahr 2024 möglich. Bei entsprechendem Bedarf könnte langfristig außerdem die Linie U2 im Osten um einen Streckenabschnitt nach Lohbrügge und Bergedorf erweitert werden.
Nachdem die Ausbaubedarfe des Hamburger U-Bahn-Netzes im Rahmen einer inzwischen abgeschlossenen Konzeptstudie aufgezeigt wurden, folgt nunmehr die Konkretisierung dieser Überlegungen durch vertiefende Planungsschritte. Für die U4-Verlängerungen zur Horner Geest und zum Kleinen Grasbrook hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation entsprechende Machbarkeitsuntersuchungen in Auftrag gegeben. Diese haben das Ziel, die verkehrliche, betriebliche, technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Streckenabschnitte aufzuzeigen, die jeweiligen Auswirkungen auf Umwelt und Anlieger zu beurteilen sowie einen voraussichtlichen Kostenrahmen zu ermitteln. Sie sollen im Frühjahr abgeschlossen werden.
Für den ersten Bauabschnitt der U5 zur Anbindung von Bramfeld und Steilshoop an das bestehende U-Bahn-Netz wird Anfang 2015 ebenfalls eine Machbarkeitsuntersuchung beauftragt. Die weiteren Linienabschnitte der U5 folgen dann im Laufe der Jahre 2015 und 2016. Für die Haltestelle Oldenfelde konnte die Machbarkeitsuntersuchung inzwischen abgeschlossen werden. Die Planungen befinden sich bereits in der Phase der Vorentwurfs-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung.
Mit der Realisierung erster Streckenabschnitte und Haltestellen soll bis spätestens 2020 begonnen werden. Die Umsetzung des Gesamtkonzepts ist bis 2040 möglich. (Pressemeldung Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, 26.11.14).

RechteckNRW: ET 422 ersetzen lokbespannte Züge auf der S 6
Die Fahrzeugflotte der S-Bahn Rhein-Ruhr bekommt Zuwachs: DB Regio NRW und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) haben am heutigen Montag eines der ersten neuen Fahrzeuge für die S-Bahn-Linien 5 und 8 präsentiert. Ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember kommen insgesamt 28 Triebzüge vom Typ Coradia Continental auf der Strecke zwischen Dortmund, Hagen und Mönchengladbach zum Einsatz. Rund 140 Millionen Euro hat die Deutsche Bahn in die neuen S-Bahn-Züge investiert. Hersteller der Coradia Continental ist die Alstom Transport Deutschland GmbH.
"Unsere neuen Fahrzeuge werden die S-Bahn Rhein-Ruhr für viele Menschen noch attraktiver machen", sagt Thorsten Siggelkow, Leiter des Verkehrbetriebs S-Bahn Rhein-Ruhr von DB Regio NRW. Denn die meisten Fahrgäste würden mehr wollen, als pünktlich und verlässlich von A nach B kommen. "Bei der Entscheidung, das Auto in der Garage zu lassen, spielt auch das Thema Komfort eine große Rolle." Davon hat der Coradia Continental einiges zu bieten: Neben einladenden Mehrzweckabteilen und einem topmodernen Fahrgastinformationssystem verfügt der Zug über behindertengerechte Toiletten. Ausfahrbare Schiebetritte sorgen zudem künftig für eine spaltfreie Überbrückung zwischen Bahnsteig und Türeinstieg.
"Da die Linie S 5/S 8 aufgrund ihrer langen Fahrzeit eher einem Regionalzug als einer klassischen S-Bahn entspricht, verfügen die Fahrzeuge erstmals im elektrischen S-Bahn-Bereich im VRR auch über eine behindertengerechte Toilette", erklärt VRR-Vorstand Martin Husmann. Damit entsprach der VRR dem ausdrücklichen Wunsch des NRW-Verkehrsministers, der Landesseniorenvertretung NRW, der Fahrgastverbände und vieler Nahverkehrskunden. "Ausfahrbare Schiebetritte verschließen den Spalt zwischen Bahnsteig und Fahrzeug und ermöglichen den Fahrgästen so einen einfachen und bequemen Ein- und Ausstieg", so Husmann weiter.
2012 hatte der VRR die Betriebsleistungen für die S-Bahn-Linien 5 und 8 an den alten und neuen Betreiber DB Regio NRW vergeben. Der Entscheidung ging eine europaweite Ausschreibung voran. Ab Ende 2014 erbringt DB Regio NRW weiterhin Verkehrsleistungen bis 2029 auf der S 5/S 8.
Weiterer Vorteil des Einsatzes von Neufahrzeugen auf der S 5/S 8: Die dort bislang verkehrenden Fahrzeuge vom Typ ET 422 werden künftig auf der S-Bahn-Linie S 6 eingesetzt. Die klimatisierten Elektrotriebwagen moderner Bauart ersetzen ab Mitte Dezember die dort aktuell fahrenden lokbespannten Züge. In Zukunft werden 24 Fahrzeuge des Typs ET 422 sowie zwei ET 423 auf der Strecke zwischen Köln-Worringen und Essen unterwegs sein. Der Fahrplan der S 6 wird geringfügig angepasst. Die Züge fahren von Düsseldorf-Rath Mitte bis Essen Süd künftig etwa eine Minute früher ab. Dadurch entsteht in Essen Hbf ein neuer, kurzer Anschluss zur S 3 in Richtung Essen-Steele und Hattingen. Auch auf den Linien S 5/S 8 ändern sich Details im Fahrplan: Morgens, abends und am Wochenende bieten mehrere Züge umsteigefreie Verbindungen zwischen Dortmund (S 5) und Mönchengladbach (S 8), während in den übrigen Zeiten in Hagen Hbf Anschluss zwischen beiden Linien besteht. Zusätzlich verkehren in den Wochenendnächten künftig vier neue Fahrtenpaare zwischen Düsseldorf Hbf und Wuppertal Hbf (Pressemeldung VRR, 26.11.14).

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Am 22.11.14 stattete die 3-teilige MAN-VT-Garnitur der Osning-Bahn, Bielefeld, mal wieder Minden einen Besuch ab. Die Fotos zeigen die Fahrzeuge im Bahnhof Minden-Oberstadt
(Dr. Jochen Christoph, 25.11.14).

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RechteckDobříš
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Am 21. November fuhr ich mit dem Bus von der KBS 172 Zadní Třebaň - Lochovice zur KBS 210 Dobříš - Praha. Am Bhf Dobříš befindet sich das Gasthaus "Na Prachandě" mit gepflegter Speisekarte und Staropramen.
Die KBS 210 wurde ca 1,5 Monate lang wegen Bauarbeiten mit SEV bedient. Am Bhf Dobříš wurden neue Bahsteigen eingerichtet.
Die Fotos zeigen die Ankunft Os 19011 im Dobříš, die alte Straßenbrücke Prag - Strakonice - Passau und die Holzverladung aus den Wäldern von Brdy (Kammwald) in Dobříš.
Dobříš ist mit dem Fahrdienstleiter besetzt. Im nächsten Jahren werden weitere Arbeiten folgen und die mechanischen Stellwerke sind akut bedroht (Martin Kubik, 25.11.14)
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RechteckHamm
Foto Matthias RaweFoto Matthias Rawe
An einem sonnigen Nachmittag konnte im Bahnhof Hamm ein Sonderzug mit seinem Lokführer Käpt'n Blaubär fotografiert werden (Matthias Rawe, 25.11.14)
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Europa

RechteckFinnland: Neue Diesellokomotiven von CZ Loko für Fennia Oy

Fennia Rail Oy hat am 25.11.14 einen Liefervertrag über drei dieselelektrische Lokomotiven der Reihe 774.7F mit der tschechischen CZ Loko a.s. abgeschlossen, die im Herbst nächsten Jahres ausgeliefert werden sollen. Das private Bahnunternehmen will dann Güterverkehr auf dem finnischen Schienennetz betreiben.
"Die lange Ungewissheit der Verfügbarkeit von Schienenfahrzeugen, die geeignet für finnische Verhältnisse sind, ist nun zu einem Ende gekommen. Unser tschechischer Partner baut seit 160 Jahren Lokomotiven und verfügt über Erfahrungen im Bau von Lokomotiven für unterschiedliche klimatische Bedingungen und Spurweiten. Mit diesen Lokomotiven können wir den Güterverkehr auf der finnischen Eisenbahnen im Jahr 2015 zu starten", so Kimmo Rahkamo, CEO von Fennia Rail.
Die Verbrennungsmotoren werden von Caterpillar hergestellt werden und moderne Abgasvorschriften erfüllen. Die Lokomotiven werden die höchste Zugkraft (1550 kW, 391 kN, 90 km/h) und geringste Emissionen aller Diesellokomotiven in Finnland besitzen (Georg Ringler, WKZ, 26.11.14).

RechteckSchweden: Untersuchung zum Zwischenfall in Strömtorp
Die schwedische Verkehrsverwaltung Trafikverket untersucht einen Vorfall in Strömtorp, einem Rangierbahnhof bei Degerfors, als am 4. November 2014 zwei Personenzüge auf das gleiche Gleis gelenkt wurden. Ein X2000 der SJ stand im Bahnhof, als ein zweiter Zug von Tågkompaniet mit niedriger Geschwindigkeit einfuhr und, nachdem er auf das besetzte Gleis gelenkt wurde, nur weniger als 100 m vor dem X2000 zum Stehen kam. Es gab es keinen Zusammenstoß, aber das Ereignis wurde als ernst klassifiziert. Eine Untersuchung dieses Vorfalls wurde eingeleitet, ist aber noch nicht abgeschlossen.
Die Unfallkommission (Haverikommission) geht davon aus, dass bei Umbauarbeiten im Bahnhof Strömtorp im Jahr 1995 möglicherweise fehlerhafte Schaltgeräte für die Weichen eingebaut wurden und ein ähnlicher Fehler auch auf anderen schwedischen Bahnhöfen möglich wäre.
Dem widerspricht Trafikverket, wonach ein Design-Fehler auf dem Rangierbahnhof Strömtorp aufgrund mehrerer unglücklich zusammenfallender Parameter für den Unfall verantwortlich war und ein ähnlicher Vorfall anderswo nicht noch einmal passieren kann.
(WKZ, Quelle Trafikverket, 26.11.14).

RechteckSchweiz: Alle Doppelstockzüge MUTZ auf der S-Bahn-Bern unterwegs
Ab dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2014 sind alle 28 von der BLS neu beschafften Doppelstockzüge MUTZ für die Fahrgäste unterwegs und fahren auf den S-Bahn-Linien Fribourg/Freiburg–Bern–Münsingen–Thun (S1), Biel/Bienne–Bern–Belp (S3/S31), Bern– Schwarzenburg (S6) sowie Bern–Bern Brünnen Westside (S51) (Pressemeldung BLS, 26.11.14).

RechteckSchweiz: Bahnhofausbau Oerlikon zur Hälfte abgeschlossen
Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit hat die SBB den Ausbau des Bahnhofs Oerli-kon zur Hälfte abgeschlossen. Der um zwei Gleise erweiterte Bahnhof ist eine wichtige Voraussetzung für die geplante Angebotserweiterung im Rahmen der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn. Heute Dienstag hat die SBB an einer Baustellenführung über die anstehenden Arbeiten informiert.
800 Züge fahren täglich durch den Bahnhof Oerlikon und der Pendlerverkehr wird insbesondere im Raum Zürich-Nord weiter wachsen. Unter diesen Rahmenbedin-gungen modernisiert die SBB im Auftrag von Bund und Kanton Zürich den Bahnhof und erweitert ihn um zwei Gleise. «Der Um- und Ausbau unter laufendem Betrieb ist das Anspruchsvollste an diesem Projekt», sagte der Gesamt-projektleiter der Durch-messerlinie, Roland Kobel, heute gegenüber den Medien.
Dabei bleibt kein Stein auf dem anderen: Bestehende Gleise werden aufgehoben, abgebrochen und anschliessend neu gebaut. «Eigentlich bauen wir den Bahnhof nicht um, sondern neu – Stück für Stück», sagte Abschnittsleiterin Katja Nahler. Die-ses Vorgehen ist notwendig, um unter den Gleisen die beiden Unterführungen zu verbreitern und neu zu gestalten. Dafür muss von der Oberfläche bis unter das Ni-veau der künftigen Passagen gegraben werden. Anschliessend baut die SBB erst die Unterführung, dann das darüber liegende Gleis.
Bei den Gleisen 1 und 2, die als einzige von Oerlikon nach Wallisellen führen, ist die-ses Vorgehen nicht anwendbar. «Diese beiden Gleise müssen stets in Betrieb sein, damit die Züge von und nach Wallisellen verkehren können», erklärt Nahler. Dafür baut die SBB momentan im Bereich der bestehenden Personenunterführung Mitte Hilfsbrücken ein. Die Züge überqueren dann die Baugrube und die neue Passage kann darunter erstellt werden, ohne dass der Betrieb beeinträchtigt wird.
Generell versucht die SBB, die Auswirkungen der Bauarbeiten für die Reisenden zu minimieren. «Leider ist dies nicht immer möglich», erklärt die Abschnittsleiterin. Sowohl zu Randzeiten wie auch an Wochenenden sind Fahrplaneinschränkungen sowie Sperrungen der Unterführungen unumgänglich. Oft ist auch unter der Woche mit Umwegen zu rechnen, weil gewisse Flächen für die Bauarbeiten benötigt werden. «Wir versuchen, die Reisenden früh über geplante Einschränkungen zu informieren», sagt Katja Nahler.
Der Ausbau des Bahnhofs Oerlikon ist Teil des Gesamtprojekts Durchmesserlinie, das von Bund und Kanton Zürich finanziert wird. Der achtgleisige Bahnhof Zürich Oerlikon ist eine wichtige Voraussetzung für die nächsten Angebotsausbauten im Rahmen der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn, die im Dezember 2015 eingeführt werden. Künftig halten in Oerlikon zwölf statt wie bisher sieben S-Bahn-Linien, wofür acht Gleise notwendig sind.
Neben der Erweiterung um die Gleise 7 und 8 verbreitert die SBB im Bahnhof Oerlikon die Perrons und Perrondächer. Die Zugänge zu und aus den Unter-führungen werden bequemer und behindertengerecht, die Unterführungen grosszügiger. Ausserdem entstehen ebenerdig und in den Unterführungen auf über 2000 Quadratmetern 28 neue Geschäftsflächen. Die SBB führt zudem zwei Projekte im Auftrag der Stadt Zürich aus: Die Anbindung des Bahnhofs an die Quartiere Seebach und Leutschenbach sowie die Quartierverbindung für Fussgänger und Velofahrer zwischen Neu-Oerlikon und dem Zentrum Oerlikon.
Der Ausbau des Bahnhofs Oerlikon dauert noch bis Herbst 2016. Die Kosten belaufensich auf Seiten der SBB inklusive Immobilieninvestitionen auf rund 525 Millionen Franken. Die Stadt Zürich investiert zusätzlich rund 190 Millionen Franken in den Ausbau des Bahnhofs, die Gestaltung der umliegenden Strassen und Plätze sowie die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz (Pressemeldung SBB, 26.11.14).

RechteckSchweiz: Electronic Ticketing – am gleichen Strick ziehen
Im Rahmen des Innovations-Lunchs im Verkehrshaus der Schweiz trafen sich Vertreter verschiedener Unternehmungen, und vermittelten den letzten Stand der Dinge in Bezug auf Mobilität ohne Schranken, welche vorsieht, dass mit einem einzigen Chip die Reiseroute beim Ein- und Aussteigen, ja sogar beim Platzwechsel innerhalb eines Zuges aufgezeichnet und später verrechnet wird.
Das System nennt sich BIBO und bedeutet "be in be out". Es solle mit diesem System ein GA- Komfort für alle kreiert werden, so die Aussage von Regierungsrat Matthias Michel aus Zug. Dabei sei es wichtig, dass die Politik für dieses Anliegen gewonnen werde. Verschiedene Referenten aus der Dienstleistungs- und Industriebranchen führten aus, dass die bestehenden technischen Lösungen ausgereift und marktreif seien. Ebenso seien allfällige Datenschutzproblem bereits jetzt lösbar.
Einzig der Vertreter der SBB gab sich sehr zurückhaltend bis skeptisch und meinte, dass die Umsetzung Zeit brauche und eine Politik der kleinen Schritte angezeigt sei. Wenn man aber in der Folge erfährt, dass sich diese Zeitspanne bis 2023 erstrecken solle, kommen doch erhebliche Zweifel am Willen der SBB auf.
Diese Zweifel verstärkten sich in der anschliessenden Diskussion erheblich und den SBB wurde vorgeworfen, an einer schnellen Einführung gar nicht interessiert zu sein. Oder will die SBB gar einen eigenen Zug fahren und eine eigene Lösung erarbeiten? Es gibt ja fast keinen anderen Grund, weshalb sich die SBB so viel Zeit lassen will.
Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs wundert sich über diese Haltung. Es gilt jetzt, bestehende Möglichkeiten wahrzunehmen und eine Zusammenarbeit zu suchen, die diesen Namen auch verdient, damit eine zukunftsträchtige Lösung gefunden wird. Eigene Wege sind hie und da nicht schlecht – in diesem Fall führen sie aber klar ins Abseits. Deshalb fordert Pro Bahn Schweiz die SBB auf, bei der Lösung dieses Problems am gleichen Strick zu ziehen – und das bitte in die gleiche Richtung (Pressemeldung Pro Bahn Schweiz, 26.11.14).

RechteckSchweiz: SBB verkauft ihren Hauptsitz in Bern Wankdorf
Die SBB verkauft ihren Hauptsitz in Bern Wankdorf und wird per 1. Januar 2015 Mieterin. Mit diesem sogenannten "Sale-and-Rent-back"-Verfahren ver-meidet die SBB eine langfristige Bindung von Kapital in eigengenutzten Ge-bäuden. Dadurch stehen diese Mittel für Investitionen zur Verfügung.
Die SBB hat im November 2013 entschieden, die Kapitalbindung bei eigengenutzten Bürogebäuden zu reduzieren, um die Verschuldungssituation zu entlasten und die Flexibilität bei der Gebäudenutzung zu erhöhen
Deshalb hat die SBB ihren Hauptsitz in Bern Wankdorf im Sale-and-Rent-back-Verfahren verkauft. Mittels eines im Mai 2014 gestarteten Bieterverfahrens hatten schweizerische und ausländische Investoren die Möglichkeit, der SBB im gegenseiti-gen Wettbewerb ein Angebot für die beiden Gebäude Atrium- und Längsbau des SBB Hauptsitzes in Bern Wankdorf zu unterbreiten. Nach einem zweistufigen Aus-wahlverfahren hat sich die SBB für die Immobilien-Anlagestiftung Turidomus der in Zürich domizilierten Pensimo Management AG als Käuferin entschieden. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Am 24. November erfolgte die notari-elle Beurkundung des Gebäudeverkaufs. Die Eigentumsübertragung erfolgt Ende Dezember 2014; ab dem 1. Januar 2015 ist die SBB in ihrem Hauptsitz Mieterin mit einem langfristigen Vertrag. Das Modell Miete trägt zur nachhaltigen Finanzierung der SBB bei, was die öffentliche Hand entlastet und den Kundinnen und Kunden zu-gutekommt. Der SBB stehen die Mittel aus dem Verkauf für Investitionen zur Verfü-gung. Zudem bietet es ausreichende Stabilität verbunden mit einem genügenden Mass an Flexibilität.
Seit Ende September arbeiten rund 1 900 Mitarbeitende aus den Konzernbereichen und den Divisionen Infrastruktur und Immobilien im neuen Hauptsitz. Mit dem sogenannten " Sale-and-Rent-back"-Verfahren vermeidet die SBB eine Ka-pitalbindung in nicht betriebsnotwendige Immobilien. Dies trägt zur Entlastung der Verschuldung bei und erhöht gleichzeitig die Flexibilität in der Gebäudenutzung. Die dadurch freiwerdenden Mittel werden in strategisch wichtige Geschäftsfelder inves-tiert. Das Sale-and-Rent-back-Verfahren ist bei grossen öffentlichen und privaten Schweizer Unternehmen marktüblich (Pressemeldung SBB, 26.11.14).

RechteckSchweiz: Strategische Partnerschaft von SBB und PostFinance
Die SBB und TWINT AG, ein Tochterunternehmen der PostFinance, gehen eine strategische Partnerschaft ein. Damit steht das digitale Portemonnaie TWINT auch für Einkäufe in den Bahnhöfen zur Verfügung. Ab nächstem Frühling startet die erste Anwendung im Bahnhofsumfeld.
Künftig können Kunden mit TWINT ohne Bargeld oder Plastikkarte einfach, sicher und schnell mit ihrem Smartphone einkaufen, von unterwegs bestellen und den Einkauf ohne Wartezeiten am Bahnhof abholen. TWINT, eine Tochtergesellschaft der PostFinance, bringt die erste integrierte Payment- und Shopping-App auf den Schweizer Markt. Ziel ist es, dass Kundinnen und Kunden in möglichst vielen Bereichen der SBB die Anwendung nutzen können. TWINT und die SBB werden im Rahmen einer strategischen Partnerschaft künftig die Entwicklungen in diesem Bereich vorantreiben. "Dank der strategischen Partnerschaft mit der PostFinance-Tochter können wir unseren Kunden schon bald ein digitales Portemonnaie anbieten, das hohen Komfort und Zeitersparnisse verspricht", sagt Jürg Stöckli, Leiter SBB Immobilien.
"Mit ihren hohen Frequenzen sind die Bahnhöfe der perfekte Ort für den täglichen Einsatz von TWINT. Gemeinsam mit der SBB und den Geschäften vor Ort werden wir innovative Funktionen im Bahnhofsumfeld testen und bei Erfolg fix einführen" bemerkt Thierry Kneissler, CEO von TWINT.
Aufgrund des Synergiepotentials wird die SBB die Entwicklung einer eigenen Lösung in diesem Bereich nicht weiterverfolgen. Die Entwicklung und die Investitionen trägt die TWINT AG. Die SBB fokussiert sich auf den Einsatz von TWINT in ihren Bahnhöfen und den dortigen Einkaufsläden in enger Zusammenarbeit mit den Mietern (Pressemeldung SBB, 26.11.14).

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