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LOK Report – News von Mittwoch, 04.03.15

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Foto Ryszard Rusak

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Gesetzentwurf zum ÖPNV-Pakt
im Landtag Baden-Württemberg

Absatzlinie
Baugrube für das Portalbauwerk
in Ulm fertiggestellt

Absatzlinie
St. Petersburg erhält acht
neue moderne Metro-Garnituren

Absatzlinie
Das Netz der Metro Valencia
wächst um 9,4 km

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Ryszard Rusak

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Stuttgart 21 umfassend barrierefrei
Die Interessen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollen in die Ausführungs-planungen des Bahnprojekts Stuttgart 21 eingebunden werden. Dazu haben die Deutsche Bahn AG und das Bündnis Barrierefreies Stuttgart 21 am 21. November 2012 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/4072) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Grünen (18/3948). Insgesamt werde der neue Hauptbahnhof umfassend barrierefrei ausgestattet, heißt es weiter. Jeder Bahnsteig verfüge über drei Aufzüge (Pressemeldung Deutsche Bahn, 04.03.15).

RechteckDeutsche Bahn: Bund und Bahn wollen Schienenverkehrslärm halbieren
Die Reduzierung des Schienenverkehrslärms ist und bleibt für die Bundesregierung und die Deutsche Bahn ein zentrales Vorhaben. Anlässlich der öffentlichen Vorstellung des "InfoPunktes Lärmschutz" im Heinrich-Hertz-Institut in Berlin bekräftigten Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube das gemeinsame Ziel, den Schienenverkehrslärm bis 2020 zu halbieren. Im Fokus stehen dabei die zügige Umrüstung der Güterwagen auf die Flüsterbremse sowie die konsequente Lärmsanierung von hochbelasteten Strecken.
"Wir werden den Bahnlärm im Interesse der Anwohner hörbar verringern. Wir fördern die Umrüstung von Güterwagen auf Flüstertechnik, die das Fahrgeräusch der Züge stark reduziert. Güterwagen, die nicht auf lärmmindernde Technik umgerüstet sind, werden ab 2020 das deutsche Netz nicht mehr befahren dürfen. Dafür bereiten wir jetzt ein Gesetz vor. Zudem verbessern wir den Lärmschutz an den Strecken selbst. Für neue Strecken gelten seit diesem Jahr neue, strengere Grenzwerte. Und für die Sanierung bestehender Strecken haben wir die Mittel um 30 Prozent auf 130 Millionen Euro im Jahr erhöht", erklärte Bundesverkehrsminister Dobrindt.
"Im vergangenen Jahr haben wir alle unsere Ziele beim Lärmschutz erreicht. Klar ist aber auch, dass wir die Lärmminderung weiter vorantreiben müssen. Wir verstärken unsere Planungen bei der Lärmsanierung, um in den kommenden Jahren noch mehr Maßnahmen umsetzen zu können und bei der Umrüstung der Güterwagen machen wir auch in Zukunft Tempo. Darüber hinaus wollen wir den Dialog mit der Politik, den Verbänden und den vom Lärm betroffenen Bürgern intensiv fortführen und ausbauen. Denn nur, wenn wir transparent und offen kommunizieren, werden wir die notwendige Akzeptanz für den Schienengüterverkehr erreichen", so Grube.
Bis heute haben Bund und Bahn über eine Milliarde Euro für die Lärmsanierung von rund 1.400 Kilometern Schienenstrecke und 53.400 Wohnungseinheiten investiert, wobei die DB sich mit über 100 Millionen Euro beteiligte. Weiterhin kamen vom Bund finanzierte Sonderprogramme in Höhe von über 100 Millionen Euro hinzu. Auch bei der Umrüstung der Güterwagen liegt die Bahn in ihrem ambitionierten Zeitplan bis 2020 alle 60.000 Güterwagen von DB Schenker Rail auf Flüsterbremse umzurüsten. In den letzten Monaten wurden über 5.700 Bestandsgüterwagen umgerüstet. Zusammen mit dem neuen Rollmaterial sind bereits 14.500 leise Wagen unterwegs, bis Ende dieses Jahres sollen es 20.000 sein.
Mit der Eröffnung des "InfoPunktes Lärmschutz" im Berliner Heinrich-Hertz-Institut fügt die DB ihrem umfangreichen Informationsangebot beim Thema Lärmschutz ein weiteres wichtiges Format hinzu. In einem sogenannten "TiME Lab" können bis zu 20 Besucher gleichzeitig die Wirkung von Lärmschutzmaßnahmen in einer bislang einzigartigen Qualität erleben. Die 180 Grad Panoramaprojektion in Verbindung mit der räumlichen Tonwiedergabe mit 140 Lautsprechern stellt die Effekte verschiedener Maßnahmen, wie zum Beispiel unterschiedlich hohe Wände oder Güterzüge mit Flüsterbremse, absolut wirklichkeitsnah dar.
Mit diesem neuen Informationsangebot will die DB vor allem den bereits laufenden Dialog mit politischen Mandatsträgern, Verbänden sowie Bürgerinitiativen intensivieren. Das Angebot ergänzt die bereits bestehenden Informationsangebote wie beispielsweise das Infomobil Lärmschutz, bei denen die DB zusammen mit den Partnern VPI und InfraDialog Deutschland schon heute vor Ort die Lärmschutzmaßnahmen vorstellen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 04.03.15).

RechteckDeutsche Bahn: Inside.bahn.de - das neue Netzwerk für Bahnkunden
Wer es eilig hat, vergisst schnell etwas. So wie Sabine. Als sie in Frankfurt ausstieg, blieb ihre Tasche im Regional-Express liegen. Wie Sabine das Gepäckstück mithilfe des Fundservices der Deutschen Bahn zurückbekommt, erzählt www.inside.bahn.de*, das neue digitale Angebot der Deutschen Bahn (DB). Hier erhalten Kunden wie Sabine viele Anregungen und Hintergrundinformationen.
Inside.bahn.de ergänzt das Angebot von bahn.de und dreht sich natürlich um das Bahnfahren in (beinahe) allen Lebenslagen. Auf inside.bahn.de blicken Bahnfans, Pendler und Gelegenheitsreisende hinter die Kulissen und erfahren zum Beispiel, warum Züge gelegentlich in umgekehrter Wagenreihung unterwegs sind. Auf dem neuen Portal erhalten Reisende auch zahlreiche Tipps: beispielsweise wie sie am besten einen freien Platz finden, welche Angebote es für Reisende mit Handicap gibt oder wie man besonders günstig reisen kann. Wer noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel ist, kann sich ebenfalls von den Vorschlägen auf inside.bahn.de inspirieren lassen. Selbstverständlich finden Bahnfahrer auf dem neuen Portal auch aktuelle Angebote und Aktionen oder erfahren, wie man den Verspätungs-Alarm einrichtet oder ein Handy-Ticket bucht. Jede Woche wird das bunte und unterhaltsame Themenangebot um neue Beiträge ergänzt.
Per Kommentarfunktion kann jeder mitdiskutieren, Fragen stellen und Impulse für neue Themen setzen. Ein erfahrenes Team ergänzt, erläutert und moderiert inside.bahn.de. Die Anmeldung für die Kommentarfunktion ist ganz einfach: Wer bereits bei "Meine Bahn" registriert ist, muss nur die Zugangsdaten eingeben. Neulinge registrieren sich mit wenigen Klicks und diskutieren auf inside.bahn.de mit. Serviceanfragen können Bahnreisende wie bisher über Facebook (facebook.com/dbbahn) und Twitter (twitter.com/db_bahn) an die Deutsche Bahn richten. Alle Infos zu inside.bahn.de sind im Artikel "A bis Z" übersichtlich aufbereite (Pressemeldung Deutsche Bahn, 04.03.15).

Industrie

RechteckAbellio: Prof. Dr. Ronald Pörner in den Beirat berufen

Die deutsche Abellio-Gruppe, eine der führenden privaten Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr in Deutschland, hat Prof. Dr. Ronald Pörner (57) in ihren Beirat berufen. Der frühere Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. unter-stützt das Unternehmen mit seiner langjährigen Expertise, speziell im Bereich der weiteren Liberalisierung des Bahnnetzes, und mit einem erstklassigen Netzwerk zu den Stakeholdern in Politik und Wirtschaft.
Seit Anfang März 2015 widmet sich Prof. Dr. Pörner wieder akademischen Aufgaben an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. "Neben der wissenschaftlichen Arbeit werde ich als Beirat für Abellio tätig sein und auf diesem Wege den Wettbewerb auf der Schiene weiter mit vorantreiben. Ich freue mich darauf, das Abellio-Team als Beirat zu unterstützen und meine vielfältigen Erfahrungen einfließen zu lassen. Ich habe die Entwicklung des Unternehmens verfolgt und sehe dort großes Potenzial für die Zukunft. Daran möchte ich beratend mitwirken", sagte Prof. Pörner zu seinem künftigen Engagement. "Mit Professor Pörner haben wir einen in der Branche überaus anerkannten und hervorragend vernetzten Experten für die vor uns liegenden Herausforderungen gewinnen können. Ich freue mich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit einem Pragmatiker seines Faches", stellte der Vorsitzende der Abellio-Geschäftsführung, Stephan Krenz, fest. Pörners Fähigkeiten würden Abellio helfen, nach dem Umzug des Unternehmens in die Hauptstadt Mitte April, im politischen Berlin zu einer anerkannten Adresse für bahnpolitische Themen zu werden
(Pressemeldung Abellio, 04.03.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBaden-Württemberg: Baugrube für das Portalbauwerk in Ulm fertiggestellt

Die Baugrube für das Portalbauwerk aus der Luft im Sommer 2014 und nach Fertigstellung. Fotos Deutsche Bahn/Arnim Kilgus.
Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat beim Bau des Albabstiegstunnels für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm ein wichtiges Etappenziel erreicht: Die Baugrube für das Portalbauwerk im Nordkopf des Ulmer Hauptbahnhofs ist fertiggestellt. In der nächsten Bauphase kann nun das Stahlbetonrahmenbauwerk darin erstellt werden. Für die Herstellung der Baugrube im festen Kalkgestein waren Lockerungssprengungen notwendig, die nun weitestgehend abgeschlossen sind.
Dr. Stefan Kielbassa, Projektleiter des Bahnprojekts für die Abschnitte Albhochfläche, Albabstiegstunnel und Einbindung Ulm Hauptbahnhof: "Die heutige Fertigstellung der Baugrube ist eine wichtige Etappe für die Anbindung der Neubaustrecke an das bestehende Bahnnetz in Ulm. Wir liegen exakt im Zeitplan. Nun erstellen wir das Portalbauwerk und bereiten parallel die Ausschreibung der weiterführenden Bauleistungen im Bahnhof ab 2016 vor."
Mit dem Baukonzept der Projektgesellschaft konnten die Einschränkungen infolge der Sprengungen sowohl im Straßen- als auch im Bahnverkehr gering gehalten werden. "Die Kienlesbergstraße musste in der Regel immer nur für wenige Minuten gesperrt werden, dadurch konnten wir diese wichtige Verkehrsachse der Stadt Ulm weitestgehend freihalten", so Kielbassa. Die Sprengungen erfolgten jeweils während Zugpausen in verkehrsarmen Zeiten. Der DB-Projektleiter weiter: "Wir danken den Anwohnern für das uns entgegengebrachte Verständnis für die Bauarbeiten."
Das Kalkgestein der Portalgrube weist eine hohe Qualität auf. Deshalb konnte er als wertvoller Baustoff an anderen Stellen des Bahnprojekts und auf Straßenbaustellen in Ulm wiederverwendet werden. Lange Transportwege zu Entsorgungsanlagen konnten dadurch vermieden werden.
23 Meter über der nun fertiggestellten Baugrube befindet sich seit November 2014 das Besucherzentrum des Bahnprojektes. Auf rund 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche können sich die Bürgerinnen und Bürger über das Eisenbahninfrastrukturprojekt informieren. Das Gesamtprojekt sowie die lokalen Baumaßnahmen werden umfangreich vorgestellt. Durch das Panoramafenster besteht uneingeschränkte Aussicht auf die Arbeiten im Gleisvorfeld des Ulmer Hauptbahnhofs.
Wenn in den nächsten Monaten das Stahlbetonrahmenbauwerk fertiggestellt ist, wird anschließend über dem Bauwerk der Bahndamm für die Güterzuggleise wieder hergestellt. Als letzter Schritt wird die momentan vorhandene stählerne Hilfsbrücke ausgebaut.
Nach der für Ende des Jahres vorgesehenen Erteilung der weiteren Bauaufträge wird die Bahn die Öffentlichkeit über die weiteren Arbeiten informieren (Pressemeldung Deutsche Bahn, 04.03.15).

RechteckBaden-Württemberg: Kabinett bringt Gesetzentwurf zum ÖPNV-Pakt in den Landtag ein
Die Landesregierung hat am 03.03.2015 den Gesetzentwurf zur Fortentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Region Stuttgart gebilligt. Nun wird der Entwurf in den Landtag eingebracht und damit das parlamentarische Verfahren der Gesetzgebung eingeleitet. Ziel ist es, die Menschen zum Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen zu bewegen. Im Raum Stuttgart soll dafür der ÖPNV gestärkt und in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. 
Landesverkehrsminister Winfried Hermann erklärte: "Angesichts der Verkehrsprobleme im Ballungsraum und der Landeshauptstadt selbst und der zwingenden Notwendigkeit, die Luftschadstoffwerte zu senken, ist es notwendig, dass mehr Menschen umweltfreundliche und klimaverträgliche Verkehrsmittel benutzen. Der zwischen Land, Verband Region Stuttgart, Landeshauptstadt und umliegenden Verbund-Landkreisen im Februar geschlossene ÖPNV-Pakt wird nun auf eine gesetzliche Grundlage gestellt." Zugleich werden die in der Vergangenheit teilweise strittigen Zuständigkeiten im öffentlichen Personennahverkehr im Großraum Stuttgart zwischen dem Verband Region Stuttgart und den umliegenden Landkreisen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg sowie dem Rems-Murr-Kreis klar geregelt. 
Dem Entwurf waren monatelange Verhandlungen unter der Leitung des Landesverkehrsministers vorangegangen. "Dabei ging es immer darum, nicht nur die formalen Streitigkeiten beizulegen, sondern durch eine Abrundung der Aufgaben ein deutlich besseres ÖPNV-Angebot anzustoßen", unterstrich Minister Hermann. Im Februar 2014 schließlich hatten sich das Land, der Verbund Region Stuttgart, die Landkreise sowie die Landeshauptstadt Stuttgart auf ein umfassendes Arbeitsprogramm bis 2025 geeinigt und eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Der Gesetzentwurf setzt nun wesentliche Teile dieses Arbeitsprogramms um.
Die betroffenen Verbände sind bereits zum Gesetzentwurf angehört worden. Die eingegangenen Anregungen wurden sorgfältig geprüft und sind teilweise in den Gesetzentwurf eingeflossen. 
"Die vernetzte und nachhaltige Mobilität in der Region Stuttgart wird spürbar gestärkt", sagte Minister Hermann. Der Verband Region Stuttgart sei zukünftig für neu zu schaffende Expressbuslinien zuständig, welche das S-Bahn-System ergänzen und entlasten sollen. Dies geschehe im Einvernehmen mit den Stadt- und Landkreisen. "Die Expressbuslinien haben das Ziel, die Mittelzentren und wichtige Verkehrsknotenpunkte im Raum Stuttgart miteinander zu verbinden, wo es bislang keine S-Bahn-Verbindungen gibt. Denn das bestehende S-Bahn-Netz ist weitgehend sternförmig auf das Zentrum Stuttgart ausgerichtet. Die Expressbuslinien werden die Querverbindungen in diesem Netz schließen. Die Fahrgäste kommen so schneller ans Ziel, ohne das belastete S-Bahn-Netz in Anspruch nehmen zu müssen." Zunächst werde der Verband Region Stuttgart mit drei Linien im Dezember 2016 beginnen und nach einer Testphase mit weiteren Linien folgen.
Außerdem werde unter Federführung des Verbands Region Stuttgart das regionale Verkehrsmanagement verbessert. Zudem werde dem Verband Region Stuttgart neu die Kompetenz zur Vernetzung der Verkehrsträger sowie zur Verkehrssteuerung zugewiesen. Dabei würden zum Beispiel die Angebote zu Park & Ride, Bike & Ride und zum Carsharing finanziell gefördert. Auch die Vermittlung von Mitfahrmöglichkeiten, das betriebliche Mobilitätsmanagement und Radroutenplanung sollen optimiert werden. "Damit werden die einzelnen Verkehrsmittel gezielt aufeinander abgestimmt und besser vernetzt", sagte Hermann.
Daneben werde der Verband Region Stuttgart künftig eine Allgemeine Vorschrift im Einvernehmen mit den Landkreisen und dem Land erlassen. Diese regle die Anwendung des VVS-Tarifs für die Integration des Busverkehrs in der Verbundstufe 2. Damit verbunden sei auch der finanzielle Ausgleich an die Busunternehmen, der durch die Anwendung des VVS-Tarifs entstehe.
Für die Landkreise wird im Gegenzug die alleinige Zuständigkeit für das Fahrplanangebot im Busverkehr außerhalb der Expressbusse sowie für die Nebenbahnen festgeschrieben. Die Landkreise haben sich verpflichtet, in den kommenden Jahren schrittweise auf allen Zubringerbuslinien zur S-Bahn einen zuverlässigen 30-Minuten-Takt einzuführen. Der formale Kompetenzstreit zwischen Landkreisen und dem Verband Region Stuttgart war die Ursache für die Verhandlungen über einen ÖPNV-Pakt 2025. Minister Hermann sagte: "Dieser Pakt für eine zukunftsfähige Mobilität, auf den sich alle beteiligten Partner verständigt haben, nutzt den Menschen und der Wirtschaft in der Region." (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 04.03.15).

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Vorbestellung möglich: Band 2 erscheint Mitte März
LOK Report

 

RechteckSachsen-Anhalt: Harzer Schmalspurbahnen passen Tarife zum 10. März an
Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) passt ab dem 10. März ihre aktuellen Tarife der wirtschaftlichen Entwicklung an. Hiervon sind unter anderem der Grundpreis für den gefahren Kilometer sowie der einheitliche Brocken-Sondertarif betroffen.
Hintergrund für die Tarifanpassung sind die in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens gestiegenen Aufwendungen, die diese Maßnahme unumgänglich machen. So werden auf der Harzquer- und Selketalbahn, für die ein entfernungsabhängiger Tarif gilt, die Fahrpreise um jeweils 2 Cent pro gefahrenen Kilometer erhöht. Durch die minimale Anpassung bleiben rein rechnerisch allerdings die Fahrpreise für einzelne Relationen identisch. So kosten beispielsweise die Fahrten von Wernigerode nach Schierke auch weiterhin 10,00 Euro oder die Hin- und Rückfahrt von Quedlinburg nach Gernrode nach wie vor 6,00 Euro. Angehoben werden hingegen die Preise für Fahrten von Wernigerode nach Drei Annen Hohne oder von Quedlinburg nach Alexisbad.
Der Sondertarif zum Brocken, welcher einheitlich von allen HSB-Stationen im 140,4 km langen Streckennetz gilt, bleibt auch zukünftig bestehen. Er wird im Zuge der Tarifanpassung auf 24,00 Euro für die einfache Fahrt sowie auf 37,00 Euro für Hin- und Rückfahrten angehoben. Die Preise für Zeit- und Minigruppenkarten verändern sich entsprechend. Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren zahlen weiterhin die Hälfte des gültigen Fahrpreises.
In der thüringischen Nahverkehrs-Sonderzone zwischen Nordhausen und Ilfeld wird die seit 2004 bestehende Harmonisierung mit den Tarifen der Verkehrsbetriebe Nordhausen (VBN) fortgeführt. Eine entsprechende Tarifanpassung wurde hier seitens der VBN bereits zum 01. März vollzogen (Pressemeldung HSB, 04.03.15).

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckWechsel in der Geschäftsführung der Deutsche Bahn Stiftung
Die Deutsche Bahn Stiftung hat einen neuen Geschäftsführer. Dr. Bastian Grunberg, bisheriger Leiter des Fachkuratoriums DB Museum, hat das Amt zum 1. März 2015 übernommen. Er löst damit Ulrich Klenke ab, der die Deutsche Bahn zum 1. April verlässt und auch sein Amt innerhalb der Deutsche Bahn Stiftung aufgibt.
Tobias Geiger, Vorsitzender der Geschäftsführung, anlässlich des Wechsels: "Ich bedanke mich bei Ulrich Klenke für die äußerst konstruktive Zusammenarbeit der vergangenen beiden Jahre. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, unsere junge Stiftung am Stiftungsmarkt zu positionieren und inhaltlich zu entwickeln."
Grunberg ist seit 2003 bei der Deutschen Bahn. Aktuell leitet der 39-Jährige den Bereich Markenführung und Marketinganalysen. Seit Gründung der Deutsche Bahn Stiftung 2013 hat er den Vorsitz des Fachkuratoriums DB Museum inne. Grunberg über seine neue Rolle: "Ich freue mich, die Arbeit der Deutsche Bahn Stiftung zusammen mit dem engagierten Team langfristig weiterzuentwickeln. Mein Ziel ist es, das Handeln der Stiftung so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, um Menschen am Rande der Gesellschaft bestmöglich zu helfen. Darüber hinaus ist es mir ein wichtiges Anliegen, das DB Museum zu einem noch wirkungsvolleren Botschafter unserer Aktivitäten zu machen."
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 04.03.15).

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LOK Report 03/15

LOK Report Ausgabe 03/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin
Foto Thomas SplittgerberFoto Thomas Splittgerber
Die BVG hat ihren zweiten Protypen Ik pünktlich geliefert bekommen. Die fotos zeigen die Überführung eines Mittelteils vom 1026 2-3 von Stadler Velten (Mark) zum U-Bw Berlin Grunewald auf dem Straßenroller der Spedition Universal Transport (Thomas Splittgerber, 04.03.15).

RechteckKatowice
Foto Ryszard RusakFoto Ryszard Rusak
Foto Ryszard RusakFoto Ryszard Rusak
In Katowice konnten die Gryffin-E-Lok von Newag Gliwice und ein Flirt von Stadler Polska fuer GySEV Ungarn auf dem Weg zum zum Grenzbahnhof Chaupki fotografiert werden
(Ryszard Rusak, 04.03.15).

RechteckNaumburg
Foto Frank ThomasFoto Frank Thomas
Foto Frank ThomasFoto Frank Thomas Der Verkehr am Vormittag des 28.02.2015 zeigte sich auf der Thüringer Bahn in Naumburg (Saale) Hbf bei schönstem Fotowetter sehr abwechslungsreich. So konnte u.a. die in Sachsen-Anhalt doch eher selten verkehrende EVB 420 12 mit einem Containerzug Richtung Weißenfels fotografiert werden. Weiterhin war eine Stopfmaschine der Monti Gleisbau GmbH ebenfalls in Richtung Weißenfels unterwegs. Die 101 102-2 schob den IC 2340 nach Frankfurt (M) Flughafen Fernbf und der 672 911 der Burgenlandbahn war als RB 34870 (Naumburg (Saale) Ost - Wangen (Unstrut) unterwegs (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 04.03.15)
.

RechteckPraha -Vysočany
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Am 26. Februar fotografierte ich am Bhf Praha-Vysočany die 451 096-2 mit alten Stromabnehmern. Bei niedrigem Licht spiegelt sich in ihnen die Sonne. Der planmäßige Einsatz der BR 451 geht langsam zum Ende. Das Schicksal des alten Bahnhofsgebäudes Praha-Vysočany ist auch ungewiss. Das zweite Foto zeigt den Schnellzug R 949 "Bohumil Hrabal" nach Hradec Králové (König-Grätz).
Am Bhf Praha-Vysočany ist noch eine Gaststätte mit Budweisser-Bier und Kiosk. In Vysočany verzweigten sich die Strecke nach Praha-Liebeň untere Bhf und Těšnov (Prag- ÖWNB Moldau). Die Strecken wurde im Jahre 1972 (nach Těšnov) und 1984 (nach Libeň untere Bhf und Güterbahnhof Těšnov) stillgelegt. Seit 2013 ist hier ein ESTW (Martin Kubik, 04.03.15).

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Tanago

Europa

RechteckRussland: St. Petersburg erhält acht neue moderne Metro-Garnituren

Das Unternehmen OOO VAGONMASH, welches Teil der Škoda Transportation Gruppe ist, wurde offiziell zum Sieger der Ausschreibung über acht sechstteilige Metrogarnituren für die Linie 3 in St. Petersburg erklärt. Der Gesamtwert des Auftrags liegt bei rund 3,8 Milliarden Rubel.
"Das zur Škoda Transportation Gruppe gehörende Petersburger Unternehmen OOO VAGONMASH wurde zum Sieger der Ausschreibung erklärt, der Vertrag sollte in den nächsten Tagen unterschrieben werden. Damit schließen wir an unsere vorangegangene Lieferung von neun sechsteiligen Zügen des Typs NeVa an, die bereits erfolgreich in Dienst gestellt wurden. Wir bestätigen damit, dass unsere Produkte qualitativ hochwertig und konkurrenzfähig sind und somit auch in großen Metropolen zur Verjüngung der Fuhrparks beitragen", erklärt Tomáš Krsek, Vorstandsvorsitzender von Škoda Transportation.
 Die neuen Metrozüge für St. Petersburg erfüllen nicht nur alle Sicherheitsnormen, sie sind auch mit neuen Technologien ausgestattet und erhöhen nicht zuletzt auch den Komfort der Fahrgäste. Einer der größten Vorteile der Garnituren ist das deutlich niedrigere Gewicht im Vergleich zu den bestehenden Garnituren russischer Konzeption. Die Verkleidung des Wagenkastens wurde aus leichten Aluminium-Sandwichpanelen gefertigt. Die Fahrzeuge nutzen außerdem die Möglichkeit der Energierückgewinnung beim Bremsvorgang, womit im Vergleich zu den heute eingesetzten Garnituren rund 30% der Energie eingespart werden kann. Die Garnituren werden von der OOO Vagonmash in St. Petersburg hergestellt.
Den Fahrgästen wird auch ein übersichtliches audiovisuelles Informationssystem zur Verfügung stehen, das die Lautsprecherdurchsagen ergänzen wird. Die Sicherheit der Fahrgäste und der Fahrer wird durch ein Kamerasystem samt Datenaufzeichnung sichergestellt.
Die Geschichte des Projekts zum Bau der neuen Metrozüge reicht bis ins Jahr 2007 zurück, als der Prototyp der Fahrzeuge entwickelt wurde. Der erste Wagon der neuen Garnitur wurde im Juli 2009 in St. Petersburg vorgestellt und erhielt einen prestigeträchtigen Preis in der Kategorie bestes St. Petersburger Innovationsprojekt im städtischen Bereich. Der erste Zug aus der neuen Bestellung sollte gemäß dem Vertrag im Jahr 2015 übergeben werden, zwei Fahrzeuge im Jahr 2016 und die restlichen fünf im Jahr 2017. Die Fahrzeuge werden auf der Linie 3 der St. Petersburger Metro eingesetzt werden (Pressemeldung Skoda, 04.03.15).

RechteckSpanien: Das Netz der Metro Valencia wächst um 9,4 km

Am 6. März nimmt die Metro Valencia eine 9,4 km lange Neubaustrecke mit vier weiteren Stationen in in Betrieb. Diese Strecke ist eine Verlängerung der bereits bestehenden Linie zum Flughafen Manises bis zur Ortschaft Riba-roja de Turia. Gleichzeitig nimmt die neu geschaffene Linie 9 zwischen Alboraya Peris Arago und Ribaroja de Turia ihren Betrieb auf. Damit wird es den rund 24.000 Bewohnern von Ribaroja ermöglicht, in 30 Minuten das Zentrum von Valencia per Metro zu erreichen.
Die Neubaustrecke verläuft auf den ersten knapp 600 Metern unterirdisch. Sie hat ab der Station Fluhafen Manises mit La Cova, La Presa, Masía de Traver und Riba-roja del Túria vier weitere Stationen. Oberirdisch verläuft sie größtenteils auf der ehemaligen Trasse der Renfe/Adif nach Turia. Diese Linie wurde im Zuge der neuen AVE Strecke nach Valencia aufgegeben.
Die Kosten von 45 Millionen Euro trugen das Ministerium für Infrastruktur der Region Valencia mit rund 40 Mill. EUR und die FGV mit rund 5 Mill. EUR. Zum Einsatz kommen die die Fahrzeuge der Reihen 3900 oder 4300 (Helge Deutgen, Quelle FGV, 04.03.15).

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