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LOK Report – News von Mittwoch, 16.04.14

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Foto Martin Kubik

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

FS-Chef Mauro Moretti wird
CEO von Finmeccanica

Absatzlinie
Alstom baut 380 Stellen ab

Absatzlinie

Untersuchungsbericht
zur Entgleisung Huddinge

Absatzlinie
Neuausschreibung zur
Bahntechnik am Ceneri

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Martin Kubik

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: EU-Parlament bremst EU-Kommission beim Riesen-Lkw aus
Das EU-Parlament hat den jüngsten Vorstoß der EU-Kommission zurückgewiesen, den grenzüberschreitenden Einsatz von Riesen-Lkw zwischen Nachbarstaaten per Richtlinienänderung zu erlauben.
„Wir freuen uns, dass die Parlamentarier wachsam genug waren und in dem Vorstoß der Kommission den Wolf im Schafspelz entdeckt haben“, sagte der Koordinator des europaweiten Bündnisses „No Mega Trucks“, Martin Roggermann am Dienstag in Berlin. „Die Erlaubnis grenzüberschreitender Fahrten für übergroße Lkw im Rahmen einer harmlos erscheinenden Aerodynamik-Richtlinie wäre der Dammbruch gewesen, mit dem die Gigaliner in vielen Ländern Europas Einzug gehalten hätten“, sagte Roggermann.
Die EU-Kommission sei jetzt gefordert, eine echte Risikoabschätzung vorzulegen, sagte der „No Mega Trucks“-Koordinator. Das Bündnis, dem EU-weit 240 Organisationen und Verbände angehören, wird in Deutschland unter anderem von der Allianz pro Schiene getragen.
Roggermann erinnerte daran, dass in Deutschland seit mehr als zwei Jahren ein hochumstrittener Test mit Riesen-Lkw laufe, gegen den mehrere Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig seien.
„Die EU zeigt dem Gigaliner das Stoppschild und schlägt mit Sicherheitsverbesserungen und aerodynamischen Optimierungen bei den Fahrzeugmaßen einen grundsätzlich anderen Weg ein als der deutsche Testlauf“, sagte Roggermann. Vor diesem Hintergrund warte „No Mega Trucks“ mit Spannung auf die Entscheidung aus Karlsruhe, die noch für dieses Jahr angekündigt sei.
Kritiker der überdimensionierten Lastwagen bemängeln am Konzept Riesen-Lkw wettbewerbsverzerrende Kostenvorteile zugunsten des Straßengüterverkehrs. Die Folge wäre, dass Güter von umweltfreundlichen Verkehrsträgern wie Güterbahn oder Binnenschiff zurück auf die Straße verlagert werden (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 16.04.14).

RechteckGDL: 98 Prozent stimmen für Arbeitskampf bei der Rostocker Straßenbahn
98 Prozent der Lokomotivführer und Zugbegleiter bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) haben für einen Arbeitskampf votiert. Das hat die Auswertung der Urabstimmung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Frankfurt am Main gezeigt. 90 Prozent der aufgerufenen 55 Lokomotivführer und Zugbegleiter haben sich an der Urabstimmung beteiligt.
„Die Beteiligung und die Zustimmungsquote zeigen einmal mehr, wie geschlossen unsere Mitglieder hinter unserer Politik stehen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky und weiter: „Die Kollegen sind hoch motiviert und wissen, wofür sie kämpfen. Sie werden nicht eher ruhen, bis sich der Arbeitgeber bewegt.“
Statt endlich ein akzeptables Angebot vorzulegen, droht das Unternehmen unverhohlen damit, den Subunternehmervertrag mit der DB Regio AG zum 30. Juni 2014 zu kündigen und damit die Arbeitnehmer zu entlassen.
Die GDL wird jedenfalls nicht zulassen, dass die Lokomotivführer weiterhin für 20 Prozent unter Tarifniveau des Flächentarifvertrags für Lokomotivführer (BuRa-LfTV) arbeiten müssen, der schon für 97 Prozent der Lokomotivführer in Deutschland gilt. Die Arbeitskämpfe werden künftig noch heftiger ausfallen als die bisherigen. Nur mit einem akzeptablen Angebot lassen sie sich verhindern.
Weselsky: „Es ist an der Zeit, dass die RSAG den Tarifkonflikt beendet. Je länger der Streik dauert, desto teurer wird es für das Unternehmen.“ Die GDL fordert die Einführung der Flächentarifverträge für Lokomotivführer und Zugbegleiter (BuRa-ZubTV). Die RSAG lehnt jedoch deren entscheidenden Kernbestimmungen zu Entgelt und Zulagen ebenso ab wie eine vernünftige Stufenanpassung an das Tarifniveau (Pressemeldung GDL, 16.04.14).

RechteckVDEI-Akademie: BMVI übernimmt die Schirmherrschaft
Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, übernimmt für die neue Legislaturperiode die Schirmherrschaft über die VDEI-Akademie für Bahnsysteme. VDEI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Frank Lademann und Akademie-Leiter Dipl.-Ing. MBA Frans Heijnen nahmen diese Nachricht hoch erfreut entgegen. „
Wir freuen uns besonders, dass die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem BMVI fortgeführt werden kann. Lebens- und arbeitsbegleitendes Lernen ist gerade für Eisenbahningenieurinnen und -ingenieure überaus wichtig, damit sie mit den immer komplexeren Anforderungen der modernen Technik Schritt halten können. Wir vom Verband der Deutschen Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) bieten mit unserer Akademie die Bildungsplattform für alle Ingenieurinnen und Ingenieure im gesamten Spektrum des Systems Bahn. Mit dem BMVI haben wir hierfür einen starken Partner an unserer Seite.“, so Lademann.
Das Bundesverkehrsministerium – damals noch Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – ist seit der Gründung der Akademie im Jahr 2010 Schirmherr derselben. Seit dieser Zeit wird das Angebot an Fort- und Weiterbildungsaktivitäten kontinuierlich weiter ausgebaut. Vor allem die Fachtagungen sind einzigartig in der Bahnbranche: Die traditionell etablierten wie die zur Eisenbahntechnik, zum Oberbau oder zum Konstruktiven Ingenieurbau sind genauso gefragt wie die neu initiierten VDEI-Nachhaltigkeitsforen, die sich brandaktuellen Themen wie Recycling oder Lärmschutz widmen.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Seminaren und Workshops zu Themen wie Trassierung von Eisenbahnen, Bauen unter Betrieb, Brand- oder Blitzschutz oder auch zu rechtlichen Grundlagen.
Die breite Fachkompetenz gewährleisten die Mitglieder der Akademie. Diesem Expertenkreis gehören neben den Sprechern der vier VDEI-Fachbereiche Lehrende sowie aktiv tätige Experten, Gutachter und Dozenten der Bahnbranche an. Die Teilnehmer werden so zu effizientem, wirtschaftlichem und sicherheitsbewusstem Handeln qualifiziert.
Das Management und die Organisation aller Veranstaltungen liegen in den Händen der VDEI-Service GmbH in Berlin (Pressemeldung VDEI-Akademie für Bahnsysteme, 16.04.14).

Industrie

RechteckStadler: Aeroexpress-Züge in der Endmontage
Foto Stadler
Peter Spuhler (links) und Alexey Sorokin im Werk Altenrhein anlässlich der offiziellen Zeremonie vom 15.04.2014.
Die ersten von 25 Doppelstocktriebzügen für den Russischen Bahnbetreiber Aeroexpress sind beim Schweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler Rail in der Endmontage. Gemeinsam haben Aeroexpress und Stadler heute im Werk Altenrhein zusammen mit Gästen aus Politik und Wirtschaft den offiziellen Montagestart gefeiert. Die Züge werden ab Mitte 2015 auf den S-Bahn-Linien zwischen dem Moskauer Stadtzentrum und den drei internationalen Flughäfen Sheremetyevo, Vnukovo und Domodedovo eingesetzt. Die ersten drei Züge werden komplett in Altenrhein gebaut. Ab dem vierten Zug erfolgen Wagenkastenbau und Endmontage im neuen Stadler-Werk in Minsk.
Aeroexpress bestellte im Mai 2013 bei Stadler 16 vierteilige und 9 sechsteilige Doppelstocktriebzüge, die bis Ende 2016 ausgeliefert werden. Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group unterstreicht die Bedeutung dieses Auftrages: "Dieser zweite Auftrag aus Russland stellt für uns einen bedeutenden Meilenstein in der Firmengeschichte dar. Unsere Züge geniessen bereits in vielen Ländern in Europa einen sehr guten Ruf. Dank der neuen Züge wird jeder ankommende Flugpassagier, der nicht im berüchtigten Moskauer Stau stehen will, mit unseren Zügen ins Stadtzentrum fahren können. Dies erfüllt uns mit grossem Stolz."
Die Stadler Rail Group ist für Aeroexpress zu einem strategischen Partner geworden, seitdem sie 2013 in Moskau an einer internationalen Ausschreibung teilgenommen und den Zuschlag erhalten hat. Durch die neue Doppelstockflotte erhöht sich die Transportkapazität der Aeroexpress-Züge um 30 bis 40 Prozent.
"Wir hoffen auf die schnelle Zulassung des Rollmaterials in Russland, sodass der kommerzielle Betrieb so rasch wie möglich aufgenommen werden kann. Aeroexpress ist eines der wenigen privaten russischen Eisenbahnunternehmen, die neues Rollmaterial auf eigene Kosten erwerben. Wir haben bei der Konstruktion und beim Engineering eine aktive Rolle übernommen. Während der gesamten Produktionsphase haben wir effektiv mit Stadler zusammengearbeitet", verkündete Alexey Sorokin, Chief Operating Officer von Aeroexpress, bei einer Pressekonferenz in Altenrhein. "Es sind die Passagiere, die von diesem bemerkenswerten Projekt profitieren werden. Denn die Zahl der Fahrgäste steigt jedes Jahr weiter an, und unsere Studien zeigen, dass wir mit dem aktuellen Fahrbetrieb bereits ab 2015 keinen wirklich hohen Komfort mehr garantieren könnten. Der Einsatz neuer Doppelstockzüge ist daher eine logische Konsequenz, mit der wir nicht nur die Sitzplatzanzahl unserer Züge wesentlich erhöhen, sondern unseren Fahrgästen die Reise noch bequemer machen können."
Die Basis für die neuen Züge stellt der bewährte Stadler-KISS dar. Die russischen Masse unterscheiden sich indes deutlich von den bisher produzierten KISS-Fahrzeugen: Die Spurweite beträgt 1'520 mm (im Vergleich zu 1'435 mm im westlichen Europa). Während im westlichen Europa die Züge üblicherweise eine Breite von 2'800 mm haben, sind die neuen Doppelstöcker 3'400 mm breit. Mit einer Höhe von 5'240 mm (im Vergleich zu 4'500 mm im Westen) weisen die Fahrzeuge wesentlich grössere Dimensionen auf.
Die Züge sind ausgelegt auf die speziellen russischen Klimabedingungen von -50 Grad bis +40 Grad und basieren in diesem Bereich auf den für Finnland, Norwegen, Estland und Weissrussland gelieferten FLIRT-Fahrzeugen. Die Züge werden eine Geschwindigkeit von 160 km/h aufweisen und über komfortable und helle Innenräume in zwei Klassen verfügen (Business- und Economie-Klasse). Der Wagenkasten wird in Aluminium-Leichtbauweise erstellt, wodurch die Fahrzeuge im Vergleich zu klassischen Stahl-Wagenkasten wesentlich leichter sind. Die Gewichtsreduktion bedeutet für den Bahnbetreiber markante Energieeinsparungen im täglichen Betrieb
(Pressemeldung Stadler, 16.04.14).

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Tanago

Aus den Ländern

RechteckBW: Verständigung über gemeinsamen Weg zum Mobilitätsnetz Heidelberg
Die Verwirklichung des Mobilitätsnetzes Heidelberg ist in greifbare Nähe gerückt. Verkehrsminister Winfried Hermann verständigte sich am Montag, 14. April in Stuttgart mit dem Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, dem Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck und weiteren Vertretern der Stadt Heidelberg über die gemeinsamen nächsten Schritte zur Realisierung des sogenannten Mobilitätsnetzes.
Minister Hermann sagte: „Der Bau der Stadtbahn ins Neuenheimer Feld und weiterer sieben Teilabschnitte sind für die Lösung der Verkehrsprobleme in Heidelberg von herausragender Bedeutung. Die Verständigung schafft die Grundlage, um das Mobilitätsnetz beim Bund für eine Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) anzumelden.“
Oberbürgermeister Dr. Würzner erklärte: „Das für Heidelberg so bedeutsame Mobilitätsnetz ist damit auf den Weg gebracht.“ Die Vertreter der Stadt Heidelberg erklärten, sie wollten Fördermittel aus dem Bundes-GVFG und nicht aus dem GVFG-Programm des Landes in Anspruch nehmen. Die Risiken für eine rechtzeitige Fertigstellung bis 2019 und für den möglichen Ausfall von Bundesmitteln werde die Stadt Heidelberg übernehmen.
Minister Hermann erläuterte, das Land werde die Förderanträge aus Heidelberg an den Bund vorbereiten. Voraussetzung für die Finanzierung sind entsprechende Beschlüsse des Ministerrats. Die letzte Entscheidung über die Bereitstellung der Kofinanzierung des Landes in Höhe von ca. 30 Mio. EUR trifft der Landtag als Haushaltsgesetzgeber. Minister Hermann sicherte zu, die entsprechenden Beschlüsse zeitnah vorzubereite
(Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 16.04.14).

RechteckSchleswig-Holstein: Kooperationsvertrag zwischen LVS und Diakonie geschlossen
Der Nahverkehr und die Diakonie Altholstein werden Partner. Durch die Kooperation soll der Begleitservice der Bahnhofsmission für die Zukunft abgesichert werden. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben die LVS Schleswig-Holstein und das Diakonische Werk Altholstein jetzt geschlossen.
Durch das Angebot „Bahnhofsmission Mobil“ soll mobilitätseingeschränkten Reisenden die Nutzung des Nahverkehrs erleichtert werden. Ehrenamtliche und geschulte Mitarbeiter der Bahnhofsmission stehen Fahrgästen auf ihrer Zugfahrt durch Schleswig-Holstein und bis nach Hamburg zur Seite. Jeder, der nicht in der Lage ist ohne Begleitperson Zug zu fahren, kann den Service in Anspruch nehmen – das gilt für Kinder ebenso wie für Senioren, körperlich oder psychisch eingeschränkte Schleswig-Holsteiner. Das Angebot ist kostenlos, die Reisenden müssen aber im Besitz einer gültigen Fahrkarte sein.
Die LVS beteiligt sich mit einem Beitrag von 20.000 Euro an dem Begleitservice. Die restlichen Kosten in Höhe von rund 7.500 Euro pro Jahr übernimmt das Diakonische Werk Altholstein als Träger von „Bahnhofsmission mobil“. Pro Jahr werden um die 200 Reisende das Angebot in Anspruch nehmen, schätzt die Diakonie
(Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 16.04.14).

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckMit Schall und Rauch durch Graubünden
Foto Peter Donatsch/Rhaetische Bahn
Foto Peter Donatsch/Rhaetische Bahn.
Es zischt und dampft im Landwassertal, in der Surselva und im Engadin. Mit der Kraft von Feuer und Wasser zieht die RhB-Dampflok die alten Züge durch das weite Graubünden. Was 1889 mit der Eröffnung der Strecke von Landquart nach Klosters begann, ist heute ein 384 Kilometer langes Streckennetz mitten im schweizerischen Hochgebirge. Tauchen Sie ein in die wundersame Welt des Dampfzeitalters und erleben Sie ein Stück Eisenbahngeschichte hautnah, mit Schall und Rauch in den Bündner Bergen.
Im Bahnmuseum Albula in Bergün bestaunen Sie das Modell der RhB-Dampflok G4/5 129 - originalgetreu nachgebaut im Masstab 1:10.
Dampffahrten während des Jubiläumsjahres:
- 25.05.2014: Surselva (Landquart - Ilanz - Landquart)
- 07.06.2014: Engadin (Samedan - Scuol - Samedan)
- 21.06.2014: Albula mit Doppeltraktion (Landquart - Samedan - Landquart)
- 02.08.2014: Davoser Rundfahrt (Landquart - Davos Platz - Filisur - Chur - Landquart)
- 13.09.2014: Davoser Rundfahrt (Landquart - Davos Platz - Filisur - Chur - Landquart)
- 20.09.2014: Surselva (Landquart - Ilanz - Landquart) (Pressemeldung Schweiz Tourismus, 16.04.14).

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Fachhochschule Erfurt

Mit der Kamera notiert

RechteckNeuhausen
Foto Reinhard ReißFoto Reinhard Reiß
Am Montag (14.04.) brachte 2143 012, die dem Gleisbauunternehmen RTS gehört und derzeit von SBB Infra angemietet ist, die Am 841 028 von Zürich nach Schaffhausen. Die Aufnahme entstand im Stadtgebiet von Neuhausen. Diese Stelle wurde erst vor einigen Tagen gründlich gerodet, so daß diese Aufnahme erst möglich wurde.
Genau eine Stunde später wurde Re 6/6 11664 mit einem kurzen Güterzug von Schaffhausen nach Zürich kurz vor Jestetten auf der Doppelspur aufgenommen (Reinhard Reiß
, www.reissweb.net, 16.04.14).

RechteckPraha-Žižkov
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Den Güterbahnhof Praha -Žižkov nákladové nádraží erwartet ein trauriges Schicksal. Die ČD a.s. hat im Jahre 2007 die Bahnhofsumgebung mit Containerumladeplatz und Anschlußgleisen der Rail Cargo CSKD s.r.o. an die Entwicklungsgruppe Sekyra verkauft, die Wohnungen für für 15 000 (!) Einwohner bauen will. Das Ministerium für Kultur hat das Bahnhofsgebaüde im Jahre 2013 zum Kulturdenkmal erklärt. Im Bahnhofsgebäude sind noch viele Lagerräume benutzt , z.B. für den Großhandel der Drogerie Janeček, ein Lager für Eisenbahnuniformen und so weiter (Martin Kubik, 16.04.14).

LOK Report Reiseführer 2014/2015

LOK Report Europa Reiseführer 2014/2015
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Europa

RechteckFrankreich: Alstom entlässt 380 Mitarbeiter in Frankreich und Spanien
Alstom plant, 180 Arbeitsplätze im Transportbereich am Hauptsitz in Saint-Ouen und 200 in Barcelona abzubauen, ​​wie Les Echos aus Gewerkschaftskreisen erfahren hat. Am 15.04.14 sollen die Restrukturierungsmaßnahmen im Sitz Saint-Ouen vor Personalvertretern vorgestellt werden. Die Maßnahmen umfassen eine Reorganisation am Hauptsitz in Saint-Ouen (Seine-Saint-Denis) und die Umstruktuierung der Produktionsstätte in Barcelona. Trotz eines guten Auftragsbestandes müsse Alstom seine Produktivität steigern, um dem wachsenden Konkurrenzdruck standhalten zu können.
Hauptproblem bleibt die Verschuldung von 3,3 Mrd. Euro im September letzten Jahres, die eine Erhöhung der operativen Gewinnmarge von 5,4 % im letzten Jahr auf 5,6 % in der ersten Hälfte des neuen Geschäftsjahres erfordert. Nebenbei gibt es zur Zeit Probleme bei der Produktion des Regiolis. Dort können einige Subunternehmer die Innenausstattung nicht liefern, so dass deren Produktion nach Reichshoffen (Bas-Rhin) verlegt werden müsse, was die Fertigstellung verlangsamen und die Gewinnmarge verringern würde.
Laut Didier Lesou (CFE-CGC) und Thierry Muller (CFDT) sind die vorgeschlagenen Kürzungen Teil von 1.300 Stellenstreichungen in aller Welt, die von der Gruppe im November letzten Jahres innerhalb eines Sparplans vorgestellt wurden. Laut
Les Echos handele es sich aber um zusätzliche Stellenstreichungen.
Alstom hat diese Angaben nicht kommentiert, bestätigte aber einen Prozess der Unterrichtung und Anhörung des Europäischen Betriebsrates. Alstom beschäftigt insgesamt 93.000 Menschen, darunter 18.000 in Frankreich (WKZ, Quelle Le Monde, Les Echos, 16.04.14).

RechteckItalien: Mauro Moretti wird Finmeccanica-Chef
Mauro Moretti, Chef der italienischen Eisenbahn FS Italiane, wurde zum neuen AD (Amministratore delegato) von Finmeccanica ernannt. Die italienischen Regierung unter Matteo Renzi hat am 15.04.14 die Führungsspitzen - Vorsitzende der Geschäftsführung und des Verwaltungsrats - von vier Staatskonzernen ausgetauscht, für Eni, Enel und Poste Italiane wurden Frauen für den Verwaltungsratsvorsitz nominiert. Damit sollen einflussreiche Jobs in Unternehmen nicht mehr über Vetternwirtschaft vergeben werden. Da die Regierung größter Aktionär bei den Unternehmen ist, kann sie auch die jeweiligen Vorsitzenden vorschlagen.
Der frühere Polizeichef Gianni De Gennaro, der diese Position erst im Juli 2013 vor dem Hintergrund von Korruptionsskandalen übernommen hatte, bleibt Vorsitzender des Verwaltungsrats von Finmeccanica. Die Konzernführung soll der bisherige Chef der Staatsbahnen Mauro Moretti übernehmen. Er ersetzt Alessandro Pansa. Zu Finmeccanica gehört auch der Bahnhersteller AnsaldoBreda. Morettis Vorgänger Alessandro Pansa hatte den Verkauf von AnsaldoBreda in Erwägung gezogen.

Alle Personalien müssen noch von den Aktionären bei der nächsten Hauptversammlung im Frühjahr bestätigt werden. Die Aktien der Staatsbetriebe reagierten am Dienstag meist negativ auf die Entscheidungen (diverse Quellen, 16.04.14).

RechteckSchweden: Untersuchungsbericht zur Entgleisung Huddinge

Eine beschädigte Weiche in Verbindung mit menschlichem Versagen durch mangelhafte Kommunikation zwischen verschiedenen Leitstellen führte einem von Trafikverket am 14.04.14 veröffentlichten Untersuchungsbericht zufolge zu der Entgleisung eines Güterzuges am 07.01.2014 in Huddinge.
Der Lokführer eines die Unglücksstelle vorher überfahrenden Personenzuges berichtete der Leitstelle, ein Metallobjekt überfahren zu haben. Bei der Ankunft in Stockholm konnten aber keine Schäden am Personenzug festgestellt werden, worauf der Lokführer eine defekte Weiche in Huddinge vermutete. Diese Vermutung wurde trotz Weiterleitung über verschiedene Stellen nicht ernst genommen, das entsprechende Gleis in Huddinge nicht gesperrt.
Beim nächsten Güterzug in Huddinge sind dann das hintere Drehgestell der Lokomotive und vier von fünf Waggons entgleist.
Es wurden keine Menschen verletzt, aber es entstand ein hoher Sachschaden an der Infrastruktur in Höhe von 7 Mio. SEK.
Ursache war eine Weiche, dies nicht rechtzeitig ausgetauscht wurde. Der Untersuchungsbericht nennt zahlreiche Vorschläge zur Verbesserung der Fehleranalyse und der Kommunikation einzelner Beteiligter (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Trafikverket, 16.04.14).

RechteckÖsterreich: Bures und Leichtfried bremsen Gigaliner auf Europas Straßen aus
In der Plenarabstimmung zum grenzüberschreitenden Einsatz von Gigalinern konnte nach intensiven Verhandlungen durch Berichterstatter Jörg Leichtfried heute im EU-Parlament eine große Mehrheit gegen den Kommissionsvorschlag gefunden werden (606 für die Ablehnung des Kommissionsvorschlages, 54 dagegen, 12 Enthaltungen). "Damit sind die grenzüberschreitenden Fahrten der Monster-LKW vom Tisch, Österreich erspart sich milliardenschwere Umbauarbeiten. Insgesamt eine gute und richtige Entscheidung für mehr Umweltschutz. Wir Sozialdemokraten werden uns auch künftig dafür einsetzen, dass vor allem der Güterverkehr mit der Bahn abgewickelt wird und nicht mit Gigalinern auf der Straße", sagt SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried, Chefverhandler des EU-Parlaments zu Gigalinern. Für Verkehrsministerin Doris Bures ist die Entscheidung "sowohl verkehrs- als auch umweltpolitisch richtungsweisend".
Die Verkehrsministerin setzt sich seit Jahren gegen die EU-weite grenzüberschreitende Zulassung der bis zu 60 Tonnen schweren und 25 Meter langen LKW-Züge ein: "Gigaliner sind ein enormes Sicherheitsrisiko und würden Milliardenkosten im Bereich der Infrastruktur verursachen." Nicht nur, dass diese Fahrzeugkombinationen für die Infrastruktur sehr teuer kämen und das Unfallrisiko erhöhen würden - Studien warnen außerdem vor massiven Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr. Die Bahnen würden demnach mehr als 70 Prozent ihres Frachtvolumens im kombinierten Verkehr verlieren.
"Je weiter man die Tür für die Gigaliner öffnet, desto stärker wird der Güterverkehr von der umweltfreundlichen Schiene auf die Straße zurückverlagert", so die Verkehrsministerin. Die liberal-konservative EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die über 25 Meter langen Riesen-Laster für den grenzüberschreitenden Verkehr in der EU zuzulassen. Bis jetzt werden diese nur in Skandinavien, den Niederlanden sowie versuchsweise in Teilen Deutschlands eingesetzt - mit dem Vorschlag der Kommission wären jedoch umliegende Mitgliedstaaten unter Druck geraten, diese ebenfalls auf ihren Straßen zuzulassen.
Leichtfried: "Wir konnten aber im Bereich des LKW-Verkehrs einige Verbesserungen erzielen. So werden die Fahrerhäuser von LKW künftig verpflichtend derart gestaltet, dass tote Winkel reduziert und die direkte Sicht für den Fahrer verbessert werden. Dadurch können viele Unfälle, vor allem mit FußgängerInnen und RadfahrerInnen, verhindert werden. Für Lastkraftwagen und Busse mit alternativen Antriebssystemen soll es eine Erhöhung des Maximalgewichtes um bis zu eine Tonne geben, um das zusätzliche Gewicht der Batterien auszugleichen und umweltfreundliche Technologien zu fördern
(Pressemeldung SPÖ-Bundesorganisation, 16.04.14).

RechteckSchweiz: Neuausschreibung Bahntechnik am Ceneri
Als Folge der Urteile des Bundesverwaltungsgerichts bricht die AlpTransit Gotthard AG die Verfahren im Zusammenhang mit den Bahntechnik-Vergaben für den Ceneri-Basistunnel ab. So bald als möglich erfolgt eine Neuausschreibung. Über die Auswirkungen auf die im Dezember 2019 geplante Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels können zurzeit noch keine Angaben gemacht werden.
Mit seinen Urteilen vom 14. März 2014 hiess das Bundesverwaltungsgericht die beiden Beschwerden gegen die Bahntechnik-Vergaben der AlpTransit Gotthard AG für den Ceneri-Basistunnel (Lose „Fahrbahn+Logistik“ sowie „Bahntechnik+Gesamtkoordination“) teilweise gut. Die angefochtenen Zuschlagsverfügungen wurden aufgehoben und die Sache an die AlpTransit Gotthard AG zurückgewiesen.
In seinen Erwägungen erläutert das Bundesverwaltungsgericht detailliert, wie die für den Eignungsnachweis eingereichten Referenzen bewertet werden müssen. Demnach seien die Zuschlagsempfängerinnen vom Verfahren auszuschliessen. Die entsprechende Überprüfung der Eignung der Beschwerdeführerinnen durch die AlpTransit Gotthard AG ergibt nunmehr, dass auch die Beschwerdeführerinnen die Referenznachweise im Sinne dieser Urteile nicht genügend erbringen und folglich ebenfalls vom Verfahren auszuschliessen sind.
Weil damit kein im Verfahren verbliebener Anbieter die geforderte Eignung im Sinne der Erwägungen des Bundesverwaltungsgerichts erfüllt, hat der Verwaltungsrat der AlpTransit Gotthard AG am 14. April 2014 beschlossen, das Vergabeverfahren abzubrechen. So bald als möglich wird eine Neuausschreibung durchgeführt. Die Abbruchverfügung kann vor Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Zu den terminlichen Auswirkungen auf den geplanten Inbetriebsetzungstermin des Ceneri-Basistunnels im Dezember 2019 können im Moment noch keine Aussagen gemacht werden
(Pressemeldung Alptransit Gotthart, 16.04.14).

RechteckSchweiz: SBB setzt alte Rheinbrücke instand
Die SBB setzt ab 22. April 2014 bis Ende 2015 die alte Rheinbrücke instand und stattet den Brückentrog mit lärmdämpfenden Unterschottermatten aus. Das verlängert die Lebensdauer der Brücke, sorgt für einen weiterhin sicheren und pünktlichen Bahnbetrieb und schafft mehr Ruhe für die Anwohnerinnen und Anwohner. Dank den zusätzlichen Kapazitäten der neuen 2. Rheinbrücke haben die Arbeiten keinen Einfluss auf den Fahrplan des Personenverkehrs.
In der ersten Etappe der Arbeiten umfasst das Bauteam den stählernen Brückenüberbau mit Arbeitsgerüsten und Schutzplanen. Danach wird die Stahloberfläche sandgestrahlt und in mehreren Schichten ein neuer Korrosionsschutzanstrich aufgebracht. Gleichzeitig brechen die Bauleute Gehweg und Dienststeg inklusive deren Geländern ab.
Ab Februar bis Herbst 2015 finden die Gleisbauarbeiten statt. Schienen, Schwellen und Schotter werden ausgebaut, der Brückentrog neu abgedichtet, Entwässerungsleitungen erneuert und sodann – bevor Schotter, Schwellen und Schienen wieder aufgetragen werden – die lärmdämpfenden Unterschottenmatten eingebaut. Gleichzeitig erstellt das Bauteam den Gehweg und den Dienststeg neu. Um die Auswirkungen auf den Bahnbetrieb gering zu halten, werden die beiden Gleise über die Brücke nacheinander erneuert.
Die Arbeiten im 2014 finden überwiegend tagsüber von Montag bis und mit Freitag statt. Die Gleisarbeiten im 2015 müssen aus Sicherheitsgründen teilweise auch nachts ausgeführt werden. Der Fussgänger-Gehweg an der alten Rheinbrücke ist ab 22. April 2014 bis voraussichtlich Herbst 2015 gesperrt. Fussgänger benutzen das Trottoir auf der Strassenbrücke. Die Projektkosten belaufen sich auf 10,9 Mio. Franken.
Die Finanzierung ist durch die Leistungsvereinbarung Bund/SBB (8,9 Mio. Franken) und den Finöv-Fonds (2,0 Mio. Franken) gesichert; im Finöv-Fonds sind Mittel für die Lärmsanierung eingestellt.
Die alte Rheinbrücke verbindet zusammen mit der neben ihr liegenden, neuen Rheinbrücke Grossbasel mit Basel Badischem Bahnhof. Sie wurde in den Jahren 1873/74 erstellt. Im Jahr 1962 wurde der eingleisige Überbau aus Stahlfachwerk durch eine zweigleisige Kastenträgerbrücke ersetzt. Der neue Überbau liegt auf den drei Pfeilern und Widerlagern aus dem Ursprungsjahr der Brücke. Die Pfeiler und deren Fundationen hat die SBB bereits in den Jahren 2010 bis 2012 instandgesetzt
(Pressemeldung SBB, 16.04.14).

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