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LOK Report – News von Mittwoch, 26.08.15

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Willkommen beim LOK Report

Demonstration gegen Gigaliner
am Brandenburger Torf

Absatzlinie
Birgit Bohle übernimmt
DB Fernverkehr

Absatzlinie
DB Netz kauft Zugverkehrs-
Dispositionssystem von der SBB

AbsatzlinieBentheimer Eisenbahn AG
will SPNV reaktivieren

Absatzlinie
Bahnstrecke nach Bad Franken-
hausen erhält Militärverkehr

Absatzlinie
Testbetrieb im Gotthardbasis-
tunnel beginnt im Oktoberm

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Mietlok.de

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Demonstration gegen Gigaliner am Brandenburger Tor


Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de.
Während Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt inzwischen ganz offen für eine Regelzulassung von Gigalinern auf deutschen Straßen wirbt, haben sich hochrangige Verkehrspolitiker aus Deutschland und der EU gegen Riesen-Laster ausgesprochen.
Auf einer Demonstration am Brandenburger Tor, zu der unter anderem die Allianz pro Schiene, die EVG, der ökologische Verkehrsclub VCD und die Automobilclubs ACV und ACE aufgerufen hatten, kritisierte der Verkehrsausschussvorsitzende im EU-Parlament, Michael Cramer, "den Gigaliner als verkehrspolitischen Unsinn".
"Riesen-Lkw sind eine Gefahr für die Verlagerungsziele der EU", sagte Cramer während der Kundgebung am Dienstag in Berlin.
Auch Martin Burkert, Verkehrsausschussvorsitzender des Deutschen Bundestags, wandte sich gegen die Pläne des Bundes, überlange Lastwagen künftig durch Deutschland rollen zu lassen. "Gigaliner sind kein Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik", sagte Burkert. "Der Verkehrsminister wäre gut beraten, nicht nur auf die Lkw-Lobby zu hören, die immer mehr und größere Laster unter dem Öko-Deckmantel verkaufen will."
Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, warf der Bundesregierung vor, ihre eigenen Verlagerungs- und Klimaziele zu hintertreiben. "Die Einführung von Riesen-Lkw wird die ohnehin sehr alarmierende CO2-Bilanz des Verkehrssektors weiter verschlimmern", sagte Flege. "Je billiger die Politik den Straßengüterverkehr macht, desto mehr klimaschädliche Lkw werden wir am Ende auf unseren Straßen haben."
Die Vertreter der Autoclubs ACE und ACV warnten davor, die Sicherheit der Autofahrer für die Interessen einiger Großspeditionen zu opfern. "Mehr als drei Viertel der Deutschen wollen keine Riesen-Lkw auf unseren Straßen, weil sie Angst um ihre Sicherheit haben", sagte ACV-Sprecher Jürgen Koglin. "An jedem fünften tödlichen Unfall ist schon jetzt ein Lkw beteiligt", sagte Matthias Knobloch vom ACE. "Statt einer Politik für mehr Sicherheit im Straßenverkehr erleben wir mit der Einführung von Riesen-Lkw das Gegenteil", sagte Knobloch.
Der Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD, Michael Ziesak, forderte den Bund auf, die Pläne für den Regelbetrieb von Gigalinern auf Eis zu legen: "Gigaliner fahren im dünnbesiedelten Norden von Skandinavien. Für Deutschland sind sie zu groß und zu gefährlich, unsere Infrastruktur ist weder für 60-Tonner, noch für eine Lkw-Länge von 25,25 Meter ausgelegt." Für die kostspieligen Umbauten von Tunneln, Brücken und Rastplätzen werde außerdem die Allgemeinheit zur Kasse gebeten, während die Gewinne an die Transportindustrie gingen.
Jörg Hensel, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von DB Schenker Rail, rechnet mit dramatischen Arbeitsplatzeinbußen beim Schienengüterverkehr. "Die Lastwagen-Branche bekommt durch den Riesen-Lkw wettbewerbsverzerrende Kostenvorteile von bis zu 30 Prozent, während ein umweltfreundlicher Verkehrsträger wie die Güterbahn durch bundespolitische Rahmenbedingungen nach wie vor stark benachteiligt wird", sagte Hensel. Nach einer aktuellen Studie der TH Wildau im Auftrag der Allianz pro Schiene würden durch die Zulassung von Riesen-Lkw mehr als 8 Millionen Tonnenkilometer von der Schiene auf die Straße verlagert – das sind 7,6 Prozent des Schienengüterverkehrs. Dies entspricht pro Tag 7000 zusätzlichen Lkw-Fahrten. 1.000 Jobs sind bei den Güterbahnen in Gefahr. Der Eisenbahn-Einzelwagenverkehr stünde laut Studie insgesamt auf der Kippe.
Durch die zu erwartenden großen Nachfrageeinbrüche durch Riesen-Lkw könnte dieses Segment vollständig unrentabel werden. Die Verluste bei der Transportleistung und den Arbeitsplätzen wären dann um ein Vielfaches höher. Derzeit hat der Einzelwagenverkehr einen Anteil von 25 Prozent an der Transportleistung des gesamten Schienengüterverkehrs
(Pressemeldung Allianz pro Schiene, 26.08.15).

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: Führungsteam im DB-Personenverkehr komplett

Der Aufsichtsrat der DB Fernverkehr AG hat Birgit Bohle zur neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Sie tritt damit am 1. September 2015 die Nachfolge von Berthold Huber an, der am 1. August 2015 die Position als DB-Konzernvorstand Verkehr und Transport übernommen hat. Auf die bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH folgt Dr. Ralph Körfgen, der bislang die DB-Konzernentwicklung verantwortete.
"Wir freuen uns sehr, dass Birgit Bohle ihre außerordentlich erfolgreiche Arbeit als Vertriebschefin nun für eines unserer wichtigsten und imageträchtigsten Geschäftsfelder fortsetzen wird", sagt Dr. Rüdiger Grube, DB-Vorstandsvor-sitzender. "Außerdem bekommt das neue Führungsteam unter Leitung von Berthold Huber mit Ralph Körfgen einen weiteren Garanten dafür, dass der Personenverkehr noch wettbewerbs¬fähiger und damit erfolgreicher wird."
"Wir wollen den eingeschlagenen Weg, immer mehr Kunden für die Schiene zu gewinnen und damit zu wachsen, konsequent weiter gehen", sagt Berthold Huber, DB-Vorstand Verkehr und Transport. "Mit Birgit Bohle und Ralph Körfgen stehen nun zwei Kollegen an der Spitze von Fernverkehr und Vertrieb, die in besonderem Maße für Kundenorientierung und Produktinnovation stehen. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam die Herausforderungen der zunehmen¬den Digitalisierung und des härter werdenden Wettbewerbs zwischen den Verkehrsträgern meistern werden."
Birgit Bohle ist bereits seit 2007 im Vertrieb der Deutschen Bahn tätig. Nach¬dem sie 2010 in die Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH aufrückte, über¬nahm Bohle ab Oktober 2011 den Geschäftsführungsvorsitz. Die 41-jährige gebürtige Remagenerin absolvierte nach der Ausbildung zur Industriekauffrau bei der BASF AG ab 1994 ein Studium zur Diplom-Kauffrau an der Wissen¬schaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Koblenz. Zusätz¬lich schloss sie als MBA an der University of Texas in Austin ab. 1999 setzte Bohle ihre berufliche Laufbahn bei der Bertelsmann AG als Consultant für die Zentrale Unternehmensentwicklung fort. Ab 2000 wechselte sie zu McKinsey & Company, wo sie als Associate Principal im Sektor Reise & Logistik bis 2007 tätig war.
Der neue Vertriebschef Dr. Ralph Körfgen (48) verfügt über eine 15-jährige Managementerfahrung im DB-Konzern. Nach dem Studium der Betriebswirt-schafts¬lehre in Münster startete er 1992 seine Karriere als Unternehmens-berater für den Bereich Travel & Transportation bei Roland Berger & Partner in Frankfurt/Main. 2000 wechselte Körfgen als Leiter Unternehmensentwicklung und Beteiligungen zum DB-Personenverkehr. Dort entwickelte der gebürtige Bonner unter anderem die Marketing- und Internationalisierungsstrategie, bevor er 2005 Sprecher der Geschäftsführung der DB Dialog Telefonservice GmbH wurde. 2009 berief ihn Dr. Rüdiger Grube zum Leiter der Konzernentwicklung. Körfgen verantwortete in dieser Position die Erarbeitung der aktuellen Konzern-strategie "DB 2020".
Die Leitung der DB-Konzernentwicklung übernimmt ab 1. September Dr. Manuel Rehkopf. Der 46-jährige promovierte Physiker legt sein Mandat als Vorstand Marketing bei der DB Fernverkehr AG nieder. Der frühere Unter-nehmens¬berater bei McKinsey arbeitet bereits seit 2006 für die DB, unter anderem als Leiter Angebotsmanagement und Geschäftsentwicklung Fern-verkehr.
Dr. Grube: "Manuel Rehkopf ist ein exzellenter Kenner der DB, vor allem der Eisenbahn in Deutschland. Gerade im Hinblick auf den geplanten Konzern-umbau wird er wichtige Impulse geben." (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.08.15).

RechteckSBB: DB Netz kauft SBB Zugverkehrs-Dispositionssystem
Ab 2019 überwacht der deutsche Infrastrukturbetreiber DB Netz AG die Züge auf seinem Netz mit Hilfe des Zugverkehrs-Dispositionssystems «Rail Control System». Die Applikation ist eine Entwicklung der SBB und ist auch bei der BLS, SOB sowie bald bei der belgischen Infrabel im Einsatz.
Auch DB Netz setzt in Zukunft für die Verkehrsüberwachung auf ihrem Netz auf das «Rail Control System (RCS)» der SBB. Ab 2019 überwacht sie die Züge auf ihrem 33 000 km langen Netz mit der von der SBB entwickelten Applikation. Sie hat die Rechte für die Weiterentwicklung und Nutzung in Deutschland gekauft und wird RCS gemeinsam mit der SBB Informatik für den Einsatz auf ihrem Netz weiterentwickeln.
In der Schweiz ist RCS das führende Zugverkehrs-Dispositionssystem. Nebst der SBB arbeiten auch die BLS und die SOB mit der Applikation. Auch international erregt RCS Aufmerksamkeit: So konnte die SBB im Dezember 2014 den «UIC Innovation Award» für die Entwicklung von RCS-HOT entgegennehmen. Als erste ausländische Infrastrukturbetreiberin kaufte die belgische Infrabel RCS, nun folgt DB Netz.
RCS wurde von der SBB entwickelt und umfasst verschiedene Produkte, die der Überwachung und Optimierung des Zugverkehrs dienen:
• RCS-Dispo zeigt den Ist- und Soll-Zustand auf dem Schienennetz. Es ist das Arbeitsmittel der Zugverkehrsleiter in den Betriebszentralen.
• RCS-ADL liefert Fahrempfehlungen an die Lokführer, damit diese flüssig, energieeffizient und materialschonend fahren können.
• RCS-HOT optimiert das Einfädeln der Züge an neuralgischen Punkten wie beispielweise der Westeinfahrt von Zürich.
• RCS-ALEA dient als Kommunikationsmittel bei Ereignissen auf dem Bahnnetz.
(Pressemeldung SBB, 26.08.15).

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Tanago

Aus den Ländern

RechteckBW: Züge fahren wieder im Höllental
Die Bauarbeiten auf der Höllentalbahn sind planmäßig abgeschlossen: Montag morgen um 5.38 Uhr startete in Freiburg Hbf der erste Zug über die modernisierte Strecke. Zuvor rollte um 4.47 Uhr der letzte Bus des Schienenersatzverkehrs von Neustadt Richtung Freiburg. In den vergangenen dreieinhalb Wochen haben die Spezialisten der Bahn rund 7,4 Kilometer Gleise getauscht, die Entwässerung des Lorettotunnels saniert, fünf Bahnübergänge erneuert und eine Vielzahl weiterer Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt.
In dieser Zeit ruhte der Verkehr zwischen Freiburg Hbf und Titisee auf der Schiene komplett und wurde mit Bussen aufrechterhalten. Nach Kapazitätsengpässen bei einzelnen Fahrten am ersten Wochenende konnte mit Unterstützung des Aufgabenträgers, der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, das Angebot an den Wochenenden um weitere Busse aufgestockt werden.
"Wir sind froh, dass wir die Auswirkungen auf unsere Fahrgäste so gering wie möglich halten konnten", sagt Hagen Heiser, verantwortlicher Teilnetzmanager für die Höllentalbahn bei DB Regio Südbaden in Freiburg. Als Dankeschön für die Reisenden hat die Bahn heute Studentenfutter in den Zügen verteilt. Heiser: "So eine Großbaustelle hat man ja nicht alle Tage, und unsere Reisenden waren wirklich geduldig."
Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs verlief heute weitgehend reibungslos. Lediglich an einem Bahnübergang gab es am Morgen eine kleine technische Störung, die Verzögerungen bis etwa 10 Minuten nach sich zog. Am Nachmittag kam es wegen einer Fahrzeugstörung bei mehreren Züge zu Verspätungen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.08.15).

RechteckBayern: Gerichtsentscheidung zu National Express vertagt
Die Entscheidung im Rechtsstreit um das Nürnberger S-Bahn-Netz verzögert sich, wie der Münchner Merkur berichtet. Das Oberlandesgericht München will nun statt am kommenden Donnerstag (27.08.15) erst am 17. September sein Urteil verkünden. (GK, 26.08.15).

RechteckBerlin: Stadtbahnsperrung beginnt am 29. August
Der Streckenabschnitt zwischen Berlin Zoologischer Garten und Berlin Friedrichstraße muss wegen umfangreicher Baumaßnahmen vom 29. August bis zum 1. November 2015 für den Regional- und Fernverkehr gesperrt werden (die S-Bahn Berlin ist nicht betroffen). Die Deutsche Bahn erneuert Weichen in den Bahnhöfen Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Zoologischer Garten und Charlottenburg sowie die Schienen zwischen Charlottenburg und Spandau. Darüber hinaus sind umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an Eisenbahnüberführungen und der Entwässerung geplant. Die beiden Gleise auf dem Stadtbahnviadukt sind wegen des dichten Zugverkehrs und der engen Bögen auf der Stadtbahn täglich stark beansprucht. Daher müssen in bestimmten Zeitabständen die Anlagen erneuert werden.
Folgende Linien von DB Regio Nordost sind im Raum Berlin von den Sperrungen betroffen und können nicht durchgängig verkehren: 
• RE1 Magdeburg – Brandenburg – Potsdam – Berlin – Frankfurt (Oder) – Eisenhüttenstadt
• RE7 Dessau – Belzig – Berlin – Wünsdorf-Waldstadt
• RB14 Nauen – Berlin – Flughafen Berlin-Schönefeld
• RB21/22 Wustermark/Königs Wusterhausen – Golm – Potsdam – Berlin Friedrichstraße
Die Fahrzeiten auf den verbleibenden Laufwegabschnitten der jeweiligen Linien außerhalb von Berlin bleiben weitgehend unverändert.
• Änderungen im Fernverkehr: Mit Ausnahme der EC-Linie 95 Berlin – Frankfurt (Oder) – Warschau, die ab dem 2. November 2015 wieder über die Stadtbahn verkehrt, werden alle anderen Fernverkehrslinien baubedingt bis zum Fahrplanwechsel (12. Dezember 2015) umgeleitet. Das betrifft die Züge Richtung Frankfurt (Main), Hannover, Köln, Amsterdam, Basel, Bern und Zürich (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.08.15).

RechteckHessen: Ab Mittwoch wieder im Tunnel durch die Frankfurter Innenstadt
Mittwoch früh wird der S-Bahn-Verkehr unter der Frankfurter Innenstadt wieder planmäßig aufgenommen werden. In 32 Tagen wurden zwischen Frankfurt Hauptbahnhof (tief) und Frankfurt-Mühlberg bzw. Frankfurt Süd 162 Kilometer neue Signal- und Telekommunikationskabel verlegt und 308 neue Signal- und Prüfeinrichtungen eingebaut. Insgesamt wurden in den Sommerferien ca. neun Millionen Euro verbaut. Bis 2018 investiert die Bahn insgesamt über 95 Millionen Euro in komplett neue Signaltechnik im Frankfurter S-Bahn-Tunnel.
Auf dem über sechs Kilometer langen Tunnelabschnitt zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Frankfurt-Lokalbahnhof beziehungsweise Frankfurt-Mühlberg mit seinen sieben Stationen arbeiteten seit dem 25. Juli rund um die Uhr bis zu 150 Arbeiter im Drei-Schicht-Betrieb an der Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik für das elektronische Stellwerk. Die Bauarbeiten begannen an drei Stellen: unter dem Hauptbahnhof, der Hauptwache und in Frankfurt-Mühlberg. Die Arbeiten in Mühlberg waren bereits am 7. August fertig, so dass die Züge seit dem 8. August diese S-Bahn-Station wieder anfahren können. Am Mittwochmorgen wird um 4:32 Uhr die S 1 aus Offenbach mit Ziel Wiesbaden als erste S-Bahn wieder durch den Tunnel fahren (ab Frankfurt-Mühlberg über Ostendstraße, Konstablerwache, Hauptwache, Taunusanlage und Hauptbahnhof (tief)).
Seit 1978 bildet die S-Bahn das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs im Rhein-Main-Gebiet. Seitdem wurde das S-Bahn-Netz stetig ausgeweitet: 1980 über den neuen Flughafen-Regionalbahnhof bis Mainz und Wiesbaden, 1983 bis zur Station Konstablerwache, 1990 nach Frankfurt Süd, 1992 zu den Stationen Mühlberg und Stresemannallee, 1995 über die City-Trasse Offenbach nach Hanau, 1997 nach Langen und Darmstadt, 2002 bis Riedstadt-Goddelau und 2003 in den Rodgau nach Dietzenbach und Ober Roden. Der Neubau einer eigenen S-Bahn-Infrastruktur nach Bad Vilbel bzw. weiter nach Friedberg und nordmainisch nach Hanau soll in den kommenden Jahren folgen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.08.15).

RechteckNiedersachsen: Bentheimer Eisenbahn AG will SPNV reaktivieren
Die Bentheimer Eisenbahn AG hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs von Bad Bentheim nach Neuenhaus (ex KBS 271) ausgeschrieben (2015/S 163-299231).
Es sind Planungs- und Ingenieurleistungen im Zusammenhang mit der Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs zu erbringen. Diese werden als Generalplanerleistung beauftragt. Die Streckeninfrastruktur ist zwischen dem Bahnhof Bad Bentheim und dem Bahnhof Neuenhaus für die Bedürfnisse des Schienenpersonennahverkehrs auszubauen. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit ist auf der gesamten Strecke auf mindestens 80 km/h anzuheben (optional bis 100 km/h) und die Infrastruktur entsprechend anzupassen. Aufgrund des vorhandenen Güterverkehrs und des zusätzlichen SPNV ist eine Leit- und Sicherungstechnik vorzusehen.
Des Weiteren sind die vorhandenen Brücken, wo erforderlich, für die höhere Streckenhöchstgeschwindigkeit anzupassen. Baubegleitend sind Bahnseitengräben auf beiden Seiten der gesamten Streckenlänge zu reprofilieren. Um das zukünftig geplante Betriebskonzept fahren zu können, sind weitere Anpassungen und Spurplanänderungen erforderlich.
Im Zuge der Planung ist zu prüfen, in welchen Umfang Schallschutz- und landschafts-planerische Maßnahmen erforderlich sind. Im Rahmen der Reaktivierung sind verschiedene Haltepunkte zu erneuern bzw. werden neu eingerichtet.
Die Gesamtkosten, zu denen sämtliche Kostengruppen der DIN 276, mithin auch die der Baunebenkosten der Kostengruppe 700 gehören, sind mit ca. 17 000 000 EUR veranschlagt. Kostenträger sind das Land Niedersachsen, Landkreis Grafschaft Bentheim, Stadt Nordhorn und Stadt Neuenhaus.
Die Umsetzung muss im Rahmen des vorgegebenen Budgets erfolgen. Das Projekt wird öffentlich gefördert. Der späteste Ausführungsbeginn ist der 30.06.2016. Die Projektrealisierung wird terminiert auf Mitte Dezember 2018 (Peter Klotz, Quelle EU-Ausschreibung, 26.08.15).

RechteckRheinland-Pfalz: Lewentz gegen EU-Pläne – Entlastung von Lärm notwendig
Infrastrukturminister Roger Lewentz hat sich entschieden gegen Pläne von EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc ausgesprochen, die Vorgaben zur Einführung leiserer Güterwagen aufzuweichen. "Am Ziel, bis 2020 alle Güterzugwagen mit lärmarmen Bremssystemen auszurüsten, darf nicht gerüttelt werden", sagte Lewentz als Reaktion auf ein jetzt der Presse bekannt gewordenes entsprechendes Schreiben der EU-Kommissarin an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.
Die feste Vorgabe 2020 für Deutschland dürfe auf keinen Fall für eine vage in Aussicht gestellte spätere gesamteuropäische Lösung aufgegeben werden. "Der Bahnlärm im Mittelrheintal ist bereits unzumutbar und muss schnellstmöglich reduziert werden. Die Umsetzung der Vorgaben zur Umrüstung bis 2020 ist ein bereits weit gefasster Zeitrahmen. Die Menschen im Mittelrheintal haben ein Anrecht auf eine zügige Entlastung", so Lewentz. Es müsse zudem auch weiterhin gelten, dass Maßnahmen ergriffen würden, wenn im kommenden Jahr nicht die Hälfte der Waggons umgerüstet sein sollte. Mit Stand Juni 2015 waren lediglich 28.000 Wagen umgerüstet oder als Neuanschaffung lärmarm ausgestattet. Für 159.000 Wagen liegen demnach Förderanträge für eine Umrüstung vor.
In ihrem Schreiben an Bundesminister Dobrindt spricht sich die EU-Kommissarin gegen das deutsche Verbot lauter Waggons aus, dass "nicht einseitig ab 2020 angewendet werden, sondern vielmehr mit der breiteren gesamteuropäischen Lösung, die nach 2021 umgesetzt sein sollte", in Einklang stehen sollte. "Die Bundesregierung muss dem von der EU angestrebten Vorgehen eindeutig widersprechen", forderte Lewentz. (Pressemeldung Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 26.08.15).

RechteckThüringen: Bahnstrecke nach Bad Frankenhausen wird dem Militärverkehr dienen
Die Bundeswehr und die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH stehen über die Sanierung und Wiederinbetriebnahme der seit Ende 2008 stillgelegten Eisenbahnsteilstrecke von Bretleben nach Bad Frankenhausen in Verhandlung. Es ist vorgesehen, die Gleisanlage zu erneuern sowie die vorhandenen Ingenieurbauwerke und Anlagen der Signal- und Sicherungstechnik zu ertüchtigen.
Hierzu fand am Dienstag eine gemeinsame Begehung unter Einbeziehung der Landeseisenbahnaufsicht statt, um den Umfang der Maßnahmen genauer abzustimmen. Einzelheiten werden noch abgestimmt. Die Umsetzung der Maßnahme ist für 2016 vorgesehen.
Das gemeinsame Ziel der Übereinkunft besteht in der Schaffung einer leistungsfähigen Verladeeinrichtung für militärisches Gerät in Bad Frankenhausen. Hierdurch werden bisherige Straßentransporte auf die umweltfreundliche Schiene verlager. (Pressemeldung DRE, 26.08.15).

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LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckGiessbachbahn - die älteste moderne Standseilbahn



Die Schweiz, das Land der Bergbahnen schlechthin, verfügt mit der Giessbachbahn im Kanton Bern am Brienzer See über die wohl älteste moderne, in Betrieb stehende Standseilbahn der Welt. Schon die Anreise ist etwas ganz Besonderes, ist doch die Talstation nur mit einem Schiff der BLS Flotte auf dem Brienzer See bis zu Anlegestelle Giessbach See erreichbar.
Von dort führt die am 21.7.1879 eröffnete Standseilbahn über eine Strecke von 345 m, bei einem Höhenunterschied von 93 m und einer maximalen Neigung von 320%o zur Bergstation Grandhotel Giessbach.
Die Bahn wurde noch von Niklaus Riggenbach - dem Schweizer Bergbahnpionier erbaut und erstmals fand eine sogenannte Abt'sche Weiche Verwendung - heute Standard bei jeder Standseilbahn.
Ursprünglich eine Wasserballastbahn, wurde bereits 1912 auf elektrischen Betrieb umgestellt. 1989 erfolgte unter weitgehender Erhaltung der Substanz eine Generalüberholung.
Eine Besonderheit ist sind auch die beiden - als dreiachsige Konstruktion ausgeführten Seilbahnwagen. Die Spurweite beträgt 1 m, in jedem Wagen finden 40 Fahrgäste Platz und die Fahrzeit dauert 4 Minuten. Ein Erlebnis welches den Besucher in eine andere Zeit entführt (Gunter Mackinger, 26.08.15).

RechteckUnstrutbahn-Fest Roßleben

Am 30.08.2015, ab 11 Uhr, findet in Roßleben das 10. Unstrutbahnfest statt. Dazu bestellt der Verein Interessengemeinschaft Unstrutbahn zwölf Sonderzüge zwischen Roßleben und Donndorf mit einem historischen Triebwagen.
Der Bahnhof Roßleben läd mit Informations- und Verkaufsständen, Draisinenfahrten und vielem mehr zum verweilen ein. Der bislang verwaiste Bahnhof Donndorf öffnet das erste Mal wieder offiziell seine Türen. Herr Rahaus aus Donndorf hat das Gebäude zu einer Biomosterei umgebaut und eine Modelleisenbahnanlage der Interessengemeinschaft Unstrutbahn bringt wieder Eisenbahnflaire in die alten Räume.
Am 15.08.2015 hat die Interessengemeinschaft Unstrutbahn bereits den Bahnhof von Roßleben, anlässlich des 10. Unstrutbahnfests, herausgeputzt. Dabei wurden große Bahnflächen gemäht und drei Säcke Müll gesammelt (Pressemeldung Interessengemeinschaft Unstrutbahn e.V., www.unstrutbahn.de, 26.08.15).

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Mit der Kamera notiert

RechteckLeopoldau

…Auf dem Freigelände des Gas- und Dampfkraftwerks Leopoldau errichtete die Wiener Berufsfeuerwehr ein 6.000 m² großes Trainingszentrum, um Aus- und Weiterbildungen an schweren Fahrzeugen praxisnah gestalten zu können. Für diesen Zweck überließen die Wiener Linien neben einer Silberpfeilgarnitur der Type U (2011/3011) nun auch einen alten Straßenbahntriebwagen der Type E1: Dabei handelt es sich um den zuletzt vom Bahnhof Brigittenau aus eingesetzten 4755, welcher während der Nacht auf den 21. August 2015 mit einem Lastkraftwagen an seinen neuen Bestimmungsort verbracht worden ist. Dort konnte der Triebwagen am sonnigen Morgen des heutigen Tages vor der Kulisse des Kraftwerks bildlich festgehalten werden (Raimund Wyhnal, 28.08.15).

RechteckNeumarkt

Die 118 719 vom Erfurter Bahnservice hat es ins vogtländische Neumark verschlagen. Am 19.8.2015 brachte sie einen aus drei VTG-Getreidewagen gebildeten Zug zu der im Ort ansäßigen Baywa AG. Nach dem umsetzen zog sie den "Modellbahnzug" in die Werksgleise (Daniel Wolf, 27.08.15).

RechteckRosenheim


Wie viele Menschen passen in einen Zug? Mehr als man glauben möchte, auf jeden Fall deutlich mehr als Sitzplätze angeschrieben sind. Das beweisen die 628/928-Garnitur der Südostbayernbahn bei der Ankunft aus Landsut in Rosenheim als RB 27297, ebenso wie der Meridian ET 302 als M 20296 von Rosenheim nach Holzkirchen (GK, 26.08.15).

RechteckV 160 002 vor Wiederinbetriebnahme

Im Jahr 2010 kam die V 160 002 aus Spanien zurück nach Deutschland: nach einer gündlichen Instandsetzung in Neustreliz nähert sich nun die Wiederinbetriebnahme der "Lollo" (Pressemeldung www.mietlok.de, 26.08.15).

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LOK Report 9/15

LOK Report Ausgabe 9/15

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Europa

RechteckSchweden: Memorandum zu Ostlänken beschlossen
Am 13.08.15 wurde zwischen der Gemeinde Norrköping und der Verkehrsbehörde Trafikverket ein Memorandum über die Zusammenarbeit beim Bau der neuen Hochge-schwindigkeitsstrecke Ostlänken zwischen Linköping und Järna unterzeichnet, deren Bau 2017 beginnen soll und deren Inbetriebnahme für 2028 erwartet wird.
Kernpunkte des Abkommens, für das Trafikverket die Hälfte der Kosten übernimmt, sind ein neuer Güterbahnhof in Malmölandet, ein verbesserter Anschluss an die intermodalen Terminals im Händelö, neue Industriegleise und ein besserer Hafenanschluss auf der Straße mit Verbindung zur Autobahn.
Ostlänken umfasst eine 150 km lange Strecke zwischen Järna und Linköping südwestlich von Stockholm, die zweigleisig für Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h ausgelegt werden soll. Nach dem Ausbau soll Ostlänken Teil der künftigen Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Stockholm und Göteborg über Malmö nach Kopenhagen werden (WKZ, Quelle Sveriges Radio, 26.08.15).

RechteckSchweiz: Letzte Medienfahrt am Gotthard


Dernière am Gotthard: Unter grosser Beteiligung hat am 24. August 2015 die letzte Medien-Fahrt in den Gotthard-Basistunnel stattgefunden. Über 30 Journalistinnen und Journalisten, mehrere Fernseh- und Radioteams haben noch einmal die Gelegenheit genutzt und sich vor Ort über den aktuellen Stand der Arbeiten informiert sowie im längsten Eisenbahntunnel der Welt aktuelle Fotos geschossen.
Um die Leistungsfähigkeit des Gotthard-Basistunnels zu prüfen, wird ab dem kommenden 1. Oktober im 57 km langen Tunnel der Testbetrieb durchgeführt. Deshalb werden bis zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels am 1. Juni 2016 keine Medienfahrten mehr möglich sein.
Da unter realen Bedingungen rund um die Uhr Hunderte von Testfahrten stattfinden, kann der Gotthard-Basistunnel in dieser Zeit nicht mehr besichtigt werden. (Pressemeldung AlpTransit, 26.08.15).

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