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LOK Report – News von Mittwoch, 25.03.15

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Foto Martin Wehmeyer

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Knorr-Bremse auf Erfolgskurs
Absatzlinie

Weiterer Arbeitsplatzabbau
bei der SNCF prognostiziert

Absatzlinie
Österreich: Vergaberecht darf
nicht altersdiskriminierend sein

Absatzlinie
Schweiz: Höherer Takt im Fern-
verkehr, besserer Güterverkehr

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Foto links: Martin Wehmeyer

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Weitere Zwischenergebnisse mit GDL
Deutsche Bahn und GDL haben bei ihren Tarifverhandlungen gestern in Berlin weitere Fortschritte erzielt. Nach intensiven Beratungen verständigten sich beide Seiten auf Zwischenergebnisse in der Frage, wie die Tätigkeitsgruppen der Zugbegleiter und Mitarbeiter der Bordgastronomie in die Struktur eines Rahmentarifvertrags und eines DB-Haustarifvertrags mit der GDL eingefügt werden können.
Personalvorstand Ulrich Weber: "Wir kommen in schwierigen Fragen Stück für Stück weiter. Das ist ein positives Zeichen für unsere Kunden und Mitarbeiter." Die nächste Verhandlung mit der GDL findet am 27. März 2015 in Frankfurt statt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.03.15).

RechteckEVG: Tarifverhandlungen mit DB AG fortgesetzt
Die EVG setzt am Mittwoch ihre Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn fort. Im Mittelpunkt stehen die 16 Forderungen, die die EVG in der laufenden Tarifrunde mit der DB AG verhandelt sowie der Entwurf des von der EVG geforderten Tarifvertrags zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Funktionsgruppen und des Entgeltsystems.
"In der nunmehr 9. Verhandlungsrunde wollen wir endlich deutliche Fortschritte in den uns wichtigen Sachfragen erzielen", machte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba deutlich. "Sollte in dieser Frage am Mittwoch kein Durchbruch erzielt werden, werden wir für unsere Mitglieder weitere Abschlagszahlungen fordern", kündigte Regina Rusch-Ziemba an. Die Beschäftigten dürften nicht die Leidtragenden einer solchen "Hängepartie" werden.
Die zuständige EVG-Tarifkommission hat im Vorfeld bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst: Gefordert werden weitere Abschlags-/ Vorschusszahlungen in Höhe von je 100 Euro pro Monat bis zu einem endgültigen Abschluss. (Pressemeldung EVG, 25.03.15).

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Bahnberufe

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: Neues Logistiksystem für Photovoltaik-Module
DB Schenker und eines der führenden Prüfunternehmen der Solarbranche, TÜV Rheinland, haben gemeinsam ein weltweit neues System zur Aufdeckung von Transportschäden bei Photovoltaik-Modulen entwickelt. Die neue Methode dient auch zur Transportkontrolle und Validierung der Leistungsfähigkeit der empfindlichen Solartechnik. Ziel des neuen Monitoring- und Kontrollsystems DBSCHENKERpvchain ist es, die Transparenz entlang des gesamten Transportweges der Solarmodule vom Herstellerwerk bis zur Auslieferung an den Endkunden sicherzustellen. Entwicklung und Testphase des Projektes dauerten über ein Jahr.
Zwischen fünf und zehn Prozent aller Module werden durch den Transport in Mitleidenschaft gezogen und in ihrer Leistung vermindert. Das neu entwickelte Kontrollsystem prüft die Qualitätsprozesse und Verpackungen bei der Herstellung sowie die Abläufe beim Verlassen des Werkes. Zudem erfolgt ein kontinuierliches Transportmonitoring sowie eine technische Kontrolle einschließlich repräsentativer Stichprobenmessungen der gelieferten Produkte in einem vom TÜV entwickelten Testlabor im DB Schenker-Eingangslager Antwerpen.
Für den Transport von Asien aus werden alle Container von DB Schenker mit speziellen Schock- und Vibrationssensoren ausgestattet (DB SCHENKERsmartbox). Diese liefern gleichzeitig via GPS Informationen über den aktuellen Status und Standort der Sendung. Anhand der permanent erhobenen Daten während des Transports lässt sich dann nachvollziehen, ob eine Transporteinheit über das vorher ermittelte und bei der Prüfung der Verpackungen getestete Stressniveau hinaus belastet wurde oder nicht.
Darüber hinaus findet eine repräsentative Stichprobenprüfung der gelieferten Module im Eingangslager statt. Dort betreibt der TÜV Rheinland in Kooperation mit DB Schenker eine Messstrecke, in der nach der Sichtkontrolle auch spezielle Prüfungen und Analysen vorgenommen werden. Die Stichproben- prüfungen werden innerhalb des normalen Arbeitsablaufs organisiert; überflüssige Transporte können so vermieden werden.
Die angefertigten und interpretierten Prüfbilder werden, wie die Ergebnisse der Warenausgangskontrolle im Herstellerwerk, in eine Datenbank eingestellt und stehen dort dem Empfänger zur Verfügung. DBSCHENKERpvchain zielt darauf ab, Transparenz zu schaffen über Qualität und Leistungsfähigkeit der Module und damit die Qualitätsstandards auch für Modulhersteller und Investoren auf einem hohen Niveau zu etablieren (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.03.15).

RechteckKnorr-Bremse: Weiter auf Erfolgskurs
Knorr-Bremse erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 5,20 Mrd. EUR und wuchs um 21 % (Vorjahr 4,30 Mrd. EUR). Alle Regionen und Unternehmensbereiche trugen zum Wachstum bei. Der Schienenfahrzeugbereich erhöhte seinen Umsatz um 33 % auf 2,98 Mrd. EUR (Vorjahr 2,25 Mrd. EUR), während der Nutzfahrzeugbereich einen Umsatz von 2,23 Mrd. EUR (Vorjahr 2,07 Mrd. EUR) mit einer Steigerung von 8 % erzielte. Der Auf-tragseingang stieg dank der hohen Marktdurchdringung gepaart mit der positiven Markt-entwicklung auf 5,50 Mrd. EUR (+16 %, Vorjahr 4,75 Mrd. EUR).
Das Ergebnis erreichte 560 Mio. EUR (+53 %, Vorjahr 367 Mio. EUR). Dies entspricht ei-ner Umsatzrendite von 10,8 % (Vorjahr 8,5 %). Neben dem Umsatzwachstum trugen die seit Jahren systematisch verfolgten Effizienzsteigerungen in den Prozessen und die Maß-nahmen zur Kostenoptimierung zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Knorr-Bremse kom-pensierte so den vor allem im Erstausrüstergeschäft erheblich steigenden Preis- und Kos-tendruck.
Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG, erläuterte: "Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer langfristig angelegten strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Unsere Investitionen der letzten beiden Jahrzehnte tragen Früchte und bilden das Fundament dieses substanziellen Wachstums. Wir haben mit den Investitionen die regionale Präsenz ausgebaut und die Systemkompetenz gestärkt, beides mit dem Ziel, den Kundennutzen weiter zu steigern und die Prozesse kontinuierlich zu optimieren".
Am Standort München ist der Rohbau des Versuchs- und Entwicklungszentrums für die Entwicklung neuartiger Bremssysteme fertiggestellt; die Gesamtinvestitionssumme liegt bei rund 90 Mio. EUR. 350 Ingenieure und Techniker aus beiden Divisionen und mehr als 100 verschiedene Test- und Prüfstände werden in dem hochmodernen Gebäude Platz finden. Die Bündelung des Bremstechnik-Know-how aus der Schienen- und Nutzfahrzeugsparte wird gemeinsame Entwicklungskonzepte fördern und Synergien ermöglichen.
Die Investitionen stiegen auf 161 Mio. EUR (Vorjahr 159 Mio. EUR). Der Aufwand für For-schung, Entwicklung und kundenspezifische Anpassungsentwicklungen lag im Berichtsjahr bei 295,5 Mio. EUR (Vorjahr 252,5 Mio. EUR) und macht 5,7 % vom Umsatz (Vorjahr 5,9 %) aus. 3.176 Mitarbeiter und damit 13 % der Belegschaft waren in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Zur Zukunftssicherung investierte der Konzern in den letzten fünf Jahren unter Berücksichtigung aller Finanzierungsmodelle einen Betrag von über 1 Mrd. EUR in Werke und Produktionsanlagen.
Zum Jahresende 2014 beschäftigte der Knorr-Bremse Konzern 23.916 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Jahresende 2013 mit 20.833 Mitarbeitern entspricht dies einer Steigerung von 14,8 %. Dieser deutliche Zuwachs an hoch qualifizierten Mitarbeitern stammt schwer-punktmäßig aus Neueinstellungen an den weltweiten Produktions- und Entwicklungsstan-dorten sowie aus der Erstkonsolidierung von neu erworbenen Gesellschaften. Konzernweit waren zum Jahresende 52,6 % der Mitarbeiter in Europa beschäftigt, 21,1 % in Amerika und 26,3 % in Asien/Australien. An den sechs deutschen Standorten Aldersbach, Berlin, Dresden, Holzkirchen, München und Schwieberdingen betrug die Anzahl der Mitarbeiter 4.846 (Vorjahr 4.087), was einem Anteil von 20 % an der Konzernbelegschaft entspricht.

Für das Jahr 2015 geht der Konzern zwar von einer zurückhaltenden globalen Wirtschafts-leistung aus, erwartet aber ein moderateres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. "Wir konnten unsere Ziele für das Jahr 2014 deutlich übertreffen", resümierte Klaus Deller. "Un-sere Strategie des substanziellen Wachstums setzen wir fort. So haben wir mit Selectron den Einstieg in die Schienenfahrzeugleittechnik geschafft und werden mit der Vernetzung von in den Fahrzeugen befindlichen Systemen weiteren Mehrwert für unsere Kunden schaf-fen. Ebenso wird unser neues Joint Venture mit Dongfeng, das erfolgreich gestartet ist, ei-nen wesentlichen Schub für die Ausweitung unserer Nutzfahrzeugaktivitäten in China brin-gen. Die Schaffung von Mehrwert für unsere Kunden ist der Leitgedanke bei allem, was wir tun. Unser Unternehmen ist kerngesund und wir wollen weiter wachsen. Neben allen An-strengungen, weiteres organisches Wachstum zu generieren, beschäftigen wir uns nicht weniger intensiv damit, unsere Ziele durch strategische Zukäufe zu erreichen." (Pressemeldung Knorr-Bremse, 25.03.15).

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Aus den Ländern

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Kleinseenbahn optimiert Fahrplan
Die HANSeatische Eisenbahn GmbH (kurz HANS) führt zum Sommerfahrplanwechsel am 29. März 2015 neue Fahrzeiten auf der Kleinseenbahn zwischen Neustrelitz und Mirow ein.
"Wir haben die Fahrzeiten um jeweils einen Stunde nach hinten verschoben und uns damit ganz bewusst an den Nachfragen des Sommertourismus orientiert.", informiert Karsten Attula, Leiter Schienenpersonennahverkehr beim HANS.
"Wir starten somit vormittags um 9.19 Uhr in Mirow eine Stunde später als im Winterfahrplan. Der letzte Zug fährt erst um 20.15 Uhr in Neustrelitz in Richtung Mirow wieder ab. Mit der Verschiebung werden in Neustrelitz nicht nur Anschlüsse von und nach Stralsund und Berlin sondern auch Waren-Rostock erreicht. Der Fahrplan bleibt leicht merkbar: Für Mirower z.B. nun immer 14 Minuten nach der ungeraden Stunde." so Attula weiter.
Die veränderten Fahrzeiten gehen auf die erhöhten Nachfragen aus dem vergangenen Sommer zurück, in dem Touristen auch gerne abends mit der Bahn mobiler sein wollten. Somit verkehrt der letzte Zug dieses Jahr eine Stunde später.
Die neuen Fahrzeiten sind Empfehlung eines Gutachtens und wurden zwischen der HANSeatische Eisenbahn GmbH, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der MVVG, der Bürgerinitiative Pro Schiene und der Mecklenburgische Kleinseenplatte Touristik GmbH abgestimmt (Pressemeldung HANSeatische Eisenbahn GmbH, 25.03.15).

RechteckNRW: Studie zum Mittelrheintal - Hagen/Köln – Siegen – Gießen soll ausgebaut werden
Der Ausbau der Eisenbahnstrecke Hagen/Köln – Siegen – Gießen ist die einzige brauchbare Alternative, um die Bahnstrecken im Mittelrheintal zu entlasten. Das ist das Ergebnis einer Korridorstudie, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vorgestellt hat.
In der Studie ("Entwicklung einer verkehrlichen Konzeption für den Eisenbahnkorridor Mittelrheinachse – Rhein/Main – Rhein/Neckar – Karlsruhe") wurden im Vorfeld der Bundesverkehrswegeplanung Varianten zur Entlastung der Rheintalstrecken im gesamten Korridor zwischen Köln und Karlsruhe untersucht.
Auch für den Ausbau der Schieneninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen werden Empfehlungen gegeben. Als einzige Umgehungsstrecke zu den Strecken im Rheintal mit nennenswertem Potential wurde in der Untersuchung die Ruhr/Rhein-Sieg-Achse Hagen/Köln – Siegen – Gießen – Hanau ermittelt.
Verkehrsminister Michael Groschek zeigte sich von dem Ergebnis erfreut: "Das ist eine echte Win-Win-Situation: Die Entlastung des Mittelrheintals bringt für die Region Siegen die dort seit langer Zeit geforderte bessere Schienenanbindung. Die Vorschläge des Gutachtens machen die Durchführung kombinierter Verkehre in alle Richtungen möglich, schaffen eine bessere Betriebsqualität für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf der Siegstrecke und bringen für die Anwohner modernen Lärmschutz nach dem neuesten Stand der Technik. Damit gibt es für diese wichtigen Infrastrukturinvestitionen endlich eine Realisierungsperspektive."
Für Züge der Verbindung der ARA-Häfen (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen)/Ruhrgebiet mit Bayern/Österreich/Südosteuropa stellt die Strecke über Siegen eine um 40 km kürzere und damit attraktivere Wegführung im Vergleich zu den beiden Strecken links und rechts des Rheins dar. Mit vergleichsweise geringem Aufwand ließe sich durch die Ruhr/Rhein-Sieg-Achse bereits zeitnah und rentabel eine spürbare Entlastung der Strecken im Mittelrheintal erzielen. Bei Realisierung etwas umfangreicherer Ausbauten könnte sich die Entlastungswirkung noch deutlich erhöhen. Die Ruhr/Rhein-Sieg-Achse biete damit langfristig weiteres Ausbaupotential.
Erste Maßnahmen wären der zweigleisige Ausbau der Strecke Siegen - Siegen-Ost, die Herstellung des durchgängigen Streckenprofils für den Transport von Ladeeinheiten im Kombinierten Verkehr (KV-Profil), die Zweigleisigkeit auf der Strecke Troisdorf – Siegen und die Blockverdichtung für eine schnellere Zugfolge.
Der Vorschlag der Gutachter zu einem zweistufigen Ausbau der Ruhr/Rhein-Sieg-Achse wird nun im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung einer Nutzen-Kosten-Analyse unterzogen. Bei der letzten Überprüfung des Bedarfsplans für die Schienenwege des Bundes im Jahr 2010 war eine Ertüchtigung der Strecke noch als unwirtschaftlich eingestuft worden.
Die Mittelrheinstrecke besteht aus zwei Eisenbahnhauptstrecken: Rechtsrheinisch verläuft die Bahnstrecke von Troisdorf über Bonn-Beuel, Neuwied, Koblenz-Ehrenbreitstein, Lahnstein und Rüdesheim nach Wiesbaden. Die linksrheinische Strecke verläuft von Köln über Bonn, Koblenz und Bingen bis nach Mainz. Beide Strecken gehören zu den am stärksten belasteten Bahnstrecken in Deutschland. Wegen der sehr engen Randbebauung werden die Anwohner erheblich durch den Lärm vor allem der Güterzüge belastet. Die Lage der Strecken im engen Rheintal verschärft die Lärmproblematik zusätzlich.
Zur Auflösung der Engpässe (in NRW insbesondere linksrheinisch südlich von Köln durch den dort verkehrenden Schienenpersonenverkehr) untersuchte das BMVI alle relevanten Alternativen zur Rheintalstrecke zwischen Köln und Mainz/Wiesbaden über Mannheim bis zur Landesgrenze Deutschland/Schweiz. Neben einigen Varianten der zentralen Strecke Rhein-Main – Rhein-Neckar wurden innerhalb der Studie auch verschiedene Alternativen untersucht, die zu einer Entlastung des Rheintals in Nordrhein-Westfalen südlich von Köln führen können. Das Land NRW hatte hierfür neben dem Maßnahmenpaket Knoten Köln die Ausweichstrecken Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen – Gießen) und Sieg-Strecke (Troisdorf – Siegen) zur Überprüfung angemeldet
(Pressemeldung Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, 25.03.15).

RechteckRheinland-Pfalz: S-Bahn nach Zweibrücken überspringt hohe Hürde
"Mit der positiven Nutzen-Kosten-Untersuchung für die S-Bahn-Verlängerung nach Zweibrücken ist der Weg frei für die nächsten Schritte. Mit einem nachgewiesenen Nutzen-Kostenfaktor von 1,24 hat die Integration der Strecke in das Netz der S-Bahn Rhein-Neckar eine hohe und entscheidende Hürde übersprungen", erklärt Landrat Dr. Winfried Hirschberger als Vorsteher des Zweckverbandes SPNV Rheinland-Pfalz Süd, und betont: "Das positive Ergebnis haben wir erwartet. Wichtig für die Bewertung und das weitere Vorgehen ist, dass alle Partner, also auch der Bund, die beiden Länder Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar die Grundlagen der Untersuchung und die Planfälle gemeinsam beschlossen haben".
Er fordert beide Landesregierungen und den Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar deshalb auf, jetzt mit der Entwurfsplanung und einer Finanzierungsvereinbarung rasch die weiteren Schritte auf den Weg zu bringen.
"Unser Ziel ist es, die Strecke gemeinsam mit unseren saarländischen Partnern in spätestens vier Jahren in Betrieb zu nehmen. Das Bundesprogramm für solche Großprojekte wie die S-Bahn Rhein-Neckar läuft in 2019 aus, ein Nachfolgeprogramm ist derzeit nicht in Sicht. Angesichts des knappen Zeitfensters brauchen wir kreative Lösungen, um die Finanzierung so schnell wie möglich zu realisieren", erklärt Landrat Dr. Hirschberger und ergänzt:
"Die Einbeziehung von Zweibrücken in das Netz der S-Bahn Rhein-Neckar wird die Attraktivität der Südwestpfalz und des benachbarten saarländischen Saar-Pfalz-Kreises steigern. Wir müssen gemeinsam auch die abseits der Metropolen gelegenen Städte und Gemeinden stärken. Deshalb ist die Realisierung dieser neuen Nahverkehrsachse eine Aufgabe von landespolitischer Bedeutung" (Pressemeldung Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd, 25.03.15).

RechteckRheinland-Pfalz: Zusatzangebot Schiersteiner Brücke wird weitergeführt
Das vorübergehende Zusatzangebot des Rheinland-Pfalz-Taktes wird wegen der anhaltenden Sperrung der Schiersteiner Brücke zunächst bis zum 30. April verlängert. Damit werden die beiden umsteigefreien Pendlerzugpaare zwischen Bad Kreuznach bzw. Ingelheim und Wiesbaden weiterhin in Kooperation mit DB Regio und dem und Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) angeboten. In allen vier Zügen gelten neben den DB - Fahrkarten auch die Tarifangebote des RNN.
Ob die Züge nach dem 1. Mai weiterfahren, steht noch nicht fest. Der Zweckverband sucht angesichts der erwartungsgemäß guten Nachfrage vor allem des Zugpaares Bad Kreuznach - Wiesbaden - Bad Kreuznach intensiv nach Finanzierungslösungen, nach dem der deutliche Ausbau des Zugverkehrs in Rheinhessen zum letzten Fahrplanwechsel (hervorzuheben ist dabei die Einführung eines Halbstundentaktes auf der Achse Mainz - Bingen sowie die Ausweitung des Regionalexpressangebotes) bislang vorhandene finanzielle Spielräume ausgeschöpft hat. Außerdem wird derzeit geprüft, ob angesichts knapper Personale ausreichend Lokführer vorhanden sind. Von Beginn an war darüber hinaus klar, dass die derzeit eingesetzten älteren Triebwagen keine Dauerlösung sein können.
"Wir möchten die Umsteiger auf die Schiene langfristig für den umweltfreundlichen ÖPNV gewinnen. Wir benötigen aber die entsprechenden betrieblichen Rahmenbedingungen sowie ausreichend finanzielle Mittel, um die Züge auch über den 1. Mai 2015 hinaus anbieten zu können", macht Verbandsdirektor Michael Heilmann vom ZSPNV Süd deutlich.
Abschließend muss geprüft werden, ob die derzeit genutzten Fahrplantrassen auch ab dem 1. Mai zur Verfügung stehen. "Mitte Juni ist Fahrplanwechsel beim Infrastrukturbetreiber DB Netz AG. Wenn dann ein Güterzugbetreiber eine der bisher genutzten Trassen belegt, dürften die Züge nicht mehr fahrbar sein. Es war schon schwer genug, mitten im Berufsverkehr eine freie Trasse durch das Mainzer Gleisdreieck zu finden, weshalb es an drei Tagen ja auch massive Probleme gab", ergänzt Heilmann (Pressemeldung Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd, 25.03.15).

RechteckSachsen-Anhalt: Über 550 Anregungen zum Bahnfahrplan 2016
Zu den Entwürfen für den Bahnfahrplan 2016 äußerten 250 Fahrgäste aus Sachsen-Anhalt ihre Meinung. Über 550 Anregungen, Hinweise und Kritiken schickten Pendler an die landeseigene Nahverkehrsservicegesellschaft NASA. Wie in den Jahren zuvor hatte die NASA im Februar die Fahrplanentwürfe veröffentlicht und die Fahrgäste um Hinweise gebeten.
Der Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalt, Rüdiger Malter, sagte: „Wir freuen uns über die große Resonanz. Diesmal kamen mehr als doppelt so viele Hinweise wie im Vorjahr. Wir hatten auch mit einer starken Zunahme gerechnet, da es im Fahrplan 2016 erhebliche Veränderungen gibt. Auch wenn sich nicht alle Anregungen umsetzen lassen, so helfen sie uns doch bei der künftigen Fahrplanung.“
Die Hinweise beziehen sich vor allem auf die Auswirkungen neuer Nahverkehrskonzepte, des veränderten Fernverkehrs sowie des Umbaus im Bahnknoten Halle und anderen Bahnhöfen.
Die Anregungen werden geprüft und – wenn möglich – im neuen Fahrplan berücksichtigt, der am 13. Dezember 2015 in Kraft tritt. Eine Zwischenbilanz zur Fahrgastbeteiligung ist ab sofort abrufbar auf der NASA-Seite www.starker-nahverkehr.de > Fahrpläne.
Die endgültigen Fahrpläne sowie eine kommentierte Übersicht zu den Zuschriften werden im Herbst veröffentlicht (Pressemeldung Nasa, 25.03.15).

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fahrgasterhebung NVBW

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckLaucha (Unstrut)
Foto G. Göbel
Am 19.03.2015 war die 118 770-7 mit einem IntEgro-Wagen vermutlich während einer privaten Sonderfahrt auf der Unstrutbahn unterwegs. IG Unstrutbahn e.V. Mitglied G. Göbel fotografierte die Ausfahrt in Laucha (Unstrut) in Richtung Karsdorf (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 25.03.15)
.

RechteckSonderverkehre um Nossen
Foto Johannes MühleFoto Johannes Mühle
Foto Johannes Mühle
Am Nachmittag des 23. März verkehrten mehrere außerplanmäßige Züge um Nossen. 03 2155 kehrte von der Sonderfahrt aus Cottbus nach Nossen zurück und hatte einige Reisezugwagen des LDC für die Sonderfahrten der IG Dampflok Nossen am Haken. Das Bild entstand bei Bennewitz an der Strecke Riesa-Döbeln.
In Roßwein kreuzte dieser Leerreisezug mit einem Getreidezug aus Nossen, welcher unweit in Starbach beladen wurde und durch V300 001 weiter in Richtung Ostseehäfen brachte (Johannes Mühle,
25.03.15).

RechteckStadtjubiläumsstraßenbahn der Rheinbahnd
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Obwohl das Düsseldorfer Stadtjubiläum im Jahre 2013 gefeiert wurde, ist die von dem Düsseldorfer Künstler Tilly gestaltete Straßenbahn nach wie vor im Rheinbahnnetz unterwegs. Tilly ist durch seine politischen Motivwagen im Rosenmontagszug überregional bekannt geworden (Martin Wehmeyer, 01.10.13).

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LOK Report 03/15

LOK Report Ausgabe 03/15

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RechteckInnsbruck


Die zwei Triebwagengarnituren 413 (417).019/020 und 413 (417).021/022 standen um 17.40 h mit dem Tfz 1116.036 im Innsbrucker Frachtenbahnhof, um nach Serbien transportiert zu werden (GK, 25.03.15).

RechteckWipperliese und Paparazzi
Foto Ralf KukeFoto Ralf Kuke
Bis vor kurzem interessierte sich kaum jemand außerhalb von Sachsen-Anhalt/Thüringen, für die Wipperliese, jetzt kurz vor der Abbestellung des SPNV tauchen auf einmal alle möglichen echten und unechten Bahnfans auf. Unechte Bahnfans zeichnen sich dadurch aus, dass die Anreise per Kfz erfolgt, um dann die Bahnstrecke, wenigstens einmal, abzufahren. Wirkliche Bahnfans dagegen reisen zu derartig traurigen Anlässen per Bahn und sind auch sonst regelmäßige Bahnkunden (Ralf Kuke,
25.03.15).

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Europa

RechteckFrankreich: Weiterer Arbeitsplatzabbau bei der SNCF prognostiziert
Über ein neues Szenario zum Arbeitsplatzabbau bei der SNCF berichtet Les Echos. Demnach geht ein Gutachten im Auftrag des Zentralbetriebsrats (CEC) in den nächsten fünf Jahren vom Abbau von 11.000 bis 13.000 Arbeitsplätzen von insgesamt etwa 150.500 aus.
Nach einem ersten Bericht von Mitte Februar, der von etwa 9000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2020 ausging, prognostiziert ein neuer Bericht der Wirtschaftsprüfungsfirma Secafi eine "deutliche Abnahme der Arbeitsplätze von etwa 11.000 bis 13.000 in den nächsten fünf Jahren", so die Nachrichtenagentur AFP.
Im Detail geht es um den Abbau von 8.000 Positionen bei SNCF Mobilités (Personen- und Güterverkehr) und einen Verlust von 3000 bis 5000 Positionen bei SNCF Réseau (Infrastruktur). Diese Prognosen beruhen auf der Grundlage des strategischen Plans der SNCF, der in diesem Jahr noch mit dem Staat unterzeichnet werden muss (WKZ, Quelle Les Echos, 25.03.15).

RechteckItalien: Neue Betriebszentrale für Trenord in Milano Fiorenza eröffnet
Am 23.03.15 wurde die neue Betriebszentrale von Trenord für die Lombardei auf dem Gelände der Werkstatt Milano Fiorenza eröffnet. Sie ersetzt und vereinheitlicht die bisherigen Leitstellen in Saronno und Milano Greco Pirelli.
In der neuen Betriebszentrale werden jetzt täglich 2.300 Züge auf den Infrastrukturen von RFI und FerrovieNord überwacht. Oberstes ziel ist dabei die Erhöhung der Pünktlichkeit, wegen der Trenord im letzten Jahr in der Kritik stand (GK, WKZ, 25.03.15).

RechteckRumänien: Unsicherheit über Zukunft von Regiotrans
Nach einer Woche Betriebseinstellung herrscht immer noch Unsicherheit über die Zukunft des rumänischen Privatbahnbetreibers Regiotrans. Keine Institution fühlt sich bevollmächtigt, Maßnahmen zu ergreifen. Die Zugausfälle beeinflussen hunderte Bewohner, so der Vorsitzende des Kreisrats Arad (CJA), Nicolae Ioţcu.
"Hunderte von Kindern und Eltern in Arad sind nicht in der Lage, zur Schule oder Arbeit zu fahren. Wir erhalten Beschwerden aus dem ganzen Kreis. Im Moment haben wir keine Informationen darüber, wie diese Probleme zu lösen sind. Die Öffentlichkeit fordert das Ministerium für Verkehr auf, einzugreifen."
Am 23.03.15 wurde der in einen Korruptionsskandal verwickelte und um das Leben gekommene Gründer von Regiotrans, Costel Comana, in Brasov unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beerdigt (WKZ, Quelle Stimme Transsilvaniens, 25.03.15).

RechteckÖsterreich: Rechnungshof zum Pensionsrecht der Bediensteten der ÖBB
Im Zeitraum 2002 bis 2013 belief sich das Pensionsantrittsalter der Bundesbahnbeamten — das waren die bis 1995 aufgenommenen definitiv gestellten Bediensteten der ÖBB — auf durchschnittlich 52,49 Jahre. Demgegenüber stieg die frühestmögliche gesetzliche altersbedingte Ruhestandsversetzung für Bundesbahnbeamte im gleichen Zeitraum von 54,75 Jahren auf 59 Jahre.
Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter im Betrachtungszeitraum 2008 bis 2013 lag bei den krankheitsbedingten Ruhestandsversetzungen bei 51,1 Jahren, jenes der organisatorisch bedingten Ruhestandsversetzungen (2008 bis 2011) bei 53,7 Jahren und jenes der altersbedingten Ruhestandsversetzungen (2008 bis 2013) bei 58,6 Jahren.
In den Jahren 2012 und 2013 erfolgten über 90 % der Ruhestandsversetzungen krankheitsbedingt, nur weniger als 10 % altersbedingt.
Aufgrund des überaus hohen Anteils der vorzeitigen Ruhestandsversetzungen entwickelten die ÖBB ein Programm einer altersgerechten Teilzeit, das ab Juli 2014 Bundesbahnbeamten ab 54 Lebensjahren eine reduzierte Wochenarbeitszeit ermöglicht. Dieses Programm soll dazu beitragen, die Bediensteten gesund am Arbeitsplatz zu erhalten und das durchschnittliche Pensionsantrittsalter zu erhöhen.
Die im Zeitraum 2004 bis 2011 aufgrund von Organisationsänderungen in den ÖBB vorgenommenen 8.552 vorzeitigen Ruhestandsversetzungen verursachten dem Bund Mehrausgaben von rd. 843 Mio. EUR gegenüber einer altersbedingten Ruhestands­versetzung. Solche vorzeitigen Ruhestandsversetzungen aufgrund von Organisations­änderungen nahmen die ÖBB infolge einer entsprechenden strategischen Vorgabe des BMVIT ab 2012 nicht mehr vor.
Das Pensionsrecht der Bundesbahnbeamten war im Bundesbahn–Pensionsgesetz geregelt. Die Systematik der Pensionsberechnung der Bundesbahnbeamten mit einer Parallelrechnung von Pensionsrecht (Rechtslage 2004 gedeckelt gegenüber der Rechtslage 2003) und dem Pensionskonto des Allgemeinen Pensionsgesetzes war gleichartig zu jener der Bundesbeamten. Unterschiede bestanden jedoch in einem deutlich geringeren abschlagsfreien Pensionsalter für Bundesbahnbeamte, im Verzicht auf Abschläge bei vorzeitiger Ruhestandsversetzung (Rechtslage 2003) und in einer um sechs Jahre längeren Gewährung eines Verlustdeckels. Die Umsetzung der Empfehlungen des RH — diese Empfehlungen betrafen Abschläge bei vorzeitiger Ruhestandsversetzung, die Harmonisierung der Geltungsdauer des Verlustdeckels sowie die Festsetzung der jährlich steigenden pauschalierten Nebengebührenzulage und des sinkenden Pensionssicherungsbeitrags auf die Werte des Jahres 2014 — beinhaltete ein Einsparungspotenzial von insgesamt rd. 920 Mio. EUR im Zeitraum 2015 bis 2050 (Pressemeldung Rechnungshof, 25.03.15).

RechteckÖsterreich: Kritik an Vergabekriterien für Gewerkschaft "absolut nachvollziehbar"
Die Appelle von Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha und ÖBB-Chef Christian Kern für einheitliche Kriterien in den Verkehrs-Ausschreibungen, sind für die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida absolut nachvollziehbar, so der Vorsitzende des vida-Fachbereichs Eisenbahn, Roman Hebenstreit. "Vor allem die Beschäftigung Älterer darf kein Nachteil bei Ausschreibungen sein. Das kommt einer Altersdiskriminierung gleich, wenn Beschäftigte gekündigt werden, damit ein Unternehmen bessere Chancen hat, eine Ausschreibung zu gewinnen", kritisiert Hebenstreit: "Es ist traurig genug, dass sich einzelne Bundesländer diesem System verschrieben haben".
Noch dazu müsse die Allgemeinheit für die Mehrkosten für das Arbeitslosengeld, die Notstandshilfe und Mindestsicherung für die gekündigten älteren MitarbeiterInnen aufkommen, so Hebenstreit weiter. "Der Rechnungshof ist deshalb in seiner Kritik am Pensionsantrittsalter aufgefordert, die Ursachen hierfür zu prüfen und nicht nur wie ein Oberschulmeister die Symptome zu kritisieren. Wenn seine Kritik weiterhin am eigentlichen Ziel vorbei schießt, werden wir in dieser Diskussion keinen vernünftigen Schritt weiterkommen und die älteren ArbeitnehmerInnen werden weiterhin ohne Job auf der Straße stehen", appelliert Hebenstreit.
Denn nicht die Betriebe als Auftragnehmer seien die Ursache des Übels. Der Grund für die steigende Altersarbeitslosigkeit über 50-jähriger liege auch in der Beschaffenheit der Vergabekriterien und dem Billigstbieterprinzip begraben, sagt der vida-Gewerkschafter. Menschen die Möglichkeit zu geben, bis zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter zu arbeiten, dürfe aber nicht länger ein Wettbewerbsnachteil für Betriebe sein. "Da müssen auch die Länder mit ihren Verkehrsverbünden an einem Strang mitziehen", so Hebenstreit.
"Solange es bei Vergaben keinen verpflichtenden Bonus für die Beschäftigung älterer Dienstnehmer gibt, werden Kündigungen von ArbeitnehmerInnen über 50 Jahren und Frühpensionierungen nicht weniger werden. Schieben die Politik und der Gesetzgeber dieses Problem wegen falscher Interessen- und Klientelpolitik und ohne konkrete Lösungen weiterhin auf die lange Bank, wird die Chance auf Beschäftigung Älterer ein frommer Wunsch bleiben", kritisiert Hebenstreit: "Am Ende zahlt der Steuerzahler dafür die Rechnung (Pressemeldung Vida, 25.03.15).

RechteckÖsterreich: Vergaberecht darf nicht altersdiskriminierend sein
Der Pensionistenverband fordert eine Abkehr vom Billigstbieter-Prinzip. Vielmehr müssen Sozialkriterien berücksichtigt werden und der Bestbieter muss den Zuschlag bei einer Ausschreibung bekommen.
"Das Vergaberecht darf nicht altersdiskriminierend sein. Der Pensionistenverband fordert eine Abkehr vom Billigstbieter-Prinzip. Vielmehr müssen Sozialkriterien berücksichtigt werden und der Bestbieter muss den Zuschlag bei einer Ausschreibung bekommen", forderte Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha heute. Grund für Blechas Vorstoß sind die unter anderem von ÖBB-Chef-Kern und Vida-Gewerkschafter Hebenstreit aufgezeigten Benachteiligungen von Busunternehmen, die ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen und dadurch gegenüber Firmen mit z.B. jungen Leiharbeitern einen Wettbewerbsnachteil haben.
"Wenn wir das ernst nehmen mit dem Möglichmachen länger zu arbeiten, wenn wir das ernst nehmen mit der Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalter, dann müssen wir das auch dort berücksichtigen, wo große Aufträge ausgeschrieben und vergeben werden. Es muss sichergestellt werden, dass Firmen, die Ältere beschäftigen keinen Nachteil haben", erklärte Blecha.
Der Pensionistenverbands-Präsident will bei den aktuell laufenden Verhandlungen um ein neues Vergaberecht Druck machen. Blecha: "Der Pensionistenverband will die Sozialkriterien im Vergaberecht aber nicht nur auf ältere ArbeitnehmerInnen reduziert wissen. Auch Firmen die Lehrlinge einstellen, die Frauen beschäftigen und eben ältere DienstnehmerInnen, dürfen keine Nachteile haben, weil sie durch diesen Umstand vielleicht höhere Personalkosten haben als Firmen, die sich nicht um Lehrlingsausbildung, betriebliche Gesundheitsvorsorgeprogramme und Frauenbeschäftigung kümmern. Weiteres Argument Blechas: "Höhere Arbeitslosigkeit und zusätzliche Frühpensionierungsaufwände machen das vermeintlich billigere Angebot letztlich insgesamt teurer. Und: in der Baubranche, wo ebenfalls hoher Kostendruck herrscht und Firmen mit älteren Beschäftigten oft nicht zum Zug kommen, leidet unter den Billigstbietern sehr häufig die Qualität der Arbeit. Beschwerden über Mängel und teure Folgeinstandhaltungskosten sind bei diesen Billigstfirmen gang und gäbe. Das Sprichwort ‚Wer billig kauft, kauft teuer' trifft hier besonders häufig zu", so Blecha.
"Wenn wir Betriebe haben wollen, die Lehrlinge ausbilden, die Ältere beschäftigen, dann müssen wir diese Firmen unterstützen", so der Pensionistenverbands-Präsident abschließend (Pressemeldung Pensionistenverband, 25.03.15).

RechteckSchweiz: Höherer Takt im Fernverkehr, bessere Trassen für Güterverkehr
Nach dem Ja des Stimmvolks zur FABI-Vorlage plant der Bund nun gemeinsam mit den Kantonen, der Güterverkehrsbranche und den Transportunternehmen den Bahnverkehr ab dem Jahr 2030. Die Beteiligten haben in den beim Bund eingereichten Angebotskonzepten folgende Bedürfnisse formuliert: Die SBB sieht im Fernverkehr zusätzliche Verbindungen auf den überlasteten Hauptkorridoren vor. Im Regionalverkehr schlagen die Kantone neue Haltestellen vor, zudem soll auf vielen Strecken der Halbstundentakt die Regel werden. Für den Güterverkehr sollen Express-Trassen geschaffen und Einschränkungen zu Spitzenzeiten aufgehoben werden.
Die Angebotskonzepte wurden von den Kantonen, die in Planungsregionen zusammengefasst sind, der SBB sowie von der Güterverkehrsbranche zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) erarbeitet und im November 2014 beim Bund eingereicht. Sie dienen für den Fern-, Regional- und Güterverkehr als Arbeitsinstrument für den Ausbauschritt 2030. Das BAV hat nun die eingereichten Angebotskonzepte, die erstmals in dieser Form von den Planungsbeteiligten ausgearbeitet wurden, geprüft. Die meisten entsprechen den Vorgaben und stimmen mit den Strategien des Bundes überein. Diese Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Angebotsziele in die weiteren Arbeiten aufgenommen werden.
In einem nächsten Schritt werden die Angebotskonzepte des Fern-, Regional- und Güterverkehrs aufeinander abgestimmt und Varianten für das Gesamtangebot ab 2030 ausgearbeitet. Anschliessend wird die für das Gesamtkonzept nötige Infrastruktur definiert und bewertet. Dabei werden sowohl die Folgekosten für den Betrieb als auch für die Infrastruktur ermittelt, so dass nur realisiert wird, was langfristig finanzierbar ist. Die Massnahmen mit den besten Bewertungen werden in den Ausbauschritt 2030 des Strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur (STEP) aufgenommen.
Das BAV wird die Planungsbeteiligten regelmässig über den Stand der Arbeiten informieren. Geplant ist, 2017 die Vernehmlassung zum Ausbauschritt 2030 durchzuführen.
Vor rund einem Jahr haben Volk und Stände mit dem Ja zur FABI-Vorlage (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) beschlossen, neue Planungsprozesse und Finanzierungszuständigkeiten für die Bahninfrastruktur zu schaffen. Bei der Planung des Ausbauschritts 2030, der im Auftrag des Parlaments unter Einbezug der betroffenen Stellen geplant wird, werden diese erstmals umgesetzt (Pressemeldung Bundesamt für Verkehr, 25.03.15).

RechteckSchweiz: S-Bahn CEVA und Bahnanbindung EuroAirport
Bundesrätin Doris Leuthard wurde am dienstag im Rahmen eines Arbeitsbesuchs in Paris von Ségolène Royal, der französischen Ministerin für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, empfangen.
Im Anschluss an dieses Gespräch traf sich Bundesrätin Leuthard mit Alain Vidalies, dem französischen Staatssekretär für Verkehr, zu einer Unterredung. Dabei wurden Fragen rund um das Genfer S-Bahn-Projekt CEVA und den EuroAirport Basel-Mulhouse erörtert. Im Hinblick auf CEVA plädierte die UVEK-Vorsteherin für die Beschaffung einer einheitlichen Fahrzeugflotte. Die Gespräche mit den Regionalbehörden, die auf französischer Seite für die Wahl des Rollmaterials zuständig sind, werden fortgesetzt.
Betreffend die Bahnverbindung zwischen Basel und dem EuroAirport wurde die Bildung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die die Gespräche zu diesem Vorhaben - und insbesondere über dessen Finanzierung - weiterführen soll (Pressemeldung -UVEK, 25.03.15).

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