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LOK Report – News von Mittwoch, 19.04.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Positive Zwischenbilanz für
ICE nach Brüssel und Amsterdam

Absatzlinie

Acht neue Mitarbeiter
für Eurobahn-Betrieb

Absatzlinie
Sommerfahrplan der HSB

Absatzlinie

Dänemark will deutschen
Behörden schnellere Bearbeitung
der Fehmarn-Anbindung zahlen

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sebastian Bollmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitiik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Positive Zwischenbilanz auf den ICE-Linien nach Brüssel und Amsterdam
Seit Dezember 2016 hat die Deutsche Bahn das Angebot auf den internationalen Verbindungen in die Metropolen Brüssel und Amsterdam deutlich ausgeweitet und bietet neu größtenteils etwa einen Zwei-Stunden-Takt an. Durch die Ausweitung des Angebots haben sich die Fahrgastzahlen bereits in den ersten drei Monaten wesentlich erhöht.
"Wir freuen uns, dass unser Angebot von den Reisenden so gut angenommen wird. Es ist eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zu anderen Verkehrsmitteln, wo obendrein die gesamte Reisezeit effektiv genutzt werden kann. Wir gehen in den nächsten Monaten – auch mit dem beginnenden sommerlichen Urlaubsverkehr  - von einem weiteren Anstieg der Nachfrage aus", so Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen.
Nach Brüssel fahren meist sechs ICE-Züge am Tag in beide Richtungen, von Amsterdam sind es sieben, nach Amsterdam acht. Im Verkehr nach Amsterdam gibt es seit Freitag, 7. April 2017 eine weitere Fahrplanverbesserung. So startet der erste täglich angebotene ICE in Köln neu erst um 6:45 Uhr bzw. 7:12 Uhr in Düsseldorf und erreicht trotzdem wie gewohnt um 9.28 Uhr die Hauptstadt der Niederlande. Das bedeutet eine Fahrzeitverkürzung von etwa einer Viertelstunde.
Das Angebot in die belgische Hauptstadt wird von den Fahrgästen bestens angenommen. Durch das erhöhte Angebot seit Ende 2016 konnten hier in den vergangenen drei Monaten bis zu 50 Prozent mehr Fahrgäste zwischen Köln, Aachen und Brüssel gewonnen werden. Als einziger Hochgeschwindigkeitszug hält der ICE nach Brüssel auch am Bahnhof Brüssel-Nord, der wesentliche Knotenpunkt mitten im zentralen Geschäftsviertel. Von Aachen aus sind die Reisenden in 65 Minuten am Ziel. Das ist besonders für Geschäftsreisende eine attraktive Verbindung. Auch die Anzahl der auf den Eurostar abgestimmten Anschlussverbindungen von und nach London hat sich erhöht. Unter vier Stunden beträgt die Reisezeit aus London mit Umstieg in Brüssel nach Aachen.
Mit dem Sparpreis Europa können Reisen nach Brüssel bereits ab 19 Euro (ab Aachen) gebucht werden. Reisen nach Frankfurt sind mit dem Sparpreis ebenfalls ab 19 Euro möglich. Tickets sind in allen bekannten DB-Vertriebskanälen erhältlich (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.04.17).

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Industrie

RechteckKeolis: Acht neue Mitarbeiter für eurobahn-Betrieb
Keolis Deutschland begrüßt heute acht neue Lokführer für den Betrieb der eurobahn. Die künftigen Mitarbeiter sind erfolgreiche Absolventen der im Juni 2016 gestarteten Ausbildung, die das Unternehmen gemeinsam mit der MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH in Bielefeld durchführte.
Die zehnmonatige Ausbildung gliederte sich in ein umfassendes Programm aus Theorie- und Praxismodulen. Nach rund 29 Wochen Unterricht, Praxistraining und ersten Prüfungen, folgte Anfang 2017 die Ausbildung auf den Fahrzeugen der eurobahn. Die beiden letzten Bausteine waren das Fahren unter Anleitung erfahrener Kollegen sowie eine Prüfung im Zugsimulator. Seit dem 28. März befanden sich die Teilnehmer in Vorbereitungen auf die abschließenden Prüfungen, die am 4. April starteten. Heute erhalten die Teilnehmer den "Triebfahrzugführerschein Klasse A und B" und sitzen ab dem 21. April im Führerstand der eurobahn Züge.
Der Team-Zuwachs erfüllt die Personalplanung der letzten Monate: "Keolis bleibt auf Kurs", kommentiert Thomas Görtzen, Geschäftsführer Keolis Deutschland, das positive Ergebnis. "Zusammen mit den Neueinstellungen erreichen wir damit bis Anfang Juni die Zielmarke von insgesamt 30 neuen Lokführern, die wir uns für einen stabilen Betrieb gesetzt haben".
Keolis hat mit Abschluss dieses Kurses seit der ersten Betriebsaufnahme im Jahr 2000 insgesamt 31 Ausbildungskurse erfolgreich zum Abschluss gebracht. Zwischen Ende Januar und Ende März 2017 sind fünf neue Ausbildungskurse mit durchschnittlich zwölf Teilnehmern gestartet. An zwei zusätzlichen Qualifikationskursen nehmen weitere Teilnehmer der Keolis teil (Pressemeldung Keolis, 19.04.17).

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(m/w) Berlin

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Aus den Ländern

RechteckBW: Mindestens Stundentakt für alle Kommunen
Baden-Württemberg will in den kommenden Jahren im Rahmen einer ÖPNV-Offensive den Bahn- und Busverkehr im Land wesentlich ausbauen. Leitbild ist dabei ein verlässliches Mobilitätsangebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Wie das Verkehrsministerium am Montag, den 17. Mai 2017 in Stuttgart mitteilte, sollen alle Kommunen am Tag öfter als bisher und mindestens im Stundentakt angebunden sein – von frühmorgens bis spätabends, an allen Wochentagen. "Dieses Mobilitätsversprechen wollen wir in den kommenden Jahren schrittweise umsetzen", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. Er fügte hinzu: "Das hilft, den Stau auf den Straßen abzubauen, und bereitet den Weg hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität."
So soll der ländliche Raum als attraktiver Lebensraum auch für Familien weiter gestärkt werden. Darüber hinaus soll zum Erreichen der Klimaschutzziele im Verkehrsbereich der öffentliche Verkehr mit Bahnen und Bussen deutlich zulegen. "Wir brauchen im Ballungsraum und in der Fläche ein verlässliches Angebot. Nur so können wir eine ähnliche Akzeptanz des öffentlichen Verkehrssystems schaffen, wie es beispielsweise die Schweiz schon hat. Dort sind die Fahrgastzahlen in den Zentren, aber auch im ländlichen Raum doppelt so hoch wie bei uns", so Hermann. "Mit Bahn und Bus kommst du überall hin, im ganzen Land – das soll bei den Leuten ankommen."
Das Land ist zuständig für die Nahverkehrszüge im regionalen Schienenverkehr. Das Verkehrsministerium wird deshalb in den kommenden Jahren das vom Kabinett verabschiedete "Zielkonzept 2025 für den Schienenpersonennahverkehr" umsetzen. Dieses sieht neben qualitativen Verbesserungen wie dem Einsatz neuer Züge, WLAN in den Zügen oder verbesserter Fahrradmitnahme auch zahlenmäßig mehr Zugverbindungen vor. Die ersten neuen Metropolexpresszüge starten noch in diesem Jahr. Sie werden im weiteren Großraum um Stuttgart von und nach der Landeshauptstadt fahren. Entsprechend dem Nachfragepotenzial auf den einzelnen Strecken werden die Taktfahrpläne verdichtet. Unabhängig von der Nachfrage soll aber auf allen Strecken auch im ländlichen Raum ein Stundentakt von 5 bis 24 Uhr umgesetzt werden. Mit der Aufstockung der Regionalisierungsmittel, die die Länder vom Bund für die Bestellung des regionalen Schienenverkehrs erhalten, haben sich die Aussichten auf eine zügige Umsetzung deutlich verbessert.
Allerdings liegen nicht alle größeren Kommunen des Landes an den vorhandenen Schienenstrecken. Daher hat das Land ein Förderprogramm für Regiobuslinien aufgelegt. "Damit fördern wir hochwertige und vertaktete Schnellbuslinien, welche die Landkreise zur Anbindung von Mittel- und Unterzentren an das Schienennetz einrichten. So bringen wir den verlässlichen Takt in die Fläche. Zehn Linien zwischen Bad Mergentheim im Norden und Überlingen im Süden laufen bereits. Wir können wir uns insgesamt rund 60 Linien vorstellen", sagte Minister Hermann. Das Land übernimmt bei diesen Linien die Hälfte der Kosten, die nicht durch Einnahmen gedeckt werden können.
Für den örtlichen Busverkehr sind die Landkreise zuständig. Der Verkehrsminister betonte: "Wir werben bei den Landkreisen für unser Leitbild des flächendeckenden Stundentakts als Grundangebot. Klar ist, dass ein solch ambitioniertes Angebot im ländlichen Raum und zu Schwachverkehrszeiten nicht mit dem klassischen Linienbus funktioniert. Da würde viel warme Luft transportiert, das wäre wirtschaftlich wie auch ökologisch nicht tragfähig." Daher setzt das Land in solchen Fällen auf bedarfsgesteuerte Rufbussysteme. Derzeit fördert das Land zwei Modellvorhaben in den Landkreisen Göppingen und Calw, mit denen der flächendeckende Stundentakt von 5 bis 24 Uhr im ländlichen Raum beispielhaft mit Rufbussen erprobt wird. 
Auch das automatisierte, fahrerlose Fahren kann für solche Rufbussysteme in der Fläche und als Zubringer zur Bahn neue Perspektiven bieten. So werden in Karlsruhe auf dem Digitalen Testfeld Baden-Württemberg die ersten derartigen Kleinbusse getestet. "Auch die Zukunft des ÖPNV wird digitaler", meinte Minister Hermann.
In Vorbereitung befindet sich zudem eine Neuordnung der ÖPNV-Finanzierung. Mit dieser Reform sollen die Stadt- und Landkreise, die für den ÖPNV zuständig sind, zukünftig vom Land mehr Mittel und mehr Gestaltungsmöglichkeiten erhalten. "Damit schaffen wir eine wesentliche Voraussetzung, um mit unserem Ziel einer ÖPNV-Offensive im Land, voranzukommen", sagte der Minister. Daher ist es von großer Bedeutung, dass die ÖPNV-Finanzreform gelingt, um auch die Angebote von Seiten der kommunalen Ebene erweitern zu können.
Die schrittweise Einführung eines Baden-Württemberg-Tarifs wird es zudem künftig ermöglichen, über die Grenzen der einzelnen Verkehrsverbünde hinweg mit nur einem Fahrschein unterwegs zu sein. Minister Hermann erläuterte: "Die Zeiten, in denen man drei Fahrscheine braucht, um von Karlsruhe Waldstadt zum Stuttgarter Fernsehturm zu kommen, werden dann vorbei sein. Das umweltfreundliche Angebot wird lauten: Eine Fahrt – ein Ticket." (Pressemeldung Ministerium für verkehr, 19.04.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Sommerfahrplan der HSB tritt am 29.April in Kraft
Fotos Ferdinand Jacksch.
Am 29. April tritt bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) der diesjährige Sommerfahrplan in Kraft. Während der Zugverkehr auf der Harzquer- und Brockenbahn im Vergleich zum Vorjahr unverändert durchgeführt wird, müssen einige Züge der Selketalbahn aufgrund von Personalmangel erstmals im Schienenersatzverkehr mit Bussen gefahren werden. Ziel der HSB ist jedoch, das Zugangebot entlang der Selke noch im Sommer wieder auszuweiten.
Der in Kürze beginnende Sommerfahrplan der HSB gilt bis einschließlich 5. November und entspricht in weiten Teilen dem ausgedehnten Fahrtenangebot des Vorjahres. So werden wieder insgesamt elf tägliche Zugpaare zum Brocken dampfen. Die erste Fahrt startet dabei um 8:55 Uhr in Wernigerode, die letzte Talfahrt verlässt den Gipfel um 18:31 Uhr. Mehr als vierzig Brockenfahrten des historischen Traditionszuges ergänzen das Angebot. Auch im Bereich Nordhausen bleibt im Vergleich zum letztjährigen Sommerfahrplan alles unverändert. Der tägliche Dampfzug zum höchsten Harzgipfel fährt wie gewohnt um 10:24 Uhr in der Rolandstadt ab und erreicht sein Ziel um 13:44 Uhr. Die Bedürfnisse des Schülerverkehrs sowie die Anschlüsse aus Richtung Erfurt und Halle (Saale) werden hierbei auch weiterhin so weit wie möglich berücksichtigt.
Im Bereich der Selketalbahn wird es dagegen zum ersten Mal in der nunmehr über 25-jährigen Geschichte der HSB Einschränkungen bei den ursprünglich auf dem Niveau des Vorjahres geplanten Zugfahrten geben. So muss ein Teil der Züge ganz oder zumindest teilweise mit Bussen im Schienenersatzverkehr gefahren werden. Der tägliche Dampfzugbetrieb zwischen Quedlinburg, Hasselfelde und Eisfelder Talmühle mit Anschluss an den Nordhäuser Dampfzug zum Brocken sowie der Verkehr mit Triebwagen werden in reduzierter Form beibehalten, so dass insgesamt die im Fahrplan aufgeführten Fahrten durchgeführt werden.
Hintergrund der Maßnahme ist die zwar seit längerem bereits intensivierte, aber bislang nur teilweise erfolgreich gebliebene Suche nach hinreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Eisenbahnbetriebsdienst, zurzeit insbesondere Dampflokheizer. Ständig wechselnde Arbeitszeiten im Schichtdienst sowie Wochenendarbeit gehören hier zu den Faktoren, die wie bei vielen anderen Unternehmen in der Dienstleistungsbranche die Personalsuche zunehmend erschweren. Festes Ziel der HSB ist es, noch während des laufenden Sommerfahrplans weitgehend zum ursprünglich geplanten Zugangebot auf der Selketalbahn zurückzukehren. Hierfür wird das kommunale Bahnunternehmen seine bisherigen intensiven Anstrengungen zur Personalgewinnung noch einmal verstärken.
Nähere Informationen zum neuen Sommerfahrplan sowie zu den Fahrzeiten der Ersatzbusse im Selketal sind in Kürze in allen Verkaufsstellen der HSB, telefonisch unter 03943/558-0 sowie im Internet unter unter www.hsb-wr.de erhältlich (Pressemeldung HSB, 19.04.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Zugverkehr Halle - Bitterfeld wieder ohne Einschränkungen
Auf beiden Gleisen ist am Dienstag der Zugverkehr zwischen Halle–Landsberg–Bitterfeld nach drei Monaten und drei Wochen dauernden Bauarbeiten komplett wieder aufgenommen worden. Der Fernverkehr wird nicht mehr umgeleitet. Ursprünglich war noch bis 15. Mai ein eingleisiger Betrieb mit Einschränkungen vorgesehen.
Rechtzeitig fertig wurde der Streckenabschnitt vor dem Reformationsjubiläum Ende Mai, zu dem Züge nach und von Wittenberg in dichter Folge fahren werden sowie vor der Inbetriebnahme der neuen Fernverbindung (München)–Nürnberg–Halle/Leipzig–Berlin (VDE8) im Dezember dieses Jahres.
Außerdem ist ab Fahrplanwechsel im Dezember 2017 eine umfangreiche Verbesserung des Angebots vorgesehen. DB Regio integriert die Strecke als   S 8 voll ins Netz der S-Bahn Mitteldeutschland. Von Halle aus geht es dann stündlich alternierend über Bitterfeld nach Lutherstadt Wittenberg und Dessau. Verdichtet wird das Angebot wochentags auf einen Halbstundentakt zwischen Halle und Bitterfeld. Jeder zweite Zug fährt weiter bis Wolfen. In Bitterfeld besteht dann jeweils ein Anschluss an die S 2 Richtung Leipzig bzw. Dessau/Wittenberg.
Auf etwa fünf Kilometern Strecke zwischen Peißen und Hohenthurm wurde der so genannte Oberbau erneuert, um ein möglichst langlebiges Gleis für den Eisenbahnbetrieb zur Verfügung stellen zu können. Gebaut wurde in einer Totalsperrung der Strecke 6132 vom 27. Dezember 2016, 22:00 Uhr bis zum 18. April 2017, 4:00 Uhr. Das Arbeitsprogramm war umfangreich. Nach Demontage der alten Gleise und Abfräsen des Untergrundes wurden zwölf Zentimeter Asphalt aufgetragen, die den Untergrund für 14.500 je 500 Kilogramm schwere Stahlbetonschwellen bilden, auf denen wiederum die Schienen verspannt sind. Die Investition beträgt 15 Millionen Euro (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.04.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBerlin


Am Ostersonntag befuhr der A1 der BVG die U3 zwischen Krumme Lanke und Breitenbachplatz (Thomas Splittgerber, 19.04.17).

Rechteck Eisenbahnmuseum Arnstadt




Im Zuge der Ausstellung "Strom-Linien-Form / Die Faszination des geringen Widerstands" des Zeppelin-Museums Friedrichshafen, wurde in den letzten Tagen der 3-teilige Schnelltriebwagen SVT 137 234 der Bauart "Leipzig" von 1935 im Hafenbahnhof in Friedrichshaben am Bodensee präsentiert. Wer wollte, konnte auch einen Blick ins innere des Zuges werfen (Harald Becker, 19.04.17).

RechteckEinweihung des Gedenkortes denk.mal Hannoverscher Bahnhof in der HafenCity

Der Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof markiert einen Meilenstein in der Erinnerungskultur Hamburgs und erinnert namentlich an mehr als 8.000 deportierte Hamburger Juden, Roma und Sinti. Vertreterinnen und Vertreter der Opferverbände wirkten von Anfang an am Entwicklungsprozess des Gedenkortes mit. Das Konzept, das aus drei Elementen besteht, wurde von der Kulturbehörde und der HafenCity Hamburg GmbH im Rahmen eines Freiraumwettbewerbs für den Lohsepark in der HafenCity entwickelt. Am 10. Mai 2017 wird der Gedenkort am historischen Bahnsteigrelikt von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz mit einem Festakt eröffnet.
Rund um die Einweihung gibt es für alle Interessierten ein umfangreiches Programm mit Zeitzeugengesprächen, Vorträgen und Führungen. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, stellte am 18.04.16 die Konzeption und das Eröffnungsprogramm des Gedenkortes denk.mal Hannoverscher Bahnhof zusammen mit Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, und Landschaftsarchitekt Prof. Günther Vogt vor.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: "Mit dem Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof markieren wir den Ort, von dem mehr als 8.000 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 1940 und 1945 in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Hier entsteht der erste Erinnerungsort in Deutschland, der sowohl jüdischen Opfern wie auch den Opfern der Roma und Sinti gleichermaßen gewidmet ist. Erinnerung braucht solche Orte und Anlässe mitten im Leben, um das Vergessen zu verhindern. Mit dem denk.mal Hannoverscher Bahnhof übernimmt Hamburg historische Verantwortung und stellt sich ihr auch in Gegenwart und Zukunft."
Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH: "Mit dem Gedenkort, dem Lohsepark mit Fuge und der neuen Stadttopografie sowie später mit dem Dokumentationszentrum wird ein einzigartiger, würdevoller und zugleich alltagstauglicher urbaner Ort des Gedenkens an die Deportationen mitten in Hamburg geschaffen."
Prof. Günther Vogt, Vogt Landschaftsarchitekten: "Eingebettet in den volksparkähnlichen Lohsepark sind der ehemalige Bahnhofssteig, der Platz und die Fuge ein Einschnitt in die heutige Topographie. Sie sind aber auch ein Einschnitt in die Geschichte und stellen die Verbindung zwischen gelebter Stadt heute und historischer Stadt damals dar."
72 Jahre nach Abfahrt des letzten Deportationszugs vom damaligen Hannoverschen Bahnhof, am heutigen Ort des Lohseparks, markiert das denk.mal Hannoverscher Bahnhof inmitten der HafenCity den tiefen Einschnitt in die Stadtgeschichte, den die Verfolgung, Entrechtung und Ermordung von Juden, Roma und Sinti durch die Nationalsozialisten und die Hamburger Behörden für die Stadt bis heute bedeutet.
Der Gedenkort besteht aus drei Elementen. Die so genannte Fuge führt vom ehemaligen Bahnhofsvorplatz quer durch den Park bis zum historischen Bahnsteig 2 und zeichnet den einstigen Gleisverlauf nach. Die Fuge ist im Sommer 2016 zusammen mit dem gesamten Lohsepark eröffnet worden. Am 10. Mai 2017 wird nun der zentrale historische Gedenkort am unter Denkmalschutz stehenden Bahnsteigrelikt eingeweiht. Namenstafeln erinnern an die mehr als 8.000 von hier aus deportierten Juden, Sinti und Roma. Komplettiert wird das denk.mal Hannoverscher Bahnhof schließlich mit einem Dokumentationszentrum, das in visueller Beziehung zum historischen Gedenkort in das Erdgeschoss eines entstehenden Bürogebäudes einziehen wird.
Seit 2007 beschäftigten sich Kulturbehörde und HafenCity Hamburg GmbH intensiv mit der Fragestellung, wie die Markierung des historischen Ortes der Deportationen in die fortschreitenden Planungen der HafenCity eingebunden werden konnten. In die Diskussionsprozesse und Planungsschritte sind die Opferverbände Jüdische Gemeinde in Hamburg, Roma und Cinti Union, Landesverein der Sinti in Hamburg und das Auschwitz-Komitee von Beginn an eingebunden. Im Zuge dieses öffentlichen Diskussionsprozesses wurde das städtebauliche Konzept des Masterplans der HafenCity im Jahr 2008 angepasst. Hatte die ursprüngliche Planung im Osten des Lohseparks durchgehende Gebäude vorgesehen, deutet heute die diagonal verlaufende Fuge den einstigen Gleisverlauf an  und der Stadtraum öffnet sich in Richtung der heutigen Bahngleise.
Die Einweihung des Gedenkortes wird begleitet von einem siebentägigen Veranstaltungsprogramm. Dazu gehören neben der feierlichen Eröffnung des denk.mal Hannoverscher Bahnhof am 10. Mai 2017 durch Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz unter anderem Gespräche mit Zeitzeugen am Vormittag des 11. und 12. Mai 2017, themenbezogene musikalische Veranstaltungen an den Abenden des 12. und 13. Mai und Führungen zum Gedenkort am Wochenende 13. und 14. Mai (Pressemeldung Behörde für Kultur und Medien, 19.04.17).

RechteckWeisswasser/Oberlausitz



Am vergangenen Osterwochenende wurde die dritte Strecke derWaldeisenbahn Muskau e. V. feierlich eingeweiht. Am Sonntag waren die 99 3462und die Brigadelok 99 3315 mit Ihren Zügen auf der elf Kilometer langen Streckevon Weisswasser-Teichstrasse zum Aussichtsturm am schweren Berg unterwegs. NachKromlau konnte an diesem Fahrtag die Brigadelok 99 3318 mit Ihrem Zugfotografiert werden (Heinz Seyfert, 19.04.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckKopenhagen


Vom 12. bis 17. April fanden Gleisarbeiten zwischen København H und Østerport St (Boulevardtunellen) statt. Die Fotos entstanden in Kopenhagen Hbf (København H) und Vesterport (John Christensen, 18.04.17).

RechteckTarifdiskrepanzen (Teil 6)


Die städtischen Innsbrucker Verkehrsbetriebe IVB geben als Preis für Einzelfahrscheine an "€ 2,30 im Vorverkauf, € 2,90 bei Ticketkauf im Fahrzeug". Im Tariffolder wird der niedrigere Preis von EUR 2,30 als Normalpreis im Vorverkauf dargestellt, die EUR 2,90 als eine Art Präventionszuschlag für den Kauf beim Fahrer: " +€ 0,60 bei Ticketkauf im Fahrzeug".
Wer jedoch bei Ankunft an einem Innsbrucker Bahnhof sofort am ÖBB-Automaten im Menüpunkt "Stadtverkehr Innsbruck" auswählt und gutgläubig eine Einzelfahrkarte kauft, bezahlt dort "im Vorverkauf" genau dieselben EUR 2,90 wie beim Fahrer.
Nur eine Fußnote ist da, wenn an Haltestellen silberne Ticketspender der IVB stehen, die kein Wechselgeld herausrücken und auch keine Auskunft erteilen, ob oder wo man sich zu viel eingeworfenes Geld zurückholen kann. Das höchste der Gefühle ist die hinter einer reflektierenden Glasscheibe schlecht lesbare Nachricht "Automat wechselt nicht. Bitte passendes Zahlungsmittel bereithalten". Das ist bei Einzelfahrpreisen von EUR 2,30 nicht immer ganz einfach.
Andere Automaten an wichtigen Haltestellen erteilen mittels Aufkleber seit langem die Auskunft, "ein Auslaufmodell" zu sein, das nicht in der Lage sei, die im Tarif vorgesehenen Achtfahrtenkarten zu EUR 14,- zu drucken. Man möge deshalb mit dem technisch möglichen "Vier-Fahrten-Ticket zum Preis von EUR 1,75 pro Fahrt" Vorlieb nehmen (GK, 18.04.17).

RechteckVectron-Überführung mit 103 222

Auf dem Weg von München zum neuen Eigentümer, dem finnischen Bahnunternehmen VR, sind aktuell drei Vectron-Lokomotiven mit der Bezeichnung VR 3306, 3307 and 3308. Für die Traktion bis Lübeck zuständig ist dabei RailAdventure, so dass am 17. April 2017 beigefügte Aufnahmen mit 103 222 zwischen Sehnde und Lehrte möglich wurden (Sebastian Bollmann, 18.04.17).

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Bahnberufe

Europa

RechteckDänemark: Regierung will deutschen Behörden schnellere Bearbeitung der Fehmarn-Anbindung zahlen
Um die Verzögerung beim Bau der Fehmarnbeltquerung zu minimieren, ist die dänische Regierung bereit ist, die Verkehrsbehörden in Schleswig-Holstein finanziell bei der Fertigstellung der Umweltgenehmigung zu unterstützen, um mehr Sachbearbeiter einzustellen. Dies erklärte der Verkehrssprecher der Liberalen Partei, Kristian Pihl Lorentzen, gegenüber dem Wirtschaftsblatt Børsen. "Unser Angebot ist, EU-Mittel für zusätzliche Kapazitäten für die Verfahrensdurchführung zu verwenden. Wenn diese mit 100 statt 50 Sachbearbeitern durchgeführt werden, eröffnet sich von dänischer Seite ein Weg, helfen zu können", sagte er gegenüber Børsen.
Auf der dänischen Seite gibt es große Ängste, dass Umwelt-Klagen auf der deutschen Seite das Fehmarn-Projek in Zeitverzug bringen können. Im Februar hatte der dänische Verkehrsminister Ole Birk Olesen seinem deutschen Kollegen Alexander Dobrindt seine Besorgnis darüber ausgedrückt, dass die Behörden in Schleswig-Holstein nicht fähig wären, die Ziele des Staatsvertrags zu erfüllen. Derzeit gibt es in Schleswig-Holstein 12.600 Verfahren gegen den Fehmarnbelt-Tunnel. Am 18.04.17 sollte ein Treffen von Ole Birk Olesen mit dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Reinhard Meyer, in Kopenhagen statt finden.
Auch die deutsche Pkw-Maut könnte das Belttunnel-Projekt noch stoppen, glaubt die "Beltretter"-Bewegung. Dänische Nutzer des Belttunnels müssten für die Fahrt durch den Tunnel zahlen und dann zusätzlich die Maut entrichten (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Ingenioren, Fehmarn24, 19.04.17).

RechteckSchweden: Testfahrten mit autonomen, 32 m langen LKW
Die Technische Hochschule Chalmers, Volvo und die Stadt Borås testen in diesem Monat fahrerlose LKW-Kombinationen mit einer Länge von bis zu 32 Meter. Versuchsstrecke ist die 146 km lange Fernverkehrsstraße 40 von Göteborg über Ulricehamn und Borås nach Jönköping.
Im Unterschied zu Testreihen in der Schweiz oder Finnland sind die hier benutzten Fahrzeuge länger und können größere Ladungsmassen transportieren. Während der Versuchsreihen werden die Fahrzeuge für Notfälle immer noch von einem Fahrer begleitet, ab 2020 sollen die LKW dann kommerziell eingesetzt werden.
Das Straßennetz in Schweden scheint besonders geeignet für den fahrerlosen LKW-Einsatz. Nur drei von 100.000 Schweden sterben jedes Jahr bei Verkehrsunfällen, in Europa sind es 5,5 und in Amerika 11,4 Personen (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Ingenioren, 19.04.17).

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