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LOK Report – News von Mittwoch, 15.02.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Frontalzusammenstoß Dudelange
Absatzlinie

Roadmap "Digitale Vernetzung"
Absatzlinie
BEG-Qualitätsranking 2016
Absatzlinie
Hanseatische Eisenbahn
erhält Zuschlag "Elbe-Altmark"

Absatzlinie
Weitere Planungsschritte für die
Bahnstrecke nach Zweibrücken

Absatzlinie

Weissenstein-Eisenbahntunnel
wird saniert

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Martin Wehmeyer

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Trassenpreise

RechteckBundestag: Roadmap "Digitale Vernetzung im ÖPV"
Die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 21. Juni 2016 verabschiedete Roadmap "Digitale Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr" skizziert die Handlungserfordernisse, die notwendigen Schritte und die entsprechenden Verantwortlichkeiten für einen digital vernetzten öffentlichen Personenverkehr (ÖPV). Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/11086) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/10915), die sich nach den "Plänen der Bundesregierung für ein einheitliches elektronisches Ticketing (eTicketing) in Deutschland" erkundigt hatte.
Weiter teilt die Regierung mit, dass ihrer Auffassung nach zur Herstellung eines digital vernetzten ÖPV "zunächst keine Änderungen von Bundesgesetzen notwendig sind". Gleichwohl bedürfe es unter Umständen der Anpassung des rechtlichen Rahmens auf der Ebene der für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständigen Länder und Kommunen, um die Einführung einer interoperablen Lösung für ganz Deutschland zu beschleunigen. Aus der Antwort geht auch hervor, dass eine Möglichkeit zur verpflichtenden Teilnahme der Verkehrsunternehmen an einem deutschlandweit einheitlichen Vertriebssystem seitens der Bundesregierung nicht bestehe. Allerdings werde die digitale Vernetzung im ÖPV insgesamt nur realisiert werden können, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten. Gerade die Verkehrsunternehmen und -verbünde als Leistungserbringer, aber auch die Länder und Kommunen als Leistungsbesteller seien dabei besonders gefordert.
Die Entwicklung eines Clearingsystems nennt die Bundesregierung in der Antwort "eine zentrale Voraussetzung für die Vernetzung von eTicketing-Systemen sowie die Herstellung der Interoperabilität". Für Geschäftsvorfälle mit Verbindlichkeiten unterschiedlicher Unternehmen bestehe derzeit kein System zur Klärung der Forderungen. Das geplante Clearingsystem solle sowohl Forderungen für eTicket-Systeme und den anschließenden Zahlungsausgleich ermitteln als auch bereits im Vorfeld von Fahrten Tarifauskünfte für angefragte Verbindungen bereitstellen können, heißt es. Dazu würden sowohl Schnittstellen für Kapitalforderungen und für Produktanfragen aus Fahrplanauskunftssystemen wie auch eine automatisierte Fahrpreisermittlung entwickelt und anschließend in mehreren Verkehrsräumen erprobt. Das Projekt der VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, welches maßgeblich zur Umsetzung einer in der Roadmap skizzierten Maßnahme beitrage, werde im Rahmen des Förderprogramms "eTicketing und digitale Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr" mit rund 840.000 Euro durch das BMVI unterstützt, schreibt die Regierung.
Was die Umstellung auf digitale Fahrkarten für die Verkehrsunternehmen angeht, so macht die Bundesregierung deutlich, dass sie ein einheitliches Vorgehen initiiert und finanziell unterstützt habe. Ziel dessen sei es, "Insellösungen" einzelner Unternehmen oder Verbünde zu verhindern, die im Nachhinein nicht oder nur zu sehr hohen Kosten miteinander vernetzbar seien. Daher habe das BMVI zunächst die Entwicklung eines gemeinsamen Standards (VDV-Kernapplikation) für das eTicket Deutschland und dessen Anwendung gefördert. Von 2006 bis 2015 seien dafür insgesamt mehr als 14 Millionen Euro aufgewendet worden. Mittlerweile hätten bereits etwa 370 Verkehrsunternehmen und -verbünde einen Teilnahmevertrag mit der VDV eTicket Service GmbH & Co. KG unterzeichnet, heißt es in der Vorlage (Pressemeldung Bundestag, 15.02.17).

RechteckEVG: Klare Kante bei DB Cargo lohnt sich
Nach dem entschiedenen Nein der EVG-Betriebsräte zu dem vom Arbeitgeber vorgelegten Interessenausgleich bei DB Cargo gibt es nun doch eine Vereinbarung, die für beide Seiten akzeptabel ist.
"Der in der vergangenen Woche in der Einigungsstelle vorgelegte Interessensausgleich ist an Stellen, die unseren Betriebsräten wichtig sind, noch einmal verändert worden, das hat die Grundlage für eine kritische Neubewertung möglich gemacht", stellt der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Jörg Hensel, fest.
So werde in der Gesamtbetriebsvereinbarung nun erstmals ein "gemeinsames Verständnis" festgeschrieben, zu dessen vorrangigen Schwerpunkten die Themen "Qualität, Wachstum, Produktivität und Beschäftigung" zählen. Entsprechend seien die von DB Cargo zu erreichenden Ziele benannt worden. Diese seien: den Volumenrückgang der vergangenen Jahre zu stoppen, wirtschaftliche Wachstumspotentiale zu identifizieren und zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisertrag zu generieren.
In diesem Zusammenhang stellte Klaus-Dieter Hommel fest, dass der Cargo-Vorstand offensichtlich verstanden habe, dass er nicht gegen die Beschäftigten und deren Interessenvertreter arbeiten kann. "Damit war der harte Kurs unserer Betriebsräte erfolgreich", so Hommel.
Einer der Punkte, die den Betriebsräten besonders wichtig war, führt der GBR-Vorsitzende Jörg Hensel an: "Wir haben unter anderem durchgesetzt, dass Versetzungen mit Arbeitsortswechsel nur mit Zustimmung der Betroffenen stattfinden werden; diese erfolgen im Bereich von Vertrieb und Produktion in den nächsten zwei Jahre allein auf freiwilliger Basis. Gegen den Willen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht da gar nichts mehr", stellte er fest.
Und: "Wir haben erreicht, dass im laufenden Jahr nicht mehr als die vorgegebenen 350 Stellen abgebaut werden können. Durch den von der EVG abgeschlossenen Demografie-Tarifvertrag hat jeder Betroffene aber die Chance auf Weiterbeschäftigung im Unternehmen", so der GBR-Vorsitzende. Zugleich gelte weiterhin, dass der Arbeitgeber seine Pläne nicht so einfach umsetzen könne. Jede Maßnahme müsse sich in der Praxis bewähren. Andernfalls hätten umgehend Gespräche mit dem Betriebsrat über nötige Veränderungen zu erfolgen.
"Mit der Zustimmung zu dem jetzt modifizierten Interessenausgleich ist kein Ja zu den vom Cargo-Vorstand vorgelegten Umstrukturierungsplänen verbunden. Wir als EVG lehnen das Konzept, das den Güterverkehr reduziert und auf Stellenstreichungen setzt, weiterhin entschieden ab", stellte Klaus-Dieter Hommel abschließend klar. "Die jetzt getroffene Vereinbarung beschreibt nun aber exakt die Prozesse, die angestoßen werden sollen und auf deren Einhaltung unsere Betriebsräte genau achten werden" (Pressemeldung EVG, 15.02.17).

RechteckGDL/Keolis: Keolis Deutschland und GDL gründen FairnessBahnNEn e.V.
Mit dem Abschluss des ersten Tarifvertrags über eine gemeinsame Einrichtung der Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Gewährung von Sozialleistungen (GE-TV KEOLIS) am 7. Februar 2017 in Düsseldorf hat Keolis Deutschland abermals Pioniergeist bewiesen.
Schon im Jahr 2011 schloss das Eisenbahnverkehrsunternehmen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den ersten Rahmentarifvertrag für Lokomotivführer außerhalb der Deutschen Bahn ab. Nun ist es das erste (außer der DB), mit dem die GDL einen gemeinnützigen Verein, den FairnessBahnNEn, gründet, mit dem soziale Leistungen für Lokomotivführer, Zugbegleiter und Disponenten bereitgestellt werden. 
So werden
• umfangreiche Programme zur beruflichen Fort- und Weiterbildung,
• präventive Gesundheitsmaßnahmen sowie
• eine fundierte Nachwuchsförderung
eingeführt.
Die Mitgliederversammlung wird in Kürze über die Einzelleistungen wie Schlaftraining für Wechselschichtarbeitnehmer oder Lehrmittelzuschuss entscheiden. "Diese Angebot führt zu einer starken Unternehmensbindung", sind sich der Geschäftsführer von Keolis Deutschland, Thomas Görtzen, und der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky, einig (Pressemeldung EVG, 15.02.17).

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Aus den Ländern

RechteckBayern: BEG-Qualitätsranking 2016

Aktuelle Platzierung (blau) und Platzierung 2015 (schwarz). Werte in Rot: Punktzahl gegenüber dem Vergleichszeitpunkt gefallen, Werte in Grün: Punktzahl gegenüber dem Vergleichszeitpunkt gestiegen.
Saubere Züge, hilfreiche Fahrgastinformationen und eine hohe Serviceorientierung sind wesentliche Kriterien, die mit darüber entscheiden, wie die Fahrgäste das Angebot im bayerischen Regionalverkehr annehmen. Das Qualitätsranking der Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, gibt Auskunft über das Qualitätsniveau auf Bayerns Schienen. Das jetzt veröffentlichte Jahresranking für 2016 zeigt: Die Qualität der Verkehrsleistungen steigt.
Die Eisenbahnverkehrsunternehmen erhalten von der BEG einen finanziellen Bonus oder müssen einen Malus zahlen - je nachdem wie sie die Qualitätsanforderungen erfüllen. Dieses Anreizsystem zeigt Wirkung: 24 von den insgesamt 28 Netzen in Bayern, das entspricht über 85 Prozent der Netze, fahren im Bonusbereich (2015: 15 von 27); acht Netze erreichen mehr als 50 Punkte auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten (Vorjahr: fünf). 23 von 28 Netzen verbessern ihre Punktezahl. Keines der 28 Netze, bei denen die BEG anhand von standardisierten Verfahren und einheitlichen Kriterien die Qualität kontinuierlich überprüft, ist vom Bonus- in den Malusbereich gerutscht. Nur noch vier Netze sind auf der Punkteskala im negativen Bereich, 2015 waren es noch 12 von 27 Netzen.
Spitzenreiter Agilis-Nord hat seine Top-Platzierung von 2015 verteidigt und belegt mit 87,25 Punkten erneut Platz 1 unter den 28 im Ranking erfassten Netzen (2015: 81,91 Punkte, Platz 1). Mit 85,73 Punkten landet die Berchtesgadener Land Bahn nur knapp dahinter auf Platz 2 (2015: 66,74 Punkte, Platz 3), gefolgt vom Netz Kissinger Stern, das mit 78,33 Punkten auf Platz 3 liegt (2015: 72,29 Punkte, Platz 2). Den mit Abstand größten Sprung nach vorne kann das Netz Kahlgrund für sich beanspruchen. Es konnte um 156 Punkte zulegen und verbessert sich mit 73,63 Punkten vom letzten auf den sechsten Platz (2015: -82,37 Punkte, Platz 27). Hintergrund ist ein Wechsel des Betreibers: Seit Dezember 2015 bedient die DB RegioNetz Verkehrs GmbH (Westfrankenbahn), ein Tochterunternehmen der DB Regio AG die Strecke zwischen Kahl am Main und Schöllkrippen. Der Main-Spessart-Express wurde 2016 erstmals im Ranking erfasst. Das Netz wird seit Dezember 2015 von der DB Regio AG betrieben und landet 2016 mit -10,62 Punkten auf Platz 25.
"Wir wollen, dass den Fahrgästen in ganz Bayern ein hochwertiges und leistungsstarkes Verkehrsangebot zur Verfügung steht. Deshalb überprüfen wir regelmäßig die Qualität der Verkehrsleistungen", sagt Thomas Prechtl, Geschäftsführer der BEG und verantwortlich für den Bereich Qualitäts­management. "Dass das Qualitätsniveau im bayerischen Regionalverkehr kontinuierlich weiter steigt, ist sowohl der guten Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen zu verdanken als auch dem Anreizsystem der BEG, das Bonus- beziehungsweise Maluszahlungen vorsieht. Die Verkehrsunternehmen arbeiten permanent daran, ihr Angebot für die Fahrgäste zu optimieren und bei wesentlichen Kriterien wie Sauberkeit, Komfort und Serviceorientierung immer besser zu werden. Im Ergebnis profitieren die Fahrgäste von mehr Qualität auf Bayerns Schienen."
Neben dem Netz Kahlgrund fuhren acht weitere Netze vom Malus- in den Bonusbereich vor, darunter das Netz Regio Oberbayern, das über 44 Punkte gut machte und mit 5,76 Punkten auf Platz 22 landete (2015: -38,55 Punkte, Platz 24). Das Netz Alex-Süd konnte knapp 40 Punkte hinzugewinnen und belegt mit 9,27 Punkten Platz 19 (2015: -30,44 Punkte, Platz 23). Mit einem Plus von gut 35 Punkten erreicht der Donau-Isar-Express Platz 14 im Jahresranking 2016 (2015: -18,06 Punkte, Platz 20). Und selbst im unteren Bereich der Tabelle wurden deutliche Punktgewinne gemacht. Zwar bleibt der München-Nürnberg-Express mit -22,56 Punkten im Malusbereich und landet erneut auf Platz 26, konnte sich aber dennoch um über 45 Punkte gegenüber dem Vorjahr verbessern.
Den größten Punkteverlust gegenüber dem Vorjahr musste der Franken-Thüringen-Express hinnehmen. Mit einem Minus von knapp 21 Punkten landete das Netz mit +1,31 Punkten dennoch knapp im Bonusbereich. Schlusslicht im Jahresranking 2016 ist das Netz Regio Franken, das zwar um knapp fünf Punkte zulegen konnte, aber mit -44,70 Punkten Platz 28 belegt.
Alle bayerischen Regionalzüge werden nach einheitlichen Kriterien im BEG-Qualitätsmesssystem erfasst. Es bildet die Grundlage für das Qualitätsranking. Berücksichtigt werden die Sauberkeit der Fahrzeuge, die Fahrgastinformation, die Funktionsfähigkeit der Ausstattung, die Serviceorientierung der Zugbegleiter und die Kundenorientierung bei Beschwerden. Die Pünktlichkeit fließt nicht in die Ergebnisse ein, sondern wird in einem separaten Messsystem erfasst. Die BEG bewertet die einzelnen Netze mit Hilfe von externen Testern und Fahrgastbefragungen. Die Ergebnisse des Qualitätsrankings haben unmittelbare finanzielle Auswirkungen auf die Betreiber der jeweiligen Netze. Erreicht ein Unternehmen den Wert null, sind die Erwartungen der BEG gerade erfüllt. Wer darüber liegt, erhält eine Bonuszahlung, wer Minuspunkte verzeichnet, zahlt Strafe (+100 Punkte = maximaler Bonus, -100 Punkte = maximaler Malus) (WR, 14.02.17).

RechteckBayern: Ein Plus für DB Regio Bayern
Saubere Züge, freundliches Zugpersonal und rechtzeitige Durchsagen – das ist die Bilanz des neuen Qualitätsrankings der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) für die Regionalzüge der DB Regio Bayern. Als beste DB-Regionalbahn rangiert die Werdenfelsbahn zwischen München und Garmisch, gefolgt vom Main-Saale-Express zwischen Bamberg und Bayreuth und der Mittelfrankenbahn rund um Nürnberg. Mit dem Qualitätsmesssystem werden die Serviceorientierung der Kundenbetreuer und die Sauberkeit der Züge überprüft. Ebenso gehören die Fahrgastinformation und die Funktionsfähigkeit der Ausstattung in den Zügen zu den bewerteten Kategorien. Patrick Pönisch, Marketingleiter DB Regio Bayern: "Dieses Qualitätsranking macht Freude, denn wir sind gleich auf mehreren Gebieten besser geworden. Unsere Arbeit kommt beim Kunden an."
In den vergangenen zwei Jahren hat DB Regio im Freistaat eine Vielzahl von Qualitätssteigerungen erzielt. So vermerkte die BEG eine erhöhte Sauberkeit in den Zügen, freundlichere Durchsagen, weniger defekte Toiletten und eine erhöhte Präsenz der Kundenbetreuer während der Zugfahrt. Die BEG, die den Schienenpersonennahverkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, veröffentlicht mehrmals jährlich ein Qualitätsranking. Darin werden unterschiedliche Kriterien geprüft und bewertet.
Die Sauberkeit konnte beispielsweise durch häufigere Reinigungsintervalle und den Einsatz von Schmutzfangteppichen im Eingangsbereich der Züge spürbar gesteigert werden. Auch bei den Sanitäranlagen gab es umfangreiche Maßnahmen, um die Sauberkeit, aber auch die Funktionsfähigkeit zu erhöhen. Regelmäßige Schulungen der Kundenbetreuer im Bereich Service führten zu mehr Zufriedenheit der Kunden.
In den Zügen führen DB-Regio-Mitarbeiter während der Fahrt vermehrt Technik-Checks durch, um kleinere Schäden schnell zu beheben. Durch verbesserte Fahrgastinformationssysteme in einigen Flotten, neue Liniennetzpläne und die Anbringung optischer Haltestelleninfos werden Fahrgäste während der Fahrt noch besser informiert. "DB Regio Bayern wird auch in den kommenden Jahren intensiv daran arbeiten, die Qualität im Zugverkehr weiter zu steigern", so Pönisch
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 14.02.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Hanseatische Eisenbahn erhält Zuschlag "Elbe-Altmark"
Die Hanseatische Eisenbahn GmbH fährt ab Dezember 2018 im Netz Elbe-Altmark, dies sind die Strecken Stendal – Rathenow (Linie 34) sowie Stendal – Tangermünde (Linie 33). Die Strecke Stendal – Rathenow wird derzeit von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH bedient, die Strecke Stendal – Tangermünde von der DB Regio AG.
In einer europaweiten Ausschreibung für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) des Schienennetzes Elbe-Altmark erteilten die Länder Sachsen-Anhalt, vertreten durch die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) GmbH, und Brandenburg, vertreten durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), den Auftrag an die Hanseatische Eisenbahn GmbH.
Der Verkehrsvertrag zwischen der Hanseatischen Eisenbahn GmbH und den beiden Auftraggebern hat eine Laufzeit von Dezember 2018 bis Dezember 2022 und umfasst einen jährlichen Leistungsumfang von etwa 370.000 Zugkilometer. Federführend bei der Vergabe war das Land Sachsen-Anhalt mit einem Anteil von ca. 290.000 Zugkilometern, ca. 80.000 Zugkilometer entfallen auf das Land Brandenburg.
Die Hanseatische Eisenbahn GmbH ist ein Tochterunternehmen der Enon GmbH & Co. KG, die zur Deutschen Eisenbahn Service AG (Desag) gehört. Für die Hanseatische Eisenbahn ist das Netz Elbe-Altmark der erste Auftrag in Sachsen-Anhalt. Das Unternehmen fährt bislang in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Eingesetzt werden Fahrzeuge des Typs Lint 27 (BR 640) von Alstom mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, die zurzeit noch im Netz Nordharz für Transdev fahren. Die Fahrzeuge bieten ebenerdigen Einstieg; Toiletten und Stellflächen im Innern sind stufenfrei erreichbar. Die Wagen haben 61 Sitzplätze, davon 8 in der 1. Klasse, und Informationsbildschirme; es gibt Platz für bis zu 9 Fahrräder. Alle Fahrten werden von Kundenbetreuern begleitet
(Pressemeldung Nasa/VBB, 14.02.17).

RechteckNiedersachsen: Wesertalbahn bald wieder zweigleisig und auch elektrisch
Der zur Jahreswende aus dem Bundesverkehrsminsterium veröffentlichte Plan, die Strecke Hameln - Löhne wieder zweigleisig herzurichten und bei der Gelegenheit unter Fahrdraht zu legen hat erwartungsgemäß bei den Anliegerorten und Privatleuten Proteste erzeugt. Mit denselben Argumenten, die seinerzeit bei der Stilllegung - nicht Entwidmung - des zweiten Gleises fürchten sie jetzt um Leib und Leben.
Donnernde Güterzüge vor allem in der Nacht, schnelle Reisezüge über unbeschrankte Überwege und was sonst noch so vorkommt. Allerdings würde die DB vor dem ersten Spatenstich Infoabende vor Ort machen und leicht Kompromisse schließen, beispielsweise nur wenige Güterzüge in der Nacht oder längere Zugpausen. Wenn dann die Leute erkennen, dass ihnen das Vorteile bringt mit schnelleren Verbindungen in die nächsten Zentren wie Hannover, Bielefeld und Braunschweig zu kommen und wenn dann auf die günstigen Bahntarife hingewiesen wird, müsste Übereinkunft zu erzielenn sein (WR, 14.02.17).

RechteckNRW: Vorbereitungen für ESTW in Wuppertal laufen auf Hochtouren
Die Vorbereitungen für die Durchführung der abschließenden Arbeiten und für die Inbetriebnahme des neuen Elektronischen Stellwerkes (ESTW) in Wuppertal laufen auf Hochtouren. Denn in gut sechs Monaten, am 30. August (Ende der Sommerferien in NRW), soll das neue ESTW in Betrieb genommen werden. Das neue ESTW steuert künftig den kompletten Zugverkehr und ersetzt die alten signaltechnischen Anlagen mit den Stellwerken in Gruiten (Baujahr 1976), Wuppertal Hbf (Baujahr 1964) und Wuppertal-Vohwinkel (Baujahr 1964).
Die Deutsche Bahn investiert mehr als 32 Millionen Euro in die Modernisierung des Schienennetzes der Region, die Ausstattung mit digitaler Leit- und Sicherungstechnik sowie den Bau des ESTW.
Durch die Investitionen in den Bau moderner ESTW werden die Leistung und Effizienz des Schienenverkehrs gesteigert. Die Signale und Weichen werden künftig per Mausklick und Monitor gesteuert. Durch die erweiterten Fahr- und Wendemöglichkeiten ergibt sich für die Betriebsführung, insbesondere bei Bauarbeiten oder Gleissperrungen, eine wesentlich höhere Flexibilität, die auch zur Vermeidung von Verspätungen beitragen wird. Zukünftig können die Gleise in beide Richtungen ohne Geschwindigkeitsbeschränkung befahren werden. Außerdem wird der Instandhaltungsaufwand verringert.
Die Inbetriebnahme des ESTW ist eine wahre Herkulesaufgabe für die Baufirmen und die Bahn, denn jedes Kabel, jedes Signal und jede Weiche muss an das neue Stellwerk angeschlossen werden. Die Arbeiten laufen unter extremen Zeitdruck, um die Sperrpausen, in denen kein Zug fährt, bestmöglich auszunutzen.
Insgesamt werden bis zur Inbetriebnahme in den Bahnhöfen Haan-Gruiten, Wuppertal-Vohwinkel, -Sonnborn, -Zoologischer Garten, -Steinbeck und Wuppertal Hbf 387 Signale aufgestellt, 98 Weichen an die neue Technik angeschlossen und 374.000 Meter Kabel verlegt werden. Bestehende Weichen werden dabei parallel zu der vorhandenen Technik mit neuen Kabeln ausgerüstet. 195 neue Fundamente und Maste für die Signale und Signalmaste wurden bereits erstellt. Außerdem werden unter anderem elf Weichen und eine Doppelkreuzungsweiche entlang der Streckengleise neu eingebaut.
Mit dem Bau des ESTW wurde im März 2013 begonnen. Beauftragt ist die Firma InoSig GmbH, ein Tochterunternehmen von Bombardier Transportation und Balfor Beatty Rail.  "Wir sind jetzt gemeinsam mit der Firma InoSig GmbH auf der Zielgeraden zur Inbetriebnahme des modernen Stellwerks. Wir wissen, dass die Vollsperrungen in den Osterferien und Sommerferien eine große Belastung für Wuppertal sind. Wir bitten hierfür schon jetzt die Fahrgäste um Verständnis für die entstehenden Beeinträchtigungen," so Peter Alsbach, Leiter Produktionsdurchführung in Düsseldorf.
Für die umfangreichen Arbeiten, die für die Inbetriebnahme des ESTW Wuppertal notwendig sind, wird der Eisenbahnknoten Wuppertal während der Osterferien in der Zeit von Freitag, 7. April, 22 Uhr bis Montag, 24. April, 4 Uhr und während der Sommerferien von Sonntag, 16. Juli, 22 Uhr bis Mittwoch, 30. August, 4 Uhr komplett gesperrt. Die Bahnstation Wuppertal-Oberbarmen kann aus Richtung Hagen angefahren werden und ersetzt für Fahrten Richtung Norden während der Streckensperrung den Hauptbahnhof
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 14.02.17).

RechteckSaarland: Weitere Planungsschritte für die Bahnstrecke nach Zweibrücken
Der saarländische Ministerrat hat weiteren Planungen zur Reaktivierung der Schienenstrecke Homburg – Zweibrücken zugestimmt. Das hat Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger am Dienstag, 14. Februar, nach der Kabinettsitzung in Saarbrücken mitgeteilt.
"Die Vorentwurfsplanung für das Projekt ist bereits weitgehend abgeschlossen. Jetzt können wir gemeinsam mit Rheinland-Pfalz in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einsteigen. So wird weitere Kostenklarheit geschaffen", sagte die Ministerin. Der Ministerrat habe ihren Bericht über den Stand der Verhandlungen zur Kostenaufteilung zwischen beiden Ländern zustimmend zur Kenntnis genommen. 
Auf der Grundlage von Absprachen, die von der saarländischen Ministerin mit ihrem rheinland-pfälzischen Amtskollegen Volker Wissing vor Weihnachten ausgehandelt worden waren, hatte das Kabinett in Mainz im Januar beschlossen, neben dem eigenen Anteil die Hälfte der Baukosten sowie zeitlich begrenzt der Betriebskosten des Saarlandes zu übernehmen. Rehlinger: "Der Hintergrund dafür ist, dass Rheinland-Pfalz zwar den kleinere Streckenanteil, aber durch eine verbesserte Anbindung an die Fernverkehrsschiene Saarbrücken – Mannheim nachweislich den größeren Nutzen hat." 
Vorteile für das Saarland ergeben sich unter anderem aus der Stärkung des Bahnhofs Homburg und neuen Chancen zur Vermarktung der Biosphärenregion und für den Fahrradtourismus im Bliestal.
Die Eisenbahnstrecke Homburg – Zweibrücken ist 11,2 km lang. Zu reaktivieren sind 7,5 km, die ausschließlich im Saarland im Abschnitt Homburg – Einöd liegen. Für die Reaktivierung wurde im Rahmen einer durch die DB Netz AG erstellten Vorentwurfsplanung ein Investitionsbedarf (Preisstand von 2012) von 25 Mio. Euro ermittelt. Die auf das Saarland entfallenden Betriebskosten für 20 Jahre wurden auf 10 Mio. Euro beziffert (ebenfalls Preisstand von 2012).
Das Saarland knüpft die komplette Realisierung des Projekts an Bedingungen. Dazu gehört, dass das Gesamtprojekt vom Bund im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert wird. Der Nutzen-Kosten-Faktor für das Projekt muss dafür nach Entwurfs- und Genehmigungsplanung vor Baubeginn einen Wert von mindestens 1,0 aufweisen. Ansonsten sei eine Reaktivierung aus haushaltsrechtlichen und finanziellen Gründen nicht möglich (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, 14.02.17).

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LOK Report 2/17

LOK Report Ausgabe 2/17

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckErste Fahrt des VT 4.42
Die Stiftung Hamburg Maritim verfügt wieder über einen MAN-Bereisungswagen. Der seit Jahren mit einem als nicht mehr reparierbar erachteten Getriebeschaden abgestellte MAN-Leichttriebwagen mit dem internen Namen "Fridolin" ist von vorwiegend aus alten Lokführern der Hafenbahn bestehenden Fachleuten wieder zum Jahresende in Stand gesetzt werden.
Die Vereinigung bietet sowohl Gruppen als auch sonstige Reisen an, die durch die landschaft der Containermächtigkeit am Elbufer in Sichtweite der neuen Elbphilharmonie führen. MAN-Schienenbusse spielten in unmittelbarer Nachbarschaft bei der AKN einmal eine wichtige Rolle.
Die AKN hat bekanntlich aus der Schienenbuszeit eine original Uerdinger Einheit mit Trieb- und Steuerwagen, die bei Bedarf auch auf DB-Strecken eingesetzt wird. In Niedersachsen waren MAN-Fahrzeug bei der Peine-Ilseder Bahn und der Osterwieck-Wasserlebender Eisenbahn mit mehreren Wagen im Einsatz. Die alte Vorwohle-Emmerthaler Eisenbahn besaß sogar den ersten dieser in insgesamt 60 Exemplaren gebauten Fahrzeuge (WR, 14.02.17).

RechteckWinterdampf am Tegernsee



Am Sonntag war Winterdampf am Tegernsee mit dem Bayrischen Localbahn Verein und ihrer Dampflok 70 083 angesagt. Zwischen Tegernsee und Holzkirchen wurde gependelt, während im Bereich Bahnhof Tegernsee sich zeitweise die Sonne zeigte, sah man zum Teil auf dem Restlichen Streckenabschnitt die Hand vor lauter Nebel vor Augen nicht (Harald Becker, 15.02.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckBochum

Einige wenige 422 sind als Werbezüge unterwegs. Hier steht der 422 556 in Bochum HBF mit seiner Reklame für die passende Ausbildung (Martin Wehmeyer, 15.02.17).

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Bahnberufe

Europa

RechteckLuxemburg: Frontalzusammenstoß zweier Züge in Dudelange


Fotos Police Grand-Ducale.
Am Morgen des 14.02.17 ereignete sich in Luxemburg der Frontalzusammenstoß eines Regional- und eines Güterzuges, bei dem der Triebfahrzeugführer des Regionalzuges um das Leben kam.
Zwischen dem Rangierbahnhof Bettembourg und der französischen Grenze bei Zoufftgen war der Personenzug TER 88807 Luxembourg - Thionville in Höhe Dudelange um 08.40 Uhr mit dem in Richtung Luxemburg fahrenden Güterzug 4980 kollidiert. Letzterer bestand aus 27 Wagen und war 600 Tonnen schwer. Der Lokführer des mit zwei Lokomotiven bespannten Güterzuges konnte sich in den hinteren Teil der Lokomotive zurückziehen, der Fahrer des Triebfahrzeuges wurde eingeklemmt und verstarb noch am Unfallort. Die Zugbegleiterin meldete den Unfall der Leitstelle.
Am Nachmittag teilte die CFL mit, dass der luxemburgische Lokführer des TER das Stoppsignal vor einer Weiche überfahren hatte. Wie dies geschehen konnte, bleibt Gegenstand von weiteren Ermittlungen. Die Strecke ist mit dem luxemburgischen Zugsystem MEMOR II+ ausgerüstet. Ob ETCS den Unfall verhindert hätte, bleibt zu klären (WKZ, Quelle Police Grand-Ducale, 15.02.17).

RechteckSchweden: Doppelspurausbau für Malmbanan
In Schweden wird der Doppelspurausbau auf der Malmbanan nördlich von Kiruna geplant. Im Gespräch sind die Abschnitte Kiruna - Bergfors und Kopparåsen - Vassijaure. Eine erste Entscheidung bezüglich der Bauzeit und Finanzierung wird für den Herbst erwartet.
"Es ist eine Entscheidung, die letztlich die Regierung fällen muss", sagt Thomas Tossavainen, Projektleiter von Trafikverket (WKZ, Quelle Radio Schweden, 15.02.17).

RechteckSchweden: Viergleisig in der Region Skåne
Der Entwicklungsrat der Region Skåne hat Anfang Februar den Infrastrukturplan bis zum Jahr 2029 beschlossen. Dabei soll die Södra Stambanan zwischen Lund und Hässleholm auf vier Gleise erweitert werden, die Skånebanan zwischen Hässleholm und Kristianstad auf zwei Gleise.
Den Verkehr auf der zweigleisigen Stammbahn teilen sich heute schon Pågatåg, Öresundståg, SJ Persontrafik und Güterverkehr. Mit der Fertigstellung der Fehmarnbeltquerung 2028 wird der Verkehr dort zunehmen, so dass ein Ausbau auf vier Gleise erforderlich wird.
Die Skånebanan zwischen Hässleholm und Kristianstad ist Teil des Rückgrats des Infrastrukturplans für Skåne. Die heutigen eingleisige Verbindung muss deshalb auf zwei Spuren ausgebaut werden.
Das Dreieck Köpenhamn/Malmö - Göteborg - Stockholm wird im Jahr 2040 auf 10 Mio. Einwohner angewachsen sein, weshalb SJ-Geschäftsführer Crister Fritzson den Ausbau der dortigen Infrastruktur begrüßte (WKZ, Quelle SJ, Norra Skane, 15.02.17).

RechteckSchweiz: Weissenstein-Eisenbahntunnel wird saniert
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat beschlossen, den Weissenstein-Eisenbahntunnel zu sanieren. Es nimmt damit die Anliegen der betroffenen Regionen auf. Diese wollen die bisherigen Reisezeiten im öffentlichen Verkehr und den Anschluss an den Schienenverkehr beibehalten. Ihre Anliegen werden höher gewichtet als wirtschaftliche Überlegungen. Die Sanierung startet voraussichtlich im Jahr 2020. Der Tunnel wird so saniert, dass er weitere 25 Jahre betrieben werden kann. Die Kosten von rund 85 Millionen Franken deckt der Bund über den Bahninfrastrukturfonds.
Der Weissenstein-Tunnel auf der Bahnstrecke Solothurn – Moutier ist in einem schlechten Zustand. Er muss aus Sicherheitsgründen umfassend saniert werden.  Bei Strecken, die vorwiegend dem regionalen Personenverkehr dienen, muss der Bund vor grösseren Investitionen prüfen, ob alternative Angebote mit einem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis existieren. Gemeinsam mit den Kantonen Bern und Solothurn und externen Experten hat das BAV deshalb nebst Sanierungsvarianten verschiedene Szenarien mit Tunnelschliessung und neuen Busverbindungen geprüft. Dabei zeigte sich, dass die Varianten mit Tunnelschliessung wirtschaftlich am besten abschneiden, aber zu deutlich längeren Reisezeiten für einzelne Ortschaften führen würden. Die Kantone Bern und Solothurn haben sich deshalb klar für eine Sanierung ausgesprochen.
Mit dem Sanierungsentscheid des BAV erhält die BLS Netz AG als Streckenbetreiberin grünes Licht für die Sanierung des Weissenstein-Tunnels. Gemäss ihren Angaben wird die vorgesehene Sanierung für eine Nutzungsdauer von 25 Jahren rund 85 Millionen Franken kosten. Dazu kommen die Kosten für die Anpassung und Modernisierung der Streckenabschnitte sowie der Bahnhöfe zwischen Solothurn und Moutier. Die Sanierung wird im Rahmen des Substanzerhalts der Bahninfrastruktur aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes finanziert. Gemäss aktueller Planung soll die Sanierung des Tunnels in den Jahren 2020 bis 2022 durchgeführt werden.
Das BAV erwartet, dass sich die Kantone nach der Sanierung längerfristig an der Finanzierung der Regionalverkehrsleistungen auf der Strecke Solothurn – Moutier beteiligen und dafür sorgen, dass ein attraktives Angebot besteht, welches die grosse Investition in die Bahninfrastruktur rechtfertigt (Pressemeldung BAV, 15.02.17).

RechteckSchweiz: Weitere Massnahmen zur administrativen Entlastung der Seilbahnen
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) haben unter Einbezug betroffener Kantone, Verbände, Unternehmen und weiterer Ämter Massnahmen beschlossen, um die Seilbahnunternehmen innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens administrativ zu entlasten. Dazu gehören beispielsweise erweiterte Vorprüfungen von Baudossiers, Schulungen von Projektleitenden, elektronische Hilfsmittel und Verfahren sowie die Klärung des Umgangs mit Normen. Die Massnahmen ergänzen bereits laufende Gesetzes- und Verordnungsanpassungen im Rahmen des Stabilisierungsprogrammes 2017 - 2019.
Im Auftrag des Bundesrats hat das Seco 2015 einen Bericht zur administrativen Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen veröffentlicht. Damit wurde unter anderem die Erarbeitung von hilfreichen Massnahmen bei den Planungs- und Bewilligungsverfahren für Seilbahnen angestossen. Zur Umsetzung wurden drei Arbeitsgruppen unter Federführung des BAV eingesetzt, denen Vertreter der Tourismuskantone, Seilbahnverbände bzw. -unternehmen sowie weiterer betroffener Bundesämter angehörten. Sie haben 36 Massnahmen bestimmt, die nun schrittweise umgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die Einführung elektronischer Hilfsmittel und Verfahren und die erweiterte Vorprüfung von Baudossiers durch das BAV. So können die Bahnen frühzeitig auf allfällige Probleme aufmerksam gemacht werden. Weiter sind ein institutionalisierter Erfahrungsaustausch sowie Schulungen vorgesehen. Zudem wurden Massnahmen im Umgang mit verschiedenen technischen Normen bzw. deren Interpretation beschlossen. Auch wurden die Rollen von Behörden, Bahnen und weiteren Akteuren sowie Abläufe von Verfahren geklärt. Sämtliche Massnahmen lassen sich innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens umsetzen. Sie ergänzen die vom BAV bereits eingeleiteten Anpassungen von Gesetzen und Verordnungen zur administrativen Entlastung der Seilbahnen, welche im Rahmen des Stabilisierungssprogramms 2017 - 2019 umgesetzt werden (Medienmitteilung BAV vom 19. Dezember 2016) (Pressemeldung BAV, 15.02.17).

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