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LOK Report – News von Mittwoch, 30.07.14

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Foto Klaus Korbacher

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Weitere 22 Francilien-Züge
für STIF und SNCF

Absatzlinie
Halbzeit beim Bau der
LGV Bretagne - Pays-de-la-Loire

Absatzlinie
NTV wohl weiter in roten Zahlen

Absatzlinie
Neue Intrigen gegen Mackinger?

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Foto links: Klaus Korbacher

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Industrie

RechteckBombardier: Weitere 22 Francilien-Züge für STIF und SNCF
Foto RLFoto RL Der Franvilien in Paris Saint-Lazare. Fotos RL.
Der fuhrende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation gab heute bekannt, dass die SNCF eine Option zur Lieferung 22 weiterer Francilien-Nahverkehrszuge ausgeubt hat. Die gemeinsam von der STIF, der Verkehrsbehorde der Ile-de-France, und der SNCF finanzierte Bestellung hat einen Wert von ungefahr 162 Millionen Euro (218 Millionen USD). Sie ist Teil des ursprunglichen Vertrags mit der SNCF aus dem Jahr 2006 uber die Lieferung von bis zu 372 Zugen fur die Ile-de-France. Mit dieser Bestellung wurden bislang 194 Francilien-Zuge bestellt.
Die weiteren 22 Francilien-Nahverkehrszuge werden Ende 2016 geliefert und auf den SNCF Transilien-Linien H und K in Betrieb genommen, um die Flottenmodernisierung abzuschliessen und weiterhin die Punktlichkeit und den Komfort fur die Fahrgaste zu verbessern. Zurzeit sind zwischen den Stationen Paris Nord, Est und Saint Lazare 136 Bombardier Francilien-Zuge in Betrieb.
Die herausragende Leistung des Francilien stellt einen hohen Grad an Kundenzufriedenheit bei der Verlasslichkeit und Qualitat sicher. Laut SNCF sind 90 % der Fahrgaste der Linie H zufrieden mit dem Service. Dies ist das Ergebnis einer Verbesserung der Transportbedingungen, der Punktlichkeit, der Bordinformationen und des Komforts. Die Linie H, die mit einer Francilien-Flotte betrieben wird, hat eine Punktlichkeitsquote von 95 % und erzielt damit den besten Wert des Transilien-SNCF-Netzwerks.
Mehr als 300 Bombardier Mitarbeiter widmen sich voll und ganz dem Francilien. Bombardier liefert vom Standort Crespin aus drei Zuge pro Monat. Dies geschieht mit einem hervorragenden Mass an Lieferqualitat, die durch den Kunden anerkannt wird. Dies gelingt auch dank der Zulieferer und Subunternehmer, die ihr Bestes gegeben haben, um die hohen Anspruche an den Lieferplan und die Qualitat zu erfullen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Teams von SNCF und Bombardier ist der Schlussel zum Erfolg. Der Bombardier-Standort Crespin gewann erst kurzlich den SNCF-Preis fur den besten Standort und Hersteller 2014.
'Wegen des derzeitigen Drucks auf das SNCF-Transilien-Netzwerk erwarten unsere Kunden STIF und SNCF ein hochstes Mass an Zuverlassigkeit und Leistung, um einen reibungslosen Transport von rund 3 Millionen Fahrgasten taglich zu gewahrleisten", sagt Laurent Troger, President, Western Europe, Middle East and Africa, Bombardier Transportation. 'Dieser moderne, geraumige und hochautomatisierte Zug wurde entwickelt, um die Herausforderungen an Kapazitat und Punktlichkeit in dicht bevolkerten Gegenden zu losen. Der Zug hat auch die Herzen der Fahrgaste erobert, die seinen Komfort und das zeitgemasse Borddesign schatzen."
Der Francilien-Nahverkehrszug ist ein extra grosser Gelenk-Zug im U-Bahn-Stil, der aussergewohnlich viel Raum fur die Fahrgaste bietet. Er besitzt breite Sitze und besonders breite Turen, um den Fahrgastwechsel zu erleichtern und zu beschleunigen. Jeder Zug hat sieben oder acht Wagen in einer Einheit und kann auch als Zweifach oder Dreifach-Einheit betrieben werden. Die Kapazitat des Zugs variiert zwischen 800 und 1000 Fahrgasten, abhangig von der Konfiguration und der Anordnung. Der neue Zug wurde fur maximalen Komfort und Sicherheit entwickelt und basiert auf Bombardiers bewahrter Technologie, die bereits in Betrieb genommen wurde, wie zum Beispiel die kompakten BOMBARDIER FLEXX Drehgestelle und die BOMBARDIER MITRAC Umwandlungs-, Antriebs- und Steuerungstechnik
(Pressemeldung Bombardier, 30.07.14).

RechteckEuroMaint Rail: Stellungnahme zur EVG-Pressemeldung vom 28.07.2014
Die Meldung in LOK-Report vom Montag dieser Woche ist nach Auffassung der Geschäftsleitung der EuroMaint Rail GmbH inhaltlich nicht zutreffend und im wettbewerbsintensiven Umfeld wenig hilfreich.
Im Interesse der 900 Beschäftigten des Unternehmens erschiene es aus Sicht der Geschäftsleitung angemessener, die EVG thematisierte die Schwierigkeiten der Branche insgesamt, die naturgemäß auch die EuroMaint Rail GmbH als größten unabhängigen Dienstleister für Schienenfahrzeug-instandsetzungen in der Vergangenheit vor Herausforderungen stellten.
Hierbei ist selbstverständlich, dass diese Entwicklung gerade auch bei den Beschäftigten zu Irritationen oder Sorgen führt, die die Geschäftsleitung sehr ernst nimmt. Indes wird über die aktuelle Lage wie auch die Strategie ebenso regelmäßig wie umfassend in Mitarbeitergesprächen sowie Versammlungen informiert, aber auch in der regelmäßig erscheinenden Mitarbeiterinformation berichtet. Hierbei ist die Geschäftsleitung für die bedingungslose Unterstützung ihres Gesellschafters dankbar und wird die Chancen, die sich im Instandsetzungsmarkt ergeben gemeinsam mit den Mitarbeitern wahrnehmen.
Die Beauftragung durch die Firma Stadler mit Inbetriebsetzungsleistungen ist hierbei Ausdruck der Leistungsfähigkeit der EuroMaint Rail GmbH und des Vertrauens in die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - auf diesem Weg will die Geschäftsleitung weiter voran schreiten
(Stellungsnahme EuroMaint Rail GmbH, 30.07.14).

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Torfbahnen in Deutschland

Aus den Ländern

RechteckBayern: MERIDIAN erkennt DB-Jobtickets weiterhin an
Gute Nachricht für alle Pendler: Der MERIDIAN wird auch zukünftig - also nach dem 31.12.2014 - Jobtickets anerkennen, die mit der DB AG abgeschlossen wurden. Diese Vereinbarung ist das Ergebnis intensiver Gespräche des MERIDIAN mit der DB AG.
"Wir wollen, dass unsere Fahrgäste einfach und bequem den MERIDIAN nutzen können. Daher haben wir uns konsequent für eine Lösung bei den Jobtickets eingesetzt" erklärt Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein. "Die bisher bestehenden Jobtickets bleiben bei uns gültig. Aber natürlich empfehlen wir Kunden, direkt bei uns ihr Jobticket abzuschließen: zu denselben Rabattkonditionen und sogar unter Einsparung der Bearbeitungsgebühr, die bei DB Vertrieb anfällt. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss eines Rahmenvertrages zwischen Arbeitgeber und MERIDIAN." (Pressemeldung Meridian, 30.07.14).

RechteckBrandenburg: 20-Minuten-Takt nach nach Strausberg
Das Land finanziert den Ausbau der S-Bahnstrecke zwischen Strausberg und Hegermühle. Das ist Voraussetzung für den 20-Minuten-Takt nach Strausberg Nord. Dafür wird der Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger den Zuwendungsbescheid am Mittwoch an die Bahn übergeben.
Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Strausberg braucht den 20-Minuten-Takt und wir wollten nicht jahrelang auf eine Finanzierung durch die Bahn warten. Für einen 20-Minuten-Takt fehlte es bisher an der nötigen Infrastruktur. Jetzt wird hoffentlich zügig gebaut.“
Bereits die Vorplanung wurde vom Land mit rund 390.000 Euro finanziert. Das be-schleunigte das Projekt erheblich. Um den 20-Minuten-Takt der S-Bahn nach Straus-berg Nord realisieren zu können, muss der Abschnitt zwischen Strausberg und Heger-mühle zweigleisig auf rund 2,2 Kilometer Länge ausgebaut und mit moderner Telekom-munikationstechnik ausgestattet werden. Kalkuliert sind hierfür rund 10 Millionen Euro.
Bauherr ist die DB Netz AG. Der Bau durch die DB AG soll noch in diesem Jahr beginnen und 2016 beendet sein (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 30.07.14).

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckIGE-Bahnhofsfest
Foto Klaus KorbacherFoto Klaus Korbacher
Foto Klaus KorbacherFoto Klaus Korbacher
Foto Klaus KorbacherFoto Klaus Korbacher
Beim Bahnhofsfest der IGE in Hersbruck rechts der Pegnitz sollte die 216 224-6 vorgestellt werden und drei Mal im Pegnitztal nach Neuhaus pendeln. Nachdem die 216 Startschwierigkeiten hatte, mußte mal wieder eine alte Dame aushelfen. Da in den letzten Wochen die 1155 nur herumgestanden war, wurde der erste Pendel außerplanmäßig mit der 1155 gefahren (Klaus Korbacher, 30.07.14).

RechteckMit dem M 131.1302 "Hurvinek" unterwegs im "Schluckenauer Zipfel"
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Am 21. Juli 2014 waren wir mit M 131.1302 "Hurvinek" auf Nebenstrecken im sogenannten "Schluckenauer Zipfel" unterwegs. Folgende Route wurde dabei befahren:
Česká Kamenice - Kamenický Šenov (Museumsbahn, KBS901)
Česká Kamenice - Rumburk (Abschnitt der KBS 081)
Krásná Lípa - Panský (KBS 085)
Rumburk - Ebersbach (Sachs) (ehem. KBS 088)
Rumburk - Dolní Poustevna (KBS 083)
Rumburk - Panský - Mikulášovice (KBS 084)
Am Samstag, den 6. September 2014 planen wir die nächste Fotofahrt, diesmal mit dem klassischen Triebwagen M 131.1081 auf der Lokalbahn zwischen Melnik und Ml. Boleslav (KBS 076). Eventuell können wir auch das Reststück der ehemaligen Strecke nach Chotetov (mit Formsignal) befahren. Am Vormittag fahren wir mit dem Triebwagen von West nach Ost, während wir am Nachmittag den Beiwagen an den Hurvinek anhängen werden und die Gegenrichtung befahren werden (Michael Bleckmann, www.tanago.de, 30.07.14).

RechteckS-Bahn-Jubiläumszug von Berlin nach Bernau
Seit 90 Jahren gehören die rot-gelben Züge der Berliner S-Bahn zum Markenzeichen der Region. Am 8. August 1924 wurde zwischen dem Stettiner Bahnhof (heute Nordbahnhof) und Bernau der planmäßige elektrische S-Bahn-Betrieb aufgenommen. Was damals eine verkehrliche Sensation darstellte, ist heute für das Unternehmen und die Stadt im Kreis Barnim ein guter Grund gemeinsam mit der Bevölkerung und den Fahrgästen zu feiern.
„Wir verbinden. Seit 90 Jahren.“ Das Jubiläumsmotto schlägt einen großen Bogen. Berliner Bezirke und Brandenburger Gemeinden entlang der S-Bahn-Strecken werden Namensgeber für die Taufe eines S-Bahn-Zuges. Am 8. August um 11 Uhr freuen sich Bernaus amtierende Bürgermeisterin Michaela Waigand und S-Bahn-Chef Peter Buchner auf viele Gäste bei der Taufzeremonie am Bahnsteig.
Unter dem Motto „Wir verbinden. Seit 90 Jahren“ schickt das Unternehmen genau 90 Jahre nach der Jungfernfahrt auch einen Jubiläumszug auf die historische Strecke. Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und der Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Christian Gaebler, taufen den Zugverband um 12.15 Uhr im Nordbahnhof auf die Namen „Berlin“ und „Brandenburg“.
Am Nachmittag startet der Jubiläumszug zu vier moderierten Erlebnistouren. Unter dem Titel „90 turbulente Jahre in rot-gelb“ geht es jeweils um 12.49 Uhr und 14.49 Uhr vom Nordbahnhof nach Bernau. Um 13.56 Uhr von Bernau zum Nordbahnhof beginnt die Fahrt „Geteilt – die S-Bahn zwischen zwei Welten“. Um 15.56 Uhr folgt ebenfalls ab Bernau die Tour „Auf 750 Volt – S-Bahn-Technik, die begeistert“. Sondertickets zum Preis von 3,- Euro sind nur im Zug erhältlich. Der Verein Historische S-Bahn unterstützt die Erlebnistouren und erhält den Erlös aus dem Fahrkartenverkauf. Mit Uniformen und Dienstbekleidung aus 90 Jahren repräsentieren die Zugbegleiter den Zeitgeist und Modegeschmack der jeweiligen Epoche.
Auf dem Bernauer Bahnhofsplatz lädt bis 17 Uhr ein Zwanziger-Jahre-Café zum Verweilen ein. Manuel von Eden und sein Ensemble nehmen die Besucher mit auf eine musikalische Reise durch das Berlin der „goldenen Zwanziger“. Bernauer Originale in zeitgemäßen Kostümen laden um 13.30 Uhr und 15.30 Uhr zu kostenlosen einstündigen Führungen durch die Innenstadt ein. Auch wer wissen möchte, wie das mit Zickenschulze und seiner vierten Frau war, wird es erfahren …
Höhepunkt des Geburtstagsprogramms ist am Abend eine moderierte Erlebnisrundfahrt vom Nordbahnhof nach Bernau und weiter über den S-Bahn-Ring, mit anschließendem Kinobesuch am Savignyplatz. Mit dem Kultfilm „Berliner Stadtbahnbilder“ porträtierte Alfred Behrens zu Beginn der achtziger Jahre auf sehr eindrucksvolle Weise den Zustand und Niedergang der S-Bahn im Westteil Berlins. Das einzigartige Zeitdokument hat bis heute nichts an Intensität und Authentizität verloren. Der Regisseur wird persönlich anwesend sein.
Sondertickets für die Erlebnistour „Berliner Stadtbahnbilder“ sind ab 31. Juli nur im Vorverkauf und solange der Vorrat reicht zum Preis von 12,- Euro (inkl. Kinobesuch) an allen S-Bahn-Fahrkartenausgaben und in den S-Bahn-Kundenzentren erhältlich.
Abfahrt ist um 17.29 Uhr am Nordbahnhof. Die Veranstaltung endet nach Filmende gegen 21.30 Uhr am Savignyplatz (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.07.14).

RechteckÜberführung VT 18 am Mittwoch
Für die Überführung am Mittwoch (30.07.14) des Schnelltriebzugs VT 18.16 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn vom DB Museum zum Eisenbahnfest in Ketzin probt die AG Osthavelländische Kreisbahnen e.V. eine Live-Zugverfolgung mit Fahrplan und der Bitte um eine Spende (30.07.14).

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Fachhochschule Erfurt

Mit der Kamera notiert

RechteckValsugana
Foto GKFoto GK
Foto GKFoto GK
Für Verbesserungsarbeiten an der Infrastruktur bleibt die Bahnlinie durch das Valsugana (Trento - Bassano del Grappa) von Montag 28.07. bis Dienstag 09. September 2014 für den Gesamtverkehr gesperrt (GK,
30.07.14).

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IGE Erlebnisreisen

Europa

RechteckFrankreich: Tunnelerweiterung zur Autoroute ferroviaire atlantique
Die Erweiterung des Lichtraumprofils der neuen "Autoroute ferroviaire atlantique" zwischen den Terminals Dourges (Pas-de-Calais) bei Lille und Tarnos (Landes) bei Bayonne wird nach Angaben der Satirezeitung "Le Canard Enchaîné", die auch die Geschichte der "zu breiten Züge" für die SNCF in die französische Presse brachte, RFF mit 311 Mio. Euro belasten. Die Zeitung spricht in ihrer Ausgabe vom 23. Juli vom "letzten Gag der SNCF", übersieht allerdings, dass diese Erweiterung schon bei Abschluss der Projektvereinbarung geplant gewesen war und nicht plötzlich auftritt.
Während es früher hieß, die neuen Züge der SNCF seien zu groß für manche Bahnhöfe, wird nun festgestellt, dass die Lohr-Wagen zu groß und zu tiefliegend für einige Tunnel seien und 14 Tunnel erweitert werden müssen. Die Kosten dafür betragen 208 Mio. Euro für RFF, während 103 Mio. Euro durch den Konzessionsinhaber VIIA Atlantique getragen werden, einer Tochtergesellschaft von Geodis-SNCF. Die Regierung subventioniert diese Kosten, die daher keine Auswirkung auf den Schuldenberg von RFF haben sollen.
Die nunmehr dritte Autoroute ferroviaire atlantique soll im Jahr 2016 mit neuen Spezialwagen der Firma Lohr in Betrieb gehen (WKZ, Quelle Le Canard Enchaîné, 30.07.14).

RechteckFrankreich: Halbzeit beim Bau der LGV Bretagne - Pays-de-la-Loire
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Einweihung des unterdachten Einschnitts Cesson-Sévigné. Foto Eiffage.
Die 214 km neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Le Mans und Rennes ist zu 50% fertig gestellt. Am 27.07.14 weihten Vertreter der Gemeinden, von RFF und SNCF sowie des Bauherrn Eiffage Rail Express (ERE) mit der symbolischen Pflanzung einer Eiche
den 350 m langen überdachten Einschnitt Cesson - Sévigné ein, der unter der großen Umfahrungs-straße von Rennes und dem renaturierten Park La Monniais hindurchführt.
Auch die Hoch- und Tiefbauarbeiten für den
zweigleisigen, 412 m langen Überführungs-bogen zur Einfädelung in den Bahnhof Rennes sollen im Oktober abgeschlossen sein. Die Gleise werden dann 2015 zusammen mit einem neuen Stellwerk eingebaut, um nach Abschluss der Testphase im Jahr 2016 den Betrieb auf der gesamten LGV im Jahr 2017 aufnehmen zu können. Die Fertigstellung dieser beiden Hauptbauwerke bedeutet einen Baufortschritt von 50%.
Nach dieser ersten Phase im Hoch- und Tiefbau folgt nun der Bau der Eisenbahnsysteme. Während im letzten Jahr noch 4.500 Mitarbeiter beschäftigt waren, sind es in diesem Jahr nur noch 3.500. Eiffage bemüht sich, die freigesetzten 1000 Mitarbeiter weiterzubilden, um einen Teil in Großbritannien beim Bau der vorgesehen HS2 zwischen London und Manchester einzusetzen.
850 Arbeitsplätze werden durch das LGV-Projekt für die regionale Wirtschaft in der Bretagne und im Pays de la Loire langfristig entstehen, darunter 15% über Berufs-Neueingliederung. Diejenigen, die das Projekt wieder verlassen, werden dies mit Ausbildung und Diplom tun.
Nach Fertigstellung der 214 km langen Strecke zwischen Le Mans und Rennes wird der TGV mit bis zu 320 km/h die Fahrzeit zwischen Paris und Rennes um schätzungsweise 37 Minuten auf weniger als 1.30 Stunden verkürzen. (WKZ, RL, Quelle Ouestfrance, RFF, Eiffel, 30.07.14).

RechteckItalien: Tiefrote Bilanz drängt NTV zu Schuldenaufschiebung
Am Mittwoch (30.07.14) wird der italienische Hochgeschwindigkeitsbetreiber NTV (.italo) vom Aufsichtsrat seine Bilanz 2013 genehmigen lassen und versuchen, über eine Aufschiebung der Schuldentilgung einer Umstruktuierung zuvorzukommen.
Obwohl die Fahrgastzahlen im April auf mehr als 10 Millionen und die Einnahmen auf 250 Mio. Euro gesteigert werden konnten, wird ein Betriebsergebnis von -104 Mio. Euro erwartet, gegenüber -140 Mio. Euro im Vorjahr. Laut Business-Plan sollte der Break-even-Punkt ursprünglich in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 erreicht werden, dieser Punkt muss angesichts der zu erwartenden Zahlen auf 2016 verschoben werden.
Anfang Juli hatte NTV bei einem Konsortium von Gläubigerbanken unter Führung von Intesa Sanpaolo, die auch mit 20% an NTV beteiligt ist, um eine Aufschiebung für die Tilgung von Krediten gebeten. 650 Mio. Euro betragen die Bankkredite für den Kauf der AGV-Flotte von Alstom mit einer Laufzeit im Zeitraum 2020 bis 2025 (GK, WKZ, Quelle Corriere della Sera, La Padania, 30.07.14).

RechteckÖsterreich: Intrigen gegen Gunter Mackinger?
Wieder berichten österreichische Zeitungen, dass der Verkehrsdirektor der Salzburg AG, Gunter Mackinger, in gewissen Kreisen in Ungnade gefallen sei. Verkehrslandesrat Hans Mayr hat nach Aussage des Salzburger Fensters Mackinger nun den Job eines Verkehrskoordinators des Landes „angeboten“ – ohne Mackinger darüber vorher zu informieren.
Mackinger gilt manchem als unbequem: So hat er sich geweigert, einen „Verhaltenskodex“ für sozialdemokratische Führungspersonen zu unterschreiben, wie der kaufmännische Vorstand August Hirschbichler dies wollte.
Die Kandidatenliste für einen Nachfolger sei schon gefüllt: Neben verschiedenen SLB-Eisenbahnern soll auch ODEG-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann auf der Liste stehen (WKZ, Quelle Salzburger Fenster, 30.07.14).

RechteckÖsterreich: Offener Brief an Verkehrslandesrat Hans Mayr
Sehr geehrter Herr Landesrat, wie den SALZBURGER NACHRICHTEN zu entnehmen war, scheinen Sie die Ablöse des erfolgreichen SALZBURG AG-Verkehrsdirektors Gunter Mackinger zu betreiben, indem Sie ihm die Stelle des "Verkehrs-Koordinators" des Landes anbieten.
Abgesehen davon, dass es ein schlechter Stil ist, ihn vorher gar nicht gefragt zu haben, ob er das überhaupt will, spricht sich die Verkehrsplattform klar gegen Ihr Vorhaben aus. Die Salzburger Lokalbahnen (Salzburger Lokalbahn, Pinzgaubahn, Schafbergbahn, WolfgangseeSchifffahrt, Berchtesgadener Land Bahn und Obusbetrieb schreiben seit Jahrzehnten eine Erfolgsstory. Dafür ist Gunter Mackinger der Garant! Er wird von den Fahrgästen, aber auch von den Bediensteten sehr geschätzt.
Ihre Ankündigung löst auf beiden Seiten große Verunsicherung aus. Wir appellieren an Sie: Lassen Sie den erfolgreichen Verkehrsdirektor Gunter Mackinger mit seinem Team in Ruhe arbeiten, unterstützen Sie ihn dort, wo es möglich ist, statt ihm mit unseriösen Angeboten bzw. Ablösegerüchten zu schaden (Pressemeldung Salzburger Verkehrsplattform, Peter Haibach, 30.07.14).

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