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LOK Report – News von Mittwoch, 22.04.15

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Foto Kai Michael Neuhold

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Willkommen beim LOK Report

Streik beeinträchtigt Schienen-
güter- und -personenverkehr

Absatzlinie

HKX fordert niedrige Trassen-
preise statt Bus-Maut

Absatzlinie
S-21- Projektpartner beschließen Optimierung für Filderbahnhof
Absatzlinie
Nominierung von Elisabeth Borne
als neue RATP-Chefin

Absatzlinie
Eje Atlantico geht in Betrieb

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Kai Michael Neuhold

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Streik

RechteckDeutsche Bahn: GDL-Streik beeinträchtigt Schienengüter- und Personenverkehr
Ab Dienstag müssen sich erneut Logistikkunden von DB Schenker Rail und ab Mittwoch Millionen Bahnreisende in Deutschland infolge des siebten GDL-Streiks auf massive Beeinträchtigungen einstellen. Personalvorstand Ulrich Weber: "Der DB Konzern ist unverändert bereit, mit der GDL für alle ihre Mitglieder zu verhandeln. Das haben wir verabredet, dazu stehen wir."
"Damit schränken die Machtinteressen einiger Weniger zum wiederholten Mal die Mobilität eines ganzen Landes massiv ein. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr mit einem reduzierten - aber verlässlichen - Zugangebot an ihr Ziel zu bringen", so Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB AG.
Die GDL-Spitze hat zum Streik im Güter- und Personenverkehr der Deutschen Bahn aufgerufen. Der Güterverkehr soll von heute 15 Uhr bis Freitag 9 Uhr (66 Stunden) bestreikt werden. Der Ausstand im Personenverkehr ist für den Zeitraum Mittwoch 2 Uhr bis Donnerstag 21 Uhr (43 Stunden) angekündigt.
DB Schenker Rail reagiert auf die Arbeitsniederlegungen mit einem reduzierten Angebot und einer Annahmebeschränkung für Sonderzüge, um soweit wie möglich den Betrieb aufrecht zu erhalten. In enger Abstimmung mit den Kunden aus dem In- und Ausland werden Züge zeitlich verschoben und storniert. Zeitkritische und versorgungsrelevante Züge werden priorisiert behandelt, um drastische Auswirkungen auf wichtige Industriezweige soweit wie möglich zu vermeiden. Es soll sichergestellt werden, dass die Hälfte aller Güterzüge fährt.
Die DB sieht sich gezwungen, auf die Streikankündigung der GDL-Spitze ab Betriebsbeginn mit einem Ersatzfahrplan zu reagieren. Das betrifft die Züge des Regional- und Fernverkehrs ganztägig vom Mittwoch bis einschließlich Donnerstag.
Für die Dauer der GDL-Streiks im Personenverkehr arbeiten die Betriebszentralen, Fahrplaner, Disponenten und das weiterhin einsetzbare Fahrpersonal mit Hochdruck daran, die Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr mit einem reduzierten Zugangebot an ihr Ziel zu bringen. In den Bahnhöfen stehen zusätzliche Mitarbeiter für die Betreuung der Reisenden bereit. Wie bei den vorhergehenden Arbeitsniederlegungen wird die DB auch dieses Mal mindestens ein Drittel des Angebotes aufrechterhalten. Auch die Busgesellschaften der Bahn werden für Ersatzverkehre eingesetzt.
Der Ersatzfahrplan für den Fern- und Regionalverkehr am Mittwoch ist im Laufe des heutigen Tages in den Auskunftssystemen über www.bahn.de abrufbar. Die DB wird erneut alles unternehmen, um die Auswirkungen für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.04.15).

RechteckPro Bahn: Fahrgastverband hofft auf stabilen Ersatzfahrplan während des Streiks
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat die Hoffnung ausgesprochen, dass möglichst viele Fahrgäste trotz des GDL-Streiks ohne größere Beschwernisse ans Ziel kommen. Dazu werde ein Ersatzfahrplan beitragen, der ab heute Nachmittag online verfügbar ist und die Züge ausweist, die trotz des Streiks am Mittwoch und Donnerstag fahren werden. PRO BAHN-Sprecher Gerd Aschoff: "Im Nahverkehr werden hoffentlich vom Streik nicht betroffene Eisenbahnunternehmen wie Metronom, Nordwestbahn, ALEX und Meridian dazu beitragen, dass viele Fahrgäste an ihr Ziel kommen." In den Metropolen empfiehlt PRO BAHN den U-Bahn-Verkehr als Alternative zur S-Bahn. Flugzeug und Fernbus fallen als Ausweichverkehrsmittel nach Beobachtungen von PRO BAHN praktisch aus, weil deren Kapazitäten schon weitgehend erschöpft sind. Auch Hotels sind nur noch schwer kurzfristig zu bekommen.
"Zum Glück spielt die Zugbindung für Sparpreise in einer solchen Situation keine Rolle mehr, so dass abweichende Reisezeiten und –routen relativ problemfrei möglich sind." Fahrgäste sollten auf jeden Fall neben den Informationen auf www.bahn.de die kostenlose Bahn-Hotline 08000996633 in Anspruch nehmen, um möglichst schon vor Antritt einer Bahnfahrt die Beschwernisse so weit wie möglich einzugrenzen. PRO BAHN weist darauf hin, dass die Deutsche Bahn sich zwar bei der Umbuchung und rückgabe von Fahrkarten kulant verhalte, weitergehende Haftungsansprüche für Hotel- oder Mietwagenkosten kaum durchsetzbar sind.
PRO BAHN hofft, dass die Tarifpartner möglichst schnell an den Verhandlungstisch zurückfinden (Pressemeldung Pro Bahn, 22.04.15).

RechteckVBB: Nicht alle Züge stehen still
Die Mitglieder der Gewerkschaft GDL haben angekündigt, ab Mittwoch, 22.04. ab 2:00 Uhr morgens bis Donnerstag, 23.04., 21:00 Uhr zu streiken. Es wird zu Zugausfällen bei zahlreichen Fern- und Regionalverkehrs-Fahrten und S-Bahn-Fahrten kommen. Es kann auch vor dem offiziellen Streikbeginn schon zu Einschränkungen kommen! Betroffen sind die Linien und Fahrten der DB Fernverkehr, DB Regio und S-Bahn Berlin. Außer der S-Bahn Berlin und DB Regio (und DB-Fernverkehr) fahren die übrigen 38 Verkehrsunternehmen im VBB nach aktuellem Fahrplan.
Bitte beachten Sie, dass es aber auch bei nichtbestreikten Fahrten zu Verzögerungen im Betriebsablauf kommen kann. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen bemühen sich, trotz des Streiks ein Grundangebot aufrecht zu erhalten.
S-Bahn-Verkehr: Die S-Bahn Berlin fährt voraussichtlich nach einem sehr eingeschränkten Notfahrplan. Bitte weichen Sie innerhalb Berlins auch auf U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse aus. Die S-Bahn Berlin aktualisiert laufend ihr Betriebsprogramm. Dort finden Sie Details zu dem, was wo und wie oft fährt.
Bahn-Regionalverkehr: DB Regio bietet auf den Linien des Bahn-Regionalverkehrs einen stark ausgedünnten Notfahrplan mit Zügen und Bussen an (auch zum Teil nur auf Teilstrecken dieser Linien): Genaue Fahrplantabellen finden Sie auf einer Sonderseite. Der Stand dort wird laufend aktualisiert.
Nicht bestreikt werden im VBB-Gebiet die Linien der Bahnunternehmen ODEG, NEB und EGP:
• RE2: Wismar - Wittenberge - Neustadt (Dosse) - Nauen - Berlin - Königs Wusterhausen - Lübbenau - Cottbus
• RE4: Rathenow - Berlin - Ludwigsfelde
• RB25: Berlin-Lichtenberg - Ahrensfelde - Werneuchen
• RB26: Berlin-Lichtenberg - Strausberg - Müncheberg - Kostrzyn
• RB27: Berlin-Karow - Basdorf - Schmachtenhagen / Wandlitz - Klosterfelde - Groß Schönebeck
• RB33: Berlin-Wannsee - Michendorf - Beelitz - Jüterbog
• RB35: Fürstenwalde - Bad Saarow
• RB36: Königs Wusterhausen - Storkow - Beeskow - Frankfurt (Oder)
• RB46: Cottbus - Forst
• RB51: Rathenow - Brandenburg an der Havel
• RB60: Eberswalde - Bad Freienwalde - Frankfurt (Oder)
• RB61: Schwedt (Oder) - Angermünde
• RB62: Prenzlau - Angermünde (- Eberswalde)
• RB63: Eberswalde - Joachimsthal
• OE65: Cottbus - Spremberg - Görlitz - Zittau
• RB70: Putlitz - Pritzwalk
• RB73: Pritzwalk - Kyritz - Neustadt (Dosse)
• RB74: Meyenburg - Pritzwalk
Informationen finden Sie zu diesen Linien auf den Seiten www.odeg.de, www.neb.de und www.egp-spnv.de
Auch nach dem Ende des Streiks am Donnerstag kann es noch zu Ausfällen und Verspätungen kommen, da die Züge über Nacht nicht an ihren erforderlichen Startort zum Betriebsbeginn gelangen können. Bitte rechnen Sie also auch noch mit Einschränkungen bis in den Morgen des Freitags (24.04.) hinein (Pressemeldung VBB, 22.04.15).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAppell an Bundestag: Mittel für Schienenprojekte erhöhen
Am 3.3.2015 kündigt die Bundesregierung in einer Pressemitteilung ein Zusatzprogramm "Öffentliche Verkehrsinfrastruktur und digitale Infrastruktur" für die Jahre 2016-2018 im Umfang von 4,35 Mrd. Euro an. Inzwischen gab die Bundesregierung die Details dazu im Entwurf zum Nachtragshaushalt 2015 bekannt. Demnach fliessen fast doppelt so viele Mittel (1,894 Mrd. Euro) in den Ausbau der Bundesfernstrassen wie in den Ausbau der Schienenwege (0,995 Mrd. Euro).
Wie sollen die Ziele des Klimaschutzes und die Energiewende erreicht werden, wenn die energiesparende und umweltfreundliche Schiene gegenüber der Strasse so benachteiligt wird? Die Mittel für Schienenprojekte betreffen zudem ausschliesslich den Güter- und Fernverkehr, für die bereits heute über der Kapazitätsgrenze ausgelasteten U- und S-Bahnsysteme in den Agglomerationen ist kein einziger Cent vorgesehen. Viele Pendler würden gerne ihr Auto in der Garage lassen, wenn nur der öffentliche Verkehr nicht so überfüllt und unzuverlässig wäre.
Am 23. April findet eine Debatte über den Nachtragshaushalt im Bundestagsplenum statt. Wir fordern alle Abgeordneten dazu auf, diesen nur dann zuzustimmen, wenn die geplanten Investitionsmittel für die Schiene mit jenen für den Strassenbau mindestens gleichziehen. Mindestens die Hälfte der für die Schiene reservierten Gelder soll in Nahverkehrsprojekte fliessen. (Pressemeldung Dr. Ralf Wiedenmann, Interessensgemeinschaft Tösstallinie, 22.04.15).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Fratzscher-Kommission - Probleme richtig anpacken
Zur Debatte um eine Infrastrukturgesellschaft für Fernstraßen erklärt Dr. Valerie Wilms, Obfrau im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur:
"Die Fratzscher-Kommission bleibt bei ihren Lösungsvorschlägen für die gewaltigen Sanierungsprobleme unkonkret und auf halbem Weg stehen. Es gibt Vorschläge, die richtig nach hinten losgehen können. Die vorgeschlagene Infrastrukturgesellschaft für Fernstraßen kann zu einer "Straßenneubaumaschine" werden, die intransparent noch mehr Geld verbrennt als heute.
Die kritischen Anmerkungen der Gewerkschaften sollten deswegen unbedingt ernst genommen werden. Soll eine Infrastrukturgesellschaft tatsächlich Probleme lösen, muss ein klarer Rahmen gesetzt werden: Es darf keine Umgehung der Schuldenbremse geben und es muss eine funktionierende politische Kontrolle gewährleistet sein, die dauerhaft eine Privatisierung ausschließt." (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 22.04.15).

RechteckVDV: Bericht der Fratzscher-Kommission begrüßt
Die unabhängige Expertenkommission "Stärkung von Investitionen in Deutschland" unter der Leitung des DIW-Präsidenten Professor Marcel Fratzscher hat heute ihren Abschlussbericht an Bundeswirtschaftsminister Gabriel übergeben. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt die Ergebnisse der Fratzscher-Kommission. Vor allem den Vorschlag, einen "Nationalen Investitionspakt für Kommunen" einzurichten und diesen mit zusätzlich 15 Milliarden Euro auszustatten, hält der VDV für sinnvoll und hilfreich, um den Sanierungstau im kommunalen Nahverkehr zu beseitigen.
VDV-Präsident Jürgen Fenske: "Den Vorschlag der Kommission, dass der Bund über die nächsten drei Jahre zusätzlich 15 Milliarden Euro für Investitionen in den Kommunen bereitstellt, begrüßen wir ausdrücklich. Die Experten um Professor Fratzscher empfehlen dabei vollkommen zurecht, diese Mittel vor allem in die Instandhaltung und Erweiterung kommunaler Verkehrswege zu investieren. So könnte auch endlich der Sanierungsstau im kommunalen ÖPNV nachhaltig beseitigt werden."
Nach einer unabhängigen Studie, die der VDV gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und 13 Bundesländern in Auftrag gegeben hat, beläuft sich der Sanierungsstau im kommunalen ÖPNV auf inzwischen rund 4,5 Milliarden Euro, jährlich kommen etwa 500 Millionen Euro hinzu. "Acht von jährlich zehn Milliarden Fahrgäste nutzen die kommunalen Bus- und Bahnangebote. Die Infrastrukturen und technischen Einrichtungen des ÖPNV sind gerade in Ballungsträumen und Großstädten am Limit. Deshalb müssen die Vorschläge der Fratzscher-Kommission jetzt unmittelbar umgesetzt werden, eine weitere Verzögerung darf es nicht geben", so Fenske abschließend
(Pressemeldung VDV, 22.04.15).

Industrie

RechteckBombardier: Auftrag für Zugsteuerungs- und Signaltechnik in Polen
Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation hat als Leiter eines Konsortiums einen neuen Auftrag zur Lieferung eines schlüsselfertigen Signalsystems für den Schienenverkehr erhalten, der von PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. für den polnischen Streckenabschnitt im Eisenbahnkorridor E59 erteilt wurde. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von 210 Millionen polnischen Zloty (53 Millionen Euro, 56 Millionen US-Dollar), wobei der Anteil von Bombardier rund 93 Millionen polnische Zloty (23 Millionen Euro, 25 Millionen US-Dollar) beträgt.
Bombardier wird im Rahmen eines Konsortiums mit Krakowskie Zaklady Automatyki S.A. seine Fernverkehrslösung BOMBARDIER INTERFLO 200 liefern, die für den Streckenabschnitt zwischen Rawicz und Czempin vorgesehen ist und damit das dritte und letzte herkömmliche Signaltechnikprojekt auf der Strecke zwischen Wroclaw und Poznan darstellt. Diese Strecke ist Teil des Eisenbahnkorridors E59, der die tschechische Hauptstadt Prag mit Kopenhagen in Dänemark verbindet. Zum Leistungsumfang des Auftrags gehören zudem die dazugehörigen Stromversorgungs- und Telekommunikationssysteme, Uberwachungskameras sowie Zugortungssysteme. Die endgültige Lieferung ist für Juni 2020 geplant. Bombardier implementiert diese Technik auch auf den Streckenabschnitten zwischen Wroclaw und Rawicz sowie Czempin und Poznan auf dieser Strecke.
Peter Cedervall, President von Rail Control Solutions bei Bombardier Transportation, hierzu: 'Dieser Auftrag zeigt, dass Bombardier ein wichtiger Lieferant für die Eisenbahnstrecke E59 in Polen ist und er bereichert unser umfassendes und bewährtes weltweites Produktportfolio an Zugsteuerungslösungen für den Fernverkehr. Wir erhalten den Auftrag zudem in unserem Jubiläumsjahr, in dem wir 100 Jahre der Bereitstellung von weltweiten Zugsteuerungslösungen feiern. Davon sind wir fast 90 Jahre als führender Lieferant für die Zugsteuerungsindustrie Polens aktiv."
Das Jahr 2015 stellt einen Meilenstein für Bombardier dar, da die Division Rail Control Solutions (RCS) ihr 100-jähriges Jubiläum als führender Anbieter von Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystemen feiert. Bombardier engagiert sich, die Zukunft der Signaltechnik aktiv mitzugestalten. Das Unternehmen hat bereits zahlreiche innovative Technologien entwickelt, darunter das erste computergestützte Stellwerksystem und die als weltweiter ERTMS/ETCS-Standard ausgewählte Balisentechnologie sowie Hochgeschwindigkeitslösungen und kommunikationsbasierte Zugsteuerungssysteme (Pressemeldung Bombardier, 22.04.15).

RechteckHaCon: TPS von HaCon überzeugt Netzbetreiber SNCF Réseau

Foto HaCon/Julian Elliott/Fotolia.com
Im europaweiten Ausschreibungsverfahren von SNCF Réseau hat sich das Train Planning System TPS von HaCon erfolgreich gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt. Bereits seit 2009 nutzt der französische Infrastrukturbetreiber die Software aus Hannover zur Durchführung von Planungsanalysen seiner Netzkapazitäten.
Das "SIPH"-Projekt (Système Industriel de la Production des Horaires) beinhaltet die Einführung von TPS, das die Effizienz des Schienennetzes entscheidend voranbringen und das Fahrplan- und Trassenmanagement in Frankreich modernisieren soll. "SIPH" hat zum Ziel, bestmöglich auf die Bedürfnisse der Bahnunternehmen und ihrer Endkunden einzugehen und die Auslastung der französischen Schieneninfrastruktur, die momentan bei 6,3 Millionen Trassen im Jahr liegt, deutlich zu steigern.
Bernard Clarissou verantwortet den Bereich Servicetransformation innerhalb der Kapazitäts- und Trassenabteilung von SNCF Réseau und nennt die größten Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre: "Wir müssen uns dem Wettbewerb gegenüber öffnen, den wachsenden Anforderungen der Eisenbahnunternehmen an die Servicequalität gerecht werden und sowohl die Auflagen der Bahnbehörden als auch die europäischen Standardisierungsrichtlinien einhalten. TPS ist heute die erfolgreichste und effizienteste Lösung am Markt – vor allem dank ihrer integrierten Funktionalitäten für die Steuerung der Netzkapazitäten".
Zukünftig werden bei SNCF Réseau rund 650 Planer TPS nutzen. HaCon realisiert das Großprojekt gemeinsam mit seinen Konsortialpartnern Sopra Steria Consulting, die das Konsortium leiten, und Cereza / Groupe Talan.
Zur Stärkung der HaCon-Präsenz in Frankreich hat vor kurzem ein vierköpfiges Consulting-Team sein neues Büro in Paris bezogen. "Wir wollen unseren französischen Kunden bestmöglich zur Seite stehen und ihnen unmittelbaren Service vor Ort bieten", begründet HaCon-Geschäftsführer Werner Sommerfeld die Entscheidung für die Zweigstelle, die einen weiteren Schritt Richtung Internationalisierung des Unternehmens darstellt.
Auch zahlreiche weitere HaCon-Module sind bereits in Frankreich im Einsatz: Neben der HAFAS-basierten Echtzeitauskunft unter sncf.com begeistert "SNCF Maps" die französische Staatsbahn und Reisende gleichermaßen als erste Anwendung in Europa, die mit einer Kombination aus GPS- und Infrastruktur-Daten eine präzise Ortung und Darstellung der Züge auf einer interaktiven Karte ermöglicht.
Dani Sarkis, der als erfahrener Branchenspezialist die neue HaCon-Niederlassung leitet, weiß: "Der Eisenbahnmarkt in Frankreich befindet sich derzeit in einem umfangreichen Modernisierungsprozess, ähnlich dem in zahlreichen weiteren Ländern Europas und darüber hinaus. Das gibt HaCon jetzt die Möglichkeit, diesen Markt weiter zu erschließen: Ob TPS oder HAFAS – unsere Produktpalette wird den laufenden Modernisierungsprozess noch beschleunigen und unseren Kunden echten Mehrwert und Innovation bieten".
(Pressemeldung HaCon, 22.04.15).

RechteckHKX: Bus-Maut keine Lösung für Problem der hohen Schienen-Maut
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG hat laut Medienberichten eine Maut für Fernbusse gefordert. Er wurde zitiert mit der Aussage, dass die DB im Bahn-Fernverkehr mit Trassenbenutzungsgebühren von sechs Cent pro Person und Kilometer rechnen müsse.
Richtig ist: DB Fernverkehr zahlt pro Jahr rund eine Milliarde Euro Trassenbenutzungs-gebühren. Für 2015 plant die Deutsche Bahn eine Verkehrsleistung im Fernverkehr von 36 Milliarden Personenkilometern. Daraus ergibt sich eine Belastung von knapp drei Cent pro Personenkilometer aus den Infrastrukturabgaben.
Bezogen auf den Endpreis für den Kunden machen die Trassenpreise im Schienenverkehr zwischen 25% und 30% aus; die Trassenpreise wirken so wie eine Steuer auf Bahnreisen in gleicher Höhe.
Eine Maut für Fernbusse macht dennoch keinen Sinn, aus zwei Überlegungen heraus:
• Maßgeblicher Wettbewerber für Fernbusse wie für den Schienenpersonenfernverkehr ist der Individualverkehr. Auf den Individualverkehr entfällt einen Anteil von fast 80% an der gesamten Verkehrsleistung. Für Pkw wird in Deutschland bekanntlich keine Maut erhoben. Auch nach Einführung der jetzt beschlossenen Maut wird der Finanzierungsbeitrag daraus für die Infrastrukturfinanzierung äußerst gering sein und nicht benutzungsabhängig erfolgen.
• Wenn ein einzeln fahrender Pkw keine (oder eine nur vernachlässigbar geringe) Maut bezahlt, wäre es widersinnig, von 40 oder 50 Reisenden, die sich zusammen in einem Bus befinden und so Infrastrukturkapazität und Energie sparen, Maut zu verlangen. Eine Maut für Fernbusse würde ein ökologisch vorteilhaftes Verkehrsmittel stark in Mitleidenschaft ziehen. Eine Sonderbelastung für Energiesparen mit dem Fernbus wäre daher ein falsches Signal.
Dr. Grube hat jedoch Recht, wenn er die ungerechte Behandlung des Bahnverkehrs anprangert. Der Trassenpreis ist eine fast 30%ige Steuer für Bahnfahrten, die einen höheren Anteil des Bahnverkehrs am gesamten Verkehr verhindert. Die Schienen-Maut der DB viel zu hoch ist.
"Wer die Bundesschienenwege nutzt, muss ein Drittel seines Umsatzes für die Infrastruktur-Nutzung bezahlen. Das ist ein Problem für die DB genauso wie für HKX, solange Pkw die Autobahn ohne benutzungsabhängige Maut nutzen können", so der Carsten Carstensen, Geschäftsführer der Hamburg-Köln-Express GmbH.
Zwei Drittel des gesamten Trassenpreisvolumens stammen dabei vom Schienenpersonen-nahverkehr (SPNV) und werden letztlich ebenfalls vom Bund über die Regionalisierungsmittel finanziert. Es liegt nahe, die Trassenpreise deutlich zu senken, und dafür die Umweg-Finanzierung über die SPNV-Zuschüsse ebenfalls zu reduzieren. Somit könnte der Bund mit relativ geringem Netto-Aufwand eine deutliche Entlastung für den eigenwirtschaftlichen Schienenverkehr bewirken. Eine Bus-Maut ist demgegenüber kein geeignetes Mittel, energieeffiziente Verkehrsmittel wie Bahn und Bus zu fördern, sondern eine weitere Belastung (Pressemeldung HKX, 22.04.15).

RechteckSiemens: 1140 Regionalzugwagen 'Thameslink' für Großbritannien
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Die Fotos zeigen ein nahezu fertiges Fahrzeug und einen der ersten Züge beim Bau in den Werkhallen in Krefeld Uerdingen. Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de.
Siemens wird ab 2016 für rund 1,6 Mrd. Pfund (rund 1,8 Mrd. Euro) insgesamt 1.140 Regionalzugwagen 'Thameslink' liefern. Zusätzlich übernimmt Siemens langfristig auch die Instandhaltung der Züge und baut dafür zwei neue Depots auf.
Dies ist der größte Auftrag, den Siemens jemals in Großbritannien gewonnen hat und einer der größten Aufträge für die Bahnsparte von Siemens. Das Unternehmen kooperierte hier mit Cross London trains (XLT). XLT ist ein Konsortium, bestehend aus Siemens Project Ventures GmbH, Innisfree Limited und 3i Infrastructure plc, und zeichnet für die Finanzierung des Geschäfts verantwortlich.
Die neugebaute Thameslink-Strecke durchquert London in Nord-Süd-Richtung und verbindet Bedford im Nordosten der Hauptstadt mit Brighton an der Südküste. Das Projekt gilt als eines der größten Bahninfrastrukturprojekte in England. Im Juni 2011 hatte das britische Transportministerium Siemens zum "preferred bidder" bei diesem Projekt ernannt.
Für den Auftrag hat Siemens ein neues Fahrzeug entwickelt und gut 50 Millionen Euro investiert. Der neue Desiro City für den S-Bahn-, Regional- und Interregionalverkehr in Großbritannien reduziert den gesamten Energieverbrauch sowie den Streckenverschleiß um bis zu 50 Prozent gegenüber den Vorgängermodellen. Dank einer verbesserten Innenausstattung bietet die neue Zuggeneration höheren Komfort und größere Flexibilität: Durch ein individuell wählbares Innenausbaukonzept kann der Desiro City im Vergleich zum Vorgängermodell bis zu 25 Prozent mehr Passagiere aufnehmen. Je nach Bedarf und Einsatzgebiet lassen sich Anzahl der Sitzplätze sowie Sitzabstände variieren. Auf diese Weise erhält man zusätzlichen Stehplatz und Raum für Fahrräder und Rollstühle. Gebaut werden die Fahrzeuge ab 2014 im Siemens-Werk in Krefeld. Die ersten Züge sollen ab 2016 in den Betrieb auf die Strecke gehen.
Basierend auf den langjährigen Erfahrungen mit rund 1.500 Wagen der bewährten Desiro-Plattform in Großbritannien, entwickelte Siemens mit dem Desiro City ein neues Plattformkonzept für den britischen Markt. Die Züge sind bis zu 25 Prozent leichter als die bestehende Desiro-UK-Zugflotte. Dafür sorgen maßgeblich die Leichtbauweise des Aluminium-Wagenkastens und die um rund ein Drittel gewichtsreduzierten Drehgestelle. Die Recyclingquote liegt bei rund 95 Prozent. Der Desiro City ist als Einzelwagenzug konzipiert, der die komplette Antriebstechnik in einem Wagen integriert. Alle Triebwagen sind gleich ausgestattet und können als End- und Mittelwagen eingesetzt werden. Dies sorgt für eine hohe Flexibilität in der Zusammensetzung der Züge, die sich so an das zu erwartende Fahrgastaufkommen anpassen lassen.
Die Desiro City Thameslink Fahrzeuge werden als acht- und zwölfteilige Züge in Dual Mode (750V Gleichspannung oder 25kV Wechselspannung) betrieben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Kilometer pro Stunde. Siemens-Fahrzeuggeräte (On Board Units, OBU) für das europäische Zugsicherungssystem (ETCS) Level 2 stellen die Kommunikation der Züge mit der Streckenausrüstung sicher. Die Frischluftzufuhr wird entsprechend des Fahrgastaufkommens in jedem Wagen automatisch über eine Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlage (HKL) mit CO2-Sensoren reguliert.
Siemens übernimmt auch die Instandhaltung des Fuhrparks. Dazu errichtet Siemens zwei neue Depots in Three Bridges und Hornsey. Bei Service und Instandhaltung ist Siemens Marktführer in Großbritannien. Für alle Flotten konnte Siemens langfristige Service-Verträge abschließen. Einschließlich des nun gewonnenen Auftrags hat Siemens annähernd 3.000 Wagen nach Großbritannien geliefert. Derzeit entstehen im Siemens-Werk die ersten Züge. Im Februar 2016 beginnt die Auslieferung der ersten Fahrzeuge. Dann soll wöchentlich ein weiteres folgen, so dass die Lieferung im Jahr 2018 abgeschlossen ist (Pressemeldung Siemens, 22.04.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Klosterstadt-Express an Sonn- und Feiertagen
Auch dieses Jahr verkehrt der Klosterstadt-Express wieder vom 1. Mai bis zum 18. Oktober 2015 jeden Sonn- und Feiertag auf der malerischen Bahnstrecke von Tübingen über Horb nach Maulbronn.
Ab Tübingen beginnt die Fahrt um 8.05 Uhr, in Horb um 8.53 Uhr, in Pforzheim um 10.13 Uhr und in Maulbronn West um 10.31 Uhr. Ein Zustieg ist an allen Haltestellen der Kulturbahn möglich.
Ab Maulbronn Stadt beginnt die Rückfahrt um 17.24 Uhr mit Halt in Maulbronn West, Enzberg, Pforzheim und an allen Haltestellen der Kulturbahn bis Tübingen (Ankunft um 19.54 Uhr).
Tagsüber pendeln Züge im Stundentakt zwischen Mühlacker und Maulbronn Stadt. Erste Fahrt ab Mühlacker ist um 11.08 Uhr, letzte Fahrt um 17.08 Uhr. Der erste Zug ab Maulbronn Stadt fährt um 10.35 Uhr, der letzte um 17.34 Uhr. Ausnahme sind 13.08 Uhr ab Mühlacker und 13.35 Uhr ab Maulbronn Stadt wo keine Züge halten. Fahrgäste aus Richtung Stuttgart können in Mühlacker, Fahrgäste aus Richtung Bretten / Karlsruhe in Maulbronn West in den Klosterstadt-Express umsteigen.
In den Zügen gelten die Tarifangebote des Verkehrsverbundes VPE und der Deutschen Bahn. Aus dem Bereich des Verkehrsverbundes Pforzheim/Enzkreis (VPE) beispielsweise die Tageskarte für bis zu fünf Personen für 10 Euro oder 18 Euro je nach Entfernung oder aus dem Bereich des Karlsruher Verkehrsverbundes die Tageskarte RegioXsolo bei einer Person für 17,30 Euro oder die RegioXplus für maximal fünf Personen für 28 Euro (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 22.04.15).

RechteckBW: S-21- Projektpartner beschließen Optimierung für Anschluss des Flughafens

Ausbau des Filderbahnhofs mit drittem Gleis und veränderter Lage der Flughafenkurve (rot). Grafik Deutsche Bahn.
Im Lenkungskreis zum Bahnprojekt Stuttgart 21 haben die Projektpartner die verabredete Anpassung der Planung für den Anschluss des Landesflughafens und für den Filderbereich beraten und beschlossen. Die Vertreter der Deutschen Bahn, des Landes Baden-Württemberg und des Verbands der Region Stuttgart unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung.
Verkehrsminister Winfried Hermann sagte am Montag in Stuttgart: "Mit den Änderungen werden die Betriebsqualität und die Stabilität des Fahrplans auf den Fildern wesentlich verbessert. Durch das dritte Gleis im künftigen Flughafenbahnhof und die kreuzungsfreie Rohrer Kurve wird weitgehend vermieden, dass sich Fern- und Nahverkehr dort in die Quere kommen. Der vom Land finanzierte Ausbau des Bahnhofs Stuttgart-Vaihingen zum Umsteige- und Regionalbahnhalt bildet zudem eine Sicherheit für den Fall von Störungen im Betriebsablauf."
Weitere Themen in der von allen Teilnehmern als konstruktiv und lösungsorientiert beschriebenen 13. Sitzung des Lenkungskreises Stuttgart 21 waren
• Terminplanung und Baufortschritt,
• anstehende Vergaben,
• zentrale Baulogistik und die Baustraßen im Talkessel,
• Gestaltung der Station Neubaustrecke am Flughafen,
• Brandschutz
Im März 2015 hatten sich die Projektpartner bereits im Grundsatz auf ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Filderbereich verständigt, bestehend aus einem weiteren Bahnsteiggleis an der Station Terminal, aus einer vollständig kreuzungsfreien Rohrer Kurve und dem Ausbau des Bahnhofs Stuttgart-Vaihingen zum Regionalbahnhalt. 
Nun wurde außer dem 3. Gleis auch der Ausbau der Rohrer Kurve vom Lenkungskreis beschlossen. Die Änderungen stehen unter dem Vorbehalt des Wirksamwerdens eines eigenständigen Zusatzfinanzierungsvertrages. Vertragspartner dieses Zusatzfinanzierungsvertrages werden das Land, der Verband Region Stuttgart sowie die Deutsche Bahn sein. Am Rande der heutigen Sitzung wurde vom Land und dem Verband Region Stuttgart mit der Deutschen Bahn eine entsprechende Absichtserklärung (letter of intent) unterschrieben. 
Verkehrsminister Winfried Hermann zeigte sich erfreut über die getroffene Vereinbarung: "Ich sehe weiter die Bahn in der Pflicht eine zukunftsfähige Lösung für den Schienenverkehr auf den Fildern und im gesamten neuen Bahnknoten umzusetzen. Auch der seit langem bekannte Kostendeckel für die Finanzierung des Landes hat weiter Bestand. Mit der heutigen Vereinbarung haben wir gemeinsam mit dem VRS und der DB einen konstruktiven Weg für eine Umsetzung des ÖPNV-Pakts für die Region Stuttgart vereinbarten attraktiveren Zugangebot aufgezeigt und gleichzeitig sinnvolle Ergänzungen der Infrastruktur wie an der Rohrer Kurve und dem Ausbau des Bahnhofs Vaihingen erreicht."
Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling sagte: "Wir haben heute eine deutliche Verbesserung im Filderbereich vereinbart. Damit ist ein großer Mehrwert mit enormen Perspektiven für die S-Bahn verbunden. Ich freue mich, dass sich alle Projektpartner für diesen Kompromiss bewegt haben. Auch die Region Stuttgart leistet mit 20 Mio. Euro ihren Beitrag dafür. Der Verkehrsausschuss in der Regionalversammlung hat sich sehr früh für eine Verbesserung des Planfeststellungsabschnitts auf den Fildern stark gemacht und sich letzte Woche nahezu geschlossen dafür ausgesprochen."
Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn wertete die Vereinbarung "als Erfolg in letzter Minute". Kuhn erklärte: "Es ist gelungen, die Zukunftsfähigkeit der S-Bahn in der Region zu sichern." An der Finanzierung sei die Landeshauptstadt nicht beteiligt. Die Finanzierung folge den Zuständigkeiten, wie sie im ÖPNV-Pakt aufgezeigt seien. "Für die S-Bahn ist der Verband Region Stuttgart zuständig. Die Stadt Stuttgart ist - wie auch die Landkreise - daher lediglich bei der Verbesserung der S-Bahn über die Umlage beteiligt", so Kuhn.
Die DB gab auch einen Ausblick auf die Terminsituation im Abschnitt 1.3 (Flughafen/Filder) und bekräftigte ihre Absicht, zur Stabilisierung der Terminplanung den Teil der Gäubahn und den Bau bzw. Umbau der nun dreigleisigen geplanten Station Terminal abzutrennen. In diesem neuen Abschnitt 1.3b beabsichtigt die Vorhabensträgerin spätestens zwei Jahre nach der für Dezember 2021 geplanten Inbetriebnahme des gesamten restlichen neuen Bahnknotens den Zugverkehr aufzunehmen. Das Land, der Verband Region Stuttgart und die Landeshauptstadt haben auch in der heutigen Sitzung ihre Bedenken zu der beabsichtigen Verfahrenstrennung nochmals zum Ausdruck gebracht. Sie streben auch im Hinblick auf die Interessen des Flughafens und der Messe Stuttgart eine möglichst schnelle gemeinsame Inbetriebnahme aller Teile von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm an.
Unabhängig von diesen Veränderungen im Planfeststellungsabschnitt 1.3 hat die DB anhand erster Pläne und Visualisierungen auch über die von ihr beabsichtigte veränderte Gestaltung der Station NBS am Flughafen informiert. Die Projektpartner zeigten sich offen im Hinblick auf eine verbesserte Integration des geplanten Empfangsgebäudes in das zwischenzeitlich weiterentwickelte städtebauliche Umfeld. Auch wenn die Tieflage der Station für den Regional- und Fernverkehr nach wie vor erhalten bleibt, so nahmen die Projektpartner die Aufwertung des "Zugang Ost" mit einer optimierten Verknüpfung der Personenströme insb. zu dem bereits im Bau befindlichen Stuttgart Airport Bus-Terminal positiv zur Kenntnis. 
Die DB stellte in ihrem Bericht zum Projektstatus den Fortschritt in den unterschiedlichen Abschnitten von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm dar und gab einen Ausblick auf anstehende Vergaben sowie die Bauarbeiten in den nächsten Monaten. Ein wichtiger Meilenstein insbesondere im Hinblick auf den Immissionsschutz für viele Bürgerinnen und Bürger in der Stuttgarter Innenstadt dürfte dabei die bevorstehende Komplettierung des Baustraßensystems und der zentralen Logistikflächen darstellen. Damit kann der Abtransport der rund 8 Millionen Tonnen im Stuttgarter Talkessel anfallenden Erdmaterial – immerhin rund 20 Prozent der gesamten beim Bahnprojekt Stuttgart-Ulm anfallenden Erdmassen – sowie die Belieferung der Baustellen unter Minimierung von Verkehrsbeeinträchtigungen über separate Zufahrtswege und in der Fortsetzung über die Schiene erfolgen (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 22.04.15).

RechteckBW: VRN Jahresbilanz 2014
Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) konnte bei den Fahrgeldeinnahmen für das Jahr 2014 einen Zuwachs von 2,54 Prozent erzielen. Die Einnahmen betrugen in 2014 insgesamt rund 283,7 Millionen Euro.
Die Zahl der Fahrgäste in den Bussen und Bahnen im VRN betrug rund 313 Millionen. Dies bedeutet einen Rückgang von 1,35 Prozent in der Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um rund 4,2 Millionen Fahrten im Öffentlichen Personennahverkehr. Hauptgrund dafür ist ein Rückgang der Schüler- und Semester-Tickets.
Der Stammkundenanteil mit verbundweit gültigen Zeitkarten hat sich auf dem seit Jahren bestehenden hohen Niveau mit 91,4 Prozent stabilisiert.
"Das Verbundergebnis ist vom deutlichen Rückgang der Schülerzeitkarten und der Semester-Tickets geprägt. Dies wird auch in den kommenden Jahren die Bilanz in einem vor allem ländlich geprägten Verbund beeinflussen. Dennoch sind wir froh, dass das Ergebnis im Stammkundenbereich positiv ist. Vor allem die verbundweit gültigen Zeitkarten spielen dabei eine große Rolle. Dass die deutlich gesunkenen Benzinpreise keinen erkennbaren negativen Effekte auf das Gesamtergebnis hatten zeigt, dass unsere Stammkunden mit uns zufrieden sind und uns nicht bei der erstbesten Gelegenheit den Rücken zukehren", sagte Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der Unternehmensgesellschaft im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (URN GmbH).
Für das Rhein-Neckar-Ticket hatten sich im letzten Jahr durchschnittlich 29.023 Kunden (+ 2,93 Prozent) sowie für das Job-Ticket durchschnittlich 40.498 Kunden (+ 0,79 Prozent) entschieden. Im letzten Jahr waren durchschnittlich 60.670 Kunden im Besitz einer Karte ab 60 (+ 0,43 Prozent). Damit konnte insgesamt das hohe Niveau der Stammkunden mit einer verbundweit gültigen Jahreskarte gehalten werden.
Aufgrund der demografischen Entwicklung in den überwiegend ländlich geprägten Teilen des Verbundraums und dem damit einhergehenden Rückgang der Schülerzahlen gab es Fahrgastverluste, die nicht durch Zuwächse beim Job- oder Rhein-Neckar-Ticket kompensiert werden konnten. Die Anzahl der Zeitkarten ging insgesamt im Bereich der Wochen-, Monats- und Jahreskarten Ausbildung weiter zurück (- 3,08 Prozent). Im Jahresdurchschnitt hatten insgesamt 152.430 Kunden ein MAXX-Ticket (- 1,7 Prozent). Ähnlich entwickelten sich die Jahresdurchschnittszahlen beim SuperMAXX-Ticket (- 0,94 Prozent) und den Ausbildungskarten Westpfalz (- 2,2 Prozent). Beim Semester-Ticket sind die Fahrgastzahlen ebenfalls gesunken. Im letzten Jahr wurden nur noch 75.390 Tickets (- 4,81 Prozent), jeweils 6 Monate gültig, verkauft. Das Anschluss-Semester-Ticket konnte auch keinen Zuwachs verzeichnen. Insgesamt nutzten 11.693 Karteninhaber (- 3,71 Prozent) dieses Angebot. Eine leicht positive Entwicklung gab es beim Semester-Ticket plus Westpfalz. Hier stieg die Zahl der verkauften Tickets im Dezember auf 13.057 Studierende (+ 0,67 Prozent).
Im Bereich der Einzelfahrscheine wurden bei den Erwachsenen (+ 3,25 Prozent) und dem BC-Ticket (+ 3,29 Prozent) Zuwächse erzielt. Die Fahrausweise für Kinder (Einzelfahrschein und Mehrfahrtenkarte) entwickelten sich stark rückläufig, was auf den demografischen Wandel und die kostenlose Mitnahme bis 14 Jahre auf der Tages-Karte zurückzuführen sein dürfte. Bei den Tageskartenangeboten war die Entwicklung insgesamt weitest gehend stabil, wobei die Tages-Karte für 2, 3 oder 4 Personen sowie die Jugendgruppen-Karte stärker nachgefragt wurden. Insgesamt ist ein leichter Anstieg der Fahrgastzahlen im Gelegenheitsverkehr zu verzeichnen (+ 0,34 Prozent).
Nach dem DB Regio Südwest der Zuschlag für den Betrieb der S-Bahn Rhein-Neckar der 1. Stufe erteilt wurde, soll noch in diesem Jahr die Verkehrsleistung der 2. Stufe ausgeschrieben werden. Im Rahmen der Entwicklung zum Mobilitätsverbund wird der VRN neben der bereits eingeweihten Mobilitätszentrale in Kaiserslautern in diesem Jahr weitere Einrichtungen ausbauen. In Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen ist das Fahrradvermietsystem VRNnextbike gestartet, die Stadt Speyer folgt noch im Mai dieses Jahres. Eine Mobilitätskarte wird in Kürze für die Kunden zur Verfügung stehen, mit der man gleichzeitig die Busse und Bahnen im VRN, das Angebot von stadtmobil Rhein-Neckar carSharing und das Fahrradvermietsystem VRNnextbike als jeweils registrierter Kunde und VRN Zeitkarteninhaber nutzen kann. Anfang dieses Jahres startete das Innovationsprojekt eTarif Heidelberg, das gemeinsam mit der Stadt Heidelberg eingeführt wurde. Das bundesweit einmalige Projekt eines auf der Luftlinienentfernung beruhenden Tarifs auf Basis von Touch & Travel soll nach einem Jahr intensiv ausgewertet und im Erfolgsfall auf den gesamten Verbundraum ausgedehnt werden (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 22.04.15).

RechteckNRW: Bauarbeiten zur Umstellung des Stromsystems haben begonnen
Am 20. April hat die erste Bauphase für die Umstellung des Stromsystems begonnen. Für insgesamt zehn Wochen wird die Strecke zwischen dem Bahnhof Emmerich und der niederländischen Grenze auf einer Länge von etwa fünf Kilometern nur einspurig befahren werden – in den ersten fünf Wochen von der niederländischen Grenze zum Bahnhof Emmerich, anschließend vom Bahnhof Emmerich zur niederländischen Grenze. Die Bauarbeiten finden von montags bis freitags von 0 bis 24 Uhr statt. Grund sind vorbereitende Baumaßnahmen: die künftigen Maststandorte für Oberleitungen werden eingemessen, Kampfmittel- und Bodensondierungen sind geplant und Vorschachtarbeiten werden durchgeführt.
Um die Sicherheit der Mitarbeiter der beauftragten Baufirmen und der Deutschen Bahn AG zu gewährleisten, ist der Einsatz von Automatischen Warnsystemen vorgeschrieben. Das ausgelöste Warnsignal informiert die Mitarbeiter auf der Strecke über herankommende Züge, damit sie den Gleisbereich verlassen können. Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden. Die Deutsche Bahn wird den Baulärm auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und bittet die Anwohner um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.
Die Umstellung des Stromsystems wird es künftig ermöglichen, dass Züge aus den Niederlanden das Stromsystem nur noch einmal wechseln müssen. Das erleichtert den grenzüberschreitenden Verkehr. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Zevenaar und Emmerich fahren die Züge derzeit noch mit Gleichstrom. Nach der Umstellung soll auch hier mit Wechselstrom gefahren werden. Für die Anpassungen werden die Oberleitungen neu gebaut. Diese Hauptarbeiten sind in der zweiten Bauphase ab Oktober 2015 geplant. (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.04.15).

RechteckRheinland-Pfalz: Einstellung der Direktverbindungen Bad Kreuznach - Wiesbaden
Das vorübergehende Zusatzangebot des Rheinland-Pfalz-Taktes, mit den beiden umsteigefreien Pendlerzugpaaren zwischen Bad Kreuznach bzw. Ingelheim und Wiesbaden, wird wegen rückläufiger Fahrgastzahlen und fehlender finanziellen Mittel zum 30. April 2015 eingestellt.
"Mit den beiden umsteigefreien Pendlerzugpaaren zwischen Bad Kreuznach bzw. Ingelheim und Wiesbaden sowie den S-Bahnverstärkern und den zusätzlichen Regionalbahnpendeln haben wir auf der Schiene eine kurzfristige, deutliche Kapazitätsaufstockung bzw. zusätzliche Zugverbindungen ermöglicht. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd hat so, in Kooperation mit DB Regio und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), den Pendlern attraktive Alternativen während der Brückensperrung angeboten", erklärt Verbandsdirektor Michael Heilmann vom ZSPNV Süd.
"Leider mussten wir feststellen, dass nach Wiedereröffnung der Schiersteiner Brücke die Fahrgastzahlen bei den noch bestehenden Direktverbindungen zwischen Bad Kreuznach, Ingelheim und Wiesbaden gesunken sind.
Außerdem fehlen zusätzlich für die Weiterführung dieser Zugverbindungen auch die finanziellen Mittel. Der Schienenpersonennahverkehr wird durch die sogenannten Regionalisierungsmittel des Bundes finanziert. Seit Monaten müssen wir jedoch leider beobachten, dass der Bund nicht bereit ist, diese angemessen, d.h. um die seit mehreren Jahren überproportional gestiegenen Infrastrukturkosten der Bundesunternehmen DB Netz und DB Station & Service zu erhöhen und in Zukunft entsprechend zu dynamisieren.
Unsere Anstrengungen konzentrieren sich jetzt darauf, die zusätzlichen Angebote, die mit dem Rheinland-Pfalz Takt 2015 im Dezember 2014 geschaffen wurden, überhaupt zu erhalten. Die Politik ist somit aufgefordert, für den Schienenpersonennahverkehr einen adäquaten Finanzierungsrahmen in den nächsten Jahren sicherzustellen, um die Erfolge, die mit dem Rheinland-Pfalz-Takt erzielt wurden, auch in den kommenden Jahren fortführen zu können. Aus diesen Gründen werden die Zusatzzüge letztmalig am Donnerstag, dem 30. April verkehren", so Michael Heilmann (Pressemeldung Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, 22.04.15).

RechteckSachsen-Anhalt: Anfrage zur Wipperliese
In der Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE vom 18. April 2015 "Finanz- und verkehrspolitisch absurde Entscheidungen der Landesregierung zur Wipperliese" erklärt der verkehrspolitische Sprecher Frank Hoffmann: "Ohne Angaben von Gründen verzögert die Landesregierung schon seit über einer Woche die Beantwortung einer Kleinen Anfrage zur Wipperliese …". Einige Zeilen später erklärt der Abgeordnete Hoffmann weiter: "Die wortlose Verzögerung der Antwort ist eine Verletzung der Rechte des Landtages. Es bleibt zu hoffen, dass der Verzögerung keine taktischen Überlegungen zu Grunde liegen …". Diese Behauptung ist nicht nachvollziehbar.
Vorausgeschickt wird, dass die Frist der Landesregierung zur Beantwortung einer Kleinen Anfrage zwischen dem Eingang der Kleinen Anfrage bei der Landesregierung und der Beantwortung dieser gegenüber dem Landtag einen Monat beträgt. Da in der genannten Pressemitteilung keine konkrete Kleine Anfrage genannt ist, kann es sich nach unserer Kenntnis nur um die beiden nachfolgend dargestellten Kleinen Anfragen handeln.
1. Der Landesregierung liegt eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Frank Hoffmann (DIE LINKE) "Offene Fragen in Diskussion um Abbestellung der Bahnstrecke Kloster Mansfeld-Wippra ("Wipperliese")", KA 6/8707, vor. Diese ist am 12.03.2015 bei der Landesregierung eingegangen. Die Beantwortung der Kleinen Anfrage erfolgte mit Ministerschreiben vom 09.04.2015.
Sie wurde am 13.04.2015 im Landtag abgegeben, da der Fristablauf am 12.04.2015 auf einen Sonntag fiel. Wie üblich, wurde die Beantwortung der Kleinen Anfrage vorab am 13.04.2015 um 11.26 Uhr auch per E-Mail dem Landtag übersandt. Die Antwort wurde als Drucksache des Landtages (Drucksache 6/3989) am 16.04.2015 ausgegeben. Die Ausgabe erfolgte demzufolge zwei Tage vor der eingangs genannten Pressemitteilung der Linksfraktion.
2. Eine weitere Kleine Anfrage des Abgeordneten Frank Hoffmann (DIE LINKE) "Schwerpunktsetzung der Landesregierung im ÖPNV und SPNV im ländlichen Raum", KA 6/8708, ist am 12.03.2015 bei der Landesregierung eingegangen. Die Beantwortung der Kleinen Anfrage wurde mit Ministerschreiben am 09.04.2015  abgesandt. Wie üblich, wurde diese ebenfalls per E-Mail am 09.04.2015 um 12.12 Uhr dem Landtag übersandt. Die Beantwortung der Kleinen Anfrage wurde mit Datum vom 14.04.2015 als Drucksache 6/3968 im Landtag ausgegeben.
Im Ergebnis ist festzustellen, dass beide o. g. Kleinen Anfragen im vorgegebenen Zeitfenster fristgerecht beantwortet worden sind. Der Vorwurf der Verzögerung und der Verletzung von Rechten des Landtages ist daher von hier aus nicht nachvollziehbar und muss entschieden zurückgewiesen werden. Aus den genannten Gründen würde das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr eine entsprechende Klarstellung begrüßen (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 22.04.15).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBombardier: Präsentation der TRAXX DE ME in Glauburg-Stockheim
In Glauburg-Stockheim findet am Sonntag, 26. April das alljährliche Bahnhofsfest statt und diesen Termin möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern gern zum Anlass nehmen, Ihnen die neuen, dort seit Fahrplanwechsel verkehrenden modernen Diesel-Loks vom Typ 245 vorzustellen.
Dazu werden Sie der Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold, der Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Matthias Zach, Carsten Krätschmer, Bürgermeister der Gemeinde Glauburg, die Erste Stadträtin von Nidderau Monika Sperzel als Vertreterin der AGNV Niddertal, der Geschäftsführer des RMV, Dr. André Kavai, Christian Roth von DB Regio und Peter Just als Vertreter des Herstellers Bombardier herzlich begrüßen.
Treffpunkt ist um 13.30 Uhr am Bahnhof Stockheim, Gleis 3. Die Lok steht dort auch für eine Besichtigung bereit (Pressemeldung RMV/Bombardier, 22.04.15).

RechteckDie Dampfeisenbahn fährt wieder über die Millionenlinie

Foto ZLSM/Niels Jacobs.
Am Sonntag, dem 3. Mai 2015, ist es soweit: Die Dampfsaison der ZLSM beginnt. Ab diesem Sonntag fährt die Dampfeisenbahn wieder an jedem Mittwoch und Sonntag durch das südlimburgische Hügelland.
Die Millionenlinie, auch das längste Museum Limburgs genannt, umfasst 22 Kilometer Schienen und 9 Haltestellen, von denen aus die Fahrgäste die malerische Landschaft Südlimburgs und die idyllischen Orte erkunden können.
Wegen intensiver Wartungsarbeiten an der Dampflokomotive findet der Start der neuen Dampfsaison in diesem Jahr etwas später statt. Die Zeit wurde von den Ehrenamtlern und Mitarbeitern der ZLSM genutzt, um attraktive Freizeitangebote zusammenzustellen: u. a. in Kooperation mit der Reederei Stiphout, den römischen Katakomben, dem Mijnmuseum Heerlen, Schacht Nulland und der Steinkohlemine Valkenburg.
Zudem gibt es wöchentlich ein kulinarisches Arrangement im Pullman-Waggon. Vom 6. bis einschließlich 17. Mai 2015 verkehrt mittwochs und sonntags der Teddybär-Express. Kinder können auf Vorzeigen ihres Lieblingskuscheltieres gratis mit dem Dampfzug fahren und das Unterhaltungsprogramm am Bahnhof Simpelveld genießen (Pressemeldung ZLSM, www.zlsm.de, 22.04.15).

RechteckMuseumstage im Eisenbahnmuseum Bochum
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Matthias RaweFoto Matthias Rawe
Foto Matthias RaweFoto Matthias Rawe
Am vergangenen Wochenende fand unter dem Motto "Dampf ohne Grenzen" die Museumstage im Eisenbahnmuseum Bochum statt. Neben der Vereinseigenen P8 38 2267 kamen die beiden Dampfloks 65 018 und 01 1075 aus den Niederlande zum Einsatz bei den Pendelzügen nach Dalhausen und Bochum, sowie bei den Führerstandsmitfahrten. Des weiteren wurden zahlreiche Exponate vor dem Rundlokschuppen, auf der Drehscheibe und im gesamten Gelände präsentiert. Auch die Feldbahn lud zum Mitfahren ein. 01 1075 verkehrte mit 212 007 zum Bochumer Hauptbahnhof und 65 018 zusammem mit einer weiteren Diesellok zum Bahnhof Dahlhausen. Als weiterer Gast kam ein dreiteiliger MAN-Schienenbus der Bielefelder Osningbahn ins Museum. Bei schönstem Wetter fanden zahlreiche Besucher den Wesg in das Eisenbahnmuseum (Harald Becker, Matthias Rawe, 22.04.15).

Mit der Kamera notiert

RechteckBremen
Foto Sebastian BollmannFoto Sebastian Bollmann
Bei Rangierarbeiten in Bremen-Überseestadt konnte am 20. April die Diesellok 304 51 der EVB beobachtet werden, die mit der Bedienung der Roland-Mühle beschäftigt war (Sebastian Bollmann, 06.05.13)
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RechteckInnsbruck
Foto  GKFoto  GK
Vom 16. April 2015 datiert die Beanstandung beim ÖBB Bmpz 73 81 299 10 41-5. Am 17. April 2015 kommt der Wagen im Verband des DB-ÖBB-Eurocity 84 Bologna-München in Innsbruck Hbf an, hier wird der Waggon geräumt und ausrangiert. Das geht ziemlich flott, der DB-EC 84 verlässt Innsbruck um 17:10 h mit einer Verspätung von 34 Minuten, knapp 5 Minuten hatte er bereits bei der Ankunft (GK, 22.04.15)
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RechteckOberschlesien
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Am 17. April fuhr ich aus Prag nach Bohumín (Oderberg), mit dem Taxi zum Bahnhof Chalupki (Ruderswald) und dann mit dem Zug nach Gliwice (Gleiwitz). Der Bhf Gliwice wird derzeit renoviert. Die Straßenbahn in Gliwice wurde durch die Stadtregierung stillgelegt. Ich musste nach Zabrze (Hindenburg) mit dem Bus fahren. Die Sl 3 in Zabrze führt frisch renoviert über die ulica Roosevelta. An der Stadtgrenze liegt die Remise.
Die nächste schlechte Nachricht kommt aus Ruda Ślaska (Ruda O.S.), seit Februar istdie Sl 18 sillgelegt (ca 4 Km). Die Sl 38 in Bytom (Beuthen) ist mit Kriegswagen noch im Regelbetrieb. Der Bhf Bytom ist frisch renoviert (Martin Kubik, 22.04.15)

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LOK Report 04/15

LOK Report Ausgabe 04/15

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Europa

RechteckFrankreich: Zugunglück am Bahnübergang Nangis
Am Morgen des 21.04.2015 um 8.40 Uhr hielt ein Landmaschinentransportwagen auf einem Bahnübergang an der Einfahrt zum Bahnhof Nangis (Seine-et-Marne). Sechs Minuten später fuhr der Intercités Belfort - Paris mit 350 Fahrgästen an Bord in den Lastwagen, der noch auf dem Bahnübergang stand. Vier oder fünf Wagen entgleisten, sieben Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen, einer eine schwere Verletzung.
Ersten Erkenntnissen zufolge lief der signalisierte Bahnübergang mit vier Halbschranken im normaler Betrieb.
Der Staatssekretär für Verkehr, Alain Vidalies, begab sich an den Unfallort und forderte eine Untersuchung durch die Unfalluntersuchungsstelle Bureau d'enquêtes sur les accidents de transport terrestre (BEATT) (WKZ, SNCF, 22.04.15).

RechteckFrankreich: Nominierung von Elisabeth Borne als neue RATP-Chefin
Wie der Elysee am 17.04.15 mitteilte, beabsichtigt der französische Präsident, Frau Elisabeth Borne zur Präsidentin und Geschäftsführerin (Président-Directeur Général) der RATP zu ernennen. Die Präsidenten der Nationalversammlung und des Senats wurden über die Nominierung in Kenntnis gesetzt, so dass sich die betreffenden Ausschüsse beider Versammlungen in Übereinstimmung mit dem fünften Absatz von Artikel 13 der Verfassung äußern können.
Elisabeth Borne (54) ist seit April 2014 Direktorin des Kabinetts von Umweltministerin Ségolène Royal, wo sie die Verhandlungen über die Autobahnkonzessionen führte. Mit Diplom für Polytechnik und Straßen- und Brückenbau war sie im Verkehrsministerium von 1996-1997 für Eisenbahn zuständig und danach Beraterin für Stadtplanung und Transport im Kabinett von Lionel Jospin. Danach wurde sie Generaldirektorin für Strategie bei der SNCF, ging 2007 für ein Jahr als Konzessionsdirektorin zu Eiffage und war für fünf Jahre Direktorin für Stadtplanung der Stadt Paris.
Ihre Aufgabe bei der RATP als Nachfolgerin von Pierre Mongin wird es sein, die Erweiterung der Metrolinien für "Grand Paris", die Entwicklung der Tochtergesellschaften der öffentlichen Gruppe und das internationale Wachstum der RATP Dev fortzuführen (WKZ, Quelle Elysee, Le Monde, Les Échos, 22.04.15).

RechteckÖsterreich: Verband der Bahnindustrie begrüßt Bericht zur Liberalisierung des Eisenbahnmarktes
Der Verband der Bahnindustrie begrüßt den jüngsten Bericht von Verkehrsminister Alois Stöger und die damit zusammenhängende Meinungsbildung im parlamentarischen Verkehrsausschuss zum Thema Liberalisierung des Eisenbahnmarktes.
Eine noch weitergehende Liberalisierung, wie sie offenbar von der EU für den Eisenbahnmarkt anstrebt wird, halte er für falsch, erklärte Stöger. Es dürfe nicht dazu kommen, dass ausländische Akteure die mit öffentlichen Geldern ausgebaute Infrastruktur eines Landes übernehmen und zu Monopolisten aufsteigen, die keiner öffentlichen Kontrolle unterliegen. Eine solche Entwicklung würde aus Sicht Stögers auch das Angebot an gemeinwirtschaftlichen Verkehrsleistungen, in das Österreich viel investiert, gefährden.
Es kann nicht das Ziel sein, dass letztlich einige wenige Monopolisten den europäischen Bahnmarkt beherrschen. Es besteht Konsens darüber, dass Österreich den marktpolitischen Teil des 4. Eisenbahnpakets der EU nicht unterstützt.
In ähnlich kritischer Weise hat sich in den letzten Tagen auch ÖBB-Chef Christian Kern, der zusätzlich als Präsident der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (CER) aktiv ist, geäußert.
Nach ausführlicher Diskussion in der am 20.04.2015 abgehaltenen Vorstandssitzung des Verbandes der Bahnindustrie fasst dessen Geschäftsführer, Ronald Chodász, die Haltung der Bahnausrüster zusammen: "Österreichs Bahnindustrie ist sehr erfreut darüber, dass es auf politischer Seite offensichtlich zu einer gemeinsamen Position zugunsten eines starken und möglichst integriert handlungsfähigen Gesamtsystems Bahn gekommen ist."
Mit Blick auf die internationalen Aktivitäten der in Österreich im internationalen Vergleich überproportional starken Bahnindustrie ergänzt Chodász: "Für den innovativen und stark exportorientierten Wirtschaftszweig der Bahnindustrie ist ein tadellos funktionierendes, optimal organisiertes und von der Bevölkerung gut angenommenes Bahnsystem am Heimmarkt eine wichtige Referenz für den internationalen Erfolg."
Das umfangreiche 4. Eisenbahnpaket der EU wird aber nicht in allen Belangen abgelehnt. Der technische Bereich ("Technical Pillar") dieses Maßnahmenpakets ist allgemein unumstritten. Die Zielsetzung der Vereinheitlichung von Sicherheits- und Zulassungsstandards sowie die Weiterentwicklung des europäischen Eisenbahnnetzes in Richtung Interoperabilität wird einstimmig von der Politik, den Bahnbetreibern und der Bahnindustrie voll unterstützt.
Der Verband der Bahnindustrie erinnert im Zusammenhang mit den laufenden Diskussionen an das bereits im März 2011 veröffentlichte EU-Weißbuch für den Verkehr. Darin sind grundsätzliche verkehrspolitische Ziele für den Güter- und den Personenverkehr definiert, die den Verkehrsträger Bahn im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern bewußt stärken sollen. Diese Leitlinie sollte bei der Gestaltung der Verkehrspolitik stets beachtet werden (Pressemeldung Verband der Bahnindustrie, 22.04.2015)

RechteckSchweiz: Öffentlicher Verkehr auch 2014 sehr sicher

Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Unfälle im öffentlichen Verkehr (öV), und es gab weniger Schwerverletzte. Hingegen erhöhte sich die Zahl der Toten. Das geht aus dem Bericht über die Sicherheit im öV hervor, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) heute veröffentlicht hat. Insgesamt bestätigen die Zahlen, dass der öV auch 2014 sehr sicher war.
Im europäischen Vergleich gehörte die Schweiz zur Spitzengruppe. Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der Unfälle im öV mit 230 den tiefsten Stand der letzten fünf Jahre. Die Zahl der Schwerverletzten in der Schweiz sank ebenfalls und erreichte mit 172 den tiefsten Wert seit drei Jahren. Es kamen aber 11 Menschen mehr ums Leben als im Vorjahr - insgesamt 41 Personen. Fünf der Opfer waren Reisende. In den meisten anderen Fällen waren es Personen, die unbefugt Gleisanlagen betraten oder unaufmerksame Passanten und Autofahrer. Insgesamt belegen die Zahlen aus dem Jahr 2014, dass der öffentliche Verkehr im Vergleich zu anderen Verkehrsarten sehr sicher ist und die Schweiz im europäischen Vergleich zur Spitzengruppe gehört.
Das BAV hat im Berichtsjahr mit verschiedenen Massnahmen einen Beitrag zum hohen Sicherheitstand im öV geleistet. Wie aus dem heute publizierten Bericht hervorgeht, kontrollierte das Amt erneut mehr Güterzüge als im Vorjahr. Zudem führte es erstmals gemeinsam mit der italienischen Sicherheitsaufsichtsbehörde eine Güterzugs-Kontrolle durch. Das BAV begleitete ausserdem eng die Sanierung der Bahnübergänge und erreichte, dass die Bahnen per Ende 2014 für alle noch nicht gesetzeskonformen Bahnübergänge Sanierungsgesuche eingereicht hatten. Weiter prüfte das BAV bei mehreren hundert Bauvorhaben, ob die sicherheitsrelevanten Vorgaben eingehalten wurden. Zudem musste das BAV 21 Lok- und Tramführern den Ausweis entziehen, weil sie die medizinischen und psychologischen Voraussetzungen nicht mehr erfüllten (Pressemeldung BAV, 22.04.2015)

RechteckSpanien: Eje Atlantico geht in Betrieb


Fotos Ministerio de Fomento.
Am 18. April 2015 wurde die Ausbaustrecke zwischen A Coruña und Vigo (Eje Atlantico) für den Schnellverkehr in Betrieb genommen. Auf der nunmehr 155,6 km langen Verbindung benötigen die eingesetzten Triebzüge der Serie S121 nur noch 83 Minuten Fahrtzeit. Gehalten wird unterwegs in Santiago de Compostela, Pontevedra und Villagarcia de Arousa. Es verkehren täglich 10 Zugpaare im Schnellverkehr.
Der Ausbau der durchgängig elektrifizierten Strecke zog sich über mehr als 10 Jahre hin. Die Strecke ist elektrifiziert und wird vorerst in der iberischen Spurweite befahren. Mit dem Viadukt über den Rio Ulla weist die Strecke eines der bemerkenswertesten Brückenbauwerke auf.
Neben dem neu aufgenommenen Schnellverkehr fahren weiterhin auch Regionalzüge mit den Dieselbaureihen 596 und 599. Diese halten dann an bis zu 20 Bahnhöfen (hd, 22.04.2015)

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