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LOK Report – News von Mittwoch, 22.10.14

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Wissenschaftliche Studie zu
Schienenlärm in Auftrag gegeben

Absatzlinie

Unfallbericht 2014 der UIC

Absatzlinie

Personalkosten der SNCF
steigen übermäßig

Absatzlinie
Verkehr zwischen Siena und
Grosseto wieder aufgenommen

Absatzlinie
Japan: 50 Jahre Shinkansen n
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckEVG: Zweite Verhandlungsrunde zwischen EVG und DB AG
Die EVG setzt ihre Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn fort. Die zweite Verhandlungsrunde findet am Mittwoch in Frankfurt am Main statt. Einer der Verhandlungsschwerpunkte wird die Forderung der EVG sein, die 5.000 in unserer Gewerkschaft organisierten Lokführer, die bei der DB AG beschäftigt sind, in die Tarifsystematik der EVG zu integrieren.
Dazu war nach der Auftaktverhandlung in Berlin eine paritätisch besetzte Arbeitsgruppe gebildet worden. Die Ergebnisse bilden nun die Grundlage zu weiteren Verhandlungen.
Erörtert werden soll zudem ein "Fahrplan" zur Weiterentwicklung der Berufsgruppen. "Die Anforderungen an die Kolleginnen und Kollegen haben sich deutlich verändert, so dass hier dringender Anpassungsbedarf besteht", machte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba deutlich. Auch zu diesem Themenkomplex war eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, deren Ergebnisse nun Verhandlungsgegenstand sind.
"Wir gehen unsere Verhandlungen mit der DB AG sehr konstruktiv und zielgerichtet an", stellte Regina Rusch-Ziemba fest. "So lange sich abzeichnet, dass ein Ergebnis am Verhandlungstisch zu erzielen ist, sehen wir keine Notwendigkeit, zu Arbeitskämpfen aufzurufen", machte sie deutlich. Die Tarifverhandlungen der EVG würden aber in den Betrieben mit zahlreichen kreativen Aktionen begleitet. Es sei am Arbeitgeber, den Verhandlungsverlauf so zu gestalten, dass weitere Verhandlungen möglich seien (Pressemeldung EVG, 22.10.14).

RechteckVDV: Schienenlärm mindern ohne Güterverkehr die Grundlage zu entziehen
Deutschland braucht leistungsfähigen, wettbewerbsorientierten Schienenverkehr. Dazu gehört unter anderem ein effizienter Schienengüterverkehr. Doch der Gütertransport auf der Schiene verursacht auch Lärm. Verkehr ohne Geräuschbelastung ist nicht möglich, deren weitere Minderung jedoch dringend erforderlich. Das Ziel ist klar: bis 2020 – ausgehend vom Jahr 2008 – 50 Prozent weniger Lärmbelastung im Schienenverkehr.
Zu diesem Ziel bekennt sich die Wirtschaft. Die Branche arbeitet an einer schnellen Lösung und hat sich deshalb zu einer vollständigen Lärmsanierung der Güterwagenflotte bis 2020 bekannt.
Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag niedergelegt, ordnungsrechtliche Maßnahmen wie beispielsweise Tempolimits oder Nachtfahrverbote zu prüfen, wenn nicht bereits 2016 mindestens die Hälfte der rund 180.000 in Deutschland verkehrenden Güterwagen mit lärmmindernden Bremsen umgerüstet ist.
Um die möglichen Folgen solcher ordnungspolitischen Maßnahmen besser einschätzen zu können, haben der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), die Verband der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben.
Die zentralen Ergebnisse der Studie:
• Bereits eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 km/h würde zu zehn Prozent höheren Transportkosten, einer Reduzierung des Transportaufkommens um 30 Prozent und eine Beförderungszeitverlängerung von rund einem Viertel führen.
• Ein komplettes Nachtfahrverbot würde den Schienengüterverkehr in seiner Existenz bedrohen. Eine Verschiebung der Schienentransporte in den Tag ist angesichts über 90-prozentiger Auslastung vieler Trassen undenkbar. Die Verteuerung der Transporte und eine Verlängerung der Beförderungszeit hätten voraussichtlich eine massive Verlagerung von Transporten weg von der Schiene zur Folge.
Angesichts dieser für den Standort Deutschland unvertretbaren Folgen dürfen derartige politische Maßnahmen 2016 nicht in Betracht kommen. Zugleich muss der Lärmschutz ehrgeizig und rasch vorankommen, auch um die Akzeptanz des Schienengüterverkehrs zu stärken. Deshalb müssen jetzt die Lärmvermeidung an der Quelle, vor allem durch Umrüstung auf leisere Bremsen, und der Lärmschutz in gemeinsamer Verantwortung von Wirtschaft und Politik vorangetrieben werden. Dafür sind wirksame Anreizsysteme und eine angemessene Förderung entscheidend.
"Sonst macht man den Schienengüterverkehr in Deutschland kaputt. Und zwar ohne Not, denn die Branche hat längst von sich aus angeboten, den Schienenlärm im Güterverkehr innerhalb der nächsten sechs Jahre zu halbieren", erklärte VDV-Geschäftsführer Martin Henke. "Tagsüber gibt es schlichtweg nicht genug Kapazitäten für umfangreichen zusätzlichen Gütertransport. Dann müssen entweder Personenzüge oder Güterzüge vollständig entfallen."
"90.000 Güterwagen innerhalb von zwei Jahren umzurüsten oder zu ersetzen ist unmöglich. Weder stehen ausreichend Neubau-Kapazitäten zur Verfügung, noch sind für die Umrüstung genug Flüsterbremsen am Markt erhältlich, die Produktion der LL-Sohle läuft ja gerade erst an. Die restriktiven Vorgaben der Bundesregierung führen zu geringeren Erträgen. Durch diese fehlenden Finanzmittel wird das Umrüstungsziel im Jahr 2020 gefährdet", sagte VPI-Geschäftsführer Jürgen Tuscher.
"Mögliche Geschwindigkeitsreduzierungen oder Nachtfahrverbote im Schienengüterverkehr 2016 wären kontraproduktiv", warnte Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. "Rohstoffe wie Erz oder Kohle müssen nachts auf der Schiene transportiert werden, damit sie frühmorgens pünktlich in den Produktionsstätten weiterverarbeitet werden können. Mit Fahrverboten oder Geschwindigkeitsreduzierungen in der Nacht würden etliche zentrale Logistikketten in Deutschland gefährdet." (Pressemeldung VDV, 22.10.14).

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Industrie

RechteckDeutsche Bahn: Spitzenplatz bei renommiertem Klimaschutz-Rating
Die Deutsche Bahn hat für ihre umfassenden Klimaschutzaktivitäten von der Non-Profit-Organisation CDP die Auszeichnung als bestes nicht börsennotiertes Unternehmen in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz erhalten. CDP (vormals Carbon Disclosure Project) bewertet die Transparenz in der Klima-Berichterstattung der DB für 2013 mit 99 von 100 Punkten. Die Leistungen der DB im Klimaschutz erhalten die Bestnote A. Damit nimmt das Unternehmen international einen Spitzenplatz ein. CDP ist eine der renommiertesten Rating-Organisationen im Bereich Nachhaltigkeit, sie bewertet das Klimaschutzengagement von knapp 2.000 Wirtschaftsunternehmen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der CDP Climate Leadership Konferenz in München.
Mit diesem Ergebnis erreicht die DB bereits im ersten Jahr ihrer Teilnahme eine Platzierung im international anerkannten Climate Performance Leadership Index, in dem CDP die 187 führenden Unternehmen weltweit listet. Dr. Karl-Friedrich Rausch, Chief Sustainability Officer der DB und Vorstand Transport und Logistik: "Die Anerkennung bestätigt uns, dass wir mit unseren Aktivitäten beim Klimaschutz auf dem richtigen Weg sind. Wir wollen unseren Kunden Produkte und Leistungen anbieten, die klimafreundlich sind. Millionen Kunden wie BahnCard-Inhaber und bahn.corporate-Kunden fahren in unseren Zügen im Fernverkehr in Deutschland bereits mit 100 Prozent Ökostrom CO₂-frei."
Klimaschutz ist seit der Bahnreform 1994 ein zentrales Thema und nun Teil der Konzernstrategie DB2020. Die DB will Umwelt-Vorreiter werden und erhöht dafür kontinuierlich die Energieeffizienz und den Anteil der erneuerbaren Energien im Bahnstrommix. Zuletzt hat die DB hier einen Anteil von 35,2 Prozent erreicht. Das Klimaschutzziel, die spezifischen CO₂-Emissionen zwischen 2006 und 2020 um 20 Prozent weltweit im Unternehmen zu senken, rückt mit den grünen Angeboten im DB-Fernverkehr ebenfalls in Reichweite.
Diese Entwicklungen dokumentieren auch die "Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2013" (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.10.14).

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LOK Report Reiseführer 2014/2015

Aus den Ländern

RechteckBW: Bei S 21 zukunftsfähige Lösung für Flughafen-Anbindung ermöglichen
Bei der Anbindung des Flughafens an das Bahnprojekt Stuttgart 21 muss nach den Worten von Verkehrsminister Winfried Hermann ein gleichermaßen guter und stabiler Nah- und Fernverkehr sichergestellt werden. "Das Milliardenprojekt muss eine zukunftsfähige Lösung für den Schienenverkehr ermöglichen und nicht nur gerade mal so funktionieren. Hier ist die Deutsche Bahn in der Pflicht. Sie muss sicherstellen, dass beim Bau des Projekts der Vertrag erfüllt wird.", sagte der Minister nach der zwölften Sitzung des S-21-Lenkungskreises am Montag, 20. Oktober in Stuttgart.
Er kündigte an, die Projektpartner Land, Deutsche Bahn, Landeshauptstadt und Region Stuttgart würden sich zusammensetzen, sobald das neue Gutachten der Technischen Universität Dresden vorliege, mit dem derzeit unter Zuhilfenahme neuer Daten der DB die Leistungsfähigkeit der Antragstrasse der Bahn untersucht wird.
Minister Hermann rief zudem den Bund auf, seiner Verantwortung als Eigentümer der Bahn gerecht zu werden und darauf zu achten, dass bei einem milliardenschweren Einsatz von Steuergeldern der gesamte Schienenverkehr – also S-Bahn, Regionalbahn und Fernverkehr - nicht durch Engpässe in seiner Entwicklung behindert wird, sondern in Zukunft deutlich mehr leisten kann (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 22.10.14).

RechteckBayern: Münchner Buszug-Flotte wächst um weitere 12 Gespanne

Die Busflotte der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wird erneut mo-dernisiert, erweitert – und noch attraktiver. In den nächsten Wochen wer-den sukzessive 12 neue Buszüge (Solobusse mit Anhänger) und weitere 23 kuppelfähige Solobusse in Betrieb genommen. Bereits heute präsentier-ten sich die Neuzugänge bei einem Fototermin auf dem Tollwood-Gelände im Olympiapark.
Lieferant der neuen Fahrzeuge ist die MAN Truck & Bus Deutschland GmbH. Elf der insgesamt 35 Solobusse ersetzen Bestandsfahrzeuge, die aus Altersgründen ausgemustert werden müssen. Mit den übrigen 24 Bus-sen und zwölf Anhängern (Göppel) wird der Wagenpark erneut aufge-stockt. Die zusätzlichen Buszüge werden schwerpunktmäßig auf den Li-nien 51/151 und 53 sowie für einzelne Verstärkerfahrten auf der Linie 160 eingesetzt. SWM/MVG investieren für die neuen Fahrzeuge knapp 12 Milli-onen Euro (Pressemeldung MVG, 22.10.14).

RechteckBayern: Ortsnamen für drei Main-Saale-Express-Züge
Die Gewinnerorte der Abstimmungskampagne "Unser Zug – Ihr Heimatort. Jetzt abstimmen für 3 Zugtaufen!" stehen fest. Künftig fahren drei der insgesamt sieben modernen Niederflurzüge der Baureihe VT 641 mit den Namen eines siegreichen Ortes zwischen Bamberg und Hof/Bayreuth.
DB Regio Nordostbayern hat in den Monaten Juli und August 2014 eine große Abstimmungskampagne ins Leben gerufen. Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden entlang des Streckennetzes konnten per Postkarte und Internet für ihren Heimatort stimmen. Die Orte, die prozentual zur Einwohnerzahl die meisten Stimmen sammeln konnten, haben schließlich gewonnen.
Über 3.500 Bürgerinnen und Bürger aus den 13 Orten, die einen Haltepunkt an der Bahnstrecke des Main-Saale-Express haben, beteiligten sich an der Abstimmung.
Folgende drei Gewinnerorte stehen fest:
• Trebgast
• Stammbach
• Neuenmarkt-Wirsberg
Am 28. Oktober 2014 findet in Bayreuth eine Zugtaufe statt. Am Bahnhof Bayreuth wird stellvertretend für die drei Züge ein Main-Saale-Express Zug auf den Namen "Trebgast" getauft (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.10.14).

RechteckSachsen: Morlok übergibt Förderbescheide an die Leipziger Verkehrsbetriebe
Die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB) können mit dem Austausch der in die Jahre gekommenen Tatra-Straßenbahnen beginnen: Verkehrsminister Sven Morlok hat heute die entsprechenden Fördermittelbescheide übergeben, mit denen das Großprojekt der Fuhrpark-Modernisierung starten kann. Insgesamt plant die LVB die Anschaffung von 41 neuen Niederflurgelenktriebwagen. Die Anschaffung der ersten fünf dieser Stadtbahnfahrzeuge fördert der Freistaat mit 7,7 Millionen Euro.
"Dies ist nur der Startschuss für die umfangreiche Modernisierung des Stadtbahn-Fuhrparks", sagte Staatsminister Sven Morlok bei der Übergabe der Förderbescheide. "Die LVB wird in den kommenden Jahren die alten Tatra-Bahnen ausmustern und durch moderne, behindertenfreundliche und attraktive Niederflurfahrzeuge ersetzen. Bei dieser wichtigen Zukunftsinvestition hat sich die verlässliche Partnerschaft zwischen der LVB und dem Freistaat bewährt, denn ein solches Großprojekt ist eine logistische, und natürlich auch eine finanzielle Herausforderung. Ich gehe davon aus, dass der Freistaat auch für die weiteren 36 Fahrzeuge entsprechende Fördermittel bereitstellen wird."
Staatsminister Morlok übergab außerdem zwei weitere Förderbescheide an die LVB: Rund 5,6 Millionen Euro stehen für die Umgestaltung des Straßenzugs Karl-Liebknecht-Straße/Peterssteinweg zur Verfügung. Damit löst der Freistaat auch seine Zusage ein, mit Landesmitteln einzuspringen, falls der Bund eine Finanzierung ablehnt. Außerdem fördert der Freistaat den Neubau eines Gleichrichterunterwerks am Waldplatz mit rund 1,2 Millionen Euro.
"Diese Summen zeigen: Der Freistaat Sachsen engagiert sich stark für den ÖPNV. Die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH wurden seit 1991 im Rahmen der ÖPNV-Förderung mit 540 Millionen Euro gefördert", so Staatsminister Morlok weiter.
Hintergrundinformationen: Das Bauvorhaben Karl-Liebknecht-Straße ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Leipzig und der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB). Dabei werden der Straßenzug auf rund 1,2 Kilometern Länge grundhaft ausgebaut und die darin befindlichen Haltestellen barrierefrei gestaltet. Bereits im Herbst 2013 hat die Stadt Leipzig vom SMWA für dieses Vorhaben zur Verbesserung der kommunalen Infrastruktur rund 3,2 Millionen Euro Fördermittel erhalten.
Der Freistaat stellt 2014 im Landesinvestitionsprogramm rund 140 Millionen Euro für die Förderung von ÖPNV-Investitionsmaßnahmen zur Verfügung. Davon sind 110 Millionen Euro für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vorgesehen. Die LVB erhält 2014 insgesamt rund 28 Millionen Euro – schwerpunktmäßig für den Um- und Ausbau des Straßenbahnbetriebshofes Dölitz, den Ausbau der Straßenbahngleisanlagen sowie für die Beschaffung der neuen Niederflurstadtbahnwagen
(Pressemeldung Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 22.10.14).

RechteckSchleswig-Holstein: Bauarbeiten Kiel – Rendsburg haben begonnen

An der Bahnstrecke zwischen Kiel und Rendsburg rollen die Bagger. Am 5. Januar 2015 sollen fünf neue Haltepunkte in Betrieb genommen werden. Die Bauarbeiten haben in diesem Monat begonnen und schreiten gut voran. Der Stand heute: Einmal je Stunde fährt eine schnelle Regionalbahn je Richtung zwischen Rendsburg und Kiel Hauptbahnhof mit Halt in Felde.
Weil die Nachfrage auf der Strecke jedoch immer größer wird, hat das Land Schleswig-Holstein entschieden, sie auszubauen. Ab Januar sollen zwei Züge je Stunde und Richtung unterwegs sein. In Kiel-Russee, Melsdorf, Achterwehr, Bredenbek und Schülldorf entstehen neue Haltepunkte. Ab den 5. Januar sollen hier dann Züge fahren.
Mehr zu den Hintergründen des Ausbauprojektes, zu den neuen Haltepunkten, zum künftigen Tarif auf der Strecke und dem ab Januar geltenden Fahrplan finden Sie in einem neuen Informationsflyer.
Zusätzliche Informationen zu einer möglichen Verlängerung der Regionalbahnverbindung bis Rendsburg-Seemühlen gibt es hier (Pressemeldung NahSH, 22.10.14).

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckHerbstfest im DB Museum Halle (Saale)
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
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Am letzten Wochenende fand im DB-Museum Halle an der Saale und bei DB Schenker Rail das Große Herbstfest statt. Während im Schuppen 4 die historische Sammlung an Fahrzeugen des DB Museums präsentiert wurden, gab es im Schuppen 1 Betriebsfahrzeuge von DB Schenker und 5 betriebsfähige Großdampfloks zu sehen, auf denen Führerstandsmitfahrten angeboten wurden (Harald Becker, 22.10.14).

RechteckUnterschriftenaktion gegen Stellwerk-Abriss "Det Gule Palæ"

Die dänische Staatsbahn hat beschlossen, dass das Stellwerk "Det Gule Palæ" bis zum Ende des Jahres 2014 abgerissen werden soll. Das Gebäude ist vor allem aus dem Film "Die Olsenbande stellt die Weichen" bekannt.
Brodersen und Godtfredsen regelten im Film hier bei Kaffee und Kuchen den Verkehr und Børge war als Lehrling verkleidet dabei. Das Gebäude wurde 2010 stillgelegt und verfällt seitdem bzw. wird von Randalierern heimgesucht.
Der Drehort ist einer der schönsten und muss erhalten bleiben. Auch aus Sicht der Eisenbahngeschichte ist es ein einzigartiges Gebäude. Wir kämpfen für einen Erhalt und brauchen dafür eure Unterstützung. Bitte gebt eure Unterschrift ab! (Pressemeldung Olsenbandenfanclub Deutschland, 22.10.14).

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LOK Report 10/14

LOK Report Ausgabe 10/14

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Mit der Kamera notiert

RechteckWien
Foto Raimund WyhnalFoto Raimund Wyhnal
An der Floridsdorfer Hochbahn wurde ED 250 017 von
ES64F4 152 überführt (Raimund Wyhnal, 21.10.14).

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Fachhochschule Erfurt

Europa

RechteckEU: UIC veröffentlicht den Jahresbericht über Bahnunfälle in Europa 2014

Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) veröffentlicht den Jahresbericht über Bahnunfälle in Europa 2014. Im Rahmen der UIC-Sicherheitsdatenbank werden seit 2001 Unfalldaten gesammelt. Mittlerweile enthält sie Informationen von 21 europäischen UIC-Bahnen. 2013 wurden auf diesen Netzen insgesamt 4,1 Mrd. Zugkilometer zurück gelegt und 7,2 Mrd. Reisende bzw. 0,9 Mrd. Tonnen Güter befördert.
Die von der UIC-Abteilung Sicherheit verwaltete Datenbank enthält nicht nur Unfallstatistiken, sondern auch aufschlussreiche Informationen über Ursachen, Umstände und Auswirkungen der Unfälle.
Die Bahn ist das sicherste Landverkehrsmittel, dessen Sicherheit stetig weiter verbessert wird. Vergleichend angeführt werden kann "CARE" (die offizielle Datenbank über Straßenverkehrsunfälle der GD MOVE), die für 2013 insgesamt 26.000 Straßenverkehrsopfer in den 27 EU-Ländern ausweist. Dank der durch die Mitglieder der UIC-Sicherheitsdatenbank getroffenen Maßnahmen in allen Bereichen des Bahnbetriebs verringerte sich die Anzahl der Todesfälle um 20%.
Schwere Unfälle wirken sich auf Grund ihrer relativen Seltenheit gravierend auf den Trend der Todesfälle aus. Dies ist der Fall im Jahr 2013, wo die außergewöhnlichen Bahnunfälle den positiven Trend der Todesfälle beeinträchtigten.
Aus der Graphik geht hervor, dass 9% der Todesopfer Reisende waren, 3% Mitarbeiter und die restlichen 88% zum Großteil Unbefugte (d.h. Personen, die sich unerlaubt auf dem Bahngelände befinden) und Bahnübergangsbenutzer (d.h. Personen, die eine Bahnstrecke an einem hierfür vorgesehenen Übergang mit einem Verkehrsmittel oder zu Fuß überqueren). Die o.g. Zahlen belegen, dass 82% der Unfälle im Jahr 2013 auf externe Ursachen zurück zu führen waren, größtenteils durch Unbefugte und Bahnübergangsbenutzer. Nur 18% der signifikanten Unfälle in der UIC-Sicherheitsdatenbank gehen zu Lasten interner Ursachen, die technisches, organisatorisches und menschliches Versagen im Bahnbetriebssystem umfassen.
Die UIC-Abteilung Rail System (Infrastruktur, Fahrzeuge, Signalwesen) strebt im Rahmen diverser Projekte und Aktivitäten ferner eine weitere Optimierung der Sicherheit an (Pressemeldung UIC, 22.10.14).

RechteckFrankreich: Personalkosten der SNCF steigen übermäßig
Die Personalkosten der SNCF sind über die letzte Dekade stark gestiegen, obwohl der Personalbestand um 14% abnahm, zitiert die Zeitschrift MobiliCités am 20.10.14 aus einem internen Bericht des Unternehmens an den Verwaltungsrat. Die SNCF wollte dies nicht kommentieren.
Demnach sank die Zahl der Mitarbeiter zwischen 2003 und 2013 von 178.260 auf 152.968, während die Personalkosten um 1,289 Mrd. Euro anstiegen. Verantwortlich waren ein Anstieg der Beförderungen, um 32 % gestiegene Aufwandserstattungen pro Angestellten und ein gesunkenes Betreuungsverhältnis von 1:6,8 im Jahr 2003 auf 1: 4,2 zehn Jahre später. 
Die jüngste Rentenreform verschob das Rentenalter der Eisenbahner und verursachte den Anstieg der Lohnsumme. Die durchschnittliche Mitarbeitervergütung im EPIC (Etablissement public industriel et commercial) SNCF stieg so um 3,87% pro Jahr, während sich die Inflation in Frankreich zwischen 2003 und 2013 nur um 1,56% erhöhte.
Die Gewerkschaften haben erkannt, dass die Offenlegung dieses explosionsfähigen Berichts in den sozialen Kontext der anstehenden Verhandlungen über das Eisenbahnsystem eingreifen wird, wenn die verabschiedete Bahnreform zum 1. Januar 2015 eine neue Struktur für SNCF und RFF vorsieht. Einzelheiten zur Umsetzung der Reform sollen am 23.10.14 in einer ersten Information dem neuen Zentralbetriebsrat (comité central d'entreprise, CCE) mitgeteilt werden.
Mit diesem Bericht, befürchten die Gewerkschaften, soll der öffentlichen Meinung und den Mitarbeitern ein "Verständnis, dass die Eisenbahn zu teuer ist", abgeworben werden, sagte Roger Dillenseger, stellvertretender Generalsekretär der Unsa-Cheminots. Die Gewerkschaft der CFDT-Eisenbahner befürchtet, dass nun ein "Frontalangriff gegen die sozialen Errungenschaften der Eisenbahn" den Weg in eine "Tretmühle der ungezügelten Produktivität" öffnen soll (WKZ, Quelle L'Express, 22.10.14).

RechteckFrankreich: 12 neue Metro-Züge für Paris
Alstom als Hauptpartner eines Konsortiums mit Bombardier Transport und AREVA TA wird dem Pariser Verkehrsverbund STIF und dem Verkehrsunternehmen RATP 12 neue Metro-Züge vom Typ MF01 für die Metrolinien 2 (Porte Dauphine - Nation), 5 (Place d'Italie - Bobigny) und 9 (Pont de Sèvres - Mairie de Montreuil) liefern. Das Projekt beläuft sich als Option auf einen 2001 unterzeichneten Vertrag auf rund 75 Mio. Euro. Die Lieferung soll bis 2016 erfolgen (WKZ, Quelle Alstom, 22.10.14).

RechteckFrankreich/Großbritannien: Eurostar auch im 3. Quartal auf Wachstumskurs
Ein paar Wochen vor der Feier zum zwanzigjährigen Bestehen am 14. November hat Eurostar im dritten Quartal 2014 sein kontinuierliches Wachstum fortsetzen können. Im Laufe dieser drei Monate stieg die Zahl der beförderten Passagiere um 3% von 2,7 Mio. im Jahr 2013 auf 2,8 Millionen im Jahr 2014. Der Umsatz erhöhte sich um 2% von 207 Mio. auf 211 Mio. GBP. Diese Ergebnisse unterstreichen zehn Jahre des aufeinander folgenden Wachstums bei Umsatz und Verkehr.
Die wachsende wirtschaftliche Zuversicht in Großbritannien hat - wie auch schon für die erste Hälfte des Jahres beobachtet - auch im dritten Quaral zu stärkeren Geschäftsreisebuchungen geführt. Buchungen in der Business Premier Class erhöhten sich um 6%.
Über das Kernnetz nach Paris, Brüssel und Lille hinaus bedient Eurostar nun eine Reihe von Zielen in den französischen und schweizer Alpen und nach Genf. Anfang Dezember dieses Jahres wird der Ticketverkauf für einen neuen Ganzjahresservice beginnen, der ab Mai 2015 direkt von London in die Provence mit Halt in Lyon, Avignon und Marseille führt. Im Jahr 2016 folgt eine neue Direktverbindung von London nach Amsterdam mit Stationen in Antwerpen, Rotterdam, Schiphol Airport und Amsterdam Centraal als Alternative zu der mit über 3 Millionen Geschäfts- und Urlaubsreisen belegten Flugverbindung.
Am Donnerstag, 13. November, wird in St Pancras International der neue Zugtyp e320 enthüllt werden - ein Jahr, bevor die Züge in den kommerziellen Dienst treten und am Vorabend des 20-ten Jahrestages. Mit den Innen-und Außenlackierung des weltberühmten italienischen Design-Hauses Pininfarina wird dieser ein neues Reiseerlebnis für die Kunden schaffen (WKZ, Quelle Eurostar, 22.10.14).

RechteckItalien: Verkehr zwischen Siena und Grosseto wieder aufgenommen

Am Samstag, 18.10.14, fand die Jungfernfahrt zwischen Siena und Monte Antico in der Gegenwart des Präsidenten der Region, Enrico Rossi, des Regionalrats für Verkehr, Vincent Ceccarelli, und der beiden AD von RFI und Trenitalia, Maurizio Gentile und Vincenzo Soprano, statt.
Ab sofort können wieder Züge zwischen Buonconvento und Grosseto über die Linie Siena - Grosseto verkehren. Der Dienst zwischen Siena und Grosseto musste zum 21.10.13 aufgrund von Schäden an der Eisenbahninfrastruktur durch Hochwasser, Erdrutsche und Blitzeinschläge unterbrochen werden (WKZ, Quelle FS Italiane, 22.10.14).

RechteckÖsterreich: Anton-Benya-Preis an ÖBB-Lehrlinge verliehen
Foto Jürgen Recknagel
Die große Bedeutung der Facharbeit bewusst machen, ist das Ziel der Anton-Benya-Preise, die zum 21. Mal vom Anton-Benya-Stiftungsfonds verliehen wurden. Als größter technischer Lehrbetrieb Österreichs sind die ÖBB deshalb besonders stolz auf die erfolgte Auszeichnung. Der Preis ging an das ÖBB-Lehrlingsprojekt "Verdrängte Jahre - Bahn und Nationalsozialismus in Österreich 1938-1945". Damit wird die wichtige Arbeit der ÖBB-Lehrlinge unterstrichen, die bei der Erarbeitung dieser Ausstellung in berührenden Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre Sensibilität, ihr Interesse und ihr Engagement bewiesen haben.
Die Erinnerungsarbeit der ÖBB zur Zeit zwischen 1938 und 1945 wurde mit einem generationenübergreifenden Projekt realisiert. An der Entwicklung der Ausstellung "Verdrängte Jahre" waren ÖBB-Lehrlinge, MitarbeiterInnen und ÖBB-PensionistInnen aktiv beteiligt. Die ÖBB-Lehrlinge haben bei der Dokumentation der Ausstellung wichtige Aufgaben übernommen. Sie machten sich auf den Weg, den Spuren ihres Unternehmens in die Vergangenheit zu folgen und befragten ehemalige Eisenbahner/innen zu ihren Erfahrungen während der NS-Zeit. Die ÖBB-Lehrlinge, die sich mit viel Engagement und Eigeninitiative für die Mitarbeit an diesem Dokumentationsprojekt beworben hatten, führten die Interviews mit den Augenzeugen und Augenzeuginnen, stellten ihre persönlichen Fragen an die Interviewpartner/innen und führten die Gespräche.
Die Lehrlinge trafen sich auch immer wieder, persönlich oder online, um über die Inhalte der Interviews zu diskutieren. Und sie rekapitulierten ihre eigene Familiengeschichte, suchten nach Dokumenten aus der NS-Zeit und führten - nicht selten zum ersten Mal - ein Gespräch innerhalb der eigenen Familie zu diesem Zeitabschnitt. Sie haben damit vorbildhaft den Anspruch des ÖBB-Konzerns erfüllt, eine möglichst breite Auseinandersetzung zu einem der dunkelsten Kapitel des Unternehmen zu gewährleisten (Pressemeldung ÖBB, 22.10.14).

Übersee

RechteckJapan: 50 Jahre Shinkansen
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
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Vor 50 Jahren, rechtzeitig zum Beginn der olympischen Sommerspiele in Tokio, wurde am 1. Oktober 1964 von Kaiser Hirohito der Shinkansen auf der Strecke Tokio - Shin-Osaka als weltweit erste Hochgeschwindigkeitsbahn eingeweiht. Anfänglich bewältigten die 12-Wagen-Triebzüge der Reihe '0' die 515 km mit 200 km/h Höchstgeschwindigkeit in 4 Stunden.
Nach positiven Betriebserfahrungen konnte die Hg auf 210 km/h angehoben und die Fahrzeiten verkürzt werden. Aufgrund der Nachfrageentwicklung mussten die Züge auf 16 Wagen verlängert und die anfängliche Frequenz von 2 Zügen/h erhöht werden. Heute sind es tagsüber auf dieser Strecke 9 Züge/h und Richtung mit Hg bis zu 320 km/h ('Nozomi' N700A, weiß) und Reisegeschwindigkeiten bis zu 206 km/h (2h25).
Das Streckennetz wuchs inzwischen auf 2388 km an und reicht von Kagoshima im Südwesten bis Shin-Aomori im Norden. Die Verlängerung nach Hakodate auf Hokaido durch den bereits 1985 eröffneten, fast 54 km langen Seikan-Tunnel mit 3-Schienen-Gleis soll 2015 in Betrieb gehen. Hinzu kommen über umgespurte Altbaustrecken durchgebundene Verbindungen, sogenannte Mini-Shinkansen mit reduziertem Profil.
Die nach Akita durchgebundenen 'Komachi' (Reihe E5, rot) verkehren von Tokio bis Morioka vereint mit denen nach Shin-Aomori verkehrenden 'Hayabusa' (Reihe E6, türkis) mit 300 km/h (Hg = 320 km/h). Der Spalt zur Bahnsteigkante wird dabei mit Klapptritten überbrückt. Trotz der Streckenlänge von 675 + 127 km mit anspruchsvollen Betriebskonzept (Vereinigung/Flügelung in Morioka, Fahrtrichtungswechsel in Omagari) beträgt die Wendezeit in Tokio lediglich 12 Minuten, in denen neben dem Fahrgastwechsel auch noch die Innenreinigung der Züge erfolgt!
Auch außen sind die Züge trotz hoher Laufleistungen sehr sauber. Für kürzere Strecken mit zusätzlichen Halten werden auch Triebzüge mit 275 bzw. 260 km/h Höchstgeschwindigkeit eingesetzt. Die Höchstgeschwindigkeit des doppelstöckigen Joetsu-Shinkansen 'Max' nach Niigata beträgt 240 km/h.
Die Bilder zeigen die verschiedenen Zugtypen in Kyoto, Tokio, Morioka und Shin-Aomori. Mehr deutschsprachige Infos: www.jr-plus.ch/shinkansen/2014-50-jahre-shinkansen_307-de.html bzw. auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Shinkansen (Jürgen Recknagel, 22.10.14).

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