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LOK Report – News von Mittwoch, 21.01.15

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Foto Sven Molle

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Alstom blickt zufrieden auf 2014

Absatzlinie
Übernimmt die ARAF auch
die Regulierung der Flüsse?

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Bericht zur Branchenüblichkeit von
Löhnen im Schienengüterverkehr

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Sven Molle

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI: Plattform Digitales Bauen gegründet
Zum fünften Mal trifft sich am dienstag die Reformkommission Großprojekte unter der Leitung von Bundesminister Alexander Dobrindt. Die Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und öffentlicher Hand erarbeiten Vorschläge, wie Zeit- und Kostenpläne bei großen Bauprojekten künftig besser eingehalten werden können.
Schwerpunkte der Sitzung sind das Vergaberecht, das Bauvertragsrecht und die partnerschaftliche Zusammenarbeit am Bau. Dobrindt: "Wir brauchen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Planern und ausführenden Unternehmen. Dazu wollen wir auch die Vergabepraxis ändern. Bauprojekte sollen künftig an den qualitativ Besten vergeben werden - und nicht an den vermeintlich Billigsten. Der Preis allein darf kein Ausschlusskriterium sein."
Die Reformkommission möchte erreichen, dass die Qualität der Angebote und der Umgang mit Risiken bei der Vergabe besser berücksichtigt werden. Zugleich sollen ein stetiger Informationsaustausch, klare Entscheidungswege, eine partnerschaftliche Projektcharta und gute Streitschlichtungsmechanismen die Bauprozesse beschleunigen.
Die Experten prüfen darüber hinaus, wie sogenannte "Bonus-Malus-Regelungen" eingesetzt werden können. So sollen finanzielle Anreize geschaffen werden, um mit einer Baustelle früher fertig zu werden oder die geplanten Kosten zu unterschreiten.
Wie von Dobrindt im Rahmen der Reformkommission vorgeschlagen, gründen die Verbände der Planungs- und Bauwirtschaft heute die "Plattform Digitales Bauen". Kernstück ist die Einrichtung einer professionellen "Bauen Digital GmbH". Sie soll die Standardisierung von Prozess- und Bauteilbeschreibungen vorantreiben, Leitfäden für digitale Planungsmethoden (Building Information Modeling, BIM) entwickeln und Musterverträge bereitstellen. Dobrindt: "Die "Bauen Digital GmbH" ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Bauen der Zukunft.
Die Plattform soll maßgeblich dazu beitragen, dass modernstes Digitales Bauen in allen Bereichen zum Standard wird. Modernes Bauen heißt: erst digital, dann real bauen. Das muss der Standard werden, um Kosten zu senken und Fehler zu vermeiden." (Pressemeldung BMVI, 21.01.15).

RechteckGDL: Flächentarifvertrag für Lokomotivführer darf nicht aufgeweicht werden
"Die Deutsche Bahn (DB) hat bis zum 28. Januar 2015 Zeit, ihren Standpunkt zu überdenken." Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky die gestrigen vierstündigen Tarifverhandlungen in Berlin. Die DB will die Flächentarifverträge für die Lokomotivführer aufweichen.
Deren Ausdehnung auf das gesamte Zugpersonal lehnt sie ab. Genau dieses Instrument ist aber im Eisenbahnverkehrsmarkt zwingend notwendig, um in allen Unternehmen den Wettbewerb über die Lohnkosten für das Zugpersonal zu beenden und eine neue Abwärtsspirale für Lokomotivführer zu verhindern.
Die DB will lediglich Haustarifverträge vereinbaren. Mit denen ließe sich aber keine Erstreckung auf den gesamten Markt herstellen. Weselsky: "Es ist schon merkwürdig, dass die DB einerseits beklagt, dass Wettbewerber geringere Lohnkosten und damit einen Vorteil im Wettbewerb haben, andererseits mit der GDL die Flächentarifverträge, mit denen dieser Zustand beendet werden kann, nicht vereinbaren will. Offensichtlich müssen wir den Marktführer erneut daran erinnern, dass es die GDL war und ist, die die verfehlte Tarifpolitik ihrer Hausgewerkschaft EVG korrigiert." Lohndumping bei Einkommen von Lokomotivführern von bis zu 45 Prozent unter dem DB-Niveau sind von der EVG tarifiert worden und das meist ohne nennenswerte Mitgliederstärke. Durch den Flächentarifvertrag für Lokomotivführer (BuRa-LfTV) konnte die GDL dies beseitigen. Weselsky: "Wir werden nicht zulassen, dass der in dieser Qualität einzigartige Flächentarifvertrag für Lokomotivführer aufgeweicht wird und der für Zugbegleiter erst gar nicht entsteht. Im Gegenteil: Künftig muss es Regelungen für das gesamte Zugpersonal geben." Im Wesentlichen ist darin eine Entgelttabelle bezogen auf eine 39-Stundenwoche enthalten. Der Flächentarifvertrag wird mit einem unternehmensspezifischen Haustarifvertrag ergänzt.
Die GDL wird nicht mehr lange über die Strukturfrage verhandeln. Die DB hat zugesagt, mit der GDL über alle ihre Mitglieder im Zugpersonal zu verhandeln. Weselsky: "Die Struktur der Tarifverträge muss in der nächsten Runde abschließend geklärt werden, um dann endlich Verbesserungen beim Entgelt und bei der Arbeitszeit zu vereinbaren." Die umfassend diskutierte Frage des Arbeitgebers, wer unter den GDL-Tarifvertrag fällt, lässt sich ganz einfach beantworten. Der Mitarbeiter des Zugpersonals teilt der DB mit, dass der GDL-Tarifvertrag für ihn gilt. Das hat sich auch schon in anderen Unternehmen bewährt.
Die nächsten Tarifverhandlungen finden am 28. Januar 2015 in Frankfurt statt. Drei weitere Termine wurden für Februar vereinbart. Weselsky: "Diese finden jedoch nur statt, wenn die DB und ihr Arbeitgeberverband nicht mehr versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen und den Flächentarifvertrag statt auszubauen aushöhlen wollen." (Pressemeldung GDL, 13.08.14).

Industrie

RechteckAlstom: Rekordanzahl an Auslieferungen und Betriebsaufnahmen

Alstom Transport Deutschland blickt auf ein gutes Jahr 2014 zurück. So hat das Unternehmen insgesamt 201 neu gefertigte Schienenfahrzeuge aus Salzgitter ausgeliefert [1]. Darüber hinaus hat Alstom fünf erfolgreiche Betriebsaufnahmen zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember bewerkstelligt und auch die dafür erforderlichen Zulassungen vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) 2014 rechtzeitig erteilt bekommen.
"Das Jahr 2014 steht für die Kompetenz von Alstom Transport bei der Entwicklung, Fertigung, Zulassung, Abnahme und Übergabe von Schienenfahrzeugen. Die Auslieferung von mehr als 200 Regionalzügen sowie die parallele Betriebsaufnahme auf fünf Streckennetzen zum Fahrplanwechsel ist ein Meilenstein, der diesbezüglich ein Rekordjahr für die Firma beschließt", sagt Didier Pfleger, Vice President von Alstom Transport für Deutschland und Österreich und Sprecher der Geschäftsführung der ALSTOM Transport Deutschland GmbH.
"Unser Fokus liegt darüber hinaus auf einer weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Profitabilität, um Alstom gegenüber dem Wettbewerb stärker zu positionieren", sagt Dr. Martin Lange, Vorstand Transport der Alstom Deutschland AG und Geschäftsführer der ALSTOM Transport Deutschland GmbH. 
Der Dieseltriebzug Coradia Lint wurde im Kalenderjahr 2014 am häufigsten ausgeliefert: insgesamt 141 Züge für Netinera, die Deutsche Bahn sowie die Landesnahverkehrs-gesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat Alstom an die Kunden übergeben. Dazu zählen die Regionalzüge des Betreibers vlexx GmbH im Auftrag der NETINERA Deutschland GmbH, die in Rheinland-Pfalz, in Hessen und im Saarland im Einsatz sind und mit den Strecken zwischen Frankfurt und Saarbrücken sowie zwischen Koblenz und Kaiserslautern Städte wie Mainz und Rüsselsheim mit dem Frankfurter Flughafen verbinden. Es handelt sich bei diesem Gebiet um das Dieselnetz Südwest mit 6,7 Millionen Zugkilometern.
Außerdem gingen die Züge für das sogenannte Kölner Dieselnetz in Betrieb. Die Flotte ist auf Linien im südlichen Nordrhein-Westfalen sowie im angrenzenden Rheinland-Pfalz - in der Region Köln und in der Eifel - im Einsatz. Die DB Regio Rheinland GmbH erbringt mit den Zügen rund 7,2 Millionen Zugkilometer im Jahr.
Die neuen Lints für die LNVG sind im Dieselnetzes Südost‐Niedersachsen auf den Strecken Hannover‐Hildesheim‐Bad Harzburg, Uelzen‐Braunschweig‐ Wolfenbüttel‐ Vienenburg‐Bad Harzburg/Goslar und Lüneburg‐Dannenberg eingesetzt und von der erixx GmbH betrieben.
Elektrische Triebzüge des Typs Coradia Continental gingen darüber hinaus an die Deutsche Bahn: Neue Regionalzüge hat die DB Regio NRW GmbH als S-Bahn-Linien S5 von Dortmund nach Hagen und S8 von Hagen über Wuppertal und Düsseldorf nach Mönchengladbach im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eingesetzt.
Darüber hinaus sind ET430- Züge für den Regionalverkehr in den Metropolregionen Frankfurt und Stuttgart von Alstom in Salzgitter abgenommen und ausgeliefert worden. Desweiteren sind Coradia Nordic-Züge für die Betreiber Skanetrafiken und Östgötatrafiken in Skandinavien und DT5-U-Bahnen an die Hamburger Hochbahn übergeben worden.
Alstom hatte zudem bereits ein halbes Jahr vor dem geplanten Betriebsstart die Serienzulassungen und Betriebsgenehmigungen für 91 neue Coradia Lint Regionalzüge vom Eisenbahn-Bundesamt erhalten. Dazu zählen die 63 Regionalzüge für die vlexx GmbH und 28 Coradia Lint für die LNVG. Bereits Ende 2013 wurde die Zulassung der Züge für das Kölner Dieselnetz erteilt (Pressemeldung Alstom, 21.01.15).

RechteckAUTF: Konzepte für einen besseren Schienenverkehr aus Frankreich
Auf der Fachmesse SITL präsentiert sich der neue Bereich Rail Freight Meetings auf 300 Quadratmetern mit Workshops, einem Showroom und Büroräumen.
Den Güterverkehr auf Schienen wiederbeleben – dieser Forderung der französischen Regierung kommt der französische Verladeverband AUTF (Association des Utilisateurs de Transport de Fret) mit den Rail Freight Meetings vom 31. März bis 2. April in Paris nach.
Das französische Ministerium für Transport und Verkehr hat die Schirmherrschaft des Projekts übernommen. Es fördert den Austausch zwischen Verladeunternehmen und sämtlichen Akteuren der Wertschöpfungskette. So treffen Angebot und Nachfrage des Güterverkehrs auf Schienen und des kombinierten Verkehrs von Schiene und Straße aufeinander.
Verladeunternehmen stehen aktuell verschiedenen Herausforderungen gegenüber. Marc Bernard, Leiter für Transport und Supply Chain-Projekte von Herta France, beschreibt die Situation folgendermaßen: "Wir wollen den Schienengüterverkehr und den kombinierten Verkehr Schiene-Straße ankurbeln, finden aber kein für uns passendes Modell."
Dabei gebe es durchaus verschiedene Verkehrsmöglichkeiten und auch den Willen alternative Transportlösungen zu entwickeln, betont Christian Rose, Generaldelegierter des AUTF. "Welche Kapazitäten hat der Bahntransport und wie funktioniert er? Darüber fehlt es an Transparenz – gerade vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Angebote des Transports auf der Straße", fügt er hinzu.
Rail Freight Meetings zeigt die Möglichkeiten des Schienenverkehrs und seiner multimodalen Ergänzungen für den Transport von Waren auf. Hier treffen unterschiedliche Unternehmen aus der Branche aufeinander, um ihre Expertise auszutauschen. Drei Beispiele spiegeln die Vielfalt der Themen wider:
Herta: Schienenverkehr als nachhaltige Lösung. Als eine Tochter der Nestlé-Gruppe besitzt das Unternehmen Herta France Werke in Arras und Straßburg. Jährlich produziert es 95.000 Tonnen an Lebensmitteln. Diese werden unter kontrollierter Temperatur transportiert. Jeden Tag versorgen sie zwei Zentrallager im Pariser Großraum und der Region von Lyon. Von dort aus erfolgen die Lieferungen an große Handelsketten. "Dieser logistische Just-in-time-Prozess verläuft heute zu 100 Prozent auf der Straße. Für die Strecke von Arras nach Lyon beauftragen wir beispielsweise bis zu zwölf Kühltransporter am Tag", so Marc Bernard.
Um seinen CO2-Fußabdruck zu verbessern, hat Herta sich zu den Leitlinien des Plans der Unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung (CSR) verpflichtet: Bei jedem Glied der Lieferkette zieht es nachhaltige Organisationen vor – vom Landwirt bis zum Verbraucher. "Unser CSR-Plan umfasst die Wahl der Rohstoffe, die Produktionsmethoden, die Verpackung und die Logistik nach der Produktion. Wir suchen deshalb nach Lösungen für den Schienentransport, die auch Großhandelsketten miteinbeziehen", fasst Marc Bernard zusammen.
Fret SNCF: ein modernes und maßgeschneidertes Angebot. Das Angebot im Bereich Bahntransport hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. "Die Liberalisierung rückt den Kunden und seine Bedürfnisse ins Zentrum des Interesses. Mit der Konkurrenz und den Folgen der Wirtschaftskrise haben wir die Leistungen und die Organisationen innerhalb der Fret SNCF modernisiert", erläutert Olivier Juban, Geschäftsführer von Sol & Rail bei Fret SNCF, diese Entwicklung. "Der Schienenverkehr setzt hohe Fixkosten und Investitionen in Material voraus. Dafür sind unsere Verkehrsmodelle robuster, leistungsstärker und wettbewerbsfähiger, wenn sich die Auftraggeber langfristig binden."
Ob Einzelwagenangebot "Multi-Lots Multi-Clients", Ganzzüge, kombinierter Verkehr Schiene-Straße oder die sogenannte rollende Autobahn, auf der komplette Lastwagen an speziellen Terminals auf den Zug verladen werden und der Fahrer mit einem Begleitwagen mitreist: Fret SNCF findet auch für komplexe logistische Herausforderungen eine Lösung auf Dauer.
Agénia: für eine umfassende Eisenbahninfrastruktur. Agénia gehört zu den Tochterunternehmen von NGE, einer Gruppe mit umfassender Expertise im öffentlichen Bauwesen und einem Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Das mittelständische Unternehmen richtet sich sowohl an Verladeunternehmen als auch an Gebietskörperschaften und Logistikzentren, die den Güterverkehr auf Schienen voranbringen möchten. "Zu unseren Kernkompetenzen gehören die Verwaltung und der Bau von Eisenbahninfrastruktur: Wir betreiben Plattformen und betreuen die Netzwerke des Schienengüterverkehrs", führt der Geschäftsführer des Unternehmens, Michel Colombié, aus.
Gemeinsam mit seinem Partner "Moulins Communauté" konzeptioniert Agénia das Eisenbahn-Multikompetenzzentrum "Logiparc 03" der Stadt Moulins in der Auvergne. Es beschränkt sich dabei nicht auf die Verwaltung der Strecken zwischen zwei Zielen, sondern bezieht angrenzende Serviceleistungen mit ein. Dazu gehören beispielsweise die Flurförderung, der Transport von Haus zu Haus, der kombinierte Verkehr Schiene-Straße und der Anschluss an Binnen- und Hafenzentren. Bei dem Projekt "Logiparc 03" baut Agénia das umfassende Angebot des Bahnverkehrs in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Transports Terrancle und Eurorail weiter aus. (Pressemeldung AUTF via Business France, 21.05.15).

RechteckSchienen-Control: 1. Workshop zur Bahnstromliberalsierung
Am 12. Jänner 2015 lud die Schienen-Control zum ersten Workshop zur Bahnstromliberalisierung ein. Der Einladung folgten zahlreiche Expertinnen und Experten aus dem Eisenbahnverkehrs-, Eisenbahninfrastruktur-, Energie- und Regulierungsbereich. Ziel des Workshops war es, einen einheitlichen Informationsstand sicherzustellen, einen Gedankenaustausch aller Beteiligten zu ermöglichen und die weitere Vorgehensweise zur Bahnstromliberalisierung zu planen. (Pressemeldung Schienen-Control, 21.05.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Stufenkonzept für eine bessere Luftreinhaltung
Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart werden der Europäischen Union ein abgestuftes Konzept für die Luftreinhaltung in der Landeshauptstadt vorlegen, um die Belastung mit Feinstaub weiter zu senken und ein EU-Vertragsverletzungsverfahren abzuwenden. Verkehrsminister Winfried Hermann und Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärten am Montag in Stuttgart, es sei in den vergangenen Jahren bereits gelungen, die Luftbelastung mit Feinstaub deutlich zu verringern. Aber die Vorgaben der EU hinsichtlich der Zahl der Tage, an denen der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten wird, würden am Stuttgarter Neckartor noch nicht eingehalten. 
Minister Hermann sagte: "Seit 2012 wurden die Umweltzonen in Baden-Württemberg vergrößert, die grüne Plakette ist Pflicht, und die Zahl der Ausnahmen wurde deutlich reduziert. Aber es sind weitere Schritte notwendig, denn es geht um bessere Luft im Interesse der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger." Oberbürgermeister Kuhn erklärte: "Wir sind bei der Senkung der Schadstoffwerte auf einem guten Weg, aber man kann noch nicht zufrieden sein." Die Stadt habe in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Feinstaubbelastung zu senken. Daher seien im Jahr 2014 an allen Mess-Stationen die Grenzwerte für Feinstaub PM10 eingehalten worden– mit der Ausnahme eines Überschreitungswerts "Am Neckartor". Gleichwohl haben sich die Werte auch dort deutlich verbessert: So wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an 64 Tagen überschritten, im Jahr 2013 waren es noch 91 Tage.
Nach den Worten von Minister Hermann sei ein Bündel von vielen Einzelmaßnahmen notwendig, um die Grenzwerte innerhalb weniger Jahre stabil einzuhalten. In der 1. Stufe seien Vorschläge und Appelle vorgesehen, die auf eine Verhaltensänderung wie den stärkeren Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder die Bildung von Fahrgemeinschaften an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung abzielen. Falls diese freiwilligen Maßnahmen binnen zwei bis drei Jahren keinen Erfolg haben, müssten in einer zweiten Stufe verbindliche Lenkungsmaßnahmen und Vorschriften zum Zug kommen.
Oberbürgermeister Kuhn will die Anstrengungen der Stadt für eine bessere Steuerung und Verflüssigung des innerstädtischen Verkehrs verstärken. Erste Erfolge zeigten sich auch beim Jobticket für Mitarbeiter der Stadt Stuttgart, mit dem 4000 städtische Beschäftigte nun neu und dauerhaft den öffentlichen Nahverkehr nutzen. OB Kuhn stellte auch ein Förderprogramm für die Neuanschaffung von Taxis mit Elektro- oder Hybridantrieben in Aussicht. Zudem werde der zwischen Land, Verband Region Stuttgart, Landeshauptstadt und umliegenden Landkreisen vereinbarte ÖPNV-Pakt zum Ausbau von Expressbuslinien, Metroexpresszügen auf der Schiene, besseren Park-and-Ride-Angeboten und vielen weiteren Elementen zum Ausbau des öffentlichen Verkehrssystems im Großraum Stuttgart dazu beitragen, dass die Schadstoffwerte weiter gesenkt werden (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 21.01.15).

RechteckRheinland-Pfalz: Einweihung der Mobilitätszentrale Kaiserslautern

Zusammen mit der Stadt Kaiserslautern und der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Verkehrs AG hat der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) am Montag, den 19. Januar 2015 die erste VRN Mobilitätszentrale in der Stadtmitte von Kaiserslautern offiziell eingeweiht. Damit stellt der VRN einen weiteren Baustein auf dem Weg zum Mobilitätsverbund vor.
In einer Zeit, in der die Wege vermehrt verkehrsmittelübergreifend zurückgelegt werden, möchte der VRN Bürgern als umfassender Mobilitätsdienstleister zur Verfügung stehen. "Ganz egal, ob es um "klassischen" ÖPNV mit Bus und Bahn oder um neue CarSharing- oder Fahrradverleihsysteme geht – die Mobilitätszentralen sollen den Kunden als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zu ihrer individuellen Mobilität dienen", erläutert der Vorsitzende des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, der Mannheimer Erste Bürgermeister Christian Specht.
Die Mobilitätszentrale in Kaiserslautern basiert auf dem Konzept des VRN, alle Dienstleistungen zum Thema Mobilität unter einem Dach anzubieten und ist damit Vorbild für weitere geplante Standorte im Verbundgebiet. Mit der Einführung der Mobilitätszentrale wird die Angebotspalette im VRN, die sich bisher auf den Öffentlichen Nahverkehr beschränkt hat, um weitere Bausteine wie CarSharing-Angebote und Fahrradvermietsysteme ergänzt.
"Damit können die Verkehrsunternehmen im VRN als Mobilitäts­dienstleister unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse der Kunden befriedigen und so weitere Kunden für den Umweltverbund gewinnen", so Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der Unternehmens­gesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH. Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt, Bürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern, freut sich, dass die Mobilitätszentrale einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität leistet und die Stadt sich als klima- und energiebewusste Kommune präsentieren kann. Die Bündelung von verkehrlichen und touristischen Angeboten unter einem Dach bietet den Bürgern deutliche Vorteile durch kurze Wege.
"Die SWK Verkehrs AG hat sehr gerne die Trägerschaft der Mobilitätszentrale übernommen, weil wir nur gemeinsam die Mobilitätsaufgaben der Zukunft lösen können", erklärt Roland Warner, Vorstand der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Verkehrs AG. Sie präsentiert sich nun zusammen mit der Tourist Information in einem größeren und neu gestalteten Kundenzentrum, in dem man Fahrscheine kaufen und sich über vielfältige Mobilitäts- und touristische Angebote beraten lassen kann. Informationsmaterialien liegen in übersichtlich angeordneten Prospektmodulen bereit; außerdem informiert ein Monitor über die Abfahrtszeiten an den Haltestellen.
Perspektivisch bietet die Mobilitätszentrale auch den Kooperationspartnern stadtmobil Rhein-Neckar AG und ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) eine Plattform, um Kunden über ihr Angebot zu informieren und Anträge und Buchungen direkt vor Ort abzuwickeln. Das Angebot der Mobilitätszentrale Kaiserslautern soll schrittweise ausgebaut werden; geplant ist, dass zukünftig auch Informationen über Mitfahrzentralen oder Mietwagen zur Verfügung stehen.
Geöffnet ist die VRN Mobilitätszentrale in Kaiserlautern zu kundenfreundlichen Zeiten montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr. Alle weiteren Informationen rund um die Mobilität unter www.vrn.de und www.swk-kl.de (Pressemeldung Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH, 21.01.15).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

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LOK Report 02/15

LOK Report Ausgabe 02/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckErfurt
Foto Sven MolleFoto Sven Molle
Da eine Lok der BR 115 ausgefallen ist, wurde am 19./20.01.2015 der CNL 458 / 459 zwischen Leipzig -Erfurt und Leipzig mit einer Lok der BR 218 (218 835) bespannt. Das Bild zeigt den CNL 458 (Prag-Zürich) kurz nach der Ankunft in Erfurt Hbf (Sven Molle,
21.01.15).

RechteckNeues von der OHE
Foto WRFoto WR
Ob es der milde Winter im Norden ist, jedenfalls sind im Januar schon eine ganze Reihe von Kalizügen in der Relation Neuhof – Celle – Soltau – Winsen – Tönnhausen im Langlauf über die OHE gefahren, was auch in den nächsten Tagen noch der Fall sein wird. Gefahren werden sie in der Regel von DB Schenker mit BR 232, zumindest die Hinfahrt ist nichts für Fotofans, da sie – auch im Sommer – zu nachmitternächtlicher Stunde absolviert wird und damit im Dunkeln.
Die Rückfahrt ab Winsen allerdings gegen 16.30 Uhr ist fotofreundlicher. Da dieser Verkehr aber nicht täglich oder nach festen Terminen anfällt, gehört etwas Glück dazu, das ganze abzulichten.
Winsen ist sowieso der interessanteste Bahnhof im OHE-Netz, da von Maschen her, und das meist werktäglich, Kesselwagen für das am Endpunkt der Strecke nach Niedermarschacht gelegene Chemiewerk Dr. Bock gefahren werden.
Sichere Fahrten sind von Celle aus die von Seelzer Schenker-Loks bedienten Touren zur Papierfabrik Lawsen auf der Lachtetalbahn Richtung Wittingen. Von Wittingen her wird der Hafen Wittingen durch die DB bedient, das Mittelteil der Strecke erlebt, wenn überhaupt, Sonderverkehr.
Von Lüneburg aus wird mehrmals in der Woche Melbeck-Embsen mit Gaskesselwagen bedient, und in Walsrode fährt die OHE den Gewerbepark auf der ehemaligen Wolff-Werksbahn. Während die DB Holzverkehr von etlichen Tarifpunkten abfährt, betätigt sich hier fallweise auch die OHE, hier vor allem für die Papierfabrik im Hafen Uelzen. Zahlreiche abgestellte Güterwagen auf Neben- und Anschlussgleisen geben den eigenen OHE-Loks auch die Chance, sich auf dem Stammnetz zu zeigen. Dagegen ist der Militärverkehr vor allem mit dem Ziel Bergen Lagerbahnhof in der Regel Domäne von DB Schenker.
Ansonsten ist die OHE nach wie vor im Fernverkehr auf DB-Strecken aktiv, so dass OHE-Loks überregional zu sehen sind. Nach wie vor Betrieb ist in den drei OHE-BW Celle Nord, Uelzen und Bleckede, wobei die Strecke Bleckede – Lüneburg bekanntlich von den Aktiven der Lüneburger AVL-Museumsbahnfreunde gepachtet ist und von diesen betrieben wird. Die AVL-Züge sind vor allem im nördlichen Streckenteil der OHE im Einsatz.
Die Aufnahmen zeigen in Celle Nord abgestellte Loks aktuell, wobei die 200 086 am Besuchstag als einzige aktiv im Dienst war, rechts die abgestellte 1041. Die Lok 330.7 der HVLE ist schon einige Zeit in Celle Nord abgestellt, daneben rechts angeschnitten die letzte eigene OHE-Lok der "Tiger-Baureihe" die 3330 194 (WR, 21.01.15).

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Neuerscheinung Anfang Dezember
LOK Report

 

Reinhard Schulz Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

Band 1: Die Linien 1, 11 und 2

96 Seiten, Format 21 x 24 cm, ca. 100 meist ganzseitige Fotos und Grafiken, gebunden, 22,80 €, ISBN 978-3-935909-31-0
Vorbestellung sofort möglich

RechteckVotice
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Am 15. Januar bin ich von Vrchotovy Janovice mit dem Regionalbus nach Votice gefahren. Der Bahnhof Votice liegt vom Zentrum ca 1,9 Kilometer entfernt. Ich bin zu Fuß zum Bahnhof gegangen, ich dachte, dort sei noch Gaststätte, aber die ist schon ca vier Jahren geschlossen.
Am Bhf gibt es keinen Fahrdienstleiter mehr, keine Kasse, keine Wartenhalle oder Heizung. Der Zug 8280 aus Tábor nach Benešov u Prahy hatte wegen technischer Probleme am Tw 814 30 Minuten Verspätung. Ich mußte frierend auf der Bank sitzen. Naja, das ist die Eisenbahn des 21. Jahrhundert.
Das Foto zeigt die Ruine der ehemaligen Schlossbrauerei in Votice, den geschlossenen Jugenstil-Bahnhof Votice, das geschlossene WC und Os 8280 mit 30 Minuten Verspätung (Martin Kubik, 21.01.15)
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RechteckWuppertal
Foto Herbert VöllingFoto Herbert Völling
Foto Herbert VöllingFoto Herbert Völling
Am 19.01. 15 wurden die restliche Bahnsteighalle sowie der Personentunnel für immer gesperrt. Der Ausgang befindet sich nun am westlichen Bahnsteigende. Die restliche Bahnsteighalle wird Anfang Februar abgerissen (Herbert Völling, www.herberts-eisenbahnbilder.de, 21.01.15)
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Tanago

Europa

RechteckFrankreich: Übernimmt die ARAF auch die Flüsse?
Der von Wirtschaftsminister Emmanuel Macron vor dem Ministerrat vorgestellte Gesetzentwurf für Wachstum und Beschäftigung ist auf dem besten Weg, eine multimodale Regulierungsbehörde in Frankreich zu manifestieren.
Neben der Erweiterung der Eisenbahnbehörde (Autorité de régulation des activités ferroviaires, ARAF) auf Buslinien und Autobahnen (l'Autorité de régulation des activités ferroviaires et routières, ARAFER), sieht eine abgeänderte Fassung des Sonderausschusses der Nationalversammlung (l'Assemblée nationale) vor, dass die ARAF zumindest in der Zukunft auch die Binnenschifffahrt regulieren könnte.
Diese Erweiterung der Befugnisse der Araf birgt allerdings die Gefahr mit sich, dass die ARAF mit zuweitreichenden Steuerungsaufgaben überfordert und machtlos werden könnte. Das am 04.08.14 veröffentlichte Gesetz zur Bahnreform sah schon eine Erweiterung der Befugnisse auf die Zustimmung zu den Tarifen in Bahnhöfen vor (avis conforme), während die beiden Chefs der SNCF, Guillaume Pepy für SNCF Mobilités und - in geringerem Maße - Jacques Rapoport für SNCF Réseau diese Einflussmöglichkeiten mindern wollen.
Neben der Regulierung des Kabotageverkehrs per Bahn und Autobus stellen alleine die Autobahnkonzessionen einen potenziellen Gegenstand endloser Rechtsstreitigkeiten dar, die die Behörde ausfechten muss. Die Zeitschrift Mobilicités spricht bei einer zusätzlichen Erweiterung der Kompetenzen auf die Binnenschifffahrt deshalb von einem "vergifteten Geschenk" (WKZ, Quelle Mobilicités, 21.01.15).

RechteckSchweiz: Bericht zur Branchenüblichkeit von Löhnen im Schienengüterverkehr
Die Gewerkschaft SEV hat 2014 beim BAV eine Anzeige gegen das Bahnunternehmen Crossrail eingereicht. Sie wirft Crossrail vor, die Vorschrift zu verletzen, wonach dem Personal branchenübliche Arbeitsbedingungen zu gewähren sind. Das BAV hat den Sachverhalt durch externe Spezialisten analysieren lassen und deren Bericht veröffentlicht. Über die Anzeige wird es später entscheiden.
Eisenbahnverkehrsunternehmen, die ihren Sitz in der Schweiz haben, benötigen für das Fahren auf dem Schweizer Eisenbahnnetz eine Netzzugangsbewilligung. Gemäss Eisenbahngesetz ist deren Erteilung an verschiedene Voraussetzungen gebunden. Unter anderem müssen Bahnunternehmen ihren Mitarbeitenden "branchenübliche Arbeits-bedingungen" gewähren. Im Auftrag des BAV haben Experten (Rechtsanwalt Kurt Moll gemeinsam mit dem Forschungs- und Beratungsbüro Ecoplan) die Tragweite dieser Bestimmung untersucht.
Der Expertenbericht ruft in Erinnerung, dass Bahnunternehmen mit Sitz in der EU, die kombinierten Güterverkehr in die oder durch die Schweiz (Import, Export, Transit) durchführen wollen, gemäss Landverkehrsabkommen keine schweizerische Netzzu-gangsbewilligung benötigen. Sie sind damit nicht an die schweizerischen Bestimmungen zur Branchenüblichkeit gebunden, müssen jedoch die Vorschriften zur Sicherheit im Bahnverkehr sowie zum Arbeitnehmerschutz einhalten (z.B. Arbeitszeitgesetz). Es ist ihnen zudem verboten, Transporte innerhalb der Schweiz auszuüben (so genannte Kabotage).
Der Bericht verweist zudem auf politische Entscheide: Der Bundesrat sah zwar beim Erlass der Vorschrift im Rahmen der Bahnreform 1 die Einhaltung "landesüblicher" Bedingungen vor. Das Parlament beschloss jedoch, es seien "branchenübliche" Bedingungen einzuhalten. Dies bedeutet, dass für den internationalen Schienengüterverkehr andere Bedingungen gelten können als im nationalen Verkehr. Das Parlament wollte eine systematische, aus dem Gesetz entstehende Benachteiligung der Unternehmen mit Sitz in der Schweiz vermeiden.
Das BAV wird den Bericht nun vertieft analysieren. Betreffend der SEV-Anzeige und dem Erlass einer Richtlinie zur Branchenüblichkeit der Arbeitsbedingungen im Schienengüter-verkehr sind noch keine Entscheide gefallen. Dabei werden weitere Rahmenbedingungen wie die Pflicht zum Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen zu beachten sein (Pressemeldung BAV, 21.01.15).

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