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Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

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LOK Report – News von Mittwoch, 22.03.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Mittwoch Anhörung zum
Schienenlärmschutzgesetz

Absatzlinie
Gründung der
Baden-Württemberg-Tarif-GmbH

Absatzlinie

Tondern - Tingleff vor
endgültiger Stilllegung

Absatzlinie
Studien zur Ertüchtigung
Rennes - Châteaubriant

Absatzlinie

SBB mit mehr Passagieren, Gütern und grpßerem Konzerngewinn

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sylvio Scholz

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitiik im Bund

RechteckBundestag: Anhörung zum Schienenlärmschutzgesetz
Zu dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Schienenlärmschutzgesetz (18/11287) veranstaltet der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur am Mittwoch, 22. März 2017, eine öffentliche Anhörung. Sechs Sachverständige sollen ab 15.30 Uhr im Raum E.600 des Paul-Löbe-Hauses zu dem Entwurf Stellung nehmen, der vorsieht, mit Beginn des Netzfahrplans 2020/2021 am 13. Dezember 2020 den Einsatz lauter Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz zu verbieten.
Als Experten geladen sind:
Andreas Geißler vom Verband Allianz pro Schiene,
Professor Markus Hecht von der Technischen Universität Berlin,
Martin Henke vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV),
Jürgen Tuscher vom Verband der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) und
Peter Westenberger vom Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) (Pressemeldung Bundestag, 14.03.17).

RechteckNEE: Stellungsnahme zum Entfurf des Schienenlärmschutzgesetzes
Die Ziele und Instrumente des Gesetzentwurfes der Bundesregierung werden von unserem Verband weiterhin ausdrücklich unterstützt. Ein durch sachgerechte Ausnahmen und Befreiungen sowie einen zielgerichteten Trassenpreis-Malus ergänztes weitgehendes Betriebsverbot sehen wir als zielführendes Instrument an, um die Durchsetzung leiser Bremstechnologien europaweit zu beschleunigen und Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der Schienengüterverkehrsbranche zu verhindern. Das Gesetz sollte so bald als möglich beschlossen werden.
Wir unterstützen die Empfehlung des Bundesrates, die "vorgesehenen Ausnahmen vom Verbot auf das absolute Minimum zu beschränken und ergänzend deutlich höhere Trassenpreise für die ausnahmsweise erlaubten verlangsamten Züge mit lauten Wagen vorzusehen, um Einschränkungen der Transportkapazitäten auf den Hauptgüterstrecken zu vermeiden."
Die Halbierung des Schienenlärms bis 2020 gegenüber dem Ausgangsjahr 2010 erfordert eine fast vollständige Ausrüstung des in Deutschland betriebenen inländischen wie europäischen Güterwagenbestandes mit leiser Bremstechnologie. Die Umrüstung bestehender Wagen ist sowohl mit Einmalkosten als auch erhöhtem Instandhaltungsaufwand verbunden, so dass unabhängig von den Lärmzielen auch im Interesse der Wagenhalter, die eine Umrüstung vorgenommen haben, eine Gleichbehandlung im Markt gewährleistet und umgekehrt Umweltdumping vermieden werden muss.
Ein – auch nationales – Betriebsverbot für laute Güterwagen ist nach unserer Auffassung nach einer längeren Übergangszeit, in der seitens Politik und Branche das Ziel einer deutlichen Lärmreduktion einvernehmlich verfolgt wurde, dann für den Zugang zur Netzinfrastruktur unter "angemessenen, nichtdiskriminierenden und transparenten Bedingungen" (Art. 10 der EU-Ril 2012/34/EU) unschädlich, wenn 
• durch Ausnahmen und Befreiungen die Freizügigkeit grenzüberschreitender Verkehre mit zugelassenen Güterwagen gewährleistet ist,
• andererseits aber die solchen Verkehren auferlegten betrieblichen Beschränkungen zu einer bestimm- und vergleichbaren Lärmschutzwirkung wie der Einsatz leiser Technologie führen und
• zumutbare unternehmerische Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung negativer Folgen dieser betrieb-lichen Beschränkungen existieren
Vollständige Stellungsnahme auf der Seite der NEE(Pressemeldung NEE, 14.03.17).

Industrie

RechteckIVU AG: Geschäftsbericht 2016
Die IVU blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2016 zurück. Der Umsatz steigt um 3 % auf 59,8 Mio. €, das Rohergebnis liegt mit 42,8 Mio. € sogar um 7 % über dem Vorjahreswert. Das Betriebsergebnis (EBIT) sinkt aufgrund von Einmaleffekten auf 1,4 Mio. €, bleibt aber klar positiv.
Die im November letzten Jahres angepassten Ziele für 2016 wurden somit erreicht bzw. übertroffen. Bereits für das Geschäftsjahr 2017 erwartet die IVU mit einem prognostizierten Betriebsergebnis (EBIT) von mindestens 3 Mio. € eine Rückkehr zu den guten Gewinnmargen der Vorjahre. Der Konzernumsatz wird dabei mit rund 62 Mio. € und das Rohergebnis mit rund 45 Mio. € geplant.
Martin Müller-Elschner, Vorstandsvorsitzender der IVU Traffic Technologies AG, sagte zum Geschäftsbericht 2016: "Nach mehreren Jahren, in denen sich alle Kennzahlen durchgängig positiv entwickelt haben, ist der Gewinn in 2016 leider gesunken. Der gleichzeitige Anstieg von Umsatz und Rohergebnis und die gute Auftragslage unterstreichen jedoch unsere starke Marktposition und lassen uns zuversichtlich in die Zukunft blicken."
Die IVU profitiert dabei vom Megatrend Digitalisierung, für den sie mit ihren integrierten Lösungen optimal aufgestellt ist. Mit dem IVU.pad wurde ein neues, innovatives Produkt erfolgreich am Markt platziert. Die Tablet-App ist der ständige Begleiter für Fahrpersonal, Kundenbetreuer und stationäre Mitarbeiter. Eine Erfolgsgeschichte ist auch IVU.rail, die Lösung für integrierte Planung und Disposition von Fahrzeugen und Personal von Eisenbahnen. Im vergangenen Jahr entschieden sich erneut mehrere internationale Bahnunternehmen für das System (Pressemeldung IVU Traffic Technologies AG, 23.03.17).

RechteckCeBIT: DB in der Startup-Halle SCALE11



Die Deutsche Bahn stellt neue Kooperationen mit Startups und gemeinsam entwickelte Lösungen für die Mobilität von morgen in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts auf der CeBIT2017 in Hannover vom 20. bis 24. März. Die DB nutzt die CeBIT, um ihre jüngsten Technologie-Entwicklungen erlebbar zu machen und informiert ausführlich über ihr neues Startup-Förderprogramm mit Plug & Play.
Besucher können am DB-Stand in einen autonom fahrenden Bus einsteigen und an der neuen DB Information 4.0 Bahn-Services in Anspruch nehmen, zum Beispiel ein Online-Ticket ausdrucken oder einen Sitzplatz reservieren. Neben dem automatischen Bus der DB war auch der Schweizer Postbus aus Sion ausgestellt.
Das Potsdamer Startup Holoplot lässt ein Audiosystem erklingen, das Schallwellen gezielt auf beliebige Punkte im Raum fokussiert. Damit lassen sich Bahnsteigansagen in Bahnhöfen verständlicher machen (Ferdinand Jacksch, 23.03.17).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Gründung der Baden-Württemberg-Tarif-GmbH
Im Dezember 2018 wird auf Initiative der Landesregierung im öffentlichen Verkehr der Verbünde übergreifende Baden-Württemberg-Tarif eingeführt. Zur Wahrnehmung der Aufgaben des Baden-Württemberg-Tarifs (BW-Tarif) soll eine eigenständige Gesellschaft, die Baden-Württemberg-Tarif GmbH, eingerichtet werden. Dem hat das Kabinett am 21. März 2017 zugestimmt. Die Gründung der GmbH ist für Anfang des Jahres 2018 vorgesehen.
"Ein Land, eine Fahrt, ein Ticket – nach diesem Motto wollen wir den Umstieg vom Auto auf umwelt- und klimaschonende Verkehrsmittel attraktiver machen. Die Gründung der Baden-Württemberg-Tarif GmbH und die Einführung des Baden-Württemberg-Tarifs mit landesweit durchgängigen Fahrkarten, auch über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg, ist dafür ein entscheidender Schritt.", so Verkehrsminister Winfried Hermann MdL anlässlich des Beschlusses in Stuttgart.
Die BW-Tarif-Gesellschaft wird von den Aufgabenträgern des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV), also v.a. dem Land Baden-Württemberg, und von den Eisenbahnverkehrsunternehmen, die in Baden-Württemberg SPNV-Leistungen erbringen, getragen werden. Die Verkehrsverbünde werden über einen Kooperationsvertrag eingebunden. Eine Erweiterung des Gesellschafterkreises um die kommunalen Aufgabenträger und Unternehmen, die im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Straßenbahnen und Bussen tätig sind, ist zudem möglich.
Hauptaufgabe der Gesellschaft ist es, den BW-Tarif zu entwickeln und fortzuschreiben. Hierzu zählen insbesondere Dienstleistungen im Bereich der Tarifgestaltung, des Vertriebs, der Einnahmenaufteilung, des Marketings, der Gremienbetreuung und des Tarif-Controllings.
In der ersten Stufe wird der BW-Tarif ab Dezember 2018 bei den Bahnfahrscheinen auch das ÖPNV-Ticket am Zielort einschließen, sodass die Fahrgäste nach der Ankunft mit der Bahn ohne neues Ticket Busse und Stadtbahnen vor Ort werden nutzen können. Wer also z.B. von Stuttgart nach Tübingen mit der Bahn fährt, kann ohne ein weiteres Ticket mit dem ÖPNV am Ankunftsort weiterfahren z.B. zu den Kliniken.
In der Zielstufe von 2021 an, sollen Fahrgäste landesweit durchgängige Fahrkarten über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg vom Start bis zum Ziel ihrer Fahrt lösen können. Das BW-Tarif-Ticket soll dann in Bahnen und Bussen gleichermaßen gelten nach dem Motto: Eine Fahrt – ein Ticket! Von jeder ÖPNV-Haltestelle zu jeder anderen im Land.
Auch ein elektronisches Ticket wird bereits geplant: Bundesweit werden in wenigen Jahren mehrere Milliarden Euro Fahrgeldeinnahmen über den Verkauf von elektronischen Tickets erzielt werden. Vor diesem Hintergrund macht Baden-Württemberg den SPNV zukunftsfähig. In einem deutschlandweit einmaligen Prozess, will das Land ab 2018 Lizenzen für den Verkauf von E-Tickets im SPNV vergeben. 26 bundesweit tätige Unternehmen bekundeten nach einem Aufruf des Ministeriums ihr Interesse an einer Lizenz für den Vertrieb. Ende Februar trafen sich die interessierten potenziellen Lizenznehmer mit Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) zu einer Auftaktveranstaltung. Mutig, dass das Land das wage, so lauteten viele Reaktionen der beteiligten Unternehmen. Die Marktöffnung durch Vergabe von Lizenzen für E-Tickets im ÖPNV ist das erste Verfahren dieser Art in Deutschland.
Bis zur Gründung der Baden-Württemberg-Tarif GmbH, werden die Vorbereitungen zur Einführung des BW-Tarifs durch das bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) angesiedelte "Kompetenzcentrum Baden-Württemberg-Tarif" als Projektbüro wahrgenommen werden. Aktuell wird das Vertrags- und Regelwerk für die Gesellschaft zwischen den Vertragspartnern (künftige Gesellschafter) verhandelt und einer Rechtsprüfung unterzogen (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 22.03.17).

RechteckNiedersachsen: Züge fahren pünktlicher und häufiger
Die Pünktlichkeit im regionalen Bahnverkehr in Niedersachsen hat sich im vergangenen Jahr leicht verbessert. 91,4 Prozent aller Nahverkehrszüge erreichten 2016 pünktlich ihr Ziel. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als 2015. Reisende mussten sich auch über weniger Zugausfälle ärgern. Insgesamt fielen 2016 zwischen Harz und Nordsee mit 846.514 Zugkilometer (Zug-Km) nur 1,9 Prozent aller Regionalverkehre aus. Das waren 0,2 Prozentpunkte bzw. knapp 26.000 Zug-Km weniger als im Jahr zuvor. Vor allem Baustellen stellten die Bahnunternehmen vor teilweise erhebliche Herausforderungen und die Fahrgäste häufig auf eine Geduldsprobe, teilte die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) am Dienstag in Hannover mit.
Die Ursachen für Verspätungen sind vielfältig, größtenteils liegen sie nicht in der Einflusssphäre des Eisenbahnunternehmens", unterstreicht LNVG-Geschäftsführer Hans-Joachim Menn, dessen Gesellschaft zwischen Ems und Elbe verantwortlich ist für die Bestellung des Regionalverkehrs und dafür jährlich knapp 300 Millionen Euro Steuergelder ausgibt. Gründe sind unter anderem Baustellen, vorfahrberechtigte Fernverkehrszüge, technische Störungen an den Fahrzeugen, den Bahnübergängen oder der Signaltechnik, witterungsbedingte Einflüsse oder auch Menschen bzw. Tiere, die sich im Gleisbereich aufhalten und den Zug zum Anhalten zwingen.
Als pünktlich gelten Züge, wenn sie nicht später als 5 Minuten nach Fahrplan im Bahnhof eintreffen. Am zuverlässigsten aus Sicht der Pendler waren 2016 die Zugverbindungen in Südost-Niedersachsen. Im Dreieck Braunschweig-Salzgitter-Göttingen erreichte die DB Regio AG in ihrem Dieselnetz eine Pünktlichkeit von 95,8 Prozent und belegt damit zwischen Harz und Küste einen Spitzenrang. Pünktlich waren Reisende auch im Elbe-Weser-Netz und im Weser-/Lammetal-Netz unterwegs. Die Züge der in Zeven beheimateten Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe Weser GmbH fuhren auf den Strecken Cuxhaven-Bremerhaven und Buxtehude -Bremerhaven zu 95,3 Prozent fahrplanmäßig in die Stationen ein. Auch Fahrgäste der in Osnabrück ansässigen Nordwestbahn GmbH durften sich 2016 zwischen Hildesheim und Bodenburg bzw. zwischen Hildesheim und Bünde über 95 Prozent Pünktlichkeit am Bahnsteig freuen. Allen drei Unternehmen kommt zugute, dass sie sich ihre Trassen nicht mit Fernverkehrszügen teilen müssen, die gegenüber dem Regionalverkehr stets vorfahrtberechtigt sind.
Ganz anders stellt sich die Situation im Hanse-Netz auf den Relationen von Bremen nach Hamburg bzw. von Uelzen / Lüneburg nach Hamburg dar. Dort müssen sich Nah- und Fernverkehr ein und dieselbe Trasse teilen. Hinzu kommt: der hochbelastete Bahnknoten Hamburg sorgt immer wieder für Engpässe im Zu- und Ablauf, müsste dringend ausgebaut werden. Dadurch stößt auch das Angebot des metronom, das von Pendlern gut angenommen wird, zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Das in Uelzen beheimatete Eisenbahnunternehmen fuhr deshalb 2016 nur zu 88,4 Prozent fahrplan-mäßig in die Bahnhöfe des Hanse-Netzes ein. Auch zwischen Uelzen, Hannover und Göttingen sorgten IC und ICE dafür, dass die Regionalzüge des metronom nicht so zuverlässig pendeln konnten wie geplant und die Pünktlichkeit auf der Relation lediglich 87,5 Prozent erreichte.
Die "Rote Laterne" geht 2016 in das RE-Kreuz Bremen/Niedersachsen. Auf den Strecken Osnabrück-Bremerhaven und Hannover-Norddeich Mole erreichten die Züge nur zu 85,8 Prozent pünktlich den Bahnsteig. Die DB Regio AG steht auch dort vor der Herausforderung, sich die Trassen mit dem schnellen und vorfahrtberechtigten Fernverkehr teilen zu müssen. Hinzu kamen baustellenbedingt eine Reihe von Langsam-Fahrstellen, die die Zuverlässigkeit des Fahrplans und die Geduld der Fahrgäste auf eine häufige Probe stellten.
Auch bei den Zugausfällen konstatiert die LNVG in 2016 mit insgesamt 846.514 annullierten Zug-Km eine leichte Verbesserung (Vorjahr: 872.138 Km). Als Herausforderung bewerten die Betreiber nach wie vor die zahlreichen Baustellen der DB Netz AG. Die dringend erforderliche Substanzverbesserung geht einher mit fühlbaren Nachteilen für die Fahrgäste, die sich auf mehr Schienenersatzverkehre mit Bussen und verspätete Züge einstellen müssen. Positiv bewerten die Verkehrsexperten der LNVG den starken Rückgang bei den "ungeplanten" Zugausfällen, auf die sich Pendler mangels Informationen nicht einstellen könnten und die deshalb besonders viel Frust auslösten. Diese gingen 2016 auf 363.900 Zug-Km zurück (Vorjahr: 580.844 Km) und fielen damit von 1,4 auf 0,8 Prozent, wobei LNVG-Chef Menn nüchtern feststellt: "Jeder annullierte Zug bleibt einer zuviel"
Am meisten betroffen von Zugausfällen waren Reisende 2016 im Heidekreuz. Auf den Relationen Hannover- Buchholz/Nordheide und Bremen -Soltau -Uelzen mussten insgesamt 157.600 Zug-Km (6,1 Prozent) aus dem Fahrplan genommen werden. Das lag weit überwiegend nicht am Betreiber. Vor allem die Beeinträchtigungen durch den geplanten Ausbau der Heidebahn auf 120 Km/h machten den Fahrplan-Experten der erixx GmbH häufiger einen Strich durch die Rechnung als ihnen lieb war.
Ebenfalls Geduld mussten Fahrgäste im Weser-Ems-Netz mitbringen. Zwischen Bremen und Osnabrück sowie von Wilhelmshaven bzw. Esens über Oldenburg nach Osnabrück wurden 2016 insgesamt 130.425 Zug-Km (2,7 Prozent) annulliert. Verantwortlich dafür waren ganz überwiegend Baustellen der DB Netz AG, auch ein hoher Krankenstand bei den Lokführern stellte die NWB zeitweise vor größere Herausforderungen. Ebenfalls sechsstellig die ausgefallenen Zug-Kilometer im Netz der Regio-S-Bahn Niedersachsen/Bremen. 101.800 Zug-Km (2,1 Prozent) wurden 2016 aus dem Produktions-programm genommen. Auch dort sorgten vor allem kranke Triebfahrzeugführer und Baustellen dafür, dass die NWB Züge annullieren und Pendler umdisponieren mussten.
Prozentual die wenigstens Zugausfälle waren 2016 zwischen Uelzen, Hannover und Göttingen zu beklagen. Nur 17.800 Zug-Km (0,6 Prozent) musste der metronom aus seinem Betriebsprogramm streichen. Die in Bielefeld beheimatete WestfalenBahn GmbH legte 2016 gleich in ihrem ersten Betriebsjahr auf der Emsland- wie auch auf der Mittellandlinie einen passablen Start hin: Lediglich 21.300 Zug-Km bzw. 23.900 Zug-Km (je 0,8 Prozent) entfielen zwischen Emden und Münster bzw. zwischen Rheine/Bielefeld, Hannover und Braunschweig. Grund: Eisregen und Fahrzeugstörungen.
Für verspätete bzw. ausgefallene Regionalverkehre erwartet die Betreiber eine anteilige Kürzung ihrer Zuschüsse. In der Summe sei mit 3 - 4 Millionen Euro zu rechnen, prognostiziert die LNVG. "Insgesamt bleibt der Schienenpersonennahverkehr zwischen Ems und Elbe als zuverlässig bis sehr zuverlässig einzustufen", resümiert Menn und wirft einen Blick in die Zukunft. Gemeinsam mit den Betreibern und der DB Netz AG will die LNVG erreichen, dass Baustellen so kundengerecht wie möglich und mit so wenig Zugausfällen wie nötig geplant werden. Die 100prozentige Landestochter will sich auch künftig nicht in das operative Geschäft der Bahnunternehmen einmischen. Wo aber Verspätungen und Zugausfälle in der Einflusssphäre der Betreiber liegen, will sie diese künftig stärker zur Kasse bitten. "Wenn das Unternehmen keine Verantwortung trifft", verspricht der LNVG-Chef, "werden wir nachsichtig sein" (Pressemeldung LNVG, 22.03.17).

RechteckNiedersachsen: Streckenbereisung auf Rinteln-Stadthagen
Die Landeseisenbahnaufsicht Hannover kommt in Kürze zur regelmäßigen Streckenbereisung der Bahn Rinteln-Stadthagen. Da die Bahn gut gepflegt ist, ist davon auszugehen, dass es keine Probleme gibt. Es wird erwartet, dass die Bahn ähnlich wie Vorohle - Emmerthal reaktiviert wird, möglicherweise sogar mit Oberleitung, sonst für einen Lindt-VT, der die Gesamtstrecke in 20 Minuten befahren kann, so dass genug Pufferzeit an den Endbahnhöfen auch bei kleineren Verspätungen ist.
Um das Projekt Wiederherstellung des zweiten Gleises wischen Hameln und Löhne mit gleichzeitiger Elektrifizierung ist es dagegen sehr still geworden. Hier wären keine Probleme zu erwarten, das da zweite Gleis nicht entwidmet ist.
Still geworden ist es auch um eine weitere S-Bahn von Wunstorf über die Güterbahn nach Hannover, bei der nur Außenbahnsteige in Lohnde, Ahlem und Linden zu bauen wären (WR, 22.03.17).

RechteckSachsen: Plauen - Leipzig muss wieder im Fernverkehr bedient werden
Zwischen Plauen – Leipzig müssen künftig wieder Züge im Fernverkehr fahren. Darin waren sich die Teilnehmer eines Arbeitsgesprächs einig, in dem es um die Anbindung von Plauen und Reichenbach an das mitteldeutsche S-Bahn-Netz ging. Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises, und Ralf Oberdorfer, Oberbürgermeister der Stadt Plauen, nahmen in ihren Funktionen als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) teil, ebenso Initiatoren einer Petition an den Sächsischen Landtag zur Verbesserung der momentanen Zugverbindung zwischen dem Vogtland und der Messestadt um Wolfgang Lochmann. Eingeladen zum Gespräch hatte Landtagsabgeordnete Juliane Pfeil-Zabel (SPD).
Nach einer sehr sachlichen Diskussion waren sich die Teilnehmer in fünf Punkten einig. "An erster Stelle steht die Forderung, dass die Relation Plauen – Leipzig im Schienenfernverkehr bedient werden muss", erklärte Landrat Rolf Keil.
Die gegenwärtig für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Vogtland zur Verfü-gung stehenden Mittel, so der zweite Punkt, reichen nicht aus, zusätzliche Züge der S-Bahn zu bestellen, die von Werdau aus bis Plauen durchfahren.
"Deshalb sind wir uns als dritten Punkt einig, dass das gegenwärtige System mit der Anbin-dung der Regionalbahnlinie RB 2 und dem bahnsteiggleichen Umstieg in Werdau ein Opti-mum darstellt", so Rolf Keil.
Als vierter Punkt fand die Vorstellung aktueller Planungen durch ZVV-Geschäftsführer Thors-ten Müller Zustimmung. Demnach wird vorbereitet, dass ab Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres alle Züge auf der RB 2 von Bad Elster über Werdau fahren und so ein schnel-ler stündlicher Anschluss von und nach Leipzig angeboten werden kann.
Den fünften Punkt fasste Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer zusammen: "Wir können nicht dauerhaft und immer mehr Leistungen des Fernverkehrs durch Nahverkehr ersetzen, schon heute finanzieren wir eine ganze Reihe von Fernverkehrsleistungen mit ÖPNV-Mitteln."
Außerdem werden von der sächsischen Landesregierung endlich positive Entscheidungen über die für 2017 und die folgenden Jahre ausstehende Fortschreibung der Nahverkehrsfi-nanzierung erwartet. Juliane Pfeil-Zabel stimmte dem Ergebnis des Arbeitsgesprächs zu, bedankte sich bei den Initiatoren der Petition für deren Engagement um eine bessere Einbindung des Vogtlands in den Schienenverkehr (Pressemeldung Zweckverband ÖPNV Vogtland, 22.03.17).

RechteckSachsen: Rund 100 Fahrgäste nutzten bisher die Bürgerbusse

Der Lengenfelder Bürgerbus hält auch am Bahnhof. Foto Brand-Aktuell.

Die Bürgerbusse in Adorf, Bad Elster und Lengenfeld haben einen guten Start hingelegt. Rund 100 Fahrgäste nutzten in den ersten beiden Wochen das neue Angebt im öffentlichen Personennahverkehr. Das konnte der Vorstand des Vereins Bürgerbus Vogtland auf seiner Beratung am 17. März im Adorfer Rathaus einschätzen.
„Einige Elsteraner haben bereits den Wunsch geäußert, mit dem Freitag einen dritten Fahrtag ins Auge zu fassen, wenn genügend ehrenamtliche Fahrer zur Verfügung stehen. Gut angenommen werden die Haltestellen Brunnenberg und Max-Höra-Straße“, berichtete Olaf Schlott, Bürgermeister von Bad Elster und Vorsitzender des Bürgerbusvereins. Positiv bewertete er, dass der Bahnhof Bad Elster wieder erreichbar ist, barrierefrei zwischen Vogtlandbahn und Bürgerbus umgestiegen werden kann. Nun wird geprüft, dass der Bahnhof vom Bedarfshaltepunkt wieder in einen ständigen Haltepunkt für die Vogtlandbahn umgewandelt wird.
„Auch in Adorf gibt es ein positives Echo auf die Bürgerbusse. Wichtig ist, dass auch das Kreiskrankenhaus besser erreichbar ist“, informierte Adorfs Bürgermeister Rico Schmidt. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es wichtig ist, die Anschlusszeiten zur Vogtlandbahn und zu den Linienbussen einzuhalten. Er regte ebenso an, den „Hummelberg“ in die Tour des Bürgerbusses einzubinden.
Über einen guten Anlauf in Lengenfeld konnte Volker Bachmann berichten. „Bei uns besteht Richtung Irfersgrün und Waldkirchen sowie in Richtung Weißensand das zusätzliche Angebot eines Rufbusses. Das wollen die ersten fünf Fahrgäste künftig öfters nutzen“, so der Bürgermeister. Auf der Rufbuslinie kann der Fahrgast spätestens eine Stunde vor der im Fahrplan genannten Abfahrtszeit seinen Fahrtwunsch anmelden. Die Tourismus- und Verkehrszentrale Vogtland (TVZ) nimmt unter 03744-19449 den Wunsch entgegen und leitet ihn verlässlich an der Fahrer weiter. „
Dass die Bürgerbusse recht gut angenommen werden, stimmt mich sehr zuversichtlich. Wichtig ist nun, dass wir das Angebot noch besser bekannt machen. Zukünftig sollen dazu auch örtliche Feste genutzt werden“, zeigte sich Thorsten Müller, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Vogtland (VVV), erfreut.
Gleichzeitig verwies er noch einmal auf Vorteile der Bürgerbusse: Ein- und Ausstieg sind bequem, Kinderwagen oder Rollator können mitgenommen werden, der Fahrer hilft beim Ein- und Aussteigen, Kindersitze sind vorhanden. „Der Bürgerbus kann also vom Schüler, der zu seinem Training mag, über die Mutti, die mit dem Baby zum Kinderarzt muss, bis hin zum Senior, der einkaufen möchte, genutzt werden“, so Thorsten Müller.
Einen besonderen Dank sprach der Vorstand den engagierten Fahrern und den Verantwortlichen regionalen Leitern aus: Dieter Heyne aus Bad Elster, Walter Voigt aus Adorf und Wolfgang Wunderlich aus Lengenfeld. Sie gaben und geben wichtige Einschätzungen und Anregungen für das Bürgerbus-System und können als Beisitzer im Vorstand aktiv mitarbeiten. Positiv ist ebenfalls, dass sich zwei weitere ehrenamtliche Fahrer gemeldet haben, davon eine Fahrerin. Über weitere interessierte Bürger, die die Bürgerbusse mit lenken wollen, freut sich der Verein.
Flyer zu den Bürgerbussen wurden in den drei Städten und ihren Ortsteilen an die Haushalte verteilt, sie liegen weiterhin in Rathäusern aus. Auch die jeweiligen Amtsblätter informieren zu Routen, Fahrzeiten, Haltestellen und Anschlüssen (Pressemeldung Verkehrsverbund Vogtland GmbH, 22.03.17).

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LOK Report 4/17

LOK Report Ausgabe 4/17

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RechteckNostalgie pur ...

... gibt es an vier Wochenenden nicht weit vom Bf Oberkassel in Bonn Pützchen, denn dort sind neben alten Karusells auch alte Fahrzeuge zu Bonns erstem nostalgischen Pützchen Jahrmarkt ausgestellt.(Martin Wehmeyer, 22.03.17).

RechteckReaktivierung Meerbahnprojekt
Meerbahnfreunde wollen das Projekt Meerbahn wieder bis Steinhude, aber zumindest oder auch zusätzlich bis Bokeloh Kaliwerk Siegmundshall reaktivieren. Die alte Trasse der Meerbahn ist heute noch vorhanden und wird als Radweg genutzt.
Man könnte dort die Gleise natürlich in Normalspur verlegen und in Bokeloh einen großen Parkplatz für Autofahrer aus dem ganzen Westgebiet errichten. Es ist dort freie Ackerfläche vorhanden. Das Projekt könnte auch mit Oberleitung versehen werden.
Die Meerbahnstrecke ist heute die letzte von der OHE selbst mit eigenen Loks betriebene Güterbahn, das Stammnetz ist bekanntlich an die HVLE, einst OHE Berlin, und die DB vergeben (WR, 22.03.17).

RechteckJahresergebnis 2016: Mehr Personen reisen 2016 mit RailAway
Die Freizeitanbieterin der SBB kann für 2016 eine positive Bilanz ziehen: Die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer, die RailAway benutzen, ist im vergangenen Jahr um 14,4 Prozent gestiegen. Vor allem Spezialangebote trugen 2016 zu den höheren Passagierzahlen bei.
Fast 1,87 Millionen Schweizerinnen und Schweizer nutzten 2016 den öffentlichen Verkehr für ihre Ausflüge. Das entspricht einem Anstieg von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Freizeitanbieterin der SBB bot im vergangenen Jahr zahlreiche Spezialkombis für Gruppen an, die auf breiten Zuspruch stiessen. Besonders begehrt waren die Angebote im Zusammenhang mit der Eröffnung des Gotthardbasistunnels. Auch die Erlebnisreisen, die in Zusammenarbeit mit dem Medienpartner "Blick" an die Fussball-Europameisterschaft in Frankreich durchgeführt wurden, waren bei den Kunden beliebt.
Auch für Einzelreisen gab es 2016 vielfältige Angebote. Besonders nachgefragt waren die Weihnachtsmarktangebote (+27,8%) sowie Angebote im Zusammenhang mit Grossveranstaltungen (+74,8%) wie dem Eidgenössischen Schwingfest, dem Zürifest oder verschiedenen Stadionkonzerten.
Bei wenigen Angeboten verzeichnete RailAway eine geringere Anfrage. Bei den Kunstangeboten sank die Nachfrage um 43,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür waren weniger zahlreiche grosse Kunstausstellungen in renommierten Kunsthäusern. Die Angebote von Snow'n'Rail wurden wegen der ungünstigen Wetterverhältnisse weniger oft genutzt (–12.8%) – wie die Produktlinie Sport und Erholung (–22%).
Nebst zahlreichen interessanten Ausflugsangeboten für Einzel- und Gruppenreisende ins Tessin bietet RailAway auch nach der Eröffnung des Gotthardbasistunnels viele spannende Angebote im Zusammenhang mit dem Gotthard. So zum Beispiel Fahrten mit dem neu lancierten Gotthard-Panoramaexpress, von Luzern mit dem Schiff über Flüelen und von da mit dem Panoramawagen über die Gotthard-Bergstrecke nach Bellinzona bzw. Lugano. Das Gotthard-Panoramaangebot kann vielfältig kombiniert werden. Zum Beispiel mit einer Teilstrecke des Glacier-Express oder einer Übernachtung im Tessin oder der Zentralschweiz. Die erste öffentliche Publikumsfahrt findet am Freitag, 14. April 2017 statt (Pressemeldung SBB, 22.03.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckBrenner

In Matrei wurden am 08.03.17 TXL 182 511 mit KLV-Zug Richtung Kufstein und 151 076 & LM 151 074 mit Stahlzug Richtung Kufstein fotografiert (Torsten Liermann, 22.03.17).

RechteckDresden

Am 20.03.17 konnte ich in Dresden-Friedrichstadt die ganz frisch hauptuntersuchte 230 077 fotografieren. Die Lok wurde von RTS an BLC (Bahnlogistik 24) mit Sitz in Dresden verkauft. Ihre aktuelle HU bekam sie in Neustrelitz mit Abnahmedatum 13.03.17. Damit ist die einzigste betriebsfähige ex DR 130 wieder für 8 Jahre im Einsatz (Sylvio Scholz, 22.03.17).

RechteckKöln

Den Mischverkehr auf der RE9 nach Siegen teilen sich die Aachener 120 mit den 442. Hier 442 762 bei derEinfahrt in Köln Deutz (Martin Wehmeyer, 22.03.17).

RechteckKöln-Deutz


Am 17.03.2017 war ich trotz schlechten Wetters wieder in erster Linie wegen des PbZ 2470 dieses Mal in Köln-Deutz: Wieder begnete mir einer der wenigen, im S-Bahndienst verbliebenen 420 beim Warten auf den 181-PbZ 2470: National Express ist in Deutz mittelweile längs Alltag. Schade, daß die Zeit der Ersatzzüge vom NX-Start lange vorbei ist ...
Am 17.03.2017 war wieder die 181 213 Zuglok des PbZ 2470, hier bei der Durchfahrt durch Köln-Deutz. Ein ansonsten unbekannt gebliebener 407 verlässt Köln-Deutz, während ein 403 aus Richtung Neubaustrecke nach Frankfurt in Köln-Deutz ankommt (Hanno Fabian, 22.03.17).

RechteckKufstein


Das Mehrsystemtandem aus E 412.002 und 020 hat am Morgen des 17. März einen Containerzug über den Brenner nach Kufstein gebracht und rollt hier gemächlich zum vorübergehenden Stellplatz vor der Lokomotion-Lokhalle. Mit abgebildet sind 139.177 und 185.665. Beide E 412 sind nach der UIC-Nummer bereits markiert mit "I-MIR" für Mercitalia Rail, die neue Cargo-Tochter der italienischen Ferrovie dello Stato Italiane (GK, 22.03.17).

RechteckPlauen

132 109-0 und 232 673-4 (LEG) mit DGS 52772 fuhr am 21.03.17 nach Marktredwitz. Hier ist der Zug bei Plauen/V. zu sehen (Alexander Hertel, 22.03.17).

RechteckPraha-Žižkov



Die Strecke zum ehemaligen Güterbahnhof Praha-Žižkov wurde schon teilweise abgebaut. Der Güterbahnhof wurde nach den Wünschen der Entwickler zum 31. Dezember 2015 stillgelegt. Im Jahre 2004 wurde der Güterbahnhof verkauft. Das Gebäude ist noch Kulturdenkmal.
Alle Lager im Güterbahnhof sind noch an Großhändler wie zum Beispiel solche für Toilettenpapier, Obst und Gemüse, Eier oder Antik-Möbel vermietet. Die Politik in ganz Europa sorgt für einen Rückgang im Eisenbahngüterverkehr. Auch der Lärmschutz wendet sich gegen die Eisenbahn.
Die Fotos zeigen Praha-Žižkov, zwei Wagen bleiben noch im Güterbahnhof - ohne Gleisverbindung! Das ist wie bei total Rückzug (Martin Kubík, 22.03.17).

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Europa

RechteckDänemark: Bahn Tondern-Tingleff vor endgültiger Stilllegung

1971 endete bereits der Personenverkehr zwischen Tingleff un Tondern. Foto Archiv DN.
150 Jahre nach der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Tingleff-Tondern droht der einzigen Ost-Westverbindung im nordschleswigschen Eisenbahnnetz das endgültige Aus. Die staatliche Bahnbehörde Banedanmark hat mitgeteilt, dass sie das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren zur Stilllegung der seit 2002 nicht mehr befahrenen Strecke eingeleitet hat.
Regelmäßige Personenzüge waren auf der 26,7 Kilometer langen Verbindung, die am 26. Juni 1867 eingeweiht wurde, seit 1971 nicht eingesetzt worden. Dabei verband zwischen 1948 und 1966 sogar der "Blitzzug" Sønderjyden über die genannte Strecke Kopenhagen direkt mit Tondern.
Zunächst geht der Antrag auf Stilllegung jetzt in eine Anhörungsphase.
Der Projektleiter der Initiative zur Wiederaufnahme und Instandsetzung der Bahn, STTS, Søren Rødgaard Henriksen, erklärt gegenüber dem Nordschleswiger, dass sie den drohenden Abriss der Bahn durch Mobilisierung der zuständigen Politiker abwenden wolle. Rødgaard Henriksen empört sich über die Argumentation, dass Banedanmark behauptet, die Wiederherstellung der Strecke für Güterverkehr würde 225 Millionen Kronen koste. "Die Bahn kann für 80 bis 85 Millionen Kronen wieder benutzbar gemacht werden", so der Projektleiter und verweist auf eine Begehung der Strecke zusammen mit Bahnsachverständigen 2012. Es wird nämlich vorgeschlagen, wie in Deutschland, gebrauchte Schienen und Schwellen bei der Renovierung zu verwenden.
Rødgaard Henriksen unterstreicht, dass weiterhin ein bedeutendes Potenzial zur Nutzung der Bahn Tondern-Tingleff besteht. Zahlreiche Hafen- und Transportunternehmen würden die Strecke als Alternative zu verstopften Autobahnen und überlasteter Bahn an der Ostküste nutzen. "Jede Tonne Fracht auf der Linie würde die Kohlendioxidbilanz verbessern", so der Bahnexperte und erinnert daran, dass mehr Bahntransporte milliardenteure Autobahnstrecken überflüssig machen würden.
Die staatliche Bahnbehörde nennt eine mögliche Instandsetzung der Bahnstrecke volkswirtschaftlich als nicht rentabel. Die Bahninitiative verweist darauf, dass die Strecke den Standort Tondern stärken könnte, da neben einer Nutzung für Güterzüge auch der Einsatz von Regionalzügen möglich wäre, mit Verbindung Tondern-Tingleff-Sonderburg. Das letzte Wort in Sachen Bahnstrecke Tondern-Tingleff hat Transportminister Ole Birk Olesen (LA) (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 22.03.17).

RechteckFrankreich: Studien zur Ertüchtigung Rennes - Châteaubriant
Jeden Tag benutzen mehr als 1.000 Reisende den TER zwischen Rennes und Châteaubriant. Aber die Infrastruktur der 58 km langen Strecke ist marode, etwa zwei Drittel der Schienen wurden vor 1959 installiert und ein großer Teil der Bahnübergänge ist mehr als 30 Jahre alt. Seit September müssen 25 km mit Geschwindigkeitsbegrenzung gefahren werden und die Fahrzeit verlängerte sich um 16 Minuten auf 1:30 h.
Am 20.03.17 wurde in Retiers der Finanzierungsplan für zwei Konzeptstudien im Wert von 1,7 Mio. Euro unterzeichnet, die bis 2019 erstellt werden sollen. Finanziert werden die Studien für den Abschnitt Rennes - Retiers (900.000 Euro) vom Staat (20 %), der Region Bretagne (40 %), der Stadt Rennes (10 %), dem Departement Ille-et-Vilaine (5 %), der Gemeinschaft Roche-aux-Fées (10 %) und SNCF Réseau (15 %). Für den Teil Retiers - Châteaubriant (800.000 Euro) sind der Staat (20 %), die Regionen Bretagne (17,6 %) und Pays-de-la-Loire (37 %), das Departement Ille-et-Vilaine (5 %), die Gemeinschaft Roche-aux-Fées (5,4 %) und SNCF Réseau (15 %) verantwortlich.
In Richtung Süden wird Châteaubriant seit Februar 2014 über das Tram-Train nach Nantes angebunden (WKZ, Quelle Ouest-France, 22.03.17).

RechteckItalien: Land ficht SAD-Stellenausschreibung an

Bei der Stellenvergabe im öffentlichen Bahndienst in Südtirol muss der Proporz beachtet werden, fordert die Landesregierung und ficht daher Stellenausschreibungen der SAD an. Foto LPA.
Auch für die Eisenbahndienste in Südtirol gilt die vom Autonomiestatut vorgegebene Pflicht zur Zweisprachigkeit und zur Stellenvergabe aufgrund der Sprachgruppenstärke (Proporz). Nach einem entsprechenden Urteil des Verfassungsgerichts aus dem Jahr 1988 wurde dieses Prinzip in eine eigene Durchführungsbestimmung gegossen. Demnach müssen Betriebe, die in Südtirol die Aufgaben der ehemaligen Staatsbahnen übernehmen, vor einer Stellenausschreibung das zuständige Einvernehmenskomitee damit befassen und die Stellen nach Proporz vergeben.
Die Gesellschaft SAD, die im Auftrag des Landes den Bahndienst im Pustertal und im Vinschgau durchführt, hatte anfangs des Monats zwei Stellen ausgeschrieben. Gesucht wurden ein Zugbegleiter oder eine Zugbegleiterin mit Dienstsitz Innichen und ein Lokführer beziehungsweise eine Lokführerin mit Dienstsitz Mals. Die Stellenauslobung war ohne Einberufung des Einvernehmenskomitees und ohne Berücksichtigung der proporzmäßigen Zuteilung an die drei Sprachgruppen vorgenommen worden.
Daher hat die Landesregierung auf Antrag von Landeshauptmann Arno Kompatscher beschlossen, die beiden Stellenausschreibungen vor dem Verwaltungsgericht anzufechten und gegebenenfalls die Aussetzung der angefochtenen Maßnahmen zu beantragen (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 22.03.17).

RechteckSchweiz: SBB mit mehr Passagieren und Gütern und gestiegenem Konzerngewinn

SBB VRP Monika Ribar und CEO Andreas Meyer.
2016 war für die SBB ein erfolgreiches Jahr: Sie beförderte täglich 1,25 Mio. Passagiere, mehr als je zuvor. Ebenso erreichte die Güterverkehrsleistung einen Höchststand. Kundenzufriedenheit und Pünktlichkeit sind gestiegen, trotz hoher Bautätigkeit. Das Schienennetz wurde noch nie so intensiv genutzt. Die digitalen Absatzkanäle setzten ihren Aufwärtstrend fort. Das Konzernergebnis stieg dank Einmaleffekten um CHF 135 Mio. auf CHF 381 Mio., das Betriebsergebnis hingegen ist gesunken. Der Güterverkehr erreichte trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld wieder ein positives Ergebnis. Für die Bahninfrastruktur investierte die SBB letztmals CHF 123 Mio. aus eigenwirtschaftlichen Mitteln. Die Entgelte der öffentlichen Hand stiegen um 7,7 Prozent, insbesondere wegen Folgekosten neuer Infrastrukturen.
Das 2013 gesteckte Etappenziel von 75,0 Punkten bei der Kundenzufriedenheit wurde erreicht (+0,2 Punkte gegenüber Vorjahr; +1,9 Punkte gegenüber 2013). Zufriedener waren die Kunden mit Sauberkeit und Platzangebot, kritischer bewertet wurde das Preis-Leistungsverhältnis. Dies zeigt die Notwendigkeit, dass sich die SBB weiterhin für zumindest stabile Preise einsetzt. 
88,8 Prozent aller Fahrgäste kamen mit der SBB pünktlich ans Ziel – dies ist ein Prozentpunkt mehr als 2015 und der höchste Wert seit fünf Jahren. Die SBB bleibt die pünktlichste Bahn Europas auf dem weltweit am intensivsten genutzten Mischverkehrsnetz. Mit dem Gotthard-Basistunnel hat sich die Pünktlichkeit auch auf der Nord-Süd-Achse Gotthard verbessert, jedoch besteht hier weiter Handlungsbedarf, vor allem im grenzüberschreitenden Verkehr mit Italien und beim Rollmaterial. Zugelegt hat die SBB auch bei der Sicherheit, grössere Zwischenfälle blieben 2016 aus; dazu ist jeweils auch  etwas Glück notwendig.
Eröffnung und Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels haben der ganzen Welt gezeigt, was die Schweiz mit Innovationskraft, Präzision und Zuverlässigkeit erreichen kann. Gut vorangekommen sind wichtige Ausbauprojekte wie der Eppenbergtunnel zwischen Aarau und Olten und «Léman 2030» in der Westschweiz. 
Das Konzernergebnis stieg um CHF 135 Mio. auf CHF 381 Mio., hauptsächlich aufgrund von Immobilienverkäufen, dem verbesserten Finanzergebnis und der Erholung im Güterverkehr; das Betriebsergebnis hingegen war rückläufig. Der Free Cash Flow lag bei CHF -540 Mio. (Vorjahr: CHF -523 Mio.). Die verzinsliche Nettoverschuldung erhöhte sich auf CHF 8796 Mio. (Vorjahr: CHF 8252 Mio.). Der Schuldendeckungsgrad, d.h. die verzinsliche Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA, erhöhte sich auf 7,3 (Vorjahr: 6,9). Grund sind Sonderfaktoren: die Stabilisierung der Pensionskasse und Mehrleistungen beim Netzunterhalt.
Das Ergebnis des Personenverkehrs stieg auf CHF 139 Mio. (Vorjahr: CHF 131 Mio.). National haben sich die Personenverkehrserträge verhalten entwickelt mit einer Zunahme um 1,5 Prozent auf CHF 2920 Mio. Im internationalen Personenverkehr sind die Erträge insgesamt zurückgegangen, bedingt durch einen Nachfrageeinbruch nach Paris als Folge der Sicherheitslage.
Die SBB hat erneut mehr Passagiere befördert: täglich rund 1,25 Mio. (+3,5 Prozent). Dabei nahm die Nachfrage in Nebenverkehrszeiten erneut stärker zu als in Hauptverkehrszeiten. Die SBB hat mehr Stammkunden als je zuvor: Rund 472 000 Kunden benützten ein Generalabonnement (+2,6 Prozent), 2,4 Mio. ein Halbtaxabo (+2,7 Prozent). Ende 2016 waren rund 2,1 Mio. SwissPass-Karten im Umlauf.
Digitalisierung, veränderte Kundenbedürfnisse und neue Marktteilnehmer verändern die Mobilität tief greifend. Die SBB hat 2016 mit ihrer neuen Strategie und dem Programm «RailFit20/30» wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Die SBB wird das Wachstum der Gesamtkosten der Bahn dämpfen, Innovationen verstärken sowie gezielt investieren und dabei eine betriebswirtschaftliche Perspektive verfolgen, Erträge und Auslastung der Züge steigern und die Mobilitätskette für ihre Kunden organisieren – basierend auf einer starken Führungs- und Leistungskultur. Mit der neuen Version von SBB Mobile, dem SBB Reiseplaner, dem intelligenten Güterwagen oder auch dem Kombi-Angebot «SBB Green Class» wurden konkrete Schritte umgesetzt (siehe auch: www.sbb.ch/strategie).
Parallel zu den Arbeiten auf der Nord-Süd-Achse steht nun zunehmend die Ost-West-Achse im Fokus. In der Westschweiz steht mit «Léman 2030» und dem «Léman Express» ein deutlicher Angebotsausbau bevor. Mehr Kapazitäten in Zügen, mehr Verbindungen und ausgebaute Bahnhöfe werden den Bahnverkehr attraktiver machen und stärken. Auch die lange erwarteten Doppelstockzüge für den Fernverkehr werden die Ost-West-Achse aufwerten, mit hohem Reisekomfort und mit rund 1300 Sitzplätzen. Lieferant Bombardier unternimmt alles, damit die Züge 2017 zugelassen werden; die SBB hält dies für möglich, aber anspruchsvoll. Sie wird die Züge erst einsetzen, wenn sie ohne Kinderkrankheiten verkehren. Es wird keine Experimente mit Kunden geben.
Mit dem Vierspurausbau zwischen Olten und Aarau kann die Kapazität der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes ab Ende 2020 erhöht werden.
Der Netzzustand der SBB ist insgesamt gut und hat sich aufgrund der Inbetriebnahme neuer Anlagen wie dem Gotthard-Basistunnel leicht verbessert. Es gibt keine akut kriti-schen Anlagen; die Sicherheit ist jederzeit gewährleistet. Bei der Anlagengattung Fahrbahn hingegen ist der Zustand nach wie vor nur ausreichend. Der Rückstand bei Unterhalt und Erneuerung der Bahninfrastruktur beträgt CHF 4,9 Mrd. (Vorjahr: CHF 4,2 Mrd.); dies entspricht 5,6 Prozent des Wiederbeschaffungswert von CHF 87,8 Mrd., 42 Prozent des Rückstands entfallen auf die Fahrbahn.
Der 2014 eingesetzte Aufwärtstrend bei den Zielen der Leistungsvereinbarung hat sich 2016 verstärkt. Der gegenüber Vorjahr stark erhöhte Unterhalt zeigte Wirkung: Die Verfügbarkeit der Anlagen hat deutlich zugenommen. Die Sicherheitsziele wurden wie im Vorjahr alle übertroffen. Bei der Mehrzahl der Ziele hat SBB Infrastruktur Verbesserungen erzielt, jedoch wurden von den 2011 fixierten Zielen im Berichtsjahr nur 6 von 15 erreicht (-1 ggü. 2015). Über die Hälfte der Indikatoren messen jedoch nicht die effektiv erbrachten Leistungen oder können durch SBB Infrastruktur nicht beeinflusst werden (Pressemeldung SBB, 22.03.17).

RechteckSchweiz: RailFit 20/30 bringt die SBB in Gefahr
Das gute Jahresergebnis 2016 der SBB kommt nicht zufällig. Die SBB-Mitarbeitenden sind motiviert und leisten ausgezeichnete Arbeit, wie die bessere Pünktlichkeit und die höhere Kundenzufriedenheit belegen. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV muss die SBB deshalb unbedingt auf den mit RailFit 20/30 geplanten übertriebenen Personalabbau verzichten. Auf dem Spiel steht die Qualität des Service public.
«Das Ergebnis der SBB zeigt, dass ihr Personal kompetent und weiterhin auch motiviert ist! Dies trotz dem Klima der Unsicherheit, das gegenwärtig bei der SBB herrscht», sagt Vizepräsident Manuel Avallone, der im SEV für die SBB zuständig ist. Dass sich die Pünktlichkeit und die Kundenzufriedenheit verbessert haben, ist für Avallone ein Leistungsausweis des Personals und ein ermutigendes Signal, das zeigt, dass das Unternehmen zurzeit gut funktioniert.
«Doch die mit RailFit 20/30 geplanten Sparmassnahmen, insbesondere der Stellenabbau, treffen das Personal direkt und bedrohen die Leistungsqualität», warnt SEV-Präsident Giorgio Tuti. «Es liegt auf der Hand, dass die Qualität des Service public mit 1400 Stellen weniger nicht dieselbe bleiben kann.» Der SEV werde daher weiter Druck auf die SBB machen, die weitere Entmenschlichung des öffentlichen Verkehrs zu stoppen, also auf den Abzug weiterer Mitarbeiter/innen aus den Bahnhöfen und Zügen zu verzichten.
In der Bilanz sticht für den SEV auch die Stabilität von SBB Cargo hervor. «Das gute Jahresergebnis zeigt, dass überhaupt keine Notwendigkeit besteht, die Rechtsform von SBB Cargo zu ändern, wie dies der Nationalrat vom Bundesrat geprüft haben will», hält Manuel Avallone fest. «Das System der integrierten Bahn hat sich in der Schweiz bestens bewährt. Es gibt keinen Grund, es zu ändern.»
Das gute Jahresergebnis kommt für die Sozialpartner der SBB in einem wichtigen Moment. Denn ab Anfang nächsten Jahres stehen Neuverhandlungen des GAV SBB und SBB Cargo für 2019 und die folgenden Jahre an. Bekanntlich hängen die Motivation des Personals und die Leistungsqualität zusammen. Auch deshalb wird der SEV darauf pochen, dass die SBB ihre Anstellungs- und Arbeitsbedingungen nicht verschlechtert (Pressemeldung SEV, 22.03.17).

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