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LOK Report – News von Mittwoch, 03.02.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

VCD-Konzept für den Ausbau
des Stuttgarter Eisenbahnnetzes

Absatzlinie

Sturmschäden in Deutschland

Absatzlinie

Vier Anbieter im Hauptverfahren
um 60 neue Züge der BLS

Absatzlinie
Alliance beklagt illegale Arbeiten
am Semmering-Basistunnel

Absatzlinie
Metro Tenerife erweitert Netz
Absatzlinie
InterPanter nahmen Verkehr
zwischen Prag und Brünn auf

Willkommen beim LOK Report

Foto links: ÖBB

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Bundesnetzplan als Alternative zum Bundesverkehrswegeplan
Wer kennt das nicht: Fast immer ist ein Wunschzettel größer als der Geldbeutel hergibt. Nicht anders ist es bei Straßen, Schienen und Wasserstraßen, die an vielen Orten gewünscht werden und die der Bund finanzieren soll. Um niemanden zu enttäuschen, gibt es einen Trick: den Bundesverkehrswegeplan (BVWP), in den man einfach alles reinschreibt, was irgendwo gewünscht wird.
Für viele Strecken gibt es gute Gründe, warum sie notwendig sind – so wie das bei tausenden anderen Projekten auch der Fall ist. Weil das Geld nicht für alles reicht, kann nur der geringste Teil aller Vorhaben umgesetzt werden. Vielerorts ist man enttäuscht, weil die Aufnahme in den BVWP nicht automatisch die Umsetzung bedeutet. Dennoch bleibt die Bundesregierung auch beim nächsten BVWP beim alten Stiefel.
Dem setzt die grüne Bundestagsfraktion jetzt etwas entgegen: den Bundesnetzplan. Hier soll zukünftig jedes Projekt daraufhin überprüft werden, ob es Mensch und Umwelt entlastet, ob es zu einer Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsmittel beiträgt und ob es bei Schienenprojekten einen Deutschland-Takt mit kurzen Umstiegen ermöglicht. Damit wollen wir die vielen Wünsche bewerten und dann – je nach verfügbaren Mitteln – nach einer Rangfolge abarbeiten, statt weiter alles der Kungelei zu überlassen (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 03.02.16).

Industrie

RechteckKral: Caterpillar verlässt sich auf KRAL Durchflussmessgeräte

Caterpillar bietet für ihre Dieselmotoren einen Nachrüstsatz zur Kraftstoffverbrauchsmessung mit KRAL Durchflussmessgeräten. KRAL Durchflussmessgeräte gewährleisten die genaue Überwachung des Kraftstoffverbrauchs in Echtzeit und ermöglichen einen wirtschaftlichen Motorenbetrieb. Die Messdaten können mittels Datenübertragung abgerufen und zur Anzeige gebracht werden.
Für die Messaufgabe sind zwei Durchflussmessgeräte nötig, eines im Kraftstoffzulauf und eines im Kraftstoffrücklauf. Die Differenz zwischen Zu- und Rücklaufmenge entspricht dem momentanen Kraftstoffverbrauch. Damit bei der Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs eine bessere Systemgenauigkeit als 2% erreicht wird, müssen die einzelnen Durchflussmessgeräte, in Folge der mathematischen Fehlerfortpflanzung, von hoher Präzision sein. KRAL Volumeter® messen unabhängig von der Kraftstoffart und der Kraftstofftemperatur mit einer Genauigkeit von +/- 0,1% vom Messwert.
Weitere entscheidende Vorteile in dieser Anwendung sind, dass KRAL Volumeter® sehr kompakt und einfach nachzurüsten sind sowie für die rauen Einsatz- und Umgebungsbedingungen am Motor konzipiert wurden (2,5 Millionen Zugkilometer) (Pressemeldung KRAL AG, 03.02.16).

RechteckSBB: Thomas Neff verlässt die SBB GmbH
Thomas Neff (63), CEO der SBB Deutschland GmbH, hat sich entschieden eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen: Er verlässt im Verlaufe des Sommers die SBB GmbH und wird Delegierter des Verwaltungsrats und CEO der Teo Jakob Holding AG.
Der Nachfolgeprozess ist eingeleitet.
Neff hatte die Leitung der SBB GmbH im April 2006 übernommen. Unter seiner Führung konnte diese sich im liberalisierten Regionalverkehr in Deutschland erfolgreich positionieren. Auf den Linien der Wiesentalbahn erhöhte sich das Fahrgastaufkommen über die letzten zehn Jahre von rund 4,2 Mio. auf rund 8 Mio. Fahrgäste; auf der Seehas-Linie konnte eine Fahrgastzunahme von 4 Mio. auf rund 5,2 Mio. verzeichnet werden. Diese Steigerung ist auch auf die hohen Pünktlichkeits- und Qualitätswerte zurückzuführen und spiegelte sich in den Kundenzufriedenheitsumfragen wider.
Das führte dazu, dass 2014 beim Seehas und der Wiesentalbahn die Verkehrsverträge mit dem Land Baden-Württemberg vorzeitig bis 2020 verlängert werden konnten. Im Weiteren erhielt die SBB GmbH unter der Ägide von Thomas Neff 2014 den Zuschlag zur Führung der S-Bahn-Linie Schaffhausen–Erzingen.
Die SBB GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der SBB AG. Sie betreibt seit Jahren erfolgreich den grenznahen Schienenverkehr im süddeutschen Raum mit dem Seehas im Raum Konstanz sowie der Wiesentalbahn der Regio-S-Bahn Basel im Raum Basel/Lörrach. Sie beschäftigt rund 90 Mitarbeitende und betreibt mit ihrer Flirt-Fahrzeugflotte ein Streckennetz von rund 120 Kilometern (2,5 Millionen Zugkilometer) (Pressemeldung SBB, 03.02.16).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Deutsche Bahn modernisiert Strecke Schaffhausen (Schweiz)–Konstanz
Die Deutsche Bahn setzt die Modernisierung der Infrastruktur fort. Durch die Bündelung verschiedener Bauarbeiten an einem Streckenabschnitt können Anzahl und Dauer baubedingter Sperrungen auf ein Minimum reduziert werden.
In diesem Jahr führt die Bahn auf der Strecke Schaffhausen (CH)–Singen (Hohentwiel)–Konstanz über neun Monate von Mitte Februar bis Anfang November umfangreiche Bau- und Instandhaltungs-arbeiten durch. Dabei werden 22 Weichen und über 50 Kilometer Gleis erneuert, parallel laufen umfangreiche Begleitarbeiten, unter anderem an der Entwässerung sowie an Randwegen.
Bereits 2015 hatte die Bahn von Februar bis Mai für fast acht Millionen Euro Gleise und Weichen in den Bahnhöfen Singen und Radolfzell sowie das Gleis im Bereich Hegne erneuert. Für die jetzigen Arbeiten wird die Bahnstrecke im Zeitraum vom 12. Februar bis zum 5. November 2016 in mehreren Bauphasen abschnittsweise komplett oder auf einem Gleis gesperrt
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.02.16).

RechteckBW: Schreiner als Vertreter bei der UITP und der IHK RN bestätigt
Der Verband der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) hat auf seiner Sitzung in Berlin Werner Schreiner, Projektmanager bei der VRN GmbH, als Vertreter im Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) im Komitee für Regional- und Vorortverkehr bestätigt. Der Ausschuss für Regional- und Vorortverkehr (Eisenbahnen) kümmert sich vor allem um eine internationale Abstimmung von Fragen der Verkehrsangebote, der Fahrzeugunterhaltung und der Tarife.
Darüber hinaus gilt es auch die Erfahrungen aus der Umsetzung von Neubauvorhaben zu ziehen und für Werner Schreiner als VRN-Vertreter, ist es auch seine Aufgabe die Sicht und Interessen der Aufgabenträger im VRN zu vertreten.
Der 1885 gegründeten Union Internationale des Transports Publics (UITP) gehören Mitglieder aus 90 verschiedenen Ländern an, die sowohl seitens der Aufgabenträger, wie auch von Bahnbetreibern, der Industrie, Wissenschaftsverbänden oder Beraterfirmen vorgeschlagen werden.
Bereits Ende des vergangenen Jahres hat das Präsidium der IHK Rhein-Neckar für die Vollversammlungsperiode 2015 – 2020 Werner Schreiner als Mitglied im Ausschuss für Verkehr der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar berufen. Die Tätigkeiten in beiden Gremien erfolgen ehrenamtlich. (Pressemeldung VRN
, 03.02.16).

RechteckBW: VCD-Konzept für Ausbau Stuttgarter Eisenbahnnetz

Engpässe bei Stuttgart 21. Grafik K. Arnold/VCD.
Am 2.2.2010 begannen die Bauarbeiten zum umstrittenen Projekt Stuttgart 21, mit dem der bestehende Kopfbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt werden soll. Diesen Jahrestag nimmt der ökologische Verkehrsclub VCD zum Anlass, ein Konzept für den weiteren Eisenbahn-Infrastruktur-Ausbau für Stuttgart vorzulegen. „
Der erste Feinstaubalarm in Stuttgart zeigte, dass eine Kapazitätserweiterung des Schienennetzes dringend geboten ist, da es in der Hauptverkehrszeit weder heute noch nach der Realisierung von Stuttgart 21 mehr Züge aufnehmen kann“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest. Denn durch Stuttgart 21 würden neue Engpässe geschaffen, so der VCD.
Der VCD fordert deshalb, wie zum Beispiel in Zürich und Wien, die Eisenbahninfrastruktur konsequent zu erweitern und nicht – wie bisher in Stuttgart vorgesehen –, nur zu ersetzen.
Als kurzfristige Maßnahme fordert der VCD einen erneuten Gleisvorfeldumbau im Kopfbahnhof, um die derzeit starken Nutzungseinschränkungen bei den Gleisen 8 bis 10 aufzuheben. Diese Engpässe verursachten viele Verspätungen und beruhten auf einem unsachgemäßen Umbau durch die DB Netz AG, der zu mehrfachen Zugentgleisungen geführt hätte, so der VCD.
Darüber hinaus hat der Verkehrsclub ein Konzept für einen weitergehenden Infrastrukturausbau entwickelt, um bestehende Engpässe aufzulösen und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. „Mit diesen Zusatzkapazitäten können neue Verbindungen geschaffen werden, um bis zu 200.000 neue Fahrgäste pro Tag zu gewinnen“, erklärt Matthias Lieb. Mit der Umsetzung der VCD-Vorschläge könnten insbesondere in den Hauptverkehrszeiten bis zu 40 zusätzliche Züge pro Stunde mit rund 20.000 Sitzplätzen angeboten werden.
Als Ergebnis aktueller Entwicklungen wie der Notwendigkeit, aus Umweltschutz- und Gesundheitsgründen einen signifikanten Teil des PKW-Verkehrs auf öffentliche Verkehrsträger verlagern zu können, dem Deutschlandtakt, der DB-Fernverkehrsoffensive, neuer Betreiber im Fernverkehr, die ab Stuttgart Fernzüge anbieten möchten, aber auch unter Berücksichtigung erwarteter Auflagen für Stuttgart 21 aufgrund der überhöhten Längsneigung, sieht der VCD die im Folgenden dargestellten Ausbaunotwendigkeiten.
Den Bundes-, Landes-, Regional- und Stadtpolitikern sowie der DB AG wird dieses Konzept zur verkehrlichen Fortentwicklung des Eisenbahnverkehrs in der Landeshauptstadt Stuttgart zur weiteren Diskussion vorgelegt
(Pressemeldung VCD, 03.02.16).

RechteckBayern: Gochsheim - Etwashausen laut DRE stillgelegt
Am 29.01.2016 veröffentliche die DRE auf ihrer Facebook-Seite, dass die DRE-Tochter BRE vom bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, einen Stilllegungsbescheid für den von ihr formal betriebenen Streckenabschnitt Gochsheim (ausschließlich) bis km 5,37 vor Kitzingen-Etwashausen erhalten und diesen umgehend umgesetzt habe; die BRE werde gepachtete Strecke am 10.02.2016 an den Eigentümer der Infrastruktur, die DB Netz AG zurückgeben (er-tz
, 03.02.16).

RechteckBayern: Fahrzeugbeschädigungen nach Oberleitungsstörungen beim Meridian
Nachdem am Freitag durch die defekte Oberleitung ein Meridian-Fahrzeug in Rosenheim beschädigt wurde, sind am Montag zwei weitere Meridian-Züge während des Sturms durch Oberleitungsschäden in Raubling an den Stromabnehmern beschädigt worden. Weitere drei Fahrzeuge müssen im Werk durch den Hersteller Stadler zwingend an der Elektronik überarbeitet werden, sodass die Reserve nicht mehr zur vollen Abdeckung der Zugleistungen ausreicht.
Der Sturm am Montagmorgen hat die Fahrzeugsituation bei den Meridian-Zügen weiter belastet. Zwei Fahrzeuge mussten nach Kollision mit Teilen der Oberleitung in die Werkstatt gefahren werden. Schon am Freitag wurde ein Zug in Rosenheim durch eine defekte Oberleitung stark beschädigt. Ein weiteres Fahrzeug steht ebenfalls mit Stromabnehmerschaden in der Werkstatt.
Gleichzeitig muss der Hersteller Stadler im Rahmen der Gewährleistung zwingend die Elektronik bei drei weiteren Fahrzeugen überarbeiten, damit die Züge wieder den Regelbetrieb aufnehmen können. Ein weiteres Fahrzeug steht zur intensiven Überarbeitung beim Hersteller, zwei andere Fahrzeuge erhalten die vorgeschriebene Wartung in der Werkstatt.
"Von den 35 Fahrzeugen die wir haben, stehen 10 wegen Schäden nicht zur Verfügung. Das ist für unsere Fahrgäste und für uns eine überhaupt nicht zufriedenstellende Situation", so Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, die den Meridian betreibt. "Wir werden daher für morgen, Dienstag, den 02.02.2016, und wahrscheinlich auch an den Folgetagen unser Angebot einschränken müssen. Wir wissen, dass wir das Rückgrat der Mobilität im Südosten Bayerns sind, daher arbeiten wir mit Hochdruck an Lösungen um für unsere Kunden wieder ein gutes Angebot fahren zu können. Es ist uns völlig klar, dass die derzeitige Situation sich schnell bessern muss. Wir entschuldigen uns für die entstehenden Einschränkungen."
"Unsere Werkstatt ist intensiv mit der Abarbeitung der Schäden beschäftigt. Auch mit dem Hersteller Stadler stehen wir laufend in Kontakt. Zudem suchen wir nach weiteren Möglichkeiten, die Züge schnellstmöglich wieder auf die Schiene zu bringen und fragen hierfür auch im Ausland nach", ergänzt Fabian Amini, Technischer Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn GmbH, 03.02.16).

RechteckNiedersachsen: Radsatzprobleme beim Erixx
In dieser Woche hat erixx weniger Fahrzeuge auf den Strecken zwischen Uelzen, Braunschweig, Bad Harzburg und Hannover im Einsatz als sonst. Grund dafür sind Messwerte an den Radsätzen, welche die zulässige Toleranz unterschritten haben. "Eine Gefahr für die Fahrgäste hat zu keiner Zeit bestanden" erklärt Pressesprecher Björn Pamperin.
"Bei einer routinemäßigen Untersuchung haben wir an einigen Fahrzeugen jedoch festgestellt, dass die Werte nicht mehr innerhalb der Toleranz liegen. Daher haben wir diese Fahrzeuge vorsorglich aus dem Verkehr genommen, um die entsprechenden Bauteile auszutauschen"
Konkret geht es um 4 Fahrzeuge, welche für 1-2 Wochen ausfallen werden. Zu Zugausfällen oder Verspätungen wird es dadurch laut erixx nicht kommen. Die Auswirkung besteht lediglich darin, dass statt mit 2 oder 3 hintereinander gekoppelten Fahrzeugen jeweils mit einem Fahrzeug weniger gefahren wird.
"Um es kurz zu machen: es kann eng werden im erixx" so Pamperin weiter. "Im Interesse der Sicherheit bitten wir alle Fahrgäste um Verständnis, falls es auf einigen Strecken nicht genügend Sitzplätze gibt."
Erixx arbeitet mit Hochdruck daran, die betroffenen Fahrzeuge schnellstmöglich wieder fahren zu lassen. Dies kann bis max. nächste Woche dauern. Ob und in welchem Umfang es sich um Garantiefälle des Herstellers handelt, prüft erixx indes sehr genau.
Vorsichtshalber hat erixx auf besonders stark frequentierten Strecken auch Busse bestellt, welche parallel zum Zug fahren und weitere Fahrgäste mitnehmen können. An welchen Stationen konkret Busse fahren, wird jeweils kurzfristig vor Ort entschieden, je nachdem wie viele Fahrgäste zu erwarten sind.
Bereits seit der letzten Woche muss erixx auf drei Fahrzeuge verzichten. An diesen gibt es Schäden durch einen Personenunfall bzw. einen Brandschaden. "Die Fahrzeugreserven sind nun erschöpft, wir tun alles dafür, die fehlenden Fahrzeuge zu reparieren und schnellstmöglich wieder auf Fahrt schicken zu können." erklärt Pamperin abschließend (Pressemeldung erixx GmbH, 03.02.16).

RechteckSachsen: Nur ein Teil der Leistungen für freigestellten Schülerverkehr vergeben
Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) hat auf ihrer Versammlung (2.2.2016) nur einen Teil der Leistungen für den freigestellten Schülerverkehr für die Schuljahre 2016/17 bis 2021/22 vergeben. Weitere Lose werden aufgehoben. Diese Leistungen sowie die der Lose, die ohne Angebot blieben, sollen neu vergeben werden.
Laut Vorgabe der Landesdirektion Chemnitz und des finanziellen Umfangs mussten die Leistungen im Block europaweit ausgeschrieben werden. So waren im Juni 2015 insgesamt 97 Lose im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht worden. Bis zum Ende der Frist am 30. September 2015 gingen insgesamt 219 Angebote ein. Bei der Auswertung wurde festgestellt, dass die Angebotspreise von lediglich 54 Losen noch innerhalb der von der Rechtsprechung anerkannten Marge von 20 Prozent über dem Erwartungswert liegen. Dem entsprechend hat die Verbandsversammlung diese 54 Lose für den ausgeschriebenen Zeitraum vergeben.
Die anderen Lose sowie die sechs, für die kein Angebot eingereicht wurde, werden mit Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb neu vergeben. Damit soll der freigestellte Schülerverkehr ab Schuljahresbeginn Anfang August gesichert werden.
Im freigestellten Schülerverkehr werden Jungs und Mädchen gefahren, die öffentliche Nahverkehrsmittel nicht nutzen können. Das betrifft in der Region derzeit rund 1.200 Schüler und Auszubildende. Gefahren werden sie insbesondere von Taxi- bzw. Mietwagenunternehmen oder Sozialverbänden
(Pressemeldung Verkehrsverbund Vogtland GmbH, 03.02.16).

RechteckSachsen-Anhalt: Sturmtief legte Zugverkehr der HSB lahm

Mit Hochdruck arbeiten die Einsatzkräfte der HSB an der Beseitigung der Sturmschäden, hier im Bereich des Drängetals zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne. Foto HSB/Dirk Bahnsen.
Sturmtief „Norkys“ fegt derzeit mit heftigen Böen über den Harz hinweg und sorgt auch für Zugausfälle auf dem Schienennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Betroffen sind hiervon seit gestern Teile der Harzquerbahn zwischen Wernigerode und Eisfelder Talmühle sowie die Brockenbahn, deren Betrieb vorübergehend eingestellt worden ist. Bislang fahrplanmäßig rollen die Züge auf der Selketalbahn sowie im Südharz zwischen Nordhausen und Eisfelder Talmühle.
Ursache für die Zugausfälle ist eine Vielzahl umgestürzter Bäume, welche die Gleise auf verschiedenen Streckenabschnitten blockieren. So waren es bislang allein rund 100 Fichten, die im Bereich des Drängetals zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne quer über den Schienen lagen. Die Einsatzkräfte der HSB arbeiten seit gestern Mittag trotz der widrigen Witterungsbedingungen mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden. Aufgrund der Gefahr weiterer Baumstürze konnten drei Dampfzüge die Heimreise nach Wernigerode am gestrigen Abend nicht antreten und übernachteten aus Sicherheitsgründen im Bahnhof Drei Annen Hohne.
Die HSB geht davon aus, den Verkehr auf der Brockenbahn ab dem 3. Februar wieder aufzunehmen
(Pressemeldung HSB, 03.02.16).

RechteckSachsen: Zuschlag für Dieselnetzes Nordwestsachsen und R6 erteilt
Die Transdev GmbH, Deutschlands größter privater Betreiber von Bahn- und Busverkehren, hat jetzt den Zuschlag im europaweiten Ausschreibungsverfahren zur Vergabe des Dieselnetzes Nordwestsachsen Teillos B für die Strecke Leipzig – Grimma – Döbeln (Linie R6) erhalten.
Dies teilten die Aufgabenträger Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig sowie Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen gemeinsam in Leipzig mit. Künftig gibt es mehr Züge zwischen Leipzig und Grimma, bis Döbeln verkehren die Bahnen wie bisher im Stundentakt.
Das Tochterunternehmen Transdev Regio Ost GmbH wird den Betrieb der Linie R6 bereits ab 12. Juni 2016 für neuneinhalb Jahre bis Dezember 2025 übernehmen. Der Auftrag hat ein Volumen von jährlich fast einer Million Zugkilometer. Zum Einsatz kommen zehn Dieseltriebwagen, die vom Aufgabenträger zur Verfügung gestellt werden. Das entsprechende Vergabeverfahren zur Bereitstellung von Fahrzeugen hatte der deutsche Ableger der in Luxemburg ansässigen Alpha Trains Europa GmbH bereits im Sommer 2015 für sich entscheiden können.
"Es freut uns sehr, dass wir unsere Erfolgsgeschichte in Sachsen fortschreiben können und eine weitere Ausschreibung gewonnen haben", sagt Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Transdev GmbH. "Die Strecke ergänzt hervorragend unsere Linie Leipzig – Chemnitz, die wir seit Dezember 2015 betreiben, und das Elektronetz Mittelsachsen, mit dem wir ebenfalls im Juni 2016 an den Start gehen werden."
Transdev war zuvor schon bei der Ausschreibung der Strecke Leipzig – Chemnitz (Dieselnetz Nordwestsachsen Teillos A) und der Ausschreibung für das Elektronetz Mittelsachsen mit rund 5,8 Millionen Zugkilometern und Linien von Dresden nach Chemnitz, Zwickau und Hof sowie von Chemnitz über Döbeln nach Elsterwerda erfolgreich.
Die Transdev-Gruppe wird damit in Zukunft mit einer jährlichen Leistung von rund 7,75 Millionen Zugkilometern eines der größten Eisenbahnverkehrsunternehmen im Freistaat Sachsen sein
(Pressemeldung Transdev GmbH, 03.02.16).

RechteckSchleswig-Holstein: Sturmschaden - Regionalexpress fährt in Baum

Dienstagmorgen, 02.02.2016, gegen 09.30 Uhr, war ein Regionalexpress auf der Strecke Lüneburg - Lübeck unterwegs. Kurz vor Mölln sah der Triebfahrzeugführer Gegenstände im Gleis und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Vermutlich durch den Sturm waren Äste eines Baumes abgebrochen und in die Gleise gefallen.
Der Regionalexpress fuhr trotz Schnellbremsung auf die Äste auf und wurde dabei aus den Gleisen herausgehebelt. Die Bundespolizei veranlasste die Sperrung der Strecke und war während der Evakuierungsarbeiten und zur Sicherung des Unfallvorganges vor Ort. Die Feuerwehr organisierte die Evakuierung des Regionalexpress, Rettungskräfte waren vorsorglich ebenfalls vor Ort.
Der Zug soll durch einen Spezialzug wieder in die Gleise gehoben werden und soll, sofern er fahrtüchtig ist, anschließend nach Lübeck gefahren werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich noch mindestens bis 16.00 Uhr andauern
(Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Kiel, 03.02.16).

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LOK Report 02/16

LOK Report Ausgabe 2/16

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RechteckLokotrain in Breclav


Das tschechische Bahnunternehmen Lokotrain setzt modernste Elektrolokomotiven vom Typ Vectron des Herstellers Siemens ein. Die Vectron-Lokomotiven sind für 160 km/h zugelassen und besitzen eine Leistung von 6400 kW. Im Grenzüberschreitenden Verkehr sind die Lokomotiven universell einsetzbar, da sie mehrere europäische Zusicherungs-systeme besitzen(LZB, PZB, ETCS, SHP und Mirel) und unter den Stromsystemen AC 25 kV, 50 Hz, AC 15 kV, 16,67 Hz, DC 3 Kv und DC 1,5 kV fahren können.
Von Breclav kommend, ist Lok 193 222 mit ihren Güterzug unterwegs. Die Lok gehört der ELL European Locomotive Leasing und ist für Lokotrain im Einsatz. Baujahr 2015, Auslieferung im Mai 2015. Bei Lokotrain sind insgesamt drei Vectron im Einsatz. Neben der 193 222 sind dies 193 220 und 193 221. Zulassung haben die Loks in Deutschland, Slowakei, tschechien, Österreich, Ungarn und in der Türkei. Angestrebt ist der Einsatz und die Zulassung ausserdem in Polen und in Bulgarien.
Neu im Lokpark vonLokotrain ist die von der Tschechischen Staatsbahn übernommene und bei CZ LOKO modernisierte 242 558-5. Bei dieser Lokomotive handelt es sich um die erste Lok, die Lokotrain gekauft hat. Die Lok verfügt über 3080 kW Leistung und ist für 120 km/h zugelassen.
Im Winterschlaf befindet sich in Breclav eine 189 der PKP Cargo, die von Lokotrain in Tschechien derzeit eingesetzt wird (Jan Krehl, 03.02.16).


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RechteckÖsterreich: Erstes Arbeitsgespräch zwischen Minister Klug und Bahnchef Kern

Infrastrukturinvestitionen, die Anschaffung neuer Nahverkehrstriebwagen, die Zukunft des Güterverkehrs und die Ausbildung von Lehrlingen durch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) waren Themen beim heutigen, ersten Arbeitsgespräch zwischen Infrastrukturminister Gerald Klug und ÖBB-Vorstandsvorsitzendem Christian Kern. Die Bahn hat enorme Bedeutung für unseren Wirtschafts- und Industriestandort. "Jeder Euro, der in die Schiene, in den Güter- oder in den Nahverkehr investiert wird, macht die Bahn attraktiver und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs", betonte Klug am Rande des Gespräches.
"Die Bahn hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Diesen erfolgreichen Weg wollen wir verkehrspolitisch und auch betriebswirtschaftlich weiterführen. Österreichs Bahnfahrer zählen heute zu den fleißigsten und auch zufriedensten Bahnfahrern. Weiters sind die nachhaltigen Investitionen in Infrastruktur der Bundesregierung ein wichtiger Wachstumstreiber für den Wirtschaftsstandort", erklärt auch ÖBB-Vorstandsvorsitzender Kern.
In den kommenden sechs Jahren werden etwa 14,6 Milliarden Euro in den Ausbau der Schieneninfrastruktur in Österreich investiert. Neben den Investitionen in die großen Bahn-Korridore und dem Ausbau von Güterterminals, wird auch in neues Wagenmaterial investiert und 101 neue Nahverkehrstriebwagen im Wert von etwa 500 Millionen Euro angeschafft.
Auch die Zukunft des Güterverkehrs war Thema. Ziel ist es, den Anteil der Schiene hier weiter deutlich zu erhöhen. "Von etwa einem Drittel soll auf 40 Prozent gesteigert werden. Österreich ist hier im europäischen Vergleich bereits absoluter Spitzenreiter. Jetzt wollen wir noch einen Schritt weiter gehen", so Klug, der Vorteile sowohl für die Wirtschaft als auch für die Umwelt sieht. Dafür wird auch hier investiert: neue Güterverkehrslokomotiven werden ab 2016 angeschafft.
Auch bei der Ausbildung von Lehrlingen sind ÖBB und bmvit Partner. Durch eine Kooperation von Ministerium und Bundesbahn können in den ÖBB-Lehrwerktstätten deutlich mehr Lehrlinge ausgebildet werden, als das Unternehmen Eigenbedarf hätte. "So ermöglichen wir jungen Menschen eine profunde Berufsausbildung, die nahe an der Wirtschaft ist und am Arbeitsmarkt gut nachgefragt wird", so der Minister. In den Lehrwerkstätten der ÖBB werden jährlich knapp 1.800 Lehrlinge ausgebildet (Pressemeldung ÖBB, 03.02.16).

RechteckÖsterreich: Erstes Schiff fährt auf Schienen über den Brenner

Eine 10.000 PS starke ÖBB Tauruslokomotive die im Reisezugverkehr zwischen München – Innsbruck – Verona im Einsatz steht wurde in einem sehenswerten Außendesign gestaltet – Ein modernes Schiff der Tiroler Achenseeschiffahrt ist damit erstmalig und grenzüberschreitend auf Schienen unterwegs.
Am Dienstag um 11:27 Uhr am Innsbrucker Hauptbahnhof zog die 88 Tonnen schwere und 10.000 PS starke ÖBB-Tauruslokomotive erstmalig einen der zehn täglichen DB-ÖBB EC Züge auf der Schienenachse zwischen München – Brenner – Verona/Bologna/Venedig. Am Samstag wurde der sehenswerte Werbebotschafter offiziell getauft und ist nun täglich auf Schienen unterwegs. Zu sehen ist an den Seitenwänden der Lokomotive das im Juli 2016 fertig werdende neue Fahrgastschiff der Tiroler Achenseeschiffahrt. Die Achenseeschiffahrt setzt damit ein eindeutiges Signal in puncto Vorwärtsstrategie. "Mit dem Bau des neuen Fahrgastschiffes, welches derzeit in der Werft in Pertisau am Achensee gebaut wird, eröffnen sich uns ganz neue Möglichkeiten im Bereich des Veranstaltungssegments", so Marketingbeauftragte und gastronomische Geschäftsführerin Frau Kapitän Daniela Neuhauser. "Das neue Fahrgastschiff entspricht den höchsten Anforderungen an Ausstattung, Technik, Komfort und Design und macht es somit für alle Arten von Veranstaltungen zur idealen Location." Weitere Informationen über die Saison 2016, den Schiffsneubau oder sonstige News rund um die Achenseeschiffahrt finden Sie auf www.tirol-schiffahrt.at. Und was eignet sich besser um zum Achensee zu kommen als eine Anreise aus Italien mit den DB-ÖBB EC Zügen direkt nach Jenbach und von dort ist es nur mehr ein kurzer Weg zum Achensee. Für den Teamleiter der ÖBB-Werbung Jochen Kaiblinger ist das erste Schiff auf Schiene ein echter Blickfang: "Was passt für einen Zug nach Italien besser als das Bild eines modernen Schiffes. Da werden viele Fahrgäste am Bahnsteig staunen und in das Schiff auf Schiene gerne einsteigen." (Pressemeldung ÖBB, 03.02.16).

RechteckÖsterreich: Illegale Arbeiten für den Semmering-Basistunnel
Wie aus Bevölkerungskreisen am Semmering mitgeteilt wird, werden nach wie vor Bauarbeiten zum Projekt „Semmering-Basistunnel neu“ (SBTn) vorgenommen, obwohl
• der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) die naturschutzrechtliche Bewilligung zum Projekt „Semmering-Basistunnel neu“ (SBTn) wegen Rechtswidrigkeit aufgehoben hat (Erkenntnis vom 15. November 2015; Zl Ra 2015/03/0058-12),
• bei der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen Anzeige erstattet wurde (Einschreiben der Rechtsanwaltskanzlei Manak, Schallaböck & Partner vom 14. Dezember 2015),
• deren Eingang seitens der BH Neunkirchen bestätigt wurde (Anschreiben vom 22.12.2015)
• und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) in seinem Rundschreiben vom 10.07.2015 (GZ BMLFUW-UW.1.4.2/0052-I/1/2015) ausdrücklich zum Ausdruck hat, dass sich die Regelung gemäß § 42a UVP-G (Fortbetriebsrecht) nur auf den Betrieb, nicht aber auf die Errichtung des Vorhabens bezieht.
Weder die ÖBB noch die Bezirkshauptmannschaft von Neunkirchen können sich auf § 42a UVP-G (Fortbetriebsrecht) berufen. Denn der § 42a UVP-G heißt wortwörtlich:
"„§ 42a. Wird ein Genehmigungsbescheid in der Fassung eines Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben, so darf das Vorhaben bis zur Rechtskraft des Ersatzerkenntnisses, längstens jedoch ein Jahr, entsprechend dem aufgehobenen Genehmigungsbescheid in der Fassung des verwaltungsgerichtlichen Erkenntnisses weiter betrieben werden. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsgerichtshof der Revision, die zur Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Erkenntnisses führte, die aufschiebende Wirkung zuerkannt hatte.“"
Daraus geht deutlich hervor, dass sich die Regelung gemäß § 42a UVP-G (Fortbetriebsrecht) nur auf den Betrieb, nicht aber auf die Errichtung des Vorhabens bezieht.
Andernfalls wäre in der 111. Sitzung des Nationalrates am 27.01.2016, in der u.a. über die Ergänzung des UVP-G hinsichtlich „Recht zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens“ abgestimmt wurde, auch der § 42a entsprechend abgeändert bzw. ergänzt worden - was aber nicht der Fall war.
Demnach gilt auf niederösterreichischer Seite Bauverbot für das SBTn-Projekt. Da die Bezirkshauptmannschaft von Neunkirchen die Einstellung der illegalen Arbeiten nicht veranlasst, obwohl ihr das Erkenntnis des VwGH (vom 17.11.2015) seit Monaten bekannt ist, stellt sich die Frage, ob hier nicht bereits Amtsmissbrauch zugunsten der Projektwerberin vorliegt (Pressemeldung Alliance for Nature, 03.02.16).

RechteckSchweiz: Sensation am Gotthard - Die zweite Röhre ist bereit
Mit einem Aktionstag setzt das Verkehrspersonal am Dienstag ein deutliches Zeichen für die Verlagerungspolitik. Es steht ein für den Schienenverkehr und gegen den überflüssigen zweiten Strassentunnel am Gotthard. Damit bezieht das Personal auch Stellung gegen die unverständliche Haltung der SBB.
Im kommenden Sommer feiert die SBB mit grösstem Pomp die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Dieser Tunnel ist für die Verkehrsverlagerung gebaut worden. Zahlreiche Experten haben nachgewiesen, dass die beiden Bahntunnel in der Lage sind, den Zusatzverkehr zu bewältigen, der durch den Schienenverlad entsteht, solange der Strassentunnel saniert wird.
Für die SBB wäre dies zweifellos ein Geschäft. Fürs Verkehrspersonal ist es deshalb völlig unverständlich, dass die SBB nicht eindeutig Stellung bezieht; die Vermutung liegt nahe, dass sie einer Direktive aus dem Bundehaus folgt. «Die SBB würde von der Verlagerungslösung ohne zweiten Strassentunnel profitieren, und das soll sie auch sagen!», fordert Giorgio Tuti, Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV.
Anders als die SBB bezieht das Verkehrspersonal klar Stellung: Mit dem heutigen Aktionstag steht der SEV gut sichtbar für den Schienenverkehr ein, indem er klar und deutlich gegen den Bau der zweiten Strassenröhre am Gotthard eintritt. In zahlreichen Bahnhöfen läuft ein Kurzfilm über die Bildschirme, der die Aussage trägt: «Sensation am Gotthard: Die zweite Röhre ist bereit». Dieselbe Aussage findet sich auf den Postkarten, die das Verkehrspersonal heute in den Bahnhöfen verteilt. Illustriert ist dies mit einer symbolischen Eröffnung des Neat-Basistunnels: Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Verkehrsberufe durchschneiden das rote Band und eröffnen damit die zweite Röhre am Gotthard – sie ist fertig gebaut und bereit, den Verkehr aufzunehmen (Pressemeldung SEV, 03.02.16).

RechteckSchweiz: Vier Anbieter im Hauptverfahren um 60 neue Züge

Die BLS hat vier Schienenfahrzeughersteller bestimmt, mit denen sie die anstehende Rollmaterialbeschaffung weiterführt: Alstom, Bombardier, Siemens und Stadler haben im Präqualifikationsverfahren überzeugt. Mit der Wahl der vier Anbieter startet die BLS  in das Hauptverfahren des öffentlichen Ausschreibungsprozesses.
Die vier präqualifizierten Anbieter werden dabei unter Vorgabe eines umfassenden Kriterienkataloges betreffend Innenausstattung, Technik, Instandhaltung und Fahrgastinformation eine detaillierte Offerte für die rund 60 neu zu beschaffenden Züge ausarbeiten. In der zweiten Jahreshälfte 2017 will die BLS den Auftrag an einen der vier Anbieter vergeben. Im Beschaffungsprozess wird vor allem die Fahrzeugentwicklung längere Zeit beanspruchen – dies namentlich aufgrund zweier unterschiedlicher Einsatzzwecke. Die neuen Züge sollen einerseits im vorwiegend touristisch geprägten RE-Verkehr und andererseits in der S-Bahn mit einem starken Pendlerverkehr eingesetzt werden. Die BLS geht von einem Beschaffungszeitraum von rund fünf Jahren aus. Ausgeschrieben werden einstöckige Züge.
Neben der Wahl der vier präqualifizierten Schienenfahrzeughersteller hat die BLS im Rahmen eines Sitzplatztests nähere Erkenntnisse über die Ansprüche der Kunden an die künftige Ausgestaltung der Züge gewonnen. Die Befragung wurde während zwei Monaten in speziell ausgestatteten Wagen auf der Strecke Bern–Neuenburg–La-Chaux-de-Fonds durchgeführt. Die Auswertung der rund 700 Rückmeldungen zeigt, dass die Kunden eher weichere Sitze wünschen. Armlehnen werden überwiegend als bequem empfunden, zudem bevorzugen die Umfrageteilnehmer sowohl in der 1. wie in der 2. Klasse eine eher weiche, gepolsterte Kopfstütze. Es wird ein gemischtes Tischkonzept mit langen und kurzen Abteiltischen gewünscht.
Der Sitzplatztest zeigt weiter, dass über 80 Prozent der Befragten Abfallbehälter und 70 Prozent Steckdosen am Sitzplatz wünschen. Drei Viertel der Teilnehmenden erachten einen guten Mobile-Empfang als wichtig. Über die Hälfte der Befragten würde ausserdem das Angebot einer Catering-Zone im Zug nutzen.
Der Sitzplatztest wurde in Zusammenarbeit mit der Südostbahn (SOB) durchgeführt. Die Erkenntnisse fliessen in den aktuellen Ausschreibungsprozess ein. Sie bestätigen die bereits zusammengetragenen Anforderungen an die neu zu beschaffenden Züge, welche anhand Erfahrungen aus früheren Beschaffungen, Workshops mit Pro Bahn und aktuellen Kundenrückmeldungen gewonnen wurden.
Die Kundenbedürfnisse werden auch im weiteren Verfahren eingeholt. So verlangt die BLS vom ausgewählten Lieferanten etwa den Bau eines Zugmodells (einer so genannten Maquette). Anhand dieses Modells wird zusammen mit verschiedenen Interessengruppen die Innenausstattung begutachtet, um die neuen Züge möglichst kundengerecht bauen zu können. 
Im Rahmen der aktuellen Ausschreibung plant die BLS die grösste Rollmaterialbeschaffung ihrer Geschichte: Zwischen 2021 und 2026 müssen rund 60 neue Züge beschafft werden, um ältere Züge zu ersetzen und zusätzliches Rollmaterial für den notwendigen Angebotsausbau zu erhalten. Bund und Kantone haben der Beschaffung zugestimmt. Ab 2026 wird die BLS damit nur noch drei Flottenfamilien im Einsatz haben und ihre Züge somit effizienter instand halten und betreiben können (Pressemeldung BLS, 03.02.16).

RechteckSpanien: Metro Tenerife steht vor einer Netzerweiterung
Der Aufsichtsrat der Metro Teneriffe hat grünes Licht für das Projekt des weiteren Ausbau der Linie 2 (La Cuesta -Tincer) gegeben. Gemäß der erfolgten Vorstudie wird die Linie 2 über die bestehende Station Tincer hinaus um rund 2.5 km bis zum Stadtteil La Gallega verlängert. Vier zukünftige Haltestellen sollen vier Stadtteile mit einer Einwohnerzahl von 12.000 Personen erschließen.
Die Erwartungen sehen bis zu 3.000 zusätzliche Nutzer pro Tag vor. Die Gesamtkosten für die Erweiterung sollen rund 37 Mio. Euro betragen.
Die Metro Tenerife hatte im Jahr 2007 den Fahrbetrieb aufgenommen und sich zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Sie konnte die Fahrgastzahlen ständig steigern und beförderte im Jahr 2014 mehr als 12,7 mio. Fahrgäste. (hd, Quelle MetroTenerife, 03.02.16).

RechteckTschechien: InterPanter nahmen Verkehr zwischen Prag und Brünn auf

Auf der Schnellzugstrecke Prag – Brünn (Praha – Brno) mit ihrer hohen Anzahl an Haltestellen, die die InterCity-Verbindungen zwischen den beiden größten tschechischen Städten verstärkt, kam der erste moderne elektrische Triebzug InterPanter zum Einsatz. Die Reisenden genießen in den neuen Zügen einen exzellenten Reisekomfort einschließlich Klimatisierung oder einer WiFi-Verbindung. Bis Juni werden diese modernsten tschechischen Schnellzüge sämtliche älteren Fahrzeuge ersetzt haben.
„In diesem Jahr planen wir die größte qualitative Änderung bei den Schnellzugverbindungen seit 1989. Im Rahmen der Erneuerung des Fuhrparks werden in der ersten Hälfte dieses Jahres auf der Schnellzugstrecke Brünn (Brno) – Česká Třebová – Prag (Praha) alle alten Waggons aus den 70er und 80er Jahren durch insgesamt acht neue moderne Triebzüge des Typs InterPanter ersetzt werden. Für die Reisenden bedeutet dies einen Quantensprung beim Reisekomfort. Auch in Schnellzügen können sie nun die gleiche Qualität wie in InterCity- und EuroCity-Verbindungen erwarten,“ erläutert Pavel Krtek, der Vorstandsvorsitzende der Tschechischen Bahnen (České drahy). Die Schnellzugstrecke bedient mehrere kleinere regionale Zentren und hat insgesamt 12 Zwischenhalte – im Unterschied zu den InterCity-Verbindungen, die zwischen Prag und Brünn nur zwei Mal halten.
Der InterPanter ist der modernste Schnellzug in der Tschechischen Republik. Der Waggonbauer Škoda Vagonka, a.s. aus dem tschechischen Ostrava nahm die Lieferung der gegenständlichen Triebzüge im vergangenen Jahr auf. Die Vorzüge der neuen Technik für die Reisenden unterstreicht Michal Štěpán, für den Bereich Personenverkehr verantwortliches Mitglied des Vorstandes der Tschechischen Bahnen: „Der gegenständliche Triebzug ist der erste Niederflurschnellzug der Tschechischen Bahnen. Hierdurch können bequem auch Mütter mit Kinderwagen, Reisende im Rollstuhl, Senioren oder Fahrradfahrer in den Zug einsteigen. Er ist standardmäßig mit Klimatisierung und einer WiFi-Verbindung für das Internet ausgestattet.“ Der Triebzug bietet ferner elektrische Steckdosen, durch die Notebooks, Mobiltelefone und weitere kleine Geräte aufgeladen werden können, die die Fahrgäste bei ihren Reisen nutzen. Im Zug stehen selbstverständlich Flächen für Kinderwagen und Abteile für Mütter mit kleinen Kindern zur Verfügung. Kinder können daher nach Lust und Laune spielen, ohne die anderen Mitreisenden bei der Fahrt zu stören. Reisende, die mit ihrem Notebook arbeiten oder Sachen ablegen möchten, können Klapptische und Ausklapptische an den einzelnen Plätzen in Anspruch nehmen. Für Fahrradfahrer stehen im Zug mehr als zehn Plätze zum Abstellen von Fahrrädern zur Verfügung.
Die modernen InterPanter-Triebzüge werden nach und nach auf der Strecke Brünn – Česká Třebová – Prag zum Einsatz kommen und spätestens ab Juni auf allen Verbindungen fahren.
Die Tschechischen Bahnen realisieren während der Fahrplansaison 2016 die größte Erneuerung ihres Schnellzugfuhrparks seit dem Jahr 1989. Außer auf der genannten Strecke Brünn – Česká Třebová – Prag werden InterPanter-Triebzüge bereits seit Dezember 2015 auf der Strecke Brünn – Břeclav – Přerov – Olmütz (Olomouc) eingesetzt. Weitere modernisierte Wagen kommen auch für Schnellzüge auf den Strecken Brünn – Olmütz – Šumperk, Prag – Pilsen (Plzeň) oder Prag – Budweis (České Budějovice) zum Einsatz (Pressemeldung CD, 03.02.16).

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