LOK Report – News von Freitag, 24.05.13
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik des Bundes
BMVBS: Förderbescheid für Leipziger Verkehrsbetriebe


Minister Ramsauer übergibt den Förderbescheid an Leipziger Verkehrsbetriebe. Fotos BMVBS.
Mit etwas mehr als einer Million Euro sorgt das Bundesverkehrsministerium dafür, dass im Leipziger Neuseenland erstmals reine Elektrobusse im Linienverkehr eingesetzt werden. Am Rande des Weltverkehrsforums in Leipzig hat Bundesminister Peter Ramsauer den Leipziger Verkehrsbetrieben stellvertretend für alle Projektpartner einen Förderbescheid für das Projekt "eBus Batterfly" übergeben.
"Ich freue mich, dass diese einzigartige Seenlandschaft in Zukunft auch mit Elektrobussen erkundet werden kann. Mit der Umwandlung der ehemaligen Braunkohlegruben in eine Seenplatte schafft Leipzig ein ganz besonderes, stadtnahes Erholungsgebiet für seine Bürger. Da ist es nur naheliegend, dafür auch den umweltfreundlichsten öffentlichen Nahverkehr zu wählen. Mit diesem Projekt zeigen wir außerdem, dass sich Elektromobilität nicht nur für Ballungszentren, sondern auch für städtische Randgebiete und den ländlichen Raum eignet", so Ramsauer bei der symbolischen Scheckübergabe.
Ziel von "eBus Batterfly" ist die Umstellung des Verkehrsangebots von Markkleeberg auf einen vollständig elektrisch angetriebenen Busverkehr und die Erweiterung der Anbindung an die S-Bahn in die Leipziger Innenstadt. Zwei umweltfreundliche und leise eBusse sollen im Linienverkehr eingesetzt werden, um das Batteriebuskonzept zur Marktreife zu entwickeln. Die Busse werden vom Bahnhof Markkleeberg in einer "schmetterlingsförmigen" Linienführung betrieben. Die Nachladung erfolgt an ausgewählten Haltestellen. Projektpartner sind die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH und das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI. Das Vorhaben ist Teil des Schaufensters Bayern-Sachsen "ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET".
In vier Regionen Deutschlands - Baden-Württemberg, Niedersachsen, Berlin-Brandenburg und Bayern-Sachsen - wird in den kommenden Jahren Elektromobilität mit einem ganzheitlichen Ansatz erprobt und weiterentwickelt. Die Schaufensterregionen sollen dank ihrer Größe Rückschlüsse auf die Massentauglichkeit der getesteten Elektromobilitätslösungen liefern (Pressemeldung BMVBS, 24.05.13).
Industrie
Transportforum: Bundesrätin Leuthard erläutert Schweizer Politik
Bundesrätin Doris Leuthard weilte am 22. und 23. Mai 2013 am Internationalen Transportforum (ITF) in Leipzig. Sie nahm an der Ministersitzung und zwei Podiumsge-sprächen teil, bei denen es um die finanzielle Steuerung sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei wichtigen Verkehrsprojekten ging. Sie nutzte das Forum zudem für ein bilaterales Gespräch mit dem französischen Transportminister Frédéric Cuvillier.
Beim Internationalen Transportforum (ITF) in Leipzig stand in diesem Jahr die Verkehrsfinanzierung („Funding Transport") im Zentrum der Diskussionen. Bundesrätin Doris Leuthard erläuterte in ihren Gesprächen das Konzept, das die Schweiz entwickelt hat, um den Bau wichtiger Verkehrsprojekte zu realisieren. Für die grossen Eisenbahnprojekte kann die Schweiz bereits seit 1998 auf einen Fonds zurückgreifen. Dieser wird jetzt angepasst, damit auch Betrieb und Unterhalt der Projekte ausreichend finanziert sind. Für die Nationalstrassen und Agglomerationsprojekte will der Bundesrat ebenfalls einen Fonds schaffen. Damit kann die Planungs- und Realisierungssicherheit erhöht werden. „Verkehrsinfrastrukturen zeichnen sich durch hohe Investitionssummen aus. Das bedingt eine sichere, langfristig ausgerichtete Planung", betonte Bundesrätin Leuthard am Transportforum.
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist für die Schweiz ebenfalls wichtig, denn sie ist mit den neuen Basistunnels am Gotthard und Lötschberg Teil des europäischen Güterverkehrskorridors Rotterdam-Genua. Die Schweiz vertraut darauf, dass Deutschland und Italien die Kapazitäten auf den Zulaufstrecken wie vereinbart ausbauen.
Bundesrätin Leuthard traf sich in Leipzig auch für ein bilaterales Gespräch mit dem französischen Transportminister Frédéric Cuvillier. Dabei ging es um die Erfahrungen der Schweiz mit der Förderung des Schienenverkehrs und die Bahnverbindung Cornavin - Eaux-Vives -Annemasse (CEVA) - das Rückgrat der künftigen S-Bahn in der Grossregion Waadt-Genf-Frankreich. Die beiden Minister verständigten sich darauf, das CEVA-Abkommen in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu unterzeichnen. Ebenfalls thematisiert wurde die Anbindung des Flughafens Basel-Mulhouse an das Bahnnetz.(Pressemeldung UVEK, 23.05.13).
Transportforum: Verkehrsminister fordern bessere Verkehrsfinanzierung
Minister aus den 54 Mitgliedsstaaten des International Transport Forum fordern mehr Investitionen in strategische Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsdienstleistungen. “Die Finanzierung des Verkehrs ist eine der größten Herausforderungen für die heutige Verkehrspolitik. Der Bedarf für Mobilität mittels hochwertiger Verkehrsnetze und -dienste steigt schnell”, heisst es in der gemeisamen Erklärung, die die für Verkehr zuständigen Minister am 23.05.13 in Leipzig bei ihrem jährlichen Gipfeltreffen, dem Weltverkehrsforum, verabschiedet haben.
“Die Verkehrsinfrastruktur besteht nicht nur aus Asphalt, Beton oder Stahl”, so die Minister. “Sie ist das Rückgrat der Volkswirtschaften, sie schafft Verbindungen für Menschen und Güter, sorgt für den Zugang zu Arbeitsstellen und Dienstleistungen und ermöglicht Handel und wirtschaftliches Wachstum.”
Weiter heisst es in der Leipziger “Erklärung der Minister zur Finanzierung des Verkehrs”: “Da es sich bei Investitionen in Verkehrsinfrastruktur um ein langfristiges Unterfangen handelt, sind solide und glaubwürdige Finanzierungslösungen, die Handel, Wachstum und Nachhaltigkeit fördern, dringend erforderlich.”
“Weil die Mittel sowohl der öffentlichen Haushalte wie des Privatsektors begrenzt sind, müssen Regierungen und Wirtschaft gemeinsam neue Wege suchen, um die stabile und langfristige Finanzierung des Verkehrssektors sicherzustellen.” (Pressemeldung International Transport Forum ITF, 24.05.13).
Transportforum: Wissenschaftspreis für US-Forscherin
Laura Schewel von der Universität von Kalifornien in Berkley (USA) ist die Trägerin des “Young Researcher of the Year Award” 2013 des Weltverkehrsforums. Die Preisverleihung erfolgte am 23. Mai im Beisein von Verkehrsministern aus aller Welt während des Weltverkehrsforums 2013, dem jährlichen Gipfel der für Verkehr zuständigen Minister aus den 54 Mitgliedsstaaten des International Transport Forum (ITF), das vom 22. bis 24. Mai in Leipzig stattfindet.
Frau Schewel erhält die renommierte Auszeichnung für ihren Aufsatz “Shop ‘Till we drop: A History and Policy Analysis of Retail Goods Movement” (etwa: “Einkaufen, bis wir umfallen: Geschichte und Politikfeldanalyse der Güterströme von Einzelhandelsartikeln”).
Der Bewegungsfluss von Einzelhandelsartikeln ist für moderne Volkswirtschaften zentral. Er ist zugleich ein wenig analysierter Aspekt unseres ökologischen “Fuβabdrucks”. Die siegreiche Arbeit schlägt eine neue analytische Kategorie (“Retail Goods Movement”) vor, in die einerseits der Anteil der Einzelhandelsgüter an der Gesamtfracht einbezogen werden, andererseits private Einkaufsfahrten. Dies macht die Ressourcen transparent, die für die Bewegung der Einzelhandelsartikel eingesetzt werden. So lässt sich nun festhalten, dass die Energieintensität des Stroms von Einzelhandelsgütern seit 1990 zugenommen hat, sowohl pro Kopf der Bevölkerung wie nach Ausgaben für Einzelhandelsartikel. Dies wiederum erlaubt Schglussfolgerungen für die Verkehrspolitik, die etwa ÖPNVBetreiber ermutigen könnte, einkaufsspezifische Aspekte zu berücksichtigen.
Dieser Ansatz ”eröffnet Akteuren, die bisher aufgrund ihres Einflussmangels eher frustriert waren, neue Möglichkeiten, Energieverbrauch und Emissionen senken zu helfen”, so Preisträgerin Schewel. Die Jury hebt besonders den anspruchsvollen theoretischen Ansatz der Arbeit hervor, der gleichwohl auf praktische Anwendbarkeit zielt (Pressemeldung International Transport Forum ITF, 24.05.13).
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Aus den Ländern
BW: Bahnsteigrückbau in Stuttgart unter Zeitdruck
In den nächsten Tagen soll der lange angekündigte Bahnsteigrückbau am Stuttgarter Hauptbahnhof starten, damit anschließend die Baugrube für Stuttgart 21 ausgehoben werden kann.
Für die Fahrgäste bedeutet dies längere Wege, verpasste Anschlüsse und insbesondere täglich neue Wegeführungen und Gleisbelegungen kommentiert Matthias Lieb, Landesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclubs VCD die Pläne der Deutschen Bahn (DB) AG. Pendler müssten nun bis zu 15 Minuten mehr Zeit pro Tag für den Weg zu und von den Bahnsteigen einplanen, nach Abschluss des Umbaus und Ausheben der Baugrube würden sich diese Zeiten durch die Sperrung des S-Bahn-Zugangs sogar noch weiter verlängern, beklagt der VCD die negativen Auswirkungen auf die Bahn-Stammgäste.
Verwundert sei der VCD über die noch nicht fertig gestellte Rampe aus Richtung Feuerbach zu den Gleisen 1 bis 3. Aus VCD-Sicht hätte diese Rampe vor dem Bahnsteigrückbau in Betrieb gehen müssen, um während den Gleissperrungen mehr Kapazität auf den übrigen Bahnsteiggleisen sicherstellen zu können.
Insofern erscheint der jetzt verkündete Zeitplan für den Bahnsteigrückbau aus VCD-Sicht sehr ambitioniert zu sein und wohl mehr dem Zeitdruck geschuldet, vor dem Fahrplanwechsel im Dezember fertig sein zu wollen, als dass eine verantwortliche, vorausschauende Planung Grundlage der Bauarbeiten sei. Wie schon beim Abriss von Nord- und Südflügel gehe aus Sicht des VCD der DB mehr darum, durch Faktenschaffen die Ausstiegskosten möglichst hoch zu treiben, um einen nach wie vor nicht ausgeschlossenen Projektabbruch noch teurer zu machen.
Der VCD weist darauf hin, dass inzwischen schon 3 ¼ Jahre seit dem Baustart im Februar 2010 vergangen sind und erst jetzt mit dem Bahnsteigrückbau begonnen werde, obwohl dieser Bauabschnitt zu keiner Zeit von einem Baustopp betroffen gewesen sei weder während Schlichtung und Stresstest noch nach dem Regierungswechsel diese Verzögerung gehe einzig und allein auf das Konto der DB. Zwar betrage die offizielle Verspätung nur 15 Monate, doch dies sei immerhin eine Überschreitung um 50 Prozent gegenüber der Planung von vor vier Jahren. Angesichts von 19 Jahren Planungsvorlauf seit der erstmaligen Vorstellung von Stuttgart 21 im April 1994 verwundern diese Verspätungen beim bestgeplanten Projekt schon sehr, konstatiert Matthias Lieb.
Wenn alle anderen Bauabschnitte ähnlich verspätet sind, ist fraglich, ob vor 2025 jemals ein Zug den Stuttgarter Tiefbahnhof anfahren kann, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb: Auch wenn die Politik den Weiterbau beschlossen hat, so sind doch vielfältige technische Mängel und Fragen nicht geklärt, die weiter zu Verzögerungen im Bauablauf, zu Kostenerhöhungen und zu Pannen führen werden, wie sie in den letzten Jahren ja schon vielfältig zu erleben waren, zuletzt bei der fehlenden Genehmigung für das Betonwerk. Auch ein Projektabbruch ist aus VCD-Sicht nach wie vor nicht ausgeschlossen (Pressemeldung VCD Baden-Württemberg, 24.05.13).
Niedersachsen: Vermessung der Teutoburger Waldbahn zwecks Reaktivierung
Die Teutoburger Wald-Eisenbahn-AG hat im Amtsblatt der Europäischen Union eisenbahntechnische Vermessungsleistungen im Rahmen der Reaktivierung der Stammstrecke der Teutoburger Wald-Eisenbahn-AG (KBS 12400) zwischen Verl und Harsewinkel für den SPNV ausgeschrieben (2013/S 098-167766).
Verlangt wird die Vermessung von Eisenbahnanlagen und entsprechenden Nebenanlagen im Gleisbereich von ca. 26 km Länge, dem Anschluss im Bahnhof Gütersloh Hbf/Gütersloh Nord, 77 Bahnübergängen inkl. zugehöriger Straßenverkehrsanlagen, Nebenanlagen der Leit- und Sicherungstechnik
(Kabelkanäle, Verteiler, etc.) und vorhandenen Bahnsteigen.
Die mögliche Reaktivierung steht allerdings unter mehreren Vorbehalten:
1. Die Strecke muss sich gegen die Tecklenburgische Nordbahn und die Strecke Münster-Sendenhorst durchsetzen (dazu wird womöglich im Juli 2013 (NWL-Versammlung) ein unabhängigesGutachten beauftragt werden)
2. Wenn sich die Strecke im inner-NWL-Wettbewerb durchsetzen sollte, sind damit die Hürden der Finanzierung auf Landesebene (wohl Regionalisierungsmittel) noch immer nicht beseitigt. (WKZ, Peter Klotz, Quelle EU-Amtsblatt, 24.05.13).
NRW: Minister Groschek mahnt Umsetzung von Bahnprojekten an
Verkehrsminister Groschek sprach bei der Verkehrs- und Logistiktagung des Interregionalen Gewerkschaftsrates (IGR) Rhein-Ijssel. In seiner Rede vor den Gewerkschaftern hob Minister Groschek die Bedeutung des Logistikstandortes NRW hervor und warnte davor, angesichts von erwarteten 70 Prozent Zuwachs im Güterverkehr, die zentralen Verkehrsachsen weiter zu vernachlässigen.
Die Tagung des Interregionalen Gewerkschaftsrates (IGR) Rhein-Ijssel stand unter dem Motto „Gute Arbeit – Gute Umwelt – Gute Logistik“ und fand im Stadion des MSV Duisburg statt. „Damit die weiter zunehmenden LKW-Verkehre die Autobahnen nicht restlos verstopfen, brauchen wir schnellstmöglich den Ausbau der Betuwe-Linie Rotterdam – Ruhrgebiet auf drei Spuren und den Neubau der A52-Trasse für den Eisernen Rhein nach Antwerpen“, forderte der Verkehrsminister.
Der Bund darf NRW bei diesen Güterverkehrsverbindungen von europäischer Bedeutung nicht weiter vernachlässigen. „Und auch beim RRX müssen wir im Interesse von tausenden Pendlern Gas geben.“
Die ZARA-Häfen Zeebrügge (Belgien), Amsterdam, Rotterdam (Nieder-lande) und Antwerpen (Belgien) hätten nicht nur für NRW, sondern für ganz Deutschland eine weitaus höhere Bedeutung beim Güterumschlag als die deutschen Seehäfen (Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven). Das spiegele sich weder in der Politik der Bundesregierung noch im Bundesverkehrswegeplan wieder, so Groschek.
Mit Blick auf die deutsch-niederländischen Regierungskonsultationen am Donnerstag in Kleve mahnte Minister Groschek: „Betuwe ist die Container-Seite der Medaille, der RRX die Pendler-Seite. Mensch und Güter brauchen jetzt ein klares Wort der Kanzlerin. Verkehrsinfrastruktur muss Chefsache werden.“ (Pressemeldung Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, 24.05.13).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
Terminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (24.05.13).
01 150 des DB Museums Nürnberg wieder unter Dampf



Das Dampflokwerk Meiningen der DB sorgte für die betriebsfähige Aufarbeitung, das DB Museum Nürnberg übergibt die Lok an den Betreiber Stiftung Deutsche Eisenbahn. Fotos Deutsche Bahn/Stefan Thomas.
Für viele Eisenbahnfreunde geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Die Schnellzugdampflokomotive 01 150 des DB Museums Nürnberg ist wieder betriebsfähig. Die feierliche Übergabe fand heute im Dampflokwerk der Deutschen Bahn in Meiningen statt. Auf vielen Jubiläumsparaden war die 01 150 der Star. Beim Brand in Betriebswerk Nürnberg-Gostenhof im Jahr 2005 wurde sie schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nun wird sie bald wieder mit Volldampf historische Züge ziehen.
Dank der vielen Sponsoren, vor allem der Firma Märklin und der Stiftung Deutsche Eisenbahn, sowie der unermüdlichen Initiative des ehemaligen Lokomotivführers Olaf Teubert wurde es möglich, die schwer beschädigte Lokomotive unter großem Aufwand im Dampflokwerk Meiningen wieder instand zu setzen und vollständig betriebsfähig aufzuarbeiten.
Voraussetzung für die Aufarbeitung war die enge Zusammenarbeit zwischen dem Team des DB Museum Nürnberg und der Stiftung Deutsche Eisenbahn, die die Vorbereitungen und Arbeiten über viele Jahre begleitet haben. Nach langen Verhandlungen steht nun auch ein Konzept für den zukünftigen Einsatz der Lokomotive, den die Stiftung Deutsche Eisenbahn als Betreiber organisieren und durchführen wird.
Die Lokomotive fährt mit historischen Waggons zunächst von Meiningen nach Nürnberg. Vor dort aus wird sie an ihren neuen Heimatstandort ins Süddeutsche Eisenbahnmuseum nach Heilbronn überführt, wo sie am 25. und 26. Mai zum ersten Mal unter Dampf den Eisenbahnfreunden präsentiert wird.
Die Lokomotive wird auch am 8. und 9. Juni beim Sommerfest des DB Museums Koblenz zu sehen sein (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.05.13).
Oldtimer-Busfahrten und Zugtaufe am SPNV-Tag im Vogtland

100 Jahre ist es her, dass erstmals Omnibusse durch das Vogtland fuhren. Das Jubiläum ist Anlass für einen ÖPNV-Schnuppertag. Die Nahverkehrsunternehmen der Region laden für den 24. und 25. Mai 2013 ein, die umfangreichen Angebote mit Bus, Zug und Straßenbahn zu ergründen. Dafür gibt es den Sonder-Tarif 2 auf 1.
Besonderer Höhepunkt am 24. Mai: Fahrten mit Oldtimer-Bussen auf einem Teilstück einer historischen Buslinie zwischen Auerbach und Falkenstein. Im Mai 1913 hatte die von der Königlich sächsischen Regierung gegründete Staatliche Kraftwagenverwaltung die ersten Omnibusse durch das Vogtland fahren lassen. Zunächst wurden drei Linien bedient: Plauen Oelsnitz, Plauen Falkenstein Rodewisch Eibenstock und Reichenbach Lengenfeld. Auf einer Teilstrecke, zwischen Auerbach und Falkenstein, geht es zum Jubiläum nostalgisch zu. Die Nahverkehrsunternehmen der Region laden für gerade mal einen Euro zu Fahrten in Oldtimer-Bussen ein. Das sind ein H3B, Baujahr 1953 und H6B, Baujahr 1958 des Reichenbacher Verkehrsbetriebes Gerlach, ein Fleischer-Oldtimerbus S2RU, Baujahr 1967, des Unternehmens Edith-Meichsner Schönheide und ein Ikarus 55, Baujahr 1970, des Plauener Omnibusbetriebes. Zwischen 10.52 Uhr und 15.22 Uhr werden die Busse im Halbstunden-Takt unterwegs sein. Natürlich kann man am Neumarkt die Busse auch besichtigen.
Um 14.00 Uhr können sich interessierte Busfreunde in die Zeit vor 100 Jahren entführen lassen, und zwar von Gerd Bertele mit seinen Bildern und Erläuterungen zur Geschichte des Kraftverkehrs in Rodewisch. Umrahmt wird der Vortrag von einer kleinen Ausstellung, die mit Unterstützung von Ronald Stöhr, selbst 40 Jahre in vogtländischen Busunternehmen tätig, und Gerd Neupert gestaltet wurde. Zu sehen sind u.a. historische Uniformen, alte Abfertigungstechnik, Busmodelle und Bilder aus 100 Jahren Busgeschichte.
Wer bei den Fahrten in den historischen Bussen Lust bekommt, die modernen Busse oder Züge zu nutzen, der kann dies am 24. und 25. Mai mit einem besonderen Tarif. 2 auf 1 bedeutet, dass jeder Fahrgast mit einem gültigen Ticket eine zweite Person kostenlos mitnehmen kann (außer in den Oldtimerbussen).
Am Freitag, dem 24. Mai 2013 wird auf dem Bahnhof Plauen (V) ob Bf, Bahnsteig 2, ein neues Fahrzeug der Vogtlandbahn-GmbH auf den Namen „Vogtlandkreis“ getauft. Die feierliche Zugtaufe beginnt um 8:45 Uhr. Das moderne Triebfahrzeug vom Typ Regio-Shuttle wird als drittes Fahrzeug des neuen Vogtlandnetzes ein Taufwappen erhalten. „Wir freuen uns sehr, dass wir Herrn Landrat Dr. Tassilo Lenk als Taufpaten gewinnen konnten“, so Hartmut Schnorr Geschäftsleiter der Vogtlandbahn-GmbH.
Nach ein paar Begrüßungsworten und der Taufe des Triebwagens wird der Erlös aus dem Weihnachtsringzug für die Stiftung „Hilfe für krebskranke Kinder im Säch-sischen Vogtland“ übergeben. Im Anschluss an die Veranstaltung verlässt der Triebwagen den Bahnhof Plauen und wird wieder in den planmäßigen Fahrzeugumlauf der Vogtlandbahn im Vogt-landnetz integriert. Er ist dann gemeinsam mit 20 weiteren Vogtlandbahn-Triebwagen in einem Einsatzgebiet in Bayern, Sachsen, Thüringen und Nordwest-böhmen zwischen Zwickau, Gera, Plauen, Hof, Cheb und Kraslice im täglichen Ein-satz und wirbt mit dem Wappen des Vogtlandkreises für einen Besuch in der Regi-on. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen an der Zugtaufe teilzunehmen (Pressemeldung Tourismus- und Verkehrszentrale Vogtland, Vogtlandbahn, Foto Brand-Aktuuell, 24.05.13).
Sroda - Zaniemysl






Am 18. Mai wurden mit der Px48-1756 zwei Publikumsfahrten auf der Schmalspurbahn zwischen Sroda und Zaniemysl durchgeführt. Die Züge fuhren mit alten authentischen Garnituren. Bei dem ersten Zug wurden an verschiedenen Bahnhöfen traditionelle polnische Gerichte zubereitet, obwohl auch Fotohalte und Scheinanfahrten auf dem Programm standen, und der zweite Zug wurde spät Nachmittags vom Landsratamt Sroda angeboten. Auch wurde noch die Gelegenheit geboten, Nachtaufnahmen zu machen, zusammen mit der Px48-1920.
Die Px48-1756 ist die letzte noch betriebsfähige Dampflokomotive dieser Bahn und die Frist läuft in November dieses Jahres ab. Mit Spendenaktionen wird versucht die notwendigen finanziellen Mittel für eine Hauptuntersuchung zusammen zu bekommen. Wenn das aber nicht gelingt, sieht es für diese Strecke sehr duster aus. Grund genug nochmal hinzufahren. Im Jahre 1902 wurde die Srodaer Kreisbahn gegründet und am 1. Mai 1910 wurde der 13 km lange Streckenabschnitt von Schroda nach Zaniemyśl eingeweiht. Sie war Teil eines umfangreichen Meterspursystems, daß aus verschiedenen Nebenstrecken bestand mit Posen als Ausgangspunkt. Die Gesammtlänge betrug 59 km. Am Anfang der 50er Jahren wurde die Strecke komplett von 1000 mm auf 750 mm umgespurt. Die alten Dampflokomotiven und Wagen wurden nach Gryfice geschickt und durch neue Maschinen der Baureihe Px 48 ersetzt. Dabei wurde das Netz, beginnend bei der Zufahrt nach Poznań, zugleich erheblich gekürzt. In 1989 war nur noch die Strecke zwischen Sroda und Zaniemysl übrig, bis auch sie am 8. Juni 2001 stillgelegt wurde, abgesehen von einigen Sonderzügen. In 2003 wurde dann mit Touristenfahrten angefangen und am 16. November 2010 verkaufte die PKP ihre Aktien an das Srodaer Landratsamt. 111 Stück der Baureihe Px48 sind bei Fablok in Chrzanow zwischen 1950 und 1955 gebaut worden; 93 für die PKP und 18 weitere für Industriebahnen. Die Loks waren auf allen polnischen 750 mm. Schmalspurbahnen zu Hause, obwohl einige Werke die Loks in einer 785 mm.-Ausführung besaßen. Später wurden 17 Exemplare auf Meterspur umgebaut (Ad van Sten, 24.05.13).
Überführung 99 735 nach Zittau




André Hohlfeld konnte die Überführung von 99 735 nach Zittau im Bild festhalten. Die Diesellok 199 018 brachte die Lok nach Zittau in die Werkstatt. Auf dem Bahnhof Olbersdorf Oberdorf wurde ein etwas längerer Halt eingelegt, u.a. wurden die Lager der Lok überprüft und abgeölt (André Hohlfeld, Silvio Seibt, 24.05.13).
Wutachtalbahn




Bei wunderschönem Wetter war am vergangenen Samstag der Verein WTB e.V. mit seinem Museumszug gezogen von der Tenderdampflok 86 333 auf der Sauschwänzle Bahn unterwegs (Harald Becker, 24.05.13).
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Mit der Kamera notiert
Dürnstein und Umgebung
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Neben dem Integral der BOB präsentierten sich auch private Leistungen bei guten Lichtbedingungen (Raimund Wyhnal, 24.05.13).
Erfurt


Am 22.05.2013 stand der Agilis 650.715 (95 80 0650 715-5 D-AGIL) am Bw der Erfurter Bahn in Erfurt Ost. Auf dem Gelände der Erfurter Gleisbau stand (vermutlich) die 211.074 (92 80 1211 074 0 D-EGB) abgestellt und wartete auf neue Aufgaben (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 24.05.13).
Gotthard

Der Churchill war Richtung Suden unterwegs (Marcel Niederberger, 24.05.13).
Hagen




266 039 stand in Hagen bei Abellio vor der Werkstatt, 332 012 steht schon seit längerer Zeit abgestellt vom Kraut überwuchert und wird von der Firma TWB nicht mehr genutzt, 430 046 stand bei Abellio in der Halle und 725 und 726 003 waren wie üblich am Hagener Hbf abgestellt (Bernd Piplack, 24.05.13).
Kleiner Belt


Eine Garnitur aus IC3 und IR4 donnert über den Kleinen Belt bei Middelfart, aufgenommen von Bord des Segelschiffes "Albertha" am 17.05.13 (Andreas Bogott, 24.05.13).
Letzter Frühling Dachau - Altomünster


Ihren letzten Frühling erleben die 628.4 der Südostbayernbahn auf der "Ludwig -Thoma-Lokalbahn" Dachau - Altomünster: 628.569 fährt am 19.05.2013 bei Kleinberghofen gen Dachau. Mit der Lokalbahnydille, wird es hier jedoch bald vorbei sein, wohl ab den Sommerferien wird die Strecke für eineinhalb Jahre gesperrt, elektrifiziert und zur S-Bahn ausgebaut werden. Nach Fertigstellung werden hier neben den obligatorischen 423 auch die bis dahin nach München zurückgekehrten altgedienten "Olympia -Züge" der BR 420 verkehren (Alexander Bauer, 24.05.13).
Neu- und Altbau im Land Brandenburg


Heute beglückte mich die 186 110 mit ihrem Kesselzug bei Rosengarten und auch die 151 124 machte einen wirkungsvollen Eindruck bei Schönefeld (Norman Gottberg, 24.05.13).
Praha-Sedlec



In der Gegend um die Haltestelle Praha-Sedlec an der KBS 091/MLS 41 befinden sich eine Fähre nach Zamky mit vielen Fotomöglichkeiten (Martin Kubik, 24.05.13).
Selby




Der Bahnhof Selby liegt an der Hauptstrecke von Hull nach Leeds bzw. York in England. In hübschem Kontrast trifft man auf dort moderne Triebzüge in einer typisch britischen historischen Bahnhofsarchitektur. Besonders interessant ist auch das Brückenstellwerk über dem Fluss Ouse in der nördlichen Bahnhofseinfahrt (Rüdiger Lüders, 24.05.13).
Valsuganastrecke vorübergehend unterbrochen




Heftige Regenfällen in ganz Oberitalien führten am Freitag vor Pfingsten 2013 zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Die Verbindungen ins Valsugana wurden zwischen Trento und Pergine aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Haltestelle Santa Chiara war, ebenso wie einige Kellerräume des gleichnamigen Krankenhauses, zeitweise von Regenwasser überflutet. Der Fluss Brenta (vom Caldonazzosee in Richtung Osten) erreichte seinen höchsten Pegelstand seit 10 Jahren. Der Fluss Noce (Nonstal, entlang der Ferrovia Trento-Malè) erreichte einen Rekorpegel. (GK, 24.05.13).
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Europa
Frankreich: RATP ermöglicht Patentverwertung für Lieferanten
Die RATP hat am 21.05.13 einen KMU-Pakt (Pacte PME) unterzeichnet, der kleinen und mittleren Unternehmen die Verwertung von ca. dreißig Patenten (Elektronik, Informatik, Mechanik, Eisenbahn) zur Vermarktung von Produkten und Systemen erlaubt. Der KMU-Pakt ist ein Zusammenschluss von KMU und Großkunden, einschließlich der RATP, und verbindet ein Netzwerk von 11.000 KMU und 500 verschiedenen Organisationen.
Die
KMU können solche Patenten durch Kauf oder Überlassung auswerten, um ihre wirtschaftliche Dynamik und Innovation zu steigern. Die RATP hat etwa 3300 KMU unter ihren 4.800 Lieferanten (WKZ, Quelle RATP, 24.05.13).
Italien: NTV-Trassengebühren verbessern die Bilanz von FS Italiane
Mit dem fünften Jahr in Folge schließt die Gruppe FS Italiane ihren Jahresabschluss 2012 mit einem Reingewinn von 381 Millionen Euro ab (+33,7%, ein Anstieg um 96 Mio Euro im Vergleich zu 2011).
FS-Chef Mauro Moretti, betonte, dass die Gruppe, als er das Unternehmen im Jahr 2006 übernahm, bei einem Umsatz von 6,7 Mrd. Euro noch 2,1 Mrd Mrd. Verluste einfuhr. Trotzdem müsse noch viel getan werden, der Umsatz der FS Italiane betrug 2012 nur 8,2 Mrd. Euro im Vergleich zu 33 Mrd. der SNCF und 38 Mrd. der DB AG. Die FS planen deshalb die Emission von Bonds im Wert von 1,5 Milliarden Euro, um ihr weiteres Wachstum zu finanzieren.
Trotz der Verschärfung der Wirtschaftskrise national und international, insbesondere in Europa, konnten die Ziele des Geschäftsplans 2011-2015 übertroffen werden. Weitere Ergebnisse sind:.
• EBITDA: 1,9 Mrd. Euro (+23,3%)
• EBIT: 719 Millionen Euro (+8,3%)
• Die Betriebskosten konnten auf 172 Mio. Euro (-2,7%) gesenkt werden.
• Die Erlöse aus Verkäufen und Leistungsangeboten überschritten die Schwelle von 7,5 Mrd. Euro, von denen 5,94 Mrd. auf Transport-Dienstleistungen, 1,34 Mrd. auf Infrastruktur-Dienstleistungen und 0,23 Mrd. auf andere Einnahmen entfielen.
• Trenitalia beendete das Jahr 2012 mit einem Nettogewinn von 206,5 Mio. Euro, verglichen mit 156 Mio. im Jahr 2011. Die Einnahmen aus Beförderungstätigkeiten betrugen 5,129 Mrd. Euro (-3%).
• RFI trug mit einem Netto-Gewinn von 160 Mio. Euro zur Verbesserung des Konzern-Abschlusses im Jahr 2012 bei, was einem Anstieg von 62 Mio. Euro im Vergleich zu 2011 entspricht. Die Einnahmen aus Dienstleistungen der Infrastruktur betrugen 2,235 Mrd. Euro (+9,2%). Die Erhöhung resultierte vor allem aus gesteigerten Mauteinnahmen im Hochgeschwindigkeitsverkehr (+ 59 Mio. Euro) (WKZ, Quelle FS Italiane, 23.05.13).
Portugal: Non-Stop Verbindung zwischen Porto und Vigo angekündigt
Nach einer Aussage des portugiesischen Wirtschaftsministers Álvaro Santos Pereira gegenüber der Zeitung Faro de Vigo soll ab dem 1. Juli eine direkte Verbindung zwischen Porto und Vigo aufgenommen werden. Dieser Zug, der aus einer Treibwageneinheit der spanischen Serie 592 besteht und bis zu 140 km/h schnell sein wird, benötigt ohne Zwischenhalte für die rund 160 km lange Strecke nur noch zwei Stunden. Bisher sind dazu einschließlich der Betriebshalte an den Grenzstationen drei Stunden nötig.
Der Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt soll 32 Euro betragen. Gleichzeitig wird die Fertigstellung der Elektrifizierung für diese Strecke auf spanischer Seite mit dem Jahr 2015 und auf portugiesischer Seite mit dem Jahr 2016 angegeben (HD, 23.05.13).








