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LOK Report – News von Donnerstag, 16.02.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Anhörung zu Nachtzügen
im Verkehrsausscchuss

Absatzlinie
Alstom liefert Triebwagen
für bentheimer Eisenbahn

Absatzlinie
Franz. Regierung findet Weg,
um 15 TGV von Alstom zu kaufen

Absatzlinie
Österr. Bahnindustrie löst
2,1 Mrd. Euro Wertschöpfung aus

Absatzlinie
SJ gibt 9 Mrd. SEK für Schnellzüge,
Nachtzüge und X 2000

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Foto links: Torsten Liermann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Nachtzüge im Bundestag

RechteckAllianz pro Schiene: Nachtzug bei Reisenden beliebt, von Politik gebremst
Im Vorfeld zur Nachtzug-Debatte im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags am heutigen Mittwoch fordert die Allianz pro Schiene den Abbau von Wettbewerbsverzerrungen zwischen Nachtzug und Flieger. "Die erste positive Zwischenbilanz der ÖBB seit der Übernahme ausgewählter Strecken im Dezember hat gezeigt: Die Reisenden buchen die neuen Verbindungen", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Mittwoch in Berlin.
Von der Politik forderte Flege nun ebenfalls ein klares Signal für den Nachtzug. "Nach dem Rückzug der Deutschen Bahn aus dem Nachtzug-Geschäft müssen die Reisenden in Deutschland weiterhin mit einem ausgedünnten Netz leben. Die politisch gesetzten Benachteiligungen für Nachtzüge im Wettbewerb mit den Fliegern müssen jetzt abgeschafft werden, damit der Nachtzug aus seinem Nischendasein wieder herauskommen und ungebremst Fahrt aufnehmen kann", sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer.
Die Allianz pro Schiene verwies darauf, dass Passagiere von grenzüberschreitenden Nachtzügen beim Ticketkauf in Deutschland bis zur Grenze den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen müssten, während die meisten Staaten in der EU keine Mehrwertsteuer auf grenzüberschreitende Zugtickets erheben. Flugpassagiere zahlen ebenfalls keine Mehrwertsteuer auf grenzüberschreitende Tickets. Dazu kommt eine Ungleichbehandlung bei den Energiesteuern. Airlines und Flugpassagiere zahlen keine Kerosin- und Ökosteuer. „Bahnen und Zugpassagiere werden dagegen mit der Stromsteuer sowie der EEG-Umlage belastet und zahlen Ökosteuer. Laut einer Aufstellung des Umweltbundesamtes (UBA) summieren sich die umweltschädlichen Subventionen allein für den Flugverkehr auf knapp 12 Milliarden Euro pro Jahr. 7,1 Milliarden Euro an Einnahmen entgehen dem Bund durch die fehlende Kerosinbesteuerung, 4,8 Milliarden Euro macht die Mehrwertsteuerbefreiung grenzüberschreitender Flüge aus (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 16.02.17).

RechteckBundestag: Nachtzüge in Deutschland nicht profitabel
Die Entscheidung der Deutschen Bahn AG (DB AG), mit Beginn des Jahres 2017 den klassischen Nachzugverkehr mit Schlaf- und Liegewagen einzustellen, geschah vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Verluste und einem Investitionsbedarf in das Wagenmaterial, der zu Lasten andere Investitionsvorhaben der DB AG gegangen wäre. Das erläuterte Berthold Huber, Vorstand Verkehr und Transport der DB AG, am Mittwoch während einer öffentlichen Anhörung des Verkehrsausschusses zu einem Antrag der Fraktion Die Linke (18/7904) mit dem Titel "Die Nachtzüge retten - Klimaverträglichen Fernreiseverkehr auch in der Zukunft ermöglichen".
Erfolgversprechender als das alte Nachzugkonzept ist nach Aussage Hubers der Einsatz von Zügen des Tagesverkehrs in der Nacht. "Wir bieten auf diesem Weg ein attraktives Angebot unter anderem für preissensible Kunden, das sehr gut angenommen wird", sagte der Bahn-Vorstand. Schon im vergangen Jahr habe sich gezeigt, dass vor allem im Sitzplatzbereich die Nachfrage gut sei. Dieses Angebot könne die DB AG "deutlich besser produzieren". Er gehe davon aus, künftig durch den Einsatz von weiteren IC- oder ICE-Zügen in der Nacht mehr Kunden zu erreichen, als in der Vergangenheit.
Kurt Bauer, Leiter Fernverkehr bei der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB), erläuterte, warum es für die ÖBB profitabel ist, Nachtzüge zu betreiben. Die ÖBB, die 42 Schlafwagen, 15 Liegewagen und sechs Strecken aus dem DB AG Bestand erworben hat, habe eine andere Verkehrsbiografie als die DB AG. Anders als in Deutschland gebe es in Österreich kaum Hochgeschwindigkeitsstrecken, sagte Bauer. So könnten Nachtzüge profitabel betrieben werden, "ohne dass man dadurch reich wird".
Um auch zukünftig ein europäischen Netz an Nachtzügen anbieten zu können, bedürfe es internationaler Kooperation, so der ÖBB-Vertreter. Problematisch seien die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Ländern. Eine europaweite Regelung bei der Mehrwertsteuer für Nachzugtickets und bei den Trassenpreisen für Nachtzüge werde benötigt, sagte Bauer.
Von dem Rückzug der DB AG aus dem Nachtzugverkehr seien etwa 500 Mitarbeiter betroffen, sagte Joachim Holstein, Betriebsrat bei der DB European Railservice GmbH. Ein Teil der Mitarbeiter sei in anderen Abteilungen des Konzerns untergekommen, ein anderer Teil habe die Abfindungsangebote angenommen, sagte er. Die Mitarbeiter, die bei der BD AG verblieben seien, würden jedoch einer ungewissen Zukunft entgegensehen, so Holstein, der auch einen Einbeziehung des Personals in die Kooperation der DB AG mit der ÖBB forderte.
ÖBB-Vertreter Bauer machte deutlich, dass jeder einzelne Mitarbeiter aus dem Nachzugbereich der DB AG ein Übernahmeangebot erhalten habe. Dieses habe sich allerdings am österreichischen Sozial- und Rentensystem orientieren müssen. Bedauerlicherweise habe man nur zwei Mitarbeiter für eine Übernahme gewinnen können. DB AG-Vorstand Huber betonte, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Den Mitarbeitern seien Angebote gemacht worden, im Zugbegleitdienst des Tagesverkehrs zu arbeiten.
Aus Sicht von Marco Bellmann von der Technischen Universität Dresden müssten im Interesse des Erhalts eines Nachtzugnetzes Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es anderen Personentransportunternehmen ermöglichen, Nachtzüge zu betreiben. Neben vergünstigten Trassenpreisen für Nachtzüge und einem fairen und diskriminierungsfreien Zugangs zur Eisenbahninfrastruktur gehört nach Aussage des Verkehrsexperten auch die Bereitstellung finanzieller Mittel für künftige Nachtreisezugbetreiber mit schlüssigen Geschäftsplänen durch den Bund oder die EU dazu (Pressemeldung Bundestag, 16.02.17).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Interessenausgleich zur Zukunft von DB Cargo vereinbart
Am 13. Februar 2017 verständigten sich die Unternehmensleitung von DB Cargo und der Gesamtbetriebsrat (GBR) auf einen einvernehmlichen Interessenausgleich. Dr. Jürgen Wilder, Vorstandsvorsitzender von DB Cargo:  "Wir sind erleichtert und froh, dass wir uns mit einvernehmlichen Kompromisslösungen auf einen Interessenausgleich einigen konnten. Jetzt können wir zügig mit der Umsetzung der Maßnahmen beginnen, die zur Sicherung der Zukunft von DB Cargo notwendig sind." 
Der Interessenausgleich beinhaltet, dass sämtliche Maßnahmen aus Zukunft Bahn@DB Cargo auf Basis dieser Vereinbarung nun gemäß dem dafür vorgesehenen Zeitplan umgesetzt werden. Ferner sieht der Interessenausgleich neben der Umsetzung der künftigen Produktions- und Vertriebsstrukturen folgende Personalmaßnahmen im sozialverträglichen Sinne vor:  
Der Personalabbau wird entgegen der bisherigen Planungen deutlich gestreckt. 
Versetzungen mit Arbeitsortwechseln finden im Overheadbereich vor dem 1. Januar 2019 nur auf freiwilliger Basis statt. 
Der Start erfolgt mit einer 1:1 Überleitung aller vorhandenen Personale. Dies kann schon unmittelbar nach der Überleitung zur Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit neuen oder veränderten Arbeitsaufgaben, zur vorübergehenden Übertragung anderer Tätigkeiten und zu sofortigen sowie späteren Freistellungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen
Personalanpassungen erfolgen erst dann, wenn relevante Funktionen, Prozesse und Organisationen stabil eingeführt wurden.
Um die Nachhaltigkeit zu sichern, werden nach der Umsetzung der Prozesse und Maßnahmen diese im Rahmen einer Evaluation zum Ende des Jahres 2018 überprüft. Die Entscheidung über die Umsetzung der Ergebnisse einer Evaluation trifft der Arbeitgeber nach Beratung mit dem GBR.
Das Unternehmen und der GBR sind überzeugt, dass die unverzügliche, vom gemeinsamen Veränderungswillen getragene Umsetzung des Interessenausgleiches für die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstumspotenzial der DB Cargo wichtig ist. Ferner ist wichtig, dass die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Interessenvertretung von einem gemeinsamen konstruktiven Dialog getragen wird. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Themen Qualität, Wachstum, Produktivität und Beschäftigung gelegt.
Die DB Cargo wird ihre Wachstumschancen ergreifen. Ziele sind dabei, den Volumenrückgang der vergangenen Jahre zu stoppen, wirtschaftliche Wachstumspotentiale zu identifizieren und zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag zu generieren (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.02.17).

RechteckGDL: Fragwürdiger Sinneswandel des Gesamtbetriebsrates zu DB Cargo
Am 13. Februar 2017 hat der Gesamtbetriebsrat DB Cargo dem Interessenausgleich aus dem Projekt ZuBa@DBCargo in einer außerordentlichen Sitzung – ohne die Stimmen der GDL – die Zustimmung erteilt.
Noch vor wenigen Tagen hatte dasselbe Gremium das Programm rundweg abgelehnt und als "Sargnagel" für die Güterbahn bezeichnet. Dieser bemerkenswerte Sinneswandel, eine Drehung um 180 Grad, wirft Fragen auf. Dies gilt umso mehr, als der GBR, der noch vor wenigen Wochen "zu machtvollen Protestkundgebungen" aufgerufen hatte und seinen Worten nun Taten folgen lassen könnte, die Beschäftigten damit eiskalt im Regen stehen lässt.
Woher also kommt der Stimmungswandel?
Haben sich die Abbauzahlen verringert? Nein!
Wird die Güterbahn nun endlich funktionieren? Nein! Wird man zukünftig mehr Verkehr auf die Schiene bewegen? Nein!
Was hat dann der GBR davon? Diese Frage mag jeder für sich selbst beantworten. Klar ist aber: Er hat, aus welchen Gründen auch immer, falsch entschieden. Vor allem weil weiter öffentlich in Interviews verkündet wird, dass man den Sanierungskurs ablehnt, aber hinter geschlossenen Türen trotzdem zustimmt (Pressemeldung GDL, 16.02.17).

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Industrie

RechteckBentheimer Eisenbahn: Alstom liefert Triebwagen
Die Bentheimer Eisenbahn AG hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe der Ausschreibung über 5 Dieseltriebwagen mit einer Bodenhöhe von 800 mm, die spätestens zum 20.12.2018 einsatzbereit sind, an die Alstom Transport Deutschland GmbH bekannt gegeben (2017/S 032-058375).
Die Bentheimer Eisenbahn AG (BE) beabsichtigt die Reaktivierung des Personennahverkehrs und hat Planungsleistungen zur Reaktivierung des Personennahverkehrs auf der Strecke Bad Bentheim-Nordhorn-Neuenhaus europaweit ausgeschrieben. Der Planungsauftrag wurde erteilt und die Planungsleistungen werden derzeit ausgearbeitet. Aufgrund der bestehenden Finanzierungsvereinbarung ist die Realisierungsphase zur Reaktivierung im Dezember 2018 abzuschließen.
Zur Realisierung des Reaktivierungsprojektes müssen zu Beginn des Betriebsverkehrs, spätestens am 20.12.2018, die erforderlichen Dieseltriebwagen zur Beförderung von Personen einsatzbereit sein. Dieseltriebwagen, die im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) eingesetzt werden, müssen nach Maßgabe der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften und Normen eine zeitlich unbefristete und für den Personenverkehr uneingeschränkte Inbetriebnahmegenehmigung sowie eine Bauartzulassung besitzen (Quelle EU-Amtsblatt, 16.02.17).

RechteckFH St Pölten: Kooperation mit der Moskauer Eisenbahnuniversität

Austausch der Vertragsdokumente zwischen Pavel Egorov (Deputy Director for Foreign Affairs, Moscow State University of Railway Engineering), Monika Vyslouzil (Leiterin des FH-Kollegiums, FH St. Pölten) und Otfried Knoll (Departmentleiter Bahntechnologie und Mobilität, FH St. Pölten) im Beisein der beiden Studierenden Alexey Gruzdov und Dmitry Gusakov Fotos FH St. Pölten / Otfried Knoll, Katarina Balgavy.
Vor kurzem hieß die FH St. Pölten die ersten beiden Studierenden der Moscow State University of Railway Engineering willkommen. Sie werden im Rahmen eines Double-Degree-Programms ein Jahr lang an der FH St. Pölten im Bachelor Studiengang Bahntechnologie und Mobilität studieren.
Im Rahmen der Kooperation zwischen der Moskauer Eisenbahnuniversität und dem Department Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten haben jeweils bis zu fünf Studierende beider Länder die Möglichkeit, ein Jahr an der jeweiligen Partnerhochschule zu verbringen. Sie erlangen damit die Studienabschlüsse beider Hochschulen ("Double Degree").
Die beiden Pioniere aus Moskau, Alexey Gruzdov und Dmitry Gusakov, erwartet in St. Pölten ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Studienprogramm: An der FH St. Pölten erlernen sie ein breites Spektrum an Inhalten, beginnend mit Verkehrsplanung über Telekommunikation und Telekomanlagen bis zur Anwendung von technischen Systemen im Eisenbahnwesen. Gemeinsam mit den österreichischen Studierenden werden sie auch an mehreren Exkursionen teilnehmen und so wesentliche Schauplätze des Eisenbahnwesens in Österreich, wie z. B. den Wiener Zentralverschiebebahnhof, kennenlernen. Im Sommer beginnen sie bereits mit ihrer Bachelorarbeit.
Die Kooperation mit der Moscow State University of Railway Engineering mit ihren über 100.000 Studierenden und einer über 100-jährigen Erfahrung in der Eisenbahnausbildung wurde 2013 im Zuge eines internationalen Kongresses an der FH St. Pölten gestartet. Deputy Director for Foreign Affairs, Pavel Egorov, konnte sich bereits 2015 im Zuge eines Arbeitsbesuchs mit einer Moskauer Delegation von den Studienbedingungen an der FH St. Pölten überzeugen.
"Russland hat ein hoch entwickeltes und sehr zuverlässiges Eisenbahnsystem mit enormen Transportaufgaben. Wir freuen uns, zwei angehenden Akademikern die österreichische Eisenbahnwelt und deren Herausforderungen in einem zusammenwachsenden Europa näherzubringen. Zweifellos werden auch unsere Studierenden von den Gästen aus Russland profitieren. Wir heißen sie herzlich willkommen!", freut sich Otfried Knoll, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten, über den Austausch (Pressemeldung FH sant Pölten, 16.02.17).

RechteckKnorr-Bremse: Bremssysteme für 800 Doppellokomotiven für Indien

Knorr-Bremse liefert die Bremssysteme, damit sich die WAG12-Doppellokomotiven jederzeit sicher bremsen lassen. Foto Alstom.
Schneller und sicherer – das sind die 800 neuen Prima-E-Doppellokomotiven für die staatliche indische Eisenbahngesellschaft. Die Bremssysteme kommen von Knorr-Bremse, denn das Unternehmen erfüllt dank seines Standorts im nordwestindischen Palwal zwei wichtige Voraussetzungen für die Auftragsvergabe: die Sicherstellung zeitnaher Lieferungen und die hoher Lokalisierungsanforderungen.
Indien setzt in den kommenden Jahrzehnten auf einen deutlichen Ausbau des Schienengüterverkehrs. Kern des Plans sind zwei weit über 1.000 Kilometer lange Frachtkorridore. Einer soll vom nordindischen Bundesstaat Punjab bis in die Westbengalen führen; der andere soll eine Verbindung zwischen dem Jawaharlal-Nehru-Hafen bei Mumbai und der Hauptstadtregion Delhi schaffen. Auch auf diesen Strecken werden die 800 dieselelektrisch angetriebenen Prima-E-Doppellokomotiven von Alstom unterwegs sein. Mit maximal 120 km/h werden die Loks bis zu 6.000 Tonnen schwere Züge durchs Land ziehen. Knorr-Bremse liefert für diesen Auftrag die Bremssysteme, damit sich die Lokomotiven jederzeit sicher bremsen lassen.
"Es erfüllt uns mit Stolz, bei einem derartig bedeutenden Infrastrukturgroßprojekt mit an Bord zu sein", sagt Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG und verantwortlich für den Unternehmensbereich Systeme für Schienenfahrzeuge. Das Unternehmen liefert mit Bremssteuerung, Luftaufbereitung und Drehgestellausrüstungen die kompletten Bremssysteme der Lokomotiven. Sie sind maßgeschneidert ausgelegt auf lokale Anforderungen, in diesem Fall auf eine spezifische Adaption des UIC-Standards für Indian Railways. Basis ist die Bremssteuerung CCBII-IR, die auf dem CCBII-System aufbaut und seit einigen Jahren im Großteil aller neuen Lokomotiven von Indian Railways verbaut wird. Darüber hinaus übernimmt Knorr-Bremse die Serviceleistung der eigenen Systeme in 250 der WAG12-Doppellokomotiven für mindestens 13 Jahre.
"Wir sind nah am Kunden direkt vor Ort. Einmal mehr zahlt sich mit dem Großauftrag der Umzug in unser neues indisches Werk vor knapp drei Jahren aus", erklärt Deller. Der Schritt war nötig, weil die alte Fabrik mit dem Wachstum des indischen Schienenverkehrsmarkts an ihre Grenzen gestoßen war. Seither produziert Knorr-Bremse auf 26.000 Quadratmetern mit hoher personeller Konstanz und damit viel Expertise und Erfahrung der Belegschaft Bremssteuerungen, Drehgestellausrüstungen, Kompressoren und Lufttrockner für Schienenfahrzeuge, vorwiegend für den indischen Markt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit zertifizierten regionalen Zulieferern und auf Grundlage des weltweit einheitlichen Knorr-Bremse Produktionssystems (KPS).
Das Werk in Palwal trägt wesentlich dazu bei, dass Knorr-Bremse die hohen Lokalisierungsanforderungen des indischen Markts erfüllen kann. Dort generiert Knorr-Bremse einen großen Teil der Wertschöpfung bei der Produktion der Bremssysteme. Die ersten Auslieferungen sind für Mitte 2017 und dann über einen Zeitraum von elf Jahren geplant. (Pressemeldung Knorr-Bremse, 16.02.17).

RechteckTX Logistik: Ausführung kurzfristiger Spotverkehre

Die TX Logistik AG (TXL) übernimmt für Bahnkunden ab sofort auch kurzfristige Spotverkehre. Dazu hat das Eisenbahnlogistikunternehmen zu Jahresbeginn eine neue Abteilung geschaffen, die nun schrittweise weiter ausgebaut werden soll.
"Wir haben in den vergangenen Jahren eine deutliche Nachfrage nach Umsetzung von Spotzugleistungen festgestellt", erläutert Christian Runkel, der den neuen Bereich bei TXL verantwortet. "Daher haben wir unser Leistungsangebot jetzt entsprechend erweitert." Der operative Start erfolgte im Januar. In der ersten Phase konzentriert sich TXL dabei auf Spotverkehre im Ganzzugbereich. Christian Runkel: "Mittelfristig möchten wir dieses Angebot auch für Wagengruppen umsetzen."
Einschränkungen bei den Spotverkehren gibt es nicht – transportiert werden national wie international sowohl Container und Trailer als auch Massengüter. Dazu nutzt TXL bestehende Relationen, baut aber auch neue Routen auf. "Aus einem Spotgeschäft entwickelt sich häufig auch ein zukünftiges Regelgeschäft", sagt Christian Runkel. "So können wir unser Netzwerk erweitern und unseren Kunden noch mehr Lösungen anbieten."
Großes Potenzial sieht er vor allem bei den klassischen konventionellen Massengütern: "Aufgrund starker Volumenschwankungen ist es bereits heute eine Herausforderung, diese Geschäfte in ein planbares wöchentliches Regelkonzept zu integrieren." Bei den Containertransporten nehmen die Spotanfragen ebenfalls zu. Die Anforderungen und Mengen steigen, weil die Containerschiffe immer größer werden und immer kurzfristiger abgewickelt werden müssen. Christian Runkel: "Auch wetterbedingte Einflussfaktoren wie jüngst das Rhein- Niedrigwasser treiben die Nachfrage." (Pressemeldung TX Logistik, 16.02.17).

Was noch wichtig ist

RechteckBundespolizei: Schlappohren auf Abwegen

Foto Bundespolizeidirektion Berlin.

Am 13.02.16 Nachmittag reisten fünf Schlappohren als blinde Passagiere mit dem ICE von Leipzig nach Berlin. Ihre Besitzerinnen erschienen gegen 14:30Uhr aufgeregt auf der Dienstelle der Bundespolizei am Hauptbahnhof in Leipzig. Sie kamen von einer Zuchtkaninchenausstellung in Erfurt und wollten mit dem ICE weiter von Leipzig nach Berlin reisen. Mit im Gepäck hatten sie zwei Kisten mit neun Zuchtkaninchen.
Als sie die erste Kiste mit fünf Kaninchen in den ICE 1510 gestellt hatten, verschlossen sich die Türen. Die Damen standen mit der zweiten Kiste noch am Bahnsteig. Der Zug fuhr mit den 5 Schlappohren ab.
Die Bundespolizei informierte umgehend das Zugpersonal des ICE, die die Kaninchen in Obhut nahmen und sie an die Kollegen der Bundespolizei in Berlin übergaben. Die Besitzerinnen fuhren mit dem nächsten Zug nach Berlin und konnten dort ihre "vorausgehoppelten" Kaninchen am Hauptbahnhof wieder in Empfang nehmen (Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Leipzig, 16.02.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckNiedersachsen: PRO BAHN schaltet Landtag zum Fugger-Express ein
Zwanzig Minuten frieren am Bahnsteig, danach eine Fahrt gequetscht wie in der Sardinenbüchse und am Ende in Pasing oder Gessertshausen wegen vorzeitiger Zugwende vor dem Ziel abgesetzt - so kann aktuell ein Arbeitstag für die Pendler im Fugger-Express beginnen oder enden. Eine hohe Zahl technische Störungen an den ET440-Triebwägen des Herstellers Alstom verägert derzeit die Bahnfahrer unserer Region, die auf der überlasteten und für Störungen nicht ausgelegten Schieneninfrastruktur zwischen München, Augsburg, Ulm und Donauwörth ohnehin schon genug Verspätungen ertragen müssen. Der Fahrgastverband PRO BAHN hat hierzu Fahrgastrückmeldungen ausgewertet: So habe es alleine an den 10 Werktagen zwischen 16.1. und 27.1. im Berufsverkehr 18 Züge, bei denen ein Zugteil mit 240 Sitzplätzen fehlte, 9 Züge mit insgesamt 234 Minuten Verspätung aufgrund technischer Störungen am Zug und einen kompletten Zugausfall gegeben - alles wie gesagt im Berufsverkehr.
Auch in den ersten zwei Februarwochen häuften sich wieder die technischen Störungen an den ET440. Trauriger Höhepunkt war Montag, der 6.2., an denen die Kunden 6 Berufsverkehrszüge mit in Summe 114 Minuten Verspätung nach technischen Störungen meldeten. Durchschnittlich zwanzig Minuten entspräche für die Fahrgäste quasi einem Zugausfall. Und käme der Zug dann endlich, wäre gerade in Mering oftmals bei einer derartigen Verspätung gar kein Zustieg für alle Wartenden mehr möglich, da an den Stationen vorher bereits die Pendler von zwei Zügen eingestiegen sind.
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat auf Grund der unbefriedigenden Situation inzwischen den Bayerischen Landtag eingeschaltet. Die Abgeordneten Eberhard Rotter (CSU) und Annette Karl (SPD), die im Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft den Landtag vertreten, haben die BEG bereits aufgefordert, mit der DB Regio Bayern zusammen Abhilfe zu schaffen. Die Abgeordneten Christine Kamm und Markus Ganserer(Bündnis 90/Die Grünen) haben in einer parlamentarischen Anfrage Innenminister Hermann verpflichtet, dem Landtag zu Auswirkungen und Maßnahmen von Seiten des Freistaates zu berichten.
"Wir erwarten, dass BEG und DB Regio konkrete und umfassende Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebsstabilität erarbeiten und umsetzen" so Jörg Lange, der beim Fahrgastverband PRO BAHN den Fugger-Express betreut. Auch seien die Kunden umfassend zu informieren. "Es kann nicht sein, dass die Kunden regelmäßig nicht die geschuldete Leistung bekommen und von der DB Regio keine Entschuldigung und keine Erklärung dazu gegeben wird", so Errol Yazgac, Beauftragter für PRO BAHN in Schwaben.
DB intern müssten die Mitarbeiter die technischen Mängel ausbaden: "Uns ist bekannt, dass die Techniker der DB mit Wochenendschichten versuchen, möglichst viele Fahrzeuge in den Einsatz zu bringen, und Lokführer Überstunden machen, um die Triebwagen dahin zu überführen, wo sie gebraucht werden. Wir danken den Mitarbeitern für diesen Einsatz", so Jörg Lange.
Bei den Fahrgästen seien die ET440 wegen enger Gänge und Einstiegsräume, schwer zugänglicher Mehrzweckräume, relativ unbequemer Sitzplatzgestaltung und fehlender Trittstufen an niedrigen Bahnsteigen nicht sonderlich beliebt. Die Tatsache, dass diese Fahrzeuge im nunmehr neunten Einsatzjahr immer noch nicht stabil zu betreiben seien, spräche auch für ihre Ablösung im Rahmen der Neuausschreibung der Augsburger Netze für 2021. "Ich möchte mir nicht vorstellen, wie diese Fahrzeuge in 10 Jahren beieinander sind", so Jörg Lange abschließend (Pressemeldung PRO BAHN Bezirksgruppe Schwaben, 16.02.17).

RechteckNiedersachsen: Das Wunder von Bodenwerder
Was niemand mehr für möglich erachtet hatte nach Jahren des Niedergangs ist jetzt zu einer Happyendgeschichte geworden. Die Bahn Vorwohle - Emmerthal wird zwischen Emmerthal und Bodenwerder wieder belebt. Zunächst nur für den Steinverkehr der Hehlener Steinwerke, die die Strecke übernommen haben, aber auch mit der Option, weitere Anschließer wie das Kallkwerk Hehlen und die Lederwerke Heller dort und in Grohnde Holzverladung zu ermöglichen bringt frischen Wind.
Die offenbar sehr eisenbahnfreundlichen neuen Herren wollen auch Museumsbahnbetrieb nicht im Wege stellen und beispielsweise zur Großveranstaltung Lichterfest auf der Oberweser in Bodenwerder Züge möglicherweise wieder zumindest bie Kemnade fahren zu lassen. Von dort ist es nur wenig hundert Meter Fußweg ans Weserufer. Auch eine Abstellung des Zuges auf der Weserbrücke wie früher üblich wäre denkbar.
Für spätere Jahre wird nicht einmal ein regelmäßiger täglicher Reisezugverkehr als möglich erachtet. In jedem Fall liegen die Arbeiten wegen des milden Winters vor Plan, so dass im Frühjahr ein Eröffnungsug fahren könnte, beispielsweise in Gestalt eine OHE-Triebwagens der Tochter ERIXX oder auch der historische Schienenbus der Seelzer der in Rinteln bem Förderverein Eisenbahn Rinteln-Stadthagen ist (WR, 16.02.17).

RechteckSachsen-Anhalt: HANS gewinnt Ausschreibung für das Elbe-Altmark Netz
Die HANSeatische Eisenbahn GmbH (kurz HANS) wurde von der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (kurz NASA) und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) als Gewinner der Ausschreibung des Netzes "Elbe-Altmark" bekannt gegeben. Somit wird die HANS ab Fahrplanwechsel 2018 die Strecke RB 34 zwischen Stendal und Rathenow sowie die RB 33 zwischen Stendal und Tangermünde im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) betreiben.
"Es freut uns sehr, zukünftig auch in Sachsen-Anhalt für die NASA GmbH unsere Kompetenz und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen zu können.", berichtet Dr. Ralf Böhme, Geschäftsführer der HANSeatischen Eisenbahn GmbH. "Basierend auf unsere Erfahrungen im Schienenpersonennahverkehr auf unseren Strecken in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, sind wir überzeugt, auch in der Region Stendal/Rathenow/Tangermünde für unsere zukünftigen Fahrgäste ein optimales Fahrplankonzept anbieten und für positive Reiseerfahrungen mit der HANS sorgen zu können."
Der Vertrag für den Betrieb der beiden Strecken läuft über vier Jahre und beginnt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018. Die HANSeatische Eisenbahn GmbH plant den Einsatz von modernen Dieseltriebfahrzeugen. Selbstverständlich wird den Triebfahrzeugführern und Servicekräften, die zurzeit auf den Strecken arbeiten, eine Übernahme durch die HANS angeboten. "Wir würden uns freuen, wenn wir von den Erfahrungen des heute tätigen Personals im Sinne unserer künftigen Fahrgäste profitieren können.", so Dr. Böhme weiter.
Vor der Betriebsaufnahme plant die HANS ein umfangreiches Marketingkonzept, um die Fahrgäste in der Region mit der HANS bekannt zu machen sowie über das künftige Fahrplankonzept und die Aktivitäten des Unternehmens zu informieren (Pressemeldung HANSeatische Eisenbahn GmbH, 16.02.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

 

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LOK Report 2/17

LOK Report Ausgabe 2/17

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Mit der Kamera notiert

RechteckBonn-Beuel


Am 15.02.17 hatte ich bei gutem Wetter die Möglichkeit, die Einsätze der neuen DB-187 in Bonn-Beuel auf der rechten Rheinstrecke (und anderes) zu beobachten: 187 116 vor 51843 in Richtung Gremberg, 187 116 vor 51455 bei der Einfahrt nach Beuel aus Gremberg kommend unterwegs nach Mannheim Rbf. Noch fahren 143 mit Doppelstockwagen-Einheiten eine RB-Linie auf der rechten Rheinseite: Hier verläst 143 194 den Bahnhof Beuel nach ihrem vorherigen Halt Die alpha-119 008 vor einem Güterzug in nördlicher Richtung bei der Ausfahrt aus Bonn-Beuel (Hanno Fabian, 16.02.17).

RechteckEngelsdorf

Die neue Engelsdorfer 247 904 konnte vor 65098 Engelsdorf - Großkobetha 09.02.17 und vor 53331 Engelsdorf - Zeitz am 10.02.17 in Wiederitzsch fotografiert werden (Torsten Liermann, 16.02.17).

RechteckErfurt




Am 15.02.2017 konnten folgende Loks in Erfurt beobachtet werden: BBL 6, CLR 228 321, DB Netz Instandhaltung 203 311, EBS 110 001, EBS 118 719 und Infraleuna 209. Die 228 321 fuhr mit einen Bauzug nach Teutschenthal (Sven Molle, 16.02.17).

RechteckGöttingen


Impressionen zum Valentinstag in und um den Göttinger Bahnhof (Ferdinand Jacksch, 16.02.17).

RechteckKühnhausen

Am 11.02.2017 war in Kühnhausen bei Erfurt DB 642 025 als RE 16259 von Kassel-Wilhelmshöhe nach Erfurt Hbf unterwegs. In die Gegenrichtung verkehrte der DB 641 022 als RB 16290 von Erfurt Hbf nach Leinefelde (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 16.02.17).

RechteckLom u Duchcova




Am 10. Februar fuhr ich mit dem Regionalbus von Duchcov nach Lom u Mostu (Bruch bei Brüx). Ich ging in Richtung zum ehemalige Dorf Libkovice, dort ist der Eintritt verboten, seit Jahre 1993 ist dort eine Großkohlemine. Bei Libkovice war die ehemalige Strecke nach Mariánské Radčice und Most (Brüx).
Ich ging durch die vebotene Zone zum ehemalige Bahnhof Mariánské Radčice (Maria Ratschitz). Der Bahnhof ist weg, aber zwei ehemalige Sommerfrische-villen sind im ausgezeichnten Zustand. Ich ging die Bahnhofstraße nach Mart, dort ist eine schöne Wahlfahrtkirche und neben der Kirche ist das Gasthaus "U kostela/Bei der Kirche", dort trank ich Bier der Brauerei Klášter u Mnichova Hradiště.
Mon M. Radčice fuhr ich mit dem Regionalbus zum Bhf Litvínov und mit der Straßenbahn zum Bahnhof Most.
Die Fotos zeigen Os 6852 im Hp Lom u Mostu (ehemalige Bhf), die ehemalige Hauptstrasse, das ehemalige Dorf Libkovice, die ehemalige Hauptstrcke Duchcov-Most (+1968), die Sommerfrische vor dem ehemalige Bhf Mariánské Radčice, die Walhlfahrtkirche M.Radčice, Os 16967 mit Tw 810 150 und Wagen mit Holz im Bhf Litvínov sowie Strassenbahnen am Bhf Litvínov (Martin Kubík, 16.02.17).

RechteckPlauen

118 770-7 fuhr am 15.02.17 wieder einen leeren Zug zum Beladen zu einem Schrotthändler in Plauen/V. Hier ist der Zug in Plauen/V. kurz vor dem unteren Bahnhof (Alexander Hertel, 16.02.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Europa

RechteckFrankreich: Regierung findet Weg, um 15 TGV von Alstom zu kaufen
Der Staat und die SNCF haben ein Arrangement gefunden, wie zur Rettung des Alstom-Standorts Belfort 15 TGV-Züge bestellt werden können. Der Kauf dieser Züge war aus Gründen des Wettbewerbsrechts und der Belastung der SNCF durch nicht wirklich benötigte Züge in Frage gestellt worden.
Die 15 TGV, die der Staat im letzten Oktober bei Alstom bestellt hat, werden auf der Linie des TGV Atlantique und nicht auf der konventionellen Linie zwischen Bordeaux und Marseille unter der Marke "Intercités" eingesetzt, wie ursprünglich vorgesehen, zitiert Le Monde einen Sprecher der SNCF. Sechs der 15 Züge werden im Jahr 2019 in Betrieb gehen, neun im Jahr 2020. Die neuen Züge sollen ältere, teilweise bis zu 35 Jahre alte Züge ersetzen. Ursprünglich sollten diese renoviert werden, um noch ein paar Jahre in Betrieb bleiben zu können.
Dieses neue Szenario der SNCF wurde vom Staatssekretär für Verkehr und dem Ministerium für Industrie unter der Aufsicht des Premierministers entwickelt. Ursprünglich sollten die SNCF die 15 TGV bestellen und die Ausgaben vom Staat erstattet bekommen. Nun wird die SNCF die Züge selbst bezahlen. Das Verfahren muss noch vom Verwaltungsrat der SNCF genehmigt werden, der am 23. Februar tagt.
"Finanziell ist das Verfahren im Gleichgewicht", zitiert Le Monde der SNCF nahestehende Kreise. Die Kosten von 480 Mio. Euro für den Kauf der 15 Züge werden in der Tat in einigen Jahren ausgeglichen sein. Erstens ermöglicht dieser Vorgang eine Einsparung von 150 Mio. Euro für die Renovierung der alten Züge. Dann wird die Wartung weniger kosten, weil das Technicentre Atlantique nur noch drei Arten von Zügen statt bisher sechs unterhalten muss. Schließlich verpflichtet sich der Staat, ab 2017 für fünf Jahre die Einnahmen des TGV als Teil des sozialen Beitrags der territorialen Solidarität (CST) für die Linien des territorialen Gleichgewichts mit 70 Mio. Euro pro Jahr zu entlasten (WKz, Quelle Le Monde, 16.02.17).

RechteckNorwegen: Umstruktuierung führt zu Gewinnrückgang für NSB
Die Norwegische Staatsbahn NSB schließt das Jahr 2016 mit einem Gewinn vor Steuern von 1,50 Mrd. NOK (169 Mio. Euro) ab, mehr als eine Mrd. niedriger als im Vorjahr. Der operative Gewinn betrug 1,74 Mrd. NOK (196 Mio. Euro) im Vergleich zu 2,81 Mrd. im Jahr 2015. Der Rückgang der Ergebnisse ist im Wesentlichen auf reduzierte Erträge aus dem Geschäft mit Immobilien, Restrukturierungskosten zur Bahnreform und Pensionsaufwendungen zurück zu führen.
NSB gibt an, dass das Vorjahresergebnis eines der besten in der Konzerngeschichte war, während 2016 ein Jahr der Umstrukturierung und daraus entstandenen Aufwendungen darstellte. Eine Reihe von Unternehmen wurde innerhalb der Umstruktuierung von NSB abgespalten, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren konnte: Personen und Güter auf Schiene und Straße zu transportieren. Dies gilt unter anderem für die Immobilien-verwaltung ROM Eiendom, die Wartung Mantena und die Vertriebsfirma Entur, von denen aber jede ihren Teil zum Konzernergebnis beitrug.
• Im Passagierverkehr wurde ein operative Ergebnis von 636 Mio. NOK erzielt. Dieses Ergebnis ist mit 542 Mio. NOK Restrukturierungskosten belastet, so dass das zugrunde liegende Geschäft besser ist, als es die Zahlen ausdrücken. NSB-konzernchef Geir Isaksen spricht deshalb auch von einem "besonders zufriedenstellenden Ergebnis".
• Das operative Ergebnis für CargoNet endete mit einem Verlust von -2 Mio. NOK, vor allem wegen des verschärften Wettbewerbs im Güterverkehrsmarkt und negativen Ergebnissen im Zusammenhang mit dem Lokführerstreik im Herbst. Cargonet expandiert nach Schweden und hat eine neue Direktverbindung nach Skåne in Südschweden entwickelt.
• Nettbuss verzeichnete einen operativen Gewinn von 306 Mio. NOK. Dies ist das beste Ergebnis nach mehreren Jahren (WKZ, Quelle NSB, E24, 16.02.17).

RechteckÖsterreich: Erster Schritt für neue S7 Richtung Gallneukirchen/Pregarten

"Da Verkehrsprognosen einen kontinuierlichen Zuwachs für den Großraum Linz aufzeigen und das bestehende Straßennetz bereits jetzt an seine Belastungsgrenze stößt, ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs unumgänglich", so Landesrat für Infrastruktur Mag.Günther Steinkellner.
Einer der intensiv genutzten Pendlerkorridore führt aus dem Mühlviertel von Nord-Osten nach Linz. Es handelt sich bereits heute um den am stärksten befahrenen Buskorridor Oberösterreichs. Studienergebnisse belegen zusätzlich, dass ein Fahrgastpotential von bis zu 15.000 Pendler/innen täglich aus diesem Gebiet besteht. Ein schienengebundenes Nahverkehrsmittel könnte deutliche infrastrukturelle Verbesserungen für die sich dynamisch entwickelnden Siedlungsgebiete bringen.
Durch ein Raumordnungsprogramm kann festgelegt werden, dass bestimmte Grundflächen für die Errichtung überregionaler Infrastrukturprojekte vorzubehalten sind. In den vergangenen Jahren wurden die Planungen zur Sicherung dieser wichtigen Verbindung unter Einbindung der Öffentlichkeit vorgenommen. Die Erschließung bevölkerungsreicher Siedlungsgebiete, die fußläufige Erreichbarkeit der Haltestellen, wirtschaftliche und umweltverträgliche Kriterien bildeten die Entscheidungsgrundlage für eine attraktive Verbindungsvariante. In der Regierungssitzung vom 6. Februar 2017 wurde die Verordnung zum Raumordnungsprogramm der Oö. Landeregierung über die Freihaltung von Grundstücksflächen für die Errichtung einer S-Bahn-Linie von Linz nach Pregarten erlassen.
"Die Raumordnungsabteilung des Landes OÖ hat jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass für die geplante S-Bahn-Linie von Linz über Gallneukirchen nach Pregarten die nötigen Flächen für eine Trasse freigehalten werden. Dies ist umso wichtiger, als es sich hier um eine sehr dynamische Region mit entsprechenden Ansprüchen an die Flächennutzung handelt. Dieses wichtige Infrastrukturprojekt wird insbesondere für die Pendlerinnen und Pendler aus dem Mühlviertel eine deutliche Erleichterung bringen, weil es ermöglicht, den Zentralraum ohne Stau zu erreichen", betont der für die Raumordnung zuständige Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.
"Es ist von großer Wichtigkeit die kontinuierlich wachsenden Gebiete im nordöstlichen Mühlviertel anzubinden. Heute haben wir einen ersten wichtigen Schritt, für die Umsetzung des Projekts getroffen", so Steinkellner abschließend (Pressemeldung Amt der Oö. Landesregierung, 16.02.17).

RechteckÖsterreich: Bahnindustrie löst 2,1 Milliarden Euro Wertschöpfung aus
Die österreichische Bahnindustrie hat eine beachtliche volkswirtschaftliche Bedeutung: Die Multiplikator-Effekte miteinberechnet, trägt sie 2,1 Milliarden Euro zur heimischen Wertschöpfung bei und sichert über 20.300 Arbeitsplätze in Österreich. Eine Exportquote von 70 Prozent zeigt, dass sich die österreichischen Betriebe auch international behaupten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei ihre Innovationskraft: Mit 41 Patenten pro einer Million Einwohner liegt die Branche weltweit auf Platz Eins.
Das ergibt eine Studie, die bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, Thomas Karl, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie, und Christian Helmenstein, Leiter des Economica Instituts, präsentiert wurde. Das Infrastrukturministerium unterstützt die Bahnindustrie jährlich mit über zwei Milliarden Euro an Investitionen in Schienen-Infrastruktur, Verkehrsbestellungen und Forschungsförderung.
"Die öffentliche Hand ist ein starker Partner für die Bahn-Industrie und trägt maßgeblich zu ihrem Erfolg bei: Wir nehmen in den kommenden Jahren über 16,4 Milliarden Euro für die Schienen-Infrastruktur in die Hand und sorgen so für heimische Nachfrage. Und wir fördern die Entwicklung neuer Technologien, mit denen unsere Betriebe international punkten", so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Das Infrastrukturministerium investiert allein 2017 rund 2,1 Milliarden Euro in Bahn-Infrastruktur, bestellt Zugkilometer im Gegenwert von rund 740 Millionen Euro und fördert die Entwicklung innovativer Bahn-Technologien mit etwa zehn Millionen Euro. Infrastrukturminister Leichtfried fordert einen Investitionsschub in der EU: "Wir brauchen neue Spielregeln in Europa: Es muss etwa möglich sein, öffentliche Investitionen abzuschreiben, oder sie per ‚Golden Rule' gänzlich aus den Staatsschulden auszunehmen. Denn wenn die EU-Länder in den Ausbau ihrer Bahn investieren, haben unsere Betriebe volle Auftragsbücher."
Bei einem Umsatz von 3,1 Milliarden Euro beträgt der Wertschöpfungsbeitrag inklusive der multiplikativen Effekte 2,1 Milliarden oder einen Anteil an der Bruttowertschöpfung von 0,7 Prozent. Jeder 142. in Österreich erwirtschaftete Euro ist somit unmittelbar oder mittelbar auf die österreichische Bahnindustrie zurückzuführen.
Die ÖBB und die Bahnindustrie haben ein gemeinsames Ziel: "Wir wollen die Bahn noch attraktiver machen, noch mehr Menschen für die Bahn begeistern und mehr Güter auf die Schiene bringen. Gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium investieren wir bis 2022 über 15 Milliarden Euro in modernste Bahninfrastruktur, damit die Schiene noch wettbewerbsfähiger wird gegenüber der Straße. 2026 wird man Klagenfurt von Wien in nur 2:40 Stunden erreichen, die Südstrecke wird dann auch für Gütertransporte konkurrenzlos schnell und effizient sein. Die ÖBB profitiert von einer starken Bahnindustrie – und die Bahnindustrie von einem starken Heimmarkt und der Expertise der ÖBB. Diese starke Partnerschaft nützt den Bahnkunden und dem Standort Österreich." so Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG. 
In Österreich sind über 9.000 Personen in den Unternehmen der Bahnindustrie beschäftigt und erwirtschaften 3,1 Milliarden Euro an Umsatz. Die innovativen Lösungen und Produkte der österreichischen Bahnindustrie werden weltweit exportiert – die Exportquote beträgt rund 70 Prozent, so die aktuelle Economica-Studie, die im Auftrag des Verbandes der Bahnindustrie erstellt wurde. "Wir exportieren mehr als zwei Drittel unserer Produkte weltweit. Unsere wichtigsten Exportländer sind Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Japan und Großbritannien. Im Jahr 2015 wurden nur im Bereich Schienenfahrzeuge und zugehörige Ausrüstungen im Wert von 1,27 Milliarden Euro exportiert, während die Importe bei 0,61 Milliarden Euro lagen. Gleichzeitig schaffen wir hohe Wertschöpfung in Österreich", erklärt Thomas Karl. 
Die heimische Bahnindustrie ist Impulsgeber für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Österreich. In der aktuellen Studie konnten erstmals ergänzend zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mit dem Satellitenkonto die hohe Verknüpfung mit anderen Branchen sowie direkte und multiplikative Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte dargestellt werden. Die Bahnindustrie weist einen Wertschöpfungsmultiplikator von 1,52 und einen Beschäftigungsmultiplikator von 2,26 aus. "Diese starken Vorleistungsverflechtungen mit heimischen Zulieferbetrieben bedeuten, dass mit jedem in der Bahnindustrie erwirtschafteten Euro weitere 0,52 Euro in anderen Sektoren in Österreich an Wertschöpfung ausgelöst werden. Für die Beschäftigung bedeutet es, dass jeder Arbeitsplatz in der Bahnindustrie 1,26 weitere Arbeitsplätze in österreichischen Unternehmen sichert. So werden aus 9.000 direkten Beschäftigten rund 20.300 Beschäftigte im Umfeld der Bahnindustrie",  erklärt Christian Helmenstein, Leiter des Economica Instituts.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der österreichischen Bahnindustrie ist ihre Innovationskraft. "Österreich ist Patenterfinder-Weltmeister bei der Bahn. Die öffentliche Hand leistet hier Schützenhilfe: Wir fördern Forschung und Entwicklung von neuer Bahn-Technologie mit rund zehn Millionen Euro im Jahr, wie etwa eine Elektrolok mit Wasserstoffantrieb. Wir bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Sicherheitstechnologie unter realen Bedingungen zu testen, beispielsweise im neuen Bahntunnel im Zentrum am Berg", so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Österreich belegt in der internationalen Patentstatistik im Bereich Bahn und Schiene mit 41 Patenten pro eine Million Einwohner den Platz eins. Die Forschungs- und Entwicklungsquote umsatzbezogen beträgt rund 6 Prozent. "Zahlreiche Unternehmen der österreichischen Bahnindustrie haben ihre weltweit agierenden Kompetenzzentren in Österreich. Die hohe Forschungsquote von 6 Prozent im Zusammenspiel mit Produktion in Österreich ist unser Erfolgsrezept. Die Feedbackschleife F&E, Produktion und Markt ermöglicht es, rasch auf Marktbedürfnisse zu reagieren und Know-how sowohl aus der Forschung als auch Produktion zu verbinden", erklärt Karl. Die Innovationskraft zeigt sich insbesondere in den Bereichen von Schienen, Weichen, Bahnbaumaschinen, elektrischen Antrieben, Fahrwerken und Drehgestellen, Reisezugwagen, U-Bahn-, Stadtbahn- und Straßenbahnzügen sowie bei Sicherungs-, Leit- und Kommunikationssystemen.  
Für die in Österreich aktiven Bahnindustrieunternehmen sind faire und nicht diskriminierende Rahmenbedingungen für internationale Handelsbeziehungen eine ganz wesentliche Voraussetzung für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Das Europäische Parlament hat diesbezüglich im Mai 2016 mit überwältigender Mehrheit eine Resolution über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bahnindustrie angenommen. "Konkret wird die Europäische Kommission aufgefordert, eine kohärente EU-Handelsstrategie zu entwickeln, durch die die Einhaltung des Grundsatzes der Gegenseitigkeit, insbesondere in Bezug auf Japan, China und die USA, erfüllt wird. Das Lösen von Wettbewerbsverzerrungen ist für den Erfolg unserer internationalen Handelsbeziehungen sehr wichtig", erklärt Karl.
Die Digitalisierung wird die Bahnindustrie in den kommenden Jahren in vielfacher Hinsicht fordern. Für einfache Lösungen wie Informationsangebote, über das Angebot von verkehrsträgerübergreifenden Verbindungen bis zu automatisierten Fahren wird die Innovationskraft der Bahnindustrie gefragt sein (Pressemeldung Verband der Bahnindustrie, 16.02.17).

RechteckSchweden: 9 Mrd. SEK für Schnellzüge, Nachtzüge und X 2000
Mit einem historisch starken Jahresergebnis im Rücken will die Schwedische Staatsbahn Rekordinvestitionen tätigen, um den künftigen Bedarf für eine bequeme und effiziente Bahnfahrt zu bewältigen.
Für das Gesamtjahr 2016 betrugen der Nettoumsatz 9,336 Mrd. SEK oder 986 Mio. Euro (gegenüber 9,052 Mrd. SEK im Vorjahr), das Betriebsergebnis 837 Mio. SEK (625 Mio), der Nettogewinn 650 Mio. SEK (471 Mio.) und der Nettoverschuldungsgrad 0,0 (0,19). SJ plant daher Investitionen von rund 9 Mrd. SEK in 30 neue Schnellzüge (snabbtåg) und die umfassende Modernisierung aller X 2000 und Nachtzüge.
Das Jahr 2016 brachte eine positive Entwicklung im Personenverkehr, die das Unternehmen gestärkt hat, so dass in den nächsten Jahren die Quote an Investitionen erhöht werden kann. Insgesamt plant SJ, etwa 9 Mrd. SEK (950 Mio. Euro) in eine neue und renovierte Flotte in den nächsten fünf Jahren zu investieren. Dies erfolgt zusätzlich zu den laufenden Ausgaben und Initiativen wie der Wartung der Fahrzeuge und der Digitalisierung.
"Wir werden das Tempo der Investitionen jetzt erhöhen, um unseren Passagieren modernere Züge mit größerer Effizienz und mehr Komfort anbieten zu können, so dass wir unsere Position in Zukunft stärken und an die Erforderungen des Schienenverkehrs anpassen können", sagt Vd Crister Fritzson.
• Völlig neu sind Investitionen von rund 150 Mio. SEK zur Renovierung aller Waggons der Nachtflotte. Damit sollen mehr Reisende auf die SJ-Nachtzug-Linien Göteborg - Stockholm - Östersund - Åre - Duved und Stockholm - Malmö gebracht werden. Bereits im Jahr 2018 soll der erste Nachtzug-Wagen in den Verkehr gehen.
• Inzwischen hat SJ eine strategische Entscheidung zur Vorbereitung für die Beschaffung von 30 neuen Schnellzügen für den Fernverkehr getroffen. Die Züge werden in der Lage sein, in ganz Skandinavien eingesetzt zu werden. Die Investition wird auf etwa 5-6 Mrd. SEK geschätzt.
• Die laufende Modernisierung aller X 2000-Züge wird wie geplant fortgesetzt werden. Bereits getestet wurde die Bestuhlung in den renovierten Waggons. Am Ende des Jahres werden die technische Ausstattung, das Bistro und die digitalen Bildschirme getestet werden. 2018 soll der erste umgebaute Zug in Betrieb genommen werden. Die Investitionen für den X 2000 belaufen sich auf rund 3,5 Mrd. SEK (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle SJ, 16.02.17).

RechteckSchweiz: Gemeinsam das Ziel Weissensteintunnel erreicht
Das Bundesamt für Verkehr hat am 14.02.16 mitgeteilt, dass der Weissenstein-Bahntunnel saniert wird. Dieser Entscheid fiel nicht zuletzt auch dank dem grossen Engagement der betroffenen Bevölkerung sowie der betroffenen Gemeinden und Kantone, die sich gegen eine Schliessung des Tunnels gewehrt haben.
Das Komitee «Weissensteintunnel erhalten» nimmt mit grosser Freude und Befriedigung zur Kenntnis, dass das Bundesamt für Verkehr (BAV) beschlossen hat, den Eisenbahntunnel durch den Weissenstein zu sanieren. Dieser Entscheid für die Sanierung – und damit gegen eine Schliessung – des Tunnels ist von enormer Bedeutung für die betroffenen Gemeinden im Thal, am Jurasüdfuss und im bernischen Grandval. Ausserdem ist er der einzig richtige und logische Schritt mit Blick auf die verkehrspolitische Entwicklung, auf Regional-entwicklung und Tourismus sowie auf die Verbindung zwischen den Sprachregionen.
Das Komitee bedankt sich bei allen beteiligten Akteuren, welche diesen wichtigen Schritt herbeigeführt haben. Sowohl der Kanton Solothurn als auch der Kanton Bern hatten sich in ihren Stellungnahmen und Studien klar auf den Standpunkt gestellt, dass die Sanierung des Tunnels einer Variante mit Tunnelschliessung vorzuziehen ist. Nicht zuletzt hat aber sicher auch die grosse Solidarität mit der Bevölkerung, welche auf den Tunnel angewiesen ist, ihre Früchte getragen. Die Regionen haben klar ihren Protest gegen eine allfällige Schliessung des Tunnels zum Ausdruck gebracht.
Für das Komitee «Weissensteintunnel erhalten» ist die Arbeit damit nicht abgeschlossen – sie beginnt erst. Wie das BAV in seiner Medienmitteilung schreibt, erwartet es von den Kantonen Massnahmen zur Attraktivierung der Linie, um die Investitionen zu rechtfertigen. Das Komitee hat Verständnis für dieses Anliegen. Es hat bereits die entsprechenden Kontakte geknüpft und bietet sich auch in den kommenden Jahren an, um gemeinsam mit den touristischen Leistungserbringern attraktive Angebote rund um die Weissenstein-Linie auf die Beine zu stellen. Mit dem sanierten Tunnel sind die Voraussetzungen gegeben, um erfolgreich agieren zu können (Pressemeldung Komitee «Weissensteintunnel erhalten», 16.02.17).

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