LOK Report – News von Donnerstag, 16.05.13
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik des Bundes
Bundestag: Anhörung zur Eisenbahnregulierung
Bei dem Gesetzentwurf der Bundesregierung (17/12726) zur Neuordnung der Regulierung im Eisenbahnbereich fordern die meisten Experten noch Verbesserungen. Dies wurde am Mittwochmorgen bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung deutlich. Mit dem Gesetzentwurf will die Regierung den Wettbewerb auf der Schiene stärken und die Effizienz im Eisenbahnsektor erhöhen. Um dies zu erreichen, will sie die Entgelte für die Nutzung einer Eisenbahninfrastruktur regulieren und den Zugang der Nutzer zu Schienen und Bahnhöfen verbessern. Außerdem sollen die Befugnisse der Bundesnetzagentur gestärkt werden.
Susanne Henckel von Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV sieht „noch erhebliche Defizite“ bei der angedachten Regulierung. Sie kritisierte vor allem in ihrer Stellungnahme, dass es weiterhin keine Trennung zwischen Netz und Betrieb geben soll und die Gewinnabführungsverträge zwischen den Infrastrukturgesellschaften des DB-Konzerns und der DB-Holding weiterhin unangetastet bleiben sollen. Dies müsse jedoch unterbunden werden, damit die Gewinne der Eisenbahninfrastrukturgesellschaften (EIU), die überwiegend aus den Nutzungsentgelten des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) gespeist würden, den EIU für die große Herausforderung der Infrastrukturerhaltung sowie dem Ausbau zur Verfügung ständen. Eine gelungene Regulierung müsse sich vor allem daran messen lassen, ob weiter steigende Infrastrukturpreise verhindert werden könnten.
Für Professor Kay Mitusch vom Karlsruher Institut für Technologie wird mit dem Gesetzentwurf ein entscheidender Schritt zum Abbau des Informationsmonopols und zum Abbau des grundlegenden Steuerungsdefizits der DB Infrastrukturunternehmen getan. Die Kontrollinstanzen der Kapitalmärkte seien bei DB und DB Netz weitgehend außer Kraft gesetzt, ohne dass es einen Ersatz dafür gäbe. Dies könne so nicht weitergehen, schreibt er in seiner Stellungnahme. Die Bahn sei nicht irgendeine unbedeutende Branche. Es gebe hohe gesellschaftliche und politische Ansprüche an den Verkehrsträger Schiene. Dafür werde die Bahn mit hohen Steuermitteln unterstützt. Die Baukostenzuschüsse des Bundes und die Regionalisierungsmittel würden sich auf rund elf Milliarden Euro pro Jahr addieren. Ein Unternehmen, das derart aus Steuermitteln finanziert werde, könne nicht hinsichtlich des effizienten Einsatzes dieser Mittel als „Black Box“ behandelt werden.
Frank Miram, Deutsche Bahn AG, wies darauf hin, dass sich der Wettbewerb sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt habe. Die DB AG erkenne die Notwendigkeit einer effektiven Regulierung der wettbewerblichen Engpassfaktoren zur Gewährleistung eines wirksamen Wettbewerbs im Eisenbahnsektor seit jeher an, heißt es in seiner Stellungnahme weiter. Es sei aber festzuhalten, dass Regulierung kein Selbstzweck sei. Nur wenn tatsächlich ein Marktversagen vorliege, seien Eingriffe zu rechtfertigen. An dem Gesetzentwurf kritisierte er vor allem, dass europäische Vorgaben nicht ausreichend berücksichtig seien. Nur mit der Umsetzung der EU-Vorgaben würde die Konsistenz zwischen nationalem und europäischem Recht sichergestellt.
Alexander Kirfel vom Netzwerk Europäischer Eisenbahnen begrüßte, dass die Kosten der Eisenbahninfrastrukturunternehmen einer Effizienzkontrolle im Zuge einer Anreizregulierung unterzogen werden sollen. Er habe allerdings beim Gesetzentwurf gravierende Kritikpunkte, die unter anderem in den Vorschriften zu Rangierdienstleistungen zu finden seien.
Für Engelbert Recker von Mofair bleiben durch den Gesetzentwurf die Möglichkeiten der Deutschen Bahn zur Diskriminierung ihrer Wettbewerber erhalten. Formal werde die Regulierung insbesondere durch eine Ausweitung der Kompetenzen der Bundesnetzagentur verschärft, gleichzeitig werde aber sichergestellt, dass die Regulierung in der Sache im Wesentlichen leerlaufe, heißt es in seiner Stellungnahme. So werde eine Genehmigungspflicht für die Trassenentgelte eingeführt. Gleichzeitig werde ein Großteil der Kosten der Eisenbahninfrastruktur von der Regulierung ausgenommen.
Professor Thorsten Beckers, Technische Universität Berlin, sieht ein „erhebliches Verbesserungspotenzial“ bei der Regulierung DB Netz AG. Insbesondere gelte es bei der Reform sicherzustellen, dass im Rahmen einer neugestalteten Regulierung eine langfristig effiziente Erhaltungsstrategie für das Netz implementiert werde.
Thomas Petersen, KCW GmbH, hält in seiner Stellungnahme den Gesetzentwurf für nicht zielführend, da die Erwartung an eine Senkung oder Stabilisierung der Infrastrukturentgelte nicht eintreten werde, weil die Gewinnabführungsverträge nicht angegangen würden. Petersen hält eine Verschärfung der Regulierung für notwendig, weil die heutigen Regelungen nicht verhindern könnten, dass die Trassen- und Stationspreise trotz gewaltiger Zuschüsse des Bundes kontinuierlich gestiegen seien. Dies habe dazu geführt, dass sich der Anteil der Infrastrukturentgelte bei den Gesamtkosten des Regionalverkehrs „signifikant“ erhöht hätten. Dadurch sei der Spielraum der Länder bei den Bestellungen des SPNV deutlich eingeschränkt. Ihnen bleibe als einzige kostendämpfende Maßnahme, den Angebotsumfang zu reduzieren beziehungsweise abzubestellen. Wenn die Preisentwicklung so weitergehe, würden massive Kürzungen im SPNV-Angebot wie zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern Schule machen. Die Leidtragenden seien dann die Fahrgäste, insbesondere Geringverdiener und Schüler (Pressemeldung Bundestag, 16.05.13).
CDU: Zugang zu Schienenwegen und Bahnhöfen neu reguliert
Am Mittwoch hat der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages den Gesetzentwurf zur Neuordnung der Regulierung im Eisenbahnbereich beschlossen. Dazu erklären der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer, sowie der zuständige Berichterstatter, Ulrich Lange:
"Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein weiterer wichtiger Meilenstein der Bahnreform. Das Gesetz stellt den Wettbewerb auf der Schiene auf eine neue Grundlage: Es reguliert den Zugang zu Schienenwegen und Bahnhöfen neu, stärkt die Bundesnetzagentur und schafft die Bedingungen für einen fairen Wettbewerb. Ticketbetrieb und Bahnstromversorgung unterliegen einer stärkeren Missbrauchskontrolle durch die Bundesnetzagentur.Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein weiterer Schritt, um die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit des Schienenverkehrs zu fördern.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verwirklicht damit ihr Ziel aus dem Koalitionsvertrag, den Zugang zur Bahninfrastruktur durch Anreize neu zu regeln. Die Bundesregierung ist in ihrem Entwurf bereits auf einige Vorschläge aus dem Bundesrat eingegangen. Wir appellieren nun an die Bundesländer, dieses wichtige Gesetz nicht aus wahltaktischen Überlegungen zu blockieren. Wenn mehr Verkehr auf die Schiene verlagert werden soll, dann muss der Verkehrsträger Schiene auch gegenüber anderen Verkehrsträgern - Straße, Wasserstraße, Luft - konkurrenzfähig sein. Dafür brauchen wir faire Wettbewerbsbedingungen." (Pressemeldung CDU, 16.05.13).
Internet
Deutsche Bahn: Warnung vor gefälschten E-Mails
Betrüger versenden zurzeit gefälschte E-Mails mit Buchungsbestätigungen für Bahnreisen. Als Absender wird die DB vorgegeben. Der Anhang dieser E-Mails enthält eine Schadsoftware, einen sogenannten Trojaner. Die Bahn empfiehlt, diese E-Mails nicht zu öffnen, sondern unmittelbar zu löschen.
Die Daten für die E-Mail-Adressen stammen nicht von der Deutschen Bahn. Auch andere Unternehmen waren kürzlich in gleicher Art und Weise von solchen Betrugsversuchen betroffen.
Die Deutsche Bahn versendet Buchungsbestätigungen ausschließlich unmittelbar nach der Buchung. Wir empfehlen allen Kunden, die in der Buchungsrückschau genannte Auftragsnummer mit der im Betreff der E-Mail genannten Auftragsnummer zu vergleichen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.05.13).
Industrie
Deutsche Bahn: Kein Thalys-Verkauf mehr über Vertriebskanäle der DB
Ab dem 9. Juni 2013 sind Fahrkarten für den internationalen Hochgeschwindigkeitszug Thalys nur noch bei Thalys-Vertriebsstellen erhältlich. Über die Vertriebskanäle der Deutschen Bahn (DB) können ab dann keine Thalys-Tickets mehr gebucht werden. Dies wurde zwischen der DB und den Partnerbahnen SNCF (Frankreich) und SNCB (Belgien) einvernehmlich geregelt. Kunden haben die Möglichkeit, ihre Fahrkarten über die Internetseite thalys.com, im Thalys Store&More Köln gegenüber dem Hauptbahnhof, in ausgewählten Reisebüros sowie telefonisch über die Thalys-Servicenummer 0180 7 07 07 07* zu erwerben.
Umtausch und Erstattung von Thalys-Fahrkarten, die bei der DB gekauft wurden, sind bis einschließlich 8. Juni möglich. Ab dem 9. Juni sind bei der Deutschen Bahn aus technischen Gründen nur noch Erstattungen möglich.
Unabhängig von diesen Veränderungen bleiben die Zeitkartenregelung zwischen Köln und Aachen (Mitnahme in Wagen 28), die Railteam-Regelungen bei verspäteten internationalen Hochgeschwindigkeitsverbindungen und der Zugang von Thalys- bzw. DB-Kunden zur DB Lounge in Köln Hauptbahnhof und zur Thalys-Lounge in Brüssel-Midi unverändert bestehen. Außerdem sind weiterhin alle Thalys-Verbindungen in den Fahrplanmedien der DB enthalten.
Die Entscheidung ist vor dem Hintergrund gefallen, dass sich die Deutsche Bahn aus Thalys zurückziehen wird und bereits entsprechende Vereinbarungen mit den Partnern SNCF und SNCB getroffen hat.
Schon seit dem 1. Dezember 2011 ist die DB nicht mehr am wirtschaftlichen Ergebnis der Gesellschaft beteiligt. Im Rahmen dieses Rückzugs haben die Partner miteinander vereinbart, auf der Relation Essen–Köln–Brüssel–Paris jeweils nur noch ihre eigenen Produkte zu vertreiben. Die DB hat entsprechend, abgestimmt mit SNCF, SNCB und Thalys, die Entscheidung getroffen, ab dem 9. Juni 2013 keine Thalys-Fahrkarten mehr zu vertreiben (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.05.13).
HaCon: Wegweisende Konzepte auf der transport logistic 2013
Auf der internationalen Fachmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management präsentiert HaCon seine Geschäftsbereiche Consulting, HAFAS und TPS. Neben Konzepten für Transport und Logistik zeigen die Hannoveraner Innovationen für die Fahrgastinformation und die Fahrplan-konstruktion.
Vom 4. bis zum 7. Juni ist das Münchener Messegelände der Anlaufpunkt für Logistiker aus der ganzen Welt. Auch HaCon gehört zu den knapp 2.000 Ausstellern aus 60 Ländern, die auf der transport logistic 2013 ihre neuesten Highlights vorstellen. In Halle B6 an den Ständen 126 und 129 können sich Messebesucher über aktuelle Projekte der HaCon-Consultants sowie innovative Produkt-Features für das Fahrplanauskunftssystem HAFAS und das Train Planning System TPS informieren.
HaCon berät und unterstützt seine Kunden bei der Umsetzung von Projekten im Schienengüterverkehr sowie im kombinierten Verkehr und greift dabei auf langjährige Erfahrung mit der Europäischen Kommission und weiteren Projektträgern zurück. Am Stand 126 präsentiert das interdisziplinäre Consulting-Team seine laufenden EU-Projekte ViWaS, SPIDER PLUS und TIGER DEMO. Neben der Projektkoordination befassen sich die Logistik-Spezialisten schwerpunktmäßig mit Politikberatung, Transportforschung, Förderungshilfen sowie Eisenbahnbetriebskonzepten.
Für das F&E-Projekt ViWaS haben sich zehn europäische Unternehmen und Forschungsinstitutionen aus den Bereichen Bahntransport und Logistik zusammengeschlossen, um innovative und zugleich praxistaugliche Lösungen für einen zukunftsfähigen Einzelwagenverkehr zu entwickeln. HaCon fungiert als Koordinator des von der EU geförderten Projekts, das bis 2015 läuft.
Die Stärkung der Schiene als Transportweg der Zukunft ist das Ziel von SPIDER PLUS: Zusammen mit zwölf europäischen Partnern arbeitet HaCon an einem Maßnahmenplan, um bis zum Jahr 2050 den Großteil des Personen- und Güterverkehrs in Europa auf die Schiene zu verlagern. Faktoren wie Infrastruktur, Stadt- und Regionalplanung sowie IT-Systeme werden in der Konzeption berücksichtigt.
Nachdem das erste TIGER-Projekt im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen wurde, hat mit TIGER DEMO die Praxisphase der Optimierung der Hinterlandtransportwege begonnen. Die Umsetzung erfolgt am Genoa Fast Corridor (GFC), dem iPort in Hamburg und Bremerhaven sowie dem Megahub in Hannover/Lehrte.
Zahlreiche Innovationen im Bereich Software präsentiert HaCon an Stand 129: Das Fahrplanauskunftssystem HAFAS stellt Echtzeitdaten für verschiedene Ausgabekanäle bereit – dabei werden vor allem die Möglichkeiten mobiler Anwendungen eingehend beleuchtet. Von neuen Features für HAFAS Smart ITCS profitieren Verkehrsunternehmen und Fahrgäste gleichermaßen: Das rechnergestützte Betriebsleitsystem liefert Echtzeitdaten aus den Fahrzeugen und schafft so die Voraussetzung für eine reibungslose Kommunikation zwischen Fahrer, Leitstelle und Fahrgast.
Darüber hinaus zeigt HaCon die nächste Generation des Train Planning Systems TPS, das Infrastruktur-, Fahrplan- und Trassenmanagement vereint und seit kurzem auch bei den Norwegischen Staatsbahnen (JBV) im Einsatz ist. Das System unterstützt Workflows für Trassenanfragen und Baustellenmanagement und berücksichtigt ab sofort auch Strecken- und Stationsöffnungszeiten. (Pressemeldung HaCon, 16.05.13).
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Aus den Ländern
Brandenburg: Symposium zum Verkehr zwischen Ostbrandenburg und Polen
Auf Einladung der IHK Ostbrandenburg diskutieren heute deutsche und polnische Experten in Frankfurt (Oder) über den aktuellen Stand des grenzüberschreitenden Verkehrs nach Polen. Nicht erst seit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004 und der Einbeziehung in den Geltungsbereich des Schengen-Abkommens im Jahr 2007 sind Deutschland und Polen immer stärker miteinander verbunden und es ist ein stetig steigender grenzüberschreitender Austausch von Personen und Gütern zu beobachten.
Die Landesnahverkehrsplanung ist Grundlage für die Abstimmung zwischen deutschen und polnischen Aufgabenträgern. Brandenburg bestellt ein dichtes Angebot zu den wichtigen Grenzbahnhöfen - Tantow zweistündlich, Angermünde halbstündlich, Kostrzyn stündlich, Frankfurt halbstündlich, Guben halbstündlich, Forst stündlich.
• Berlin –Stettin: Der Staatsvertrag zum Ausbau der Eisenbahnstrecke Berlin - Stettin wurde am 20. Dezember 2012 unterzeichnet. Allerdings wird die Fertigstellung der Strecke auf deutscher Seite erst für das Jahr 2020 geplant. Sowohl das Land Brandenburg als auch die Wojewodschaft Westpommern haben ein deutliches Interesse an einem früheren Realisierungszeitpunkt. Die Verkaufszahlen des Berlin-Stettin-Tickets zeigen mit einem Anstieg von 15 Prozent im Jahr 2012 im Vergleich zum Jahr 2011 eine sehr positive Tendenz
• Direktverbindung Gorzów-Berlin: Die Schienenverbindung Verbindung zwischen Berlin-Brandenburg und Gorzów, dem zweiten Hauptort der Wowjewodschaft Lebus/Lubuskie, gilt als dringend verbesserungswürdig. Derzeit stehen den 17 Brandenburger Zugleistungen von Küstrin nach Lichtenberg nur sieben Zugleistungen von Gorzów nach Küstrin gegenüber. Mit der Ausschreibung des Ostbrandenburg-Netzes haben Berlin und Brandenburg dafür Sorge getragen, dass ab Dezember 2015 auf der RB26 Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die auch für das polnische Netz zugelassen sind. Die von den Aufgabenträgern in Polen eingeleitete Beschaffung weiterer gleichartiger Fahrzeuge erlaubt es dann, die Linie RB26 nach Gorzów zu verlängern. Damit haben die polnischen Aufgabenträger die Möglichkeit, mit der Beschaffung gleichartiger Fahrzeuge einen gemeinsamen durchgehenden Verkehr Berlin-Gorzow ohne Umsteigen in Küstrin aufzubauen. Je nach zu beschaffender Fahrzeuganzahl kann dies ein Zweistundentakt, ein Zweistundentakt mit zusätzlichen Fahrten oder sogar ein Stundentakt sein.
• Grenzüberschreitender Stadtbus: Seit dem 9. Dezember 2012 können Reisende in der Grenzregion zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice bequem den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Die jetzt eingerichtete Buslinie ist seitens des Brandenburger Verkehrsministeriums für den Zeitraum bis zum 30. September 2017 genehmigt. Die Linie ist mit RE 1 verknüpft, so dass sich auch attraktive Fahrzeiten von Berlin beziehungsweise Potsdam nach Słubice und zurück ergeben. Der Vertrag wurde zwischen der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) und der Stadt Słubice geschlossen.
• KV-Terminal in Frankfurt (Oder): Das Brandenburger Infrastrukturministerium fördert seit 2012 den Ausbau des stadteigenen KV-Terminals mit 2,3 Millionen Euro. Davon sind 1,7 Millionen Euro (75 Prozent) Mittel der EU. Das Eisenbahnbundesamt beteiligt sich mit 7 Millionen Euro, wovon 5,7 Millionen Euro (80 Prozent) ebenfalls aus Fördertöpfen der Europäischen Union stammen. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von insgesamt 9.360.000 Euro, zu dem das Unternehmen und so auch die Stadt einen Teil beiträgt, wird am KV-Terminal Frankfurt (Oder) die Umschlagfläche erweitert. Weiterhin können der Gatebereich und Gleisanlagen ausgebaut werden. In den Jahren von 1999 bis 2011 wurden im Terminal bereits 11,65 Millionen Euro investiert. Von Frankfurt aus gibt es regelmäßige Zugverbindungen von und nach Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam, Gliwice, Kutno - insgesamt 36 Züge pro Woche. Neben den Terminals im Güterverkehrszentrum (GVZ) Großbeeren und im Werk BASF in Schwarzheide ist das Frankfurter Terminal eines der umschlagstabilsten in Brandenburg. Die TRANSWAGGON GmbH, mit Sitz in Hamburg nutzt ab Mai künftig den Bahnstandort Frankfurt (Oder) als Drehscheibe für den Wagenaustausch mit Polen.
• Schiffbarkeit der Oder: Die Oder kann nur eingeschränkt durch Binnenschiffe wirtschaftlich genutzt werden. Im Bereich der Unteren Oder bietet die HoFriWa stabile Fahrwasserverhältnisse. Die HoFriWa wird nach den aktuellen Planungen nicht ausgebaut. Notwendig sind lediglich Ausbaggerungen an der Klützer Querfahrt auf polnischer Seite. Für das Land Brandenburg von prioritäter Bedeutung sind derzeit die Verbesserungen an der Havel-Oder-Wasserstraße mit dem Ersatzneubau des Schiffshebewerks Niederfinow Nord, das 2016 fertig gestellt werden soll, sowie Baumaßnahmen an der Spree-Oder-Wasserstraße mit dem noch zu klärenden Ersatzneubau der Schleuse Fürstenwalde. Damit 2-lagiger Containerverkehr zwischen Berlin und Szczecin stattfinden kann, werden die Eberswalder Brücke und die Klosterstraßenbrücke Niederfinow über die Havel-Oder-Wasserstraße angehoben. Der Ersatzneubau wird durch das Land mitfinanziert in Höhe von 5,8 Millionen Euro (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 16.05.13).
Sachsen: ZVV-Verbandsversammlung
Fahren mit Bus, Straßenbahn und Zug ist im Vogtland wieder beliebter. In den vergangenen drei Jahren stiegen sowohl die Zahl der Fahrgäste als auch die Einnahmen aus dem Verbundtarif Vogtland (VTV) leicht an. Darüber wurden am Dienstag (14.5.2013) die Mitglieder des Verbandsrates des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) auf ihrer Beratung in Auerbach informiert.
Nachdem zwischen 2004 und 2009 im öffentlichen Personennahverkehr in der Region ein Abschwung verzeichnet werden musste, wurden die Angebote seit 2009 wieder besser genutzt. Damit zeigt sich hier im Vogtland, dass öffentlicher Personennahverkehr auch im ländlichen Raum stärker angenommen wird, obwohl die Bevölkerung im gleichen Zeitraum weiter zurückgegangen ist, betonte Thorsten Müller, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Vogtland.
Positiv hat sich vor allem ausgewirkt, dass seit dem Schuljahr 2009/10 auch der Schüler- und Ausbildungsverkehr vom ZVV koordiniert werden. Seitdem werden 6 Prozent mehr Schülerkarten genutzt. Gleichzeitig konnte die kostenintensive Beförderung der Schüler im freigestellten Verkehr, z. Bsp. mit Taxi, reduziert werden.
Ein Jobticket wird es ab 15. Dezember 2013 auch im Vogtland geben. Das hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) am Dienstag (14.5.2013) beschlossen. Das Jobticket wird Bestandteil des Verbundtarifs Vogtland. Es bietet Beschäftigten von Arbeitgebern die Möglichkeit, alle öffentlichen Nahverkehrsmittel preiswerter zu nutzen. Zielstellung ist laut Beschluss, einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten, zur Entlastung des Straßenverkehrs beizutragen und die Parksituation zu entspannen. Gleichzeitig sollen Neukunden gewonnen und somit Mehreinnahmen erzielt werden. Auf der Grundlage eines speziellen Marketingkonzepts wird der VVV gemeinsam mit den Nahverkehrsunternehmen für das Jobticket werben.
Für den Jahresfahrplan 2013/14 hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) am Dienstag (14.5.2013) ein geändertes und modifiziertes Fahrplankonzept beschlossen. Betroffen sind die Linien VL 2, VE 16 und VL 3. Die damit verbundene Leistungsreduzierung beträgt in diesem Fahrplanzeitraum knapp 53.000 Zugkilometer. Notwendig ist dies, weil die Kosten der Infrastrukturnutzung nicht nur um 2, sondern um 2,8 Prozent steigen, die finanziellen Ressourcen aber gleich bleiben. So sollen die Angebote auf den Linien VL 2 Zwickau - Plauen - Hof und VE 16 Werdau - Plauen - Hof zu einem reinen 2-Stunden-Takt verknüpft werden. Für die Linie VL 2 zwischen Plauen und Hof wird die Linie VL 5 Falkenstein - Plauen nach Hof durchgebunden, wodurch Reisende in Hof direkt Anschluss an die Regionalzüge Richtung Süden haben.
Auch 2014 werden auf der Linie VLE 16 Werdau - Plauen - Hof Züge fahren. Dafür wird die Vereinbarung über die Bestellung und Finanzierung der verbundübergreifenden Leistungen zwischen dem Zweckverband Mittelsachsen und dem Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) bis 13.Dezember 2014 verlängert. So lautet ein Beschluss der ZVV-Verbandsversammlung vom Dienstag (14.5.2013). Der bestehende Vertrag für diese Linie gilt auf Wunsch des Mittelsächsischen Verbundes immer nur für ein Jahr, muss entsprechend Bedarf und Situation verlängert werden. Mit dem jetzt beschlossenen Nachtrag werden dann auch im Fahrplanjahr 2013/14 auf der Strecke Nahverkehrszüge rollen (Pressemeldung Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland, 16.05.13).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
01 150 wird in Heilbronn stationiert

Das Foto zeigt die 01 150 am 20. April 2013 im Dampflokwerk Meiningen. Foto: Thomas Splittgerber.
Nun ist es also offiziell: Die 01 150 des DB Museums wird nach ihrer Wiederinbetriebnahme in Heilbronn stationiert. Die Schnellzugdampflok, die beim Lokschuppenbrand in Nürnberg 2005 schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist wieder betriebsfähig und wird in Kürze wieder historische Züge ziehen.
Mit Unterstützung des DB Konzerns sowie Dank der vielen Sponsoren und der unermüdlichen Initiative von dem ehemaligen Lokomotivführer Olaf Teubert wurde es möglich, die schwer beschädigte Lokomotive unter großem Aufwand im Dampflokwerk Meiningen der DB AG wieder instand zu setzen und vollständig betriebsfähig aufzuarbeiten. Möglich wurde dieses durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem DB Museum, der Stiftung Deutsche Eisenbahn und der Eisenbahnstiftung Joachim Schmidt, welche die Vorbereitungen und Arbeiten über viele Jahre begleitet haben.
Nun wurde nach langen Verhandlungen auch ein Konzept für den zukünftigen Einsatz der Lokomotive erarbeitet.
Die feierliche Übergabe der 01 150 findet am 23. Mai 2013 im Dampflokwerk der DB AG in Meiningen mit geladenen Gästen statt. Als Dank an die Sponsoren können diese die erste Fahrt von Meiningen nach Nürnberg im Sonderzug erleben. Nähere Informationen und den Fahrplan der Sonderzugfahrt finden Sie auf der Internetseite der Eisenbahnstiftung. Von Nürnberg aus wird die Lokomotive dann weiter an ihren neuen Heimatstandort ins Süddeutsche Eisenbahnmuseum nach Heilbronn überführt, wo sie bei den Dampftagen am 25. und 26. Mai zum ersten Mal unter Dampf den Eisenbahnfreunden präsentiert wird. Die ersten öffentlichen Fahrten sind am 7. Juni zum Sommerfest des DB Museums Koblenz und am 8. Juni von Koblenz nach Limburg durch das romantische Lahntal vorgesehen.
Die Stiftung Deutsche Eisenbahn und das DB Museum bedanken sich noch mal recht herzlich bei den vielen Unterstützern und wünschen allen Eisenbahnfreunden viel Freude mit der "neuen" 01 150, die zukünftig mit Volldampf ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellt (Joachim Hund, 16.05.13).
Achertal mit V70.01




Am Himmelfahrtsfeiertag war in Ottenhöfen einiges los. Im Kurpark stand ein bewirtetes Festzelt, Kinder Karussell und auf der Bühne spielten die Achertäler Blasmusikanten anlässlich der Eröffnung der Ottenhöfer Wanderwege. Der Achertäler Eisenbahnverein setzte am Vatertags Morgen die "Gmeinder" Diesellok V70.01 vor dem Museumszug ein. Dieser brachte zahlreiche Wanderer von Achern nach Ottenhöfen (Harald Becker, 16.05.13).
Bautzen


Am späten Sonntagnachmittag konnte die 52 8079-7 im Bahnhofin der tausendjährigen Stadt Bautzen an der Spree bei der Ausfahrt fotografiertwerden. Der Dampfsonderzug war anlässlich der Maschinenhaustage der OSEF von Löbau/Sachsen nach Dresden unterwegs (Heinz Seyfert, 16.05.13).
Dampfbahn-Route: Roll-Out für neue Werbelokomotive


Seit Mittwoch ist mit der modernen Elektrolokomotive 145023-6 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH deutschlandweit ein neuer Werbeträger für die DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen unterwegs. Die DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen ist als Ferienstraße eine gemeinsame Marketingplattform für Eisenbahn- und Tourismusangebote in allen Teilen des Freistaats und verfügt über mehr als 140 Partner.
Auf den großflächigen Seitenwerbefeldern an der Lokomotive ist ein Querschnitt von Angeboten der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen zu finden. Motive aus dem Spektrum der fünf täglich betriebenen Schmalspurbahnen und der drei schmalspurigen Museumsbahnen zählen zu den Kernangeboten der DAMPFBAHN-ROUTE und sind neben einer Karte des Netzes der Ferienstraße und der Internetadresse auf den Werbefeldern abgebildet.
Die deutschlandweit eingesetzte Lokomotive ergänzt damit in idealer Weise die Marketingarbeit der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen, die neben gemeinsamen Werbemedien auch die Präsenz auf zahlreichen Veranstaltungen und Messen umfasst. Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH ist seit Beginn der Aktivitäten der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen ein engagierter Projektpartner. Das in Jöhstadt im Erzgebirge ansässige, bundesweit aktive Eisenbahnverkehrsunternehmen mit über 170 Mitarbeitern ist im Güter- und Bauzugverkehr sowie als Logistikpartner für Spezialtransporte auf Schiene und Straße aktiv. Darüber hinaus gehören der Betrieb der bekannten schmalspurigen Rügenschen BäderBahn "Rasender Roland", der ÖPNV auf der Regelspurstrecke Bergen auf Rügen -- Lauterbach Mole und der Betrieb historischer Regelspurfahrzeuge zu den weiteren Geschäftsfeldern.
Da in Deutschland eingesetzte Werbelokomotiven zu den beliebten Fotoobjekten zahlreicher Fotografen zählen, verlost die DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen unter allen Einsendern gelungener Aufnahmen der Lokomotive im Einsatz Jahreskalender für 2014 (Pressemeldung Projekt DAMPFBAHN-ROUTE, 16.05.13).
MVG MünchenTram ab Samstag auf Stadtrundfahrt

Rechtzeitig zu den Pfingstferien nimmt die MVG MünchenTram ihren Betrieb auf: Die „kultigste Stadtrund-fahrt Münchens“ wird heuer von Samstag, 18. Mai, bis einschließlich Sonntag, 6. Oktober, angeboten.
Die Sondertram startet immer samstags, sonntags und an den Feiertagen jeweils um 11, 12, 13 und 14 Uhr am Sendlinger Tor (Sonderhaltestelle an der Brunnenschleife) zu ihrer Reise durch die Münchner Altstadt. Während der etwa 45-minütigen Fahrt erzählen ausgebildete Gästeführer der Agentur „Spurwechsel“ viel Interessantes über die Münchner Ge-schichte und Kultur sowie über das Alltagsleben und das aktuelle Stadt-geschehen.
Um die Stadtgeschichte noch erlebbarer zu machen, setzt die MVG eine Trambahn vom Typ M4 für die Rundfahrten ein. Dieser Zug stammt aus dem Jahr 1957 und hat über mehrere Jahrzehnte das Bild der Münchner Tram geprägt (Fahrzeug ist nicht behindertengerecht).
Das Erwachsenenticket kostet 10 Euro. Studenten und Schüler fahren ermäßigt für 7 Euro. Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen 4 Euro. Mit dem Familienticket für 18 Euro können zwei Erwachsene und ihre Kinder bis 14 Jahren an der Stadtrundfahrt auf Schienen teilnehmen. Fahrkarten sind während der Betriebszeiten der MVG MünchenTram am MVG-Verkaufsstand an der Sonderhaltestelle Sendlinger Tor erhältlich.
Weitere Informationen unter: www.mvg-mobil.de (Pressemeldung MVG, 16.05.13).
Pferdestrassenbahn Döbeln






Von 1892 bis 1926 verkehrte in der sächsische Kleinstadt Döbeln eine meterspurige Pferdestrassenbahn. Die war ja für die damalige Zet noch nichts ungewöhnliches - abgesehen von der Tatsache, dass es nie zur Elektrifizierung gereicht hatte. Die Ablöse erschien bereits in form von Kraftomnibussen.
Die Strecke vom Hauptbahnhof in die Innenstadt hatte eine Länge von 2,5 km - der Fahr-und Pferdepark umfasste 12 Pferde, 7 Personen-, 3 Post-und 2 Salzwagen. Als Besonderheit blieben Gleisreste der Bahn bis in das 21. Jahrhundert erhalten und waren so im Stadtbild stets präsent.
So geriet die Pferdstarßenbahn Döbeln nie wirklich in Vergessenheit und bereits vor der politischen Wende gab es Vorschläge und Ideen zur Reaktivierung der Pferdestrassenbahn als Alleinstellungsmerkmal für die schöne Stadt.
Der Wagen der Pferdebahn ist ein reaktivierter Wagenkasten eines Triebwagens aus Meißen. 2002 gründete sich ein Verein der sich die Umsetzung des Projektes auf die Fahnen heftete. In den Jahren 2006/07 wurden die ursprünglichen Gleisanlagen entfernt und durch eine neue Strecke ersetzt.
Im Juni 2007 wurde der Betrieb auf der ca. 1 km langen Neubaustrecke durch die Altstadt - aber zumeist im öffentlichen Straßenraum - eröffnet. Mit der Eröffnung des Depots mit integriertem Pferdebahnmuseum konnte das einmalige Projekt zu einem gurten Ende gebracht werden. Gefahren wird zumindest an den ersten Samstagen in den Monaten Mai bis Oktober und zu besonderen Anlässen. Ein Alleinstellungsmerkmal welches einen Besuch in der Stadt Döbeln lohnenswert macht (Gunter Mackinger, 16.05.13).
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Mit der Kamera notiert
Da war es nur noch eine - Tschüß 110 483


Die Stuttgarter 110 483 hatte am 15. Mai 2013 ihren letzten Einsatztag. Mit dem Zugpaar RE 19907 - RE 19914 ging es von Stuttgart nach Nürnberg und zurück. Stuttgarter Lokführer der IG Einheitslokomotiven e.V. hatten dafür gesorgt, dass die Maschine am Tag ihres Fristablaufs noch einmal auf große Fahrt gehen durfte.
Eine Kreideanschrift "Tschüß 110 483" wies auf das besondere Ereignis hin. Das Foto entstand bei der Rückfahrt mit dem RE 19914 im Bahnhof Waiblingen.
Nunmehr ist in der einstigen 110-Hochburg Stuttgart mit der 110 446 nur noch eine Lokomotive dieser Baureihe im aktiven Dienst. Die derzeit in dem bekannten Tübinger Umlauf eingesetzte Maschine hat am 22. August 2013 Fristablauf. Spätestens dann geht die Ära der Baureihe E 10 in Stuttgart zuende.
Die in dem Umlauf eingesetzten Tübinger Lokführer haben inzwischen alle Einweisung auf der Baureihe 111 erhalten, so dass der Ersatz der 110 jederzeit erfolgen kann (Joachim Hund, 16.05.13).
Trento




Von der innerstädtischen Seilbahn Sardagna reicht der Blick in Richtung Norden (Güterterminal Roncafort) bis Mezzocorona (Eingang Nonstal). Wo in Bildmitte oben rechts der Wolkenschatten liegt, verläuft oberhalb der Schlucht von Ponte Alto die Valsugana-Bahnlinie in Richtung Pergine. Links unten die bereits bekannte Kirche San Apollinare, über die Etschbrücke San Lorenzo nach links gleich der Bahnhof.
Ein Trentiner Minuetto zweigt soeben von der Hauptstrecke in Richtung Pergone - Borgo - Primolano - Bassano ab. Hier verläuft die Valsugana-Strecke bis zu den Stationen Santa Chiara und San Bartolameo auf einem charakteristischen Viadukt. Eine Schautafel zeigt die technischen Daten seit der letzten Erneuerung der Sardagna-Bahn (GK, 22.02.13).
Unstrut-Strecke-Express


Am 01.05.2013 war der 1. "Unstrut-Schrecke-Express" 2013 (ein Projekt der IG Unstrutbahn e.V.) von Erfurt Hbf nach Roßleben unterwegs. Im letzten Jahr noch durch die Erfurter Bahn gefahren, konnten wir in diesem Jahr die Erfurter Bahnservice GmbH als Partner und ausführendes EVU dazu gewinnen, die dafür ihre wiederaufgearbeitete Ferkeltaxe 772 345-5 einsetzt.
Am Morgen gegen 7:30 Uhr startete das Ferkel im Anschluss vom Zementwerk Karsdorf. Nach Richtungswechsel im ehemaligen Bf Karsdorf ging es als Leerfahrt DPE 32738 über Naumburg (S) Hbf nach Erfurt Hbf, wo die Wanderer zustiegen. Dann ging es über Sömmerda und Artern nach Roßleben.
Die nächsten Fahrtage gibt es unter www.unstrut-schrecke-express.de (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 16.05.13).
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Europa
Österreich: CargoServ wird EVU


Die Geschäftsführung der Cargo Service GmbH, v.l.n.r. Mag. Christian Janecek, Ing. Markus Schinko. Foto CargoServ.
Seit 4. April 2013 verfügt die Cargo Service GmbH (CargoServ) über die Sicherheitsbe-scheinigung der Eisenbahnbehörde, die jedes private Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) für die operative Durchführung von Verkehren auf dem öffentlichen Schienennetz benötigt – offiziell wird der Betrieb am 1. Juni 2013 eröffnet.
Die Verkehrsgenehmigung wurde bereits im April letzten Jahres erteilt. Seither bietet das Tochterunternehmen der Logistik Service GmbH (LogServ) als privates EVU durchdachte Gesamtkonzepte für den Bahn-Güterverkehr von der Anschlussbahn über das öffentliche Streckennetz zum Kunden.
Die Neuorganisation des Schienengüterverkehrs bringt sowohl für den voestalpine-Konzern als auch für die Kunden auf dem Drittmarkt erhebliche Vorteile. „Unser Anschlussbahn-Know-how fließt in die Entwicklung von Gesamtkonzepten für den Schienengüterverkehr ein. So können wir unsere Kunden bei der Optimierung ihrer Bahn-Logistikprozesse optimal unterstützen. Immerhin entspringen oder enden zwei Drittel des gesamten österreichischen Güterverkehrs bei einer Anschlussbahn", sieht CargoServ Geschäftsführer Markus Schinko beste Voraussetzungen für eine verstärkte Präsenz auf dem Drittmarkt außerhalb des voestalpine Konzerns.
Die Erfolgsbilanz des ersten Jahres als privates EVU lässt sich sehen. Zahlreiche Konzepte für Neuverkehre wurden – teilweise in Kooperationen mit ausländischen Partnern - mit Erfolg auf Schiene gebracht. Ein paar Beispiele: Im Auftrag der deutschen Autospedition BLG werden wöchentlich vier Züge mit Neuwagen vom rumänischen Dacia-Produktionsstandort zu zwei Autoterminals im Süden bzw. Norden Deutschlands transportiert. Für die Borealis werden mehrmals wöchentlich Züge mit Harnstoff vom Linzer Chemiepark zur Firma Fuchshuber in den Ennshafen gefahren. Mit der Umstellung der Streckenführung der Kohletransporte aus Tschechien (über den Grenzübergang Breclav anstelle Summerau) konnte für den voestalpine Konzern eine Kosteneinsparung im Millionen-Euro-Bereich erzielt werden. Ende Mai werden darüber hinaus die ersten zehn eigenen Lokführer der CargoServ die Ausbildung abschließen.
Die CargoServ verfügt derzeit über sieben Elektrolokomotiven der Baureihe 1116 bzw. 126 sowie drei Diesellokomotiven vom Typ Adtrans V100. Die Beschaffung einer weiteren Elektrolok ist in Vorbereitung – der operative Einsatz auf der Strecke ist noch in diesem Jahr geplant.
Mit der offiziellen Betriebsaufnahme am 1. Juni sind alle Formalitäten für die Übertragung aller EVU-Agenden von der Mutter LogServ auf die CargoServ erledigt. Zukünftig wird die CargoServ als privates EVU mit eigenem Fuhrpark und Personal auch operativ vollkommen eigenständig unterwegs sein.
Am Tag ihrer Gründung, am 1. April 2001, führte die LogServ unter der Marke CargoServ den ersten privaten Gütertransport über das öffentliche Schienennetz durch – einen Kalkzug von Steyrling zur voestalpine Stahl nach Linz. Der kontinuierliche Ausbau der Dienstleistungen im Eisenbahnbereich steigerte das in Eigenregie auf der Bahn transportierte Gütervolumen von 700.000 Tonnen Rohstoffen und Fertigprodukten im ersten Geschäftsjahr auf aktuell rund 4,2 Millionen Tonnen – das sind übrigens 74 Züge wöchentlich - die nunmehr von der CargoServ abgewickelt werden.
Anlässlich der Betriebsaufnahme fungiert die CargoServ auch als Gastgeber für die Sommertagung des Fachverbandes „Österreichische Schienenbahnen" die am 13. und 14. Juni in Linz stattfindet (Pressemeldung Rechnungshof, 16.05.13).
Österreich: Öffentlichkeitsarbeit der ÖBB unter der Lupe des Rechnungshofes
Die Bundesbahnen haben für ihre Öffentlichkeitsarbeit von 2007 bis 2011 jährlich 7,6 Mio. € für ÖBB-Mitarbeiter und 31 Mio. € für externe PR-Leistungen aufgewendet, erfuhren die Mitglieder des Rechnungshofausschusses aus dem Prüfbericht über die Öffentlichkeitsarbeit der ÖBB (III-349 d.B.). Der Marketingaufwand der ÖBB sei nur mangelhaft evaluiert worden und es bestehe kein genauer Überblick über Art der Leistungen, Medium und Zugehörigkeit der jeweiligen Aktivitäten zu den einzelnen Kampagnen, kritisierten die RH-Prüfer. Differenzierte Aussagen über ÖBB-Ausgaben für Werbekampagnen und Medienkooperationen konnten daher nicht getroffen werden.
Die Public Relations der ÖBB-Holding und ihrer Unternehmen für Infrastruktur und Personenverkehr seien von der Öffentlichkeit wesentlich mitfinanziert worden, stellte der Rechnungshof fest. Das PR-Konzept für 2011 mit Fokus auf dem öffentlichen Image der ÖBB, einem höheren Medien-Etat und einem hohen externen Aufwand sei nach Ansicht des Rechnungshofes inhaltlich nicht ausreichend begründet und sein Nutzen nicht quantifiziert worden. Mehr Geld für Werbung sei im Widerspruch zur notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte gestanden. Überdies hätten die ÖBB RH-Vorschläge für Effizienzverbesserungen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit nicht ausreichend berücksichtigt.
Der überwiegende Teil des Media-Aufwands sei in Printmedien (2010: 82 % von 7,3 Mill. €) und davon ein erheblicher Teil in nur drei Zeitungen geflossen. In den Jahren 2007 und 2008 hätten die ÖBB Advertorial-Schaltungen finanziert, die die Arbeit des Verkehrsministers und der Verkehrsministerin in den Mittelpunkt rückten, wodurch teilweise der Eindruck einer Imagekampagne des Ressorts und des jeweiligen Bundesministers entstanden sei. Offen geblieben sei die Frage, warum die ÖBB die Kosten dennoch zur Gänze übernahmen. Auch sei die PR-Kooperation zwischen Ministerium und ÖBB nicht dokumentiert und der Aufwand für Advertorial-Schaltungen und Sponsoring-Aktivitäten von den ÖBB nicht systematisch evaluiert worden. Aussagen über die Angemessenheit der Werbeaktivitäten und die Effektivität der Produkte für die einzelnen Zielgruppen seien daher nicht möglich gewesen, legte der Rechnungshof den Abgeordneten kritisch dar.
Im Einzelnen empfahl der Rechnungshof, die Öffentlichkeitsarbeit von Verkehrsministerium und ÖBB-Unternehmensgruppe klar voneinander abzugrenzen. Für Kommunikations-maßnahmen im gemeinsamen Interesse wären die Kosten transparent und adäquat zu teilen und die operative Zusammenarbeit schriftlich und nachvollziehbar zu dokumentieren. Die ÖBB sollten die Mittelflüsse in der Öffentlichkeitsarbeit besser überblicken, das Controlling stärken, auf ein optimales Kosten- Nutzen-Verhältnis des Mitteleinsatzes achten und den Fokus verstärkt auf Sparpotenziale legen. Der angestrebte Nutzen sei zu quantifizieren, zu monetarisieren und die intendierte Wirkung im Hinblick auf Ziele des Unternehmens (höhere Umsätze, Gewinnung zusätzlicher Fahrgäste) zu präzisieren. Für die Sponsoring- Aktivitäten empfahl der Rechnungshof eine Strategie, die Zielgruppen und inhaltliche Schwerpunkte definiert und in Sponsorverträgen die Leistungen des Partners präzise festlegt. Der Sponsoringaufwand sollte systematisch evaluiert werden.
ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern hielt die Budgets des Rechnungshofs und der ÖBB-Öffentlichkeitsarbeit für nicht vergleichbar und machte zudem darauf aufmerksam, dass "Öffentlichkeitsarbeit" naturgemäß einen wesentlich größeren Umfang habe als bei anderen Unternehmen.
Die ÖBB müssen ihre Fahrgäste über Fahrplanänderungen und neue Angebote intensiv informieren. Sie betreiben eine Website mit einem komplexen Buchungssystem, managen Beschwerden, informieren über Bauprojekte, betreiben ein großes Call- Center, kommunizieren mit ihren Anrainern und organisieren permanent Informationsveranstaltungen und Führungen, unter anderem für Schulklassen.
Tatsächlich ist der Kommunikationsaufwand der ÖBB relativ gering, was daran abgelesen werden könne, dass die ÖBB in einem Ranking der größten Werber Österreichs nur an 44. Position liegen.
Die ÖBB planten und evaluieren ihre Werbemaßnahmen sorgfältig, sagte Kern und meinte, ein Fahrgastzuwachs von 7 % auf einem international bereits hohem Markt-Niveau zeige, dass die ÖBB-Werbung wirksam sei. ÖBB-Werbekampagnen werden von renommierten Agenturen als besonders effizient ausgezeichnet, berichtete Kern und unterstrich die Notwendigkeit von Imagekampagnen und den Wert von Medienkooperationen für ein Verkehrsunternehmen, auch betonte Kern die Notwendigkeit eines offensiven Umgangs mit Beschwerden. Die Rechnungshofempfehlungen seien umgesetzt worden, berichtete der ÖBB- Chef. Weisungen des Ressorts über Inseratenschaltungen in bestimmten Medien seien ihm nicht bekannt, schloss der Vorstandsvorsitzende der ÖBB.(Pressemeldung Rechnungshof, 16.05.13).
Österreich: Rechnungshof kritisiert Kauf von Gabelstaplern
Mängel beim Vergabeverfahren der ÖBB zum Kauf von 20 Container-Staplern mit einem Beschaffungsvolumen von 13,33 Mio. € im Jahr 2007 bildeten einen Schwerpunkt der Ausschusssitzung am 14.05.13. Dem diesbezüglichen Bericht (III-208 d.B.) ist zu entnehmen, dass die ÖBB-Dienstleistungs-GesmbH gemeinsam mit der Rail Cargo Austria Aktiengesellschaft gravierende Verfahrens- und Dokumentationsmängeln zu verantworten habe.
Die Rail Cargo habe im Wege der Tochtergesellschaft Industriewaggon GmbH hauptsächlich von dem Lieferanten, der im Vergabeverfahren unterlegen war, zwischen August 2007 und Oktober 2007 - somit weitgehend zeitgleich zum Vergabeverfahren - insgesamt sechs Container-Stapler im Gesamtwert von rund 2,24 Mio. € erworben. Diese parallelen Ankäufe seien unzweckmäßig gewesen und hätten dem Vergaberecht widersprochen, heißt es dazu im Bericht.
Der Vorstandsvorsitzende der ÖBB-Holding Christian Kern, der den Ausschussmitgliedern als Auskunftsperson zur Verfügung stand, erinnerte zunächst daran, dass bei den ÖBB im Jahr 2007 ein völlig anderes Regelwerk galt als heute.
Seither wurde ein wirksamer "Code of Conduct" eingeführt, der den Kontakt zwischen ÖBB-Mitarbeitern mit externen Stellen regelt und dessen Einhaltung streng kontrolliert wird. Dazu kommt die Antikorruptionsstelle und eine Null-Toleranz- Politik gegenüber Korruption im gesamten Konzern.
Der Einkauf wurde im Sinne der Empfehlungen des Rechnungshofs zentralisiert, mehr Transparenz eingeführt und Möglichkeit der Umgehung der Vergaberichtlinien ausgeschlossen.
Rechnungshofpräsident Josef Moser schilderte die kritisierten Beschaffungsvorgänge im Detail und gab dazu seine Einschätzung ab, dass nicht nur mangelnde Kommunikation, sondern die bewusste Missachtung von Konzernrichtlinien dazu geführt haben, dass der Auftrag an einen Bieter ging, von dem man wusste, dass er nicht der Bestbieter ist. Den ÖBB konzedierte der Rechnungshofpräsident, dass sie ihren "Code of Conduct" an internationale Vorbilder angepasst haben, sprach von positiven Maßnahmen, regte darüber hinaus aber Verbesserungen bei jenen Gesellschaften, die von der zentralen Beschaffung nicht erfasst seien.
Der Bericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen (Pressemeldung Rechnungshof, 16.05.13).
Schweiz: D. A. Koster wird Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Fahrbahn
Der Verwaltungsrat der Kompetenzzentrum Fahrbahn AG hat Dominique Alexander Koster zum Geschäftsführer gewählt. Die Kompetenzzentrum Fahrbahn AG ist die gemeinsame unabhängige Tochtergesellschaft der BLS und der SOB (Schweizerische Südostbahn).
Hugo Berchtold, VR-Präsident der Kompetenzzentrum Fahrbahn AG und bisheriger Geschäftsführer a.i., freut sich über die Wahl des 45jährigen Fachmanns: «Mit Dominique Koster konnten wir einen ausgewiesenen Bahn- und Projektmanagement-Fachmann für die Führung des Unternehmens gewinnen.»
Nach einer Lehre als Maschinenzeichner hat sich Dominique Koster insbesondere in den Bereichen Management und Maschinenbau weitergebildet. Dominique Koster war zuletzt Senior Customer Project Manager bei der Bühler Management AG in Uzwil. Zuvor war er unter anderem als Leiter Projektmanagement und Mitglied der Geschäftsleitung der CCI AG in Winterthur sowie als Projektmanager bei Bombardier tätig.
Dominique Koster tritt seine Stelle am 15. Mai 2013 an. Die Kompetenzzentrum Fahrbahn AG ist die gemeinsame unabhängige Tochtergesellschaft der BLS und der SOB (Schweizerische Südostbahn). Das Unternehmen verfolgt die Weiterentwicklung und den praxisnahen Einsatz von Fachwissen im Bereich Fahrbahn (Pressemeldung BLS, 16.05.13).
Schweiz: Roland Kobel neu im ATG-Verwaltungsrat
Roland Kobel, Gesamtprojektleiter Durchmesserlinie Zürich bei der SBB, nimmt Einsitz in den Verwaltungsrat der AlpTransit Gotthard AG (ATG). Die Generalversammlung der ATG wählte Kobel heute in sein Amt.
Die ATG ist eine Tochtergesellschaft der SBB AG, deren Auftrag die Projektierung und der Bau der Achse Gotthard der neuen Eisenbahntransversale ist. Die Generalversammlung der ATG wählte heute Dienstag Roland Kobel zum Verwaltungsrat der ATG. Er ersetzt den altershalber abtretenden Werner Müller, der dem Gremium seit 2004 angehörte.
Der 1950 geborene Kobel ist Ingenieur HTL und seit 1. Juni 2007 Gesamtprojektleiter Durchmesserlinie Zürich bei der SBB (Pressemeldung AlpTransit, 16.05.13).








