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LOK Report – News von Donnerstag, 19.01.17

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Willkommen beim LOK Report
Erster Güterzug aus China
erreicht London

Absatzlinie
Aktion Münchner Fahrgäste
trauert um Andreas Nagel

Absatzlinie
Citylinks voraussichtlich ab Juni
auf der Linie C15 unterwegs

Absatzlinie
Verkauf der TRAINOSE finalisiert
Absatzlinie
Attraktivierung der Mühlkreisbahn
Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sven Molle

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckEVG: Kirchner fordert Innovationspakt für die Schiene
Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner hat zum Auftakt des Bundestags-Wahljahres einen Investitionspakt für die Schiene gefordert. Der Bund, die Eisenbahnunternehmen und die Bahnindustrie müssten sich gemeinsam engagieren, um die Schiene für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen, sagte Kirchner auf dem Parlamentarischen Neujahrsfrühstück der EVG.
Start ins neue politische Jahr: Es ist schon gute Tradition, dass sich Mitte Januar interessierte Bundestagsabgeordnete auf Einladung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft im Restaurant des Bundestages versammeln - zum Parlamentarischen Neujahrsfrühstück der EVG. Auch diesmal folgten rund 100 Parlamentarier und ihre Mitarbeiter der EVG-Einladung. Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner forderte, dass auch im Wahljahr die Verkehrs- und hier speziell die Schienenpolitik eine wichtige Rolle spielen müsse. Er forderte insbesondere eine Halbierung der Trassenpreise, die Einführung des Deutschlandtaktes und mehr Innovationen. All das müssten aber Teile eines verkehrspolitischen Masterplans sein, der genau die Rolle der einzelnen Verkehrsträger beschreibt und sie dementsprechend fördert.
Auch in diesem Jahr legten die verkehrspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen ihre Positionen in kurzen Statements dar. Dirk Fischer (CDU), der im Herbst nach 28 Jahren nicht mehr für den Bundestag kandidieren wird, legte den Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung, also die allmähliche Umstellung auf Energieträger mit wenig oder gar keinen CO2-Emissionen. "Die Schiene ist hier in einer Traumsituation. Sie ist der ökologischste Verkehrsträger und Klimapolitik geht nicht ohne Schienenpolitik." Für die prognostizierten Verkehrszuwächse müssten aber verkehsrträgerübergreifende Lösungen gefunden werden "und letztendlich entscheidet der Markt, welche Lösung sich durchsetzt." Für Kirsten Lühmann (SPD) ist ein Deutschlandtakt sinnvoll, seine Umsetzung brauche aber Zeit. Der Deutschlandtakt werde auch den Schienenfernverkehr grundlegend verändern, "denn er kann dann nicht mehr eigenwirtschaftlich betrieben werden. Wenn die Politik den Takt vorgibt, wird es auch Strecken geben, die sich nicht mehr rechnen."
"Umverteilung und Demokratisierung" forderte Sabine Leidig von der LINKEN. Rund 28 Milliarden Euro Subventionen im Verkehrsbereich (z.B. für Dieselkraftstoff, Dienstwagen, Flugbenzin, grenzüberschreitende Flugtickets) setzten falsche Anreize. "Hier können wir durch Umverteilung viel erreichen." Matthias Gastel von Bündnis90/Die Grünen kritisierte, dass der aktuelle Bundesverkehrswegeplan die Schieflage zwischen Straße und Schiene noch weiter zementiert habe. Er forderte eine "Bahnreform 2.0", die aber nicht von oben verordnet, sondern im Dialog mit der Branche entwickelt werden müsse (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.01.17).

Industrie

RechteckAlstom: "Hydrogen Council" in Davos gegründet
13 führende Unternehmen aus den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie haben heute eine neue globale Initiative ins Leben gerufen. Sie soll die gemeinsame Vision und das langfristige Ziel zu verfolgen, mithilfe von Wasserstoff die Energiewende voranzutreiben. Als erste globale Initiative ihrer Art hat sich der Hydrogen Council vorgenommen, Wasserstoff als eine der zentralen Lösungen für die Energiewende zu etablieren. Wasserstoff ist ein vielseitiger Energieträger mit vielen Vorteilen. Er setzt bei seiner Nutzung kein Kohlendioxid (CO2) frei und kann so eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer sauberen, CO2-armen Energiezukunft spielen.
Wasserstoffbasierte Technologien und Produkte haben sich in den letzten Jahren schnell weiterentwickelt und finden nun ihren Weg in den Markt. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wird der Council mit allen wichtigen Stakeholdergruppen – darunter politische Entscheidungsträger, Unternehmen, die Wasserstoff-Branche, internationale Behörden und die Öffentlichkeit – zusammenarbeiten und sie beraten.
Im Rahmen der Einführungsveranstaltung bekräftigten die Mitglieder des Hydrogen Councils ihre Absicht, ihre erheblichen Investitionen in die Entwicklung und Kommerzialisierung von Wasserstoff und Brennstoffzellen, die sich aktuell auf insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr belaufen, auszubauen. Ein gesteigertes Engagement wird möglich, indem die Haupt-Stakeholder den Wasserstoff als Teil eines künftigen Energiemixes verstärkt durch geeignete Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen unterstützen.
Der Hydrogen Council, der sich am Dienstag in Davos erstmals traf, besteht derzeit aus 13 CEOs und Vorsitzenden verschiedener Industrie- und Energieunternehmen. Die Gruppe will dazu beitragen, das ehrgeizige Ziel aus dem Pariser Abkommen von 2015 zu erreichen, nämlich die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Folgende internationale Unternehmen gehören derzeit dem Council an: Air Liquide, Alstom, Anglo American, BMW GROUP, Daimler, ENGIE, Honda, Hyundai, Kawasaki, Royal Dutch Shell, The Linde Group, Total und Toyota. Der Council wird von zwei Vorsitzenden aus unterschiedlichen Regionen und Branchen geleitet, derzeit vertreten durch Air Liquide und Toyota.
"Das Pariser Abkommen aus dem Jahr 2015 zur Bekämpfung des Klimawandels ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist entschlossenes Handeln aus der Wirtschaft gefragt, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Der Hydrogen Council ist ein Zusammenschluss weltweit führender Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Energie und Autobau, die eine klare Mission verfolgen: aufzeigen, warum Wasserstoff zu den zentralen Lösungen für die Energiewende gehört – besonders in der Industrie, im Mobilitäts- und Energiesektor sowie beim Hausbau. Dafür ist die Entwicklung neuer, umfassender Strategien erforderlich. Aber wir schaffen es nicht alleine. Wir brauchen ein klares Bekenntnis der Politik zum Wasserstoff – zum Beispiel in Form umfangreicher Konzepte für Infrastruktur-Investitionen. Heute rufen wir Staatsoberhäupter auf der ganzen Welt auf, ihr Augenmerk auf den Wasserstoff zu richten, sodass wir gemeinsam unsere Klimaziele erreichen und neue Impulse für die noch junge Wasserstoffwirtschaft schaffen können", sagte Benoît Potier, CEO von Air Liquide.
"Der Hydrogen Council fühlt sich dem Ideal einer verantwortungsvollen Führung verpflichtet. Wir sehen es daher als unsere Aufgabe, die Wasserstofftechnologie und ihre Vorteile weltweit bekannt zu machen und die Politik, die Industrie und – besonders wichtig – die Öffentlichkeit für eine intensive Zusammenarbeit und Unterstützung zu gewinnen. Toyota hatte stets das Ziel, eines der ökologisch und technologisch führenden Unternehmen der Automobilindustrie zu sein. Ein Beispiel dafür ist die frühe Einführung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen. Wir wissen, dass Wasserstoff nicht nur das Potenzial hat, unsere Mobilität zu revolutionieren – er kann auch den Übergang zu einer CO2-armen Gesellschaft über verschiedene Industrien und die gesamte Wertschöpfungskette hinweg maßgeblich vorantreiben. Genau diesen Übergang will der Hydrogen Council aktiv fördern", sagte Takeshi Uchiyamada, Chairman von Toyota.
"In Europa ist der Verkehrssektor mittlerweile der zweitgrößte Verursacher von Emissionen. Der Schienenverkehr ist dabei das sauberste und sicherste Massenverkehrsmittel und soll noch sauberer werden. Der Wasserstoffantrieb ist eine Revolution, da er zu 100% emissionsfrei ist. Ich bin stolz darauf, zum Hydrogen Council zu gehören und diese Technologie weiterzuentwickeln, die das Gesicht des Transportwesens verändern wird", Henri Poupart-Lafarge, CEO, Alstom.
Der vom Hydrogen Council in Auftrag gegebene Bericht How Hydrogen empowers the energy transition (Wie Wasserstoff die Energiewende vorantreibt) erläutert die Vision des neuen Gremiums sowie die politischen Maßnahmen, die es für angebracht hält, um das Potenzial des Wasserstoffs zugunsten der Energiewende zur Entfaltung zu bringen.
Es gehört zur unternehmerischen Verantwortung globaler Industrieunternehmen und Energiekonzerne, effiziente Lösungen zu entwickeln, um die Energiewende erfolgreich zu meistern und den Schritt hin zu einer CO2-armen, nachhaltigen Wirtschaft zu schaffen. Um diese große Herausforderung zu bewältigen, müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Deshalb laden wir die Politik und andere gesellschaftliche Akteure dazu ein, mit uns gemeinsam den möglichen Beitrag des Wasserstoffs zur Energiewende in die Tat umzusetzen.
Die Mitglieder des Hydrogen Councils erwirtschaften zusammengenommen einen Umsatz von 1,07 Billionen Euro und beschäftigen 1,72 Millionen Mitarbeiter weltweit (Pressemeldung Alstom, 19.01.17).

RechteckBombardier: PRIMOVE E-Busse erreichen 500.000-km-Marke
Die mit PRIMOVE ausgestatteten E-Busse von Bombardier haben inzwischen insgesamt 500.000 Kilometer im Fahrgastbetrieb zurückgelegt. Diese umweltfreundlichen Busse sind auf Strecken in Berlin, Braunschweig und Mannheim im Einsatz, außerdem im belgischen Brügge und im schwedischen Södertälje. Zusammengenommen haben es diese drahtlos aufgeladenen Fahrzeuge möglich gemacht, insgesamt 527 Tonnen an CO2-Emissionen einzusparen.
Jérémie Desjardins, Business Leader PRIMOVE, meint dazu: "Wir sind auf diesen Erfolg überaus stolz, denn er zeigt, dass durch unsere Elektromobilitätstechnologie PRIMOVE unser Ziel, einen alltagstauglichen ÖPNV ohne Emissionen zu ermöglichen, Realität geworden ist."
Die Betreiber geht in seinem Fazit auf Grundlage des umfangreichen Einsatzes der PRIMOVE Technologie im Betriebsalltag sogar noch einen Schritt weiter. So meint Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH in Mannheim: "Die PRIMOVE E-Busse haben unsere Erwartungen übertroffen. Sie sind sowohl bei unseren Fahrgästen als auch bei unseren Fahrern beliebt und passen perfekt zu unseren Vorstellungen von nachhaltiger und bequemer Mobilität für die Zukunft."
PRIMOVE ist ein vollintegriertes System für Schienen- und Straßenfahrzeuge, das es den Städten und Verkehrsbetrieben ermöglicht, Elektromobilität auf einfache Weise in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Das Gesamtpaket beinhaltet das induktive PRIMOVE-Schnellladesystem, die leichten und langlebigen PRIMOVE-Batterien und den effizienten PRIMOVE-Elektroantrieb. Durch diese Technologie wird nachhaltige Mobilität zur Realität, da vor Ort keinerlei Emissionen mehr entstehen. Im Zusammenhang betrachtet bedeutet dies, dass in einer Stadt wie Berlin 619 private Pkws auf Elektroantrieb umgestellt werden müssten, um genauso viele Emissionen einzusparen wie die gesamte PRIMOVE-E-Bus-Flotte - das wären (Stand: Januar 2016) mehr als 42 % aller Elektrofahrzeuge in der deutschen Hauptstadt.
Bis jetzt wurden bereits 15 Busse von vier verschiedenen Herstellern und 18 Ladestationen mit dem unsichtbaren PRIMOVE Ladesystem ausgestattet - und haben ihre Feuerprobe im regulären Fahrgastbetrieb eindrucksvoll bestanden. Mehr als 90.000 Ladezyklen wurden durchgeführt, seit der erste PRIMOVE-E-Bus in Braunschweig seinen Betrieb aufgenommen hat - mit einer Verfügbarkeit der Ladestationen von 97.7 % (Pressemeldung Bombardier, 19.01.17).

RechteckDeutsche Bahn: Erster Güterzug aus China erreicht London

Foto Deutsche Bahn AG/Andrew Baker.

Der erste Güterzug zwischen China und Großbritannien erreichte am 18.01.17 das Ankunftsterminal von DB Cargo UK im Londoner Eurohub in Barking. Betreiber des mit Containern beladenen Zuges ist die InterRail Gruppe, ein in der Schweiz ansässiges internationales Transportunternehmen, im Auftrag der chinesischen Containergesellschaft  CRIMT. Die China Railway International Multimodal Transport (CRIMT) ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen Staatsbahn China Railways (CNR). Die Traktion auf der 12.000 Kilometer langen Strecke übernehmen verschiedene Güterbahnen: DB Cargo fährt den Abschnitt von Duisburg durch den Eurotunnel bis nach London.
Startpunkt des Zuges war Yiwu in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Rund 18 Tage benötigte der Zug für die Strecke bis nach London und ist damit doppelt so schnell wie das Seeschiff. Beladen ist der Zug hauptsächlich mit Textilien und anderen Konsumgütern. Im Container-Terminal Duisburg werden die für Großbritannien spezifischen 34x40' Container auf spezielle für den Eurotunnel zugelassene Containerplattformen der Deutschen Bahn umgeladen.
Mit Großbritannien ist eine weitere Destination in der Eisenbahnverbindung China–Europa hinzugekommen. Zunächst handelt es sich um einen Testzug. Für die Interrail Gruppe ist dies nach Duisburg, Madrid, Afghanistan und Riga nun eine weitere internationale Verbindung auf der "One Belt – One Road"- Achse, einer Initiative der chinesischen Regierung.
Seit 2011 fährt die DB mit Partnern wöchentliche Containerzüge auf der längsten Eisenbahnstrecke der Welt, unter anderem verbindet sie Duisburg und Hamburg mit Wuhan, Chongquing und Harbin und seit Mitte 2016 Hamburg mit der chinesischen Provinz Hefei. Insgesamt wurde so im Jahr 2016 die Rekordzahl von rund 40.000 Containern auf der legendären Seidenstraße per Zug transportiert. Bis 2020 erwartet die DB ein Volumen von rund 100.000 Containern.
Die Fahrten über die 10.000 bis 12.000 Kilometer langen Strecken dauern in der Regel zwischen 12 und 16 Tage, inklusive mehrerer Verladungen der Container auf andere Spurweiten. Insbesondere Kunden mit zeitsensiblen Gütern wie Aktionswaren der Bekleidungsindustrie und kapitalintensive Güter wie Automobilteile und Elektronik gehören zu den Bestellern (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.01.17).

RechteckDeutsche Bahn: Zufriedenheit der Bahn-Mitarbeiter bleibt stabil
Die Zufriedenheit der Mitarbeiter im DB-Konzern bleibt auf einem guten Niveau. Das ist das Ergebnis der dritten weltweiten Mitarbeiterbefragung. Die Zufriedenheit auf Konzernebene hat sich mit 3,7 Punkten stabilisiert. Auf einer Skala von 1 bis 5 (bestmöglicher Wert) liegt der Index damit auf dem gleichen Wert wie 2014. Von mehr als 300.000 Mitarbeitern rund um den Globus haben rund 194.000 mitgemacht. Damit ist die Beteiligung auf 60,7 Prozent gestiegen (2014: 60,1 Prozent).
"Eine stabil bleibende Zufriedenheit ist für einen weltweiten Konzern, der sich mitten in tiefgreifenden Veränderungen befindet, keine Selbstverständlichkeit, sondern ein sehr erfreuliches Ergebnis", sagte DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube. "Mich freuen vor allem der Aufwärtstrend beim Arbeitsklima, der Arbeitszeitgestaltung und der Bewertung der direkten Führungskraft", so DB-Personalvorstand Ulrich Weber.
In mehreren Themenfeldern zeigt sich ein positiver Trend. Die Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Arbeitgeber bleiben auf gutem Niveau. Die Zusammenarbeit im eigenen Team, die persönliche Weiterentwicklung und die direkte Führungskraft werden positiv bewertet bzw. haben sich verbessert. Verbesserungsbedarf ergibt sich aus der Befragung insbesondere bei der bereichs- und hierarchieübergreifenden Zusammenarbeit.
Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass die DB in Deutschland mit dem Qualitätsprogramm "Zukunft Bahn" auf dem richtigen Weg sei, so der Vorstand weiter. Nun gelte es durch weitere handfeste Erfolge zu zeigen, dass das Programm zu einer tiefgreifenden Bewegung im Konzern werde. "Zukunft Bahn" setzt intern bei Themen an wie einer besseren übergreifenden Zusammenarbeit, um im Personen- und Güterverkehr für die Kunden Pünktlichkeit und Verlässlichkeit zu verbessern. Der Bahn-Chef ist überzeugt: "Wir werden nicht nachlassen, wenn es darum geht, das Programm "Zukunft Bahn" mit Leidenschaft weiter voranzutreiben und unsere ganze Energie auf unsere Kunden zu lenken."
Die Mitarbeiterbefragung fand zwischen dem 5. Oktober und dem 2. November 2016 statt und wurde wie 2012 und 2014 vom unabhängigen Dienstleister GfK ausgewertet. "Dass die Teilnahmebereitschaft auch bei der dritten Befragung weiter auf einem guten Niveau liegt, spricht für den Willen der Mitarbeiter, mitgestalten zu wollen", so das Fazit von GfK-Projektleiterin Dr. Ingrid Feinstein (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.01.17).

RechteckStadler: Strassenbahnen für Ostrava
Stadler gewinnt die Ausschreibung der Betreibergesellschaft Dopravní podnik Ostrava a.s. (DPO) über 40 Strassenbahnen. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 45 Mio. CHF. Es ist das erste Mal, dass Stadler einen Auftrag für Strassenbahnen aus Tschechien erhält.
Daniel Morys, Generaldirektor von Dopravní podnik Ostrava a.s., und Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales von Stadler, haben den Vertrag für die Lieferung von 40 Strassenbahnen des adaptierten Typs TANGO unterschrieben. Der Vertrag zwischen DPO und Stadler umfasst die Lieferung von 30 plus 10 zweiteiligen niederflurigen Einrichtungstrams für Normalspur. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 45 Mio. CHF. Die Trams bauen auf dem vielfach bewährten Typ TANGO auf, werden aber auf die Niederflurtechnik und für den einzigartigen Einsatzzweck passgenau auf die Bedürfnisse von DPO in Ostrava individualisiert. Projektierung und Engineering liegen bei Stadler in Prag.
Bei der Vertragsunterzeichnung in Ostrava hob Generaldirektor Daniel Morys die Wichtigkeit des Projekts mit den folgenden Worten hervor: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang dieser öffentlichen Ausschreibung und bin überzeugt, dass die Schweizer Qualität der neuen Strassenbahnen den geforderten höheren Komfort für unsere Passagiere bringen wird." Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales von Stadler, ergänzte: "Wir sind stolz darauf, erstmals Strassenbahnen nach Tschechien liefern zu dürfen, und freuen uns darauf, den Fahrgästen in Ostrava ein hohes Mass an Komfort und Fahrvergnügen bieten zu können. Die von DPO jederzeit professionell geführte Ausschreibung haben wir im Verkaufsteam sehr geschätzt."
Die zweiteiligen Strassenbahnen für Ostrava sind 24.9 m lang, 2.5 m breit und 3.6 m hoch. Sie bieten total 188 Fahrgästen Platz, davon finden 61 einen Sitzplatz. Die Fahrzeuge sind durchgehend niederflurig, haben vier breite Türen für schnelles Ein- und Aussteigen und weisen überdies eine Rollstuhl-Rampe auf. Die Fahrzeuge sind voll klimatisiert und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Sie erfüllen alle geforderten Sicherheitsstandards und haben eine Front, die für den Fussgängerschutz optimiert ist.
Die elektrischen Strassenbahnen von Stadler sind dank ihrer bewährten Konstruktion, der niedrigen Gesamtsystemkosten und der Zuverlässigkeit besonders attraktiv. Sie sind in verschiedenen europäischen Ländern zugelassen und verkehren in diversen Konfigurationen u.a. in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Dänemark und bald auch in Russland. Das erste Tram für Ostrava wird im März 2018 endmontiert (Pressemeldung Stadler, 19.01.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Aktion Münchner Fahrgäste trauert um Andreas Nagel

Die Aktion Münchener Fahrgäste trauert um ihren Gründer und Sprecher Andreas Nagel (57). Dieser verstarb völlig unerwartet am vergangenen Freitag auf dem Weg zum Arzt infolge einer Lungenembolie.
Der aus dem Schwäbischen stammende Diplom-Ingenieur für Schienen-Verkehrstechnik kam in den 80er Jahren zum Studium nach München. Weil damals das Rathaus die Trambahn aufs Abstellgleis schieben wollte, gründete er 1989 die Aktion Münchner Fahrgäste. Ohne ihn würde die Linie 25 heute wahrscheinlich nicht mehr bis nach Grünwald fahren.
Der Erhalt und Ausbau der Münchner Trambahn lag ihm bis heute besonders am Herzen. 1994 startete er die beliebte Christkindl-Trambahn. Seit 1997 gab es den ehrenamtlich betriebenen Info-Kiosk im Stachus-Untergeschoss, der aufgrund von Umbauarbeiten inzwischen zum Isartor umziehen musste. Im gleichen Jahr ging auch der MVV-Fahrgast-beirat an den Start, deren Sprecher er in den ersten beiden Amtszeiten war. Auch die Silvester-S-Bahn geht auf eine Initiative von ihm zurück.
Nagel kämpfte leidenschaftlich für vielfältige Verbesserungen im Nahverkehr. Er setzte sich für den "Takt 10 bis 10" bei der Trambahn ein, der 2013 an den Start ging. Auch die zur gleichen Zeit eingeführten flexiblen Zeitkarten gingen auf seine Forderungen zurück. Die Wiedereinführung einer Buslinie in Moosach erkämpfte er leidenschaftlich mit den Anwohnern. Im Januar 2004 erhielt die Aktion Münchner Fahrgäste mit der Aktion Mobil e. V. eine gemeinnützige Dachgesellschaft.
Für besondere Leistungen verlieh Nagel Verantwortlichen und Politikern Preise: 2009 würdigte er S-Bahn-Chef Bernhard Weißer für die gute Kommunikation, die dieser mit den Fahrgästen, den Anwohnern und den politisch Verantwortlichen pflegt. Der damalige OB Christian Ude erhielt den Goldenen Schienennagel für seinen Trambahnausbau, während CSU-Fraktionschef Hans Podiuk für die Blockadepolitik beim ÖPNV-Ausbau den goldenen Hemmschuh verliehen bekam.
Aktuell kämpfte er weiterhin für gerechtere Tarife sowie den Bau des Regionalzughalts Poccistraße. Nach dem Tod von Dominik Brunner initiierte Andreas Nagel das Zivilcourage-Training "mit Herz und Verstand". Mit Unterstützung des Polizeipräsidiums München, der Bundespolizeiinspektion München, der Dominik-Brunner-Stiftung, des MVV sowie der Münchner Feuerwehr werden jeden Monat kostenfreie Verhaltenstrainings für Fahrgäste im Verkehrszentrum des Deutschen Museums durchgeführt. Tausende von Teilnehmern haben dort seitdem einfache und praxisorientierte Handlungsempfehlungen gelernt, um sich selbst oder anderen Personen in Not- und Bedrohungssituation zu helfen. 2012 erhielt Nagel hierfür den Bayerischen ÖPNV-Preis sowie den Deutschen Schienenverkehrspreis.
Auch beruflich drehte sich bei Nagel alles um den Schienenverkehr. Bei Krauß-Maffei in Allach, inzwischen Siemens Transportation Systems, nahm der Eisenbahningenieur Lokomotiven in Betrieb. Nagel gestaltete München auch politisch. Seit 22 Jahren war er für die Partei David contra Goliath (DacG) Mitglied des Bezirksausschusses BA 13 (Bogenhausen). Die Aktion Münchner Fahrgäste verliert mit ihm einen engagierten Kämpfer und aufrichtigen Freund, der stets für Fragen und Anliegen der Fahrgäste ein offenes Ohr und eine Lösung hatte (Pressemeldung Aktion Münchner Fahrgäste, 19.01.17).

RechteckNiedersachsen/Schleswig-Holstein: Politiker wollen emissionslose Nordseeinseln
Einig zeigen sich Politiker aller Parteien im Niedersächsischen Landtag darüber, dass die überall im Wattenmeer befindlichen Windparks bessere Dienste leisten sollen. Das betrifft die Tatsache, dass bei starkem Wind zuviel Windstrom vorhanden ist, der nicht verwertet werden kann.
Technisch sei es kein Problem, diese Energie in die Inselnetze einzuspeisen. Dazu gehört auch, dass in absehbarer Zeit auf den Inseln nur noch Elektrofahrzeuge eingesetzt werden, was sowohl für Autos als auch Züge gelten wird. Natürlich fahren Uraluber weiter mit ihren Autos auf die Inseln, soweit sie dort fahren dürfen. Aber sie würden bei der Verwirktlichung des Plans daheim als Werber für eine saubere Umwelt auftreten können.
Die Kommunalvertretungen sind von den Äußerungen sehr angetan. Sie hatten zuvor schon das Konzept gelobt, die Verwaltungskraft zu bündeln und noch enger zusammenzuarbeiten. Man darf gespannt sein, wie schnell die Vorschläge umgesetzt werden, die eine heile Inselwelt auch für kommende Jahrzehnte garantieren (WR, 19.01.17).

RechteckSachsen: Citylinks voraussichtlich ab Juni auf der Linie C15 unterwegs
Vergangene Woche hat es zwischen den am Projekt "Chemnitzer Modell" beteiligten Partnern ein Arbeitstreffen zum Betrieb der Stufe 1 gegeben. Dabei wurde das weitere Vorgehen bezüglich der vollumfänglichen Bedienung der Linie C15 (Chemnitz – Hainichen) und des Einsatzes der Citylink-Fahrzeuge besprochen.
Teilnehmer waren Vertreter des Verkehrsverbundes Mittelsachsen und des Fahrzeugherstellerkonsortiums Vossloh Kiepe/Stadler Rail Valencia S.A.U sowie Mitarbeiter der City-Bahn Chemnitz GmbH und der Chemnitzer Verkehrs-AG.
Derzeit verkehren alle Citylinks stabil und es treten auf den Linien C13 und C14 zwischen Chemnitz und Burgstädt bzw. Mittweida keine fahrzeugbedingten Störungen auf. Noch vorhandene technische Mängel an den Power Packs gestatten keinen kompletten Betrieb aller drei Linien. Der Fahrzeughersteller legte ein Konzept zur Beseitigung aller Restleistungen und einen entsprechenden Zeitplan vor. Die gesamte Umsetzung soll innerhalb von 12 Wochen realisiert werden. Beginn der Maßnahmen zur Mangelbeseitigung ist nach Aussage von Vossloh/Stadler für Ende Februar 2017 vorgesehen.
In erster Linie geht es bei der Mangelbeseitigung um Verbesserungen an der Verfügbarkeit der Power Packs. Ausfälle während der Fahrt sollen vollständig vermieden und ein störungsfreier Betrieb garantiert werden. Weiterhin sind unter anderem für die Ansteuerung der Klimaanlage, für die Auslesung von Daten und für die automatische Fehlerdiagnose veränderte Software-Einstellungen notwendig. Es wird weiter an den Fahrzeugen gearbeitet, wodurch nicht der gesamte Fuhrpark für den Betrieb aller drei Strecken zur Verfügung steht.
Der VMS, die City-Bahn und die CVAG haben das vorgelegte Konzept gemeinsam bewertet und daraus entsprechende Schlussfolgerungen abgeleitet: "Der vollständige Betrieb der Linie C15 mit den Citylink-Fahrzeugen und damit auch die Durchfahrt bis zur Zentralhaltestelle von Hainichen aus wird mit dem Konzept von Vossloh und Stadler für den kleinen Fahrplanwechsel am 11. Juni 2017 geplant. Der VMS hat nun die klare Erwartung an Vossloh Kiepe und Stadler Rail Valencia, diese Zeit so intensiv zu nutzen, damit die gesetzten Ziele erreicht werden." so VMS-Geschäftsführer Dr. Harald Neuhaus. Der Betrieb der beiden Linien C13 und C14 wird währenddessen weiter planmäßig durchgeführt. (Pressemeldung Verkehrsverbund Mittelsachsen, 19.01.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Eine Trauung der etwas anderen Art in einem Abellio-Zug



Eine Hochzeit der besonderen Art fand am 17. Januar 2017 in einem Abellio-Zug statt. In der Regionalbahn RB20 gaben sich Julia und Jürgen Reinhardt aus Friedrichroda auf dem Weg von Weimar nach Apolda im Beisein zahlreicher Presse-Vertreter das Ja-Wort. Aus behördlichen Gründen fand die standesamtliche Trauung jedoch schon im Dezember 2016 statt.
Der Abellio-Kundenbetreuer legte dennoch darauf wert, dass es eine Feier an seinem Arbeitsplatz gab und so fand eine kleine Familien-Feier im Lounge-Bereich der Regionalbahn von Eisenach nach Halle statt (Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 19.01.17).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck86 1333 + 35 1097 Überführungsfahrt

Am 16.01.2017 sind die Loks 86 1333 + 35 1097 mit einem Leerzug von Glauchau nach Meiningen gefahren. Fotografiert wurde der Zug bei Neudietendorf (Sven Molle, 18.01.17).

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LOK Report 1/17

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Mit der Kamera notiert

RechteckDüsseldorf

Sie gehören bald zu den letzten eingesetzten 420. Die Düsseldorfer Züge kommen nach wie vor im Berufsverkehr zum Einsatz. Das Foto zeigt zwei Generationen von S-Bahn-Zügen, 440 305 und 420 479 in Düsseldorf HBF (Martin Wehmeyer, 19.01.17).

RechteckPraha-Jinonice


Am 16. Januar fuhr ich mit Os 25918 von Praha Hbf. nach Praha-Jinonice über die Prager Semmeringbahn. Die Fahrgastzahlen haben sich nach der Stilllegung der beliebten Hst Praha Smíchov-Na Knížecí verschlechtert.
Die Fotos zeigen Tw 810-236 in Jinonice, das ehemalige Stellwerk Jinonice II, und den Bü mit Handschranke ohne Antrieb (!) vor Jinonice, dieser Bü diente in der Vergangenheit der ehemaligen Fabrik "Walter Motorlet". Die Maschinen- und Flugzeug-Fabrik Walter Motorlet (erbaut: 1911, Schluß:2008) wurde im letzten Jahr niedergelassen (Martin Kubík, 19.01.17).

RechteckRheinland um Sechtem Teil 2

Schon seit Jahren versorgt ein täglicher Güterzug mit Stahlrollen die Firma Rasselstein an Ihrem Standort Andernach oder Neuwied mit Material aus dem Ruhrgebiet. Mit der Maschine der Lieferung geht es dann am Nachmittag wieder leer zurück: Aktuell ist wohl planmässig eine 151-Doppeltraktion vorgesehen, wie hier nördlich von Sechtem mit dem Leerzug (Hanno Fabian, 19.01.17).

RechteckEdle Krone

Im Tal der "Wilden Weißeritz" an der Sachsenmagistrale nach Hof liegt der Bahnhof Edle Krone. Am 9. Januar konnte man dort die für die MRB eingesetzte Ersatzgarnitur mit den NX-Wagen als RE 3 Dresden - Hof aufnehmen (Alexander Bauer, 19.01.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Europa

RechteckBelgien: Hausdurchsuchung bei Eurostation
Ermittler der Kriminalpolizei des Bundes haben einem Bericht der Zeitung De Tijd zufolge Anfang Dezember die Büros von Eurostation durchsucht. Die Razzien fanden im Rahmen des Verdachts auf einen Missbrauch von Gesellschaftsvermögen, Betrug im öffentlichen Beschaffungswesen, Bestechung und Korruption statt.
Im Jahr 2015 hatte die Brüsseler Staatsanwaltschaft nach von der SNCB veranlassten Audits durch Ernst & Young eine Untersuchung über mögliches Fehlverhalten der SNCB-Tochtergesellschaften Eurostation und Euro Immo Star eingeleitet. Die Audits sollten die Anwendung die Regeln eines guten Managements und einer verantwortungsvollen Führung der Immobiliengesellschaften analysieren, die als Entwickler und Bauträger für die Bahnhöfe der SNCB verantwortlich zeichnen.
Im Ergebnis wurden Ausgaben über mehr als 1 Mio. Euro in Frage gestellt, einschließlich derer für lokalen Basketball und Fußball und unklare Kommunikationsprojekte. Der Verwaltungsrat der SNCB hatte sich entschieden, die Prüfungsberichte der Justiz zu übergeben (WKZ, Quelle Le Soir, 19.01.17).

RechteckGriechenland: Verkauf der TRAINOSE ist finalisiert

Foto FS Italiane.
Die Vereinbarung über den Verkauf von 100% der TRAINOSE SA an die Ferrovie Dello Stato Italiane S.p.A. für einen Gesamtbetrag von 45 Mio. Euro wurde am 18.01.16 von den Geschäftsführern der Privatisierungsgesellschaft HRADF (Hellenic Republic Asset Development Fund), Antonis Leousis, und der italienischen Staatsbahn FS Italiane, Renato Mazzoncini, unterzeichnet. Der Aktienkaufvertrag konnte so nach Zustimmung des Rechnungshofes abgeschlossen werden.
Der Abschluss der Transaktion unterliegt noch den Genehmigungen der zuständigen EU-Behörden, während der Abschluss der staatliche Beihilferegelung der EU-Kommission über die Schulden von TRAINOSE an OSE mit über 700 Mio. Euro anhängig ist.
Antonis Leousis dankte allen, die den Abschluss des Ausschreibungsverfahrens unterstützt haben, das nach vier Jahren zur Privatisierung von TRAINOSE geführt hat: "Die Gruppe FS Italiane geht wichtige Verpflichtungen ein, TRAINOSE mit Kompetenz und Erfahrung zu stärken und zu entwickeln, um einen wichtigen Anbieter für Bahnbetrieb zu schaffen". An der Unterzeichnungszeremonie beteiligte sich auch die Geschäftsführung von TRAINOSE, vertreten durch den Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Panagiotis Theocharis und dem Geschäftsführer Philippos Tsalidis.
Für FS Italiane steht die Unterzeichnung in Einklang mit den Internationalisierungsplänen im Geschäftsplan 2017-26, den Umsatz der ausländischen Aktivititäten zu vervierfachen und bis 2026 auf 4 Mrd. Euro zu steigern (WKZ, Quelle HRADEF, FS Italiane, 19.01.17).

RechteckGroßbritannien: Eurotunnel begrüßt Klarstellung zum Brexit
Am 23. Juni führte der Beschluss des Vereinigten Königreichs, die EU zu verlassen, zu einer Unsicherheit. Eurotunnel, Inhaber der Konzession für den Betrieb des Kanaltunnels bis 2086, ist der Auffassung, dass dieser Prozess, der zu zwei Jahren Verhandlungen führen wird, die Vitalität von Handel und Tourismus zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa nicht beeinträchtigen wird.
Der Bericht "Economic Footprint des Channel Tunnel Fixed Link" von Ernst & Young unterstreicht die Bedeutung der Verkehrsströme durch den Kanaltunnel. Das Jahr 2016 zeigte eine weitere Zunahme im Kanal-übergreifenden Handel. Eurotunnel hatte mit mehr als 1.640.000 transportierten Lastwagen ein Rekordjahr.
Jacques Gounon, Chairman und Chief Executive Officer der Groupe Eurotunnel, erklärte: "Seit dem 23. Juni 2016 wird Eurotunnel fälschlicherweise als Referenz für die durch den Brexit verursachte Unsicherheit verwendet, doch zeigen die Fakten, dass die Aktivität des Kanaltunnels robust und erfolgreich ist" (WKZ, Quelle Eurotunnel, 19.01.17).

RechteckÖsterreich: Attraktivierung der Mühlkreisbahn nimmt Fahrt auf

Die Geschichte einer Attraktivierung der Mühlkreisbahn ist lang. Bereits in den 1990er Jahren wurden verschiedene Varianten mit einer Durchbindung in das Linzer Stadtgebiet diskutiert. Neben der Variante der City-S-Bahn wurde in den späten 2000er Jahren auch ein Regionalstraßenbahnkonzept erörtert. Die Planungen rund um die Entwicklung der Mühlkreisbahn brachten unterschiedliche Studien zu Papier. Letztendlich kam es zu keiner Entscheidung, welche eine Umsetzung fand. Mit der im Auftrag vom Landeshauptmann und Landesrat Steinkellner erstellten, abschließenden Systemstudie sollte das gesamte vorliegende Material analysiert und aktualisiert werden. Darauf aufbauend sollte weiter eine klare Systemempfehlung für den Betrieb der Mühlkreisbahn abgeleitet werden. "Die Bedeutung der Mühlkreisbahn liegt in der Erschließungswirkung der Region, durch die sie führt, und in ihrem Potential, mehr Pendler und Pendlerinnen weg von der Straße und auf die Schiene zu bringen", hebt Steinkellner die Wichtigkeit des Projekts hervor.
Mit dem Bau der zweiten Linzer Straßenbahnachse, die über den Europaplatz und die neue Linzer Donaubrücke bis nach Urfahr führt, ergeben sich für die Einbindung der Mühlkreisbahn in das Linzer Stadtgebiet Synergieeffekte. Als neue S6 (also als Teil des S-Bahn-Systems) soll die Bahn mit Zweisystemfahrzeugen zum Linzer Hauptbahnhof führen. Damit kann der Inselbetrieb der Mühlkreisbahn aufgehoben werden und eine attraktive Nutzung für die Mühlviertler Pendler gewährleistet werden.
Die grobgeschätzten, zusätzlichen Investitionskosten zur zweiten Straßenbahnachse betragen
▪ rund 60 Millionen Euro ohne Elektrifizierung der Mühlkreisbahn,
▪ rund 100 Millionen Euro mit Elektrifizierung der Mühlkreisbahn.
Hinzu kommen die jährlichen Betriebskosten, die mit
▪ rund acht Millionen Euro ohne Elektrifizierung der Mühlkreisbahn,
▪ rund siebeneinhalb Millionen Euro mit Elektrifizierung der Mühlkreisbahn kalkuliert werden.
"Die Systemstudie brachte eine objektive, fachliche und abschließende Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung. Ich bin sehr froh, dass wir in der heutigen Regierungssitzung die erste Weichenstellung für die Zukunft der Mühlkreisbahn beschließen konnten", so Steinkellner. "Es muss jedem bewusst sein, dass ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs notwendig ist, um die Verkehrssituation im Großraum Linz zu verbessern. Insbesondere unseren zahlreichen Pendlerinnen und Pendlern aus dem Mühlviertel muss hier ein modernes und attraktives Nahverkehrsmittel angeboten werden. Deswegen erhoffe ich mir auch im kommenden Landtag einen politischen Schulterschluss für die Mühlkreisbahn", unterstreicht Steinkellner abschließend (Pressemeldung Land Oberösterreich, 19.01.17).

RechteckSchweiz: Jetzt kommt die Tunnelbohrmaschine am Bözbergtunnel

Die SBB realisiert im Auftrag des Bundes bis 2020 einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse. Somit können dereinst auch Sattelauflieger mit einer Höhe von vier Metern auf der Bahn transportiert werden. Das grösste Einzelprojekt ist der Neubau des Bözbergtunnels im Kanton Aargau.
Für den Bau dieses Tunnels werden zurzeit die Einzelteile der 1920 Tonnen schweren und insgesamt 90 Meter langen Tunnelbohrmaschine zur Baustelle Bözbergtunnel transportiert. Dafür sind zwischen dem südbadischen Schwanau und dem Südportal in Schinznach–Dorf insgesamt 110 Einzelfahrten notwendig. Das schwerste Einzelstück ist der Antrieb der Tunnelbohrmaschine und wiegt 168 Tonnen. Dieser wurde vom Mittwoch/Donnerstag 10./11. Januar in der Nacht mit einem Schwertransport über die alte Kantonsstrasse Bözberg antransportiert.
Das Abladen und der Zusammenbau erfolgt direkt im Voreinschnitt Schinznach mit Hilfe eines Raupenkrans. Ab dem 27. Januar 2017 wird dann der Bohrkopf in fünf Einzelteilen antransportiert. Zuerst kommt das 90 Tonnen schwere Zentrum und anschliessend die vier Aussenteile, die jeweils 46 Tonnen wiegen. Zusammengesetzt wiegt der Bohrkopf dann 282 Tonnen (Gewichte mit Werkzeugen bestückt).
Die Montagearbeiten laufen noch bis ca. Mitte April 2017 und können von der im Herbst 2016 eröffneten Besucherplattform beobachtet werden. Interessierte finden vor Ort Informationen über technische Daten der Tunnelbohrmaschine (Pressemeldung SBB, 19.01.17).

RechteckSchweiz: SBB Cargo auslagern, damit sie verkauft werden kann
Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) äussert scharfe Kritik daran, dass die Nationalratskommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) die SBB Cargo auslagern will, um den Wettbewerb im Güterverkehr zu verstärken. Dieser Wettbewerb findet bereits statt und die Überführung der SBB Cargo in eine Holdinggesellschaft würde die Gütertransportbranche nur weiter schwächen, denn sie ist auf gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern angewiesen.
Für den SEV geht der Vorschlag der KVF eindeutig in die falsche Richtung. Der Bundesrat hat die integrierten Bahnen der Schweiz in seiner Mitteilung zur Organisation Bahninfrastruktur (OBI) verteidigt. Die KVF wünscht nun die Auslagerung der SBB Cargo und deren Integration in eine Holdinggruppe. «Das ebnet den Weg hin zum Verkauf der Unternehmung. Des Weiteren ist das Holdingmodell und die damit zusammenhängende Trennung zwischen Betrieb und Infrastruktur ungeeignet für das Bahnsystem der Schweiz, dessen gutes Funktionieren in ganz Europa bestaunt wird. Die Umwandlung in eine Holding wirft zudem die Frage nach der Leitung der Unternehmung auf und stellt seine Funktionsweise infrage», kritisiert Giorgio Tuti, Präsident des SEV. SP-Nationalrat und SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn ist Mitglied in der KVF. Aus seiner Sicht muss «OBI der Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene dienen. Doch die Privatisierungsschritte erschweren diesen Prozess, den das Stimmvolk mehrfach bestätigt hat.»
Für Daniela Lehmann, Koordinatorin Verkehrspolitik beim SEV, ist der verstärkte Wettbewerb nur eine Illusion. «Die Akteure im Güterverkehr stehen schon heute in Konkurrenz zueinander. Deshalb leuchtet es nicht ein, wie die Auslagerung von SBB Cargo zu mehr Wettbewerb führen soll. Es braucht in dieser Branche eine bessere Zusammenarbeit.»
Es ist zudem stossend, dass die Kommission die Ergebnisse des Postulates 15.3496 nicht abwartet. In diesem wurde der Bundesrat beauftragt, einen Bericht zu erarbeiten, der die verschiedenen Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Güterverkehrssparte der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB Cargo AG) evaluiert und darstellt. Dabei sollen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Eignermodelle aus volkswirtschaftlicher, staatspolitischer, verkehrs- und unternehmenspolitischer Sicht bewertet werden. Die Ergebnisse des Berichtes sind zur Zeit noch ausstehend (Pressemeldung SEV, 19.01.17).

RechteckSchweiz: SBB führt Richtungstrennung im Bahnhof Bern fort.

Seit Mitte Juni 2016 läuft in der Unterführung des Bahnhofs Bern ein Pilotversuch zur Richtungstrennung der Personenflüsse. Dieser hat zum Ziel, dass die Kundinnen und Kunden zügig und mit möglichst wenig Gegenverkehr ans Ziel gelangen.
Im Spätherbst 2016 testete die SBB zudem, ob die Kunden mittels eines Ampelsystems beim Treppenabgang der Gleise 3/4 schneller in die Unterführung gelangen: Bei einer Zugseinfahrt signalisierte eine rote Ampel in der Unterführung, dass die Treppe in Richtung Perron vorübergehend nicht benutzt werden sollte. Zusätzlich wurde der Perronbereich zwischen Treppe und Rampenbrüstung mit einer Bodenmarkierung, einem sogenannten Freihaltebereich, gekennzeichnet. Diese machte Wartende darauf aufmerksam, dort nicht stehen zu bleiben, um den Personenfluss nicht zu behindern.
Ende Dezember 2016 hat die SBB die Ergebnisse analysiert und eine erste Bilanz gezogen:
• Die Richtungstrennung in der Personenunterführung kommt bei den Kunden gemäss Umfragen gut an. Sie bleibt somit bestehen, wird aber noch mit neu gestalteten, abriebfesten Pfeilmarkierungen optimiert, damit diese noch besser erkennbar und weniger wartungsintensiv sind. Weitere Optimierungen werden geprüft.
• Das Ampelsystem bei den Perronaufgängen Gleise 3/4 hatte nahezu keinen positiven Einfluss auf die Personenflüsse. Zudem wurde die Ampel von den Kunden teilweise als bevormundend aufgenommen. Die SBB hat Verständnis dafür und wird folglich die Massnahme in dieser Form nicht einführen.
• Der Freihaltebereich auf dem Perron Gleise 3/4 wurden von den Reisenden gut aufgenommen. Der Versuch hat aufgezeigt, dass die Bodenmarkierung intuitiv verstanden wird und eine positive Wirkung zeigt. Die Materialisierung und Gestaltung werden nun in einem nächsten Schritt noch verbessert und weiter getestet – primär an Bahnhöfen mit engeren Platzverhältnissen, wo es zu Rückstaus kommen kann, wo genau, wird derzeit geprüft. In Bern selbst sind die Platzverhältnisse auf den Perrons derzeit noch ausreichend.
Die SBB wird auch in Zukunft kontinuierlich Massnahmen prüfen und umsetzen, um den Reisenden auch zu Hauptverkehrszeiten ein angenehmes Vorankommen an den Bahnhöfen zu bieten (Pressemeldung SBB, 19.01.17).

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