LOK Report – News von Dienstag, 14.05.13
| Schicken Sie eine Meldung |
![]() |
TOP-Themen |
![]()
Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik des Bundes
Bundestag: Öffentliche Anhörung zur Eisenbahnregulierung
Mit dem von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf zur Neuordnung der Regulierung im Eisenbahnbereich (17/12726) befasst sich der Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am Mittwoch, den 15. Mai, in einer öffentlichen Anhörung. Die auf eineinhalb Stunden angesetzte Anhörung beginnt um 9.00 Uhr im Sitzungssaal E 600 des Paul-Löbe-Hauses.
Mit dem Gesetzentwurf will die Bundesregierung den Wettbewerb auf der Schiene stärken und die Effizienz im Eisenbahnsektor steigern. Um dies zu erreichen, will die Regierung die Entgelte für die Nutzung einer Eisenbahninfrastruktur regulieren, den Zugang zur Eisenbahninfrastruktur verbessern und die Befugnisse der Bundesnetzagentur stärken.
Als Sachverständige sind geladen: Professor Thorsten Beckers (Technische Universität Berlin), Susanne Henckel (Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV e.V.), Alexander Kirfel (Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.), Hans-Joachim Menn (Netzbeirat), Frank Miram (DB Mobility Networks Logistics), Professor Kay Mitusch (Karlsruher Institut für Technologie), Engelbert Recker (Mofair e.V.), Thomas Petersen (KCW GmbH) sowie ein Vertreter der Bundesnetzagentur (Pressemeldung Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V., 14.05.13).
INFRA Dialog: Initiative für bessere Infrastruktur in Deutschland gegründet

„Deutschlands Infrastruktur verfällt immer mehr und die Menschen bekommen es nicht mit. Das wollen und müssen wir ändern. Deshalb haben wir die Initiative ‚Damit Deutschland vorne bleibt. Allianz für eine zukunftsfähige Infrastruktur‘ ins Leben gerufen“, so Oliver Wolff, Initiator des Bündnisses und Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). „Allein für die Verkehrsinfrastruktur hat die Daehre-Kommission aktuell einen Fehlbetrag von jährlich 7,2 Mrd. Euro festgestellt. Hinzu kommen etliche Milliarden, die aufgrund der Energiewende in neue Netze und Energiespeicher investiert werden müssen.“ Eine leistungsfähige Infrastruktur, so Wolff, sei die Grundlage für eine erfolgreiche Wirtschaft. Der aktuelle Zustand der Infrastruktur in Deutschland jedoch werde dieser Schlüsselrolle nicht gerecht. Langfristig gefährde der Sanierungsstau Wohlstand, Sicherheit und Lebensqualität. Die Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ will das ändern und ruft zum Umdenken auf.
Staus, übervolle Busse und Bahnen, marode Brücken, teurer Strom, Schlaglöcher auf den Straßen – Infrastrukturprobleme zeigen sich in vielen Bereichen und sind mitunter direkt erlebbar. Dringend notwendige Investitionen in Sanierung und Ausbau fallen zu gering aus oder kommen schlicht zu spät. Deutschland verschleiße seine Infrastruktur, so Wolff weiter. Viele Bürgerinnen und Bürger nähmen das allerdings häufig erst dann wahr, wenn sie selbst mit konkreten Folgen wie Staus, Verspätungen oder Stromausfällen konfrontiert seien und glaubten statt dessen, dass die Infrastruktur in Deutschland eigentlich ganz in Ordnung sei.
Kaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS Emnid, hat in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der INFRA Dialog Deutschland gefragt: „Was ist wichtig, um Deutschland voranzubringen?“ Die Ergebnisse sind eindeutig (siehe beigefügte Grafik): Bei der Frage nach den zentralen Zukunftsthemen für Deutschland wurden die Leitungsnetze für die Energieversorgung und die Verkehrsinfrastruktur abgeschlagen erst auf den Plätzen 16 und 17 genannt. Schöppner bilanziert: „Infrastruktur hat keine Lobby! Qualifizierte Fachkräfte, gutes Bildungssystem, Abbau der Staatsverschuldung, wissenschaftlicher Fortschritt und soziale Absicherung: Das alles bringt Deutschland in den Augen der Menschen voran. Nicht aber Infrastrukturmaßnahmen wie die Verbesserung der Verkehrsachsen und der Ausbau der Leitungsnetze.“
Die Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ habe sich deshalb, so Wolff, zum Ziel gesetzt, ein neues Bewusstsein für die Bedeutung von Infrastruktur zu schaffen. Unter ihrem Dach arbeiten Spitzenverbände, Institutionen und Unternehmen aus den Sektoren Verkehr und Energie gemeinsam daran, einen nachhaltigen Dialog anzustoßen, der Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und natürlich die Menschen in Deutschland einbezieht. Wolff formuliert ein weiteres zentrales Ziel: Die Initiative wolle erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen und künftig stärker in die Planung und Entscheidung bei Infrastrukturmaßnahmen einbezogen werden.
Kurzfristig sei ein solcher Bewusstseinswandel sicher nicht zu erreichen, so Wolff. Daher ist die Initiative langfristig angelegt. In diesem Zeitraum werde das komplexe Thema Infrastruktur auf verschiedenen Kanälen an die Menschen herangetragen. Das Internetportal www.damit-deutschland-vorne-bleibt.de beleuchte zum Beispiel wichtige Infrastrukturthemen aus den Bereichen Verkehr, Logistik, Energie und Politik. Über eine starke Medienpräsenz werde die Infrastruktur in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und im Rahmen von Regionalkonferenzen kämen Experten und interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Wort (Pressemeldung VDV, 14.05.13).
VDV: Positionspapier zur multimodalen Mobilität
Unter dem Titel "Der ÖPNV: Rückgrat und Motor eines zukunftsorientierten Mobilitätsverbundes" hat der VDV ein Positionspapier zu organisatorischen und strukturellen Fragen mutlimodaler Mobilitätsangebote veröffentlicht.
Die Mitgliedsunternehmen des VDV sind bereit, Vorreiter einer vernetzten Mobilität zu sein, allerdings müssen Bund, Länder und Kommunen auch die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Denn: Wer Multimodalität fördern will, braucht als Basis einen guten Öffentlichen Personenverkehr (ÖPV). Neue Verkehrsdienstleistungen wie Carsharing und Fahrradverleihsysteme können nur in Synergie mit einem guten ÖPV erfolgreich sein (Pressemeldung VDV, 14.05.13).
Industrie
ABB: Forschungschef Banerjee verlässt ABB
ABB Forschungschef Prith Banerjee, der 2012 in das Unternehmen eingetreten ist, hat entschieden, ABB aus familiären Gründen zu verlassen. Er wird in die USA zurückziehen, wo er eine neue Anstellung annehmen wird. Ein Nachfolger wird zu gegebener Zeit ernannt werden.
„Prith hat neue Ansätze in die ABB Forschung und Entwicklung eingebracht,“ sagte CEO Joe Hogan. „Ich bedauere seine Entscheidung, ABB zu verlassen. Ich danke Prith für seine Arbeit und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.“
Banerjee wird ABB in den nächsten Wochen verlassen. Ein Datum ist noch nicht festgelegt worden. (Pressemeldung ABB, 14.05.13).
ABB: Konzernchef Joe Hogan wird aus privaten Gründen sein Amt abgeben
Der Vorsitzende der ABB Konzernleitung Joe Hogan hat sich entschieden, aus privaten Gründen sein Amt aufzugeben. Ein Datum für den Rücktritt steht derzeit noch nicht fest. Hogan wird weiterhin die Konzernleitung führen bis ein Nachfolger ernannt wird. Er ist bestrebt einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
"Joe Hogan ist ein grossartiger Konzernchef und hat die ABB während der schlimmsten Weltwirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte erfolgreich geführt. ABB ist heute in einer viel besseren Verfassung als bei seinem Antritt vor fünf Jahren," sagte Hubertus von Grünberg,Verwaltungsratspräsident von ABB. "Ich weiss wie schwer Joe Hogan diese Entscheidung gefallen ist und der Verwaltungsrat bedauert aufrichtig, dass er ABB verlassen wird."
Hogan trat im September 2008 als Konzernchef in die ABB ein. Seit seinem Antritt hat ABB etwa 20 Milliarden US Dollar in die Expansion des Unternehmens investiert. Grosse Investitionen wurden in Akquisitionen und in die Forschung und Entwicklung getätigt um die führende Technologieposition der ABB in der Energietechnik und der Automation zu sichern.
"Unter Joes Führung ist die Wettbewerbsfähigkeit der ABB signifikant gestärkt worden, indem im grossen Stil in höheres Wachstum und die Innovationskraft investiert und gleichzeitig die Kostenbasis stark gesenkt wurde," fügte von Grünberg hinzu.
"Ich habe den Verwaltungsrat über meine Entscheidung, ABB zu verlassen, informiert. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, zumal ABB heute ein erfahrenes und erfolgreiches Managementteam und einen Verwaltungsrat hat, auf dessen Unterstützung ich immer zählen konnte. Ich werde einen möglichst reibungslosen Übergang gewährleisten, um das positive Momentum bei ABB zu erhalten," sagte Konzernchef Joe Hogan (Pressemeldung ABB, 14.05.13).
Agilis: Veränderungen in der Geschäftsführung
Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein (37) wird Mitte Juli das Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis verlassen und zukünftig als Geschäftsführer bei der Bayerischen Oberlandbahn sowie der Bayerischen Regiobahn tätig sein. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Dietmar Knerr verantwortete Kai Müller-Eberstein seit Anfang 2010 den Aufbau von agilis und die Betriebsaufnahmen der Netze „Regensburg inkl. Donautalbahn“ sowie „Oberfranken“ mit insgesamt ca. 10 Mio. Zugkilometer pro Jahr.
„Ich darf stolz auf die vergangenen Jahre zurückblicken und bin immer wieder beeindruckt, wie es das gesamte agilis-Team innerhalb kürzester Zeit geschafft hat, in den beiden Verkehrsnetzen diese sehr guten Leistungen im Eisenbahnverkehr zu erreichen und zu etablieren. Gleichzeitig freue ich mich aber auch auf die neuen Herausforderungen“, so Kai Müller-Eberstein.
Dietmar Knerr, Geschäftsführer agilis: „Sowohl als Geschäftsführer als auch als Kollege bedauere ich die Entscheidung, denn gemeinsam haben wir agilis in beiden Netzen gut positioniert. So belegte z.B. das Dieselnetz Oberfranken im Qualitätsranking der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, einem Vergleich aller bayerischen Wettbewerbsnetze, im letzten Jahr den ersten von 15 Plätzen. Ich verstehe aber auch die Motivation, sich einer neuen Herausforderung zu stellen und freue mich nun auf die Zusammenarbeit auf anderer Ebene.“ (Pressemeldung Agilis, 14.05.13).
Deutsche Bahn: DB Netz AG investiert in zwei neue Schienenschleifmaschinen
Die DB Netz AG beschafft zwei neue Hochleistungsschienenschleifmaschinen zur präventiven Instandhaltung ihres knapp 34.000 Kilometer langen Streckennetzes. Sie investiert rund 40 Millionen Euro und ist damit der erste Infrastrukturbetreiber europaweit mit eigenen Fahrzeugen. Eine Hochleistungsschienenschleifmaschine besteht aus vier Einzelfahrzeugen mit einer Gesamtlänge von über 80 Metern und verfügt über 60 Schleifsteine sowie eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.
Die erste Hochleistungsschienenschleifmaschine, bestehend aus vier Einzelfahrzeugen, wurde heute im Hamburger Hafen vom Schiff aus Houston/Texas entladen und auf die Schiene gesetzt. In den nächsten Monaten wird sie deutschlandweit verschiedene Test- und Zulassungsstationen durchlaufen. Die Inbetriebnahme ist für den Januar 2014 vorgesehen. Die zweite Hochleistungsschienenschleifmaschine soll im Herbst 2013 folgen und voraussichtlich im März 2014 in Betrieb gehen.
„Mit den beiden speziell für unsere Bedürfnisse entwickelten Hochleistungsschienenschleifmaschinen werden wir unsere präventive Instandhaltung weiter verbessern “, so Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG. „Mit 60 Schleifsteinen haben die neuen Maschinen eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit. Außerdem sind sie in der Lage, Hindernisse wie Magneten am Gleis zu umschleifen. Im Vergleich zu den bisherigen Maschinen werden wir so die Arbeitsgeschwindigkeit von rund 6 km/h auf 12 km/h verdoppeln. Damit können wir die heute erforderlichen Sperrzeiten beim Schienenschleifen deutlich reduzieren und die Verfügbarkeit des Netzes erhöhen. Mit eigenen Fahrzeugen können wir darüber hinaus den Einsatz optimieren und sind deutlich effektiver unterwegs.“
In dieser Größe und mit dieser innovativen Technik gibt es bisher keine vergleichbare Maschine. Hergestellt wird sie von der Firma Loram in Minnesota, USA, die im Rahmen einer weltweiten Ausschreibung der einzige Anbieter für diese Sonderanfertigung war. Die Hochleistungsschienenschleifmaschine wird vom 28. bis 30. Mai 2013 bei der 26. Internationalen Ausstellung Fahrwegtechnik (iaf) in Münster ausgestellt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 14.05.13).
Pilz: Weiter auf Wachstumskurs
Die Unternehmensgruppe der Pilz GmbH & Co. KG mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart verzeichnet erneut einen Umsatzanstieg: 2012 erzielte der Anbieter von Automatisierungslösungen einen Umsatz von 227 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr betrug das Wachstum sechs Prozent. Trotz unsicherer Weltkonjunktur und Euro-Krise konnte das Familienunternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen. Neben dem Umsatz steigerte das Familienunternehmen auch die Investitionen um 15 Prozent sowie die Mitarbeiterzahl um 12 Prozent.
Mehr als zwei Drittel seines Umsatzes (67,8 Prozent) erzielte das Unternehmen durch den Export. Wichtige Märkte blieben für Pilz Nordamerika, China und Japan, sowie die europäischen Nachbarstaaten. Unter den Tochtergesellschaften, die zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz erreichten, sind auch Länder aus der EU. „Mit unserem Portfolio können wir uns auch in Ländern behaupten, in denen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig sind“, so Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Pilz GmbH & Co. KG.
Die Zahl der Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe stieg weltweit um über 12 Prozent auf 1684 (Stichtag 31.12.2012). In Deutschland waren über alle Standorte 840 Mitarbeiter, davon 30 Auszubildende, zum 31.12.2012 beschäftigt.
Das inhabergeführte Unternehmen investierte 2012 über 14 Millionen Euro. Im Fokus der kommenden Monate stehen die neuen Fertigungsstätten in China sowie am Stammsitz in Ostfildern. Nach Abschluss der Planungen soll in Ostfildern noch 2013 und in China 2014 mit dem Bau der Produktionsstätten begonnen werden.
Forschung und Entwicklung spielen bei Pilz traditionell eine wichtige Rolle: Wie im Jahr zuvor entfielen 33 Prozent der Ausgaben in der Unternehmensgruppe auf den Bereich F&E. Bezogen auf den Umsatz investierte Pilz 15 Prozent in Forschung und Entwicklung und liegt damit deutlich über dem durchschnittlichen Niveau produzierender Unternehmen.
„Die schwierige wirtschaftliche Situation bremst zwar die Investitionen in neue Maschinen. Gleichzeitig steigert sie aber die Nachfrage nach Automatisierungs-Lösungen, mit denen sich Effizienz und Sicherheit von vorhandenen Maschinen und Anlagen steigern lassen“, erklärt Renate Pilz. Ausgehend von der Kernkompetenz Sicherheit bietet Pilz ein durchgängiges Portfolio an Sensoren, Steuerungen und Antriebstechnik für die gesamte Automatisierungstechnik. Abgerundet wird das Angebot durch Dienstleistungen: Mit Beratung, Engineering und Schulung unterstützt das Unternehmen entlang des kompletten Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen.
Für 2013 rechnet das Unternehmen weiter mit einem moderaten Wachstum. „Die Konjunkturerwartungen weltweit sind sehr gedämpft. Wir sind aber optimistisch, dass es uns dennoch gelingt, die sich trotz allem bietenden Chancen zu nutzen“, schaut Renate Pilz voraus (Pressemeldung Pilz, 14.05.13).
Siemens: Roll-Out der ersten E-Lok für Amtrak

Die erste elektrische Lokomotive vom Typ „Amtrak Cities Sprinter“ für den Kunden Amtrak hat die Werkhallen verlassen. Der amerikanische Bahnbetreiber hatte im Oktober 2010 insgesamt 70 E-Loks im Wert von 338 Millionen Euro (466 Millionen US-Dollar) bei Siemens bestellt. Damit verkaufte Siemens erstmals Lokomotiven auf dem wichtigen amerikanischen Markt.
Die ersten drei Fahrzeuge werden im Sommer einem Praxistest unterzogen, um dann ihren regulären Betrieb im Herbst aufzunehmen. Die letzten Lokomotiven werden ab Ende 2015 an Amtrak übergeben (Pressemeldung Siemens, 14.05.13).
![]()
Anzeige
![]() |
![]()
Aus den Ländern
Bayern: BEG vergibt Expressverkehre in Oberfranken an DB Regio
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums plant, finanziert und kontrolliert, hat die dieselbetriebenen Expressverkehre zwischen Bamberg, Lichtenfels, Bayreuth und Hof an DB Regio vergeben. Trotz der kurzen Vorlaufzeiten bis zur Inbetriebnahme im Dezember hatten sich mehrere Bahnunternehmen an dem wettbewerblichen Verfahren beteiligt. Mit der Vergabe der Verkehre sichert die BEG das für Oberfranken wichtige Angebot ab 15. Dezember 2013 für zehn weitere Jahre.
DB Regio Nordostbayern wird im Rahmen des Vertrages 1,6 Millionen Zugkilometer pro Jahr erbringen und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Werkstattkapazitäten in der Region beitragen. Um einen Wettbewerb um das wirtschaftlichste Angebot zu ermöglichen, hatte die BEG im Verfahren moderne Gebrauchtfahrzeuge auch ohne Neigetechnik zugelassen. "Aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel durch stetig steigende Infrastrukturgebühren mussten wir auf absolute Wirtschaftlichkeit achten", so Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG.
Die BEG sichert mit ihren Vorgaben den schon bisher attraktiven Fahrplan: Sie hat von 05:00 bis 23:00 Uhr zwischen Bayreuth und Hof sowie zwischen Bayreuth und Lichtenfels einen weitgehenden Stundentakt und weiter von Lichtenfels nach Bamberg einen Zweistundentakt gefordert. Bamberg wird ab Dezember um eine Stunde versetzt zum heutigen Fahrplan aus Richtung Hof und Bayreuth erreicht. Dadurch werden alle relevanten Anschlussverbindungen in den Knotenbahnhöfen sichergestellt. In Lichtenfels wird es schnelle Übergänge in Richtung Nürnberg, Coburg und Jena, in Bayreuth in Richtung Nürnberg und in Hof in Richtung Sachsen geben.
DB Regio führt im Auftrag der BEG auch im neuen Vertrag das seit Jahren bewährte Flügelzugkonzept weitgehend fort. Die stündlich in Neuenmarkt-Wirsberg aus Bayreuth und Hof eintreffenden Zugteile werden ab 8 Uhr zur Weiterfahrt Richtung Westen vereinigt und in der Gegenrichtung getrennt, um den Fahrgästen ein Umsteigen zu ersparen. Vor 8 Uhr müssen Fahrgäste aus Bayreuth bei einzelnen Zügen in Neuenmarkt-Wirsberg umsteigen. "Mit diesem Konzept ist es möglich, mehr Sitzplätze im Berufs- und Schülerverkehr sicherzustellen, ohne dass dabei Kosten für Zusatzfahrzeuge anfallen", betont Czeschka.
Alle zwei Stunden werden der heutige Interregio-Express (IRE) nach Nürnberg und der Regionalexpress nach Lichtenfels von Hof bis Marktschorgast gemeinsam geführt. In Marktschorgast werden die Züge in Richtung Westen getrennt. Damit erhält Marktschorgast erstmals eine schnelle Direktverbindung im Zweistundentakt nach Bayreuth und Nürnberg. Schwarzenbach an der Saale kann zur Sicherstellung der veränderten Anschlüsse von Hof nach Dresden mit Fertigstellung der Elektrifizierung Hof - Reichenbach nur noch zweistündlich bedient werden. Es bestehen für Schwarzenbach in zeitlicher Nähe jedoch alternative Fahrmöglichkeiten durch die zweistündliche agilis-Regionalzuglinie Hof - Münchberg.
Fahrgäste, die Richtung Würzburg wollen, müssen künftig in Bamberg in einen elektrischen Zug umsteigen. Diese elektrische Leistung von Bamberg nach Würzburg hat die BEG bereits Anfang des Jahres im Rahmen der Ausschreibung "Main-Spessart" an DB Regio vergeben. Ab Ende 2015 soll zweistündlich ein durchgehender attraktiver Expressverkehr von Bamberg über Würzburg nach Frankfurt (Main) aufgebaut werden.
Der Raum Kulmbach wird als Ausgleich eine Direktverbindung Richtung Nürnberg erhalten: Die Neigetechnik-Züge Lichtenfels - Bayreuth werden hierzu zweistündlich über Pegnitz nach Nürnberg weitergeführt. "Damit erhalten die Kreisstadt Kulmbach und der Bahnknoten Neuenmarkt-Wirsberg erstmals eine regelmäßige Direktverbindung nach Mittelfranken, was für viele Fahrgäste im Raum Kulmbach noch interessanter sein dürfte als der bisherige zweistündliche Linienendpunkt Würzburg", so Czeschka.
DB Regio wird für die Verkehre sowohl Neigetechnik-Dieselzüge vom Typ VT 612, als auch moderne Niederflur-Triebwagen der Baureihe VT 641 ohne Neigetechnik nutzen. Letztere werden erstmals in Bayern eingesetzt; sie fahren künftig im Zweistundentakt zwischen Bamberg und Bayreuth/Hof, sind klimatisiert und verfügen über Mehrzweckbereiche für den Transport von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen. Zudem ermöglichen sie einen barrierefreien Einstieg. Die Linie Lichtenfels - Bayreuth/Hof wird weiterhin mit den Neigetechnik-Triebzügen VT 612 bedient, was Synergien zu dem benachbarten nordbayerischen Neigetechnik-Netz ermöglicht.
Die BEG hatte im Verfahren Mindestvorgaben zur Sitzplatzanzahl bei stark frequentierten Zügen im Berufs- und Schülerverkehr sowie im Freizeitverkehr an Wochenenden aufgestellt und bis zu 150 Sitzplätze gefordert. DB Regio hat in einigen Fällen mehr Kapazitäten angeboten und wird nun teilweise mit über 290 Sitzplätzen verkehren. Um den Fahrgästen einen umfangreichen Service zu garantieren, schreibt die Bayerische Eisenbahngesellschaft auf allen Strecken eine Zugbegleiterquote von insgesamt mindestens 70 Prozent vor. Alle Züge, die in Neuenmarkt-Wirsberg geteilt werden, müssen westlich von Neuenmarkt-Wirsberg sogar zu 100 Prozent besetzt sein, also mit mindestens einem Zugbegleiter pro Zug. Auch die Ausbildung und Qualifikation des Zugpersonals werden von der BEG klar definiert. In Zügen ohne Begleitpersonal muss der Triebfahrzeugführer u. a. die Fahrgastinformation, das Stör- und Notfallmanagement oder die Bedienung der technischen Ein- und Ausstiegshilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste übernehmen.
Mit den bereits vor einigen Jahren im Wettbewerb vergebenen Verkehren Hof - Regensburg - München (alex), dem E-Netz Franken (Franken-Thüringen-Express, DB Regio), dem D-Netz Oberfranken (agilis-Nord) und zuletzt im Raum Main-Spessart (DB Regio) hat die BEG - bis auf die Neigetechnik-Verkehre zwischen Nürnberg und Bayreuth bzw. Hof und Eger - alle Regionalverkehrsleistungen in Oberfranken im Wettbewerb organisiert. "Damit sind wir unserem Ziel, sämtliche Leistungen des bayerischen Regionalverkehrs bis 2023 im Wettbewerb zu vergeben, in Oberfranken schon ein deutliches Stück näher gekommen", so Czeschka (Pressemeldung BEG, 14.05.13).
Bayern: PRO BAHN stellt Fahrplanwünsche für Nordbayern vor
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat heute seine Wunschliste an Verbesserungen für den Fahrplanwechsel im Dezember 2013 vorgestellt. Diese sind durchgängig ohne Baumaßnahmen kostengünstig umsetzbar.
Darunter fallen unter anderem bessere Anschlüsse der Linie nach Cadolzburg in Fürth, Verbesserungen im Abendverkehr im Raum Coburg, auf den Nürnberg S-Bahn Linien und nach Weiden. Auch Verbesserungen zwischen Ansbach und Dombühl wünscht sich der Fahrgastverband um die Verspätung des S-Bahn Ausbaus zu kompensieren.
Allgemein ist für die Fahrgäste ein lückenloser Fahrplan anzubieten, mit gut merkbaren Taktzeiten.
Zur besseren Orientierung fordert PRO BAHN, die Ausrichtung der Züge der Nürnberger S-Bahn zu vereinheitlichen. Dadurch wüssten Rollstuhlfahrer, Radler und Eltern mit Kinderwägen immer, wo die Einstiegstüren zu den Mehrzweckbereichen zum Halten kommen.
Um das Bahnfahren einfacher zu machen soll der Einzugsbereich des Bayerntickets erweitert werden. Gerade Sonderfälle, wie der Bahnhof Jossa, aber auch ersten Städte hinter den Landesgrenzen, wie Probstzella und Cheb sollen in den Geltungsbereich inkludiert werden. Desweiteren sollte das Bayern-Ticket auf mehr Buslinien ausgeweitet werden.
PRO BAHN erwartet, dass durch diese preiswerten Maßnahmen verhältnismäßig große Erfolge erzielbar sind (Pressemeldung PRO BAHN Bezirksgruppe Mittel- und Oberfranken , 14.05.13).
Bayern: Pro Bahn will Franken-Sachsen-Linie bestehen lassen
Auf Unverständnis stößt beim Fahrgastverband PRO BAHN die geplante Einstellung des Franken-Sachsen-Express. Ab Ende 2015 sollen auf der Magistrale Nürnberg – Hof – Plauen – Chemnitz – Dresden keine durchgehenden Züge mehr verkehren. Alle Fahrgäste sind dann gezwungen in Hof umzusteigen. "Leider funktionieren Umsteigeverbindungen in Deutschland nicht zuverlässig" kritisiert Jörg Bruchertseifer, Bundesvorsitzender vom Fahrgastverband PRO BAHN und er befürchtet, dass die Brechung der Züge unweigerlich zu Fahrgastverlusten führen wird.
Die Inbetriebnahme des elektrischen Betriebes von Reichenbach (Vogtl.) bis Hof Hbf begrüßt PRO BAHN dagegen. Dies sei ein Beitrag zum Umweltschutz, so der Fahrgastverband. Unverständlich ist dagegen, dass mit der Elektro-Traktion die Fahrzeiten zwischen Dresden und Hof nicht gehalten werden können. Mit dem Einsatz von spurtstarken Neufahrzeugen sollte das aber kein Problem sein.
Um die Attraktivität der Verbindung zu erhalten, fordert PRO BAHN die schnellstmögliche Weiterführung der Elektrifizierung bis Nürnberg. Bis zu deren Realisierung muss in Hof Hbf der Anschluss garantiert und das Umsteigen am gleichen Bahnsteig ermöglicht werden. PRO BAHN fordert von den vier beteiligten Aufgabenträgern, durch entsprechende Verträge gemeinsam für eine attraktive Verbindung zu sorgen. "Nur eine funktionierende durchgehende Reisekette ist eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr" so Jörg Bruchertseifer. "Weil auf dieser Verbindung seit Jahren gut ausgebaute Autobahnen bestehen, ist eine attraktive Bahnverbindung besonders wichtig." (Pressemeldung PRO BAHN Landesverband Bayern, 14.05.13).
Berlin: Entgleisung eines Leerreisezuges




Die Lok 101 010 und der erste Wagen sowie das erste Drehgestell vom zweiten Wagen entgleisten komplett. Der Hilfszug aus Seddin nahte mit 232 469. Fotos Norman Gottberg.
Nach der Entgleisung der Lok und zweier Waggons eines Leerreisezuges nördlich des Berliner Hauptbahnhofs ist der betroffene Streckenabschnitt derzeit bis auf Weiteres gesperrt. Im betroffenen Eurocity-Reisezug befanden sich keine Fahrgäste. Zur Ursache der Entgleisung liegen noch keine Erkenntnisse vor.
Zwischen Berlin Hbf (tief) und Berlin-Spandau sowie zwischen Berlin Hbf (tief) und Berlin Gesundbrunnen kommt es aus diesem Grund zu erheblichen Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr. Der S-Bahn-Verkehr ist nicht betroffen (Pressemeldung Deutsche Bahn, Fotos Norman Gottberg, 14.05.13).
Berlin: Länder und VBB stimmen dem Wiedereinsatz der S85 zu
Die Länder Berlin und Brandenburg haben am 14.05.13 über den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg dem Wiedereinsatz der seit knapp vier Jahren während der S-Bahn-Krise außer Betrieb genommenen Linie S85 Waidmannslust - Ostkreuz - Schöneweide zugestimmt. Die bereits seit langem angestrebte Maßnahme kann zum 3. Juni 2013 durchgeführt werden, da das Unternehmen den Nachweis erbracht hat, derzeit auf eine ausreichende Fahrzeug-verfügbarkeit zurückgreifen zu können. Von den insgesamt 562 bestellten Viertelzügen werden dann 531 in der Hauptverkehrszeit im Betrieb sein.
Im Sinne der Fahrgäste behalten sich die Länder und der VBB vor, bei instabiler Einhaltung dieser Betriebsstufe oder einer fehlenden Verbesserung der Fahrzeugverfügbarkeit auch unter anspruchsvollen Witterungsbedingungen die Zustimmung zurückzunehmen.
Die Linie S85 verkehrt Montag bis Freitag zwischen Waidmannslust und Schöneweide; zur Hauptverkehrszeit wird sie von Schöneweide bis Grünau verlängert. Damit wird das Verkehrsangebot auf dem stark nachgefragten Ostring und zum wachsenden Wissenschaftsstandort Adlershof wieder komplettiert.
Eine Folge der S-Bahn-Krise war und ist die unzureichende Fahrzeugverfügbarkeit. In Absprache mit den Ländern werden dem System in abgestimmten Schritten einsatzbereite Viertelzüge zugeführt. Die Stabilität des Fahrplans im Sinne der Fahrgäste hat dabei seitens der Länder Vorrang. Die S85 war die letzte Linie, die nicht bedient werden konnte. Im Gesamtsystem fehlen weiter Viertelzüge in der Hauptverkehrszeit.
Hans-Werner Franz, VBB-Geschäftsführer: "Alle Linien fahren wieder! Das Rückgrat des Nahverkehrs in der Hauptstadtregion hat wieder alle Wirbel beisammen. Nun gilt es, auf allen Linien die von den Ländern bestellten Fahrzeuge vollständig anbieten zu können, damit unsere Fahrgäste auch bei Stoßzeiten bequem zum Ziel kommen." (Pressemeldung VBB, 14.05.13).
Sachsen: DB weitet Einsatz von künstlicher DNA im Raum Leipzig deutlich aus




Mit großem Medieninteresse wurde am 13. Mai 2013 in Leipzig-Stötteritz im Rahmen der netzergänzenden Maßnahmen beim Bau des City-Tunnels, mit dem Aufbringen 'Künstlicher DNA' begonnen. Durch die Anwendung dieser Methode, die 2010 im Rahmen eines Pilotprojektes begann, konnte der Buntmetalldiebstahl in Mitteldeutschland eingedämmt werden. Fotos Kai Michael Neuhold.
Die Deutsche Bahn weitet– nach einer rund einjährigen Erprobungsphase – den Einsatz von künstlicher DNA jetzt im Eisenbahnknoten Leipzig deutlich aus. So sollen in den nächsten Wochen auf dem rund 12 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Stötteritz und Gaschwitz – wo derzeit unter dem Stichwort „Netzergänzende Maßnahmen“ eines der größten Bauvorhaben im Raum Leipzig auf Hochtouren läuft – alle Kabel und Wertstoffe flächendeckend mit künstlicher DNA ausgestattet werden.
Der Grund: Auf dieser Großbaustelle haben in den vergangenen Monaten immer wieder dreiste Kabeldiebe zugeschlagen. Damit gehört der Streckenabschnitt zu einem der Hauptschwerpunkte in Sachsen. Künstliche DNA soll den Dieben jetzt Einhalt gebieten. Kabel oder andere Metallteile werden mit künstlicher DNA versehen, damit sie sich leichter als Diebesgut identifizieren lassen. Der Weiterverkauf gestohlener Kabel wird damit unmöglich, denn auf dem Schrottplatz können die Täter jederzeit ermittelt werden. Das Täterrisiko der Überführung ist mit der neuen Technik enorm gestiegen (Pressemeldung Deutsche Bahn, Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 14.05.13).
![]()
Anzeige
![]() |
![]()
Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
Dampf in der Tatraregion






Vom 9. bis 11.05.2013 waren Dampfsonderzüge in Polen und der Slowakei unterwegs. Am Himmelfahrtstag bespannte die neu aufgearbeitet PKP-Dampflok Ty 42 107 (hier ausnahmsweise mit den neu aufgearbeiteten Kastentender) einen Fotopersonenzug auf der bekannten Bergstrecke Chabowka - Nowy Sacz und zurück. Diese soll zum 01.12.2013 stillgelegt werden.
Eine Abschiedsfotofahrt ist für den 14. und 15.10.2013 mit Ty2-911 geplant. Auf slowakischer Seite der Tatra waren 475.179 (CD) und 475.196 (ZSR) mit einem Sonderzug auf der Telgart-Bergstrecke beschäftigt. Es handelte sich um eine große Sonderzugrundfahrt ab/an Prag, auf deren Rückfahrt die slowakische 495.196 zu einem sommerlichen "Gastspiel" nach Luzna (CZ) überführt wurde (Henry Riedel, www.plandampfteam.de, 14.05.13).
Feldbahnmuseum Herrenleite






Der auf das Jahr 1978 zurückgehende Verein "Historische Feldbahn Dresden e.V." mußte Ende der 1990er Jahre sein damaliges Dominzil in Dresden Klotzsche verlassen und fand seine neue Heimat in Herrenleite, einem Ortsteil von Lohmen - nahe Pirna. Das überaus passende und stimmige Gelände geht auf Sandsteinbrüche zurück welche später überwiegend militärisch genutzt wurden.
Erschlossen wurde das Gebiet seinerzeit durch die Normalspurstrecke Pirna - Mocketal - Herrenleite welche 1907 errichtet wurde. Der militärische Anschlußbahnbetrieb endetet 1997 und 2005 gestattete das EBA den Abbau der Verknüpfung mit dem öffenlichen Netz.
Seit jetzt 15 Jahren hat sich auf dem umfangreichen Gelände ein vorbildliches Feldbahnnetz entwickelt, welches viele Gebrauchszwecke dieser oft wenig beachteten, kleinen Eisenbahnen nachempfinden lasse. Umfangreiche Gebäudeanlagen ermöglichen die geschützte Abstellung von ca. 100 Lokomotiven, aber auch für ca. 370 Feldbahnwaggons besteht ausreichende Hinterstellungsmöglichkeit.
Durch die nach wie vor auch vorhandenen normalspurigen Gleisanlagen kann auch der Umschlag von Schmal-auf Normalspur dokumentiert werden. Die "Regelspur" im feldbahnmuseum ist 600mm, ist sind aber auch Gleisanlagen für 900mm und 500mm vorhanden (Gunter Mackinger, 14.05.13).
Historischer Planbetrieb auf der Insel Rügen






Anläßlich des Bahnhofsfestes in Putbus am 11. und 12.5.2013 und des 5-jährigen Betriebs der Preßnitztalbahn auf der Insel Rügen (Schmalspurbahn "Rasender Roland" Putbus - Göhren) gab es historischen Planbetrieb auf der Normalspurstrecke Bergen - Lauterbach Mole mit 118 770 und 112 565 mit 2 Bghw- und einem BDghws-Wagen (Rekowagen der DR) sowie den Ferkeltaxi-Einheiten 172 171+172 132 (wie auch im Jahre 2011).
Am Abend des 10.5.2013 brachte die 112 565 zwei ehemalige Arbeitsfahrzeuge nach Lauterbach, die dort auf dem Bahnhof (Urlaubsbahnhof) eine neue Heimat finden. Diese wurden per Autodrehkran vom Streckengleis auf zwei separate Gleise gehoben.
Als normalspurige Dampflok in Putbus war am 11.5.2013 die 01 0509 zu Gast, die mit einem Sonderzug aus Berlin nach Bergen anreiste (Heiko Günther, 14.05.13).
Publikumswochenende beim Pollo




Bei schönstem Wetter nutzten viele Besucher am 04. und 05.05.13 die Möglichkeit, mit einem der Dampfzüge durch die Prignitz zu reisen. Die Züge verkehrten dabei im Stundentakt zwischen Mesendorf und Lindenberg mit Zugkreuzung in Brünkendorf.
Die Fotos zeigen 99 4511, 99 4644 und 99 608 sowie EL 9-001 und EL9 003
(Thomas Splittgerber, 14.05.13).
![]()
Anzeige
![]() |
![]()
Mit der Kamera notiert
Designänderung




Nachdem 2012 die "Seilbahn Trento-Sardagna GesmbH" an das Unternehmen "Trentino Trasporti Esecizio" abgetreten wurde, haben nun auch die Seilbahnkabinen das vom Desginer Giugiaro entworfene Firmenlogo des öffentlichen Trentiner Nahverkehrs erhalten. Es stellt eine stilisierte Bärentatze dar.
Oben links die traditionelle Farbgebung im Februar 2013, oben rechts die neue Farbgebung mit Logo des Unternehmens Trentino Trasporti. Beide Aufnahmen zeigen die Kabinen oberhalb der Brücke von San Lorenzo, vor dem Hintergrund der nach langjähriger Renovierung wieder eröffneten Kirche San Apollinare.
Seilbahnfahrt und Ausblick von der Bergstation eröffnen einen Blick über Bahnhof, Altstadt und Etschtal. Bemerkenswert ist, dass die Seilbahn als normales innerstädtisches Verkehrsmittel zum innerstädtischen Einzelfahrttarif von Euro 1,10 benutzt werden kann (GK, 14.05.13).
Erste Talent2 der Mitteldeutschen S-Bahn bei EuroMaint in Delitzsch eingetroffen


Mittlerweile sind die ersten Talent 2 für die Mitteldeutsche S-Bahn im EuroMaint-Werk in Delitzsch eingetroffen. Noch laufen die vorbereitenden Maßnahmen an den Triebwagen 1442 101 und 102, doch bereits Ende Mai wird mit einer Übergabe an die Deutsche Bahn gerechnet.
Die Talent2-Triebzüge der Baureihe 1442 werden zukünftig in Halle (Saale) stationiert (Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 14.05.13).
Vorbereitung auf den Sommer




Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die touristische Sommersaison im Salzburger Pinzgau. Schwerpunkt dabei ist die Aufarbeitung und Neulackierung der zweiachsigen Personenwaggons und die Inbetriebnahme eines weiteren Fahrradtransportwaggons für Triebwagen-und Wendezüge.
Auch auf der Taurachbahn läuft der Arbeitseinsatz beim Austausch der XXX-a Schienen gegen Oberbau XXIV-a des großen Bogens (Gunter Mackinger, Fritz Lintsching, 10.05.13).
![]()
Anzeige
|
|||
| So
lernen Sie den LOK Report kennen: |
|||
![]()
Europa
Belgien: Abschied der NMBS/SNCB Reihe 20








In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bestellten die NMBS/SNCB bei der einheimischen Bahnindustrie eine 25-teilige Ellokbaureihe, bestimmt für den schweren Verkehr auf der Strecke von Brussel/Bruxelles über Namur nach Luxembourg. Dies wurde die Reihe 20: ein Kraftpaket auf sechs Achsen.
Mit einer für der Zeit riesen Leistung von 5.150 kW waren die Maschinen in der Lage, auch (teilweise internationale) Schnellzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h über die Hügel der Ardennen zu ziehen. Erst mit der Inbetriebnahme der Siemens-Reihe 18 ist die Reihe 20 ganz entbehrlich geworden, nachdem die Loks noch einige Jahre mit Güterzügen aus Antwerpen nach Montzen gefahren sind.
Jetzt aber sollte Abschied genommen werden. In Belgien werden Abschiedsfahrten und sonstige Bahnfahrten für Eisenbahnfreunde schon über 25 Jahre erfolgreich von der TSP/PTF (touristisches Eisenbahnpatrimonium) durchgeführt, so am Samstag, den 11. Mai, mit der vorhergesehenen Museumslokomotive 2024.
Die Reise führte nicht über die Stammstrecken der Reihe 20, aber ab Brussel/Bruxelles in den Südwesten des Landes (Mons, Tournai, Mouscron/Moeskroen, Ieper und Poperinge). Nach dreizehn Stunden über meist flämischen Strecken und nach 15 (!) Fotohalten erreichte der Zug abends gegen 21:00 Uhr wieder den Ausgangsbahnhof Brussel Zuid. (Bart van t Grunewold, 14.05.13).
Frankreich: Geodis erneuert Management-Struktur
Geodis kündigte am 13.05.13 Änderungen in der Management-Struktur an, um seine zwei Hauptaktivitäten besser unterstützen zu können: Lösungen im Zusammenhang mit der Lieferkette (Kontraktlogistik und 4PL) und mit der Wertschöpfung im Transport (durch Sammelgutverkehr, Straßentransport, Spedition). Das Exekutivkomitee der Gruppe (Comité Exécutif) hat jetzt 10 Mitglieder:
• Marie-Christine Lombard, Generaldirektorin von Geodis (Directeur Général de Geodis), ist Leiterin des Exekutivkommitees mit den operativen Führungskräfte des Konzerns (Directeurs opérationnels).
• Jean-Paul Vignal (54) vereinigt als Direktor einer neuen Einheit "Supply Chain Solutions" (SCS) (Directeur Supply Chain Solutions) die Gebiete Großkundenmanagement, Marketing, Kontraktlogistik und Supply Chain.
Für einzelne Geschäftsfunktionen sind zuständig:
• Olivier Mélot (42), Direktor für Sammelgutverkehr und Expresskurierdienste (Directeur de la Division messagerie-express). Er übernimmt das Amt von Bruno Mandrin, der das Unternehmen verlässt.
• Olivier Royer (50), Direktor des Geschäftsbereichs Straße (Directeur de la Division route). Er ersetzt Olivier Mélot.
• Kim Pedersen, seit 1. März 2013 Direktor der Division Spedition (Directeur de la Division Freight Forwarding) seit 1. März 2013.
Die Gruppe der betrieblichen Direktoren (Directeurs fonctionnels) besteht aus:
• Pascale Barillot, Direktor für Kommunikation und Soziale Unternehmensverantwortung (Directeur de la Communication et Directeur de la Responsabilité Sociétale d'Entreprise).
• Stéphane Cassagne, Generalsekretär (Secrétaire Général).
• Laurent Dumas, Finanzdirektor (Directeur Financier).
• Gilles Lévêque, IT-Leiter (Directeur des Systèmes d'Informations).
• Jean-Louis Vincent, Personaldirektor (Directeur des Ressources Humaines Groupe).
Innerhalb der Einheit "Supply Chain Solutions" (SCS) übernimmt Laurent Parat (45) die Sparte Kontraktlogistik von Jean-Paul Vignal (Directeur de la division Logistique Contractuelle). Zuvor war er stellvertretender Geschäftsführer. Jean-Pierre Allhoff (58), zuvor Verkaufsdirektor der Sparte Sammelgutverkehr und Expresskurierdienste (Directeur commercial de la Division Messagerie-Express), wird Global Account Sales Director (Directeur Commercial pour les grands comptes). Boris Pernet wird Direktor für Projektplanung und Kundenlösungen (Directeur ingénierie et solutions client). Marc Walbaum bleibt Direktor für Lieferkettenoptimierung (Directeur de Geodis Supply Chain Optimisation) (WKZ, Quelle Geodis, 14.05.13).








