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LOK Report – News von Dienstag, 17.01.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
BW: Verkehrsverträge für
Netz 2 und 5 unter Dach und Fach

Absatzlinie
ÖPNV-Ausbau in Niedersachsen:
Bahn, Busnetz, Seilbahn

Absatzlinie
Signal-Probleme bedrohen
Ausbau der dänischen Bahn

Absatzlinie

Probefahrten zur Verlängerung
der Linie D nach Kehl

Absatzlinie

Italien: Venezia - Mestre

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sylvain Zalkind

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Grüne fordern mehr Geld für ÖPNV
Höhere Investitionen für den Erhalt und Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (18/10747). Darin verweisen die Abgeordneten darauf, dass bereits heute U-Bahnen und Stadtbahnen als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Großstädten und Ballungsgebieten teilweise an ihre Leistungsgrenzen stoßen würden, sodass Infrastrukturinvestitionen unerlässlich seien. Unter dem Gesichtspunkt der Verkehrsverlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger, müssten die Kapazitäten des ÖPNV kontinuierlich erhöht werden, verlangt die Fraktion. Zusätzlich müsse der Sanierungsstau in den bestehenden Netzen des schienengebundenen ÖPNV abgebaut werden. Der Investitionsrückstand, so schreiben die Grünen, werde derzeit auf etwa vier Milliarden Euro geschätzt.
In ihrem Antrag fordern die Abgeordneten die Bundesregierung konkret dazu auf, aus dem bisherigen Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG-Bundesprogramm) ein "Zukunftsprogramm Nahverkehr" zu entwickeln. Dieses müsse auf ein jährliches Mittelvolumen von einer Milliarde Euro aufgestockt werden. Zugleich müsse das zu entwickelnde Programm - befristet auf zehn Jahre - für Ersatzinvestitionen in die ÖPNV-Infrastruktur zum Abbau des Sanierungstaus geöffnet werden. Es müsse außerdem dafür Sorge tragen, dass Verkehrsunternehmen für den Erhalt der vom Bund geförderten Infrastruktur künftig Rücklagen bilden.
Eine weitere Forderung der Grünen zielt auf die Einsetzung einer Bund-Länder-Kommission "Zukunft des öffentlichen Verkehrs" ab. Diese solle eine dauerhaft tragfähige und klare Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern mit einer ausbalancierten Finanzierungsarchitektur erarbeiten ebenso wie Vorschläge, durch die insbesondere im ländlichen Raum ein Grundangebot mit definierten Mindeststandards der Bedienung gesichert und finanziert werden kann.
Um die Elektromobilität im ÖPNV zu fördern, schlägt die Fraktion in dem Antrag vor, der Bund solle ein "Marktanreizprogramm für E-Busse" ins Leben rufen. Thematisiert werden in der Vorlage auch die aus Sicht der Grünen vorhandenen "Zugangsbarrieren durch komplizierte Tarifbestimmungen". Um diese abzubauen, müsse zügig ein bundesweit einheitlicher Vertriebsstandard etabliert werden, der den Verkauf durchgängiger Tickets ermöglicht und an den sich Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen einfach anschließen können. Mittelfristig sollte nach den Vorstellungen der Fraktion ein "Deutschlandtarif für Bus- und Bahn" entwickelt werden, mit dem sich Fahrgäste verkehrsmittelübergreifend und über Tarifgrenzen hinweg bewegen können (Pressemeldung Bundestag, 17.01.17).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: 79 Prozent aller DB-Fernverkehrszüge pünktlich
Zu den Informationen der Deutschen Bahn AG über die Pünktlichkeitsquote von 79 Prozent bei der DB-Fernverkehrsflotte im Gesamtjahr 2016 erklärt Matthias Gastel (Grüne), Sprecher für Bahnpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Auch wenn sich die Pünktlichkeit bei der Deutschen Bahn verbessert hat, ist der Konzern noch weit von den Kundenerwartungen entfernt. Noch immer muss die Deutsche Bahn ordentlich zulegen. Trotz aller Bemühungen wurde auch das konzerneigene Pünktlichkeitsziel von 80 Prozent nicht erreicht. Nicht selten geht der Kampf um die Minuten bei der Deutschen Bahn zu Lasten der Wettbewerbsbahnen. Es darf nicht Ziel der Bahnpolitik in Deutschland sein, andere Bahnen hinter der Deutschen Bahn fahren zu lassen. Im neuen Jahr wird entscheidend sein, ob die Deutsche Bahn ihr Baustellenmanagement in den Griff bekommt. Nur wenn die Infrastruktur laufend in Schuss gehalten ist, kann die Bahn bei den Kunden wieder mehr Zuspruch gewinnen." (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 17.01.17).

Industrie

RechteckAVG/IVU: Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft plant zukünftig mit IVU.rail

Auf gute Zusammenarbeit: Bereichsleiter Christian Teschner und Vorstandsvorsitzender Martin Müller-Elschner von der IVU Traffic Technologies AG besiegeln mit den AVG-Geschäftsführern Ascan Egerer und Dr. Alexander Pischon (v.l.n.r.) die Kooperationsvereinbarung der beiden Unternehmen bei der IT-gestützten Fahrzeug- und Personaldisposition. Foto AVG.
Bei der Planung und Disposition von Fahrzeugen und Personal setzt die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) zukünftig auf Softwarelösungen der IVU Traffic Technologies AG. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten beide Unternehmen in Karlsruhe. „Die IVU hat mehr als 40 Jahre Erfahrung im Bereich der Planungs- und Dispositionssoft-ware. Deshalb freuen wir uns, jetzt diesen starken Partner an unserer Seite zu haben, mit dem wir unsere Betriebsabläufe weiter optimieren können“, erklärt AVG-Geschäftsführer Ascan Egerer.
Die AVG wird fortan ihre gesamte betriebliche Planung mit der Software IVU.rail abwickeln: Von der Umlauf- und Wageneinsatzplanung aller Stadtbahnen und Züge über die Dienstplanung bis hin zur Personaldisposition ihrer Triebfahrzeugführer. „Dieses ganzheitliche Angebot mit dem hohen Funktionsumfang hat uns überzeugt. Damit konzentrieren wir einen Großteil der für unsere Disponenten relevanten Daten in einem System und können die Planungsabläufe beschleunigen“, so Egerer.
Der effiziente Einsatz der Schlüsselressourcen „Mitarbeiter“ und „Fahrzeuge“ ist ein zentraler Bestandteil des Eisenbahnbetriebs der AVG und stellt eine große Herausforderung für die Disponenten dar. In den vergangenen Jahren sind die Möglichkeiten der IT-Unterstützung sowohl hinsichtlich der zu verarbeitenden Datenmengen als auch der funktionalen Komplexität deutlich gestiegen und haben auch bei der AVG eine heterogene Systemlandschaft aus vielen einzelnen Softwarelösungen mit einer Vielzahl an Schnittstellen entstehen lassen. Nun erhalten die Disponenten die für ihre Arbeit relevanten Informationen gebündelt aus einer Hand.
Denn mit IVU.rail bietet die IVU ein modular aufgebautes Standardprodukt an, das alle Planungsprozesse in einem System und in einer Datenbank vereinigt. Zum Angebot zählt auch die mobile Anwendung IVU.pad zur elektronischen Kommunikation mit den Triebfahrzeugführern, womit die Möglichkeit geschaffen wird, Dienstinformationen und betriebliche Dokumente zukünftig über ein Tablet zu erhalten.
„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit der AVG. Diese Vereinbarung unterstreicht das Vertrauen in unser Unternehmen und unser Produkt, mit dem wir eine Grundlage für verlässliche Entscheidungen im Eisenbahnbetrieb schaffen“, macht der IVU-Vorstandsvorsitzende Martin Müller-Elschner deutlich.
Die Softwarelösung der IVU ermöglicht einen kontinuierlichen Datenfluss zwischen den einzelnen Planungsschritten und anderen Systemen, die bei der AVG im Einsatz sind – etwa im Bereich der Personalwirtschaft oder beim Werkstattmanagement. Zahlreiche Automatisierungsfunktionen wie das umfangreiche Vorschlagswesen und die intelligente Variantenberechnung beschleunigen die Planung und unterstützen die Disposition optimal. Die IVU-Lösung berücksichtigt dabei alle betrieblichen Regeln und Qualitätsvorgaben der AVG. „Unsere Systeme zeigen dem Disponenten auf einen Blick, welche Ressource sich wo im Einsatz befindet. So kann er entsprechend schnell und flexibel reagieren. Dies ist entscheidend, um die Servicequalität für die Fahrgäste zu sichern“, sagt Müller-Elschner.
IVU.rail wurde in enger Zusammenarbeit mit führenden europäischen Bahnbetreibern entwickelt. Unter anderem nutzen auch die Staatsbahnen bzw. deren Nachfolgeunter-nehmen aus Deutschland, Schweiz, Italien, Portugal, Finnland, Ungarn und Kanada das Dispositionssystem der Berliner IT-Spezialisten (Pressemeldung AVG, 17.01.17).

RechteckAlstom: Charta der Vielfalt

Alstom ist Mitglied in der deutschen Charta der Vielfalt geworden. Die Charta wurde in Anwesenheit von Olaf Lies unterzeichnet, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Niedersachsen, wo sich zwei der Firmenstandorte befinden, darunter Salzgitter als größter Alstom-Standort weltweit.
"Vielfalt hat bei Alstom eine äußerst wichtige Bedeutung im globalen Markt erlangt. Es handelt sich um eine der Hauptstützen in der Unternehmensstrategie zur Förderung von Chancengleichheit. Erfolgreiche Unternehmenskultur funktioniert nicht ohne Anerkennung, gegenseitiges Vertrauen und Akzeptanz", sagt Didier Pfleger, Sprecher der Geschäftsführung von Alstom für Deutschland und Österreich. "Mit dieser Charta haben wir eine Initiative gefunden, die genau die Ziele verfolgt, die wir uns bei Alstom - in Deutschland und in der ganzen Welt - gesetzt haben."
Die Charta der Vielfalt ist eine gemeinsame Initiative, die von der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Förderung der Vielfalt in Unternehmen und Institutionen unterstützt wird. Sie verfolgt das Ziel, die Würdigung, Anerkennung und Integration von Vielfalt in Deutschlands Geschäftskultur zu fördern. Die unterzeichnenden Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen schaffen, wo alle Mitarbeiter geschätzt werden - unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Diese Initiative wird auch von der deutschen Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz, unterstützt (Pressemeldung Alstom, 17.01.17).

RechteckHSL: Neue Loks, neue Verkehre

HSL Logistik und Bombardier Transportation haben Ende 2016 einen Vertrag über die Lieferung von vier Traxx AC3 mit Zulassung für Deutschland unterzeichnet. Die Auslieferung der in Kassel gebauten E-Loks ist für das vierte Quartal 2017 und das erste Quartal 2018 vorgesehen. Für die in Hamburg ansässige Privatbahn eine Premiere: Erstmals hat das Unternehmen Neubauloks erworben. Laut HSL-Chef Haiko Böttcher gab die "positive Erfahrung beim Einsatz gemieteter Traxx-Lokomotiven in Zusammenhang mit deren herausragender Performance" den Ausschlag für die Entscheidung. Bereits seit Dezember 2016 mietet HSL zwei Traxx AC3 der Railpool mit Last-mile-Paket, die vorwiegend auf der Relation Großkorbetha – Würzburg/ Schweinfurt zum Einsatz kommen. Nach Ankunft dort werden die Mineralölzüge ohne Umspannen auf Rangierlokomotiven in die Tankläger gebracht.
HSL Logistik fährt außerdem seit 01.01.2017 fünf Mal pro Woche Züge mit REA-Gips vom Kraftwerk Jänschwalde in Peitz zum Seehafen Stralsund zur Verschiffung nach Skandinavien. Die beiden eingesetzten Siemens Vectron AC mietet der Auftraggeber EP Cargo bei Railpool und stellt sie der HSL zur Verfügung. In Stralsund rangiert die von Railsystems RP angemietete 295 088 die Züge. Zuvor hatten sich ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und Locon den Transportauftrag geteilt. Das Kraftwerk ist seit Ende 2016 Teil der Lausitz Energie AG (LEAG), die beim Übergang der Vattenfall-Aktivitäten in der Lausitz auf  das tschechische Energieversorgungsunternehmen Energetický a Prumyslový Holding (EPH) entstand. Deren Tochter EP Cargo übernimmt die logistische Abwicklung von Schüttguttransporten (Kohle, Gips, Asche) (Pressemeldung HSL, 17.01.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Verkehrsverträge für das Netz 2 und 5 unter Dach und Fach


Netz 2 und Netz 5. Grafik Ministerium für Verkehr. David Weltzien (Vorsitzender Regionalleitung DB Regio AG), Winfried Hermann (Verkehrsminister Baden-Württemberg), Andreas Pfingst (Geschäftsführer DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee). Foto Deutsche Bahn.
Vor dem Hintergrund eines Triebwagens im neuen Landesdesign haben Verkehrsminister Winfried Hermann, der Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio AG, Region Baden Württemberg, David Weltzien und Andreas Pfingst, Geschäftsführer der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee, am Montag, 16. Januar 2017, die Verkehrsverträge für die Netze 2 und 5 in Ulm unterzeichnet. 
"Ein besserer Takt, mehr Sitzplätze, Klimaanlagen und WLAN in den Fahrzeugen – ich freue mich, dass wir den Fahrgästen auf den Strecken Stuttgart – Ulm – Friedrichshafen – Lindau und im Netz ‚Donau-Ostalb' nun einen besseren Komfort bieten können", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.
"Diese Verkehrsverträge über insgesamt 85 Millionen Zugkilometer ermöglichen uns zum Wohle unserer Kunden Investitionen in modernere und komfortablere Fahrzeuge. Und sie sichern die Arbeitsplätze mehrerer hundert hochqualifizierter Mitarbeiter bei DB Regio Baden-Württemberg und RAB zwischen Ulm, Bodensee und Basel", erklärten David Weltzien und Andreas Pfingst.
Damit ist der Betrieb des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Netz 2 (Stuttgart – Ulm – Friedrichshafen – Lindau) für die kommenden 7 Jahre gesichert, auf Netz 5 (Donau-Ostalb) sogar für die kommenden 10 Jahre. "Der zusätzliche Komfort auf den Strecken kann dank des günstigeren Zugkilometerpreises realisiert werden, der im Rahmen unserer Wettbewerbsverfahren erreicht wurde", so Hermann. 
Der Zugverkehr wurde in beiden Netzen bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 nach den neuen Konditionen aufgenommen.
Netz 5: Mit den Angebotsverbesserungen im Netz 5, also auf den Strecken von Ulm nach Aalen, nach Neustadt (Schwarzwald), nach Basel sowie von Stuttgart über Tübingen nach Aulendorf, Rottenburg und von Neustadt (Schwarzwald) nach Rottweil, werden bisherige Taktlücken am Wochenende und in Tagesrandlagen geschlossen. Der Neigetechnikverkehr wird bis zum 1. Oktober dieses Jahres vollständig von den bisherigen Dieseltriebwagen der Baureihe 611 auf modernisierte Dieseltriebwagen der Baureihe 612 umgestellt. Die modernisierten Triebwagen sind dann barrierefrei, verfügen über WLAN sowie über höhere Mitnahmekapazitäten für Fahrräder. Den Zuschlag im SPNV-Ausschreibungsnetz 5 hatte die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH, eine Tochter der DB Regio AG, am 4. März 2016 erhalten. Stand 2016 ist gegenüber dem Preis des vorherigen "Großen Verkehrsvertrages" von 11,72 EUR der Zuschuss im ersten Jahr auf 10,33 Euro pro Zugkilometer gesunken.
Netz 2: Im Netz 2, welches die IRE-Züge auf der Filstal- und Südbahn umfasst, fahren seit Dezember 2016 Interregio-Express-Züge im neuen, auch auf Tagesrandlagen ausgedehnten Stundentakt mit modernen, klimatisierten Doppelstockwagen. Die IRE-Züge fahren neuerdings auch zwischen Stuttgart und Ulm stündlich. Fast alle Züge halten nun auch in Esslingen. Zudem beinhaltet das Netz neue zusätzliche Zugleistungen am frühen Morgen und am späten Abend. Den Zuschlag für das Netz 2 erhielt die DB-Regio am 10. März 2016. Stand 2016 sinkt gegenüber dem Preis des "Großen Verkehrsvertrages" von 11,72 Euro der Zuschuss auf 9,20 Euro pro Zugkilometer (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, Deutsche Bahn, 17.01.17).

RechteckBerlin/Brandenburg: Entwurf für den neuen Landesentwicklungsplan

900 Stellungnahmen auf mehr als 10.000 Seiten sind zum Entwurf für den neuen Landesentwicklungsplan für die Hauptstadtregion bei der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg eingegangen. Das sind 300 Stellungnahmen mehr, als beim Beteiligungsverfahren 2009, als der Entwurf für den derzeit gültigen Landesentwicklungsplan zur Diskussion stand.
"Die Zahlen zeigen ein deutlich gestiegenes Interesse der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit an den Themen der Landesplanung. Das ist gut. Die Stellungnahmen werden nun sorgfältig geprüft und ausgewertet. Erst dann kann über mögliche Änderungen im Entwurf entschieden werden" sagte Landesplanungsministerin Kathrin Schneider.
  Auch Senatorin Katrin Lompscher lobt die zahlreichen konstruktiven Stellungnahmen: "Eine vorausschauende landesplanerische Gesamtstrategie ist für beide Länder von großer Bedeutung. Die vielen konstruktiven Anregungen zum Landesentwicklungsplan tragen dazu bei, gute und ausgewogene Lösungen für die Hauptstadtregion als gemeinsamer Wohnungsmarkt, Wirtschafts- und Verkehrsraum zu finden."
  In dem Auswertungsverfahren werden die zum Teil auch gegenläufigen Positionen der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit abgewogen. Dies wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wenn das Ergebnis vorliegt, können sich die beiden Landesregierungen auf mögliche Änderungen im Planentwurf verständigen und gegebenenfalls ein weiteres Beteiligungsverfahren in Gang setzen.
 Mit dem Landesentwicklungsplan, der 2019 in Kraft treten soll, wird auf die veränderten Rahmenbedingungen in Berlin, im Berliner Umland und im weiteren Metropolenraum reagiert. Damit setzen die beiden Landesregierungen den landesplanerischen Rahmen für die Entwicklung der Hauptstadtregion (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, 17.01.17).

RechteckNiedersachsen: Land fördert 261 Einzelprojekte im ÖPNV
Das Land fördert in diesem Jahr insgesamt 261 Einzelprojekte im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit rund 133 Millionen Euro. Das hat Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies in Hannover bekannt gegeben. "Mit unserem Förderprogramm unterstützen und stärken wir den öffentlichen Personennahverkehr im Land und machen den ÖPNV für unsere Bürgerinnen und Bürger attraktiv. Sowohl die Anzahl der Fördervorhaben als auch das Fördervolumen haben im Vergleich zu den letzten fünf Jahren einen Höchststand erreicht."
Verkehrsminister Olaf Lies weiter: "Wir machen Niedersachsen mobil. Mit unserem umfangreichen Förderprogramm verbessern wir den öffentlichen Personennahverkehr nachhaltig und sorgen dafür, dass unsere Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land mobil bleiben. Sämtliche von den Antragsstellern angemeldeten, förderfähigen und baureifen Projekte konnten in diesem Jahr berücksichtigt werden. Das neue Förderprogramm enthält neben Neu- und Ausbauvorhaben im straßengebundenen ÖPNV zahlreiche Vorhaben, bei denen vorhandene Infrastruktur grunderneuert wird. Eine Vielzahl von Bushaltestellen im ländlichen und innerstädtischen Bereich wird modernisiert und barrierefrei. Auch setzen wir unser im letzten Jahr wieder aufgelegtes Förderprogramm für Omnibusse fort. Allein in diesem Bereich unterstützt das Land den Kauf von 229 Omnibussen mit 22,9 Millionen Euro."
Im Einzelnen umfasst das ÖPNV-Jahresförderprogramm 2017:
• 66 Neu- und Ausbauvorhaben im straßengebundenen ÖPNV mit insgesamt 82,3 Millionen Euro.
• 5 Projekte im Schienenpersonenverkehr mit insgesamt 0,7 Millionen Euro.
• 40 Projekte im ÖPNV-Konjunkturprogramm / Grunderneuerung mit insgesamt 17,4 Millionen Euro.
• 96 Projekte im ÖPNV-Konjunkturprogramm / Grunderneuerung - Teilbereich Haltestellen mit 10 Millionen Euro.
• 229 Omnibusse mit 22,9 Millionen Euro.
Größtes Einzelprojekt ist die Beschaffung von 46 Stadtbahnwagen durch die Üstra AG in Hannover mit einem Fördervolumen von rund 63,6 Millionen Euro. Insgesamt wird die Üstra 146 neue Stadtbahnwagen vom Typ TW 3000 anschaffen. Zudem wird in Hannover der Ausbau der Stadtbahnstrecke C-Nord mit 3,14 Millionen Euro gefördert. Weitere Großprojekte sind die Erneuerung und der Ausbau der Umsteigeanlage am Bahnhof in Verden mit einem Landeszuschuss von 2,4 Millionen Euro. Auch der Ausbau der ÖPNV-Anlagen am Fährterminal auf Norderney kann mit Hilfe der Landesförderung von rund 0,95 Millionen Euro realisiert werden. Mit 11,9 Millionen Euro fördert das Verkehrsministerium in Braunschweig die Grunderneuerung des Busbetriebshofes Lindenberg.
Die Zuschüsse des Landes zu den Maßnahmen der Kommunen und örtlichen Verkehrsgesellschaften stammen aus Mitteln des Entflechtungsgesetzes (EntflechtG) und des Regionalisierungsgesetzes. Die Förderung löst insgesamt Investitionen in Höhe von rund 270 Millionen Euro aus. Damit werden zugleich auch Arbeitsplätze in Niedersachsen gesichert (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 17.01.17).

RechteckNiedersachsen: Neues Förderprogramm für Landesbuslinien aufgelegt
Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies hat am 16.01.17 in Hannover das neue Förderprogramm für Landesbuslinien vorgestellt. Die Buslinien sollen schnelle und komfortable ÖPNV-Verbindungen für die Mittelzentren im Land schaffen, überall dort, wo es an Schienenstrecken fehlt. Das Land stellt hierfür bis zu 10 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.
Minister Lies erklärte wörtlich: "Wir machen auch für die Menschen im ländlichen Raum attraktive Angebote für Bus und Bahn. Mobilität ist ein Stück Lebensqualität und deshalb arbeiten wir daran, dass möglichst viele Regionen im Land gut in den ÖPNV einbezogen und an überregional bedeutsame Bahnknoten angebunden werden. Unser Förderprogramm für Landesbuslinien hilft, Mobilitätslücken in der Fläche zu schließen. Wir wollen unsere Mittelzentren in Niedersachsen mit schnellen und modernen Busverbindungen besser an unsere Großstädte anbinden und auch miteinander vernetzen. Das ist ein weiterer wichtiger Baustein unseres Gesamtkonzeptes für mehr Mobilität. Dazu gehören die Reaktivierung von Bahnstrecken und von Bahnhaltepunkten ebenso wie die Erhöhung der ÖPNV-Finanzhilfen an die Kommunen um 20 Millionen Euro jährlich, die vollständige Kommunalisierung des Schülerverkehrs und unsere umfangreichen Förderprogramme u.a. für Haltestellen und Bürgerbusse. Die Landesbuslinien sind ein weiterer wichtiger Beitrag für mehr Mobilität in Niedersachsen."
Das Ministerium hat gemeinsam mit den ÖPNV-Aufgabenträgern und den kommunalen Spitzenverbänden, Verkehrsunternehmen und -verbänden sowie der Landesnahverkehrsgesellschaft beispielhaft 35 mögliche Strecken untersucht. Das entsprechende Gutachten bietet Aufgabenträgern eine Einschätzung des Potenzials für die einzelnen Strecken. Andere Verbindungen sind aber ebenfalls möglich. Landkreise, Kreisfreie Städte, der Zweckverband Region Braunschweig (ZGB), die Region Hannover, der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen / Niedersachsen (ZVBN) und der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) können ab sofort Förderanträge beim Land stellen, teilte Lies mit. Das Land werde einen Zuschuss je Streckenkilometer gewähren und damit in der Regel mindestens die Hälfte des jährlichen Zuschussbedarfes der zusätzlichen Verkehrsleistungen für die Landesbuslinien übernehmen. Die restlichen Kosten sind von den Antragstellern zu tragen.
Förderfähig sind insbesondere Linien, die
Mittelzentren ohne Schienenanschluss an Oberzentren bzw. an Bahnhaltepunkte anbinden,
Lücken im Schienennetz schließen
Verknüpfungen von Fährverbindungen herstellen
Orte von regionaler oder touristischer Bedeutung anbinden.
Die neuen Linien dürfen keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Nahverkehrsangeboten im SPNV/ÖPNV darstellen. Möglich ist eine Förderung allerdings auch bei einer deutlichen Aufwertung bestehender Schnellbusangebote (zum Beispiel dichtere Taktung, Einsatz von mehr oder moderneren Bussen).
Die Linien müssen bestimmte Qualitätsstandards erfüllen:
• Sie müssen mindestens im Stundentakt verkehren.
• Die Busse müssen an allen Wochentagen von 6 bis 23 Uhr im Einsatz sein.
• Es muss sich um schnelle Verbindungen handeln (etwa doppelt so schnell wie der Normal-Busverkehr).
• Es soll sich um direkte Linien mit Anschlussmöglichkeiten handeln.
• Die Busse müssen über Klimaanlage, WLAN-Anschluss, komfortable und sichere Überlandbestuhlung sowie über einen barrierefreien Einstieg verfügen.
Vorbehaltlich der Prüfung des Förderantrages wird Minister Lies voraussichtlich bereits im Mai die erste Landesbuslinie eröffnen können, dies zwischen Westerstede und Oldenburg, wo mit Hilfe der Landesförderung eine bereits bestehende Busverbindung deutlich aufgewertet werden soll. Konkrete Überlegungen gibt es auch für Busverbindungen zwischen Duderstadt und Göttingen sowie zwischen Helmstedt und Wolfsburg. Geprüft wird eine Antragsstellung auf Förderung als Landesbuslinie auch auf den Strecken Bad Laer - Bad Iburg - Georgsmarienhütte - Osnabrück, Bad Essen - Osnabrück sowie Worpswede - Bremen.
Lies abschließend: "Ich kann die Aufgabenträger nur ermuntern, jetzt ihre Anträge auf Förderung zu stellen. Das Land ist jedenfalls bereit, mit diesem neuen zusätzlichen Angebot die Attraktivität unserer ländlichen Gebiete zu steigern. Unser Gesamtkonzept mit vielen verschiedenen Bausteinen zeigt: Wir machen Niedersachsen mobil!" (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 17.01.17).

RechteckNiedersachsen: Seilbahn nach Baltrum und Großgemeinde Ostfriesische Inseln
Der Bürgermeister der kleinsten Nordseeinsel, Baltrum, macht mit zwei bemerkenswerten Vorschlägen auf eine mögliche bessere Zusammenarbeit der Inseln von Borkum bis Wangerooge aufmerksam. Er schlägt als Ersatz oder ergänzend zum Fährbetrieb nach Baltrum den Bau einer Seilbahn vor.
Gleichzeitig ermuntert er die Verwaltungschefs der anderen Insel, ihre Arbeit zu koordienieren. So könnte auf der einen Insel beispielsweise das Bauamt für alle Inseln da sein, auf einer anderen das Ordnungsamt usw. Allerdings haben seine Vorschläge bisher zumindest keine Zustimmung gefunden, zumal auf dem Festland ja auch zwei Landkreise vorhanden sind, für den Westen Aurich und für den östlichen Teil Oldenburg.
Tatsächlich haben die Inselgemeinden über das Internewt einen festen Gedanken-austausch. Und da auch technische Neuerungen zumindest für die noch bestehenden Inselbahnen in Sicht sind, nämlich ein Ein- oder Nullmannbetrieb durch Ablösung umweltfreundlicher Hybridloks, muss man schon koordinieren, was allerdings seine Zeit benötigt.
Bis dahin erfreuen sich alle Inseln nach wie vor zum großen Teil an Stammgästen vor allem aus Niedersachsen, NRW und der ehemaligen DDR. Wobei die meisten mit dem Auto anreisen oder den planäßigen Verkehrverbindungen auf dem Festland, die allerdings sehr häuf9ges umsteigen erforderlich machen.
Inzwischen hat der Niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies den Vorschlag utnerbreitet, schon in allernächster Zeit ein engmaschiges Netz von Schnellbussen zur Ergänzung des Schienenverkerhs im Land zu schaffen. Danach wird die längste Linie mehr als 80 km lang sein, die kürzeste 15. Teilweise werden die Busse auch über Landesgrenzen hinaus in die Nachbarländer verkehen, wie die Linie Bad Harzburg - Ostharz und im Raum NRW. Vorgesehen ist ein genereller Stundentakt täglich zwischen 6 und 23 Uhr. WLAN und bequeme Sitze in den Bussen werden garantiert (WR, 17.01.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

 

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LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckGanzgüterzug

Durch die dick verschneiten Zweige ergab sich für das Tele nur ein kleines Fenster, um den talwärts von Kassel herabrollenden Ganzgüterzug im Buchberg bei Guntershausen abzulichten. Der Standort ist, im schönsten Niederhessisch: "Itze Fritz sein Sitz".
Zwei Rentner hatten sich diesen Ausguck mit Bänkchen einst zum Eintritt in den arbeitsfreien Lebensabschnitt gebaut. Unterdessen nutzen ihn die Kinder auch zum Hüttenbauen, Fuchs und Dachs wohnen dort. Letztere lassen sich weder von Eisenbahnfotografen noch 300 Zügen am Tag weiter stören (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 17.01.17).

RechteckMinden

An diesem Wochenende konnte in Minden die MY 1151 angetroffen werden. Die 1965 gebaute Nohab der CLR war im Bauzugeinsatz tätig (Jonathan Christoph, 17.01.17).

RechteckWiederitzsch

Am 12./13.01.16 wurden in Wiederitzsch HSL 185 602 mit 46280 Pirna - Zeebrugge, WLC 193 605 mit 95411 Moosbierbaum - Stendell, 185 273 als 64623 Engelsdorf - Großkorbetha und TXL 182 529 mit 47600 Treviso - Rostock Seehafen gesehen (Torsten Liermann, 17.01.17).

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Farrail Tours

Europa

RechteckDänemark: Signal-Probleme bedrohen Ausbau der dänischen Bahn

Aktuell wird an der Elektrifizierung der Bahnstrecke Lunderskov -Esbjerg gearbeitet. Foto Peter Thornvig/Banedanmark.

Nach dem Desaster bei der Modernisierung des Fahrzeugsparks der Dänischen Staatsbahnen DSB mit den offenbar nicht betriebstauglichen IC4-Triebwagen droht dem Bahnverkehr in Dänemark eine neue technische Krise. Hintergrund sind die sich abzeichnenden Verspätungen bei der Installation des neuen ERTMS-Signalsystems, das die veraltete Technik ablösen soll, die seit Jahren für viele Verspätungen im Nah- und Fernbverkehr sorgt.
Wie berichtet liegt man bei der Infrastrukturbehörde Banedanmark zwei Jahre hinter dem Zeitplan des 20-Milliarden-Kronen-Projektes, das bis 2023 alle Strecken in Dänemark mit der neuen Technik versehen soll. "Jyllands-Posten" berichtet, dass die Verteuerung des Projektes kombiniert mit der Verspätung die vorgesehene Elektrifizierung u. a. der jütischen Hauptstrcken blockieren könnte. Und ohne neue Signaltechnik ist nicht nur die Elektrifizierung gefährdet, auch der dringend nötige Einsatz neuer elektrischer Züge wird dann unmöglich sein.
Die Zeitung verweist darauf, dass die inzwischen 25 bis 30 Jahre alten IC3-Dieselzüge, die das Rückgrat des dänischen Fernverkehrs bilden, kaum noch viele Jahre einsatzfähig gehalten werden können.
Besonders störend wirkt sich aus, dass die Jütland-Metropole Aarhus nicht ans elektrische Schienennetz angeschlossen ist, was nun womöglich noch länger so bleibt – und schnelle Verbindungen nach Hamburg ebenso blockiert wie die Planung von Schnellverkehr nach Kopenhagen (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 17.01.17).

RechteckFrankreich: Erste Probefahrten zur Verlängerung der Linie D nach Kehl



Am 10.01.16 fanden die ersten Probefahrten der Straßenbahn D, die zwischen Strasbourg und Kehl grenzüberschreitend verkehren soll, statt. Im verlauf von zwei Tagen wurden befuhren drei Züge mit der sehr reduzierten Geschwindigkeit (5km/h) die Strecke zwischen den Haltestellen Aristide Briand und Port du Rhin bis zur Rheinbrücke Pont de l'Europe (Sylvain Zalkind, 17.01.17).

RechteckItalien: Venezia - Mestre



Die Experten werden wohl nach lange streiten, ob es sich beim Translor-System um einen spurgeführten Obus oder eher um eine Tramway auf Gummireifen handelt. Faktum ist, dass die von Alstom angebotene Translor-Technik mit mittiger Führungsschiene weltweit bisher nur 8 Mal Verwendung fand und sich nicht wirklich durchsetzen konnte. Eine Ausnahme stellen dabei wohl Venedig und seine Nachbarstadt Mestre dar -– dort wurde erstmals und bisher einmalig ein Translor Netz mit zwei Linien realisiert.
Bei Venedig - Mestre denkt man eher im ÖPNV an regen Schiffs-und Bootsverkehr als an Tram und Trolley. Die Geschichte von Strassenbahn und Obus in der Lagunenstadt reicht bereits über 130 Jahre ins ausgehende 19. Jahrhundert zurück. Die ersten Trams verkehrten in Venedig am Lido seit 1882. Zwischen 1933 und 1941 erfolgte die Ablöse der Bahnen durch zwei große Obusnetze (Lido und Venezia-Mestre) welche beide bis 1968 in Betrieb standen. 2010 kehrte der spurgebundene ÖPNV nach Mestre mit Eröffnung der ersten Translor-Strecke zurück.
Das Netz wurde 2014 (Marghera) und 2015 (Venedig Piazzale Roma) erweitert und eine Verlängerung zum Flughafen Marco Polo soll folgen. Das Netz hat dzt. eine Länge von 20 km und wird von 20 Gelenkmotorwagen befahren. Neben dem Translor-System auch über einen PeopleMover auf Basis von Standseilbahn-Technik, welcher die Piazzale Roma mit der Kreuzfahrt- und Fährterminal und dem Fernbusbahnhof auf ca. 800 m Streckenlänge verbindet. Die Hauptlast des ÖPNV in der Lagune von Venedig werden aber wohl auch künftig die „Wasserbusse“, Vaporetti genannt, tragen. Die Boote, mit einem Fassungsvermügen einer Strassenbahn oder eines Doppelgelenkobusses verkehren auf 15 Linien (Gunter Mackinger, 17.01.17).

RechteckÖsterreich: Erste Fahrt auf neuer U1-Strecke
Nach Abschluss der Gleisbauarbeiten besichtigten Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl die Neubaustrecke erstmals von einem U-Bahn-Zug aus. Die Bauarbeiten entlang der U1-Verlängerung vom Reumannplatz nach Oberlaa schreiten zügig voran. Bis zur Eröffnung am 2. September 2017 stehen noch einige Arbeiten an.
"Die U-Bahn ist die Grundlage für das schnelle, bequeme und sichere Vorankommen in Wien - und das schon seit Jahrzehnten. Mit der U1-Verlängerung, dem Bau der U5 und der Verlängerung der U2 machen wir die Öffi-Infrastruktur fit für Generationen", so Verkehrsminister Jörg Leichtfried im Rahmen der Erstbefahrung.
"Der Ausbau des U-Bahnnetzes verkürzt die täglichen Wege der Wienerinnen und Wiener, bringt die Bezirke näher zusammen und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz in unserer wachsenden Stadt. Denn die U-Bahn ist E-Mobilität im besten Sinne und wesentlich für die Lebensqualität in unserem schönen Wien. Besonders profitieren natürlich die 50.000 Favoritnerinnen und Favoritner, die im direkten Einzugsbereich der neuen Stationen leben, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima.
Mit dem Ausbau rückt der einwohnerstärkste Bezirk Favoriten noch näher ans Zentrum. Denn künftig gelangt man in nur 15 Minuten von Oberlaa zum Stephansplatz. Die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt leisten einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und erhöhen damit auch die Lebensqualität in der Stadt. Mit der Eröffnung der U1-Verlängerung wird die U1 mit mehr als 19 Kilometer Länge zur längsten U-Bahnlinie Wiens. Rund 600 Millionen Euro werden in den Ausbau der roten Linie investiert.
Die Arbeiten entlang der 4,6 Kilometer langen Neubaustrecke schreiten zügig voran. Derzeit wird vor allem in den fünf neuen Stationen mit Hochdruck am Innenausbau gearbeitet. Die Steinmetzarbeiten mit der Verlegung von Steinplatten am Bahnsteig, in den Stiegenaufgängen und in den Passagen stehen Großteils kurz vor dem Abschluss. Auch die Ausstattung der Betriebsräume sowie die Innenverkleidung der Stationen schreiten zügig voran. "Heute musste der Zug noch von zwei Elektroloks gezogen werden, da der Einbau der Strom- und Signaltechnik noch im Gange ist", so Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. "Diese Arbeiten werden im kommenden Frühjahr abgeschlossen." Danach beginnen bereits die Einstell- und Testfahrten auf der Neubaustrecke (Pressemeldung Wiener Linien, 17.01.17).

RechteckÖsterreich: PKW kollidiert mit Triebwagen der Almtalbahn

Am Samstag, 14.01.2017 wurde die Feuerwehr Scharnstein um 19.15 Uhr von der Landeswarnzentrale zu einem Verkehrsunfall auf den Bahnübergang Traxenbichl in Scharnstein alarmiert. Ein PKW-Lenker kollidierte aus unbekannter Ursache mit einer Richtung Scharnstein fahrenden Triebwagengarnitur der Almtalbahn.
Der PKW wurde am unbeschrankten Bahnübergang erfasst und zirka 60 Meter mitgeschleift. Wie durch ein Wunder wurde der Fahrzeuglenker nur leicht verletzt und konnte sich selbstständig aus dem völlig zerstörten Fahrzeug befreien. Die Erstversorgung des Unfalllenkers wurde durch das Rote Kreuz, Ortsstelle Scharnstein vorgenommen und zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus transportiert.
Die Feuerwehr Scharnstein führte nach der Unfallaufnahme durch die örtliche Polizeiinspektion die Fahrzeugbergung und Aufräumungsarbeiten durch. Während den Bergungsarbeiten wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet (Pressemeldung FF Scharnstein, 17.01.17).

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