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LOK Report – News von Freitag, 24.04.15

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Ab Freitag wird wieder
mit Regelfahrplan gefahren

Absatzlinie
Stadler liefert 58 Flirt-Züge
für die Niederlande

Absatzlinie
Dialogforum Schiene Nord
Absatzlinie
Österreich bildet Einheitliche
Agentur für Fahrgastbeschwerden

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LOK Report aktuell

RechteckNiedersachsen: Dialogforum Schiene Nord abgesagt
Vertreter von Kommunen und Bürgerinitiativen stimmten am Freitag mehrheitlich für einen Abbruch der Sitzung des Dialogforums Schiene Nord - ohne die inhaltliche Arbeit fortzusetzen. Damit rückt eine Einigung im Streit um die geplante Y-Trasse abermals in weite Ferne. Gefordert wurde eine Analyse durch einen unabhängigen Gutachter. Teilnehmer bemängelten, dass ein Ausbau der OHE-Strecken nicht geprüft worden sei (Quelle NDR, Kreiszeitung, 24.04.15).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Ab Freitag wieder mit Regelfahrplan
Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, nach dem für 21 Uhr angekündigten Ende des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Personenverkehr schnell zum regulären Fahrbetrieb zurückzukehren.
Die Disponenten in den sieben Betriebszentralen und der Verkehrsleitung werden dafür sorgen, dass bundesweit so viele Fern-, Regional- und S-Bahnzüge wie möglich wieder an den jeweiligen Startbahnhöfen mit dem zugehörigen Zugpersonal den Betrieb aufnehmen können. Die Deutsche Bahn bittet um Verständnis, dass es zu Betriebsbeginn am Freitagmorgen dennoch zu Verzögerungen und Zugausfällen kommen kann.
Der Ersatzfahrplan im Fernverkehr, der ein Drittel der Verbindungen sicherstellt, hat sich bewährt. Die Nutzung der Züge ist stärker als bei früheren Streiks. Im Regionalverkehr sind zwischen 15 Prozent der Züge in Ost- und 60 Prozent in Westdeutschland gefahren. Teilweise konnten zusätzlich zum Ersatzverkehr weitere Verbindungen angeboten werden.
Der GDL-Streik im Personenverkehr hat am Mittwoch um 2 Uhr begonnen. Die Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr halten seit Dienstag 15 Uhr an und sollen laut GDL erst am Freitag um 9 Uhr beendet werden.
Informationen zum Ersatzverkehr sind unter bahn.de/aktuell sowie bahn.de/liveauskunft, den DB Navigator oder m.bahn.de erhältlich. Außerdem können sich Fahrgäste unter der kostenlosen Servicenummer 08000 99 66 33 über den aktuellen Fahrplan informieren. Auch Züge, die zusätzlich zum Ersatzfahrplan verkehren, werden umgehend in die Informationssysteme eingepflegt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.04.15).

RechteckDeutsche Bahn: Angebotspaket zum 16-Punkte- Forderungskatalog der EVG
Bei den Tarifverhandlungen in Frankfurt hat die DB der EVG zu ihrem 16-Punkte-Forderungskatalog umfassende Angebote vorgelegt. Dabei geht es zum Beispiel um Vorschläge, wie das Entgelt- und Arbeitszeitsystem weiterentwickelt werden kann.
Zudem haben sich beide Seiten auf weitere Details eines Tarifvertrags "Arbeit 4.0" verständigt. Ziel ist, die rapiden Veränderungen der Arbeitswelt durch tarifliche Regelungen aktiv zu gestalten.
Außerdem besteht Einvernehmen, wie die Regelungen für Lokführer kollisionsfrei in das Tarifwerk der EVG integriert werden können.
DB und EVG haben darüber hinaus vereinbart, dass die DB nächsten Mittwoch (29. April) für alle in diese Tarifrunde einbezogenen Beschäftigten ein Angebot zur Entgelterhöhung und zum geforderten Mindestbetrag vorlegt.
DB-Personalvorstand Ulrich Weber: "Wir werden ein vernünftiges Angebot unterbreiten, das fair und wirtschaftlich machbar ist. Wir wollen diese Tarifrunde zügig abschließen."
Die Tarifverhandlungen werden am 12. Mai in Frankfurt fortgesetzt. Beide Seiten vereinbarten Schlussverhandlungen für den 21. Mai (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.04.15).

RechteckEVG: Angebot für alle gefordert - keine Spaltung
Die EVG hat es abgelehnt, über eine Lohnerhöhung nur für einen Teil der Beschäftigten zu verhandeln. "Den Versuch, uns ein solches Angebot vorzulegen, haben wir sofort unterbunden, nachdem klar war, dass die DB AG erneut versucht, die Belegschaft zu spalten", machte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba am Ende der zehnten Verhandlungsrunde deutlich.
Der Arbeitgeber wollte ein Angebot nur für einen bestimmten Teil der Beschäftigtengruppen vorlegen, über den Dienstleistungsbereich sollte zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt werden. "Das ist mit uns nicht zu machen", stellte Regina Rusch-Ziemba klar. "Wir wollen ein Angebot auf der Grundlage unserer Forderung nach 6 Prozent, mindestens aber 150 Euro für alle unsere Kolleginnen und Kollegen. Mit diesem Ziel sind wir als EVG angetreten und da werden wir uns nicht auseinanderdividieren lassen", stellte sie klar.
Die Verhandlungskommission der EVG hat die DB AG vor diesem Hintergrund aufgefordert, ein für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner gleichermaßen geltendes Angebot bis Mittwoch, 29.4.2015, 15 Uhr vorzulegen. Gleichzeitig wurde die Tarifkommission der EVG für Montag, den 11. Mai 2015 nach Fulda eingeladen.
"Wenn wir bis zum 1. Juni 2015 fertig werden wollen, müssen wir jetzt den Druck auf dem Kessel weiter erhöhen", machte Regina Rusch-Ziemba deutlich. Nachdem der Arbeitgeber in der zehnten Verhandlungsrunde detaillierte Angebote zu allen Forderungen der EVG vorgelegt habe, werde man diese nun in Ruhe prüfen und durch die Tarifkommission die weitere Marschrichtung festlegen lassen.
"In der nächsten Verhandlungsrunde, am 12. Mai, werden wir dem Arbeitgeber deutlich machen, wo er noch nachbessern muss, am 21. Mai wollen wir die Tarifrunde dann finalisieren. Entweder gibt es bis dahin einen unterschriftsreifen Tarifvertrag oder die EVG wird den Druck auf die DB AG durch nachhaltige Arbeitskampfmaßnahmen erhöhen müssen", machte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba deutlich.
Die EVG habe ihre Erwartungshaltung noch einmal ganz klar deutlich gemacht. Nun sei es am Arbeitgeber mit konstruktiven und verhandelbaren Angeboten die Tarifrunde in den nächsten Wochen zu Ende zu bringen (Pressemeldung EVG, 24.04.15).

Industrie

RechteckFunkwerk: Konzernumsatz bleibt im Geschäftsjahr 2014 stabil
Der Konzernumsatz der Funkwerk AG lag im Geschäftsjahr 2014 bei 94,0 Mio. Euro und blieb damit stabil auf dem vergleichbaren Vorjahresniveau von 94,1 Mio. Euro, das um die im Berichtsjahr veräußerten Unternehmensteile bereinigt wurde. 2014 schloss der Konzern die Verkäufe der Funkwerk eurotelematik GmbH in Ulm und des Geschäftsfelds Betriebsleit- und Signaltechnik am ehemaligen Standort Kiel ab. Darüber hinaus wurde die Veräußerung des Bereichs Sicherheitstechnik in Salzgitter mit Wirkung zum 1. Januar 2015 notariell beurkundet. Im Zahlenwerk 2014, das nach dem 2013 erfolgten Wechsel in den Freiverkehr gemäß HGB erstellt wurde, ist dieses Geschäftsfeld noch enthalten, da der dingliche Übergang erst 2015 erfolgt.
Das Betriebsergebnis stieg im Jahresvergleich von 1,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro. Neben der Rentabilitätsverbesserung, die in den letzten Jahren durch das umfangreiche Restrukturierungsprogramm erreicht wurde, trug dazu auch der höhere Anteil margenstarker Produkte bei, der ebenfalls auf die Neuausrichtung zurückzuführen ist. Das Netto-Ergebnis verbesserte sich von -3,8 Mio. Euro auf -1,8 Mio. Euro im Jahr 2014. Die Vermögens- und Finanzlage im Funkwerk-Konzern stellt sich solide dar. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 18,2 % (Vorjahr unbereinigt: 17,4 %), und der operative Cashflow erhöhte sich auf 4,1 Mio. Euro (Vorjahr unbereinigt: -6,4 Mio. Euro). Das Working Capital wurde um 5,9 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro abgebaut.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, die 2014 von der extrem zurückhaltenden Investitionsneigung der Deutschen Bahn AG und kräftigen Rückgängen im Russland-Geschäft geprägt waren, verfolgte Funkwerk die eingeleitete Neuausrichtung konsequent weiter und konnte wichtige Fortschritte verzeichnen. Neben den Verkäufen, durch die sich die Gesellschaft verstärkt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren kann, wurde die technologische Vorreiterrolle in einzelnen Nischenmärkten durch gezielte Entwicklungsaktivitäten gefestigt. Gleichzeitig konnten 2014 insbesondere in den Geschäftsfeldern Infrastructure und Rolling Stock die angestrebte Internationalisierung vorangebracht und neue Länder erschlossen bzw. zusätzliche Kunden im Ausland akquiriert werden. Zudem wurde die Produktion in der Funkwerk-Gruppe auf den Standort Kölleda konzentriert, was erheblich zur Optimierung der Kostenstrukturen und zur Steigerung der Effizienz in der Fertigung beigetragen hat.
Im laufenden Geschäftsjahr 2015 rechnet Funkwerk - ohne den Bereich Sicherheitstechnik am Standort Salzgitter   mit einem Konzernumsatz von etwa 75 bis 80 Mio. Euro und einer weiteren Ertragsverbesserung. Aus heutiger Sicht wird das Betriebsergebnis etwa 3 Mio. Euro erreichen. Im Zuge der voranschreitenden Konsolidierung der Funkwerk-Gruppe sind für das laufende Geschäftsjahr gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen innerhalb der Gruppe zur weiteren Prozessverbesserung geplant (Pressemeldung Funkwerk, 24.04.15).

RechteckPORR AG: Ergebnis und Dividende zum dritten Mal in Folge gesteigert
Der PORR ist es auch 2014 gelungen, in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld ihre Produktionsleistung erneut zu steigern. Diese erreichte im Berichtszeitraum mit EUR 3.475 Mio. einen Zuwachs von 9,9 % und liegt damit deutlich über dem Wachstum der europäischen bzw. österreichischen Bauindustrie. Neben der Strategie des Intelligenten Wachstums und der klaren strategischen Entscheidung, sich auf die Heimmärkte zu konzentrieren, war diese Zunahme auf den ausgewogenen Mix aus Flächengeschäft und Großprojekten zurückzuführen.
"Im Berichtsjahr verzeichneten wir ein Wachstum der Produktionsleistung in allen Segmenten", unterstreicht Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR AG. "Der Anteil unserer bonitätsstarken Heimmärkte an der gesamten Produktionsleistung der PORR betrug 92,5 %. Und jede der operativen Business Units konnte ihre Leistung steigern. Den prozentuell höchsten Zuwachs verzeichnete dabei die Business Unit 4 - Infrastruktur, weil sich hier die Auftragseingänge von 2013 erstmals leistungsseitig voll auswirkten."
Der Auftragsbestand der PORR verzeichnete mit EUR 4.058 Mio. einen Rückgang um 7,7 % gegenüber dem historischen Höchststand von 2013. Dies resultierte einerseits aus dem Einmaleffekt durch die Vergabe des Projekts "Green Line" Metro Doha in Katar an die PORR - dem größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte - und andererseits aus der gesteigerten Produktivität und der damit einhergehenden rascheren Abarbeitung von Aufträgen aller Einheiten. Der Auftragseingang entwickelte sich mit EUR 3.135 Mio. zufriedenstellend, lag aber aufgrund des beschriebenen Einmaleffekts im Vergleichszeitraum des Vorjahres um 28,4 % unter dem Niveau 2013, wo mehr als EUR 850 Mio. auf den U-Bahn-Auftrag in Katar zurückzuführen waren. Darüber hinaus erlaubte der hohe Auftragsbestand eine sehr selektive Akquisition mit klarem Blick auf die Margen.
Die größten Auftragseingänge 2014 waren die Autobahn Sebeş-Turda in Rumänien, der Smart Campus in Wien, das Bürogebäude NOVE in München, die Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee in Magdeburg, das Hauptverwaltungsbüro der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) in Hamburg und die Bahnstrecke LK 272 Kluczbork in Polen. Nach Ländern wurden die höchsten Zuwächse im Auftragseingang in Deutschland, Rumänien, der Slowakei sowie in Österreichs westlichstem Bundesland, Vorarlberg, verzeichnet.
Zum dritten Mal in Folge gelang der PORR eine Steigerung ihrer Unternehmensergebnisse. Damit setzte sich der positive Trend der Strategie des Intelligenten Wachstums und der eingeleiteten Turnaround-Maßnahmen fort. Das EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,7 % auf EUR 156,4 Mio. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte mit EUR 66,1 Mio. einen deutlichen Zuwachs von 10,9 %.
Die Bilanzsumme zeigte spaltungsbedingt einen Rückgang von 6,5 % und betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 2.146 Mio. Durch diese Maßnahme und die umgesetzten Working-Capital-Verbesserungen verzeichnete die PORR erstmals in ihrer Geschichte zum Stichtag 31.12.2014 eine Net-Cash-Position von EUR 65 Mio. und somit eine signifikante Verbes-serung zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote stieg auf 18,0 % (Vorjahr: 15,1 %).
Vor dem Hintergrund dieser positiven Ergebnisentwicklung wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 50 % auf EUR 1,50 je Aktie (2013: EUR 1,00) vorschlagen.
Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der UBM Realitätenentwicklung AG im Sommer 2014 und der nachfolgenden Abspaltung ihres Immobilienbereichs schuf die PORR zwei Pure-Play-Unternehmen: die PORR als sortenreinen Baukonzern und die UBM Development als Immobilienentwickler europäischen Formats. Künftig wird sich die PORR noch stärker auf ihre Kernkompetenz - das Baugeschäft - konzentrieren. Durch den Wegfall der Kapitalbindung in Development-Projekten und die Ausgliederung nicht betriebsnotwendiger Immobilien wurden die Nettofinanzverbindlichkeiten vollständig abgebaut und die Bilanz- und Ertragszahlen insgesamt verbessert.
Die Projektvorschau auf das Jahr 2015 ist anhaltend positiv - die PORR wird am weiteren Wachstum ihrer Heim- und Projektmärkte partizipieren. In Zusammenschau mit weiteren Optimierungsmaßnahmen im Rahmen von fitforfuture, die auch 2015 einen wichtigen Ergebnisbeitrag liefern werden, geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 von einer Steigerung von Leistung und Ergebnis aus (Pressemeldung PORR, 24.04.15).

RechteckStadler: 58 Flirt-Züge für die Niederlande

Stadler Rail gewinnt einen Auftrag der Niederländischen Staatsbahnen NS für 58 FLIRT-Züge. Die Auslieferung der Züge erfolgt bereits Ende 2016. Damit beweist Stadler einmal mehr ein einzigartig hohes Mass an Flexibilität. Keinem anderen Unternehmen ist es in den letzten Jahren gelungen, derart viele Aufträge mit kurzen Lieferfristen pünktlich abzuwickeln. Die Züge sind für den S-Bahn- und Regionalverkehr im ganzen Land vorgesehen. Der Auftrag hat ein Volumen von rund EUR 280 Mio.. Es handelt sich um den ersten Auftrag für Stadler von der NS.
Das Spezielle an diesem Auftrag sind die sehr kurzen Lieferfristen für eine hohe Zahl von Fahrzeugen. Im Schienenfahrzeugbau kann wegen der langen Vorlaufzeit meistens erst ein bis zwei Jahre nach Auftragseingang mit der Produktion begonnen werden. Denn viele Komponenten müssen eingekauft werden und haben ihrerseits Lieferfristen von bis zu einem Jahr. Und vor der Auslösung von Bestellungen muss das Engineering das Fahrzeug konstruieren.
Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group ist sehr stolz auf diesen Erfolg: "Mit diesem Auftrag steigt die Zahl der verkauften FLIRT auf 1'094. Erneut konnten wir unter Beweis stellen, dass wir in der Lage sind, sehr kurzfristige Lieferzeiten zu garantieren." Stadler Rail hat in den vergangenen Jahren aus der Schweiz heraus eine hohe Zahl von Aufträgen vollumfänglich termingerecht abgewickelt. Dazu zählt beispielsweise der Auftrag von 50 FLIRT für die Norwegische Staatsbahn NSB, dessen erfolgreiche Abwicklung bereits Folgebestellungen von 31 weiteren Zügen ausgelöst hat. Damit setzt Stadler in Europa einen einzigartigen Standard.
Bei den 58 elektrischen FLIRT handelt es sich um 33 3-teilige und 25 4-teilige Triebzüge. Wie alle FLIRT weisen auch diese Züge folgende typische Merkmale auf: Eine grosszügige, transparente Innenraumgestaltung, grosse Mehrzweckflächen in den Eingangsbereichen und Wagenkasten in Aluminium-Leichtbauweise, was zu deutlich tieferem Energieverbrauch und somit auch wesentlich tieferen Energiekosten führt. Jeder Zug verfügt über ein behindertengerechtes WC und ist vorbereitet für die moderne europäische Zugsicherung ETCS. Dank modernster Crash-Fronten gibt es eine sehr hohe passive Sicherheit für die Passagiere, beispielsweise bei einem Unfall auf einem Bahnübergang.
Die 4-teiligen Züge verfügen über 32 Sitzplätze in der 1. Klasse, 170 Plätze in der 2. Klasse, 12 Klappsitze und 26 Stehhilfen, in 3-teiligen Zügen sind es 32 Plätze in der 1. Klasse, 114 in der 2. Klasse, 12 Klappsitze und 20 Stehhilfen. Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h (Pressemeldung Stadler, 24.04.15).

RechteckVHSp: Ausbau der Infrastruktur gefordert

VHSp-Vorstand (von li.) W. Przybisch, F. Wendt, B. Kitzinger, J. Sorgenfrei, D. Schulz, K.-J. Schimmelpfeng, A. Plaß, S. Saß, J. Schryver, G. Tews, T. Hoyer, W. van der Schalk.
Der Verein Hamburger Spediteure e.V. empfing über 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft zu seiner 131. Ordentlichen Mitgliederversammlung im Hotel Hafen Hamburg.
Der jährlich unter den 337 Mitgliedsunternehmen erhobene Konjunkturindikator ist das Barometer für die aktuelle Situation unter den Speditionsbetrieben und spiegelt sowohl die Ergebnisse des letzten Jahres als auch deren Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr wider. Die diesjährige Beteiligungsquote liegt bei fast 42 Prozent. So erwarten 78 Prozent der Unternehmen stabile bis steigende Umsätze für das aktuelle Geschäftsjahr. 25 Prozent der befragten Unternehmen planen im laufenden Jahr Neueinstellung im Personalbereich. Parallel gehen zwei Drittel der Unternehmen davon aus, dass sie die Personalstärke in 2015 stabil halten werden.
Im Bereich des Straßengüterverkehrs, der Binnenschifffahrt, des Bahnverkehrs sowie in der Lager- und Distributionslogistik geht die weit überwiegende Mehrzahl der Unternehmen von stabilen Transportpreisen und Frachtraten aus. Hingegen gehen 43 Prozent der Seefrachtspediteure, 41 Prozent der KEP-Dienstleister sowie 35 Prozent der Luftfrachtspediteure von steigenden Transportpreisen und Frachtraten aus. In Bezug auf die Wirtschaftssanktionen der EU und Russland zeigen sich für die im Russland-Geschäft tätigen Unternehmen massive Beeinträchtigungen. Rund 26 Prozent der befragten Unternehmen sind in dieser Relation tätig. Bei 44 Prozent der Unternehmen sind die Transportpreise gesunken. Bei sogar 84 Prozent der Unternehmen sind die Transportmengen und das Umsatzvolumen gesunken.
In Folge der zum Teil schwierigen Abfertigungssituationen im Hamburger Hafen gaben knapp ein Viertel der befragten Unternehmen an, dass sie bereits verstärkt die Abend- und Nachtstunden nutzen, um Container an den Hamburger Containerterminals anzuliefern bzw. abzuholen. Herausforderung dabei bleiben die Öffnungszeiten von Warenversendern bzw. –empfängern, bei denen noch kein Betrieb in den Abend- und Nachtstunden herrscht. Der Vorstandsvorsitzer betonte in diesem Zusammenhang, dass die Ausweitung der Öffnungszeiten die Entlastung der Verkehrssituation insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten deutlich fördern würde.
Hauptredner der Veranstaltung war Malte Jahn, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Forschung am Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Stellvertretend für den durch den Streik der Lokführergewerkschaft verhinderten Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor und Mitglied der Geschäftsführung des HWWI, erläuterte er die Ergebnisse der jüngsten Studie zur Verkehrsentwicklung in Hamburg in Abhängigkeit vom Transport- und Handelsvolumen.
Vor dem Hintergrund steigender Gütermengen und einer zunehmenden Auslastung der Infrastruktur, unterstrich Jahn: "Wichtiger Baustein zur Lösung der Verkehrsprobleme der Metropolregion Hamburg ist der Ausbau der Schienenverkehre. Insbesondere der Bau der Y-Trasse bzw. einer der jüngst präsentierten Alternativen ist angesichts des heute schon sichtbaren Engpasses in Niedersachsen dringend geboten. Eine weitere Maßnahme ist die Standardisierung beim Aus- und Neubau von Strecken für den Verkehr mit längeren Güterzügen von 835 Metern."
Die Jahreshauptversammlung schloss mit der Verabschiedung und der Würdigung der Tätigkeiten von Kurt-Jürgen Schimmelpfeng, der per 1. Mai seine Aufgaben als Vereinsgeschäftsführer an seinen Nachfolger Stefan Saß abgibt. Schimmelpfeng verlässt den Verein nach über 35 Jahren und wird aber weiterhin als Geschäftsführer bei der AHV, der DIHS-DAKOSY und beim KDS zur Verfügung stehen (Pressemeldung Hamburger Spediteure e.V., 24.04.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Anschlag am Tunnel Imberg
Mit einer Tunneltaufe und einem symbolischen Tunnelanschlag haben heute die Mineure den Start der bergmännischen Arbeiten für den Tunnel Imberg auf der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm gefeiert. Auf der Baustelle bei Temmenhausen kamen Vertreter der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH, der beauftragten Baufirmen und für die Gemeinde Dornstadt Bürgermeister Rainer Braig zu der Feierlichkeit im kleinen, internen Rahmen zusammen. Mit dem Tunnel Imberg befindet sich nun – neben dem Tunnel Widderstall – der zweite von vier Tunneln im Projektabschnitt Albhochfläche im Bau.
"Auf der Albhochfläche können wir den Baufortschritt des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm höchst eindrucksvoll verfolgen. Hier haben wir bald mehr als zwanzig Kilometer Baustelle entlang der Autobahn am Stück. Grund genug, das Schaffen der beteiligten Bauarbeiter zu würdigen. Deshalb freuen wir uns, dass wir aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Baustelle Frau Barbara Neidlinger als Tunnelpatin gewinnen konnten, um mit den Mineuren den Start der bergmännischen Arbeiten am Tunnel Imberg zu feiern", sagte Manfred Leger, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH.
Für die von der Bahn mit dem Bau beauftragte Arbeitsgemeinschaft aus den Firmen Johann Bunte Bau GmbH aus Frankfurt am Main und Stutz GmbH aus Kirchheim, die wiederum die bergmännischen Arbeiten am Tunnel Imberg an die renommierte schweizerische Tunnelbaufirma Marti vergeben haben, bedankte sich Bunte-Geschäftsführer Bernhard Hebbelmann bei der Tunnelpatin: "Auch wenn der Tunnel Imberg nur ein kurzer Tunnel ist, so ist er wegen seines zweigleisigen Querschnitts doch ein sehr anspruchsvolles Bauwerk, für das wir unser Know-how gerne zur Verfügung stellen. Vielen Dank, Frau Neidlinger, dass Sie den Bau als Patin begleiten."
Der DB-Projektleiter für den Abschnitt Albhochfläche, Dr. Stefan Kielbassa, zollte den Mineuren seinen besonderen Respekt: "Wenn Ingenieure die Standsicherheit des Tunnelvortriebs berechnen, dann tun sie dies unter Einbeziehung der Gebirgseigenschaften. Die sind aber von Natur aus uneinheitlich, anders als bei Stahl und Beton. Deshalb ist unterirdisches Bauen so besonders, dass sich die Mineure einer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara, anvertrauen."
In bergmännischer Tradition nahm die Tunnelpatin in der Stellvertreterrolle der Heiligen Barbara nach einer ökumenischen Segnung den symbolischen Tunnelanschlag vor.
Der 499 Meter lange Tunnel Imberg wird teils in offener und teils in bergmännischer Bauweise erstellt. Zunächst wurden an beiden Enden des Tunnels Baugruben, sogenannte Geländevoreinschnitte, hergestellt. In den Baugruben wird der Tunnel später in offener Bauweise fertiggestellt. Zwischen den Voreinschnitten erfolgt jetzt der bergmännische Vortrieb in Spritzbetonbauweise. Da der Imberg aus massivem Kalkstein besteht, erfolgt der Ausbruch des Gesteins mittels Sprengungen. Die Tunnelbauarbeiten werden im Durchlaufbetrieb an sieben Wochentagen rund um die Uhr ausgeführt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.04.15).

RechteckBW: Echtzeitmodell zum Download für Strecke Haltingen - Weil am Rhein
Auf der Webseite der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel kann ab jetzt ein sogenanntes Echtzeitmodell heruntergeladen werden. Es handelt sich hierbei um eine Computer-Anwendung, die ein 3D-Modell im Planfeststellungsabschnitt 9.2 im Bereich Haltingen–Weil am Rhein zum Zeitpunkt nach dem Neu- und Ausbau simuliert.
Diese Anwendung gibt dem Nutzer die Möglichkeit, sich per Maus oder den Pfeiltasten der Tastatur frei im Modell zu bewegen. So kann die Strecke "überflogen" und die anstehenden Veränderungen aus der Vogelperspektive beobachtet werden. Hierbei kann der Nutzer über die Flugrichtung, -höhe sowie die Tages- und Nachtzeit selbst bestimmen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.04.15).

RechteckBW: Land fördert ein Modellprojekt für Echtzeit-Informationen
Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) hat im Rahmen des Landesförderprogramms "Nachhaltig mobile Region Stuttgart (NaMoReg)" ein Modellvorhaben des VVS bezuschusst, mit dem die flächendeckende Einführung von Echtzeitinformationen im gesamten Verbundraum realisiert wird. Auch private, mittelständische Busunternehmen im ländlichen Raum können nun Echtzeitinformationen generieren und den Fahrgästen über die Informationsmedien des VVS zur Verfügung stellen. Landesverkehrsminister Winfried Hermann dankte im Rahmen einer Landespressekonferenz am Donnerstag (23. April 2015) dem VVS und den beteiligten Verkehrsunternehmen für ihr Engagement: "Dieses Projekt zeigt, dass Echtzeitinformationen auch bei kleineren Busunternehmen erzeugt werden können."
Echtzeitinformationen seien, so der Minister, "gerade im ländlichen Raum" besonders wichtig, weil dort der Bus nicht alle fünf oder zehn Minuten halten könne.  Im Busverkehr in der Fläche konnten bisher keine Informationen über die tatsächliche Betriebslage gegeben werden. Der Grund: Die Busse wurden nicht geortet, außerdem waren in den mittelständischen Busunternehmen keine eigenständigen rechnergestützten Betriebsleitsysteme (RBL) zum Soll-Ist-Vergleich des Fahrplans verfügbar. Solche Systeme waren für kleinere Verkehrsunternehmen bisher zu aufwändig und die Fördermöglichkeiten hierfür waren eingeschränkt. 
Die Grundlage für das Modellvorhaben war die Entwicklung einer regionalen Daten-drehscheibe. Dies ist eine Plattform, die die Echtzeitinformationen aus den verschiedenen Betriebsleitsystemen der Verkehrsunternehmen bündelt, mit der elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) verknüpft und an diverse Auskunftmedien (z.B. Bordrechner im Bus, Fahrplananzeiger an der Haltestelle, Fahrplanauskunft im Internet oder auf einer App) weitergibt. Die Datendrehscheibe wurde vom VVS bereits im Jahr 2010 – mit Unterstützung des Landes im Rahmen des ÖPNV-Innovationsprogramms – realisiert. Zunächst wurden die Echtzeitdaten der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und DB Regio an die Datendrehscheibe angebunden. Zu diesem Zeitpunkt fehlten noch die Daten der mittelständischen Busunternehmen.
Die Echtzeitdaten werden den Kunden auf verschiedenen Wegen zur Verfügung ge-stellt. In der EFA werden Soll- und Ist-Fahrplan angezeigt. Bei Verspätungen werden Anschlüsse neu gerechnet. "Die allermeisten Kunden informieren sich über unsere App", berichtet VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. 
Jedes Unternehmen, das Echtzeitdaten zur Verfügung stellt, hat auch den Anspruch, die Echtzeitdaten der anderen Unternehmen im VVS zu erhalten. Daher können jetzt auch S-Bahn-Anschlüsse auf den Bordrechnern der Busunternehmen angezeigt wer-den, damit der Busfahrer entscheiden kann, ob er ggf. noch auf eine verspätete S-Bahn wartet.
Die Verkehrsunternehmen können die gewonnenen Echtzeitdaten auch zur Analyse von Verspätungen und zur Optimierung von Fahrplänen nutzen. "Wir haben über die Auswertung der Echtzeitdaten festgestellt, bei welchen Fahrten und an welchen Orten regelmäßig Verspätungen auftreten. Damit konnten wir schon eine Gemeinde überzeugen, die Ampelsteuerung umzuplanen, um dem Bus Vorrang zu geben", berichtet Horst Windeisen, Geschäftsführer des Omnibusverkehrs Ruoff (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 24.04.15).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Feste Fährverbindung Sassnitz - Ust Luga vereinbart
Im Rahmen seiner Delegationsreise nach Moskau hat sich Infrastrukturminister Christian Pegel am 22.04.2015 zu einem Gespräch mit dem Vizepräsidenten der russischen Staatsbahn (RZD), Salman R. Babajew getroffen.
Das Gespräch kreiste vorrangig um die Zukunft der Fährlinie Sassnitz – Ust Luga. "Die Fährverbindung war bis vor etwas über einem Jahr auf einem sehr guten Weg, wirtschaftliche Stabilität zu erlangen. Durch die zwischenzeitig eingetretenen internationalen Instabilitäten, die gerade auch wirtschaftspolitische Auswirkungen auf das Deutsch-russische Wirtschaftsgeschehen zeigen, hat dieser Prozess deutlich an Dynamik verloren. Wichtig ist nun, weiter im Gespräch zu bleiben. Dem galt das heutige Treffen. Denn es ist wichtig, die Fährverbindung kontinuierlich und verlässlich zu entwickeln, damit wirtschaftliche Potenziale erhalten bleiben", erklärte Christian Pegel.
Der Minister weiter: "Wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass es zumindest einmal im Monat zwischen Ust Luga und Sassnitz eine Verbindung mit dem Schiff "St. Petersburg" geben soll. Nachdem die Fähre kurzzeitig im Schwarzen Meer eingesetzt wurde, ist das Schiff jetzt wieder in der Ostsee zwischen dem russischen Hafen Ust-Luga und Sassnitz im Einsatz. Bedingt durch die mehrfache Umstellung der eingesetzten Schiffe und die schwierige wirtschaftliche Situation erfolgte dieser in der jüngeren Vergangenheit eher unregelmäßig. Auch wenn der Takt deutlich ausgedünnt wurde, verkehrt die Verbindung nun wieder zu festen Zeitpunkten und damit regelmäßig sowie für Kunden der Fährlinie planbarer als zuletzt. Darauf kommt es jetzt an, um an Stabilität zu gewinnen. Der Fokus muss nun in nächster Zeit darauf liegen, Ladung zu akquirieren und die Logistikverbindung zu vermarkten", so Pegel abschließend (Pressemeldung Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, 24.04.15).

RechteckNiedersachsen: Dialogforum Schiene Nord

Bildtext: Gesamteinschätzung der Varianten für die Projekte der Hafenanbindung. Grafik BVU Wirtschaft und Verkehr GmbH.
Das "Dialogforum Schiene Nord" wird mit der Sitzung am Freitag intensiv in die inhaltliche Diskussion einsteigen. Daniela Behrens, Staatssekretärin im niedersächsischen Verkehrsministerium, dankte dem Bund in diesem Zusammenhang für die Bereitstellung der gutachterlichen Unterlagen zu den im Raum stehenden Trassenvarianten: "Jetzt haben wir, wenn auch leider ein bisschen spät, eine der Diskussionsgrundlagen für die kommenden Monate auf dem Tisch liegen und das Dialogforum kann sich intensiv damit beschäftigen. Es ist auch gut, dass die Gutachter am Freitag anwesend sind und Rede und Antwort stehen werden. Denn natürlich gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr viele offene Fragen, die geklärt werden müssen. Zu betonen ist in diesem Zusammenhang, dass dieses Gutachten keine Vorfestlegung auf eine der Trassen bedeutet. Das Dialogforum dient dazu, die Trassenführung herauszufinden, die die größtmögliche gesellschaftliche Akzeptanz findet. Bei diesem Ziel bleibt es selbstverständlich. In diesem Sinne ist die gutachterliche Empfehlung Grundlage der weiteren Debatte, und nicht ihr Ergebnis."
Behrens betont weiter, dass der vorliegende Gutachterbericht über das übliche Verfahren der Bundesverkehrswegeplanung in diesem Stadium hinausgehe. Er stelle einen Beitrag zur Diskussion im Dialogforum dar. Insbesondere betont der Gutachter, dass es sich um vorläufige Bewertungen handelt, die sich durch Optimierungen einzelner Alternativen noch deutlich verändern können.
"Neben der notwendigen Wirtschaftlichkeit werden die Alternativen in den kommenden Forensitzungen thematischen Betrachtungen unterzogen, wie z.B. Lärmbelastung, Flächenverbrauch etc. Abschließende Bewertungen sind daher erst nach Betrachtung aller Themenfelder möglich - am Ende des Dialogprozesses." (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 24.04.15).

RechteckSachsen-Anhalt: Sommerfahrplan tritt bei den Harzer Schmalspurbahnen in Kraft

Foto HSB/Dirk Bahnsen.
Am 25. April tritt bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) der diesjährige Sommerfahrplan für das 140 km lange Streckennetz der Harzquer-, Brocken- und Selketalbahn in Kraft. Auf der Brockenstrecke verkehren im Sommerhalbjahr wieder planmäßig elf Zugpaare täglich auf den höchsten Harzgipfel und zurück, im Selketal gibt es wieder mehr Dampfzugangebote. Auf der Harzquerbahn bleibt das Angebot unverändert gegenüber dem Winterhalbjahr. Mehr als fünfzig Sonderfahrten mit dem Traditionszug und anderen historischen Fahrzeugen der HSB ergänzen das reguläre Zugangebot. Der Sommerfahrplan gilt bei den Harzer Schmalspurbahnen bis einschließlich 1. November.
Auf der Brockenstrecke verkehren wie in den Vorjahren nun wieder elf planmäßige Zugpaare täglich. Der erste Zug fährt dabei um 8.55 Uhr ab Wernigerode und erreicht den Brockengipfel um 10.36 Uhr, die letzte planmäßige Talfahrt startet um 18.31 Uhr. Zahlreiche Sonderfahrten mit dem historischen Traditionszug ergänzen hier das Angebot.
Im Bereich Nordhausen wird auch in diesem Sommerhalbjahr bei der HSB weiterhin der Anschluss aus Richtung Erfurt und Halle (Saale) kommend zum täglich verkehrenden Dampfzug auf den Brocken, der um 10.24 Uhr abfährt und den Gipfel um 13:44 Uhr erreicht, im Fahrplan berücksichtigt.
Auf der Selketalbahn wird wieder eine durchgehende Dampfzugverbindung an allen Donnerstagen, Freitagen und Samstagen von Quedlinburg zum Brocken und zurück angeboten. Die Zugfahrt startet dabei um 8.30 Uhr in der Welterbestadt, die Ankunft auf dem Brocken erfolgt um 13.44 Uhr. Mit dem gemeinsamen Ticket "Harzer-Vier-Bahnen-Angebot", das die HSB und die Transdev GmbH mit dem HarzElbeExpress (HEX) bereits seit einigen Jahren erfolgreich anbieten, besteht somit auch in diesem Sommer wieder die Möglichkeit, eine Rundreise auf der Harzquer-, Selketal- sowie Brockenbahn und zurück mit den Zügen des HEX zu unternehmen.
Nähere Informationen zum neuen Sommerfahrplan sowie zum umfangreichen Sonderzugprogramm der Harzer Schmalspurbahnen erhalten die Fahrgäste in allen Fahrkartenausgaben und Dampfläden der HSB sowie telefonisch unter 03943/ 558-0. Alle Informationen sind auch auf den Internetseiten unter www.hsb-wr.de abrufbar (Pressemeldung HSB 24.04.15).

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Vorbestellung möglich: Band 2 erscheint Anfang April
LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (24.04.15).

RechteckDresdner Dampfloktreffen
Foto Sven MolleFoto Sven Molle
Am Montag, den 20.04.2015 fuhr die Lok 01 118 vom Dresdner Dampfloktreffen zurück in ihre Heimat Frankfurt /M. Im Betriebshof Erfurt machte sie eine Pause, um Wasser zu nehmen. So kehrte die Lok nach langer Zeit in ihr altes Heimat-Bw zurück, da sie im Bw Erfurt P von 12/1948 bis 11/1953 und von 06/1963 bis 05/1964 beheimatet war.
(Sven Molle,
24.04.15).

RechteckFeierliche Inbetriebnahme der Stadtbahn Heilbronn Nord in Bad Wimpfen
Ab Freitag, 1. Mai 2015 (Betriebsbeginn), verkehren die Stadtbahnen der Linie S42 durchgehend zwischen Sinsheim Hbf und Heilbronn Hbf, die Regional-Expresslinie RE 2 fährt wieder auf dem Regelweg Mannheim Hbf–Sinsheim Hbf–Bad Wimpfen–Heilbronn Hbf.
Anlässlich der Inbetriebnahme findet um 11.45 Uhr ein Festakt mit Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Detlef Piepenburg, Landrat des Landkreises Heilbronn, Cornelia Bär-Stoll, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bad Wimpfen, Dr. Alexander Pischon, kaufmännischer Geschäftsführer der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), und Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg, im Bahnhof Bad Wimpfen statt.
Auf dem Abschnitt Sinsheim–Bad Friedrichshall können Fahrgäste am 1. Mai kostenlos mit den gelben Bahnen der AVG fahren. Es werden zusätzliche Bahnen verkehren.
Besucher der Veranstaltung können sich an einem gemeinsamen Stand von Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr (HNV) und der AVG über Fahrtangebote, Tarife und die neuen Fahrzeuge informieren.
Zwischen 13.30 Uhr und 17.00 Uhr bietet die Stadt Bad Wimpfen einen kostenlosen Shuttle-Verkehr mit dem Bürgerbus zwischen Bahnhof und Rathausplatz an. Um 14.00 Uhr, 15.00 Uhr und 16.00 Uhr gibt es ab Rathaus kostenlose 90-minütige Stadtführungen unter dem Thema "Wo Kaiser und Könige Hof hielten" (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.04.15).

RechteckFrühlingsfest im Bahnbetriebswerk Schöneweide

Jeder kann mal den Platz des Lokführers einnehmen und sich Lokomotivkessel oder die riesigen Motoren der modernen Lokomotiven anschauen. Auf einer Draisine "erfahren" die Besucher mit Muskelkraft selbst ein Stück Eisenbahngeschichte. Wer dem Lokführer lieber bei der Arbeit zusehen möchte, fährt ein Stück auf dem Führerstand von Diesel-oder Dampflok mit. Beim Rundgang durch den großen Lokschuppen erfahren die Besucher alles über die Lokwerkstatt aus Großvaters Zeiten. Auszubildende der DB, darunter Gleisbauer, Köche und Elektromonteure, stellen typische Arbeitsabläufe ihrer Ausbildungsberufe vor.
Vorbild trifft Modell: Modelleisenbahnausstellung
Im Lokschuppen ermöglicht eine große Modelleisenbahnschau den direkten Vergleich von Vorbild und Modell. Außerdem gibt es eine Modellbahn-Börse. Kinder können im Freigelände mit der Kindereisenbahn mitfahren.
Im historischen Speisewagen und im Biergarten gibt's Hausmannskost aus Küche und vom Grill.
Eintritt: Erwachsene 6 Euro, Kinder (6 bis 14 Jahre) 3 Euro, Familien (2 Erwachsene und biszu vier Kinder) 15 Euro. Öffnungszeiten Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 10-17 Uhr
(Pressemeldung DampflokfreundeBerline.V.,
24.04.15).

RechteckTreno nelle Dolomiti
Foto Ad van StenFoto Ad van Sten
Foto Ad van StenFoto Ad van Sten
Auch in Italien gibt es ab und zu gut aussehenden Dampfsonderzüge. So beförderte am sonnigen Sonntag den 12. April die 2D-Lok 740.293 den, aus fünf Centoporte-Wagen bestehenden, Treno nelle Dolomiti im Nordosten des Landes von Treviso nördlich Venedig über Montebelluna, Feltre, Belluno, Ponte nelle Alpi nach Longarone am Fuß der Dolomiten. Zurück nach Treviso ging es über Vittorio Veneto und Conegliano. Zwei landschaftlich reizvolle Gebirgstrecken mit vielen Tunnels und Viadukten.
Von der Baureihe 740 mit der Achsfolge 1D wurden zwischen 1911 und 1923 470 Exemplare hergestellt. Die 740.293 wurde in 1920 von der Costruzione Officine Meccaniche e Navali in Neapel an die Italienischen Staatsbahnen geliefert. Die Lok gehört der Associazione Veneta Treni Storici und wird im BW Venezia Mestre betreut (Ad van Sten, 24.04.15).

Mit der Kamera notiert

RechteckDresdner Dampfloktreffen
Foto Andreas BogottFoto Andreas Bogott
Foto Andreas BogottFoto Andreas Bogott
Foto Andreas BogottFoto Andreas Bogott
Foto Andreas BogottFoto Andreas Bogott
Am vorigen Wochenende war bekanntlich Dampflokfest in Dresden, im ehemaligen Bw Altstadt. Neben etlichen "alten Bekannten" waren auch ein paar selten gezeigte Stücke zu sehen, so etwa der sächsische B-Kuppler "Hegel" oder 19 017 der "Sachsenstolz". Es wurde 90-Jahre BR 01 gefeiert, mehrere davon waren anwesend. Aber auch E77 10 wurde 90 Jahre alt und präsentierte sich auf der Drehscheibe als eine der ältesten noch fahrfähigen E-Loks in Deutschland- obendrein mit Stangenantrieb.
Gegen Abend fuhren dann einige Sonderzüge heimwärts- auch einer von der ODEG nach Berlin- ein Farbtupfer unter den sonst eher rot dominierten Zügen im Vorfeld des Dresdner Hauptbahnhofs. Dort findet man viele Talent-Züge und Desiro's verschiedener Betreiber. Güterverkehr fand gelegentlich auch statt, wie hier ein Containerzug, gezogen von einer METRANS-Lok 386 942 aus der TRAXX-Familie von Bombardier (Andreas Bogott,
24.04.15).

RechteckGernsheim
Foto Joachim Hund
Das Silinwerk Van Baerle & Co. GmbH in Gernsheim hat am 31. August 2014 nach rund 175 Jahren die Produktion eingestellt. Die Chemiefabrik stellte Wasserglas, Farben sowie Wasch- und Reinigungsmittel her.
Bei der industriellen Herstellung von Wasserglas gehörte Van Baerle im 19. Jahrhundert zu den Pionieren. Zuletzt waren hier noch 55 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma verfügte über eine Werkbahn, die insbesondere dem Gütertransport vom Rheinhafen zum Werk diente, aber auch an den DB-Bahnhof und die benachbarte Zweigniederlassung des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck angeschlossen war. Das gesamte Firmengelände wurde im Frühjahr 2015 geräumt.
Am 9. April konnten die beiden seit Jahren abgestellten 323 596 (ex Köf 6279, Gmeinder 4979/1957) und 323 528 (ex Köf 6189, Gmeinder 4828/1954) sowie ein zweiachsiger Schüttgutwagen angetroffen werden. Bei einem weiteren Abstecher nach Gernsheim am 21. April war ein Arbeiter mit dem Schneidbrenner dabei, die erstgenannte zu zerlegen.
Die ehemalige 323 851 (ex Köf 6781, Jung 13219/1960) wurde dagegen bereits im Februar zur SVG Eisenbahn-Erlebniswelt Horb am Neckar abtransportiert und sieht einem dritten Leben als Museumslokomotive entgegen. Über den Verbleib der neu an Van Baerle gelieferte Schöma 2859/1965 ist mir nichts bekannt (Joachim Hund,
24.04.15).

RechteckGlucholazy
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Am 18.04.14 fuhr ich von Kedzierzyn-Koźle Zachodne (Cosel) mit dem Zug nach Nowy Świetów (Deutsch Wette) und Glucholazy-Miasto (Ziegenhals Stadt). Die Strecke zwischen Glucholazy (Ziegenhals Hbf) und Glucholazy Miasto war ca 10 Jahre ohne Betrieb (letzter Zug nach Gl-Zdrój 31.7.2004). Leider gibt es nur zwei Zugpaare am Sa und So, die in Glucholazy Miasto enden. Der Abschnitt zwischen Gl.-Miasto und der ehemaligen Endstation Glucholazy -Zdrój (Ziegenhals-Bad) bleibt außer Betrieb und der BÜ ist entfernt und asphaltiert. Das Bahnhofsgebäude in Glucholazy Zdroj existiert nicht mehr.
Die Strecke Ziegenhals Hbf - Ziegenhals Bad ist nur 3 kilometer lang, sie wurde im Mai 1914 eröffnet. Die Reaktivierung Nysa - Glucholazy ist erfreulich, aber die Verbindung von Glucholazy nach Tschechien und zurück ist eine Tragödie (Martin Kubik, 24.04.15)
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RechteckGößnitz
Foto Thomas SzymanowskiFoto Thomas Szymanowski
Die Railsystems RP GmbH hat seit mitte März die frisch hauptuntersuchte (REV 18.03.15) und in altrot lackierte 215 001 (9280 1225 001-7 D-RPRS) im Einsatz. Die Lok wird überwiegend im Baugeschäft verwendet und kann auf Grund Ihrers Farbkleides auch im Sonderzugverkehr zum Einsatz kommen.
Ich konnte die Lok heute in Gößnitz fotografieren, als sie gerade mit einem STRABAG Kranzug angekommen ist. Dieser wird für die Umbauarbeiten in Gößnitz benötigt (Thomas Szymanowski, 24.04.15)
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RechteckNeue Hilfszugwagen in Seelze
Foto WR
Die DB Netz hat insgesamt 49 neue Hilfszugwagen geordert, mit deren Auslieferung inzwischen begonnen worden ist. Die Fahrzeuge wurden bzw werden in Österreich bei der Firma Gföllner hergestellt und nach Fertigstellung zu ihren neuen Standorten auf der Schiene überführt. Sie ersetzen in der Regel Altfahrzeuge, die in der Regel aus einem Mannschaftswagen und Gerätewagen bestehen und haben einen Wert von fast einer Million Euro. Einer der ersten Wagen ist jetzt in Seelze Rbf angekommen und wird auf seinen Einsatz vorbereitet.
Die Hilfszüge versorgen von ihren jeweiligen Standorten das DB-Streckennetz in einem Umkreis von etwa 150 Kilometer. Sie kommen in der Regel bei Unglücken wie Entgleisungen zum Einsatz und werden von einer dafür ausgebildeten Mannschaft von DB-Mitarbeitern betreut, die normalerweise im technischen Dienst arbeiten.
Ein Hilfszugführer und fünf Mann Besatzung werden bedarfsweise aus ihren Schichten umgehende freigestellt und sind dann mit einer gerade einsatzbereiten Lok zum Unfallort sehr schnell unterwegs.
Die alten Hilfszüge, die nun von der DB nicht mehr benötigt werden, sollen an interessierte Bahnbaufirmen verkauft werden, soweit sie technisch noch über einen längeren Zeitraum einsetzbar sind. Das Bild zeigt den Seelzer Wagen, der im Mai voraussichtlich zu ersten Einsätzen kommt (WR, 24.04.15)
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RechteckTramsystem für Katar
Foto Ferdinand JackschFoto Ferdinand Jacksch
Foto Ferdinand JackschFoto Ferdinand Jacksch
Siemens hat von der Qatar Foundation einen Auftrag über die schlüsselfertige Errichtung eines Tramsystems für die Hauptstadt Katars Doha erhalten. Der Auftragswert beläuft sich auf deutlich über 100 Millionen Euro. Zum Lieferumfang gehören auch Signal- und Kommunikationstechnik, Bahnelektrifizierung sowie die Ausstattung eines Depots. Weiterhin werden von Siemens vier Haltestellen mit Bahnsteigtüren ausgestattet.
Das Projekt soll den Transformationsprozess Katars zu einer wissens- und bildungsbasierten Gesellschaft unterstützen. Auf einer Strecke von 11,5 Kilometern mit 25 Stationen werden 19 Straßenbahnen vom Typ Avenio komplett oberleitungsfrei fahren. Die Straßenbahnen werden mit dem Energiespeichersystem Sitras HES von Siemens ausgerüstet, die Energiezufuhr erfolgt an den Haltestellen (Ferdinand Jacksch, 24.04.15)
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RechteckVelpe
Foto Jan-Nicolas ChristophFoto Jan-Nicolas Christoph
Foto Jan-Nicolas ChristophFoto Jan-Nicolas Christoph
Am Samstag, denn 18. April, konnte in Velpe, zwischen Osnabrück und Rheine, neben zwei Leerautozügen von Emden nach Seelze mit 140 495-3 und 155 080-5 auch die noch bis zum Fahrplanwechsel fahrenden RE60 mit 111 und Dosto Garnituren in Form von 111 084 mit dem RE 26285 von Rheine nach Braunschweig aufgenommen werden. Am frühen Nachmittag passte ich den PbZ 2453 von Hamburg Langenfelde nach Dortmund Bbf zwischen Osnabrück und Lengerich bei Natrup-Hagen geführt von 115 293-3 ab (Jan-Nicolas Christoph, 24.04.15)
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LOK Report 05/15

LOK Report Ausgabe 05/15

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Europa

RechteckÖsterreich: Einheitliche Agentur für Fahrgastbeschwerden kommt
Fahrgäste erhalten zukünftig eine zentrale Anlaufstelle für ihre Anliegen. Grünes Licht gab am Donnerstag der Nationalrat mehrheitlich für eine Passagier- und Fahrgastrechteagentur als unabhängige, verkehrsträgerübergreifende Schlichtungsstelle. Die neue Agentur dient der außergerichtlichen und möglichst einvernehmlichen Beilegung von Streit- und Beschwer-defällen, die im Passagierverkehr auf Eisenbahnen und Kraftfahrlinien, in der Luftfahrt sowie in der Schifffahrt auftreten. Das entsprechende Passagier- und Fahrgastrechteagentur-gesetz wird noch in diesem Jahr in Kraft treten.
Gegen die Schlichtungsstelle stimmten die Grünen. Die Finanzierung von 60 % durch den Bund ist ihrer Ansicht nach nicht einzusehen, damit würden sich die SteuerzahlerInnen eine Schlichtung, in der sie sich gegen einen Eingriff eines Unternehmens in ihre Rechte wehren, selbst bezahlen müssen. Diesen Einwand teilte auch Christian Hafenecker (F), deshalb stimme die FPÖ im Sinne des EU-Vertragsverletzungsverfahrens der Agentur nur mit "Bauchweh" zu, sagte er. An sich sollte die Schlichtungsstelle primär eine hoheitliche Angelegenheit sein und die Finanzierung auch ausschließlich dem Staat unterliegen, meinte Hafenecker.
Begrüßt wurde die neue Schlichtungsstelle besonders von Seiten der SPÖ und der ÖVP. Diese würde KonsumentInnen und Unternehmen einen oft langwierigen und kostenintensiven Rechtsweg ersparen, so die Ansicht von Anton Heinzl (S).
Was die deutsche PKW-Maut betrifft, informierte Verkehrsminister Alois Stöger, dass der im deutschen Bundestag beschlossene Gesetzesentwurf noch nicht rechtskräftig ist. Die jetzige Fassung sei laut österreichischen ExpertInnen nicht europarechtskonform. Wenn es nötig ist, werde man auch eine Klage beim Europäischen Gerichtshof einbringen, vorher sei aber noch die Europäische Kommission am Zug.
Abgerundet wurde das Themenfeld Verkehr in der heutigen Sitzung durch mehrere Anträge der Opposition, von denen jedoch keiner die nötige Mehrheit fand. So forderte die FPÖ etwa die Einholung von Studien über eine mögliche Rückkehr zur gelben Mittellinie auf Fahrbahnen. Die Grünen pochten auf günstigere Tarife bei Fahrten zwischen den Verkehrsverbünden, eine automatisierte Weitergabe sicherheitsrelevanter Daten im Eisenbahnverkehr und eine flächendeckende LKW-Maut.
Hinsichtlich des Antrags der Grünen mit dem Titel "Fahrgastschikanen der ÖBB bei Verbundtickets an Verbundgrenzen", erläuterte Harald Walser (G) die aus seiner Sicht "absurde Situation" über Verbund-Tickets, die nicht über Verbundgrenzen hinaus Gültigkeit haben. Natürlich handle es sich um eine Angelegenheit, die im Verbund-Bereich gelöst werden müsse, gefordert sei im Besonderen aber auch die ÖBB. Das Thema sei ihm bewusst, dafür gebe es aber auch bereits Lösungen, entgegnete Walter Bacher von der SPÖ und nannte etwa das Top-Ticket als Beispiel. Grundsätzlich sei das Thema bei den Verkehrsbünden und den VerkehrslandesrätInnen anzusiedeln (Pressemeldung Parlamentsdirektion, 24.04.15).

RechteckÖsterreich: Höchste Eisenbahn für Verkehrspolitik über Ländergrenzen hinweg
"Es ist höchste Eisenbahn für eine Verkehrspolitik in und um Wien, die mehr über die Ländergrenzen hinausgeht", sagt der Leiter der AK Abteilung Kommunalpolitik Thomas Ritt auf der AK-Tagung "Wien wächst: Verkehr." Denn nicht nur Wien, die gesamte Ostregion wird bis 2030 um 450.000 BewohnerInnen wachsen. Das wird zu einem immer stärkeren Verkehrsaufkommen gerade am Weg zur Arbeit in und um Wien führen.
"Schon jetzt sind die Pendlerzüge nach Wien voll, und die Fahrt zur Arbeit per Auto oft nur noch ein Stop and Go", so Ritt. "Wir müssen jetzt die Weichen stellen: In der Verkehrsplanung muss die gesamte Ostregion viel stärker als bisher länderübergreifend betrachtet werden. Deshalb fordert die AK mehr Anreize über den Finanzausgleich für mehr länderübergreifende Verkehrsplanung durch Wien, Niederösterreich und Burgenland. "Sowohl bei der Ansiedlungsplanung der Gemeinden als auch bei der Verkehrsplanung sollte mehr im Ganzen und weniger in Partikularinteressen gedacht werden", so Ritt.
Etwa 60.000 PendlerInnen kommen täglich nach Wien mit der Bahn zur Arbeit. Es könnten viel mehr sein, so eine neue Studie der AK, die Wohnorte von rund 200.000 Wien-PendlerInnen nach dem Zugang zum öffentlichen Verkehr untersucht hat: "Rund 64 Prozent der PendlerInnen, die die Bahn am Arbeitsweg nutzen könnten, leben im Umkreis von drei Kilomentern eines Bahnhofs", sagt die Leiterin der AK Abteilung Verkehrspolitik, Sylvia Leodolter. Doch für viele ist genau dieser kurze Weg zum Bahnhof das Problem. Es fehlt an Bus-Linien vom Wohnort zum Bahnhof, an Park and Ride-Möglichkeiten und an sicheren Radabstellplätzen.
"Wenn wir hier ansetzen, und es gelingt, gute und schnelle Verbindungen zur Bahn und mit der Bahn zu entwickeln, haben wir einen Schlüssel für die Mobilität der Zukunft in der wachsenden Ostregion. Dafür braucht es mehr gemeinsame Planung durch die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland", so Leodolter (Pressemeldung Arbeitskammer, 24.04.15).

RechteckÖsterreich: Zwei Taurus-Loks im eleganten Eurovision Song Contest 2015-Kleid

Foto ÖBB/Scheiblecker.
Das musikalische Großevent nähert sich mit Riesenschritten: Zur Einstimmung rollen zwei der ÖBB Taurusloks im eleganten Eurovision Song Contest Design durch Österreich. Die ÖBB sind nationaler Mobiliätspartner und rechnen mit etwa 20.000 zusätzlichen Fahrgästen rund um diesen Event.
Besucher aus ganz Österreich und den Nachbarländern werden umweltfreundlich und ohne CO2 -Emissionen nach Wien anreisen können. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um den Eurovision Song Contest zum Green Event zu machen.
Zusätzlich sind die ÖBB exklusiver Kooperationspartner des Eurovision Youth Contests und bringen 8.000 Jugendliche aus ganz Österreich kostenlos zu den einzigartigen Live-Shows in Wien. Ein Tochterunternehmen der ÖBB, die EC Logistics, übernimmt als Mastermind im Hintergrund die zentrale Rolle bei der Planung und Steuerung der Logistikströme, sie befördert zusätzlich rund 700 Tonnen Veranstaltungsequipment selbst (Pressemeldung ÖBB, 24.04.15).

RechteckSchweiz: Sicherheitsbericht erfasst erstmals Umweltrisiken

Gefahrgutaufkommen 2013 (kumulierte Nettotonnage ohne Gewichtung über alle Ge-fahrgüter). Grafik Sicherheitsbericht.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat in enger Zusammenarbeit mit den Bahnen analysiert, wo Transporte gefährlicher Güter auf dem Schweizer Schienennetz zu Umweltrisiken führen können. Am 23.04.15 hat es die Grobanalyse mit den Erkenntnissen veröffentlicht. Bei Streckenabschnitten mit erhöhten Risiken müssen die Bahnen in enger Zusammenarbeit mit den Behörden weitere Abklärungen treffen. Wo nötig, müssen sie Massnahmen zur Risikominderung prüfen und umsetzen. Die Schweiz übernimmt damit eine Vorreiterrolle in Europa.
Verkehrswege, auf denen gefährliche Güter transportiert werden, unterstehen der Störfallverordnung. Diese schreibt Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt vor. Während die Risiken für die Bevölkerung schon seit längerem erhoben werden, hat das BAV in enger Zusammenarbeit mit den Bahnen nun auch die Risiken für die Umwelt erstmals systematisch aufgearbeitet und in einem Bericht dokumentiert. Die Schweiz übernimmt damit europaweit eine Vorreiterrolle.
Der Bericht zeigt, auf welchen Streckenabschnitten erhöhte Risiken durch die Verunreinigung von Grund- und Oberflächengewässern bestehen. Die Umweltrisiken wurden anhand von charakteristischen wasserschädigenden Stoffen mit unterschiedlichem Verhalten analysiert. Auf dem 3'652 Kilometer langen Normalspurnetz sind bezüglich Oberflächengewässer vertieft zu prüfende Abschnitte von total 42 und beim Grundwasser von total 10 Kilometern Länge ermittelt worden. Die Bahnen werden nun gemeinsam mit dem BAV, dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und den kantonalen Störfallfachstellen die betroffenen Abschnitte analysieren. Wo nötig, wird die Umsetzung risikosenkender baulicher oder organisatorischer Massnahmen geprüft, wie zum Beispiel Schieber in der Entwässerung.
Das BAV hat auch den aktualisierten Ergebnisbericht zu den Risiken veröffentlicht, welche beim Transport von gefährlichen Gütern mit der Bahn für die Bevölkerung bestehen. Er zeigt wie schon 2011, dass es keine Abschnitte mit nicht tragbaren Risiken gibt (Pressemeldung BAV, 24.04.15).

RechteckSchweiz: Stufenweise Einführung des SwissPass gestartet
Ab 1. August ist der SwissPass schweizweit gültig. Die Einführung erfolgt stufenweise. Zu diesem Zweck erhalten ab heute rund 18 000 GA-Kundinnen und Kunden der SBB die Möglichkeit als sogenannte Pionierkunden ab dem 1. Juni 2015 mit dem SwissPass unterwegs zu sein. Ab diesem Zeitpunkt werden die grössten konzessionierten Transportunternehmen (KTU) der Schweiz für die elektronische Kontrolle des SwissPass bereit sein.
In rund drei Monaten wird der SwissPass eingeführt. Ab dann werden alle General- und Halbtaxabonnemente, mit erstem Geltungstag 1. August 2015 auf dem SwissPass integriert. Damit die Prozesse zum Start reibungslos funktionieren, wird der SwissPass stufenweise eingeführt. Dazu werden ab heute in drei Wellen rund 18 000 Kundinnen und Kunden der SBB angeschrieben, deren Generalabonnement (GA) zwischen dem 31. Mai. und 14. Juli 2015 abläuft. Sie erhalten eine Einladung, ihr GA auf dem SwissPass aufzuschalten. Den angeschriebenen Kunden steht selbstverständlich frei, ob sie das GA in Form der bisherigen «blauen» Karte beziehen oder ob sie als Pionierkunde auf den SwissPass umsteigen möchten.
Die Pionierkunden werden ab dem 1. Juni 2015 in der Schweiz unterwegs sein. Ab diesem Zeitpunkt sind die grössten KTU für die elektronische Kontrolle der SwissPass-Karten bereit. Die weiteren KTU folgen bis zum 1. August 2015. Ab dem 15. Juni 2015 steht der SwissPass allen Kunden über die gewohnten Verkaufskanäle zum Erwerb zur Verfügung. Die dann erworbenen GA und Halbtax-Abonnemente sind ab dem 1. August 2015 gültig . Durch dieses stufenweise Vorgehen können sämtliche Prozesse und Abläufe vor der schweizweiten Einführung des SwissPass in der Praxis getestet werden (Pressemeldung SBB, 24.04.15).

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