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Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

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LOK Report – Freitag, 27.05.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Voestalpine liefert Schienen
für den Gotthard-Basistunnel

Absatzlinie
Aeroexpress hat kein Geld

Absatzlinie
Kombinierter Güterverkehr
zwischen Schiene und Lang-LKW

Absatzlinie
Ministerium unterstützt Alpha-E

Absatzlinie
Region Braunschweig erhält
mehr Regionalisierungsmittel

Absatzlinie
Oppositionsführerin Frederiksen
besteht auf Bahnausbau

Absatzlinie
Olivier Carnot neuer Direktor
von Alstom in Reichshoffen

Absatzlinie
Gute Infrastruktur der BLS

Absatzlinie
Trafikverket prüft Nachtzüge
in den Norden

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Matthias Schmitt

LOK Report aktuell

RechteckFrankreich: Unbefristete Streikaufrufe ab 31. Mai
Die französischen Gewerkschaften (CGT, FO, Solidaires, FSU, UNEF, FIDL, UNL) wollen ihre Streiks und Manifestation gegen das neue Arbeitsgesetz (Loi Myriam El Khomri) fortsetzen und haben angekündigt, ihren Widerstand noch zu vergrößern. Raffinerien, Öl-Depots, Häfen und Kernkraftwerke sind neben der SNCF Ziele der Streiks, so dass der Figaro sogar einen farbigen Streikkalender veröffentlicht hat, der bis in den Juli reicht:
• Die bisher noch nicht beteiligten SNCF-Gewerkschaften CFDT und UNSA haben den Streik ab 31. Mai um 20 Uhr angekündigt.
• Im Anschluss an diese Ankündigung, haben die CGT-cheminots, die bisher unbefristet jeweils am Mittwoch und Donnerstag streiken wollten, beschlossen, sich den anderen Gewerkschaften anzuschließen und zum unbefristeten Streik ab 31. Mai, 19 Uhr, aufgerufen. Dieser erneute Streik hängt von den Ergebnissen der Verhandlungen über die Arbeitsregeln ab.
• Zwei Streikaufrufe gibt es innerhalb der Gewerkschaften der RATP. Die CGT ruft ab 2. Juni zum Streik auf. SUD-RATP hatte Streiks ab dem 10. Juni angekündigt, dem Tag der Eröffnung des Euro-Fussballmeisterschaft. Neben der Rücknahme des Arbeitsgesetzes, fordern die Gewerkschaften höhere Löhne und den Status-Erhalt.
• Für den 14. Juni, vier Tage nach Begin der Euro 2016, ist eine "starke nationale Manifestation" angesagt.
Der französische Präsident François Hollande hat inzwischen vom Gipfel in Japan aus verkündet, dass es die "erste Pflicht" der Exekutive sei, die "Bewegungsfreiheit" zu gewährleisten. Er kündigte ferner an, das einzig das Parlament Änderungen im Gesetz veranlassen könne. Strittig ist vor allem der Artikel 2, der Firmenvereinbarungen über Branchen- und nationale Vereinbarungen stellt (WKZ, Quelle Figaro, 27.05.16).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Europäischer Rechnungshof rügt Deutschlands Investitionsverhalten

Verkehrsträgeranteil der Schiene im Güterverkehr (Binnengüterverkehr) in %. Grafik Europäischer Rechnungshof auf der Grundlage von Eurostat-Daten.
Der Europäische Rechnungshof hat der Europäischen Kommission und mehreren Nationalstaaten in der EU ein blamables bahnpolitisches Zeugnis ausgestellt. Die auf eine Stärkung der Güterbahnen ausgerichtete Verkehrspolitik der Europäischen Union sei in den vergangenen 15 Jahren "nicht wirksam" gewesen, monieren die Rechnungsprüfer in ihrem am Dienstag dieser Woche veröffentlichten Sonderbericht zum Schienengüterverkehr. Die Liste der Mängel ist lang und reicht von staatlich verursachten Benachteiligungen der Güterbahnen im Preiskampf mit dem Lkw über unnötige "administrative und technische Sachzwänge" bis zu einer Umschichtung von für Bahnprojekte gedachten EU-Geldern hin zum Straßenbau.
Der Europäische Rechnungshof wirft Deutschland - genau wie Tschechien und Polen - vor, EU-Geld unverhältnismäßig auf die Verkehrsträger verteilt zu haben. Wörtlich heißt es in dem Bericht der Prüfungsbehörde: "In drei der fünf besuchten Mitgliedstaaten wurden im Zeitraum 2007-2013 mehr EU-Mittel für die Straße bereitgestellt als für die Schiene, obwohl die Kommission effizientere und nachhaltigere Verkehrsarten zur Güterbeförderung als politischen Schwerpunkt festgelegt hatte." Von den fünf untersuchten Ländern hätten lediglich Spanien und Frankreich in Übereinstimmung mit den verkehrspolitischen Zielen der EU das Gros der EU-Mittel in die Schieneninfrastruktur investiert.
Die Allianz pro Schiene fordert eine schnelle Aufstockung der staatlichen Mittel für das deutsche Schienennetz. Mindestens 6,5 Milliarden Euro pro Jahr sind nötig. Das sind 80 Euro pro Einwohner, wie sie beispielsweise Italien investiert.
"Die Straße bekommt das Geld, die Schiene bekommt die guten Worte. Dieses Prinzip zieht sich, trotz anderslautender Politikerversprechen, wie ein roter Faden durch die Verkehrspolitik Europas und auch Deutschlands", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. Vor diesem Hintergrund sei es "nicht verwunderlich, dass der Marktanteil der Güterbahnen in Europa bei 17 Prozent stagniert". Lichtblicke seien Österreich und das nicht EU-Land Schweiz. Flege: "Beide Alpenländer investieren auch aus ihren nationalen Etats mehr Geld in die Schieneninfrastruktur als in die Straßeninfrastruktur und machen sich verkehrspolitisch fit für die Zukunft". In Deutschland solle nach dem Willen der Bundesregierung auch künftig deutlich mehr in Asphalt als in Gleise investiert werden. Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans sehe bis 2030 55 Prozent des staatlichen Geldes für Neu- und Ausbau von Straßen vor, während nach Angaben des Verkehrsbündnisses nur 40 Prozent für den Neu- und Ausbau des Schienennetzes vorgesehen sind.
Die Europäische Kommission reagierte auf die harsche Kritik des Europäischen Rechnungshofes teilweise einsichtig, gab sich aber für die Zukunft des Schienengüterverkehrs optimistisch: "Die Probleme (…) sind zum Teil darauf zurückzuführen, dass im Wettbewerb keine einheitlichen Bedingungen herrschen (Internalisierung externer Kosten)", heißt es in der schriftlichen Erwiderung auf den Bericht der Prüfbehörde. Und weiter: "Darüber hinaus ist die Kommission zuversichtlich, dass die in jüngster Zeit eingeleiteten Maßnahmen dazu führen werden, dass der Verkehrsträgeranteil des Schienengüterverkehrs in den kommenden Jahren zunehmen wird."
Als unabhängige externe Rechnungsprüfungsstelle der EU vertritt der Europäische Rechnungshof die Interessen der europäischen Steuerzahler/-innen. Er kann selbst keine rechtlichen Schritte einleiten, setzt sich jedoch für die Verbesserung der Verwaltung des EU-Haushalts durch die Europäische Kommission ein und berichtet über die Finanzlage allgemein (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 27.05.16).

RechteckBundestag: 1,5 Milliarden für Hinterlandanbindung
Die Vorplanung zur Schienenhinterlandanbindung zur Feste Fehmarnbeltquerung ist abgeschlossen. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/8491) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8308). Derzeit erfolge die Entwurfsplanung, heißt es weiter.
Nach Angaben der DB Netz AG würden die Planfeststellungsverfahren abschnittsweise ab 2017 eingeleitet. Die Gesamtkosten würden auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt (Pressemeldung Bundestag, 27.05.16).

RechteckBundestag: Einfahrtgenehmigung polnischer Triebwagen nach Görlitz Hbf
In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn (Dresden), Annalena Baerbock, Matthias Gastel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 18/8342 - Verbesserung des Schienenverkehrs zwischen Deutschland und Polen) heisst es auf Seite 2:
"Im Vorgriff auf das Inkrafttreten des deutsch-polnischen Abkommens wurde das Durchfahren der Regionalzüge (Triebwagen SA135) der Niederschlesischen Eisenbahn (KD) in/aus Richtung Hirschberg und Kohlfurt bis zum Bahnhof Görlitz ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2015 genehmigt."
Das deutsch-polnische Schienenverkehrs-Abkommen ist seit dem 27.04.2016 in Kraft. Dies ist ein Nebenaspekt der eigentlichen Frage und Antwort (er-tz, 27.05.16).

RechteckEVG: Ulrich Nölkenbockhoff im BesHPR wiedergewählt
Die Mitglieder des Besonderen Hauptpersonalrates bei der Präsidentin des Bundeseisenbahnvermögens (BesHPR) haben in der konstituierenden Sitzung die Geschäftsführung in allen Positionen einstimmig gewählt. Als Vorsitzender wurde Kollege Ulrich Nölkenbockhoff (Netz Hagen), zu seinem Stellvertreter Kollege Hermann-Josef Müller (Station & Service Düsseldorf) und zum 2. Stellvertreter Kollege Werner Brinkmann (Regio Niedersachsen) gewählt.
Ulrich hat das 31-köpfige-Gremium bereits in den zurückliegenden Jahren mit Engagement und Kompetenz geführt. Er steht für eine sachliche und lösungsorientierte Vertretung der zugewiesenen Beamtinnen und Beamten.
"Viel konnten wir erreichen - aber wir haben auch noch weitere Ziele und Aufgaben zu meistern", so Ulrich Nölkenbockhoff nach seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden. Er gab noch einmal die Richtung vor:
Beförderungen und Karriere-Entwicklung müssen auch weiterhin möglich sein
Beamtinnen und Beamte verdienen Wertschätzung – sie sind dringend benötigte Mitarbeiter, heute und auch morgen
Tarifergebnisse im Öffentlichen Dienst müssen nun zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtenschaft übertragen werden
Die Belastungen aus Schicht- und Wechseldienst müssen besser ausgeglichen werden
Sicherung der Rechtsstellung zugewiesener Beamtinnen und Beamten im DB Konzern
"Für diese Ziele stehen unsere Kolleginnen und Kollegen. Wir vertreten alle Bereiche der Bahn. Wir stehen für eine zuverlässige, engagierte und kompetente Interessenvertretung", so Kollege Nölkenbockhoff. Das TEAM des BesHPR hat dabei einen unschätzbaren Vorteil: Erfahrung im Dienstrecht sowie fachkompetente Vertretung gegenüber BEV und DB-Konzern.
In der ersten Sitzung des neuen BesHPR wurden die weiteren Mitglieder der Geschäftsführung in Bonn gewählt - auch alle einstimmig: Kerstin Feldmann (Netz Hagen), Rolf-Rüdiger Deubel (Netz Frankfurt), Martin Sebert (Regio Würzburg) und Werner Honisch (Fernverkehr Nürnberg) sowie der Kollege Petersen aus dem Norden. Als Schriftführer und dessen Stellvertreters stehen die Kollegen Werner Honisch und Martin Sebert zur Verfügung (Pressemeldung EVG, 27.05.16).

RechteckZDF: Frontal21 kritisiert gefährliche Bahnsteigneigung
Die Deutsche Bahn behauptet, Stuttgart 21 könne trotz der drastischen Neigung der Bahnsteige genauso sicher betrieben werden wie ein ebener Bahnhof. Denn beim künftigen Großbahnhof würden die Bahnsteige nach innen geneigt gebaut. Zudem könnten rollhemmende Bodenbeläge die Reisenden schützen.
Doch "Frontal 21" liegen exklusiv Videos vor, die Rolltests mit Kinderwagen auf einem vergleichbaren Bahnsteig zeigen. Dabei rollt bald jeder dritte Kinderwagen von selbst ins Gleis. Das zeigen auch Berechnungen, die Gegner des geplanten Bahnhofes dem Deutschen Bundestag dazu vorgelegt haben.
Belege dafür, dass Stuttgart 21 genauso sicher ist wie ein ebener Bahnhof, gibt es von der Bahn bis heute jedoch nicht. Erst zur Inbetriebnahme prüft die Aufsichtsbehörde, das Eisenbahnbundesamt, ob das Milliardenprojekt wirklich sicher ist.
Die Abgeordnete der Linken, Sabine Leidig, befürchtet, dass nach dem Desaster rund um den Hauptstadtflughafen BER bei Stuttgart 21 ein weiteres Milliardengrab droht. Frontal21 über nach wie vor gravierende Sicherheitsmängel beim Großprojekt Stuttgart 21, die schon heute, in der Bauphase, bekannt sind und die Inbetriebnahme des Milliardenprojektes gefährden.
Hier kann Der Beitrag von Frontal21 vom 24. Mai nachgeschaut werden (Pressemeldung ZDF, 27.05.16).

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Bahnberufe

Industrie

RechteckEuroline: Bühnen mit "Spaltmaß Null"

Dank Höhenverstellung können die Techniker problemlos an Doppelstockwagen arbeiten. Der seitliche Podestausschub mit Anfahrschutz für Spaltmaß "Null" ermöglicht sicheres und bequemes Arbeiten. Jede der zwölf Bühnen kann als Einzelbühne eingesetzt werden – auch an einstöckigen Zügen.
In Wittenberge (Brandenburg) lässt die Deutsche Bahn ihre Doppelstockwagen warten und instandhalten. Damit die Techniker dabei bequem und sicher arbeiten können, entwickelte euroline eine auf die Fahrzeuge abgestimmte Sonderlösung. Vor allem die komplette Einhausung der Doppelstockwagen war eine Herausforderung für den Steigtechnik-Spezialisten aus Bad Pyrmont. Seit 2015 sorgen zwölf Bühnen mit Höhenverstellung und seitlichem Podestausschub mit Anfahrschutz und Spaltmaß „Null“ für ideale Arbeitsbedingungen.
Im „Kompetenzzentrum für die schwere Instandhaltung von Doppelstockwagen“ in Wittenberge bringen Mitarbeiter der Deutschen Bahn Reisezugwagen wieder in Schuss. Effizienteres Arbeiten und kürzere Standzeiten waren die Zielvorgaben, die euroline mit einer individuellen und maßgeschneiderten Sonderlösung 2015 erfüllt hat. War vorher nur die Abdeckung von Teilbereichen (12 Meter + 3,50 Meter über eine einhängbare Plattform) möglich, haust die neue Sonderkonstruktion ein- und zweistöckige Wagen komplett ein. Um diese Herausforderung zu meistern, wurde die Konstruktion auf 24 Meter verlängert. Mit einer stirnseitig einhängbaren Verbindungsplattform sowie der gegenüberliegenden Kassettenbühne kann sie erweitert und an unterschiedliche Wagenlängen angepasst werden. Alle Arbeiten an den Doppelstockwagen, inklusive Dacharbeiten, können so „in einem Zug“ ausgeführt werden, ohne dass die Bühnen verschoben werden müssen. Dank der flexiblen Einsatzmöglichkeiten sorgt die Sonderkonstruktion für kürzere Standzeiten bei allen Lok- und Wagenarbeiten im Kompetenzzentrum.
Mit dem Heranführen der seitlichen Bühnen und ihrer Koppelung beginnt der Aufbau direkt an den Wagen. Nachdem die mobile Variotreppe für einen sicheren Zustieg angebracht wurde, erfolgt die Höheneinstellung. Daraufhin wird der seitliche Podestausschub ausgefahren und die einhängbare Plattform stirnseitig angebracht, während auf der gegenüberliegenden Seite die mobile Kassettenbühne ebenfalls auf die gewünschte Höhe gebracht wird. Mit den individuell ausfahrbaren Kassetten schmiegen sich die direkt auf dem Gleis verfahrbaren Bühnen an Wagen und Loks an, ohne dass ein Spaltmaß entsteht. Die angebrachten Rollen sorgen dafür, dass auch die Arbeit im Hallenbereich kein Problem darstellt. Dank des modularen Aufbaus kann das System schließlich auch schnell und kostengünstig an andere Standorte verlegt werden. Dieser Aufbau macht, kombiniert mit reversiblen Verschraubungen, zudem eine unkomplizierte System-Erweiterung möglich.
Verbunden mit den seitlichen Bühnen gewährleistet die Gesamtkonstruktion das sichere Einhausen und gleicht zudem unterschiedliche Wagenlängen aus. Da das auf der Plattform befindliche Steckgeländer bei allen Bühnen demontiert werden kann, ist eine einheitliche Arbeitsfläche entlang des gesamten Doppelstockwagens möglich. Darüber hinaus kann jede der zwölf Bühnen in Wittenberge auch als Einzelbühne eingesetzt werden, so dass Frontarbeiten an diversen Lok- und Wagenbautypen problemlos realisierbar sind. Dank Anfahrschutz mit Spaltmaß „Null“ einfacher denn je
(Pressemeldung Euroline, 27.05.16).

RechteckIVU: Aufsichtsrat und Vorstand mit großer Mehrheit entlastet
Bei der diesjährigen Hauptversammlung der IVU Traffic Technologies AG entlasteten die Aktionäre Aufsichtsrat und Vorstand mit großer Mehrheit. Die anwesenden Anteilseigner zeigten sich mit der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Im Jubiläumsjahr der Unternehmensgründung blickt die IVU auf stetig wachsende Umsätze zurück.
Das Geschäftsjahr 2015 markiert das erfolgreichste seit dem Börsengang der IVU im Jahr 2000. Auch die Auftragsbücher für das laufende Jahr sind bereits gut gefüllt. Für die kommenden Monate gab der IVU-Vorstand einen entsprechend positiven Ausblick. So werden unter anderem bedeutende Auftragseingänge aus laufenden Ausschreibungen im Bahnbereich erwartet.
"Wir sind mit unseren Produkten sehr gut aufgestellt", sagt IVU-Vorstand Dr. Helmut Bergstein. "Besonders unsere integrierte Lösung IVU.rail hat sich im vergangenen Jahr erfreulich entwickelt." Um ihre starke Marktposition auszubauen, investiert die IVU weiterhin in Vertrieb und Produktentwicklung. Mit der IVU.cloud und dem IVU.pad wurden zuletzt zwei neue Lösungen für die Digitalisierung von Verkehrsunternehmen vorgestellt.
"Seit inzwischen 40 Jahren entwickelt die IVU Systeme für den öffentlichen Verkehr. Und das sehr erfolgreich", betont Martin Müller-Elschner, Vorstandsvorsitzender der IVU. Heute ist das Berliner Unternehmen mit 15 Standorten weltweit vertreten. Müller-Elschner verweist insbesondere auf die zahlreichen langjährigen Kundenbeziehungen: "Unsere Kunden vertrauen uns. Darauf sind wir stolz."
(Pressemeldung IVU Traffic Technologies AG, 27.05.16).

RechteckStadler: Unterstützung von Aeroexpress und Vertragsanpassung

Anfang 2013 gewann Stadler den Auftrag für die Lieferung von 24 Doppelstocktriebzügen für das russische Bahnunternehmen Aeroexpress. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren wurde der Vertrag unterzeichnet. Wegen der Erdöl- und Erdgaskrise sowie wegen der Sanktionen gegen Russland und dem damit zusammenhängenden Rubelzerfall geriet das Bahnunternehmen aber bald darauf in Zahlungsschwierigkeiten. Stadler hat Hand geboten und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Exportrisikoversicherung sowie den finanzierenden Banken eine massgeschneiderte Vertragslösung präsentiert.
Alexei Kriworutschko, Generaldirektor von Aeroexpress, und Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler, präsentieren der Öffentlichkeit gemeinsam den neuen Vertrag für die Lieferung der Doppelstocktriebzüge des Typs KISS. Neu übernimmt Aeroexpress neun sechsteilige und zwei vierteilige Doppelstocktriebzüge. Diese werden rechtzeitig zur Fussball-WM in Moskau hin die beiden Flughafen Domodedowo und Vnukovo mit dem Stadtzentrum verbinden. Stadler hat sich nicht nur bereit erklärt, die Anzahl der Züge zu reduzieren, sondern verlängert auch die Rückzahlungsdauer und gewährt eine Grace Period. Mit Hilfe der Schweizerischen Exportrisikoversicherung sowie der Gazprom-Bank konnte die neue Finanzierung sichergestellt werden.
Stadler ist es bereits gelungen, von den verbleibenden 13 vierteiligen Doppelstock-triebzügen fünf nach Aserbaidschan zu verkaufen. Für vier weitere Doppelstocktriebzüge wurde am Tag zuvor in Georgien der Vertrag unterschrieben. Stadler hofft, dass die vier verbleibenden Züge im Rahmen der Fussball-WM in Moskau für Aeroexpress in Betrieb gehen, um Engpässe abzufedern.
Alexei Kriworutschko dankt Peter Spuhler für die Bereitschaft, den Vertrag neu zu verhandeln. Stadler habe partnerschaftlich und flexibel auf die Situation von Aeroexpress reagiert.
Peter Spuhler zeigt sich seinerseits stolz darüber, für Aeroexpress Züge bauen zu dürfen. "Der Auftrag ist für uns der bisher grösste in Russland. Wir hoffen, dass dies nur ein Anfang ist und dass wir weitere komfortable Züge für den russischen Markt liefern können."
Die neuen Doppelstockzüge sind 3400 mm breit und 5240 mm hoch. Die Züge sind für die klimatischen Bedingungen in Russland ausgelegt, wo Temperaturen zwischen -50 °C und +40 °C auftreten können. Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und zeichnen sich durch eine bequeme, freundliche Innenausstattung mit zwei Klassen (Business und Economy) aus. Die Wagen bestehen aus Aluminium und sind somit um einiges leichter als herkömmliche Stahlkonstruktionen. Durch das geringere Gewicht sind deutliche Energieeinsparungen im täglichen Betrieb möglich
(Pressemeldung Stadler, 27.05.16).

RechteckTransdev: Gruppe begrüßt bundesweite Öffnung des Fahrkartenvertriebs
Die Transdev GmbH, Deutschlands größter privater Betreiber von Bahn- und Busverkehren, begrüßt die jüngste Einigung zwischen Bundeskartellamt und Deutscher Bahn (DB) zur Öffnung des Vertriebs von Fahrkarten durch Wettbewerbsbahnen.
Damit wird ein einheitliches, symmetrisches Provisionssystem eingeführt und so ein Stück mehr Leistungsgerechtigkeit im Fahrkartenvertrieb hergestellt. Die DB ermöglicht künftig auch Konkurrenten den Verkauf von Fernverkehrsfahrkarten in Bahnhöfen und über Automaten.
Die Transdev GmbH betreibt bundesweit unterschiedliche Nahverkehrsnetze und verkauft entlang der von ihren Zügen befahrenen Linien auch Fahrkarten. Durch unfaire Klauseln in Miet- und Provisionsverträgen hatte die Deutsche Bahn bislang verhindert, dass Wettbewerber über ihre eigenen Vertriebswege Tickets für Fernverkehrszüge verkaufen konnten. "Als Verfahrensbeteiligte haben wir uns maßgeblich für die vorgesehenen Änderungen stark gemacht, weil wir davon überzeugt sind, dass auch beim Vertrieb von Fahrkarten Wettbewerb zwischen den Anbietern zu einer Qualitätssteigerung führt und dies im Interesse von Fahrgästen und Aufgabenträgern liegt", erklärt Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Transdev GmbH.
"Wir freuen uns, dass das Bundeskartellamt hier für Klarheit gesorgt hat und wir nun die Möglichkeit haben, über unsere Fahrkartenautomaten bundesweit auch Fernverkehrstickets zu verkaufen. Damit können wir unseren Kunden einen noch besseren Service bieten", so Schreyer weiter. "Wir hoffen, dass wir die Aufgaben, die noch verbleiben, gemeinsam mit der DB und den anderen Eisenbahnen lösen werden. Denn trotz der Beendigung dieses Verfahrens bleibt noch einiges zu tun beim Vertrieb von Fahrkarten."
Erst kürzlich hat die Transdev GmbH im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Ausschreibung für einen großen Auftrag beim Ticketvertrieb und der professionellen Betreuung von Nahverkehrskunden gewonnen. Ab 1. Januar 2018 wird Transdev für acht Jahre im Rhein-Main-Gebiet 616 Ticketautomaten betreiben und etwa 20.000 Abonnenten von Monats- oder Jahreskarten betreuen. "Mit der jetzigen Entscheidung des Bundeskartellamtes werden wir auch im RMV die Möglichkeit haben, unseren Kunden Tickets zu Zielen in ganz Deutschland verkaufen zu können", freut sich Christian Schreyer (Pressemeldung Transdev, 27.05.16).

RechteckVoestalpine: Weichen und Schienen für den Gotthard-Basistunnel
Am 1. Juni 2016 wird in der Schweiz der Gotthard-Basistunnel, der mit 57 Kilometern längste Eisenbahntunnel der Welt, eröffnet. Die voestalpine war an der Umsetzung dieses Rekordprojektes der Schweizerischen Bundesbahnen von Anfang an maßgeblich beteiligt: Als Industriegüterkonzern mit einem klaren Produktfokus im Bereich Eisenbahn-Infrastruktur lieferte sie für die zwei neuen Tunnelröhren alle 43 Hochleistungsweichen sowie 18.000 Tonnen Schienen mit einer Einzellänge von je 120 Metern.
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Großauftrages unterstreicht die voestalpine einmal mehr ihre Position als Weltmarktführer sowohl in der Weichentechnologie als auch im Spezialschienenbereich. Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 47 Prozent ihres Gesamtumsatzes in der Wachstumsbranche Mobilität, alleine 12 Prozent im Bereich der Bahntechnologie.
Bis zu 250 Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern werden in Zukunft täglich durch den Gotthard-Basistunnel fahren. Die Fertigstellung des größten Bahntunnelprojektes der Welt ist ein entscheidender Schritt im Ausbau einer neuen, effizienteren Eisenbahnverbindung zwischen der Schweiz und Italien. Bei der Realisierung dieses umfangreichen Bauvorhabens setzten die Schweizerischen Bundesbahnen auf die Bahntechnologie der voestalpine.
Als globaler Marktführer bei Weichen und Gesamtsystemen lieferte die voestalpine VAE GmbH mit Sitz in Zeltweg, Österreich – eine Tochtergesellschaft der Metal Engineering Division des voestalpine Konzerns – alle 43 benötigten Hochleistungsweichen samt Antriebs-, Stell-, Verschluss- und Überwachungssystem. Insgesamt rund 18.000 Tonnen speziell wärmebehandelter Schienen mit jeweils einer Länge von 120 Metern wurden von ihrer Schwestergesellschaft voestalpine Schienen GmbH in Leoben/Donawitz, Österreich geliefert.
Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Metal Engineering Division: "Die im Gotthard-Basistunnel erreichten Spitzengeschwindigkeiten sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr stellen besonders hohe Anforderungen an die Qualität der Fahrbahn- und Weichensysteme. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Großauftrages bestätigt sich einmal mehr unsere weltweit führende Position in der Bahntechnologie."
Zusätzlich zur Fertigung und Lieferung der Weichen und Schienen führte die voestalpine auch umfangreiche Konstruktionsarbeiten, Qualifizierungsprüfungen und Dokumentationen im Rahmen des Projektes durch. Die Gleisanlagen des Gotthard-Basistunnels werden in den nächsten Monaten weiter auf Herz und Nieren getestet, mit Dezember 2016 ist die Aufnahme des fahrplanmäßigen Betriebes vorgesehen (Pressemeldung Voestalpine, 27.05.16).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Erfolg der Vergabestrategie des Landes
"Das Einlenken von DB Fernverkehr gegenüber dem Kartellamt ist auch ein Erfolg der Vergabestrategie des Landes Baden-Württemberg im Schienenpersonennahverkehr. Bei seinen SPNV-Ausschreibungen hat das Land dafür gesorgt, dass Bieter, die den Zuschlag für ein Netz erhalten, an ihren Ticketautomaten auch die Fahrkarten anderer SPNV-Anbieter für Fahrten in Baden-Württemberg verkaufen müssen sowie Fernverkehrstickets anbieten können", erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann am Mittwoch, den 25. Mai. Er reagierte damit auf eine Entscheidung des Bundeskartellamtes zum Fahrkartenverkauf der Deutschen Bahn.
Das Vertriebsverbot von Fernverkehrstickets an Automaten anderer Vertriebsdienstleister als DB Vertrieb galt ursprünglich auch in Baden Württemberg - das hätte Mitbewerber dazu gezwungen, entweder DB Vertrieb mit der Vertriebsleistung zu beauftragen oder Ihren Kunden nicht das gesamte Fahrkartensortiment anbieten zu können.
Das Land hat daher zunächst den Vertrieb von Fernverkehrsfahrausweisen an Automaten des Nahverkehrs für alle Bieter untersagt. "DB Fernverkehr und DB Vertrieb haben sich daraufhin sehr schnell kooperativ gezeigt und verbindlich zugesagt, den Vertrieb von Tickets für den Fernverkehr auch Konkurrenten diskriminierungsfrei zu ermöglichen. Das Land hat den Vertrieb daraufhin zugelassen und so sichergestellt, dass unabhängig vom künftigen Betreiber den Kunden das vollständige Ticketangebot zur Verfügung steht. Das Entgegenkommen der Deutschen Bahn hat mich besonders für die Fahrgäste sehr gefreut", betonte Minister Hermann.
Eine Diskriminierung anderer Anbieter wurde nun auch bundesweit durch die Entscheidung des Bundeskatellamtes untersagt. Die Deutsche Bahn  hat umfangreiche Verbesserungen zugesagt (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 27.05.16).

RechteckBrandenburg: Kombinierter Güterverkehr zwischen Schiene und Lang-LKW
Seit dem 10. Mai können im Land Brandenburg auf festgelegten Strecken Lang-LKW fahren. Die Bosch-Siemens Hausgeräte Service Nauen GmbH nutzt die Lang-LKW für den kombinierten Verkehr zwischen Schiene und Straße, um den Transport von Haushaltsgeräten und Materialien zu organisieren. Kühlschränke, die zuvor aus südosteuropäischen Ländern per Bahn nach Nauen transportiert worden sind, werden per Lang-LKW weiter befördert. Verkehrsministerin Kathrin Schneider hat das Hausgerätewerk heute besucht.
"Schiene und Straße können sich im kombinierten Verkehr sinnvoll ergänzen. Lang-LKW sind ein weiteres Element, um intelligente Logistiksysteme für das Zusammenspiel von Straßen- und Schienentransporten zu entwickeln. Nauen hat sich für BSH zu einem Logistikzentrum entwickelt. Große Mengen kommen per Bahn an, werden konfektioniert und per LKW weiter verteilt",  sagte Ministerin Schneider in Nauen.
Nach Prüfung eines Zwischenberichts der Bundesanstalt für Straßenwesen zum Feldversuch mit den Lang-LKW in Deutschland, hatte das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung beim Bundesverkehrsministerium Strecken angemeldet. Länder wie Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hatten bereits Routen für Lang-LKW freigegeben, die an der Landesgrenze zu Brandenburg endeten. Mit der Freigabe der angemeldeten Strecken kann die Logistikregion Brandenburg vom wachsenden Seehafenhinterlandverkehr profitieren.
Interessierte Unternehmen können die vorgegebenen Routen nutzen, wenn sie ihre Fahrten bei der Bundesanstalt für Straßenwesen anmelden. Die Speditionen können Fahrzeuge mit Anhängern mit einer Gesamtlänge bis zu 25,25 Metern und einer Nutzlast von 40 Tonnen auf den für Lang-LKW ausgewiesenen Routen einsetzen. Zum Vergleich: Konventionelle LKW haben ebenfalls eine Nutzlast von bis zu 40 Tonnen und eine Länge von 18,75 Meter. Konventionelle wie Lang-LKW, die im kombinierten Verkehr eingesetzt werden, dürfen mit maximal 44 t Ladung unterwegs sein.
Bei den im Land Brandenburg gemeldeten Strecken handelt es sich um die Autobahnen A 19 / A 24 im Norden über die A 10, die Dreiecke Havelland, Werder und Potsdam und weiter auf der A 10 und A 9 bis Landesgrenze Sachsen-Anhalt sowie A 10 und A 13 bis zur Landesgrenze Sachsen im Süden. Außerdem ist die A 10 vom Dreieck Havelland bis zum Kreuz Oranienburg für Lang-LKW freigegeben. Darüber hinaus sind Zufahrten von den Autobahnen zu Unternehmen über Bundes- und Gemeindestraßen erlaubt (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, 27.05.16).

RechteckNiedersachsen: Ministerium unterstützt jetzt auch die Alpha-E-Lösung
Nach dem erfolgreichen "Dialogforum Schiene-Nord" im Jahr 2015 bleibt das Land Niedersachsen weiter am Ball. Mit rund 100.000 Euro jährlich unterstützt das niedersächsische Verkehrsministerium die Arbeit des "Projektbeirates Alpha-E" - die auf drei Jahre befristete Unterstützung ist für die Organisation und Finanzierung einer Geschäftsstelle vorgesehen. Eine entsprechende Zusage hat jetzt Verkehrsminister Olaf Lies dem Sprecher des gegründeten Projektbeirates, Bürgermeister Dr. Peter Dörsam aus Tostedt, übermitteln können.
Minister Lies erklärte hierzu: "Nach Jahrzehnten des Stillstandes hat das von uns ins Leben gerufene Dialogforum in monatelanger, engagierter Arbeit die Variante ,Alpha-E' erarbeitet - als beste Möglichkeit, den Schienengüterverkehr im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover endlich entscheidend zu stärken. Der Plan ist gut, jetzt müssen wir uns aber auch um die Umsetzung kümmern. Ich erwarte von Bund und Bahn, dass sie ihre Zusagen erfüllen: zum Beispiel mit hohen Standards beim Lärmschutz. Der Projektbeirat wird darüber wachen, dass die die dringend notwendige Ertüchtigung der Trassen nicht zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger geht. Die von den Teilnehmenden des Dialogforums Schiene Nord im Abschlussdokument formulierten Anforderungen sind Grundlage für die Arbeit des Projektbeirates. Ich freue mich darüber, dass wir die Arbeit des Beirates unterstützen können."
Dr. Peter Dörsam sagte: "Für den Projektbeirat möchte ich mich beim Land Niedersachsen bedanken, dass es die Voraussetzungen für die professionelle Arbeitsfähigkeit des Projektbeirats schafft. Auf diese Weise können wir uns mit voller Kraft auf unsere wichtigen Aufgaben konzentrieren: Es muss mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene, aber die Belastungen für die Menschen in der Region müssen so gering wie möglich sein. Dies reicht vom bestmöglichen Gesundheitsschutz vor Bahnlärm über die volle Kostenübernahme für den Ausbau von Bahnübergängen bis zur Zukunftsfähigkeit des ÖPNV."
Dem Projektbeirat gehören acht Vertreter von Landkreisen und Kommunen sowie acht weitere von Bürgerinitiativen an. Das Land selbst ist kein Mitglied des Projektbeirates, steht jedoch unterstützend zur Verfügung. Minister Lies hat sich - über die Unterstützung des Beirates hinaus - auf politischer Ebene für eine hochrangige Einbeziehung von Bund und Bahn in die Umsetzung des Projektes Alpha-E stark gemacht. Ein künftig regelmäßig tagender Kreis von Entscheidern auf Staatssekretärs- bzw. Vorstandsebene wird im August 2016 das erste Mal zusammen kommen (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, 27.05.16).

RechteckNiedersachsen: Region Braunschweig erhält jährlich 25 Mio Euro zusätzliche Regionalisierungsmittel
Die SPD hält Wort - und kann einen weiteren Durchbruch bei der Stärkung der Verkehrs-Infrastruktur in der Region Braunschweig verkünden. "Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit und vieler Gespräche, um die Landtagsabgeordneten aus den anderen Regionen Niedersachsens vom Nachholbedarf beim ÖPNV im Großraum Braunschweig zu überzeugen. Nach monatelangen Verhandlungen haben wir es als SPD nun geschafft. Darauf sind wir stolz", so SPD-Verhandlungsführer für die Region Braunschweig, Detlef Tanke.
25 Millionen Euro mehr Regionalisierungsmittel werden zukünftig dauerhaft und jährlich in den Großraum fließen, um den Nahverkehr hier maßgeblich zu unterstützen und zu verbessern. Das vereinbarte die SPD-Landtagsfraktion zum Abschluss ihrer Klausurtagung in Braunschweig am Mittwoch. "Damit werden die bisherigen Mittel um 25 Millionen Euro auf circa 90 Millionen Euro erhöht. Das ist der Durchbruch und das Ziel, für das wir lange gekämpft haben", erläutert der SPD-Fraktionsvorsitzende im Zweckverband und Landtagsabgeordnete Marcus Bosse.
Mit dem Geld ist langfristig gesichert, innovative Verkehrsprojekte in der Region Braunschweig zu finanzieren. Verkehrsminister Olaf Lies wird die entsprechende Änderung des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes jetzt zur Entscheidung in den Landtag einbringen und betont: "Damit geben wir der Mobilität in der zentralen Verkehrskompetenz-Region Niedersachsens den notwendigen Schub!"
Tanke und Bosse dankten dem Minister für seine Unterstützung zu der Kernforderung der Braunschweiger SPD in dieser Wahlperiode. "Damit werden wir jetzt den Halb-Stundentakt zwischen den Großstädten, den Stundentakt zu den Mittelzentren, und die Verdichtung der Bus-Linien finanzieren, sowie Bahnhöfe und Haltepunkte renovieren und neu bauen können", blickt Tanke froh in die Zukunft. Zuvor hatte sich die SPD bereits erfolgreich dafür eingesetzt, zentrale Verkehrsprojekte in der Region, wie den Ausbau der A39 und der B4, im neuen Bundesverkehrswegeplan priorisiert zu platzieren. Auch der nunmehr greifbare Ausbau der Weddeler Schleife geht auf eine SPD-Initiative zurück (Pressemeldung SPD, 27.05.16).
RechteckKommentar: Von 65 auf 90 Millionen ist ein ordentlicher "Schluck aus der Pulle". Eine Steigerung der Regionalisierungsmittel von 8 % (7,4 auf 8 Milliarden) hätte lediglich gut 70 Millionen ergeben. Fragt sich wo Verkehrsminister Lies die übersteigenden Mittel einspart (er-tz, 27.05.16).

RechteckSchleswig-Holstein: GVS führt Landesweite Befragung im SPNV durch
Die GVS Gesellschaft für Verkehrsberatung und Systemplanung ist von der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH GmbH) mit der landesweiten Befragung im SPNV in Schleswig-Holstein im wert von 287 997,40 EUR beauftragt worden (2016/S 100-179413). Es wurden vier Angebote Abgegeben.
Die Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH GmbH) benötigt für die Weiterentwicklung des Angebotes im schienen- und straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr (SPNV und ÖSPV) eine Informationsdatenbasis, die hinreichende Informationen über Menge und Struktur der Verkehrsnachfrage in Schleswig-Holstein liefert. Vorhandene Datenquellen decken den Informationsbedarf nur teilweise ab.
Daher sollen im Jahr 2016 landesweit Befragungen von Fahrgästen im SPNV durchgeführt werden, um vorhandene Informationen zum Fahrgastaufkommen um Strukturinformationen ergänzen zu können. Die Leistung besteht aus der Befragung von Fahrgästen in den Zügen sowie der elektronischen Erfassung und Übermittlung der Daten an den Auftraggeber nach einem vorgegebenen Erhebungs- und Stichprobenkonzept. Hochrechnungen und Auswertungen sind nicht Bestandteil der Aufgabenstellung (Pressemeldung SPD, 27.05.16).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 27.05.16).

RechteckCarlsfeld

An Freitag vor einer Woche wurde die 99 592 in Vorbereitung des großen Auftrittes zum Schmalspur-Festival im Lokschuppen Carlsfeld angeheizt (Mike Fiedler, 27.05.16).

RechteckSalzburg

Der brandneue Trolleybus 347 traf am 26.05.16 die Fronleichnam-Prozession in Salzburg (Gunter Mackinger, 27.05.16).

RechteckSüdwestfälisches Eisenbahnmuseum

Vor den Toren des Südwestfälischen Eisenbahnmuseums in Siegen konnte ich die 141 248-5 in der Karlsruher Lackierung fotografieren. Die 141 248-5 erhielt mit einem Umbau-Muster-S-Bahnzug im AW Karlsruhe Ende 1977 / Anfang 1978 eine Sonderlackierung.
Die Lok konnte vom Anstrich her nur mit Führerstand "2" zum Zug laufen. Aus Abnutzungsgründen musste die Lok aber alle 4 Wochen gedreht werden. Daher wurde der Anstrich-Vorschlag wieder verworfen. Die Lok hatte damals vorne ein grünes S-Bahn-Metallschild.
Am 15.11.2001 wurde die Lok in verkehrsrot, ohne Untersuchung, IS 030 (KOPLX), umlackiert. Diesen Anstrich behielt die Lokomotive bis ins Jahr 2016. Am 25.09.2003 wurde die Lok im Lokschuppen der Eisenbahnfreunde Betzdorf in Siegen als Dauerleihgabe untergestellt.
Mittlerweile ist sie jedoch als Leihgabe im Südwestfälischen Eisenbahnmuseum (gleicher Standort) zu Hause. Im Laufe des Jahres 2016 erhielt die Lokomotive bei Rail Design Bäcker wieder ihre Karlsruher Lackierung aus den Jahren 1977/78 zurück (Matthias Schmitt, 24.05.16).

RechteckWutachtalbahn



In den Pfingstferien war die Tenderdampflok 262 mit ihrem Museumszug im Wutachtal unterwegs, bei schönem Wetter bieten sich momentan schöne Farbkontraste zwischen gelben und grünen Felder und Wiesen und einem blauem Himmel in den zum teil weiß oder rosa blühende Bäume ragen (Harald Becker, 24.05.16).

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LOK Report 06/16

LOK Report Ausgabe 6/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckAndernach/Neuwied


Dieser in Andernach aufgenommene Wagen ist einmalig, verfügt er doch als einziger Bistro-Wagen über einen automatischen Türschließ- und öffnermechanismus. Andernach gestern Mittag (Sascha Jansen, 23.05.16).

RechteckNové Údolí



Von Volary fuhr ich mit dem Regionalbus nach České Žleby (Bömisch Röhrer) und zu Fuß ging es zum Hp Stožec (Tusset). Ich fuhr mit Lok 754 039-6 nach Nové Údolí (Neuthal). Das dortige Gasthaus wurde geschlossen, ich musste zurückfahren nach Stožec, wo 50 Meter vom Hp Gasthaus und Pension "U pstruha" (Bei Forelle) warteten, mit auf 13 Grad gekühltem Bier aus der Brauerei Český Krumlov (Krumau).
Um 18 21 fuhr ich mit dem "Regionova" über den Abzweig Bhf Černý Kříž (Schwarzes Kreuz) nach Volary (Wallern), wo ich in der Herberge am Bahnhof übernachtete.
Die Fotos zeigen 754 039-6 am Streckenende in Nové Údolí und die stillgelegte Strecke nach Haidmühle-Waldkirchen (Ober Bay). Am Bahnsteig in Černý Kříž warteten eine Katze und alte Uhren aus Deutschland (Martin Kubík, 23.05.16).

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Tanago

Europa

RechteckDänemark: Oppositionsführerin Frederiksen besteht auf Bahnausbau
Die Chefin der Sozialdemokraten, Mette Frederiksen, hat die Fragestunde des Folketings genutzt, um die Ankündigung der Regierung, die landesweite Bahnmodernisierung im Rahmen des Zugfonds weitgehend aufs Abstellgleis zu schieben, zu kritisieren.
Sie warf Staatsminister Lars Løkke Rasmussen (V) vor, ohne ausreichenden Beleg die Finanzierung des 2014 ohne Venstre-Beteiligung im Folketing beschlossenen Baus von Hochgeschwindigkeitsstrecken, eines Bahnanschlusses für Billund und der Elektrifizierung diverser Strecken für gescheitert zu erklären.
Während Løkke knapp antwortete, das erforderliche Geld für die Bahnprojekte sei nicht vorhanden, verwies Frederiksen darauf, dass die Ausbauten im Bahnnetz mit deutlich schnelleren Zügen durch zusätzliche Bereitstellung von 200 Millionen Kronen jährlich trotz geringerer Einnahmen aus der Energiegewinnung finanziert werden könnten.
Verkehrsforscher Per Homan Jespersen erklärte in ing.dk, dass mit der von der Regierung geplanten Kürzung der Bahninvestitionen um 15 Milliarden Kr. vor allem die Chance vertan werde, in Ostjütland zwischen Aarhus und Kolding ein modernes Bahnangebot zur Entlastung der Autobahnen zu schaffen (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 27.05.16).

RechteckFrankreich: Olivier Carnot neuer Direktor von Alstom in Reichshoffen

Olivier Carnot wurde am 25.05.16 als Nachfolger von Jean Williamson zum Direktor des Alstom-Standorts Reichshoffen ernannt, dem Kompetenzzentrum für Regionalzüge. In seiner neuen Rolle wird Olivier Carnot die Umsetzung der laufenden Projekte gewährleisten:
• Coradia Polyvalent für die Regionen (216 Züge, davon bereits 135 ausgeliefert),
• Intercités (34 Züge) und
• Coradia Algérie (17 Züge).
Zum Erhalt des Standorts Reichshoffen wird er sich ferner auf die Wettbewerbsfähigkeit der Plattform Coradia Polyvalent und ihre Verbreitung in Frankreich und im Ausland konzentrieren.
Die Standort Reichshoffen beschäftigt mehr als 900 Mitarbeiter. Neben der Entwicklung und Herstellung von Regionalzügen ist er für "Design & passive Sicherheit" und "Kabinendesign" innerhalb der Alstom-Gruppe zuständig.
Nach der Ausbildung als Ingenieur, begann Olivier Carnot seine Karriere bei der RATP, bevor er der Alstom-Gruppe im Jahr 2001 betrat und verschiedenen Führungspositionen in den Bereichen Engineering und industriellen Aktivitäten in Frankreich und im Ausland inne hatte, unter anderem war er am Straßenbahnprojekt Melbourne und am Hochgeschwindigkeitszug NTV in Italien beteiligt. Seit April 2014 ist er Direktor für Projekte und Angebote in Reichshoffen und hat die Projektleitung Régiolis (Coradia Polyvalent). (WKZ, Quelle Alstom, 27.05.16).

RechteckGriechenland: Wieder Züge über Idomeni
Wie Trainose, das griechische EVU und die ARD melden, ist nach 70 Tagen Blockade wegen der Flüchtlingskrise der Güterzugverkehr zwischen Griechenland und Mazedonien am 26.5.2016 wieder aufgenommen worden (Prof. Dr. Johannes Schenkel, 27.05.16).

RechteckSchweden: Trafikverket prüft Nachtzüge in den Norden
Die schwedische Verkehrsverwaltung Trafikverket hat mit dem Bericht "Nattågstrafik efter 2018" die Bedingungen untersucht, unter denen der Staat Nachtzugverbindungen zwischen Stockholm und Nordschweden (Norrland/Narvik) weiterhin betreiben kann.
Auf Strecken, die wirtschaftlich nicht rentabel sind, aber auf denen öffentliche Verkehrsmitteln die Zugänglichkeit schaffen müssen, hat der Staat die Möglichkeit, Verkehr zu bestellen. In der gegenwärtigen Situation besteht eine Vereinbarung mit SJ, in jeder Richtung zwei Nachtzüge zu betreiben, was den Staat etwas mehr als 100 Mio. SEK pro Jahr kostet. Die Vereinbarung erstreckt sich bis 2018.
Drei mögliche Optionen nach 2018 sind jetzt zur Konsultation vorgeschlagen worden:
• Weiterführung der aktuellen Vereinbarung mit zwei Zügen in jeder Richtung pro Tag: Die Kosten sind über das ganze Jahr hoch, die Fahrgastzahlen aber wegen der touristischen Nutzung ungleichmäßig über das Jahr verteilt.
• Nur ein Zug in jeder Richtung pro Tag: Diese Option würde die Kosten verringern, die Kapazität in der Hochsaison aber nicht ausreichen.
• Zwei Züge pro Tag in der Hochsaison und ein Zug während der Nebensaison: Diese Variante würde bessere Bedingungen für die Tourismusbranche bieten und die Kosten reduzieren.
Trafikverket startet nun eine Konsultation mit den entsprechenden Gemeinden, Regionen, Verkehrsbehörden, Betreibern, Behörden und Tourismusorganisationen und wird die Antworten abwarten, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Eine Entscheidung wird im Oktober 2016 erwartet (WKZ, Quelle Trafikverket, 27.05.16).

RechteckSchweiz: Alpen-Initiative sagt Nein zur Milchkuh
Die Alpen-Initiative lehnt die unfaire Milchkuh-Initiative der Strassenverbände entschieden ab. Eine Annahme der Vorlage mit dem tückischen Titel «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» bedeutete einen radikalen Bruch in der Schweizer Verkehrspolitik. Er würde dazu führen, dass die Schweiz und die Alpen mit noch mehr Beton überdeckt würden.
Autofahrer kommen laut offiziellen Zahlen des Bundes nur für einen Bruchteil der Kosten auf, die sie verursachen. Trotzdem will die Strassenlobby mit der Milchkuh-Initiative noch mehr Geld in den Strassenbau pumpen. Am 5. Juni stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Vorlage ab.
Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, sagt dazu: «Die Milchkuh-Vorlage hätte katastrophale Auswirkungen für die Schweiz. Jedes Jahr würden der Bundeskasse 1,5 Milliarden Franken entzogen und stattdessen in den Strassenbau gebuttert. Auch die Transitachsen würden in kürzester Zeit ausgebaut. Die Konsequenz wäre eine enorme Zunahme des Transitverkehrs durch die Schweizer Alpen. Darum bekämpft die Alpen-Initiative die Initiative mit voller Überzeugung.»
Eine Annahme der Milchkuh-Initiative wäre eine totale Kehrtwende der Schweizer Verkehrspolitik. Dabei ist mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnel die Zeit endgültig gekommen, den Gütertransitverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.
Manuel Herrmann, Leiter Alpenschutzpolitik der Alpen-Initiative, zur Vorlage der Strassenlobby: «Alle 10 Jahre würde in der Schweiz mit der Milchkuh-Initiative eine Fläche der Stadt Luzern mit Strassen zubetoniert. Vor allem im Alpenraum ist der Boden beschränkt. Dort sind auch die negativen Auswirkungen des Verkehrs am stärksten zu spüren. Ein Nein zur Milchkuh ist darum auch ein Nein zu noch mehr Transitverkehr und ein Ja zum Alpenschutz.»
Die Alpen-Initiative empfiehlt den Freundinnen und Freunden der Alpen, am 5. Juni zur Urne zu gehen und Nein zu sagen zur Initiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung». (Pressemeldung Alpeninitiative, 27.05.16).

RechteckSchweiz: BLS-Infrastruktur erhält ausreichende bis gute Noten
In ihrem Netzzustandsbericht stellt die BLS ihrer Infrastruktur ausreichend bis gute Noten aus. Bei den Sicherungsanlagen besteht Handlungsbedarf, weil verschiedene Stellwerke das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Im Jahr 2015 hat die BLS 245 Millionen Franken für den Unterhalt und die Erneuerung ihrer Infrastruktur aufgewendet.
Die Infrastruktur der BLS ist in einem ausreichend bis guten Zustand. Das weist die BLS in ihrem Netzzustandsbericht aus, den sie Ende April zuhanden des Bundesamts für Verkehr eingereicht hat. Die Gesamtnote der BLS-Infrastruktur liegt bei 2,7. Die Notengebung basiert auf dem Regelwerk Technik Eisenbahn, das alle Infrastrukturanlagen schweizweit einheitlich in fünf Zustandsklassen einteilt – von 1 (neuwertig) bis 5 (ungenügend).
Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Zustand der BLS-Infrastruktur nur unwesentlich verändert. Handlungsbedarf besteht bei den Sicherungsanlagen, weil verschiedene Stellwerke am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt sind. Die Sicherheit der Sicherungsanlagen ist jedoch gewährleistet. Die Anlagen werden laufend durch Streckenverantwortliche überwacht. Die verbleibenden Handweichenbahnhöfe, die nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen, wird die BLS in den kommenden fünf Jahren ersetzen.
Die BLS betreibt und unterhält ein 420 Kilometer langes Streckennetz und damit das zweitgrösste normalspurige Eisenbahnnetz in der Schweiz. Der Wiederbeschaffungswert ihrer Infrastruktur beträgt 8,7 Milliarden Franken. Mehr als die Hälfte davon machen Kunstbauten wie Brücken und Tunnel aus. Fast zwei Milliarden Franken entfallen auf die Fahrbahn, wozu unter anderem die Gleise und die Weichen gehören.
Im Jahr 2015 hat die BLS rund 245 Millionen Franken aufgewendet, um ihre Infrastruktur zu unterhalten und zu erneuern. Um die Substanz der Infrastruktur zu erhalten, die Fernsteuerung der Sicherungsanlagen voranzutreiben und das Behindertengleichstellungsgesetz umzusetzen, plant die BLS bis im Jahr 2020 rund 40 Bahnhöfe umzubauen (Pressemeldung BLS, 27.05.16).

RechteckSchweiz: Mäharbeiten entlang der Bahnlinien
Ab Anfang Juni 2016 mäht die SBB aus Sicherheitsgründen schweizweit die Böschungen entlang den Bahnlinien. Aus betrieblichen Gründen müssen die Arbeiten nachts durchgeführt werden. Die SBB versucht den Lärm so gering als möglich zu halten. Alle Linien und Termine sind unter www.sbb.ch/boeschungspflege aufgeführt.
Der Sommer ist für die SBB die Zeit der Böschungspflege. Die regelmässigen Mäharbeiten sind für die biologische Artenvielfalt und die Betriebssicherheit der Bahn sehr wichtig. Von Anfang Juni bis Mitte Oktober mähen die Böschungsteams der SBB das Streckennetz gebündelt und konzentriert nach Linien.
Wegen der hohen Zugsdichte während des Tages müssen die Arbeiten jeweils nachts durchgeführt werden. Lärm lässt sich dabei nicht vermeiden. Die SBB dankt den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis und bemüht sich, die Auswirkungen so gering als möglich zu halten. (Pressemeldung SBB, 27.05.16).

RechteckSchweiz/Ukraine: Erster Schweizer Hilfstransport per Eisenbahn erreicht Donetsk
Erneut haben zwei Hilfstransporte der Humanitären Hilfe des Bundes (HH) Chemikalien für die Wasseraufbereitung und medizinische Güter ins ukrainische Konfliktgebiet gebracht. Erstmals hat die in der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) angesiedelte HH die Eisenbahn als Transportmittel eingesetzt.
Am 24. Mai erreichte der Zug mit acht Wagen die ostukrainische Grossstadt Donetsk. Er war mit 473 Tonnen Chemikalien für die Wasseraufbereitung, v.a. Aluminiumsulfat, beladen. Die Chemikalien sind für die Wasserwerke Donbas bestimmt, die zahleiche Gemeinden auf beiden Seiten der Kontaktlinie mit Trinkwasser versorgen. Der Zug war auf der regierungskontrollierten Seite beladen worden und überquerte die Kontaktlinie zwischen Kostyantynivka und Yasinovataya. Es handelt sich um den ersten humanitären Transport per Eisenbahn in die NGCA (Nicht von der Regierung kontrolliertes Gebiet) seit Ausbruch des Konflikts.
Weitere Güter wurden per Lastwagen nach Donetsk transportiert. Dabei handelt es sich namentlich um medizinisches Material wie Ersatzteile für ein Röntgengerät und Krebsbehandlungsmittel sowie 38 Apparate zur Chlorproduktion (WATA). Mit diesen Apparaten können die lokalen Behörden vor Ort eine Chlorlösung produzieren, mit der das Trinkwasser für 300'000 Personen selbständig und auf lange Sicht aufbereitet werden kann.
Ein zweiter Transport, bestehend aus 15 Lastwagen, lieferte Hilfsgüter auf der regierungskontrollierten Seite. Der Konvoi hatte 245 Tonnen Chemikalien für die Zweigstelle der Wasserwerke Donbas in der Stadt Krasnoarmiysk geladen. Eine LKW-Ladung dieses Transports mit medizinischem Material und Medikamenten war für das Spital in Kurakhove nahe der Kontaktlinie bestimmt. Begleitet und unterstützt wurden die Transporte im Osten der Ukraine von neun Angehörigen der HH und des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) sowie von Mitarbeitern der Schweizer Botschaft und des Kooperationsbüros in Kiew.
Bei den jüngsten Transporten handelt es sich um die vierte Aktion in diesem Rahmen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 1.3 Mio. Franken. Seit dem Frühjahr 2015 beliefert die HH mit Hilfe von SKH-Fachleuten die Wasserwerke Donbas mit Chemikalien zur Wasseraufbereitung. Die DEZA ist bislang die einzige staatliche Akteurin, die humanitäre Konvois organisiert, welche die Kontaktlinie im Osten der Ukraine überqueren (Pressemeldung Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, 27.05.16).

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