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LOK Report – News von Freitag, 05.02.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Betriebssimulation zeigt Schwach-
stellen der S-Bahn Stuttgart

Absatzlinie
Weniger Fahrgäste für Lößnitz-
grund- und Weißeritztalbahn

Absatzlinie

Ticket oder Ausweis
werden in Frankreich Pflicht

Absatzlinie
Trasse für Neubau Montpellier - Perpignan festgesetzt
Absatzlinie
Norwegen schreibt die
Hälfte der Bahnstrecken aus

Absatzlinie
Sicherheitszertifikat für
Cargolink in Gefahr

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Rainer Hartmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Nationales Hafenkonzept 2015
Zur weiteren Stärkung der deutschen Häfen hat die Bundesregierung das Nationale Hafenkonzept für die See- und Binnenhäfen 2015 verabschiedet, das sie dem Bundestag als Unterrichtung (18/7340) vorlegt. Dabei handelt es sich um die Fortschreibung des Nationalen Hafenkonzepts 2009.
Das neue Konzept soll einen strategischer Leitfaden für die Hafenpolitik der nächsten zehn Jahre sein, damit die deutschen Häfen ihre Funktion als Drehscheiben des nationalen und internationalen Warenaustauschs, als Zentren für logistische Aktivitäten und Industriestandorte weiterhin auf höchstem Niveau ausführen können, heißt es in der Unterrichtung.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind sieben Maßnahmenpakete vorgesehen. Dazu gehören der gezielte Ausbau der hafenbezogenen Infrastruktur und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der See- und Binnenhäfen. Dazu gehören auch Maßnahmen der internationalen und europäischen Hafenpolitik, des Umwelt- und Klimaschutzes, der Ausbildung und Beschäftigung, der Gewährleistung angemessener Sicherheit und Gefahrenabwehr sowie der besseren Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Hafenpolitik.
Insgesamt sollen in den kommenden zehn Jahren 155 Einzelmaßnahmen umgesetzt werden, schreibt die Regierung in der Unterrichtung (Pressemeldung Bundestag, 05.02.16).

RechteckGDL: Claus Weselsky zur Zukunft der Eisenbahn
Liebe Kolleginnen und Kollegen, "es ist höchste Zeit, konsequent umzusteuern: Zukunft Bahn – Gemeinsam für mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg". Diese Maxime gibt Herr Grube nach nunmehr über sechs Jahren als DB-Vorstandsvorsitzender aus. Das Ziel begrüßen wir als GDL, allerdings nicht uneingeschränkt, denn eigentlich müsste es um die Zukunft des Eisenbahnsystems gehen und nicht nur um die Zukunft des DB-Konzerns.
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge sind eine Katastrophe. Immer mehr Kunden wechseln zur Straße. Die Ursachen liegen im miserablen Zustand der gesamten Eisenbahninfrastruktur.
Auch bei der Beseitigung der Misere scheiden sich in vielen Punkten die Geister. Das fängt schon mit den Anreizen zu pünktlichen Zügen an. "Boni für nichts" titelte das Manager-Magazin dazu treffend. So erhält der Vorstand ein Viertel der 6,8 Millionen Euro Boni bereits, wenn 80 Prozent der Fern- und 74 Prozent der Güterzüge pünktlich sind. Aber erst bei mindestens 85 Prozent Anschlusspünktlichkeit würden neun von zehn Fahrgästen ihren Anschlusszug erreichen. Das reicht somit nicht, also darf es keinesfalls 100 Prozent Boni für diesen Bereich geben.
Statt nun das Netz mit einem vernünftigen Taktfahrplan auszubauen, wie das die Schweizer seit Jahrzehnten erfolgreich tun, soll gespart werden - und in der Schweiz kann man die Uhr nach den Zügen stellen, so pünktlich sind sie. Prestigeobjekte sind dazu nicht geeignet. Es muss viel mehr in eine zusammengeführte Infrastruktur investiert werden, denn nur dadurch kann die Schiene auch ihre Systemvorteile entfalten.
Und wo soll denn nun eigentlich gespart werden? Beim Zugpersonal, so wie immer, ist die Denke des DB-Vorstands. Er will wieder einmal Projektgesellschaften ausgliedern, damit er billigere Löhne zahlen kann. Dabei geben Lokomotivführer und Zugbegleiter seit Jahren wirklich alles, damit die Züge pünktlich und zuverlässig sind. Die Führungskräfte haben ganz offensichtlich verlernt, Eisenbahn zu organisieren.
Deshalb werden wir mit unserem Flächentarifvertrag die Einkommens- und Arbeitszeitbedingungen erhalten und eben nicht abbauen, auch beim Marktführer DB nicht (Pressemeldung GDL, 05.02.16).

Industrie

RechteckEurail Group: Interrail für Senioren
Im Rahmen eines innovativen Projekts mit Unterstützung der Europäischen Kommission wurden neue, speziell für ältere Reisende konzipierte Interrail-Produkte eingeführt
Die Eurail Group G.I.E. und ihre Projektpartner Treinreiswinkel, CEOMA, SEGITTUR sowie die Hochschule Eberswalde freuen sich, die Einführung der "Interrail Tours" und des "Interrail Premium Passes" bekannt geben zu können, deren Konzept spezifisch auf reisende Senioren ausgerichtet ist. Dies ist Teil eines Projektes, das von der Europäischen Union ko-finanziert wird, und darauf abzielt, Senioren paneuropäische Bahnreisen zu erleichtern.
Die Urlaubspakete "Interrail Tours" (http://www.interrail-tours.com ) wurden im Rahmen des innovativen "Senior Rail Travel Project" (Senioren-Bahnreiseprojekt) entwickelt und nutzen den beliebten Interrail-Pass, ein einzigartiges Bahnticket, das unbegrenzte Bahnfahrten in bis zu 30 verschiedenen europäischen Ländern ermöglicht. Das Senior Rail Travel Project dient dem Ziel, für in Europa lebende Senioren die Auswahl, Eignung, Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Urlaubsreisen zu verbessern.
"Über 90 Prozent der im Rahmen des Projektes befragten Senioren betrachteten Europa als ein attraktives oder äußerst attraktives Urlaubsziel; uns fiel jedoch auch ein Mangel an geeigneten Reisepaketen auf, welche die unterschiedlichen Bedürfnisse älterer Reisender in Europa bedienen", sagt Silvia Görlach, Sales & Marketing Manager der Eurail Group G.I.E.
Mit Bahnpauschalreisen nach Frankreich, Italien oder Spanien füllen die Interrail Tours erfolgreich eine Lücke und tragen dazu bei, dass es für Senioren leichter wird, die Schönheit und Vielfalt Europas zu erleben.
"Die Interrail Tours wurden derart konzipiert, dass sie Faktoren vermeiden, die für Senioren oftmals ein Hindernis für das Verreisen darstellen. Sie umfassen qualitative Unterkünfte in Bahnhofsnähe, kostenlose Platzreservierung und durchgängige Unterstützung während der Reiseplanung, sodass die Kunden einen idealen Europaurlaub mit einem einzigen bequemen Bahnreisepaket erleben können", sagt Frau Görlach. Senioren können auch Sonderleistungen nutzen, wie beispielsweise vorgebuchte Transfers per Taxi und Vergünstigungen für Stadtbesichtigungen, und so ihre Reise noch einfacher und komfortabler gestalten.
Zurzeit können die Kunden je nach ihren Bedürfnissen und persönlichen Interessen unter 15 verschiedenen Interrail Tours auswählen. "Angesichts der in den Reisepaketen enthaltenen Reiseziele wie zum Beispiel die Normandie und Avignon in Frankreich, Florenz und Riomaggiore in Italien sowie Cordoba und Bilbao in Spanien, gibt es Interrail-Touren für jeden Geschmack, egal ob Sie ein Geschichtsfanatiker, ein Liebhaber exzellenter Gastronomie oder ein Naturmensch sind", fügt Frau Görlach hinzu.
Außerdem wurde im Rahmen des Projekts der neue Interrail Premium Pass für Reisen entweder in Spanien oder Italien entwickelt, der ab dem 16. Februar 2016 über http://www.interrail.eu/premium-pass zum Verkauf bereit stehen wird. Unter besonderer Berücksichtigung der unabhängigeren Reisenden über 60 Jahre ermöglicht der Interrail Premium Pass den Ticket-Inhabern, ihre Bahn-Reservierungen kostenlos zu buchen und bietet zusätzliche Vorteile, die ihnen auf der gesamten Reise von Nutzen sind, wie vergünstigte Transfer-Dienste und einen kostenlosen Reiseführer vom bewährten Anbieter Tripwolf für Mobilgeräte.
Die Einführung der Produkte des Senior Rail Travel Project wurde während der am 4. Februar in Florenz, Italien, veranstalteten Konferenz "Europe: The Best Destination for Seniors" bekannt gegebe (Pressemeldung Eurail Group G.I.E., 05.02.16).

RechteckSCI Verkehr: Studie zum Bahnmarkt Afrika

Africa: Average Market Volume 2015 and 2020 [EUR million].
Der afrikanische Bahnmarkt präsentiert sich stabil. Personenverkehr spielt für seine Entwicklung eine immer größere Rolle. Wesentliche Schienenkorridore sind ebenso im Kommen wie neue Strecken und Netze für den Pendler- und Stadtverkehr. Das Marktvolumen für Produkte und Dienstleistungen der Bahntechnik liegt aktuell bei ca. 4,8 Mrd. Euro und wird bis 2020 um 2,4% pro Jahr auf ca. 5,4 Mrd. Euro anwachsen. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der neuen Marktstudie "The African Railway Market" der SCI Verkehr GmbH.
In den vergangenen zehn Jahren konnten sich zahlreiche afrikanische Staaten schrittweise wirtschaftlich und sozial stabilisieren – vielfach aufgrund ausländischer Investitionen in die Erschließung von Rohstoff-Lagerstätten. Niedrige Rohstoffpreise, gebremstes Wirtschaftswachstum des Haupthandelspartners China sowie politische und soziale Unruhen stellten weiteres Wachstum in Frage.
Der Bahnmarkt reagierte vor allem mit strukturellen Veränderungen: Immer weitere Entwicklungen für gemischten Personen- und Güterverkehr sowie für Pendler- und Stadtverkehrsnetze ergänzen die bekannten Projekte für Bahnstrecken zwischen Minen und Seehäfen, von denen viele verschoben oder verspätet sind, aber bisher nur wenige aufgegeben wurden. Die Studie enthält mehr als 40 Portraits aktueller Bahnprojekte auf dem Kontinent.
Neben Rohstoffen ist Afrikas größte Ressource eine relativ junge und zunehmend städtische Bevölkerung. Der Urbanisierungsgrad beträgt 40 % und steigt jährlich um 0,6 % an. "Hohe Bevölkerungsdichte schafft gute Voraussetzungen für die Entwicklung leistungsfähiger öffentlicher Stadtverkehre", betont Maria Leenen, Geschäftsführende Gesellschafterin der SCI Verkehr GmbH. 2015 eröffnete in Addis Abeba (Äthiopien) ein neues Stadtbahnnetz; ähnliche Systeme sind in Lagos (Nigeria), Abidjan (Elfenbeinküste) und mehreren algerischen Städten in Entwicklung.
Der Bau neuer und die Modernisierung der bestehenden Straßen-, Energie- und Bahninfrastruktur bleibt eine dringliche Aufgabe. Neue Netze und Strecken entstehen fast ausschließlich in der auch weltweit am stärksten verbreiteten Normalspur. Die Leistungssteigerung spiegelt sich aber auch in einem überdurchschnittlichen Marktwachstum für Signal- und Kommunikationstechnik. Parallel werden die Trieb-, Personen- und Güterwagenflotten verjüngt und teilweise ergänzt.
Das Geschäft in diesen Projekten erfordert neben genauen Kenntnissen der konkreten politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen vor allem Beharrlichkeit. "Es gilt die notwendigen Voraussetzungen zur rechten Zeit am rechten Ort zusammenzubringen", meint Leenen. "Wer diese Geduld aufbringt, erntet schließlich die Früchte." Die neue MultiClient-Studie "The African Railway Market" ist ab dem 09.02.2016 in englischer Sprache bei SCI Verkehr GmbH erhältlich (Pressemeldung SCI Verkehr GmbH, 05.02.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Betriebssimulation zeigt Schwachstellen im S-Bahn-Verkehr
Erste Simulationsergebnisse haben bestätigt: Engpässe im Betriebsablauf der S-Bahn sind auf mehrere Ursachen zurückzuführen. So stößt die Infrastruktur an einigen Stellen an ihre Leistungsfähigkeit wie zum Beispiel auf der Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Schwabstraße. Auch der Mischverkehr von S-Bahnen, Regional- und Fernzügen auf denselben Gleisen führt zu Erschwernissen. Schon geringe Verspätungen wirken sich dadurch auf das ganze S-Bahn-System aus.
Dies zeigt eine aktuelle Betriebssimulation. Ein Zwischenbericht verdeutlichte dem regionalen Verkehrsausschuss am Mittwoch die derzeitige Situation auf Basis des aktuellen S-Bahnfahrplans sowie im Hinblick auf alle weiteren Schienenverkehre. Die Untersuchung wurde auf Antrag der CDU-Fraktion vom Verband Region Stuttgart beauftragt, von der DB Netz AG durchgeführt und fachkundlich begleitet vom Verkehrswissenschaftlichen Institut an der Universität Stuttgart (VWI).
Die Betriebssimulation wird fortgesetzt: Sie wird im Weiteren eine Vorausschau geben auf Grundlage des zukünftigen Fahrplanangebots und der Infrastruktur von Stuttgart 21. Diese Zukunftsanalyse soll in den nächsten Monaten vorliegen. Ergänzt wird die Simulation um eine Analyse, wie sich Maßnahmen für pünktlichere S-Bahnen zukünftig auswirken, so beschloss es der Verkehrsausschuss. Verkehrsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler betonte: "Es ist wichtig, die Schwachstellen im S-Bahn-Verkehr zu identifizieren und die Wirksamkeit von Maßnahmen für mehr Pünktlichkeit genau zu kennen.  Auf Basis dieser Erkenntnisse können Qualität und Pünktlichkeit der S-Bahn noch zielgerichteter verbessert werden." Prof. Ullrich Martin (VWI) empfahl die Erkenntnisse aus der Betriebssimulation als "eine gute Entscheidungsgrundlage, um abzuschätzen, welche Maßnahmen sich besonders lohnen und in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden sollten."
Zudem wurde über die Pünktlichkeit des Schienenpersonennahverkehrs des Landes in der Region Stuttgart berichtet. Das geht auf einen weiteren Antrag der CDU-Fraktion zurück. So wirken sich Verspätungen anderer Zugverkehre auf Strecken mit Mischbetrieb direkt auf die Pünktlichkeit der S-Bahn aus. Das Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur hat die Pünktlichkeitswerte zum Landesschienenverkehr in diesem Zusammenhang zur Verfügung gestellt. Ein Vergleich mit der S-Bahn zeigt: Von 2012 bis 2014 gab es einen Abwärtstrend bei der "6-Minuten-Pünktlichkeit" sowohl bei den Landesverkehren wie auch bei der S-Bahn, der sich im Jahr 2014 jedoch abschwächte.
Konkret: Ende 2014 waren knapp 93 Prozent aller Landeszüge weniger als sechs Minuten verspätet, bei den S-Bahnen waren es fast 96 Prozent. Während sich die "6-Minuten-Pünktlichkeit" der S-Bahn im Jahr 2015 um einen Prozentpunkt verbesserte, haben die Züge des Landes die Trendwende noch nicht geschafft. Dr. Jürgen Wurmthaler freute sich über die Stabilisierung der S-Bahn-Pünktlichkeit, wies aber auch darauf hin, dass auf dem Weg für ein besseres Schienennetzes notwendige Baustellen die Pünktlichkeit weiter beeinträchtigen können.
Rainer Ganske (CDU) bemängelte die Pünktlichkeitswerte des Landes, die "noch schlechter seien, als bei der S-Bahn". Der Fahrgast wähle nach Bedarf zwischen beiden Verkehrsangeboten in der Region, also den S-Bahnen wie auch den schnellen Landesverkehren. Ganske verwies bei derartigen Verspätungen auf die Problematik verpasster Anschlüsse. Michael Lateier (Bündnis 90/Die Grünen) vermisste Aussagen zu den ausgefallenen Zügen. Für Thomas Leipnitz (SPD) sind die Verspätungswerte "wenig berauschend". Es müsse sich zeigen, wie die Bonus- und Malusregelung im neuen Landesverkehrsvertrag greife.
Die leichte Stabilisierung der S-Bahn-Pünktlichkeit wird unterstützt durch Maßnahmen, welche die Regionalversammlung beschlossen hat, darunter der Kauf neuer Fahrzeuge, unter anderem für ein zeitsparenderes Wenden. Auch die zum letzten Dezember umgesetzten Fahrplanänderungen oder das zentrale Türschließen mit dem Einsatz von Monitoren beschleunigen den Betriebsablauf (Pressemeldung VRS, 05.02.16).

RechteckBW: Region fordert mehr Regionalisierungsmittel vom Land
Der Verband Region Stuttgart fordert vom Land eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel um 8 Prozent. Dafür hat sich der Verkehrsausschuss einstimmig ausgesprochen. Anlass hierfür ist die Revision des Regionalisierungsgesetzes, die dem Land dieses Jahr 8 Prozent mehr Regionalisierungsmittel einbringt. "In Anbetracht der verbesserten Ausstattung des Landes mit Regionalisierungsmitteln ist auch eine Erhöhung der Zuweisung vom Land an die Region in der gleichen Relation geboten", sagte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Basis ist der bisherige Vertrag mit dem Land sowie das Verkehrsangebot der S-Bahn des Jahresfahrplans 2016.
Wegen der noch ausstehenden Rechtsverordnung für die Verteilung der Regionalisierungsmittel an die Länder soll ein Übergangsvertrag zwischen Land und Region über einen Pauschalbetrag abgeschlossen werden. Die Vereinbarung soll auch eine Dynamisierungsregelung enthalten für den Fall, dass Bund und Länder dieses Jahr keine Einigung erzielen. Mit den Mitteln werden insbesondere die Infrastrukturkosten des Verkehrsangebots bei der S-Bahn finanziert.
Die Vergabe der Regionalisierungsmittel an die Länder erfolgt dieses Jahr nach dem bisherigen Verteilschlüssel. Das heißt, das Land Baden-Württemberg erhält weiterhin 10,44 Prozent der Regionalisierungsmittel, deren Gesamtvolumen für 2016 bundesweit auf 8 Milliarden Euro erhöht wurde.
"Für uns steht es außer Zweifel, dass das Land den entsprechenden Anteil der Mittelerhöhung an die Region weitergeben muss – zur Finanzierung der Aufgaben, die es seinerzeit an die Region übertragen hat", betonte Rainer Ganske (CDU). Im Grunde müsse sogar eine überproportionale Erhöhung gefordert werden, um einen Verkehrsinfarkt im Ballungsraum zu verhindern, so Ganske weiter. "Wir sind mit der Übergangsregelung einverstanden, bis ein endgültiger Beschluss vom Bund vorliegt", sagte Eva Mannhardt (Bündnis 90/Die Grünen). Sie sieht es als richtig an, dass das Gesamtvolumen der Regionalisierungsmittel erhöht wurde, zumal der Bund als Eigentümer der Bahn AG für einen Teil der Kostensteigerung mitverantwortlich ist. Thomas Leipnitz (SPD) begrüßte es, dass Gespräche mit dem Land aufgenommen wurden und stimmte der Übergangsregelung zu. Bernhard Maier (Freie Wähler) hob hervor, dass der Verband Region Stuttgart als einzige Region in Baden-Württemberg die Aufgabenträgerschaft für regionalbedeutsamen Schienenpersonennahverkehr, insbesondere die S-Bahn hat. Deshalb müsse die Region jetzt mit dem Land über finanzielle Mittel verhandeln, damit die Kommunen und Kreise der Region Stuttgart nicht schlechter gestellt werde als alle anderen im Land. "Wir begrüßen die Eckpunkte für die Übergangsregelung, weil wir eine wachsende Nachfrage in der Region sehen – befördert von den hohen Luftschadstoffwerten und der dezentralen Wohnstruktur in der Region", erklärte Christoph Ozasek (Die Linke). Armin Serwani (FDP) sieht ebenfalls einen erheblichen Bedarf für mehr Mittel und stimmte deshalb der Übergangsregelung zu. Dem schloss sich Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politik) an (Pressemeldung VRS, 05.02.16).

RechteckNRW: Vorinformation RB 28 Eifel-Bördebahn
Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland GmbH (ZV NVR) hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zu Leistungen im Schienenpersonennahverkehr auf der RB 28 Eifel-Bördebahn gegeben (2016/S 024-037642).
Das Leistungsvolumen beträgt 25 851,20 Zugkm p. a., der Beginn soll am 1.1.2017 mit einer Laufzeit von 24 Monaten erfolgen. (Pressemeldung VCD, 05.02.16).

RechteckSachsen: Leichter Fahrgastrückgang für Lößnitzgrundbahn und Weißeritztalbahn
Die beiden Schmalspurbahnen im Gebiet des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) präsentierten am Donnerstag ihre B ilanz für das Jahr 2015. "Die Fahrgastzahlen auf der Weißeritztalbahn und der Lößnitzgrundbahn war n im vergangenen Jahr stabil " betonte Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG). "Wir freuen uns, dass wir nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2014 auch 2015 rund 400.000 Fahrgäste begrüßen konnten."
Um im Jahr 2016 viele Gäste und Besucher auf die schmale Spur zu locken, haben die Eisen bahngesellschaft, die beiden Vereine sowie der VVO einen umfangreichen Veranstaltungs-katalog mi t über neunzig Terminen erstellt.
Die Weißeritztalbahn wurde im vergangenen Jahr von rund 145.000 Fahrgästen genutzt. "Gegenüber dem Vorjahr ist das ein leichter Rückgang um 3 Prozent", erläuterte Mirko Froß. Gemeinsame Aktionen, so unter anderem das Schmalspurbahn-Festival , zogen zahlreiche Besucher an. "Hier zeigt sich wieder, dass besonders dank der Zusammenarbeit vieler Partner entlang der Strecke vieles mit und rund um die Bahn erreicht werden kann", so Froß.
Mit 253.000 Fahrgästen verzeichnete die Lößnitzgrundbahn ebenfalls einen leichten Rückgang um 4 %. Dabei hat sich vor allem die Schließung des Schloss Moritzburg im 1. Quartal negativ ausgewirkt.
Potenzial sehen die SDG und der VVO insbesondere im Fahrradtourismus: "Trotz der stärkeren Vermarktung mit den lokalen Tourismusverbänden ist noch viel Platz in den Zügen", schilderte Mirko Froß. "Dabei fahren die Züge mit Packwagen, die die Mitnahme ganz bequem ermöglichen. Wir werden die guten Angebote daher gemeinsam in diesem Jahr noch stärker vermarkten." Zum schon traditionellen Anradeln im Mai kooperiert die SDG mit dem Dresdner Heidebogen und lädt zum gemeinsamen Erkunden der Region rund um Moritzburg und Radeburg ein.
Auf beiden Schmalspurbahnen finden in diesem Jahr die beliebten Festivals statt. "Die Mischung aus besonderen Loks und Wagen auf den Gleisen sowie einem bunten Programm für die ganze Familie rund herum hat sich in den vergangenen Jahren bewährt", berichtete Gabriele Clauss, Abteilungsleiterin Marketing im VVO. "Das Schmalspurbahn-Festival auf der Weißeritztalbahn ist inzwischen für viele ein Höhepunkt in den Sommerferien. In diesem Jahr Presseinformation 4.2.2016 findet es am 16. und 17. Juli an vielen Stationen entlang der Strecke von Freital bis Dippoldiswalde statt."
Im Lößnitzgrund wird traditionell im Herbst gefeiert. Vom 17. bis 18. September laden die Traditionsbahn, die SDG, das Schmalspurbahnmu seum Radebeul und der VVO wieder zu einem Fest für die ganze Familie ein. Während beider Festivals werden traditionsreiche Lokomotiven wie die sächsische IV K Nr. 132 in der typischen grünen Farbgebung zum Einsatz kommen (Pressemeldung SDG, VVO, 05.02.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (05.02.16).

RechteckNürnberger Verkehrsmuseum


Anläßlich eines Messebesuchs war auch mal wieder nach fast zehn Jahren ein Besuch des Verkehrsmuseums angesagt. Insbesondere die neue Präsentation der hervorragenden 1:10-Modelle in der ersten Etage des Museums wusste zu gefallen. In der Halle im angrenzenden Freigelände sind neben der 78 510, der 38 2884 noch die E52 , ein IC x Modell und die 05 zu sehen. Zur Zeit läuft noch eine Sonderausstellung zu den Schweizer Bahnen (Martin Wehmeyer, 05.02.16).

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LOK Report 02/16

LOK Report Ausgabe 2/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckBahnhöfe in Portugal: Beja


In der südportugiesischen Provinz Alentejo liegt das Städtchen Beja, heute Endpunkt einer Intercity-Linie von Lissabon. Bis vor einigen Jahren gab es noch direkte Züge nach Beja, heute muss man in Casa Branca aus dem IC nach Évora in einen Triebwagen umsteigen, der den Reisenden ans Ziel bringt.
Wie viele Bahnhöfe in Portugal ist auch das Empfangsgebäude von Beja mit den landestypischen "Azulejos" geschmückt, den bunten Keramikfliesen, die man auch an anderen Gebäuden in Portugal häufig antrifft.
Hier im Bahnhof schmücken "Azulejos" mit historischen Motiven den Hausbahnsteig, während in der Schalterhalle motivlose Fliesen die Wände bedecken. Außen am Bahnhofsgebäude hat übrigens der neue Infrastrukturbetreiber der portugiesischen Bahnen "Infraestruturas de Portugal" bereits sein Logo angebracht, obwohl dieses staatliche Unternehmen erst Mitte 2015 gegründet worden war, um die Straßen, Autobahnen und Bahnlinien des Landes unter einem Dach zu verwalten (Rüdiger Lüders, 05.02.16).

RechteckDieselbetrieb in Venetien (Italien)


Angeregt durch einen Reisebericht an dieser Stelle vom Oktober 2015 besuchte ich im Januar die Dieselstrecken nördlich von Treviso und Padua. Vor Ort stellte sich heraus, dass seit dem Fahrplanwechsel im Dezember die D 445 bespannten Wendezüge leider nur noch zwischen Padua und Montebelluna verkehren und somit auf dem landschaftlich uninteressantesten sowie teilweise elektrifizierten Streckenabschnitt.
Weiter nach Norden zwischen Montebelluna und Belluno ist jetzt reiner Triebwagenverkehr, hauptsächlich mit ALn 668 in Doppel- oder Dreifachtraktion. Die anderen Kurse werden mit Minuetto-Triebwagen bedient, die jetzt auch teilweise nach Calalzo di Cadore fahren.
Eine Mitfahrt im ALn668 ist auf letztgenannter Bergstrecke ein Erlebnis. In Halbhöhenlage am Hang entlang, über Galerien und durch unzählige Tunnel hat der Triebwagen hörbar zu tun bis zum Endpunkt Calalzo.
Insgesamt war trotz der Umstellungen im Betriebsablauf ein interessanter und abwechslungsreicher Zugverkehr in teils dichter Taktfolge zu erleben (Rainer Hartmann, 05.02.16).

RechteckFrankfurt-Königsteiner-Eisenbahn

Leichte innovative Nahverkehrs-Triebwagen fahren täglich neben den betagten VT2E zwischen Frankfurt und Königstein im Taunus (Jan Krehl, Fotos Fotos Marcel Mehlhorn/JKHalle Verkehrsfotografie, 05.02.16).

RechteckGöttingen


Göttinger Brückenperspektive in Form von 140 038 (Ferdinand Jacksch, 05.02.16).

RechteckPraha Vršovice

Am Donnerstag gab es Aktivitäten im Güterverkehrsbereich am Prager Bahnhof Praha Vršovice. Die CD Cargo 704 011 schob Güterwagen hin und her. Später brachte die CD Cargo Diesellokomotive 742 192 einen Teil davon über Praha Malešice nach Rangierbahnhof Praha Liben (Quintus Vosman, 05.02.16).

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Tanago

Europa

RechteckFrankreich: Güterverkehrsbranche fordert bessere Infrastrukturbedingungen
Die Berufsorganisationen des französischen Schienengüterverkehrs (L'Association française du rail Afra, l'Association des utilisateurs de transport de fret AUTF, Groupement national des transports combinés GNTC, Opérateurs ferroviaires de proximité OFP und Union des entreprises de transport et de logistique de France TLF) blicken einem Bericht der Usine nouvelle zufolge zwar optimistischer in die Zukunft als früher, beklagen aber den schlechten Service von SNCF Réseau und erwarten die Erfüllung der vom Staat angekündigten Verpflichtungen.
Nach Jahren eines starken Rückgangs im Schienengüterverkehr scheint das Jahr 2014 mit einem Anstieg um 0,6% in der Zahl der Tonnenkilometer und einem Wachstum im Umsatz der ersten neun Monaten des Jahres 2015 eine zaghafte Erholung einzutreten.
Aber laut Pascal Sainson, Direktor der Afra, gibt es nach der Eisenbahnreform im Jahr 2014 noch keinen Dienstvertrag zwischen dem Staat und SNCF Réseau. Dies wurde auch schon von der Regulierungsbehörde Arafer kritisiert. Die Trassenpreise sind im Jahr 2016 um 6,27% gestiegen, die Qualität der Infrastruktur ist nicht zufriedenstellend und die vom Staat versprochenen Investitionen sind nicht erfolgt. Der durchschnittliche Trassenpreis im Güterverkehr liegt bei 4,8 Euro pro Zugkilometer, während er in Europa nur nur 2,8 Euro beträgt.
"Ohne die finanzielle Kompensation durch den Staat werden die französischen Eisenbahn-unternehmen im intermodalen Wettbewerb aus dem Markt gedrängt" unterstreicht die Afra. Aber diese Kompensation verringerte sich von 227 Mio. Euro im Jahr 2012 auf 109 Mio. Euro im Jahr 2014.
Angesichts der sinkenden Qualität wechseln einige Kunden wieder auf die Straße. In Frankreich machen Güterzüge den Weg frei für Personenzüge, die verspätet sind. In Großbritannien können pünktliche Güterzüge ihre Reise fortsetzen.
In Frankreich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 40 und 50 km/h, niedriger als auf der Straße. Eine genaue Ankunftszeit zu bestimmen, ist nahezu unmöglich, sagte Pascal Sainson.
Und die Situation verschlechtert sich. Der Erhalt fester Trassen sank von 76,6% im Jahr 2015 auf 60,5% im Jahr 2016. Zur gleichen Zeit stieg die Zahl der durch Bauarbeiten nicht verfügbaren Trassen von 11,7% auf 18,6%.
Die Frachtunternehmer verlangen deshalb:
• Eine transparente Analyse der Infrastrukturkosten
• Qualitätsindikatoren für Trassenpreise, um diese mit der Qualität der Infrastruktur zu korrelieren
• In Bezug auf die Umweltnachhaltigkeit überprüfte Produktivitätsziele für den Infrastrukturverwalter (WKZ, Quelle l'Usine nouvelle, 05.02.16).

RechteckFrankreich: Ticket oder Ausweis werden in Verkehrsmitteln Pflicht
Der französische Senat hat am 28. Januar 2016 einen Gesetzesvorschlag des sozialistischen Abgeordneten der Gironde, Gilles Savary, angenommen, der Terrorismus und Betrug im Verkehrsbereich verhindern soll. Das Gesetz enthält insbesondere eine Pflicht für Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein, in Zügen, Metro, RER, Bus und Straßenbahnen ein Personalidentifikationsdokument (Personalausweis, Führerschein, Sozialversicherungs-ausweis) vorzeigen zu müssen.
Die Senatoren der Republikaner stimmten im Senat gemeinsam mit den Sozialisten für den Entwurf. Zugleich haben sie den Verkehrsträgern - öffentlichen und privaten - gestattet, sich die Ausweise vorzeigen zu lassen.
Diese Maßnahme soll den Einzug von Geldbußen verbessern helfen. In der Île-de-France sind etwa 10 Prozent der gegenüber Kontrolleuren gemachten Angaben falsch und führen dazu, dass jährlich 100 Mio. Euro nicht eingezogen werden können. Das Gesetz würde den Kontrolleuren erlauben, Polizei oder Gendarmerie hinzuzuziehen.
Der bereits in der Nationalversammlung am 17.12.15 bewilligte Entwurf muss nun im gemeinsamen Ausschuss (commission mixte paritaire, 7 Abgeordnete, 7 Senatoren) abgestimmt werden. Das Gesetz könnte jedoch noch durch den Verfassungsrat (Conseil constitutionnel) verhindert werden, denn es gibt noch keine Pflicht für die Bürger, einen gültigen Personalausweis (carte nationale d'identité, CNI) zu haben (WKZ, Franz A. Roski, Quelle Mobilicités, Le Monde, 05.02.16).

RechteckFrankreich: Trasse für die Linie Montpellier - Perpignan festgesetzt
Der französische Staatssekretär für Verkehr, Alain Vidalies, hat am 3. Februar die ministerielle Entscheidung zur Trasse der Neubaustrecke Montpellier - Perpignan bekannt gegeben. Die Bauarbeiten werden auf etwa 5,5 Mrd. Euro geschätzt. Der Vorschlag wird Grundlage der Öffentlichen Konsultation im Verlauf des Winters 2016:
• Eine Trasse mit einer Breite von 100 bis 120 Meter, die zu 70% dem bevorzugten Verlauf mit möglichen umweltbedingten Anpassungen entspricht
• Eine neue Strecke gleichzeitig für Personen- und Güterzüge
• Zwei neue Bahnhöfe für Béziers und Narbonne
• Den Anschluss des Hauptbahnhofs von Perpignan über die Gemeinde Rivesaltes
Während die Bauarbeiten im Laufe des Jahres 2017 begonnen werden könnten, ist das Datum der Inbetriebnahme ist noch nicht festgelegt (WKZ, Quelle SNCF, 05.02.16).

RechteckGroßbritannien: Kritik an Arriva-Leistung für Tyne and Wear Metro
In Großbritannien gibt es Stimmen, auch die die unter Beschuss geratenen Tyne and Wear Metro aufgrund der "schlechten Leistung" in die öffentliche Hand zurück zu führen. Metro ist das Nahverkehrssytem im Nordosten Großbritanniens und verbindet 60 Stationen der Metropolregion Tyne and Wear, laut Eigenwerbung "so häufig, das man ohne Hast aus- und einsteigen kann". Betrieben wird die Tyne and Wear Metro von DB Regio Tyne & Wear Ltd im Auftrag von Nexus.
Nick Forbes, Vorsitzender des Stadtrats von Newcastle und Sprecher der NECA (North East Combined Authority), sprach sich laut Medienberichten dafür aus, den Vertrag mit DB REgio zum Betrieb der "Tyne & Wear Metro" im Jahr 2017 nicht zu verlängern. Vor einer endgültigen Entscheidung will er den Betrieb "unter Beobachtung" stellen.
Sharon Kelly, Geschäftsführerin von DB Regio Tyne and Wear, sagte: "Metro ist der am schnellsten wachsende Stadtbahnbetreiber außerhalb von London, mit Passagierzahlen von 40 Mio. im Jahr 2015 - gegenüber 2013 ist das ein Plus von 13%." Sie will das Metro-Netz deshalb weiter betreiben.
Die Gewerkschaft RMT fordert ebenfalls die Rückführung des Betriebs in öffentliche Hand und warnt davor, dasselbe Unternehmen DB Regio auch mit dem Betrieb des Northern Rail Franchises zu betrauen. Die britische Regierung hatte am 09.12.15 ihre Absicht verkündet, das Northern Franchise an Arriva Rail North Ltd zu vergeben.
Derzeit gibt es im bis 2019 laufenden Vertrag zur "Tyne & Wear Metro" eine Ausstiegsoption (Break Option) für das Jahr 2017. Der Eigentümer, Nexus, plant als Teil eines Investitionsprogramms im Jahr 2016 von 350 Mio. GBP den Austausch von 7,8 km Streckengleis im Zuge mehrwöchiger Streckensperren (GK, WKZ, 05.02.16).

RechteckGroßbritannien: First und Stagecoach für South Western shortgelistet
Das britische Ministerium für Verkehr hat am 4. Februar 2016 die Namen der zwei Bahnunternehmen, die für den Wettbewerb um das South Western Franchise shortgelistet wurden, bekannt gegeben:
• First South Western Trains Limited
• Stagecoach South West Limited
Der Gewinner soll das Franchise im Juni 2017 übernehmen. Das aktuelle Franchise wird von South West Trains (Stagecoach) betrieben und umfasst Stadt-, Vorort-, regionale und Fernstrecken zwischen London Waterloo, Reading, Bristol, Exeter, Weymouth, und Portsmouth. Ebenso eingeschlossen ist die Inselbahn der Isle of Wight (WKZ, Quelle DfT, 05.02.16).

RechteckNorwegen: Regierung schreibt Hälfte aller Bahnstrecken aus
Die norwegische Regierung hat am 04.02.16 im Amtsblatt Doffin.no die Vorinformationen für die Ausschreibung von zehn wichtigen Bahnstrecken veröffentlicht, wie die Zeitung Aftenposten schreibt:
• Sørlandsbanen
• Jærbanen
• Arendalsbanen
• Dovrebanen
• Oslo-Trondheim
• Rørosbanen
• Nordlandsbanen
• Trønderbanen (Trondheim-Steinkjer)
• Meråkerbanen
• Raumabanen
Der Wettbewerb ist in zwei Zeiträume aufgeteilt. Für Sørlandsbanen, Jærbanen und Arendalsbanen startet er in der ersten Hälfte 2017 mit einer Betriebsaufnahme ab Dezember 2018. Ende 2017 startet der Wettbewerb für den Rest der Bahnen. Darüber hinaus startet eine neue Ausschreibung für die Gjøvikbanen.
Ausgeschrieben werden vor allem dieselbetriebene Strecken, die geographisch etwa der Hälfte der norwegischen Eisenbahnlinien entsprechen. Die Ausschreibungsprozeduren enthalten ein Präqualifikationsverfahren.
"Damit wollen wir ein verbessertes Angebot für den Kunden und mehr Wettbewerb erreichen, den besten Service für Reisende zu liefern", sagte Verkehrsminister Ketil Solvik-Olsen (Fortschrittspartei). Nikolai Astrup (Konservative) vom Transport- und Kommunikationskomitee im Pariament, sprach von einem "glücklichen Tag für die Reisenden". Eirik Sivertsen von der oppositionellen Arbeiterpartei sagte: "Wir schauen auf England und Schweden. Wir glauben nicht, das Privatisierung nur positive Effekte bringt. Wir müssen auch das weiter entwickeln, was wir haben." Janne Sjelmo von der Zentrumspartei sieht in den Ausschreibungen keinen Sinn: "Wir brauchen bessere Signaltechnik und mehr Doppelspurausbau, keine neuen Betreiber".
NSB-Chef Geir Isaksen hatte diese Ausschreibungen im Zuge der Bahnreform zwar erwartet, aber der Zeitpunkt und die Auswahl der Linien kamen überraschend. NSB erwartet harte Konkurrenz von dem in Hongkong ansässigen Bahnbetreiber MTR, der Deutschen Bahn mit Arriva und von mehreren europäischen Unternehmen. Als Vorteil für NSB im Wettbewerb sieht er die genauen Kenntnisse über Strecken und Fahrgastverhalten (WKZ, Quelle Aftenposten, 05.02.16).

RechteckNorwegen: Sicherheitszertifikat für Cargolink in Gefahr
Nachdem TX Logistik im vergangenen Herbst die Sicherheitszertifikate in Schweden, Norwegen und Dänemark verloren hatte, sollen auch der norwegische Betreiber Cargolink in Schwierigkeiten geraten sein. Das berichtet das gewöhnlich gut informierte Lokführer-Forum Lokforaren. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.
Demnach soll die norwegische Sicherheitsbehörde Statens Jernbanetilsyn (SJT) der Firma Cargolink AS nach einem vor ein paar Monaten durchgeführten Audit Sicherheitsmängel festgestellt haben. Die Norweger erhalten nun eine Frist von zwei Wochen, um sich zu zu äußern. Wenn die Ursachen nicht zufriedenstellend behoben werden können, könnte das Sicherheitszertifikat zum 17.02.16 entzogen werden.
Parallel zu dieser Angelegenheit betreibt Jernbanetilsynen ein weiteres Verfahren gegen Cargolink. Ein in Ausbildung befindlicher Lokführeranwärter hätte einer Anzeige der norwegischen Lokführergewerkschaft Norsk Lokomotivmannsförbund (NLF) zufolge nach halber Ausbildungszeit ohne Prüfung einen Zug gefahren.
Cargolink begann den Betrieb im Jahr 2008 und führt zur Zeit vor allem PKW- und KV-Transporte auf den meisten wichtigen Routen in Norwegen durch. Die Firma befindet sich im Besitz der Autogesellschaft Autolink. (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Lokforaren, 05.02.16).

RechteckÖsterreich: Wegen illegaler Bauarbeiten wurde Staatsanwaltschaft eingeschaltet
Wie aus Bevölkerungskreisen am Semmering mitgeteilt wird, werden nach wie vor Bauarbeiten zum Projekt „Semmering-Basistunnel neu“ (SBTn) vorgenommen, obwohl der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) per Erkenntnis vom 15. November 2015 die NÖ Naturschutzrechtliche Bewilligung zum Projekt „Semmering-Basistunnel neu“ (SBTn) wegen Rechtswidrigkeit aufgehoben hat.
Die ÖBB stützen sich bzgl. der SBTn-Bauarbeiten auf das sogenannte „Fortbetriebsrecht“ (§ 42a UVP-G), das aber auf das SBTn-Vorhaben nicht anwendbar ist. Denn wie das Umweltministerium (BMLFUW) in seinem Rundschreiben vergangenen Jahres ausdrücklich zum Ausdruck gebracht hat, bezieht sich die Regelung gemäß § 42a UVP-G (Fortbetriebsrecht) „nur auf den Betrieb, nicht aber auf die Errichtung des Vorhabens.“
Im Zusammenhang mit den illegalen Bauarbeiten zum SBTn-Projekt erging Mitte Dezember vergangenen Jahres eine Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft von Neunkirchen. Da diese jedoch die Einstellung der illegalen Arbeiten bislang nicht veranlasst hat, wurde einerseits ein Offener Brief an NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll gerichtet und andererseits die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt eingeschaltet:
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Herr Dr. Erwin Pröll,
als Vertreter der Bürgerinitiative „STOPP dem Bahn-Tunnelwahn!“ wende ich mich mit diesem offenen Brief an Sie und stelle die Frage ob nicht Amtsmissbrauch der Frau Mag. Alexandra Grabner-Fritz als Bezirkshauptmann der BH Neunkirchen vorliegt.
Begründung: Der VwGH hat mit Erkenntnis vom 17. 11. 2015, Zl Ra 2015030058, die Entscheidung des BVwG vom 21. 5. 2015, mit dem ua die Berufung (nunmehr Beschwerde) der Alliance for Nature gegen die naturschutzrechtliche Bewilligung des Projekts „Semmering Basistunnel neu“ abgewiesen wurde, aufgehoben.
Damit ist der Bescheid der BH Neunkirchen vom 14. 12. 2011, mit dem die Bewilligung für das Projekt nach dem NÖ Naturschutzgesetz erteilt wurde, in das Stadium der Beschwerde zurückversetzt. Der Beschwerde kommt nach § 13 Abs 1 VwGVG aufschiebende Wirkung zu, sodass seit der Zustellung des oben genannten VwGH-Erkenntnisses alle weiteren Baumaßnahmen der Projektwerberin rechtswidrig sind.
Was aber tun die ÖBB und die von den ÖBB beauftragten Firmen. Sie bauen munter weiter als sei nichts geschehen und die BH sieht seit 2 Monaten untätig zu.
Bitte veranlassen Sie endlich einen sofortigen Baustopp und gehen Sie gegen die Verantwortlichen bei Zuwiderhandlung vor.
Hr. Dr. Manak hat am 14.12.2015 im Auftrag von Alliance For Nature und im Auftrag der Bürgerinitiative „STOPP dem Bahn-Tunnelwahn!“ eine Anzeige wegen illegaler Bautätigkeiten gegen die ÖBB Infrastruktrur AG bei der BH Neunkirchen eingebracht.
Die BH Neunkirchen hätte schon längst aktiv werden müssen. Frau Bezirkshauptmann Mag. Alexandra Grabner-Fritz scheint aber die Gesetze nicht zu kennen und beruft sich dabei auf ein sogenanntes „Fortbetriebsrecht“ im § 42a des UVP-G 2000.
Die Regelung im § 42a bezieht sich nur auf den Betrieb nicht aber die Errichtung eines Vorhabens. Auf § 42a kann sich die BH daher nicht berufen und die Bautätigkeiten müssen sofort gestoppt werden.
Genau das verlange ich als Vertreter der Bürgerinitiative „STOPP dem Bahn-Tunnelwahn!“ nun von Ihnen Herr Landeshauptmann. Veranlassen sie die zuständige Behörde, die BH Neunkirchen, einen sofortigen Baustopp auszusprechen.
Bei Zuwiderhandlung fordere ich sie auf gegen Frau Bezirkshauptmann Mag. Alexandra Grabner-Fritz als Verantwortliche ein Amtsmissbrauchsverfahren einzuleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Peter J. Derl
(Pressemeldung Alliance for Nature, 05.02.16).

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