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LOK Report – News von Donnerstag, 29.01.15

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In Erwartung der Änderung
des Regionalisierungsgesetzes

Absatzlinie

ZVMS beschließt
Interimsvergabe für RE 6

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628 hilft der RegioTram
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Reiseberichte Teneriffa
und Ukraine

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LOK Report aktuell

RechteckDeutsche Bahn: Tarifvertrag zur Einmalzahlung mit GDL unterzeichnet
In der neunten Tarifverhandlung unterzeichneten DB und GDL heute den Tarifvertrag über die Ende Dezember vereinbarte Einmalzahlung. Die DB hatte zuvor einen Vertragsentwurf vorgelegt. Damit setzen DB und GDL ihre Verabredung vom 17. Dezember 2014 um.
Außerdem legte die DB ein Konzept für einen erweiterten Flächentarifvertrag vor. Dieses trage sowohl den Interessen der GDL Rechnung als auch dem Ziel der DB, konkurrierende Tarifverträge für dieselben Mitarbeitergruppen zu vermeiden, sagte Personalvorstand Ulrich Weber.
Er betonte, dass praktikable und widerspruchsfreie Tarifverträge notwendig seien, die im betrieblichen Alltag umsetzbar seien. Gleichzeitig werde das bestehende Modell der GDL nicht in Frage gestellt, so Weber weiter. Die Tarifverhandlungen werden am 2. Februar 2015 in Berlin fortgesetzt.
Die DB führt in der laufenden Tarifrunde parallel Verhandlungen mit EVG und GDL. Die Tarifverhandlungen sind kompliziert: beide Gewerkschaften erheben seit letztem Sommer unterschiedliche Forderungen für teilweise dieselben Mitarbeitergruppen wie Lokführer, Zugbegleiter, Lokrangierführer, Trainer, Disponenten und Bordgastronomen. Ziel der DB ist es, die Verhandlungen so zu führen, dass konkurrierende Abschlüsse für ein und dieselbe Berufsgruppe vermieden werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.01.15).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolituik im Bund

RechteckDBV: Vorstoß der CSU zum Schlichtungsverfahren vor Bahnstreiks begrüßt
"Wir freuen uns, dass die CSU unsere Idee aufgreift, in Zukunft zwingend ein Schlichtungsverfahren vor Streiks im Bahnverkehr durchzuführen" kommentiert Verbandspräsident Gerhard J. Curth die Meldung in der heutigen Ausgabe des Münchner Merkur.
Der Deutsche Bahnkunden-Verband begrüßt die Überlegungen der CSU, Streiks mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr zu minimieren, ohne die selbstverständlich unantastbare Tarifautononomie einzuschränken. Findet vor Streikmaßnahmen ein Schlichtungsverfahren statt, bedeutet dies eine Möglichkeit zur Streikvermeidung. Erst für den Fall, dass eine Schlichtung scheitert, sollen Streiks zulässig sein. Curth: "Denn bei einem Streik wird nicht der unmittelbare Verhandlungspartner getroffen, sondern in erster Linie der Kunde".
Der DBV verweist in diesem Zusammenhang auf seine langjährige Forderung, gesetzliche Notfahrpläne einzuführen, die ein Mindestmaß an Mobilität in Streiksituationen gewährleisten. So könnte endlich wieder eine Daseinsvorsorge garantiert werde (Pressemeldung DBV, 29.01.15).

RechteckDeutsche Bahn: Regionale Pressestellen jetzt mit eigener Website
Die sieben regionalen Pressestellen der Deutschen Bahn in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart sind ab sofort mit jeweils einem eigenen Presseportal im Internet vertreten.
Pressestelle Berlin
Pressestelle Düsseldorf
Pressestelle Frankfurt
Pressestelle Hamburg
Pressestelle Leipzig
Pressestelle München
Pressestelle Stuttgart
Journalisten erhalten damit einen schnellen und direkten Zugang zu wichtigen Informationen der Deutschen Bahn in der Region, z.B. zu aktuellen Presseinformationen, Neuigkeiten zur Verkehrslage, Hintergrundinformationen und Ansprechpartnern. Eine ansprechend aufgemachte Startseite repräsentiert die jeweilige Pressestelle und bietet eine Übersicht über aktuelle Themen.
Brisante Meldungen sind auf der Startseite prominent dargestellt, so dass Journalisten auch bei Verkehrsstörungen und aktuellen Ereignissen die benötigten Informationen sofort erhalten.
Die übersichtliche Struktur führt den Benutzer darüber hinaus zu Hintergrundinformationen wie Themendiensten und Datenblättern, zu multimedialen Inhalten der Mediathek sowie zu wichtigen regionalen und überregionalen Kontaktinformationen – selbstverständlich auch mobil per Smartphone oder Tablet (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.01.15).

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Bahnberufe

Industrie

RechteckDESAG: Neues Vorstandsmitglied bei der Deutschen Eisenbahn Service AG

Die Deutsche Eisenbahn Service AG (kurz DESAG) hat Jörn Enderlein (37) mit Wirkung vom 1. Januar 2015 in den Vorstand berufen. Der Vorstand wird damit auf insgesamt vier Vorstandmitglieder erweitert.
"Mit Herrn Enderlein haben wir einen sehr erfahrenen und kompetenten Geschäftsmann in unseren Vorstand berufen, der auf jahrelange Erfahrung in der Logistikbranche zurückblicken kann.", informiert Thomas Becken, Vorstandsvorsitzender bei der DESAG. "Wir sind überzeugt, dass uns die Expertise von Herrn Enderlein bei unseren zukünftigen Aktivitäten von Vorteil sein wird und dabei unterstützt, die Geschäfte weiterhin erfolgreich zu entwickeln.", so Becken weiter.
Jörn Enderlein kann auf 20 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Spedition, Logistik und Bahn zurückblicken. In den vergangenen drei Jahren war er u.a. auch als Vorstandsmitglied bei ARS Altmann AG Automobillogistik aktiv.
Weiterhin wird Jörn Enderlein die Position als Geschäftsführer bei der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH übernehmen und mit dem bereits aktiven Geschäftsführer Mathias Tenisson die Geschäfte des Unternehmens führen
(Pressemeldung Deutsche Eisenbahn Service AG, 29.01.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: VCD kritisiert ‚Wendehalspolitik’
Mit großem Unverständnis reagiert der ökologische Verkehrsclub auf die sich immer stärker abzeichnende Bereitschaft der grün-roten Landesregierung, die Einführung von Lang-LKW in Baden-Württemberg entgegen den selbst gesetzten Zielen im Koalitionsvertrag doch noch zu ermöglichen. „
Während der Koalitionsvertrag aus Klimaschutzgründen und im Hinblick auf die starke Überlastung der Autobahnen durch LKW und die hierdurch notwendigen Straßensanierungen richtigerweise eine Verlagerung des Güterverkehrs auf Schiene und Wasserstraße vorsieht, haben starke Kräfte daran leider kein Interesse und wollen noch mehr Güterverkehr auf die Straße verlagern“, beklagt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.
Tatsächlich seien beim Güterverkehr bislang außer Studien zum kombinierten Verkehr noch keine Maßnahmen im Sinne des Koalitionsvertrages umgesetzt worden, stellt der VCD ernüchtert fest. Auch auf Bundesebene werde der Schienengüterverkehr im Vergleich zum Güterverkehr auf der Straße immer weiter benachteiligt.
So würden schon heute überproportional steigende Trassenpreise und stärkere Belastungen durch die EEG-Umlage für Güterzüge einerseits und andererseits sinkende LKW-Mautgebühren und günstige Dieselpreise den vergleichsweise umweltfreundlichen Schienengüterverkehr ausbremsen und zu immer längeren LKW-Schlangen auf den Autobahnen führen, stellt der VCD fest. Dabei sei die Einführung von Lang-LKW nur ein Zwischenschritt zur Genehmigung von sogenannten Gigalinern mit 60 Tonnen Gesamtgewicht, befürchtet der VCD.
Dass die Infrastruktur, insbesondere Brückenbauwerke, dazu nicht ausgelegt sind – darauf verweise selbst die Bundesanstalt für Straßenwesen in ihrem aktuellen Zwischenbericht, unterstreicht der VCD. So erfordern bereits die Belastungen durch den Standard-LKW-Verkehr fortlaufend aufwändige und teure Sanierungen, wie dies aktuell beispielweise bei der A6-Brücke bei Heilbronn sowie der angekündigten einseitigen Sperrung der Enzbrücke im Verlauf der B10 bei Vaihingen/Enz zu sehen ist, erklärt der VCD.
Wie bei der Liberalisierung des Fernbusmarktes müsse der Politik bewusst sein, dass die Einführung von Lang-LKW oder Gigalinern zwangsläufig eine Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße bedeute und damit den globalen und regionalen Klimaschutzzielen zuwider laufe, betont Matthias Lieb.
Der Ausstoß an CO2-Emissionen von LKW im Güterverkehr liege mehr als 4,5 Mal so hoch wie bei einem entsprechenden Transport per Zug, erklärt der VCD. Und die Folgekosten müsste wie so oft die Allgemeinheit tragen, insbesondere solange es keine Kostenwahrheit bei den sogenannten externen Kosten des Verkehrs gebe. So verursache der Schienengüterverkehr signifikant geringere externe Kosten als der Güterverkehr auf der Straße (Studie „Greening Transport“ der UIC, April 2012), erklärt der VCD-Landesvorsitzende (Pressemeldung VCD Baden-Württemberg, 30.01.15).

RechteckBerlin: VBB-App "Bus&Bahn" jetzt auch mit BVG-Echtzeitdaten
Die VBB-App "Bus&Bahn" enthält nun Pünktlichkeitsinformationen für das gesamte Verbundgebiet. Neu hinzugekommen sind die "Echtzeitinformationen" für U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse der BVG. Diese sind ab sofort in der VBB-App abrufbar. Ein Update für aktuelle Nutzer ist nicht nötig, die zusätzlichen Informationen erscheinen automatisch. Neukunden können die VBB-App Bus&Bahn für iPhones und Android-Smartphones kostenlos downloaden.
Mit der Integration der aktuellen BVG-Daten fügt der VBB der aktuellen Fahrgastinformation einen weiteren wichtigen Baustein hinzu. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit der BVG stehen nun auch die BVG-Echtzeitdaten zur Verfügung. Bisher enthielt das VBB-Auskunftssystem bereits Pünktlichkeitsdaten aller Bahnunternehmen, einschließlich S-Bahn Berlin, sowie fast aller Regionalbusunternehmen und der Stadtverkehre im Land Brandenburg. Mit den BVG-Daten bekommt der Nutzer nun mit Unterstützung aller Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg eine verkehrsmittel- und regionsübergreifende aktuelle Fahrplanauskunft aus einer Hand. Alle Echtzeitdaten sind – neben der VBB-App – auch in der Online-Fahrinfo auf VBB.de sowie in der interaktiven VBB-Livekarte (VBB.de/livekarte) verfügbar sowie in den eigenen Unternehmens-Apps der BVG (zunächst iOS-Version) und der S-Bahn Berlin. Diverse Abfahrtsmonitore, z.B. am und im Flughafen Schönefeld oder auf mehreren großen Berliner Bahnhöfen, enthalten ebenfalls die aktuellen Abfahrtszeiten aller öffentlichen Verkehrsmittel.
Dank der Echtzeitdaten wird bei möglichen Verspätungen und Ausfällen eine alternative Fahrroute berechnet. Wenn ein geplanter Anschluss nicht mehr passt, wird ab dem Umstiegshalt die nächste Fahrmöglichkeit angezeigt. In einer nächsten Ausbaustufe der VBB-Fahrinformation in diesem Jahr wird auch ein "freies Routing" realisiert, bei dem zum Beispiel bei Streckensperrungen künftig automatisch komplett neue Fahrwege aufgelistet werden. Das gilt auch für die Berücksichtigung gestörter Aufzüge bei der barrierefreien Routenauskunft (Pressemeldung VBB, 29.01.15).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Infrastrukturminister Pegel fordert auskömmliche Finanzierung im SPNV
Im Deutschen Bundestag steht am 29.01.2015 die Änderung des Regionalisierungsgesetzes auf der Tagesordnung. Neben einem Entwurf der Bundesregierung (Drs.: 18/3785) steht auch ein Entwurf der Länder zur Debatte (Drs.: 18/3563).
Mit ihrem Entwurf wollen die Länder unter anderem eine Erhöhung der Mittel an den nachgewiesenen Bedarf auf 8,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 sowie eine darauf aufbauende jährliche Dynamisierungsrate von zwei Prozent, um Preissteigerungen abzufedern.
Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel: "Nach einem Gutachten der Länder zum Bedarf an Regionalisierungsmitteln benötigen die Länder diesen Betrag, um den Öffentlichen Verkehr auf der Schiene sicherzustellen. Vor dem Hintergrund einer entsprechenden Finanzausstattung der Länder haben sich diese auf einen neuen Verteilungsschlüssel verständigt, der allerdings nur zusammen mit der konkret erhöhten Mittelausstattung Bestand haben kann."
Ein Gutachten des Bundes zum gleichen Thema soll belegen, dass die derzeitige Höhe der Regionalisierungsmittel von 7,3 Milliarden Euro nicht ausreicht. Soweit bekannt soll das Bundesgutachten für 2015 einen Sockelbetrag von lediglich 7,65 Milliarden Euro und allerdings eine Dynamisierung von 2,67 Prozent errechnet haben. Offiziell wurde das Gutachten bislang nicht zur Verfügung gestellt.
Infrastrukturminister Christian Pegel: "Der Bund will bis 2016 den Ländern die derzeit bereits unzureichende Finanzausstattung auf gleicher Höhe weiterhin gewähren. Das ist kein echtes Angebot. Und vor allen Dingen bietet es keinerlei Perspektive, auf der man ernsthaft einen zukunftsfähigen Öffentlichen Verkehr planen könnte. Sollte der Bundestag den Gesetzentwurf der Länder zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes am Donnerstag ablehnen, ist das eine Kampfansage an Millionen Pendler und stellt die Zukunft des Schienenpersonennahverkehrs in Frage."
Pegel kritisierte zudem, dass der Bund sich weigere, mit den Ländern die Zukunft der Regionalisierungsmittel bis 2030 zu verhandeln. Der Minister: "Der Bundesfinanzminister setzt darauf, die Problematik im Rahmen der allgemeinen Bund-Länder-Finanzbeziehungen zu klären. Das ist für die Länder angesichts langfristiger Verträge im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs inakzeptabel. Wir haben eine gesetzliche Aufgabe, für die wir eine adäquate Finanzausstattung benötigen, und der Bund hat eine sich aus dem Grundgesetz ergebende Verpflichtung."
Der Minister warnte vor Ausdünnungen und Stilllegungen im Streckennetz, sollte eine dauerhafte auskömmliche Finanzierung nicht sichergestellt werden. "Als kleines und finanziell entsprechend schwach aufgestelltes Bundesland, das es dennoch durch konsequenten Sparkurs seit Jahren schafft, keine neuen Schulden aufzunehmen, mussten wir bereits deutliche Einschnitte im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs auf Grund der stark gestiegenen Kosten vor allem für die Infrastruktur vornehmen. Hinzu kommt ein inakzeptabler Rückzug des Fernverkehrs aus der Fläche. Wir haben das Angebot teilweise ausgedünnt und konnten auch Teilstilllegungen von Strecken nicht vermeiden. Damit ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Ohne dass der Bund eine ausreichende Mittelausstattung sicherstellt, werden weitere Kürzungen die Folge sein. Damit laufen wir Gefahr, die überörtliche Anbindung ländlicher Regionen zu verlieren und der Daseinsvorsorge nicht mehr gerecht zu werden", betonte Pegel.
Der Minister weiter: "Andere Länder stehen vor vergleichbaren Problemen oder bezuschussen den Regionalverkehr mit Landesmitteln. Das kann aber nicht im Sinne des Erfinders sein. Den Ländern wurde eine Aufgabe übertragen, die sie hervorragend seit 20 Jahren umsetzen. Wenn der Bund die finanziellen Notwendigkeiten nicht einsieht, stehen die Erfolge auf der Kippe."
Regionalisierungsmittel erhalten die Länder vom Bund generell um Schienenpersonen-nahverkehr (SPNV) zu bestellen. Die Regionalisierungsmittel werden jährlich um 1,5 Prozent gesteigert. Die tatsächlichen Kostensteigerungen beim SPNV bewegen sich jedoch zwischen 2 und 2,5 Prozent. Aus diesem Grund musste in den vergangenen Jahren das Angebot im SPNV in Mecklenburg-Vorpommern bereits angepasst werden
(Pressemeldung Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung , 29.01.15).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Bund muss die Weichen für den Schienenverkehr stellen
Im Deutschen Bundestag steht am Donnerstag das Regionalisierungsgesetz auf der Tagesordnung. Regionalisierungsmittel erhalten die Länder vom Bund, um den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu bestellen. Dieser stellt eine wichtige Voraussetzung für die Fachkräftesicherung sowie für die touristische Erschließung der Region dar.
Die Diskussion um die Südbahn führt eindringlich vor Augen, was eine nicht ausreichende Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs für einzelne Regionen bedeutet. Eine weitere Ausdünnung des Streckennetzes in Mecklenburg-Vorpommern ist zu befürchten, falls eine ausreichende Finanzierung durch den Bund nicht sichergestellt werden kann. "Dies betrifft auch kleine und mittlere Betriebe in Westmecklenburg", so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. "Denn es wird schwieriger für Arbeitnehmer und Gäste, Arbeitsplatz oder touristische Anlaufpunkte zu erreichen. Besonders wichtig ist ein funktionierender Nahverkehr auch für Auszubildende, die noch keinen Führerschein besitzen", so Eisenach weiter.
Es ist folglich unerlässlich, die finanziellen Rahmenbedingungen zu klären und langfristig Planungssicherheit zu schaffen. "Der Bund sollte daher schnellstmöglich mit den Ländern den Finanzierungsbedarf nach dem Regionalisierungs- und dem Entflechtungsgesetz ermitteln und konkrete Zusagen hinsichtlich einer Mittelzuweisung treffen. Diese muss auskömmlich sein", mahnt der IHK-Hauptgeschäftsführer an. "Eine Bereitstellung der Mittel entsprechend der allgemeinen Kostensteigerungen ist dabei notwendig", so Eisenach abschließend
(Pressemeldung Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, 29.01.15).

RechteckNiedersachsen: Verspätungen stellen Pendler und erixx GmbH auf harte Probe
Pendler auf der Strecke Soltau – Walsrode – Hannover beklagen viele Verspätungen und unzureichende Informationen. erixx arbeitet mit Hochdruck an Lösungen. Rein statistisch läuft es auf den Strecken des erixx gut: zwischen 91 und 96 Prozent aller Züge kommen pünktlich ans Ziel. Und auch die regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen zeigen, dass die Fahrgäste sehr zufrieden sind.
Doch gerade morgens – in der Zeit, in der viele Pendler auf dem Weg zur Arbeit sind - kommt es immer wieder zu Verspätungen. "Unsere Züge im Berufsverkehr haben wir sehr genau im Blick.", erklärt Uwe Chrobatzek, Eisenbahnbetriebsleiter der erixx GmbH. "In dieser Zeit ist es sehr voll auf den Schienen, vor allem in Richtung Hannover Hauptbahnhof. Die kleinste Verzögerung überträgt sich auf Grund der Eingleisigkeit im Heidekreuz leicht auf die anderen Züge."
Die Gründe für die Verspätungen auf der Strecke sind vielfältig. Häufig liegt es an Störungen der Gleise und Signalanlagen, dazu kommen technische Störungen an den Fahrzeugen. Zu den infrastrukturellen Problemen gehört z.B. auch eine lang-sam vorausfahrende S-Bahn. Doch auch die Fahrzeuge stellen das Unternehmen vor Herausforderungen: "Seit Oktober 2014 stellen wir mehr Störungen als gewöhnlich fest – dies wirkt sich natürlich auch auf die Pünktlichkeit aus. Wir arbeiten eng mit dem Fahrzeughersteller zusammen, um die Fahrzeuge schnellstmöglich wieder auf die Schiene zu bekommen.", fügt Chrobatzek hinzu.
"Wir sind uns bewusst, dass diese Situation für die Fahrgäste sehr problematisch ist.", fügt Birthe Ahting, Pressesprecherin des Unternehmens, hinzu. "Unsere Mitarbeiter in den Werkstätten, in der Leitstelle und auf den Zügen arbeiten rund um die Uhr daran, einen reibungslosen Verkehr zu gewährleisten. Ist allerdings ein Triebwagen defekt, ein Signal, eine Oberleitung oder ein Stellwerk gestört kann es zu Einschränkungen kommen. Denn wie immer gilt im Bahnverkehr: Sicherheit geht vor."
In einem gemeinsamen Gespräch auf Einladung der Samtgemeinde Schwarmstedt wurde die Situation vorgestern genau unter die Lupe genommen. Hierbei kamen auch die vielfältigen Anregungen und Fragen der Bahnfahrer, die in den letzten Wochen an die Samtgemeinde herangetragen wurden, zur Sprache.
Björn Gehrs, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Schwarmstedt, nahm als Vertreter "seiner" Pendler daran teil, ebenso Oliver Schulze, erster Kreisrat des Heidekreises. "Wir möchten dazu beitragen, dass die Probleme konstruktiv gelöst werden, denn wir haben ein großes Interesse an zuverlässigen Verbindungen, da insbesondere viele Pendler nach Hannover auf den erixx angewiesen sind. Die Samtgemeinde Schwarmstedt wird daher zu einer öffentlichen Versammlung im März einladen. Hierbei werden nicht nur Vertreter von erixx, sondern auch die Deutsche Bahn und die Landesnahverkehrsgesellschaft angesprochen, damit alle Verantwortlichen an einem Tisch kommen", erläutert Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs seine Initiative. Bis dahin arbeitet die erixx GmbH hinter den Kulissen weiterhin intensiv an Verbesserungen. (Pressemeldung Erixx, 30.01.15).

RechteckSachsen: ZVMS beschließt Interimsvergabe für RE 6
In seiner Sitzung am 27. Januar 2015 hat der Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) beschlossen, die Verkehrsleistungen des Regionalexpress RE 6 ab 28. Januar 2015, 00:00 Uhr, bis einschließlich 12. Dezember 2015 (Fahrplanwechsel) auf der Strecke Chemnitz – Leipzig bei der DB Regio auf der Grundlage eines neuen Vertrags zu bestellen.
Die Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz wird mit einem Umfang von 2/3 vom Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) bestellt. 1/3 der Verkehrsleistungen bestellt der ZVMS (Abschnitt Burgstädt– Chemnitz). Während der Vertrag des ZVNL bis einschließlich 12. Dezember 2015 läuft, endete der Altvertrag zwischen DB Regio und ZVMS aus dem Jahr 2003 am 13. Dezember 2014. Seit dem war der am 20. Juni 2014 von der Verbandsversammlung beschlossene Vertrag in Kraft.
Für die Zeit ab Dezember 2015 läuft aktuell ein Vergabeverfahren
(Pressemeldung ZVMS, 29.01.15).

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LOK Report 02/15

LOK Report Ausgabe 02/15

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Mit der Kamera notiert

Rechteck628: Er ist wieder da, wieder zu Haus
Foto Dr. Klaus-Peter LorenzFoto Dr. Klaus-Peter Lorenz
Über die Kasseler Regiotram wären viele Geschichten zu erzählen, etwa die, dass seit September der Wurm in diesem Angebot ist. Wegen einer Krankheitswelle, nicht abebbend, Streiks, immer wieder neu drohend und Personalschulungen fallen Regiotramkurse aus, werden durch Busse ersetzt, die nicht alle Bahnhöfe ansteuern und vieles mehr. Immerhin scheint es so, dass selbst die Landratswahl im Kreis Kassel von der Frustration der Pendler im Ergebnis negativ für das Aufsichtsratsmitglied des nvv beeinflusst wurde. Der drohte der Regiotramgesellschaft in der Endphase seines Wahlkampfes martialisch mit Vertragskündigung.
Statt einer langen regional- und verkehrspolitischen Geschichte hier Aktuelles zur Regiotramlinie 9 von Kassel nach Schwalmstadt Treysa: Treysa, hier ist Treysa, bitte alle aussteigen. Kein Mensch will nach Treysa, aber hier ist die Grenze – zum südhessischen RMV. Wenn man umsteigen wollte, dann von Norden her kommend in Wabern in die IC nach Marburg oder Gießen, weil es nicht mehr wie vordem direkte Regionalbahnen in diese hessischen Universitätsstädte gibt.
Diese RT 9 aus der Kasseler Innenstadt nach Treysa brauchten vom zentralen Kasseler Königsplatz (Toiletten abgebaut) bis nach Schwalmstadt (Regiotram haben keine Toiletten…) immerhin über eine Stunde, und waren als Überlandstraßenbahnen kein überzeugendes Angebot. Dann wurden sie „geköpft“, der teure Tunnel unter dem alten Hauptbahnhof nicht mehr unterfahren, die Innenstadt war mit Bus-Umstieg zu erreichen, Fahrzeiten etwa 1 ½ Stunden. (Allerdings waren die berüchtigten Reklametafeln „prostagutt“ beim nvv noch nicht gesichtet worden: “So wird der häufige und nächtliche Harndrang verringert.“)
Jetzt fährt die Kurhessenbahn mit 628ern ersatzweise Regionalbahnen zwischen Kassel Hauptbahnhof und Treysa - und wie schön das ist. Über allen beinfreien Sitzplätzen eine gute Beleuchtung, bequemes Einsteigen an den Normbahnsteigen, die nie an die Regiotram passten, in die man in Wilhelmshöhe tief hinein hüpfen musste, ein ruhiges und kultiviertes Fahren. Mit den altbekannten, hilfsbereiten Zugbegleitern. Von der Fulda an die Eder und die Schwalm. Hier hatte ich die 627/628 kennengelernt, Ende der Siebziger, bei Probefahrten des AW Kassel in Grifte.
Das Gute kehrt zurück (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 29.01.15)
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Tanago

Europa

RechteckSchweiz: Erfolgreiches Jahr für die SBB Transportpolizei
Im Jahr 2014 begleitete die SBB Transportpolizei insgesamt 286 Event- und Sportanlässe und Fanextrazüge. Rund 32 400 Personen wurden in Zügen und an Bahnhöfen kontrolliert und davon 1 850 festgenommen und den Kantons- und Stadtpolizeien übergeben. Am jährlich stattfindenden Korpsrapport in Olten zog die Transportpolizei eine positive Jahresbilanz ihrer Leistungen. Dies bestätigen auch die Rückmeldungen der Reisenden. Das Sicherheitsgefühl hat 2014 zugenommen. Die Anzahl Tätlichkeiten gegen Mitarbeitende und Kunden sind rückläufig.
Der jährliche Korpsrapport bietet für die SBB Transportpolizei die Gelegenheit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Am diesjährigen Rapport präsentierte Jürg Monhart, Kommandant a.i., Zahlen und Fakten zum schweizweit tätigen Polizeikorps, welches rund 210 Polizistinnen und Polizisten umfasst. Die Transportpolizei kontrollierte im vergangenen Jahr rund 32 400 Personen und nahm davon 1 850 Personen fest, um sie an die jeweilige Kantons- oder Stadtpolizei zu übergeben.
Die Transportpolizisten der SBB begleiteten insgesamt 286 Event- und Sportanlässe sowie Fanextrazüge. Die Transportpolizei ist auch im Präventionsbereich präsent: Ende Jahr wurde zusammen mit der deutschen Bundespolizei eine grenzüberschreitende Präventionsaktion gegen Taschendiebe durchgeführt, welche von den Reisenden sehr geschätzt wurde. Geplant sind weitere gemeinsame Einsätze mit internationalen Partnern. Die SBB Transportpolizei will die Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden noch effizienter gestalten. Dafür braucht es aus Sicht der SBB Transportpolizei so bald wie möglich den Zugriff auf die polizeilichen Informationssysteme. Wegen den teilweise grenzüberschreitenden Kontrollen in Zügen ist auch die Aufnahme als Polizeibehörde in den internationalen Polizeiverträgen nötig. Zudem braucht es eine vernünftige Regelung bei den Ordnungsbussen, um beispielsweise Gleisüberschreitungen einfacher ahnden zu können.
Am Korpsrapport zeigten sich Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS), und Nationalrätin Edith Graf-Litscher, Vertreterin der Verkehrs- und Sicherheitskommission, mit den Leistungen der Transportpolizei zufrieden und erwähnten die gute, korpsübergreifende Zusammenarbeit. Die Gäste unterstützen sowohl die Anliegen der SBB Transportpolizei, als auch eine rasche Umsetzung in der Gesetzgebung.
Die SBB setzt seit Jahren auf die Strategie «Prävention-Dissuasion-Repression». In der Prävention setzt die SBB mit dem Programm RailFair auf «Vorbeugen durch Mediation – Konfliktvermittlung». Die Dissuasion besteht aus uniformierter Präsenz, dazu kommt Videoüberwachung als technisches Hilfsmittel. Die Transportpolizei bildet die Repression. Die professionellen Kräfte intervenieren bei Straftaten und sorgen für die Einleitung der nötigen rechtlichen Schritte. (Pressemeldung SBB, 29.01.15).

RechteckSpanien: Straßenbahn auf Teneriffa
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Das einzige Schienenfahrzeug ist auf der Insel die Straßenbahn. Die offizielle Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie 1 erfolgte -– nach mehrmonatigen Probebetrieb -– am 2. Juni 2007. Die Straßenbahnstrecke verläuft in Normalspur von der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife hinauf in die Universitätsstadt San Cristóbal de La Laguna.
Die Straßenbahnlinie 1 ist 12,5 Kilometer lang und die Gesamtfahrzeit beträgt 37 Minuten. Die 20 neuen Triebwagen wurden von Alstom in Spanien geliefert und befördern auf der zweigleisigen Strecke je Tag bis zu 44.000 Personen.
Reizvoll ist ein Ausflug talwärts von der Vorstadt La Laguna bis zur Endhaltestelle im Hafen. Da fühlt sich der Reisende an Stuttgarter Verhältnisse erinnert.
Von 1904 bis 1951 gab es schon einmal eine Straßenbahn auf der Kanaren-Insel. Diese Straßenbahnlinie führte von Santa Cruz de Tenerife über San Cristóbal de La Laguna bis nach Tacoronte und besaß sieben Stationen mehr als die Linie 1 des aktuellen Straßenbahnneubaus (Martin Wehmeyer, 29.01.15).

RechteckUkraine: Borzhava Schmalspurbahn in den letzten Zügen
Foto Michael SchneebergerFoto Michael Schneeberger
Das Bild links zeigt ein Detail der in H’milnyk abgestellten, wunderschönen polnischen Personenwagen, rechts der Zug kurz nach Ankunft auf dem Markt in Vinogradiv, 25.Janar 2015.
Seit dem 28. November 2014 fahren die verbliebenen Personenzüge auf der Relation Vinogradiv - H’milnyk nur noch an drei Tagen pro Woche, jeweils So, Mo und Do.
Die ausser der Bahn nur durch eine katastrophale Strasse erreichbaren Dörfer Shalanky, Chornyi Porok und Oleshnyk (mit über 10‘000 Bewohnern!) sind damit auf einen unregelmässig verkehrenden Bus angewiesen, dessen Fahrpreis dreimal höher ist als das Bahnticket. Entsprechend gab es Proteste, auch weil der Bus nach Vinogradiv länger braucht (!) als der Schmalspurzug.
Um den schleichenden Tod dieser letzten Schmalspurbahn Transkarpatiens zu verhindern, ist die NGO „Borzhava-Initiative“ um Denys Dobra sehr aktiv geworden. Es ist fünf vor 12 (Michael Schneeberger, 29.01.15).

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