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LOK Report – News von Freitag, 24.10.14

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Foto Axel Bozier

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Flemming Jensen wird neuer
DSB-Vorstandsvorsitzender

Absatzlinie
Rechnungshof gibt acht
Empfehlungen zum TGV-Angebot

Absatzlinie
Sonderfahrten auf dem
Peloponnes-Schmalspurnetz

Absatzlinie
Grünes Licht für BBT-Baulos
zur Unterquerung des Eisacks

Absatzlinie
Startschuss für 4-Meter-Korridor
auf der Gotthardachse

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Axel Bozier

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Industrie

RechteckVossloh: Neuer Leiter Kommunikation, IR und Marketing bei Vossloh
Christian Gerhardus (45), bislang Head of Media Relations bei Hochtief, wird ab 2015 Leiter Unternehmenskommunikation, Investor Relations und Marketing bei Vossloh.
Seit 2007 hat Lucia Mathée (49) den Bereich Investor Relations und seit 2011 auch den Bereich Corporate Communications als freiberufliche Unternehmensberaterin von Frankfurt aus für den Konzern geführt. Wie Frau Mathée soll auch Herr Gerhardus direkt an den Vorstand berichten.
Im Zuge seiner Neupositionierung hatte Vossloh entschieden, die Leitung der drei kommunikativen Bereiche des Konzerns zu bündeln und wieder am Unternehmensstandort in Werdohl zusammenzuziehen. Frau Mathée und ihr Team werden Vossloh auch künftig bei strategischen und inhaltlichen Fragen der Investor Relations und Kapitalmarktkommunikation beraten und unterstützen (Pressemeldung Vossloh, 24.10.14).

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Fachhochschule Erfurt

Aus den Ländern

RechteckBW: Vorinformation zur Ausschreibung KBS 687 Dillingen – Niedaltdorf
Im Streit um die Kostenerstattung von Infrastrukturkosten aus dem Verkehrsvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und DB Regio ist das Schlichtungsverfahren formal beendet worden. Die Schlichtung unter dem Vorsitz des Vorstands der Stuttgarter Straßenbahnen, Wolfgang Arnold, war erforderlich geworden, nachdem das Verkehrsministerium die vertraglich vereinbarten Zahlungen an die Bahn einseitig um circa 80 Millionen Euro gekürzt hatte.
Die Bahn sieht sich durch den vorgeschlagenen Schlichterspruch bestätigt. Das Verkehrsministerium lehnt den vorgeschlagenen Schlichterspruch hingegen ab. Eine Einigung konnte daher bislang nicht erzielt werden. Beide Seiten haben vereinbart, den Dialog außerhalb des Schlichtungsverfahrens fortzusetzen.
"Im Sinne der Fahrgäste und Steuerzahler sollten wir diese Chance für konstruktive Lösungen nutzen und teure Rechtsstreitigkeiten vermeiden", so Andreas Moschinski-Wald, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Baden-Württemberg. "Wie vereinbart sind wir zum Dialog mit dem Ministerium bereit. Eine Klage mit Prozesskosten in Millionenhöhe kann nur das letzte Mittel sein." (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.10.14).

RechteckNiedersachsen: Baustelle auf der erixx Strecke Hannover – Soltau
In der Zeit vom 25.10. bis zum 05.11. wird entlang der erixx Strecke Hannover – Soltau – Buchholz gebaut. In dieser Zeit gilt auf der Strecke ein geänderter Fahrplan. Der Streckenabschnitt Walsrode - Soltau kann während der Baustelle nicht befahren werden. Für die Fahrgäste bedeutet dies "Umsteigen".
"Zwischen Walsrode und Soltau werden die Gleise erneuert, daher können die erixx Züge dort nicht wie gewohnt fahren.", erklärt Uwe Chrobatzek, Betriebsleiter der erixx GmbH. "Um die Fahrgäste trotzdem an Ihr Ziel zu bringen, haben wir einen Schienenersatzverkehr eingerichtet."
Die Züge von Hannover fahren in den normalen Fahrzeiten bis nach Walsrode und wenden dort zurück in Richtung Hannover. In Walsrode stehen Busse für die Fahrgäste bereit. Dadurch, dass die Busse auf der Straße länger unterwegs sind als die erixx Züge, verändern sich die Fahrzeiten zwischen Soltau und Buchholz.
Die neuen Fahrzeiten können die Fahrgäste im Internet unter www.erixx.de einsehen, zusätzlich sind in allen Zügen und in den Reisezentren entlang der Strecke Baustellenfahrpläne erhältlich. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die geänderten Fahrzeiten sowie die eventuell nötigen Umstiege zu informieren. Auswirkungen auf die benötigte Fahrkarte hat dies keine, Fahrkäste können wie gewohnt eine Verbund- oder Niedersachsentarif-Fahrkarte lösen. (Pressemeldung Erixx, 24.10.14).

RechteckSaarland: Vorinformation zur Ausschreibung KBS 687 Dillingen – Niedaltdorf
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zur Ausschreibung KBS 687 Dillingen – Niedaltdorf (ca. 150 000 Zkm) für den Zeitraum Dezember 2018 bis Dezember 2023 gegeben (2014/S 204-361515).
Die Verkehrsleistung wird in öffentlicher Ausschreibung vergeben. Geplant ist, mit dem Vergabeverfahren Ende 2015/Anfang 2016 zu beginnen. Zugelassen werden Diesel-Gebrauchtfahrzeuge (Quelle EU-Amtsblatt, 24.10.14).

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (24.10.14).

RechteckFreifahrt auf der Pinzgauer Lokalbahn am Nationalfeiertag

Knapp drei Monate sind seit dem schweren Unwetter im Juli vergangen. Am Sonntag, 26. Oktober, nimmt die Pinzgauer Lokalbahn ihren Gesamtbetrieb wieder auf. Dazwischen liegen 88 Tage, an denen alle Anstrengungen dahin gesetzt wurden, dass die Schäden an der Strecke so rasch wie möglich wieder behoben werden. Am Nationalfeiertag lädt die Pinzgauer Lokalbahn mit Gratisfahrten zum Besuch der Region.
Am Abend des 21. Oktobers erreichte das schwere Baugerät – praktisch zeitgleich mit dem frühzeitigen Wintereinbruch – den Endbahnhof Krimml. Die kommenden drei Tage bis zur Betriebsaufnahme sind mit Inbetriebnahmearbeiten an den Sicherungsanlagen, den erforderlichen technischen Abnahmen sowie mit dem Räumen der sich in Summe über fünf Kilometer erstreckenden, Baustelle ausgefüllt. Mit Betriebsbeginn am 26. Oktober 2014 kann die Pinzgauer Lokalbahn ihren Gesamtbetrieb wieder in vollem Umfang aufnehmen. Somit fällt die Inbetriebnahme genau auf den Österreichischen Nationalfeiertag. Gleich zwei gute Gründe zum Feiern – und das nimmt man zum Anlass und lädt den ganzen Tag zur Freifahrt mit der Pinzgauer Lokalbahn ein.
Unter der Federführung der Landesbaudirektion wurde die Reparatur der Bahn von mehreren Punkten gleichzeitig in Angriff genommen, was eine große Herausforderung an die Logistik der Baustellen bedeutete. An entscheidenden Stellen wurde die Ausführung des Gleisbettes durch die Verwendung eines Trogsystems verbessert. Eine besondere Herausforderung stellte die Beseitigung der Unmengen von ins Schotterbett eingedrungenem Schlamm dar. Bis zu vier Bauzuglokomotiven zugleich, in Zusammenarbeit mit Spezialmaschinen für die Reinigung und Reparatur von Gleiskörpern, kamen – praktisch rund um die Uhr – zum Einsatz.
88 Tage nach dem verheerenden Hochwasser, das die Bahnstrecke an 28 Stellen in einer Länge von sieben Kilometern schwer in Mitleidenschaft gezogen hat, steht diese wichtige Verkehrsader für den Bereich Mitter- und Oberpinzgau wieder uneingeschränkt zur Verfügung. "Möglich wurde dieser Kraftakt durch die beherzte Zusammenarbeit aller Beteiligten beim Land Salzburg, bei der Pinzgauer Lokalbahn, bei den Baufirmen – und schlussendlich durch die solidarische Unterstützung benachbarter Bahnen", betont Walter Stramitzer, Dienststellenleiter der Pinzgauer Lokalbahn.
Der kurze Zeitraum der Instandsetzung der Bahn dokumentiert augenscheinlich die Bedeutung der Pinzgauer Lokalbahn für die Region. "Für das Salzachtal nimmt das Thema Verkehr eine zentrale Schlüsselrolle ein. Jeder verlorene Meter Gleis bedeutet einen nicht wiedergutzumachenden Verlust für die Region," ist sich Peter Brandl, Bereichsleiter Verkehr bei der Salzburg AG um die Bedeutung der Bahn als Säule der regionalen Wirtschaft bewusst. Die Schmalspurbahn zwischen Zell am See und Krimml bringt Sommer wie Winter im Stundentakt Langläufer, Skifahrer, Radfahrer oder Wanderer zu den Ausflugszielen, malerischen Orten, Loipen, Skipisten und (Winter)wanderwegen des Salzachtals.
Bereits in vollem Gang sind die Vorbereitungen für die bevorstehende Wintersaison, die neben der Sommersaison, wo Wanderer, Radler und Nostalgiefans die Züge füllen, für die Pinzgauer Lokalbahn genauso bedeutend ist. Ein Erfolgskonzept sind die Kooperationen mit den Skigebieten der Region: mit einem gültigen Skipass können die Züge in bestimmten Abschnitten kostenlos benützt werden. Liftanlagen, die nahe den Haltestellen gelegen sind, ermöglichen eine komfortable Anreise mit der Bahn. Aber auch Sonderfahrten wie mit dem Dampfzug am Heiligen Abend oder der Wintermärchenzug, der ab Weihnachten in Fahrt ist, bieten für Gäste und Einheimische der Region perfekte Ausflugsmöglichkeiten (Pressemeldung Salzburg AG,
24.10.14).

RechteckGüterzugtag bei der Mansfelder Bergwerksbahn
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Am vergangenen Sonntag veranstaltete die Mansfelder Bergwerksbahn einen Güterzugtag. Eine bestens organisierte Fotoveranstaltung bei herrlichem Herbstwetter zwischen Benndorf und Hettstedt. Zum Einsatz kam die Dampflok Nr. 20 mit zwei unterschiedlichen GmPs (Güterzug mit Personenbeförderung). An den Stationen Zirkelschacht und Siersleben kreuzte ein Güterzug mit der Diesellok Nr. 35 den Dampfzug (Harald Becker, 24.10.14).

RechteckHerbst-Dampf in der Westtürkei
Foto Axel BozierFoto Axel Bozier
Foto Axel BozierFoto Axel Bozier
Foto Axel BozierFoto Axel Bozier
Schwerpunkt der diesjährigen Foto-Dampftour durch die Westtürkei war das Nebenbahn-netz um Burdur. Hier im Abseits der Hauptstrecken, auf den landschaftlich reizvollen Strecken mit ihren abgelegenen Dorfbahnhöfen schien schon in den 1980er Jahren die Zeit stehen geblieben zu sein, als noch preußische G8 und G10 das Bild prägten.
Bei der TCCD steht zur Zeit 56 548 (ex DRB 52 7429) mit einem Museums-Personenzug bestehend aus vier Wagen zur Verfügung. Bemerkenswert ist der Umbaukessel mit einem Siederohr-Stehkessel. Stationiert ist dieser Zug in Usak, er wird in jedem Jahr oft für Filmaufnahmen zu verschiedensten Anlassen verchartert. So wird er im November für zehn Tage für eine Filmgesellschafft unterwegs sein.
Das TCCD-Depo Usak, von wo aus bis in das Jahr 1989 die letzten Dampflokomotiven der TCDD-Reihe 56.5 eingesetzt wurden, wird derzeit zu einem Museum umgestaltet. Der Lokschuppen wird vollständig renoviert. Als zweite betriebsfähige Dampflokomotive soll 44 071 (preußische G8) aufgearbeitet werden. Auch sie soll den bewährten Siederohr-Stehkessel einer Firma aus Bursa, die Industriekessel herstellt, erhalten.
Zur Überwindung großer Distanzen wird heute eine mitgeführte Diesellok zur Traktion des Zuges über längere Strecken genutzt, während der Fotohalte oder auf kurzen Distanzen wird sie abgehängt. Ein effektives Verfahren, das der heute fehlenden Infrastruktur für Dampfloks wie Wasserkränen und Kohlenbansen geschuldet ist.
Ebenso ständig mit dabei ist ein Werkstattwagen mit Reserveteilen und Fachpersonal, so war es über Nacht möglich eine defekte Luftpumpe auszutauschen. Es ist absolut bemerkenswert, wie engagiert und motiviert das beteiligte TCDD-Personal bei diesen Fototouren bei der Sache ist (Axel Bozier, 24.10.14).

RechteckOlsenbande stellt die Weichen

Nachdem hier vorgestern die Olsenbande erwähnt wurde, möchte ich auch kurz was dazu schreiben. Als ich im Sommer von Stockholm mit einem X 2000 nach Kopenhagen einfuhr, traute ich meinen Augen kaum. Da stand doch tatsächlich noch das alte Stellwerk von Fahrdienstleiter Godfredsen und Brodersen. Ausser Betrieb, aber noch relativ gut erhalten. Sofort kamen Errinnerungen auf, wie die beiden mit viel Enthusiasmus und Kaffee und Kuchen den Betrieb regelten und wie Egon und Co mit einer kleinen Diesellok den Tresorwaggon, Marke "Franz Jäger Berlin" jagten.
Egon hatte den Fahrplanwechsel nicht beachtet und musste nun mittels einer Kabelbrücke den kompletten Bahnhof lahmlegen. Börge hat das Kabel später wieder entfernt und war der Held.
"Die Olsenbande stellt die Weichen" gilt als der mit Abstand beste und durchdachteste Film der Reihe. Nun soll dieses schöne Bauwerk wohl abgerissen werden. Wer es nochmal sehen möchte, muß sich wohl sputen. Man kommt problemlos und legal bis auf 50m heran. 30 min vom Hauptbahnhof zu Fuß oder eine Station mit der S-Bahn.
Auch andere Relikte, wie das Rathaus oder die Hubbrücke sind noch allgegenwärtig. Ein Besuch lohnt sich wirklich, auch gibt es überhaupt bei den skandinavischen Eisenbahnen eine Menge interessantes zu entdecken (Steffen Robst,
24.10.14).

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LOK Report 11/14

LOK Report Ausgabe 11/14

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Mit der Kamera notiert

RechteckDie Laublok
Foto Dr. Klaus-Peter Lorenz
Auf der Gefällestrecke zwischen Kassel und Guntershausen hatte es am „Buchberg“ im Jahr 1973 ein schweres Eisenbahnunglück mit zwei beteiligten Schnellzügen gegeben. Ursache war ein Gleitfilm aus nassem Herbstlaub, auf dem die Bremsen der Reisezüge versagten. Seit vielen Jahren verkehrt nun auf den Strecken im nordhessischen Bergland die „Laublok,“ – hier in einer Folge von Überholungen und Kreuzungen im Bahnhof Guntershausen aufgenommen. Mit Pressluft wird das gefallene Laub aus dem Gleisbett geblasen. Immer rauf auf den Berg und wieder runter vom Berg, an den Ufern von Fulda und Eder (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 24.10.14)
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RechteckMníšek pod Brdy
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Bis zum 13. November wurde wegen Bauarbeiten zwischen Praha-Zbraslav und Dobříš Schienenersatzverkehr eingerichtet. Am 22. Oktober fotografierte ich die Bauarbeiten zwischen dem Bhf Mníšek pod Brdy und der Hst Rymaně. In Rymaně wird ein neuer Bahnsteig gebaut. Zwischen Rymaně und Mníšek sind schon neue Betonschwellen (Martin Kubik, 24.10.14)

RechteckPraha Smichov
Foto Quintus VosmanFoto Quintus Vosman
Foto Quintus VosmanFoto Quintus Vosman
Am 19. Oktober fuhr die "Nähmaschine" M262.1168 von KŽD als Zug 7755 von Praha Zličin nach Praha hlavní nádraží (Prag Hbf). Das Bild zeigt den Zug während der Abfahrt aus Praha Smichov. Während Wochenenden fährt KŽD mit alten Motorwagen zwischen Prag Hbf und Prag Zličin unter den Namen "Pražký motorážek".
In Praha Smichov wenden die Regio-Jet-Züge und bekommen ihre Pflege. Für die Rangierleistungen gibt es die "Hektor"-Diesellokomotive 721 151. Die Ellok 162 112 machte am Sonntag Pause in Smichov. Die 362 046 der ČD wurde auf der Brücke über die Vltava/Moldau mit einem Leerzug aus Prag Hbf nach Praha Smichov erwischt (Quintus Vosman, 24.10.14).

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LOK Report Reiseführer 2014/2015

Europa

RechteckDänemark: Flemming Jensen wird neuer DSB-Vorstandsvorsitzender
Der DSB-Verwaltungsrat hat am 23.10.23 Flemming Jensen zum neuen Vorstandsvor-sitzenden (administrerende direktør) des Unternehmens ernannt. Jensen war bisher bei der Fluggesellschaft SAS in Dänemark als Konzerndirektor Betrieb tätig. Er wurde 1959 geboren und begann seine Karriere bei SAS im Jahr 1989. Ab 2008 hatte er dort eine Reihe leitender Positionen inne. Im Zeitraum 2002-2008 war er erst Pilot und dann Chefpilot. Er ist Mitglied des Exekutivkomitees im Verband der dänischen Industrie (Dansk Industri) und Vorstandsmitglied der Kopenhagener Industrie-Arbeitgeber (Industriens Arbejdsgivere i København, IAK).

Der bisherige Vorstandsvorsitzende Jesper Lok wird seinen Posten bis zum 01.12.14 weiterführen und danach noch bis zum 01.01.15 verfügbar sein. Flemming Jensen übernimmt die Nachfolge zum 01.05.15 mit einem Grundgehalt von jährlich 4.5 Mio. DKK plus 25% variablen Lohn (performance) und 10% Pension(WKZ, Quelle DSB, 24.10.14).

RechteckFrankreich: Rechnungshof gibt acht Empfehlungen zum TGV-Angebot
Der französische Rechnungshof (Cour des comptes) hat am 23.10.14 seinen Bericht über den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Frankreich veröfentlicht. Obwohl die technischen und kommerziellen Erfolge des TGV nicht zu leugnen sind, sieht es der Rechnungshof als notwendig an, den wirklichen Beitrag des TGV-Verkehrs für die Gemeinschaft als Ganzes zu beurteilen. Der Rechnungshof ist aufgrund seiner Untersuchung der Auffassung, dass die Wahl neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken durch Sachdienlichkeit und Rentabilität getragen werden müssen.

Die Entwicklung des TGV fand statt als Ersatz herkömmlicher Züge wie den Vorläufern der jetzigen Produktgruppe Intercités. Die Vorliebe für Hochgeschwindigkeitsverkehr führte in Frankreich zu einem nicht kohärenten System, in dem TGV-Züge 230 Destinationen anlaufen und 40% ihrer Zeit über konventionelle Strecken verkehren, wofür auch eine große Flotte an Zügen erfordert wird. Auf einigen Strecken werden die Hauptbedingungen der Relevanz einer Hochgeschwindigkeitsstrecke (LGV) nicht erfüllt, nämlich Ballungszentren mit einer Reisezeit von 1h30 bis 3 Stunden zu verbinden, wenig oder gar keine Zwischenstopps, häufige Frequenzen, gute Auslastung der Züge und Kombination mit anderen Verkehrsmitteln.
Entscheidungsprozesse, der zur Schaffung von neuen Linien führen, beinhalten in der Tat häufig zu optimische Verkehrsannahmen und Zeitgewinne, vorzeitige Ankündigungen durch lokale Akteure und nicht ausgereifte und zu spät gestartete Finanzierungspläne. Daraus ergibt es sich, dass die sozio-ökonomische Lebensfähigkeit einer Hochgeschwindigkeits-strecke systematisch überschätzt wird.
Seit 2008 erlebt die TGV-Auslastung eine Stagnation, die sich in sinkenden Umsätzen der TGV-Sparte innerhalb der SNCF widerspiegelt. Darüber hinaus ist die Rentabilität neuer Linien aufgrund steigender Kosten immer geringer. Außerdem entwickelt sich die Konkurrenz durch andere Verkehrsträger (Bus, Fahrgemeinschaft). Hinzu kommen steigende Trassen-gebühren (8,5% pro Jahr im Durchschnitt für den Zeitraum 2007-2013), aber auch sonstige Kosten wie Löhne (+6 2% pro Jahr zwischen 2002 und 2009). In diesem Zusammenhang hat sich die operative Marge der TGV-Aktivität deutlich verschlechtert, von 29% des Umsatzes im Jahr 2008 auf 12% im Jahr 2013.
Die hohe Verschuldung von Réseau Ferré de France (RFF) verhindert zudem, dass neue Linien über Fremdmittel finanziert werden können. Darüber hinaus entzieht die Aussetzung der Ökosteuer als Geldquelle der "Agentur zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur von Frankreich" (Agence de financement des infrastructures de transport de France, AFITF) der Regierung die Grundlage, ihren Haushaltsverpflichtungen nachzukommen.
Der Rechnungshof gibt deshalb folgende acht Empfehlungen:
1. eine bessere Integration des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in das gesamte Mobilitätsangebot und die Beseitigung von Wettbewerbsbeschränkungen für den Straßenverkehr auf langen Strecken;
2. schrittweise Einschränkung der Anzahl der Halte in wenig besiedelten Gebieten und Abbau von TGV-Angeboten auf konventionellen Strecken;
3. Gewährleistung der Datentransparenz der SNCF, vor allem bezüglich der Frequentation von Linien;
4. Veranlasung einer sozio-ökonomische Bewertung neuer LGV-Strecken;
5. Vorstudien für neue Linien dürfen erst nach der Definition eines Geschäftsplans durch die Betreiber (Verkehr, Infrastruktur) und/oder unter Berücksichtigung eines formellen interministeriellen Beschlusses bezüglich der Finanzierungsperspektiven (Staat, RFF, möglicherweise Kommunen) erfolgen;
6. Sicherstellung der Finanzierungsmöglichkeiten durch die AFITF einschließlich ihrer finanziellen Verpflichtungen gegenüber RFF und schnelle Klärung der Ressourcen dieser Agentur;
7. Fokus vor allem auf die finanziellen Ressourcen für das gesamte Netzwerk in Bezug auf Erhalt und Verbesserung der Verwaltung und des Service-Angebots des Schienennetzes durch den Betreiber der Infrastruktur;
8. die Definition der künftigen Schuldenquoten des Infrastrukturbetreibers darf nicht dazu führen, unrentable Projekte zu finanzieren (WKZ, Quelle Cour des Comptes, 24.10.14).

RechteckFrankreich: Barbara Dalibard zum Rechnungshof-Bericht
Barbara Dalibard, Direktorin von SNCF-Voyages, erklärte zum Bericht des Rechnungshofes: "In einem fest vorgegebenen Budget gibt es die Möglichkeit zwischen einer Ausweitung des Hochgeschwindigkeitsnetzes und der Modernisierung des Netzes. Die Position der SNCF ist, zu sagen: Beginnen wir, unser Netz aufzurüsten, anstatt neue Linien zu bauen, außer den vier, die bereits im Bau sind"
(WKZ, Quelle SNCF, 24.10.14).

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Tanago

RechteckGriechenland: Sonderfahrten auf dem Peloponnes-Schmalspurnetz
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Triebwagen in Pirgos und zugewachsene Strecke im 1000-mm-Netz. Fotos Frank Weimar.
Das griechische EVU TrainOSE weist auf seiner Homepage auf die seit 2012 bestehende Möglichkeit von Sonderfahrten, vor allem auf dem meterspurigen, zum großen Teil nicht mehr im Regelbetrieb stehenden Peloponnesnetz hin. Solche Fahrten wurden vor allem 2013 mehrfach angeboten.
Allerdings führen Reiseberichte zu dem Eindruck, dass der allgemeine Zustand dieser Strecken solche Exkursionen eher unmöglich werden lässt. Die Werkstätten in Pirgos und Patra sind wegen der dortigen Restbetriebe auf den Strecken Katakolo – Pirgos – Olympia bzw. S-Bahn Patra in Betrieb, auch in Tripoli sind Fahrzeuge bewacht hinterstellt.
Nach einem Bericht der Griechenlandzeitung soll über eine Reaktivierung der bis 2009 sanierten 65 km langen Strecke Korinth – Nafplio zwischen Umweltministerium und Stadtverwaltung Nafplio verhandelt werden, vor allem wegen des Transports von Touristen in die ehemalige griechische Hauptstadt Nafplio, aber auch zu anderen archäologischen Stätten wie Mykene und Epidaurus, wobei beide nicht direkt an der Bahn liegen.
Wegen der erfolgten Sanierung der Strecke sollten attraktive Fahrzeiten möglich sein. Noch 2014 soll ein weiterer Abschnitt der normalspurigen Um- bzw. Neubaustrecke Athen - Patra zwischen Kiato und Diakopto in Betrieb genommen werden (Frank Weimer, Johannes Schenkel, 24.10.14).

RechteckItalien: Lombardei verlangt neuen Vorstand für TreNord
Die Lombardei ist unzufrieden mit den Leistungen von TreNord, einem Joint-Venture aus Trenitalia und FerrovieNord Milano (FNM) zur Abwicklung des SPNV. Die Ausführung der Regionalverkehre habe sich im abgelaufenen Geschäftsjahr so sehr verschlechtert, dass dem Präsidenten der Region Lombardei, Roberto Maroni (Lega Nord), der Kragen geplatzt ist. So forderte er als wichtigster Aktionär der FNM die Anteilhaber auf, bis zum November einen neuen Vorstand (Amministratore delagato) für das Joint Venture zu ernennen. Die vorherige Amtsinhaberin Lucia Morselli war von dem Posten zum 01.10.14 aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Italienische Medien sprechen von Cinzia Farisè (Lega Nord) als möglicher Nachfolgerin.
Alle Parameter hätten sich verschlechtert, die Pendler seien zunehmend über schlechte Leistungen, Unpünktlichkeiten und Zugausfälle verärgert, heisst es in einem der Region übergebenen Dossier. Die Presse spricht von einem Schock-Dossier, das dem Präsidenten der Region unterbreitet wurde, und von einem "Caporetto Trenord". Caporetto war eine vernichtende Niederlage in der letzten Isonzoschlacht gegen die Österreicher mit deutscher Unterstützung, wonach die Österreicher bis an die Piave vorstießen.
Die mittleren Verspätungen pro Fahrgast stiegen von 2011 bis 2014 von 3,2 auf 5,2 min, die Anzahl der Zugausfälle von 21,7 auf 51,3. Spitzenreiter waren der 14. August mit 85 Ausfällen, der 19. August mit 64, aber auch der 1. Oktober mit 61 Zugausfällen. Aktuelle Ohrfeige für die Benutzer war die Entscheidung von TreNord, die kostenfreie "Grüne Telefonnummer" für Beschwerden und Hinweise außer Funktion zu setzen. Seit einigen Monaten ist die Nummer kostenpflichtig (GK, 24.10.14).

RechteckItalien/Österreich: Grünes Licht für BBT-Baulos zur Unterquerung des Eisacks


Neben dem Erkundungsstollen in Südtirol konnte dieses Jahr bereits ein Stück der beiden Hauptröhren präsentiert werden. Fotos GK.
Die Unterquerung des Eisacks durch den Brennerbasistunnel (BBT) kann nun angegangen werden. Am 21. Oktober hat der Aufsichtsrat der BBT SE grünes Licht für die Unterzeichnung des entsprechenden Vertrags mit den Unternehmen Salini Impregilo Spa und Strabag AG gegeben. Für Landeshauptmann Arno Kompatscher "ein weiterer Schritt, aber auch ein wichtiges Signal für Südtirol".
Der Schritt sei nicht nur für das Fortschreiten der Arbeiten am BBT von Bedeutung, sondern auch ein wichtiges Zeichen für Südtirol, so Kompatscher heute: "Mit der Unterquerung des Eisacks kann nun das erste wirklich große Baulos mit einer Investitionssumme von 301 Millionen Euro angegangen werden", so der Landeshauptmann, der damit rechnet, dass etliche heimische Unternehmen von den Arbeiten profitieren werden.
Der Zuteilung vorausgegangen waren mehrere Einsprüche beim Verwaltungsgericht Bozen und beim Staatsrat, diese sind nun allerdings ausgeräumt und dank des OK des Aufsichtsrats kann der Vertrag mit den Firmen Salini Impregilo Spa und Strabag AG nun schon am Freitag dieser Woche unterzeichnet werden. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich noch vor Weihnachten, finanziert werden sie durch Italien und Österreich, die wiederum auf Beiträge der EU zurückgreifen. Die Bauzeit beläuft sich auf voraussichtlich sieben Jahre.
Zugeschlagen wurde zudem der Auftrag für die Bauaufsicht für das Baulos Tulfes-Pfons, das 38 Tunnelkilometer und ein Bauvolumen von 377 Millionen Euro umfasst. Den Auftrag gesichert hat sich die Bietergemeinschaft Pini Swiss Engineers, zu der auch das Brixner Unternehmen EUT gehört. Die Vertragssumme für die Bauaufsicht beläuft sich auf 9,9 Millionen Euro
(Pressemeldung Autonome Provinz Bozen-Südtirol, 24.10.14).

RechteckÖsterreich: Arlbergbahn nach schweren Schneefällen unterbrochen

In der Nacht zum 23.10.14 kam es aufgrund der massiven Niederschläge, mit einem sehr schweren und nassen Schnee, zum Umstürzen von mehreren Bäumen die schlussendlich zwischen Wald am Arlberg und Dalaas die ÖBB Oberleitung beschädigten. Dabei wurde das Tragseil – das ist die Aufhängung der Fahrleitung – an zwei Stellen abgerissen. Ca. 300 Meter Oberleitung liegen derzeit am Boden.
Die ÖBB sind aufgrund der getroffenen zusätzlichen Bereitschaften bereits mit drei Arbeitstrupps – rund 30 Mitarbeiter – sowie drei Spezialfahrzeugen mit Hebebühnen im Einsatz. Sicherheit für die Arbeiter hat dabei höchste Priorität. Zunächst werden die umgestürzten Bäume durch die Facharbeiter abgeschnitten und sicher entfernt. Gleichzeitig arbeiten die Elektrotechniker an der Wiederherstellung der Oberleitung in diesem Bereich. Für den Bahnverkehr bedeutet dies eine Streckenunterbrechung zwischen Landeck und Bludenz – nach letzten Angaben sicher bis heute am späten Nachmittag.
Die ÖBB haben einen Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen eingerichtet – es ist dabei mit bis zu 30 Minuten längeren Fahrzeiten zu rechnen. Wir bitten die Kunden für die Beeinträchtigungen um Verständnis – alle Infos sind laufend unter www.oebb.at abrufbar. Das ÖBB-Kundenservice ist unter 05-1717 erreichbar (Pressemeldung ÖBB, 24.10.14).

RechteckÖsterreich: Umbau Ludesch - Ausbau der Güterzuggleise

Die Arbeiten für den Ausbau der Güterzuggleise liegen perfekt im Zeitplan. Ein riesiger Gleiskran verlegte Spezialfertigbetonteile mit 122 Tonnen Gesamtgewicht punktgenau. Ludesch zählt zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten in Vorarlberg. Die Güterverkehrsprognosen für die kommenden Jahre zeigen ein dynamisches Wachstum der Frachtmengen. Um die Transporte rasch und wirtschaftlich abzuwickeln, investieren die ÖBB derzeit in den Umbau des Güterbereiches. In Zukunft können in Ludesch sogenannte Ganzzüge zusammengestellt werden. Ohne weiteren Verschub treten diese ihre Reise an die jeweiligen Bestimmungsorte an. Insgesamt werden vier Abstell- und ein Verschubgleis mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.800 Meter bis Dezember 2015 errichtet. Insgesamt investiert die ÖBB-Infrastruktur AG rund 12,8 Millionen Euro in den zukunftsweisenden Umbau. Ein herausfordernder Projektabschnitt wird diese Woche abgewickelt. Dabei verlegte ein 180 Tonnen Schienenkran tonnenschwere Spezialteile.
Bis zum 26. Oktober ist auf der Bahnbaustelle in Ludesch rund um die Uhr mit Bautätigkeit zu rechnen. Die bestehende Personenunterführung wird derzeit um elf Meter verlängert. Damit ist nach der Fertigstellung garantiert, dass ein sicherer unterirdischer Weg zu den künftigen Güterzuggleisen besteht. Diese Maßnahme bringt eine deutliche Erhöhung der Arbeitssicherheit für die im Güterbereich arbeitenden Verschubmitarbeiter. Die sehr dichtbefahrenen Hauptgleise in Ludesch müssen bei den Arbeitseinsätzen nicht mehr überschritten werden. Innerhalb von acht Tagen erfolgten das Entfernen der bestehenden Gleisabschnitte, der gesamte Aushub sowie das Einheben der zwei vorbereiteten Betonfertigteile. Da die Arbeiten die Durchfahrtsgleise des Bahnhofs Ludesch betreffen, ist die Sperre so kurz wie möglich zu halten. Der Fahrplan ist von den Arbeiten nicht betroffen – nur geänderte Abfahrtsbahnsteige sind zu beachten.
Der Personentunnel wurde in den vergangenen Wochen in zwei Segmenten als Fertigteile betoniert. Dies hat den Vorteil, dass die beiden Spezialteile mit 68 und 54 Tonnen Gewicht nur noch per Kran eingehoben werden müssen. Um dies zu schaffen, war nun ein 180 Tonnen schwerer Schienenkran im Einsatz. In Millimeterarbeit durch den Kranfahrer und der Techniker wurden die Fertigteile punktgenau versetzt. Während dieser Bauphase die noch bis zum 29. Oktober um 17 Uhr andauert werden die Züge in Richtung Bludenz vorübergehend von Bahnsteig 3 abfahren. Der Zugang ist entsprechend ausgeschildert, ÖBB-Mitarbeiter sind für Auskünfte und Hilfeleistungen vor Ort. Ab Donnerstag 30. Oktober fahren alle S-Bahn Züge in Ludesch wieder über den zentralen Inselbahnsteig – das bedeutet ein Bahnsteig für die Züge in beide Richtungen (Pressemeldung ÖBB, 24.10.14).

RechteckSchweden: Verbessertes SJ-Ergebnis durch Optimierungsmaßnahmen
Während der Periode Januar-September ist das operative Ergebnis der SJ um 44 Mio. SEK gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr gestiegen und belief sich auf 340 Mio. SEK (Vorjahr 296 Mio. SEK). Der Nettoumsatz lag etwas niedriger bei 6,710 Mrd. SEK (6,720).
Im dritten Quartal stieg das operative Ergebnis auf 182 Mio. SEK (177), der Nettoumsatz sank auf 2,157 Mrd. SEK (2,198).
"Die konsolidierten Ergebnisse zeigen einen positiven Trend. Der Betriebsgewinn stieg um fast 15 Prozent in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, zudem haben wir einen weiteren Anstieg im dritten Quartal gegenüber dem gleichen Quartal im letzten Jahr gesehen. Der Trend zeigt, dass unsere umfassenden Optimierungen erfolgreich verlaufen", sagt SJ-VD Crister Fritzson (Pressemeldung SJ, 24.10.14).

RechteckSchweiz: Startschuss für den Bau des 4-Meter-Korridors auf der Gotthardachse
Die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ist ein wichtiges Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik. Die SBB realisiert deshalb im Auftrag des Bundes bis 2020 einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthardachse. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die SBB haben heute in Biasca zum Start der Arbeiten die Bauprojekte vorgestellt.
Auf der rund 270 Kilometer langen Gotthardachse zwischen Basel und der italienischen Grenze müssen rund 20 Tunnels angepasst werden, damit Sattelauflieger mit 4 Metern Eckhöhe auf Bahnwagen transportiert werden können. Hinzu kommen Anpassungen an rund 80 Perrondächern und Signalanlagen. Die beiden Basistunnel Gotthard und Ceneri erlauben Transporte mit einer Eckhöhe von über 4 Metern. Den Anfang der Bauarbeiten machen die beiden Tunnel Crocetto und Giustizia südlich von Biasca. An ihrem Beispiel erklärten Vertreter von BAV und SBB die nötigen Arbeiten.
Der 4-Meter-Korridor trägt sowohl dem Bedürfnis der Transportbranche als auch demjenigen der Verkehrsverlagerung Rechnung: Spediteure setzen im kombinierten Verkehr vermehrt Sattelauflieger mit 4 Metern Eckhöhe ein. Dank des 4-Meter-Korridors auf der Gotthard-Achse können diese per Bahn bis in die Terminals in Norditalien transportiert werden. Zudem wird im Personenverkehr der Einsatz von Doppelstockzügen möglich.
Nachdem das Parlament den Bau und die Finanzierung über insgesamt 990 Millionen Franken gutgeheissen hatte und die entsprechenden Gesetzesänderungen in Kraft getreten sind, hat am 8. Oktober 2014 der Bundesrat die nötige Vereinbarung mit der SBB gutgeheissen. Bis Ende 2014 wird die SBB alle Projekte beim BAV zur Genehmigung einreichen. 2016 startet der Neubau des Bözbergtunnels, das grösste Teilprojekt mit Kosten von 348 Millionen Franken. Der gesamte 4-Meter-Korridor soll 2020 in Betrieb genommen werden (Pressemeldung SBB, 24.10.14).

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