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LOK Report – News von Dienstag, 04.08.15

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Willkommen beim LOK Report
DB Regio Franken setzt
auf Hybridantrieb

Absatzlinie

Geänderte Vorinformation
zum E-Netz Saar RB

Absatzlinie
Neuer Zeitplan zum Bau der
Verbindung Arcisate - Stabio

Willkommen beim LOK Report

Foto links: GWS

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckEVG: Auch ein Jahr nach Mannheim werden Zeiten nicht ausreichend kontrolliert

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, hat - ein Jahr nach dem Eisenbahnunfall von Mannheim - das mangelnde Interesse der politisch Verantwortlichen kritisiert, mit klaren Regelungen die hohen Sicherheitsstandards im Eisenbahnbereich aufrechtzuerhalten. So würden beispielsweise Fahr- und Ruhezeiten im Schienengüterverkehr so gut wie gar nicht kontrolliert, zudem sei weiterhin unklar, welche Behörde für diese Kontrollen überhaupt zuständig sei.
Nach Informationen, die der EVG vorliegen, hatte der Lokführer des unfallverursachenden Güterzuges die vorgeschriebene Mindestruhezeit von 9 Stunden nicht eingehalten. "Wir bewerten diesen Unfall nicht, das ist Sache der Staatsanwaltschaft - aber wir weisen deutlich auf Mängel hin, die problemlos abgestellt werden könnten", machte Kirchner deutlich.
So fordere die EVG schon seit langem mit Nachdruck den Einbau von Fahrtenschreibern auch auf Lokomotiven. "Wie lang ein Lokführer unterwegs war, wann und wie lange er Pausen macht, wird nirgendwo erfasst", kritisierte Kirchner. Hier sei dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Recherchen von "mobifair", die sich unter anderem für die Förderung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung einsetzten, würden immer wieder deutliche Verstöße gegen geltende Arbeitszeitbestimmungen nachweisen - ohne dass dies Folgen hätte. Die eigentlich verantwortlichen Gewerbeaufsichtsämter fühlen sich nicht zuständig oder könnten, aufgrund fehlenden Personals, nicht tätig werden. "Es besteht dringender Handlungsbedarf" so Kirchner.
Neben der Erfassung der Fahr- und Ruhezeiten forderte der EVG-Vorsitzende auch eine einheitliche Ausbildung der Lokführer. "Dass einzelne Eisenbahnverkehrsunternehmen die Ausbildungszeiten willkürlich festlegen können ist ein Unding", kritisierte er. Die EVG fordere eine Ausbildung von mindesten zwölf Monaten. Zudem müssten die Prüfungen von unabhängigen Prüfern vorgenommen werden. "Es kann nicht sein, dass das Unternehmen, das Lokführer ausbildet auch die Prüfung abnimmt", so Kirchner.
Auch der zunehmende Einsatz von Leihlokführer ist aus Sicht der EVG nicht unproblematisch. Der Lokführer des unfallverursachenden Güterzuges in Mannheim sei Mitarbeiter eines Personaldienstleisters gewesen. "Diese Entwicklung, dass immer mehr Leiharbeiter und Selbstständige als Lokführer eingesetzt werden, ist aus unserer Sicht fatal", machte Kirchner deutlich. Hier werde Lohn- und Sozialdumping Vorschub geleistet, was aus Sicht der EVG die völlig falsch Entwicklung sei. Der Wettbewerbsdruck sei mittlerweile so groß, das zwischenzeitlich selbst Unternehmen wie DB SchenkerRail nicht mehr ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern arbeiten würden.
Die Konkurrenz wird immer größer. Mittlerweile würden in Deutschland 170 private Eisenbahnverkehrsunternehmen Transportleistungen anbieten. "Damit der Verkehrsträger Schiene auch weiterhin so sicher bleibt, wie er ist, brauchen wir mehr Kontrollen und verbindliche Regelungen, damit die schwarzen Schafe die offensichtlichen Lücken im System nicht für sich nutzen", so Kirchner. "Wir sind nicht gegen Wettbewerb, aber die Politik, die diesen Wettbewerb fordert, muss auch die richtigen Rahmenbedingungen setzen, um Wildwuchs zu verhindern. Im Augenblick tut sie dies nicht. Und das kritisieren wir, weil die Folgen fatal sein können", so der Vorsitzende der EVG, Alexander Kirchner.
Die EVG hat nach dem Eisenbahnunfall von Mannheim ein Elf-Punkte-Programm mit Forderungen erarbeitet, deren Umsetzung für den Erhalt der hohen Sicherheitsstandards im Bereich des Verkehrsträgers Schiene sorgen soll (Pressemeldung EVG, 04.08.15).

Industrie

RechteckK2D: Zeichnungsbasierte Prozessoptimierung mit InspectionXpert

Die K2D-KeyToData GmbH gibt die Verfügbarkeit der neuesten Versionen von InspectionXpert bekannt, die zahlreiche am Kundenbedarf ausgerichtete Erweiterungen beinhalten und damit eine noch schnellere Erstellung von Erstmusterprüfberichten ermöglichen.
Mit InspectionXpert können Prüfzeichnungen und -modelle mit nur einem Klick digital gestempelt werden. Die erfassten Prüfwerte werden automatisch in normierte Prüfberichtsvorlagen (EMPB, PPAP, EN9102, VDA…) übertragen. Neben einer immensen Zeitersparnis liegen die großen Vorteile auf der Hand – manuelle Übertragungsfehler werden vermieden und Zeichnungsrevisionen können in kürzester Zeit verarbeitet werden.
InspectionXpert ist in zwei Editionen verfügbar. Mit InspectionXpert OnDemand für PDF können Zeichnungen im PDF, TIF/TIFF Format geöffnet werden. Bei InspectionXpert OnDemand für CAD ist die Verwendung nativer CAD Dateien der Formate CATIA V5 2D und 3D, CATIA V6 3D, und AutoCAD DWG 2D möglich. Zahlreiche weitere CAD Formate wie NX, STEP, JT und DXF folgen in Kürze.
InspectionXpert wird kontinuierlich auf die Bedürfnisse der Kunden weiterentwickelt. In beiden neuen Versionen ist erstmals auch eine italienische Sprachversion verfügbar, was für die K2D-KeyToData GmbH als europäischer Vertriebspartner der InspectionXpert Corp. ein echtes Highlight darstellt.
InspectionXpert OnDemand für PDF bietet erstmals die Möglichkeit, Werte von Bemaßungen und Form- und Lagetoleranzen direkt im Tabellenmanager zu überarbeiten. Besonders bei großen Dateien sind hiermit eine bessere Übersichtlichkeit und damit eine schnellere Bearbeitung sichergestellt. Mithilfe der komfortablen OCR Funktion (Optische Zeichenerkennung) können Texte in kürzester Zeit aus PDF Dateien extrahiert werden.
Das Zusatzmodul CMMXpert ermöglicht den Import von Messdatensätzen aus Koordinatenmessgeräten und gleicht die Messwerte automatisch mit den Sollwerten ab. Die Anzahl der unterstützten Datenformate steigt hier kontinuierlich, so werden mit der neuen Version QDMWeb, PC-Dmis CSV, QVPAK, Metrosoft Quartis – CSV, PC-DMIS – CSV, PC-DMIS - Excel PPAPTxtReport, Keyence IM und Mitutoyo Microscope unterstützt.
Bei der Edition InspectionXpert OnDemand für CAD können ab sofort Bauteileigenschaften oder Parameter aus CATIA Dateien automatisch in gewünschte Felder im Tabellenmanager importiert werden. Weiteres Highlight der neuen Version ist die Möglichkeit des Einfügens von Anmerkungen in CAD Dateien. Des Weiteren können Anwender Nummerierung-Schemata nun einfach und schnell selbst festlegen, sprich die Nummerierung der Stempelungen flexibel anpassen (Pressemeldung K2D-KeyToData GmbH, 04.08.15).

RechteckKapsch: Im Wirtschaftsjahr 2014/15 auf stabilem Kurson
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr (1. April 2014 - 31. März 2015) verzeichnete die Kapsch Group, eines der erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) und Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT), einen Konzernumsatz von 908,8 Mio. EUR und ein EBIT von 6,6 Mio. EUR. In diesem Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien weltweit 5.734 Personen. Die Kapsch Group befindet sich auf einem soliden und wirtschaftlich stabilen Kurs.
Der Umsatz der Kapsch Group konnte mit 908,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 923,3 Mio. EUR nahezu gleich gehalten werden (minus 1,6 %). Das bereinigte operative Betriebsergebnis wurde signifikant auf 43,5 Mio. EUR gesteigert (Vorjahr: 27,2 Mio. EUR), nach den durchgeführten Wertminderungen beläuft sich das EBIT nunmehr auf 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR). Die Steigerung der Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 5 % auf 5.734 resultiert vorrangig aus dem weiteren Aufbau der Betreibergesellschaften in Polen und Weißrussland und durch die Übernahme von Leihpersonal in Südafrika in der Kapsch TrafficCom sowie der Unternehmensakquisition in der Kapsch CarrierCom. Die Forschungs- und Entwicklungsquote von knapp 10 % (88,2 Mio. EUR) des Umsatzes hält sich gegenüber dem Vorjahr stabil.
Am Gesamtumsatz der Kapsch Group hat die börsennotierte Kapsch TrafficCom, ein weltweit führender Anbieter von Intelligent Transportation Systems (ITS), 50 % Anteil (456,4 Mio. EUR). Kapsch CarrierCom, die End-to-End Telekommunikationslösungen etwa für Bahnbetreiber und Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs bereitstellt, war für 21 % (190,6 Mio. EUR) des Gruppenumsatzes verantwortlich. Kapsch BusinessCom, erfolgreicher IKT-Servicepartner in Österreich, Zentral- und Osteuropa, trug mit dem Geschäft 33 % (301,9 Mio. EUR) zum Gesamtumsatz bei.
Als wichtigste Geschäftserfolge gelten bei der Kapsch TrafficCom im abgelaufenen Geschäftsjahr die Großaufträge für ein elektronisches Mautsystem in Sydney/Australien und für das vollelektronische Mautsystem für den New York State Thruway.
Die Kapsch CarrierCom übernahm im abgelaufenen Geschäftsjahr das belgische Unternehmen Prodata Mobility Systems NV und erweitert damit ihr Portfolio im öffentlichen Personennahverkehr. Im Berichtszeitraum verzeichnete die Kapsch CarrierCom erfolgreiche TETRA-Projekte bei Metro-Lösungen in Newcastle/Großbritannien und in Rio de Janeiro/Brasilien. Im Bahn-Segment wurde Kapsch CarrierCom von der chinesischen Bahn für eine GSMR-Ausstattung beauftragt, und mit der algerischen Bahn wurde für den Aufbau einer Bahnkommunikation ein Joint Venture vereinbart.
Kapsch BusinessCom verzeichnete besondere Geschäftserfolge z. B. mit der Modernisierung der gesamten IT-Infrastruktur der Tyrol Air Ambulance und mit der Virtualisierung der Laufplattform Runtastic. Auch die 2010 gegründete Kapsch Smart Energy konnte weitere Aufträge gewinnen. Unter anderem werden 1.400 Smart Meters für die Wiener Netze GmbH installiert.
Bei der Umsatzverteilung auf die Regionen kam es nur zu geringfügigen Verschiebungen gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil machen mit 33 % die Länder Zentral- und Osteuropas aus, gefolgt vom Heimatmarkt Österreich mit 30 %. Im strategisch bedeutenden Zielmarkt Amerika konnten mit der 2014 akquirierten Transdyn Inc., einem Hersteller und Integrator von Verkehrsmanagement-Systemen, unter dem neuen Firmennamen KTC USA Inc. bereits strategisch wichtige Projekte gewonnen werden.
Für die Bereiche Telekommunikation und Verkehrsleittechnik, in denen die Kapsch Group geschäftlich aktiv ist, sieht die Unternehmensführung nach derzeitiger Sicht der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung folgende Marktchancen in ihren Segmenten:
Kapsch TrafficCom hat im Rahmen des Programmes 2020 drei strategische Prioritäten definiert - operative Exzellenz, Stärkung und Absicherung des Kerngeschäftes sowie Aufbau eines Intelligent-Mobility-Solutions (IMS)-Geschäftes. Ziel ist es, das Kerngeschäft auszubauen und neue Geschäftsfelder zu adressieren, vor allem bei innerstädtischen, mobilen Verkehrslösungen wie z. B. Smart Parking.
Kapsch CarrierCom zielt im Bereich des Zugfunks darauf ab, mit einem innovativen Produktportfolio auch neue Märkte, vor allem in Europa wie auch in Nordafrika, im arabischen und im asiatischen Raum, zu erschließen sowie bestehende GSM-R-Netze auszubauen. Im Bereich Public Transport werden künftig die Märkte in Europa, Südafrika, USA, Südamerika und Russland mit einem komplettierten Produkt- und Lösungsportfolio adressiert.
Mit der Fokussierung auf Branchen setzt Kapsch BusinessCom verstärkt auf die Segmente Manufacturing Industries, Healthcare, Public, Utility und Finance. Ziel von Kapsch BusinessCom ist es, mit ICT-Lösungen die Business-Prozesse der Kunden aktiver mitzugestalten und zu entwickeln
(Pressemeldung Kapsch AG, 04.08.15).

RechteckUSB: Neues Gewichtsmanagement-Tool M³® bei Bombardier Transportation
Die M³® Software der usb GmbH löst bei Bombardier Transportation weltweit MS-Excel als Tool für technisches Gewichtsmanagement ab. Durch den Einsatz der neuen Software ist die Verwaltung und Kontrolle der Gewichtseigenschaften der Produkte während des gesamten Produkt Lebenszyklus garantiert.
Zudem können viele branchenspezifische Anforderungen wie z.B. Zugkonfigurationen erfüllt werden. Diese sind auf Grund der Komplexität des technischen Gewichtsmanagements mit Excel kaum noch darstellbar.
Um den wachsenden Anforderungen einer länderübergreifenden Kollaboration in Engineering und Produktion, verschiedenen Gesetzgebungen und Nachweispflichten gerecht werden zu können, wird in Zukunft an allen Standorten von Bombardier Transportation weltweit für den Vollbahnbereich M³® der usb GmbH eingesetzt. Frau Kirstin Töpfer, Leiterin der Gewichtsmanagement Abteilung meint zum Einsatz der neuen Software folgendes: "Dank M³ haben wir endlich keine unzähligen individuellen Excel-Listen mehr sondern alle nötigen Informationen für alle Mitarbeiter in einem System, inklusive Änderungshistorie." Kirstin Töpfer, Team Lead for Weight Management BT Hennigsdorf and Deputy Head of Weight Performance.
Die usb GmbH hat mit Bombardier Transportation einen weiteren renommierten Kunden gewonnen, der im Bereich Gewichtsmanagement unser standortübergreifend einsetzbares Werkzeug nutzt. (Pressemeldung Gesellschaft für Unternehmensberatung und Systementwicklung mbH, 04.08.15).

RechteckVDV: Nutzungsbedingungen für Serviceeinrichtungen (NBS) überarbeitet
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat zum 1. August 2015 neue Empfehlungen für den Allgemeinen Teil der Nutzungsbedingungen für Serviceeinrichtungen (NBS-AT) herausgegeben. Diese tragen dem fortentwickelten Rechtsverständnis Rechnung und ersetzen die Empfehlungen nach dem Stand vom 10. Mai 2010.
Nutzungsbedingungen sind von Eisenbahninfrastrukturunternehmen aufzustellen, die sogenannte Serviceeinrichtungen wie z. B. Personenbahnhöfe, Güterterminals oder Werkstätten betreiben. Sie können die vom VDV empfohlenen NBS-AT eins zu eins übernehmen, selbstverständlich aber auch eigene NBS verwenden. Daneben hat der VDV seine Hinweise zur Ausgestaltung des unternehmensspezifischen Besonderen Teils der Nutzungsbedingungen für Serviceeinrichtungen (H-NBS-BT) aktualisiert. Beide Dokumente sind in enger Abstimmung mit der Bundesnetzagentur überarbeitet worden und stehen auf der Internetseite zum Download bereit (Pressemeldung VDV, 04.08.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: DB Regio Franken setzt auf Hybridantrieb




Fotos GWS.
Eine wichtige Innovation für das Bahnland Bayern: Bayerns Innen- und Verkehrsstaats-sekretär Gerhard Eck und Hilmar Laug, Geschäftsleiter der DB Regio Franken, haben heute in Würzburg die erste der insgesamt fünf neuen Hybrid-Rangierlokomotiven der DB Regio Franken vorgestellt. In den nächsten acht Jahren soll die technische und wirtschaftliche Serienreife der H3-Rangierlokomotiven der Firma ALSTOM im täglichen Einsatz in Würzburg und Nürnberg nachgewiesen werden. Getestet werden unter anderem die Betriebstaug-lichkeit der Hybridtechnologie sowie die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, der Schadstoffemissionen und des Instandhaltungsaufwands.
Mit der Vertragsunterzeichnung am 1. August 2013 wurde das Projekt 'Hybrid-Rangierloks für Regio Franken' offiziell gestartet. Am 31. Juli 2015 erhielten die am Projekt beteiligten Unternehmen, ALSTOM Lokomotiven Service GmbH, DAL Structured Finance GmbH und DB Regio AG, Regio Franken, sogar den 11. CNA-Sonderpreis  (Cluster for Transportation & Logistics Neuer Adler e.V.) für 'herausragende unternehmerische Leistungen'. "Rund ein Drittel des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in Bayern entfallen auf den Verkehrsbereich", erläuterte Eck. "Daher brauchen wir Innovationen wie die von der Firma ALSTOM neu entwickelte H3-Rangierlokomotive mit Hybridantrieb. Dieses Projekt ist in seiner Art und Weise im Eisenbahnbereich einzigartig und wird vom Freistaat im Rahmen der 'Modellregion Franken für innovative Antriebstechnologien' mit 675.000 Euro gefördert." Die Gesamtkosten für die fünf H3 Hybrid-Rangierlokomotiven belaufen sich auf knapp 9,5 Millionen Euro.
Die 700 Kilowatt starken H3-Lokomotiven basieren auf einer dreiachsigen Fahrzeugplattform mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern. Sie erhalten im Normalbetrieb die Energie abgasfrei und geräuscharm aus einem Batteriesatz, der während der Standzeiten auch aus regenerativen Quellen geladen werden kann. Nur wenn die Batterieleistung alleine nicht mehr ausreicht, kann der Dieselgenerator zugeschalten werden, um die Batterien nachzuladen oder noch mehr Leistung an die Antriebe zu geben. Durch den Einsatz der Hybrid-Rangierlokomotiven soll der Kraftstoffverbrauch gegenüber konventionellen Rangierlokomotiven bis zur Hälfte reduziert werden. Weiterhin wird der Schadstoffausstoß um bis zu 70 Prozent gesenkt. Da die Hybridloks zu 80 Prozent ihrer Einsatzzeit im reinen Batteriemodus bewegt werden, ermöglicht dies zukünftig einen geräusch- und schadstoffärmeren Rangierbetrieb in sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel in innerstädtischen Bahnhöfen wie in Würzburg und Nürnberg oder in Instandhaltungswerkstätten. "Der Einsatz der Hybridtechnik bedeutet vor allem für Anwohner, Fahrgäste und Bahnmitarbeiter deutlich weniger Lärm- und Abgasbelastung", fasste Eck zusammen.
Wie der Verkehrsstaatssekretär abschließend betonte, gibt es in der Region aktuell eine Vielzahl weiterer bedeutender Bahn-Infrastrukturprojekte. "Dazu zählt beispielsweise der neue Haltepunkt Würzburg-Heidingsfeld Ost, der im Rahmen der 'Stationsoffensive Bayern' bis 2019 entstehen soll." Dazu gehöre aber vor allem auch der barrierefreie Umbau des Würzburger Hauptbahnhofs, der in wenigen Wochen beginnen werde. Der Freistaat übernehme laut Eck rund 18 Millionen Euro des insgesamt über 43 Millionen Euro teuren Umbaus. Eck: "Hinzu kommt der notwendige Neubau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage mit Kosten von bis zu 12,5 Millionen Euro, den wir ebenfalls umfassend fördern werden." (Pressemeldung Innenministerium, 04.08.15).

RechteckSaarland: Geänderte Vorinformation E-Netz Saar RB
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zu Verkehrsleistungen im SPNV im E-Netz Saar RB gegeben (2015/S 147-269612). Diese Vorinformation ersetzt die Vorinformation vom 10.4.2014, Ziffer 2014/S 071-122477, berichtigt mit Änderungsbekanntmachung vom 20.9.2014, Ziffer 2014/S 181-319331.
Die Verkehrsleistungen umfassen im gesamten Ausschreibungsnetz ca. 5,5 Mio. Zugkilometer ab 14.12.2019 mit einer Laufzeit von 180 Monaten.
Los1 (ca. 3,2 Mio. Zkm):
• RB 70 (Trier-) Merzig – Saarbrücken – Kaiserslautern (ca. 1,3 Mio. Zkm)
• RB 71 (Schweich-) Trier – Saarbrücken – Homburg (ca. 1,6 Mio. Zkm)
• RB 84 Trier Hafenstraße – Konz – Saarburg (ca. 273.000 Zkm)
Los 2 (ca. 2,3 Mio. Zkm):
• RB 72 Saarbrücken – Illingen – Lebach/Jabach (ca. 505.000 Zkm)
• RB 73 Saarbrücken – St. Wendel – Türkismühle – Neubrücke (ca. 1,2 Mio. Zkm)
• RB 74 Illingen – Neunkirchen – Homburg (ca. 515.000 Zkm)
• RB 76 Saarbrücken – Merchweiler – Neunkirchen – Homburg (ca. 92.000 Zkm).
Es geht um den Betrieb eines Regionalverkehrs (E-Netz Saar RB) in den Ländern Saarland und Rheinland-Pfalz für den Zeitraum Dezember 2019 bis Dezember 2034 im Umfang von ca. 5,5 Mio. Zkm/a. Im Zeitraum von 2019 bis voraussichtlich 2021 soll jedoch die Leistung RB 72 Saarbrücken – Lebach/Jabach als Dieselleistung erbracht werden. Die Leistungen auf der RB 84 Trier Hafenstraße – Konz – Saarburg werden voraussichtlich ein Jahr später ab Dezember 2020 erbracht. Geplant ist, mit dem Vergabeverfahren (Verhandlungsverfahren) im dritten Quartal 2015 zu beginnen. Zugelassen werden Neufahrzeuge. Hierzu prüfen die Aufgabenträger Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Fahrzeugfinanzierung. Zugelassen sind auch Gebrauchtfahrzeuge. Die Vertragslaufzeit beträgt mindestens 15, beim Einsatz von Neufahrzeugen maximal 22,5 Jahre (Quelle EU-Ausschreibung, 04.08.15).

RechteckSchleswig-Holstein: Rangierunfall in Neumünster

Rangierunfall in Neumünster. Foto Bundespolizei.
Heute Montag gegen 10.45 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem Rangierunfall im ehemaligen Rangierbahnhof in Neumünster gerufen. Als die Beamten dort eintrafen, stellten sie fest, dass der Waggon eines Güterzugs entgleist war.
Ein aus 20 Waggons bestehender Güterzug der NEG war mit Split beladen worden. Dazu wurde ein LKW mit Förderband genutzt. Bei Anfahrt des Zuges, der in einer Kurve stand, wurde dieser "Verlade-LKW" offensichtlich übersehen und wurde von dem Zug über 25 m mitgeschleift (siehe Foto).
Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Das Drehgestell eines Wagons sprang aus dem Gleis. Es entstand hoher Sachschaden. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen (Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Flensburg, 04.08.15).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckDampflok-und Bahnpostfest Losheim




Am Wochenende fand bei sommerlichem und sonnigen Wetter im saarländischen Losheim am See das diesjährige Dampflok- und Bahnpostfest statt. Das Bahnpostmuseum am Bahnsteig Losheim hatte zur Besichtigung geöffnet und ein Bahnpostsonderzug mit der Dampflok 34 "Losheim" war auf der Museumsbahn zwischen Merzig-Ost-Losheim und Dellborner Mühle unterwegs. Am Nachmittag gab es dann noch einen Foto-PmG mit den beiden Dampfloks 34 Losheim und 26 Merzig auf der Museumsbahn (Harald Becker, 04.08.15).

RechteckTalgo veranstaltet Fotowettbewerb
Bis zum 15. September 2015 können Sie am Talgo-Fotowettbewerb teilnehmen. Die Gewinner werden in der ersten Oktoberwoche bekannt gegeben. Talgo möchte sich auf diese Weise bei allen Zugliebhabern bedanken, und ganz besonders bei den Talgo-Fans, die so viel Interesse an unseren Innovationen, neuen Entwicklungen und an unserer Geschichte haben.
Um ihren Einsatz für und ihr Wissen über den Schienenverkehr und die Schienenfahrzeuge zu honorieren, möchte Talgo die von den Wettbewerbsteilnehmern aufgenommenen Fotos veröffentlichen und den Gewinnern u.a. die Möglichkeit geben, den Fabrikationsprozess der Talgo-Züge bei einem Rundgang durch den Standort Madrid-Las Matas II, oder alternativ den Instandhaltungsprozess bei Talgo (Deutschland) GmbH in Berlin, direkt kennen zu lernen.
Einzige Teilnahmebedingung für den Wettbewerb ist, ein Foto eines Talgo-Zuges aufzunehmen und es mit den persönlichen Kontaktdaten an die folgende E-Mail-Adresse zu senden: concurso@talgo.com
Die Gewinne (erster, zweiter und dritter Preis) werden auf der Grundlage je eines einzelnen Fotos vergeben. Teilnehmen kann jede volljährige Person, wenn sie einer Veröffentlichung ihres Fotos zustimmt, und erklärt, der Autor und Eigentümer der zum Wettbewerb eingesendeten Fotos zu sein. Die Gewinner werden über die E-Mail-Adresse benachrichtigt, die auch zur Einsendung des Gewinnerfotos verwendet wurde, und die Fotos und die Namen der Gewinner werden auf der offiziellen Webseite und auf dem LinkedIn-Profil von Talgo veröffentlicht.
Alle Gewinner erhalten die Talgo-Bücher "De un sueño a la Alta Velocidad" (Vom Traum zur Hochgeschwindigkeit) und "Talgo y la Alta Velocidad" (Talgo und die Hochgeschwindigkeit), sowie verschiedene Sets exklusiver Firmengeschenke. Zudem erhalten die Preisträger je ein Talgo-Zugmodell (Talgo 350 als erster Preis; Talgo III als zweiter Preis; Talgo IV als dritter Preis).
Darüber hinaus wird allen Preisträgern die Möglichkeit gegeben, das Talgo-Werk in Las Matas II (Madrid) oder alternativ das Instandhaltungswerk von Talgo (Deutschland) GmbH in Berlin zu besichtigen (Pressemeldung Talgo, 04.08.15).

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LOK Report 8/15

LOK Report Ausgabe 8/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckErfurt


Am Abend des 17.07.2015 waren bei Erfurt Bischleben die RBB 146 520 und die RBB 146 521 jeweils mit Kesselwagenzügen Richtung Eisenach unterwegs. Der Nahverkehr präsentierte sich u.a. in Form des EB VT 201, der als EB 80612 von Ilmenau nach Erfurt Hbf verkehrte. Außerdem waren zwei Triebwagen der BR 612 als RE 82807 von Bad Langensalza ebenfalls nach Erfurt Hbf unterwegs (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 04.08.15).

RechteckFarbvarianten


Donnerstag 30. Juli absolvierte der Vorarlberger SCR Altach das erste Fußball-Europacupspiel seiner Geschichte. Es ging gegen den portugiesischen Erstligisten Vitoria Guimaraes. Weil der Altacher Fußballplatz für den Europacup zu klein ist, musste für das Heimspiel auf das Innsbrucker Tivoli-Stadion ausgewichen werden. Auch für diesen Rasen eine Seltenheit, das letzte Europacupspiel bestritten die Innsbrucker im Jahr 2001. Die Anreise der Vorarlberger Fangemeinde erfolgte mit einem stattlichen Sonderzug aus zwei Fünfwagen-Doppeldecker-Wendezügen, gesamt 1.080 Sitzplätze, gezogen/geschoben von 1016.021-8 und 1116.032-4, hier bei der Ankunft um 17:05 h im Innsbrucker Hauptbahnhof.(5942, 5944). Der Markenname "Wiesel" wurde vom Bundesland Niederösterreich für seine Schnellverbindungen - auch "Wieselbusse" - in die Regionalzentren und in die neue Landeshauptstadt St. Pölten eingeführt.
Zwischen den Aufnahmen des Fußballsonderzugs kamen diese Lok in neuer Farbgebung mit einem KV-Güterzug vorbei (GK, 04.08.15).

RechteckForchheim

Der agilis - VT 650.734 kurz vor der Taufe auf den Namen FORCHHEIM. Foto Günther Klebes. Oberbürgermeister Franz Stumpf enthüllte zusammen mit dem agilis-Pressesprecher Michael Rieger das Stadtwappen mit dem Namen. Foto Rainer Frischmann.
Am 2. August taufte der Oberbürgermeister Franz Stumpf im Forchheimer Bahnhof einen Triebwagen der agils-Verkehrsgesellschaft auf den Namen FORCHHEIM. Somit wird der Name FORCHHEIM in fast der gesamten fränkischen Region zu sehen sein.
Die Fahrzeuge von agilis fahren von Forchheim aus in einem mehrtägigen Umlauf nicht nur bis Ebermannstadt, sondern kommen zum Beispiel auch bis Bad Rodach, Bamberg, Bayreuth, Ebern, Hof, Marktredwitz, Selb, oder Weiden.
Der FORCHHEIMER Triebzug befindet sich in bester Gesellschaft weiterer agilis-Diesel-Züge mit folgenden Namen: BAD RODACH, BAD STEBEN, COBURG, HELMBRECHTS, MÜNCHBERG, NAILA sowie NEUENMARK (Günther Klebes, 04.08.15).

RechteckSpendenaufruf für den verunglückten Lokführer des Pendolino


Fotos SC Pendolino Tschechische Bahnen, Netzbetreiber SZDC.
Am 22.07.2015 kam es in der tschechischen Ortschaft Studenka zu einem Zugunglück. Ein beladener LKW befuhr den bereits technisch gesicherten Bahnübergang und wurde um 07.43 Uhr vom herannahenden Zug Nummer ex512 erfasst. Während sich der LKW-Fahrer rechtzeitig in Sicherheit bewegen konnte, war es für den Lokführer des Zuges zu spät. Der Lokführer des SuperCity-Pendolino versuchte noch seine Fahrgäste zu warnen und konnte laut Zeugenaussagen damit mehrere Menschenleben retten. Die eingeleitete Schnell-bremsung konnte schlimmstes verhindern.
Bereits ein Jahr zuvor rettete der Lokführer Jan Černy viele Menschenleben. Jan Černy ist Eisenbahner mit Leidenschaft und bei seinen Kollegen beliebt. Bei dem schweren Unfall am 22.07.2015 erlitt er schwerste bleibende körperliche und psychische Schäden. Tschechien ist im Vergleich zu Deutschland weniger finanziell für solche schweren Unfälle abgesichert und auch vom LKW-Fahrer ist kaum Schmerzensgeld zu erwarten. Seine Kollegen haben für Jan Černy ein Spendenkonto eingerichtet, damit Operationen bezahlt werden können und der Lokführer soweit es möglich ist erträglich weiterleben kann.
Anfangs war nur die nationale tschechische Bankverbindung bekannt. Als deutscher Kollege und Lokführer habe ich mich mit tschechischen Kollegen, der tschechischen Staatsbahn und der Sparkasse Tschechien mehrfach in Verbindung gesetzt, um die internationale Bankverbindung für Spenden aus Deutschland zu erfahren. Inzwischen ist die Bankverbindung bekannt und auch in Tschechien wurde zusätzlich nach meinen Nachfragen die internationale Bankverbindung bekanntgegeben. Das hier ist ein Aufruf an alle Leser für den schuldlos verunglückten Lokführer Jan Černy zu spenden: Empfänger: pro platby ze zahraniči, IBAN: CZ21 0800 0000 0040 2627 7399, BIC: GIBACZPX, Stichwort: : Jan Černy (Jan Krehl, 04.08.15).

RechteckWeimar


Am 30.07.2015 hatte die Rail Adventure-Lok 139 558 die Aufgabe, die schadhafte akiem-Lok 37050 aufgebockt mit 35km/h von Weimar nach Erfurt zu überführen. Das Foto enstand kurz vor der Abfahrt im Bahnhof Weimar (Sven Molle, 04.08.15).

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Europa

RechteckItalien/Schweiz: Neuer Zeitplan zum Bau der Verbindung Arcisate - Stabio

Der Abschnitt Arcisate (IT) - Stabio (CH) auf der grenzüberschreitenden Verbindung Lugano - Malpensa soll im Dezember 2017 zweigleisig eröffnet werden. Das haben Vertreter der Region Lombardei und des italienischen Infrastrukturverwalters RFI in Anwesenheit vom FS-Italiane-Chef Michele Elia am 03.08.15 bekannt gegeben. Umwelttechnische Aspekte, wie die Entsorgung von Arsen und die Beeinträchtigung privater Anleger, mussten geklärt werden.
Eigentlich sollte die Strecke schon zur Expo in Mailand eröffnet werden. Im Moment sind 45% der Baumaßnahmen abgeschlossen. Die Ausschreibung für die neuen Baumaßnahmen gewann die Firma SALCEF aus Rom. Die Gesamtinvestitionen betragen 261 Mio. Euro.
Die neue Strecke erleichtert den Anschluss des Tessins über Gallarate an den Flughafen Milano Malpensa und die Simplonlinie nach Genf und Bern (GK, WKZ, Quelle Region Lombardei, FS Italiane, 03.08.15).

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