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LOK Report – News von Freitag, 27.03.15

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Foto Thomas Splittgerber

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Willkommen beim LOK Report

Siemens erhält Milliardenauftrag für Rhein-Ruhr-Express
Absatzlinie
Bilanzen 2014 SBB und Vossloh
Absatzlinie
VIAS fährt Erft-Schwalm-Netz
Absatzlinie
VRN verhandelt
S-Bahn Homburg – Zweibrücken

Absatzlinie
VRS schließt Rahmenvertrag mit
DB Netz AG zur S-Bahn Stuttgart

Absatzlinie
Fehmarnabsprache steht auf
sicherem Grund

Absatzlinie
Inbetriebnahme der LAV bis Leon
bis Mitte des Jahres angekündigt

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Foto links: Thomas Splittgerber

LOK Report aktuell

RechteckSachsen: MRB übernimmt Leipzig - Chemnitz

Ab 13. Dezember 2015 bis mindestens Dezember 2023 soll die Mitteldeutsche Regiobahn (eine Marke der Transdev Regio Ost GmbH) die Leistungen im Schienenpersonennahverkehr zwischen Chemnitz und Leipzig erbringen. Es ist gelungen, verschiedene Verbesserungen für die Fahrgäste zu erreichen. Die angebotenen Fahrzeuge sind komfortabler und haben mehr Toiletten sowie mehr Platz für Gepäck und Fahrräder als die aktuell auf der Strecke verkehrenden. Tickets der Deutschen Bahn werden anerkannt (auch Zeitkarten und BahnCard), Fahrplan und Takt bleiben bestehen. Künftig können Tickets (Verbundtarife und Bahntickets) sogar direkt in den Fahrzeugen gekauft werden.
Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 soll auf der Strecke Chemnitz – Leipzig die Mitteldeutsche Regiobahn(MRB) das Verkehrsangebot im Auftrag des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) und des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) erbringen.
Das hat der ZVMS in seiner heutigen Verbandsversammlung beschlossen. Nach Auswertung der Angebote war der Zuschlag auf die MitteldeutscheRegiobahn als preislich und qualitativ wirtschaftlichsten Bieter gefallen. Der ZVNL hat der Vergabe bereits am 26. März 2015 in seiner Verbandsversammlung zugestimmt.
Der Vertrag soll bis zur Elektrifizierung der Strecke Chemnitz – Bad Lausick – Leipzig, jedoch mindestens bis Dezember 2023, maximal bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 laufen. Der Zuschusssatz liegt im Ergebnis des Wettbewerbs deutlich unter dem in diesem Jahr an die DB Regio zu entrichtenden Preis. Die Mitteldeutsche Regiobahn ist wie der bisherige Anbieter auch tarifvertraglich mit der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) verbunden. Das häufig in die öffentliche Diskussion gebrachte Lohn- und Sozialdumping trifft also nicht zu.
Nach dem Scheitern des Vergabeverfahrens Dieselnetz Nordwestsachsen aus wirtschaftlichen Gründen sowie nach zwei gescheiterten Versuchen, die Leistung des heutigen RE 6 (zukünftig Linie Expressverkehr 7 - E7) an die DB Regio AG direkt zu vergeben (DB Regio hatte mehrfach kein verbindliches Angebot abgegeben), wurde für die Vergabe dieser Leistungen auf Initiative des ZVMS im Dezember 2014 ein wettbewerbliches Vergabeverfahren nach EU-Verordnung 1370/2007 begonnen und erfolgreich durchgeführt.
Die rund 1 Millionen Fahrplan-Kilometer pro Jahr sollen ab Dezember 2015 vier klassische, mit Luftkühlungsanlagen ausgerüstete Schnellzugwagen mit einem Nahverkehrssteuerwagen erbringen. Den Antrieb liefern moderne Dieselloks der Firma Siemens. Es stehen ab Dezember 2015 mehr Sitzplätze, mehr Toiletten und mehr Platz für Rollstühle, Fahrräder und Gepäck zur Verfügung. Zudem wird es im Steuerwagen eine barrierefreie Toilette geben.
Mit dem Wettbewerbsergebnis kann der bewährte 1-Stunden-Takt wie gewohnt weiter bestellt werden. Die Anschlüsse in Chemnitz und Geithain bleiben bestehen. In Chemnitz kann wie bisher zum sogenannten "Halb-Knoten" in/aus Richtung Annaberg-Buchholz/Cranzahl, Freiberg/Dresden, Zwickau und Stollberg direkt umgestiegen werden. Über die neue Linie des Chemnitzer Modells besteht dann zusätzlich die direkte Anbindung Mittweidas zum Halb-Knoten. In Geithain besteht Anschluss an die S-Bahn S3 über Borna nach Leipzig. Die Fahrpläne werden wie gewohnt in der Elektronischen Fahrplanauskunft der Verkehrsverbünde und der Deutschen Bahn zu finden sein. Ein erster Fahrplanentwurf ist angefügt.
Auch die Tarifsystematik ändert sich nicht. Zwischen Burgstädt und Chemnitz gilt der VMS-Tarif, zwischen Narsdorf und Leipzig der Tarif des MDV. Auch alle Tickets der Deutschen Bahn werden anerkannt. Sowohl Pendler mit Zeitkarten als auch Inhaber der BahnCard können diese weiter nutzen. Der Verkauf im Fahrzeug ist Teil des neuen Angebotes. Die Serviceagentur in Burgstädt ist nun verbindlich im Verkehrsvertrag gesichert und nicht mehr von der Entscheidung von DB Regio abhängig.
Auf jeder Fahrt wird ein Zugbegleiter eingesetzt, der auch während der Fahrt alle Wagen erreichen kann. Die Servicekräfte verkaufen Tickets, informieren zu den Tarifen, geben Auskünfte zu Fahrplänen und Anschlüssen, unterstützen mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und sorgen für Ordnung und Sicherheit in den Fahrzeugen.
Elektrifizierung und Ausbau Strecke Chemnitz  - Leipzig: Ein großes Problem der Strecke Chemnitz - Leipzig ist die unzureichende Infrastruktur. Die Strecke ist nicht elektrifiziert, es fehlen Begegnungsmöglichkeiten.
Der Ausbau und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz ist als verkehrspolitisches Ziel des Freistaats Sachsen im Landesverkehrsplan Sachsen 2025 und im Landesentwicklungsplan 2013 benannt. Im Frühjahr 2013 wurde das Vorhaben durch den Freistaat Sachsen für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet und im Staatshaushalt 2013/2014 unter dem  Titel für "Verbesserung des Eisenbahnverkehrs in Südwestsachsen" ausgewiesen.
Am 16. Juli 2013 wurde mit DB Netz eine Vereinbarung zur Vorplanung (Lph 1 und 2 HOAI) der Infrastrukturmaßnahme "Elektrifizierung und Streckenausbau Leipzig – Chemnitz" abgeschlossen. Diese Vorplanung wurde Ende Juni 2014 abgeschlossen und an das SMWA übergeben. Die Ergebnisse wurden am 20. August 2014 öffentlich vorgestellt. Wesentliche Ergebnisse sind die Notwendigkeit eines längeren zweigleisigen Abschnittes vor Leipzig, zusätzliche Kreuzungsbahnhöfe und die dann mögliche Fahrzeit zwischen Chemnitz und Leipzig von 50 Minuten.
Für die Anbindung der Region Chemnitz an den Fernverkehr und einen dauerhaft attraktiven Nahverkehr muss das Projekt jetzt vorrangig weiter geführt werden. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ist dazu fertig zu stellen. Nur mit Umsetzung der geplanten Infrastrukturmaßnahmen kann im Rahmen der nächsten Vergabe der Betriebsleistungen zeitgemäß der Einsatz von höherwertigen Neufahrzeugen wie im Elektronetz Mittelsachsen und eine Reisezeit von deutlich unter einer Stunde verlangt werden (Pressemeldung Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH, 27.03.15).

RechteckSachsen: MRB erhält Zuschlag für Leipzig Hbf - Geithain - Chemnitz (E 7)
Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) hat die Ausschreibung des Regionalverkehrs auf der Strecke Leipzig Hbf - Geithain - Chemnitz gewonnen. Dies bestätigten, unter Vorbehalt des rechtssicheren Zuschlags, die beiden Aufgabenträger "Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen" (ZVMS) und "Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig" (ZVNL), die den Schienenpersonennahverkehr im Namen des Freistaates Sachsen organisieren und bestellen.
Ab dem Fahrplanwechsel 2015 wird die MRB im Stundentakt für eine kundenfreundliche und zuverlässige Verbindung zwischen den kreisfreien Städten Leipzig und Chemnitz sowie den Landkreisen Mittelsachsen und Leipziger Land sorgen. Das bestehende Tarifangebot bleibt dabei unverändert. Zum Einsatz kommen lokbespannte Reisezugwagen mit Dieseltraktion, die jährlich rund eine Million Zugkilometer zurücklegen. Der Vertrag läuft bis zur Inbetriebnahme der Elektrifizierung der Strecke Chemnitz - Bad Lausick - Leipzig, jedoch mindestens bis Dezember 2023, maximal bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025.
Als regional verankertes Unternehmen ist sich die MRB der Verantwortung für die Menschen vor Ort bewusst und bietet hohe Sozialstandards. Um mit hochmotivierten und engagierten MitarbeiterInnen arbeiten zu können, bezahlt die MRB - wie alle Unternehmen der Transdev-Gruppe - nach Branchentarif.
"Ich freue mich, dass wir uns mit unserem attraktiven Angebot gegen unsere Wettbewerber durchsetzen konnten", sagt Matthias Löser, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Regiobahn. "Unser langjähriges Engagement für die Region hat sich ausgezahlt und wir werden weiterhin besten Service auf der Schiene bieten. So ermöglichen die eingesetzten Reisezugwagen, dass unsere Kundenbetreuer jederzeit erreichbar sind. Das erhöht das Sicherheitsgefühl für die Fahrgäste und macht zudem den Ticketerwerb an Bord ganz einfach", so Löser weiter.
Auch VMS-Geschäftsführer Dr. Harald Neuhaus ist sehr zufrieden: "Mit dem Auftrag holen wir für die Fahrgäste mehr Qualität auf die Schiene. So wird der bewährte Stundentakt erhalten bleiben. Die eingesetzten Fahrzeuge bieten mehr Platz, beliebte Abteilwagen mit bequemen Sitzen und mehr Toiletten. Auch das gewohnte Tarifsystem bleibt bestehen."
Die MRB ist bereits seit vielen Jahren erfolgreich im Großraum Leipzig auf den zwei Strecken zwischen Leipzig Hbf und Geithain sowie zwischen Halle (Saale) und Eilenburg unterwegs (Pressemeldung Mitteldeutsche Regiobahn, 27.03.15).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckNEE/mofair: Abwrackprämie zur Bekämpfung des Bahnlärms ungeeignet
Die Bekämpfung des Bahnlärms ist eine der großen Herausforderungen für die Bahnbranche. Nach aktuellen Presseberichten plant die Bundesregierung deshalb unter anderem eine Abwrack­prämie für Güterwagen. Eine Abwrackprämie ist aber völlig ungeeignet, um eine Er­satzbeschaffung von Güterwagen mit Flüsterbremsen auszulösen oder die Umrüstung vor­han­­dener Wagen zu beschleunigen.
Die Entscheidung, ob ein Wagen auf leise Bremssohlen umgerüstet oder ein neuer Wagen beschafft wird, ist eine unternehmerische Entscheidung, die mit der Frage der Bremssa­nie­rung nichts zu tun hat. "Die Abwrackprämie wäre ein schönes Geschenk für die Deutsche Bahn, weil sie nur Mitnahmeeffekte verursacht", sagte Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzen­der des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen. Nach vorliegenden Informationen plant die DB unabhängig von der Frage der Lärmsanierung der Bremsen ein umfangreiches Still­le­gungs­programm für alte Wagen.
Angesichts ihres gesunkenen Marktanteiles im Güterverkehr hat die DB bereits viele Güter­wa­gen stillgelegt, deren Verschrottung ansteht und sich durch eine Abwrackprämie finanziell auszahlen würde. Eine Ersatzbeschaffung im Umfang der geplanten Stilllegungen und Ver­schrot­tungen ist nicht geplant.
"Wie sehr eine Abwrackprämie vor allem der DB nutzen würde, wird daran deutlich, dass die Wettbewerber der DB bereits heute mit einem hohen Anteil neuer Güterwagen mit lärm­armer Bremse unterwegs sind und ihre steigenden Marktanteile überwiegend mit neuen lärm­­armen Güterwagen gewinnen", so Ludolf Kerkeling. "Wenn die von der DB bereits ge­plante Abwrackung von Güterwagen durch öffentliche Mittel gefördert werden sollte, hätte sich die Einstellung von Herrn Pofalla für die DB bereits mehr als gelohnt."
Das lärmabhängige Trassenpreissystem (laTPS) sollte die Umrüstung der Wagen vorantrei­ben. Es wurde 2011 zwischen Bundesregierung und DB ohne Beteiligung der Branche und damit ohne Berücksichtigung der Interessen der Wettbewerber der DB vereinbart und ist in der heutigen Form nicht geeignet, die Umrüstung der Wagen auf lärmarme Bremsen im vorgesehenen Zeitraum zu erreichen. Dazu sind Umrüstkosten und Betriebskosten lärm­armer Bremsen im Vergleich zu den Vorteilen aus dem laTPS zu hoch.
Auch setzt das Förderprogramm zur Umrüstung von Wagen an der falschen Stelle an. Es wird die Umrüstung von Wagen gefördert, statt die Umrüstung von Achsen, denn die machen den Lärm. Im Ergebnis werden in großem Umfang zweiachsige statt der vierachsigen Wagen um­ge­rüstet. Zweiachswagen hat vor allem die DB in Betrieb.
"Will die Bundesregierung mehr Geld für die Lärmminderung bei Güterwagen einsetzen, was wir sehr begrüßen würden", sagte Ludolf Kerkeling, "dann wäre eine Umstellung auf eine achse­nbezogene Förderung und ein Ausgleich der Mehrkosten beim Betrieb dringender als alles andere." Die signifikant höheren Betriebskosten lärmarmer Güterwagen führen heute zu einer finanziellen Bestrafung desjenigen, der frühzeitig auf lärmsanierte Wagen umstellt.
Das Eisenbahnbundesamt muss das Zulassungsverfahren für weitere Hersteller von lärm­armen LL-Bremssohlen forciert zu Ende führen, damit der Wettbewerb hier für günstigere Preise sorgt und die Kosten für die Umrüstung geringer werden. Derzeit gibt es nur einen Hersteller, der zugelassene LL-Bremssohlen für die Umrüstung liefern kann und dement-sprechend hoch sind die Preise.
Nicht zuletzt müssen die Betriebsvorschriften für Wagen mit LL-Bremssohlen von der UIC (International Union of Railways) im Einvernehmen mit dem Eisenbahnbundesamt ent­schärft und den Möglichkeiten des praktischen Eisenbahnbetriebs angepasst werden
(Pressemeldung Netzwerk Europäischer Eisenbahnen/Mofair, 27.03.15).

RechteckVDV: Veit Salzmann ist neuer VDV-Vizepräsident

Der Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) übernimmt ab 1. Juli 2015 das Amt des Vizepräsidenten für den Bereich Personenverkehr mit Eisenbahnen im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Horst Klein.
Die rund 95 im VDV organisierten Eisenbahnpersonenverkehrsunternehmen haben heute auf ihrer Verwaltungsratssitzung Veit Salzmann (50) einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. In dieser Funktion übernimmt Salzmann ab 1. Juli auch das Amt des VDV-Vizepräsidenten. Die rund 600 VDV-Mitgliedsunternehmen sind im Verband in insgesamt fünf Sparten mit jeweils einem Verwaltungsrat organisiert. Die Vorsitzenden der fünf Verwaltungsräte sind zugleich als ehrenamtliche VDV-Vizepräsidenten tätig.
"Ich bedanke mich für das Vertrauen des Verwaltungsrates und werde in meiner neuen Funktion die Interessen der Eisenbahnpersonenverkehrsunternehmen im Verband gerne vertreten. Mein Dank gilt auch meinem Vorgänger Horst Klein", so Salzmann nach der Wahl.
"Veit Salzmann ist mit seinem umfassenden Know-how ein geeigneter Vorsitzender der Sparte Personenverkehr mit Eisenbahnen im VDV. Ich wünsche ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg", so VDV-Präsident Jürgen Fenske. Für die Amtszeit des bisherigen VDV-Vizepräsidenten Horst Klein, der aus Altersgründen ausscheidet, bedankt sich Fenske: "Er hat den Bereich Eisenbahnpersonenverkehr im Verband über die Jahre geprägt und weiterentwickelt. Für das große ehrenamtliche Engagement bedanken wir uns bei ihm." Horst Klein war seit 2006 Vorsitzender des Verwaltungsrates und Vizepräsident für die Sparte Personenverkehr mit Eisenbahnen im VDV.
Zur Person: Veit Salzmann ist seit 2005 Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn GmbH. Zuvor arbeitete er im Unternehmen als Abteilungsleiter im Bereich Verkehr, Unternehmensplanung und Marketing und war dort u. a. für die Geschäftsentwicklung und Angebotserstellung für SPNV- und Busverkehre sowie für Eisenbahngüterverkehr zuständig. Von 1993 bis 2003 war Salzmann Betriebsleiter bei der Kassel-Naumburger Eisenbahn AG. Dort war er u. a. für die operative Führung des Unternehmens zuständig. Veit Salzmann ist seit vielen Jahren Mitglied im Verwaltungsrat Personenverkehr mit Eisenbahnen des VDV und Vorstand der VDV-Landesgruppe Hessen. Er studierte Verkehrsingenieurwesen und Logistik an der Hochschule für Verkehrswesen Dresden (TU)
(Pressemeldung VDV, 27.03.15).

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Industrie

RechteckEBA: Kesselwagen-Merkblatt 02/2006 durch FAQ-Liste ersetzt
Mit Veröffentlichung der "Fragen & Antworten"-Liste (FAQ) über den Bau, die Ausrüstung, Zulassung, Kennzeichnung und den Betrieb von Kesselwagen werden zugleich das Kesselwagen-Merkblatt 02/2006 (Stand 01.08.2006) und damit alle bisherigen Vereinbarungen und Festlegungen zurückgezogen. Die Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID) legt in Kapitel 6.8 die Vorschriften über den Bau, die Ausrüstung, die Zulassung des Baumusters, die Prüfung und Kennzeichnung von Kesselwagen fest. Wie diese Vorschriften umzusetzen sind, legen die Rechtsverordnung und die einschlägigen Normen nicht für alle Fälle bis ins Detail fest. Hierzu bedarf es zusätzlicher Erläuterungen und Festlegungen, die von der zuständigen Behörde zu treffen sind. Die FAQ sollen dem betroffenen Anwenderkreis eine verbindliche Hilfe zum Themenbereich Kesselwagen geben (Pressemeldung EBA, 27.03.15)
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RechteckEPG: Fahrsimulator in Betrieb genommen
Die Eisenbahn-Personaldienstleistungs GmbH – Prignitzer Bahn-Akademie hat im März 2015 einen Fahrsimulator in Betrieb genommen, um die Standards der Aus- und Weiterbildung zu optimieren. Der im vergangenen Jahr beschaffte Fahrsimulator unterstützt die stattfindenden theoretischen Lehrgänge der Ausbildungsakademie mit einem praktischen Anteil.
"Mit dem Fahrsimulator können wir eine Verbesserung unserer Aus- und Weiterbildungslehrgänge erreichen und sind unabhängig von der Verfügbarkeit anderer, externer Fahrsimulatoren." informiert Andreas Sasse, Leiter der Prignitzer Bahn-Akademie. "Die Teilnehmer unserer Lehrgänge können an dem Fahrsimulator praktische Erfahrungen sammeln und auch Betriebssituationen simulieren, die bei einer Ausbildungsfahrt auf der Strecke nicht dargestellt werden können." so Herr Sasse weiter.
Der Fahrsimulator mit Standort in Wittenberge wird von einem ausgebildeten Schulungsteam betreut, in dem die Mitglieder selber auf langjährige Erfahrungen im Bereich des Eisenbahnbetriebs zurückblicken können. Das Schulungsteam bietet interne, aber auch für externe Kunden, zielorientierte Schulungen und Trainingseinheiten an. Die Schulungen umfassen die Zugsicherungssysteme PZB, LZB, CIR-ELKE und die Signalsysteme Deutschlands (H/V, HI, Ks). Die zielorientierten Trainingseinheiten beinhalten z.B. das Training von energiesparenden Fahren, Fahrten bei vermindertem Reibwert oder das Fahrtraining mit außergewöhnlichen Praxissituationen. Im Bereich der Simulation von Betriebssituationen sind u. a. folgende Szenarien möglich: das Durchführen von Überwachungsfahrten und das Feststellen von Kenntnissen und Fertigkeiten vor der Einstellung von Personalen.
Der Fahrsimulator wurde im Jahr 2014 gebaut und ist am Standort Wittenberge verfügbar. Er umfasst den Fahrsimulator in einem extra Raum sowie einen Trainerplatz in einem gesonderten Raum mit weiterem Platz für Einführungs- und Auswertungsgespräche. Der Fahrsimulator kann realistische Simulationen mit modernster Grafik darstellen und ist auf dem neusten Stand der Technik.
Auch Interessenten, wie Privatleute, die keine Eisenbahner sein müssen, können den Fahrsimulator Stunden-, Tages- oder Wochenweise buchen. Informationen zur Buchung erhalten Sie auf unserer Webseite www.bahnakademie.de (Pressemeldung Eisenbahn-Personaldienstleistungs GmbH – Prignitzer Bahn Akademie, 27.03.15)
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RechteckSiemens: Milliardenauftrag für Rhein-Ruhr-Express

Siemens hat heute offiziell den Zuschlag für einen Rekord-Auftrag aus der Metropolregion Rhein-Ruhr erhalten. Die am neuen Schienenverkehrskonzept Rhein-Ruhr-Express (RRX) beteiligten Zweckverbände beauftragen Siemens mit der Lieferung von 82 Elektrotriebzügen vom Typ Desiro HC und der Wartung über einen Zeitraum von 32 Jahren. Der Auftrag im Gesamtvolumen von über 1,7 Milliarden Euro ist für Siemens der bisher größte aus dem Bereich des regionalen Schienenverkehrs in Deutschland.
"Das ist ein Riesenerfolg für das Bahngeschäft von Siemens. Wir sichern und schaffen dadurch hochwertige Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen. Unser moderner Zug ist eine gute Nachricht für Millionen Pendler an Rhein und Ruhr, der bevölkerungsreichsten Region Deutschlands", sagte Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens. Das Unternehmen liefert nicht nur die neuen Züge, sondern ist auch mit der Instandhaltung für 32 Jahre beauftragt – das ist in dieser Größenordnung ein Novum in der deutschen Bahnindustrie. Dafür wird in Dortmund- Eving ein Instandhaltungswerk für die gleichzeitige Betreuung von bis zu vier Zügen gebaut, rund 100 Stellen für Fachkräfte im Mehrschichtbetrieb werden geschaffen. Neben einer Fahrzeughalle, Spezialwerkstätten und einer Außen-Waschanlage sind Abstellgleise für bis zu zehn Züge geplant. Insgesamt hat Siemens damit in die Bahntechnikstandorte an Rhein und Ruhr rund 150 Millionen Euro investiert.
Der als Jahrhundertprojekt der Metropolregion geltende RRX soll von 2018 an die ständig wachsenden Verkehrsprobleme an Rhein und Ruhr lindern. Die Region ist einer der größten Ballungsräume Europas mit rund zehn Millionen Einwohnern und zahlreichen Transitstrecken. Vor allem auf der Kernstrecke zwischen Köln und Dortmund schränken überlastete öffentliche Nahverkehrs- und Zugverbindungen die Mobilität seit Jahren erheblich ein.
Durch den gezielten Ausbau der Schienenwege und die damit mögliche Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene wird erwartet, dass der RRX mehrere zehntausend Autofahrten pro Werktag überflüssig macht. Geplant ist, dass Ende 2018 die ersten RRX-Züge mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde im Großraum Rhein-Ruhr verkehren. Perspektivisch soll nach dem Ausbau der Schieneninfrastruktur der Viertelstundentakt erreicht werden.
Der Auftrag für Siemens umfasst neuentwickelte, auf hohe Kapazitäten ausgelegte Doppelstock-Züge aus der bewährten Desiro-Zugfamilie. Jede Zugeinheit besteht aus vier Wagen. Auf 105 Metern Länge verteilen sich 400 Sitzplätze. Im Betrieb sollen jeweils zwei Einheiten verbunden werden, damit entsteht ein Acht-Wagen-Express mit 800 Sitzplätzen. Die Desiro-Züge fahren heute unter anderem in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Russland, der Schweiz, Thailand und demnächst auch in Österreich
(Pressemeldung Siemens, 27.03.15).

RechteckVerkehrsverbund Warnow: Abschlusskonferenz EU-Projekt INTERFACE PLUS
Mit der heutigen Inbetriebnahme des Echtzeit-Passagier-Informationssystems findet das EU-Projekt "INTERFACE PLUS" einen erfolgreichen Abschluss. Das Projekt begann am 01. Oktober 2010 als Folgeprojekt zum EU-Projekt "Interface". Beide EU-Projekte "Interface" und "Interface plus" hatten zum Ziel die Verbindung zwischen Rostock und Dänemark wieder für Fußgänger attraktiver zu gestalten, indem vorhandene Barrieren abgebaut wurden. Realisiert wurden diese Vorhaben durch die Verbesserung der ÖPNV-Verbindungen von und zu den Häfen, ein durchbuchbares internationales Ticket und eine durchgängige internationale Fahrgastinformation in Echtzeit.
Die Verkehrsverbund Warnow GmbH ist Lead Partner im EU-Projekt Interface plus. Partner im Projekt sind
Deutschland: Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock GmbH (HERO)
Dänemark: Kommune Guldborgsund, Trafikselskabet Movia ; Nexø Havn A/S
Polen: Stadt Ustka, Stadt Darłowo.
Hinzu kommt die Projektunterstützung durch eine Reihe von Organisationen und Unternehmen wie z.B. die Hansestadt Rostock und Scandlines. Das Gesamtbudget für das EU-Projekt "INTERFACE PLUS" betrug einschließlich der polnisch-dänischen Achse 2.748.825,00 EURO. Für die deutsch – dänische Achse standen 1.441.071,91 EURO zur Verfügung.
Im Projekt Interface Plus wurde die Reisekette zwischen Rostock – Gedser - Nykøbing Falster (DK) umfassend betrachtet: Den Reisenden steht jetzt ein neu entwickeltes, umfassendes Echtzeit-Passagier-Informationssystem zur Verfügung. Darüber hinaus wurden alle die Fahrt betreffenden Komponenten optimiert.
Die erste internationale und intermodale Fahrgastinformation in Echtzeit auf einer Reisekette wurde realisiert. Internationale Verbindungsauskünfte einschließlich Fähre nach Gedser sind jetzt erstmals möglich am Hauptbahnhof, in der Langen Straße oder am Haltepunkt Lütten Klein - ebenso wie die Anschlussauskünfte auf den Fähren in Echtzeit und Verbindungsauskünfte in den dänischen Bussen.
Das weltweit erste Echtzeitinformationssystem für Fähren wurde durch die Rostocker Firma IEB entwickelt und produktiv gesetzt. Mit dem Projekt wurde ein Meilenstein in der Echtzeitinformation gesetzt. Alle Projektpartner sehen hierin eine Entwicklung für die Zukunft.
Sowohl Standards als auch technische Lösungen müssen sich sowohl in Deutschland (VDV) als auch international in dieser Richtung weiterentwickeln. Auch andere Branchen wie die Logistik haben schon Interesse an dem FRIS bekundet.
Der erreichte Ergebnisstand kann noch verbessert werden; jeden Tag ergeben sich aus dem praktischen Betrieb neue Ideen. Am Ende dieses erfolgreichen Projektes möchten wir allen Beteiligten für die Unterstützung, das Engagement, die innovativen Lösungen und die Begeisterung, die dieses beispielhafte Ergebnis erst ermöglichte, danken
(Pressemeldung Verkehrsverbund Warnow, 27.03.15).

RechteckVossloh: 2014 maßgeblich von Konzernumbau und Neuausrichtung geprägt
Das Geschäftsjahr 2014 war für Vossloh geprägt durch Restrukturierung und Neuausrichtung des Unternehmens. Eine im Frühsommer 2014 initiierte, umfassende Bestandsaufnahme im gesamten Konzern leitete den seitdem stattfindenden Transformationsprozess ein und machte erhebliche Anpassungen der ursprünglichen Prognose für das Geschäftsjahr 2014 erforderlich. Notwendige Anpassungen von Firmenwerten, die Aktualisierung von Projektkalkulationen, eine Korrektur zu optimistischer Geschäftseinschätzungen und Restrukturierungskosten für einzelne Bereiche führten zu einem negativen Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern von -171,6 Mio.EUR. Das EBIT lag somit in der seit Juni 2014 prognostizierten Bandbreite von -150 Mio.EUR bis -180 Mio.EUR. Vor Sondereffekten wurde ein bereinigtes EBIT von 30,6 Mio.EUR erzielt. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 2,3 %.
Der Umsatz des Konzerns stieg 2014 um 1,8 % auf 1.323,9 Mio.EUR. Im Sommer 2014 war ein Wachstumskorridor von bis zu 3 % kommuniziert worden. Mit rund 1.368 Mio.EUR lag der Auftragseingang unter dem hohen Vorjahreswert, der wesentlich durch einen Großauftrag über rund 250 Mio.EUR geprägt war. Auch im Geschäftsjahr 2014 übertrafen die Auftragseingänge die erwirtschafteten Umsätze. Die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, betrug 1,03. Der Auftragsbestand des Konzerns erhöhte sich zum Geschäfts-jahresende 2014 um 2,6 % auf 1.751 Mio.EUR.
"2014 haben wir richtungsweisende Entscheidungen getroffen. 2015 arbeiten wir intensiv an der operativen Verbesserung. Gleichzeitig setzen wir unsere neue Strategie um. Die Ergebnisqualität steigt daher in diesem Jahr und voraussichtlich auch 2016 schrittweise. Unser Ziel ist, 2017 die Transformation von Vossloh abzuschließen", so Dr. h.c. Hans M. Schabert, Vorstandsvorsitzender des Konzerns. Aufgrund des deutlich negativen Konzernergebnisses für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von -205,7 Mio.EUR werden Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären der Hauptversammlung am 20. Mai 2015 vorschlagen, die Dividendenzahlung auszusetzen.
Geschäftsbereich Rail Infrastructure: Der Geschäftsbereich Rail Infrastructure, in dem bis 31. Dezember 2014 sämtliche Aktivitäten rund um Produkte und Dienstleistungen für die Schieneninfrastruktur zusammengefasst waren, erzielte mit 868,9 Mio.EUR Erlöse in etwa auf Vorjahresniveau (875,5 Mio.EUR). Da im Vorjahr infolge einzelner Großprojekte außerordentlich hohe Umsätze in Asien erzielt worden waren, verzeichnete das Geschäftsfeld Fastening Systems wie erwartet einen Umsatzrückgang. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz um mehr als 12 % auf 331,0 Mio.EUR. Die Erlöse von Vossloh Switch Systems, stiegen dagegen um 6,4 % auf 473,1 Mio.EUR. Ein deutliches Umsatzplus von 22,3 % verzeichnete Vossloh Rail Services. Getragen von einer positiven Entwicklung bei mobilen Schleifdienstleistungen und umfangreichen Logistik-dienstleistungen wurden Umsatzerlöse von 69,6 Mio.EUR erzielt. Das EBIT im Geschäftsbereich Rail Infrastructure war mit 11,6 Mio.EUR nur leicht positiv. Negativ wirkten 2014 insbesondere hohe Sondereffekte. Die größte Einzelposition war eine Minderung des Firmenwerts im Geschäftsfeld Switch Systems. Um Sondereffekte bereinigt wurde im Geschäftsbereich Rail Infrastructure ein EBIT von 79,5 Mio.EUR erreicht. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende 501,7 Mio.EUR und lag damit leicht über dem Vorjahreswert von 496,0 Mio.EUR.
Geschäftsbereich Transportation: Im Geschäftsbereich Transportation, in dem das Schienenfahrzeug- und Fahrzeugkomponentengeschäft einschließlich entsprechender Dienstleistungen gebündelt ist, übertraf der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 mit 455,0 Mio.EUR den Vorjahreswert deutlich. Das Umsatzwachstum ist ausschließlich auf Vossloh Rail Vehicles zurückzuführen: Hier erhöhten sich die Erlöse insbesondere durch einen Auftrag zur Lieferung von Tramlinks in die brasilianische Hafenstadt Santos sowie durch steigende Umsätze mit EURO 4000-Lokomotiven. Bei Vossloh Locomotives war der Umsatz nachfragebedingt rückläufig. Bei Vossloh Electrical Systems wurden die ursprünglich hohen Umsatzerwartungen durch Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung nicht erreicht. Das EBIT des Geschäftsbereichs Transportation wurde 2014 durch Sondereffekte stark belastet und belief sich auf -152,3 Mio.EUR. Wesentliche Kosten entstanden für die Neuausrichtung und Restrukturierung von Vossloh Locomotives und Vossloh Electrical Systems sowie aus der Aktualisierung der Projektkalkulationen bei Vossloh Electrical Systems. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EBIT im Geschäftsbereich Transportation -33,6 Mio.EUR. Der Geschäftsbereich verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 Auftragseingänge in Höhe von rund 494 Mio.EUR. Im Vergleich zum Vorjahr (687,0 Mio.EUR), in dem ein Großauftrag aus Südafrika erteilt worden war, fielen die Auftragseingänge geringer aus. Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Transportation lag zum Jahresende höher als zum Stichtag des Vorjahres (1.211,1 Mio.EUR) bei 1.250,0 Mio.EUR.
Neue Strategie / Neue Konzernstruktur zum 1. Januar 2015: Vossloh hat sich mit Beginn des Geschäftsjahrs 2015 neu aufgestellt und einen Transformationsprozess eingeleitet, der bis 2017 umgesetzt werden soll: Im Zentrum der Geschäftstätigkeit stehen nun Produkte und Dienstleistungen für die Bahninfrastruktur. Diese bilden das Kerngeschäft des Unternehmens und werden von drei Geschäftsbe-reichen - Core Components, Customized Modules und Lifecycle Solutions - erbracht. Initialer Kern des neuen Geschäftsbereichs Core Components sind die Aktivitäten des bisherigen Geschäftsfelds Vossloh Fastening Systems. Der neue Geschäftsbereich Customized Modules gruppiert sich um das bisherige Geschäftsfeld Switch Systems. Der neue Geschäftsbereich Lifecycle Solutions entsteht rund um das bisherige Geschäftsfeld Rail Services. Die drei neuen Kerngeschäftsbereiche werden nach den Grundprinzipien ihrer Geschäftsmodelle, das heißt nach Produkt-, Projekt- und Dienstleistungsorientierung gesteuert und kontrolliert. Im nicht mehr zum Kerngeschäft zäh-lenden Geschäftsbereich Transportation ist unverändert das Geschäft mit Lokomotiven, Nahverkehrsbahnen sowie elektrischen Komponenten gebündelt. Transportation wird zunächst als vierter Geschäftsbereich fortgeführt. Ziel ist es aber, das Geschäft bis spätestens 2017 in Summe oder in Teilen zu veräußern beziehungsweise in einen passenderen Verbund außerhalb der Vossloh AG zu überführen. Die Geschäftstätigkeit im Konzern erfolgt unverändert unter dem Dach der Vossloh AG. Allerdings fungiert diese seit Mitte 2014 nicht mehr als reine Management- und Finanzholding, sondern nimmt als integrale oberste Managementebene direkten operativen Einfluss auf die Geschäftsbereiche. Alle Geschäftsbereiche arbeiten eng zusammen und treten nach außen einheitlich und abgestimmt als "One Vossloh" auf. Der Konzern wird nach drei strategischen Prinzipien geführt:
- Fokussiertes Portfolio: Vossloh konzentriert sich auf das Kerngeschäft Bahninfrastruktur und adressiert dabei ausschließlich Teilmärkte, in denen eine marktführende Position bereits besteht oder erreichbar ist. Definierte Fokusmärkte sind Westeuropa, China, die USA und Russland. Daneben bestehen weltweit weitere attraktive Einzelmärkte, in denen der Konzern projektweise tätig ist.
- Wertorientiertes Wachstum: Der Konzern hat das klare Ziel, mindestens so stark zu wachsen wie der Markt für Bahninfrastruktur - idealerweise jedoch stärker. Das Wachstum soll dabei sowohl organisch, zum Beispiel durch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, als auch durch selektive Akquisitionen erreicht werden. Forschung und Innovation bilden einen weiteren Schwerpunkt künftigen Wachstums.
- Hohe Profitabilität: Vossloh will einen positiven Wertbeitrag erwirtschaften. Das heißt: Ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT), das die Kapitalkosten übertrifft. Zudem strebt Vossloh einen nachhaltig positiven frei verfügbaren Cashflow in sämtlichen Geschäftsbereichen an. Vossloh wird mit diesen Steuerungskriterien und Maßnahmen bis 2017 in ein neues Unternehmen der Bahninfrastruktur umgebaut und weiterentwickelt.
Ausblick: Vossloh bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2015: Das Umsatzwachstum des Konzerns wird aus heutiger Sicht im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich zwischen 3 % und 4 % betragen. Da erwartete Ergebnisentlastungen aus den laufenden Maß-nahmen zur Restrukturierung und Neuausrichtung schrittweise greifen sollen und mar-genschwache mehrjährige Projekte im Geschäftsbereich Transportation noch belasten, geht der Vorstand auf Basis der aktuellen Portfoliostruktur von einer EBIT-Marge für 2015 zwischen 3 % und 4 % aus. Auch im Jahr 2016 wird die EBIT-Marge voraussichtlich noch durch die niedrigen Margen längerfristiger Projekte sowie durch höhere Aufwendungen zur Forcierung von Innovationen unter der für 2017 prognostizierten EBIT-Zielmarge bleiben. Diese soll etwa 5 % bis 6 % auf Basis der bisherigen Portfoliostruktur betragen (Pressemeldung Vossloh, 27.03.15)
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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: VRS schließt Rahmenvertrag mit DB Netz AG
Der Verband Region Stuttgart hat die Schienenwegkapazitäten für die S-Bahn bis Ende 2025 vertraglich vereinbart. Das hat Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler am Donnerstag bekanntgegeben. Mit der DB Netz AG sei ein Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen worden.
"Damit sichern wir den S-Bahn-Fahrplan mit einer Toleranz von fünf Minuten auch über die Fertigstellung von Stuttgart 21 hinaus", so Dr. Wurmthaler. Positiver Effekt sei, dass der Inhaber eines Rahmenvertrags für seine Züge auf alle Fälle eine Trasse von der DB Netz AG zugewiesen bekommt. "Das ist ein Riesenvorteil, besonders dann, wenn weitere Züge um ein und dieselbe Trasse konkurrieren", unterstreicht Dr. Wurmthaler.
Der Abschluss des Rahmenvertrags erfolgte in enger Kooperation mit der DB Regio AG. Sie kann, wie bisher praktiziert, einen Rahmenvertrag lediglich über fünf Jahre abschließen. Der Verband Region Stuttgart kann als Aufgabenträger für die S-Bahn dagegen eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren vereinbaren. Über die DB Regio AG werden auch weiterhin jährlich die für den S-Bahn-Verkehr benötigten Trassen bestellt. "Wir haben nun langfristige Planungssicherheit, aber auch die Flexibilität weitere S-Bahn-Verkehre außerhalb des Rahmenvertrags aufs Gleis zu schicken", so Dr. Wurmthaler. Damit sei ein Beschluss des Verkehrsausschusses vom Mai 2014 umgesetzt (Pressemeldung VRS, 27.03.15).

RechteckNRW: Siemens baut und wartet RRX-Fahrzeuge

Um dem stetig steigenden Fahrgastaufkommen an Rhein und Ruhr Rechnung zu tragen, haben die am Rhein-Ruhr-Express (RRX) beteiligten Zweckverbände die Ausschreibungen für den Betrieb der Linien von denen für Herstellung, Lieferung und Wartung getrennt. Grundlage dazu ist das sogenannte NRW-RRX-Modell, das die Zweckverbände Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR), Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) gemeinsam realisieren. Im Rahmen der heutigen politischen Sitzungen im Rathaus in Essen haben die jeweiligen Vergabeausschüsse dazu folgende Entscheidungen getroffen:
• Endgültig fest steht, dass die 82 hochwertigen RRX-Züge für die künftigen RRX-Linien durch Siemens gebaut und für den Zeitraum von 30 Jahren gewartet und instand gehalten werden. Das Unternehmen setzte sich bereits am 10. Februar vorläufig mit dem wirtschaftlichsten Angebot im Wettbewerb gegen zwei Konkurrenten durch.
• Die Entscheidung des europaweiten Wettbewerbsverfahrens über die drei Lose zu den Regionalexpress-Linien RE 1 und RE 11 (Los 1), die RE 5 und RE 6 (Los 2) und die RE 4 (Los 3) mit einem Leistungsvolumen von insgesamt rund 14,6 Millionen Zugkilometern ist heute nicht getroffen worden. Die Ausschreibung der Linien erfolgte aufgrund der Mittelstandsklausel aus dem Vergaberecht unterteilt in drei Lose. Die Bieter konnten sich um eines oder auch gleich mehrere Lose bewerben.
Innerhalb der Angebote der fünf beteiligten Bieter für den Betrieb der RRX-Leistungen bedürfen relevante Detailaspekte in der Kalkulation noch einer Aufklärung. Aufgrund der Kürze der Zeit seit der Abgabe der Angebote am vergangenen Freitag und den für heute vorgesehenen Entscheidungen konnten dazu notwendige Aspekte und Fragen nicht nachhaltig geklärt werden. Dies wird nun sach- und rechtskonform in den kommenden Wochen erfolgen und danach wird ein neuer Entscheidungstermin festgelegt.
Unabhängig von der ausstehenden Entscheidung für einen oder mehrere Betreiber decken die ausgeschriebenen Betriebsleistungen weite Teile des Regionalexpress-Netzes in Nordrhein-Westfalen ab und sichern die Anbindung an die benachbarten Regionen mit den Städten Kassel und Koblenz. Geplant ist mit der sukzessiven Einführung der neuen RRX-Fahrzeuge ab Dezember 2018 eine erhebliche Verbesserung des Nahverkehrs-angebotes. Neben den deutlich erhöhten Kapazitäten von durchgehend 800 Sitzplätzen (ausgenommen hiervon sind lediglich die Strecken Hamm – Kassel und Remagen – Koblenz) sorgt dann insbesondere das optimierte Beschleunigungsvermögen der RRX-Fahrzeuge für eine verbesserte Pünktlichkeit.
Perspektivisch, mit Abschluss der Baumaßnahmen an der Infrastruktur, werden dann die Linien in das RRX-Zielsystem überführt. Dann verkehren die RRX-Linien im Rhein-Ruhrkorridor im 15 Minuten-Takt und sorgen für eine hochwertige Nahverkehrsqualität für die Kunden in der Region.
Vor dem Einsatz der neuen Fahrzeuge können bereits ab Dezember 2016 erhebliche Verbesserungen im SPNV-Angebot in Nordrhein-Westfalen und benachbarte Regionen umgesetzt werden. Dies beinhaltet die Einführung einer dritten Leistung zwischen Düsseldorf und Köln, mit der Einführung der Linie R E6a zwischen 12/2015 und 12/2016 (Düsseldorf – Köln) sowie ab 12/2016 mit der Verlängerung des RE 6 von Düsseldorf Hbf nach Köln Hbf und Köln/Bonn Flughafen. Gleichzeitig wird die Linie RE 11 als dritte durchgehende Leistung von Hamm nach Düsseldorf geführt werden. Der bislang durch den RE 11 bediente Abschnitt Duisburg – Mönchengladbach wird dann durch die Linie RE 42 befahren, welche dafür von Essen bis Mönchengladbach verlängert wird. In ihrem östlichen Linienabschnitt wird der RE11 ab 12/2016 zusätzlich zweistündlich von Hamm nach Paderborn und Kassel geführt. Hierbei sind 2 Zugpaare des ICE Düsseldorf – Thüringen integriert. Ab 12/2018 verkehrt die RE 11 von Hamm nach Paderborn dann im Stundentakt wobei zweistündlich die Leistung nach Kassel geführt wird. Hierdurch ergibt sich ein deutlich verbessertes Angebot auf diesem Abschnitt. Ein weiterer wichtiger Baustein des Fahrplankonzeptes ab 12/2016 ist die Aufwertung der Linie RB 35. Diese wird dann stündlich die Strecke Düsseldorf – Emmerich – Arnheim bedienen und erstmals wieder einen attraktiven grenzüberschreitenden Verkehr in die Niederlande anbieten (Pressemeldung NVR, NWL, NVV, VRR, SPNV-Nord, 27.03.15).

RechteckNRW/RLP: VIAS übernimmt Erft-Schwalm-Netz
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Nahverkehr Rheinland (NVR) beabsichtigen die Betriebsleistungen im Erft-Schwalm-Netz ab Dezember 2017 von der VIAS GmbH durchführen zu lassen. Zu diesem Entschluss kamen heute die Gremien der beiden beteiligten Aufgabenträger. Das Verkehrsunternehmen setzte sich mit dem wirtschaftlich besten Angebot in einem europaweiten Wettbewerbsverfahren durch. Nach Ablauf einer zehntägigen Einspruchsfrist wird mit dem neuen Betreiber ein zwölfjähriger Verkehrsvertrag abgeschlossen. Zum Einsatz kommt erneut das Fahrzeugfinanzierungmodell des VRR. Dieses sieht vor, dass das Eisenbahnverkehrsunternehmen die Fahrzeuge für den Betrieb der Linie beschafft und an den Zweckverband VRR weiterveräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den Betreiber.
Mit dem heutigen Beschluss ist das im Juli 2014 gestartete Ausschreibungsverfahren um das rund 850.000 Zugkilometer jährlich umfassende Netz vorbehaltlich der Einspruchsfrist abgeschlossen. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 verkehren auf den Regionalbahn-Linien RB 34 und RB 38 neue leistungsstarke Diesel-Triebfahrzeuge des Herstellers Alstom, die modernen Qualitätsstandards entsprechen. Die Züge sind komfortabler ausgestattet als die aktuell verkehrenden Fahrzeuge und ermöglichen zudem einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg an 76 Zentimeter hohen Bahnsteigen. Mit VIAS verkehrt künftig das siebte Eisenbahnverkehrsunternehmen im VRR. Gegründet wurde die VIAS GmbH im Jahr 2005 durch die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH und die Rurtalbahn GmbH. Im Zuständigkeitsbereich des NVR fährt die VIAS bzw. die dahinterstehende Rurtalbahn mit hoher Zuverlässigkeit die Leistungen der RB 21. Zudem ist es im NVR und VRR mit dem Betrieb der RB 34 betraut. Es verkehrt aktuell im Unterauftrag der DB Regio NRW als Rurtalbahn auf dieser Linie, welche auch künftig Mönchengladbach und Dalheim verbindet. Allerdings sieht die neue Ausschreibung eine Ausweitung des Leistungsangebots vor. So wurde montags bis freitags ein durchgehender Stundentakt ausgeschrieben, zudem wird täglich eine zusätzliche Fahrt ab ca. 22.30 Uhr von Mönchengladbach nach Dalheim angeboten. Die RB 38, die nach aktuellem Fahrplan von Düsseldorf Hbf über Bedburg (Erft) nach Köln Messe/Deutz verkehrt, wird zukünftig in Bedburg (Erft) geteilt. Im Erft-Schwalm-Netz wurde nur der nördliche Teilabschnitt Düsseldorf – Bedburg (Erft) ausgeschrieben. Dies resultiert aus den Planungen des NVR, den südlichen Streckenabschnitt zwischen Bedburg und Köln zu elektrifizieren und dort auf S-Bahn-Betrieb umzustellen. Auch der VRR hatte eine Elektrifizierung des nördlichen Streckenabschnitts in Erwägung gezogen, diese jedoch aus verkehrlichen und wirtschaftlichen Gründen verworfen.
Die Ausschreibung des Erft-Schwalm-Netzes ist im Interesse der Fahrgäste so gestaltet, dass ein reibungsloser Anschluss zwischen nördlichem und südlichem Teil in Bedburg gesichert ist. Da es zu den Hauptverkehrszeiten zu Platzengpässen auf der Linie RB 38 kommt, wurden zu diesen Zeiten nicht nur höhere Kapazitäten, sondern auch weitere Fahrten zwischen Grevenbroich und Neuss ausgeschrieben. Demnach wird auf diesem Abschnitt montags bis freitags zwischen 6 und 8 Uhr ein 15-Minuten-Takt angeboten (Pressemeldung VRR/NVR, 27.03.15).

RechteckRLP: VRN mit den Verhandlungen zur S-Bahn Homburg – Zweibrücken beauftragt
Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) haben sich darauf verständigt, die nächsten Schritte hin zu einer Realisierung der Verlängerung der S-Bahn Rhein-Neckar von Homburg nach Zweibrücken einzuleiten. Wie der zuständige Projektmanager Werner Schreiner vom ZRN mitteilte, haben sich die Staatssekretäre Günter Kern (Rheinland-Pfalz) und Jürgen Barke (Saarland) in einem gemeinsamen Gespräch am vergangenen Dienstag, 24.03.2015 darauf geeinigt, unabhängig vom weiteren Verlauf der bundesweiten Diskussion über die künftige Mittelausstattung im ÖPNV, den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) mit dem Aushandeln des notwendigen Vertrages mit der Deutschen Bahn AG für die nächsten Planungsschritte zu beauftragen. Der Planungsvertrag ist erforderlich, damit die DB AG die Entwurfsplanung für das Projekt in Angriff nehmen kann.
Die Entwurfsplanung konkretisiert das Vorhaben sowie die Kosten der Baumaßnahme. Sie ist Grundlage für die Ausführungsplanung und das Planfeststellungsverfahren. Sie ist auch Voraussetzung dafür, dass die DB AG das Vorhaben im Rahmen des Projektes S-Bahn Rhein-Neckar beim Bund zur Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) anmeldet und nach Aufnahme in das Förderprogramm konkrete Zuschussanträge beim Bund und den Ländern stellen kann.
"Nach Abschluss der Finanzierungsberatungen der Länder und einer Finanzierungszusage durch den Bund könnte dann das Vorhaben zügig umgesetzt werden", so Werner Schreiner. Der VRN hat bereits mit der DB AG für Ende April einen ersten Termin für die entsprechenden Vertragsverhandlungen vereinbart.
Darüber hinaus wird der VRN mit der Stadt Zweibrücken und sieben weiteren Gebietskörperschaften die Verhandlungen zur Sicherstellung der notwendigen kommunalen Mitfinanzierung beginnen. Im Gebiet des ehemaligen Westpfalz-Verkehrs-Verbundes (WVV) gelten besondere Regularien, die eine umfangreiche Beteiligung der Kommunen erfordern. Projektmanager Werner Schreiner teilte dazu mit, dass die Kommunen für Mitte April zu einem ersten Besprechungstermin in die VRN - Außenstelle nach Kaiserslautern eingeladen worden sind.
Aus Sicht des VRN stehen die Signale für eine Reaktivierung der Strecke Homburg – Einöd und die Elektrifizierung bis Zweibrücken weiter auf "grün", auch wenn auf Bundesebene nach wie vor noch nicht entschieden ist, zu welchem Ergebnis die sogenannte Revision der Regionalisierungsmittel, die das finanzielle Rückgrat der ÖPNV-Finanzierung darstellen, kommen wird. Denn das Vorhaben ist aufgrund des hohen positiven Nutzen-Kosten-Faktors von 1,24 gesamtwirtschaftlich sinnvoll und damit grundsätzlich förderfähig.
Werner Schreiner abschließend: "Jeder investierte Euro in das Projekt bringt volkswirtschaftlichen Nutzen. Das Projekt passt zudem hervorragend in die 2. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar. Es wird einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des umweltfreundlichen ÖPNV auf der Schiene insbesondere im Bereich der saarländisch-pfälzischen Grenzregion leisten und damit die bisherige Erfolgsgeschichte der S-Bahn Rhein-Neckar weiter fortführen" (Pressemeldung VRN, 27.03.15).

RechteckSchleswig-Holstein: Neue Spätverbindungen zwischen Niebüll und Dänemark
Schleswig-Holstein führt zusammen mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen Arriva Tog A/S und der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll GmbH (neg) zur Sommersaison eine neue Spätverbindung zwischen Niebüll und Dänemark ein. Ab dem 28. März können Fahrgäste dann freitags bis sonntags um 22:10 Uhr von Niebüll nach Tønder (an 22:27 Uhr) und direkt weiter bis nach Esbjerg fahren (an 23:59 Uhr).
"Vor allem für Tagesausflügler aus Dänemark ist dies eine interessante neue Verbindung. Bislang musste schon gegen 17:30 Uhr die Rückreise von Hamburg angetreten werden, um in Niebüll den letzten Zug nach Dänemark zu erreichen", sagte Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute (26. März) in Kiel. Zukünftig könne ein Besuch in Hamburg bis 19:30 Uhr bzw. in Husum bis 21:31 Uhr dauern. In südlicher Richtung besteht auch eine neue Spätverbindung (Tønder ab 22:34, Niebüll an 22:53 Uhr).
Nach den Worten von Nägele erwartet das Land durch die Angebotsausweitung eine weitere Nachfragesteigerung im grenzüberschreitenden Verkehr. Das Angebot besteht vorerst freitags bis sonntags von Ende März bis Ende Oktober.
"Sollten die zusätzlichen Verbindungen von den Fahrgästen angenommen werden, könnte sich die Landesregierung eine Fortführung im Sommer 2016 vorstellen", so Nägele. Mittelfristig erwartet die Landesregierung, dass die geplante Einführung einer zeitgemäßen Signaltechnik in Dänemark auch der Westküste zugutekommt: Mit der neuen Technik soll auf der Bahnstrecke Niebüll - Tønder - Bramming (- Esbjerg) die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf dann abschnittsweise bis 140 km/h gebracht werden. Damit kann sich die Fahrzeit um bis zu 20 Minuten je Richtung verkürzt werden. Banedanmark und neg erarbeiten derzeit die technische Planung. Die Umsetzung ist bis 2021 geplant (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, 27.03.15).

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LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (27.03.15).

RechteckBerlin: Sonderzug nach Pankow
Foto Thomas SplittgerberFoto Thomas Splittgerber
Foto Thomas SplittgerberFoto Thomas Splittgerber
Foto Thomas SplittgerberFoto Thomas Splittgerber Nun hat es doch geklappt: Udo Lindenberg fuhr mit Hilfe der BVG am Mittwoch im Sonderzug nach Pankow. Das Konzert dauerte 20 Minuten länger als geplant, weil der vorherfahrende Zug im U-Bahnhof Mendelssohn-Bartoldy-Park liegen geblieben war und kurz vor der "Staatsgrenze West" erst weggeschoben werden musste (Thomas Splittgerber, 27.03.15).

RechteckSaisonbeginn bei der Berliner Parkeisenbahn
Am kommenden Wochenende startet die Berliner Parkeisenbahn in der Wuhlheide in die neue Saison. Geboten wird sowhl am Samstag als auch am Sonntag ein abwechslungsreicher Fahrbetrieb mit zwei Zügen und Dampflokomotiven.
Gefahren wird von 11:00 bis 18:30 ca. alle 20 Minuten. Erstmals zum Einsatz kommen dabei auch die neuen Parkeisenbahner, die sich während des letzten Winters zum Zugschaffner oder Schrankenwärter haben ausbilden lassen.
Nähere Informationen mit dem genauen Fahrplan und weiteren Terminen gibt es auf der neugestalteten Homepage der Parkeisenbahn unter www.parkeisenbahn.de. Die Parkeisenbahn freut sich auf zahlreiche Fahrgäste und Besucher! (Michael Krolop, 27.03.15).

RechteckSonderfahrt mit 01 0509-8 nach Essen

Am Sonnabend, den 21. März 2015 fand das erste Highlight des diesjährigen Sonderfahrten-Programms exPRESSzugreisen statt. Das "Paradepferd" der PRESS, die ölhauptgefeuerte Schnellzug-Dampflokomotive 01 0509-8, feierte ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass bespannte die Lok, auch als Super-Pazifik bezeichnet, einen Sonderzug von Leipzig in ihre Geburtsstadt nach Essen. Unterstützt wurde sie im Vor- und Nachlauf ab/ an Zwickau dabei von der historischen Streckendiesellokomotive 112 565-7 und der Diesellokomotive 118 770-7. Beide Diesellokomotiven kommen ebenfalls regelmäßig im Rahmen des Sonderfahrten-Programms zum Einsatz. Den Fahrgästen wurde eine exklusive gastronomische Versorgung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen angeboten. Dabei wurden bewusst regionale Speisen und Getränke aus Nordrhein-Westfalen ausgewählt. In Essen erwartete die Reisenden drei Reisebusse, welche im Rahmen einer Stadtrundfahrt zur Villa Hügel, dem ehemaligen Wohn- und Repräsentantenhaus der Familie Krupp, fuhren. Im Anschluss an die Fahrt wurden dem Zugbegleitpersonal durchweg positive Rückmeldungen durch die Fahrgäste übermittelt.
Wir bitten um Zusendung von interessanten und auch außergewöhnlichen Bildern dieser Fahrt, bevorzugt per Email, welche zur Veröffentlichung in Print- und Werbemedien genutzt werden dürfen. Aus den eingehenden Zusendungen wird durch eine Jury das beste Bild ausgewählt und der Bildautor erhält eine Überraschung.
Informationen zu den weiteren Sonderfahrten in diesem Jahr sowie eine Beratung zu Ihrer eigenen Charterfahrt erhalten Interessierte telefonisch unter Fon 038301 88 40-12 oder per Mail unter expresszugreisen@pressnitztalbahn.com
(Pressemeldung Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH, 27.03.15).

RechteckSBB RailAway Jahresbilanz 2014
Der Trend zu Freizeitreisen in der Schweiz mit SBB RailAway steigt weiter: Die Freizeittochter der SBB hat im 15. Geschäftsjahr 1,9 Millionen Freizeitgäste für ein RailAway-Angebot begeistert, 13,2 Prozent mehr (+ 220 000 Personen) als im Vorjahr. Der Umsatz belief sich auf 82 Millionen Franken und lag damit + 11,1 Prozent oder 8 Millionen Franken höher als 2014. Dieses positive Ergebnis in einem für den Tourismus äusserst schwierigen Umfeld basiert auf einer marktgerechten, kompetitiv auf das Zielpublikum ausgerichteten Produktepalette mit Grossveranstaltungen wie etwa der Flugshow Air14 in Payerne wie auch auf strategisch entscheidenden Partnerschaften. Die Kombination Freizeit und Verkehr, angeboten in einem Netzwerk von Partnern, überzeugt auf dem Schweizer Tourismusmarkt.
Die strategische Positionierung auf dem Schweizer Tourismusmarkt erweist sich bei RailAway ein weiteres Jahr als äusserst erfolgreich: Zum 15 Jahre Jubiläum weist das Unternehmen einen weiteren Wachstumsschub in Folge auf. Dies, aufgrund einer konsequenten Fokussierung auf das Kerngeschäft mit den ermässigten Kombi-Angeboten für Tagesund Halbtagsausflüge im Verbund mit zahlreichen Tourismus- und Veranstaltungspartner. Auch die breite Diversifikation der Absatzkanäle mit der Präsenz an allen Bahnschaltern sowie online im Freizeitshop trägt zur Steigerung der Nachfrage bei. Primär abhängig vom Wetter und etwas weniger von den Währungskursen zeigten sich die Sportangebote: Die auf dem Markt etablierten Snow'n'Rail-Angebote waren infolge des milden Winters weniger gefragt als 2013 ( -16,9 Prozent). Ebenfalls nicht an das Vorjahresergebnis anzuknüpfen vermochten die Ausstellungen mit einem Minus von -34,5 Prozent, was in erster Line an fehlende Publikumsmagneten zurückzuführen ist. Rückläufig waren zudem die Charterreisen sowie die massgeschneiderten Gruppenreisen (Charter: -17,7 Prozent, Touroperating: - 29,4 Prozent). Im Hinblick auf den Marktrückstand soll 2015 die organisatorische und strategische Ausrichtung dieses Geschäftsbereiches überarbeitet werden.
Immer mehr RailAway-Kunden nutzen den bequemen Kombiticket-Kauf von zuhause aus. Bereits bucht jeder fünfte seinen Skipass online: 19 Prozent luden ihren Skipass für eines der 24 Skigebiete auf die RailAway Skicard ( + 13,2 Prozent). Ein Plus von beinahe 20 Prozent bilanzierten die Mehrtagesangebote, was auch bei den Partnern nicht unbeachtet bleibt: Immer mehr touristische Destinationen sind vom RailAway- Vermarktungspaket überzeugt und suchen aktiv die Zusammenarbeit. Für das laufende Geschäftsjahr hat sich RailAway bereits erfolgversprechende Produkte gesichert: In Zusammenarbeit mit den Partnern Railtours und Switzerland Travel Center wird eine Vielzahl an Besucherpauschalen für die Expo 2015 in Mailand auf den Markt kommen, darunter auch für Firmen und Vereine, welche die Weltausstellung besuchen wollen. In den Sommermonaten ist zudem eine «Best of RailAway»-Kampagne mit Aktionsangebote von RailAway mit bis zu 30 Prozent Rabatt geplant (Pressemeldung RailAway AG, 27.03.15).

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fahrgasterhebung NVBW

Mit der Kamera notiert

RechteckAngermünde
Foto Thilo WagnerFoto Thilo Wagner
Foto Thilo WagnerFoto Thilo Wagner
Foto Thilo WagnerFoto Thilo Wagner Am 21.03.2015 versammelten sich auf dem Bahnhof Angermünde diverse Lokomotiven unterschiedlichster Betreibergesellschaften: DB, RBH, ITL, FFS Cargo, HGK, Alpha Train, LEG (Thilo Wagner, 27.03.15)
.

RechteckNeustadt/Weinstrasse
Foto Wilhelm ZahnFoto Wilhelm Zahn
Foto Wilhelm ZahnFoto Wilhelm Zahn
Bei meinem Besuch am Mittwoch, 25.03.15 in Neustadt/Weinstrasse, konnte ich vielfältige Züge beobachten (Wilhelm Zahn, 27.03.15).

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LOK Report 04/15

LOK Report Ausgabe 04/15

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Europa

RechteckDänemark: Deutsche Seite unterstützt Fehmarnbeltprojekt weiter
Der dänische Transportminister Magnus Heunicke (Soz. ) ist nach Teilnahme an einem Parlamentarischen Abend der dänischen Botschaft und der deutsch-dänischen "String-Kooperation" optimistisch, dass – wie im deutsch-dänischen Staatsvertrag vereinbart – die feste Verbindung Bahn- und Straßenverbindung zwischen den Inseln Fehmarn und Lolland realisiert wird. .
Heunicke stellte nach seiner Rückkehr nach Kopenhagen fest, dass die Unterstützung des Projekts durch die deutsche Seite weiterhin intakt sei – sowohl auf Seiten der Bundesregierung in Berlin und auf Ebene des Landes Schleswig-Holstein. "Das freut mich natürlich", so der dänische Minister mit der Feststellung, dass auch die Gegner des Milliardenvorhabens das Projekt nicht mehr in Frage stellen.
Man befinde sich nun eher in einer Phase, wo es darum gehe, wie man die Herausforderungen am besten meistere – nicht um ein Ja oder Nein. Die Fehmarnabsprache zwischen Deutschland und Dänemark stehe auf sicherem Grund. Wichtig für ihn, so Heunicke, sei, dass es keine politischen Wünsche nach einer Neuverhandlung der Vereinbarung gab. Nun warte man auf einen Abschluss der Umweltverfahren in Schleswig-Holstein – wann das der Fall sein werde, sei noch offen.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hatte auf der gleichen Veranstaltung die feste Fehmarnbelt-Querung als große Chance für Europa bezeichnet. Für die Schienen-Hinterlandanbindung habe Schleswig-Holstein seine Bürgerinnen und Bürger in die Planung einbezogen und danach bewusst eine Trasse empfohlen, die den Bürgerwillen widerspiegele, so Albig weiter, auch wenn die Gesamtkosten der Querung damit teurer werden. Die Anhörungs- und Planfeststellungsbehörden seien personell verstärkt worden, um die nächsten Schritte einzuleiten. "Wir freuen uns auf die Feste Fehmarnbelt-Querung, denn sie bringt uns näher heran an Skandinavien und unterstreicht unser Zugehörigkeitsgefühl zu Nordeuropa", so der Regierungschef (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 27.03.15).

RechteckSchweiz: SBB 2014 gut vorangekommen
2014 hat die SBB 3,7 Prozent mehr Kunden und 17,6 Prozent mehr Güter befördert. Täglich benutzten 1,18 Mio. Passagiere die Züge. Kundenzufriedenheit und Kundenpünktlichkeit sind leicht gestiegen; die SBB bleibt pünktlichste Bahn Europas. Der Konzerngewinn stieg um CHF 135 Mio. auf CHF 373 Mio.; der Anstieg ist in erster Linie auf Immobilienverkäufe zurückzuführen. Zum guten Konzerner-gebnis trug erneut SBB Cargo bei; erstmals erreichte SBB Cargo International die Gewinnzone. Beim Fernverkehr ist der Gewinn deutlich zurückgegangen. Die Verschuldung der SBB nahm weiter zu, jedoch weniger stark als im Vorjahr. Der Schuldendeckungsgrad konnte verbessert werden. Angesichts des wirtschaftlich schwieriger werdenden Umfelds, unter anderem wegen der Frankenstärke, will die SBB die Effizienz weiter steigern und setzt sich dafür ein, 2015 auf Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr zu verzichten.
2014 ist die SBB gut vorangekommen: Sie legte bei Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit zu, was in der leicht gestiegenen Kundenzufriedenheit zum Ausdruck kommt. Im vergangenen Jahr wurden mit der Inbetriebnahme der ersten Etappe der Durchmesserlinie in Zürich und der Eröffnung des modernisierten Bahnhofs Genève-Cornavin Meilensteine erreicht. Mit Léman 2030 ist der Startschuss für das grösste Bahnprojekt des nächsten Jahrzehnts gefallen. Die grossen Rollmaterialbeschaffungen für die Ost-West- und Nord-Süd-Achse sind wieder aufgegleist. Herausfordernd bleibt der gleichzeitige Betrieb, Unterhalt und Ausbau der Bahninfrastruktur bei hoher Pünktlichkeit.
Die Nachfrage im Personenverkehr ist 2014 weiter gestiegen. Pro Tag beförderte die SBB 1,18 Mio. Kunden; das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr (2013: 1,14 Mio. Kunden; rückwirkend angepasst gemäss neuer Berechnungsmethode, welche kürzere Fahrzeiten besser berücksichtig). Die Personenkilometer erhöhten sich um 2,6 Prozent auf 18,2 Mrd. Kilometer. Das Verkehrswachstum verteilte sich 2014 erstmals gleichmässig auf Haupt- und Nebenverkehrszeiten. SBB Cargo behauptete sich gut im nach wie vor sehr kompetitiven Güterverkehrsmarkt und konnte die Verkehrsleistung dank Akquisitionen von Neuverkehren und Mehrleistungen bei bestehenden Verkehren mit 14,5 Mrd. Nettotonnenkilometern um 17,6 Prozent steigern.
Die Kundenpünktlichkeit – der Anteil Reisende, die pünktlich oder mit einer Verspätung unter drei Minuten das Reiseziel erreichen – stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 87,7 Prozent, trotz mehr Unterhalts- und Ausbauarbeiten im Netz. Die Gewährung der Anschlüsse ging um 0,2 auf 97,1 Prozent zurück. Europaweit gesehen liegt die SBB bei der Pünktlichkeit seit Jahren an erster Stelle.
Die Kundenzufriedenheit im Personenverkehr stieg um 0,3 auf 75,9 Punkte. Insbesondere Sauberkeit, Platzangebot, Preis-Leistungsverhältnis und Kundeninformation im Störungsfall wurden besser bewertet. Den grössten Sprung um 1,8 auf 60,8 Punkte machte die Wahrnehmung des Preis-Leistungsverhältnisses; sie liegt aber vergleichsweise tief, wird doch z.B. das Schalterpersonal mit rund 82 Punkten bewertet. Leicht gestiegen ist die Zufriedenheit der Kunden in Bahnhöfen (76,5 ggü. 76,3 Punkte). Deutlich zufriedener als im Vorjahr (74,4 ggü. 66,4 Punkte) sind die Güterverkehrskunden.
Zur Zufriedenheit beigetragen hat die Ausrüstung aller 1018 Wagen des Fernverkehrs mit Signalverstärkern und qualitativ hochstehendem Mobilfunkempfang. Für die Ausrüstung des Regionalverkehrs wurde mit Mobilfunkanbietern und Bestellern eine Finanzierungslösung gefunden. Die Ausrüstung der Bahnhöfe mit Gratis-Internetzugang wurde 2014 fortgeführt, bis Ende 2015 werden alle grösseren Bahnhöfen ausgerüstet sein.
Die SBB hat 2014 das Angebot an Sparbilletten erweitert und ein Abend-GA lanciert. Verbessert worden ist die Kundeninformation. So lassen sich Sitzplätze online reservieren und im Hauptbahnhof Zürich führt die App "Mein Bahnhof" zum richtigen Anschluss.
Das Konzernergebnis stieg um CHF 135 Mio. auf CHF 373 Mio. (2013: CHF 238 Mio.). Massgebend waren vor allem Immobilienverkäufe, z.B. des SBB Hauptsitzes Bern Wankdorf, aber auch leicht höhere Erträge im Personenverkehr und bei SBB Cargo. Den Gewinn geschmälert hat der zusätzliche Unterhalt beim Schienennetzes im Umfang von CHF 95 Mio., den die SBB selbst finanziert hat.
Der Gewinn beim Personenverkehr legte um 8,1 Prozent auf CHF 104 Mio. (2013 CHF 96 Mio.) zu. Grund dafür sind in erster Linie höhere Erträge beim Regionalverkehr sowie das Wegfallen der Sanierungsbeiträge an die Pensionskasse. Beim Fernverkehr ging der Gewinn auf CHF 71 Mio. zurück (2013: CHF 93 Mio.), u.a. wegen stagnierender Betriebserträge, gestiegenen Fahrzeugaufwands und höherer Abschreibungen.
SBB Immobilien steigerte den Gewinn vor Ausgleichszahlungen gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent auf CHF 395 Mio. Daraus wird die Infrastruktur mit CHF 150 Mio. mitfinanziert; der Rest wird für die Pensionskasse SBB eingesetzt.
SBB Cargo konnte mit einem Gewinn von CHF 33 Mio. das positive Ergebnis 2013 übertreffen. Dazu beigetragen hat das Tochterunternehmen SBB Cargo International, welches im vergangenen Jahr mit CHF 1 Mio. erstmals die Gewinnzone erreichte.
SBB Infrastruktur verzeichnete ein Defizit von CHF -66 Mio. (2013: CHF -72 Mio.) als Folge der höheren Unterhaltsleistungen. Trotzdem ist der Nachholbedarf beim Infrastruktur-Substanzerhalt 2014 auf CHF 2,5 Mrd. gestiegen (2013: CHF 2,3 Mrd.); denn es stehen noch nicht ausreichend Mittel zur Stabilisierung zur Verfügung.
Der Free Cash Flow nach Finanzierung durch die öffentliche Hand lag bei CHF -205 Mio. (2013: CHF -653 Mio.). Der negative Free Cash Flow ist auf den Umstand zurückzuführen, dass Investitionen in Rollmaterial und Immobilien nicht aus dem operativen Geschäft finanziert werden können. Die Verschuldung nahm auch 2014 weiter zu, aber weniger stark als im Vorjahr: Die verzinsliche Nettoverschuldung stieg auf CHF 7720 Mio. (2013: CHF 7507 Mio.). Der Schuldendeckungsgrad, d.h. die verzinsliche Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBIT, hat sich von 19 auf 15 verbessert, liegt aber immer noch zu hoch.
Die Leistungen der öffentlichen Hand für die Infrastruktur fielen 2014 höher aus
(+ CHF 80 Mio. auf CHF 1637 Mio.), primär wegen grösserer Abschreibungen. Im Regionalverkehr betrugen die Leistungen CHF 587 Mio. (2013: CHF 591 Mio.), im Güterverkehr CHF 25 Mio. (2013: CHF 24 Mio.).
Ein erfreuliches Ergebnis zeigte die Personalumfrage 2014. Die Zufriedenheit der rund 33 000 Mitarbeitenden ist seit 2012 deutlich gestiegen (von 62 auf 66 Punkte) und liegt so hoch wie noch nie. Ebenfalls verbessert hat sich die Motivation der Mitarbeitenden.
Die Frankenstärke ist für die SBB eine grosse Belastung. Weitere Effizienzsteigerungen und strukturelle Anpassungen, wo sich die Frankenstärke besonders stark auswirkt, sind notwendig. Weil auch die Kunden betroffen sind, wird sich die SBB dafür einsetzen, dieses Jahr auf öV-Preiserhöhungen zu verzichten. Die Einführung des SwissPass ab August 2015 ermöglicht es, das Marketing für Tourismus-Destinationen zu verstärken. Mit den Sozialpartnern ist die SBB im Dialog für weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Pensionskasse; dies ist u.a. wegen Frankenstärke und Negativzinsen sehr anspruchsvoll. Von der Frankenstärke hart betroffen sind im Güterverkehr die Nord-Süd- Achse sowie die Transporte im Import / Export.
Ende 2015 steht ein umfangreicher Fahrplanwechsel an: Die Inbetriebnahme der zweiten Etappe der Durchmesserlinie in Zürich erhöht Kapazitäten und ermöglicht schnellere Ost-West-Verbindungen. 2016 werden mit Eröffnung des neuen Gotthardtunnels Nord-Süd-Verbindungen im Zentrum stehen. 2017 werden die ersten Fernverkehrs-Doppelstockzüge die Ost-West-Achse befahren.
Vereinfachungen für Kunden sind für die SBB zentral. Zusammen mit der öV-Branche führt die SBB zwischen August 2015 und Januar 2017 den SwissPass ein. Dieser ist der erste Schritt zu einem kundenfreundlicheren Zugang zum öffentlichen Verkehr und soll GA-Komfort für alle bringen. Die ganze Branche und die Verbünde sind 2015 gefordert, die Benutzungsbedingungen und Zonensysteme zu vereinfachen. Die schrittweise Installation der 1000 Billettautomaten der neusten Generation ist Ende Juni abgeschlossen. Auch die Kundeninformation wird weiter verbessert: So wird die App SBB Mobile im ersten Halbjahr um zusätzliche Funktionen wie Echtzeitinformationen über Formation der Züge, Störungen und Ausweichmöglichkeiten erweitert.
Nach dem Ja zu FABI werden ab 2016 mehr Mittel für Unterhalt und Ausbau zu Verfügung stehen. Dabei hat Unterhalt als Basis des Bahnsystems Vorrang vor Ausbauten. Bei den nächsten grossen Ausbauschritten ab 2030 wird es darum gehen, diese auf langfristige Kundenbedürfnisse auszurichten: Ausbauten, die mit Zeithorizont 2100 getätigt werden, müssen auch verändertem Mobilitätsverhalten Rechnung tragen.
Arbeits- und Mobilitätsverhalten werden sich weiter stark verändern, durch elektronische Kommunikation und virtuelle Begegnungsmöglichkeiten. Neue Mobilitätsträger tauchen auf: Fernbusse sind nur Vorboten, selbstfahrende Fahrzeuge könnten sich als öffentlicher Individualverkehr etablieren. Damit kommt es zur Konvergenz zwischen Schiene und Strasse. Die SBB will die Mobilität der Zukunft mitgestalten. Die grosse Chance liegt darin, den öV von Tür zu Tür anzubieten (Pressemeldung SBB, 27.03.15).

RechteckSchweiz: Pro Bahn zur Bilanzpressekonferenz SBB
Das Resultat der SBB für 2014 darf als befriedigend bezeichnet werden, so die Einschätzung von Pro Bahn Schweiz, der Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs. Erfreulich ist, dass der letztes Jahr eingetretene Negativtrend beim Personenverkehr gebrochen worden ist. Ebenso erfreulich ist, dass sich der Gewinn beim Güterverkehr gegenüber dem Vorjahr verdoppelt hat. Es war aber SBB Immobilien, welche zum Gesamtresultat von 373 Millionen Franken entscheidend beigetragen hat, was bedeutet, dass insbesondere bahnfremde Aktivitäten die Gewinnsteigerung ermöglicht haben. Dieser Umstand gibt zu denken, denn ewig werden die SBB Immobilien nicht Grundstücke oder Immobilien verkaufen können.
Pro Bahn Schweiz begrüsst die Absicht der SBB, keine Tariferhöhung per Ende 2015 vorzuschlagen, was auch von Pro Bahn Schweiz bei der laufenden Vernehmlassung des Bundesamtes für Verkehr fordern wird. Dabei ist nicht zu vergessen, dass anfangs Jahr Benzinpreis und Anschaffungskosten für Autos um ca. 18 % gesunken sind. Dies wird augenfällig, wenn der Fahrpreis für die Strecke Zürich – Lausanne retour herangezogen wird, der für die Retourfahrt ohne Halbtax CHF 256. — in der 1. und in der 2. Klasse CHF 146. — ausmacht.
Einmal mehr gefällt sich der Bundesrat darin, von den SBB noch mehr Produktivität zu fordern. Dies heisst nichts anderes als noch weniger Service und Komfort, dies bei gleich bleibenden Preisen. Will also der Bundesrat die SBB beispielsweise dazu anhalten, noch mehr Stehplätze anzubieten? Soll die Bevölkerung vermehrt auf die Strasse getrieben werden, damit diese noch mehr verstopft sind und die Luft darunter leidet? Es wäre zu wünschen, wenn der Bundesrat auch diese Aspekte würdigt anstatt immer mehr Serviceabbau (er nennt dies "Produktivitätssteigerung") zu fordern.
Die Pressekonferenz hat am neuen Hauptsitz der SBB in Bern-Wankdorf anstatt wie bisher im Zentrum von Bern stattgefunden, was eine Reisezeitverlängerung von rund 30 Minuten mit sich brachte. Diese Verlängerung müssen die dort arbeitenden Personen tagtäglich auf sich nehmen, weil alle Fernzüge dort durchfahren. Natürlich kann nicht jeder Schnellzug dort anhalten, aber es wäre zumindest zu prüfen, ob dies nicht für einzelne Zugsgattungen möglich wäre. Dies gilt im Übrigen auch für die Agglomerationen in Zürich (Oerlikon und Altstetten) oder Basel (Muttenz). Ohne grossen Aufwand könnte die Bahn attraktiver werden. Diese Möglichkeit wird aber nicht genutzt (Pressemeldung Pro Bahn Schweiz, 27.03.15).

RechteckSpanien: Inbetriebnahme der LAV bis Leon Mitte des Jahres
Noch vor dem Sommer 2015 soll das 162 km lange Teilstück Valladolid - Leon der LAV Madrid - Segovia - Valladolid - Asturien in Betrieb genommen werden. Derzeit laufen letzte Arbeiten am Oberbau des Streckenabschnitts. Damit wird sich die Fahrzeit zwischen Madrid und Asturien erneut um etwa 50 Minuten verkürzen.
Da der Pajarestunnel frühestens zu Ende des Jahres fertiggestellt werden kann und auch vorerst nur in der iberischen Spurweite betrieben wird, erhält Leon eine Umspuranlage für die Systeme Talgo und CAF-Brava (hd, Quelle MFOM) , 27.03.15).

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