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LOK Report – News von Freitag, 28.08.15

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Foto Kai Michael Neuhold

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
ÖPNV Kundenbarometer 2015 –
Zufriedenheit auf hohem Niveau

Absatzlinie
DB Regio behält Euregiobahn

Absatzlinie

IC4-Chef verlässt DSB

Absatzlinie
Linzer Eisenbahnbrücke
zwei Monate länger befahrbar

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Kai Michael Neuhold

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBPOLD-B: Lügner im Regionalexpress entlarvt sich selbst
Gegen 8 Uhr am 25.08.15 kontrollierte der Kundenbetreuer in einem Regionalexpress zwischen Magdeburg nach Frankfurt (Oder) einen Fahrgast. Ohne Ticket unterwegs, sollte ihm eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt werden. Hier machte er gegenüber dem Bahnmitarbeiter falsche Angaben zu seiner Person.
Wahrscheinlich aus Gewohnheit unterschrieb er am Schluss mit seinem wahren Namen und der Schwindel flog auf.
Bundespolizisten nahmen sich der Sache an und stellten bei dem Mann aus Frankfurt (Oder) die "richtigen" Personalien fest. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Betruges (Pressemeldung Bundespolizeidirektion Berlin, 28.08.15).

RechteckGDL: Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit Agilis
Am 25. August 2015 wurden in Regensburg die Tarifverhandlungen zwischen der GDL und den beiden agilis-Unternehmen wiederaufgenommen. Forderungsgrundlagen sind der Flächentarifvertrag für das Zugpersonal BuRa-ZugTV sowie weitere ergänzende Regelungen im Bereich Arbeitszeit und Belastungssenkung.
In den intensiven Verhandlungen machte die GDL deutlich, dass für die Arbeitnehmer neben der monetären Komponente vor allem das Themenfeld Arbeitszeit wichtig ist. So ist es dringend notwendig, Regelungen für kurzfristige Dienständerungen oder die Anzahl der Schichten sowie die hohe Anzahl von Überstunden zu treffen.
Der Arbeitgeber sagte zu, die Rahmenregelungen des BuRa-ZugTV in seinen Unternehmen anzuwenden. Um die notwendigen Überleitungsberechnungen vorzunehmen, werden kommende Woche die entsprechenden Datensätze ausgetauscht. Berufserfahrung wird dann nicht wie bisher bei neun Jahren gekappt, sondern voll angerechnet. Auch zeigte sich agilis bei der Frage der Überstundenbegrenzung, der Anrechnung der Wochenfeiertage für alle Arbeitnehmer sowie der Harmonisierung der Zulagen für Lokomotivführer, Zugbegleiter und Disponenten kompromissbereit. Doch wo Licht ist, ist leider auch Schatten. So sah sich agilis beispielsweise nicht in der Lage, ein Angebot zur maximalen Schichtlänge von zwölf Stunden, zur dauerhaften Abschaltung der Kurzpausen von zehn Minuten oder zur Begrenzung der maximalen Fahrzeit zu machen.
Aufgrund der komplexen Themen und des erkennbaren Einigungswillens des Arbeitgebers wird drei Tage vor dem nächsten Termin am 15. September eine Sondierung vorgeschaltet. Am 16. September wird die Tarifkommission die bis dahin erreichten Ergebnisse bewerten (Pressemeldung GDL, 28.08.15).

RechteckInfratest: ÖPNV Kundenbarometer 2015 – Zufriedenheit auf hohem Niveau

Das diesjährige ÖPNV-Kundenbarometer zeigt, dass die erfragte Globalzufriedenheit der Fahrgäste bei den teilnehmenden 36 Verkehrsunternehmen und – verbünden im öffentlichen Personennahverkehr weiter auf hohem Niveau ist. Viele lokale und regionale Anbieter im ÖPNV haben bei ihren Fahrgästen weiter Boden gut machen können. Bei drei Vierteln der Teilnehmer ist die Globalzufriedenheit im Vergleich zum letzten Jahr unverändert oder hat sich sogar noch verbessert. Für diese Ergebnisse wurden im siebzehnten Jahr des ÖPNV-Kundenbarometers insgesamt 22.000 telefonische Interviews geführt.
Nicht nur die erfragte Globalzufriedenheit ist weiter gestiegen, auch erhielten einige Verkehrsunternehmen eine deutlich bessere Beurteilung bei vielen Einzelmerkmalen von ihren Fahrgästen. Zu diesen Ergebnissen kommen die Verkehrsforscher von TNS Infratest in ihrem ÖPNV-Kundenbarometer 2015, das die Qualitätswahrnehmung der Fahrgäste von insgesamt 36 Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden in Deutschland ermittelt hat. Für bis zu 40 Leistungsmerkmale wurde jeweils die Zufriedenheit der Fahrgäste erfragt. Grundlage für die Benotung ist eine Skala von 1 für "vollkommen zufrieden" bis 5 für "unzufrieden".
"Die Werte der Spitzenreiter für die Globalzufriedenheit sind in diesem Jahr noch enger zusammen gerückt. Elf Verkehrsunternehmen haben mit einem Wert unter 2,50 sehr gute Ergebnisse erzielen können. Insgesamt fünf Unternehmen teilen sich die drei Podestplätze", so Dr. Adi Isfort, verantwortlich für das ÖPNV-Kundenbarometer bei TNS Infratest in München.
Den Spitzenplatz für die Globalzufriedenheit mit den Verkehrsunternehmen teilen sich in diesem Jahr die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und die Stadtwerke Münster Verkehr (SWMS) mit einem Wert von 2,30. Auf Platz 2 liegt der PaderSprinter (2,37) und den dritten Platz wiederum teilen sich die SWU Stadtwerke Ulm/Neu Ulm Verkehr und die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG (2,40). Erneut als bester Verbund zeigt sich mit 2,54 der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), gefolgt vom Hamburger Verkehrsverbund (HVV) mit 2,60.
"Es hat sich wieder deutlich gezeigt, dass ernsthafte Bemühungen um die Fahrgäste Wirkung zeigen, unabhängig von der Größe der Verkehrsunternehmen", so Isfort. Die Stärken der teilnehmenden Unternehmen und Verbünde sind in diesem Jahr vielfältig. Von den 36 teilnehmenden Unternehmen erreichen 24 einen der begehrten Plätze unter den ersten Drei. Zählt man die "Erstplatzierten" bei den Leistungsmerkmalen aus, rangieren in diesem Jahr die Stadtwerke Münster mit neun ersten Plätzen deutlich vor den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) und der RegioBus mit jeweils fünf ersten Plätzen. Insgesamt erreicht Dresden 16 Podestplätze, Münster liegt knapp dahinter mit 14, gefolgt von den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) mit 12 und Ulm mit zehn der begehrten Platzierungen.
Bei den Leistungsmerkmalen, die das ÖPNV-Angebot des Verkehrsanbieters beschreiben, gibt es viele Gewinner: Mit den Anschlüssen erreicht die üstra einen Wert von 2,43, das Linien- und Streckennetz wird von den Dresdnern mit Abstand am besten beurteilt (2,22). Die Taktfrequenz gefällt den Bielefelder Fahrgästen bei moBiel am besten (2,45), die sich gemeinsam mit der üstra auch den Spitzenplatz bei der Schnelligkeit der Beförderung mit 2,24 teilen. Bei der Pünktlichkeit schneiden die SWU Verkehr und die Freiburger Verkehrs AG (2,39) besonders gut ab.
Bei den Informationen im Fahrzeug hebt sich ein Spitzentrio hervor: CVAG aus Chemnitz, der PaderSprinter und die SWU glänzen mit 2,31. Bei der Bewertung der Haltestellen zeigen sich die IVB sowohl bei Sauberkeit und Gepflegtheit als auch bei Komfort und Ausstattung als Klassenbeste. Die besten Fahrplan-Informationen gibt es in Dresden, und die Münsteraner bewerten die Informationen zur Orientierung an Haltestellen besonders gut. Bei den Auskunftsmedien sticht in diesem Jahr Münster sowohl bei den Auskunfts-Apps für Smartphones (2,35) als auch – eher konservativ – bei den gedruckten Fahrplänen (2,31) positiv heraus. Das Stiefkind Fahrkartenautomaten erhält bei den Stadtwerken Augsburg (swa) mit 2,61 und bei der IVB mit 2,62 vergleichsweise erfreuliche Noten. Während bei der Freundlichkeit des Personals die Stadtwerke Münster mit 2,45 deutlich führen, liegen beim Fahrpersonal die BusfahrerInnen der RegioBus im Großraum Hannover mit 2,54 vorn.
Die größte Unzufriedenheit ruft bei den Fahrgästen auch in diesem Jahr die Informationen bei Störungen und Verspätungen hervor. Bemerkenswert sind die vergleichsweise guten Werte für dieses Merkmal in Innsbruck (2,89), aber auch die Stadtwerke Augsburg (2,96) zeigen positive Ansätze, während die übrigen Werte zwischen den Noten 3 und 4 schwanken. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls ein kritisch bewertetes Leistungsmerkmal. Es wird in Münster (2,99) und in der Region Hannover bei der RegioBus (3,03) vergleichsweise am besten beurteilt. Das Tarifsystem ist für die Münsteraner ebenfalls mit Abstand am besten (2,85).
Das ÖPNV-Kundenbarometer 2015 umfasst insgesamt knapp 22.000 repräsentative telefonische Interviews mit Nutzern von ÖPNV-Verkehrsmitteln, die im Befragungszeitraum vom 4. März bis 13.  Juni 2015 durchgeführt wurden. Die Fahrgäste wurden nach ihrem Nutzungsverhalten und ihrer Zufriedenheit mit bis zu 40 Leistungsmerkmalen befragt. Die Interviews wurden in insgesamt 36 Bedienungsgebieten von kommunalen Verbünden und Verkehrsunternehmen im gesamten Bundesgebiet erhoben. 2016 wird die Verkehrsforschung von TNS Infratest das ÖPNV-Kundenbarometer erneut durchführen.
Für detaillierte Informationen zu den einzelnen teilnehmenden Verkehrsbetrieben und –verbünden wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Verkehrsanbieter
(Pressemeldung Infratest, 28.08.15).

Industrie

RechteckSiemens: Automatisierung der U-Bahn in New York
Siemens hat von der Metropolitan Transportation Authority (MTA) einen Auftrag mit einem Volumen von 156 Millionen US-Dollar (130 Millionen Euro) erhalten und stattet die Queens Boulevard Line, eine der verkehrsreichsten Transit-Strecken der Stadt mit Communication Based Train Control (CBTC)-Technologie aus.
Das Funksystem zur automatisierten Zugsteuerung liefert Echtzeitdaten zu Fahrzeugpositionen und Geschwindigkeit und erhöht damit Zugfolge und Passagierkapazität. Daneben verringert sich das nötige Streckenequipment, geringere Wartungskosten und weniger Betriebsunterbrechungen sind die Folge. Zusätzlich erhöht das System durch die genaue Ortung aller Züge im Netz und die Regelung der Geschwindigkeit die Sicherheit für Passagiere und Mitarbeiter.
Darüber hinaus liefert Siemens die Onboard-Ausrüstung für insgesamt 305 Züge und die signaltechnische Ausrüstung für sieben von acht Stationen an der Strecke. Durch die kontinuierliche Datenkommunikation zwischen Strecke und Zug wird die Geschwindigkeit entsprechend der jeweiligen Verkehrssituation überwacht und geregelt. Die Fahrgäste bleiben per Lautsprecherdurchsage, Bildschirmanzeige und mobiler Anwendungen stets auf dem Laufenden. Die geringere Anzahl an Streckeneinrichtungen und der Einsatz von Reservesystemen führen zu weniger Betriebsunterbrechungen und einer höheren Zuverlässigkeit.
Mit rund 43 Kilometern ist die Queens Boulevard Line die zweitlängste Strecke des gesamten New Yorker U-Bahnnetzes. Sie verläuft mit insgesamt 25 Haltestellen von der Station Jamaica, im östlich gelegenen Stadtteil Queens, bis nach Manhattan, dem Zentrum der New Yorker Geschäftswelt und damit Arbeitsplatz vieler Pendler aus den Vororten. Mit einem täglichen Passagieraufkommen von über 250.000 Fahrgästen ist sie eine der meist befahrenen Linien der Stadt.
äglich sind über fünfeinhalb Millionen Fahrgäste im Netz der über hundert Jahre alten New Yorker U-Bahn unterwegs. Um die steigenden Passagierzahlen bewältigen zu können, wird stetig modernisiert. Neben der Queens Boulevard Line hat Siemens die CBTC-Technologie bereits erfolgreich auf der Linie L, der "Canarsie Line", der MTA installiert. Die Linie führt von Chelsea (Manhattan) über Williamsburg nach Canarsie (Brooklyn). Dank dieser Automatisierungstechnologie konnte die MTA das steigende Fahrgastaufkommen über die letzten 20 Jahre nachhaltig in den Griff bekommen.
Die CBTC-Lösung Trainguard MT von Siemens ist heute das meist verbreitete Zugbeeinflussungssystem und bei mehr als 20 Metrobetreibern weltweit in Betrieb, auch in Paris und Peking. Bei der Queens Boulevard Line handelt es sich um das fünfte CBTC-Projekt von Siemens in den USA (Pressemeldung Siemens, 28.08.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Main-Saale-Express gründet Kundenbeirat
Ab sofort sucht DB Regio Nordostbayern interessierte Reisende und Stammkunden zur Gründung eines Kundenbeirats für den Main-Saale-Express. Interessenten können sich bei folgender Adresse bewerben: kundenbeirat-max@deutschebahn.com.
"Wir möchten die Qualität des Main-Saale-Express weiter verbessern. Dafür suchen wir Fahrgäste, die sich im Kundenbeirat engagieren. Ich verspreche mir aus dem Dialog mit den Mitgliedern des Kundenbeirats viele Ideen und Anregungen aus Kundensicht zur Umsetzung im Main-Saale-Express", so Uwe Domke, Geschäftsleiter DB Regio Nordostbayern.
Der Kundenbeirat wird sich in regelmäßigen Abständen treffen und über aktuelle Themen austauschen. Mit dabei sein wird immer der Teilnetzmanager des Main-Saale-Express, der für die Qualität der Verbindung verantwortlich ist. Die Mitglieder des Kundenbeirats erhalten zudem die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Deutschen Bahn zu werfen, um einiges Wissenswertes über die Planungen und Abläufe der eigentlichen "Zugfahrt" zu erfahren. Eine Mitgliedschaft im Kundenbeirat ist ehrenamtlich, eventuelle Fahrtkosten für Züge der DB Regio AG zu den angebotenen Veranstaltungen werden natürlich übernommen.
Interessierte Reisenden haben die Möglichkeit, sich bis zum 14. September bei oben genannter E-Mail-Adresse zu bewerben. Die Auftaktveranstaltung findet am 12. Oktober, von 17.30 – 19 Uhr, im Verkehrsbetrieb von DB Regio Nordostbayern in Hof statt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 28.08.15).

RechteckHessen: Langsamfahrstelle auf der Strecke Korbach-Kassel wird behoben
Die Gleisbauarbeiten auf der Strecke zwischen Korbach und Kassel gehen Ende der Woche wie geplant zu Ende. Die Züge der Kurhessenbahn der Linie R4 verkehren ab Freitagmorgen wieder nach dem regulären Fahrplan. Seit Montag werden noch bis Freitag in den Nächten auf einer Länge von ca. 1 Kilometer zwischen Oberelsungen und Altenhasungen sowie zwischen Wolfhagen und Ehringen Schienen und Schwellen gewechselt.
Dort waren bei Routineuntersuchungen leichte Schäden an den Gleisen festgestellt worden. Aus Sicherheitsgründen wurde eine Langsamfahrstelle eingerichtet, d.h. die Züge durften die betroffenen Abschnitte nur mit reduzierter Geschwindigkeit passieren.
Bis zum Abschluss der Bauarbeiten entfällt nachts noch bis Freitag der Regionalexpress zwischen Zierenberg und Korbach. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Auch bei der RT4 gibt es Einschränkungen. (Pressemeldung Deutsche Bahn, 28.08.15).

RechteckNRW: DB behält Euregiobahn
Der Nahverkehr Rheinland (NVR) wird die Betriebsleistungen der Linie RB 20, die euregiobahn, auch in den nächsten Jahren von DB Regio AG durchführen lassen. Dies beschloss der NVR-Vergabeausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Die DB Regio AG setzte sich mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot in dem europaweiten Wettbewerbs-verfahren durch.
Vorgesehen ist eine Vertragslaufzeit von vier Jahren, also von Dezember 2016 bis Dezember 2020 unter Berücksichtigung einer einjährigen Verlängerungs- bzw. Abbestelloption. Das ausgeschriebene Leistungsvolumen liegt bei rund 1,5 Millionen Zugkilometer pro Jahr.
Nachdem die zehntägige Einspruchsfrist abgelaufen ist und keiner der unterlegenen Mitbewerber interveniert hat, kann nun der Verkehrsvertrag mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen abgeschlossen werden.
Grund für die vergleichsweise kurze Vertragslaufzeit ist die geplante Elektrifizierung der euregiobahn. Aus diesem Grund wurde in der Ausschreibung auch der Einsatz von Gebrauchtfahrzeugen zugelassen.
Die RB 20 fährt von Aachen bis nach Düren bzw. Stolberg-Altstadt und in der anderen Richtung von Aachen über Herzogenrath und Alsdorf über die sogenannte Ringbahn bis nach Stolberg Hbf. Mit der Linie sind aktuell werktäglich rund 15.600 Fahrgäste unterwegs. Der Verkehr nach Heerlen wird ab Dezember 2015 durch einen Pendelverkehr zwischen Heerlen und Herzogenrath sichergestellt, bis voraussichtlich im März 2018 der neue Maastricht-Aachen-Express seinen Betrieb aufnimmt.
"Ausschlaggebend für die Vergabe der Betriebsleistungen an die DB Regio war, dass diese das wirtschaftlich günstigste Angebotes abgegeben hat. Trotz der Tatsache, dass wir mit dem Ablauf des Vergabeverfahrens und dem Ergebnis zufrieden sein können, wird sich die Finanzierungssituation des Nahverkehr Rheinland aufgrund nicht ausreichender Mittelausstattung weiter verschärfen, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek." (Pressemeldung Nahverkehr Rheinland GmbH, 28.08.15).

RechteckNRW: Vor 50 Jahren Geburtsstunde der S-Bahn an Rhein und Ruhr
Am 30. August 1965, vor 50 Jahren, wurden die Weichen für die S-Bahn an Rhein und Ruhr gestellt: An diesem Tag unterzeichnete NRW-Ministerpräsident Franz Meyers ein Rahmenabkommen, um den Schienen-Nahverkehr in der Metropolregion zu verbessern und die Straßen zu entlasten. Der Plan: S-Bahnen sollten auf eigenen Strecken unabhängig vom Fern- und Güterverkehr schnell und mit einem festen Takt-Fahrplan die Städte der Region verbinden.
Heute ist die S-Bahn einer der wichtigsten Mobilitätsmotoren im Pendlerland Nordrhein-Westfalen: Laut Statistischem Landesamt pendeln etwa die Hälfte der fast neun Millionen Erwerbstätigen über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Nach Düsseldorf waren 2013 täglich rund 288.000 Pendler unterwegs, nach Köln waren es sogar fast 305.000. Die Domstadt hält auch den Staurekord – im vergangenen Jahr stand der Kölner Autofahrer im Schnitt 65 Stunden im Stau. Als echte Alternative zum Auto ist die S-Bahn daher für viele Menschen in der Region zum unverzichtbaren Verkehrsmittel geworden.
Seit seiner Einführung hat das S-Bahn-System in NRW mit dem Wachstum der Metropolregion Schritt gehalten: Es gilt heute als größtes S-Bahn-Netz Deutschlands mit einer Gesamtlänge von über 650 Kilometern.
Das Gesamtnetz von "S-Bahn Rhein-Ruhr" und "S-Bahn Köln" besteht aus dreizehn Linien, die von DB Regio NRW betrieben werden. Zwei von ihnen, die S 6 und S11, verbinden die Räume von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Zum Netz gehören außerdem zwei Diesel-S-Bahnen (S 7 und 28), auf denen die Züge der Unternehmen Abellio und Regiobahn unterwegs sind.
Das S-Bahn-Netz war nicht von Anfang an so umfangreich wie heute. Nach Abschluss des Rahmenabkommens musste zunächst der Ausbau der einzelnen Linien und deren Finanzierung geklärt werden. Schließlich folgte die Bauphase. Die erste S-Bahn konnte ihre Jungfernfahrt bereits im September 1967 zwischen Düsseldorf-Garath und Ratingen Ost absolvieren. Heute ist die Linie, die inzwischen von Köln bis Essen reicht, als S 6 bekannt. In den 1960ern benötigte sie allerdings noch keine Nummer, denn sie war nicht nur die erste, sondern zunächst auch die ein einzige S-Bahn in der Region.
In den 1970ern starteten gleich vier weitere Linien: Die S 1 von Duisburg-Großenbaum nach Bochum und die S 3 von Oberhausen nach Hattingen wurden 1974 eingeweiht. 1975 folgten die S 11 von Bergisch Gladbach nach Köln Chorweiler Nord und die S 7 von Düsseldorf bis zum Düsseldorfer Flughafen. Zum Einsatz kamen vor allem orange-weiße Elektrotriebzüge des Typs ET 420. Die neuartigen, spurtstarken Fahrzeuge wurden als technische Revolution gefeiert. Sie bestanden aus drei Fahrzeugteilen: zwei Endwagen und einem Mittelwagen. Die Möglichkeit, von einem Wagen in den nächsten zu wechseln, gab es noch nicht.
Nicht nur äußerlich unterschieden sich die damaligen Züge von den aktuellen Fahrzeugen. Wo heute ergonomische Sitze, Klimaanlagen oder moderne Fahrgastinfo-Systeme gefragt sind, waren früher ganz andere Einrichtungsgegenstände wichtig: zum Beispiel der Aschenbecher. Jede S-Bahn verfügte über einen Raucherwagen, der in der Regel sehr gut besucht war. Reger Betrieb herrschte zudem in den Nachlösewagen in der Zugmitte. Wer keinen Fahrschein hatte, musste sich dort einfinden und konnte beim Schaffner ein Ticket nachkaufen.
Mitte der 1980er starteten zwei besonders aufwendige Bauprojekte. In Köln wurde die Hohenzollernbrücke um zwei S-Bahn-Gleise erweitert, um den gleich dahinter liegenden Kölner Hauptbahnhof in das S-Bahn-System einzubinden. Dazu wurde eine komplett neue Brücke an der Nordseite angefügt. Um das Bild des historischen Baudenkmals nicht zu stören, wurde bei den Pfeilern und der Konstruktion mit den drei Bögen der ursprüngliche Stil recht genau kopiert. Bei genauem Hinsehen lässt sich aber erkennen, dass der nördliche Brückenzug im Gegenteil zu den beiden anderen geschweißt und nicht genietet wurde.
In Düsseldorf erhielt der Hauptbahnhof als Knotenpunkt zwischen der S-Bahn und der 1988 eingeführten U-Bahn eine Runderneuerung. Damit die Fahrgäste schnell zwischen S-Bahn, Stadtbahn und Fernverkehr umsteigen können, entstand eine breite Bahnhofspassage – darüber überdachte Eisenbahnsteige, darunter ein U-Bahnhof. Heute können die S-Bahn-Fahrgäste in NRW vielerorts nicht nur von der S-Bahn in die Stadtbahn, den IC oder ICE wechseln, es gibt auch direkte Verbindungen zu den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn.
Die Fahrgastzahlen der letzten Jahre zeigen, wie wichtig die S-Bahn für die Region geworden ist: Den größten Zuwachs verzeichnete im Jahr 2014 die S-Bahn Köln. Auf den Linien S 11, S 12 und S 13 waren rund fünf Prozent mehr Fahrgäste unterwegs als im Vorjahr. Insgesamt nutzten mehr als 54 Millionen Menschen das S-Bahn-Angebot rund um die Millionenstadt am Rhein.
Auch im VRR-Gebiet sind die Fahrgastzahlen seit 2010 kontinuierlich um mehr als elf Prozent gestiegen: Nutzten vor fünf Jahren noch 116 Millionen Menschen die Züge des hochfrequentierten Nahverkehrssystems, beförderte DB Regio NRW 2014 etwa 130 Millionen Fahrgäste mit ihren S-Bahnen im VRR. Damit das komplexe System funktioniert sind allein für die S-Bahn Rhein-Ruhr rund 860 Mitarbeitern im Einsatz, darunter Triebwagenführer, Sicherheitskräfte, Werkstattmitarbeiter, Fahrzeugingenieure, Leitstellen- oder Verwaltungsmitarbeiter (Pressemeldung Deutsche Bahn, 28.08.15).

RechteckSachsen-Anhalt: Doppelstockzug trägt den Namen "Samuel Hahnemann"
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
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Einfahrt des 'Täuflings' in den Bahnhof Köthen. Die Namensgebung erfolgte symbolisch mit einem Band-Durchschnitt. Henriette Hahn, Leiterin des Marktgebietes Sachsen-Anhalt bei DB Regio Südost, Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt und Dr. Werner Sobetzko, Vorsitzender des Stadtrates der Bach-Stadt Köthen (rechts im Bild). Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de.
Am 27. August 2015 tauften Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Werner Sobetzko, Vorsitzender des Stadtrates der Bach-Stadt Köthen, und Henriette Hahn, Leiterin des Marktgebietes Sachsen-Anhalt Bei DB Regio Südost, einen modernen Doppelstockzug auf den Namen "Samuel Hahnemann".
Hahnemann wurde 1755 in Meißen geboren und gilt als Begründer der modernen Homöopathie. In Köthen konnte er ab 1821 unter Herzog Friedrich Ferdinand von Anhalt-Köthen uneingeschränkt forschen und praktizieren. Ihm ist es zu verdanken, dass die Alternativmedizin in den Rang einer Wissenschaft erhoben wurde. Dadurch gilt Köthen als Wiege der Homöopathie.
Seit Dezember 2013 bietet die Elbe-Saale-Bahn, eine Marke von DB Regio, ein verlässliches Nahverkehrsangebot für die Region im Elektro-Netz Sachsen-Anhalt Nord. "Das attraktive Angebot in einer neuen Qualität erstreckt sich über 480 Kilometer mit 64 Haltepunkten auf den elektrischen Strecken in Sachsen-Anhalt sowie nach Niedersachsen und Brandenburg", erläutert Hahn. Im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt hat DB Regio über 100 Millionen Euro in die Anschaffung von 69 neuen Doppelstockwagen investiert, um den Nahverkehr attraktiver zu machen. "Das ist das richtige Signal, um die Leistungsfähigkeit und Qualität im Nahverkehr zu verbessern, damit künftig noch mehr Menschen auf die Bahn umsteigen", betont Webel.
Die neuen Doppelstockwagen sind klimatisiert und für eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Stundenkilometern ausgelegt. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören unter anderem bequeme Sitze mit viel Beinfreiheit und Tischen, großzügige Gepäckablagen und große Panoramafenster. Die Fahrzeuge sind auf die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Reisender ausgerichtet. Sie verfügen über Tiefeinstiege und geräumige Mehrzweckabteile mit Stellflächen für Rollstühle, Fahrräder oder Kinderwagen. Moderne Fahrgastinfor-mationssysteme erleichtern die Orientierung.
Mit dem in Stendal geborenen Archäologen Johann Joachim Winckelmann, dem halleschen Theologen und Pädagogen August Hermann Francke, dem Magdeburger Physiker und Politiker Otto von Guericke, dem Gelehrten Eike von Repgow aus Reppichau, Charlotte von Veltheim, Vorsteherin im Kloster St. Marienberg und Mitbegründerin des Niedersächsischen Parlamentsvereins, sowie Jenny Marx, der 1814 in Salzwedel geborenen späteren Ehefrau des Philosophen und Gesellschaftstheoretikers Karl Marx, sind sieben neue Doppelstockzüge mit Namen bedeutender historischer Persönlichkeiten unterwegs (Pressemeldung Deutsche Bahn, 28.08.15).

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LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (28.08.15).

RechteckMinimundus


…Im Minimundus bei Klagenfurt sind auf einem 26.000 m² großen Gelände 140 Miniaturmodelle von bekannten Bauwerken und vieler Kontinente im Maßstab 1:25 zu bewundern (Raimund Wyhnal, 28.08.15).

RechteckJahresprogramm Sonderfahrten 2016 - exPRESSzugreisen
Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (PRESS) veranstaltet unter der Marke exPRESSzugreisen deutschlandweit Sonderzugfahrten. Zusammen mit der IG Traditionslok 58 3047 e.V. aus Glauchau und weiteren Partnern wurde für das Jahr 2016 ein abwechslungsreiches Sonderfahrtenprogramm zusammengestellt.
Neben bekannten Reisezielen, wie das Eisenbahnmuseum im tschechischen Lužná oder das alljährliche Bahnhofsfest der Rügenschen BäderBahn in Putbus auf der Ostseeinsel Rügen, werden im kommenden Jahr auch völlig neue und attraktive Sonderfahrten angeboten. Am 10. September erreicht ein Sonderzug das Winzerfest in Freyburg an der Unstrut. Ebenfalls neu im Programm ist am 02. Oktober der Besuch des Wasserstraßenkreuzes in der Nähe von Magdeburg, wo der Mittellandkanal die Elbe überquert. In der Vorweihnachtszeit 2016 werden erstmals auch Licht’l-Fahrten durch das romantische Erzgebirge angeboten.
Zu den eingesetzten Fahrzeugen gehören neben historischen Reisezugwagen vor allem auch leistungsstarke Lokomotiven. Das „Paradepferd“ der PRESS ist dabei die ölhauptgefeuerte Schnellzug-Dampflokomotive 01 0509-8 mit ihren im Durchmesser 2 Meter großen Rädern und einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Außerdem kommen die beiden Diesellokomotiven 112 565-7 und 118 770-7 sowie die Elektrolokomotive 242 001-7 im historischen Farbkleid der ehemaligen Deutschen Reichsbahn zum Einsatz.
„Von den Bergen unterwegs in historischen Zügen bis an die See“ – unter diesem Motto begrüßt die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH auch im Jahr 2016 ihre Fahrgäste und hofft auf gut besetzte Sonderzüge (Pressemeldung Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH,
www.pressnitztalbahn.com, 28.08.15).

RechteckSauschwänzlebahn


Einfach eine tolle Sache, bei schönem Wetter mit dem Dampfzug gezogen von der Dampflok 262BB durch die Landschaft des Wutachtals zu fahren. (Harald Becker, 28.08.15).

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LOK Report 9/15

LOK Report Ausgabe 9/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckAppenweier

Die V 300.18 rangierte mit ihrem Bauzug am 24. und 25.8.15 in Appenweier, derzeit im Einsatz bei der Überarbeitung des Gleisoberbaus auf der Relation Appenweier - Kehl (Mathias Kucher, 28.08.15).

RechteckBahnhöfe in England: Swindon



Etwa auf zwei Drittel des Weges von London nach Bristol liegt Swindon. Hier zweigt seit der Eröffnung des Bahnhofs 1841 die Strecke nach Gloucester und Cheltenham von der Great Western Mainline ab.
Der damalige Chefingenieur der "Great Western Railway" (GWR), Isambard Kingdom Brunel, wählte Swindon wegen seiner zentralen Lage als Standort für die Hauptwerkstatt der GWR aus, welche bereits im Januar 1843 eröffnet wurde. Bereits nach einigen Jahren begann die GWR hier nicht nur Lokomotiven auszubessern sondern auch für die eigenen Breitspurstrecken (Spurweite 2140 mm) zu bauen, bald schon eine Lokomotive pro Woche, später auch Normalspurlokomotiven für andere Bahnen.
Mit der Umrüstung der GWR-Strecken auf Normalspur ab 1892 wurden alle Umspurungen in den "Swindon Works" durchgeführt bzw. die nicht umspurbaren Loks hier verschrottet. Nachdem die GWR 1948 verstaatlicht worden war, endete der Lokomotivbau 1965 mit der Lieferung von dieselhydraulischen Rangierloks der Class 14.
Heute beherbergt der größte Teil der ehemaligen Lokfabrik ein Designer Outlet, in einem Gebäude ist jedoch auch das Swindon Steam Railway Museum (ehem. GWR Museum) untergebracht.
Auf dem Bild mit dem einfahrenden "Intercity 125"-Triebzug (FGW-43003) sind die Gebäude der früheren Swindon Works im Hintergrund deutlich zu erkennen. Sowohl die Strecke nach Bristol wie auch die nach rechts abzweigende Bahnlinie nach Gloucester führen direkt am Museum entlang, doch den wenigsten Reisenden ist dies wohl bei der Vorbeifahrt bewusst. Der Bahnhof wird sein Aussehen bald stark verändern, wenn die Great Western Mainline in wenigen Jahren elektrifiziert ist. Vorboten dieses Umbaus sind z.B. die neuen großen Signalbrücken (Rüdiger Lüders, Wappen der GWR: Onyxman/Wikipedi, 27.08.15).

RechteckElbtal

Noch fahren die Lokomotiven der Baureihe 371 fleißig Ihre EuroCitys durchs Elbtal. Da seit kurzem die Skoda-Lok 109E bzw. CD 380 die Deutschlandzulassung hat, munkelt man, das die EC von Prag und Budapest mit dieser Baureihe durchfahren, das Umspannen in Dresden entfällt und die 371 überflüssig macht.
Aber noch fahren die 371. So auch am 20.8.2015, als die auf den Namen "Lucka" getaufte 371 001 mit dem EC 175 "Jan Jesenius" im Kurort Rathen an mir vorbei fuhr. Auch der "Flaggenknödel" alias 371 201 (ex DB 180 001) kam mit dem EC 174 am 20.8.2015 in die sächsische Landeshauptstadt (Daniel Wolf, 27.08.15).

RechteckElektrisch ins Münstertal


Die 11 km lange SWEG Strecke Bad Krozingen - Münstertal sticht seit Herbst 2013 unter den vergleichbaren Strecken dieses Unternehmens durch ihre Elektrifizierung mit 15 kV bei 16,7 Hz hervor. Damit ist es die erste elektrifizierte Strecke der SWEG, weitere - z.B. rund um den Kaisterstuhl - könnten (werden) folgen.
Diese Pionier-Rolle war der, durch Jahrzehnte eher unscheinbaren, Münstertalbahn nicht in die "Wiege" gelegt. Bis 1963 Bestandteil des einstigen DEBG-Imperiums wurde unter der neuen Flagge SWEG sogar 1969 noch der Personenverkehr (1973 auch der GV) auf der Zweigstrecke nach Sulzburg stillgelegt.
NE 81 und RegioShuttle führten bereits zu Zeiten des klassischen Dieselbetriebes zu eine Aufwertung dieser Anbindung an den Schwarzwald. Die Elektrifizierung - und damit die völlige Modernisierung der Infrastruktur und der Betriebsmittel - haben eine echte Trendwende herbeigeführt.
Nunmehr verfügt das Münstertal über eine der wohl attraktivsten Regionalbahnen im badischen Rheintal welche durchaus bei vermehrten Durchbindungen in Richtung Freiburg i.Br. noch Potential für den SPNV abschöpfen wird (Gunter Mackinger, 27.08.15).

RechteckEuropa per Bahn


Der DB-ÖBB-EC 84 Bologna - München fährt am 22. August mit 40 Minuten Verspätung um 18.21 Uhr in den Bahnhof Rosenheim ein. Nach Abschluss der Polizeikontrollen setzt der Zug seine Fahrt nach München um 18.48 h fort.
Die Menschen wollen das Land ihrer Träume erreichen, um sicher zu leben: Deutschland, England und Skandinavien. Wer es unter den unwürdigsten Verhältnissen übers Meer bis an die Brennergrenze geschafft hat, den kann und will die Polizei nicht aufhalten, schon gar nicht angesichts der schieren Menge von Menschen. Sie kann nur die Sache in geregelte Bahnen zu lenken versuchen. Die Menschen suchen Betreuung und Notunterkunft mit Anspruch auf Rechtssicherheit, die sie in ihrer Heimat niemals finden.
Bürger in Nordtirol wie Südtirol beklagen die von ihren jeweiligen Zentralverwaltungen (Wien bzw. Rom) in viel zu geringem Ausmaß zur Verfügung gestellten Personalressourcen. Laut Zeitungsmeldung des "Alto Adige" stellt das römische Innenministerium der Polizeidirektion (Quästur) Bozen ganze zwei zusätzliche Dolmetscher zusätzlich zur Seite, um die beiden 80 km voneinander entfernten Brennpunkte Bozen und Brenner abzudecken.
Doch auch anderswo sieht es nicht besser aus, so übernimmt in Berlin der rührige Verein "Moabit hilft" die Aufgaben, die eigentlich dem Staat zustehen, und versorgt Flüchtlinge mit Essen. Am Eurotunnel treffen sich britische und französische Regierungsvertreter, um diesen wie zu Zeiten des Kalten Krieges abzuschotten - nicht gegen irgend eine Gefahr, sondern gegen Menschen.
Zwischen den Nachrichten über abgebrannte Unterkünfte und helfenden Händen muss man nun fragen: Europa, wohin führt Dich Dein Weg? (GK, WKZ, 28.08.15).

RechteckHennigsdorf


In der Woche 34 trafen in Hennigsdorf bei Berlin mehrere Zügen mit Schotter ein, so am 20.8.15 mit 203 148 (schwarz, vorn) und 203 121 (rot). Anschließend wurde noch auf dem Bahnhof rangiert. Für mehrere Tage war der Bahnhof ziemlich voll mit Fc-s -Wagen verschiedener Eigentümer und Fccpps von Rail-pro aus den Niederlanden. Von hier aus wurde täglich ein Teil davon auf die Baustellen gebracht.
Im Monat August standen auf der S-Bahn-Strecke von Berlin nach Oranienburg umfangreiche Bauarbeiten an, diese Aktion dürfte damit m Zusammenhang gestanden haben (Andreas Bogott, 27.08.15).

RechteckKehl

Die 363 133 rangierte am 24.08.15 auf der Hafenbahn Kehl (Mathias Kucher, 28.08.15).

RechteckRügen




Üblicherweise wird auf der Normalspurstrecke Bergen (Rügen) - Lauterbach Mole ein Dieseltriebwagen der Baureihe 650 "Regio-Shuttle" der Preßnitztalbahn eingesetzt. Bei besonderen Anlässen werden auch mal historische Fahrzeuge im Plandienst eingesetzt. Zwischen Putbus und Lauterbach Mole herrscht auf einem Dreischienengleis ein Gemeinschaftsbetrieb von Normalspurbahn und Schmalspurbahn. Da in Lauterbach keine Weichen mehr existieren, müssen die Züge beidseitig mit Führerständen versehen sein. An die Schmalspurzüge von Binz nach Lauterbach Mole wird in Putbus eine Schmalspurdiesellok (251 901) angekuppelt, die den Zug dann von Lauterbach Mole bis Putbus zurückziehen kann.
Am 22. August 2015 fand in Lauterbach das Inselschwimmen um die Insel Vilm statt. Zwischen Bergen und Lauterbach Mole fuhren deshalb zwei Diesellokomotiven der DR-Baureihe V100 (112 565 und 112 703 in roter DR-Farbgebung) der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Preßnitztalbahn mit 2 modernisierten Halberstädter Wagen (in grüner Farbgebung) in "Sandwich-Formation" (Heiko Günther, 27.08.15).

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Europa

RechteckDänemark: Anpassung der DSB - IC4-Chef verlässt das Unternehmen
Die dänische Staatsbahn DSB passt zum 01.09.15 ihre Organisation an, in dem sie ihr Kerngeschäft über zwei Hauptbereiche definiert:
• "Betrieb" (Drift) mit einem Fokus auf Betrieb und Wartung, sowie
• "Vertrieb" (Kommerciel) mit einem Fokus auf Kunden, Produkte und Einnahmen.
Gleichzeitig wird eine neue Einheit gegründet:
• "Strategie und rollendes Material" (Strategi og Togmateriel) unter der Leitung von Jürgen Müller, der wie bereits angekündigt seine Position am 01.10.15 antritt. Er wird die strategische Arbeit von DSB zusammenführen und an der Entwicklung von bestehendem Material und der Anschaffung von neuem Material beteiligt sein.
Die Anpassung der Organisation bedeutet, dass DSB nun Betrieb und Wartung in einer Arbeitsorganisation integriert, die von dem aktuellen Direktor für Betrieb, Anders Egehus, geleitet wird. Der aktuelle Direktor der Wartung (Vedligehold A/S), Steen Schougaard Christensen, der die Verantwortung für den IC4 hatte, beendet seine Tätigkeit bei DSB im gegenseitigen Einvernehmen.
Die Veränderungen im Management der DSB führen auch zu weiteren Änderungen:
• Die derzeitige Leiterin der Rechtsabteilung, Mette Rosholm, wird Direktorin für Personal und Recht (direktør for Personale & Jura).
• Susanne Mørch Koch, die zeitweise die Personalposition übernommen hatte, kann sich nun auf ihre Aufgabe als Kaufmännische Direktorin (Kommerciel direktør) konzentrieren.
• Die weiteren Direktoren bleiben wie gehabt (WKZ, Quelle DSB, 28.08.15).

RechteckGroßbritannien: Tram-Erweiterung in Nottingham in Betrieb genommen

Mit einem 7-Tage-Startticket wurde die Einweihung der neuen NET-Linie vom Stadtrat Ian Curryer und NET-Projektdirektor Chris Deas gefeiert. Foto NET.
Nottingham Express Transit (NET) hat am 25.08.15 seine Straßenbahnerweiterung in Betrieb genommen. Die von einem Joint-Venture aus Alstom und der Vinci-Tochter Taylor Woodrow mit Investitionen von 570 Mio. GBP durchgeführte Tram-Erweiterung umfasst 17,5 km neue Gleise und 28 Stationen zwischen Beeston town, Clifton und Toton Parkway mit möglicher späterer Verlängerung zum HS2-Hub. Die Eröffnung fand mit achtmonatiger Verspätung statt, wofür Vinci einen Verlust über 165 Mio. GPB seiner Tiefbauabteilung angab.
Das Gesamtnetz umfasst nun eine Länge von 32 km und ist für 20 Mio. Fahrgäste pro Jahr ausgelegt. 22 neue Citatis-Straßenbahnen ergänzen den Park auf insgesamt 37 Fahrzeuge. Die Stadtverwaltung spricht von wirtschaftlichen Erträgen im Wert von 300 Mio. GBP und bis zu 8.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen, die das Netz der lokalen Wirtschaft bringen wird (WKZ, Quelle Alstom, NET, BBC, 28.08.15).

RechteckItalien: Europäisches Bahnfunksystem für Vinschger Bahn
Das Land will die Vinschger Bahn elektrifizieren. Dazu müssen Sicherungsanlagen nach dem europäischen Bahnfunksystem GSM-R bereit stehen. Die Landesregierung hat deshalb auf Antrag von LR Florian Mussner beschlossen, die bestehenden Sendestationen von RAS und Zivilschutz und deren Verbindungen dafür mitzunutzen. "So brauchen wie keine neuen Sendemasten und zudem weniger Antennen", so Mussner.
Sobald die Vinschger Bahn elektrifiziert ist, wird es keine Signale entlang der Bahnstrecke mehr geben, denn die Züge erhalten ihre Fahr- und Haltebefehle ausschließlich per Datenfunk. "Um einen sicheren, reibungslosen und effizienten Zugverkehr zu gewährleisten, braucht es moderne Zugsicherungssysteme", betont Mobilitätslandesrat Florian Mussner.
Das Land werde dazu das europaweit übliche GSM-R nutzen, sagt der Landesrat. Das GSM-R (Global System for Mobile Communications - Railway) ist ein Mobilfunksystem, das auf dem Funkstandard GSM aufbaut und für die Sprach- und Datenkommunikation zwischen den Fahrzeugen, mobilen Endgeräten und ortsfesten Einrichtungen, insbesondere für den Datenfunk zwischen Leitstellen und Zügen, also eigens für die Verwendung bei den Eisenbahnen angepasst ist.
"Im Grund funktioniert die Technik ähnlich wie bei der Handykommunikation, nur, dass für die Bahn ein paralleles Netz für die Signalübertragung und Betriebskommunikation aufgebaut werden muss, für das es Sendestationen braucht", erläutert Mussner.
Die Landesregierung hat auf Antrag von Mussner beschlossen, die  bestehenden fünf Sendestandorte der Rundfunkanstalt Südtirol RAS und der Landesabteilung Zivilschutzes, nämlich Mut, Naturns, St. Martin am Kofel, Laas-RAI und Großmontoni, zu nutzen. "Natürlich ist auch eine Verbindung der Sendeanlagen untereinander notwendig, weshalb wir sowohl die Standortverbindungen der RAS als auch des Zivilschutzes nutzen wollen", sagt Mussner. Entsprechend biete sich erhöhte Sicherheit, denn wenn eine Verbindung ausfalle, gebe es eine weitere verfügbare, so der Landesrat.
"Auf diese Weise brauchen im Tal und in der Nähe der Wohnzonen keine neue Sendemasten errichtet werden; außerdem sind weniger Antennen notwendig und die Zusammenarbeit der Landesstrukturen untereinander ist jedenfalls sehr begrüßenswert", fasst Mussner die Vorteile der Nutzung der vorhandenen Strukturen zusammen.
Jene Standorte, die noch kein Notstromaggregat haben, also Naturns, St. Martin am Kofel und Laas, sollen mit einem solchen Stromerzeugungsgenerator für Notfälle ausgerüstet werden.
In einem ersten Schritt soll die Südtiroler Transportstrukturen AG STA zwei Funkverbindungen pro Netz nutzen können. In einem weiteren Schritt könne ein gemeinsamer und gegenseitiger 24-Stunden-Bereitschaftsdienst mit gleicher Beteiligung aller Partner ins Auge gefasst werden, so Mussner (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 28.08.15).

RechteckÖsterreich: Bahnsicherheit nur durch mehr Personal
Vor dem Hintergrund des Anschlags im Thalys-Hochgeschwindigkeitszugs und der von der Europäischen Union geplanten Sicherheitschecks in Zügen, betont Roman Hebenstreit, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida, einmal mehr die Notwendigkeit von mehr Personal in den Zügen.
"Nur Menschen können Menschen schützen. Nur sie können im Ernstfall die Gefahrenlage vor Ort besser einschätzen. Jemand, der in hundert Kilometern Entfernung in 30 Monitore gleichzeitig glotzen muss, kann das nicht". Zuletzt habe auch der feige Mordanschlag auf zwei US-amerikanische JournalistInnen vor laufender Kamera gezeigt, "Kameras sind nur etwas für Spanner und retten keine Leben", so Hebenstreit.
Österreich nehme aufgrund des Erlasses des Verkehrsministeriums (bmvit) zum Einsatz von Eisenbahnaufsichtsorganen bei personenbefördernden Fahrten (vom März 2015), welcher für die Bahnen verpflichtend sei, noch heuer eine Vorreiterrolle bei der Sicherheit in Zügen in Europa ein, sagt Hebenstreit. Diesbezügliche Prüfungs-und Evaluierungsprozesse bei den Bahnen seien bereits angelaufen. Auch die ÖBB würden zukünftig wieder auf mehr Personal in den Zügen setzen. Eine langjährige Forderung der Gewerkschaft steht somit kurz vor der Umsetzung, freut sich der vida-Gewerkschafter.
Zu den Aufgaben von Eisenbahnaufsichtsorganen zählt die Überwachung des Verhaltens von Personen vor Ort bis zum Einschreiten in Gefahrensituationen. Zu ihren Aufgaben gehören u. a. auch die Meldung von wahrgenommenen Unregelmäßigkeiten wie Gefahrsituationen z. B. beschädigte Anlagen, überfüllte Züge, den Eisenbahnbetrieb gefährdendes Verhalten Dritter sowie die notwendige Freihaltung von Flächen von Arbeits- und Rettungswegen. Genauso zählen dazu auch die Mitwirkung bei Maßnahmen zur Beherrschung von betrieblichen Vorfällen wie beispielsweise die Weitergabe von Meldungen, Aufstellung von Gefahrenhinweisen wie auch die Unterstützung von in der Mobilität eingeschränkten Personen bei personenbefördernden Fahrten, heißt es im Erlass des bmvit.
Bei der erforderlichen Zahl an Eisenbahnaufsichtsorganen geht der bmvit-Erlass unabhängig von Notfallkonzepten und Notfallplänen der Bahnen davon aus, dass sich grundsätzlich in jedem personenbefördernden Zug zumindest ein Eisenbahnaufsichtsorgan befinden müsse.
Ein Eisenbahnunternehmen werde "daher in jenen Fällen, in denen in einem personenbefördernden Zug kein Eisenbahnaufsichtsorgan anwesend ist, durch einen Prozess festlegen müssen, dass umgehend die Veranlassungen eingeleitet werden, die sicherstellen, dass ein Eisenbahnaufsichtsorgan ehestmöglich zum Einsatzort gelangt", lautet es im Erlass des bmvit (Pressemeldung ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund, 28.08.15).

RechteckÖsterreich: Linzer Eisenbahnbrücke zwei Monate länger befahrbar

Bei den letzten stattgefundenen und geplanten Sperren der Eisenbahnbrücke im April und Juni dieses Jahres konnte bei den dabei durchgeführten Untersuchungen und Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten eine Verlängerung der Befahrbarkeit für die Züge um zwei Monate fixiert werden. Ab November steht die Brücke dann für den Zugverkehr nicht mehr zur Verfügung. Autos, Radfahrer und Fußgänger können die Brücke bis auf weiteres benützen.
Die ÖBB haben in Rottenegg eine Servicehalle für die Wartung von Zügen gebaut, welche nun fertiggestellt ist. Ab November werden daher die Züge der Mühlkreisbahn in dieser Servicehalle gewartet und eine Überfahrt über die Brücke ist damit hinfällig. Daher können die bei den Fahrgästen beliebten Desiro-Züge bis 2019 auf der Mühlkreisbahn im Einsatz bleiben. Die Linz Linien übernehmen Brücke mit Ende des Jahres (Pressemeldung ÖBB, 28.08.15).

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