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LOK Report – News von Freitag, 19.12.14

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Foto Hans-Georg Löwe

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Willkommen beim LOK Report
IT-Sicherheitsgesetz veröffentlicht
Absatzlinie
Haushaltsausschuss stimmt
Finanzierung der Bahn zu

Absatzlinie
Anhörungsverfahren für Rückbau
Jossa - Wildflecken abgeschlossen

Absatzlinie
Vorinfo Teilnetz Ostseeküste II
Absatzlinie
Reaktivierung Meinerzhagen
bis Brügge weiter offen

Absatzlinie
SNCF könnte Vorkaufsrecht
für Eurostar ausüben

Absatzlinie
Ärger über langsame
Sanierung der Stambanan

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Hans-Georg Löwe

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMI: IT-Sicherheitsgesetz veröffentlicht
Am Mittwoch wurde im Kabinett auf Vorschlag von Bundesinnenminister de Maizière der Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) beschlossen.
Der Gesetzentwurf enthält Anforderungen an die IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen, also der Einrichtungen, die für das Gemeinwesen von zentraler Bedeutung sind. Die Betreiber Kritischer Infrastrukturen sollen künftig einen Mindeststandard an IT-Sicherheit einhalten und erhebliche IT-Sicherheitsvorfälle an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden. Die beim BSI zusammenlaufenden Informationen werden dort ausgewertet und den Betreibern Kritischer Infrastrukturen zur Verbesserung des Schutzes ihrer Infrastrukturen zur Verfügung gestellt.
Die kritischen Infrastrukturen sind in sieben Sektoren zusammengefasst:
• Energie
• Wasser
• Informationstechnik und Telekommunikation
• Transport und Verkehr
• Gesundheit
• Ernährung
• Finanz- und Versicherungswesen
Der Sektor Transport und Verkehr umfasst:
• Transport von Gütern (Branchen: Luftfahrt, Seeschifffahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik)
• Transport von Personen im Nahbereich (Branchen: Seeschifffahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik)
• Transport von Personen im Fernbereich (Branchen: Luftfahrt, Seeschifffahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik)
Darunter entfällt auch die Einrichtung einer Rechtsaufsicht der zuständigen Aufsichts-behörden wie dem Bundesamt für Güterverkehr und dem Eisenbahn-Bundesamt. Kritiker wie Netzpolitik.org bemängeln unzureichende Veröffentlichungspflichten, nicht festgelegte Definitionen für "kritischee Vorfälle" und "erhebliche Störungen" und fehlende Konsequenzen für die Industrie (WKZ, 19.12.14).

RechteckBundestag: Haushaltsausschuss stimmt Finanzierung der Bahn zu
Der Haushaltsausschuss hat am Mittwochabend der Fortschreibung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV II) zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG (DB AG) zugestimmt. Für den Vertragsentwurf votierten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD; bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stimmte die Linksfraktion dagegen.
Die LuFV ist das zentrale Instrument zur Finanzierung von Investitionen zum Erhalt des Schienennetzes. Derzeit umfasst sie ein Volumen von drei Milliarden Euro pro Jahr, wozu der Bund etwa 2,5 Milliarden Euro beisteuert. Die LuFV II, die nach dem Votum des Ausschusses unterzeichnet werden kann, soll ab dem 1. Januar 2015 eine Laufzeit von fünf Jahren haben und umfasst einen Bundeszuschuss von jährlich durchschnittlich vier Milliarden Euro - also insgesamt 20 Milliarden Euro. Zudem will die DB AG selbst in dieser Zeit acht Milliarden Euro in das Netz investieren, so dass insgesamt 28 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.
Keine Mehrheit fand im Ausschuss ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit der Forderung, den Vertrag nicht zu unterzeichnen und nachzuverhandeln. Dabei sollten Hinweise des Bundesrechnungshofs berücksichtigt werden, der den Vertragsentwurf kritisiert hatte (Pressemeldung Bundestag, 19.12.14).

RechteckDeutsche Bahn: Neue IC-Verbindung zwischen Berlin und Köln
Seit dem Fahrplanwechsel am vorigen Wochenende kann nun auch eine weitere Angebotsausweitung auf der Strecke von Köln über Hannover nach Berlin realisiert werden. Seit Montag, 15. Dezember 2014, bis zunächst Freitag, 24. April 2015, wird jeweils montags bis freitags ein weiterer IC von Berlin (Abfahrt 7.06 Uhr) über Wolfsburg (8.20 Uhr), Hannover (8.56 Uhr), Bielefeld (9.53 Uhr) und Düsseldorf (Ankunft 11.42 Uhr) nach Köln (12.12 Uhr) verkehren.
Der IC 1927 ermöglicht eine weitere Verbindung für Berufspendler von der Bundeshaupt-stadt nach Wolfsburg und verstärkt die bestehenden ICE- und IC-Verbindungen auf der stark nachgefragten Linie Berlin - Hannover - Rhein/Ruhr.
Die DB strebt an, die neue IC-Verbindung über den genannten Zeitraum hinaus anzubieten. Vorerst steht jedoch bis Ende April 2015 nur eine Fahrplantrasse zur Verfügung. So verkehrt nun ein IC von Köln (14.45 Uhr) über Hannover (18.04 Uhr) und Wolfsburg (18.38 Uhr) nach Berlin (Ankunft 19.53 Uhr). Außerdem fährt ein zusätzlicher IC morgens von Hamburg und Hannover nach Wolfsburg (Ankunft 7.34 Uhr). Nachmittags fährt ein IC von Wolfsburg (16:21 Uhr) nach Hannover. Außerdem hält ein ICE von Berlin (6.47 Uhr) nach Hannover und NRW neu zusätzlich in Wolfsburg (7.55 Uhr).
Damit erreichen die von Berlin verkehrenden Fernverkehrszüge Wolfsburg um 7.38 Uhr, 7.55 Uhr, 8.03 Uhr, 8.18 Uhr und 8.54 Uhr. Nachmittags fahren Fernverkehrszüge um 16.17 Uhr, 17.05 Uhr, 17.55 Uhr, 18.17 Uhr, 18.38 Uhr, 19.05 Uhr und 19.55 Uhr von Wolfsburg nach Berlin
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.12.14).

Industrie

RechteckHGK: Wolfgang Birlin wird neuer Vorstand

Der Aufsichtsrat der Häfen und Güterverkehr Köln AG hat in seiner Sondersitzung am 18.12.14 Wolfgang Birlin (50) als neuen Vorstand der HGK bestellt. Wolfgang Birlin wird Nachfolger von Uwe Wedig, der das Unternehmen zum 31.12.2014 verlässt.
"Wir freuen uns, dass wir mit Wolfgang Birlin einen erfahrenen Logistik-Manager für die HGK gewinnen konnten, der seit vielen Jahren in leitender Funktion im Eisenbahn-Bereich tätig ist und gut in das geforderte Bewerberprofil passt." Mit diesen Worten kommentierte der Vorsitzen-de des Aufsichtsrates der HGK, Michael Zimmermann, den heute in Köln gefassten Beschluss des Aufsichtsrates.
Wolfgang Birlin wird im Laufe des Jahres 2015 Mitglied des Vorstandes der HGK. In der Über-gangszeit bis zu seinem Dienstantritt verantwortet HGK-Vorstandssprecher Horst Leonhardt auch die bisher von Uwe Wedig geführten Geschäftsbereiche.
Der gebürtige Kölner Wolfgang Birlin wechselt von der Weser zurück an den Rhein. Nach ver-schiedenen beruflichen Stationen, unter anderem in Essen und München, war der Diplom-Kaufmann seit 2000 in Niedersachsen tätig. Dort gehörte er sechs Jahre lang dem Vorstand der Osthannoverschen Eisenbahnen AG in Celle an, und zwar zunächst als Finanzvorstand, dann als Sprecher des Vorstandes und schließlich als Vorstandsvorsitzender. Im Oktober 2013 über-nahm Wolfgang Birlin die alleinige Geschäftsführung der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH in Zeven.
(Pressemeldung HGK, 19.12.14).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Anhörungsverfahren für Rückbau Jossa - Wildflecken abgeschlossen
Die Regierung von Unterfranken hat das Anhörungsverfahren für den Rückbau der Sinntalbahn zwischen Jossa und Wildflecken mit der abschließenden Stellungnahme an das Eisenbahn-Bundesamt beendet und den Rückbau der Schienen-infrastruktur befürwortet. Die abschließende Stellungnahme wird gemeinsam mit den Verfahrensunterlagen in den nächsten Tagen dem Eisenbahn-Bundesamt zugeleitet.
Die Regierung von Unterfranken wurde im Planfeststellungsverfahren nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz als Anhörungsbehörde im Auftrag des Eisenbahn-Bundesamtes tätig, das die Entscheidung über den Planfeststellungsantrag - den Planfeststellungsbeschluss - erlassen wird.
Verfahrensgegenstand ist ein Antrag der DB Netz AG als Eigentümerin der Infrastruktur zum Rückbau der noch vorhandenen Gleise, Weichen, Signale, Bahnübergänge und der Betriebsstellen der gesamten Bahnstrecke 5211.
Das Anhörungsverfahren wurde durch die Regierung von Unterfranken im Juli 2010 mit der öffentlichen Auslegung der Planunterlagen in den Gemeinden entlang der Sinntalbahn und der Beteiligung einer Vielzahl von Fachbehörden in Bayern und Hessen eröffnet.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung erhoben unter anderem mehrere Fahrgastverbände und der Bund Naturschutz in Bayern e.V. Einwendungen gegen den geplanten Rückbau. Sie wandten sich aus verkehrspolitischen Erwägungen gegen den beantragten Rückbau der Schieneninfrastruktur und machten geltend, dass weiterhin ein Verkehrsbedürfnis auf der Sinntalbahn bestehe.
In einem umfangreichen Erörterungstermin am 14.11.2011 wurden die Planungen mit den Fachbehörden, Kommunen, Verbänden und Einwendern diskutiert. Aufgrund des Erörterungstermins führte die Regierung von Unterfranken zu Beginn des Jahres 2012 eine nochmalige Bedarfsprüfung bei potentiellen Schienenverkehrsbetreibern durch, um festzustellen, ob eine Nachfrage für Personen- oder Güterverkehre auf der seit April 2005 stillgelegten Bahnstrecke besteht. Aus den Rückmeldungen ergaben sich aber keine konkreten Betreiberkonzepte. Nur für wenige Betriebstage im Jahr wurde grundsätzliches Interesse an der Durchführung touristischer Personenverkehre signalisiert. Einzige ernst zu nehmende Interessenten für den Weiterbetrieb der Schienenstrecke waren die Rhein-Sieg-Eisenbahnen GmbH und in der im Jahr 2013 gegründete Hessisch-Bayerische Sinntal-Kreuzbergbahn e.V..
Die Rhein-Sieg-Eisenbahnen GmbH bekundete im Februar 2012 gegenüber der DB Netz AG ihr Interesse an der Übernahme der stillgelegten Eisenbahninfrastruktur im Wege eines Pachtvertrages. Parallel dazu stellte sie gemeinsam mit Fahrgastverbänden und dem Bund Naturschutz im März 2012 ein mögliches Bürgerbahnkonzept für die Sinntalbahn vor. Dieses Konzept orientiert sich an der erfolgreichen Wiederbelebung der Ilztalbahn (Passau-Freyung), an der die Rhein-Sieg-Eisenbahnen GmbH maßgeblich beteiligt war.
Im März 2012 erklärte die Regierung von Unterfranken daraufhin das Ruhen des Anhörungs-verfahrens, um den Fortgang der Verhandlungen zwischen der Rhein-Sieg-Eisenbahnen GmbH und der DB Netz AG über die Verpachtung der Strecke abzuwarten. Im September 2012 wurde der Rhein-Sieg-Eisenbahnen GmbH von der DB Netz AG das Betretungsrecht zum Vegetationsfreischnitt an der Sinntalbahn eingeräumt, im Oktober 2012 wurde mit dem Freischnitt der Strecke begonnen.
Seit Herbst 2013 wurden die Verhand-lungen durch den neu gegründeten Hessisch-Bayerische Sinntal-Kreuzbergbahn e.V. fortgeführt. Im Juli 2014 erklärten der Hessisch-Bayerischen Sinntal-Kreuzbergbahn e.V. und die DB Netz AG die Verhandlungen über die Verpachtung der Sinntalbahn jedoch für gescheitert. Mit dem Abschluss eines Pachtvertrages sei in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Daraufhin nahm die Regierung von Unterfranken das Anhörungsverfahren wieder auf.
Nach Auffassung der Regierung von Unterfranken ist die Planrechtfertigung für den beantragten Rückbau der Infrastruktur gegeben, da keine tragfähigen Nutzungskonzepte für die Sinntalbahn absehbar sind. Die Regierung von Unterfranken verkennt nicht die grundsätzliche verkehrspolitische Bedeutung einer weitgehend intakten Schienenverkehrsinfrastruktur wie der Sinntalbahn für den ländlichen Raum. Als Ergebnis des mehrjährigen Anhörungsverfahrens muss aber festgestellt werden, dass kein hinreichendes konkretes Verkehrsbedürfnis für Personen- oder Güterverkehre auf der Sinntalbahn erkennbar ist.
Mit dem Rückbau der Schieneninfrastruktur ist nicht automatisch die Entwidmung der Strecke für den Bahnbetrieb verbunden. Hierüber ist durch das Eisenbahn-Bundesamt im sogenannten Freistellungsverfahren nach § 23 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes zu entscheiden. Nach § 23 AEG kann die Freistellung von Bahnbetriebszwecken erfolgen, wenn die Eisenbahninfrastruktur stillgelegt ist und die öffentlichen Verkehrsbedürfnisse derzeit und auch auf absehbare Zeit nicht mehr bestehen, d.h. langfristig eine Nutzung der Infrastruktur im Rahmen der Zweckbestimmung nicht mehr zu erwarten ist. Der Antrag nach § 23 AEG kann vom jeweiligen Eisenbahninfrastrukturunternehmen oder den Gemeinden, auf deren Gebiet sich die Bahnstrecke befindet, gestellt werden.
Hintergrund: Die 1891 eröffnete Sinntalbahn (Bahnstrecke 5211 Jossa – Wildflecken von km 0,672 bis km 31,725) ist eine Nebenbahn, die im hessischen Jossa ihren Ausgangspunkt hat und von dort über Altengronau ins bayerische Bad Brückenau und nach Wildflecken führt. Die Strecke verläuft vom Bahnhof Jossa aus zunächst auf denselben Gleisen, wie die Bahnstrecke Flieden–Gemünden. Kurz hinter Jossa beginnt die eigene Trassierung, die durch das Sinntal und die Rhön verläuft.
Die Einstellung des Personenverkehrs auf der Sinntalbahn erfolgte zum 27. Mai 1988, die Einstellung des Güterverkehrs zum 4. Februar 2002. Mit Wirkung zum 01.04.2005 wurde der DB Netz AG gemäß § 11 AEG die dauernde Einstellung des Betriebes auf der Strecke Jossa - Wildflecken genehmigt. Die Strecke ist seitdem stillgelegt und wurde bis auf Verkehrssicherungsmaßnahmen nicht mehr instand gehalten
(Pressemeldung Regierung von Unterfranken, 19.12.14).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Vorinformation zum Teilnetz Ostseeküste II
Das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, haben im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zum SPNV auf dem Teilnetz Ostseeküste II gegeben (2014/S 244-429967).
Dies beinhaltet die Eisenbahnstrecken
• Hamburg – Schwerin – Rostock und
• Rostock – Stralsund – Sassnitz/Ostseebad Binz/Züssow
zur Betriebsaufnahme ab dem Jahresfahrplan 2020 mit ca. 3 000 000 bis 3 400 000 Zugkm p. a. in Elektrotraktion.
Zur Vergabe sind folgende Linien- bzw. Linienabschnitte vorgesehen:
• RE1 Hamburg Hbf – Schwerin – Rostock Hbf (2-h-Grundtakt), weitere Teillinien Hamburg Hbf - Büchen bzw. Hamburg – Schwerin Hbf (zur Taktverdichtung);
• RE9 Rostock Hbf – Stralsund Hbf – Sassnitz/Ostseebad Binz (2-h-Grundtakt Rostock – Stralsund Hbf, weitgehende Taktverdichtung Insel Rügen zum 1-h-Takt).
• Optional zusätzliche SPNV-Linie RE10 Rostock Hbf – Stralsund Hbf – Züssow mit ca. 400 000 Zugkm p. a., die den 2-h-Grundtakt Rostock – Stralsund zum 1-h-Takt verdichtet.
Zu den vergaberelevanten Teillinien, insbesondere zur Verdichtung des Grundtaktes besteht noch Prüfungsbedarf auf Seiten der Auftraggeber. Zwischen Hamburg und Rostock ist aufgrund des Verkehrsaufkommens sowie der Begrenzung von Bahnsteiglängen und Trassenkapazitäten der Einsatz von Doppelstockzügen zwingend notwendig. Die Verkehre Rostock - Insel Rügen dagegen lassen auch den Einsatz einstöckiger Fahrzeuge zu. Eine Losbildung (Teillose) ist bisher nicht vorgesehen.
Das Vergabeverfahren ist für eine Umsetzung in der ersten Jahreshälfte 2016 terminiert. Die Laufzeit des Verkehrsvertrages wird bei 12 Jahren liegen (Quelle EU-Amtsblatt, 19.12.14).

RechteckNiedersachsen: Landtag zu Regionalisierungsmitteln
Frage der Abgeordneten Jörg Bode, Gabriela König, Horst Kortlang, Christian Grascha, Christian Dürr und Jan-Christoph Oetjen (FDP) im Landtag am 18.12.14:
Am 2. Oktober 2014 erklärt Verkehrsminister Lies, dass die Verkehrsministerkonferenz (VMK) sich auf die zukünftige Finanzierung des Nahverkehrs geeinigt hat. In einer Pressemitteilung des MW wird Minister Lies wie folgt wörtlich zitiert: "Niedersachsens Anteil an den Regionalisierungsmitteln würde sich demnach ab dem Jahr 2015 von derzeit 8,59 % auf 8,83 % erhöhen. Mit der gleichzeitigen Erhöhung des Volumens auf 8,5 Milliarden Euro würde es bereits im nächsten Jahr zu einer erheblichen Steigerung kommen. So sieht die Berechnung des ‚Kieler Schlüssels' für das Jahr 2015 über 730 Millionen Euro für Niedersachsen vor."
Wir fragen die Landesregierung:
1) Entspricht die Presseinformation des MW vom 2. Oktober 2014, dass Niedersachsen für das Jahr 2015 über 730 Millionen Euro für Bestellleistungen im Schienen- und Busverkehr und für die Modernisierung von Bahnhöfen erhält, den Tatsachen?
2) Was hat Minister Lies nach der Ankündigung von 730 Millionen Euro vom 2. Oktober im Zeitraum vom 9. Oktober bis zum 28. November unternommen, damit seine Ankündigung in irgendeiner Art und Weise Realität wird?
3) Ist es sinnvoll, den handelnden Akteuren in Sachen Regionalisierungsmittel Investitionsmittel bereits zu versprechen, obwohl diese Gelder in keiner Weise gesichert sind?
Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:
Für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erhalten die Länder gemäß § 5 Abs. 1 des Regionalisierungsgesetzes (RegG), das ein Bundesgesetz ist, derzeit Mittel von rund 7,3 Mrd. EUR jährlich. Ab dem Jahre 2015 wird der den Ländern zustehende Betrag nach dem Verfahren des Art. 106a Satz 2 des Grundgesetzes neu festgesetzt, d. h. durch ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
In Vorbereitung dieses danach erforderlichen Gesetzgebungsverfahrens haben die Länder einvernehmlich ein Gutachten in Auftrag gegeben, das den zukünftigen Bedarf für den ÖPNV ermitteln sollte. Es kam zu dem Ergebnis, dass für eine Aufrechterhaltung eines bedarfsgerechten öffentlichen Verkehrs auf Straße und Schiene, soweit die Länder diesen zu verantworten haben, ein Betrag von 8,5 Mrd. EUR jährlich erforderlich sei. Nach Vorliegen dieses Gutachtens haben sich die Länder auf eine Verteilungsquote der Regionalisierungsmittel zwischen ihnen geeinigt. Diese Eckpunkte der aus Ländersicht erforderlichen Neufestsetzung der Höhe und der Verteilung der Regionalisierungsmittel hat die Verkehrsministerkonferenz zum in der Anfrage genannten Zeitpunkt einstimmig beschlossen. Sie hat sich keineswegs auf die Finanzierung des Nahverkehrs geeinigt, weil, wie erwähnt, das entsprechende Gesetz vom Bund zu erlassen ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass es eine Diskrepanz geben kann zwischen dem, was der Bund bereit ist zu zahlen, und dem, was die Länder (hier in großer Einmütigkeit) fordern. Das wörtliche Zitat von Minister Lies gibt durch die Verwendung des Hilfsverbs "würde", das bewusst im Konjunktiv stand, diese Situation zutreffend wieder. Seine Aussage ist eindeutig so zu verstehen, dass Niedersachsen ab 2015 nach dem richtig zitierten Verteilungsschlüssel den genannten Betrag erhielte, wenn der Bund die Forderungen der Länder erfüllte.
Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Fragen namens der Landesregierung wie folgt:
Zu 1.: Auf die Vorbemerkung wird verwiesen.
Zu 2.: Minister Lies hat sich in enger Abstimmung mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ländern auf eine Initiative des Bundesrates geeinigt, die am 28. November beschlossen wurde und dem Bundestag zur Beschlussfassung zugeleitet wird (BR-Drs. 557/14). Sie gießt die in der Vorbemerkung genannten Eckpunkte in Form eines Gesetzentwurfes.
Zu 3.: Nein, dies hat Minister Lies deshalb auch nicht getan (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 19.12.14).

RechteckNRW: Reaktivierung der Bahnstrecke von Meinerzhagen bis Brügge weiter offen
Die DB hat die Vorplanungen für die Reaktivierung der Bahnstrecke von Meinerzhagen nach Lüdenscheid-Brügge abgeschlossen und informierte am 17.12.2014 beim Märkischen Kreis in Lüdenscheid den Nahverkehr Westfalen-Lippe, der auch im Märkischen Kreis für den Schienenpersonennahverkehr zuständig ist, den Landrat des Märkischen Kreises und die Bürgermeister der Anliegerkommunen Lüdenscheid, Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle über den aktuellen Sachstand, aber auch darüber, dass es bei den Investitionen für die Wiederherstellung der Infrastruktur zu Mehrkosten gegenüber den Ursprungsplanungen gekommen ist. Dies betrifft besonders die Leit- und Sicherungstechnik. Hier sind Mehrkosten von ca. 10 Millionen € aufgetreten. Es wird nun auch untersucht, ob durch Anpassungen der Infrastrukturanforderungen Kostensenkungen erreicht werden. Dabei wird ein durchgehender Verkehr von Köln über Gummersbach nach Lüdenscheid Grundlage sein.
Die DB wird bis zum Frühjahr 2015 prüfen, inwieweit durch die veränderten Rahmenbedingungen der Zeitplan für das Gesamtprojekt angepasst werden muss.
In Abstimmung mit den Anliegerkommunen wurde das weitere Vorgehen zur Verlängerung der Linie bis Lüdenscheid vereinbart. Besonders die Bahnübergänge stellen einen kritischen Teil des Reaktivierungsprojektes dar. Daher soll geprüft werden, ob Planfeststellungs-verfahren bei sämtlichen Bahnübergängen vermieden werden können.
Alle an diesem Projekt beteiligten sind sich einig, dass eine Lösung für die Finanzierung der Mehrkosten gefunden werden muss, da bereits mehrere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Gesamtstrecke geplant bzw. gebaut wurden, wie z. B. der neue Bahnhof Meinerzhagen.
Der stellvertretende Verbandsvorsteher des NWL und Landrat des Märkischen Kreises Thomas Gemke forderte die Vertreter der DB auf, spätestens im Frühjahr 2015 mit den Beteiligten den weiteren Zeitplan abzustimmen.
Da die Finanzierung des Gesamtprojektes aufgrund der Bedarfsplanung des Landes NRW zwischen DB und Land NRW vereinbart war, wird auch das Land NRW um Unterstützung gebeten. Denn bekanntlich ist das Projekt mit hoher Priorität in die Gesamtverkehrsplanung des Landes NRW eingestellt
(Pressemeldung Nahverkehr Westfalen-Lippe, 19.12.14).

RechteckSachsen-Anhalt: DB Netz möchte sich von der Wipperliese-Infrastruktur trennen
Die DB Netz hat die KBS 337 (VzG-Strecken-Nr. 6850) Klostermansfeld - Wippra, die nur noch bis zum 12.04.2015 im SPNV betrieben wird gemäß §11 AEG zur Abgabe bzw. zur Vorbereitung der Stilllegung am 18.12.2014 ausgeschrieben.
Die knapp 20 km lange Nebenbahn (Streckenklasse B2, 60 km/h) wird derzeit noch im sogenannten "Einzugbetrieb" bedient. Hier fährt derzeit noch die Kreisbahn Mansfelder Land (KML) mit ihren Triebwagen sieben bis neun Zugpaare täglich als Subunternehmen der von der NASA mit dem SPNV beauftragten DB Regio.
Durch den Wegfall der SPNV-Trasseneinnahmen in Höhe von knapp 600 000 Euro jährlich auf gegen Null sieht sich die DB Netz nicht mehr in der Lage, die Strecke mit von ihr genannten jährlichen Infrastrukturkosten von über 90 000 Euro und einem Investitionsbedarf in den nächsten vier Jahren von über 4 Millionen Euro zu betreiben. Die Strecke wird zum Kaufpreis von ca. 51 000 Euro zur Übernahme mit der Verpflichtung des ununterbrochenen Weiterbs angeboten; die Strecke wurde 1920 eröffnet und litt nach der Wende 1989 unter einem massiven Fahrgastrückgang; 2013 nutzten laut Zeitungsberichten lediglich ungefähr 115 Reisende täglich das Zugangebot. Güterverkehr besteht nicht mehr (Peter Klotz, 19.12.14).

RechteckSchleswig-Holstein: Fahrgastbeirat verleiht den ÖPNV-Preis 2014
Der Fahrgastbeirat Schleswig-Holstein verleiht den ÖPNV-Preis 2014 sowohl an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, Dr. Ulf Kämpfer, und den Stadtpräsidenten der Landeshauptstadt Kiel, Hans-Werner Tovar, als auch an den Bürgermeister der Stadt Plön, Jens Paustian, und den Bürgervorsteher der Stadt Plön, Dirk Krüger, sowie den Geschäftsführer der Brücke Schleswig-Holstein gGmbH, Wolfgang Faulbaum-Decke, für das Engagement für die Fahrradstationen am Kieler Hauptbahnhof und am Plöner Bahnhof.
"Sowohl die Stadtverwaltung und die Stadtvertretung der Landeshauptstadt Kiel als auch die Stadtverwaltung und die Stadtvertretung der Stadt Plön haben sich in vorbildlicher Weise für die Fahrradstationen an den zentralen Bahnhöfen ihrer Stadt engagiert. Die Brücke Schleswig-Holstein als Betreiber der Fahrradstation am Kieler Hauptbahnhof sorgt dafür, dass mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommende Fahrgäste am Kieler Hauptbahnhof ihr Fahrrad nicht nur sicher abstellen, sondern auch in die Wartung und in die Reparatur geben können," so Stefan Barkleit, Vorsitzender des Fahrgastbeirates Schleswig-Holstein. "Wir möchten mit der Verleihung des ÖPNV-Preises 2014 weitere Städte und Gemeinden motivieren, sich aktiv für die Errichtung von Fahrradstationen an den Bahnhöfen ihrer Stadt oder ihrer Gemeinde zu engagieren, und wir möchten weitere Vereine und Verbände motivieren, den Betrieb von Fahrradstationen an den Bahnhöfen ihrer Stadt oder ihrer Gemeinde zu übernehmen."
Sowohl die Landeshauptstadt Kiel als auch die Stadt Plön ermöglichen es Fahrgästen und Menschen, die es werden wollen, ihr Auto auf der ersten und der letzten Meile des Tages stehen zu lassen und nicht nur mit dem Bus oder zu Fuß zum Bahnhof zu kommen, sondern auch mit dem Fahrrad, dass sie geschützt und sicher am Bahnhof abstellen können. Beide Städte sorgen somit dafür, dass ihr Stadtgebiet besser durch die Bahn erschlossen wird, und fördern somit, dass immer mehr Menschen vom Verkehrsträger Auto auf die Verkehrsträger des Umweltverbundes umsteigen (Pressemeldung Fahrgastbeirat Schleswig-Holstein PRO BAHN e.V., VCD, ADFC, BUND, DGM, BSV-SH, BSK, 19.12.14).

RechteckSchleswig-Holstein: Baugrunduntersuchungen zur Festen Fehmarnbeltquerung
Im Rahmen der aktuellen Planungen zur Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung sind die Leistungen für die notwendigen Baugrunduntersuchungen entlang der möglichen Trasse an ein Ingenieurbüro vergeben worden.
Das Baugrundgutachten ist Teil der Vorplanung und untersucht die Bodenbeschaffenheiten entlang der möglichen Trasse. Insgesamt finden rund 400 Sondierungen in einem festgelegten Korridor statt. Die Bohrungen haben einen Durchmesser von zirka 35 bis 80 Millimeter und im Mittel eine Tiefe von zehn Metern.
Die betroffenen Grundstückseigentümer und sonstige Nutzungsberechtigte werden zeitnah von der beauftragen Firma über die Sondierungen und weitere Details informiert. Die ersten Arbeiten sollen Mitte Januar beginnen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.12.14).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (19.12.14).

Rechteck100 Jahre elektrische Züge - Schweizer Krokodil besucht Schweden

1915 wurde auf der Erzbahn (Malmbanan) der elektrische Betrieb zwischen Kiruna und Riksgränsen aufgenommen. Aus diesem Grunde feiert Schweden am Wochenende vom 12. bis 13. September das Jubiläum "100 Jahre Elektrische Eisenbahnen". Es werden so viele E-Loks wie möglich aus der 100-jährigen Geschichte gezeigt, darunter:
• SJ D 101
• SJ D 432
• Da SJ 820 und 888
• SJ F 701 (Skaj)
• SJ Hg oder Hg2
• SJ 828 Ma (Kalmar Veteran)
• SJ 620 Mg (Skaj)
• SJ 27
• SJ Ra 846
• SJ Ud 854
• SJ Za 267
• SJ Öd 450 (MBV)
• TGOJ Bt (GBBJ)
• LKAB Dm3 1246-1247-1248
• BJ O 214
• Rc1 1007
• Rc4 1290 (Green Cargo)
• TGOJ Ma
• X1 3019 *
• X16 960 (Smok)
• SJ Schneefräse A4 *
• SJ elrevsionsvagn Q13 5 (MBV)
• SJ elvärmefinka F2E 25.911 (MBV)
• NKlJ 41 *
• NSB EL1 2001 und / oder NSB EL11 2107 möglicherweise besuchen Sie uns aus Norwegen
• SBB Ce 6/8 III 14.305 (Krokodil)
• Z 31 * (* = nicht unter Spannung)
Das Krokodil aus der Schweiz wird von Olten über die Fährverbindung Rostock - Trelleborg nach Ängelholm transportiert werden. Von dort aus fährt sie nach Gävle aus eigener Kraft. Es besteht die Möglichkeit, Tickets für diesen Zugtransport zu erwerben:
• Sonntag 09.06: Ängelholm-Hässleholm-Nässjö
• Montag, 07.09: Nässjö-Hallsberg-Krylbo-Gävle
• Dienstag, 15.09: Gävle-Stockholm-Östergötland
• Mittwoch 16.09: Östergötland-Malmö samt Malmö-Ängelholm
Am 09.12 wird das Krokodil zwei Züge von Stockholm nach Gävle fahren, deren Zeiten bald veröffentlicht werden sollen
(WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Trafikverket, 19.12.14).

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LOK Report 01/15

LOK Report Ausgabe 01/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin
Foto Thomas Splittgerber
Am Wochenende 13.12.2014 zum 14.12.2014 wurde im Bereich Perleberger Str. eine Brücke für die zukünftige S21 eingeschwenkt (Thomas Splittgerber, 19.12.14).

RechteckBerlin
Foto Holger GrunowFoto Holger Grunow
Am Samstag, 13.12.2014, spielte der BVB Dortmund in Berlin bei Hertha BSC, dazu wurde ein Fanzug gechartert, der während des Spiels in Berlin-Grunewald abgestellt wurde. Zuglok des Fanzuges war eine Vectron der Transpetrol GmbH Internationale Eisenbahnspedition, Hamburg, X4E 875 oder auch 193 875 (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 19.12.14).

RechteckBorkum
Foto Thomas SchweresFoto Thomas Schweres
Foto Thomas SchweresFoto Thomas Schweres
Foto Thomas SchweresFoto Thomas Schweres
Beim Urlaub auf Borkum konnte ich Gleisbauarbeiten der Kleinbahn in der letzten Woche beobachten. In der Richtung Reede – Bahnhof wurde im Gleiswechselbetrieb links gefahren. Die Holzschwellen wurden durch Betonschwellen ersetzt. Die schon im letzten Winter begonnenen Arbeiten sind sehr ausführlich beschrieben und bebildert.
Wegen der besonderen Anlieferung über die Nordsee und fehlenden eigenen Baufahrzeugen, die aus Meuselwitz geliehen wurden, eine großartige Leistung für die Kleinbahn. Wahrscheinlich schon bekannt, aber für mich neu war die Schöma-Normalspur-Spielplatzlok am Restaurant Yachthafen (Thomas Schweres, 19.12.14)
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RechteckChile IV
Foto Hans-Georg LöweFoto Hans-Georg Löwe
Foto Hans-Georg LöweFoto Hans-Georg Löwe
Foto Hans-Georg LöweFoto Hans-Georg Löwe
Foto Hans-Georg LöweFoto Hans-Georg Löwe
150 km Autofahrt von Calama noch Tocopilla, eigentlich eine geringe Entfernung. Hier geht es hauptsächlich um Nitratsalze und Schwefel. Von der Förderstätte bei Maria Elena führt die Strecke über Barriles zum Hafen Tocopilla. Bis Barilles erfolgt der Transport der Erzeugnisse mit Diesellokbespannung, danach geht es elektrisch weiter. Die Streckenführung mittels zweier, bei Tocopilla gelegenen Spitzkehren ist schlichtweg genial. Abweichend von dem Meterspurnetz beträgt die Spurweite 1067 mm (Kapspur). Die Stromeinspeisung erfolgt mittes moderner Siemens-Umrichter. Auf dem Foto ist man gerade beim Aufrüsten der 603 "Berciza" (GE, Baujahr 1928). Das geschieht vermittels einer mit einem Haken versehenen Stange. Allerdings solle man das wie hier nur bei abgeschaltener Fahrleitungsspannung machen. Kurz danach begeben sich beide Züge in Richtung Tocopilla. Unsere 604 "Viviana" hat hier jetzt bergab nicht mehr viel zu leisten und umfährt die Ortslage von Tocopilla in Richtung Hafen (Hans-Georg Löwe, 19.12.14).

RechteckJüterbog
Foto Norman GottbergFoto Norman Gottberg
Am 10.12. schaute man nicht schlecht, als sich ein TGV nach Jüterbog verirrte. Hinterher erfuhr ich, daß er zu Testzwecken eine Fahrt von Leipzig Hbf nach Jüterbog und zurück machte (Norman Gottberg, 19.12.14)
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RechteckKrefeld
Foto Bernd PiplackFoto Bernd Piplack Am 14.12. standen 147 001 und 187 102 von Bombardier bei der Firma mgw-Service in Krefeld. Am 18.12. wurden die Loks wieder abgeholt und von RailAdvanture 139 558 nach Kassel überführt (Bernd Piplack, 19.12.14)
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RechteckMünchen
Foto Christian KnögelFoto Christian KnögelFoto Christian Knögel
In den letzten Tagen konnte man bei Siemens in München Allach angesichts der vielen bunten Auslieferungen von neuen Vectrons für diverse Firmen meinen, es sei schon Weihnachten. Neue Vectrons bekamen EEL (193 217/18/19), MRCE (193 863) und die Wiener Lokalbahn (1193 980) (Christian Knögel, 19.12.14).

RechteckTestfahrt
Foto Norman GottbergFoto Norman Gottberg
Foto Norman GottbergFoto Norman Gottberg
Am Montag und Mittwoch hatte ich zufällig das Glück, die 146 557 mit einer Doppelstockgarnitur in Thyrow und Trebbin zu erleben (Norman Gottberg, 19.12.14)
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Europa

RechteckFrankreich: 99 Nahverkehrsprojekte erhalten 450 Mio. Euro Unterstützung

Ségolène Royal, Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, und Alain Vidalies, Staatssekretär für Verkehr, Meer und Fischerei, stellten am 18. Dezember 2014 die Ergebnisse der Aufforderung für Projekte des öffentlichen Nahverkehrs und nachhaltiger Mobilität vor (transports collectifs et mobilité durable).
99 Projekte wurden ausgewählt
und erhalten damit staatliche Unterstützung im Wert von 450 Mio. Euro aus dem Haushalt der Agentur zur Verkehrsinfrastrukturfinanzierung (l'Agence de financement des infrastructures de transport de France, AFITF). Bei einer durchnitt-lichen Unterstützung von 16% ergibt sich eine Gesamtinvestitionsgröße von 5,2 Mrd. Euro. 15 Projekte erhalten mehr als 20% Unterstützung, 21 Projekte wurden wegen Nichtein-haltung der Spezifikationen oder technischem Versagen abgelehnt. Zur Aufnahme in die Förderung waren gewisse Voraussetzungen bezüglich der Festlegung der Finanzierung zu erfüllen.
In über 50 Projekten werden Bussysteme auf eigener Spur (Bus à haut niveau de service, BHNS) gefördert, 17 Projekte dienen dem intermodalen und nachhaltigen Transport. Weitere Projekte beinhalten Straßenbahnen, Metros und Fahrräder:
• 54 Projekte für Spurbusse;
• 15 Projekte für Straßenbahnen;
• 4 Projekte für U-Bahnen;
• 4 Projekte für Kabelbahn oder Seilbahn;
• 3 Projekte für Transport auf dem Seeweg;
• 6 Projekte für Fahrrad-Projekte;
• 13 Projekte für andere nachhaltige Mobilität
Insgesamt umfassen die Projekte 950 km Streckenlänge:
• 811 km Spurbusse oder verbesserte Buslinien;
• 81 km Straßenbahn;
• 27 km U-Bahn. (WKZ, Quelle Umweltministerium, 19.12.14).

RechteckFrankreich/Großbritannien: SNCF könnte Vorkaufsrecht für Eurostar ausüben
Wie berichtet, strebt das britische Finanzministerium den Verkauf seiner 40%-Beteiligung an Eurostar (gehalten über London and Continental Railways LCR, weitere Beteiligung 55% für die SNCF und 5% für die SNCB) an. Laut einer internen Quelle, auf die sich das französische Wirtschaftsblatt Les Échos beruft, ist die britische Regierung kurz davor, die "Shortlist" der fünf Kaufskandidaten zu enthüllen.
Einer der Kandidaten sei ein Konsortium aus dem Investitionsfonds 3i und Predica, einer Filiale von Crédit Agricole. Ebenfalls auf der Liste stehen der Staatsfonds Singapur (Government of Singapore Investment Corporation, CIG), eine chinesiche Gruppe und ein niederländischer Bahnbetreiber.
Einige dieser Kandidaten besitzen aber nicht die Gunst der SNCF, so dass diese bereit wäre, ihr Vorkaufsrecht auszuüben, wenn einer der Kandidaten mit dem Industrieprojekt Eurostar nicht kompatibel wäre.
Nach einer Schätzung eines Londoner Bankiers von Mitte Oktober hat der Kauf einen Wert von etwa 300 Mio. GBP (380 Mio. Euro). Diese würden die SNCF in einer Zeit des Abbaues der Schuldenlast von 7 Mrd. Euro belasten.
Während das Geschäft mit dem TGV immer weniger Rendite zeigt, hat sich Eurostar unabhängig von der wirtschaftlichen Krise in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Der jüngste Verkauf des französischen Staates eines Teils am Flughafen Toulouse an chinesische Investoren könnte laut Les Échos die britischen Regierung so interpretieren, chinesische Teilhaber auch für Eurostar zu gewinnen. Eine Perspektive, die die SNCF beunruhigen könnte. Das Unternehmen weigerte sich jedoch, dies zu kommentieren. (WKZ, Quelle Les Échos, 19.12.14).

RechteckFrankreich/Großbritannien: Rekord für Eurotunnel-Shuttles
In der Woche vom 08. bis 14.12.14 hat Eurotunnel 36.285 Trucks im Shuttle-Service durch den Kanaltunnel zwischen Folkestone, Kent, und Coquelles, Frankreich, in beiden Richtungen transportiert. Dies ist der höchste Wert seit der Öffnung des Tunnels im Jahr 1994 (WKZ, Quelle Eurotunnel, 19.12.14).

RechteckSchweden: Ärger über langsame Sanierung der Stambanan
Der schwedische Güterzugbetreiber Green Cargo und der Aufgabenträger Norrtåg haben die Verkehrsverwaltung Trafikverket stark kritisiert, nachdem diese angekündigt hat, die aufgrund mehrerer Entgleisungen nötige Sanierung der Stambanan zwischen Boden und Bastuträsk nicht, wie vorgesehen im Oktober 2015 abschließen zu können. Die Arbeiten könnten sich nun bis zum Zeitraum 2019/2020 hinauszögern.
Die Verkehrsverwaltung macht geltend, dass zusätzliche 1,2 Mrd. SEK für die Wartung des Schienenetzes nicht zur Verfügung stehen, da aufgrund der Regierungskrise Anfang Dezember die rot-grüne Minderheitsregierung den Entwurf des Haushalts nicht beschließen konnte.
Green Cargo und Norrtåg halten diese Begründung nicht für gegeben, da die Gelder zur Sanierung schon vor den Haushaltsberatungen bewilligt wurden. Green Cargo betont die Bedeutung der Strecke für den Güterverkehr und spricht von einem "erschreckenden Mangel an Verständnis für die Transport-Bedürfnisse, der das Vertrauen in die Planungen der Verkehrsbehörde untergrabe". Dies sei "inakzeptabel, um es milde auszudrücken", sagte Jan Kilström, Geschäftsführer von Green Cargo.
Auf der Strecke konnten bisher Züge mit 25 t Radsatzlast mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h verkehren. Inzwischen mussten die Geschwindigkeit für die Green-Cargo-Züge zwischen Långsele und der Papierfabrik in Dynäs in mehreren Schritten auf bis auf 40 km/h reduziert werden.
Der Norrtåg-Vorsitzende Thomas Hägg stellte gegenüber dem Schwedischen Rundfunk fest, dass Norrtåg zwischen Umeå und Luleå die Hälfte der Reisenden verloren habe. Erik Bergkvist, Präsident des Regionalrates von Västerbotten, geht davon aus, dass Trafikverket diese "Absurdität" korrigieren werde (WKZ, Bengt Dahlberg, Quellen Green Cargo und Schwedischer Rundfunk, 19.12.14).

RechteckSchweiz: SBB übernimmt Aktien von CKW
Die SBB übernimmt von der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) am 1. Januar 2015 40 Prozent der Aktien der Kraftwerk Wassen AG. Mit der im Jahr 1987 vertraglich vereinbarten Aktienübernahme wird das Wasserkraftwerk in eine 90-prozentige Tochtergesellschaft der SBB überführt. 10 Prozent des Aktienkapitals verbleiben beim Kanton Uri.
Ab 2015 wird die SBB Mehrheitsaktionärin eines zweiten Kraftwerks in der Reusskaskade. Die SBB übernimmt gemäss Vertrag aus dem Jahr 1987 am 1. Januar einen Aktienanteil von 40 Prozent, der heute im Besitz der aktuellen Betreiberin CKW ist. Damit hält die SBB ab 2015 90 Prozent der Aktien der Kraftwerk Wassen AG. Die Mitarbeitenden und die Betriebsführung werden von der SBB übernommen. Der Kanton Uri behält seinen bisherigen Anteil von 10 Prozent. Die SBB ist bereits Mehrheitsaktionärin der Kraftwerk Amsteg AG. An der Kraftwerk Göschenen AG, der dritten Kraftwerksgesellschaft in der Reusskaskade, ist sie mit 40 Prozent beteiligt.
Die Übernahme erlaubt der SBB, die Bahnstromproduktion in der Reusskaskade zu erhöhen. Die gesamte Bahnstromproduktion der SBB aus den drei Werken der Reusskaskade (Göschenen, Wassen, Amsteg) macht künftig knapp 50 Prozent der SBB eigenen Jahresproduktion aus. Das Kraftwerk Wassen produziert jährlich durchschnittlich 282 Gigawattstunden, was dem Verbrauch von etwa 65'000 Vierpersonenhaushalten entspricht. Mit dem zusätzlichen Bahnstrom aus dem Kraftwerk Wassen steigt der Stromanteil aus Wasserkraft (Eigen- und Fremdproduktion) bei der SBB ab 2015 um vier auf 86 Prozent. Dies ist ein weiterer Schritt für die SBB, um ab 2025 mit Bahnstrom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie unterwegs zu sein.
96 Prozent der Haushaltskunden von CKW erhalten ihren Strom auch weiterhin aus Wasserkraftwerken. Den wegfallenden Strombezug kompensiert CKW über andere Kraftwerke. Weiterhin Betriebsführerin bleibt CKW zum Beispiel im Partnerwerk Göschenen, das im Besitze von CKW, SBB und dem Kanton Uri ist. Rund 85 Prozent der Wertschöpfung des Kraftwerks Wassen wird auch weiterhin im Kanton Uri bleiben (Pressemeldung SBB, 19.12.14).

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