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LOK Report – News von Freitag, 31.10.14

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Quartalsbilanzen von
Bombardier, Vossloh und SNCF

Absatzlinie
Minister Hermann stellt Gutachten
zum Kombinierten Verkehr vor

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NWB behält Weser-Ems-Netz

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Letzte Rc3 der SJ verkauft
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI: Baden-Württemberg und Berlin treten der DEGES bei
Nach Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen sowie Hessen und zuletzt im Mai dieses Jahres Nordrhein-Westfalen sind heute auch Baden-Württemberg und Berlin als sechster und siebter Gesellschafter aus den alten Bundesländern der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) beigetreten.
Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Die erfolgreiche Arbeit der DEGES bei der Planung und dem Bau von Projekten der Verkehrsinfrastruktur stößt auf große Resonanz. Ich freue mich, dass nunmehr zwei weitere Bundesländer die Dienste der DEGES in Anspruch nehmen werden."
Als privatrechtlich organisierte Projektmanagementgesellschaft plant und baut die DEGES seit ihrer Gründung im Jahr 1991 vornehmlich Straßenbauprojekte des Bundes (Autobahnen und Bundesstraßen) sowie Landesstraßenprojekte der Ländergesellschafter. Aber auch andere Verkehrsinfrastrukturprojekte in der Baulast der Gesellschafter werden von der DEGES im Auftrag ihrer Gesellschafter bearbeitet, beispielsweise der City-Tunnel-Leipzig für den Freistaat Sachsen oder Brücken im Zuge von Bundesstraßen über Bundeswasserstraßen für den Bund.
Mit dem Beitritt von Baden-Württemberg und Berlin sind nun 12 Länder sowie der Bund Gesellschafter der DEGES. "Als Dienstleister für Verkehrsinfrastrukturprojekte öffentlicher Auftraggeber hat die DEGES seit über 20 Jahren ihre Erfahrung und Kompetenz nachgewiesen, Verkehrsinfrastrukturprojekte wirtschaftlich und nachhaltig zu realisieren", (Pressemeldung BMVI, 31.10.14).

RechteckBundestag: Ausschuss s für Verkehr und digitale Infrastruktur
Am Mitwoch (05.11.2014) findet die nächste Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur (11 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal E 600) mit der Anhörung zur Fortschreibung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DB statt.
Als Sachverständige sind geladen:
• Prof. Dr. Christian Böttger, Hochschule für Technik und Wirtschaft
• Berlin Dirk Flege, Allianz pro Schiene
• Gerald Hörster, Eisenbahn-Bundesamt
• Dr. Volker Kefer, Deutsche Bahn AG
• Prof. Dr. Ronald Pörner, Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V.
• André Wichmann, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
• Axel Zentner, Bundesrechnungshof (Pressemeldung Bundestag, 31.10.14).

RechteckEVG: Kampf um die Werke geht weiter


Mit einer beeindruckenden Aktion haben rund 300 Beschäftigte der von Schließung bedrohten Bahnwerke Eberswalde und Zwickau auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Während einer Betriebsrätekonferenz der DB Fahrzeuginstandhaltung in Berlin zogen sie in den Versammlungssaal ein.
Angeführt von mehreren in dunkles Tuch gehüllten Sensenmännern, umringt von Nebel und Blitzen, zeigten sie dem auch anwesenden Management ihre Gefühlswelt. Große Holzkreuze und ein mitgebrachter dunkler Sarg standen symbolisch für die fast 600 Arbeitsplätze, die in beiden Werken vernichtet werden sollen. In den Augen der Betroffenen zeigte sich Trauer und Wut. Die beiden Betriebsratsvorsitzenden, Ulf Boehnke und Angela Dittrich, betonten, dass es Alternativen zur Schließung gäbe. "In den letzten zehn Jahren haben wir kein Minus gemacht", unterstrich Kollegin Dittrich aus Zwickau. Auch Eberswalde könne mit den richtigen Maßnahmen erhalten werden, machte Kollege Boehnke deutlich. Der Betriebsrat werde ein Konzept für ein Kompetenz-Center Kesselwagen vorlegen.
Die gesamte Konferenz der Arbeitnehmervertreter der DB Fahrzeuginstandhaltung war von den erst kürzlich bekannt gewordenen Schließungsplänen geprägt. Mehrere Redner aus zahlreichen Werken brachten ihr Unverständnis zum Ausdruck und mahnten das Management zum Umdenken. Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats (KBR), Jens Schwarz, bezeichnete das Vorgehen der DB als falschen Weg. Er kritisierte die Verlagerung von Arbeiten ins polnische DB-Werk Rybnik. Dort würden "Leistungen billiger eingekauft", was nur über "die Lohnkosten" möglich sei. Hinzu komme das angespannte Verhältnis von DB Schenker-Rail zu DB Fahrzeuginstandhaltung. Hier müsse das Management tätig werden, verlangte der KBR-Vorsitzende. EVG-Vize Klaus-Dieter Hommel verlangte "ein Gesamtkonzept" für die Werke der DB. Es dürften nicht leichtfertig Standorte und Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt werden. Der entsprechende Vorstandsbeschluss der DB müsse deshalb zurückgenommen werden.
DB-Chef Rüdiger Grube hingegen teilte den anwesenden rund 100 Betriebsräten hingegen mit, es gebe "keine Alternative, als den Vorstandsbeschluss umzusetzen". Die Werke seien nur zu 57 Prozent ausgelastet, was wirtschaftlich nicht darstellbar sei. Allerdings stellte sich der Manager der Diskussion und sagte zu, sämtliche Ideen und Vorschläge zu prüfen. Insgesamt werde "keiner arbeitslos werden oder Existenzängste haben müssen", betonte Grube. Die Gesichter der protestierenden Bahnwerker sprachen eine andere Sprache. Die EVG und ihre Betriebsräte bleiben jedenfalls an ihrer Seite. Die Aktionen zum Erhalt der Werke gehen weiter
(Pressemeldung EVG, 31.10.14).

Industrie

RechteckAbellio: 150 neue Jobs für Servicepersonal und Lokführerausbildung
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Dirk Ballenstein, Geschäftsführer der Abellio Mitteldeutschland und Dr. Petra Bratzke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halle stellten am 30. Oktober 2014 in Halle das Konzept zur Personalgewinnung vor. Fotos Kai Michael Neuhold.
Abellio beginnt am 1. November mit dem Start der Personalsuche für den Bereich Service. Auch für die im Winter startenden Ausbildungslehrgänge zum Triebfahrzeugführer werden noch einige Bewerber gesucht.
"Wir starten jetzt mit dem Bewerbungsverfahren für das Servicepersonal, nachdem wir in den letzten Monaten bereits einen Großteil der von uns benötigten Triebfahrzeugführer gewinnen konnten", sagt Dirk Ballerstein, Geschäftsführer von Abellio Mitteldeutschland. Benötigt würden etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zugbegleitung und die entstehenden Kundencenter in Erfurt, Leipzig und Halle (Saale). Unterstützt wird Abellio bei der Auswahl der Mitarbeiter von der Arbeitsagentur Halle.
"Wir bedanken uns für das bisher entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und die damit verbundenen Herausforderungen, Menschen aus der Region in eine Zukunftsbranche zu vermitteln", freut sich Dr. Petra Bratzke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halle. "Mit unseren Mitarbeitern im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenter Halle (Saale) werden wir Abellio intensiv bei der Personalrekrutierung mit speziellen Auswahlverfahren unterstützen", so Bratzke weiter.
Ballerstein: "Kundenfreundlichkeit und Qualität werden bei uns ganz groß geschrieben. Die Kundenbetreuer und Servicecenter-Mitarbeiter sind die ersten Ansprechpartner für die Fahrgäste, also unsere Kunden. Daher müssen Bewerber vor allem eines mitbringen: Freude bei der Arbeit mit Menschen." Für diese Berufsgruppe spreche man sowohl Bewerberinnen und Bewerber mit Erfahrung im Verkehrsbereich an, aber auch branchenfremde Interessenten. "Wichtig für uns ist, dass die neuen Mitarbeiter den Dienstleistungsgedanken in sich tragen und die Qualitätsansprüche von Abellio ausfüllen", so Ballerstein. Auf diese Punkte lege man im Auswahlverfahren größten Wert. Vor der Aufnahme des Betriebs im Dezember 2015 werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassend dazu geschult. Die Arbeits- bzw. Einsatzorte der neuen Kollegen liegen entlang der von Abellio zu bedienenden Strecken in den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Abellio startet im Frühjahr mehrere Ausbildungslehrgänge für Triebfahrzeugführer. Während der zehnmonatigen Ausbildung in Erfurt und Naumburg lernen die neuen Kollegen Theorie und Praxis des Lokführerberufes kennen. Daran schließt sich die praktische Fortführung der Ausbildung im Unternehmen an. An der Seite von erfahrenen Kollegen lernen die Nachwuchslokführer alles, was für den Alltagsbetrieb wichtig ist. Am Ende steht eine anspruchsvolle Prüfung. Für diese Lehrgänge gibt es noch einige Plätze. Voraussetzungen für die Bewerbung sind eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein hohes Maß an technischem Verständnis, Bereitschaft zum Schichtdienst und die gesundheitliche Eignung.
Alle weiteren Angaben finden Interessenten unter www.abellio.de, für die Bewerbung Servicepersonal steht Ihnen die Mailadresse halle.bewerbung@arbeitsagentur.de zur Verfügung. Interessenten an der Ausbildung zum Lokführer senden ihre Bewerbung bitte an bewerbung.abrm@abellio.de (Pressemeldung Abelllio, 31.10.14).

RechteckBombardier: 20% mehr Umsatz im dritten Quartal
Bombardier hat am 30.10.14 das Finanzergebnis für das dritte Quartal zum 30. September 2014 bekannt gegeben. Der Quartalsumsatz lag bei USD 4,9 Mrd. gegenüber USD 4,1 Mrd. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ohne Wechselkurseffekte ist dies ein Anstieg um 20%.
Im dritten Quartal zum 30. September 2014 lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei USD 171 Mio. bzw. 3,5% des Umsatzes gegenüber USD 210 Mio. bzw. 5,2% im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT vor Sondereffekten belief sich auf USD 291 Mio. bzw. 5,9% des Umsatzes gegenüber USD 210 Mio. bzw. 5,2% im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Nettogewinn lag bei USD 74 Mio. bzw. einem Ergebnis je Aktie (EPS) in Höhe von USD 0,03 gegenüber USD 147 Mio. bzw. USD 0,08 im selben Zeitraum des Vorjahres. Der bereinigte Nettogewinn belief sich im dritten Quartal zum 30. September 2014 auf USD 222 Mio. bzw. ein Ergebnis je Aktie (EPS) in Höhe von USD 0,12 gegenüber USD 165 Mio. bzw. USD 0,09 im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Im Dreimonatszeitraum zum 30. September 2014 lag der eingesetzte Free Cashflow (Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich der Nettozugänge zum Anlagevermögen und den immateriellen Vermögenswerten) bei USD 368 Mio. gegenüber einem eingesetzten Free Cashflow in Höhe von USD 522 Mio. im selben Zeitraum des Vorjahres. Die kurzfristig verfügbare Eigenkapitalausstattung zum 30. September 2014 in Höhe von USD 3,3 Mrd. beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von USD 1,9 Mrd. gegenüber USD 4,8 Mrd. bzw. USD 3,4 Mrd. zum 31. Dezember 2013. Der Gesamtauftragsbestand lag zum 30. September 2014 bei USD 72,4 Mrd. gegenüber USD 69,7 Mrd. zum 31. Dezember 2013.
Der Umsatz von Bombardier Transportation lag im Dreimonatszeitraum zum 30. September 2014 bei USD 2,3 Mrd. gegenüber USD 2,1 Mrd. im selben Zeitraum des Vorjahres. Ohne Wechselkurseffekte ergibt sich somit ein Anstieg um 12%. Das EBIT lag bei USD 97 Mio. bzw. 4,2% des Umsatzes gegenüber USD 124 Mio. bzw. 6,0% im entsprechenden Vorjahresquartal. Das EBIT vor Sondereffekten belief sich auf USD 154 Mio. bzw. 6,6% des Umsatzes gegenüber USD 124 Mio. bzw. 6,0% im selben Quartal des Vorjahres. Der eingesetzte Free Cashflow lag im dritten Quartal zum 30. September 2014 bei USD 81 Mio. gegenüber einem eingesetzten Free Cashflow in Höhe von USD 5 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Auftragseingang lag bei USD 1,1 Mrd. (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz von 0,5). Damit beläuft sich der Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Jahres auf USD 10,8 Mrd. (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz von 1,6). Damit ergibt sich zum 30. September 2014 ein Auftragsbestand von USD 34,5 Mrd. gegenüber USD 32,4 Mrd. zum 31. Dezember 2013.
Zu den im dritten Quartal eingegangenen Bestellungen zählt die Ausübung einer Option für 22 zusätzliche Francilien-Zügen durch die Société Nationale des Chemins de fer Français (SNCF). Der Wert der Bestellung liegt bei rund USD 218 Mio. und ist Bestandteil des Vertrages mit der SNCF von 2006 über bis zu 372 Züge für die Region Ile-de-France. Mit dieser Bestellung wurden bisher insgesamt 194 Francilien-Züge bestellt. Bombardier Transportation hat ausserdem einen neuen Vertrag mit der New Jersey Transit Corporation (NJ TRANSIT) über die Erbringung von Betriebs- und Wartungsdiensten für das NJ TRANSIT's River Line Light Rail-System unterzeichnet. Der Vertragswert liegt bei rund USD 296 Mio. und gilt für einen Zeitraum von 15 Jahren. Der Vertrag beinhaltet die Option einer Verlängerung um weitere fünf Jahre.
Nach den im Juli 2014 bekannt gegebenen Umstrukturierungsinitiativen wurde für den Stellenabbau als Sondereffekt ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von USD 57 Mio. verbucht. Durch die Massnahmen werden sich den Erwartungen zufolge jährlich Kosteneinsparungen in Höhe von rund USD 68 Mio. ergeben (Pressemeldung Bombardier, 31.10.14).

RechteckEurogate: Tchibo lässt über Wilhelmshaven importieren
Das Handelsunternehmen Tchibo prüft ein mögliches Routing seiner Import-Container über den Tiefwasserhafen Wilhelmshaven. Derzeit laufen erste Testverladungen. Auf dem am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven angrenzenden KV-Bahnhof wurden gestern die ersten Tchibo Container vom Schiff auf die Bahn ver­laden. Der Zug hat Wilhelmshaven gestern Morgen um 9.00 Uhr verlassen und ist um 11.30 Uhr in Bremen angekommen. Von dort gehen die Waren in das Tchibo-Hochregallager, von wo aus sie an die Tchibo Verkaufsstellen in Deutschland und Europa verteilt werden. Tchibo verschifft seine Container aus Fernost nach Wilhelmshaven. Am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven werden sie direkt vom Schiff auf die Bahn gesetzt, und sind schon nach kurzer Zeit an ihrem Bestimmungsort in Bremen.
Marc-Stephan Heinsen, Director Supply Chain Management & Logistics der Tchibo GmbH sagt: "Der Logistik-Standort Wilhelmshaven ist für uns eine attrak­tive Alternative zu den etablierten Seehäfen. Für uns ist es geschäftskritisch, unsere Kunden schnell und zuverlässig mit ihren bestellten Waren zu versorgen. Von daher benötigen wir eine staufreie Transportkette. Die etablierten Seehäfen verfügen zwar über eine gute Infrastruktur, allerdings ist die Zuverlässigkeit auf­grund der bekannten Engpässe nicht mehr grundsätzlich garantiert. Daher müs­sen wir Alternativen prüfen. In Wilhelmshaven gibt es solche Infrastruktureng­pässe nicht. Im Notfall könnten unsere Container auch kurzfristig schnell per Lkw nach Bremen transportiert werden. Schließlich hat der Terminal einen direkten Autobahnanschluss."
Mikkel Andersen, Geschäftsführer des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven:"Wir freuen uns, dass Tchibo Interesse am Standort Wilhelms­haven zeigt. Wir können Container direkt vom Schiff auf die Bahn verladen, ohne Zeitverluste. Die Infrastruktur bietet hervorragende Voraussetzungen, um Zeit- und Fahrpläne einzuhalten und eine insgesamt pünktliche und zuverlässige Lieferkette zu ermöglichen." (Pressemeldung Eurogate, 31.10.14).

RechteckKapsch: LED-Anzeigetafel für Wiener Hauptbahnhof

Ende nächsten Jahres wird der kürzlich eröffnete Wiener Hauptbahnhof seinen Vollbetrieb aufnehmen. Dann werden täglich mehr als 1.100 Züge diesen neuen Verkehrsknotenpunkt anfahren und pro Tag werden sich dort 145.000 Fahrgäste tummeln. Bereits jetzt ist die von Kapsch gelieferte LED-Anzeigetafel in der Fahrgasthalle die wohl wichtigste Informationsquelle für die Besucher des Bahnhofs. Sie nutzt modernste LED-Technologie und ist 21 Meter breit und 2,1 Meter hoch. Mit über 44 m2 ist sie so groß wie eine kleine Wohnung und die größte ihrer Art in Österreich. Kapsch war als Generalunternehmer für den Aufbau und die Integration in die IT-Systeme der ÖBB zuständig.
Während Bahnfahrer auf den meisten europäischen Bahnhöfen noch via LCD-Anzeigetafeln oder Faltblatt-Anzeigen über An- und Abfahrten der Züge informiert werden, haben die ÖBB in modernste LED-Technik investiert. Die 5.248 physikalischen Pixel auf dem leicht gewölbten Display haben einen Abstand von gerade einmal vier Millimeter. Mehr als 8 Millionen LED-Chips sorgen für brillante Bildqualität und black-faced SMD Leuchtdioden für hohen Kontrast. Dank der hohen Bildauflösung ist es grundsätzlich auch möglich, Filme zu zeigen.
"Die Implementierung eines derart großen Screens war eine besondere Herausforderung für uns. Da der Raum leicht gewölbt ist und das Display nur von vorne gewartet werden kann, musste ein eigenes Gehäusedesign entwickelt werden. Zudem wird das voll digitalisierte Anzeigesystem aus unterschiedlichen Quellen gespeist, die technisch angebunden wurden", erklärt Michael Helf, Bereichsleiter ICT Facility Solutions von Kapsch BusinessCom, die Aufgabenstellung des Projektes. Kapsch hat die komplette Lösung gemeinsam mit dem Partner ACT Anzeige- & Informationstechnik im vorgesehenen Zeitraum von 14 Wochen geliefert und binnen zwei Wochen vollständig installiert. Der laufende Betrieb und die Wartung, für die Kapsch nach der erfolgreichen Inbetriebnahme ebenfalls zuständig ist, wird durch eine technische Überwachungseinrichtung unterstützt. Ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung der ÖBB waren die hohe Stabilität und Wirtschaftlichkeit des Systems, das nach einer Betriebszeit von fünf bis sechs Jahren deutlich günstiger ist als vergleichbare Lösungen.
Nach einer Bauzeit von 5 Jahren wurde der neue Wiener Hauptbahnhof mit der BahnhofCity, einem 20.000 m2 großen Einkaufszentrum, eröffnet. Im Dezember 2014 werden die ersten Fernzüge am Bahnhof halten, ab Dezember 2015 fahren Fernzüge aus allen Himmelsrichtungen zum Wiener Hauptbahnhof. Damit entsteht neue Mobilität: Schnellere Fahrzeiten, mehr Verbindungen, bequemes Umsteigen für Fern- und Nahverkehr. Täglich werden mehr als 1.100 Züge am Bahnhof halten und rund 145.000 Menschen den Bahnhof benutzen. Mit dem Wiener Hauptbahnhof rückt Wien in die Mitte Europas und erhält als Wirtschaftsstandort eine schnelle und leistungsstarke Verbindung zu den wichtigsten Auslandsmärkten. Architektonisch interessant und nur drei U-Bahn-Stationen von der City entfernt, sind die Fernzüge in Zukunft von allen U-Bahn- und S-Bahn-Stationen Wiens in weniger als 30 Minuten erreichbar
(Pressemeldung Kapsch31.10.14).

RechteckVossloh: Konzernumbau und Neuausrichtung prägen Ergebnisentwicklung
Die Vossloh AG arbeitet weiterhin intensiv an der Restrukturierung und Neuausrichtung des Konzerns. Die im Juni 2014 eingeleiteten und in den vergangenen Monaten von Vorstand, Management-Team und Mitarbeitern konsequent vorangetriebenen Maßnahmen prägten somit auch die Ergebnisentwicklung im dritten Quartal. Zudem war auch die Geschäftsentwicklung schwach. So stieg der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um lediglich 1 % auf 967,7 Mio.EUR (Vorjahr: 958,5 Mio.EUR). Das EBIT lag im selben Zeitraum mit -150,4 Mio.EUR (Vorjahr: 34,6 Mio.EUR) deutlich im negativen Bereich. Um Sondereffekte bereinigt, betrug das EBIT nach neun Monaten rund 23 Mio.EUR. Der Auftragseingang des Konzerns belief sich auf 969,8 Mio.EUR (Vorjahr: 1,14 Mrd.EUR). Mit 1,73 Mrd.EUR veränderte sich der Auftragsbestand zum 30. September 2014 im Vergleich zum hohen Wert des Vorjahresstichtags nur geringfügig.
"Mit der Umsetzung des gesamten Maßnahmenprogramms werden wir bis in das Jahr 2016 hinein befasst sein. Zunehmende Entlastungen sind ab 2016 und verstärkt ab dem Jahr 2017 zu erwarten ", sagte Dr. h.c. Hans M. Schabert, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG. "Vossloh soll mit nachhaltig erfolgreichen Strukturen in den kommenden Jahren auf neuen Kurs kommen. Dies bedeutet neben dem laufenden Restrukturierungsprogramm auch verstärkte Investitionen in zukunftsgerichtete Technologien," ergänzte Schabert. Am 3. Dezember 2014 wird der Vorstand die neue Konzernstrategie für die kommenden Jahre vorstellen und weitere Details zur Planung veröffentlichen. Bereits jetzt steht fest, dass nachhaltig positive Wertbeiträge sowie das Erwirtschaften frei verfügbarer Cashflows Kernelemente der wirtschaftlichen Zielsetzungen sind.
Rail Infrastructure: Im Geschäftsbereich Rail Infrastructure, in dem sämtliche Aktivitäten rund um Produkte und Dienstleistungen für die Schieneninfrastruktur zusammengefasst werden, gingen die Erlöse im Zeitraum von Januar bis September 2014 um 2,8 % auf 640,0 Mio.EUR zurück. Im Geschäftsfeld Fastening Systems wurde in den ersten neun Monaten 2014 ein Umsatz in Höhe von 248,5 Mio.EUR erzielt, der erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert lag. Im Vergleichszeitraum 2013 hatten besonders hohe Umsätze vor allem aus dem asiatischen Raum die Erlöse auf 291,7 Mio.EUR ansteigen lassen. Die Umsätze im Geschäftsfeld Switch Systems lagen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit 342,1 Mio.EUR um 4,2 % über dem Vorjahresniveau. Vor allem bedingt durch Verzögerungen bei einzelnen außereuropäischen Aufträgen fielen die Umsätze bei Vossloh Switch Systems insgesamt unerwartet geringer aus. Im Geschäftsfeld Rail Services erhöhten sich die Erlöse im Zeitraum von Januar bis September 2014 auf 52,9 Mio.EUR, was einer Steigerung von 31,5 % entspricht. Diese Entwicklung wurde durch die Bereiche Transport & Logistik sowie Mobile Leistungen getrieben. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres lag das EBIT des Geschäftsbereichs Rail Infrastructure vor allem aufgrund der hohen Sonderaufwendungen bei -5,7 Mio.EUR (Vorjahr: 72,8 Mio.EUR). Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EBIT in den ersten neun Monaten auf etwa 60 Mio.EUR. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs lag am 30. September 2014 bei 517,0 Mio.EUR und verringerte sich damit nur leicht gegenüber dem Vorjahreswert von 522,8 Mio.EUR.
Transportation: Im Geschäftsbereich Transportation, in dem das Schienenfahrzeug- und Fahrzeug-komponentengeschäft einschließlich entsprechender Dienstleistungen gebündelt wird, stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2014 um 9,3 % auf 327,7 Mio.EUR (Vorjahr: 299,8 Mio.EUR). Der Umsatz des Geschäftsfelds Transportation Systems erhöhte sich in diesem Zeitraum um 16,7 % auf 219,5 Mio.EUR, getragen durch die gute Geschäftsentwicklung bei Vossloh Rail Vehicles. Der spanische Standort in Valencia, an dem Lokomotiven und Nahverkehrsbahnen produziert werden, steigerte die Erlöse um 44,2 % auf 148,8 Mio.EUR. Am deutschen Lokomotiven-Standort in Kiel hingegen blieb die Geschäftsentwicklung nach einem guten Jahresauftakt im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres hinter der Planung zurück. Der Neunmonatsumsatz verringerte sich auf 70,7 Mio.EUR (Vorjahr: 84,8 Mio.EUR). Im Geschäftsfeld Electrical Systems ging der Umsatz im Zeitraum Januar bis September 2014 auf 111,2 Mio.EUR zurück (Vorjahr: 114,3 Mio.EUR). Das EBIT des Geschäftsbereichs Transportation sank in den ersten neun Monaten dieses Jahres aufgrund der Ergebnisbelastung aus dem Restrukturierungsprogramm sowie der schwachen Geschäftsentwicklung auf -118,6 Mio.EUR (Vorjahr: -22,8 Mio.EUR). Um Sondereffekte bereinigt betrug das EBIT des Geschäftsbereichs in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres etwa -27 Mio.EUR. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Transportation lag am 30. September 2014 mit 1,21 Mrd.EUR geringfügig über dem Vorjahreswert von 1,20 Mrd.EUR.
Mitarbeiter: Zum 30. September 2014 beschäftigte der Vossloh-Konzern weltweit 5.811 Mitarbeiter. Das sind 341 mehr als zum Ende des dritten Quartals 2013. In Deutschland stieg die Anzahl der Beschäftigten von 1.790 zum 30. September 2013 auf 1.880 Mitarbeiter zum Stichtag 2014. Die Anzahl der im Ausland beschäftigen Vossloh-Mitarbeiter stieg per 30. September 2014 auf 3.931 (Vorjahr: 3.680). Unverändert waren rund 68 % der Mitarbeiter des Vossloh-Konzerns außerhalb Deutschlands tätig.
Ausblick: Die Vossloh AG bestätigt die im Juni 2014 kommunizierte Prognose und geht weiterhin davon aus, dass das Konzern-EBIT im Geschäftsjahr 2014 bei -150 Mio.EUR bis -180 Mio.EUR liegen wird. Eine im Frühsommer 2014 initiierte, umfassende Bestandsaufnahme im Vossloh-Konzern hatte erhebliche Anpassungen der ursprünglichen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr erforderlich gemacht. Der Umsatz des Konzerns wird aus heutiger Sicht im laufenden Geschäftsjahr voraus¬sichtlich leicht um bis zu 3 % steigen. Damit wird das Umsatzwachstum insbesondere aufgrund der Entwicklung im Geschäftsbereich Transportation deutlich flacher ausfallen als zu Beginn des Geschäftsjahres angenommen. Vor diesem Hintergrund wird die um Sondereffekte bereinigte Entwicklung des Konzerns auch im vierten Quartal 2014 schwach ausfallen. Erste Erkenntnisse aus dem aktuell laufenden Planungsprozess für die kommenden Jahre bestätigen, dass sich das EBIT des Konzerns im Jahr 2015 gegenüber dem um Sondereffekte bereinigten EBIT des laufenden Geschäftsjahres voraussichtlich verbessern kann. Angesichts der im kommenden Jahr noch fortschreitenden Umsetzung der Restrukturierungs- und Neu-positionierungsmaßnahmen sowie verstärkter Aufwendungen für die Entwicklung zukunfts¬gerichteter Technologien wird die Verbesserung allerdings moderat ausfallen. Zunehmende Entlastungen erwartet der Konzern ab dem Jahr 2016 und verstärkt ab 2017. (Pressemeldung Vossloh, 31.10.14).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Verkehrsminister Hermann stellt Gutachten zum Kombinierten Verkehr vor
Verkehrsminister Winfried Hermann hat heute (30.10.2014) das Gutachten zur Stärkung des Kombinierten Verkehrs in Baden-Württemberg vorgestellt. Gemeinsam mit den Gutachtern von TCI Röhling Transport Consulting International informierte er über Möglichkeiten, die Umwelt zu entlasten, indem Güterverkehr teils auf der Straße, teils auf der Bahn oder mit dem Binnenschiff abgewickelt wird. "Der sogenannte kombinierte Verkehr wird stark wachsen und das ist gut so. Die Konzeption der Berater zeigt, dass Baden-Württemberg zwar vorbereitet ist, aber für weitere Zuwächse auch neue Kapazitäten schaffen muss. Wir setzen auf private Investoren. Das Land wird sie konzeptionell und finanziell unterstützen", so Minister Hermann.
Der Minister erinnerte daran, dass bereits im vergangenen Jahr eine auf die Metropolregion Stuttgart beschränkte Standortuntersuchung für den Kombinierten Verkehr vorgestellt wurde. TCI Röhling hatte nun den Auftrag erhalten, eine Untersuchung für das gesamte Land zu arbeiten.
Der Kombinierte Verkehr verzeichnete in den vergangenen Jahren enorme Zuwachsraten, insbesondere im internationalen Verkehr. Die Gutachter gehen davon aus, dass das Transportaufkommen mit Quelle oder Ziel in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2025 auf 13 Millionen Tonnen steigen wird. Dies wäre gegenüber dem Basisjahr 2010 eine Erhöhung um rd. 67 Prozent. Zusätzlich haben die Gutachter eine Gütermenge von weiteren rund 8 Millionen Tonnen ermittelt, die bei veränderten Rahmenbedingungen vom Lkw auf Bahn und Binnenschiff verlagert werden könnten.
"Wir wollen eine Verlagerung des Gütertransports weg von der Straße auf die umwelt-freundlicheren Verkehrsträger Schiene und Binnenschiff. Dazu brauchen wir eine Vernetzung von Straße, Schiene und Wasserstraße, um die Kapazitäten aller Verkehrs¬träger optimal zu nutzen", so Hermann. Er betonte, dass es ihm nicht nur um neue große Terminals in den Wirtschaftszentren des Landes gehe, sondern um ein ergänzendes Verladeangebot auch in der Fläche. Das Land könne es sich auf Dauer nicht leisten, vorhandene Kapazitäten auf der Schiene und in der Binnenschifffahrt nicht zu nutzen.
Die Gutachter kommen zum Ergebnis, dass bis zum Jahr 2025 die Umschlagskapazitäten im Land deutlich erhöht werden müssen, um die erwarteten Mengen bedienen zu können. Das Land erwartet von den Betreibern an den bestehenden Standorten, dass diese ihre derzeitigen Kapazitäten bedarfsgerecht erhöhen. Minister Hermann begrüßte ausdrücklich entsprechende Ankündigungen von Terminalbetreibern aus jüngster Zeit.
Für den Großraum Stuttgart wurde vom damaligen Gutachter Prof. Dr. Bernecker vorgeschlagen, die grundsätzlich als geeignet bewerteten Standorte Eutingen im Gäu, Plochingen und Reutlingen detailliert zu untersuchen. "Diese Standorte sind alle drei inzwischen auf einem guten Weg" sagte der Minister. In dem nunmehr von TCI vorgelegten Gesamtergebnis werden - trotz reduzierter Erwartungen zu den prognostizierten künftigen Gütermengen - diese Standortempfehlungen bestätigt. Weiter sind die Gutachter zum Ergebnis gekommen, dass auch in der Ortenau und in Ober¬schwaben der Bedarf für ein Umschlagterminal gesehen wird. Auch diese beiden zusätzlichen Gebiete sollten noch genauer untersucht werden, ob ein wirtschaftlicher Terminalbetrieb zu erwarten ist.
Zu der Vorstellung des Gesamtergebnisses für Baden-Württemberg hatte der Verkehrsminister die Oberbürgermeister und Bürgermeister der von den Gutachtern empfohlenen Standorte sowie Vertreter der Regionalverbände und der Industrie- und Handelskammern eingeladen. Er wies insbesondere darauf hin, dass für die Umsetzung der Konzeption deren aktive Unterstützung unverzichtbar ist.
Minister Hermann erwartet von der Wirtschaft eine positivere Einstellung zum Kombinierten Verkehr. "Die Industrie muss in stärkerem Maße bereit sein, die KV-Angebote für einen Transport auf Schiene und Binnenschiff tatsächlich anzunehmen. Gerade in Fragen des Gütertransports sollten Politik und Wirtschaft gemeinsame Wege gehen. Die Kommunikation untereinander sollte daher einen höheren Stellenwert erhalten", forderte der Minister. Er regte ein Forum Güterverkehr, Kombiverkehr und Logistik an, in dem grundsätzliche und standortübergreifende Probleme und Hemmnisse erörtert werden könnten (Pressemeldung BMVI, 31.10.14).

RechteckBerlin: DBV sieht Chancen zu einem neuen Betreibermodell
"Die Ausschreibung ist tot - es lebe die Ausschreibung!" So könnte das Motto zu verschiedenen Presseveröffentlichungen zur angeblich gescheiterten Ausschreibung der S-Bahn-Verkehre auf der Berliner Ringbahn lauten. Wenn tatsächlich nur ein Interessent in dem noch lange nicht abgeschlossenen Verfahren übrig geblieben ist, dann rät der DBV dazu, dass Verfahren sofort zu beenden. Denn ein Wettbewerb setzt nun mal mindestens 2 Interessenten voraus.
Wie es viel problemloser und einfacher geht, zeigen seit vielen Jahren andere Ausschreibungen. In Niedersachsen gehören die Fahrzeuge dem Aufgabenträger und werden an den jeweiligen Ausschreibungssieger "vermietet". Positiver Nebeneffekt: die Fahrzeuge sind in einem gutem Zustand, es gibt dort einen funktionierenden Wettbewerb zwischen verschiedenen Verkehrsunternehmen und der Besteller, dem die Fahrzeuge gehören, kann sie je nach Bedarf landesweit nach Aufkommen und Notwendigkeit einsetzen. Leider ist weder der Berliner Senat noch die Brandenburger Landesregierung bisher bereit, auf diese Weise auch Verantwortung für das Verkehrsangebot zu übernehmen.
Auch die strikte Geheimhaltung im gesamten Verfahrensablauf muss nach Meinung des DBV endlich ein Ende haben. Seit vielen Jahren schon fordert der DBV mehr Transparenz, Information und Diskussion über Anforderungen.
Wenn viele Millionen Euro Steuergeld pro Jahr ausgegeben werden, dann haen Parlament und Öffentlichkeit sehr wohl ein Recht auf Mitsprache und Information (Pressemeldung Oliver Krauß 30.10.2014 Mitglied des Kreistages Rhein-Sieg Mitglied des Aufsichtsrates der Nahverkehr Rheinland GmbH, 31.10.14).

RechteckNiedersachsen: Nordwestbahn behält Weser-Ems-Netz

Der bisherige Betreiber ist auch der neue Betreiber: Die in Osnabrück beheimatete NordWestBahn GmbH (NWB) wird die von ihr bislang gefahrenen Eisenbahnlinien Osnabrück - Oldenburg - Wilhelmshaven, Bremen - Delmenhorst - Vechta - Osnabrück, Esens - Sande - Wilhelmshaven und Bremen - Oldenburg - Wilhelmshaven auch künftig bedienen. Die Tochter der Veolia Verkehr GmbH Berlin, der Stadtwerke Osnabrück AG, und der Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg, setzt sich in einem europaweiten Wettbewerbsverfahren gegen starke Konkurrenz durch, erklärten die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Bremens Verkehrs-senator Joachim Lohse am Donnerstag in einer gemeinsamen Presseinformation.
Der neue Verkehrsvertrag umfasst ein jährliches Fahrtenprogramm von knapp fünf Millionen Zugkilometer, beginnt zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 und gilt für zehn Jahre, wobei sich die drei Aufgabenträger eine Verlängerungsoption von bis zu zwei Jahren gesichert haben. "Mit dem Zuschlag an die NWB wird das heute schon gute Qualitätsniveau im Weser- Ems-Netz noch einmal gesteigert. Die Fahrgäste profitieren von einem besseren Fahrplanangebot, und sie reisen künftig in modernisierten bzw. neuen Zügen", freut sich LNVG-Chef Hans- Joachim Menn, dessen Gesellschaft in dem Ausschreibungswettbewerb die Federführung hatte. Joachim Lohse, Senator für Bau, Umwelt und Verkehr in Bremen, betont: "Das ist ein wichtiger Mosaikstein in der Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs und damit des Umweltverbundes in Bremen und Umzu."
Der Fahrplan wird vor allem durch zusätzliche Fahrten zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg erweitert, insbesondere am Freitag als nachfragestärkstem Wochentag. Erstmals wird für Reisende zwischen Esens und Bremen auch am Wochenende eine Direktverbindung mit guten IC/ICE-Anschlüssen in Richtung Hannover /München und Hamburg eingerichtet. Auch die seit Mitte September neu angebotenen Direktverbindungen zwischen Bremen und Wilhelmshaven werden fortgeführt.
Komfort und Information in den Bahnen sollen sich ebenfalls fühlbar verbessern, unter anderem durch ein höheres Platzangebot, neue Sitze, geräumige Mehrzweckbereiche und Info-Bildschirme, auf denen Fahrgäste sich über ihre Anschlüsse oder etwaige Verspätungen informieren können. "Daneben werden auf den Strecken Bremen - Vechta - Osnabrück und Esens - Sande - Wilhelmshaven künftig 70 Prozent (aktuell 40 Prozent) aller Züge von Kundenbetreuern begleitet. Auf den übrigen Linien liegt die Quote bei 100 Prozent. Damit verbessern wir Service und Sicherheit für die Reisenden", unterstreicht Menn.
Der Fahrgastzuwachs zwischen Ems und Weser hat die LNVG dazu bewogen, für ihren Fahrzeugpool weitere sechs Dieseltriebzüge beim Schienenfahrzeugbauer Alstom in Salzgitter zu bestellen. Sie komplettieren die vorhandene Flotte mit dann insgesamt 43 Fahrzeugen und werden an die NWB vermietet. Dabei handelt es sich um Regionalzüge vom Typ Coradia Lint 41, die zum Teil heute schon im Weser-Ems-Netz unterwegs sind, aber bis 2016 noch einmal grundlegend modernisiert werden. Einen Komfort-Unterschied zwischen modernisierten und Neufahrzeugen, sagen die Experten des LNVG-Fahrzeugpools voraus, werden Reisende aber nicht erkennen. Bevor der Zuschlag an die Privatbahn endgültig wird, müssen die Aufgabenträger noch eine gesetzliche Frist von zehn Tagen abwarten, in der unterlegene Bieter ein Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer in Lüneburg einleiten können (Pressemeldung NWL, LNVG, Hansestadt Bremen, 31.10.14).

RechteckNRW: Weiterhin Verspätungen und Zugausfälle im Regionalverkehr der DB
d

Selbst ohne witterungsbedingte Einschränkungen durch Laub, Schnee und Eis müssen die Kunden der Deutschen Bahn weiterhin Zugausfälle und Verspätungen im Regionalverkehr hinnehmen. "Dadurch wird die Geduld der Fahrgäste nicht unerheblich strapaziert", stellt der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg, Oliver Krauß, ernüchtert fest. Dabei versichern die Verantwortlichen der DB regelmäßig, dass alles getan werde, um die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen.
Auf mehreren Bahnstrecken sorgen vor allem fehlende Schienenfahrzeuge für Schwierigkeiten: Nahezu täglich gibt es Meldungen über fehlende Wageneinheiten; bisweilen fallen einzelne Verbindungen ersatzlos aus, berichtet Krauß, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) ist. Der NVR ist Besteller der Leistungen im Schienenverkehr und somit Vertragspartner der Deutschen Bahn.
Im Kölner Dieselnetz fehlen Fahrzeuge, weil der Hersteller Alstom noch immer nicht alle bestellten Neufahrzeuge ausgeliefert hat, obwohl die neue Fahrzeugflotte bereits seit Dezember 2013 die bislang eingesetzten Fahrzeuge vom Typ Talent ersetzen sollte. Zu den Lieferschwierigkeiten des Herstellers kamen Probleme bei der Zulassung der Fahrzeuge hinzu.
Laut Krauß gibt es Beschwerden über fehlende Zugeinheiten vornehmlich von der Eifelstrecke (Köln–Euskirchen–Trier) sowie von der Voreifelbahn zwischen Bonn und Euskirchen (RB 23, ab Dezember S-Bahn-Linie S 23).
Kritik gibt es zudem regelmäßig an den bereits ausgelieferten Neufahrzeugen, insbesondere wegen der Schließzeiten an den Türen und der zu geringen Anzahl an Türen, so Krauß.
Aber auch auf elektrifizierten Regionalstrecken der DB fehlen Fahrzeuge, jüngst auf der Regionalbahnlinie RB 48 zwischen Wuppertal und Bonn, aber auch auf den Regionalexpress-linien 8 (Mönchengladbach–Koblenz) und 9 (Aachen–Siegen). Hintergrund sind Reparatur- und Wartungsarbeiten an einzelnen Fahrzeugen.
"Besser werden muss noch die Kundeninformation, wenn der Betrieb nicht reibungslos funktioniert", fordert Krauß. Dies gelte gleichermaßen für die Information an den Bahnsteigen, im Internet sowie in den Fahrzeugen. Es seien aber durchaus Fortschritte erkennbar: So werde vielfach in der Internet-Auskunft, aber auch an den Bahnsteigen auf verkürzte Züge hingewiesen (s. Foto), so dass die Kunden gegebenenfalls umdisponieren könnten (Pressemeldung Oliver Krauß 30.10.2014 Mitglied des Kreistages Rhein-Sieg Mitglied des Aufsichtsrates der Nahverkehr Rheinland GmbH, 31.10.14).

RechteckSachsen: VCD kritisiert Abbestellungen von Bahnstrecken und Erfolgsbilanzen vom Citytunnel in Leipzig
Mit Fahrplanwechsel werden mehrere Zugverbindungen und Bahnstrecken in Mitteldeutschland und Sachsen eingestellt. Das kritisiert der VCD. Unter anderem werden die nur noch am Wochenende fahrenden Züge zwischen Deutschland und Tschechien über Bärenstein komplett eingestellt. Aber auch in Sachsen-Anhalt werden auf drei Strecken keine Züge mehr fahren.
Martin Lorenz, stellvertretender Vorsitzender im Vorstand des VCD Landesverband Elbe-Saale für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sieht mit seinen Vorstandskollegen den Citytunnel in Leipzig für eine mögliche Ursache. "Die verursachten Kosten für das Prestigeprojekt Citytunnel sind mitverantwortlich das das Geld für den Schienennahverkehr in ländlichen Regionen fehlt." So der VCD Vorstandssprecher für Mitteldeutschland und Sachsen.
Die öffentlich propagierten positiven Nutzerzahlen von Fahrgästen im Citytunnel belasten die Leipziger Verkehrsbetriebe, denen überproportional Fahrgäste aus Bus und Straßenbahn in den Citytunnel (S-Bahn Mitteldeutschland) abgewandert sind. Auch die graue wenig attraktive Lackierung der S-Bahnen stört den VCD, da diese Grafittisprayer eher anlockt, als die klassische rote DB Lackierung. Zudem finden Fahrgäste mausgraue Züge als optisch unattraktiv. Unter Fahrgästen hat sich für die S-Bahn Triebwagen bereits der Spitzname "Tunnelratte" eingebürgert.
Im Zusammenhang mit den für den Leipziger Citytunnel entstandenen Baukosten, sieht der VCD Vorstand Lorenz auch die Fahrpreiserhöhungen im Mitteldeutschen Verkehrsverbund. "Ohne ein solches Prestigeprojekt, hätten Fahrpreiserhöhungen umgangen werden können und mit dem Geld wäre die Existenz von Nebenbahnen und dem SPNV im ländlichen Regionen für viele Jahre gesichert gewesen." So Lorenz.
Leider sind auch Landesverband intern Fachkompetenzen verloren gegangen, das sich der VCD Landesverband nicht für jede Bahnstrecke und Situation einsetzen kann, bedauert Lorenz. So hofft der VCD Landesverband Elbe-Saale, das sich neue Vereine und befreundete Verbände künftig verstärkt für den Erhalt von Eisenbahnstrecken und dem öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum einsetzen.
Der Landesverband selbst hat den Fokus auf den ÖPNV und SPNV in Ballungsgebieten, vorrangig Dresden/Leipzig/Erfurt gesetzt. "Unser vorübergehender Landesvorsitzender Dr. Michael Schmiedel (SPD), hat den Kurs auf spezielle Themenbereiche gerichtet und wir werden uns gezielt auf Städte und Altersmobilität konzentrieren.", sagt der stellvertretende Vorstandssprecher und VCD Landesverband Vorsitzende Martin Lorenz. So sieht der VCD auch die Bürger in der Pflicht sich gegen überteuerte Prestigeprojekte wie zum Beispiel Stuttgart 21 einzusetzen. Geld ist nur einmal da und darf nicht verschwendet werden
(Pressemeldung VCD, 31.10.14).

RechteckThüringen: Bad Salzungen wird barrierefrei umgebaut
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Am 30. Oktober 2014 haben Hans-Jürgen Hummel, Referatsleiter Schienenverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr, im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Klaus Bohl, Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen und Christine Kromke, Bahnhofsmanagerin Erfurt der DB Station&Service AG Südost, auf dem Bahnhof Bad Salzungen den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten zur Erneuerung der Station gegeben. Bad Salzungen's Bürger-Initiative "Kein Weg zum Bahnsteig IV" hatte nach langer Zeit Erfolg. - Zukünftig ermöglichen Aufzüge einen barrierefreien Zugang zu Bahnsteig 4, der zukünftig Bahnsteig 2 ist. Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de.
Am 30. Oktober 2014 haben Hans-Jürgen Hummel, Referatsleiter Schienenverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr, im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Klaus Bohl, Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen und Christine Kromke, Bahnhofsmanagerin Erfurt der DB Station&Service AG Südost, auf dem Bahnhof Bad Salzungen den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten zur Erneuerung der Station gegeben.
In den kommenden Monaten werden der Bahnsteig 3/4 erneuert und für den stufenfreien Zugang zum Bahnsteig zwei Aufzüge gebaut. Der neue Bahnsteig erhält unter anderem ein Wegeleit-, Informations- und Blindenleitsystem sowie Dynamische Schriftanzeiger (DSA). Mit den Planungen für das Bauvorhaben wurde im Jahr 2012 begonnen. Ende 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die erneuerte Station der Öffentlichkeit übergeben werden. In das Vorhaben investieren die Deutsche Bahn und der Freistaat Thüringen rund 2,3 Millionen Euro (Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 31.10.14).

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (31.10.14).

RechteckNeue Lok für die Killesberg-Parkbahn eingetroffen

Santa Maria hieß das Flaggschiff der Flotte von Christoph Kolumbus, der einst Neuland entdeckte. Santa Maria, diesen Namen trägt aber auch eine stolze Spanierin auf Schienen, nämlich die neue Dampflokomotive für die Killesbergbahn in Stuttgart. Die Lok kommt frisch aus Spanien – und wurde am 29. Oktober 2014 vor der Werkstatthalle der Parkbahn im Stuttgarter Höhenpark abgeladen. Auch sie wird Neuland entdecken, in Gestalt der gut zwei Kilometer langen Gleisanlage der romantischen Vergnügungsbahn über Höhen und Tiefen des Landschaftsparks im Stuttgarter Norden.
Beim Verein Freunde und Förderer der Killesbergbahn ist man über die Ankunft der weit gereisten Maschine überglücklich: "Das ist praktisch unser eigenes Geburtstagsgeschenk", strahlen Bernd Nusch, der Vorsitzende des Vereins, und Uwe Brodbeck, der Pressesprecher. Denn der Verein besteht seit 20 Jahren, seit 1994. Auch bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), die seit 2011 den Betrieb der Liliputbahn führt, ist man froh über den Fahrzeugzuwachs, wie Werkstattchef Thomas Moser betont: "Mit der dritten Lok entlasten wir die anderen beiden Maschinen, die sind schließlich Schwerarbeiter." Tatsächlich handelt es sich bei der windungsreichen Miniaturbahn um eine regelrechte Gebirgsbahn mit Neigungen fast bis zu sechs Prozent, somit die steilste "Eisenbahnstrecke" in Baden-Württemberg, und sie verläuft von der tiefsten Stelle des Höhenparks zu seinem höchsten natürlichen Punkt, gut 20 Meter höher. Durch den ständigen Wechsel von starker Steigung und großem Gefälle und dem bis zu 10 Tonnen schweren Zug, in dem knapp 80 Fahrgäste Platz finden, sind die Zuglokomotiven mit ihrer Leistung von etwa 22 Kilowatt stets stark gefordert. "Kein Spielzeug – echter Maschinenbau", so Thomas Moser.
Obwohl die sechs Tonnen wiegende, gut vier Meter lange Schlepptenderlok (mit Tender acht Meter) aus Spanien stammt und sich stets dort befand, gleicht sie den beiden hiesigen Lokomotiven nahezu bis zur letzten Niete, lediglich besitzt die Santa Maria einen großen Scheinwerfer aber keine Windleitbleche. Kein Wunder: Der Hersteller, Krauss-Maffei in München, und der Bauplan waren derselbe, nur dass die spanische Lok schon 1928/1929 erbaut wurde, während die beiden heutiger Stuttgarter Maschinen von 1950 stammen. Das spanische Exemplar wiederum stammt praktisch aus derselben Serie, wie sie lange vor dem Krieg gebaut wurden und 1939 zur Reichsgartenschau auch in Stuttgart erstmals zum Einsatz kamen – da war die spanische Lok aber nicht dabei. Vielmehr ging sie 1929 vom Lieferant direkt zur Iberoamerikanischen Ausstellung nach Sevilla, gemeinsam mit drei "Geschwistern" namens Nina, Pinta und Sevilla.
Ab da klingt die Geschichte der "Heiligen Maria" auf Schienen fast wie aus dem Märchen: Nur vier Jahre zog sie im Wechsel mit den drei anderen "Kolleginnen" ihre Runden auf der Ausstellungsbahn in Sevilla, dann wurde alles Material eingemottet. Erst über dreißig Jahre später erweckte ein Vergnügungspark bei Madrid einen Teil der Fahrzeuge, darunter die Santa Maria, wieder für einige Zeit zum Leben. Doch eine der Loks wurde auf Dieselantrieb umgebaut, eine landete auf einem Spielplatz, die Santa Maria unter einer Brücke. Um die Jahrtausendwende, 2001, nahm sich bei Barcelona ein spanischer Verein von Nostalgiefreunden der Santa Maria an und brachte sie erneut in Bestzustand: Nun hätte sie wieder fahren können – doch die Gleisanlage dazu, mit 381 Millimetern Spurweite eine Spezialanfertigung, für die man schon einen Gartenpark braucht, um dafür Platz zu finden, kam nicht zustande.
So entschlossen sich die spanischen Sammler kürzlich, die "heilige" Lok und ihre Gefährtinnen feilzubieten. Das wieder bekamen die "Fährtensucher" der Parkbahn Dresden mit, wo ebenfalls zwei Maschinen der ersten Serie von 1925 Dienst tun. In Sachsen hatte man zwar keinen Bedarf, doch die guten Kontakte des Stuttgarter Fördervereins zu den anderen Parkbahnen mit der so genannten Liliput-Spurweite von 15 britischen Zoll, eben 381 Millimetern, zahlten sich aus: So erfuhren die Schwaben von dem raren Angebot aus Katalonien.
Nun galt es für den Förderverein, rasch zu handeln – "so eine Chance kommt nur alle 50 Jahre", so Bernd Nusch, der eilends eine Spendenaktion ins Leben rief. In Frage kam von drei angebotenen Maschinen, die sich teils nicht vollständig zeigten, nur die Santa Maria: "Die war zu 99,9 Prozent komplett."
Doch auch der SSB bringt die dritte Maschine für den Killesberg Erleichterung: Damit müssen die beiden bisherigen Maschinen nicht mehr zwingend über den Winter saniert werden, was immer wieder aufwändige Fremdvergaben an auswärtige Spezialisten erfordert. Vielmehr gibt es nun mehr zeitlichen Spielraum, jeweils eine Lok oder Baugruppen davon in der eigenen Hauptwerkstatt der SSB in Stuttgart-Möhringen herzurichten, denn der harte Dienst sorgt für starke Abnutzung. Und sollten einmal beide Maschinen gleichzeitig kurzfristig wegen kleiner Gebrechen ausfallen, was auch schon geschah, so steht in Zukunft grundsätzlich noch ein drittes Zugpferd für den bei Klein und Groß beliebten Dampflokbetrieb in Reserve.
Wirtschaftlich gesehen fährt auch die SSB mit der Neuanschaffung gut, denn die "Spanische" lief die meiste Zeit ihrer bisherigen Existenz nicht, sie stand – und wurde somit von der Substanz her enorm geschont. Damit ist die künftige älteste Maschine auf dem Killesberg von der Laufleistung her sozusagen die Jüngste. Immerhin muss jede Lok, die auf dem Killesberg fährt, pro Jahr etwa 1100 Kilometer zurücklegen, so dass jede der beiden bisherigen Kandidatinnen seit 1950 rund 70 000 Kilometer auf der anspruchsvollen Strecke abgespult hat. Zur Freude der Lokmänner und Werkstattleute der SSB sind die Bauteile des spanischen Exemplars bis hin zu den Armaturen am Platz des Lokführers die gleichen wie bei den vorhandenen Maschinen. Dennoch werden die Besucher den Neuzugang auch künftig von den alteingesessenen "Dampfern" namens Tazzelwurm und Springerle unterscheiden können: Nicht nur der klassische Dampflokanstrich in schwarz und rot und der Namenszug Santa Maria unterscheidet den neuen, mit Schlepptender rund acht Meter langen kleinen Schienengigant von den grün-schwarzen Schwesterlokomotiven, auch die große, typisch spanische Frontlaterne über der Rauchkammer wird beibehalten. Thomas Moser: "Es bleibt eine spanische Lok!"
Mit der Ergänzung aus dem Ausland präsentiert sich die Killesbergbahn nun auch offensichtlich als das, was sie schon lange ist: ein technisches Denkmal im internationalen Rahmen. Denn Liliputbahnen auf der 381-Millimeter-Spur fahren außer in Stuttgart nicht nur in Dresden oder Leipzig, sondern auch in Wien und in England, dort sogar im regulären öffentlichen Verkehr. Generell stammt die Idee, funktionsfähige Modelle von Eisenbahnfahrzeugen zu bauen und damit durch gepflegte Grünanlagen zu dampfen, aus Großbritannien – ein sehr englischer "Spleen". Die Lokomotiven der Type, wie sie in Stuttgart und bei den anderen Bahnen vorhanden sind, wurden in Deutschland entwickelt und gebaut. Sie fuhren auf Ausstellungsbahnen in München und Dresden, Berlin und Essen, Köln und Düsseldorf, Rotterdam und Antwerpen, Cork, Toulouse und eben Sevilla.
Ihr eigentlicher Zweck, als sie 1925 für die Münchner Verkehrsausstellung entworfen wurden, war die sympathische Werbung für das Verkehrsmittel Eisenbahn und deutsche Wertarbeit, die nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg neues Vertrauen des Auslandes in die deutsche Wirtschaft bewirken sollte. Gleichsam wurden die Liliputmaschinen sozusagen globale Botschafter: Parallel zu den Maschinen für Stuttgart von 1950 baute Krauss-Maffei auch ein Exemplar für Indien. Mit der aus Spanien nach 85 Jahren zurückgekehrten, eigentlich deutschen Lok schließt sich sozusagen der Kreis.
In Stuttgart muss der Neuzugang zunächst gewisse Umbauten über sich ergehen lassen: Die bei der Killesbergbahn gebräuchlichen Scharfenbergkupplungen müssen ebenso eingebaut werden wie eine Druckluftbremse. Durch den einen Sachverständigen für Kessel und Fahrwerk wird die Lok genau untersuchen, die technische Aufsichtsbehörde muss die Lok abnehmen. Es wird angestrebt, dass die Maschine ab der Saison 2015 zum Einsatz kommt (Pressemeldung Stuttgarter Straßenbahnen AG, 31.10.14).

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LOK Report 11/14

LOK Report Ausgabe 11/14

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Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin
Foto Holger Grunow
Am Mittwoch, 29.10.2014, verirrte sich auf den Berlin/Brandenburgischen RE3 eine Garnitur des RE1 als Ersatzgarnitur nach und von Schwedt/O. Hier auf dem Bild in Berlin-Karow der RE 18353 von Schwedt/O nach Doberlug-Kirchhin, gezogen von 182 008 (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 31.10.14).

RechteckBor
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Auf der Strecke KBS 178 Svojšín (Schweißing) - Bor (Haid) wird ab 14. Dezember der Regelverkehr eingeschränkt. Züge werden auf diese Strecke nur ab Donnestag bis Sonntag verkehren. Die KBS 178 liegt im eisenbahnunfreundlichen Kreis Plzeňský kraj. Die Strecke ist beliebt bei Pendlern als Verbindungstrecke zwischen der Hauptstrecke Prag - Plzeň - Cheb (Eger) und der Strecke Domažlice(Taus) - Poběžovice(Ronsperg) - Tachov - Planá u Mariánských Lázní (Plan bei Mareinbad). Die Fotos zeigen Os 17307 in Bor und Svojšín am 29. Oktober und das Schloß Bor (Martin Kubik, 31.10.14)

RechteckLübeck
Foto Dr. Klaus BeckmannFoto Dr. Klaus Beckmann
Foto Dr. Klaus BeckmannFoto Dr. Klaus Beckmann
Foto Dr. Klaus BeckmannFoto Dr. Klaus Beckmann
Am langen Wochenende des Tages der Deutschen Einheit lohnte Lübeck einen Besuch. Die in der Hansestadt museal erhaltene V200 007 kehrte am Abend des 4. Oktober von einer Sonderfahrt aus Feldberg (Mecklenburg) heim. Am nächsten Morgen machte der ICE-Triebzug 605 006 in seiner markanten und noch singulären DSB-Farbgebung als ICE 38 Kopenhagen - Hamburg in Lübeck Station. Während 402 009 als ICE 784 aus Nürnberg zu den planmäßigen Raritäten im Fernverkehr zählt, bedienen die Triebzüge der Reihe 648 in dichtem Takt die nicht elektrifizierten Strecken nach Büchen - Lüneburg und Kiel, und Doppelstockwendezüge mit 112-Bespannung pendeln zwischen Hamburg und Travemünde. Nur die konstruktiv von der DDR-Reichsbahn stammenden Elloks erinnern noch an die deutsche Zweistaatlichkeit, die sich vor 25 Jahren hier noch im Betriebsalltag eines Grenzbahnhofs abgebildet hatte. (Dr. Klaus Beckmann, 31.10.14).

RechteckSaison-Ende am Schafberg
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Nach einem plötzlichen Wintereinbruch am 22. Oktober ging die Schafberbahn vorfristig für die Saison 2014 in "Winterschlaf". Letzter voller Betriebstag war der 21.10. Danach werden noch einige Tage Dienstzüge zur Einwinterung und zur Räumung des Gipfelhotels geführt. In der Adventzeit wird die Bahn für einige Wochenenden bis zur Ausweiche Dorneralm geführt. Gleichzeitig wird der VTz 21 für den Abtransport zum neuen Eigentümer vorbereitet - noch benötigte Ersatzteile werden entnommen. (Gunter Mackinger, 31.10.14).

RechteckSLB nach Ostermiething - noch 6 Wochen bis zum Start
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Noch rund 6 Wochen bis zur geplanten Eröffnung am 12. Dezember 2014. Die Gleisanlage ist Ende Oktober weitgehend fertig gestellt - dzt. wird die Fahrleitung montiert (Gunter Mackinger, 31.10.14).

RechteckParis
Foto Sascha JansenFoto Sascha Jansen
Foto Sascha JansenFoto Sascha Jansen Foto Sascha JansenFoto Sascha Jansen
Die BB 22341 und die Garnitur 3305 des TGV Eurostar wurden am Wochenende in Paris Gare du Nord fotografiert. Der Z 6100 in Paris Montparnasse soll durchden Z 50000 "BOA" ersetzt werden. Die BOA ist mittlerweile in großer Anzahl in den Bahnhöfen Gare du Nord, Gare de l'Est und St. Lazare zu sehen. Die "Danseuse" 808594 mit Regionalzug in Paris Montparnasse und 17065 in Paris Gare de l'Est (Sascha Jansen, 31.10.14).

RechteckWesterwaldbahn
Foto Rainer HartmannFoto Rainer Hartmann
Foto Rainer HartmannFoto Rainer Hartmann
Bei einem Besuch der Westerwaldbahn am 27.10. war ein abwechselungsreicher Betrieb zu beobachten: Auf der Strecke von Au/Sieg über Altenkirchen nach Selters fuhr der Zug zur Firma Schütz noch mit der geliehenen 215 086 der Rheinischen Eisenbahn GmbH Linz/Rhein. Er hatte wieder eine sehr gute Auslastung, bei der Rückfahrt hingen 18 Wagen an der Lok. Auf der Hinfahrt wurden zusätzlich drei Rungenwagen mit Rundstahl für die Firma Axtone in Neitersen befördert.
Auf der Stammstrecke Scheuerfeld - Bindweide hatte die per 24.10.14 frisch hauptuntersuchte WeBa Stammlok 07 einen ihrer ersten Einsätze und beförderte die mittägliche Übergabe zwischen Bindweide und Weitefeld. Für die Rückfahrt nach Scheuerfeld erfolgte in Bindweide ein Loktausch mit dem Westerwald-Krokodil, den beiden 1956 und 1957 gebauten Jung-Lokomotiven. Die zweite moderne WeBa Stammlok 5 stand an diesem Tag noch aufgebockt in der Werkstatt (Rainer Hartmann, 31.10.14).

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Tanago

Europa

RechteckFrankreich: Ministerrat stärkt Beteiligung der SGP an Verkehrsprojekten
Der Staatssekretär für Verkehr, Meer und Fischerei hat am 29.10.2014 auf der Ministerratskonferenz den Gesetzentwurf zur Ratifizierung der Verordnung Nr 2014-690 vom 26. Juni 2014 über die Beteiligung der "Société du Grand Paris" (SGP) bei einigen Infrastrukturprojekten in der Ile-de-France vorgelegt. Diese zusätzlichen Befugnisse erlauben der SGP:
• Finanzierung von Projekten zur Gründung, Erweiterung, Verbesserung oder Modernisierung der Infrastruktur der Metro und des RER in Zusammenhang mit dem Bau neuer Metro-Linien für den Grand Paris Express;
• Übertragung der Bauherrntätigkeit vom Verkehrsverbund Syndicat des Transports d'Ile-de-France (STIF) für den Bau neuer Metro-Linien für den Grand Paris Express;
Die SGP beteiligt sich schon an der Finanzierung von Ausbauprojekten im Netzwerk, wie beispielsweise der Verlängerung der RER E im Westen, die Verlängerung der Metro-Linie 11 nach Osten oder der Verbesserung der RER. (WKZ, Quelle Ministerratskonferenz, 31.10.14).

RechteckFrankreich: SNCF wächst im 3. Quartal vor allem international
In ihrer letzten Vierteljahresbilanz vor der Umstruktuierung für das dritte Quartal 2014 zeigt die SNCF ein deutliches Wachstum von +3,4% und ein starkes internationales Wachstum, das fast 25% des Konzernumsatzes (ohne SNCF Infra) entspricht. Das Volumen der Streckensanierung stieg um 13,8 %.
Der Gesamtumsatz der SNCF-Gruppe (ohne SNCF Infra) in den ersten neun Monaten stieg auf 20,25 Mrd. Euro (+1,3 %). Ohne den Streik im Juni 2014 hätte sich der Umsatz um +2,4% erhöht. Unter den Filialen erzielte SNCF Proximités +3,4 %, getragen von Keolis (+8,6%), deren Aktivität im Ausland stark zunahm (+19%). Der anderen Sparten verhielten sich wie folgt: SNCF Voyages -1,5 %, Gares & Connexions +7,2% und SNCF Logistics +0,8%. SNCF Infra erreichte einen Umsatz von 3,9 Mrd. Euro (+4,2 %). Der negative Verlauf für SNCF Voyages beruht auf der Erhöhung der Mehrwertssteuer (TVA). Bei SNCF Logistics kompensierte eine Erhöhung der Aktivitäten internationaler Transportketten den Rückgang in Frankreich. (WKZ, Quelle SNCF, 31.10.14).

RechteckItalien: Ab Montag fahren wieder alle Züge der Vinschgerbahn
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Fotos GK.
Mit Montag, 3. November 2014, nimmt die Vinschgerbahn wieder ihren regulären Betrieb auf. "Nach Abschluss der Reparatur- und Kontrollarbeiten sind die Züge jetzt startklar und es kann der gewohnte Zugfahrplan in vollem Umfang und ohne Schienenersatzbusse wieder aufgenommen werden", unterstreicht Mobilitätslandesrat Florian Mussner.
Im vergangenen Sommer hatte sich herausgestellt, dass an mehreren Zuggarnituren der Vinschgerbahn außerordentliche Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Ankoppelung der Fahrgasträume erforderlich waren. Die Zuggarnituren wurden unverzüglich aus dem Betrieb genommen. Um die öffentlichen Verkehrsanbindungen sicherzustellen, wurden Ersatzbusse eingesetzt, zuletzt verkehrten die Busse anstelle des Regional-Expresszuges im Zweistundentakt zwischen Mals und Meran.
Die Reparaturarbeiten und vor allem die anschließenden Sicherheitsüberprüfungen der gesamten technischen Dokumentation hatten geraume Zeit in Anspruch genommen. "Wir sind uns dessen bewusst, dass durch das Fehlen der Züge gerade in der Tourismussaison Unannehmlichkeiten entstanden sind, daher möchte ich mich bei den Fahrgästen für ihr Verständnis und für ihre Geduld bedanken", so Mussner.
Seit der Inbetriebnahme der Vinschgerbahn im Mai 2005 hat jede Zuggarnitur mittlerweile etwa eine Million Kilometer auf der Schiene abgewickelt. "Entsprechend notwendig und entsprechend aufwändig sind die Wartungsarbeiten", so Landesrat Mussner. Aus technischen Gründen und auch im Hinblick auf die notwendige Erhöhung der Fahrgastkapazität sei die Elektrifizierung der Vinschgerbahn in den kommenden Jahren ein prioritäres Ziel in der Mobilitätspolitik des Landes.
Am kommenden Montag werden also wieder alle Fahrten gemäß Zugfahrplan mit den Garnituren der Vinschgerbahn abgewickelt, das bedeutet: Fahrten im Stundentakt sowie zusätzliche Regional-Express-Verbindungen alle zwei Stunden. Dabei wird darauf geachtet, dass zu den Hauptverkehrszeiten nach Möglichkeit Züge in Doppelkomposition eingesetzt werden können (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen/Südtirol, 31.10.14).

RechteckItalien: FS-Vorsitzender Elia übernimmt Privatisierungsaufgaben von Messori
Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen hat am 30.10.14 im Einvernehmen mit dem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr dem Vositzenden der FS Italiane, Michele Mario Elia, die Befugnisse zur Optimierung zwischeninstitutieller Beziehungen innerhalb der FS-Gruppe und zur Entwicklung einer Privatisierungsstrategie übertragen. Diese hatte im Mai 2014 der Präsident des Verwaltungsrats, Marcello Messori, erhalten, der diesen Aufgabenbereich aber niedergelegt hat.
In diesem Zusammenhang ist das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, als Aktionär, in Abstimmung mit anderen einschlägigen Behörden, beauftragt worden, die Durchführung des Verfahrens zur Verbesserung der zwischeninstitutiellen Beziehungen innerhalb der FS-Gruppe und und einer Privatisierungsstrategie durchzuführen. Um diesen Prozess zu beschleunigen wird im Ministerium eine spezielle Arbeitsgruppe installiert (WKZ, Quelle Trenitalia, 31.10.14).

RechteckItalien: Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Bari in der Planung
Italien wird der EU-Kommission, der Europäischen Investmentbank (EIB) und den EU-Mitgliedsstaaten einen Plan mit über tausend Investitionsprojekten vorlegen, die in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden sollen.
Die Projekte betreffen die Energieeffizienz, Unterstützung für Klein- und Mittelunternehmen, den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den süditalienischen Städten Neapel und Bari, Breitband-Internet und die Modernisierung des Straßennetzes. Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan will die Liste mit Projekte im Wert von 10 Mrd. Euro im Dezember beim Treffen mit den EU-Finanz- und Wirtschaftsministern absprechen (WKZ, GK, Quelle Stol.it, 31.10.14).

RechteckSchweden: Letzte Rc3 der SJ verkauft
SJ besitzt keine Lokomotiven vom Typ Rc3 mehr. Die letzten 12 Lokomotiven (1027, 1047, 1049, 1050, 1051, 1053, 1055, 1056, 1057, 1058, 1065 und 1067) wurden einem Bericht des schwedischen Blogs "I huvudet på en lokförare" an die Leasing-Firma Beacon Rail zu einem nicht genannten Preis verkauft und werden nun von RushRail verwaltet und gewartet. Als Hector Rail 13 ähnliche Lokomotiven erwarb, betrug der Kaufpreis 61 Mio. SEK, etwa 4,7 Mio. SEK pro Lokomotive.
Wie berichtet, hatte SJ Anfang Februar 2014 insgesamt 25 Rc3-Lokomotiven zum Verkauf angeboten. Der Verkauf sollte in zwei Stufen erfolgen, die ersten 13 Lokomotiven gingen im April an hector Rail. Die RC3-Lokomotiven wurden von ASEA in den frühen 1970er Jahren hergestellt und befinden sich im kommerziellen Betrieb.
RushRail verwendet in der aktuellen Situation zwei Rc3 für Container-Züge zwischen Göteborg und Sundsvall. Diese Lokomotiven verkehren auch mit dem Julapendeln zwischen Göteborg und Falköping.
Die kürzlich abgeschlossene Geschäft eröffnet nun eine Reihe von Spekulationen. Werden die Lokomotiven gefahren, vermietet oder verkauft werden? Werden RushRail und die mit 30 Prozent beteiligte Kapitalgesellschaft Bure Equity jetzt getrennte Wege gehen? Die Beziehungen zwischen RushRail und Bure gelten seit der Rekonstruktion des EVUs als frostig. Bure stellt die sieben Traxx-Lokomotiven, die RushRail derzeit für den Trätågsupplägg verwendet (WKZ, Bengt Dahlberg, 31.10.14).

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