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LOK Report – News von Dienstag, 03.05.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

600 Ingenieure zur
Modernisierung der Infrastruktur

Absatzlinie
Verbände unzufrieden mit
dem Bundesverkehrswegeplan

Absatzlinie
Inbetriebnahme des Gotthard-
Basistunnels gilt als sicher

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Thomas Szymanowski

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Modernisierungsprogramm für die Infrastruktur
Die Deutsche Bahn (DB) investiert bis 2019 insgesamt 35 Milliarden Euro, um Brücken, Bahnhöfe, Gleise und Tunnel zu modernisieren bzw. neu zu bauen. Durch das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm in der Bahngeschichte sowie das Unternehmensprogramm "Zukunft Bahn" ist der Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren hoch. Deshalb stellt die DB allein dieses Jahr rund 600 weitere Ingenieure ein. Besonders gefragt sind berufserfahrene Bau- und Elektroingenieure. Die freien Stellen sind auf alle Bundesländer verteilt, die Top-5 sind Baden-Württemberg (rund 130 Vakanzen), Hessen (100), Bayern (80), Nordrhein-Westfalen (65) und Sachsen (40). Mit insgesamt rund 10.000 angestellten Ingenieuren ist die DB eines der größten "Ingenieurbüros" Deutschlands.
Allein in diesem Jahr fließen rund 5,5 Milliarden Euro in das bestehende Schienennetz. Konkret werden rund 3.200 Kilometer Schienen, 2.000 Weichen, 2,9 Millionen Eisenbahnschwellen, etwa 4 Millionen Tonnen Schotter sowie rund 150 Brücken instandgehalten und erneuert. Zusätzlich wird in den Aus- und Neubau weiter investiert, hierzu bereitet der Bund mit dem Bundesverkehrswegeplan gerade die Grundlage für die Investitionsstrategie bis 2030. Und auch für die laufenden Großprojekte wie das Projekt Stuttgart-Ulm oder die Ausbaustrecke München-Lindau werden Ingenieure gesucht.
Für die berufliche Weiterentwicklung ihrer Ingenieure hat die DB 2013 ein konzerneigenes Technikinstitut innerhalb von DB Training gegründet: das DB Institute of Technology (DB IoT). Es bietet Weiterbildungsangebote im Systemverbund Bahn sowie fachspezifische Qualifizierungen, aber auch Module zur Definition technischer Anforderungen oder zu erfolgreichen Kommunikationsstrategien für Bahningenieure.
"Zukunft Bahn" ist Kernstück des größten Konzernumbaus der DB seit der Bahnreform 1994. Das mehrjährige Unternehmensprogramm steht für mehr Qualität in allen Geschäftsbereichen und im Systemverbund Schiene. Dazu werden in den kommenden Jahren für die Kunden zahlreiche Verbesserungen im Service und in der Qualität umgesetzt.
Weitere Infos und freie Stellen unter: www.deutschebahn.com/ingenieure
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.05.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Pro Bahn vom Entwurf des Bundesverkehrswegeplans enttäuscht
In einer Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP 2030) zeigt sich der Fahrgastverband PRO BAHN Bayern über die Pläne des Bundesverkehrsministeriums enttäuscht. "In dem Entwurf der Bundesregierung wird für den Schienenverkehr ein erheblich stärkerer Zuwachs als für den Straßenverkehr vorhergesagt, trotzdem soll das meiste Geld in Straßenprojekte fließen", fasst Matthias Wiegner, Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN Bayern zusammen.
Dass Strecken, die vorrangig von Nahverkehrszügen befahren werden, deshalb im BVWP 2013 keine Berücksichtigung finden, ist für den Fahrgastverband ein Skandal. Als Eigentümer trage der Bund die Verantwortung für alle Bahnstrecken und darf sich nicht davon abhängig machen, wo das Unternehmen Deutsche Bahn Fernverkehr für rentabel hält. "Und dass es in einem Hochtechnologieland wie Deutschland dem zuständigen Minister nicht peinlich ist, wenn auch weiterhin viele hochbelastete Bahnlinien eingleisig bleiben, ist verwunderlich", so PRO BAHN.
PRO BAHN fordert zudem eine weit über die bisherigen Pläne hinausgehende Elektrifizierungsoffensive für das Schienennetz. "Die Bundesregierung wird nicht müde, Elektromobilität zu fordern, vergisst dabei aber, die im Bahnverkehr bereits erprobte und bewährte Technologie flächendeckend auszubauen," ärgern sich die Fahrgastvertreter. Stattdessen werden Steuergelder für Kaufprämien für Elektroautos ausgegeben.
Angesichts der Prognosen zum Verkehrszuwachs im Raum München sieht PRO BAHN die Pläne zum Bahnknotenausbau als unterdimensioniert an und hält die einseitige Konzentration von Bund und Freistaat auf einen zweiten S-Bahn-Tunnel für einen schweren Fehler, der die Verkehrsprobleme rund um München immer unlösbarer macht (Pressemeldung Pro Bahn Bayern, 03.05.16).

RechteckBayern: S4-Ausbau in Bundesverkehrswegeplan aufnehmen!
Die Bürgerinitiative S4-Ausbau jetzt hat die Aufnahme des viergleisigen Ausbaus Pasing - Buchenau in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) gefordert. "Auf dieser überlasteten Strecke sind S-Bahn, Regional- und Fernverkehr parallel unterwegs und kommen sich ins Gehege" so Andreas Barth, Mitglied des Sprecherkreises der BI.
Während anderswo kleine Ortsumfahrungen mit nur lokaler Bedeutung im BVWP stehen, wurde diese Strecke mit internationalen Zügen abgelehnt. "Aufgrund der gesetzlichen Festlegung, dass alles ab 50 Kilometer Fernverkehr ist und den vielen Zügen von und ins Allgäu können wir die negative Haltung des Bundesverkehrsministeriums nicht nachvollziehen" betont Andreas Barth (Pressemeldung Pro Bahn Bayern, 03.05.16).

RechteckBrandenburg: Notfallübung der Feuerwehr, DRK und ODEG

Realitätsnahe Notfallübung am Bahnhof Nauen: Rettungskräfte der Feuerwehr Havelland bei der Evakuierung des scheinbar brennenden ODEG-Zuges. Foto ODEG.
Die ODEG - Ostdeutsche Eisenbahn GmbH führte am Samstagvormittag, 30.04.16 gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband Havelland, dem DRK und der DB Netz AG am Bahnhof Nauen eine Notfallübung durch. Die Übung mit fast einhundert Beteiligten simulierte einen Brand zwischen zwei Waggons des KISS mit starker Rauchentwicklung. Das für die Übung zur Verfügung gestellte Fahrzeug der ODEG vom Typ KISS verkehrt auch regulär auf der Linie RE2 zwischen Berlin und Wismar über Nauen.
Nachdem der Triebfahrzeugführer der ODEG, um 8.34 Uhr den Notruf an den Fahrdienstleiter bei der DB Netz aussendete, musste alles sehr schnell gehen. Die Gleise rund um das Fahrzeug wurden vollständig gesperrt. Allerdings dienten für das Manöver die Abstellgleise, um den normalen Fernverkehr nicht zu behindern. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, des DRK und der ODEG wurden nach ihrer Ankunft am Ereignisort mit 26 Schein-Verletzten, welche im Sinne einer "realistischen Unfalldarstellung" mit u.a. Kunstblut geschminkt wurden und spezielle Rollen zu spielen hatten, als Wageninsassen konfrontiert. Die Evakuierung des scheinbar brennenden Fahrzeuges war bis 10.10 Uhr erfolgt und die Fahrgäste wurden durch die DRK-Rettungskräfte versorgt. Allerdings "starb" ein Herzinfarktpatient neben dem Gleis. Um 10.35 Uhr wurden die "Übungs-Gleise" wieder vollständig freigegeben.
Notfallübungen werden jährlich von der ODEG durchgeführt, um mögliche Fehlerquellen bei Unfällen zu ermitteln und beheben zu können, und im Sinne eines realen Notfallereignisses bestmöglich vorbereitet zu sein.
"Ziel dieser Übungen ist es, allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, bei einem realitätsnahen Szenario die organisations-übergreifende aber auch interne Zusammenarbeit zu trainieren. Für die ODEG spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Die regelmäßig groß angelegten Einsatzübungen geben uns wichtige Hinweise zum Optimierungsbedarf für unsere Trainings, um sämtliche Abläufe zu überprüfen und alle Gewerke richtig ineinander greifen zu lassen", erklärt Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der ODEG (Pressemeldung ODEG, 03.05.16).

RechteckHessen: Fehlerhaftes Online-Informationssystem erschwert Beteiligung am BVWP
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Hessen e.V. ist verärgert über das Projektinformationssystem PRINS, das eigentlich die Öffentlichkeitsbeteiligung ermöglichen soll.
VCD-Landesvorsitzender Mathias Biemann: "Die Idee einer anklickbaren Karte ist erst einmal lobenswert. Sie hilft aber wenig, wenn die hinterlegten Informationen unvollständig oder fehlerhaft sind." So umfasse beim beim Schienen-Großprojekt Knoten Frankfurt das sogenannte Dossier nur eine einzige Seite mit unvollständiger Maßnahmenbeschreibung, bei der der Text mitten im Wort aufhört (siehe Screenshot anbei).
Auch beim wichtigen Bahn-Korridor Mittelrhein Köln – Frankfurt – Mannheim enthält PRINS Fehler: Wer auf den Korridor Frankfurt-Mannheim (Projekt 2-004-V04, Zielnetz I) klickt, landet bei der Güterverkehrs-strecke von Mainz-Bischofsheim nach Troisdorf. Nur wer die Projektnummer manuell ins Suchfeld eingibt, findet das Gesuchte. "Wenn selbst Fachverbände wie wir Probleme bekommen, uns zu informieren, wie soll das dann ein einfacher Bürger tun?", fragt Biemann.
Der VCD Hessen wundert sich zudem, wie selbst bei Großprojekten die Kosten auf 0,1 Mio. Euro genau beziffert werden können, wenn bei vielen Projekten noch nicht einmal eine Trassenplanung vorliegt. "Die Verantwortlichen müssen diese Werte aus einer Glaskugel abgelesen haben. Eine seriöse Planung geht anders", kommentiert Biemann. (Pressemeldung VCD Hessen, 03.05.16).

RechteckHessen: Konsequent an Verkehrswende vorbeigeplant
Am Montag, 2. Mai endet die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Hessen e.V. fasst seine offizielle Stellungnahme ans Bundesverkehrsministerium und die Auswirkungen auf Hessen zusammen:
Mathias Biemann, VCD-Landesvorsitzender: "Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans wurde offenbar in einer Parallelwelt erstellt, in der das Abkommen von Paris, die eigenen Klimaschutzziele der Bundesregierung und veränderte Konsum- und Arbeitsgewohnheiten wie regionale Wirtschaftskreisläufe, Share Economy, der Fahrrad-Boom und Home Office nicht existieren." Im Hinblick auf die großen vier Verkehrsprobleme – Überlastung, Emissionen, Lärm und Flächenverbrauch – sei dieser Plan keine Lösung, sondern Teil des Problems.
Der Verkehr ist in Deutschland der einzige von sieben Sektoren, in dem trotz aller Ankündigungen die CO2-Emissionen seit 1990 nicht gesunken, sondern sogar gestiegen sind (Klimaschutzbericht der Bundesregierung 2015, S. 21). Die Verkehrsverlagerung vom Auto zur Bahn wird im Plan zwar immer wieder als Ziel genannt, schlägt sich aber nicht in der Mittelvergabe nieder: 55 Prozent wandern in den Straßenbau, nur 40 Prozent stehen für die Schiene zur Verfügung. "Obwohl allen bewusst ist, dass der Schalter dringend umgelegt werden muss, setzt Herr Dobrindt die Betonpolitik seiner Vorgänger unbeirrt fort. Verkehrswachstum wird als gottgegeben oder sogar wünschenswert hingenommen und die Spirale der Belastungen damit immer weitergedreht. Das Wort Verkehrsvermeidung taucht auf 200 Seiten kein einziges Mal auf", kritisiertBiemann. Der Bundesverkehrswegeplan gebe sein eigenes Versagen sogar zu (S. 23): "Die Vorhaben des BVWP induzieren teilweise jedoch auch zusätzlichen Verkehr oder erlauben höhere Reisegeschwindigkeiten, die wiederum mit zusätzlichen Emissionen verbunden sind."
"Die Bunderegierung konterkariert ihre eigenen Beschlüsse, die sie im Dezember 2014 im 'Aktionsprogramm Klimaschutz 2020' gefasst hat", so der VCD-Vorsitzende. Das Aktionsprogramm propagiert u.a. die Verlagerung vom Individualverkehr zum öffentlichen Verkehr, die Stärkung des Schienengüterverkehrs, des Radverkehrs und von regionalen Wirtschaftskreisläufen als Ziele (Klimaschutzbericht der Bundesregierung 2015, S. 52-54). "Diese Ziele sind im BVWP entweder drastisch unterfinanziert oder überhaupt nicht berücksichtigt." Auch beim Flächenverbrauch verfehle der Plan mit knapp 3 Hektar/Tag das selbstgesteckte Ziel von max. 2 Hektar/Tag deutlich (Pressemeldung VCD Hessen, 03.05.16).

RechteckHessen: Bahnknoten Frankfurt unterfinanziert
Der Knoten Frankfurt ist für den mitteleuropäischen Personen- und Güterverkehr von herausragender Bedeutung. Ein drittel aller Fernverkehrs-Verspätungen des deutschen Netzes entstehen hier. Für den VCD ist eine vollumfängliche Realisierung der Maßnahmen von höchster Priorität, um Pünktlichkeit, Betriebsqualität und Kapazität zu erhöhen. Die ebenfalls dringend notwendigen Projekte Nordmainische S-Bahn, Ausbau der S6 Frankfurt–Friedberg und Regionaltangente West dürften nicht zu Lasten der Knoten- Kernmaßnahmen gehen, sondern müssten mit zusätzlichem Geld – auch vom Bund – unterfüttert werden.
"Der so wichtige Bahnknoten Frankfurt bleibt auch mit dem neuen Plan chronisch unterfinanziert. Gleichzeitig sitzt beim Thema Straße das Geld offenbar locker", so Biemann. Allein in Hessen sieht der Bundesverkehrswegeplan 60 Ortsumgehungen für insgesamt über 1,5 Milliarden Euro vor. Auf dem Papier rechneten sich diese nur, weil fragwürdige Kriterien wie minimale Fahrzeitgewinne schon ab 1-2 Minuten ein hohes Gewicht bei der Nutzenberechnung genössen.
Die einseitige Begünstigung der Straße gegenüber der Schiene zeigt sich laut VCD auch an einem anderen Punkt. So dienten 25 Prozent der aufgenommenen Straßenbauprojekte nicht direkt dem überregionalen Verkehr, beispielsweise kleinräumige Ortsumgehungen, die aber wegen ihres Status als Bundesstraße in den BVWP aufgenommen wurden. Beim Schienenverkehr seien solche kleinräumig bedeutenden Maßnahmen dagegen strikt aussortiert worden. Generell müsse die Unterscheidung in Fern- und Nahverkehr einem Realitäts-Check unterzogen werden: "Eine zwei Kilometer lange Bundesstraße zwischen zwei Dörfern kann nach BVWP-Logik mit Bundesmitteln für den Fernverkehr finanziert werden; die 20 Kilometer lange nordmainische S-Bahnstrecke von Hanau nach Frankfurt, die eine bedeutende Fernverkehrsstrecke entlastet, gilt
Das BVWP-Verfahren kranke an einem weiteren Fehler: Jedes Projekt wird nur für sich geprüft, Wechselwirkungen werden nicht berücksichtigt. "Ein attraktiver, bezahlbarer, pünktlicher ÖPNV, die Ausweitung der LKW-Maut auf Bundesstraßen, der Bau von Radschnellwegen – all diese Faktoren haben einen Einfluss auf die Belastung von Straßen, werden im Verkehrswegeplan aber ignoriert." Aussagen zur Verlagerung des Personenfernverkehrs von der Straße auf die Schiene fänden sich in keinem Einzelprojekt, sondern würden ganz hinten unter 'Weitere Analysen' versteckt, mit vernichtendem Ergebnis: 'Vor dem Hintergrund der gesamten Verkehrsleistung des MIV [Motorisierten Individualverkehrs] in Deutschland von rd. 9.000 Mio. Personenkilometern pro Jahr sind die berechneten Verlagerungen als eher unbedeutend einzustufen.' (S. 71) Der VCDLandesvorsitzende Biemann kommentiert: ,,Deutlicher geht es nicht. Der Bundesverkehrswegeplan stellt sein eigenes Scheitern fest. Wenn der BVWP so umgesetzt wird, findet eine Verkehrsverlagerung nicht statt." (Pressemeldung VCD Hessen, 03.05.16).

RechteckNRW: Bürgerbefragung zum VRR-Nahverkehrsplan 2016
Um das Nahverkehrsangebot im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) langfristig weiterzuentwickeln und einen Rahmen für aktuelle und zukünftige Nahverkehrsplanungen zu schaffen, schreibt der VRR derzeit seinen Nahverkehrsplan (NVP) fort. Der NVP 2016 behandelt sämtliche Aufgaben, die sich aus der Aufgabenträgerschaft für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und die Koordinierungsfunktion für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ergeben.
Im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, vom 2. bis 31. Mai 2016 unter www.vrr.de/buergerbeteiligung Hinweise und Anregungen zu den Themen des NVP 2016 zu geben.
Der NVP dient dem Verbund als fachliche Grundlage, um gemeinsam mit den kommunalen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen Nahverkehrslösungen für den VRR-Raum zu entwickeln. Mit dem Online-Beteiligungsprojekt ruft der VRR zusätzlich die Bürgerinnen und Bürger auf, sich zum NVP 2016 oder zu einzelnen Themen zu äußern und Hinweise und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Diese werden ausgewertet, mit den kommunalen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen diskutiert und fließen gegebenenfalls in den NVP 2016 mit ein. "Durch ihre Anregungen leisten unsere Kunden einen wichtigen Beitrag, um den Nahverkehr in der Region bedarfsgerecht weiterzuentwickeln", erklärt Martin Husmann, Vorstandssprecher des VRR.
Der VRR ist Aufgabenträger für den SPNV und damit verantwortlich für die Planung, Ausgestaltung und Finanzierung der Regionalexpress-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Zudem koordiniert er das Gesamtsystem ÖPNV – bestehend aus dem SPNV und dem lokalem ÖPNV (Busse, U-, Stadt- und Straßenbahnen sowie die Schwebebahn) und den individuellen Zubringern (P+R und B+R sowie Car- und BikeSharing etc.). Zur Sicherung und Verbesserung des ÖPNV und des öffentlichen Verkehrsinteresses erstellt der VRR einen NVP, der die öffentlichen Verkehrsinteressen des Nahverkehrs konkretisiert. Der NVP 2016 ist ein Planungsinstrument für den ÖPNV im VRR, mit dem unter Berücksichtigung der verkehrlichen, demographischen und rechtlichen Rahmenbedingungen und prognostizierten Entwicklungen ein tragfähiger und finanziell realistischer SPNV gestaltet wird. Die bestehenden verkehrlichen Verflechtungen im Verbundgebiet werden berücksichtigt und die kommunalen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen in den Aufstellungsprozess des NVP 2016 einbezogen. (Pressemeldung VRR, 03.05.16).

RechteckSachsen: Ausbauprojekt Knappenrode–Horka
Die Bauarbeiten im Streckenabschnitt zwischen Lohsa und Niesky laufen auf Hochtouren. Rund 18 Kilometer von insgesamt 35 Kilometern Gleise wurden bereits zurückgebaut. Dabei setzt die Bahn auf eine umweltschonende Logistik: Die Rückbaumaterialien werden von der "wandernden" Baustelle anstatt per LKW überwiegend mit Bauzügen zur Schotteraufbereitungsanlage nach Niesky transportiert. Rund 8.000 LKW-Fahrten konnten so bereits eingespart werden. Die Anlage siebt die Materialien und bereitet sie so auf, dass ein Großteil wieder auf der Baustelle eingesetzt werden kann. Der Rücktransport der wiederverwertbaren Baustoffe, beispielsweise Grundschotter, Splitt, Material für Tragschichten, zur Baustelle erfolgt wiederum auf dem Schienenweg.
"Wir freuen uns, dass durch unser umweltfreundliches Rückbaukonzept per Schiene Anwohner, Umwelt und die Straßen der Region von großen Belastungen durch LKW-Verkehr verschont bleiben", freut sich Ulrich Mölke, Projektleiter der Deutschen Bahn für den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Knappenrode–Horka–Grenze D/P.
Rund 120.000 Tonnen Materialien wurden bisher in Niesky aufbereitet und anschließend wieder per Schiene zur Baustelle transportiert.
Auch wenn sich der Baulärm an der Strecke nicht ganz vermeiden lässt, so setzt die DB durch eine Vielzahl an Maßnahmen alles daran, die Auswirkungen für die Anwohner zu minimieren. So werden beispielsweise stationäre Lärmschutzwände möglichst frühzeitig im Bauprozess errichtet und, wo immer möglich, lärmarme Bauverfahren, beispielsweise das Hydropressverfahren, verwendet. Hierbei werden die Spundbohlen für Baugruben nicht lärmintensiv in den Boden eingeschlagen, sondern gepresst.
Sollte es trotz aller Bemühungen zu vereinzelten Lärmstörungen kommen, wurde für die Anwohner unter anderem eine spezielle "Kummernummer Lärm" geschaltet (Tel. 0221/29 19 77 90). Auch gibt es vor der Bauüberwachungsanlage in Klitten eine Info-Box zum Projekt mit Briefkasten.
Die Rückbaumaßnahmen im Streckenabschnitt zwischen Lohsa und Niesky werden voraussichtlich Anfang Juni abgeschlossen sein. Noch im Mai werden die alten Eisenbahnbrücken aus Stahl in Lohsa (an der Kartbahn), Lohsa (kleine Spree), in Uhyst (große Spreebrücke) und in Mücka (Schwarzer Schöps) ausgebaut. Anschließend geht es ab Juni 2016 mit den Gründungen für den Neubau der Brücken weiter. Parallel beginnen die Tiefbaumaßnahmen. 2017 stehen dann der Gleisoberbau, die Lärmschutzwände und der Straßenbau im Mittelpunkt der Bauarbeiten.
Weitere Informationen zu diesem und anderen Bauprojekten der Deutschen Bahn finden Sie im BauInfoPortal unter www.deutschebahn.com/bauprojekte oder in der DB Netze App, ganz einfach im App Store oder Google Play Store kostenlos herunterzuladen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.05.16).

RechteckSachsen-Anhalt: Größerer Sanierungsbedarf beim Umbau Halle (Saale)
Zuverlässiger und pünktlicher sollen Personen- und Güterzüge trotz der laufenden Bauarbeiten durch den 150 Jahre alten Bahnknoten Halle rollen. Dafür setzt die DB jetzt ein ganzes Paket von Maßnahmen um.
Dazu gehört, die Zahl der baubedingten Eingriffe in den Zugverkehr zu verringern. Denn der Baubetrieb beeinflusst maßgeblich die Qualität im Zugverkehr. Unter anderem zusätzliche Weichenverbindungen in Richtung Süden und Westen sowie ein zusätzlicher Behelfsbahnsteig werden während der gesamten Bauzeit die Qualität des Zugverkehrs erhöhen.
Außerdem hat sich während der Bauarbeiten in der Ostseite des Hauptbahnhofs Halle ergeben, dass wesentlich mehr und komplizierter umgebaut werden muss als vorgesehen. Die Brücken über dem Personentunnel  und der Tunnel selbst können entgegen der bisherigen Planungen nicht erhalten werden. Somit ist eine komplette Erneuerung der Tragwerke auf der Ostseite bei gleichzeitiger Erhaltung des denkmalgeschützten Hallendaches erforderlich.
Um den wesentlich größeren Arbeitsumfang und einen qualitätsgerechten Zugverkehr miteinander zu koordinieren, wird der Bauablauf jetzt zeitlich gestreckt, einzelne Maßnahmen werden also später umgesetzt als ursprünglich geplant. Allerdings betrifft dies nicht all jene Bauarbeiten, die notwendig sind für die Eröffnung des schnellen ICE-Verkehrs zwischen Berlin und München mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke durch den Thüringer Wald im Dezember 2017.
Das neue Konzept sieht vor, die Ostseite des Hauptbahnhofs Halle (Saale) einschließlich der Durchbindung der Schnellfahrstrecke Nürnberg-Berlin (VDE 8) bis Ende 2017 fertig zu stellen. Die Fertigstellung der Westseite des Hauptbahnhofs Halle (Saale) ist jetzt für Ende 2019 vorgesehen. Ohne die jetzt notwendigen Mehrleistungen wären die Arbeiten bereits im kommenden Jahr auf die Westseite verlagert worden. Die zusätzlich erforderlichen Investitionen werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt.
Hintergrund: Der Bahnknoten Halle (Saale) wird seit 2014 komplett umgebaut. Derzeit sind die Westumfahrung und Südanbindung der Zugbildungsanlage, sowie die Ostseite des Hauptbahnhofes ein großes Baufeld. Kompliziert ist die bauzeitliche Sicherung und Erhaltung des Hallendaches, insbesondere unter den Auswirkungen der erweiterten Bauaufgabe – der Erneuerung aller Tragwerke auf der Ostseite des halleschen Hauptbahnhofes. Auf etwa 12,5 Kilometer Länge laufen die Bauarbeiten an den Bahnanlagen. Über 500 Bauleute sind täglich im Einsatz.
Der Bahnknoten erhält elektronische Stellwerkstechnik. 50 Kilometer Gleis, 200 Weichen und neun Brücken werden neu gebaut. Die Bahnsteige im Bahnhof werden erneuert. Dadurch ist bis 2017 der komfortable Anschluss an die Aus- und Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Halle/Leipzig-Berlin (VDE8) möglich. Mit dem Umbau kann die Geschwindigkeit von 40 km/h auf bis zu 160 km/h angehoben werden. Durch den Bau einer modernen Zugbildungsanlage entsteht ein modernes Güterverkehrskreuz mit angeschlossenem Instandhaltungswerk.
Ein DB-Infopunkt im Hauptbahnhof, Ernst-Kamieth-Straße 6, geöffnet von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr, begleitet das Bauvorhaben mit multimedialen Darstellungen. Weitere Zahlen und Fakten sind auf der Seite www.vde8.de u. a. in einer Broschüre abrufbar, für bewegte Bilder auf dem YouToube-Kanal vde8. Wer Live dabei sein möchte, nutzt die Webcams. Für den Bahnknoten Halle sind sie in zwei Blickrichtungen installiert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.05.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckElbtal

Am Sonntag konnte ein Dampfsonderzug des Sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz-Hilbersdorf bei der Fahrt durch das frühlingshafte Elbtal bei dem Weg von Dresdennach Bad Schandau in Königstein gesichtet werden. Nach dem Richtungswechselwurde die Sonderfahrt nach Sebnitz über zahlreiche Brücken und durch siebenTunnel entlang des Flusses Sebnitz fortgesetzt. Hier erfolgte die Zweite Sichtung bei der Tunnelausfahrt inUlbersdorf (Heinz Seyferth, 02.05.16).

RechteckZittauer Gebirge


Am Wochenende waren im Zittauer Gebirge 99 758 mit dem Reichsbahnzug im Gebirgspendel und 99 787 zwischen Zittau und Kurort Oybin unterwegs. André Hohlfeld konnte beide Züge im Bild festhalten (Sylvio Seibt, 02.05.16).

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Tanago

Mit der Kamera notiert

RechteckBad Harzburg

Im Bad Harzburger Güterbahnhof hielten ER 20-014 und eine Schwestermaschine am ersten Maitag 2016 Feiertagsruhe, bevor am Folgetag die Beladung ihres aus Schüttgutwagen der Gattung Facnps bestehenden Zuges anstehen wird. Die Aufnahmen fertigte Helmut Bollmann an (Sebastian Bollmann, 02.05.16).

RechteckHennigsdorf

Am 30.04.2016 stand am DB Werk Erfurt die Voith 232 105-9 (92 80 0232 105-9 D-VTLT), die die letzten Monate in Klostermansfeld verbracht hat. Ebenso war die abgestellte DB 146 025 zu sehen (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 02.05.16).

RechteckHennigsdorf

Letzte Woche lief der erste Hamburger Mehrsystem S-Bahnzug, ohne Inneneinrichtung, auf dem Bombardier Testgleis Velten (Mark) - Hennigsdorf bei Berlin zur Probe (Thomas Splittgerber, 02.05.16).

RechteckRVT der Vogtlandbahn für Österreich

Fünf RVT (Regiosprinter BR 654) der Vogtlandbahn erleben dieses Jahr einen zweiten Frühling. Die in den 90er Jahren noch bei Düwag gebauten Triebwagen leisteten 20 Jahre treue Dienste bei der Vogtlandbahn und waren auch leihweise im Ruhrgebiet unterwegs. Mit der Beschaffung der neuen Triebwagen der BR 650 hatte die VBG nun einige dieser Fahrzeuge, die auch über eine BO Strab Zulassung verfügen, übrig. Zunächst wurden einige Fahrzeuge bei der Oberpfalzbahn im Schülerverkehr eingesetzt. Die Wachaubahn hat fünf dieser Triebwagen erworben. Für die Österreichische Ausflugsbahn wurden die Fahrzeuge innen redesignt und erhielten zusätlich drei kleine Klimaanlagen für die Kühlung der Fahrgasträume.
Auch das Äußere wurde neu gestaltet. Die Fahrzeuge erhielten eine goldene Farbgebung. Ich konnte die beiden RVT´s 654 031 und 038 am 29.04. bei der Abnahmefahrt in Neumark fotografieren. Die ersten drei Fahrzeuge wurden bereits Anfang April nach Österreich überführt, diese beiden folgen am 06.05. (Thomas Szymanowski, 02.05.16).

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LOK Report 05/16

LOK Report Ausgabe 5/16

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Europa

RechteckÖsterreich: Verkehrsminister Klug übergibt 2.500sten EU-Lokführerschein
Die Zahl der EU-Lokführerscheine in Österreich wächst stark an. Die 2.500ste Fahrerlaubnis händigte Verkehrsminister Gerald Klug persönlich an den Neunkirchner Christopher Pux aus. „Mit der EU-weit gültigen Fahrerlaubnis sorgen unsere Lokführerinnen und Lokführer für eine sichere Fahrt bei uns in Österreich und im Rest von Europa“, sagt Verkehrsminister Klug.
„Lokführer ist mein Traumberuf. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Mit der EU-Fahrerlaubnis kann ich nun in Österreich, aber auch in der Slowakei und in Polen eingesetzt werden“, freut sich Triebfahrzeugführer Christopher Pux, der für die ÖBB arbeitet. Mit Stützpunkt am Wiener Hauptbahnhof bringt der Lokführer vor allem im Nahverkehr rund um Wien die Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer sicher an ihr Ziel, zum Beispiel nach Wiener Neustadt, Payerbach oder Marchegg. Seine Aufgabe führt ihn aber auch nach Bratislava oder Breslau.
Auch auf der Schiene gelten EU-weite Regeln für die Führerscheinausbildung. Seit 2012 gibt es eine einheitliche Grundausbildung für Lokführer in allen Staaten der Europäischen Union. Damit wird nicht nur sichergestellt, dass alle Lokführer die gleichen Qualifikationen erfüllen, sondern auch der grenzüberschreitende Bahnverkehr wesentlich vereinfacht.
„Im Vergleich zu 2014 hat sich der Umfang der Kartenanträge im Jahr 2015 fast verdreifacht“, sagt Ulrich Puz, Geschäftsführer der SCHIG mbH, die die Prüfung und Ausstellung der Fahrerlaubnis durchführt. Dieser Trend wird sich noch fortsetzen, da die Lokführerinnen und Lokführer, die am europäischen TEN-Netz, also den großen Bahnkorridoren unterwegs sind, den neuen EU-Lokführerschein spätestens bis zum 1. November 2018 vorweisen müssen (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 03.05.16).

RechteckSchweiz: BLS und JETBOAT gehen eine strategische Partnerschaft ein
Die BLS AG übernimmt eine Minderheitsbeteiligung an der JETBOAT Interlaken AG. Mit der Zusammenarbeit nutzen die beiden Partner Synergien. Gleichzeitig eröffnet die Partnerschaft Möglichkeiten für neue Freizeitangebote. Schon diesen Sommer wird eine Kombi-Tour aus klassischer Schifffahrt und Jetboot für Gruppen lanciert. Die BLS und JETBOAT gehen eine strategische Partnerschaft ein.
Die BLS AG übernimmt eine Minderheits­beteiligung an der JETBOAT Interlaken AG. Am 28. April 2016 haben die beiden Unternehmen den Kaufvertrag unterzeichnet. Im Hinblick auf die Vertragsunterzeichnung wurde JETBOAT von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Als Vertreter der BLS wird Claude Merlach, Leiter BLS Schifffahrt, im Verwaltungsrat von JETBOAT Einsitz nehmen.
Mit der strategischen Partnerschaft festigen die beiden Partner ihre heute noch lose Zusammenarbeit. «Die im Mittelland breit verankerte BLS AG mit ihren professionellen Marketing- und Vertriebsstrukturen und die kleine, agile JETBOAT Interlaken AG ergänzen sich ideal», betont Claude Merlach. Als junges Start-up-Unternehmen hat JETBOAT 2014 auf dem Brienzersee die ersten Jetboot-Angebote in der Schweiz lanciert und sich erfolgreich im Raum Interlaken etabliert. Mitte März hat JETBOAT ein zweites Boot in Betrieb genommen. «Durch die Zusammenarbeit mit der BLS können wir unsere Position im wachsenden Freizeitmarkt Berner Oberland stärken», sagt JETBOAT-Geschäftsführer Simon Hirter.
Für die BLS und JETBOAT eröffnen sich durch die enge Zusammenarbeit Entwicklungspotenziale und Synergien in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Betrieb. So werden die beiden Unternehmen künftig beispielsweise gemeinsam mit Tour-Operators im In- und Ausland zusammenarbeiten und ihre bestehenden und neuen Freizeitangebote gemeinsam vermarkten. Bereits diesen Sommer sind einzigartige Kombi-Touren für Gruppen buchbar, bei denen die Passagiere im Rahmen einer klassischen Schifffahrt kleine Rundfahrten auf dem Jetboot unternehmen können. (Pressemeldung BLS, 03.05.16).

RechteckSchweiz: Petition "Doppelspur am rechten Seeufer"
Die Petition des Vereins ProBus Meilen für zwei Doppelspurbauten auf der Bahnlinie am rechten Zürichseeufer ist von 4698 Personen unterzeichnet worden. Anlässlich der öffentlichen Überreichung betonten die Gemeindepräsidenten von Meilen und Stäfa, die Ausbauforderungen seien willkommen und entsprächen der verkehrspolitischen Stossrichtung der Seegemeinden für eine höhere Kapazität, verbesserte Pünktlichkeit und einen durchgehenden Viertelstundentakt.
Die gesammelten Unterschriften wurden am 27. April 2016 im Gemeindehaus von Meilen Behördenmitgliedern von Meilen, Uetikon, Männedorf, Stäfa und Hombrechtikon überreicht. Die Präsidentin von ProBus Meilen, Verena Hofmänner Schärer, hob bei der Zeremonie die Vorteile hervor, die mit den Doppelspurbauten zwischen Herrliberg-Feldmeilen und Meilen sowie zwischen Uetikon und Männedorf verbunden wären. Die Linie S 16 könnte über die heutige Endstation Herrliberg-Feldmeilen hinaus bis Feldbach weitergezogen werden. Dies würde den oberen Seegemeinden den Viertelstundentakt sowie umsteigefreie Verbindungen zu den unteren Seegemeinden und zum Flughafen bescheren. Die Doppelspur von Herrliberg-Feldmeilen nach Meilen soll an Stelle des umstrittenen unwirtschaftlichen Wendegleises in Feldmeilen treten. Mit diesem Konzept müsste kein einziger zusätzlicher Zug durch das heikle Nadelöhr Bahnhof Stadelhofen geschleust werden.
Die Gemeindepräsidenten von Meilen und Stäfa, Dr. Christoph Hiller und Christian Haltner, dankten in ihren Reden den Initianten der Doppelspur-Petition für ihr Engagement. Der Meilener Hiller betonte, die Petition renne offene Türen ein und unterstütze die Gemeinderäte am See in ihrer Politik. Angestrebt werden eine höhere Kapazität, verbesserte Pünktlichkeit und ein durchgehender Viertelstundentakt. Angesichts der grossen Beiträge an den Finanzausgleich zeigte er sich einzig hinsichtlich einer Vorfinanzierung zurückhaltend. Der Ausbau der rechtsufrigen Bahnlinie sei dringend, und er kenne als Pendler die überfüllten Züge mit Stehplätzen und Verspätungen insbesondere in der Morgenspitze seit Jahren bestens. Die Gemeinderäte des Bezirks Meilen würden sich weiterhin und durch die Petition zusätzlich legitimiert bei SBB und ZVV dafür stark machen, dass der geforderte Ausbau möglichst rasch erfolge (Pressemeldung ProBus Meilen, 03.05.16).

RechteckSchweiz: Tätigkeitsbericht 2015 der Neat-Aufsichtsdelegation
Die Neat-Aufsichtsdelegation der eidgenössischen Räte (NAD) hat ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015 zuhanden der Finanz-, Geschäftsprüfungs- und Verkehrskommissionen verabschiedet. Der Bericht wird im Parlament im Rahmen des Geschäfts 16.005 behandelt.
Die NAD beurteilt den Projektverlauf der Neat sowie die Entwicklung der Kosten- und Terminprognosen in ihrem neusten Tätigkeitsbericht insgesamt positiv (16.005). Die prognostizierten Kosten für die Neat sind per Ende 2015 das dritte Mal in Folge gesunken. Die reinen Projektkosten werden derzeit auf 17,9 Milliarden Franken veranschlagt, 300 Millionen weniger als im 2014 und 785 Millionen weniger als im 2012. Auch die Kostenschätzung inkl. Teuerung, Bauzinsen und Mehrwertsteuer fällt mit 23 Milliarden Franken rund 500 Millionen Franken geringer als bisher prognostiziert aus. Weitere Informationen zu den Kosten und Finanzen sind aus der Kurzfassung des Neat-Standberichts des BAV für das Jahr 2015 ersichtlich.
Die Arbeiten am Gotthard-Basistunnel sind weit fortgeschritten und auf Kurs. Am 1. Juni 2016 übergibt die Erstellergesellschaft AlpTransit Gotthard AG (ATG) den längsten Eisenbahntunnel der Welt an die Betreiberin SBB. Für die NAD ist es wichtig, dass ein funktionstüchtiges und sicheres Bauwerks übergeben wird. In der Berichtsperiode verfolgte sie den Abschluss des Einbaus der Bahntechnik sowie den im Herbst 2015 gestarteten Testbetrieb deshalb mit grosser Aufmerksamkeit. Während des Testbetriebs wurden die technischen Systeme, die Betriebsprozesse und das Zusammenspiel aller Anlagen getestet. Bei einigen Anlagen wurden Funktionsmängel erkannt und Korrekturmassnahmen eingeleitet. Die NAD erwartet, dass diese zeitgerecht umgesetzt werden.
Die fahrplanmässige Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels per 11. Dezember 2016 kann als gesichert gelten. Die Herausforderung bis dahin besteht darin, dass alle erforderlichen Nachweise zur Funktionalität, Sicherheit und Qualität des Bauwerks zeitgerecht erbracht werden. Allfällige Verspätungen bei der Umsetzung von Restarbeiten können die SBB auch nach dem 11. Dezember 2016 mit betrieblichen Massnahmen auffangen, ohne dass dadurch das Fahrplanangebot gefährdet wird. Alle Sicherungsanlagen auf den Stammlinien der SBB nördlich und südlich des Gotthard-Basistunnels, die für dessen rechtzeitige Inbetriebnahme zwingend notwendig sind, wurden in der zweiten Jahreshälfte 2015 produktiv. Nach der Umstellung der Signalisation auf ETCS Level 2, dem Zugsbeeinflussungssystem ohne Aussensignale, nahmen die Verspätungen vorübergehend markant zu. Unterdessen konnten sowohl fahrzeug- als auch infrastrukturseitig wesentliche Verbesserungen erzielt werden. Kinderkrankheiten sollen bis Ende 2016 weitgehend beseitigt werden.
Mitte 2015 musste die Prognose für die fahrplanmässige Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels auf Dezember 2020 verschoben werden. Die Verschiebung um ein Jahr ist auf das lange Beschwerdeverfahren gegen die Vergabe der beiden Bahntechnikhauptlose des Ceneri zurückzuführen, an deren Ende das Bundesgericht die beiden Vergabeentscheide der ATG bestätigte. Verzögerungen, die beim Ausbau des Tunnels entstanden sind, konnten mittels Beschleunigungsmassnahmen aufgefangen werden. Die Gefahr einer zusätzlichen Verschiebung des Inbetriebnahmetermins ergab sich im 2015 wegen einer Einsprache gegen das Bahntechnikgebäude und die Antennenanlage bei Camorino am Nordportal des Basistunnels. Das Plangenehmigungsverfahren musste infolge eines Bundesgerichtsurteils nochmals durchgeführt werden. Auf Anregung der NAD und unter Vermittlung des Kantons Tessin fanden Gespräche statt, die Anfang 2016 zu einer einvernehmlichen Lösung führten.
Ende Januar 2016 waren beide Tunnelröhren des Ceneri ausgebrochen. Bis Ende 2016 soll der Innenausbau abgeschlossen sein. Beim anschliessenden Einbau der bahntechnischen Anlagen (ab Oktober 2017) und bei der Vorbereitung der Inbetriebnahme bestehen weiterhin zahlreiche Herausforderungen. Die NAD wird diese Arbeiten eng begleiten und insbesondere darauf achten, dass die beim Gotthard gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen beim Ceneri miteinfliessen.
Ende 2014 hatte die NAD dem BAV empfohlen, ein internetbasiertes Neat-Onlineportal für die interessierte Öffentlichkeit und ein Fachpublikum zu schaffen, das leichten Zugang zur Geschichte, den politischen Rahmenbedingungen, dem Bau sowie gesellschaftlichen Aspekten des Projekts ermöglicht. Das Bundesarchiv wurde mit der Umsetzung betraut und wird das Portal im Mai 2016 rechtzeitig zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels der Öffentlichkeit vorstellen. Es wird anschliessend erweitert und über 10 Jahre betrieben. Die NAD begrüsst die zeitgemässe Umsetzung der Idee durch das Bundesarchiv. Sie ist überzeugt, dass das von ihr initiierte Onlineportal für die heutige und für kommende Generationen den Sinn und Zweck der Neat nachvollziehbar und eindrücklich dokumentiert und so einen wichtigen Beitrag liefert, die historische Bedeutung des Jahrhundertbauwerks bewusst zu machen ​(Pressemeldung Parlament, 03.05.16).

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