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LOK Report – News von Mittwoch, 23.04.14

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Foto Jürgen Recknagel

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FS-Chef Mauro Moretti wird
CEO von Finmeccanica

Absatzlinie
Alstom baut 380 Stellen ab

Absatzlinie

Untersuchungsbericht
zur Entgleisung Huddinge

Absatzlinie
Neuausschreibung zur
Bahntechnik am Ceneri

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Foto links: Jürgen Recknagel

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckVDV: Kleine Filme erklären (((eTicket Deutschland
Was ist überhaupt ein eTicket? Wie sicher ist es? Und was bedeutet eigentlich Interoperabilität? Zu diesen und weiteren Fragen hat der VDV eTicket Service sieben Filme von jeweils rund ein bis zwei Minuten Länge produzieren lassen.
In verständlicher Sprache geben diese Filme prägnante Antworten. Ziel der Filme ist es, Interessierten ohne technisches Vorwissen einen guten Einblick zum Thema (((eTicket Deutschland zu geben. „Uns ist bewusst, dass die Technik beim eTicket manchmal als kompliziert empfunden wird“, erläutert Nils Zeino-Mahmalat, Geschäftsführer beim VDV eTicket Service.
Während Soft- und Hardware-Entwickler sowie Technik-Experten tiefer in den Standard „VDV-Kernapplikation“ einsteigen müssen, will der VDV eTicket Service allen anderen ein solides Basiswissen vermitteln. „Mit den Filmen wollen wir einen guten ersten Einblick anbieten“, erklärt Zeino-Mahmalat den konzeptionellen Ansatz. Die Filme sind frei zugänglich über das Internet auf der Website von (((eTicket Deutschland: www.eticket-deutschland.de/filme zu finden.
Die Filme wurden in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzcenter Elektronisches Fahrgeldmanagement (KCEFM) des Landes Nordrhein-Westfalen produziert. „Für die finanzielle Unterstützung sind wir sehr dankbar“, freut sich Zeino-Mahmalat. „Als Gemeinschaftsunternehmen der ÖPNV-Branche sind wir dem sparsamen Einsatz von finanziellen Mitteln verpflichtet, weshalb wir Kooperationen mit Synergie-Effekten schätzen.“ Um das (((eTicket Deutschland auch in aller Tiefe vorzustellen, wird der eTicket Service in Kürze zudem sein Seminarangebot zielgruppengerecht erweitern (Pressemeldung VDV, 23.04.14).

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Tanago

Aus den Ländern

RechteckSchleswig-Holstein: PRO BAHN fordert Verbesserungen auf der Marschbahn
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert über die ohnehin geplanten Verbesserungen auf der Marschbahn Westerland – Hamburg hinaus im Rahmen der Ausschreibung der Verkehrsleistungen weitere Verbesserungen im Verkehrsangebot auf der Marschbahn zu realisieren. Konkret fordert der Fahrgastverband, im Streckenabschnitt Westerland – Niebüll den 30-Minuten-Takt weiter auszubauen und zusätzliche Sitzplatzkapazitäten anzubieten, die Marschbahn-Züge zum Hamburger Hauptbahnhof zu führen sowie eine schnelle Anbindung von Nordfriesland an den Hamburger Hauptbahnhof einzurichten.
„Die Fahrgastnachfrage im Streckenabschnitt Westerland – Niebüll ist in den vergangenen Jahren sowohl im Pendler- als auch im touristischen Verkehr weiter gestiegen“, sagt der PRO BAHN-Landesvorsitzende Stefan Barkleit, „und wird durch die stärker werdenden Pendler-Beziehungen zwischen der Insel Sylt und dem Festland auch weiterhin weiter steigen. Daher brauchen wir zusätzliche Marschbahn-Züge und zusätzliche Sitzplatzkapazitäten.“
Land und Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) planen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014, die Marschbahn-Züge Westerland – Hamburg-Altona durch eine neue Fahrplan-Lage im Streckenabschnitt Elmshorn – Hamburg-Altona auf eine Fahrtzeit von 2 Stunden und 55 Minuten zu beschleunigen. Darüber hinaus wird zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 die Regionalbahn-Linie Heide – Itzehoe in den Taktknoten Heide integriert, so dass im Taktknoten Heide kurze Umsteigezeiten zu den Marschbahn-Zügen von und nach Husum und Westerland sowie in Itzehoe zu den Nordbahn-Zügen von und nach Elmshorn und Hamburg Hauptbahnhof bestehen wird.
Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die geplanten Verbesserungen im Verkehrsangebot auf der Marschbahn Westerland – Hamburg, jedoch sieht der Fahrgastverband diese Verbesserungen für die Laufzeit des kommenden Verkehrsvertrags (2015-2025) als nicht ausreichend an. So fordert der Fahrgastverband, im Streckenabschnitt Westerland – Niebüll den 30-Minuten-Takt weiter auszubauen und zusätzliche Sitzplatzkapazitäten anzubieten. „Ziel muss es sein, dass die Marschbahn-Züge zwischen Westerland und Niebüll mindestens in der Hochsaison tagsüber durchgängig im 30-Minuten-Takt verkehren“, erklärt Barkleit weiter.
Weiterhin fordert der Fahrgastverband PRO BAHN die Einrichtung einer schnellen Anbindung von Nordfriesland an den Hamburger Hauptbahnhof. „Dabei setzen wir nicht nur auf die Führung der Marschbahn-Züge zum Hamburger Hauptbahnhof, sondern auch auf die Einrichtung einer schnellen Anbindung in Form von zusätzlichen Sprinter-Zügen und beschleunigten Intercity-Zügen“, erläutert der PRO BAHN-Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann. Der Fahrgastverband geht davon aus, dass im Rahmen der Ausschreibung der Verkehrsleistungen maximal 2 Sprinter-Zugpaare Westerland – Hamburg realisiert werden können, so dass einer Beschleunigung der heute verkehrenden maximal 4 Intercity-Zugpaare eine wichtige Rolle zukommt. „Eine Fahrtzeit von Westerland beziehungsweise Niebüll nach Hamburg Hauptbahnhof von 2 Stunden 30 Minuten beziehungsweise 2 Stunden sollte kurz- bis mittelfristig sowohl für die Sprinter- als auch die Intercity-Züge durchaus realistisch sein“, führt Naumann weiter aus.
Darüber hinaus engagiert sich der Fahrgastverband PRO BAHN dafür, dass der zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 weitgehend entfallende und in der Ausschreibung der Verkehrsleistungen als Option abzufragende Marschbahn-Halt in Glückstadt kurz- bis mittelfristig wieder eingerichtet werden kann. „Wir setzen darauf, dass die Verkehrsunternehmen im Rahmen der Ausschreibung der Verkehrsleistungen Lösungen anbieten können, wie der Marschbahn-Halt in Glückstadt fahrplantechnisch realisiert werden kann“, so der PRO BAHN-Landesvorsitzende Stefan Barkleit abschließend
(Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 23.04.14).

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckMKB-TRiebwagen fährt jetzt für MEM
Foto T. Crowds
Die Museums-Eisenbahn Minden hat mit Hilfe von Sponsoren den Triebwagen T 1 der MKB gekauft, den diese bekanntlich seinerzeit von der Regentalbahn erworben hatte, um ihr jahrelang zur Einfahrt in das Besucherbergwerk Kleinenbremen zu nutzen. Dort wird er von der neuen Geschäftsleitung aus Kostengründen nicht mehr geschätzt und ging daher in den Museumsbahnbestand über.
Zu Ostern kehrte er als Schlussläufer im planmäßigen MEM-Dampfzug in die alte Heimat zurück, was den Grund hatte, dass in Kleinenbremen nicht mehr umgesetzt werden darf und so im Sandwichverfahren verkehrt wird. Der alte Dessauer (Baujahr 1940) lief bei der Regentalbahn auf deren separaten kurzen Strecke von Deggendorf nach Metten als Schlepptriebwagen, obwohl er nicht einmal 200 PS leistet.
Der Wagen ist tipptopp in Ordnung und bereichert den umfangreichen Fahrzeugpark der Mindener, hier in Kleinenbremen bei der Ankunft des Oster-Pendelzugs von Minden (WR, Foto T. Crowds, 23.04.14).

RechteckOsterfahrten
Foto Frank ThomasFoto Frank Thomas
Foto Frank ThomasFoto Frank Thomas
Am 19.04.2014 hatte die neulackierte EBS 118 757 ihre erste große Fahrt. Sie bespannte den DPE 2100 von Erfurt Hbf nach Berlin Rummelsburg. Gegen 8:30 Uhr zeigte sich bei der Durchfahrt in Erfurt Azmannsdorf noch dichter Nebel. Als "Heizlok" fungierte die EBS 142 110-6 am Zugschluss.
Eine weitere Sonderfahrt am 19.04. führte die WFL 03 2155-4 mit dem DPE 13489 von Nossen nach Schmalkalden durch Sülzenbrücken bei Erfurt. Allerdings war die Lok erst ab Weimar am Zug. Am 20.04. fand der MDR Osterspaziergang in Bad Sulza statt. Dazu fuhren Dampfsonderzüge, bespannt mit der 41 1144-9 der IGE Werrabahn-Eisenach e.V. zwischen Eisenach und Großheringen. Statt Ostereiersuche am Sonntagmorgen, bestaunen Eltern mit ihren Kindern die nostalgische Lok am Erfurter Hauptbahnhof. (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 23.04.14)
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RechteckSchienenbus vorm Rapsfeld
Foto WRFoto WR
Die Wetterprognosen verhießen zwar für den zweiten Ostertag nichts Gutes, aber es war doch überwiegend trocken für den Osterfahrtag des Seelzer Schienenbusses VT 96 901 zwischen Rinteln und Stadthagen. Und da der Raps immer noch blüht - hier in Buchholz bei Bad Eilsen, ließ sich der rote gut gefüllte Wagen gut ablichten.
Pfingsten wird er wieder auf der Bahn zum schon traditionellen Bahntag in Obernkirchen in Korrepondenz mit einem modernen LINT der OHE abwechselnd auf der Strecke. Bis dahin wird möglicherweise der Steuerwagen nach Stadthagen überführt, der dann den Zug wieder komplett macht und in Seelze allmählich das Abstellgleis der Schienenbusfreunde entvölkert (WR, 23.04.14).

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Fachhochschule Erfurt

Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin
Foto Norman GottbergFoto Norman Gottberg
Am 19. April kam die frisch lackierte 118 757 (228 757) vom Erfurter Bahnservice mit einem Sonderzug und 142 110 nach Berlin, hier in Diedersdorf und Trebbin (Norman Gottberg, 23.04.14)
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RechteckBouzonville
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Auch am diesjährigen Karfreitag bot DB Regio Südwest in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rehlingen Siersburg und der Stadt Bouzonville anlässlich des dortigen Karfreitagsmarkts wieder Sonderzüge zwischen Dillingen/Saar und Bouzonville an. Dabei pendelte eine 6-Wagen-Garnitur bestehend aus 628 453 + 628 594 + 629 006, letzterer mit Fahnschmuck (EU-D-F-Saarland), insgesamt 5 Mal hin und her.
Das restliche Jahr wird der schmucke Bahnhof von Bouzonville (Schalteröffnungszeiten Mo-Fr 6:00-13:15) lediglich von einem Zugpaar (Mo-Sa) nach Thionville bedient (Jürgen Recknagel, 23.04.14)
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RechteckJeseniky
Foto Werner Nüse Foto Werner Nüse
Der Eisenbahnbetrieb im Jeseniky/Altvatergebirge bietet nach wie vor in schöner Landschaft einen gemischten Betrieb aus verschiedenen Triebwagenbaureihen, lokbespannten Schnellzügen und Güterverkehr, vor allem um den Rohstoff Holz abzutransportieren. Die Fotos aus den Tagen vor Ostern zeigen einen 810er als Os bei Rymarov auf der Fahrt Richtung Bruntal und den Bahnhof Jesenik mit den zwei Baureihenvarianten 750.7 und 753 für die Personenverkehrssparte bzw. die Gütergesellschaft der tschechischen Staatsbahn (Werner Nüse, 23.04.14)
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RechteckWesterwald:einst und jetzt
Foto Dr. Jochen ChristophFoto Dr. Jochen Christoph
Bahnhof (jetzt Haltepunkt) Obererbach im Westerwald an der Strecke 421 Au - Altenkirchen-Siershahn (-Koblenz): Am 16.04.1982 fuhr die Limburger Zigarre 517 006-3 als Nt 6670 aus dem damals zweigleisigen Bahnhof Richtung Altenkirchen aus, während 32 Jahre später, wiederum am 16.04.2014, im mittlerweile rückgebauten Bhf. Obererbach, jetzt Haltepunkt, die Westerwaldbahn mit der angemieteten altroten ex DB 215 086-O ihren werktäglichen Stahlcoil-Zug über Altenkirchen hinaus über Dierdorf bis Selters bringt.
(Dr. Jochen Christoph, 23.04.14).

LOK Report Reiseführer 2014/2015

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Europa

RechteckSchweiz: April-Tagung der Neat-Aufsichtsdelegation
Schwerpunkte der zweiten ordentlichen Tagung 2014 der Neat-Aufsichtsdelegation der eidg. Räte (NAD) waren der Stand der Vorbereitungsarbeiten für die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels, der Stand der Bauarbeiten am Ceneri-Basistunnel sowie die Situation bei der Vergabe für dessen Bahntechnik. Im Rahmen der Tagung im Tessin traf sich die NAD zudem zu einer Aussprache mit einer Delegation der Kantonsregierung. ​
Die NAD nahm an einer Versuchsfahrt mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels (GBT) zwischen Bodio und Faido teil. Der sechsmonatige Versuchsbetrieb von Dezember 2013 bis Juni 2014 ist eine wesentliche Grundlage für die weiteren Ertüchtigungsarbeiten im GBT, mit dem Ziel, den Tunnel im Juni 2016 den SBB im betriebsbereiten Zustand übergeben zu können. Mit den Versuchsfahrten sammeln ATG und SBB Erfahrungen bezüglich der Koordination mit dem Rohbau, der Rohbau-Ausrüstung und für den Einbau der Bahntechnik. Zudem sollen mögliche Optimierungen bei der Organisation und den Prozessen erkannt und diese für die weiteren Tunnelabschnitte und für spätere Phasen genutzt werden. Der im Oktober 2015 beginnende Testbetrieb wird das gesamte System des GBT umfassen, inklusive der Anschlüsse an die Stammlinie. Diese Arbeiten sollen es ermöglichen, bis Ende Mai 2016 vom BAV eine Betriebsbewilligung für den Probebetrieb zu erhalten. Gemäss ATG sind die komplexen Arbeiten auf Kurs. Inhalt und Reihenfolge der Tests werden zwischen ATG und SBB laufend abgestimmt; die Ergebnisse fliessen in die Terminplanung für die Inbetriebsetzung ein.
Die Besichtigung vor Ort bestätigte, dass der Ausbruch und der Innenausbau des Ceneri-Basistunnels (CBT) weiterhin mit Verzug unterwegs sind. Per Anfang April 2014 waren rund 76 Prozent des Tunnelsystems ausgebrochen. Im Vortrieb in der Oströhre Richtung Norden besteht Anfang April 2014 zwar gegenüber der ursprünglichen Planung ein erheblicher Rückstand, der aber durch geeignete Massnahmen aufgefangen werden kann und ohne Auswirkungen auf den Endtermin bleiben dürfte. Die Vortriebsleistungen und die Fortschritte beim Innenausbau entsprechen Anfang April 2014 im Nordwestvortrieb der überarbeiteten Terminplanung, im Nordostvortrieb besteht ein Rückstand von knapp einem Monat. Die von der ATG ergriffenen Massnahmen erzielen damit insgesamt die gewünschte Wirkung. Immerhin zeigte ein Niederbruch von rund 200 Kubikmeter Fels Anfang Februar 2014, dass die Geologie am Ceneri unberechenbar bleibt.
Gegen die Vergabe von zwei Bahntechniklosen durch die ATG im August 2013 wurde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) eingereicht. Mitte März 2014 hiess das BVGer die beiden Beschwerden teilweise gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die ATG zurück. Die ATG hat letzte Woche beschlossen, das Verfahren abzubrechen und eine Neuausschreibung vorzunehmen. Die Eröffnung des CBT wird von den Verantwortlichen zwar weiterhin für Ende 2019 geplant. Die Terminrisiken (Einhaltung des Inbetriebnahmetermins) und Kostenrisiken (Mehraufwendungen aufgrund allfälliger Massnahmen) haben dadurch allerdings wesentlich zugenommen. Die Situation erfüllt die NAD mit grosser Sorge. Sie erkennt dringend Handlungsbedarf. Bevor jedoch vorschnell Massnahmen ergriffen werden, sind alle möglichen Szenarien, deren Auswirkungen auf Kosten und Termine sowie die erforderlichen Massnahmen zur Minimierung der Risiken von den Projektverantwortlichen zuhanden der Oberaufsicht detailliert und verlässlich abzuklären. Die NAD hat dazu auf Mitte 2014 einen ausführlichen Bericht verlangt. Vom BAV erwartet sie, dass es im Rahmen seiner Projektaufsicht die weiteren Schritte eng begleitet. Seitens der Oberaufsicht wird die NAD die Neuvergabe der Bahntechniklose, den letzten grossen Losen der Neat, mit hoher Aufmerksamkeit weiterbegleiten. Sie hat zudem beschlossen, ihre Erkenntnisse aus den grossen Neat-Vergaben im Rahmen der anstehenden Revision des Beschaffungsrechts des Bundes einzubringen. Die NAD wird in ihrem Tätigkeitsbericht 2013 weitergehend über ihre Erkenntnisse zur Projektentwicklung, zu den Risiken sowie den Kosten- und Terminprognosen informieren. Der Bericht wird am 6. Mai 2014 veröffentlicht.
In Locarno pflegte die NAD einen Gedankenaustausch mit Herrn Regierungspräsident Manuele Bertoli, den Herren Regierungsräten Paolo Beltraminelli und Claudio Zali sowie den Herren Jörg de Bernardi, Delegierter für konföderale Beziehungen, und Riccardo de Gottardi, Direktor Raumentwicklung und Mobilität. Zur Sprache kamen neben Neat-spezifischen auch aktuelle verkehrspolitische Themen, welche das Tessin betreffen. Die NAD tagte am 16./17. April 2014 unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Nationalrat Philipp Hadorn (SP/SO) in Locarno. An der Sitzung nahmen Vertreter der Eidg. Finanzkontrolle (EFK), des Bundesamts für Verkehr (BAV), der Eidg. Finanzverwaltung (EFV), der SBB und der AlpTransit Gotthard AG (ATG) teil
(Pressemeldung BAV, 23.04.14).

RechteckSchweiz: Weiterhin sehr hohes Sicherheitsniveau im öffentlichen Verkehr
Der öffentliche Verkehr (öV) war im Jahr 2013 erneut sehr sicher. Dies geht aus dem Bericht über die Sicherheit im öV hervor, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) heute publiziert hat. Bei Unfällen im öV starben im vergangenen Jahr 30 Personen. Grösstenteils handelte es sich um Personen, die aus eigenem Verschulden verunfallten, beispielsweise wegen illegalem Queren von Gleisen oder falschem Verhalten an Bahnübergängen.
Das BAV hat sich im vergangenen Jahr erneut dafür eingesetzt, dass der öffentliche Verkehr (öV) in der Schweiz möglichst sicher bleibt. Wie aus dem heute veröffentlichten Bericht über die Sicherheit im öV hervorgeht, kontrollierte das BAV mehr Güterzüge als je zuvor. Das Amt aktualisierte zahlreiche Vorschriften und prüfte bei über 600 Bauvorhaben risikoorientiert und mit Stichproben, ob die sicherheitsrelevanten Vorgaben eingehalten wurden. Das BAV trieb im Hinblick auf die in der Eisenbahnverordnung vorgegebene Frist von Ende 2014 die Sanierung der nicht verordnungskonformen Bahnübergänge voran. Überdies nahm es defekte Bremskupplungsschläuche unter die Lupe und entzog acht Lok- und Tramführenden den Ausweis. Nebst weiteren Aktivitäten setzte sich das BAV im Berichtsjahr vertieft mit dem Thema Missachtung von Haltesignalen, dem Ausbau der Zugbeeinflussungssysteme sowie dem Abfahrtsprozess auseinander.
Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz bezüglich Sicherheitsniveau zur Spitzengruppe. Insgesamt kamen im letzten Jahr in der Schweiz 30 Personen im Zusammenhang mit dem öffentlichen Verkehr ums Leben – sieben weniger als im Jahr davor. Darunter war eine Reisende, welche von einer Sesselbahn abstürzte. Bei den übrigen Opfern handelt es sich vorwiegend um Personen, die unbefugt Gleise querten oder als Strassenverkehrteilnehmer in Konflikt mit dem öV gerieten. Die Unfallzahlen von 2013 bestätigen den langfristigen Trend, wonach der öV in den letzten Jahrzehnten deutlich sicherer geworden und im Vergleich zu anderen Verkehrsarten sehr sicher ist.
(Pressemeldung BAV, 23.04.14).

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