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RechteckEuropabrücke 2

Europabrücke 2: Oben die Straße, unten die Bahn. Foto EU.
Die Brücke zwischen der bulgarischen Stadt Russee und dem kleinen rumänischen Giurgiu ist mehr als eine Möglichkeit, die Donau zu überqueren. Sie symbolisiert eine Freundschaft zwischen zwei Städten, die sich wieder entdecken. Gleichzeitig ist die Brücke ein Ort in Europa, an dem zwei Alphabete aufeinandertreffen. Während die Menschen in Giurgiu ihre Briefe mit lateinischen Lettern schreiben, wird in Russee alles in kyrillischer Schrift ausgedrückt.
Die Schönheit der bulgarischen Stadt Russe kann man schon von der Brücke aus erahnen. Bei einem Spaziergang durch die Straßen der größten bulgarischen Stadt an der Donau zeigt sich schnell, warum die Stadt auch das "kleine Wien" genannt wird. Der prächtige Architekturcocktail aus Barock, Rokkoko und Jugendstil im Zentrum bildet das 19. und 20. Jahrhundert am Flussufer ab.
Auf der anderen Seite der Brücke liegt der Hafen von Giurgiu. Im Gegensatz zu Russe befindet sich die rumänische Stadt nicht direkt an der Küste. Die ruhigen Straßen laden zum Flanieren ein oder einer Tasse Kaffee nahe des Uhrenturms auf dem zentralen Platz der Stadt. Auch kulturell hat die Stadt was zu bieten: Das historische Museum "Teohari Antonescu" und die Kirche "Sankt Georg" sind ein Besuch wert.
Bevor Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 Mitglied der EU wurden, war die Donau eine Grenze. Heute ist sie eine Verbindung. Das Interesse der Bulgaren und Rumänen an der Kultur und Sprache des jeweiligen Nachbarlandes ist geweckt.
Mimi Kornazheva ist Direktorin des Bulgarisch-Rumänischen Interuniversität Europa Centers (BRIE). Die Universität ist einzigartig im Südosten Europas. Während den ersten zwei Semestern finden die Kurse in Russe und Giurgiu statt. Ziel ist es, dass die Studenten die Sprache des Nachbarlands lernen.
"Wenn Rumänen Bulgarisch lernen, fühlen sie sich oft an ihre Vorfahren erinnert, die auf Kyrillisch schrieben. Bulgaren wiederum merken, wenn sie Rumänisch lernen, dass es viele ähnliche Worte gibt", erklärt Kornazheva.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Rumänien das kyrillische Alphabet benutzt. Gottesdienste wurden in slawischer Sprache gehalten. Viele Kirchen tragen noch immer die kyrillischen Aufschriften der Brüder Kyrill und Method aus dem 9. Jahrhundert.
Zurzeit arbeitet die Universität an einer EU-finanzierten Studie zur grenzüberschreitenden Identität. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Bewohner der Grenzregion auf natürliche Weise durch den intensiven Kontakt zu den Nachbarn eine neue Identität entwickeln, die dabei hilft Unterschiede zu bewältigen.
Die lokalen Behörden arbeiten nun an einem Projekt, um Russe und Giurgiu in eine integrierte Stadt zu verwandeln. Das Projekt wird mit 950.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Teil des Projekts ist es auch, ein Schienennetz zwischen Russe und Giurgiu zu bauen. Das könnte die Wirtschaft in der Region ankurbeln und bis zu 10.000 Jobs schaffen. Darüber hinaus ist der Bau von zwei modernen Wohnbereichen geplant.
Und noch etwas soll gebaut werden, um die bulgarische und rumänische Stadt am Ufer der Donau einander näher zu bringen: eine zweite Brücke
(Pressemeldung EU, 11.03.14).

RechteckEröffnung der Donaubrücke 2
Der bulgarische Premierminister Plamen Oresharski, sein rumänischen Amtskollege Viktor Ponta, der bulgarische Präsident Rossen Plewneliew, Verkehrsminister Danail Papazov und weitere Kabinettsmitglieder weihten am 14.06.13 in Anwesenheit des EU-Kommissars für Regionalpolitik, Johannes Hahn, die Donaubrücke 2 zwischen Vidin in Bulgarien and Calafat in Rumänien ein. Der Gesamtwert des Projektes beträgt 282 Mio. Euro, wovon 106 Mio. aus EU-Mitteln und der Rest aus nationaler und privater Investition kommen.
Die Donaubrücke 2 ist Teil des paneuropäischen Korridors IV Dresden - Istanbul. Das Projekt wurde in den späten 1990er Jahren begonnen, geriet aber mehrfach ins Stocken. Die einzige weitere vorhandene Brücke zwischen den beiden Nachbarnländern auf dem Balkan, die Donaubrücke 1, verknüpft Russe mit Giurgiu und wurde 1954 fertiggestellt.
Im ersten Jahr sollen 186 000 Autos, 20 000 Busse, 209 000 Lastkraftwagen sowie 4 745 Züge die Brücke passieren - 730 Personen- und und 4 015 Güterzüge. Die Anlage wird sich in 12 bis 15 Jahren nach Angaben bulgarischer Behörden ausgezahlt haben. Die Brücke ist 1,8 km lang und hat vier Fahrspuren, ein Eisenbahngleis und je einen Geh- und Radweg. (WKZ, Quelle Novinite, 17.06.13)

RechteckGeorg Hocevar in zweiter Instanz freigesprochen
Foto CFIFoto CFI
Foto CFIFoto CFI
Aktuelle Fotos der Strecken Covasna - Comandau, Brad - Criscior und Moldovita - Argel, welche durch die Firma CFI betrieben werden. Fotos CFI.
Gegen den Besitzer des Ausbesserungswerkes Criscior, Georg Hocevar, wurde im Juni 2009 - wie berichtet - wegen des illegalen Exportes von 6 Dampflokomotiven ermittelt. Nach einem eineinhalb Jahre dauernden Ermittlungsverfahren wurde gegen Georg Hocevar am 30.12.2010 das Strafverfahren eroeffnet und Georg Hocevar am 25.04.2012 zu fast 2 Jahren bedingter Haft (= Haft auf Bewährung) fuer den illegalen Export von Kulturguetern und zur Zahlung einer Entschaedigung an den rumaenischen Staat in der Hoehe von 150.000,- verurteilt. Die vom Kulturministerium in den Jahren 2002-2005 ausgestellten Exportgenehmigungen wurden mittels des gleichen Urteilspruches fuer ungueltig erklaert.
Neben Georg Hocevar wurden auch zwei Angestellte des Kulturministerium zu dreieinhalb Jahren bedingter Haft verurteilt. Das Ministerium hat zwischen 2002 und 2005 durch die verurteilten Mitarbeiter den Export erlaubt und dann die Mitarbeiterinnen strafrechtlich verfolgt.
Der Richtersentscheid basierte auf Gutachten eines Eisenbahnhistorikers, welcher fallbezogen auf Draengen der Staatsanwaltschaft Deva durch das Kulturministerium zum Experten fuer historische Eisenbahnfahrzeuge ernannt wurde.
Drei Tage spaeter, am 28.04.2012 legten alle Verurteilten Berufung ein. Auch die Staatsan-waltschaft und das Kulturministerium gingen in Berufung, um fuer die Angeklagten ein hoeheres Strafausmass und hoehere Entschaedigungen zu fordern. Mittels eines Gegengutachtens, welches der langjaehrige Eisenbahnsachverstaendige der CFR Marfa erstellte, konnten die nicht rechtskraeftig Verurteilten ihre Unschuld beweisen und wurden am 21.5.2013 unwiderruflich freigesprochen, da "die Grundlagen einer strafrechtlichen Tat nicht vorlagen". Gegen den Rekurs ist kein Rechtsmittel mehr gueltig.
Das zur Verurteilunfg führende ursprüngliche Gutachten hätte mehrere Fehler enthalten, unter anderem wurde die 1985 vom Traktorenwerk Reghin gebaute Lokomotive 764.407R höher bewertet als die unter Denkmalschutz stehende Lokomotive "Calugareni" aus dem Jahre 1869.
Georg Hocevar beteuerte in all den vier Jahren seine Unschuld und beklagte sich mehrfalls ueber die unmenschlichen Ermittlungsmethoden. Unter anderem sei er von den ermittelnden Polizisten in einem schmutzigen Verhoerzimmer mittels eines Totenkopfes eingeschuechtert worden, man haette seine Haustuere aufgebrochen, sein Privathaus beschlagnahmt sowie mehr als ein Jahr ueber alle Lokomotiven seines Unternehmens ein Veraeusserungsverbot ausgesprochen.
Laut Georg Hocevar haben alle mit diesem Verfahren in Verbindung stehenden Vorgaenge seiner Firma und vor allem den touristischen Projekten schwerst geschadet. In der rumaenischen Presse wird ueber einen Schaden durch verloren Auftraege in der Hoehe ca. 6 Millionen EUR gesprochen (WKZ/Calea Ferata Ingusta, 03.06.13).

RechteckRegionalzug Viseu - Borsa in Rumänien
Foto Peter WalterFoto Peter Walter
Auf der Strecke Viseu de Sus - Borsa in Rumänien fand am 05.12.12 eine Probefahrt statt. Nachdem hier seit fast 20 Jahren kein Personenverkehr mehr stattgefunden hat, wird ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember wieder ein Triebzug verkehren. An der feierlichen Fahrt mit Nationalfahne waren auch die Bürgermeister von Viseu de Sus und Borsa vertreten (Christian Müller, 06.12.12).

RechteckProjekt „Hilfe für die Wassertalbahn“ offiziell abgeschlossen
Foto Hilfe für die WassertalbahnFoto Hilfe für die Wassertalbahn
Foto Hilfe für die WassertalbahnFoto Hilfe für die Wassertalbahn
Der schweizerische Verein „Hilfe für die Wassertalbahn“ beschloss an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 11.November 2012, seine Tätigkeit auf der Waldbahn Viseu de Sus offiziell zu beenden.
Nach über zehn Jahren Engagement (der Verein wurde im Jahre 2000 gegründet) sind die ursprünglich gesetzten Ziele erreicht: Der Dampfbetrieb ist gesichert, die Gefahr einer Stilllegung gebannt, die Waldbahn unter Denkmalschutz und heute eine der bekanntesten und meistbesuchten Schmalspurbahnen Osteuropas. Dass dies die Wassertalbahn – man erinnere sich an ihren desolaten Zustand Ende der neunziger Jahre! – geschafft hat, ist massgeblich dem schweizerischen Verein und seiner Arbeit zu verdanken.
Das vom Verein und Gönnern finanzierte Rollmaterial, wozu insbesondere die Resitalok 764.421 „Elvetia“ gehört, wird einer rumänisch-schweizerischen Stiftung geschenkt und verbleibt im Wassertal. Im Sinne eines sauberen Abschlusses ist der Verein an dieser Stiftung nicht beteiligt.
Um die wertvollen, in all den Jahren bei der Wassertalbahn gesammelten Erfahrungen weitergeben zu können, öffnet der Verein seine Ausrichtung allgemein für hilfsbedürftige oder unmittelbar von Stilllegung bedrohte Bahnen in Osteuropa. Die Statuten werden demnächst entsprechend geändert, der zukünftig erweiterte Vereinszweck wird auch in einem neuen Vereinsnamen zum Ausdruck kommen.
Mit den Menschen rund um die Waldbahn Viseu de Sus bleibt der „neue“ Verein auch in Zukunft freundschaftlich verbunden; ohne ihre Hilfe und Sympathie wäre unser Referenzprojekt „Wassertalbahn“ nie diese Erfolgsgeschichte geworden (Pressemeldung Verein „Hilfe für die Wassertalbahn/Rumänien“, 26.11.12).

RechteckGroßauftrag für ALAS Romania für U-Bahn in Bukarest
Foto  ASAMER Holding AGFoto  ASAMER Holding AG
Mobiles Betonwerk beim Bau der National Cathedral in Bukarest. Fotos ASAMER Holding AG.
ALAS Romania, ein Mitglied der Asamer Gruppe, zieht einen Auftrag mit einem Volumen von rund zehn Millionen Euro an Land. Die rumänische Asamer-Tochter liefert 250.000 Kubikmeter Beton für den Bau einer neuen U-Bahn-Linie im Norden Bukarests. Auftraggeber ist ein Joint Venture zwischen dem rumänischen Maschinenbauunternehmen Somet und dem italienischen Baukonzern Astaldi.
Die Asamer Gruppe hat sich über Jahre hinweg eine wesentliche Marktposition in Mittel- und Osteuropa erarbeitet - vor allem dank ihrer mobilen Betonmischanlagen, die Altbeton recyceln können. Der Ruf als verlässlicher Partner brachte der rumänischen Niederlassung, ALAS Romania, nun einen Großauftrag in der Höhe von zehn Millionen Euro. Auftraggeber ist ein Joint Venture zwischen dem italienischen Baukonzern Asataldi und dem rumänischen Maschinenbauunternehmen Metal Somet.
ALAS Romania liefert für den Bau einer U-Bahnlinie im Norden Bukarests 250.000 Kubikmeter Beton. Dafür richtet die rumänische Asamer-Tochter eine mobile Betonmischanlage bei Straulesti, in der Nähe von Petrom City, ein. Der Bau der U-Bahn soll 2015 abgeschlossen sein.
Die Baustoffgruppe Asamer ist bekannt als Spezialist für Stein, Kies, Zement und Beton. Nachhaltigkeit und die optimale Nutzung von Ressourcen gehören zur Firmenphilosophie des Unternehmens, so auch zu ALAS Romania. Durch innovative Recyclingprozesse schont das Unternehmen die Umwelt nachhaltig. Mit mobilen Anlagen verarbeitet Asamer alten Beton zu neuem und reduziert damit Rohstoff-Transporte deutlich. ALAS Romania war unter anderem an der Errichtung von Windparks, eines Einkaufszentrums an der Plaza Romania sowie an der "National Cathedral" in Bukarest und an Bürogebäuden in der Petrom City beteiligt (Pressemeldung ASAMER Holding AG, 16.10.12)

RechteckFrischer Wind in Viseu de Sus
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Die Waldbahn Viseu de Sus hat in den letzten Jahren einen leistungsfaehigen Touristenbetrieb aufgebaut. Der anfangs gemischt mit dem Holzverkehr abgewickelte Ausflugsverkehr wurde ausgegliedert und firmiert seit 2009 unter dem Namen CFF Viseu SRL.
Durch langfristige Investitionen wurde ein Personenwagenpark mit Fahrzeugen der CFR, DR, MAV, OEBB, WLB, der Wengeralpbahn, aber auch stillgelegter rumaenischer Wald- und Industriebahnen geschaffen, welcher eine Kapazitaet von ueber 500 Personen aufweist. Am 9.8.2012 wurde sogar ein in der Bahnwerkstaette Criscior modernisierter russischer Triebwagen der Gattung AMT-1, und zwar mit der Nummer 003 in Betrieb genommen.
Auch in den Lokomotiv- und Wagenpark fuer den Holzverkehr (RG Holz) wurde viel investiert, es stehen derzeit 3 L45H-Lokomotiven im Originalzustand, bestens gepflegt und optisch ansprechend, (87-0015, 87-0032, 87-0036) sowie 2 L18H Lokomotiven (L18H-001, L18H-003) im Einsatz. Der Grossteil der Waldbahntrucks wurden von der Bahnwerkstaette Criscior unter Verwendung von Drehgestellteilen der aufgelassenen bulgarischen Schmalspurbahn Cerven Briag auf Rollenlager umgebaut.
Am Abfahrtsbereich in Viseu wurde eine 3-gleisige Gleisharfe angelegt. Ausserdem wurde ein Campingplatz und ein Museumsdorf angelegt. Ein Restaurant- und Hotelzug sowie das Cafe „Elefant“ runden das Angebot am Abfahrtsbereich in Viseu de Sus ab.
An der Endstation der Touristenzuege, Paltin, wurde ein bewirtschafteter Grill- und Freizeitplatz geschaffen, unter anderem wurde dort auch ein historischer Bahnhof nachgebaut. Neben der Ausweiche wurde noch ein zusaetzliches Gleis fuer die Touristenzuege angelegt.
Auch dem langsamen Sterben der Dampftraktion konnte Einhalt geboten werden, seit Juni 2012 steht die von der 1998 abgetragenen Waldbahn Tismana stammende Resita-Lokomotive 764.435 zur Verfuegung, welche in der Bahnwerkstaette Criscior einer Hauptausbesserung unterzogen und auf den Namen „Bavaria“ getauft wurde. Um dem bevorstehenden Fristablauf der 764.421 „Elvetia“ entgegenzuwirken, wurden fuer die Lokomotiven 764.408R „Cozia“ und 764.469 Tauschkessel in Aufarbeitung genommen. Die 764.408R soll noch in diesem Jahr wieder zur Verfuegung stehen.
Die organisatorische Abwicklung des Touristenbetrieb, welcher sich bei beinahe 500 Touristen pro Tag mit 3 Dampfzuegen praesentiert, kann sich wirklich sehen lassen (Georg Hocevar, www.cfi.ro, 15.08.12).

RechteckErgänzungen zu LOK Report 9/12
Einige aktuelle Meldungen aus Rumänien erreichten uns erst nach Redaktionsschluss. Leider konnten wir diese Informationen im Heft 9/12 nicht mehr berücksichtigen.
Am 1.8.2012 übernahmen Dieseltriebwagen der Serie 97 vom EVU Regiotrans den Betrieb zwischen Oraviţa und Iam. Damit endete in Rumänien der planmäßige Einsatz der Diesellokbaureihe 80 im Reiseverkehr. Die Fahrzeiten der drei täglichen Zugpaare wurden beibehalten.
Bereits seit Juli fährt das EVU Servtrans Invest Montag bis Freitag eine zusätzliche Leistung zwischen Tecuci und Panciu. Das am Karpatenrand gelegene Panciu ist seit dem wieder auf der Schiene erreichbar. Im Moment kommt eine Diesellok der Reihe 69 vor folgenden Zügen zum Einsatz:
15036 Tecuci 4.30 - Făurei 6.30
15035 Făurei 6.50 - Panciu 10.21 (zwischen Tecuci und Panciu nur Mo-Fr)
15040 Panciu 10.55 - Mărăşeşti 11.22 (Mo-Fr)
15038 Mărăşeşti 16.14 - Făurei 18.53 (zwischen Mărăşeşti und Tecuci nur Mo-Fr)
15037 Făurei 19.42 - Tecuci 21.47
Die an die GySEV vermietete 651 004 (ex 232 598 DB) von DB Schenker Rail Romania bespannte in den vergangenen Tagen die Züge 929, IC 912, IC 923 und IC 918 zwischen Szombathely und Csorna sowie das Personenzugpaar 9838/9849 zwischen Szombathely und Zalaegerszeg.
Gasumfüllstationen mit Gleisanschluss existieren an der KBS 201 bei Fişcălia sowie an der KBS 901 bei Ghergani und Balş, der im Heft genannte Ort Slatina ist falsch. Die Bedienfahrten finden mindestens einmal pro Woche statt (Bertram Frenzel, 09.08.12).

RechteckPESA liefert Swing für Cluj-Napoca
Foto PESA
Am 27.03.12 schloss PESA Bydgoszcz SA mit der siebenbürgischen Stadt Cluj-Napoca einen Auftrag über 12 fünfgliedrige Niederflurstraßenbahnen vom Typ Swing ab. Die für 296 Fahrgäste - darunter 40 Sitzplätze - zugelassenen Fahrzeuge sind klimatisiert und mit Überwachungsanlage und Wi-Fi ausgerüstet.
Die ersten Fahrzeuge sollen Ende Mai 2012 zeitgleich mit der Eröffnung einer neuen Straßenbahn-Linie ausgeliefert werden, der restliche Teil soll bis zum Ende des Jahres folgen.
Nach Italien, Deutschland, Litauen, Weißrussland, Ukraine, Russland, Ungarn und der Tschechischen Republik ist Rumänien der neunte größere Exportmarkt für PESA Bydgoszcz SA
(WKZ, Quelle PESA, 30.03.12).

RechteckEU zeichnet PORR-Eisenbahnprojekt Campina-Predeal aus
Die Europäische Kommission hat nach einer Wahl, an der alle Bürger der Union teilnehmen konnten, die Sanierungsarbeiten an der Eisenbahnstrecke Campina-Predeal in Rumänien als das beste von der EU kofinanzierte Projekt im Infrastrukturbereich ausgezeichnet. Damit wurde die gute Arbeit der PORR an diesem wichtigen Teil des transeuropäischen Eisenbahnkorridors erneut bestätigt.
Die zweigleisige Bahnstrecke über knapp 48 Kilometer setzte sich damit gegen 26 andere Bewerberprojekte aus allen EU-Mitgliedsstaaten durch und konnte vor einem Projekt zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und dem österreichischen Projekt "Brenner Basis Tunnel" den Sieg nach Rumänien holen. Ausschlaggebend waren laut Europäischer Kommission einerseits das Einsparungspotential im rumänischen Verkehrswesen und andererseits die komplexen Anforderungen an die Bauausführung.
Neben der Generalsanierung der zweigleisigen 48 Kilometer umfasst der Auftrag auch die Sanierung bzw. den Neubau von knapp 120 Brücken, sechs Bahnhöfen und sechs Haltestellen mit insgesamt sieben Kilometern Bahnsteig. Einmal mehr konnte die PORR ihr hohes technisches Know-how und ihre Leistungsfähigkeit in der Kernkompetenz Infrastruktur unter Beweis stellen (Pressemeldung PORR, 26.01.12).

RechteckETCS von Siemens steuert paneuropäischen Korridor
Siemens installiert auf der rumänischen Eisenbahnlinie von Chitila nach Crivina das europäische Zugsicherungs system (ETCS) Level 2. Den entsprechenden Auftrag er teilte die staatliche Eisenbahngesellschaft Rumäniens CFR (Căile Ferate Române) dem Konsortium Siemens, Thales und Nokia Siemens Networks. Das Autragsvolu men beträgt rund 35 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme der ersten ETCS Level 2Strecke in Rumänien ist für 2014 geplant.
Die 38 Kilometer lange Strecke ist Teil des paneuropäi schen Bahnverkehrskorridors IV, der von Deutschland über die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien bis in die Türkei verläuft. Von Siemens werden zwei elektro nische Stellwerke vom Typ Simis W, das Betriebsleitsys tem Vicos sowie die OnboardUnits und 90 Eurobalisen geliefert. Gefertigt werden die Komponenten in Braunschweig und Berlin, die landesspezifischen Anpassent-wicklungen finden in Wien statt.
ETCS sichert durch standardisierte Schnittstellen zwischen Fahrzeug und Strecke die Interoperabilität über Landesgrenzen hinweg. Fahrzeuge, die mit ETCS Technik ausgerüstet sind, orten sich in diesem Streckenabschnitt selbständig und senden ihre Standorte zyklisch an die Streckenzentrale (RBC). Dieses erhält von den ange schlossenen Stellwerken ständig das aktuelle Prozessab bild und erteilt dem Fahrzeug die Fahrterlaubnis mittels Funkdatenübertragung.
Die Informationen werden auf dem Führerstandsdisplay angezeigt. Für die Übertragung wird das digitale Bahn mobilfunksystem GSMR (Global System for Mobile CommunicationRailways) genutzt. Für die Ortsbestim mung dienen Eurobalisen als Referenzpunkte (Pressemeldung Siemens, 15.12.11).

RechteckBauarbeiten zur Verlaengerung der Waldbahn Moldovita
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Rechtzeitig vor dem Wintereinbruch konnten die Bauarbeiten zur Verlaengerung der Waldbahn Moldovita am 5.11.2011 fertiggestellt werden. Die Strecke ist nun 10,5km lang und fuehrt, an den Siedlungen vorbei, in einen romantischen Waldabschnitt.
Der vorlaeufige Endpunkt der Strecke ist der Brueckenkopf der legendaeren 2-teiligen Holzbruecke, wo auch eine Umsetzmoeglichkeit errichtet wurde.
In der Weihnachtszeit werden Fahrten stattfinden, und zwar vom 26.12.2011. - 02.01.2012, jeweils um 11.00 Uhr eine Fahrt bis an das Streckenende in Kombination mit einer Pferdeschlittenfahrt und einem Mittagessen, und um 15.00 bis zur Umsetzstelle Rasca (Georg Hocevar, www.cfi.ro, 07.11.11).

RechteckStraßenbahn Reşiţa/Reschitza
Foto Hans-Jürgen Schulz
Zum 27.08.2011 wurde der 1988 errrichtete Straßenbahnbetrieb in der 85.000 Einwohner zählenden Stadt Reşiţa/Reschitza komplett eingestellt. Zuerst wurde die Umstellung auf Busbetrieb mit Arbeiten an städtischen Versorgungsleitungen begründet, am 12. September hieß es dann, die Einstellung sei endgültig.
Da die Stadt Reşiţa derzeit an den von der Straßenbahn befahrenen Straßen umfangreich neue Bordsteinkanten setzt, wurde die Oberleitung abgeschaltet. Zum 1. Oktober wurde dann das Wartungspersonal der Straßenbahn entlassen.
Die 28 Gelenktriebwagen (ex Dortmund und Frankfurt am Main) stehen derweil abgestellt im Depot. Angeblich wurden die Gleise bereits verkauft.
Das Aus kam nicht ganz unerwartet. Der seit 2008 amtierende Bürgermeister Michael Stepanescu hatte Anfang 2009 verlauten lassen, dass für die Straßenbahn kein Platz sei, da der Schienenverkehr in der Stadt durch starke Erschütterungen der Bausubstanz von Straßen und Gebäuden schade und man lieber neue Busse anschaffen wolle.
Nachdem Anfang 2011 das bisherige betriebsführende Unternehmen "S.C. Prescom S.A. Reşiţa" insolvent geworden war, übernahm im Juni die Firma "Ro-A Tir" aus Mediaş den Betrieb. Zuletzt waren auf der zehn Kilometer langen, quer durch die Stadt verlaufenden Linie acht Triebwagen im Umlauf.
Im August 2011 konnte beobachtet werden, dass sogar wieder die Gesamtstrecke von Renk bis Stavila gefahren wurde; das Teilstück Piaţa Republicii – Stavila war vorher seit mehreren Jahren außer Betrieb.
Der Busverkehr wird nun mit zehn u. a. aus Târgu Mureş gebraucht erworbenen Bussen (ex Niederlande) durchgeführt, welche die Stadt Anfang des Jahres für 100.000 EUR gekauft hat. Dessen Verfügbarkeit lässt aber zu wünschen übrig, so dass an diesen nach wenigen Tagen schon Reparaturen im Wert von 40.000 EUR notwendig wurden. Außerdem wurde der Fahrpreis kürzlich auf 2 Lei erhöht.
Es wird sich vielleicht schon sehr bald, wenn die neue Bitumendecke auf den Straßen aufgebracht wird, zeigen, ob die Gleise übergeteert bzw. rausgerissen werden oder doch noch eine Chance zur Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs besteht. Schon einmal wurde 1995 nach halbjähriger Pause und Erneuerungsarbeiten der Verkehr wieder aufgenommen, allerdings unter anderen Vorzeichen: damals bestand seitens der Stadtverwaltung der Wille dazu. Dieses Mal besteht dort für einen zukünftigen städtischen SPNV allenfalls die Idee, die CFR-Strecke zwischen dem Nordbahnhof und Südbahnhof in eine Straßenbahnstrecke umzuwandeln, was aber aufgrund der siedlungsfernen Lage sehr unrealistisch ist (Hans-Jürgen Schulz, 12.10.11).

RechteckEnde des "Museumsbetriebs" der Tram Arad
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Die meterspurige Straßenbahn von Arad wird nach wie vor mit Gebrauchtfahrzeugen aus Westeuropa betrieben. Während die z.T. schon vor 15 Jahren abgegebenen Esslinger GT 4 aus Stuttgart und Ulm inzwischen in recht kläglichem Zustand sind, haben sich die Duewags der OEG und aus Ludwigshafen noch einigermaßen gehalten. Die Neuzugänge aus Halle (Tatra), Innsbruck und Essen (Düwag) präsentieren sich dagegen in sehr gutem Zustand und häufig noch mit Original-Werbung.
Die Überlandstrecke nach Ghioroc wird zeitweise nur noch alle 2-3 Stunden bedient. Dort und an den Endpunkten der z.T. eingleisigen Stichstrecken wird mit Hilfe von Gleisdreiecken gewendet.
Im Stadtbereich wird kräftig investiert: Mitte September waren drei Strecken wegen Erneuerung unterbrochen. Am 25. August wurde auch eine kostengünstige neue Niederflur-Straßenbahn namens 'Imperio' vorgestellt, die die ortsansässige Waggonfabrik Astra zusammen mit Siemens entwickelt hat. Laut einer Meldung von 2010 plant Arad 24 Stück davon zu bestellen. Interesse besteht wohl auch in Timisoara, Cluj-Napoca, Craiova und Pecs. Mit dem 'Museumsbetrieb' könnte es also bald einmal zu Ende gehen (Jürgen Recknagel, 29.09.11).

RechteckImpressionen eines Abstechers
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Im Regionalverkehr trifft man sowohl auf gepflegte VT französischer Provenienz in Diensten von Privaten, als auch auf total heruntergekommene Wagen in den Persoanes der CFR ... und immer noch gut aussehende historische Malaxas.
Dabei sind die Fahrpreise im Verhältnis zur Einkommenssituation durchaus respektabel: Rückfahrkarten (mit 10% Rabatt) für 91-100 km 2. Klasse kosten im Persoane/Accelerat/Rapid/Intercity der CFR seit August 5,20/10,05/14,02/16,50 € und das bei einem eher mageren Angebot an Verbindungen.
Doch auch die alle zwei Stunden verkehrenden komfortablen und sogar pünktlichen IC über Arad nach Budapest sind mager besetzt. Oft würde auch ein Kleinbus reichen. Liegts an den immer noch reichlich bemessenen Grenzaufenthalten, den bescheidenen Geschwindigkeiten in Rumänien (Reisegeschwindigkeit Budapest-Arad trotz Flachlandstrecke nur ca. 65 km/h) oder der Reservierungspflicht???
Man macht sich so seine Gedanken über die Zukunft der Bahn in Rumänien. ... aber es gibt auch kleine Lichtblicke: modernisierte Triebfahrzeuge und Dampflokdenkmäler, die manchmal in besserem Zustand sind als der Bahnhof, vor dem sie stehen (Jürgen Recknagel, 23.09.11).

RechteckKilometer 8,5 bei der Museumswaldbahn Moldovita erreicht
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Am 16.09.21 wurde beim Wiederaufbau der Waldbahn Moldovita der Streckenkilometer 8,5 - vis-a-vis des Jagdhauses von Kronprinz Rudolph erreicht. Das verwendete Schienenmaterial stammt von der Achenseebahn (vielen Dank an Hr. Ing. Bernhard Marchi) und der Welshpool Railway.
Die Unterlagsplatten wurden von der Ybbstal-Bergstrecke zur Verfuegung gestellt, Schwellenschrauben und Schwellen stammen vom Oberbauwerk Linz der OEBB.
Fuer einen Jurnalisten-Kongress, welcher in den naechsten Tagen in der Bukowina mit ueber 250 Jurnalisten aus 30 Laendern stattfinden wird, mussten zusaetzliche Kapazitaeten geschaffen und zusaetzliche Waggons herangeschafft werden.
Auch die Resita-Lokomotive Criscior 5, welche bis vorige Woche in Viseu de Sus ausgeholfen hat, gibt zu diesem Zweck in Moldovita ein Gastspiel (Georg Hocevar, www.cfi.ro, 19.09.11).

RechteckMuseumsbahn Sovata
Foto Băile Sovata und Câmpu CetăţiiFoto Băile Sovata und Câmpu Cetăţii
Zwischen Băile Sovata und Câmpu Cetăţii startete dieses Jahr die Museumsbahn Sovata (Mocăniţă Sovata) in ihre erste Saison. Vom 6.8. bis 10.9.2011 gab es auf dem 14 Kilometer langen Stück der früher bis Târgu Mureş führenden 760 mm-Schmalspurbahn täglichen Zugbetrieb.
Es pendelte dreimal täglich die Dampflok 764.052 mit einem Personenwagen zwischen den beiden Orten. Bei großem Andrang kam nicht nur der offene, sondern auch ein geschlossener Personenwagen zum Einsatz.
In Băile Sovata wurde im nördlichen Teil des Bahnhofsgeländes eine Abfahrtsstelle mit Umfahrgleis errichtet, in Câmpu Cetăţii entstand ebensolches an jener Stelle, wo früher das Verbindungsgleis zur dortigen Waldbahn abzweigte.
Die 1912-15 gebaute ehemalige CFR-Schmalspurbahn Târgu Mureş - Băile Sovata wurde 1997 eingestellt und fiel danach in einen Dornröschenschlaf. An verschiedenen Stellen wurden die Schienen gestohlen. Im November 2010 begann ein Unternehmen, welches die Schmalspurstrecken um Târgu Mureş gepachtet hat, mit der Instandsetzung eines Teils der Strecke für den Museumsverkehr.
Die 1949 in Chrzanów/Polen gebaute Dampflok 764.052 wurde 2011 im Depot Sibiu wieder betriebsfähig hergerichtet. Neben den beiden Personenwagen ist auch noch eine Draisine vorhanden. Für das nächste Jahr ist eine Streckenverlängerung geplante (Hans-Jürgen Schulz, Fotos Băile Sovata und Câmpu Cetăţii, 19.09.11).

RechteckTouristen-Waldbahn Moldovita wird weiter verlaengert
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Am 16. August 2011 begannen die Arbeiten, die derzeit 6,7 km lange Museums-Waldbahn von Moldovita wieder um ein Stueck zu verlaengern.
Das schwerste Hindernis, eine fehlende Bruecke am Streckenkilometer 7, konnte durch ein Segment einer 3-teiligen Bruecke der stillgelegten Industriebahn Hunedoara (abgebaut im Jahre 2009) ueberwunden werden. Im Herbst soll das derzeitige Etappenziel, das Widerlager der legendaeren Holzbruecke am Streckenkilometer 10, erreicht werden (Georg Hocevarwww.cfi.ro, 22.08.11).

RechteckHolzindustrie Schweighofer hilft Hochwasseropfern in Rumänien
Das verheerende Hochwasser Ende Juni 2010 hat im nordöstlichen Bezirk Suceava in Rumänien eine Spur der Verwüstung hinterlassen. An die 130 Häuser wurden zerstört, Brücken, Straßen und sogar Eisenbahnlinien wurden schwer beschädigt. Viele Menschen verloren sowohl ihr Heim als auch ihr gesamtes Hab und Gut. Das Sägewerk der Holzindustrie Schweighofer in Radauti befindet sich ebenfalls im Katastrophengebiet und kann derzeit aufgrund der beschädigten Eisenbahnlinie kein Schnittholz per Bahn zum Exporthafen nach Constanta zu liefern. Jetzt hilft das Unternehmen beim Wiederaufbau von Häusern. 
"Ich war furchtbar schockiert, als ich das Ausmaß der Katastrophe gesehen habe. Viele unserer Mitarbeiter und deren Familien sind selber betroffen. Es stand für uns sofort fest, dass wir hier alles in unserer Macht stehende tun müssen, um zu helfen!", erklärt der Eigentümer der Holzindustrie Schweighofer, Gerald Schweighofer. 
Unterstützt durch den Präfekt von Suceava fand man heraus, dass im Dorf Granicesti viele Häuser wieder aufgebaut werden müssen. Zusammen mit der Caritas wird nun Holzindustrie Schweighofer acht neue, zweigeschossige Häuser bauen. Entworfen werden sie vom rumänischen Architekten Sergiu Petrea , der ein Experte für den Bau von Häusern in Katastrophengebieten ist. 
"Wir werden einen hohen, sechsstelligen Eurobetrag zur Verfügung stellen und hoffen, durch den Bau der Häuser die große Not einiger Menschen zu lindern" sagt Gerald Schweighofer (Pressemeldung SPB Beteiligungsverwaltung, 17.07.10).

RechteckSchwere Unwetter zerstoeren Strecke Vama - Moldovita
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Foto Georg HocevarFoto Georg Hocevar
Die schweren Unwetter, welche im Norden Rumaeniens wueteten, haben die Strecke Vama - Moldovita unterbrochen: 500m vor dem Bahnhof Moldovita wurde der Bahndamm auf einer Laenge von 200m weggespuelt.
Der Triebwagen 953 blieb am Bahnhof Moldovita eingesperrt, ohne Reparatur der Strecke wird eine Bergung sehr schwierig bis unmoeglich sein.
Da sich da private EVU TFI nicht in der Lage sieht, die Strecke auf eigene Rechnung zu sanieren, geht die Infrastruktur per 15.7.2010 wieder zurueck an die CNCFR. Ueber die weitere Zukunft ist noch nichts entschieden, Geruechten zu Folge soll die Zukunft der Strecke nicht gesichert sein.
Auch die Museumswaldbahn Moldovita wurde von den schweren Unwettern beschaedigt, kam aber wesentlich glimpflicher davon als im Jahre 2008: In einer Woche konnten alle Gleisunterspuelungen behoben werden. Die Museumsbahn verkehrt jeden Samstag und Sonntag um 12.00 Uhr und um 15.00 Uhr auf einer Streckenlaenge von 6,7km. Fuer diese Saison wurde die Gmeinder-Lokomotive hauptuntersucht und in Originalfarben lackiert (Georg Hocevarwww.cfi.ro, 16.07.10).

RechteckTriebwagen im Einsatz
Foto  Dr. Jochen ChristophFoto  Dr. Jochen Christoph
Foto  Dr. Jochen ChristophFoto  Dr. Jochen Christoph
Foto  Dr. Jochen ChristophFoto  Dr. Jochen Christoph
Der Malaxa 78-1017/1019 hatte nach vielen Wochen Abstellzeit im Depoul Arad am Pfingstsonntag wieder einen Einsatz. Der aus den 40er Jahren stammende Triebwagen fuhr auf der Strecke Gurahont-Arad. Einen Tag später war er wieder abgestellt im Depoul Arad 24.5.10, daneben 77.0966 und 77-0930 (beide zur Bereitstellung als Doppeltriebwagen nach Chinineu Cris).
In Jimbolia, Rumänien, Grenzübergang und EU-Außengrenze nach Serbien, kommt zweimal täglich aus Kikinda/Serbien ein Uerdinger Schienenbus. Im Hintergrund warten Malaxa 77-0951+77-0970 auf die Rückfahrt nach Timisoara Nord als Zug 9598.
Viele Leistungen im Banat werden bereits von Regiotrans gefahren, mit ex französischen SNCF-(Caravelle-)Triebwagen. Das letzte Fotos zeigt einen aus 3 Triebwagen gebildetem Zug bei der Ausfahrt aus Voiteni (Strecke Timisoara Nord - Resita) am 27.05.10. (Dr. Jochen Christoph, 07.07.10).

RechteckDie letzten Malaxa 
Foto Gerd HahnFoto Gerd Hahn
Foto Gerd HahnFoto Gerd Hahn
Liest man Reiseberichte und forscht bei Eisenbahn Fotografen nach, so kristallisiert sich schnell heraus, dass es eigentlich nur noch zwei rumänische Depots mit den alten Malaxa Triebwagen gibt. Ich erlebte sie gerade in noch ansehnlicher Stückzahl im BW Timisoara. Das zweite BW ist das Depot Arad.
In Timisoara war man über unseren Besuch und unser Interesse sehr erfreut und führte uns fachkundig herum. Abgesehen von alten DR Triebwagen und modernen Desiro waren hier ausnahmslos zweiachsige Veteranen der Malaxa Garde Baureihe 900 vertreten. 
Die meisten erstrahlten in neuer gelb-grüner Lackierung. Wenige trugen noch grau-rot. Alt grüne Triebwagen entdeckten wir nicht mehr. 
Nach dem Depot Besuch ging es auf die Strecke. Wir wurden schnell fündig. Wir hatten am Abend zuvor beobachtet, dass zwei Altbau Triebwagen am Dosto nach Jambolia mitgeführt wurden. Diese mussten ja irgendwo abgeblieben sein. Wir fuhren nach Cärpinis, wo eine kleine Stichstrecke nach Ionel abzweigt. Beim Fahrdienstleiter erhielten wir die Auskunft, dass der von uns gesuchte Triebwagen in Ionel stände und zwei Mal am Tag zwischen Cärpinis und Ionel pendele. 
Am Bahnhof Ionel entdeckten wir das verlassene Fahrzeug. Beim Blick in einen Nebenraum des herunter gekommenen Bahnhofs stießen wir auf das in einem abgedunkelten Raum schlafende Fahrpersonal. Sie befanden sich noch vom Vorabend im Ruhezustand. 
Laut Fahrplan hatte die vierköpfige Mannschaft noch zwei Stunden Zeit. Wir machten unterdessen die ersten Fotos und fuhren dann an die Strecke. Wir befanden uns nahe dem serbischen Grenzgebiet. Somit hatten wir auch Kontakt mit einer Polizeistreife. Gut, dass wir diesen Kontakt schon auf der Hinfahrt nach Ionel hatten; denn bei der Verfolgung des Zuges trafen wir im Bahnhof Pustinis erneut auf die Beamten. Sie kannten uns bereits und wussten um unser Faible. So konnten wir den Zug bequem verfolgen und mehrfach bis zur Einfahrt in Cärpinis fotografieren. Ein Zeitverlust durch eine mögliche Kontrolle blieb uns somit erspart.
In Cärpinis gab es dann eine weitere Überraschung; denn aus Richtung Timisoara kam ein weiteres Malaxa-Gespann, das schließlich in Richtung Jimbolia weiter fuhr. Um diese Zugkreuzung komplett zu machen, gesellte sich ein vierteiliger ex DR Triebwagen dazu, der genau in Gegenrichtung verkehrte. Die heute silber-blau lackierten Triebwagen der ehemaligen Deutschen Reichsbahn wirkten gegenüber den alten Malaxa-Fahrzeugen fast schon modern. 
Doch bei der Ausfahrt mussten auch sie dem schlechten Oberbau Tribut zollen. Ihr Schaukeln und Wackeln unterschied sich kaum von dem der alten Malaxa TW.
Fazit: Westlich von Timisoara und Arad kann man sie also noch erleben – die Malaxa aus Bukarest. Aber wie lange noch? (Gerd Hahn, 25.05.10).

Rechteck232 685 in Timisoara eingetroffen
Foto Gerd HahnFoto Gerd Hahn
Frisch eingetroffen ist die ex DB-Lokomotive 232 685 in Timisoara. Sie trägt bereits die rumänische Bezeichnung 92 530 06 1009 8. Zunächst wurde sie nur im Bahnhofsvorfeld des Gara Nord in Timisoara von mir gesichtet. Sie stand dort abgestellt.
Am 12.05.2010 beobachtete ich jedoch den ersten Einsatz der Lok. Sie verließ abends ihren Stellplatz und setzte sich vor einen Güterzug in Richtung Westen. 
Die Bilder zeigen die abgestellte Lokomotive im Gara Nord am 10.05.2010 und bei der Ausfahrt vorbei am Wasserturm des Depots am 12.05.2010 (Gerd Hahn, 18.05.10).

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