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LOK Report – Freitag, 30.09.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
BAG-SPNV veröffentlicht
neuen Wettbewerbsfahrplan

Absatzlinie
Zuordnung der Regionalisierungs-
mittel auf die Bundesländer
Absatzlinie
Preissteigerungen im Nahverkehr
und in Berlin/Brandenburg

Absatzlinie

ETCS für Dänemark getestet

Absatzlinie
DB Arriva erhält neuen Vertrag
für CrossCountry-Verkehre

Absatzlinie
Startschuss Streckenausbau
Wien – Bratislava

Absatzlinie

Reiseberichte Ungarn/Indien
Willkommen beim LOK Report

Foto links: Martin Kubík

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBAG-SPNV: 90 neue Verkehrsverträge bis Ende 2016

Prognose der Anzahl der Betriebsaufnahmen nach Art der Traktion für die Kalenderjahre 2016-2030.
Der am Donnerstag veröffentlichte Wettbewerbsfahrplan zeigt für jedes Vergabenetz zudem noch u.a. die vorgesehene Laufzeit, die Art der Leistung (z.B. S-Bahn oder RE) und ob Neu- oder Gebrauchtfahrzeuge vorgesehen sind.
Je weiter in die Zukunft geschaut wird, umso spannender wird sicher auch die Frage sein, ob die bisher noch mit Dieselfahrzeugen vorgesehenen Vergaben letztendlich nicht bereits mit alternativen Antriebsarten ausgeschrieben werden können.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV) ist die Interessensvertretung der Bestellerorganisationen des Schienenpersonennahverkehrs: Wir organisieren den Informationsaustausch zwischen unseren Mitgliedern, erarbeiten Konzepte für die Weiterentwicklung des SPNV, vertreten die Interessen der Aufgabenträger des SPNV gegenüber Politik, Öffentlichkeit, Verkehrsunternehmen und Verbänden und beraten den Bund, die Länder, Zweckverbände, Parlamente und Behörden zu allen Fragen des SPNV (Pressemeldung BAG-SPNV, 30.09.16).

RechteckDeutsche Bahn: DB-Tarifrunde 2016 beginnt im Oktober
Die Tarifrunde 2016 bei der Deutschen Bahn beginnt  mit beiden Gewerkschaften im Oktober. Der Auftakt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) findet am 10. Oktober in Berlin und mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am 17. Oktober in Frankfurt statt. Die zentralen Tarifverträge mit EVG und GDL laufen zum 30. September aus. Die DB verhandelt für insgesamt rd. 150.000 Mitarbeiter in Deutschland. 
Die DB wird die umfassenden Forderungspakete beider Gewerkschaften genau prüfen und bis zum Beginn der Verhandlungen bewerten. DB-Personalvorstand Ulrich Weber: "Die DB setzt auf eine vernünftige und verantwortungsvolle Runde mit Augenmaß, die die ersten gemeinsamen Erfolge unserer Qualitäts- und Kundenoffensive ‚Zukunft Bahn' nicht gefährdet." Es sei Zeit für eine normale Verhandlungsrunde mit Ergebnissen am Verhandlungstisch, so Weber. Bisher liegt der DB ein umfangreiches Forderungsschreiben der GDL zu einer Lohnerhöhung über 4 Prozent, zu Veränderungen bei der Entgeltstruktur, Zulagen und Arbeitszeitregelungen vor. Die offiziellen Forderungen der EVG erwartet die DB zeitnah. Einzelheiten und Vorschläge der DB werde das Unternehmen am Verhandlungstisch vorstellen. Laut Weber machten die Forderungslisten die Tarifrunde komplex und möglicherweise teuer.
Zu Forderungen nach weiteren Verbesserungen bei der Arbeitszeit sagt Weber: "Bei allen Belastungen im Bahnalltag haben wir bei der DB - zum Teil mit großem Abstand zu Wettbewerbern - gute und faire Beschäftigungsbedingungen. Das Arbeitszeitsystem wollen wir da, wo es notwendig ist, noch besser, einfacher und transparenter für unsere Mitarbeiter machen. Da ziehen wir grundsätzlich an einem Strang." 
Die DB ist beim zugesagten Abbau der seit Jahren angesammelten Überstunden und beim Einsatz zusätzlichen Personals vereinbarungsgemäß deutlich vorangekommen. Eine Million Stunden Abschmelzung ist mit der GDL bis Ende 2017 vereinbart, Mitte 2016 waren es 640.000. Dabei können DB-Mitarbeiter wählen zwischen Auszahlung, Freistellung und der Nutzung von Langzeitkonten. Rund 100.000 Mitarbeiter sind bei der DB im Schichtdienst tätig und gewährleisten einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Grundsätzlich gilt bei der DB eine wöchentliche Referenzarbeitszeit von 39 Stunden. Es gibt rund 30 tarifvertragliche Regelungen zur Schichtplangestaltung, davon acht zu Ruhetagen. Auch durch betriebliche Arbeitszeitmodelle werden die Fahrpläne  mit Interessen der Mitarbeiter nach flexiblen Arbeitszeitmodellen in den Betrieben vor Ort zusammengebracht. Dies will die DB ausbauen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.09.16).

RechteckDispo-Tf Holding: Stellungnahme der zum BVWP 2030
Das Bundeskabinett hat im August 2016 den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 sowie die Ausbaugesetze für die bundeseigenen Straßen-, Schienen- und Wasserwege beschlossen. Der dispo-Tf Unternehmensgruppe, tätig als Eisenbahnverkehrsunternehmen und Eisenbahnverkehrsdienstleister, fehlt in diesen gesetzlichen Vorgaben eine klare und konsequente Schwerpunktsetzung zugunsten der Schiene. So sind nach unserer Einschätzung die ambitionierten Klima- und Umweltziele der Bundesregierung nicht zu erreichen.
Nachbesserungsbedarf sehen wir zusammenfassend im Ausbau und Wiederaufbau von schienengebundenen Nahverkehrsinfrastrukturen, mangelnder Priorisierung beim Ausbau des Schienennetzes und der Großknoten. Mittelständische Unternehmen müssen wieder leichter zu Anschlussgleisen kommen können.
Bundesgelder, die in ambitionierte Großprojekte fließen, fehlen bei der Ertüchtigung der Schieneninfrastruktur in der Fläche. Diese ist allerdings dringend notwendig, um die Staus auf deutschen Autobahnen zu reduzieren.
Bei dieser Thematik sind wir uns mit einem sehr großen Teil der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland nach einer TNS/Emnid-Umfrage vom August diesem Jahres einig. Eng getaktete, zuverlässig fahrende Züge bringen auf den Fernstraßen freie Fahrt. Auch mehr Wettbewerb für die Deutsche Bahn AG durch die nichtbundeseigenen Bahnbetreiber finden demnach 61% der Befragten für sinnvoll.
Von der bundespolitisch gehegten Gestaltungsmacht der Deutschen Bahn AG sollte der regulierungspolitische Kompass sich emanzipieren. Ohne Veränderungswillen bleibt die Modernisierung des Schienenverkehrs auf der Strecke (Pressemeldung dispo-Tf Holding GmbH, 30.09.16).

RechteckNetinera: Preise im deutschen Nahverkehr steigen um durchschnittlich 1,9 %
Die Preise für Nahverkehrsfahrkarten der Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) in Deutschland werden zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 um durchschnittlich rund 1,9 Prozent erhöht. Zu den größten EVU gehören unter anderem BeNEX, Keolis, NETINERA, Transdev, National Express und DB Regio sowie deren Beteiligungen und Tochterunternehmen. Die Preissteigerungen dieser Nahverkehrsbetreiber liegen auf dem Niveau der Erhöhungen der Verkehrsverbünde.
Da rund 80 Prozent aller Nahverkehrskunden in Deutschland in Zügen der Verkehrsverbünde und somit in den jeweiligen Verbundtarifen unterwegs sind, sind diese nicht von der Preismaßnahme betroffen. Preisstabil bleiben unter anderem das Schöne-Wochenende-Ticket und das Quer-durchs-Land-Ticket. Auch einige der beliebten Länder-Tickets kosten künftig nicht mehr: beispielsweise das Rheinland-Pfalz Ticket, das Baden-Württemberg-Ticket oder das Schleswig-Holstein-Ticket.
Bei den Einzel- und Zeitkarten werden für den Kunden nicht nachvollziehbare Preissprünge reduziert. Zum Beispiel zahlen Kunden heute für 15 Kilometer Fahrtstrecke 3,80 Euro. Ab 16 Kilometer sind es 4,50 Euro. Künftig nimmt der Preis sukzessiv mit jedem Kilometer zu. So kosten 15 Kilometer ab Dezember 2016 4,10 Euro – der Preis für 16 Kilometer beträgt weiterhin 4,50 Euro. In Summe wird das  Preissystem für die Kunden gerechter. In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Brandenburg und Berlin legen ausschließlich die jeweiligen Verkehrsverbünde beziehungsweise die Länder Fahrkartenpreise fest. Für Verkehre außerhalb der Verbünde erfolgt die Preisgestaltung in Abstimmung mit den Aufgabenträgerorganisationen, die  den Nahverkehr im Auftrag der Länder bestellen und bezahlen.
Die Preisanpassungen ergeben sich unter anderem daraus, dass die Verkehrsunternehmen in den letzten Jahren massiv in neue Fahrzeuge investiert haben. So gaben DB Regio, BeNEX, Transdev und NETINERA in den letzten vier Jahren über 4 Milliarden Euro für neue Fahrzeuge aus. Auch die umfangreiche Modernisierung von Bestandsflotten trug zur Steigerung des Reisekomforts bei: So wurden unter anderem Klimaanlagen, Steckdosen, bequemere Sitze und neue Beleuchtung nachgerüstet.
Der TBNE ist der "Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland" und Kooperationsplattform der EVU, die in Deutschland Schienenpersonennahverkehr betreiben (Pressemeldung Netinera, 30.09.16).

RechteckSPNV: Zuordnung der Regionalisierungsmittel auf die einzelnen Bundesländer
Der Anfang September vom Kabinett genehmigte Gesetzentwurf für die Änderung des Regionalisierungsgesetzes, der die ausgehandelten zusätzlichen 200 Millionen für das Jahr 2016 in Gesetzesform überführt, liegt dem Bundesrat zur Mitentscheidung als öffentliches Dokument vor.
Darin eingebaut ist die dynamische Veränderung der Mittelzuweisung, die den Proporz zwischen den Bundesländern zwischen 2016 und 2031 verändert. Der Bundesverkehrs-minister hat hierzu die Veränderungen des von den Ländern vorgeschlagenen sogenannten Kieler Schlüssels beginnend ab 2016 übernommen. Die dabei schwer betroffenen Verliererländer werden in Abmilderung ("Sperrklinke") aus den zusätzlichen 200 Millionen Euro bedient. Hierbei erhalten diese Länder jeweils einen festen Prozentsatz aus den dynamisierten Zusatzmillionen, dies sind für
• Berlin: 2,0385% (2016: gerundet 4,08 Mio. Euro),
• Brandenburg: 17,7717% (2016: 35,5 Mio. Euro),
• Mecklenburg-Vorpommern: 16,7221% (2016: 33,44 Mio. Euro),
• Saarland: 0,5% (2016: 1,0 Mio. Euro),
• Sachsen: 24,6730% (2016: 49,35 Mio. Euro),
• Sachsen-Anhalt: 24,4807% (2016: 48,96 Mio. Euro) und
• Thüringen: 13,8140% (2016: 27,63 Mio. Euro).
Im Jahr 2031 erreichen die schweren Verliererländer bezogen auf den ursprünglich für 2016 vorgesehenen Anteil eine jährliche nominale Seigerung von 0,58% bis 1,51% im Vergleich zur durchschnittlichen Steigerung der Gesamtsumme der Regionalisierungsmittel von 1,8%:
• Berlin: 1,51%,
• Brandenburg: 0,71%,
• Mecklenburg-Vorpommern: 0,58 %,
• Saarland: 1,29%,
• Sachsen: 0,69%,
• Sachsen-Anhalt: 0,59% und
• Thüringen: 0,69%
Berechnungshinweis: (15te Wurzel des Quotienten aus der Zuweisung 2031 durch den Ursprungsbetrag 2016 (ohne die Zusatzmillionen))-1)*100) [Wert in %] (er-tz, 30.09.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Industrie

RechteckEuroline: Sichere (Messe-)Fahrt

Die Schienenfahrzeug-Bugmaske auf dem euroline-Stand war ein echter Eyecatcher.
Wer auffallen will, muss auffällig sein. Das bestätigte der neue Messestand des Steigtechnikherstellers euroline (Bad Pyrmont) auf der InnoTrans in Berlin. Eigens für die Messe wurde die Bugmaske eines Schienenfahrzeugs installiert, an der das Unternehmen seine voll ausgestattete Kassettenbühne direkt "im Einsatz" zeigte.
Zahlreiche Besucher überzeugten sich vom Spaltmass "Null", das Arbeiten ohne Abstand zum Fahrzeug zulässt – egal ob an Bus, LKW, Bahn oder Flugzeug – und waren begeistert von der neuen, manuell-hydraulischen Höhenverstellung. Darüber hinaus überzeugten die Dosenlibelle zum Ausrichten sowie die elektromechanische Zentralfeststellung.
Für das Team von Geschäftsführer Friedrich Florian Schlichte waren es vier bereichernde Tage in Berlin. "Wir hatten alle Hände voll zu tun. Die zahlreichen Gespräche mit Fachleuten aus verschiedenen Branchen und Herkunftsländern zeigen, dass die InnoTrans wichtige internationale Impulse setzt", berichtet Schlichte (Pressemeldung euroline GmbH, 30.09.16).

RechteckVDEI: Kooperation mit koreanischer Eisenbahn Gesellschaft KORASS
Der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) und der koreanische Eisenbahn-Ingenieurverband Korea Railway Association (KORASS) haben auf der InnoTrans Messe in Berlin eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
Ziel beider Verbände ist es die fachliche Zusammenarbeit im Eisenbahnwesen zu stärken. Durch gemeinsame internationale Konferenzen, Messen und Ausstellungen soll künftig regelmäßig Informations- und Fachaustausch zwischen den Experten verschiedener Fachrichtungen stattfinden. Außerdem möchten die Partner insbesondere den Nachwuchs in beiden Ländern fördern. Dazu soll es beispielsweise Exkursionen und Fachveranstaltungen für Studierende geben (Pressemeldung Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V., 30.09.16).

RechteckVossloh: Aufsichtsrat der Vossloh AG bestellt neuen Vorsitzenden
Der Aufsichtsrat hat heute Herrn Andreas Busemann, 50, mit Wirkung zum 1. April 2017 für eine Amtszeit von drei Jahren als Nachfolger von Hans M. Schabert zum Vorsitzenden des Vorstands der Vossloh AG bestellt. Andreas Busemann ist seit dem 1. Januar 2016 Vorstand Vertrieb und Marketing der DB Cargo AG. Zuvor war er Vorstand Produktion der DB Fernverkehr AG und Leiter Technologie sowie in Personalunion CTO / CIO Infrastruktur (IT) bei der DB Netz AG. Nach dem Studium zum Diplom-Ingenieur mit der Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik in Braunschweig begann Busemann seine Karriere bei der Siemens AG. Dort bekleidete er verschiedene Positionen, zuletzt als CEO der Rail Automation Division, der er mehr als 10 Jahre angehörte.
Hans M. Schabert ist seit dem 1. April 2014 Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG und wird nach Ablauf seiner Amtszeit am 31. März 2017 aus familiären Gründen für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stehen. Die Verträge der beiden weiteren Vorstandsmitglieder der Vossloh AG, Oliver Schuster und Volker Schenk, sind plangemäß um weitere drei Jahre verlängert worden, d.h. bis zum Frühjahr 2020.
"Vossloh ist mit der umfassenden Transformation gestärkt worden und nach den notwendigen Einschnitten auf gutem Weg. Dieser Prozess wurde von Herrn Dr. Schabert in kürzester Zeit und sehr erfolgreich vorangetrieben. Mit der Bestellung von Andreas Busemann konnten wir einen ausgewiesenen Fachmann der Bahnindustrie bestellen und so die kontinuierliche Weiterentwicklung von Vossloh sicherstellen", sagt Heinz Hermann Thiele, Aufsichtsratsvorsitzender der Vossloh AG (Pressemeldung Vossloh AG, 30.09.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Antrittsbesuch von Go-Ahead in Baden-Württemberg
Im Rahmen von zwei Veranstaltungen präsentiert sich die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH am Donnerstag in Essingen sowie kommende Woche am 6. Oktober in Heilbronn Vertretern und Repräsentanten der Region. Hier geht es insbesondere darum, das Unternehmen und seine Vorstellung für die Erfüllung des Vertrages ab Juni 2019 auf den Strecken Franken-Enz und Rems-Fils zu präsentieren.
Nach der Begrüßung der Vertreter aus Politik und Wirtschaft zeigt Stefan Krispin, Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland, wer das Unternehmen ist und was es ausmacht. Zudem wird veranschaulicht wie sich das Unternehmen die Arbeit in und mit der Region ab Juni 2019 vorstellt.
„Wir möchten unseren Fahrgästen nicht zuletzt durch einfach zu erwerbende Fahrscheine in transparenten Strukturen den größtmöglichen Komfort bieten“, so Stefan Krispin. „Wir wollen eng mit der Region, dem Ministerium, dem Aufgabenträger und den Fahrgastbeiräten zusammenarbeiten, um den bestmöglichen Service anzubieten und mehr Fahrgäste für die Schiene zu gewinnen. Dabei unterstützen wir auch gerne bei Themen, die über die Kernaufgaben eines Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVUs) hinausgehen, z. B. bei der Modernisierung der Bahnhöfe und Haltepunkte.“ Für den Komfort der Fahrgäste werden außerdem moderne Züge des Typs FLIRT3 von Stadler sorgen, die durch Christoph Hässig, einem Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH, und Oliver Pfeiffer, Projektleiter, an diesem Nachmittag ebenfalls präsentiert werden.
Mit diesen zwei Antrittsbesuchen möchte das Unternehmen unterstreichen, dass es nicht nur um moderne Züge, Sicherheit, Pünktlichkeit und Umweltbewusstsein geht, sondern es sich auch als Partner seiner Fahrgäste und der Region, in der es tätig ist, sieht. So untersucht die Go-Ahead die Möglichkeit, eine Werkstatt für Züge in Essingen zu errichten.
Das britische Unternehmen Go-Ahead wurde 1987 im Rahmen der Privatisierung der Busnetze gegründet. Mit der Deregulierung des Schienenverkehrs 1996 stieg Go-Ahead auch in diesen Markt ein. Das Unternehmen ist in Großbritannien für 5.500 Bahnverbindungen auf 2.200 Kilometern Schienennetz verantwortlich und betreut mit ca. 13.000 Mitarbeiter über 120 Millionen Zug-Kilometer
(Pressemeldung Go-Ahead, 30.09.16).

RechteckBW: Neustart für Echt Bodensee Card gefordert
Die Touristen-Gästekarte EBC „Echt Bodensee Card“ verdient einen neuen Anlauf. Die EBC muss attraktiver, konsensfähiger und transparenter werden. Sie sollte entlang des ganzen deutschen Seeufers gelten. Für einen Erfolg der EBC sind auch der Ausbau und die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn voranzutreiben. Eine Eisenbahnlinie mit ausreichender Kapazität ist überall das Rückgrat für einen leistungsfähigen ÖPNV.
Die Initiative Bodensee-S-Bahn bedauert, dass es nicht gelungen ist, flächendeckend eine attraktive Touristen-Gästekarte für den Bodenseeraum einzuführen. Eine bessere Vernetzung mit anderen Tourismusangeboten und benachbarten Verkehrsverbünden ist anzustreben, damit für die Feriengäste ein attraktives Angebot entsteht. In vielen anderen Urlaubsregionen sind Gästekarten mit kostenloser Benutzung des ÖPNV bereits seit Jahren sehr erfolgreich.
Bei einem Neustart sollte das Konzept klarer kommuniziert werden: angefangen von den Zielen über die zu erwartenden Einnahmen bis hin zur Verwendung und Kontrolle dieser Mittel. Die Vorwürfe, es handle sich um eine versteckte Zwangsabgabe, lassen sich nur mit umfassender Transparenz entkräften.
Damit eine Gästekarte auch am See ein Erfolgsmodell wird, sind jedoch vor allem substantielle Verbesserungen im ÖPNV-Angebot nötig. Kürzere Taktzeiten bei Bus und Bahn sind dabei deutlich wichtiger als imageträchtige Elektroauto-Projekte wie „Emma“. Denn viele der selbstgesteckten Ziele des Nahverkehrsplans von 2011 im Bodenseekreis sind noch längst nicht umgesetzt. Und die Ergebnisse einer ergänzenden Studie zu möglichen Verbesserungen auf der Bodenseegürtelbahn lassen seit Monaten auf sich warten. Mit größerem Engagement, so die Hoffnung der S-Bahn-Initiative, können künftig deutlich mehr Fahrgäste gewonnen werden – Touristen ebenso wie Einheimische (Pressemeldung Initiative Bodensee-S-Bahn, 30.09.16).

RechteckBerlin/Brandenburg: Neue Angebote und neue Preise im VBB ab 1. Januar 2017
Zum 1. Januar 2017 wird es im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) eine Tarifanpassung geben. Das hat der Aufsichtsrat des VBB beschlossen. Mit verbundweit durchschnittlich 0,56 Prozent ist es die niedrigste Anpassungsrate, die bislang im Verkehrsverbund umgesetzt wurde (2016: 1,84 Prozent). Eine Ausnahme bildet das Tarifgebiet Potsdam AB. Hier beträgt die durchschnittliche Tarifanpassungsrate vier Prozent. Neben Preisänderungen einzelner Tarifpositionen, werden neue Angebote eingeführt bzw. bestehende Angebote ausgeweitet. So beinhalten zum Beispiel künftig die Tageskarten in Berlin ABC und Potsdam AB die Mitnahme von bis zu drei Kindern bis einschließlich 14 Jahren. Weiter wird der Geltungsbereich für die 4-Fahrten-Karte erweitert. Unverändert bleiben unter anderem die Preise für Schülertickets und Geschwisterkarten sowie Zeitkarten in Berlin AB und alle Fahrausweise für Fahrräder.
VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel: "Niemand wird übermäßig zur Kasse gebeten. Wie versprochen, fällt die kommende Tarifanpassung sehr moderat aus. Viele Tickets bleiben im Preis unverändert und es freut uns, dass wir bestehende Angebote ausweiten und aufwerten können. Vor allem Familien und Stammkunden werden sowohl von der erweiterten Mitnahmemöglichkeit bei den Tageskarten als auch vom Angebot der 4-Fahrten-Karten profitieren. So steigt zwar der Preis für den Einzelfahrausweis Berlin AB von 2,70 Euro auf 2,80 Euro, die 4-Fahrten-Karte Berlin AB bleibt dagegen mit 9,00 Euro preisstabil. Für jeden der also mehr als einmal mit Bus und Bahn in Berlin unterwegs ist, verteuert sich die Einzelfahrt nicht. Mit der 4-Fahrten-Karte Berlin AB kostet die einfache Fahrt weiterhin nur 2,25 Euro." Dem vielfach geäußerten Wunsch der älteren Fahrgäste nach einer Ausweitung des Angebots für Senioren, wird mit der Einführung des VBB-Abo 65vorOrt nachgekommen. Der VBB-Aufsichtsrat beschloss weiterhin eine zukünftige Umstellung der Schülertickets AB auf die elektronische VBB-fahrCard um das jetzige Verfahren des Erwerbs zu vereinfachen. Familien werden durch die Umstellung im Vergleich zum bestehenden Angebot preislich künftig nicht schlechter gestellt. Die Preise für die bestehenden Schüler- und Geschwistertickets ändern sich zum 1. Januar 2017 nicht. Das Verfahren und der Zeitplan zur Umstellung auf die elektronische Fahrkarte befinden sich noch in der Abstimmung
(Pressemeldung VBB, 30.09.16).

RechteckBerlin/Brandenburg: Fahrpreis-Moratorium gefordert
"Bis zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen muss ein Fahrpreismoratorium gelten. Der Senat soll dazu sein Vetorecht nutzen. Die künftige Entwicklung der Fahrpreise sind ein wichtiges Thema in den Koalitionsverhandlungen, eine Entscheidung vor den Koalitionsgesprächen ist daher kontraproduktiv.
Die Überlegungen, die Fahrpreise erneut zu erhöhen, sind überdies nicht nachvollziehbar. Die Fahrpreise müssen runter – nicht rauf. Es gibt keinen Grund für eine Fahrpreiserhöhung in Berlin. Dafür sprechen die erheblichen Mehreinnahmen bei BVG, S-Bahn und Regio, die niedrigen Energiepreise und eine Inflationsrate bei nahe Null.
Es zeigt sich einmal mehr, dass der zur Begründung angeführte Index nicht taugt. Realität in Berlin sind immer mehr Ausfälle und Verspätungen bei Bus und Bahn. Das passt gar nicht zu einer Preiserhöhung, sondern hat hohe Strafzahlungen zur Folge." (Stefan Gelbhaar, MdA Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen Berlin
, 30.09.16).

RechteckHessen: Informationsveranstaltung zur Neubaustrecke Frankfurt—Mannheim
Das hessische und das badenwürttembergische Verkehrsministerium sowie die Deutsche Bahn laden am 30. September 2016 nach Darmstadt ein, um über die Wiederaufnahme der Planungen für die Neubaustrecke Rhein/Main—Rhein/Neckar zu informieren.
An der Bürgerinformationsveranstaltung nehmen der hessische Verkehrsminister, Tarek Al-Wazir, der Verkehrsminister von BadenWürttemberg, Winfried Hermann, und der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG, Frank Sennhenn, teil. Vorgestellt wird auch, wie die Bürgerbeteiligung für das Neubauvorhaben aussehen soll. Anwesende erhalten außerdem die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen zum weiteren Vorgehen zu formulieren.
Die Veranstaltung, zu der jeder Interessierte eingeladen ist, findet im Audimax der Technischen Universität Darmstadt (Karolinenplatz 5) statt und beginnt um 16 Uhr.
Der Bau von zwei neuen Gleisen zwischen Frankfurt-Zeppelinheim und Mannheim ist dem Bund, den Ländern Hessen und Baden-Württemberg und der Deutschen Bahn ein gleichermaßen wichtiges Anliegen. Gemeinsames Ziel ist es, den vorhandenen Engpass im Schienennetz aufzulösen und so die Voraussetzung für ein verbessertes Angebot sowohl für den Schienenpersonenfernverkehr als auch für den Nahverkehr zu schaffen.
Die Neubaustrecke soll außerdem dazu dienen, die Anwohner an den bestehenden Bahnstrecken von nächtlichem Güterverkehrslärm zu entlasten, indem dieser von den Bestandsstrecken auf die Neubaustrecke geleitet wird. In den letzten Jahren hatten die Planungen für die Neubaustrecke Rhein/Main—Rhein/Neckar weitestgehend geruht. Der im August im Bundeskabinett verabschiedete Bundesverkehrswegeplan 2030 bestätigte die Notwendigkeit der Strecke unter geänderten Prämissen. Daher kann die DB Netz AG ihre Planungen jetzt wieder aufnehmen. Diese Planungen werden von Beginn an transparent und unter frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen. (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.09.16).

RechteckHessen: 1,2 Millionen Euro für Kasseler Tram

Staatssekretär Samson überreicht den Förderbescheid an Dr. Thorsten Ebert, Vorstand der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG). Foto Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH.
Mit 1,2 Mio. Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Kassel bei der Anpassung ihrer Straßenbahn-Haltestellen an die Entwicklung der Fahrgastzahlen. Den Bescheid übergab Verkehrs-Staatssekretär Mathias Samson am Mittwoch an Dr. Thorsten Ebert, Vorstand der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG). Das Land trägt damit über die Hälfte der Gesamtkosten von 1,93 Mio. Euro. "Leistungsfähige und attraktive öffentliche Verkehrsmittel sind unerlässlich für eine nachhaltige Mobilität", sagte Samson.
Das Geld dient der Verlängerung der Bahnsteige an der Haltestellen der Strecke von der Stadtgrenze zu Baunatal über die Frankfurter Straße bis zur Ihringshäuser Straße sowie auf der Helleböhnstrecke (Walther-Schücking-Platz bis Oberzwehren Mitte). Die KVG will dort künftig in Stoßzeiten Straßenbahnen mit Beiwagen verkehren lassen, "um die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsenen Fahrgastzahlen zu bewältigen. 2011 hatten wir jährlich 39,5 Millionen Fahrgäste, 2014 waren es schon knapp 46 Millionen. Da wir davon ausgehen, dass wir auch in Zukunft mehr Menschen für den ÖPNV gewinnen können, verschaffen uns die Beiwägen die notwenigen Kapazitäten", erläutert KVG-Vorstand Ebert.
Für Fahrgäste wird die Fahrt damit komfortabler und entspannter. Sie finden nicht nur mehr Sitzplätze, sondern auch mehr Türen zum Ein- und Ausstieg, so dass die Wagen auch bei hohem Passagieraufkommen nicht so lange an den Haltstellen warten müssen und den Fahrplan besser einhalten können. "Dies ist ein weiterer Anreiz zum Umstieg auf den ÖPNV", sagte der Staatssekretär (Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 30.09.16).

RechteckSachsen: Haushalt in schwierigen Zeiten
Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) hat am Dienstag dem Jahresabschluss für 2015 zugestimmt. Die vom Rechnungs-prüfungsamt der Stadt Plauen kontrollierte Haushaltführung ergab einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Dank unterjähriger kräftiger Gegensteuerungsmaßnahmen durch Abbestellungen von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Höhe von cirka 1 Million Euro und Entnahmen aus der Rücklage konnte für 2015 ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Die Mitglieder des Verbandsrates nahmen auch die Halbjahresinformation zum Haushalt 2016 entgegen.
Die für 2016 geplanten Einnahmen aus der Finanzierungsverordnung für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNVFinVo) orientieren sich in Sachsen bislang noch nicht an dem Ergebnis der Revision des Regionalisierungsgesetzes (RegG), was im laufenden Haushalt ebenfalls zu Anpassungsmaßnahmen geführt hat.
Für das Jahr 2017 hat die Verbandsversammlung die Weichen durch weitere qualitative Maßnahmen und Kürzungen im SPNV so gestellt, dass der im Landtag derzeit eingebrachte Haushaltentwurf berücksichtigt wird. In diesem Zusammenhang machte Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises und ZVV-Vorsitzender, darauf aufmerksam, dass es ab Fahrplanwechsel 2017/18 zu weiteren Streichungen kommen könnte. Grund dafür ist, dass die Mittel, die dem Zweckverband über die ÖPNVFinVo zur Verfügung gestellt werden sollen, nicht ausreichen, um das derzeitige Angebot zu sichern (Pressemeldung Zweckverband ÖPNV Vogtland , 30.09.16).

RechteckSachsen-Anhalt: Erlös vom Tag der offenen Tür in der Abellio-Werkstatt
Beim kürzlich initiierten Tag der offenen Tür in der Sangerhäuser Betriebswerkstatt von Abellio Rail Mitteldeutschland engagierten sich viele Mitarbeiter des Unternehmens, damit die Besucher ein rundherum schönes Erlebnis hatten. Einer von ihnen war Jörg Szor, seines Zeichens Triebfahrzeugführer bei Abellio. Sein Hobby ist der Apfelanbau und das Pressen von Saft aus den geernteten Früchten.
Mit seiner Apfelsaftpresse demonstrierte er den Besuchern zum Tag der offenen Tür das Verfahren und verkaufte den dabei gepressten Saft. Den Verkaufserlös in Höhe von 240,00 € spendeten Herr Szor und Abellio am heutigen Vormittag der Tagesgruppe des Albert-Schweitzer-Familienwerkes e.V. in Sangerhausen.
Teamleiter Thomas Müller, der das Geld für die Gruppe in Empfang nahm, sagte: "Wir freuen uns über diese Spende. Eine Idee zur Verwendung des Geldes haben wir auch schon: Wir wollen den Kindern ein Fahrrad kaufen, damit sie bei uns das Radfahren lernen können."
Auch Jörg Szor freute über die Verwendung des Geldes: "Es war schön, den Besuchern beim Tag der offenen Tür die Technik des Apfelsaftpressens demonstrieren zu können. Und noch besser ist es, wenn wir mit dem Erlös auch noch etwas Gutes tun können." (Pressemeldung Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH, 30.09.16).

RechteckSchleswig-Holstein: Verlängerung der Regionalbahn-Linie 38 Buchholz - Hannover
Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt den für den 30. Oktober geplanten Abschluss der Modernisierung und der Sanierung der Heidebahn Buchholz – Soltau – Bennemühlen und die für den Fahrplanwechsel am 11. Dezember geplante Einführung des neuen Betriebs- Konzeptes auf der Regionalbahn-Linie 38 Buchholz – Soltau – Hannover Hauptbahnhof. Darüber hinaus schlägt der Fahrgastverband PRO BAHN eine Verlängerung der Regionalbahn-Linie 38 nach Hamburg Hauptbahnhof vor.
„Nach dem Abschluss der Modernisierung und der Sanierung der Heidebahn Buchholz - Soltau – Bennemühlen und der Einführung des neuen Betriebs-Konzeptes wird mit dem Fahrplan-wechsel am 11. Dezember zwischen Buchholz und Hannover Hauptbahnhof eine attraktive und zum Motorisierten Individualverkehr (MIV) konkurrenzfähige Fahrtzeit von einer Stunde und 50 Minuten angeboten“, so Hans-Uwe Kolle, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. „Weiterhin wird mit der Verdichtung des Verkehrsangebotes an Samstagen und Sonntagen auf einen Stundentakt auch am Wochenende ein attraktives Verkehrsangebot für Ausflugsreisende und Touristen eingeführt.“
Darüber hinaus schlägt der Fahrgastverband PRO BAHN vor, die Regionalbahn-Linie 38 Buchholz - Soltau - Hannover Hauptbahnhof über die vom Fahrgastbeirat Harburg vorgeschlagene Verlängerung nach Hamburg-Harburg hinaus bis nach Hamburg Hauptbahnhof zu verlängern. „Eine Verlängerung der Regionalbahn-Linie 38 nach Hamburg-Harburg wird aufgrund der Fahrplan-Lagen des neuen Betriebs-Konzeptes auf der Heidebahn zu einer sehr kurzen Wendezeit in Hamburg-Harburg führen, so dass eine Verspätung einer Regionalbahn von Hannover sofort wieder auf eine Regionalbahn nach Hannover übertragen wird“, erläutert Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN. „Die Lösung für diese Herausforderung kann entweder die Einführung einer überschlagenen Wende in Hamburg-Harburg oder die Verlängerung nach Hamburg Hauptbahnhof sein.
Die Verlängerung nach Hamburg Hauptbahnhof eröffnet zudem fahrplantechnisch die Möglichkeit, die Regionalbahn-Linie 38 über Jesteburg zu führen.“ Der Fahrgastverband PRO BAHN spricht sich dabei für die letztere Variante aus, aus dem Grund, dass mit der Verlängerung der Regionalbahn-Linie 38 nach Hamburg Hauptbahnhof einerseits eine umsteigefreie Verbindung Hamburg Hauptbahnhof – Soltau geschaffen und andererseits die Fahrtzeit Hamburg Hauptbahnhof – Soltau auf rund 65 bis 70 Minuten verkürzt werden kann. Zudem werden gegenüber der Variante mit einem Start- und Ziel- Bahnhof Buchholz der Metronom entlastet und somit weitere Sitzplatzkapazitäten für Fahrgäste in der Relation Hamburg Hauptbahnhof – Buchholz geschaffen und gegenüber der Variante mit einem Start- und Ziel-Bahnhof Hamburg-Harburg die Züge der S-Bahn- Linien 3 und 31 nicht weiter belastet (Pressemeldung Pro bahn Schleswig-Holstein, 30.09.16).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 30.09.16).

Rechteck21. modell-hobby-spiel auf der Leipziger Messe
Kreativ sein, Ideen holen und Spaß haben: Vom 30. September bis 3. Oktober präsentiert die modell-hobby-spiel auf der Leipziger Messe die neusten Trends für die Freizeitbeschäftigung. Rund 650 Aussteller schaffen auf einer Fläche von 90.000 Quadratmetern ein Hobbyparadies der Superlative – zum Kennenlernen, zum Ausprobieren und zum Kaufen. Ein Erlebnis für Familien und Kinder, für Teenager, aber auch für Modellbauer und -bahner, Technikliebhaber, Handarbeitsfans und für alle, die ihr kreatives Potenzial erst noch entdecken möchten.
Erlebnis, Vielfalt, Inspiration und Know-how – das abwechslungsreiche Programm der modell-hobby spiel bietet vier Tage lang mehr als 900 Aktionen, Workshops und Vorführungen. Auf Deutschlands größter Publikumsmesse für Modellbahn, Modellbau, kreatives Gestalten und Spiel präsentieren Branchenführer Produktneuheiten und stellen die Trends von morgen für die Freizeitgestaltung vor. Zum Schauen und Staunen laden spektakuläre Indoor-Flugshows, die Anlagenschau der Modelleisenbahner und liebevoll gestaltete Truck-Parcours ein. Im Spieleareal wartet eine umfangreiche Spieleausleihe auf die Besucher. Mit Fantasie, Geschick und Detailliebe entstehen in den Kreativ-Workshops Unikate.
Vom 30. September bis 2. Oktober 2016 öffnet die modell-hobby-spiel von 10.00 bis 18.00 Uhr ihre Tore sowie am 3. Oktober zwischen 10.00 und 17.00 Uhr. Die Tageskarten kosten im Online-Ticketshop (ab August) sowie in den rund 700 Vorverkaufsstellen (ab September) jeweils 13,00 Euro. Vorab-Käufer genießen zudem einen "VIP-Vorteil": Auf einer eigens eingerichteten grünen Linie marschieren sie vorbei an den Warteschlangen und sind schneller drin in Deutschlands größtem Hobbyraum. An den Tageskasse kosten Tickets am Messefreitag und -montag (30. September/3. Oktober) 13,00 Euro und am Samstag und Sonntag (1./2. Oktober) 14,00 Euro. Wer sein Samstags- und Sonntags-Ticket im Online-Shop oder Vorverkauf vorab ordert, spart also bares Geld. Ermäßigte Tagestickets kosten 9,50 Euro beziehungsweise 5,00 Euro für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Neu: Die Kinderkarten sind jetzt ebenfalls online und in den Vorverkaufsstellen erhältlich. Der Eintritt für Kinder unter sechs Jahren ist frei. Am Besuchstag berechtigen die Eintrittskarten im öffentlichen Nahverkehr zur einmaligen kostenfreien Hin- und Rückfahrt zum/ab Messegelände (gültig in den Tarifzonen 110, 151, 156, 162, 163, 168, 210, 225) (Pressemeldung Leipziger Messe, 30.09.16).

Rechteck95-Treffen Sonneberg



Am Wochenende 24./25.09.16 fand im thüringischen Sonneberg ein 95-Treffen, organisiert durch die Eisenbahnfreunde Sonneberg statt. Am frühen Morgen gab es für Fotografen eine Fotoveranstaltung mit den drei Dampfloks 95 009, 95 016 und 95 027 mit unterschiedlichen Betriebsnummern. Den Tag über wurde dann nach Lausch bzw. Rauenstein gependelt. Zum Einsatz kamen hier die Dampflok 95 027 und die Diesellok 112 703, im Sandwich oder einzeln. Den Eisenbahnfreunden Sonneberg ein herzliches Dankeschön für diese Veranstaltung (Harald Becker, 30.09.16).

RechteckEin langer Gützerzug zwischen Leipzig und Gera




Am 24. September fuhr ein langer Güterzug gezogen von der 52 8154-8 von Leipzig-Plagwitz nach Gera und zurück, eine Strecke mit noch etlichen besetzten Stellwerken, DR-Signaltechnik und einem Teilstück mit Telegrafenmasten. Auch hier sind jedoch Modernisierungen vorgenommen. Der Ablauf verlief reibungslos und das gute Wetter war ein willkommener Bonus.
Die Rekoloks der Baureihe 52.80 entstanden ab 1960 bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR aus der grundlegend überarbeiteten Kriegslokomotive der Baureihe 52. Diese als Rekonstruktion bezeichnete Modernisierung der Lokomotive erstreckte sich, mit wenigen Ausnahmen, auf fast alle Bauteile und Baugruppen der Maschine.
Im Frühsommer des Jahres 1960 im Raw Stendal mit der notwendige Rekonstruktion der Baureihe 52 begonnen. 200 Lokomotiven erhielten bis 1967 einen ursprünglich für die Baureihe 50.35 konstruierten Verbrennungskammerkessel. Rekonstruiert wurden nur Maschinen mit Blechrahmen. Markante Merkmale der Rekolok waren neue Zylinder in Schweißausführung, eine Mischvorwärmeranlage der Bauart IfS/DR und, bedingt durch den neuen Kessel, neue Führerhausvorderwände mit ovalen Fenstern. Der vorgesehene komplette Ersatz der Führerhäuser und die Kupplung mit neuen Tendern kam nicht zustande, da keine Kapazitäten dafür vorhanden waren. Die verschlissenen Wannentender 2'2'T30 wurden meist mit neu gebauten Wannen versehen.
Erst in den 1980er Jahren wurden bei einigen Lokomotiven im Raw Meiningen Druckaus-gleichkolbenschieber der Bauart Trofimoff und Zylindersicherheitsventile eingebaut. Einige Lokomotiven wurden mit einem Giesl-Ejektor ausgerüstet, die aber bald wieder ausgebaut wurden. Die rekonstruierten Loks wurden als 52 8001 bis 52 8200 eingeordnet.
Dieser Umbau war ein grosser Erfolg, was sich insbesondere in der Einsparung von Schmier- und Brennstoffen bemerkbar machte. Bei der DR bildete die Baureihe 52.80 das Rückgrat im Güterverkehr und so verwundert es nicht, dass zahlreiche Maschinen bis in die 1980er Jahre im Einsatz standen. Einige Exemplare standen sogar noch bis nach der politischen Wende als Heizloks unter Dampf!
Die 52 8154 entstand aus der ursprüngliche 52 4896 (Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft, Berlin 1943, Fabriknummer 13966). Sie wurde im Raw Stendal in 1965 umgebaut. In 1968 wurde die Lok umnummeriert in 52 8154-8 (Ad van Sten, 30.09.16).

RechteckGlauchau



Am letzten Wochenende fand im Bahnbetriebswerk Glauchau die große Lokausstellung statt. Zu Gast die Dampfloks 03 1010 und 50 3616, während die 50 für Führerstandsmitfahrten zum Einsatz kam, fuhr die 03 im wechsel mit 86 333 Dampfschnupperfahrten zum Bw Fest und auf der Drehscheibe wurden zahlreiche Eisenbahnfahrzeuge präsentiert (Harald Becker, 30.09.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 10/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckGaschwitz

Die Fotos zeigen am 22.09.16 RDX 264 002 mit 69506 Hamm - Frohburg und und 143 934 & 143 285 mit Uml. 52811 Braunschweig - Mosel in Gaschwitz (Torsten Liermann, 30.09.16).

RechteckHolzverladung Obernkirchen


Auf der Bahn Rinteln - Stadthagen hat im Bahnhof Obernkirchen zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder Holzverladung stattgefunden. Zu diesem Zweck fuhr am Donnerstagfrüh von Stadthagen her ein 21 Wagen langer Leerzug mit einer schweren VPS-Diesellok, der 05-5D nach Obernkirchen.
Holzzstämme aus dem angrenzenden Bückeberg und dem Schaumburger Wald wurden auf der Straße angefahren und an der alten Laderampe östlich des Empfangsgebäudes umgeladen. Zu diesem Zweck waren zuvor die für die Beladung notwendigen Gleise von Abstellwagen geräumt worden, wobei auch das alte Übergabegleis zur Glasfabrik, das in einer starken Steigung liegt, genutzt wird. Die dort befindlichen Kesselwagen sind daher mit Hemmschuhen und angezogenen Handbremsen gesichert.
Der Zug wird voraussichtlich am Freitag erst Obernkirchen verlassen. Danach werden aus Hameln weitere Abstellwagen der Firma Kaminski erwartet, und in der nächsten Woche sind mehrere Züge für das Mischwerk Ahrens am Georgschacht in Stadthagen vorgemeldet.
Die Bilder zeigen die Lok beim Verschieben von Waggons und den Verladeakt vom Lastwagen her mit einem Greifer (WR, 29.09.16).

RechteckIlsenburg

Dass Schalthäuser mit Technik für Bahnübergänge nicht immer einheitsgrau sein müssen, kann man seit einigen Tagen um Ilsenburg an der KBS 330 sehen. Der Fassadenkünstler Tobias Silber gestaltete dort Motive mit DB-Fahrzeugen. Obwohl in der Region aktuell ausschließlich Transdev mit seiner Marke HarzElbeExpress unterwegs ist, eine gelungene Aktion. Die beiden Aufnahmen fertigte Helmut Bollmann in Ilsenburg an (Sebastian Bollmann, 30.09.16).

RechteckJößnitz

156 001-0 und 266 442-3 (MEG) mit DGS 88982 am 28.09.16 in Jößnitz/V. (Alexander Hertel, 30.09.16).

RechteckPoděbrady - Mochov


Am 28. September fuhr ich mit dem KŽC-Museumszug "Polabský motoráček" ("um die Elbe") von Bad Poděbrady über Čelákovice nach Mochov. Die Strecke Čelákovice - Mochov ist nur vier Kilometer lang und der Regelverkehr wurde zum Dezember 2006 stillgelegt. Im Endbhf. Mochov ist noch eine Anschlußbahn zur ehemaligen Kühlfabrik, aber auch ohne Verkehr, der österreichische Inhaber Kühlfabrik Ardo hat sie im Jahr 2011 außer Betrieb gesetzt.
Die Fotos zeigen den Markt in Bad Poděbrady (mit LkW!), gegrübdet 1905 durch Ernst Filip Fürst Hohenlohe-Schüllinsfürst (1853-1915) sowie den Tw M 152.0535 (Bj 1982, ex Bw České Budějovice, ex Bw Humenné-ZSSK) im Bhf Poděbrady und im Bhf Mochov (Martin Kubík, 29.09.16).

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Tanago

Europa

RechteckDänemark: Erster erfolgreicher Test für ETCS Level 2 baseline 3
Alstom und der dänische Eisenbahninfrastrukturbetreiber Banedanmark haben zum ersten Mal erfolgreich ETCS level 2 baseline 3 zwischen Roskilde und Gadstrup getestet. In den nächsten zehn Jahren soll Dänemark vollständig mit ETCS level 2 baseline 3 ausgestattet werden. Banedanmark ist damit der erste Infrastrukturbetreiber, der diesen Standard anwendet, der von der Europäischen Eisenbahn-Agentur (ERA) erst im Juli 2016 validiert wurde.
Der vom Kopenhagener Kontrollzentrum überwachte Testzug von Alstom war mit ETCS L2, einem STM (Standard-Übertragungsmodul) und dem vorhandenen System ausgestattet. Banedanmark hatte im Jahr 2012 einen Vertrag mit Alstom unterzeichnet, das bestehende Signalsystem im Osten von Dänemark mit Atlas, der ERTMS-basierten Signalisierungslösung von Alstom zu ersetzen, das auf 12 Intercity- und Regionallinien in Sealand und Fyn eingesetzt werden und die Hälfte des Landes abdecken soll. Der Vertrag beinhaltet auch die Wartung für 25 Jahre (WKZ, Quelle Alstom, 30.09.16).

RechteckFrankreich: Neue TER-Werkstatt in Bordeaux eingeweiht


Am 22.09.16 wurde die neue TER-Wartungswerkstatt in Bordeaux eingeweiht. Die Kosten des mit High-Tech ausgestatteten Gebäudes im Wert von 25 Mio. Euro wurden nach der Übernahme von 44 Régiolis und Regio2N im Jahr 2014 vollständig durch die Region Nouvelle-Aquitaine getragen. Die neue Wartungswerkstatt soll eine Verfügbarkeit der Züge von wöchentlich 95% ermöglichen. Ein Teil der Investitionen wurde verwendet, um die historischen Gebäude zu modernisieren und an die neuen Züge anzupassen. Außerdem wurde eine neue Werkstatt mit zwei Fahrspuren von 81 m gebaut, ausgestattet mit abnehmbaren Brücken und Kränen für 6,3 t (WKZ, Quelle SNCF, 30.09.16).

RechteckFrankreich/Großbritannien: Eurotunnel nimmt GSM-R in Betrieb
Eurotunnel hat am 29. September 2016 den Kanaltunnelgleiskörper und die Terminals für GSM-R (Global System for Mobile Communications-Railway) freigegeben. Die Einführung von GSM-R im Tunnel erforderte Investitionen von 48 Mio. Euro und sechs Jahre detaillierter Projektarbeit. Die Investition ist Teil einer laufenden Strategie zur Entwicklung der Infrastruktur und der Modernisierung und bietet nun eine vollständige Interoperabilität mit dem gesamten transeuropäischen Eisenbahnnetz.
Das Projekt wurde mit der Unterstützung französischer, britischer, deutscher und Schweizer Partner aus der Telekommunikationsbranche aufgebaut. Nokia ist für die End-to-End-Integration des GSMR-Systems mit dem Übertragungsnetz und die Überwachung und Wartung des Kommunikationsnetzes im Inneren des Tunnels verantwortlich, Siemens lieferte und installierte die Funktechnik und Ausrüstung der Eurotunnel-Lokomotiven und SNCF Réseau die zentrale Verbindung zum eigenen GSM-R-Netz (WKZ, Quelle Eurotunnel, 30.09.16).

RechteckGroßbritannien: DB Arriva erhält neuen Vertrag für CrossCountry-Verkehre
DB Arriva betreibt für weitere drei Jahre die Verkehre auf dem größten britischen Schienenverkehrsnetz, dem CrossCountry Network. Die DB-Tochter erhält vom Verkehrsministerium, dem Department for Transport, einen neuen Vertrag bis Oktober 2019. Die Vereinbarung ist ein Nettovertrag, bei dem die Fahrgeldeinnahmen an den Betreiber gehen, in diesem Fall DB Arriva. Bereits seit 2007 fährt DB Arriva die CrossCountry-Verkehre.
"Wir haben das Angebot in den letzten Jahren konsequent ausgebaut. Ich freue mich sehr, dass wir diese neunjährige Erfolgsgeschichte nun fortschreiben können – mit neuen Leistungen, neuen Ideen und in enger Zusammenarbeit mit dem Department for Transport", sagt Dr. Manfred Rudhart, CEO von DB Arriva.
DB Arriva hat in den vergangenen Jahren unter anderem die Fahrpläne von CrossCountry optimiert, neue Stationen eröffnet und schnellere Fahrzeuge eingeführt. Hinzu kamen kundenfreundliche Verbesserungen beim E-Ticketing und bei Reservierungen.
In den kommenden Jahren wird DB Arriva das Angebot erneut erweitern und unter anderem die Kapazitäten der Verbindung zwischen Edinburgh und Plymouth um 39.000 Plätze erhöhen. Zudem werden die Reisezeiten verkürzt, neue Halte eingerichtet und ein kostenfreies WLAN in den Zügen angeboten. Die Kundeninformation wird weiter verbessert. Mit Förderung des Verkehrsministeriums wird die Hochgeschwindigkeitsflotte modernisiert.
CrossCountry ist das flächenmäßig größte Schienenverkehrsnetz auf der britischen Insel. Es reicht von Penzance an der südwestlichsten Spitze Englands über die Region Mittelengland um Birmingham bis zu den schottischen Städten Edinburgh und Aberdeen im Norden. In West-Ost-Richtung erstreckt es sich von Cardiff in Wales bis nach Stansted. Auf mehr als 2.400 Streckenkilometern werden über 100 Bahnhöfe angefahren, sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.09.16).

RechteckItalien: Ausschreibung BBT-Zulaufstrecke Eisacktal für 2017 geplant

Bereits im kommenden Jahr soll die BBT-Zulaufstrecke durchs Eisacktal ausgeschrieben werden, das kündigten heute LH Kompatscher und BBT-Kommissär Facchin bei einem Treffen mit den Bürgermeistern der Anrainergemeinden an. LH Kompatscher, Kommissar Facchin und BBT-Beobachtungsstellenchef Ausserdorfer mit den Bürgermeistern und Fachleuten nach dem heutigen Treffen. Foto LPA/B. Werth.

Die BBT-Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste soll 2017 ausgeschrieben werden. Um das Projekt, dessen Optimierung und das Verfahren der Dienststellenkonferenz ging es heute (Donnerstag, 29. September) in der Franzensfeste bei einem Treffen von Landeshauptmann Arno Kompatscher, dem Regierungskommissar für den BBT, Ezio Facchin, Vertretern des Schienennetzbetreibers  RFI und Italfer, dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Walter Baumgartner, dem Direktor der BBT-Beobachtungsstelle, Martin Ausserdorfer, sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Anrainergemeinden und Vertretern der zuständigen Landesämter.
BBT-Regierungskommissar Facchin bezeichnete das Projekt Brennerbasistunnel als ein "großes Bauvorhaben, das die Zukunft der heranwachsenden Generationen verändern und das Territorium aufwerten" werde. "Am BBT wird mit Verantwortung, Ernsthaftigkeit und im Bewusstsein der Chancen gearbeitet, die das Vorhaben eröffnet", so Facchin.  
Für das gute Gelingen des Jahrhundertprojekts sei die Zusammenarbeit mit den Gemeinden eine Notwendigkeit, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher einleitend. "Wir haben ein gutes Zwischenergebnis erzielt", gab der Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal den Standpunkt der Gemeinden wider. Noch offene Fragen und entsprechende Lösungsvorschläge sollen nun in ein Dokument einfließen, das im Zuge der Ausführungsplanung Berücksichtigung finden kann.
Besprochen wurden dann die Ergebnisse des Projektprüfungsverfahrens im Rahmen der so genannten Dienststellenkonferenz, das vor rund einem Jahr angelaufen ist. Es dient dazu, Anliegen und Verbesserungswünsche der Gemeinden und des Landes gemeinsam mit RFI in das Projekt einzuarbeiten. Dieser Prozess steht nun vor dem Abschluss, nachdem zahlreiche Verbesserungen vorgenommen wurden. Nun können Land und Gemeinden grünes Licht für die weiteren Schritte bis hin zur Ausschreibung im Jahr 2017 geben.
Kritische Punkte waren vor allem der Fensterstollen bei Albeins, die Villnösser Brücke und die Lärmbelastung in Waidbruck. "Für alle drei Punkte konnten signifikante Verbesserungen erzielt werden", berichtete beim heutigen Treffen Martin Ausserdorfer von der BBT-Beobachtungsstelle.
Was den Fensterstollen bei Albeins angeht, so konnte dieser zwar nicht vollständig aus dem Projekt gestrichen werden, jedoch wurde seine Größe auf ein Minimum reduziert. Alle technischen Anlagen werden in den Berg verlegt. Sofort nach seiner Realisierung erfolgt ein Rückbau bis zum Portal, so dass lediglich eine einfache Zufahrt übrigbleiben.
Bei der Villnösser Brücke einigte man sich darauf, die Lärmschutzwände zu erhöhen. Der Lärm soll zudem durch Installationen an den Portalen sowie einem Massefedersystem beim Gleisbett  weiter gedämpft werden. Durch eine Simulation, die im Auftrag des Landesamtes für Luft und Lärm durchgeführt wurde, konnte festgestellt werden, dass die Anwohner dadurch keinen zusätzlichen Lärm ausgesetzt sind. Vielmehr wird  es eine deutliche Verringerung der Lärmbelastung entlang der gesamten Strecke geben. Um das Ausmaß der Bauarbeiten bei der Einfahrt nach Villnöß so gering wie möglich zu halten, wurde beschlossen, einen kleinen Fensterstollen – ausgehend von der Fläche Prader Holz in Richtung Süden – zu verwirklichen. So können die Bauarbeiten in den Berg verlegt werden.
Auch im Bereich von Waidbruck konnten das Projekt verbessert und die Lärmbelästigung für die Bevölkerung im Vergleich zur derzeitigen Situation deutlich heruntergeschraubt werden. Nach den Umbauarbeiten beim Bahnhof wird das Dorf dem Eisenbahnlärm weniger ausgesetzt sein, als es heute der Fall ist.
Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigte sich über den Fortschritt der Planungsarbeiten, die Optimierung des Projektes und die Zusammenarbeit aller Seiten äußerst zufrieden: "Man darf nie vergessen, dass ein solcher Abstimmungsprozess zwischen dem Land, den Gemeinden und RFI nicht gesetzlich festgelegt ist. Es ist auch den Bemühungen unserer Vertreter in Rom und der letzthin guten Zusammenarbeit mit RFI zu danken, dass es möglich war, dieses anspruchsvolle Genehmigungsverfahren des  interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsplanung CIPE  beispielhaft umzusetzen." Den Bürgermeistern und der Bezirksgemeinschaft Eisacktal sprach der Landeshauptmann ein Lob für deren Einsatz im Sinne der Anrainer aus: "Die Hartnäckigkeit der Gemeinden und die Unterstützung der Beobachtungsstelle für den BBT haben es ermöglicht, das Projekt für die Zulaufstrecke weitreichend und nachhaltig zu verbessern."
Der Landeshauptmann verwies darauf, dass im Zuge der Ausführungsplanung einige Details noch definiert werden müssten: "Hier gilt es am Ball zu bleiben und weiter die Interessen des Landes, der Gemeinden und damit der lokalen Bevölkerung gegenüber RFI zu vertreten."
Die Bürgermeister wurden zudem aufgerufen, ihre Vorschläge für die ökologischen Ausgleichsprojekte vorzulegen, die mit den Umweltgeldern finanziert werden sollen. Diese belaufen sich auf 32 Millionen Euro. BBT-Kommissar Facchin erklärte, dass diesbezügliche Projekte dem interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsprogrogrammierung CIPE bereits am 17. Oktober 2016 unterbreitet werden könnten. Landeshauptmann Kompatscher sagte den Gemeinden die Unterstützung des Landes zu.
Die Ausschreibung des Projekts für die BBT-Zulaufstrecke wird im kommenden Jahre 2017 vorgenommen werden. Dies würde einen Baubeginn im Jahre 2018 bedeuten. "Unter diesen Voraussetzungen wird die Zulaufstrecke gleichzeitig mit dem BBT fertiggestellt",  so der Tenor des heutigen Treffens (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 30.09.16).

RechteckÖsterreich: Startschuss Streckenausbau Wien – Bratislava

Die zwei Hauptstädte Wien und Bratislava  wachsen noch näher zusammen: Möglich macht das der abschnittsweise zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der bestehenden ÖBB-Strecke vom Bahnhof Stadlau bis zur Staatsgrenze nähe Marchegg. Ab 2023 profitieren Reisende sowie Pendlerinnen und Pendler dann von den Vorteilen: kürzere Fahrzeiten im Fernverkehr, mögliche Taktverdichtung im Nahverkehr, barrierefreie Bahnhöfe sowie im Wiener Bereich eine direkte Umsteigemöglichkeit auf die U2.
Dieses grenzüberschreitende Ausbauvorhaben schlägt eine weitere Brücke zwischen den beiden Hauptstädten und ist ein bedeutendes Projekt für Generationen. Daher haben Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Wiens Stadträtin Renate Brauner, Niederösterreichs Landesrat Karl Wilfing und ÖBB-Chef Andreas Matthä heute bei einem gemeinsamen Spatenstich den Baustart offiziell eingeläutet. Für die Modernisierung der Strecke investieren die ÖBB im Auftrag des Infrastrukturministeriums 505 Mio. Euro.
Die bestehende eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke, mit 37,5 km Länge ist aktuell voll ausgelastet. Um die Kapazitäten zu erhöhen und den Fahrgästen bessere Verbindungen bieten zu können, wird sie unter Aufrechterhaltung des regulären Zugbetriebs ab Oktober 2016 im Wiener Abschnitt (circa 7,5 km) ausgebaut. Ab 2018 wird der niederösterreichische Abschnitt (circa 30 km) abschnittsweise zweigleisig und elektrifiziert ausgebaut. Sofern es die Kapazität erfordert, ist ein durchgängiger zweigleisiger Ausbau bis 2030 möglich. Auch auf slowakischer Seite soll der Ausbau folgen.
Damit kann die Streckengeschwindigkeit künftig von aktuell 120 km/h auf eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h angehoben werden. Damit ist eine Fahrzeitverkürzung zwischen Wien und Bratislava möglich. Um die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten wesentlich zu erhöhen, werden die 13 bestehenden Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke durch Über- oder Unterführungen ersetzt.
Zum Schutz der Siedlungsgebiete errichten die ÖBB moderne Lärmschutzwände.  Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer können etliche Bahnbegleitwege künftig als Spazier- oder Radweg zusätzlich nutzen. Des Weiteren werden der Unter- und Oberbau nach dem neuesten Stand der Technik ausgeführt – Erschütterungen werden in Zukunft dadurch noch besser abgefangen.
Neue Personendurchgänge, barrierefreie Zugänge, komfortables Ein- und Aussteigen durch höhengleiche Bahnsteigkanten, vor der Witterung schützende Bahnsteigdächer, transparente Wartekojen sowie kundenfreundliche Wegeleit- und Informationssysteme bieten die Bahnhöfe künftig ihren Fahrgästen. Dazu gehören: Hst. Wien Hirschstetten, Bf. Raasdorf, Hst. Glinzendorf, Bf. Siebenbrunn-Leopoldsdorf, Hst. Untersiebenbrunn, Bf. Schönfeld-Lassee, Hst. Breitensee. Beim Bahnhof Marchegg wurden die Umbauarbeiten bereits im Vorfeld durchgeführt und im Dezember 2015 abgeschlossen.
Im Wiener Abschnitt wird mit der Haltestelle Wien Aspern, im Bereich Mayredergasse, eine neue Verknüpfungsstation zwischen der ÖBB-Strecke und der Wiener U-Bahnlinie U2 entstehen – hier heißt es in Zukunft einfach und bequem umsteigen.
Das Projekt Wien – Bratislava liegt am Schnittpunkt dreier europäischer Kernnetzkorridore, nämlich des Baltisch-Adriatischen Korridors, des Rhein-Donau-Korridors sowie des Orient-Östliches-Mittelmeer-Kernnetzkorridors. Damit nimmt Wien eine herausragende Stellung im europäischen Verkehrssystem ein (Pressemeldung ÖBB, 30.09.16).

RechteckUngarn: MAV-Schnelltriebwagen ARPAD




1934 erregte die FA. GANZ in Budapest Aufsehen mit einer neuen Generation von dieselmechanischen Schnelltriebwagen der „Königsklasse“ ARPAD für die MAV. Immerhin legten die 110 km/h schnellen, und dem Geschmack der 1930er entsprechenden Triebwagen die 260 km von Budapest nach Wien in 2h 57 Minuten zurück (heute 2016 benötigt der Railjet auch noch 2h und 37 Minuten). Das Fahrzeug wurde zum Erfolgsprodukt und wurde u.a. in die Slowakei, nach Polen und nach Ägypten geliefert. Nachbauten erfolgten z.B. in Rumänien.
Ein originaler MAV Triebwagen hat im Umweg über die GySEV /Raaberbahn, dort war er jahrelang auf der Neusiedlerseebahn (NSB) im Einsatz, überlebt und befindet sich heute wunderschön restauriert und liebevoll gepflegt im MAV-Nostalgiebestand. Die Leistung liegt bei 240 PS für diesen Alleinfahrer - er verfügt nur über eine Abschleppkupplung, und ist mit 72 Sitzplätzen 1. Klasse mit unvergleichlichem Komfort, ausgestattet.
Der Triebwagen wird um Umkreis der ungarischen Hauptstadt Budapest im Nostalgieverkehr eingesetzt - eine dieser Fahrten führte ihn am 14.9.2016 von Budapest nach Esztergom/Gran über die dzt. zur Elektrifizierung anstehende 53 km lange Strecke. Esztergom/Gran ist eine der ältesten Städte und mit seiner Kathedrale eier der wichtigsten Heiligtümer der ungarischen Nation. Esztergom/Gran verfügt über einen Kopfbahnhof in welchem neben vielfältigen Güterverkehren die Reisezüge nach Budapest oder Komaron ihren Ausgang haben.
Die Strecke Budapest - Esztergom wird durch die Elektrifizierung und die Modernisierung der Infrastruktur erheblich aufgewertet und für einen leistungsfähigen Regionalverkehr ertüchtigt (Gunter Mackinger, 30.09.16).

Übersee

RechteckIndien: Namma Metro



Ich hatte das Glück, die Namma Metro im südindischen Bangalore bzw. Bengaluru benutzen zu dürfen. Die Bilder entstanden an der Green Line, welche derzeit zwischen den Endhaltestellen Mantri Square Sampige Road (südliches Ende) und Nagasandra (nordwestliches Ende) verkehrt.
Am letzten Freitag (23.09.2016) erfolgte der Durchbruch der Tunnelbohrmaschine "Hare Krishna" in der Nordröhre zwischen Chickpet und Majestic (Knotenpunkt mit der Violet Line). Für den Vortrag über 747 Meter wurden aufgrund der schwierigen geologischen Verhältnisse ganze neun Monate benötigt.
Der weitere Zeitplan sieht laut Deccan Herald so aus:
i) Demontage und Entfernen der TBM: 45 Tage
ii) Reinigung des Tunnels und erste Betonschicht: 1 Monat
iii) Legen der Schienen: 45 Tage
iv) Elektrische Arbeiten und Signalisierung: 1 Monat
v) Versuchsfahrten: 45 Tage
vi) Technische Abnahme durch den Beauftragen für Eisenbahnsicherheit: 45 Tage
Mit dem so erreichten Ende der Phase I kann die Green Line auf ihrer kompletten Strecke von Yelachenahalli im Süden bis Nagasandra im Nordwesten ab April 2017 verkehren. Die Phase II sieht weitere Erweiterungen bis zum Jahr 2020 vor (Christopher Curran, 30.09.16).

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