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LOK Report – Freitag, 26.08.16

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Infratest veröffentlicht
ÖPNV-Kundenbarometer 2016

Absatzlinie
Länderbahn DLB erhält
Zuschlag Gotteszell - Viechtach

Absatzlinie
EVAG, MVG und VIA
werden zusammengeführt

Absatzlinie
Frankreich: Renovierung der
Kapillarlinien schreitet voran

Absatzlinie
AK-Studie zur Wiener S-Bahn
Willkommen beim LOK Report

Foto links: Thomas Szymanowski

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Eisenbahner mit Herz 2017 gesucht

Die Eisenbahner 2016.
Ab sofort sucht die Allianz pro Schiene wieder die aufregendsten Bahngeschichten aus ganz Deutschland. Bahnkunden, die einen hilfreichen Einsatz des Zugpersonals rund um eine Bahnfahrt oder einen Aufenthalt im Bahnhof erlebt haben, nominieren mit ihrer Einsendung bis zum 31. Januar 2017 einen Kandidaten für den Titel "Eisenbahner mit Herz". Bahn-Mitarbeiter, die auf Grundlage der besten Kundeneinsendungen zu ermitteln sind, qualifizieren sich zu Titel-Kandidaten. Ab Oktober erscheinen die Nominierten in einer dynamisch wachsenden Online-Galerie. Unter diesen Kandidaten wählt eine Jury aus den drei großen Fahrgastverbänden und den zwei Bahngewerkschaften zu Ostern 2017 die Sieger aus.
Der Wettbewerb findet zum siebten Mal in Folge statt. Im April 2016 war der Titel zuletzt vergeben worden. Gold gewann die Abellio-Zugbegleiterin Lena-Sophia Nobbe, die eine Flüchtlingsfamilie gegen einen rassistischen Pöbler in Schutz genommen hatte. Silber bekam der DB-Regio-Lokführer Fatih Yilmazli aus Freudenstadt, weil er junge Frauen in seinem Zug vor den sexuellen Übergriffen eines Betrunkenen bewahrt hatte. Bronze sprach die Jury einem Azubi aus dem Reisezentrum München zu: Kevin Hauseder brachte ein Ehepaar, das sich auf Reisen mehrfach verpasst hatte, wieder zusammen in denselben Zug.
Link zum Film über die Sieger
Neben den drei Bundessiegern zeichnete die Jury auch acht Bahnmitarbeiter aus, die auf Landesebene Kunden in Not beigestanden hatten: In Baden-Württemberg gewann DB Regio-Mitarbeiterin Maria Verna, die eine Flüchtlingsfrau liebevoll betreute. In Bayern ging die Auszeichnung an BOB-Mitarbeiter Markus Schmidt, der während eines Orkans eine Gruppe von Asylbewerbern zu ihrer Unterkunft brachte. In Berlin-Brandenburg begeisterte der ICE-Zugbegleiter Enrico Gottwald die Jury mit überragendem Service in der 1. Klasse. Die Hamburger ICE-Zugchefin Anne Feilke rettete einen Hund vor dem Hitzeschlag, in Hessen überzeugte der HLB-Zugbegleiter Siegbert Giese mit einer Handy-Hotline für seine Pendler. In Niedersachsen arbeitet der Eisenbahner mit Herz im Bahnhof Leer: Gero Müller verschaffte einer Rollstuhlfahrerin in Nacht und Regen ein Reise-Happy-End. In NRW fährt der Landessieger die Züge der NordWestBahn: Werner van de Loo erwischte einen Taschendieb inflagranti und in Sachsen-Anhalt operierte Lars Jaeger vom HEX ein Handy aus der Zugverkleidung.
Für 2017 rechnet die Allianz pro Schiene wieder mit zahlreichen Geschichten von Bahnkunden. "Anders als im Vorjahr schicken uns die Leute jetzt kaum noch Flüchtlingsgeschichten. Aber obwohl wir gerade erst den Aufruf starten, sind jetzt schon 30 gute Geschichten eingegangen. Die besten werden wir an die Bahnen zur Recherche weiterleiten", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. Einige Lieblingsschaffner der Bahnkunden seien bereits aus dem Vorjahr bekannt, sagte Flege. "Uns wundert das nicht: Wer einmal einen guten Job macht, der tut das immer wieder." In der Jury des Wettbewerbs sitzen neben der Allianz pro Schiene auch die beiden Eisenbahngewerkschaften EVG und GDL, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Fahrgastverband Pro Bahn, der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV), die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV) und der Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde (BDEF).
Die deutschen Eisenbahnen befördern täglich rund 7 Millionen Fahrgäste, 6,7 Millionen im Nahverkehr und 360.000 im Fernverkehr. Die meisten Züge betreibt die Deutsche Bahn, im Nahverkehr können die Fahrgäste allerdings zunehmend Züge anderer Bahnen nutzen. 25 Prozent des Angebotes stellen inzwischen Unternehmen wie Transdev, Abellio, Netinera, Benex, die Hessische Landesbahn und Keolis. Die Deutsche Bahn beschäftigt rund 12.000 Menschen an Bord der Züge. Nochmal mehr als 7000 Mitarbeiter kümmern sich an den Bahnhöfen und im Vertrieb um die Reisenden. Im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn arbeiten außerdem mehr als 18.000 Lokführer. Die "Privatbahnen" beschäftigen rund 6500 Kundenbetreuer und Lokführer im Fahrdienst (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 26.08.16).

RechteckInfratest: ÖPNV Kundenbarometer 2016 veröffentlicht
Am diesjährigen ÖPNV-Kundenbarometer haben so viele Unternehmen teilgenommen wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sind noch einmal 13 Unternehmen dazu gekommen. Gleichzeitig haben sich die Spitzenreiter weiter verbessert und trotz wesentlich höherer Teilnehmerzahl ist der Durchschnitt auf dem hohen Niveau des letzten Jahres geblieben.
Zu diesen Ergebnissen kommen die Verkehrsforscher von TNS Infratest in ihrem ÖPNV-Kundenbarometer 2016, das die Qualitätswahrnehmung der Fahrgäste von insgesamt 49 Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden in Deutschland und Österreich ermittelt hat. Im achtzehnten Jahr des ÖPNV-Kundenbarometers wurden insgesamt 26.000 telefonische Interviews geführt, in denen für bis zu 40 Leistungsmerkmale jeweils die Zufriedenheit der Fahrgäste erfragt wurde. Grundlage für die Benotung ist eine Skala von 1 für "vollkommen zufrieden" bis 5 für "unzufrieden".
"In diesem Jahr gibt es eine große Spitzengruppe, die sehr gute Werte hat. Auch ein Neuling ist darunter: Die Stadtwerke Neumünster (SWN) haben in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen und sind gleich auf Platz vier gelandet", so Dr. Adi Isfort, verantwortlich für das ÖPNV-Kundenbarometer bei TNS Infratest in München.
Im Kampf um die Spitzenposition bei der Globalzufriedenheit haben in diesem Jahr die Stadtwerke Münster (SWMS) mit der besten bisher gemessenen Note von 2,25 die Nase vorn, dicht gefolgt den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) mit einer 2,28. "Das zeigt, dass man unabhängig von der Größe der Stadt oder der Einwohnerzahl einen Spitzenplatz erreichen kann," freut sich Isfort.
Neun Unternehmen liegen insgesamt mit ihrem Ergebnis bei der Globalzufriedenheit bei "sehr gut", mit Werten von 2,45 und besser, unter ihnen die Stadtwerke Bamberg (STWB), die Stadtwerke Neumünster (SWN), moBiel aus Bielefeld, die Freiburger Verkehrs AG (VAG), die Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG), die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG sowie die Stadtwerke Augsburg (swa). Erneut als bester Verbund zeigt sich mit stark verbesserten 2,44 der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), gefolgt vom Hamburger Verkehrsverbund (HVV) mit ebenfalls deutlich besseren 2,53.
"Es ist bemerkenswert, wie stark sich einige Unternehmen verbessert haben", meint Katharina Gollwitzer, Projektleiterin des ÖPNV-Kundenbarometers. "Im Vergleich zum Vorjahr haben sich der Nahverkehr Hameln-Pyrmont um 18 Basispunkte auf 2,75, die Stadtwerke Augsburg (swa) um 16 Basispunkte auf 2,45 und das Verkehrsunternehmen HEAG mobilo in Darmstadt um 15 Basispunkte auf 2,52 verbessert. Die Stadtwerke Remscheid (SR) konnten innerhalb von 5 Jahren sogar eine Steigerung um 26 Basispunkte von 2,81 auf 2,55 verzeichnen. So große Veränderungen kommen eher selten vor."
Die Stärken der teilnehmenden Unternehmen und Verbünde sind auch in diesem Jahr vielfältig. Von den 42 teilnehmenden Unternehmen erreichen 26 einen der begehrten Plätze unter den ersten Drei. Zählt man die "Erstplatzierten" bei den Leistungsmerkmalen aus, rangieren in diesem Jahr die Stadtwerke Münster mit acht ersten Plätzen deutlich vor den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) mit fünf ersten Plätzen. Insgesamt erreicht Münster 14 Podest Plätze, Dresden liegt knapp dahinter mit elf, gefolgt von Innsbruck und Neumünster mit jeweils neun der begehrten Platzierungen.
Bei den Leistungsmerkmalen, die das ÖPNV-Angebot des Verkehrsanbieters beschreiben, gibt es viele Gewinner: Beim Linien- und Streckennetz erreichen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit Abstand den besten Wert (2,17), mit den Anschlüssen erreicht die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG einen Wert von 2,45, und auch die Taktfrequenz gefällt den Hannoveraner Fahrgästen am besten (2,48). Bei der Pünktlichkeit führen die Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG) mit je 2,26, gefolgt von den Stadtwerken Wilhelmshaven (SWWV) mit 2,27.
Bei den Informationen im Fahrzeug hebt sich folgendes Spitzentrio hervor: Die Stadtwerke Münster (SWMS) erreichen eine 2,32, die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und die Stadtwerke Neumünster (SWN) werden mit einer 2,33 benotet. Die saubersten Busse besitzt die regiobus aus Hannover (2,42), den höchsten Komfort mit einer 2,42 bieten die Verkehrsmittel der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB). Bei den Informationen zu Störungen oder Verspätungen im Fahrzeug haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) die Nase vorn. Haltestelleninformationen sind besonders gut in Münster, Lübeck, Innsbruck und Dresden.
Die Fahrplanauskunft im Internet ist bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) beispielhaft (2,29), auch ihre App wird herausragend gut bewertet (2,12). Das häufige Stiefkind Fahrkartenautomaten erhält bei den Stadtwerken Augsburg (swa) mit 2,56 vergleichsweise erfreuliche Noten. Während bei der Freundlichkeit des Personals die Stadtwerke Münster (SWMS) mit 2,35 deutlich führen, liegen beim Fahrpersonal die BusfahrerInnen der Stadtwerke Neumünster (SWN) mit 2,29 vorn.
Das von den Kunden am kritischsten bewertete Merkmal sind die Informationen bei Störungen oder Verspätungen an Haltestellen. Hier zeigt aber die Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG) mit einer guten Beurteilung (2,71), dass es auch besser geht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls ein kritisch bewertetes Leistungsmerkmal. Es wird bei den Stadtwerken Münster (SWMS) mit 2,91 vergleichsweise am besten beurteilt.
Das ÖPNV-Kundenbarometer 2016 umfasst insgesamt knapp 26.000 repräsentative telefonische Interviews mit Nutzern von ÖPNV-Verkehrsmitteln. Die Fahrgäste wurden nach ihrem Nutzungsverhalten und ihrer Zufriedenheit mit bis zu 40 Leistungsmerkmalen befragt. Die Interviews wurden in insgesamt 49 Bedienungsgebieten von kommunalen Verbünden und Verkehrsunternehmen im gesamten Bundesgebiet erhoben. 2017 wird die Verkehrsforschung von TNS Infratest das ÖPNV-Kundenbarometer erneut durchführen (Pressemeldung Infratest, 26.08.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Industrie

RechteckInnotrans: Hyperloop auf derInnotrans
Mit Schallgeschwindigkeit von Stadt zu Stadt durch eine Röhre rasen, in vernetzten fahrerlosen Fahrzeugen befördert werden - sieht so der Verkehr der Zukunft aus? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Fachbesucher vom 20. bis 23. September auf der InnoTrans 2016. Im Future Mobility Park und in den Messehallen stellen kreative Visionäre und Unternehmen aus Ländern wie Italien, Deutschland, der Schweiz, Weißrussland und den USA ihre futuristischen Ideen vor. Der Future Mobility Park befindet sich im Übergang von Halle 20 zu Halle 21.
Mit dabei sind die US-amerikanischen Visionäre von Hyperloop Transportation Technologies (Future Mobility Park) und Hyperloop One (Halle 3.2) sowie TransPod aus Kanada (Halle 2.2). Sie alle präsentieren ihre Konzepte vom Hyperloop. Das Röhrentransportsystem mit über 1.200 Stundenkilometern soll zwischen Los Angeles und San Francisco entstehen. Ideengeber Elon Musk hatte Branchenentwickler weltweit dazu aufgerufen, sein Konzept vom Hyperloop umzusetzen. In der Speakers' Corner halten Hyperloop One und Hyperloop Transportation Technologies ebenfalls Vorträge zum Thema.
Auch die Deutsche Bahn interessiert sich für die Hochgeschwindigkeitstechnik. Mit Hyperloop Transportation Technologies arbeitet das Verkehrsunternehmen auch an aktuellen Transportsystemen. Zurzeit werden Projektionslösungen für Verkehrsmittel entwickelt, die keine Fenster haben oder überwiegend in Tunneln verkehren. Auf digitalen Fensterscheiben lassen sich so Landschaften, Filme oder andere visuelle Fahrgastinformationen abspielen.
BestMile aus der Schweiz vernetzt automatisierte Fahrzeuge mithilfe innovativer Algorithmen miteinander. Laut Hersteller wird damit das Zusammenspiel von Planung, Fahrzeugdisposition, Tourenplanung, und Batterieaufladung gewährleistet. Ähnlich wie Carsharing soll der Mobilitätsservice MOON funktionieren, der vom mobilitydesign-Team der Fachhochschule Potsdam gezeigt wird. Schon ab 2021 soll die fahrerlose und nachhaltige Ridesharing-Technologie Kunden zur Verfügung stehen.
NEXT Future Transportation informiert Fachbesucher über ein busähnliches Straßentransportsystem, das auf elektrisch betriebenen Modulfahrzeugen basiert. Zwei Modelle können die Fachbesucher vor Ort begutachten.
Einblick in die lautlose und emissionsfreie Vielzweck-Trasse Typ 6 gibt das deutsche Walter Back Büro für Umwelttechnik. Der Verkehrsweg ist das Forschungsziel des weißrussischen Unternehmens SkyWay. Sie arbeiten an aufgeständerten Fahrbahnen aus Spannbeton, an denen Nahverkehrs-Passagierkabinen hängen und auf denen Züge in flugzeugähnlicher Geschwindigkeit fahren sollen (Pressemeldung Messe Berlin, 26.08.16).

RechteckMondaine: Gottardo2016-Kollektion auf der Baselworld 2016

Mondaine schlägt in diesem Jahr ein weiteres spannendes Kapitel seiner Schweizer Uhren-geschichte auf. Mit der Gottardo2016-Kollektion greift Mondaine erneut ein durch und durch schweizerisches Thema auf und bringt es als Uhren-Unikum ans Handgelenk. Inspiriert von der legendären «Ae 6/6»-Lokomotive, präsentiert der Schweizer Uhrenhersteller einen außergewöhnlichen Zeitmesser erstmals auf der Baselworld 2016. Bei der limitierten Gottardo2016-Edition des weltberühmten stop2go-Modells werden sowohl in puncto Form als auch in puncto Material Anleihen bei der Gotthard-Lokomotive gemacht.
Nachdem Mondaine 1986 die Ikone SBB-Bahnhofsuhr vom Bahnsteig ans Handgelenk brachte, präsentiert der Schweizer Uhrenhersteller – genau 30 Jahre später – erneut eine innovative und helvetische Uhrenkollektion. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Projekt Gottardo2016 schuf Mondaine spezielle Gotthard-Basistunnel-Uhrenmodelle. Die formschönen Zeitmesser sind inspiriert von der legendären Flotte der schweizerischen «Ae 6/6»-Lokomotiven.
1952 in Betrieb genommen, veränderten die 120 Universal-Lokomotiven das Bild der Schweiz und brachten Norden und Süden näher zusammen. Die Züge, die durch den Gotthardtunnel fuhren, wurden gezogen von der «Ae 6/6»-Lokomotive mit ihren legendären Proportionen. Die von den Lokführern liebevoll «alte Dame» genannte, zuverlässige Lokomotive blieb trotz rasanter technischer Entwicklung lange Zeit im Einsatz. Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 hat die «Ae 6/6» ihre Mission nun erfüllt. Der 57 km lange Tunnel ist eine schweizerische technische Meisterleistung und offiziell der längste Eisenbahntunnel der Welt. Dank Präzision, Innovation und Weltsicht wird dieser Tunnel künftig das Herzstück der neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) bilden. Als Hauptpartner von Gottardo2016 bewahrt Mondaine das Erbe des Vorgängers und feiert die Zukunft mit einer speziellen Kollektion. Die Lancierung im Rahmen der Baselworld 2016 ist eine Hommage an die offizielle Eröffnung des Gotthard-Basistunnels am 1. Juni 2016 – eine Zusammenarbeit, welche die ingenieur- und bautechnischen sowie ästhetischen Spitzenqualitäten der Schweizer Handwerkskunst widerspiegelt.
Und zwar mit einer limitierten Auflage von 2016 nummerierten Uhren, die mit einem braunen oder beigen Lederband erhältlich sind. Als Hommage an die «alte Dame» ist jede Uhr ein Unikat. Die Lünette wurde aus dem Material einer Führerstandstüre der legendären «Ae 6/6»-Lokomotive gefertigt und zeigt deutlich die Spuren aus dem harten Alltag der Lok. Jede Uhr trägt auf dem Gehäuseboden das offizielle Gottardo2016-Logo. Ausgestattet sind die Uhren mit dem stop2go-Uhrwerk, das 2013 als Nachbildung der SBB-Bahnhofsuhr lanciert wurde. Jede Minute bleibt die Sekundenkelle um 12 Uhr zwei Sekunden lang stehen, bevor der Sekundenzeiger seine nächste Runde beginnt. Schweizer Präzision für Schweizer Züge. Alle Modelle der Sonderedition Gottardo2016 werden im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz auf der Baselworld am 17. März 2016 vorgestellt. Die Modelle der limitierten Mondaine SBB stop2go Gottardo2016 Edition sind in Deutschland und Österreich ab Juni für EUR 749.00 (UVP) erhältlich (Pressemeldung Messe Berlin, 26.08.16).

RechteckTrapeze: Keyvan Shokoofh verstärkt Trapeze
Der studierte Betriebswirtschafter Keyvan Shokoofh verstärkt ab 1. September 2016 Trapeze. Als Director Business Unit International und Mitglied der Geschäftsleitung der Trapeze Switzerland GmbH zeichnet er verantwortlich für das gesamte Vertriebsgeschäft von Betriebsleittechnik, Fahrgastinformation und Fahrgeldmanagement ausserhalb des Kernmarktes Europa.
Keyvan Shokoofh verfügt über einen Executive MBA-Abschluss sowie über jahrelange Vertriebserfahrung im industriellen Umfeld und besitzt ein sehr fundiertes Verständnis für die Entwicklung und den Vertrieb komplexer Lösungen für den öffentlichen Verkehr. Er folgt in dieser Funktion auf René Zeller, der eine neue Herausforderung ausserhalb Trapeze angenommen hat.
Zuletzt arbeitete Keyvan Shokoofh als Global Business Development Director für die Firma Terex Corporation, ein weltweit tätiger Anbieter von Hub- und Materialumschlaglösungen. Davor war er in verschiedenen Positionen als Sales Director für die ABB in Europa, in Nordamerika und Global tätig, wo er breite Erfahrung und tiefes Verständnis im Bereich öffentlicher Verkehr erlangte.
"Wir freuen uns, mit Keyvan Shokoofh einen kompetenten und dynamischen Mann als Nachfolger für diese anspruchsvolle Rolle gefunden zu haben. Wir sind überzeugt, dass er einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von Trapeze und unseres weltweiten Geschäfts leisten wird", so Peter Schneck, CEO von Trapeze (Pressemeldung Trapeze Switzerland GmbH, 26.08.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Länderbahn DLB erhält Zuschlag Gotteszell - Viechtach
Nachdem die aufgrund der vorgesehenen Direktvergabe an die Die Länderbahn GmbH DLB in der EU-Verordnung 1370/2007 vorgeschriebene Überkompensationsprüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft abgeschlossen wurde, hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft am 25.08.16 die Verkehrsleistungen für den zweijährigen Probebetrieb auf der Strecke Gotteszell - Viechtach an die Die Länderbahn GmbH DLB vergeben.
Der Betriebsaufnahme am 12.09.2016 steht somit seitens der BEG nichts mehr im Weg (Pressemeldung BEG, 26.08.16).

RechteckBerlin: Stammbahn-Wiederbelebung in Teilschritten - DBV ist dafür
Was passiert nun mit der "Stammbahn", dem Schienenstrang im Südwesten Berlins? Der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband unterstützt ausdrücklich die Forderung seines Partnerverbandes IGEB, zwischen Wannsee und Steglitz schnellstmöglich wieder Züge rollen zu lassen.
Berlin als wachsende Stadt, mit immer mehr Pendlern aus und nach Brandenburg braucht endlich einen deutlichen Ausbau des Schienenangebotes. Die "aktiven" Eisenbahnstrecken und Stationen sind fast alle bereits heute hoffnungslos überlastet. Da braucht es zwangsläufig auch neue Strecken und Bahnhöfe!
Heute endet die Regionalbahn-Linie 33 im Bahnhof Wannsee. Die Züge bis nach Zehlendorf oder Steglitz weiterfahren zu lassen, wäre mit verhältnismäßig geringerem Aufwand in kurzer Zeit machbar. Denn im Moment machen die Züge über eine halbe Stunde Pause in Wannsee, bevor sie nach Beelitz oder Jüterbog zurückfahren - warum fahren sie nicht weiter in die Innentadt!? Und es wäre ein erster, ein ernsthafter Schritt zur Wiederinbetriebnahme der "Stammbahn". Die Teilwiederinbetriebnahme der Stammbahn bietet sich geradezu an - wann macht der Senat endlich ernst?
Der DBV hat die Sorge, dass im Moment die Rahmenbedingungen absichtlich durch die Verkehrsverwaltung so verändert werden, dass der Wiederaufbau viel zu teuer wird. Warum wird aus "aus umweltpolitischen Gründen" ein Dieselbetrieb von vornherein kategorisch abgelehnt? Die Züge fahren einmal stündlich! Wäre es nicht konsequent, die Einsparungen an Emissionen durch eingesparte Pkw-Fahrten gegenzurechnen? Warum muss es gleich die teuerste Luxusvariante mit Oberleitung sein, wenn über einige Jahre auch Dieselfahrzeuge fahren könnten?
Da offenbar ein Betrieb mit Dieselfahrzeugen nicht als Variante mit untersucht wird, fordert der DBV die Verkehrsverwaltung auf, diese Untersuchung nachzuholen. Wer den öffentlichen Verkehr stärken und Autofahrer zum Umsteigen bewegen will, darf sich keine Denkverbote auferlegen
(Pressemeldung DBV, 26.08.16).

RechteckNiedersachsen: Inbetriebnahme des ausgebauten Abschnitts Sande - Weißer Floh
Am 24.08.16 nahmen Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, und Olaf Lies, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Niedersachsen, den ausgebauten Abschnitt Sande Nord–Weißer Floh feierlich in Betrieb.
Im Rahmen der Ausbaustufe II der Ausbaustrecke (ABS) Oldenburg–Wilhelmshaven wurde der 1,5 Kilometer lange Abschnitt Sande Nord–Weißer Floh für die erwarteten Verkehre vom und zum JadeWeserPort seit April 2014 ausgebaut. Der jetzt fertiggestellte Abschnitt ist ein wichtiger Baustein der ABS und bildet die Voraussetzung zum Bau der Bahnverlegung Sande.
Zur offiziellen Inbetriebnahme des Abschnitts Sande Nord–Weißer Floh sagte
Dr. Rüdiger Grube: "Mit dem heute eingeweihten Streckenabschnitt kommen wir unserem gemeinsamen Ziel wieder ein Stück näher: eine leistungsfähige Anbindung für den JadeWeserPort, um möglichst viel Güterverkehr umweltfreundlich auf der Schiene abzuwickeln."
Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies lobte die Leistung der Bahn: "Die Ertüchtigung dieses Abschnitts in schwierigstem Gelände ist ein wichtiger Baustein im gesamten Ausbaukonzept der Strecke. Damit haben wir auch einen wichtigen weiteren Schritt für die optimale Bahnanbindung des JadeWeserPort geschafft. "
Die eingleisige Strecke wurde in Parallellage neu erstellt. Im Rahmen der Ausbaumaßnahme wurde auch eine neue Eisenbahnüberführung über das Schutzgebiet "Upjeversches Tief" errichtet und der Oberbau komplett erneuert.
Für die Ertüchtigung des weichen Untergrundes wurde in den überwiegenden Bereichen das sogenannte Auflastverfahren angewendet. Der anstehende Boden wurde durch einen Vorbelastungsdamm mit aufgeschüttetem Sand über mehrere Monate verdichtet Anschließend wurden die Massen wieder abgetragen. Außerdem wurden für die Ertüchtigung Betonbohrpfähle und eine Stahlbetonplatte in den Boden eingebracht, worauf der Oberbau liegt.
Die Kosten für den Ausbau des Abschnitts Sande Nord–Weißer Floh liegen bei rund zwölf Millionen Euro und werden vom Bund und der EU getragen
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.08.16).

RechteckNRW: Neuausrichtung der VIA Verkehrsgesellschaft
Über die mögliche Neuausrichtung der VIA Verkehrsgesellschaft haben sich jetzt die Oberbürgermeister der beiden Städte Essen und Mülheim an der Ruhr verständigt. In einem Eckpunktepapier, das wichtige Voraussetzungen für eine gemeinsame Verkehrsgesellschaft der beiden Ruhrgebietsstädte regelt, werden nun die nächsten Schritte für die weitere Zusammenarbeit festgelegt.
Grundlage des Papiers sind die Ergebnisse eines im Frühjahr 2016 in Auftrag gegebenen Gutachtens beider Städte zur Weiterentwicklung der interkommunalen Zusammenarbeit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Beiden Oberbürgermeistern ist es wichtig, dass die gemeinsame Verkehrsgesellschaft für Essen und Mülheim an der Ruhr anschlussfähig bleibt, um im Ruhrgebiet perspektivisch zu einer einheitlichen Verkehrsgesellschaft zusammenzuwachsen. "Das Eckpunktepapier ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", sind sich die Oberbürgermeister Thomas Kufen und Ulrich Scholten einig. "Mit einer Einigung der beiden Städte kommen wir dem Ziel einer gemeinsamen Verkehrsgesellschaft endlich ein entscheidendes Stück näher."
Wesentliche Eckpunkte der Ergebnisse des Gutachtens sind:
• Die Essener Verkehrs AG (EVAG), Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) und VIA Verkehrsgesellschaft mbh (VIA) werden gesellschaftsrechtlich – soweit dies aus steuerlichen und vergaberechtlichen Gründen möglich ist – zusammengeführt.
• Die VIA wird auf die EVAG verschmolzen und zur VG Essen/MHumfirmiert. Die MVG bringt die operativen Aufgaben, soweit möglich, sowie die bestehenden Arbeitsverhältnisse in die VG Essen/Mülheim ein.
• Bei der bisherigen MVG sollen aus Rechtsgründen notwendige Vermögenswerte und Restaufgaben verbleiben. Ziel ist es, die Leistungserstellung des ÖPNV im Verhältnis zum Kunden nur noch durch eine gemeinsame Gesellschaft zu erbringen.
• Die "neue" Verkehrsgesellschaft zwischen Essen und Mülheim soll Anfang 2017 das operative Geschäft aufnehmen.
Es ist vorgesehen, dass in den Septembersitzungen des Rates der Stadt Essen (28.9.2016) und der Stadt Mülheim (22.9.2016) entsprechende Vorlagen zum Beschluss eingebracht werden. Damit werden die jeweiligen Verwaltungen in die Lage versetzt, offene Punkte zu klären und mit den entsprechenden Gesprächen zu beginnen. Parallel zur Prüfung der weiteren Zusammenarbeit wird das Ausscheiden der Stadt Duisburg einvernehmlich vorangetrieben. Die Umsetzung der noch zu fassenden Beschlüsse soll nach Möglichkeit mit Wirkung zum 1.1.2017 erfolgen. "Bei der VIA gab es bisher vier Geschäftsführer, vier Betriebsräte und vier Aufsichtsräte – nach dem Ausscheiden der Stadt Duisburg gibt es nur noch eine Geschäftsführung, einen Betriebsrat und einen Aufsichtsrat", so die Oberbürgermeister.
Der Name der "neuen" Gesellschaft steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
Zum Hintergrund: Die Weiterentwicklung der Verkehrsgesellschaft VIA zwischen den Städten Essen, Duisburg und Mülheim war Gegenstand eines Ende 2015 vorgestellten Gutachtens. Anhand der vorgestellten Ergebnisse sind die Städte zu unterschiedlichen Einschätzungen gekommen: Während sich die Stadt Duisburg dazu entschieden hat, ÖPNV-Leistungen zukünftig wieder in Eigenregie zu erbringen, haben sich Essen und Mülheim an der Ruhr darauf verständigt, weiterhin gemeinschaftlich die Leistungserbringung des ÖPNV zu organisieren. Vor diesem Hintergrund haben die Städte Essen und Mülheim an der Ruhr im Frühjahr 2016 ein Anschlussgutachten in Auftrag gegeben (Pressemeldung Stadt Essen, 26.08.16).

RechteckSachsen: Gute Noten für Busse und Bahnen im VVO
Bei der diesjährigen Untersuchung des Marktforschungsinstituts TNS Infratest zur Zufriedenheit der Fahrgäste mit Bus- und Bahnunternehmen sowie Verkehrsverbünden konnte der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) seine Spitzenposition verteidigen. "Es freut mich, dass es uns gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen gelungen ist, an die guten Ergebnisse der Vorjahre anzuknüpfen", betont VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen. "Besonders die deutlich gestiegene Gesamtzufriedenheit zeigt, dass die Fahrgäste die Arbeit der Verkehrsunternehmen, des Verbundes, der Kommunen und des Freistaats schätzen."
Mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Wert von 2,44 bei der Gesamtzufriedenheit, das entspricht der Schulnote "Eins Minus", erreichte der VVO den Spitzenplatz unter den teilnehmenden Verkehrsverbünden in Deutschland. Besonders positiv bewerteten die Fahrgäste im VVO die Schnelligkeit (2,3), die Fahrplanauskunft im Internet (2,3) sowie die Information im Fahrzeug (2,4).
"Mich freut besonders, dass wir auch über den Ballungsraum hinaus gute Ergebnisse erzielen konnten", erläutert Burkhard Ehlen. "Das Angebot im ländlichen Raum wird natürlich kritischer bewertet als das dichte Netz in Dresden." So bewerteten die Fahrgäste im Umland das Linien- und Streckennetz mit einer "guten" 2,7, während es in Dresden sogar ein "Sehr gut" erhielt.
Ebenfalls gute Noten gab es in der Region für die Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sowie für die Sicherheit und die Informationen im Fahrzeug. Darüber hinaus wurde in Stadt und Land der VVO-Tarif überdurchschnittlich gut bewertet. "In diesem Bereich konnten wir den Aufwärtstrend des Vorjahres fortsetzen", freut sich Burkhard Ehlen. "Die Fahrgäste schätzen die Neuerungen im Tarif wie die jetzt mögliche Mitnahme von Kindern auf Tageskarten und die preiswerten SchülergruppenTickets."
Insgesamt fällt der Vergleich aus Sicht des VVO positiv aus. Die erzielten Werte der Verkehrsunternehmen und des Verbundes liegen deutlich über dem Durchschnitt der Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Dies spiegelt sich auch im zukünftigen Nutzerverhalten wider: Im Rahmen der Untersuchung sagten 94 Prozent der 1.675 Befragten, dass sie wieder Bus und Bahn nutzen würden. 80 Prozent gaben an, den öffentlichen Personennahverkehr weiter zu empfehlen. (Pressemeldung VVO, 26.08.16).

RechteckSchleswig-Holstein: Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Büchen
Büchen wird zur Mobilitätsdrehscheibe: Verkehrsminister Reinhard Meyer gab heute (25. August) gemeinsam mit Büchens Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt und Bürgermeister Uwe Möller den offiziellen Startschuss für den ersten Bauabschnitt für den Ausbau des Bahnhofs Büchen zu einer Mobilitätsdrehscheibe für die gesamte Region. Gemeint ist damit eine moderne und attraktive Vernetzung aller Verkehrsmittel - von der Bahn bis zum Bus, vom E-Auto bis zum Fahrrad, nutzerfreundlich, barrierefrei und klimaschonend.
Minister Meyer: "Mit dieser Maßnahme schaffen wir nicht nur einen modernen Bahnhof in Büchen mit einem attraktiven Bahnhofsumfeld und Möglichkeiten für alternative Verkehrsmittel, sondern wir entwickeln ihn weiter zur einer Mobilitätsdrehscheibe für die gesamte Region und darüber hinaus."
Minister Meyer betonte, dass es sich bei der Büchener Mobilitätsdrehscheibe um ein Modellprojekt zur Förderung nachhaltiger Mobilität von überregionaler Bedeutung handele. "Hier wird innovative und nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum gestaltet. Damit werden Anreize für nachhaltiges und klimaschutzgerechtes Mobilitätsverhalten geschaffen", so der Minister.
"Für die Gemeinde Büchen ist die Mobilitätsdrehscheibe ein überaus wichtiges Großprojekt. Wir freuen uns, dass aus unserer Vision nun Wirklichkeit wird", so Büchens Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt und Bürgermeister Uwe Möller. "Büchen ist ein wichtiges überregionales Bahnkreuz im Ost-West- und Nord-Süd-Schienenverkehr. Die Bedeutung des Bahnhofs Büchen wird mit dem Ausbau zur modernen Mobilitätsdrehscheibe noch zunehmen."
Bereits seit 15 Jahren beschäftigt sich die Gemeinde Büchen intensiv mit der Neu- und Umgestaltung des Bahnhofs sowie des gesamten Bahnhofsumfelds. Jetzt wird das Bahnkreuz Büchen zu einer modernen, nutzerfreundlichen, barrierefreien und attraktiven Mobilitätsdrehscheibe mit überregionaler Bedeutung ausgebaut. Die Mobilitätsdrehscheibe wird künftig alle Verkehrsträger optimal vernetzen. Dem Radverkehr kommt hier eine besondere Bedeutung zu, moderne Radabstellanlagen sollen den Radverkehr attraktiver machen. Auch der Elektromobilität wird durch Lademöglichkeiten für Pedelecs, E-Bikes und Elektroautos Rechnung getragen.
Für den ersten Bauabschnitt im Bereich der Lauenburger Straße sind mehrere Maßnahmen vorgesehen: der Neubau eines überdachten Zugangsbauwerks mit barrierefreier Zugangsrampe, die Schaffung von 156 überdachten und modernen Bike&Ride-Stellplätzen, der Neubau einer barrierefreien Bushaltestelle mit einer barrierefreien Verknüpfung zwischen Bus und Bahn sowie ein Behindertenstellplatz und ein sogenannter Kiss&Ride-Parkstreifen in unmittelbarer Nähe.
Die Maßnahmen des ersten Bauabschnitts kosten rund 2,3 Millionen Euro. Die Bauzeit soll etwa sechs Monate für den ersten Bauabschnitt betragen. Die Gemeinde Büchen wird sich bemühen, den Zugang zum Bahnhof in der Lauenburger Straße so früh wie möglich wieder frei zu geben
(Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, 26.08.16).

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RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 26.08.16).

RechteckAbellio: Mit dem Dampflokzug zum Sachsen-Anhalt-Tag!
Abellio Rail Mitteldeutschland bietet am Samstag, dem 10.09.2016 in Kooperation mit den Eisenbahnfreunden Staßfurt e.V., der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH und der Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) dampflokbespannte Sonderzüge nach und von Sangerhausen an. So gelangen Besucher auf originelle Art und Weise zum 20. Sachsen-Anhalt-Tag.
Folgende Fahrten werden am Samstag, dem 10.09. angeboten:
• Halle (Saale) Hbf (ab 09:31) – Wansleben am See (ab 09:51) – Röblingen am See (ab 09:57) – Lutherstadt Eisleben (ab 10:07) – Sangerhausen (an 10:24)
• Sangerhausen (ab 17:33) – Lutherstadt Eisleben (ab 18:03) – Röblingen am See (ab 18:19) – Wansleben am See (ab 18:30) – Halle (Saale) Hbf (an 19:19)
• Magdeburg Hbf (ab 09:30) – Schönebeck (ab 09:44 )– Staßfurt (ab 10:11) – Güsten (ab 10:19) – Sandersleben (ab 10:35) – Hettstedt (ab 10:49) – Klostermannsfeld (ab 11:01) – Sangerhausen (an 11:21)
• Sangerhausen (ab 17:25) – Klostermannsfeld (ab 17:53) – Hettstedt (ab 18:06) – Sandersleben (ab 18:15) – Güsten (ab 18:39) – Staßfurt (ab 18:52) – Schönebeck (ab 19:22) – Magdeburg Hbf (an 19:45)
• Sangerhausen (ab 12:31 und 14:33) – Lutherstadt Eisleben (an 12:59 und 15:00) jeweils ohne Zwischenhalte
• Lutherstadt Eisleben (ab 13:24 und 15:24) – Sangerhausen (an 14:42 und 15:41) jeweils ohne Zwischenhalte
Die Fahrten von Halle nach Sangerhausen und zurück sowie zwischen Sangerhausen und Eisleben werden von der Schnellzuglok 01 509 gezogen. Die Fahrten von Magdeburg nach Sangerhausen und zurück befördert die Güterzuglokomotive 44 1486.
Je nach Zu- oder Ausstiegsort kosten die Fahrkarten für eine einfache Fahrt 10,00 € bzw. 15,00 € pro Erwachsenen. Kinder bis 14 Jahre fahren kostenlos mit. Tickets bekommt man in den Abellio-Kundencentern in den Hauptbahnhöfen Halle (Saale), Leipzig und Erfurt, in den Abellio-Verkaufsagenturen in den Bahnhöfen Sangerhausen und Lutherstadt Eisleben, in der Tourist-Information Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 12 und auch in der Abellio-Mobilitätszentrale in Markranstädt.
Darüber hinaus kann man Tickets online bestellen. Resttickets werden am 10.09.2016 auch in den Zügen verkauft.
In Sangerhausen angekommen, kann man neben dem Sachsen-Anhalt-Tag auch die Abellio Betriebswerkstatt besuchen. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür wird dort am Samstag von 10:00 – 17:00 Uhr folgendes geboten: Besichtigung des Werkstattgeländes, kleine Fahrzeugausstellung, kurze Führungen durch die Werkstatthalle, Blick in Waschhalle möglich, Eisenbahnvereine stellen sich mit Infoständen vor, Draisinenfahrten, Berufsmöglichkeiten bei Abellio werden vorgestellt, Buntes Kinderprogramm mit Kindereisenbahn, Kinderschminken, Bastelstraße
An allen drei Tagen des Landesfestes ist darüber hinaus ein Besuch des Nahverkehrsdorfes möglich. Unmittelbar vor dem Sangerhäuser Bahnhof stellen sich die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), die DB Regio AG, die VGS Südharzlinie und natürlich auch Abellio mit Infoständen und kleineren Aktionen ihren Kunden vor. Geöffnet ist das Dorf am Freitag (09.09.) von 15:00 – 20:00 Uhr, am Samstag (10.09.) von 10:00 – 20:00 Uhr und am Sonntag (11.09.) von 10:00 – 17:00 Uhr (Pressemeldung Abellio, 26.08.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 9/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckFrankfurt (Main)

Etwas verwundert waren die Reisenden am Donnerstag, als ein TGV anstatt eines ICE3 in Frankfurt für die Fahrt nach Köln bereitstand. Zumal der TGV nicht die Leistung hat, damit die Steigungen auf der Schnellfahrstrecke zu bewältigen. Am Ende fuhr dann doch ein ICE 3 nach Köln (JKHalle Verkehrsfotografie, Jan Krehl,, 26.08.16).

RechteckGuntershausen

Hinter einer arg verspäteten Regiotram nach Melsungen trottelte 212 376 (o/b – p/t) wohl ihrem nächsten Arbeitseinsatz entgegen. Dr. Klaus-Peter Lorenz unterbrach seinen Heimweg vom Dienst für ein Foto im Bahnhof Guntershausen… (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 26.08.16).

RechteckInnsbruck



Ortsbedient und mittels Splint gegen versehentliches Öffnen gesichert, kann diese Eisenbahnkreuzung in der Südeinfahrt von Innsbruck Frachtenbahnhof kein Anlass für Langsamfahrstellen mehr sein. Mitte August präsentiert sich die Schrankenanlage mit Baugitter abgesperrt, die Westseite zum Lokschuppen hin bereits demontiert.
An der Ostseite wurde die seit ca. drei Jahren fertiggestellte Straßenbrücke über die Sill - die neue Zufahrt zum Schenker-Areal - nunmehr mit einer provisorischen Rampe für Baufahrzeuge versehen. Auch die bisherige Draisinengarage (blau mit Tonnendach) wird im Zuge der BBT-Einbindung abgerissen. Ihr Gleisanschluss ist bereits entfernt, zwei weitere Stutzgleise ebenfalls gekappt.
Die unteren Bilder zeigen den Verschub eines Arbeitszuges im Mai 2010, ohne Baugitter, mit GKB D 6 (90 34 0020.006-4) und MRCE ES 64 U2-ß29 als Schieb auf den Brenner, Juni 2010 (GK, 26.08.16).

RechteckKassel

Dieser Tage erst kam der Lokzug mit zwei 265 von Bebra nach Kassel gefahren (in den auch 265 005 eingestellt war), heute (25.8.) war 265 001 wieder auf der Kassel-Naumburger Eisenbahn zum VW Werk Baunatal im Einsatz.
Ein sonniges Nachmittagsstündlein im Heu am Mattenberg ließ ein Siebenwagenzüglein an Dr. Klaus-Peter Lorenz bergwärts passieren. So schön der Schatten auf der Wiese auch aussieht, und obgleich der Blick landschaftsweit über das Kasseler Becken ging, war der infernalische Lärm der wenige hundert Meter weiter die Bahn kreuzenden A 44 Kassel-Dortmund unerträglich. Da hörte sich doch das sonore Brummen der Diesellok mit ihrem kurzen Tooht am unbeschrankten Bahnübergang geradewegs kleinbahnhaft idyllisch an… (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 26.08.16).

RechteckLeipzig

Seit heute gibt es eine neue Werbe-101 bei DB Fernverkehr. 101 004 wurde in Leipzig mit Vollwerbung für die Versicherung "Bahn BKK" beklebt und vorgestellt. Anbei zwei Bilder der Lok aus Leipzig Hbf vor der Präsentation (Thomas Szymanowski, 26.08.16).

RechteckLengenfeld bei Groschlattengrün

Am 25.08.16 fuhren 285 101, 285 102 und 253 014 der Press mit einem Schwellenzug durch Lengenfeld bei Groschlattengrün. Am 25.08.16 fuhr 217 002-5 und V 1235 ( 212 285) einen leeren Kesselzug durch Lengenfeld bei Groschlattengrün nach Cheb/Cz (Alexander Hertel, 26.08.16).

RechteckRudy (Kr.Ratibor)




Von Nowy Targ fuhr ich mit dem Zug über Chabówka nach Sucha Beskidzka. Das Dampfmuseum in Chabówka war vom 19.-21. August unerwartet zur Haupt-Sommerzeit aus technischen Gründen (Fest-Vorbereitung) geschlossen. Von Sucha Beskidzka mußte ich per Kleinbus nach Žywiec fahren, die Strecke ist schon lange ohne Personnenverkehr. Ganz voll fährt der Kleinbus über eine Straße im sehr schlechten Zustand.
Žywiec ist eine alte Stadt mit einer bekannten Brauerei. Aus Źywiec fuhr ich mit dem Zug nach Pszcyna (Pless), wo ich übernachtete. Pless war eine ehemalige Kreisstadt in Ost-Oberschlesien. Im Ersten Weltkreig hatte Kaiser Wilhelm II. von 1915-17 sein Hauptquartier im Schloß des Fürsten von Pless.
Am Morgen fuhr ich mit dem Schnellzug nach Rybnik und mit dem Stadtbus in das Dorf Rudy (Groß Rauden). Dort ist eine Schmalspurbahn mit Museumsverkehr, das ist die Reststrecke Gliwice (Gleiwitz) - Raciborz (Ratibor) in der schlesischen Spurweite 785 mm. In Rudy ist noch ein bis 1810 benutztes ehemaliges Zisterzienser-Kloster, bis 1945 war der Herzog von Ratibor Inhaber, Viktor von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst.
Vom Kloster zum Kleinbahnhof führt ein reizvoller Touristenpfad (rote Markierung) ca 2 km über Klosterpark und Dorf.
Zurück nach Tschechien fuhr ich von Rybnik über Chalupki nach Bohumín (Oderberg). Die Strecke Rybnik-Towarowy - Wodzislaw - Rudyszwald - Chalupki (Annaberg /OS) wurde 2015 saniert und ab 2016 reaktiviert.
Die Fotos zeigen: Žiwiec Marktplatz, Bhf Žiwiec mit Zug Koleje Ślaskie - Zwardoń, Kloster Rudy, Rudy Kleinbahnhof, Bhf Paproć, betriebsfähige Dampflok, 2016 renovierter Hp und Abzweig Rudzyslaw, Bhf Chalupki, Foto vom Zug Rybnik - Bohumín, polnischer Zug EN 57-917 (Koleje Ślaskie) Katowice - Rybnik - Bohumín im Endbahnhof Bohumín (Oderberg) und historischer Obus Škoda Tr 8 vor Ostrava hl.n., Sonderlinie zum ZOO Garten am 20. August (Martin Kubík, 26.08.16).

RechteckScharnitz

Ein Kleinbus aus München befährt trotz zugaktivierten Rotlichts die Eisenbahnkreuzung am Südkopf des Bhf. Scharnitz (GK, 26.08.16).

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Tanago

Europa

RechteckFrankreich: Renovierung der Kapillarlinien schreitet voran
Die Nahbereichsgüterbetreiber (opérateurs ferroviaires de proximité, OFP) profitieren einem bericht von WK TL derzeit von Fortschritten im Hinblick auf die Renovierung sogenannter Kapillarlinien für den Güterverkehr (lignes capillaires fret). Mehr als 20% des französischen Kapillarnetzes sollen im Zeitraum 2015-2017 in die Arbeiten einbezogen werden, das sind 15 Strecken mit 517,9 km Länge und Investitionen von 100 Mio. Euro. Weitere 2 500 km fehlen noch zur Renovierung des Kapillarnetzes, das jedes Jahr fast 20% der französischen Güterzüge aufnimmt.
• Alain Vidalies, Staatssekretär für Verkehr, eröffnete am 29.07.16 die sanierte Güterstrecke Bassens - Bec d'Ambès im Großraum Bordeaux. Die 13,8 km lange Strecke wurde für 20 Mio. Euro renoviert, davon haben der Staat 6 Mio. und die Region Nouvelle Aquitaine 5,878 Mio. übernommen. Weitere Beteiligte waren die EU (20%), SNCF Réseau (11,27%) und Bordeaux Métropole (9,73%). Die Linie wird im Bereich des Hafens 300 direkte und 6000 indirekte Arbeitsplätze schaffen und 1,5 Mio. t Seeumschlag verteilen.
• Marcilly-en-Beauce - Montoire-sur-le-Loir: Die Arbeit an dieser Strecke wurde im Mai 2016 abgeschlossen. Die Investition betrug 3,2 Mio. Euro, davon wurden 10% vom Staat übernommen.
Weitere fünf Linien mit 143,9 km werden für 15,3 Mio. Euro bis Ende 2016 renoviert:
• Pont-Maugis - Mouzon,
• Amagne - Lucquy-Alland'Huy,
• Oiry - Mareuil - Esternay,
• Coolus - Chaumont - Luyères und
• Auneau - Auneau-Ville (Centre-Val de Loire).
Drei Linien folgen im Zeitraum 2017-2018:
• Blois - Villefrancœur (80% schon abgeschlossen),
• Neufchâteau - Gironcourt - Houécourt und
• Vitry-le-François - Troyes.
Für fünf weitere Linien laufen die Finanzierungsvereinbarungen:
• Montereau - Châtenay-sur-Seine,
• Mont-de-Marsan - Tarbes,
• Niort - Saint-Varens,
• l'Étoile de Gray und
• Étrépagny - Pont-de-l'Arche .(WKZ, Quelle WK-Transport, 26.08.16).

RechteckÖsterreich: AK-Studie zur Wiener S-Bahn

Verbindungsqualität des Wiener S-Bahn Netzes (Nur S-Bahn).
Das rasante Bevölkerungswachstum in Wien und der gesamten Ostregion bedeutet enorme kommunalpolitische Herausforderungen – auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Denn der Verkehr nach und in Wien wird deshalb zunehmen.
Vor diesem Hintergrund und in Zeiten angespannter Budgets sind nachhaltige Lösungen gefragt. Das Wiener S-Bahn- und Nahverkehrsnetz kommt mit ca 300.000 Fahrgästen täglich eine bedeutende Rolle zu. Trotz Investitionen in Strecken und Wagenpark rangiert die S-Bahn in Wien eher im unteren Bereich der Beliebtheitsskala.
Vor diesem Hintergrund ist im Auftrag der AK Wien die Traffix Verkehrsplanung GmbH im Rahmen der Studie "S-Bahn in Wien – Chance für die wachsende Stadt" der Frage nachgegangen: welche Schienensträng sich insbesondere für innerstädtische Verbindungen besser nutzen lassen, wo Ergänzunge zum hochrangigen schnellen U-Bahnnetz verkehrswirksam sinnvoll sind und was aus Fahrgastsicht für eine attraktive alltägliche Nutzung nötig ist (Pressemeldung Arbeitskammer Wien, 26.08.16).

RechteckPolen: Analysten sehen PKP Cargo im Aufwind
Obwohl der Marktanteil von PKP Cargo im ersten Halbjahr in Polen rückläufig war (43,53% Marktanteil im Transportvolumen, verglichen mit 47,48 % im Vorjahr), mit weiteren Verzögerung bei der Ausführung großer Infrastrukturprojekten in Polen gerechnet werden muss und der Großkunde OKD der PKP-Cargo-Tochter AWT mit finanziellen Problemen belastet ist, haben Analysten der in Warschau vertretenen Haitong Bank ihre zuvor kurzfristig gesenkten Prognosen wieder angehoben.
Die Analysten erwarten, dass sich der Nettogewinn des ersten Halbjahres 2016 im zweiten Halbjahr stabilisiert und in den nächsten Jahren 2017-2018 dank einer Erholung im Güterverkehr und die Erhöhung der Stückpreise der Leistungen deutlich erhöhen wird. Die Analysten gehen auch davon aus, dass das Unternehmen in der Lage sein wird, eine anständige Dividende zu zahlen. Sie gehen jedoch nicht davon aus, dass es in den nächsten Jahren eine deutliche Optimierung der Betriebskosten geben wird.
Gegen OKD, die ehemalige Mutter von AWT, läuft derzeit ein Sanierungsverfahren nach tschechischem Recht. PKP Cargo erklärte dazu am 12.08.16, dass OKD als Gläubiger gegenüber der ursprünglich tschechischen AWT Forderungen im Wert von 73 Mio. PLN (462,9 Mio. Kc) besitzt. Es wird davon ausgegangen, das OKD nach Aufgabe unrentabler Minen innerhalb des Sanierungsprogramms seinen Betrieb etwas eingeschränkt fortsetzen kann. PKP Cargo hatte AWT im Mai 2015 für über 400 Mio. PLN gekauft, was von Kritikern als zu viel kritisiert wurde (WKZ, Quelle Bankier.pl, 26.08.16).

RechteckSchweiz: Einbau von neuartiger Hochgeschwindigkeitsweiche
Am Wochenende vom 26. bis 28. August 2016 baut die SBB im Rahmen des 4. Gleises Visp–St.German eine Hochgeschwindigkeitsweiche ein. Diese Schnellfahrweiche ermöglicht künftig Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h. Es handelt sich um die erste Schnellfahrweiche, welche die SBB selber im Bahntechnik Center BTC Hägendorf vormontiert hat.
Bereits seit dem Juli 2016 finden Nachtarbeiten statt, die für das Projekt 4. Gleis Visp–St.German nötig sind. Diese werden bis voraussichtlich Mitte September 2016 abgeschlossen sein. Aufgrund der Betriebszeiten und der notwendigen Gleissperrungen sind Arbeiten in der Nacht und teilweise am Wochenende unumgänglich. Die betroffenen Anwohner wurden vorgängig informiert.
Die neuartige Hochgeschwindigkeitsweiche ist 160 Meter lang und wird von zehn Motoren gesteuert. Für den Einbau müssen gleichzeitig zwei grosse Gleiskräne eingesetzt werden. Das grösste Einzelteil der Weiche ist 52 Meter lang und wiegt 60 Tonnen.
Das 4. Gleis ist Bestandteil des Konzepts «Alptransit Streckenausbauten übriges Netz» auf der Achse Alptransit Lötschberg. Das Gleis wird die Fahrplanstabilität der beiden Bahnlinien Brig–Lausanne und Brig–Bern auf dem Abschnitt zwischen Visp und der Abzweigung vor dem Südportal des NEAT-Basistunnels erhöhen und somit Engpässe behoben. Die Ausführung hat im Jahre 2010 begonnen und dauert bis Ende 2016.
Die Inbetriebnahme des gesamten 4. Gleises Visp–St.German erfolgt im Mai 2017. Die Kosten der SBB betragen insgesamt rund 45 Millionen Franken (Pressemeldung SBB, 26.08.16).

RechteckSchweiz: Eisabbruch am Eiger erfolgt – Absperrungen aufgehoben

Die Gefahr durch grosse Eisabbrüche beim Hängegletscher an der Eiger Westflanke ist gebannt. In den letzten 24 Stunden sind knapp 20'000 m3 Eis in verschiedenen Abbrüchen abgestürzt. Die vorsorglichen Sicherheitsabsperrungen konnten aufgehoben werden.
Die labilen und absturzgefährdeten Eismassen am Hängegletscher in der Eiger Westflanke sind in den letzten Stunden in einzelnen, kleineren Teilabbrüchen abgestürzt. Die Bewegungen des Gletschers sind auf die normalen Werte gesunken. Die Infrastrukturanlagen im Bereich Eigergletscher waren durch die Abbrüche nicht betroffen. Ab sofort sind wieder alle Wanderwege offen, die vor-sorglichen Sperrungen wurden aufgehoben.
Der aktuelle Eisabbruch war mit rund 20'000 m3 prognostiziert worden. Ereignisse dieser Grössenordnung kommen erfahrungsgemäss rund einmal pro Jahrzehnt vor. Das Ereignis konnte im vorliegenden Fall rechtzeitig erkannt werden: Seit März 2016 ist ein modernes Überwachungssystem im Einsatz. Ein interferometrisches Radarsystem misst permanent die Geschwindigkeiten des Glet-schers, die sich gemäss Dr. Lorenz Meier, Geschäftsführer der Firma Geopraevent AG, vor etwa zehn Tagen von den üblichen 5 cm pro Tag auf über 60 cm pro Tag erhöht haben. Mit dem gleichen Radar konnten schon im März und im April dieses Jahres mehrere kleinere Abbrüche einige Tage im Voraus erkannt werden. Im Winter steht zudem ein Lawinenradar im Einsatz, welches die Züge der Jungfraubahn bei einer grossen Lawine rechtzeitig an einem sicheren Ort stoppt.
Die Radar-Messungen werden von Glaziologen der Firma Geotest AG regelmässig beobachtet und interpretiert. Die Gefahrenbereiche und zu ergreifende Massnahmen sind in einem Sicherheitsdispositiv festgehalten. Gemäss Geschäftsleiter Daniel Tobler wurden aufgrund der Messdaten am Sonntag die gefährdeten Bereiche bei der Station Eigergletscher aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mit dem Rückgang der Geschwindigkeiten nach den Abbrüchen von heute Morgen konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.
Gemäss Prof. Martin Funk von der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) an der ETH Zürich ereignen sich vom Hängegletscher an der Westflanke des Eigers regelmässig Eisabbrüche und Eislawinen. Im Gegensatz zu Schneelawinen können Eislawinen zu jeder Jahreszeit vorkommen. Ein Eisabbruch entsteht, wenn ein Teil des Hängegletschers abbricht und bergab stürzt. Bei solchen hochgelegenen Hängegletschern wie am Eiger sind Eisabbrüche ganz normale Erscheinungen. Kleine Abbrüche erfolgen häufiger als Grosse. So kommen Ereignisse mit ein paar tausend Kubikmetern Eis mindestens einmal pro Jahr vor. Hingegen sind Ereignisse ab 10'000 m³ Volumen seltener. Der letzte grosse Abbruch mit nahezu 100'000 m³ Eis geschah im August 1990 (Pressemeldung Jungfraubahn, 26.08.16).

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