LOK Report - Nachrichtenmagazin fuer Eisenbahnfreunde
  English Introduction ImpressumRedaktionKontakt
   
Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

LOK Report – News von Freitag, 23.06.17

Schicken Sie eine Meldung

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Alstom: Instandhaltung von
23 Lokomotiven für Akiem

Absatzlinie
Rüdiger Grube wird neuer
Aufsichtsratschef der HHLA

Absatzlinie
Frankreich: Entwurf zur Liberali-
sierung des Personenverkehrs

Absatzlinie
Shortlist für West Coast und
South Eastern veröffentlicht

Absatzlinie
Neuelektrifizierung Arlon - Luxem-
bourg und Tram bis Mamers

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Ernst Bäppler

LOK Report aktuell

RechteckTschechien: Lokführerschulung mit Vectron-Lokomotiven
Die Tschechische Staatsbahn České dráhy hat diese Woche die Schulung der Lokführer für die Vectron- Lokomotiven begonnen. Die Lokomotiven sollen ab dem Fahrplanwechsel auf der Relation Praha - Dresden - Berlin - Hamburg eingesetzt werden.
Die erste Betriebsschulung wird schon dieses Wochenende (24. / 25. Juni) auf die Strecke Praha - Ústí nad Labem mit den Zügen 610 / 609 / 606 /613 erfolgen. Zum Einsatz kommt 193.270.
Mehr zum Thema am Montag (Quelle ČD, 23.06.17).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Unwetter

RechteckDeutsche Bahn: Unwetter beeinträchtigen Zugverkehr in Norddeutschland
Nach den Unwettern der vergangenen Nacht normalisiert sich der Bahnverkehr in Norddeutschland weiter. So ist die Strecke Hamburg-Hannover wieder frei. Aufgrund des hohen Zugaufkommens werden die ICE-Züge zunächst noch teilweise umgeleitet und erhalten eine Verspätung von etwa 40 Minuten. Die IC-Züge verkehren dagegen normal auf dem Regelweg.
Die Ost-West-Verbindung Berlin–Köln bzw. –Düsseldorf ist zwischen Bielefeld und Gütersloh ebenfalls wieder frei.
In Niedersachsen und in den Großräumen Leipzig, Magdeburg und Dresden gibt es noch weiter Einschränkungen durch blockierte Gleise. So ist die Strecke Leipzig-Bitterfeld-Magdeburg derzeit noch nicht befahrbar. Die Züge werden über Halle umgeleitet.
Hunderte Mitarbeiter mit 20 Reparaturzügen sind im Dauereinsatz, um die blockierten Strecken von umgestürzten Bäumen freizuräumen und Oberleitungen zu reparieren.
Die Zugtickets mit Gültigkeit von gestern, 22. Juni, können am heutigen Freitag ohne weitere Bescheinigung für die Reise genutzt werden. Diese Regelung gilt auch für Tickets mit Zugbindung. Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der Deutschen Bahn können Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 23.06.17).

RechteckErixx: Zahlreiche Schäden durch Unwetter
Update 23./24.06.2017:
RB 32 (Lüneburg-Dannenberg) Strecke ist wieder frei es kommt noch zu Verspätungen
RB 42 (Braunschweig-Bad Harzburg) Strecke ist wieder frei es kommt noch zu Verspätungen
RB 43 (Braunschweig-Goslar) Strecke ist wieder frei es kommt noch zu Verspätungen
RB 37 (Bremen-Soltau-Uelzen) Strecke ist wieder frei es kommt noch zu Verspätungen (Pressemeldung Erixx, 23.06.17).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Sieger des Wettbewerbs Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt

Am Mittwochabend wurden im Berliner Kosmos die diesjährigen Preisträger des 17. Wettbewerbs "Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt" ausgezeichnet. Rund 450 Auszubildende der Deutschen Bahn (DB) haben 60 soziale Projekte entwickelt, um sich für mehr Toleranz, Offenheit und Zivilcourage zu engagieren. Die sieben besten Beiträge wurden nun prämiert. Prominenter Botschafter des diesjährigen Projekts und musikalischer Begleiter des Abends war der Schweizer Rapper und Moderator Knackeboul. Er präsentiert auf ARTE die Sendung "#Stereotyp", die sich um Vorurteile dreht.
Den ersten Platz belegte das Projekt und Wortspiel "Blau tragen statt schlagen". Die Azubis aus Sachsen setzen ein starkes Zeichen gegen Hass und Gewalt. Bei Mitmachaktionen an den Bahnhöfen Leipzig und Dresden sowie über die Internetseite www.blautragen.de motivierten sie Menschen, sich mit einem blauen Kleidungsstück zu fotografieren und sich damit gegen Gewalt zu positionieren. Hintergrund: Blau ist auch die überwiegende Farbe der DB-Unternehmensbekleidung. Die Gewalt gegen Bahnmitarbeiter hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn und einer der Schirmherren des Projekts: "Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs und an alle, die mitgemacht haben. Das tolle ehrenamtliche Engagement unserer Auszubildenden macht mich stolz. Sie leben die sozialen Werte der Deutschen Bahn: Vielfalt, Respekt, Gemeinschaft."
Ulrich Weber, DB-Personalvorstand: "Der Wettbewerb ‚Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt' ist ein herausragendes Statement unserer Nachwuchskräfte gegen Rassismus und Diskriminierung. Ein Statement, das unsere unruhige Welt gut gebrauchen kann. Mein Dank gilt den 450 Teilnehmern und ihren über 100 Mentoren."
Der bundesweite Wettbewerb "Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt – Gemeinsam für ein tolerantes und respektvolles Miteinander" wurde im Jahr 2000 gestartet. Über 10.000 Auszubildende haben seither mitgemacht, über 1.100 Projekte wurden eingereicht. Ziel der DB ist es, Zivilcourage und soziale Kompetenzen nachhaltig zu stärken, um Toleranz und Demokratie zu fördern. Alle Auszubildenden des ersten und zweiten Lehrjahres sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Ehemalige Teilnehmer und Azubis im dritten Lehrjahr können sich als Mentoren engagieren (Pressemeldung Deutsche Bahn, 23.06.17).

RechteckPro Bahn: SommerTicket – Flexibel mobil geht anders
Ab 27. Juni 2017 verkauft die Deutsche Bahn das Sommer-Ticket. Es umfasst vier Einzel-fahrten für Jugendliche in zwei Preisstufen zum einen bis 18 und zum anderen bis 26 Jahren. Das ist ein gutes Angebot um einmal die Bahn kennenzulernen. Für Ältere und Familien vermisst der Fahr-gastverband PRO BAHN allerdings ein Angebot. Damit verpasst die Deutsche Bahn erneut die Chance, die Vorteile der Eisenbahnen in Deutschland allen Bürgerinnen und Bürgern nahe zu bringen: das flexible Reisen, welches aufgrund des zur Verfügung stehenden Netzes so von keinem anderen öffentlichen Verkehrsangebot übertroffen werden kann.
Deutschland mit der Bahn kennenlernen kann man allerdings mit diesem Angebot nicht. Wie schon im vergangenen Sommer vermissen wir Fahrgäste die Sommer-Bahn-Flatrate. Flatrates sind heute in vielen Bereichen ein attraktives Angebot für Kunden, die ein Produkt gerne, häufig und unkompliziert nutzen wollen. Solche "Flats" werden nicht nur im Telekommunikationsbereich sondern auch in viel-facher Ausprägung im öffentlichen Personenverkehr angeboten. Es sind nicht nur die Zeitkarten für Pendler, sondern auch Tageskarten wie die Ländertickets oder die vielfältigen Angebote zur touris-tischen Nutzung z.B. die KONUS-Gästekarte im Schwarzwald oder das GUTi im bayerischen Wald. Hier können sowohl Bahnerfahrene als auch Bahn-Laien einfach die umweltfreundliche Schiene flexibel nutzen.
Für den Fahrgastverband PRO BAHN ist es daher völlig unverständlich, dass die Deutsche Bahn dieses Jahr erneut nur auf ein Gutscheinheft aus Einzelfahrten setzt. Die Jahrzehntelange Tradition von Flat-Rates, wie dem Deutschland-Pass und dem Tramper-Monats-Ticket sind Fahrscheine gewesen, die eine niedrige Einstiegsbarriere hatten und die Möglichkeit boten, Deutschland problemlos, spontan und ohne große Vorplanung mit der Eisenbahn zu erkunden. "Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert die Deutsche Bahn auf, ein zeitlich begrenztes Flat-Angebot zu unterbreiten, welches deutschlandweite Mobilität ohne Tarifabitur ermöglicht", so Jörg Bruchertseifer, Tarifexperte und stv. Bundesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN. "Für alle Reisendengruppen, so auch für Jugendliche, die Silver Generation und Familien, muss dieses Angebot verfügbar sein. Nur so können alle die Vorzüge des Eisenbahnverkehrs kennen und lieben lernen. Ganz Deutschland, ganz einfach, egal wohin, egal wie oft".
Karl-Peter Naumann, der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes PRO BAHN ergänzt "Viele, die in der Jugend, wenn das Verkehrsverhalten noch nicht ausgeprägt ist, das Tramper-Monats-Ticket oder den Deutschland-Pass nutzten, haben der Bahn und dem öffentlichen Verkehr nie den Rücken gekehrt. Sie sind treue Kunden geblieben." (Pressemeldung Pro Bahn, 23.06.17).

Anzeige

Tanago

Industrie

RechteckAlstom: Schwere Instandhaltung von 23 Lokomotiven für Akiem

Alstom erhielt von Akiem den Zuschlag zur Übernahme der schweren Instandhaltung[1] von 23 Lokomotiven, Typ BB 36000. Dieser Vertrag ergänzt eine erste Vereinbarung von Ende April 2016 über die schwere Instandhaltung von 7 Lokomotiven gleichen Typs, die in Marokko betrieben werden. Die Lokomotiven BB 36000 wurden am Standort Belfort entwickelt und hergestellt; 1996 wurden sie erstmalig in Betrieb genommen. Mit diesem neuen Vertrag begleitet Alstom seinen Kunden Akiem etwa fünfzehn Jahre lang bei der Erweiterung der Lebensdauer der Lokomotiven und ihrem gewerblichen Betrieb. Der Wert der Übernahme dieser schweren Instandhaltung liegt bei etwa 20 Millionen Euro.
Die Instandhaltungsarbeiten decken die Revisionen über einen Zeitraum von 20 Jahren ab. Sie betreffen die Drehgestellüberholung, die Obsoleszenzüberwachung, die Komponentenreparatur, ebenso aber die Auffrischung der Führerhäuser. Ausgeführt werden diese Arbeiten von den Service-Teams am Alstom-Standort in Belfort, und auch die Kundendienstzentren von Alstom in Le Creusot (Drehgestelle), Ornans (Traktionsmotoren), Tarbes (Traktionskette) und Villeurbanne (Elektronik) sind eingebunden. Derzeit wird in Belfort eine erste Lokomotive aus der ersten Tranche produziert. Mit diesem neuen Vertrag kann die Kontinuität für die Produktionskette sichergestellt werden; die letzte BB 36000 würde somit spätestens 2024 an Akiem geliefert.
Fabien Rochefort, Präsident der Akiem Gruppe betonte: "Durch die gemeinsame technische und industrielle Arbeit mit Alstom konnten wir einen Revisionsplan festlegen, der auf unsere kommerziellen Zielvorstellungen für diese Flotte zugeschnitten ist. Wir wollen sie nun in Frankreich, aber auch auf den Korridoren Frankreich – Italien und Mitteleuropa einsetzen."
"Mit der schweren Instandhaltung dieser Flotte weiterer 23 Lokomotiven können wir die Entwicklung des Kundendienstgeschäfts von Belfort, unseren Investitionsplan und die Stärkung der Kompetenzen fortführen", erklärte Jean-Baptiste Eyméoud, Präsident von Alstom in Frankreich.
In den Dienstleistungsbereichen am Standort Belfort sind derzeit über 50 Mitarbeiter in 4 Geschäftsfeldern beschäftigt: In der betrieblichen Lokomotivinstandhaltung, der Unfallreparatur für alle Schienenfahrzeugtypen, der schweren Lokomotivinstandhaltung sowie in Umbauprojekten im Gewährleistungszeitraum. Der Servicebereich von Belfort ist dank seines Engineering-Pools zum ersten privaten französischen Lokomotivinstandhalter mit ECM-Zertifizierung (Entity in Charge of Maintenance (die für die Instandhaltung zuständige Stelle) nach der europäischen Verordnung 445/2011) für alle 4 Funktionen geworden (Management, Instandhaltungsentwicklung, Fuhrparkmanagement, Instandhaltung) (Pressemeldung Alstom, 23.06.17).

RechteckHHLA: Rüdiger Grube neuer Aufsichtsratschef

Auf seiner konstituierenden Sitzung am 21. Juni 2017 hat der Aufsichtsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) Dr. Rüdiger Grube zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Dr. Grube folgt damit auf Prof. Dr. Peer Witten, der altersbedingt aus dem Aufsichtsrat ausschied. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Gremium Berthold Bose, Leiter ver.di-Landesbezirk Hamburg (Pressemeldung HHLA, 23.06.17).

Anzeige

Farrail Tours

Aus den Ländern

RechteckBW: Fördersatz bei Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen im LGVFG
Vor allem kleine Kommunen können jetzt bei der Gestaltung von Schienenkreuzungen an Straßen mit mehr Geld vom Land unterstützt werden. Mit dem heutigen (21. Juni) Beschluss des Landtags tritt das Gesetz in Kraft, nach dem der maximale Fördersatz bei Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen im Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) auf 75 Prozent erhöht wird.
Verkehrsminister Winfried Hermann dazu in Stuttgart: "Wir wollen die Kommunen verstärkt dabei unterstützen, dort wo Straße und Schiene sich kreuzen, sichere und möglichst reibungslose Übergänge zu schaffen. Ich freue mich, dass wir mit der Erhöhung des Fördersatzes auf bis zu 75 Prozent diese Unterstützung jetzt ermöglichen können."
Das Gesetz sieht eine Erhöhung des Fördersatzes in Ausnahmefällen von 50 Prozent auf bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten vor. Solche Ausnahmefälle sind Maßnahmen zur Anpassung von Bahnübergängen, die durch den Ausbau und die Elektrifizierung von Eisenbahnen entstehen, insbesondere bei Projekten zur Beseitigung oder Sicherung von Bahnübergängen. Ziel der angestrebten Gesetzesänderung ist es, kommunale Straßenbaulastträger bei den Kosten, die durch Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen im Zuge von Ausbau und Elektrifizierung entstehen, zu entlasten. In der Vergangenheit haben sich v. a. kleine Kommunen über hohe Kosten beklagt, die sie ohne Mitentscheidung zu tragen haben, wenn die Bahn eine Maßnahme realisiert.
Sind an Kreuzungen von Straßen mit Schienenstrecken Baumaßnahmen notwendig, wie zum Beispiel die Beseitigung von Bahnübergängen durch den Bau einer Brücke oder die Sicherung von Bahnübergängen durch Signalisierungen, so sind die Kosten vom Baulastträger der Straße (z. B. Kommunen) und der Schienenstrecke jeweils zu einem Drittel zu tragen. Das übrige Drittel trägt der Staat, also Land oder Bund (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 23.06.17).

RechteckBayern: Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Kaufbeuren
Eine Sprecherin der Deutschen Bahn berichtete über den Ausgang des Gesprächs des bayerischen Bahnchefs Klaus Dieter Josel mit den beiden MdL Bernhard Pohl (Freie Wähler) und Franz Josef Pschierer (CSU) am 21. Juni 2017. Demnach stünden für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Kaufbeuren zurzeit noch keine Finanzmittel (des Bundes oder des Landes, der Autor) zur Verfügung.
Aus diesem Grund könnten momentan auch keine Angaben zu einem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Kaufbeuren gemacht werden.
Zum anderen teilte die Sprecherin mit, dass Kaufbeuren in den nächsten Jahren zwei neue Bahn-Haltepunkte in barrierefreier Bauweise bekommen werde. Der eine solle in Höhe von Neugablonz (vsl. bis Ende 2020), der andere in Höhe von Haken (vsl. bis Ende 2022) entstehen (Christopher Curran, 23.06.17).

RechteckBerlin/Brandenburg: Neue Servicezeiten beim VBB Bus&Bahn-Begleitservice
Der Bus&Bahn-Begleitservice des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) bietet sein Angebot der Fahrgastbegleitung ab dem 1. Juli 2017 wochentags von 9:30 bis 17:30 Uhr an. Damit werden die Servicezeiten um drei Stunden verkürzt, der kostenlose Service für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste im Öffentlichen Personennahverkehr bleibt aber wie bisher unverändert bestehen.
Der VBB Bus & Bahn-Begleitservice richtet sich an Menschen, die sich auf Grund von Mobilitätseinschränkungen beim Bus- und Bahnfahren unsicher fühlen. Dies sind vorwiegend Kundinnen und Kunden, die einen Rollstuhl, Rollator oder eine Gehhilfe nutzen, seheingeschränkte oder blinde Menschen, gehörlose Menschen.
Seit Bestehen des VBB Bus & Bahn-Begleitservice wurden mehr als 105.000 Begleitungen durchgeführt.
Da die Qualität der Dienstleistung wesentlich von der Qualifizierung der Begleiterinnen und Begleiter bestimmt wird, wird großer Wert auf eine zielgruppenspezifisch ausgerichtete Schulung gelegt. Für die Begleitung der mobilitätseingeschränkten Kunden werden die Servicemitarbeiter in speziellen Mobilitätstrainings ausgebildet. Diese werden im Rahmen des Förderprogramms FAV (Förderung von Arbeitsverhältnissen) der Bundesarbeitsagentur für Arbeit beschäftigt und in einem dreimonatigen Schulungsprogramm für die Tätigkeit im Begleitservice qualifiziert.
Neue Servicezeiten des VBB Bus&Bahn-Begleitservice
Ab 1. Juli 2017: Montag – Freitag 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr (Pressemeldung VBB, 23.06.17).

RechteckNiedersachsen: 125 Jahre ÜSTRA - 1.250 Kuchenstücke an Fahrgäste verteilt
Zu ihrem 125. Geburtstag am Donnerstag hat die ÜSTRA in ihrer größten Station Kröpcke 1.250 Kuchenstücke an Fahrgäste verteilt. "Damit wollen wir unseren Geburtstag zusammen mit unseren Kunden feiern und den Hannoveranern für ihre Treue zu uns danken", erklärte Wilhelm Lindenberg, Vorstand der ÜSTRA für Personal und Betrieb.
Unterstützt wurde die Verteilaktion durch den Präsidenten der Region Hannover Hauke Jagau und den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stefan Schostok, die damit der ÜSTRA zum Geburtstag gratulierten. "Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre gute Arbeit und natürlich den Fahrgästen der ÜSTRA, ohne die das Unternehmen nicht so erfolgreich tätig wäre. Einem kleinen Teil der Kundinnen und Kunden kann heute mit einem Stück Kuchen ein süßer Dank zurückgegeben werden", sagte dazu Regionspräsident Hauke Jagau.
"Die ÜSTRA gehört zu Hannover wie das Neue Rathaus und der Maschsee", erklärte Oberbürgermeister Stefan Schostok bei der Aktion: "Ich erinnere mich gut an Fahrten mit der ÜSTRA als Kind und an den U-Bahn-Bau. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute ÜSTRA!"
Am 22. Juni 1892 wurde die auf Initiative des hannoverschen Magistrats gegründete "Actien-Gesellschaft Straßenbahn Hannover" in das Handelsregister eingetragen. Daher gilt dieses Datum als Geburtstag des hannoverschen Verkehrsunternehmens, das 1921 in "Überlandwerke und Straßenbahnen Hannover Aktiengesellschaft" (abgekürzt: ÜSTRA) umbenannt wurde (Pressemeldung Üstra, 23.06.17).

RechteckSachsen: 3,7 Mio. Euro für Infrastrukturmaßnahmen der DVB
Ein Ausflug zum Schloss Wackerbarth mit Bahn und Bus ist bald auch barrierefrei möglich. Die Haltestelle "Schloss Wackerbarth" der Straßenbahnlinie 4 wird ab 14. August durch die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) barrierefrei ausgebaut. Gleichzeitig startet auch der Neubau der Bahnstromanlagen zwischen den Gleisschleifen Radebeul West und Weinböhla auf einer Gesamtlänge von ca. 8,7 km Länge einschließlich der Maste und der Fahrleitung.
Für beide Maßnahmen hat Verkehrsminister Martin Dulig heute die Fördermittelbescheide über insgesamt 3,7 Millionen Euro an DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach übergeben.
"Dresden und Umgebung kann bereits jetzt ein attraktives ÖPNV-Angebot vorweisen. Mit den geplanten Investitionen in die Infrastruktur machen sich die Dresdner Verkehrsbetriebe fit für eine zukunftsfähige Mobilität. Davon profitieren sowohl die Einheimischen als auch die Besucher der Stadt. Mit dem barrierefreien Ausbau der Station erfolgt ein weiterer Schritt in Richtung vollständiger Barrierefreiheit. Insbesondere im ÖPNV sollte dies zur Selbstverständlichkeit gehören, um allen Bürgerinnen und Bürgern eine uneingeschränkte Nutzung der Mobilitätsangebote zu ermöglichen", so Martin Dulig.
"Ab Anfang Oktober dieses Jahres wird das Erlebnisweingut mit der Straßenbahn deutlich bequemer zu erreichen sein. Wir halten dann stadt- wie landwärts an einer schicken Haltestelle direkt vor der barocken Schloss- und Gartenanlage", freut sich Andreas Hemmersbach. "Wer heute aus Dresden anreist, muss einen längeren Fußweg von einer unscheinbaren Haltestelle zurücklegen." Die neuen Bahnsteige werden mit Fahrgastunterständen, Sitzgelegenheiten und elektronischen Anzeigetafeln ausgestattet.
Der Freistaat stellt 2017 im Landesinvestitionsprogramm rund 130 Millionen Euro für die Förderung von ÖPNV-Investitionsmaßnahmen zur Verfügung. Die DVB erhalten in diesem Jahr insgesamt rund 22 Millionen Euro – schwerpunktmäßig für den schrittweisen barrierefreien Ausbau von Bus- und Straßenbahnhaltestellen (zum Beispiel Haltestellen Hülße-Gymnasium, Infineon Süd und Rathaus Altleuben), Fortführung der Erneuerung der Gleisanlagen und Fahrleitungsanlagen einschließlich barrierefreier Haltestellenumbau z. B. Wehlener Straße (4. Bauabschnitt) und Lübecker Straße sowie den Um- und Ausbau des Straßenbahnbetriebshof Dresden-Trachenberge .
Grundlage für die Förderung des Vorhabens ist die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Gewährung von Fördermitteln im öffentlichen Personennahverkehr (RL-ÖPNV).
Diese Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes (Pressemeldung Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 23.06.17).

RechteckThüringen: DB modernisiert Gleisanlagen zwischen Berga (Elster) und Greiz
Die Deutsche Bahn modernisiert vom 26. Juni bis 4. August zwischen den Bahnhöfen Berga (Elster) und Greiz (Eisenbahnstrecke Gera–Weischlitz) die Gleisanlagen auf einer Länge von 12 Kilometern. Aus diesem Grund muss der Streckenabschnitt Berga (Elster)–Greiz in diesem Zeitraum für den Zugverkehr gesperrt werden. Während der Sperrung werden unter anderem die Gleise erneuert (zum Teil Schienen erneuert, Schotterbett gereinigt usw.), Arbeiten an Brücken ausgeführt und ein Durchlass erneuert.
An einigen Bahnübergängen kommt es wegen der Gleisbauarbeiten zu Einschränkungen im Straßenverkehr. Dies betrifft die Bahnübergänge Glohdenhammer, Leonhardtstraße und Parkgasse. Die Bahnübergänge sind für Fußgänger und Radfahrer weiterhin begehbar. Dafür wird jeweils ein provisorischer Weg durch die Baustelle hergerichtet. Die Umleitungen für den Straßenverkehr sind ausgeschildert.
Die Bauarbeiten am Bahnübergang in Neumühle wurden auf April 2018 verschoben, da dieser Bahnübergang Teil der Umleitungsstrecke der K 2002 ist. Hier wird es nur geringe Einschränkungen durch das Befahren des Bahnübergangs mit Gleisbaumaschinen und Arbeitszügen geben (Pressemeldung Deutsche Bahn, 23.06.17).

Anzeige

Buch-Neuerscheinung
Willkommen beim LOK Report
Thüringisch-Fränkischer Schieferbergbau

Willkommen beim LOK Report
Band 1: Überblick zu Historie und Technik
Band 2: Oertelsbruch und Staatsbruch - mit Werkbahnen
Schieferbergbau
Schlaglichter aus Band 2:
  • Weltpremiere 1886 für Schmalspur-Zahnradbahn System Abt
  • Fahrzeuge: mit SLM, Henschel, Hagans, Gmeinder, Diema, ...
  • Oertelsbruch 1943-46: Teststätte für V2-Raketentriebwerke
Zu beziehen bei: Verlag Barteld, per E-Post
Telefon/Fax: (03 66 23) 2 33 7 33 /-34

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckDas blieb von der Gurktalbahn


Vor 45 Jahren wurde von den ÖBB die Schmalspurbahn (760mm) von Treibach-Althofen nach Straßburg (km 12,6) als letzter Abschnitt der Gurktalbahn auch im Güterverkehr eingestellt. Bereits vor bald 50 Jahren war der Gesamtverkehr zwischen Straßburg und Klein Glödnitz (km 28,8) aus nichtigen Gründen eingestellt worden. Grund genug wieder einmal auf den Spuren dieser liebenswerten Schmalspurbahn zu wandeln, welche heute sicherlich eine Chance im ÖPNV zumindest im Abschnitt Treibach-Althofen - Gurk (mit seinem weltberühmten Dom) hätte.
Erhalten geblieben ist dank ehrenamtlicher Initiativen der rund 3 km lange Abschnitt vin Treibach-Althofen nach Pöckstein-Zwischenwässern welcher als Österreichs älteste Museumsbahn gilt und an Sonntagen zwischen Anfang Juli und Mitte September mit jeweils 3 Zugpaaren befahren wird. Die Trasse im eigentlichen Gurktal ist weitgehend in einer überbreiten Bundesstrasse aufgegangen.
Interessanter Weise sind mehrere Bahnhofgebäude – gut gepflegt – erhalten geblieben. In Gurk erinnert eine Industriedampflok am ehemaligen Bahnhof an die kleine Eisenbahn (Gunter Mackinger, 23.06.17).

RechteckReichsbahn-Zug im Planverkehr auf der Weißeritztalbahn



Im Zuge der Wiedereröffnung der Weißeritztalbahn bis Kurort - Kipsdorf wurde der Verkehr im unteren Abschnitt bis Dippoldiswalde massiv ausgedünnt (3 statt bisher 6 Zugpaare). Grund ist, daß der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) nicht mehr Zugkilometer bestellt, die Streckenverlängerung also "zugkilometerneutral" ablaufen muß, und die SDG darüber hinaus auch noch Zugkilometer einsparen wollen.
Alles in allem eine extrem beschämende Situation, die dem Kulturerbe sächsische Schmalspurbahn im Allgemeinen und der Weißeritzalbahn im Besonderen alles andere als zuträglich ist und die an sich erfreuliche Reaktivierung nach Kipsdorf mehr als konterkarriert. Umso mehr ein Beispiel für die eisenbahnfeindliche Verkehrspolitik im einstigen Bahnland Sachsen.
In der letzten Betriebswoche (12.6.-16.6. 2017) des "alten Fahrplanes" kam die historische Reichsbahngarnitur zum Einsatz, da die Reko-Wagen für die große Eröffnungsfeier "aufgehübscht " wurden. So konnte man mit der passenden Einheitslok 99 1734 nochmal und letztmalig, stimmigen Betrieb im annähernden 2-Std-Takt im Weißeritztal erleben. Auch vom beliebten Abendzugpaar nach Dippoldiswalde galt es Abschied zu nehmen (Alexander Bauer, 22.06.17).

RechteckRheingold-Überführung


Am 20.06.17 war der TEE mit AKE E 10 1309 auf der Durchreise von Eisenach nach Bad Schandau in Wiederitzsch anzutreffen (Torsten Liermann, 23.06.17).

RechteckSonderzüge zum Hussitenkirschfest in Naumburg
Am 24.06.2017 hat die IG Unstrutbahn e.V. wieder wieder ausgewählte Züge bestellt, die über Wangen hinaus nach Roßleben und Donndorf verlängert werden. Einerseits bietet der Verein Interessierten die Möglichkeit von Donndorf und Roßleben etwa zum Hussitenkirschfest nach Naumburg zu fahren. Andererseits haben etwa die Naumburger, Freyburger, Lauchaer und Nebraer die Möglichkeit mit der Unstrutbahn nach Donndorf zu fahren, um von hier aus zum Kloster Donndorf zu wandern, die Biomosterei im Bahnhof Donndorf zu besuchen oder mit dem Rad in das untere Unstruttal an der Kupferhütte Bottendorf, der Modellbahn Wiehe und dem Kloster Memleben vorbeifahren.
Die Abfahrtszeiten der Züge in Richtung Naumburg sind in Donndorf um 10.03 Uhr und um 19.21 Uhr, in Roßleben um 10.12 Uhr und um 19.26 Uhr. Von Naumburg Ost gelangt man um 8.35 Uhr und um 17.35 Uhr, von Freyburg um 8.51 Uhr und um 17.51 Uhr, von Laucha um 9.00 Uhr und um 18.00 Uhr und von Nebra um 9.29 Uhr und um 18.29 Uhr in das mittlere Unstruttal nach Roßleben und Donndorf. Eine Reservierung für die Mitfahrt in den Zügen ist nicht notwendig.
Fahrräder, kleine Gepäckstücke und Kinder unter 6 Jahren werden kostenfrei befördert. Fahrkarten für die Sonderzüge erhalten Sie im Zug oder an den Bahnhöfen in Donndorf und in Roßleben. Die Sonderzüge werden durch die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (Nasa) und die DB Regio AG (Produkt Burgenlandbahn) unterstützt. Zum Einsatz kommen Triebwagen der BR 672 (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 23.06.17).

Anzeige

Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckDB-Regio-Link auf Testfahrt in Wien

Ich konnte gestern abend in Wien Hütteldorf zwei der neuen DB-Regio-Triebzüge "Link" von PESA bei einer Testfahrt aufnehmen. 632 031 (2-Teiler) und 633 001 (3-Teiler) (Thomas Szymanowski, 21.06.17).

RechteckDüsseldorf Rath

Bei fast 32 Grad Sommermittagshitze versieht die Lollo V160 002 vor dem Brohltaler Aluzug zuverlässig ihren Dienst. Im Blockabstand folgt Lok 24 der Wanne-Herner Eisenbahn mit dem Coilszug (Martin Wehmeyer, 21.06.17).

RechteckErfurt

Am Mittag des extrem heißen 22.06.2017 war in Erfurt Bischleben die DB 261 044-2 mit dem EK 53580 von Erfurt Gbf nach Arnstadt unterwegs. Wenig später kam noch die DB Cargo 247 906 mit dem GC 62444 von Hamburg Hohe Schaar nach Emleben vorbei (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 23.06.17).

RechteckErsatz für ÖBB VT 5047 auf der Mattigtalbahn



Wer die ÖBB-Baureihe 5047 noch entlang der Mattigtalstrecke, Braunau/Inn - Steindorf/Straßwalchen, festhalten möchte, sollte sich beeilen. Nach derzeitigem Stand werden diese VT mit Fahrplanwechsel im Dezember 2017 durch die Baureihe 628 der DB Südostbayernbahn abgelöst. Dudurch wird auch die Durchbindung der bisher in Salzburg Taxham wendenden Züge bis Freilassing möglich. Unverändert bleiben die aus BR 2016 und Wendezügen "CityShuttle" gebildeten REX.
Die theoretisch kundenfreundliche ÖBB-Rarität von Fahrkartenautomaten in den Fahrzeugen wird dann auf dieser Strecke wohl vorbei sein, ebenso die benutzerfreundliche Gepäckablage. Über Streitigkeiten um deren rechtmäßige Benutzung wurde berichtet (GK, 23.06.17).

RechteckRožmitál pod Třemšínem




Am 21.Juni fuhr ich mit dem Zug nach Březnice (KBS 200) und dann nach Rožmitál pod Třemšínem (KBS 204 - 9 km lang). Der Bhf Rožmitál ist unbesetzt, Holzanschußgleise sind ohne Verkehr, dabei ist dort ein Sägewerk.
In Rožmitál besichtigte ich die schöne Stadt mit zwei Museen - Podbrdské Museum und Nagelmuseum (u.a. Nägel für Holzschwellen). Das alte Renaissance-Schloß ist im schlechten Zustand. Im Podbrdské-Museum ist eine Austellung mit Kinderspielzeug und Modellen von Dampfmaschinen und Güterwagen.
Der Zug nach Březnice war 11 Minuten verspätet - ich wollte beim Lokführer einen Fahrschein kaufen und er sagte: "Ich habe kein Zeit, ich habe Verspätung!" In Březnice trank ich in der Schloss-Gaststätte "Na statku" Bier.
Die Fotos zeigen Tw 810 641-1 und 708 701-8 im Bhf Březnice, den Bhf Rožmitál, das Nagelmuseum, Schloss und Gasthaus, das Podbrdské-Museum mit Dampflok, 387.0 im Bhf Rožmitál mit Os 27949/7980 nach Rožmitál-Příbram, das Bier Herold und die Dampfbrauerei Březnice (Martin Kubík, 23.06.17).

RechteckWien


Im Schatten der großen Magistralen steht der Nordabschnitt der Aspangbahn zwischen Sollenau und Wien-Kledering (KBS 720). Traiskirchen und Guntransdorf sorgen für ein beträchtlichers Güteraufkommen, im Reiseverkehr verkehren ausschließlich 5047er und dies auch nur W a Sa zu Zeiten des Berufsverkehrs. Hier überquert R 7404 gerade das Über- führungsbauwerk über die Pottendorfer Linie nahe des dortigen Bahnhofs Achau. Die Pottendorfer Linie wird zwischen Ebreichsdorf und Wien-Meidling vom 03. Juli bis zum 03.September komplett gesperrt wegen des zweigleisigen Ausbaus. Die Regionalexpresszüge aus Richtung Sopron werden ab Wampersdorf über die Gramatneusiedler Güterstrecke ohne Halt bis Wien-Meidling umgeleitet.
Im morgendlichen Berufsverkehr kommen auch 2016 unter Fahrdraht auf der Südbahnstrecke bis Wien. Hier RES 7114 (Deutschkreuz - Mattersburg - Wien ) bei Gumpoldskirchen.
R 7403 ist zwischen Maria Lanzendorf und Laxenburg-Biedermannsdorf auf dem Nordabschnitt der Aspangbahn vor der Kulisse des Wienerwaldes unterwegs.
Das lezte Bild zeigt eine Dreifachtraktion auf der steigungsreichen GySEV-Strecke Ebenfurth - Sopron bei der Einfahrt in Wulkaprodersdorf. Im Hintergrund das Leithagebirge, an dessen Hang sich die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt schmiegt (Ernst Bäppler, 23.06.17).

Anzeige

IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Europa

RechteckFrankreich: Gesetzentwurf zur Liberalisierung des Personenverkehrs vorgelegt
Die beiden Senatoren Hervé Maurey (Demokraten und Unabhängige/Zentristen UDI-UC, Eure) und Louis Nègre (Republikaner, Alpes Maritime) haben am 21.06.17 den schon im Vorfeld angekündigten Vorschlag für ein Gesetz zur Regulierung des Wettbewerbs im Schienenpersonenverkehr vorgelegt.
Derzeit sind nur der Güterverkehr und der internationale Personenverkehr für den Wettbewerb geöffnet, aber auf nationaler Ebene sind TGV, TER und Intercités immer noch dem Monopol der SNCF zugeteilt. Die Vorgaben der EU sehen die Liberalisierung in zwei Stufen vor, für "nicht vergebene" Dienste (TGV) ab 2020 mit der Inbetriebnahme 2021 und für vergebene Dienstleistungen (TER, Intercités) nach 2023.
Da die neu gewählte Regierung derzeit andere Aufgaben als vorrangig ansieht, haben die beiden Senatoren bei den Regionen, den SNCF-Konkurrenten (Transdev), dem Regulator des Eisenbahnbetriebes Arafer, den Vertretern von Ministerien und Gewerkschaften vorgesprochen, um keine Zeit zu verlieren. Sie sind guter Hoffnung, den vorgelegten Gesetzestext in der ersten Hälfte 2018 verabschieden zu können.
Von einer plötzlichen Öffnung für den Wettbewerb gehen die Senatoren nicht aus, da die bestehenden Verträge auf meist 3-5 Jahre langfristig angelegt sind. Etwa die Hälfte der Regionen strebt derzeit neue Vereinbarungen an. Sie benötigen Vorgaben für bestimmte Punkte, z. B. die Übertragung von Personal zu einem neuen Betreiber. Die Durchführung einer "Experimentierphase" würde für sie zu lange dauern.
Zum Ausgleich der sich ergebenden sozialen Spannungen - insbesondere mit den mehr radikalen Gewerkschaften CGT und SUD - sieht der Gesetzentwurf vor, dass persönliche Vergütungen, Rentenansprüche und Beschäftigungsgarantie erhalten bleiben, doch "die neuen Regeln zur Organisation der Arbeit müssen frei von den neuen Marktteilnehmern festgelegt werden können."
Weitere Punkte des Gesetzesentwurfs betreffen die Verwaltung der Fahrzeuge und Infrastrukturen. So sieht der Gesetzentwurf vor, dass die Regionen den Besitz über die Fahrzeugen erlangen, die derzeit der SNCF gehören. Sie könnten auch ein Unternehmen mit dem Kauf oder der Miete von Fahrzeugen beauftragen. Die Verwaltung der Bahnhöfe - derzeit von SNCF Mobilités durchgeführt - sollte einer Tochtergesellschaft von SNCF Réseau übertragen werden werden (WKZ, Quelle Le Figaro, 23.06.17).

RechteckFrankreich: Übergabezeremonie zur LGV Bretagne-Pays de la Loire

Am Dienstag, 20.06.17, haben mehr als hundert Mitarbeiter der Bauherrn SNCF Réseau und Eiffage Rail Express (ERE) in Cesson-Sévigné bei Rennes die Übergabe der Hochgeschwin-digkeitsstrecke (LGV) Bretagne-Pays de la Loire in Gegenwart von Vertretern der Regierung und Projektpartnern gefeiert. Diese Zeremonie dient als symbolischer Schritt für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Eiffage und SNCF Réseau.
Die LGV Bretagne-Pays de la Loire (BPL) ist das Ergebnis harter Arbeit von mehr als 4500 Menschen innerhalb von fünf Jahren. Mit 182 km neuer Hochgeschwindigkeitsstrecke und 32 km Anschlüssen an das herkömmliche Netz wurden insgesamt 3,3 Mrd. Euro innerhalb einer 25-jährigen Partnerschaftsvereinbarung investiert. Zum 02.07.17 wird die LGV mit dem TGV Paris - Rennes in den kommerziellen Dienst übernommen und Rennes in 1:25 h mit der Hauptstadt verbinden (WKZ, Quelle SNCF Réseau, 23.06.17).

RechteckGroßbritannien: Bieter für West Coast und South Eastern genannt
Das britische Verkehrsministerium hat am 22.06.17 die Vorauswahl der Bieter für zwei Franchises bekannt gegeben:
West Coast Partnership franchise
• First Trenitalia West Coast Ltd, ein Joint-Venture aus First Rail Holdings Ltd und Trenitalia SpA.
• MTR West Coast Partnership Ltd, ein Joint-Venture aus MTR Corporation (UK) Ltd und Guangshen Railway Company mit den folgenden Subunternehmen: Deloitte MCS Ltd, Panasonic Systems Europe, Snowfall AB, Trainline.com Ltd und WSP Parsons Brinkerhoff.
• West Coast Partnership Ltd, ein Joint-Venture aus Stagecoach Group plc, Virgin Holdings Ltd und SNCF C3
South Eastern franchise
• South Eastern Holdings Ltd, ein Joint-Venture, dass sich nach Ausschreibungsgewinn zu einhundert Prozent im besitz von Abellio Transport Group Ltd, East Japan Railway Company und Mitsui & Co Ltd befinden wird.
• London and South East Passenger Rail Services Ltd, eine einhundertprozentige Tochter von Govia Ltd
• Stagecoach South Eastern Trains Ltd, eine einhundertprozentige Tochter von Stagecoach Group plc
• Trenitalia UK Ltd, eine einhundertprozentige Tochter von Trenitalia SpA.
Zwei Firmen haben sich neu um den PQQ-Pass beworben (pre-qualification questionnaire passport) und können nun bis 2019 am vereinfachten Verfahren bei Ausschreibungen teilnehmen:
• Amey Rail Ltd
• SNCF C3 (WKZ, Quelle DfT, 23.06.17).

RechteckGroßbritannien: RAIB veröffentlicht Jahresbericht 2016

Die Eisenbahnuntersuchungsstelle RAIB hat am 22.06.17 ihren Jahresbericht 2016 veröffentlicht. Im Laufe des Jahres wurden 24 Untersuchungsberichte und 10 Sicherheits-Sammlungen mit 73 Empfehlungen veröffentlicht. Weitere 19 Untersuchungen, eine Klassenuntersuchung und 6 Sicherheitssammlungen wurden begonnen.
Der Bericht identifiziert eine Reihe von wiederkehrenden Themen und Bereichen, um die die RAIB besorgt ist. Entsprechend den Anforderungen der Eisenbahnverordnungaus dem Jahr 2005 enthält der Bericht auch Hinweise zum Übermittlungsstatus der Empfehlungen, wie sie von der Sicherheitsbehörde oder anderen öffentlichen Stellen gemeldet wurden (WKZ, Quelle RAIB, 23.06.17).

RechteckLuxemburg: Neuelektrifizierung Arlon - Luxembourg und Tram bis Mamer
Der luxemburgische Minister für nachhaltige Entwicklung, François Bausch, hat am 19.06.17 dem parlamentarischen Kontroll- und Budgetausschuss die Ergebnisse der Gespräche mit seinem belgischen Amtskollegen über eine neue Strategie zur grenzüberschreitenden Mobilität vorgestellt.
• Um den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen den beiden Ländern attraktiver zu machen, soll die Fahrzeit zwischen den Hauptstädten Luxembourg und Brüssel über die Strecke Namur - Arlon - Kleinbettingen - Luxembourg bis zum Jahr 2022 um etwa 21 Minuten verkürzt werden. Dazu sind auch der Neubau der Oberleitung und die Umstellung der Elektrifizierung von 3000 V Gleichstrom auf 25 kV/50 Hz Wechselstrom erforderlich. Die Neuelektrifizierung auf luxemburger Seite gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet, der ursprüngliche Kostenvoranschlag von 60,8 Mio. Euro wird dabei voraussichtlich um 15 % überschritten. Vorgesehen ist, die Elektrifizierung zwischen Arlon und Luxembourg von Mitte Juli bis Mitte September 2018 vorzunehmen. Während dieser Zeit muss der Verkehr eingestellt werden.
• Das Abkommen sieht ferner für Dezember 2017 eine Reduzierung der Preise für Abonnements des öffentlichen Nahverkehrs in den belgischen Grenzstädten wie Arlon, Aubange oder Gouvy um etwa 20% vor, ferner die kostenlose Zuverfügungstellung von P+R-Parkplätzen auf belgischer sowie den Bau zusätzlicher Parkplätze auf luxemburgischer Seite, zum Beispiel in Stockem/Viville mit 3000 zusätzlichen Plätzen bis 2019.
• Ein weiterer Punkt mit Priorität ist die Verlängerung der Luxemburger Straßenbahn vom Place de l'Etoile bis zur Autobahnkreuzung in Mamer-Capellen. Nach 2021 könnte dort für die belgischen Pendler nach Luxembourg ein P+R-Umsteigepol entstehen.
Zwischen 2013 und 23 wird Luxemburg insgesamt 3,8 Mrd. in die Eisenbahninfrastruktur investiert haben. Etwa 20 der vorgesehenen Infrastruktur-Projekte in Luxemburg sind bisher finanziell abgesichert, darunter die neue Bahnlinie Luxembourg - Bettembourg, der Bahnhof Howald und die multimodale Plattform Bettembourg. Der neue Bahnhof Pfaffenthall-Kirchberg wird sogar 25 % weniger als vorgesehen kosten.
François Bausch hatte schon im Vorfeld kritisiert, dass die europaweite Einführung des Sicherheitssystems ETCS ständig verzögert werde (WKZ, Franz A. Roski, Quelle Le Quotidien u. a., 23.06.17).

RechteckÖsterreich: Straßenbahn Traun – Die Erfolgsgeschichte setzt sich fort

"Die Fahrgastzählungen auf den Linien 3 und 4 für den Streckenabschnitt, Hauptbahnhof – Schloss Traun geben Anlass zur Freude. Insgesamt wurden in etwa 1,72 Mio. beförderte Personen gezählt", so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.
Seit 25. Februar 2016 fährt die Linie 3 bis zur Trauner Kreuzung und seit 10. September die Linie 4 bis zum Schloss Traun. Die mittelfristigen Planungen prognostizierten einen Fahrgastzuwachs von etwa zwei auf dann rund sechs Millionen Fahrgäste jährlich. Bereits 2016 nutzten 5,82 Millionen Fahrgäste die Straßenbahnverbindung Hauptbahnhof – Schloss Traun, obwohl die Strecke nur einen Teil des Jahres nutzbar war. Eine Hochrechnung auf Basis des 1. Quartals lässt für 2017 gesamt ca.6,25 Mio. beförderte Personen erwarten.
An einem durchschnittlichen Werktag sind über 22.000 Personen im genannten Abschnitt unterwegs. Auch der Samstag weist mit beinahe 18.000 Fahrgästen eine hohe Frequenz auf. An Sonn- und Feiertagen nutzen durchschnittlich über 6.300 Personen den Straßenbahnabschnitt. Der am stärksten frequentierte Halt ist die Haltestelle Plus City. Im ersten Quartal 2017 stiegen hier rund 430.000 Fahrgäste ein bzw. ebenso aus. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Fahrgastwechsel von 20 Personen je Halt (unabhängig von Richtung, Wochentag und Uhrzeit). Weitere Haltestellen mit hohen Frequenzen sind Untergaumberg (11 Personen je Halt), Meixnerkreuzung (11 Personen je Halt), und die Trauner Kreuzung inkl. Park-and-Ride1 (10 Personen je Halt).
"Im Jahr 2017 können erstmals ganzheitliche Statistiken erfasst werden, da der Ausbau uneingeschränkt und zur Gänze über eine Jahresperiode verfügbar ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir die mittelfristigen Prognosen von etwa sechs Mio. Fahrgästen bereits heuer überschreiten werden", betont LR Steinkellner und fügt abschließend hinzu "Beim Ausbau der Streckenabschnitte bis nach Traun zeigt sich, wie erfolgreich der ÖV mit einem attraktiven Angebot in dichten Siedlungsgebieten sein kann." (Pressemeldung Land Oberösterreich, 23.06.17).

RechteckSchweiz: Verband fordert attraktiveres Bahnangebot zwischen den Mittelzentren
Zwischen einem grossen Teil der Schweizer Mittelzentren verkehren bisher erst S-Bahnen mit Halt an allen Stationen, obwohl einige davon seit Jahrzehnten teilweise oder ganz mit 2- oder 4-spurigen Nationalstrassen verbunden sind. Zwischen diversen Grossstädten verkehren hingegen IC- und IR-Züge bereits im Viertelstundentakt. Die 12 Milliarden Franken, welche für den Ausbau-Schritt 2030/2035 vorgesehen sind, sollen nach den Vorstellungen der Kantone und der SBB erneut fast ausschliesslich für den Verkehr zwischen den Grossstädten ausgegeben werden.
Das erhebliche Fahrgastpotential zwischen den Mittelzentren bleibt ungenutzt. Eilzüge auf diesen Strecken würden nicht nur die Mittelzentren aufwerten, sondern auch die Bahnlinien zwischen den grossen Bahnknoten und deren Bahnhöfen entlasten. Die Initiative Bodensee-S-Bahn hat für künftige Fahrpläne neue Eilzüge u.a. auf den Strecken Konstanz-Chur, Konstanz-Toggenburg/oberer Zürichsee, Winterthur-Basel, Winterthur-Etzwilen-Kreuzlingen vorgeschlagen.
Ein Paradebeispiel für eine schlechte Mittelzentrenverbindung ist diejenige zwischen Konstanz und Chur. Bahnfahrten von Singen, Konstanz/Kreuzlingen oder Romanshorn nach Chur sind heute sehr unattraktiv. Die zu benützenden S-Bahnen halten entlang des Bodenseeufers an allen Stationen und erfordern mehrmaliges Umsteigen. Am Bahnhof Rorschach wird den Fahrgästen seit einigen Jahren zusätzlich in beide Richtungen eine Wartezeit von 20 Minuten an die Anschlusszüge zugemutet. Mit einem so schlechten Angebot kann ein erhebliches Fahrgastpotential nicht von der Strasse auf die Schiene verlagert werden.
Es sollte schrittweise erschlossen werden: zuerst mit einer schnellen S-Bahn von Konstanz nach Rorschach ähnlich wie seit einigen Jahren am späten Abend von Zürich nach Konstanz im Stundentakt und seit dem letzten Fahrplanwechsel auf der Strecke Konstanz - St. Gallen im Zweistundentakt und ab 2019 im Stundentakt.
Seit über 10 Jahren verkehrt der „Schwarzwald-Express“ der Deutschen Bahn von Karlsruhe – Offenburg über den Schwarzwald nach Singen – Konstanz im Stundentakt als Interregio-Express (IRE). Was fehlt, ist eine Weiterführung dieses Erfolgsproduktes in Richtung Obersee, Alpenrheintal und Chur. Mit dieser Verlängerung könnten die grossen Tourismusgebiete Schwarzwald, Bodenseeregion, Vorarlberg, St. Galler Rheintal und Graubünden teilweise umsteigefrei miteinander verbunden werden. Ein IRE „Oberrheintal – Schwarzwald – Bodensee - St. Galler Rheintal – Graubünden“ könnte als Bodensee-Express (BODEX) von den durchfahrenen Regionen gemeinsam vermarktet werden. Einige Kantone an dieser Strecke hatten ein solches Produkt schon 2008 in einer Studie mit positiven Ergebnissen prüfen lassen.
Ähnliche Fahrplan-Verbesserungen sind nicht nur für die Pendler aus den Mittelzentren sondern auch für den stark wachsenden Tagestourismus mit Eilzügen auf den Strecken Winterthur-Basel, Konstanz-Toggenburg/oberer Zürichsee oder Winterthur-Etzwilen-Kreuzlingen möglich. Der grösste Teil dieser Bahnlinien ist einspurig und ihre Kapazität meistens mit S-Bahnen im Halbstundentakt zum grossen Teil ausgelastet. Deshalb ist mindestens der Ausbau der Kreuzungsstationen notwendig. Die Initiative Bodensee-S-Bahn hat dafür im Rahmen der öffentlichen Auflage des Fahrplanentwurfs 2018 für diesen und künftige Fahrpläne neue Eilzüge auf diesen Strecken vorgeschlagen (Pressemeldung Initiative Bodensee-S-Bahn, 23.06.17).

Anzeige

LOK Report 7/17

LOK Report Ausgabe 7/17

Das Inhaltsverzeichnis als pdf

Lesen Sie
weitere Informationen

So lernen Sie
den LOK Report kennen:
RechteckBestellen Sie ein kostenloses Probeheft
RechteckDas Probeabo: 3 Hefte für nur Euro 10

Probeabo


Probeabo nur 10 Euro
Probeabo:
3 Hefte nur 10 Euro


Specials


Fotoerlaubnis D


Fotoerlaubnis UK


Aktuelle Angebote


Bahnbetriebswerk Pasewalk

Mit der Straßenbahn
durch das
Berlin der 60er Jahre


LOK Report Reiseführer

Europa Reiseführer 2016/2017