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LOK Report – News von Dienstag, 24.05.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Einstellung aller Nachtzüge
zum Fahrplanwechsel
Absatzlinie
Weniger Seegüterumschlag
im Hamburger Hafen

Absatzlinie

Wieder Streiks in Frankreich

Absatzlinie

Neufassung der AVE-Ausschrei-
bung nach Bombardier-Einspruch

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Alexander Hertel

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Deutsche Bahn plant Einstellung aller Nachtzüge
Zur Einstellung aller Nachtzüge der Deutschen Bahn zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 erklärt Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Wie kann es sein, dass die Deutsche Bahn den Nachtzug nur als Nischenprodukt sieht, während in Österreich das Nachtzuggeschäft boomt? Wie kann es sein, dass die Deutschen nicht das hinbekommen, was die Österreicher schaffen?
Nach Aussagen des bisherigen ÖBB-Vorstandsvorsitzenden und jetzigen österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern hat das Nachtzugsegment vier Prozent Wachstum allein im Jahr 2015 erreicht, bei einem Volumen von 17 Prozent des Gesamtumsatzes im Fernverkehr. Die österreichische Bahn zeigt, wie man Nachtzüge quer durch Europa zum Erfolg führt.
Die zentrale Lage Deutschlands inmitten Europas ist geradezu ideal für ein grenzüberschreitendes Nachtzugnetz. Hier könnte die Deutsche Bahn ein attraktives Geschäftsfeld heben. Trotz der großen Chancen für klimafreundliche Mobilität jenseits von Auto und Flugzeug wird das Nachtzugnetz in der Mitte Europas wohl künftig von Österreich aus betrieben werden."
(Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 24.05.16).

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Industrie

RechteckHafen Hamburg: Seegüterumschlag knapp unter dem Vorjahresergebnis
Der Hamburger Hafen erreicht im ersten Quartal 2016 einen Gesamtumschlag von 34,8 Millionen Tonnen (-2,5 Prozent). Der bereits zum Beginn der zweiten Jahreshälfte 2015 deutlich bemerkbare wirtschaftliche Abschwung in den beiden für Hamburg besonders bedeutenden Märkten China und Russland hat sich zwar im Laufe des ersten Quartals 2016 etwas verringert - Hamburgs Seegüterumschlag bleibt jedoch unter dem Rekordergebnis aus dem Vorjahr. Zum Gesamtergebnis trugen der Massengutumschlag mit 11,5 Millionen Tonnen (-1,9 Prozent) und der Stückgutumschlag mit 23,3 Millionen Tonnen (-2,7 Prozent) bei. Beide Segmente fielen etwas schwächer als im vergleichbaren Vorjahresquartal aus. Der Containerumschlag bleibt im ersten Quartal 2016 mit 2,2 Millionen TEU (-3,4 Prozent) ebenfalls unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis.
Das Ergebnis im Seegüterumschlag des ersten Quartals 2016 ist in Hamburg vor allem durch einen schwächeren Containerverkehr mit China geprägt. China ist im Containerverkehr mit Abstand der wichtigste Handelspartner des Hamburger Hafens. Mit einem Containerumschlag von 651.000 TEU (-8,0 Prozent) bleibt der Containerverkehr mit China 57.000 TEU unter dem Vorjahresergebnis und beeinflusst mit dem absolut größten Mengenrückgang das Gesamtergebnis. Da konnten erfreuliche ein- und zweistellige Wachstumsraten im Containerverkehr mit Finnland (+11,1 Prozent), den USA (+14,2 Prozent), Malaysia (+6,4 Prozent), Großbritannien (+31,8 Prozent) und Indien (+4,1 Prozent), die alle zu den Top 10 Handelspartnern des Hamburger Hafens zählen, nicht für einen Ausgleich im Gesamtergebnis sorgen. "Die Rückgänge bei den Top 3 Handelspartnern China (-8,0 Prozent), Singapur (-7,6 Prozent) und Russland (-4,9 Prozent) sind insgesamt Hauptursache für das Ergebnis im Containerumschlag. Wir sehen für das erste Quartal aber bereits eine Stabilisierung eintreten und gehen davon aus, dass der Mengenrückgang im Containerverkehr mit China und Russland die Talsohle erreicht hat und beide Länder weiterhin für den Hamburger Hafen Kernmärkte bleiben. Positive Signale aus der russischen Wirtschaft konnten wir vor einigen Wochen auf der größten russischen Logistikmesse TransRussia im Rahmen unserer Messepräsentation sowie bei zahlreichen Informationsveranstaltungen und Gesprächen mit Vertretern aus Unternehmen und der Politik feststellen. Auch in schwierigen Zeiten ist der Hamburger Hafen für Russland eine wichtige Drehscheibe im internationalen Handel", sagt Hafen Hamburg Marketing Vorstand Axel Mattern auf dem Quartalspressegespräch von Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM).
Auch China bleibt 2016 eine Marktregion, die von Hafen Hamburg Marketing und seinen Hafenvertretungen in Hong Kong und Shanghai intensiv bearbeitet wird. Mitte Juni wird eine Hafenwirtschaftsdelegation, die sich u.a. aus Vertretern der Unternehmen BUSS Port Logistics, Brunsbüttel Ports, TCO Transcargo sowie der HPA Hamburg Port Authority zusammensetzt, neben Shanghai auch Ningbo, Tianjin und Beijing besuchen. Neben Gesprächen mit chinesischen Vertretern führender Import- und Exportunternehmen sind auch Fachgespräche mit den chinesischen Häfen und Unternehmen der Verkehrswirtschaft sowie mit Verbänden und Behörden im Rahmen der auf dem Reiseplan stehenden Wirtschaftszentren fest eingeplant. In Shanghai werden die Teilnehmer der Hamburger Hafendelegation für chinesische Hafenkunden und Hafenpartner einen Logistik Workshop durchführen und als Networking Veranstaltung zu einem Hafen Hamburg VIP Dinner einladen. Vorgesehen ist auch ein Besuch der Messe "transport logistic China".
Der Containerumschlag bleibt im ersten Quartal des Jahres mit insgesamt 2,2 Millionen TEU knapp unter dem Vorjahresergebnis. Der Rückgang in der Größenordnung von insgesamt 78.000 TEU entspricht einem Minus von 3,4 Prozent. Zurückzuführen ist diese Entwicklung in erster Linie auf den Anfang des Jahres schwach gestarteten Containerverkehr mit China und Russland. So wurden in den ersten drei Monaten Containerabfahrten von Liniendiensten im Fernostverkehr vorübergehend wegen des Überangebots an Laderaum eingestellt, ein Liniendienst wurde sogar vollständig eingestellt. Dies betraf neben Hamburg auch andere Häfen. Erfreulicherweise erhielt Hamburg aber auch im Laufe des ersten Quartals neue Liniendienste. Zum einen verbindet jetzt wöchentlich der neue Columbia Fruchtdienst der Reederei MAERSK die kolumbianischen Häfen Turbo und Santa Maria mit dem HHLA Frucht- und Kühl-Zentrum am Mehrzweckterminal O'Swaldkai und zum anderen verbindet der neue ECL Containerdienst von HDS/IRISL alle vierzehn Tage Hamburg mit den Häfen Genua, Istanbul, Port Said und Bandar Abbas. Da der Iran durch die eingeschränkten Handelsbestimmungen in den vergangenen Jahren einen großen Nachholbedarf an Investitionsgütern für die Öl-, Automobil-, Chemie- und Energiewirtschaft aufweist, gehen Axel Mattern und sein Vorstandskollege Ingo Egloff davon aus, dass Hamburg mit seinen traditionell guten Beziehungen zum Iran als nordeuropäischer Umschlagplatz für Iran-Ladung wieder eine zunehmende Bedeutung einnehmen wird.
Der Massengutumschlag bleibt im ersten Quartal mit insgesamt 11,5 Millionen Tonnen
(-1,9 Prozent) knapp unter dem Rekordergebnis aus dem Vorjahr. Zum Umschlagergebnis trugen das Segment Sauggut mit 2,3 Millionen Tonnen (-13,5 Prozent), der Umschlagbereich Greifergut mit 5,4 Millionen Tonnen (-1,5 Prozent) und das Segment Flüssigladung mit 3,7 Millionen Tonnen (+6,1 Prozent) bei. Mit 2,7 Millionen Tonnen (+65,5 Prozent) entwickelten sich im Bereich Flüssigladung besonders die Importe von Mineralölprodukten sehr gut. Beim Sauggut blieben die im Vorjahresquartal besonders starken Getreideexporte aus. Dies führte zu einem Umschlagrückgang von 13,5 Prozent. Der Import von Ölfrüchten erreichte mit 912.000 Tonnen ein Plus von 51,7 Prozent, konnte den Rückgang im Getreideexport jedoch nicht ausgleichen.
Hamburg ist Europas führender Eisenbahnhafen und bietet Verladern insgesamt mehr als 1.100 wöchentlich verkehrende Intermodal-Zugverbindungen mit Verlademöglichkeiten von und zu KV-Terminals im In- und Ausland an. "Im ersten Quartal wurden 11,6 Millionen Tonnen Güter per Eisenbahn in oder aus dem Hamburger Hafen transportiert. Das ist ein Plus von 1,3 Prozent und bedeutet vor dem Hintergrund eines Rückgangs im Gesamtumschlag von 2,5 Prozent den weiteren Ausbau des Bahnanteils am Modal Split des Hamburger Hafens, der im Gesamtjahr 2015 bei 45,8 Prozent lag. "Die frühen Ostertage im März bescherten uns in der Quartalsbilanz ein etwas schwächeres Bahnergebnis. Durch die eingeschränkten Güterzugverbindungen während der Feiertage wurden geringere Transportmengen im Zu- und Ablaufverkehr des Hafens abgefertigt. Somit fiel das Ergebnis für die per Bahn transportierten Container im ersten Quartal mit 585.000 TEU (-2,8 Prozent) etwas schwächer aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Quartalsergebnisse im Hafenumschlag und Hafenverkehr sind deshalb immer mit einer gewissen Zurückhaltung zu betrachten", erläutert Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. Auf weiteres Wachstum im Bereich des Containerverkehrs per Eisenbahn bereiten sich auch die Hamburger Umschlagterminals, wie zum Beispiel das HHLA Container Terminal Altenwerder, vor. Dort baut die HHLA Europas größten Containerbahnhof weiter aus. Die Umschlagkapazität dieser Anlage, die sich direkt auf dem Container Terminal Altenwerder befindet und damit kürzeste Wege zwischen Bahnverladung und Seeschiff garantiert, wächst mit dem Ausbau um 140.000 TEU auf 930.000 TEU. Ingo Egloff ist auch davon überzeugt, dass vor dem Hintergrund einer anstehenden Ausweitung der Lkw-Maut auf alle deutschen Bundesstraßen der Verkehrsträger Eisenbahn für Gütertransporte auf längeren Strecken zukünftig zusätzlich an Attraktivität gewinnen wird.
Für die weitere Entwicklung von Hamburg als führenden Hafen- und Logistikstandort in Deutschland sind die Fahrrinnenanpassung sowie der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur von größter Bedeutung. Leistungsfähige Verkehrsanbindungen sind die lebensnotwendigen Schlagadern im globalen Außenhandel (Pressemeldung Hafen Hamburg Marketing e.V., 24.05.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBrandenburg: 800-jähriges Stadtjubiläum von Oranienburg
Oranienburg wird in diesem Jahr 800 Jahre alt. Als nördliche Endstation der Linie S1 ist der Name der Stadt auch vielen Berlinern vertraut. Die einstige Namensgeberin, Kurfürstin Louise-Henriette von Oranien, reist eigens zu den bevorstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten an. Zeitgemäß mit der S-Bahn, statt in der Kutsche! Gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und S-Bahn-Chef Peter Buchner gibt sie sich die Ehre, einen der rot-gelben Züge auf den Namen der Kreisstadt im Landkreis Oberhavel zu taufen.
"Die Oranienburger und alle Gäste der Stadt sind am Sonnabend, 28. Mai, um 9.45 Uhr, herzlich eingeladen, den feierlichen Moment der Zugtaufe live mitzuerleben", sagt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: "Entlang der sogenannten S-Bahn-Gemeinden gibt es eine jahrzehntelange enge Verbundenheit vieler Menschen mit "ihrer" S-Bahn. Dafür sagen wir Danke!"
Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und sein Team haben sich eine Menge einfallen lassen, um die Veranstaltung zu einem echten Ereignis für die Besucher zu machen. Nach der Taufe mit Oranienburger Schlosssekt folgt der Anschnitt einer großen S-Bahn-Torte, deren Stücke an die Gäste verteilt werden. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Jazz-Trio. Zur Erinnerung können Besucher grüne T-Shirts mit dem Namenszug der Stadt erwerben. Der Kaufpreis von 10 Euro geht in voller Höhe an die Berliner Parkeisenbahn, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert.
Um 10.31 Uhr hebt Bürgermeister Laesicke die grüne Kelle zur Jungfernfahrt des Taufzuges Richtung Wannsee: "Als täglich über das imposante hauptstädtische Schienennetz rollender Botschafter unserer Stadt, wird "unsere S-Bahn" dafür sorgen, Oranienburg im Bewusstsein der Berliner und der Gäste aus aller Welt noch stärker zu verankern."
Die Vorortbahn nach Oranienburg wurde im Oktober 1925 als zweite Strecke, nach der Verbindung Richtung Bernau im August 1924, auf den elektrischen S-Bahn-Betrieb umgestellt. Nach dem Mauerbau konnten die rot-gelben Züge auf einer Umleitung über den Berliner Außenring weiterhin Berlin erreichen. Die Direktverbindung über Frohnau ging vor 24 Jahren –am 31. Mai 1992- wieder in Betrieb (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.05.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckErfolgreicher Infobaustellentag zum Semmering-Basistunnel
Mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher kamen, um Tunnelluft zu schnuppern und die Mega-Baustelle hautnah zu entdecken. Der erste "Tag der offenen Baustelle" seit Beginn der eigentlichen Tunnelbau-Arbeiten beim Semmering-Basistunnel in Gloggnitz war ein voller Erfolg: Mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher hatten am Samstag, 21. Mai erstmals die Möglichkeit, die derzeit rund 500 Meter tiefe Tunnelröhre des Semmering-Basistunnels in Gloggnitz zu besichtigen.
Nicht nur im Tunnel, sondern auch auf der restlichen Baustelle gab es einiges zu entdecken: Große Baumaschinen, die "Giganten der Baustelle", waren zum Angreifen nah. Besucherinnen und Besucher konnten die Ingenieure, Geologen und Arbeiter, die hinter dem Projekt stehen, kennenlernen. Für Familien bot sich ein unterhaltsames Rahmenprogramm: Die Tunnel-Hüpfburg und eine Bastelstation ließ Kinder zu "Mini-Ingenieuren" werden.
Der rund 27 km lange Semmering-Basistunnel bringt mehr Reisequalität für die Fahrgäste und erhöht die Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs deutlich. Ab 2026 reisen Fahrgäste umweltfreundlich und sicher mit der Bahn in weniger als zwei Stunden von Wien nach Graz. Ab diesem Zeitpunkt wird auch der Güterverkehr energieeffizient auf der neuen Strecke abgewickelt. Was bisher auf der Weststrecke mit attraktiven Fahrzeiten und dichten Zugintervallen erlebbar ist, wird bald auch auf der Südstrecke umgesetzt. Durch den Semmering-Basistunnel wird die Bahn nun auch auf der Nord-Süd-Verbindung Österreichs zum Auto und zum LKW konkurrenzfähig (Pressemeldung ÖBB, 24.05.16).

RechteckDampftage im SEH



Am Wochenende fanden die Dampftage im Süddeutschen Eisenbahnmuseum Heilbronn statt. Neben der Vereinseigenen P8 38 3199 und der T9 1857 Cöln, standen auch die beiden Gastdampfloks des Vereins WTB e.V, die 50 2988 und 93 1360 unter Dampf. Fahrzeugschau, Führerstands Mitfahrten auf den Dampfloks, Modellbahnanlagen und ein Eisenbahnflohmarkt, sowie vieles mehr wurden geboten (Harald Becker, 24.05.16).

RechteckTanago-Rollwagenzug auf der Döllnitzbahn




Tanago und die Döllnitzbahn haben gemeinsam drei Rollfahrzeuge samt Normalspur-güterwagen aufarbeiten lassen. Damit hat die Dönnitzbahn nun insgesamt vier betriebsfähige Rollfahrzeuge samt "Beladung" zur Nachbildung des authentischen Rollwarenverkehrs auf der Döllnitzbahn zur Verfügung.
Da die Tanago Eisenbahnreisen GmbH die Finanzierung des Zuges übernommen hat, verkehren die Wagen in den nächsten zwei Jahren exklusiv auf Tanago Fotofahrten auf der Döllnitzbahn. Der Zug besteht aus Rf4 97-01-06 (GL 12-80-21), Rf4 97-06-10 (Ks- Wagen), Rf4 97-01-22 (G 03-41-13) und Rf4 97-06-62 (G 04-17-21).
Gemeinsam mit der sächsischen IV K 99 1574-5 und dem Packwagen 974-309 verkehrte der Rollwagenzug am 7. und 8. Mai 2016 zur Begeisterung der aus ganz Europa angereisten Fotofreunde mehrmals auf der Strecke Oschatz - Mügeln- Glossen. Der nächste Einsatz für Rollwagenzug samt sächsischer IV K ist für den 17. und 18. September 2016 geplant (Pressemeldung Tanago GmbH, 24.05.16).

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Tanago

Mit der Kamera notiert

RechteckGera

202 241-6 Überführte am 22.05.16 einen Speisewagen nach Gera, hier der Zug zwischen Wolfsgefährt und Gera (Alexander Hertel, 24.05.16).

RechteckGroßenkneten

Da nun auch die Loks der BR 265 aus Oldenburg für ungewisse Zeit ausfallen, werden die beiden vorhandenen Vorserien-Loks 218 003 und 009 (225 803 und 225 809) in kommender Zeit wieder regelmäßig im Einsatz zu erleben sein.
Unterstützt werden die beiden Loks aus den Jahren 1968 bzw. 1969 von der 233 572. Sie sollen dabei überwiegend die Schwefelzüge nach Großenkneten, an der Strecke von Oldenburg nach Osnabrück, übernehmen, aber auch Leistungen in Richtung Wilhelmshaven sind in der letzten Woche vorgekommen.
Die Strecke nach Großenkneten ist auch wegen der vorhandenen Formsignale noch reizvoll. Aufgrund einer Baustelle bei Hude ist allerdings mit starken Verspätungen im Güterverkehr zu rechnen.
Die Fotos vom 18 Mai zeigen die 225 803 am späten Nachmittag bei Verlassen des Exxon Mobil Werks in Großenkneten sowie den selben Zug, nach Umsetzen im Bahnhof Großenkneten, kurz hinter Huntlosen (Jonathan Christoph, 24.05.16).

RechteckLeipzig

In Wiederitzsch wurden Metrans 745 702 mit 43384 Decin - Karsdorf am 19.05.16 und 151 020 mit 51125 Seelze-Engelsdorf in Schkeuditz West am 20.05.16 gesehen (Torsten Liermann, 24.05.16).

RechteckØsterport St.

Am 21.05.16 stand 605 003 im Bahnhof Østerport. Er wird wieder als ICE 34 nach Hamburg Hbf abfahren. Auf Gleis 3 hält DSB IC4 5629 als Re 2545 nach Holbaek (John Christensen, 24.05.16).

RechteckWagenschaden am Brenner




Auch in bei den "Big Playern" so beliebten Ganzzügen kommt es zu Wagenschäden und umständlichen Ausreihungen. Am 21. Mai 2016 fiel am Brenner bei der Übergabe des ARS-Altmann-Autozuges an die ÖBB ein schadhafter Wagen in der hinteren Zughälfte auf. Als Ausziehgleis diente Streckengleis 1, am Rangiermanöver waren die ÖBB-Zuglok 1116.184-3 und die dreiachsige D 245.6020 (98 83 2245.620-9 I-TI) beteiligt, nach einer halben Stunde war der Hccrrs 23 80 2911 597-5 bei seinen sich in letzter Zeit stark vermehrenden beanstandeten Schicksalsgenossen abgestellt (GK, 24.05.16).

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LOK Report 05/16

LOK Report Ausgabe 5/16

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Europa

RechteckFrankreich: Weitere Streiks und Blockaden der Häfen und Raffinerien
Auch in den kommenden Tagen werden in Frankreich wieder Streiks und Manifestationen in den Sektoren Eisenbahn, Häfen, Raffinerien und Straßen erwartet, die sich gegen das neue Arbeitsgesetz (Loi Myriam El Khomri) und die Verhandlungen über den neuen sozialen Rahmen der Eisenbahner richten.
• Die Eisenbahngewerkschaften CGT und SUD setzen die Streiks der letzten Woche auch diese Woche am Mittwoch und Donnerstag (25./26.05.16) fort. Die SNCF rechnet mit einer Beteiligung von 15 % der Beschäftigten und wird am Montagabend bekannt geben, welche Zuggattungen betroffen sein werden.
• Die CGT plant für den 26.05 und 14.06.16 eine Arbeitsniederlegung der Hafenarbeiter. Laut Tony Hautbois, Generalsekretär des Verbandes für Häfen und Docks, "wird die Aktivität in den meisten Häfen Null sein".
• Die Blockade von sechs der acht Raffinerien in Frankreich durch CGT und FO sorgte schon in der vergangenen Woche zu Einschränkungen im Benzinverkauf. "Die Blockade ist das Ergebnis der Hartnäckigkeit der Regierung, nicht auf die Forderungen der Menschen zu hören", heisst es hierzu von Seiten der CGT. "Wir fordern die Rücknahme des Arbeitsgesetzes". Die Regierung hat den Fernfahrern allerdings inzwischen versichert, dass die Ausnahmeregelung betreffend der Überstunden durch das Gesetz nicht geändert werde.
• Ein achter "Nationaler Tag der Mobilisierung" mit Streiks und Demonstrationen ist für Donnerstag (26.05.16) vom Gewerkschaftsbündnis CGT-FO-Solidaires-FSU-UNEF-FIDL-UNL angekündigt, ein neunter für den 14.06.16 geplant. (WKZ, Quelle Le Monde, 24.05.16).

RechteckSpanien: Neufassung der Ausschreibung der AVE-Züge nach Bombardier-Einspruch
Am 10.11.15 hatte der Verwaltungsrat der Renfe Operadora den Kauf von 15 Hochge-schwindigkeitszügen genehmigt, mit einer Option auf bis zu 15 zusätzliche Züge in Chargen von jeweils fünf. Der Höchstbetrag der Ausschreibung für die ersten fünfzehn Züge (mit Wartung bis zu 40 Jahren) belief sich auf 1,401 Mrd. Euro, für alle Optionen (30 Züge, 40 Jahre Wartung) auf 2,642 Mrd. Euro.
Sechs Unternehmen hatten sich in einer ersten Phase des Wettbewerbs qualifiziert und wurden im Januar 2016 aufgefordert, sich an der zweiten Phase zu beteiligen:
• Alstom (mit zwei Modellen von Alstom Transport und Alstom Transporte)
• Bombardier
• CAF
• Hitachi
• Siemens
• Talgo
Das dem Finanzministerium unterstellte Verwaltungsgericht für Vertragsrechte (Tribunal Administrativo de Recursos Contractuales, TARC) hat nun auf Anruf von Bombardier eine Neuausschreibung angeordnet. Es lehnte zwar alle sonstigen Einwendungen von Bombardier ab, bestätigte aber den Einspruch von Bombardier, dass die Fabrikation der neuen AVE-Züge nicht auf Spanien beschränkt sein dürfe.
Das Gericht hat die Renfe deshalb aufgefordert, diesen Teil der Ausschreibung zu "korrigieren" und vorgeschlagen, das Wertesystem zur Beurteilung der Angebote auf 35% technische und 65% wirtschaftliche Aspekte zu beschränken. Anschließend muss die Renfe einen neuen Termin für die Zughersteller zur Abgabe der Angebote veröffentlichen.
Die Entscheidung des Gerichts kommt nur wenige Tage nach dem Fristablauf am 17. Mai zur Einreichung der Angebote. Renfe hatte zu diesem Termin vier Angebote erhalten, die der spanischen Firmen CAF und Talgo, von Alstom aus Frankreich und Siemens in Deutschland. Bombardier und die japanische Hitachi hatten kein finales Angebot abgegeben, da sie Verstöße gegen das Gebot der Nicht-Diskriminierung im freien Wettbewrb sahen.
Laut Renfe wird eine Neuausschreibung "ein paar Wochen" in Anspruch nehmen. Im Moment wird das Unternehmen damit fortfahren, die vier Gebote "nicht auszuwerten". (WKZ, Quelle El Economista, 24.05.16).

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