LOK Report – News von Mittwoch, 22.05.13
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TOP-Themen Kritik am Zustand maroder Brücken Deutsche Bahn veröffentlicht neuen Wettbewerbsbericht Überetscher Bahn wird Metrobus Erster CAF-„Civity“-Triebzug der ŽPCG eingetroffen ÖBB-Zugradar ist eröffnet Zeitplan zur neuen Normalspur- Güterverbindung Sines - Badajoz Foto links: Bernd Piplack |
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik im Bund
Allianz pro Schiene: Deutschland droht den Anschluss zu verlieren
Im weltweiten Ranking der Länder mit der besten Infrastruktur ist Deutschland seit 2008 um mehrere Ränge zurückgefallen und droht den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, zum Auftakt des Weltverkehrsforums in Leipzig. Nach einer aktuellen Aufstellung des Weltwirtschaftsforums hatte Deutschland im Jahr 2008 noch die drittbeste Verkehrsinfrastruktur (zuzüglich des Stromnetzes) der Welt. Im Jahr 2013 reichte es nur noch für Platz neun. „Auch bei der Bewertung des deutschen Schienennetzes gibt es einen klaren Abwärtstrend zwischen den Vergleichszeiträumen 2008 bis 2013“, sagte Flege. „Deutschlands Eisenbahnnetz rangiert nach dem Ranking des Weltwirtschaftsforums heute auf Platz sieben, hinter dem Spitzenreiter Schweiz, gefolgt von Japan, Hong Kong, Frankreich, Singapur und Finnland. 2008 reichte es noch für Rang vier. Die Zeichen stehen auf Verschleiß.“
Die Experten des Weltwirtschaftsforums analysieren in ihrem globalen Qualitätsranking jedes Jahr insgesamt zwölf Kategorien. Neben der Infrastruktur sind das etwa die Flexibilität des Arbeitsmarkts, das Gesundheits- oder das Bildungssystem. Für die abschließende Bewertung im „Global Competitiveness Index 2012/13“ wertete das Weltwirtschaftsforum 14.000 Fragebögen aus 150 Ländern aus.
Die Allianz pro Schiene mahnte die Politik, die Ära der Infrastrukturförderung nach Gießkannenprinzip oder Regionalproporz zu beenden und sich stärker an Nachhaltigkeitszielen zu orientieren. „Als Basis für künftige Investitionsentscheidungen brauchen wir einen gesellschaftlich abgestimmten Masterplan mit klaren Marktanteilszielen für den Güter- und den Personenverkehr“, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. „Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen wären dann in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang eingebettet und hätten damit die Chance, einen höheren Stellenwert zu bekommen.“ (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 22.05.13).
BMVBS: Gewinnerprojekte für polnisch-deutsche Raumordnung
"Wirtschaftliches Vorankommen, Steigerung der Lebensqualität, Lösungen für Alltagsprobleme - daran arbeiten Bürger im deutsch-polnischen Grenzraum heute in vielen Projekten und Initiativen zusammen. Sie engagieren sich gemeinsam für ihre Region. Das große persönliche Engagement einzelner Personen und Gruppen bringt die Vorhaben zum Erfolg. So wächst das Vertrauen und Verständnis füreinander ständig", betonte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Rainer Bomba, während der Preisverleihung des Wettbewerbs für deutsch-polnische Kooperationsprojekte.
Folgende Preisträger wurden ausgezeichnet:
• Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) für sein Projekt der tariflichen und institutionellen Weiterentwicklung des EURO-NEISSE-Tickets
• Regionales Raumplanungsbüro der Wojewodschaft Westpommern für sein Vorhaben eines deutsch-polnischen Entwicklungskonzeptes für die grenzüberschreitende Metropolregion Szczecin
• Marschallamt der Wojewodschaft Niederschlesien für ihr Vorhaben, gemeinsam mit Sachsen den Grenzraum zu entwickeln
• Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz für ihr Projekt eines europäischen Parkverbunds Lausitz
• Die Gemeinden Guben und Gubin für ihren gemeinsam erarbeiteten Grünen Pfad in der Doppelstadt.
Das BMVBS und das polnische Ministerium für Regionalentwicklung schrieben im November 2012 zum zweiten Mal gemeinsam einen Wettbewerb für Projekte aus dem deutsch-polnischen Grenzraum aus. Die Gewinnerprojekte erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro und werden für ein halbes Jahr wissenschaftlich und organisatorisch begleitet. Eine Grundvoraussetzung mussten alle Projekte erfüllen: deutsche und polnische Partner müssen eng zusammenarbeiten.
Beworben haben sich 55 Projekte - von der Daseinsvorsorge, Infrastruktur- und Tourismusprojekte, über Stadt-Land-Kooperationen bis zu Bildungs- und Begegnungsprojekten. "Die Resonanz von Projekten, die alle eine Auszeichnung verdient hätten, war enorm. Ich freue mich, heute gemeinsam mit meinem polnischen Kollegen Herrn Staatssekretär Marceli Niezgoda exemplarisch fünf eindrucksvolle Projekte ehren zu können. Ihre Arbeit ist beispielgebend und nachahmenswert" (Pressemeldung BMVBS, 22.05.13).
GDL: Außerordentliche Generalversammlung
Nach der Vorstellung einer frachtspezifischen Ladungsgebühr für den Transport von Kohle für die Stromwirtschaft, Nuklearabfällen und Eisenerz im Januar dieses Jahres hat das Office of Rail Regulation (ORR) nun eine Konsultation zur Einführung einer Gebühr für Biomasse gestartet.
Die Generalversammlung hat am 14. bis 15. Mai 2013 in Berlin die Personalquerelen beendet. Die beiden stellvertretenden GDL-Bundesvorsitzenden Norbert Quitter und Lutz Schreiber sind von den mehr als 200 Delegierten mit 84 beziehungsweise 75 Prozent in ihren Ämtern bestätigt worden. Schreiber war bisher Vorsitzender des GDL-Bezirks Nord und Quitter war Geschäftsführer des FairnessPlan e.V. und bereits stellvertretender GDL-Bundesvorsitzender der Jahre 2008 bis 2012.
Die stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurden zwar bereits am 15. und 16. April 2013 vom GDL-Hauptvorstand gewählt. Der GDL-Hauptvorstand hat aber die Durchführung einer außerordentlichen Generalversammlung zur Wahl beschlossen. Wer eine solch kompetente und schlagkräftige Politik macht wie die GDL, kann das nicht ohne breite Unterstützung der Basis.
Die Generalversammlung war notwendig geworden, weil die beiden stellvertretenden Bundesvorsitzenden Thorsten Weske und Sven Grünwoldt in der außerordentlichen Hauptvorstandssitzung vom 15. bis 16. April 2013 in Königswinter/Thomasberg ihres Amtes enthoben wurden. Die GDL wird weder eine Verknüpfung privater Angelegenheiten mit der Funktion eines stellvertretenden Bundesvorsitzenden zulassen, noch Mitgliedsbeiträge gefährden. Wer sich mit seinem Amt in der GDL private finanzielle Vorteile verschaffen will oder dieses unterstützt, schadet der GDL nicht nur finanziell, sondern untergräbt auch ihren guten Ruf.
Die beiden des Amtes enthobenen Stellvertreter hatten in der Generalversammlung Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Die Delegierten haben sämtliche Sachverhalte aufgearbeitet und die Personalentscheidungen des Hauptvorstands bekräftigt.
Die Generalversammlung hat außerdem einstimmig einen Leitantrag zum ZukunftTV verabschiedet. So hat beim Beschäftigungswegfall sowohl das Arbeitsverhältnis als auch das Einkommen Bestandsschutz zu haben. Außerdem muss der Arbeitnehmer selbst entscheiden können, ob er mit voller Abfindung aus dem Unternehmen ausscheidet oder zu den Bedingungen des Betreiberwechseltarifvertrags zum neuen Betreiber übergeht. Eine sogenannte Landverschickung – im DemografieTV der EVG ein fester und mit voller Absicht so fixierter Tarifpunkt – wird es mit der GDL nicht geben. Die GDL wird den Tarifabschluss zügig vorantreiben (Pressemeldung GDL, 22.05.13).
Der Verlauf der Versammlung wird in der Süddeutschen Zeitung teils anders dargestellt. Dort berichtete der des Amtes enthobene Sven Grünwoldt von dem Moment, als er zum Rednerpult ging: Da forderte der Versammlungsleiter ihn auf, das Saalmikrofon am anderen Ende zu benutzen. Er habe also in den Rücken der mehr als 200 Delegierten sprechen sollen. "Ich wollte ihnen aber ins Gesicht sehen." Als dies nicht zugelassen wurde und auch niemand protestierte, habe er auf sein Rederecht "dankend verzichtet" (LR, 22.05.13).
Horber Schienen-Tage: Menschen für die Bahn
"Wenn ich einmal groß bin, werde ich Lokführer". Diesen Traum träumten Generationen. Als Männer erfüllten sich manche diesen Traum. Andere arbeiten erst im Rentenalter ehrenamtlich bei Touristik- oder Museumsbahnen mit und erfüllen sich so noch ihren Kindertraum.
Für die heutige Generation ist Lokführer kein Traumberuf mehr, ja die Begeisterung für Technik zum Anfassen ist generell aus der Gesellschaft verschwunden. Nicht nur die Eisenbahn, die gesamte Industrie klagt diesbezüglich über Nachwuchsmangel. Überdies hat sich hartnäckig die Meinung festgesetzt, Technik sei Männersache. Das, obwohl ein Blick in die Realität, etwa in die Führerstände der Triebfahrzeuge, das Gegenteil beweist. Warum tun sich Bahnunternehmen trotz dieser gesellschaftlichen Öffnung des Berufsbildes bei der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so schwer?
Die diesjährigen Horber Schienen-Tage wollen den Hintergründen des Problems nachgehen: "Menschen für die Bahn". Mit dem zweiten Teil ihres Mottos greifen sie über die Berufswahl hinaus, warum engagieren sich Menschen aus allen Berufen für die Zukunft der Eisenbahn? Dem gilt der erste Teil des Mottos: "Bahn für die Menschen". Sei es als Infrastruktur, sei es als nachhaltige Technik, sei es aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes. An die Stelle der klassischen Begeisterung kleiner Buben für die Technik treten heute viele Gründe, sich für die Eisenbahn zu engagieren. Sie nützt dem Menschen und der Gesellschaft seit fast 200 Jahren, ihr Potential ist noch lange nicht erschöpft.
Die Potentiale der Eisenbahn sollen bei den 31. Horber Schienen-Tage diskutiert und Lösungsansätze für aktuelle Probleme aufgezeigt werden. Alle, ob sie sich beruflich, in Bürgerinitiativen oder aus persönlichem Interesse mit dem Thema Eisenbahn befassen, sind eingeladen sich an dieser Diskussion zu beteiligen. Hierzu haben die Horber Schienen-Tage ihren diesjährigen Aufruf zur Vortragsanmeldung veröffentlicht. Bis Ende Juni werden Vortragsanmeldungen erbeten, danach beginnt die Redaktion des Programms.
Die Horber Schienen-Tage sind die größte umfassende deutschsprachige Tagung zum Schienenverkehr, die allen offen steht, gleich ob sie sich beruflich, in Bürgerinitiativen oder aus persönlichem Interesse mit dem Thema Eisenbahn befassen. Sie wurden unter anderem mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet (Pressemeldung Trägerverein HST e.V., 22.05.13).
INFRA Dialog: Marode Brücken gefährden Sicherheit und Wirtschaftsstandort
Deutschland verschleißt seine Infrastruktur. Das wird besonders augenfällig beim Zustand der Brücken: Allein im deutschen Fernstraßennetz sind rund 300 Brücken marode. Nicht besser ist es bei den Eisenbahnbrücken. Laut einer Sonderprüfung des Eisenbahnbundesamtes war Ende 2012 von 256 überprüften Brücken rund ein Viertel sanierungsbedürftig. Immer mehr Überführungen im Land sind bereits heute nur mit Einschränkungen verkehrstauglich.
Experten schlagen angesichts des schlechten Zustands Alarm. Mit gutem Grund, denn der Sanierungsstau gefährdet die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und belastet zugleich die Wirtschaft. Welche konkreten Auswirkungen die Brückenschäden auf die Unternehmen haben, ließ sich Ende 2012 an der Leverkusener Brücke erkennen. Sie ist eine der am stärksten befahrenen Autobahnbrücken Deutschlands und musste aufgrund von Rissen vorübergehend für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen gesperrt werden. Für die Wirtschaft hatte das dramatische Folgen: Rund 14.000 Lkws mussten täglich große Umwege in Kauf nehmen – und damit auch hohe Zeitverluste und Mehrkosten. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer zu Köln kostete die Sperrung die betroffenen Unternehmen im Schnitt rund 1.700 Euro täglich.
Jürgen Fenske, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), sieht die Entwicklung mit Sorge: „Eine gute Infrastruktur ist die Basis für Wirtschaftskraft und Wohlstand in unserem Land. Wir müssen heute in den Erhalt investieren, um morgen noch mobil zu sein.“ Für die teilweise Jahrhunderte alten Eisenbahnbrücken müsse dringend etwas getan werden. „Es gibt im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Bahn 27.000 Überführungen bzw. Brücken, manche davon sind weit über 100 Jahre alt. Schon heute müssen diese teilweise umfahren werden, vor allem vom schwereren Schienengüterverkehr. Wer wie die Politik mehr Verkehr auf die Schiene verlagern will, der muss auch dafür sorgen, dass ausreichende Finanzmittel für die Instandhaltung zur Verfügung stehen“, so Fenske.
Auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sieht dringenden Handlungsbedarf bei den maroden Brücken: „Deutschland braucht ein Sofortprogramm für Brückensanierungen“, fordert Prof. Thomas Bauer, HDB-Präsident, „wenn wir die Leistungsfähigkeit unserer Verkehrsnetze als Rückgrat unserer Wirtschaft im internationalen Standortwettbewerb nicht aufs Spiel setzen wollen. Sorgen bereitet vor allem, dass insbesondere die Hauptverkehrsachsen in den westlichen Bundesländern aus den 60er, 70er und 80er Jahren den Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen sind. Vermutlich müssen z.B. auf der A45 ‚Sauerlandlinie‘ alle älteren Brücken mittelfristig erneuert werden. Allein für diese Strecke ist in den nächsten Jahren mit dem Ersatz von insgesamt 59 großen Talbrücken zu rechnen. Es ist eine der ganz großen politischen Notwendigkeiten der nächsten Legislaturperiode, die für die Instandhaltung und Ertüchtigung der Brücken im Bundesfernstraßennetz notwendigen 7 Mrd. Euro – trotz ‚scharfgestellter‘ Schuldenbremse – im Bundeshaushalt bereitzustellen.“ (Pressemeldung INFRA Dialog Deutschland GmbH, 22.05.13).
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Industrie
Abellio: Erhalt des Mobifair-Zertifikats




v.l.n.r.: Dipl.Ing. Burkhard Dedy (VRR), Günter Padt (NWL), Karl-Heinz Zimmermann (mobair-Geschäftsführer) und Ronald R.F. Lünser (Abellio Rail NRW Geschäftsführer). Fotos Bernd Piplack.
Die Abellio Rail NRW GmbH ist von der mobifair Zertifizierungs- und Beratungs-GmbH ausgezeichnet worden. Damit bescheinigt mobifair dem Eisenbahnverkehrsunternehmen die unbedingte Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen und vorbildliche Lohn- und Sozialstandards. Der Auszeichnung vorausgegangen war eine freiwillige und intensive Prüfung der Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen, einschlägigen Richtlinien und der angewendeten Lohn- und Sozialstandards bei Abellio Rail NRW.
„Die mobifair- Prüfprotokolle sind sehr detailliert und Garant, dass der Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird. Mit der Verleihung wird Abellio bestätigt, dass vorbildliche Standards eingehalten und auch kontrolliert werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Arbeitsschutz- und Arbeitszeitbestimmungen. Wir hoffen sehr, dass sich weitere Unternehmen einer freiwilligen Zertifizierung durch mobifair unterziehen werden“, so mobifair-Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmermann.
Ronald R.F. Lünser, Geschäftsführer von Abellio Rail NRW: „Die Auszeichnung durch mobifair ist nicht nur ein Zeichen dafür, dass wir die Anforderungen zum Zertifikat erfüllen, sondern ist zugleich verbunden mit den klaren Bekenntnissen der Abellio Rail NRW zu Seite 2 von 2 tarifgebundenem Arbeiten, zu fairen Löhnen, zu guten Arbeitsbedingungen, zu attraktiven Sozialleistungen und zu einer wertschätzenden Unternehmenskultur.“
Bernard Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio GmbH, weist auf die deutschlandweite Geltung der Standards hin. „Wir legen sehr großen Wert darauf, dass alle Rail-Mitarbeiter bei Abellio zu gleichen Sozialstandards beschäftigt sind. Dies gilt für alte und neue Mitarbeiter der Abellio Rail in Nordrhein-Westfalen genauso wie für die neuen Kolleginnen und Kollegen der Abellio Rail Mitteldeutschland. Hier planen wir umfängliche Neuanstellungen unter anderem für den Betrieb des Elektronetzes Saale-Thüringen- Südharz.“
Anlässlich der Zertifikatsübergabe enthüllten die mobifair-Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmermann sowie Abellio Rail NRW-Geschäftsführer Ronald R.F. Lünser symbolisch das mobifair-Zertifikat auf einem der Züge (Pressemeldung Abellio, Fotos Bernd Piplack, 22.05.13).
Deutsche Bahn: Wettbewerbsbericht erschienen
„Der positive Trend zu mehr Wettbewerb auf der Schiene in Deutschland ist ungebrochen“, so DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube anlässlich der heutigen Veröffentlichung des zwölften DB-Wettbewerbsberichts. Danach konnten die Wettbewerbsbahnen im vergangenen Jahr im Schienen-personennahverkehr einen Marktanteil von 25 Prozent erreichen, gemessen an der Gesamtleistung in Zugkilometern. Im Güterverkehr kommen die Wettbewerber im Jahr 2012 sogar auf einen Anteil von 28,6 Prozent.
„Angesichts dieses positiven Trends in Deutschland haben wir kein Verständnis für Bestrebungen der EU-Kommission, die integrierten Eisenbahnsysteme in Europa zu zerschlagen“, sagte DB-Chef Dr. Grube mit Blick auf Brüsseler Vor-schläge im 4. Eisenbahnpaket. „Das erfolgreiche deutsche Modell sollte statt-dessen Vorbild sein für andere Länder, endlich mehr Wettbewerb auf der Schiene zu ermöglichen.“
Im Vergleich mit den anderen Verkehrträgern trotzten die Bahnen im deutschen Personenverkehr dem allgemeinen Nachfragerückgang und steigerten ihre Leistung sogar um vier Prozent. Sie erreichten mit einem Plus von 49 Millionen mehr Fahrgästen als im Vorjahr sogar einen neuen Fahrgastrekord. Für den Güterverkehr war das Marktumfeld 2012 deutlich schwieriger. Die Bahnen mussten in geringem Umfang Marktanteile abgeben. Der deutsche Schienengüterverkehr entwickelte sich mit einem Minus von etwa drei Prozent aber im europäischen Vergleich (minus fünf Prozent) immer noch überdurchschnittlich.
Der Wettbewerbsbericht weist aus, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Bahnen gleich von mehreren Seiten unter Druck gerät. So ist die Finanzierung einer zukunftsfesten Schieneninfrastruktur nicht gesichert, zudem verursachen die langwierigen Zulassungsverfahren für Züge massive Nachteile im Wettbewerb mit den anderen Verkehrsträgern und schließlich wurden bislang keine Fortschritte erzielt, wenn es darum geht, Verzerrungen der innereuropäischen Wettbewerbsbedingungen etwa bei der Marktöffnung im Personenverkehr abzubauen.
„In den aktuellen verkehrspolitischen Diskussionen müssen wir diese Themen mit Nachdruck vorantreiben“, forderte Dr. Grube und mahnte zugleich eine faire und sachliche Auseinandersetzung an, die sich nicht an vorgefassten Meinungen orientieren dürfe, sondern an Kosten-Nutzen-Analysen sowie effizienten und wettbewerbsfähigen Strukturen.
Im diesjährigen Wettbewerbsbericht bietet die DB zudem in einem Hintergrundbeitrag interessante Einblicke in den Wettbewerb im Fernverkehr, durchleuchtet in einem Faktencheck die Finanzbeziehungen im Konzern, greift die Diskussion über die Folgen der eigentumsrechtlichen Entflechtung im Energiesektor auf und gibt eine Übersicht neuer internationaler Vergleichsstudien zu den Eisenbahnmärkten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.05.13).
RheinCargo: Bereit für die Logistikmesse
Für Unternehmen der Güterverkehrsbranche steht mit der „transport logistic“ in München die weltweit wichtigste Fachmesse ins Haus. Auf dieser internationalen Plattform präsentiert sich der Logistikverbund RheinCargo mit einem neu gestalteten Messestand.
RheinCargo bietet die Lösungen für die steigenden Herausforderungen der globalisierten Logistik. Die Kooperation zweier erfolgreicher Partner stärkt das Rheinland als zentrale Güterverkehrsdrehscheibe. RheinCargo gestaltet mit seinen Partnern logistische Gesamtlösungen für Schiene, Straße und Wasserstraße aus einer Hand.
Die intelligente Verknüpfung der Hafenstandorte Köln, Düsseldorf und Neuss zu einem umfassenden Logistiknetz ist in der visuellen Darstellung ein echter Hingucker. Unter dem Slogan „clever kombiniert“ zeigt sich RheinCargo als leistungsfähiger Partner in der Logistikkette.
RheinCargo bietet innovative, leistungsfähige und umweltschonende Transportkonzepte für seine Partner der Hafen- und Logistikwirtschaft. Auf insgesamt 358 Hektar Hafenfläche bewegt das Unternehmen jährlich rund 28 Millionen Tonnen Güter mittels 48 Krananlagen. Als größte private deutsche Gütereisenbahn befördert RheinCargo über 22 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene und erreicht eine Verkehrsleistung von fast 3,5 Milliarden Netto-Tonnenkilometer (Pressemeldung RheinCargo, 22.05.13).
Aus den Ländern
Sachsen: 15 Jahre „Ein Ticket. Alles fahren.“
Ein Ticket in der Straßenbahn kaufen und damit auch S-Bahn fahren oder beim Regionalbusfahrer in Altenberg schon den durchgehenden Fahrausweis bis zur Uniklinik kaufen: Seit 24. Mai 1998 ist das einfach möglich. In Dresden und der gesamten Region, von Riesa bis Schöna, von Hoyerswerda bis Altenberg, gilt für Busse, Bahnen, Züge und Fä hren: Ein Ticket. Alles fahren. „Mit dem damaligen Start des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) wurde das Umsteigen zwischen den Verkehrsmitteln, aber auch das Umsteigen vom Auto in Busse und Bahnen einfacher“, betont Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. Ein einheitlicher Tarif un d ein abgestimmter Fahrplan sind bis heute die wichtigsten Vorteile des Verkehrsverbundes, die Bürger und Gästen schätzen und nutzen: heute fährt jeder dritte Bewohner wenigstens einmal wöchentl ich Bus und Bahn, 88 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Studie bestätigten die Aussage, dass ei n gutes Nahverkehrsangebot sehr wichtig für die Region sei.
Für den Nahverkehr konnten die Verkehrsunternehmen und der VVO in den vergangenen 15 Jahren viel erreichen: „Gemeinsam mit Städten sowie Gemeinden und gefördert durch den Freistaat Sachsen wurden über 60 Infrastrukturprojekte umgese tzt“ so Burkhard Ehlen. „Mit kostenfreien P+R- Plätzen, modernen Busbahnhöfen und überdachten Fahrradständern wurde das Umsteigen deutlich komfortabler“. Die 13 Verkehrsunternehmen un d der Verbund machten den Nahverkehr mit Innovationen wie dem HandyTicket Deutschland, Kundengarantien im Stadtverkehr und in Regionalzügen oder dem rechnergestützte Betriebs leitsystem (RBL) für den regionalen Busverkehr noch attraktiver. Neuerungen wie das Elbe-Labe-T icket oder der regionale Nachtverkehr ergänzten das schon bestehende Angebot. Das Ergebnis: Heute nutzen mehr als 205 Millionen Fahrgäste jährlich den Nahverkehr in Dresden und der Region.
Der VVO sagt dafür „Dankeschön“ und läutet am 24. Mai mit einem bunten Nachmittag in der VVO- Mobilitätszentrale in Dresden – Altpieschen den Geburtstag ein. Der VVO-Spielepark, Kinderschminken und das Maskottchen Mobilius freuen sich ab 13 Uhr auf den Platz vor dem Elbcenter, Leipziger Straße 120, auf alle klei nen und großen Besucher. Um 14 Uhr schneidet Burkhard Ehlen gemeinsam mit dem Team der Mobilitätszentrale den Geburtstagskuchen für alle Besucher an. (Pressemeldung VVO, 22.05.13).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
Neuenmarkter Pfingstdampftage




Die Neuenmarkter Pfingstdampftage 2013 brachten wieder einmal Dampf auf die KBS 850. Leider war keine streckentypische DB-Maschine darunter. Das Warten hatte sich trotzdem gelohnt.
Am Abend des 17. Mai 2013 kam anstelle der angekündigten 50 3616 die 52 8079 mit dem DLr 68820 (Schwarzenberg - Neuenmarkt-W.) in Münchberg-Poppenreuth vorbei. Am nächsten Tag donnerte mit rund 80 Minuten Verspätung die 03 1010 mit dem DPE 25716 und Schubunterstützung durch 119 158-4 unweit Poppenreuth an mir vorüber. Mit dem DPE 25790 aus Cottbus dampfte die 23 1019 tatkräftigst durch 118 770-7 unterstützt kurz hinter Münchberg die Steigung nach Schödlas hoch.
Nachdem ein schweres Gewitter in der Nacht zum Pfingstmontag die Sonne vertrieben hatte, riss es etwas auf, als die 01 0509-8 hinter Münchberg auf ihrem Weg nach Lübbenau an mir vorbeirollte (Volker Seidel, www.mec01.muenchberg.de, 22.05.13).
Pfingstdampf im Geopark „MuskauerFaltenbogen“




Am Sonntag waren auf zwei Strecken mit erweiterten Fahrplan der Waldeisenbahn Muskau e. V. drei Dampflokomotiven unterwegs. Die 99 3312 „DIANA“ wurde an diesem Tag vor den Dampfzügen nach Bad Muskau angetroffen. Auf der Strecke nach Kromlau zum Park- und Blütenfest fand Zweizugbetrieb statt.
Zum Einsatz kamen die Brigadelok 99 3317 und 99 3462 der Dampf-KleinbahnMühlenstroth. Die Schlepptenderlokomotive ist nach einer Hauptuntersuchung von der MALOWA in Klostermannsfeld zur Lastprobefahrt/Mängelbeseitigung im Oktober2012 auf dem Streckennetz der WEM im Einsatz (Heinz Seyfert, 22.05.13).
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Mit der Kamera notiert
Erfurt


Am Morgen des 16.05.2013 wartete EVAG 520 als spätere Linie 6 (Domplatz - Wiesenhügel) im EVAG Betriebshof in der Nordhäuser Straße auf seinen Arbeitsbeginn. Vor der Halle stand ein weiterer Tatrawagen in Form von EVAG 522, der derzeit restauriert wird (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 22.05.13).
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Europa
Italien: Ehemalige Überetscher Bahn ab kommendem Jahr "Metrobus"


Bus-Haltebuchten, neu gestaltete Kreuzungen, intelligente Ampeln, neue Busse und Vorzugsspuren: 20 Millionen Euro stellt die Landesregierung bereit, um mit der Verwirklichung des neuen Mobilitätskonzepts für das Überetsch noch 2013 beginnen zu können. Heute (17. Mai) hat Landesrat Thomas Widmann die Machbarkeitsstudie vorgestellt und dabei unterstrichen, dass "mit dem Metrobus die Straßen wirksam vom Verkehrsaufkommen entlastet und den Überetschern eine echte, ja eine bessere Alternative zum eigenen Auto geboten wird."
Der Metrobus zwischen dem Überetsch und Bozen bringt ein völlig neues Verkehrskonzept. Heute hat Landesrat Widmann gemeinsam mit der Bürgermeisterin von Kaltern, Gertrud Benin Bernard, und der Eppaner Gemeindereferentin Ehrentraut Troger Riegler die Machbarkeitsstudie samt Simulationsvideo vorgestellt. Eine Arbeitsgruppe hat die Studie in den vergangenen Monaten ausgearbeitet und zeigt damit auf, wie das Metrobus-System funktioniert, wie sich die Verkehrsabläufe verhalten und welche baulichen Maßnahmen auf welchen Abschnitten erforderlich sind.
Die Linie, auf der die Metrobusse verkehren werden, wird jene sein, auf der seit etwa einem Jahr die Expressebusse verkehren, allerdings wird die Strecke ausgebaut, um den 18 Meter langen Metrobussen immer Vorfahrt bzw. freie Fahrt garantieren zu können. Zwischen Kaltern und der Meraner Kreuzung sind drei Haltestellen für den Umstieg vom Metrobus auf den Citybus in Kaltern, Eppan und beim Pillhof vorgesehen, weiters zwölf Haltebuchten, so genannte „Bus Gates", in Richtung Kaltern-Bozen und zehn in Richtung Bozen-Kaltern, 2,4 Kilometer Vorzugsspur, davon 2,15 Kilometer in Richtung Kaltern-Bozen und 250 Meter in Richtung Bozen-Kaltern sowie sechs bauliche Eingriffe an Kreuzungen. Diese Baumaßnahmen sind mit Kosten von 16,36 Millionen Euro veranschlagt.
Die Metrobuslinie wird mit 20 Bussen bedient, die heuer und im kommenden Jahr zum Stückpreis von 365.000 Euro angekauft werden. Die Metrobusse verkehren alle sechs Minuten, wenn nötig kann die Frequenz auch erhöht werden.
Bei der Vorstellung der Studie betonte Landesrat Widmann, dass mit dem Metrobus-Konzept ein völlig neuer Ansatz gewählt worden sein: „Bisher galt es, die Straßen und Verkehrsflüsse so zu gestalten, um den Autos bzw. allen motorisierten Fahrzeugen ein möglichst schnelles und ungehindertes Weiterkommen von A nach B zu gewährleisten. Mit dem Metrobus-Konzept wird dies auf den Kopf gestellt: der Metrobus hat Vorfahrt, alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen zurückstehen."
Widmann unterstrich außerdem, dass die neue Verkehrslösung für das Überetsch absolut vordringlich und prioritär für die Landesregierung sei: „Trotz der drastischen Sparmaßnahmen und allseits fehlender Gelder konnte ich die Landesregierung davon überzeugen, 20 Millionen Euro bereit zu stellen, damit wir mit dem neuen Konzept heuer noch starten können."
Der Metrobus hat sich in einem Vergleich mehrerer Vorschläge als geeignete Verkehrslösung herauskristallisiert, weil damit die Straßen wirksam vom Verkehrsaufkommen entlastet werden und die Fahrzeiten für die Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs um bis zu einem Drittel reduziert werden können. Landesrat Widmann: „Die Überetscher Bürger bekommen mit dem Metrobus eine echte, ja eine bessere Alternative zum eigenen Auto. Das Konzept Metrobus - davon haben sich alle bei dem Besuch in Nantes vor zwei Jahren überzeugen können - bietet alle Vorzüge einer Tram, hat aber eine Reihe von Vorteilen, weil es mehr Kapazität bietet, dem Fahrgastaufkommen flexibel angepasst werden kann, kurzfristig umsetzbar und finanzierbar ist. Außerdem kann es in Zukunft immer noch bis hin zu einer Tram ausgebaut werden." (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen Südtirol, 22.05.13).
Montenegro: Erster CAF-„Civity“-Triebzug der ŽPCG eingetroffen
Am 14. Mai 2013 nahm die Željeznički prevoz Crne Gore AD (ŽPCG), der mehrheitlich staatliche Betreiber der Schienenpersonenverkehre in Montenegro, den ersten von drei neuen „Civity“-Triebzügen des spanischen Herstellers CAF in Empfang. Die dreiteiligen Einheiten mit 176 Sitz- und 179 Stehplätzen sollen im Binnennahverkehr, insbesondere auf der 2012 reaktivierten, 56 km langen Verbindung Podgorica – Nikšić, eingesetzt werden und dort lokbespannte Wagenzüge sowie elektrische Triebzüge aus den frühen 1980er-Jahren ablösen bzw. ergänzen.
Der Erwerb der drei Fahrzeuge war am 27. Oktober 2011 auf Basis einer europaweiten Ausschreibung vereinbart worden, an der neben dem CAF-Angebot auch Gebote von Škoda und Stadler Rail Teil der letzten Vergaberunde waren. Für die bis spätestens 30. Juni 2013 zu lieferenden Fahrzeuge samt Ersatzteilen erhält CAF 13,05 Mio. EUR, die die ŽPCG aus einem durch die Republik Montenegro garantierten Kredit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung finanziert. Die Produktion der Fahrzeuge erfolgte im CAF-Werk Beasain im Baskenland.
Mit dem ersten Triebwagen sollen diese Woche Zulassungs- und Schulungsfahrten aufgenommen werden, die nach ŽPCG-Angaben in etwa zwei Monaten andauern sollen. Die Ausbildung der Triebfahrzeugführer war an Simulatoren bereits im Frühjahr aufgenommen worden. Der zweite Triebzug wird Ende Mai in Montenegro eintreffen, der dritte voraussichtlich in der dritten Juniwoche 2013 (Georg Ringler, 22.05.13).
Österreich: ÖBB-Zugradar ist eröffnet!
Wo sind Züge unterwegs? Wie viele Züge fahren gerade durch Österreich? Ist mein Zug pünktlich? Diese und viele weitere Fragen von ÖBB-Kunden und Bahn-Fans beantworten die ÖBB jetzt mit einem völlig neuartigen Angebot, dem ÖBB-Zugradar.
Am neuen Zugradar werden alle ÖBB-Züge, die im österreichischen Eisenbahnnetz unterwegs sind, auf der Landkarte angezeigt. Nicht nur der gesamte Fernverkehr, sondern auch die Nahverkehrszüge können damit genau beobachtet werden.
Die grafische Darstellung gibt einen kompletten Überblick über die ÖBB-Züge auf Österreichs Schienen. "Die ÖBB fahren mit über 4.000 Zügen pro Tag im Eisenbahnnetz durch ganz Österreich. Unser neues Zug-Radar zeigt dieses Angebot jetzt auf einen Blick. Kunden und Eisenbahn-Fans können sich jetzt jederzeit online davon überzeugen, was auf der Schiene in Österreich los ist", so Birgit Wagner, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG. Mit Klick auf einen Bahnhof werden die nächsten Abfahrten angezeigt, außerdem können auch Informationen zum Bahnhof selbst abgefragt werden. Die Zugbeobachtung kann auf bestimmte Zugtypen, wie z.B. railjets oder S-Bahnen, aber auch auf einzelne Züge eingeschränkt werden. Wer will, kann so auch "seinen" Zug verfolgen, in dem er gerade sitzt (Pressemeldung ÖBB, 22.05.13).
Portugal/Spanien: Zeitplan zur Normalspur-Güterverbindung Sines - Badajoz
Alte (gelb) und geplante (blau) Verbindung zwischen Sines und Badajoz, grün die Logistkplattform Poceirao. Grafik REFER.
Am 17.05.13 gaben die spanische Ministerin für Entwicklung, Ana Pastor, und der portugiesische Minister für Wirtschaft, Alvaro Santos Pereira, den Zeitplan zur Fertigstel-lung einer Normalspurverbindung zwischen dem Containerterminalhafen Sines in Portugal und der spanischen Grenzstadt Badajoz bekannt. Ein entsprechendes Memorandum wurde zwischen CP, Renfe and Adif unterzeichnet. Die elektrifizierte Strecke soll für Güterzüge von bis zu 750 m Länge ausgelegt werden.
Die Güterachse ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors 16 Sines/Algeciras - Frankreich. Die Züge sollen von Badajoz über Madrid und Irún in Richtung Frankreich geführt werden, notfalls auch vorerst über Portbou (Corredor Mediterráneo).
Der Zeitplan sieht vor, auf spanischer Seite die Normalspur-Anbindung von Badajoz im Jahr 2015 fertig zu stellen, während auf portugiesischer Seite 2017 für den Abschnitt Sines - Grenze genannt wird. Die Anknüpfung Poceirao - Lisboa soll portugiesischen Angaben zufolge 2019 fertiggestellt sein.
Im Zeitraum 2015 bis 2017 soll der Verkehr mit Güterzugmaterial der Renfe erfolgen, dass für beide Spurweiten zugelassen ist. Es wird noch analysiert, ob CP dieses Wagenmaterial von der Renfe kaufen oder leihen kann.
Die Regierungen von Portugal und Spanien haben sich darauf geeinigt, dass die in iberischer Spurweite schon vorhandene Verbindung Mérida - Badajoz unabhängig von möglichen im Rahmen der Studie des Ingenieurbüros INECO vorgesehenen Kürzungen solange bestehen bleibt, bis die Alternative in europäischer Normalspur fertiggestellt ist.
Mit der Normalspurvariante begeben sich beide Länder auf den Weg zu einem über weite Teile Europas einheitlichen Spursystem (WKZ, Michael Laudahn, diverse Quellen, 22.05.13).
Schweiz: Signalverkürzung zur Zufahrt Bern
Die Strecke Bern Wankdorf–Bahnhof Bern wird ab Ende 2014 leistungsfähiger. Dazu verkürzt die SBB ab Sonntag, 26./27. Mai 2013, die Abstände zwischen den Signalen. So können sich die Züge künftig in zwei statt heute drei Minuten folgen. Dies sorgt für mehr Flexibilität und mehr Kapazität in der Zufahrt zum Bahnhof Bern. Das 26,5-Millionen-Franken-Projekt ist über die Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB finanziert.
Die SBB schafft auf der Bahnstrecke Bern Wankdorf–Bahnhof Bern die Voraussetzungen für mehr Züge und Pünktlichkeit. Dazu verkürzt sie ab Ende Mai die Abstände zwischen den Signalen, damit sich die Züge künftig in zwei statt heute drei Minuten folgen können. Zudem sind Anpassungen im Stellwerk Bern Wylerfeld und umfangreiche Kabelarbeiten nötig.
Als erster Schritt trifft die SBB die nötigen Vorbereitungen, um eine der betroffenen Signalbrücken auf dem Lorraineviadukt umzuplatzieren. Dazu verlängert sie ab Sonntagnacht, 26./27. Mai, bis Anfang Juni 2013 die Lärmschutzwandausbuchtungen, innerhalb derer die Masten der Signalbrücke stehen. So schafft sie Platz für die Fundamente der neuen Signalbrücke. Danach erstellt sie ab Juli 2013 auf dem ganzen Abschnitt zwischen Bahnhof Bern Wankdorf bis zur Einfahrt Schützenmatt 15 neue Mastfundamente für einzelne Signale und Signalbrücken, verbunden mit diversen Betonarbeiten, Verankerungen und Abstützungen. Gleichzeitig starten die Arbeiten für die Verkabelung sowie die Anpassungen im Stellwerk Bern Wylerfeld.
Von Herbst 2013 bis Frühsommer 2014 erstellt die SBB auf den Fundamenten die neuen Maste für Signale und Signalbrücken. Im Herbst 2014 gehen die neuen Signale in Betrieb. Danach baut die SBB die alten Masten, Signalbrücken und Fundamente bis Frühling 2015 zurück. Wegen des dichten Bahnverkehrs tagsüber muss die SBB manche Arbeiten aus Sicherheitsgründen nachts vornehmen. Sie bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis und entschuldigt sich für allfällige Ruhestörungen.
Die Projektkosten belaufen sich auf 26,5 Mio. Franken. Die Gelder stammen aus der Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB. Im Rahmen der Leistungsvereinbarungen handeln Bund und SBB jeweils periodisch aus, wie viel öffentliche Mittel für welche Infrastrukturprojekte investiert werden können. (Pressemeldung SBB, 22.05.13).








